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Document 32019R2164

Durchführungsverordnung (EU) 2019/2164 der Kommission vom 17. Dezember 2019 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen hinsichtlich der ökologischen/biologischen Produktion, Kennzeichnung und Kontrolle (Text von Bedeutung für den EWR)

C/2019/8954

OJ L 328, 18.12.2019, p. 61–80 (BG, ES, CS, DA, DE, ET, EL, EN, FR, HR, IT, LV, LT, HU, MT, NL, PL, PT, RO, SK, SL, FI, SV)

In force

ELI: http://data.europa.eu/eli/reg_impl/2019/2164/oj

18.12.2019   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 328/61


DURCHFÜHRUNGSVERORDNUNG (EU) 2019/2164 DER KOMMISSION

vom 17. Dezember 2019

zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen hinsichtlich der ökologischen/biologischen Produktion, Kennzeichnung und Kontrolle

(Text von Bedeutung für den EWR)

DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —

gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates vom 28. Juni 2007 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 (1), insbesondere auf Artikel 16 Absatz 1 und Absatz 3 Buchstabe a sowie Artikel 21 Absatz 2,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Mehrere Mitgliedstaaten haben der Kommission und den übrigen Mitgliedstaaten gemäß Artikels 16 Absatz 3 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 Dossiers für die Zulassung bestimmter Stoffe und deren Aufnahme in die Anhänge I, II, VI und VIII der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 der Kommission (2) übermittelt. Diese Dossiers wurden von der Sachverständigengruppe für technische Beratung bezüglich der ökologischen/biologischen Produktion (EGTOP) und von der Kommission geprüft.

(2)

In ihren Empfehlungen zu Düngemitteln (3) gelangte EGTOP unter anderem zu dem Schluss, dass die Stoffe „Pflanzenkohle“, „Muschelabfälle und Eierschalen“ und „Humin- und Fulvinsäuren“ mit den Zielen und den Grundsätzen der ökologischen/biologischen Produktion vereinbar sind. Diese Stoffe sollten daher in Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 aufgenommen werden. EGTOP empfahl außerdem, die Begriffsbestimmung für „Calciumcarbonat“ im selben Anhang klarer festzulegen.

(3)

In ihren Empfehlungen zu Pflanzenschutzmitteln (4) gelangte EGTOP unter anderem zu dem Schluss, dass die Stoffe „Maltodextrin“, „Wasserstoffperoxid“, „Terpene (Eugenol, Geraniol und Thymol)“, „Natriumchlorid“, „Cerevisan“ sowie Pyrethrine aus anderen Pflanzen als Chrysanthemum cinerariaefolium mit den Zielen und den Grundsätzen der ökologischen/biologischen Produktion vereinbar sind. Diese Stoffe sollten daher in Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 aufgenommen werden. Des Weiteren legte EGTOP Empfehlungen für die Struktur desselben Anhangs vor.

(4)

In ihren Empfehlungen zu Futtermitteln (5) gelangte EGTOP unter anderem zu dem Schluss, dass die Stoffe „Guarkernmehl“ als Futtermittelzusatzstoff, „Edelkastanienholzextrakt“ als sensorischer Zusatzstoff und „Betainanhydrat“ für Monogastriden und nur natürlichen oder ökologischen/biologischen Ursprungs mit den Zielen und den Grundsätzen der ökologischen/biologischen Produktion vereinbar sind. Diese Stoffe sollten daher in Anhang VI der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 aufgenommen werden. Die Bezugnahme auf bestimmte Silierzusatzstoffe im selben Anhang ist unklar, sodass eine redaktionelle Präzisierung erforderlich ist, um Missverständnisse zu vermeiden.

(5)

In ihren Empfehlungen zu Lebensmitteln (6) gelangte EGTOP unter anderem zu dem Schluss, dass die Stoffe „Glycerin“ als Feuchthaltemittel in Gelatinekapseln und zur Beschichtung von Filmtabletten, „Bentonit“ als Verarbeitungshilfsstoff, „L(+)-Milchsäure und Natriumhydroxid“ als Verarbeitungshilfsstoff zur Extraktion von Pflanzenproteinen, „Tarakernmehl“ als Verdickungsmittel sowie „Hopfenextrakt und Pinienharzextrakt“ in der Zuckerherstellung mit den Zielen und den Grundsätzen der ökologischen/biologischen Produktion vereinbar sind. Diese Stoffe sollten daher in Anhang VIII der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 aufgenommen werden. EGTOP empfahl außerdem, für Tarakernmehl, Lecithine, Glycerin, Johannisbrotkernmehl, Gellan, Gummi arabicum, Guarkernmehl und Carnaubawachs vorzuschreiben, dass diese ökologisch/biologisch erzeugt werden müssen. Den Marktteilnehmern sollte ein dreijähriger Übergangszeitraum gewährt werden, damit sie genügend Zeit haben, um sich auf diese neue Vorschrift einzustellen.

(6)

In Anhang VIIIa der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 sind einige Bezugnahmen auf die Namen von Zusatzstoffen unpräzise, sodass eine redaktionelle Präzisierung erforderlich ist, um Missverständnisse zu vermeiden.

(7)

Die Verordnung (EG) Nr. 889/2008 sollte daher entsprechend geändert werden.

(8)

Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ausschusses für die ökologische/biologische Produktion —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Die Verordnung (EG) Nr. 889/2008 wird wie folgt geändert:

1.

Anhang I erhält die Fassung des Anhangs I der vorliegenden Verordnung.

2.

Anhang II erhält die Fassung des Anhangs II der vorliegenden Verordnung.

3.

Anhang VI erhält die Fassung des Anhangs III der vorliegenden Verordnung.

4.

Anhang VIII erhält die Fassung des Anhangs IV der vorliegenden Verordnung.

5.

Anhang VIIIa erhält die Fassung des Anhangs V der vorliegenden Verordnung.

Artikel 2

Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 17. Dezember 2019

Für die Kommission

Die Präsidentin

Ursula VON DER LEYEN


(1)  ABl. L 189 vom 20.7.2007, S. 1.

(2)  Verordnung (EG) Nr. 889/2008 der Kommission vom 5. September 2008 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen hinsichtlich der ökologischen/biologischen Produktion, Kennzeichnung und Kontrolle (ABl. L 250 vom 18.9.2008, S. 1).

(3)  Abschlussbericht über Düngemittel III https://ec.europa.eu/info/sites/info/files/food-farming-fisheries/farming/documents/final-report-egtop-fertilizers-iii_en.pdf.

(4)  Abschlussbericht über Pflanzenschutzmittel IV https://ec.europa.eu/info/publications/egtop-reports-organic-production_en.

(5)  Abschlussbericht über Futtermittel III und Lebensmittel V https://ec.europa.eu/info/publications/egtop-reports-organic-production_en.

(6)  Abschlussbericht über Lebensmittel IV und Abschlussbericht über Futtermittel III und Lebensmittel V https://ec.europa.eu/info/publications/egtop-reports-organic-production_en.


ANHANG I

„ANHANG I

Düngemittel, Bodenverbesserer und Nährstoffe gemäß Artikel 3 Absatz 1 und Artikel 6d Absatz 2

Anmerkung:

A: zugelassen gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 und übernommen durch Artikel 16 Absatz 3 Buchstabe c der Verordnung (EG) Nr. 834/2007

B: zugelassen gemäß der Verordnung (EG) Nr. 834/2007

Zulassung

Bezeichnung

Erzeugnisse, die nachstehende Stoffe enthalten, oder Gemische daraus:

Beschreibung, Anforderung an die Zusammensetzung, Verwendungsvorschriften

A

Stallmist

Gemisch aus tierischen Exkrementen und pflanzlichem Material (Einstreu).

Produkt darf nicht aus industrieller Tierhaltung stammen.

A

Getrockneter Stallmist und getrockneter Geflügelmist

Produkt darf nicht aus industrieller Tierhaltung stammen.

A

Kompost aus tierischen Exkrementen, einschließlich Geflügelmist und kompostierter Stallmist

Produkt darf nicht aus industrieller Tierhaltung stammen.

A

Flüssige tierische Exkremente

Verwendung nach kontrollierter Fermentation und/oder geeigneter Verdünnung.

Produkt darf nicht aus industrieller Tierhaltung stammen.

B

Kompostiertes oder fermentiertes Gemisch aus Haushaltsabfällen

Erzeugnis aus getrennt gesammelten Haushaltsabfällen, gewonnen durch Kompostierung oder anaerobe Gärung bei der Erzeugung von Biogas.

Nur pflanzliche und tierische Haushaltsabfälle.

Gewonnen in einem geschlossenen und kontrollierten, vom Mitgliedstaat zugelassenen Sammelsystem.

Höchstgehalt der Trockenmasse in mg/kg:

Cadmium: 0,7; Kupfer: 70; Nickel: 25; Blei: 45; Zink: 200; Quecksilber:

0,4; Chrom (insgesamt): 70; Chrom (VI): nicht nachweisbar.

A

Torf

Nur für Gartenbauzwecke (Gemüsebau, Ziergartenbau, Gehölze, Baumschulen).

A

Substrat von Champignonkulturen

Das Ausgangssubstrat darf nur aus den nach diesem Anhang zulässigen Produkten bestehen.

A

Exkremente von Würmern (Wurmkompost) und Insekten

 

A

Guano

 

A

Kompostiertes oder fermentiertes Gemisch aus pflanzlichem Material

Erzeugnis aus gemischtem pflanzlichem Material, gewonnen durch Kompostierung oder anaerobe Gärung bei der Erzeugung von Biogas.

B

Biogasgärreste, die tierische Nebenprodukte enthalten, vergärt mit Material pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, die in diesem Anhang aufgeführt sind

Tierische Nebenprodukte (einschließlich Nebenprodukte von Wildtieren) der Kategorie 3 und Magen- und Darminhalt der Kategorie 2 (Kategorien 2 und 3 gemäß der Definition in der Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates  (1)) dürfen nicht aus industrieller Tierhaltung stammen.

Die Prozesse müssen der Verordnung (EU) Nr. 142/2011 der Kommission entsprechen.

Nicht auf essbare Teile der Pflanze anzuwenden.

B

Nachstehende Produkte oder Nebenprodukte tierischen Ursprungs:

 

Blutmehl

 

Hufmehl

 

Hornmehl

 

Knochenmehl bzw. entleimtes Knochenmehl

 

Fischmehl

 

Fleischmehl

 

Federn- und Haarmehl, gemahlene Fell- und Hautteile

 

Wolle

 

Pelze (1)

 

Haare

 

Milcherzeugnisse

 

Hydrolysierte Proteine (2)

(1)

Höchstgehalt der Trockenmasse an Chrom (VI) in mg/kg: nicht nachweisbar.

(2)

Nicht auf essbare Teile der Pflanze anzuwenden.

A

Produkte und Nebenprodukte pflanzlichen Ursprungs für Düngezwecke

Beispiele: Filterkuchen von Ölfrüchten, Kakaoschalen, Malzkeime

B

Hydrolysierte Proteine pflanzlichen Ursprungs

 

A

Algen und Algenerzeugnisse

Ausschließlich gewonnen durch

i)

physikalische Verfahren einschließlich Dehydratisierung, Gefrieren oder Mahlen

ii)

Extraktion mit Wasser oder sauren und/oder alkalischen wässrigen Lösungen

iii)

Fermentation

A

Sägemehl und Holzschnitt

Von Holz, das nach dem Einschlag nicht chemisch behandelt wurde

A

Rindenkompost

Von Holz, das nach dem Einschlag nicht chemisch behandelt wurde

A

Holzasche

Von Holz, das nach dem Einschlag nicht chemisch behandelt wurde

A

Weicherdiges Rohphosphat

Produkt gemäß Anhang I Abschnitt A.2 Nummer 7 der Verordnung (EG) Nr. 2003/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates  (2).

Cadmiumgehalt höchstens 90 mg/kg P205

A

Aluminiumcalciumphosphat

Produkt gemäß Anhang I Abschnitt A.2 Nummer 6 der Verordnung (EG) Nr. 2003/2003.

Cadmiumgehalt höchstens 90 mg/kg P205

Nur auf alkalischen Böden zu verwenden (pH > 7,5).

A

Dephosphorationsschlacken

Produkte gemäß Anhang I Abschnitt A.2 Nummer 1 der Verordnung (EG) Nr. 2003/2003

A

Kalirohsalz oder Kainit

Produkte gemäß Anhang I Abschnitt A.3 Nummer 1 der Verordnung (EG) Nr. 2003/2003

A

Kaliumsulfat, möglicherweise auch Magnesiumsalz enthaltend

Aus Kalirohsalz durch physikalische Extraktion gewonnen, möglicherweise auch Magnesiumsalz enthaltend

A

Schlempe und Schlempeextrakt

Keine Ammoniakschlempe

A

Calciumcarbonat, zum Beispiel: Kreide, Mergel, Kalksteinmehl, Algenkalk, Phosphatkreide usw.

Nur natürlichen Ursprungs

B

Muschelabfälle

Nur aus der nachhaltigen Fischerei im Sinne von Artikel 4 Absatz 1 Nummer 7 der Verordnung (EU) Nr. 1380/2013 oder aus ökologischer/biologischer Aquakultur.

B

Eierschalen

Produkt darf nicht aus industrieller Tierhaltung stammen.

 

Calcium- und Magnesiumcarbonat

Nur natürlichen Ursprungs.

z. B. Magnesiumkalk, Magnesiumkalksteinmehl, Kalkstein

A

Magnesiumsulfat (Kieserit)

Nur natürlichen Ursprungs.

A

Calciumchloridlösung

Blattbehandlung bei Apfelbäumen bei nachgewiesenem Calciummangel.

A

Calciumsulfat (Gips)

Produkte gemäß Anhang I Abschnitt D Nummer 1 der Verordnung (EG) Nr. 2003/2003.

Nur natürlichen Ursprungs.

A, B

Industriekalk aus der Zuckerherstellung

Nebenprodukt der Zuckerherstellung aus Zuckerrüben und Zuckerrohr

A

Industriekalk aus der Siedesalzherstellung

Nebenprodukt der Siedesalzherstellung aus Sole, die bergmännisch gewonnen wird.

A

Elementarer Schwefel

Produkte gemäß Anhang I Abschnitt D Nummer 3 der Verordnung (EG) Nr. 2003/2003.

A

Spurenelemente

Mineralische Spurennährstoffe gemäß Anhang I Abschnitt E der Verordnung (EG) Nr. 2003/2003.

A

Natriumchlorid

 

A

Steinmehl und Tonerde

 

B

Leonardit (organisches Sediment mit hohem Gehalt an Huminsäuren)

Ausschließlich als Nebenprodukt aus Bergbautätigkeiten gewonnen.

B

Humin- und Fulvinsäuren

Nur aus anorganischen Salzen/Lösungen außer Ammoniumsalzen oder aus der Trinkwasseraufbereitung.

B

Xylit

Nur als Nebenprodukt von Bergbautätigkeiten (z. B. Nebenerzeugnis des Braunkohlenbergbaus).

B

Chitin (Polysaccharid, gewonnen aus dem Panzer von Krebstieren)

Nur aus der nachhaltigen Fischerei im Sinne von Artikel 4 Absatz 1 Nummer 7 der Verordnung (EU) Nr. 1380/2013 oder aus ökologischer/biologischer Aquakultur.

B

Organisches Sediment aus Binnengewässern, entstanden unter Ausschluss von Sauerstoff

(z. B. Faulschlamm)

Ausschließlich organisches Sediment gewonnen als Nebenprodukt der Binnenwasserwirtschaft oder aus einstigen Binnengewässern.

Die Gewinnung sollte gegebenenfalls auf eine Art und Weise erfolgen, die minimale Auswirkungen auf das aquatische System hat.

Ausschließlich Sedimente aus Quellen frei von jeglicher Kontamination durch Pestizide, langlebige organische Schadstoffe und benzinähnliche Stoffe.

Höchstgehalt der Trockenmasse in mg/kg: Cadmium: 0,7; Kupfer: 70; Nickel: 25; Blei: 45; Zink: 200; Quecksilber: 0,4; Chrom (insgesamt): 70; Chrom (VI): nicht nachweisbar.

B

Pflanzenkohle Pyrolyseprodukt aus einem breiten Spektrum von organischen Materialien pflanzlichen Ursprungs; wird als Bodenverbesserer eingesetzt.

Nur aus pflanzlichen Stoffen, unbehandelt oder mit in Anhang II aufgelisteten Produkten behandelt.

Höchstwert von 4 mg polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) pro kg Trockenmasse. Dieser Wert wird alle zwei Jahre überprüft, wobei das Risiko der Akkumulation infolge mehrfacher Anwendungen Berücksichtigung findet.


(1)  Verordnung (EU) Nr. 142/2011 der Kommission vom 25. Februar 2011 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates mit Hygienevorschriften für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte sowie zur Durchführung der Richtlinie 97/78/EG des Rates hinsichtlich bestimmter gemäß der genannten Richtlinie von Veterinärkontrollen an der Grenze befreiter Proben und Waren (ABl. L 54 vom 26.2.2011, S. 1).

(2)  Verordnung (EG) Nr. 2003/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Oktober 2003 über Düngemittel (ABl. L 304 vom 21.11.2003, S. 1).


ANHANG II

„ANHANG II

Pestizide — Pflanzenschutzmittel gemäß Artikel 5 Absatz 1

Alle in diesem Anhang aufgeführten Substanzen müssen zumindest die Verwendungsvorschriften gemäß dem Anhang der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 540/2011 der Kommission (1) erfüllen. Strengere Verwendungsvorschriften für die ökologische/biologische Produktion sind in der zweiten Spalte jeder Tabelle angegeben.

1.   Substanzen pflanzlichen und tierischen Ursprungs

Bezeichnung

Beschreibung, Anforderung an die Zusammensetzung, Verwendungsvorschriften

Allium sativum (Knoblauchextrakt)

 

Azadirachtin aus Azadirachta indica (Neembaum)

 

Bienenwachs

Einsatz nur beim Baumschnitt/als Wundverschlussmittel.

COS-OGA

 

Hydrolysiertes Eiweiß, ausgenommen Gelatine

 

Laminarin

Der Tang wird entweder gemäß Artikel 6d ökologisch/biologisch angebaut oder gemäß Artikel 6c nachhaltig geerntet.

Maltodextrin

 

Pheromone

Einsatz nur in Fallen und Spendern.

Pflanzenöle

Alle Verwendungen zugelassen, außer als Herbizid.

Pyrethrine

Nur pflanzlichen Ursprungs

Quassia aus Quassia amara.

Einsatz nur als Insektizid, Repellent.

Repellents (Geruch) tierischen oder pflanzlichen Ursprungs/Schafsfett

Nur auf nicht essbare Teile der Pflanze anzuwenden und wenn Pflanzenmaterial nicht an Schafe oder Ziegen verfüttert wird.

Salix spp. Cortex (auch bekannt als Weidenrindenextrakt)

 

Terpene (Eugenol, Geraniol und Thymol)

 

2.   Grundstoffe

Grundstoffe (einschließlich: Lecithine, Saccharose, Fructose, Essig, Molke‚ Chitosanhydrochlorid  (2) und Equisetum arvense usw.)

Nur für die Grundstoffe gemäß Artikel 23 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009  (3), bei denen es sich um Lebensmittel im Sinne des Artikels 2 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 handelt und die pflanzlichen oder tierischen Ursprungs sind.

Substanzen, die nicht zur Verwendung als Herbizide bestimmt sind.

3.   Mikroorganismen oder von Mikroorganismen erzeugte Substanzen

Bezeichnung

Beschreibung, Anforderung an die Zusammensetzung, Verwendungsvorschriften

Mikroorganismen

Kein GVO-Ursprung

Spinosad

 

Cerevisan

 

4.   Andere als die unter den Nummern 1, 2 und 3 genannten Substanzen

Bezeichnung

Beschreibung, Anforderung an die Zusammensetzung, Verwendungsvorschriften oder Verwendungsbeschränkungen

Aluminiumsilicat (Kaolin)

 

Calciumhydroxid

Einsatz als Fungizid nur bei Obstbäumen, einschließlich in Obstbaumschulen, zur Bekämpfung von Nectria galligena

Kohlendioxid

 

Kupferverbindungen in Form von: Kupferhydroxid, Kupferoxychlorid, Kupferoxid, Kupferkalkbrühe (Bordeauxbrühe) und dreibasischem Kupfersulfat

 

Diammoniumphosphat

Nur als Lockstoff in Fallen

Ethylen

 

Fettsäuren

Alle Verwendungen zugelassen, außer als Herbizid.

Eisen-III-Phosphat (Eisen-III-Orthophosphat)

Präparate, die zwischen die Kulturpflanzen flächig ausgestreut werden

Wasserstoffperoxid

 

Kieselgur (Diatomeenerde)

 

Schwefelkalk (Calciumpolysulfid)

 

Paraffinöl

 

Kalium- und Natriumhydrogencarbonat (auch bekannt als Kalium-/Natrium-bicarbonat)

 

Pyrethroide (nur Deltamethrin oder Lambda-Cyhalothrin)

Nur in Fallen mit spezifischen Lockmitteln; nur gegen Befall mit Bactrocera oleae und Ceratitis capitata Wied.

Quarzsand

 

Natriumchlorid

Alle Verwendungen zugelassen, außer als Herbizid.

Schwefel

 


(1)  Durchführungsverordnung (EU) Nr. 540/2011 der Kommission vom 25. Mai 2011 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Liste zugelassener Wirkstoffe (ABl. L 153 vom 11.6.2011, S. 1).

(2)  Gewonnen aus nachhaltiger Fischerei oder ökologischer/biologischer Aquakultur.

(3)  Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Oktober 2009 über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln (ABl. L 309 vom 24.11.2009, S. 1).


ANHANG III

„ANHANG VI

In der Tierernährung verwendete Futtermittelzusatzstoffe gemäß Artikel 22 Buchstabe g, Artikel 24 Absatz 2 und Artikel 25m Absatz 2

Die in diesem Anhang aufgelisteten Zusatzstoffe müssen gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates zugelassen sein.

1.   TECHNOLOGISCHE ZUSATZSTOFFE

a)   Konservierungsmittel

Kennnummer oder Funktionsgruppe

Stoff

Beschreibung, Verwendungsbedingungen

 

E 200

Sorbinsäure

 

 

E 236

Ameisensäure

 

 

E 237

Natriumformiat

 

 

E 260

Essigsäure

 

 

E 270

Milchsäure

 

 

E 280

Propionsäure

 

 

E 330

Zitronensäure

 

b)   Antioxidantien

Kennnummer oder Funktionsgruppe

Stoff

Beschreibung, Verwendungsbedingungen

 

1b306(i)

Tocopherolhaltige Extrakte aus pflanzlichen Ölen

 

 

1b306(ii)

Stark tocopherolhaltige Extrakte aus pflanzlichen Ölen (mit hohem Delta-Tocopherol-Anteil)

 

c)   Emulgatoren, Stabilisatoren, Verdickungsstoffe und Geliermittel

Kennnummer oder Funktionsgruppe

Stoff

Beschreibung, Verwendungsbedingungen

 

1c322

Lecithine

Nur aus ökologischen/biologischen Rohstoffen.

 

 

 

Verwendung beschränkt auf Futtermittel für Aquakulturtiere.

d)   Bindemittel und Fließhilfsstoffe

Kennnummer oder Funktionsgruppe

Stoff

Beschreibung, Verwendungsbedingungen

 

E 412

Guarkernmehl

 

 

E 535

Natriumferrocyanid

Höchstdosis: 20 mg/kg NaCl (berechnet als Ferrocyanidanion)

 

E 551b

Kolloidales Siliciumdioxid

 

 

E 551c

Kieselgur (Diatomeenerde, gereinigt)

 

 

1m558i

Bentonit

 

 

E 559

Kaolinit-Tone, asbestfrei

 

 

E 560

Natürliche Mischungen von Steatiten und Chlorit

 

 

E 561

Vermiculit

 

 

E 562

Sepiolith

 

 

E 566

Natrolith-Phonolith

 

 

1g568

Klinoptilolit sedimentären Ursprungs

 

 

E 599

Perlit

 

e)   Silierzusatzstoffe

Kennnummer oder Funktionsgruppe

Stoff

Beschreibung, Verwendungsbedingungen

1k

1k236

Enzyme, Mikroorganismen

Ameisensäure

Nur zulässig für die Silageerzeugung, wenn eine angemessene Gärung aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht möglich ist.

Bei der Erzeugung von Silage sind Ameisen-, und Propionsäure sowie ihre Natriumsalze nur dann zulässig, wenn eine angemessene Gärung aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht möglich ist.

1k237

Natriumformiat

1k280

Propionsäure

1k281

Natriumpropionat

2.   SENSORISCHE ZUSATZSTOFFE

Kennnummer oder Funktionsgruppe

Stoff

Beschreibung, Verwendungsbedingungen

2b

Aromastoffe

Nur Extrakte aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen.

 

Castanea sativa Mill.: Edelkastanienholzextrakt

 

3.   ERNÄHRUNGSPHYSIOLOGISCHE ZUSATZSTOFFE

a)   Vitamine, Provitamine und chemisch definierte Stoffe mit ähnlicher Wirkung

Kennnummer oder Funktionsgruppe

Stoff

Beschreibung, Verwendungsbedingungen

3a

Vitamine und Provitamine

aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen gewonnen.

Falls synthetisch gewonnen, dürfen nur diejenigen für Monogastriden und Aquakulturtiere verwendet werden, die mit aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen gewonnenen Vitaminen identisch sind.

Falls synthetisch gewonnen, dürfen für Wiederkäuer nur Vitamine A, D und E verwendet werden, die mit aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen gewonnenen Vitaminen identisch sind. Die Verwendung ist abhängig von der vorherigen Genehmigung der Mitgliedstaaten auf Basis der Prüfung der Frage, ob ökologische/biologische Wiederkäuer die genannten Vitamine in der notwendigen Menge nicht über ihre Futterration erhalten können.

3a920

Betainanhydrat

Nur für Monogastriden

Nur natürlichen Ursprungs und wenn verfügbar ökologischen/biologischen Ursprungs.

b)   Verbindungen von Spurenelementen

 

Kennnummer oder Funktionsgruppe

Stoff

Beschreibung, Verwendungsbedingungen

 

E1 Eisen

 

 

 

3b101

Eisen(II)carbonat (Siderit)

 

 

3b103

Eisen(II)sulfat-Monohydrat

 

 

3b104

Eisen(II)sulfat-Heptahydrat

 

 

3b201

Kaliumjodid

 

 

3b202

Kalciumjodat, wasserfrei

 

 

3b203

Gecoatetes Kalciumjodat-Granulat, wasserfrei

 

 

3b301

Cobalt(II)acetat-Tetrahydrat

 

 

3b302

Cobalt(II)carbonat

 

 

3b303

Cobalt(II)carbonathydroxid(2:3)-Monohydrat

 

 

3b304

Gecoatetes Cobalt(II)carbonat-Granulat

 

 

3b305

Cobalt(II)sulfat-Heptahydrat

 

 

3b402

Kupfer(II)-carbonat-dihydroxy-Monohydrat

 

 

3b404

Kupfer(II)-oxid

 

 

3b405

Kupfer(II)-sulfat-Pentahydrat

 

 

3b409

Dikupferchlorid-Trihydroxid (TBCC)

 

 

3b502

Mangan(II)-oxid

 

 

3b503

Mangan(II)sulfat, Monohydrat

 

 

3b603

Zinkoxid

 

 

3b604

Zinksulfat-Heptahydrat

 

 

3b605

Zinksulfat-Monohydrat

 

 

3b609

Zinkchloridhydroxid-Monohydrat (TBZC)

 

 

3b701

Natriummolybdat-Dihydrat

 

 

3b801

Natriumselenit

 

 

3b810, 3b811, 3b812,

3b813 und 3b817

inaktivierte Selenhefe

 

4.   ZOOTECHNISCHE ZUSATZSTOFFE

Kennnummer oder Funktionsgruppe

Stoff

Beschreibung, Verwendungsbedingungen

4a, 4b, 4c und 4d

Enzyme und Mikroorganismen in der Kategorie „Zootechnische Zusatzstoffe“

 


ANHANG IV

„ANHANG VIII

Bestimmte Erzeugnisse und Stoffe zur Herstellung von verarbeiteten ökologischen/biologischen Lebensmitteln sowie Hefe und Hefeprodukten gemäß Artikel 27 Absatz 1 Buchstabe a und Artikel 27a Buchstabe a

ABSCHNITT A — LEBENSMITTELZUSATZSTOFFE, EINSCHLIEßLICH TRÄGER

Zur Berechnung für die Zwecke von Artikel 23 Absatz 4 Buchstabe a Ziffer ii der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 werden Lebensmittelzusatzstoffe, die in der Spalte „Code“ mit einem Sternchen ausgewiesen sind, zu den Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs gerechnet.

Code

Bezeichnung

Aufbereitung von Lebensmitteln

Besondere Bedingungen und Einschränkungen, die zusätzlich zu den Vorschriften der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 gelten

Pflanzlichen Ursprungs

Tierischen Ursprungs

E 153

Pflanzenkohle

 

X

Geaschter Ziegenkäse

Morbier-Käse

E 160b*

Annatto, Bixin, Norbixin

 

X

Roter Leicester-Käse

Double-Gloucester-Käse

Cheddar

Mimolette-Käse

E 170

Calciumcarbonat

X

X

Darf nicht als Farb- oder Calciumzusatz verwendet werden.

E 220

Schwefeldioxid

X

X (nur für Met)

In Obstweinen(Wein aus anderem Obst als Weintrauben, einschließlich Apfel- und Birnenwein) sowie Met mit und ohne Zuckerzusatz: 100 mg/l (Höchstwerte beziehen sich auf die in allen Bestandteilen enthaltene Gesamtmenge, ausgedrückt als SO2 mg/l).

E 223

Natrium-metabisulfit

 

X

Krebstiere

E 224

Kalium-metabisulfit

X

X (nur für Met)

In Obstweinen(Wein aus anderem Obst als Weintrauben, einschließlich Apfel- und Birnenwein) sowie Met mit und ohne Zuckerzusatz: 100 mg/l (Höchstwerte beziehen sich auf die in allen Bestandteilen enthaltene Gesamtmenge, ausgedrückt als SO2 mg/l).

E250

Natriumnitrit

 

X

Für Fleischerzeugnisse. Darf nur verwendet werden, wenn der zuständigen Behörde glaubhaft nachgewiesen wurde, dass keine technologische Alternative zur Verfügung steht, die dieselben Garantien bietet und/oder die es gestattet, die besonderen Merkmale des Erzeugnisses beizubehalten. Nicht in Verbindung mit E252. Richtwert für die Zugabemenge, ausgedrückt in NaNO2: 80 mg/kg, Rückstandshöchstmenge, ausgedrückt in NaNO2: 50 mg/kg.

E252

Kaliumnitrat

 

X

Für Fleischerzeugnisse. Darf nur verwendet werden, wenn der zuständigen Behörde glaubhaft nachgewiesen wurde, dass keine technologische Alternative zur Verfügung steht, die dieselben Garantien bietet und/oder die es gestattet, die besonderen Merkmale des Erzeugnisses beizubehalten. Nicht in Verbindung mit E250. Richtwert für die Zugabemenge, ausgedrückt in NaNO3: 80 mg/kg, Rückstandshöchstmenge, ausgedrückt in NaNO3: 50 mg/kg.

E 270

Milchsäure

X

X

 

E 290

Kohlendioxid

X

X

 

E 296

Äpfelsäure

X

 

 

E 300

Ascorbinsäure

X

X

Für Lebensmittel tierischen Ursprungs: Fleischerzeugnisse.

E 301

Natriumascorbat

 

X

Für Lebensmittel tierischen Ursprungs: Fleischerzeugnisse in Verbindung mit Nitrit oder Nitrat

E 306(*)

Stark tocopherolhaltiger Extrakt

X

X

Antioxidans

E 322(*)

Lecithine

X

X

Für Lebensmittel tierischen Ursprungs: Milcherzeugnisse.

Nur aus ökologischer/biologischer Produktion. Gilt ab dem 1. Januar 2022. Bis zu diesem Datum nur, wenn aus ökologischen/biologischen Rohstoffen gewonnen.

E 325

Natriumlactat

 

X

Milch- und Fleischerzeugnisse

E 330

Zitronensäure

X

X

 

E 331

Natriumcitrate

X

X

 

E 333

Calciumcitrate

X

 

 

E 334

Weinsäure (L(+)-)

X

X (nur für Met)

Für Lebensmittel tierischen Ursprungs: Met.

E 335

Natriumtartrate

X

 

 

E 336

Kaliumtartrate

X

 

 

E 341 (i)

Monocalcium-phosphat

X

 

Triebmittel als Mehlzusatz

E 392*

Extrakte aus Rosmarin

X

X

Nur aus ökologischer/biologischer Produktion

E 400

Alginsäure

X

X

Für Lebensmittel tierischen Ursprungs: Milcherzeugnisse

E 401

Natriumalginat

X

X

Für Lebensmittel tierischen Ursprungs: Milcherzeugnisse

E 402

Kaliumalginat

X

X

Für Lebensmittel tierischen Ursprungs: Milcherzeugnisse

E 406

Agar-Agar

X

X

Für Lebensmittel tierischen Ursprungs: Milch- und Fleischerzeugnisse

E 407

Carrageen

X

X

Für Lebensmittel tierischen Ursprungs: Milcherzeugnisse

E 410*

Johannisbrotkernmehl

X

X

Nur aus ökologischer/biologischer Produktion. Gilt ab dem 1. Januar 2022.

E 412*

Guarkernmehl

X

X

Nur aus ökologischer/biologischer Produktion. Gilt ab dem 1. Januar 2022.

E 414*

Gummi arabicum

X

X

Nur aus ökologischer/biologischer Produktion. Gilt ab dem 1. Januar 2022.

E 415

Xanthan

X

X

 

E 417

Tarakernmehl

X

X

Verdickungsmittel

Nur aus ökologischer/biologischer Produktion. Gilt ab dem 1. Januar 2022.

E 418

Gellan

X

X

Nur in der stark acylhaltigen Form.

Nur aus ökologischer/biologischer Produktion. Gilt ab dem 1. Januar 2022.

E 422

Glycerin

X

X

Nur pflanzlichen Ursprungs

Nur aus ökologischer/biologischer Produktion. Gilt ab dem 1. Januar 2022.

Für Pflanzenextrakte und Aromen, als Feuchthaltemittel in Gelatinekapseln und zur Beschichtung von Filmtabletten.

E 440* (i)

Pektin

X

X

Für Lebensmittel tierischen Ursprungs: Milcherzeugnisse.

E 464

Hydroxypropylmethylcellulose

X

X

Herstellung von Kapselhüllen.

E 500

Natriumcarbonate

X

X

 

E 501

Kalium-carbonate

X

 

 

E 503

Ammonium-carbonate

X

 

 

E 504

Magnesium-carbonate

X

 

 

E 509

Calciumchlorid

 

X

Milchgerinnung

E 516

Calciumsulfat

X

 

Träger

E 524

Natriumhydroxid

X

 

Oberflächenbehandlung von Laugengebäck und Säureregulierung bei ökologischen/biologischen Aromen

E 551

Siliciumdioxid

X

X

Für Kräuter und Gewürze in getrockneter Pulverform, Aromen und Propolis

E 553b

Talkum

X

X

Für Lebensmittel tierischen Ursprungs: Oberflächenbehandlung von Würsten

E 901

Bienenwachs

X

 

Nur als Überzugmittel für Zuckerwaren.

Bienenwachs aus ökologischer/biologischer Bienenhaltung

E 903

Carnaubawachs

X

 

Als Überzugmittel für Zuckerwaren.

Zur konservierenden Beschichtung von Früchten, die im Zuge einer Quarantänemaßnahme zum Schutz vor Schadorganismen einer Extremkältebehandlung unterzogen werden (Durchführungsrichtlinie (EU) 2017/1279 der Kommission)  (1).

Nur aus ökologischer/biologischer Produktion. Gilt ab dem 1. Januar 2022. Bis zu diesem Datum nur, wenn aus ökologischen/biologischen Rohstoffen gewonnen.

E 938

Argon

X

X

 

E 939

Helium

X

X

 

E 941

Stickstoff

X

X

 

E 948

Sauerstoff

X

X

 

E 968

Erythrit

X

X

Nur, wenn aus ökologischer/biologischer Produktion ohne Einsatz von Ionenaustauschtechnologie gewonnen.

ABSCHNITT B — VERARBEITUNGSHILFSSTOFFE UND SONSTIGE ERZEUGNISSE, DIE BEI DER VERARBEITUNG ÖKOLOGISCHER/BIOLOGISCHER ZUTATEN LANDWIRTSCHAFTLICHEN URSPRUNGS VERWENDET WERDEN DÜRFEN

Bezeichnung

Aufbereitung von Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs

Aufbereitung von Lebensmitteln tierischen Ursprungs

Besondere Bedingungen und Einschränkungen, die zusätzlich zu den Vorschriften der Verordnung (EU) Nr. 1333/2008 gelten

Wasser

X

X

Trinkwasser im Sinne der Richtlinie 98/83/EG des Rates

Calciumchlorid

X

 

Koagulationsmittel

Calciumcarbonat

X

 

 

Calciumhydroxid

X

 

 

Calciumsulfat

X

 

Koagulationsmittel

Magnesiumchlorid (Nigari)

X

 

Koagulationsmittel

Kaliumcarbonat

X

 

Für Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs: Trocknen von Trauben

Natriumcarbonat

X

X

 

Milchsäure

 

X

Für Lebensmittel tierischen Ursprungs: Zur Regulierung des pH-Wertes des Salzbades bei der Käseherstellung

L(+)-Milchsäure aus Gärsubstraten

X

 

Für Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs: für die Herstellung von Pflanzenproteinextrakten.

Zitronensäure

X

X

 

Natriumhydroxid

X

 

Für Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs:

Für die Zuckerherstellung; für die Gewinnung von Öl, ausgenommen Olivenöl; für die Herstellung von Pflanzenproteinextrakten.

Schwefelsäure

X

X

Gelatineherstellung

Zuckerherstellung

Hopfenextrakt

X

 

Für Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs: nur für antimikrobielle Zwecke bei der Zuckerherstellung.

Wenn verfügbar aus ökologischer/biologischer Produktion.

Pinienharzextrakt

X

 

Für Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs: nur für antimikrobielle Zwecke bei der Zuckerherstellung.

Wenn verfügbar aus ökologischer/biologischer Produktion.

Salzsäure

 

X

Für Lebensmittel tierischen Ursprungs: Gelatineherstellung; zur Regulierung des pH-Wertes des Salzbades bei der Herstellung von Gouda-, Edamer und Maasdamer Käse, Boerenkaas, Friese und Leidse Nagelkaas

Ammoniumhydroxid

 

X

Für Lebensmittel tierischen Ursprungs: Gelatineherstellung

Wasserstoffperoxid

 

X

Für Lebensmittel tierischen Ursprungs: Gelatineherstellung

Kohlendioxid

X

X

 

Stickstoff

X

X

 

Ethanol

X

X

Lösungsmittel

Gerbsäure

X

 

Filtrierhilfe

Eiweißalbumin

X

 

 

Kasein

X

 

 

Gelatine

X

 

 

Hausenblase

X

 

 

Pflanzliche Öle

X

X

Schmier- bzw. Trennmittel oder Schaumverhüter.

Nur aus ökologischer/biologischer Produktion.

Siliciumdioxid als Gel oder kolloidale Lösung

X

 

 

Aktivkohle

X

 

 

Talkum

X

 

In Einklang mit den spezifischen Reinheitsnormen für den Lebensmittelzusatzstoff E 553b

Bentonit

X

X

Für Lebensmittel tierischen Ursprungs: Verdickungsmittel für Met

Cellulose

X

X

Für Lebensmittel tierischen Ursprungs: Gelatineherstellung

Kieselgur

X

X

Für Lebensmittel tierischen Ursprungs: Gelatineherstellung

Perlit

X

X

Für Lebensmittel tierischen Ursprungs: Gelatineherstellung

Haselnussschalen

X

 

 

Reismehl

X

 

 

Bienenwachs

X

 

Trennmittel

Bienenwachs aus ökologischer/biologischer Bienenhaltung

Carnaubawachs

X

 

Trennmittel

Nur aus ökologischer/biologischer Produktion.

Gilt ab dem 1. Januar 2022. Bis zu diesem Datum nur, wenn aus ökologischen/biologischen Rohstoffen gewonnen.

Essigsäure/Essig

 

X

Nur aus ökologischer/biologischer Produktion.

Nur für die Fischverarbeitung. Durch natürliche Fermentation. Nicht mit oder aus GVO hergestellt.

Thiaminhydrochlorid

X

X

Nur zur Verwendung für die Verarbeitung von Obstweinen, einschließlich Apfel- und Birnenwein und Met.

Diammoniumphosphat

X

X

Nur zur Verwendung für die Verarbeitung von Obstweinen, einschließlich Apfel- und Birnenwein und Met.

Holzfasern

X

X

Die Herkunft des Holzes sollte auf zertifiziertes, nachhaltig geschlagenes Holz begrenzt sein.

Das verwendete Holz darf keine toxischen Bestandteile enthalten (Behandlung nach dem Einschlag, natürlich vorkommende Toxine oder Toxine aus Mikroorganismen)

ABSCHNITT C — VERARBEITUNGSHILFEN FÜR DIE HERSTELLUNG VON HEFE UND HEFEPRODUKTEN

Bezeichnung

Primärhefe

Hefezubereitungen/-formulierungen

Besondere Bedingungen

Calciumchlorid

X

 

 

Kohlendioxid

X

X

 

Zitronensäure

X

 

zur Regulierung des pH-Werts bei der Hefeherstellung

Milchsäure

X

 

zur Regulierung des pH-Werts bei der Hefeherstellung

Stickstoff

X

X

 

Sauerstoff

X

X

 

Kartoffelstärke

X

X

zur Filterung

Nur aus ökologischer/biologischer Produktion.

Natriumcarbonat

X

X

zur Regulierung des pH-Werts

Pflanzliche Öle

X

X

Schmier- bzw. Trennmittel oder Schaumverhüter. Nur aus ökologischer/biologischer Produktion.


(1)  Durchführungsrichtlinie (EU) 2017/1279 der Kommission vom 14. Juli 2017 zur Änderung der Anhänge I bis V der Richtlinie 2000/29/EG des Rates über Maßnahmen zum Schutz der Gemeinschaft gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Schadorganismen der Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse (ABl. L 184 vom 15.7.2017, S. 33).


ANHANG V

„ANHANG VIIIa

Erzeugnisse und Stoffe gemäß Artikel 29c, die zur Verwendung in oder zur Zugabe zu ökologischen/biologischen Erzeugnissen des Weinsektors zugelassen sind

Art der Behandlung gemäß Anhang IA der Verordnung (EG) Nr. 606/2009

Bezeichnung der Erzeugnisse oder Stoffe

Besondere Bedingungen, Einschränkungen im Rahmen der Grenzen und Auflagen gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 und der Verordnung (EG) Nr. 606/2009

Nummer 1: Verwendung zur Belüftung oder Sauerstoffanreicherung

Luft

Gasförmiger Sauerstoff

 

Nummer 3: Zentrifugierung oder Filtrierung

Perlit

Cellulose

Kieselgur

Verwendung nur als inerter Filtrierhilfsstoff

Nummer 4: Verwendung zur Herstellung einer inerten Atmosphäre und zur Handhabung des Erzeugnisses unter Luftabschluss

Stickstoff

Kohlendioxid

Argon

 

Nummern 5, 15 und 21: Verwendung

Hefen (1), Heferinden

 

Nummer 6: Verwendung

Diammoniumphosphat

Thiaminhydrochlorid

Hefeautolysate

 

Nummer 7: Verwendung

Schwefeldioxid

Kaliumdisulfit oder Kaliummetabisulfit

a)

Der maximale Schwefeldioxidgehalt darf bei Rotwein gemäß Anhang I B Teil A Nummer 1 Buchstabe a der Verordnung (EG) Nr. 606/2009 100 mg/l bei einem Restzuckergehalt unter 2 g/l nicht übersteigen.

b)

Der maximale Schwefeldioxidgehalt darf bei Weißwein und Roséwein gemäß Anhang I B Teil A Nummer 1 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 606/2009 150 mg/l bei einem Restzuckergehalt unter 2 g/l nicht übersteigen.

c)

Bei allen anderen Weinen wird der am 1. August 2010 gemäß Anhang I B der Verordnung (EG) Nr. 606/2009 angewendete maximale Schwefeldioxidgehalt um 30 mg/l verringert.

Nummer 9: Verwendung

Önologische Holzkohle (Aktivkohle)

 

Nummer 10: Klärung

Speisegelatine  (2)

Proteine pflanzlichen Ursprungs aus Weizen oder Erbsen  (2)

Hausenblase  (2)

Eieralbumin  (2)

Tannine  (2)

Kartoffeleiweiß  (2)

Hefeproteinextrakte  (2)

Kasein

Aus Aspergillus niger gewonnenes Chitosan

Kaliumkaseinat

Siliciumdioxid

Bentonit

pektolytische Enzyme

 

Nummer 12: Verwendung zur Säuerung

Milchsäure

L(+)-Weinsäure

 

Nummer 13: Verwendung zur Entsäuerung

L(+)-Weinsäure

Calciumcarbonat

neutrales Kaliumtartrat

Kaliumbicarbonat

 

Nummer 14: Zusatz

Aleppokiefernharz

 

Nummer 17: Verwendung

Milchsäurebakterien

 

Nummer 19: Zusatz

L-Ascorbinsäure

 

Nummer 22: Verwendung zur Belüftung

Stickstoff

 

Nummer 23: Zusatz

Kohlendioxid

 

Nummer 24: Zugabe zur Stabilisierung des Weins

Citronensäure

 

Nummer 25: Zusatz

Tannine  (2)

 

Nummer 27: Zusatz

Metaweinsäure

 

Nummer 28: Verwendung

Gummi arabicum  (2)

 

Nummer 30: Verwendung

Kaliumbitartrat

 

Nummer 31: Verwendung

Kupfercitrat

 

Nummer 35: Verwendung

Hefe-Mannoproteine

 

Nummer 38: Verwendung

Eichenholzstücke

 

Nummer 39: Verwendung

Kaliumalginat

 

Nummer 44: Verwendung

aus Aspergillus niger gewonnenes Chitosan

 

Nummer 51: Verwendung

Inaktivierte Hefe

 

Art der Behandlung gemäß Anhang III Abschnitt A Nummer 2 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 606/2009

Calciumsulfat

nur für „vino generoso“ oder „vino generoso de licor“


(1)  Für die individuellen Hefestämme: falls verfügbar, aus ökologischen/biologischen Ausgangsstoffen gewonnen.

(2)  Falls verfügbar, aus ökologischen/biologischen Ausgangsstoffen gewonnen.


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