EUR-Lex Access to European Union law

Back to EUR-Lex homepage

This document is an excerpt from the EUR-Lex website

Document 41985X0622

Entschließung der im Rat vereinigten für Kulturfragen zuständigen Minister vom 13. Juni 1985 für die alljährliche Benennung einer ,,Kulturstadt Europas"

OJ C 153, 22.6.1985, p. 2–2 (DA, DE, EL, EN, FR, IT, NL)
Spanish special edition: Chapter 16 Volume 001 P. 257 - 257
Portuguese special edition: Chapter 16 Volume 001 P. 257 - 257

In force

41985X0622

Entschließung der im Rat vereinigten für Kulturfragen zuständigen Minister vom 13. Juni 1985 für die alljährliche Benennung einer ,,Kulturstadt Europas"

Amtsblatt Nr. C 153 vom 22/06/1985 S. 0002 - 0002
Spanische Sonderausgabe: Kapitel 16 Band 1 S. 0257
Portugiesische Sonderausgabe: Kapitel 16 Band 1 S. 0257


ENTSCHLIESSUNGder im Rat vereinigten für Kulturfragen zuständigen Ministervom 13. Juni 1985für die alljährliche Benennung einer ,,Kulturstadt Europas''(85/C 153/02)

I. Ziele und Inhalt Die für Kulturfragen zuständigen Minister sind der Auffassung, daß durch die Veranstaltung ,,Kulturstadt Europas'' einer Kultur Ausdruck verliehen werden sollte, die sich in ihrer Entstehungsgeschichte und ihrer zeitgenössischen Entwicklung sowohl durch Gemeinsamkeiten als auch durch einen aus der Vielfalt hervorgegangenen Reichtum auszeichnet. Zwar wird das Projekt in Angriff genommen, um die Völker der Mitgliedstaaten einander näher zu bringen, doch sollten dabei auch weitgehende kulturelle Affinitäten in Europa berücksichtigt werden. Durch diese Veranstaltung sollten der europäischen Öffentlichkeit besondere kulturelle Aspekte der Stadt, der Region oder des betreffenden Landes zugänglich gemacht werden. Auch könnte die betreffende Stadt zum Mittelpunkt einer Reihe von kulturellen Beiträgen aus anderen Mitgliedstaaten gemacht werden, die vor allem den Einwohnern der betreffenden Region zugute kommen. Zwischen diesen beiden Polen können vielfältige Schwerpunkte gesetzt und miteinander in Zusammenhang stehende Themen ausgewählt werden, die der betreffenden Stadt und gegebenenfalls dem besonderen Anlaß, aufgrund dessen die Wahl auf diese Stadt fiel, angepasst sind. II. Kriterien für die Auswahl Grundsätzlich sollte je Kalenderjahr nur eine ,,Kulturstadt Europas'' ausgewählt werden. Jedes Jahr sollte ein bestimmter Mitgliedstaat die Durchführung der Veranstaltung übernehmen, wobei die Wahl der Stadt mindestens zwei Jahre vorher zu treffen wäre, damit eine angemessene Vorbereitung möglich ist. Im Prinzip sollte in der alphabetischen Reihenfolge der Mitgliedstaaten vorgegangenen werden, die jedoch im gegenseitigen Einvernehmen durchbrochen werden könnte. Grundsätzlich sollten alle Mitgliedstaaten einmal an der Reihe gewesen sein, bevor mit einer neuen Runde begonnen wird. III. Durchführung und Finanzierung Der Mitgliedstaat, in dessen Gebiet die ,,Kulturstadt Europas'' liegt, entscheidet darüber, welche innerstaatliche Stelle die Verantwortung für die Durchführung und Finanzierung der Veranstaltung übernimmt. Da die Veranstaltung Bestandteil der kulturellen Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten ist, werden die Mitgliedstaaten zu den Vorbereitungsarbeiten hinzugezogen und über den Fortgang der Dinge auf dem laufenden gehalten. Weitere europäische und gegebenenfalls auch nichteuropäische Länder könnten ebenfalls zu den Vorbereitungsarbeiten für die Veranstaltung hinzugezogen werden. Die für Kulturfragen zuständigen Minister wohnen nach Möglichkeit der Eröffnungsveranstaltung bei. Die Mitgliedstaaten setzen alles daran, um der Veranstaltung grösstmögliche Publizität zu verleihen. ENTSCHLIESSUNGder im Rat vereinigten für Kulturfragen zuständigen Ministervom 13. Juni 1985für die alljährliche Benennung einer ,,Kulturstadt Europas''(85/C 153/02)

I. Ziele und Inhalt Die für Kulturfragen zuständigen Minister sind der Auffassung, daß durch die Veranstaltung ,,Kulturstadt Europas'' einer Kultur Ausdruck verliehen werden sollte, die sich in ihrer Entstehungsgeschichte und ihrer zeitgenössischen Entwicklung sowohl durch Gemeinsamkeiten als auch durch einen aus der Vielfalt hervorgegangenen Reichtum auszeichnet. Zwar wird das Projekt in Angriff genommen, um die Völker der Mitgliedstaaten einander näher zu bringen, doch sollten dabei auch weitgehende kulturelle Affinitäten in Europa berücksichtigt werden. Durch diese Veranstaltung sollten der europäischen Öffentlichkeit besondere kulturelle Aspekte der Stadt, der Region oder des betreffenden Landes zugänglich gemacht werden. Auch könnte die betreffende Stadt zum Mittelpunkt einer Reihe von kulturellen Beiträgen aus anderen Mitgliedstaaten gemacht werden, die vor allem den Einwohnern der betreffenden Region zugute kommen. Zwischen diesen beiden Polen können vielfältige Schwerpunkte gesetzt und miteinander in Zusammenhang stehende Themen ausgewählt werden, die der betreffenden Stadt und gegebenenfalls dem besonderen Anlaß, aufgrund dessen die Wahl auf diese Stadt fiel, angepasst sind. II. Kriterien für die Auswahl Grundsätzlich sollte je Kalenderjahr nur eine ,,Kulturstadt Europas'' ausgewählt werden. Jedes Jahr sollte ein bestimmter Mitgliedstaat die Durchführung der Veranstaltung übernehmen, wobei die Wahl der Stadt mindestens zwei Jahre vorher zu treffen wäre, damit eine angemessene Vorbereitung möglich ist. Im Prinzip sollte in der alphabetischen Reihenfolge der Mitgliedstaaten vorgegangenen werden, die jedoch im gegenseitigen Einvernehmen durchbrochen werden könnte. Grundsätzlich sollten alle Mitgliedstaaten einmal an der Reihe gewesen sein, bevor mit einer neuen Runde begonnen wird. III. Durchführung und Finanzierung Der Mitgliedstaat, in dessen Gebiet die ,,Kulturstadt Europas'' liegt, entscheidet darüber, welche innerstaatliche Stelle die Verantwortung für die Durchführung und Finanzierung der Veranstaltung übernimmt. Da die Veranstaltung Bestandteil der kulturellen Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten ist, werden die Mitgliedstaaten zu den Vorbereitungsarbeiten hinzugezogen und über den Fortgang der Dinge auf dem laufenden gehalten. Weitere europäische und gegebenenfalls auch nichteuropäische Länder könnten ebenfalls zu den Vorbereitungsarbeiten für die Veranstaltung hinzugezogen werden. Die für Kulturfragen zuständigen Minister wohnen nach Möglichkeit der Eröffnungsveranstaltung bei. Die Mitgliedstaaten setzen alles daran, um der Veranstaltung grösstmögliche Publizität zu verleihen.

Top