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Document 32013R0068

Verordnung (EU) Nr. 68/2013 der Kommission vom 16. Januar 2013 zum Katalog der Einzelfuttermittel Text von Bedeutung für den EWR

OJ L 29, 30.1.2013, p. 1–64 (BG, ES, CS, DA, DE, ET, EL, EN, FR, IT, LV, LT, HU, MT, NL, PL, PT, RO, SK, SL, FI, SV)
Special edition in Croatian: Chapter 03 Volume 067 P. 14 - 77

In force

ELI: http://data.europa.eu/eli/reg/2013/68/oj

30.1.2013   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 29/1


VERORDNUNG (EU) Nr. 68/2013 DER KOMMISSION

vom 16. Januar 2013

zum Katalog der Einzelfuttermittel

(Text von Bedeutung für den EWR)

DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —

gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 767/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über das Inverkehrbringen und die Verwendung von Futtermitteln, zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates und zur Aufhebung der Richtlinien 79/373/EWG des Rates, 80/511/EWG der Kommission, 82/471/EWG des Rates, 83/228/EWG des Rates, 93/74/EWG des Rates, 93/113/EG des Rates und 96/25/EG des Rates und der Entscheidung 2004/217/EG der Kommission (1), insbesondere auf Artikel 26 Absätze 2 und 3,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Mit der Verordnung (EU) Nr. 575/2011 der Kommission vom 16. Juni 2011 zum Katalog der Einzelfuttermittel (2) (der Katalog) wurde die erste Fassung des Katalogs der Einzelfuttermittel in der Verordnung (EU) Nr. 242/2010 der Kommission vom 19. März 2010 zur Erstellung eines Katalogs der Einzelfuttermittel (3) ersetzt.

(2)

Die geeigneten Vertreter der Sektoren der europäischen Futtermittelbranche haben in Absprache mit anderen betroffenen Parteien, in Zusammenarbeit mit den zuständigen nationalen Behörden und unter Berücksichtigung einschlägiger Erkenntnisse aus Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit sowie wissenschaftlicher und technologischer Entwicklungen Änderungen der Verordnung (EU) Nr. 575/2011 erarbeitet.

(3)

Diese Änderungen betreffen Neueinträge zu Verarbeitungsprozessen und Einzelfuttermitteln sowie Verbesserungen bestehender Einträge, vor allem in Bezug auf Öl- und Fettderivate.

(4)

Weitere Änderungen betreffen die gemäß Anhang I Nummer 1 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 festzulegenden Höchstgehalte an chemischen Verunreinigungen, die sich beim Herstellungsprozess oder durch Verarbeitungshilfsstoffe ergeben. Besondere Regeln sollten für ehemalige Lebensmittel gelten, z. B. Produktionsüberschüsse, missgestaltete Produkte oder Lebensmittel mit abgelaufenem Verfallsdatum, die gemäß EU-Lebensmittelrecht hergestellt wurden.

(5)

Die Bedingungen des Artikels 26 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 sind erfüllt.

(6)

In Anbetracht der großen Zahl der erforderlichen Änderungen der Verordnung (EU) Nr. 575/2011 ist es aus Gründen der Kohärenz, der Klarheit und der Vereinfachung angezeigt, diese Verordnung aufzuheben und zu ersetzen.

(7)

Zur Verringerung des Verwaltungsaufwands für die Unternehmer ist eine Übergangsfrist angebracht, um eine reibungslose Umstellung der Etikettierung zu ermöglichen und eine unnötige Beeinträchtigung des Handels zu vermeiden.

(8)

Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Der in Artikel 24 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 genannte Katalog der Einzelfuttermittel wird gemäß dem Anhang der vorliegenden Verordnung festgelegt.

Artikel 2

Die Verordnung (EU) Nr. 575/2011 wird aufgehoben.

Verweise auf die aufgehobene Verordnung gelten als Verweise auf die vorliegende Verordnung.

Artikel 3

Futtermittel, die gemäß der Verordnung (EU) Nr. 575/2011 vor dem 19. August 2013 gekennzeichnet wurden, dürfen bis zur Erschöpfung der Bestände weiter in Verkehr gebracht und verwendet werden.

Artikel 4

Die vorliegende Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 16. Januar 2013

Für die Kommission

Der Präsident

José Manuel BARROSO


(1)  ABl. L 229 vom 1.9.2009, S. 1.

(2)  ABl. L 159 vom 17.6.2011, S. 25.

(3)  ABl. L 77 vom 24.3.2010, S. 17.


ANHANG

KATALOG DER EINZELFUTTERMITTEL

TEIL A

Allgemeine Bestimmungen

1.

Die Nutzung dieses Katalogs durch die Futtermittelunternehmer ist freiwillig. Die Bezeichnung eines in Teil C aufgeführten Einzelfuttermittels darf aber nur für ein Einzelfuttermittel benutzt werden, das den Anforderungen des betreffenden Eintrags genügt.

2.

Alle Einträge im Verzeichnis der Einzelfuttermittel müssen den Beschränkungen in der Verwendung von Einzelfuttermitteln gemäß den einschlägigen Rechtsvorschriften der Union entsprechen. Futtermittelunternehmer, die ein im Katalog eingetragenes Einzelfuttermittel verwenden, sorgen dafür, dass es Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 genügt.

3.

„Ehemalige Lebensmittel“ sind Lebensmittel, ausgenommen wiederverwertbaren Resten aus der Speisenzubereitung (Catering-Rückfluss), die in völliger Übereinstimmung mit dem EU-Lebensmittelrecht für den menschlichen Verzehr hergestellt wurden, aber aus praktischen oder logistischen Gründen oder wegen Problemen bei der Herstellung oder wegen Mängeln der Verpackung oder sonstiger Art nicht mehr für diesen Zweck bestimmt sind, und bei einer Verwendung als Futtermittel kein Gesundheitsrisiko bergen. Für ehemalige Lebensmittel und Catering-Rückfluss sind nur dann Höchstgehalte gemäß Anhang I Nummer 1 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 festzulegen, wenn sie zu Futtermitteln weiterverarbeitet werden.

4.

Entsprechend der guten Praxis im Sinne des Artikels 4 der Verordnung (EG) Nr. 183/2005 des Europäischen Parlaments und des Rates (1) müssen Einzelfuttermittel frei sein von chemischen Verunreinigungen, die sich aus ihrem Herstellungsverfahren ergeben, sowie von Verarbeitungshilfsstoffen, sofern nicht ein besonderer Höchstgehalt im Katalog festgelegt ist. Zur Verwendung in Futtermitteln verbotene Stoffe dürfen nicht vorhanden sein, entsprechend werden für diese Stoffe solche Höchstgehalte nicht festgelegt. Aus Gründen der Transparenz versehen Futtermittelunternehmer Einzelfuttermittel mit geduldeten Rückständen im üblichen Handelsverkehr mit einschlägigen Informationen.

5.

Entsprechend der guten Praxis im Sinne des Artikels 4 der Verordnung (EG) Nr. 183/2005, unter Berücksichtigung des Grundsatzes ALARA (2) und vorbehaltlich der Anwendung der Verordnung (EG) Nr. 183/2005, der Richtlinie 2002/32/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. Mai 2002 über unerwünschte Stoffe in der Tierernährung (3), der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Februar 2005 über Höchstgehalte an Pestizidrückständen in oder auf Lebens- und Futtermitteln pflanzlichen und tierischen Ursprungs und zur Änderung der Richtlinie 91/414/EWG des Rates (4) sowie der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. September 2003 über Zusatzstoffe zur Verwendung in der Tierernährung (5) sollten im Katalog der Einzelfuttermittel die Höchstgehalte der chemischen Verunreinigungen angegeben werden, die sich aus dem Herstellungsverfahren oder durch Verarbeitungshilfsstoffe ergeben und die mit einem Gehalt von 0,1 % oder mehr vorhanden sind. Im Katalog können auch Höchstgehalte für chemische Verunreinigungen und Verarbeitungshilfsstoffe unter 0,1 % festgelegt werden, wenn dies einer guten Handelspraxis zuträglich ist. Wenn in Teil B oder C des Vorliegenden nicht anders angegeben, werden sämtliche Höchstgehalte in Gewichtsprozent ausgedrückt.

6.

Die besonderen Höchstgehalte für chemische Verunreinigungen und Verarbeitungshilfsstoffe werden entweder bei der Beschreibung der Verfahren in Teil B, der Beschreibung des Einzelfuttermittels in Teil C oder am Ende einer Kategorie in Teil C angegeben. Wird in Teil C kein besonderer Höchstgehalt angegeben, gilt der in Teil B bei einem bestimmten Verfahren angegebene Höchstgehalt für die Einzelfuttermittel in Teil C, in deren Beschreibung auf dieses Verfahren Bezug genommen wird, sofern das fragliche Verfahren der Beschreibung in Teil B entspricht.

7.

Die botanische Reinheit eines Einzelfuttermittels muss mindestens 95 % betragen. Der Anteil an botanischen Verunreinigungen, wie etwa Rückständen anderer Ölsaaten oder Ölfrüchte, die aus einem vorangegangenen Herstellungsverfahren stammen, darf jedoch für jede Art Ölsaat oder Ölfrucht höchstens 0,5 % betragen. Abweichend von diesen allgemeinen Regeln wird in dem Verzeichnis der Einzelfuttermittel in Teil C ein spezifischer Wert festgelegt.

8.

Der Bezeichnung des Einzelfuttermittels werden die gebräuchliche Bezeichnung/Eigenschaft eines oder mehrerer der in der letzten Spalte des Glossars der Verfahren in Teil B aufgeführten Verfahren hinzugefügt, um deutlich zu machen, dass es das/die entsprechende(n) Verfahren durchlaufen hat (6). Ein Einzelfuttermittel, dessen Bezeichnung eine Kombination einer in Teil C aufgeführten Bezeichnung mit der gebräuchliche Bezeichnung/Eigenschaft eines oder mehrerer der in Teil B aufgeführten Verfahren ist, gilt als in den Katalog aufgenommen und das Etikett weist gegebenenfalls die für dieses Einzelfuttermittel in der rechten Spalte der Teile B und C vorgeschriebenen Erklärungen auf. Findet sich eine Angabe in der rechten Spalte des Teils B, so ist die für das Verfahren verwendete besondere Methode in der Bezeichnung des Einzelfuttermittels anzugeben.

9.

Weicht das Herstellungsverfahren für ein Einzelfuttermittel von dem im Glossar der Verfahren in Teil B beschriebenen entsprechenden Verfahren ab, ist der Herstellungsprozess in der Beschreibung des betreffenden Einzelfuttermittels zu erläutern.

10.

Bei den Bezeichnungen einiger Einzelfuttermittel sind Synonyme zulässig. Solche Synonyme werden in der Spalte „Bezeichnung“ des Eintrags für das entsprechende Einzelfuttermittel im Verzeichnis der Einzelfuttermittel in Teil C in eckigen Klammern angefügt.

11.

In der Beschreibung der Einzelfuttermittel im Verzeichnis der Einzelfuttermittel in Teil C wird „Erzeugnis“ an Stelle von „Nebenerzeugnis“ verwendet; dies soll das Marktgeschehen und den Sprachgebrauch der Futtermittelunternehmer reflektieren, die so den kommerziellen Wert von Einzelfuttermitteln hervorheben wollen.

12.

Die botanische Bezeichnung einer Pflanze wird nur in der Beschreibung des ersten Eintrags für diese Pflanze im Verzeichnis der Einzelfuttermittel in Teil C angeführt.

13.

Wenn ein im Katalog aufgeführtes Einzelfuttermittel einen bestimmten Bestandteil in hoher Konzentration enthält oder der Herstellungsprozess die Nährwertmerkmale des Erzeugnisses verändert hat, sind die analytischen Bestandteile des Erzeugnisses grundsätzlich zwingend zu kennzeichnen.

14.

In Artikel 15 Buchstabe g der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 und in Anhang I Nummer 6 der genannten Verordnung sind die Anforderungen für die Angabe des Feuchtegehalts festgelegt. In Artikel 16 Absatz 1 Buchstabe b und Anhang V der genannten Verordnung sind die Anforderungen für die Kennzeichnung anderer analytischer Komponenten festgelegt. Zudem muss nach Anhang I Nummer 5 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 der Gehalt an salzsäureunlöslicher Asche erklärt werden, wenn er allgemein 2,2 % übersteigt oder wenn er bei einem bestimmten Futtermittel den im entsprechenden Abschnitt des Anhangs V dieser Verordnung festgelegten Gehalt übersteigt. Bei einigen Einträgen im Verzeichnis der Einzelfuttermittel in Teil C sind jedoch folgende Abweichungen von diesen Regeln möglich:

a)

Die obligatorische Angabe der analytischen Bestandteile im Verzeichnis der Einzelfuttermittel in Teil C ersetzt die obligatorischen Angaben nach dem entsprechenden Abschnitt in Anhang V der Verordnung (EG) Nr. 767/2009.

b)

Werden in der Spalte für obligatorische Angaben im Verzeichnis der Einzelfuttermittel in Teil C keine analytischen Bestandteile genannt, die in Übereinstimmung mit dem entsprechenden Abschnitt in Anhang V der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 anzugeben wären, muss keiner dieser Bestandteile gekennzeichnet werden. Ist jedoch für salzsäureunlösliche Asche kein Gehalt im Verzeichnis der Einzelfuttermittel in Teil C festgelegt, muss der Gehalt angegeben werden, wenn er 2,2 % übersteigt.

c)

Enthält die Spalte „obligatorische Angaben“ im Verzeichnis der Einzelfuttermittel in Teil C einen oder mehrere Werte für den Feuchtegehalt, so gelten diese Gehalte an Stelle der Gehalte in Anhang I Nummer 6 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009. Liegt der Feuchtegehalt jedoch unter 14 %, ist seine Angabe nicht zwingend. Enthält diese Spalte keine Angabe über den Feuchtegehalt, so gilt Anhang I Nummer 6 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009.

15.

Ein Futtermittelunternehmer, der für ein Einzelfuttermittel mehr Eigenschaften beansprucht als die in der Spalte „Beschreibung“ im Verzeichnis der Einzelfuttermittel in Teil C genannten oder ein in Teil B genanntes Verfahren anführt, dass als Angabe gelten kann (z. B. Pansenschutz), muss die Bestimmungen des Artikels 13 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 erfüllen. Einzelfuttermittel können zudem einem besonderen Ernährungszweck gemäß den Artikeln 9 und 10 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 dienen.

TEIL B

Glossar der Verfahren

 

Verfahren

Definition

Gebräuchliche Bezeichnung/Eigenschaft

1

Windsichtung

Trennung von Partikeln mit Hilfe eines Luftstrahls

Windgesichtet

2

Aspirieren/Absaugen

Verfahren zum Abscheiden von Staub, Feinpartikeln und anderen Teilen mit Schwebstoffen von Getreidekörnern mit Hilfe eines Luftstroms beim Einlagern

Aspiriert/abgesaugt

3

Blanchieren

Kochen oder Dämpfen eines organischen Stoffs, um Enzyme nativer Herkunft zu inaktivieren, Gewebe aufzuweichen und Gerüche zu entfernen; der Vorgang wird durch Eintauchen in kaltes Wasser abgebrochen

Blanchiert

4

Bleichen

Entfernen der natürlichen Farbe

Gebleicht

5

Kühlen

Senkung der Temperatur unter Umgebungstemperatur bis maximal zum Gefrierpunkt zur Haltbarmachung

Gekühlt

6

Häckseln

Verringerung der Partikelgröße mithilfe eines oder mehrerer Messer

Gehäckselt

7

Reinigen

Entfernen großer Fremdbestandteile (z. B. Steine) oder loser Pflanzenteile (wie Stroh, Schalen oder Wildkräuter)

Gereinigt/sortiert

8

Konzentrieren  (7)

Anreicherung bestimmter Stoffe durch Entzug von Wasser und/oder sonstigen Bestandteilen

Konzentrat

9

Kondensieren

Überführen eines Stoffes vom gasförmigen in den flüssigen Zustand

Kondensiert

10

Kochen

Veränderung der physikalischen und chemischen Eigenschaften von Futtermitteln durch Anwendung von Hitze

Gekocht

11

Zerkleinern

Verringerung der Partikelgröße durch mechanische Bearbeitung

Zerkleinert

12

Kristallisieren

Reinigung durch Bildung fester Kristalle aus einer flüssigen Lösung. Verunreinigungen in der Flüssigkeit werden gewöhnlich nicht in die Kristallstruktur eingebaut

Kristallisiert

13

Schälen  (8)

Vollständiges oder teilweises Entfernen der äußeren Schichten von Körnern, Samen, Früchten, Nüssen und anderem

Geschält, teilgeschält

14

Enthülsen/Entspelzen

Entfernen der äußeren Schalenteile von Bohnen, Körnern und Samen, gewöhnlich mit physikalischen Mitteln

Enthülst oder entspelzt (9)

15

Entpektinisieren

Entfernen des Pektins aus Futtermitteln

Entpektinisiert

16

Dörren

Entzug von Feuchtigkeit

Gedörrt

17

Entschleimen

Verfahren zum Entfernen der Schleimschicht von der Oberfläche

Entschleimt

18

Entzuckern

Vollständiger oder teilweiser Entzug von Mono- und Disacchariden aus Melasse und anderen zuckerhaltigen Materialien durch chemische oder physikalische Verfahren

Entzuckert, teilentzuckert

19

Entgiften

Verfahren zur Zerstörung oder Verringerung giftiger Verunreinigungen

Entgiftet

20

Destillieren

Fraktionieren flüssiger Stoffe durch Verdampfung und Auffangen des Kondensats in einem anderen Behälter

Destilliert

21

Trocknen

Wasserentzug durch künstliche oder natürliche Verfahren

Getrocknet (Sonne oder künstlich)

22

Silieren

Lagerung von Futtermitteln in einem Silo mit Zusatz von Konservierungsmitteln oder unter anaeroben Bedingungen, gegebenenfalls mit Silierzusatzstoffen

Siliert

23

Eindampfen

Verringerung des Wassergehalts

Eingedampft

24

Expandieren

Thermisches Verfahren, bei dem die Bestandteile eines Produkts durch schlagartiges Verdampfen des produkteigenen Wassers aufgeschlossen werden

Expandiert oder gepufft

25

Pressen

Gewinnung von Öl/Fett durch Pressen

Expeller/Kuchen und Öl/Fett

26

Extraktion

Gewinnung von Fett/Öl aus bestimmten Materialien mit Hilfe organischer Lösungsmittel oder Gewinnung von Zucker oder anderen wasserlöslichen Bestandteilen durch wässrige Extraktion

Extraktionsschrot und Fett/Öl, Melasse/Pülpe und Zucker oder andere wasserlösliche Bestandteile

27

Extrudieren

Thermisches Verfahren, bei dem die Bestandteile eines Produkts durch schlagartiges Verdampfen des produkteigenen Wassers aufgeschlossen werden und durch gleichzeitiges Pressen durch eine Düse eine bestimmte Form erhalten

Extrudiert

28

Fermentieren

Verfahren, bei dem Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze oder Hefen hergestellt oder zur Veränderung der chemischen Zusammensetzung von Stoffen verwendet werden

Fermentiert

29

Filtrieren

Trennung der flüssigen und festen Bestandteile einer Mischung, indem die Flüssigkeit durch ein poröses Medium oder eine Membran läuft

Gefiltert

30

Flockieren

Walzen von feuchtem wärmebehandelten Material

Flocken

31

Mehlmüllerei

Verringerung der Partikelgröße trockener Körner und Auftrennung in Fraktionen, vor allem Mehl, Kleie und Grießkleie

Mehl, Kleie, Grießkleie (10), Futtermehl

32

Fraktionieren

Trennung von Futtermittelbestandteilen durch Sieben und/oder Luftstrom zum Entfernen leichter Schalenteile

Fraktioniert

33

Fragmentieren

Trennen eines Futtermittels in Teile

Fragmentiert

34

Fritieren

Erhitzen von Futtermitteln in Öl oder Fett

Fritiert

35

Gelieren

Verfahren zum Herstellen eines Gelees, einer gallertartig eingedickten Masse, deren Eigenschaften von weich und halbflüssig bis hart und zäh reichen können, gewöhnlich mit Hilfe eines Geliermittels

Geliert

36

Granulieren

Verarbeitung von Futtermitteln zu einer bestimmten Partikelgröße und Konsistenz

Granuliert

37

Mahlen

Verringerung der Partikelgröße von festen Futtermitteln im trockenen oder nassen Verfahren

Gemahlen

38

Erhitzen

Wärmebehandlungen unter bestimmten Bedingungen

Wärmebehandelt

39

Hydrieren

Katalytisches Verfahren zur Sättigung der Doppelbindungen von Ölen/Fetten/Fettsäuren bei hoher Temperatur unter Druck mit Wasserstoff oder zur Herstellung von Polyolen durch Reduktion der Carbonyl-Gruppen von Kohlehydraten zu Hydroxyl-Gruppen

Gehärtet, teilgehärtet (Fette und Öle)

40

Hydrolysieren

Verringerung der Molekülgröße durch geeignete Behandlung mit Wasser und Hitze/Druck, Enzymen oder Säuren/Alkalien

Hydrolysiert

41

Verflüssigen

Überführung eines festen oder gasförmigen Stoffes in den flüssigen Zustand

Verflüssigt

42

Mazeration

Verringerung der Größe von Futtermitteln mit mechanischen Mitteln, oft unter Zusatz von Wasser oder anderen Flüssigkeiten

Mazeriert

43

Mälzen

Getreide wird zum Keimen gebracht, um nativ vorhandene Enzyme zu aktivieren, die Stärke in fermentierbare Kohlenhydrate und Eiweiße in Aminosäuren und Peptide spalten

Gemälzt

44

Schmelzen

Überführung vom festen in den flüssigen Zustand durch Hitzeeinwirkung

Geschmolzen

45

Mikronisierung

Verfahren zur Verkleinerung der durchschnittlichen Partikelgröße eines festen Stoffes auf Mikrometer-Größe

Mikronisiert

46

Parboiling

Einweichen in Wasser und Zuführen von Wärme, bis die Stärke vollständig gequollen ist, gefolgt von einem Trocknungsvorgang

Parboiled

47

Pasteurisieren

Erhitzen bis auf eine bestimmte Temperatur für eine festgelegte Dauer zum Abtöten schädlicher Mikroorganismen mit anschließender rascher Abkühlung

Pasteurisiert

48

Schälen

Entfernen der Haut/Schale bei Früchten und Gemüse

Geschält

49

Pelletieren

Formgebung durch Pressen durch eine Matrize

Pellet, pelletiert

50

Schleifen (Reis)

Entfernen von Keimling und Kleie (ganz oder teilweise) bei geschältem Reis

Geschliffen

51

Vorverkleistern

Modifizierung von Stärke, um die Quellfähigkeit in kaltem Wasser deutlich zu erhöhen

Vorverkleistert (11)

52

Abpressen  (12)

Gewinnung von Flüssigkeiten wie Fett, Öl, Wasser oder Saft aus festen Stoffen

Expeller/Kuchen (bei ölhaltigen Materialien)

Pülpe, Trester (bei Früchten usw.)

Pressschnitzel (bei Zuckerrüben)

53

Raffinieren

Vollständiges oder teilweises Entfernen von Verunreinigungen oder unerwünschten Bestandteilen durch chemische oder physikalische Behandlung

Raffiniert, teilraffiniert

54

Rösten

Erhitzen von Futtermitteln in trockenem Zustand zur Verbesserung der Verdaulichkeit, Intensivierung der Färbung und/oder Verringerung von den Nährwert mindernden (antinutritiven) Faktoren nativer Herkunft

Geröstet

55

Walzen

Verringerung der Partikelgröße durch Quetschen des Futtermittels zwischen gegeneinander drehenden Rollen

Gewalzt

56

Pansenschutz

Vorgang, bei dem die Nährstoffe durch physikalische Behandlung unter Einsatz von Hitze, Druck, Dampf (auch in Kombination) und/oder die Wirkung von z. B. Aldehyden, Lignosulfonaten, Natriumhydroxid oder organischen Säuren (z. B. Propionsäure, Gerbsäure) vor dem Abbau im Pansen geschützt werden.

Durch Aldehyde pansengeschützte Futtermittel können bis zu 0,12 % freie Aldehyde enthalten

Pansengeschützt durch die Wirkung von [entsprechenden Stoff eintragen]

57

Sieben

Trennen von Partikeln unterschiedlicher Größe, indem die Futtermittel durch Siebe geschüttelt oder gegossen werden

Gesiebt

58

Abschöpfen/entrahmen

Entfernen der auf einer Flüssigkeit schwimmenden oberen Schicht (z. B. Milchfett) durch mechanische Mittel

Abgeschöpft/entrahmt

59

Schnitzeln

Schneiden der Futtermittel in kleine, flache Stücke

Geschnitzelt

60

Einweichen

Anfeuchten und Aufweichen von Futtermitteln, in der Regel Samen, um die Kochzeit zu verkürzen, das Enthülsen zu erleichtern, die Wasseraufnahme zur Aktivierung der Keimung zu unterstützen oder die Konzentration nativ vorhandener antinutritiver Faktoren zu verringern

Eingeweicht

61

Sprühtrocknen

Verminderung des Feuchtigkeitsgehalts einer Flüssigkeit, indem sie zur Oberflächenvergrößerung zerstäubt und in einen Heißluftstrom eingebracht wird

Sprühgetrocknet

62

Dämpfen

Erhitzen und Kochen unter Dampfdruck zur Verbesserung der Verdaulichkeit

Gedämpft/dampferhitzt

63

Toasten

Erhitzen mit trockener Hitze, hauptsächlich bei Ölsaaten, um beispielsweise nativ vorhandene antinutritive Stoffe zu verringern oder zu entfernen

Getoastet

64

Ultrafiltrieren

Filtrieren von Flüssigkeiten durch eine Membran, die nur kleine Moleküle durchlässt

Ultrafiltriert

65

Entkeimen

Entfernen (vollständig oder teilweise) des Keims zerkleinerter Getreidekörnern

Entkeimt

66

Infrarot-Mikronisierung

Verfahren zum Garen und Rösten von Getreide, Wurzeln, Samen, Knollen oder ihren Nebenprodukten mit Infrarotwärme; in der Regel werden die Erzeugnisse anschließend geflockt

Infrarot-mikronisiert

67

Spalten von Öl/Fett und gehärteten Ölen/Fetten

Chemisches Verfahren der Hydrolyse von Fetten/Ölen. Durch die Reaktion von Fetten/Ölen mit Wasser bei hoher Temperatur und unter Druck lassen sich in der hydrophoben Phase Roh-Fettsäuren und in der hydrophilen Phase Rohglycerin (sweet water) gewinnen

Gespalten

TEIL C

Verzeichnis der Einzelfuttermittel

1.   Getreidekörner und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

1.1.1

Gerste

Körner von Hordeum vulgare L. Kann pansengeschützt sein

 

1.1.2

Gerste, gepufft

Erzeugnis, das durch Behandlung in feuchter, warmer Atmosphäre und unter Druck aus gemahlenen oder gebrochenen Gerstenkörnern gewonnen wird

Stärke

1.1.3

Gerste, geröstet

Erzeugnis, das bei der Röstung von Gerste entsteht, und das teilweise geröstet und nur gering verfärbt ist

Stärke, wenn > 10 %

Rohprotein, wenn > 15 %

1.1.4

Gerstenflocken

Erzeugnis, das durch Dämpfen oder Infrarot-Mikronisierung und Walzen von entspelzter Gerste gewonnen wird und das geringe Mengen an Spelzen enthalten kann. Kann pansengeschützt sein

Stärke

1.1.5

Gerstenfasern

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Gerstenstärke anfällt und aus Teilen des Mehlkörpers und überwiegend Fasern besteht

Rohfaser

Rohprotein, wenn > 10 %

1.1.6

Gerstenschalen

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Ethanol aus Stärke nach Trockenvermahlung, Sieben und Schälen der Gerstenkörner anfällt

Rohfaser

Rohprotein, wenn > 10 %

1.1.7

Gerstenfuttermehl

Erzeugnis, das bei der Verarbeitung der gesiebten entspelzten Gerste zu Graupen, Grieß oder Mehl anfällt und überwiegend aus Teilen des Mehlkörpers sowie aus feinen Bestandteilen der äußeren Schalen und geringen Anteilen an Siebrückständen besteht

Rohfaser

Stärke

1.1.8

Gerstenprotein

Erzeugnis, das beim Abtrennen von Stärke und Kleie aus Gerste anfällt und überwiegend aus Protein besteht

Rohprotein

1.1.9

Gerstenproteinfuttermittel

Erzeugnis, das nach dem Abtrennen von Stärke aus Gerste gewonnen wird. Es besteht überwiegend aus Protein und Teilen des Mehlkörpers

Feuchte, wenn < 45 % oder > 60 %

Wenn Feuchte < 45 %:

Rohprotein

Stärke

1.1.10

Gerstenpresssaft

Erzeugnis aus Gerste, das nach der Extraktion von Protein und Stärke im Nassverfahren gewonnen wird

Rohprotein

1.1.11

Gerstenkleie

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl aus gesiebten entspelzten Gerstenkörnern anfällt und überwiegend aus Teilen der äußeren Schalen, im Übrigen aus sonstigen Kornbestandteilen besteht, die vom Mehlkörper weitgehend befreit sind

Rohfaser

1.1.12

Flüssige Gerstenstärke

Sekundäre Stärkefraktion, die bei der Stärkegewinnung aus Gerste anfällt

Wenn Feuchte < 50 %:

Stärke

1.1.13

Braugerstensiebrückstände

Erzeugnis, das beim Sieben anfällt (Fraktionieren nach Größe) und aus vor der Mälzung ausgesonderten, zu kleinen Gerstenkörnern und Körnerteilen besteht

Rohfaser

Rohasche, wenn > 2,2 %

1.1.14

Braugersten- und Malzabrieb

Erzeugnis, das aus Teilen von Gerstenkörnern und Malz besteht, die bei der Malzherstellung abgetrennt wurden

Rohfaser

1.1.15

Braugerstenspelzen

Erzeugnis, das bei der Reinigung von Braugerste anfällt und aus Spelz- und Feinstbestandteilen besteht

Rohfaser

1.1.16

Gerstendickschlempe, feucht

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Ethanol aus Gerste anfällt und die festen Futtermittel-Bestandteile aus der Destillation enthält

Feuchte, wenn < 65 % oder > 88 %

Wenn Feuchte < 65 %:

Rohprotein

1.1.17

Gerstendünnschlempe, feucht

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Ethanol aus Gerste anfällt und die löslichen Futtermittel-Bestandteile aus der Destillation enthält

Feuchte, wenn < 45 % oder > 70 %

Wenn Feuchte < 45 %:

Rohprotein

1.1.18

Malz  (13)

Erzeugnis aus gekeimten Getreidekörnern, getrocknet, gemahlen und/oder extrahiert

 

1.1.19

Malzkeime  (13)

Erzeugnis der Mälzerei, das bei der Keimung des Getreides und der anschließenden Reinigung des Malzes anfällt, und aus Wurzelfasern, Getreidestaub, Schalen und kleinen gemälzten Körnerbruchstücken besteht. Kann auch vermahlen sein

 

1.2.1

Mais  (14)

Körner von Zea mays L. ssp. mays. Kann pansengeschützt sein

 

1.2.2

Maisflocken

Erzeugnis, das durch Dämpfen oder Infrarot-Mikronisierung und Walzen von entlieschtem Mais gewonnen wird und das geringe Mengen an Lieschblättern enthalten kann.

Stärke

1.2.3

Maisfuttermehl

Erzeugnis der Maismehl- oder Maisgrießherstellung, das überwiegend aus Teilen der Schale und anderen Kornbestandteilen besteht, die vom Mehlkörper nicht so weitgehend befreit sind wie bei der Maiskleie. Es kann geringere Anteile an Bruchstücken der Maiskeime enthalten

Rohfaser

Stärke

1.2.4

Maiskleie

Erzeugnis, das bei der Maismehl- oder Maisgrießherstellung gewonnen wird und überwiegend aus der Maisschale, im Übrigen aus Teilen der Maiskeime und des Mehlkörpers besteht

Rohfaser

1.2.5

Maiskolbenspindeln

Kern des Maiskolbens, bestehend aus Maisspindeln, Körnern und Lieschblättern

Rohfaser

Stärke

1.2.6

Maissiebrückstände

Nach Anlieferung des Erzeugnisses durch Sieben aussortierte Bestandteile von Maiskörnern

 

1.2.7

Maisfasern

Erzeugnis, das bei der Maisstärkegewinnung gewonnen wird und überwiegend aus Fasern besteht

Feuchte, wenn < 50 % oder > 70 %

Wenn Feuchte < 50 %:

Rohfaser

1.2.8

Maiskleber

Erzeugnis, das bei der Maisstärkegewinnung gewonnen wird und überwiegend aus Kleber besteht, der beim Abtrennen der Stärke anfällt

Feuchte, wenn < 70 % oder > 90 %

Wenn Feuchte < 70 %:

Rohprotein

1.2.9

Maiskleberfutter

Erzeugnis, das bei der Maisstärkegewinnung gewonnen wird und überwiegend aus Kleie und Maisquellwasser besteht. Das Erzeugnis kann außerdem Bruchmais und Rückstände aus der Gewinnung von Öl aus Maiskeimen enthalten. Andere Erzeugnisse der Stärkegewinnung und der Raffination oder Fermentierung von Stärkeerzeugnissen können zugesetzt werden

Feuchte, wenn < 40 % oder > 65 %

Wenn Feuchte < 40 %:

Rohprotein

Rohfaser

Stärke

1.2.10

Maiskeime

Erzeugnis, das bei der Maismehl-, Maisgrieß- oder Maisstärkeherstellung gewonnen wird und überwiegend aus Maiskeimen, Schalen und Mehlkörperteilen besteht

Feuchte, wenn < 40 % oder > 60 %

Wenn Feuchte < 40 %:

Rohprotein

Rohfett

1.2.11

Maiskeimkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Maiskeimen gewonnen wird, denen noch Teile des Mehlkörpers und der Schale anhaften können

Rohprotein

Rohfett

1.2.12

Maiskeimextraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von Maiskeimen gewonnen wird

Rohprotein

1.2.13

Maiskeimrohöl

Erzeugnis, das aus Maiskeimen gewonnenen wird

Rohfett

1.2.14

Mais, gepufft

Erzeugnis, das durch Behandlung unter feuchten, warmen Bedingungen und unter Druck aus gemahlenem Mais oder Bruchmais gewonnen wird

Stärke

1.2.15

Maisquellwasser

Konzentrierte, flüssige Fraktion, die nach dem Einweichen von Maiskörnern gewonnen wird

Feuchte, wenn < 45 % oder > 65 %

Wenn Feuchte < 45 %:

Rohprotein

1.2.16

Zuckermais-Silage

Nebenerzeugnis der Zuckermaisverarbeitung, das aus gehäckselten und entwässerten oder gepressten Maisspindeln, Lieschblättern und Körnerteilen besteht und durch Häckseln von Spindeln, Schalen, Lieschblättern und Körnerteilen von Zuckermais gewonnen wird

Rohfaser

1.2.17

Maisschrot, entkeimt

Erzeugnis, das durch Entkeimen von Maisschrot gewonnen wird. Es besteht überwiegend aus Teilen des Mehlkörpers und kann geringere Anteile an Maiskeimen und Stückchen der äußeren Schale enthalten

Rohfaser

Stärke

1.3.1

Hirse

Körner von Panicum miliaceum L.

 

1.4.1

Hafer

Körner von Avena sativa L. und anderen kultivierten Haferarten

 

1.4.2

Hafer, entspelzt

Entspelzte Haferkörner, auch dampfbehandelt

 

1.4.3

Haferflocken

Erzeugnis, das durch Dämpfen oder Infrarot-Mikronisierung und Walzen entspelzten Hafers gewonnen wird und geringe Mengen an Spelzen enthalten kann

Stärke

1.4.4

Haferschneidmehl

Erzeugnis, das bei der Verarbeitung des gesiebten, entspelzten Hafers zu Hafergrütze und Mehl anfällt, und überwiegend aus Haferkleie und zum geringeren Teil aus Mehlkörper besteht

Rohfaser

Stärke

1.4.5

Haferkleie

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl aus gesiebten Körnern entspelzten Hafers anfällt und überwiegend aus Bruchstücken der äußeren Schalenteile und sonstigen Kornbestandteilen besteht, die vom Mehlkörper weitgehend befreit sind

Rohfaser

1.4.6

Haferspelzen

Erzeugnis, das beim Entspelzen der Haferkörner entsteht

Rohfaser

1.4.7

Hafer, gepufft

Erzeugnis, das durch Behandlung unter feuchten, warmen Bedingungen und unter Druck aus gemahlenen und gebrochenen Haferkörnern gewonnen wird

Stärke

1.4.8

Hafergrütze

Gereinigte, entspelzte Haferkörner

Rohfaser

Stärke

1.4.9

Hafermehl aus ungeschälter Saat

Erzeugnis, das durch Mahlen der Haferkörner entsteht

Rohfaser

Stärke

1.4.10

Hafermehl aus geschälter Saat

Hafererzeugnis mit hohem Stärkegehalt, nach dem Schälen

Rohfaser

1.4.11

Haferfuttermehl

Erzeugnis, das bei der Verarbeitung des gesiebten, entspelzten Hafers zu Hafergrütze und Mehl anfällt, und überwiegend aus Haferkleie und zum geringeren Teil aus Mehlkörper besteht

Rohfaser

1.5.1

Quinoasaat-Extraktionsschrot

Gereinigte ganze Samen der Quinoapflanze (Chenopodium quinoa Willd.), bei denen das in den äußeren Schichten enthaltene Saponin entfernt worden ist

 

1.6.1

Bruchreis

Gebrochene Körner von Oryza Sativa L., die drei Viertel oder weniger der durchschnittlichen Länge ganzer Körner haben. Der Reis kann parboiled sein

Stärke

1.6.2

Reis, geschliffen

Geschälter Reis, bei dem Keimling und Kleie beim Schleifen nahezu vollständig entfernt wurden. Der Reis kann parboiled sein

Stärke

1.6.3

Quellreis

Erzeugnis, das durch Vorverkleistern aus geschliffenen Reiskörnern oder Bruchreis gewonnen wurde

Stärke

1.6.4

Reis, extrudiert

Durch Extrudieren von Reismehl gewonnenes Erzeugnis

Stärke

1.6.5

Reisflocken

Erzeugnis, das durch Flockieren von Reiskörnern oder Bruchreis (vorverkleistert) hergestellt wird

Stärke

1.6.6

Reis, geschält

Rohreis (Oryza Sativa L.), von dem nur die Spelzen entfernt worden sind. Kann auch parboiled sein. Durch das Schälen und die Handhabung kann Kleie verloren gehen

Stärke

Rohfaser

1.6.7

Futterreis, gemahlen

Erzeugnis, das beim Mahlen von Futterreis gewonnen wird und aus unreifen, grünen oder kreidigen Körnern, die beim Schleifen von geschältem Reis durch Absieben ausgesondert wurden, oder aus normalen, geschälten gelben oder fleckigen Körnern besteht

Stärke

1.6.8

Reismehl

Erzeugnis, das beim Vermahlen von geschliffenem Reis anfällt. Der Reis kann parboiled sein

Stärke

1.6.9

Reismehl von geschältem Reis

Erzeugnis, das beim Vermahlen von geschältem Reis anfällt. Der Reis kann parboiled sein

Stärke

Rohfaser

1.6.10

Reiskleie

Erzeugnis, das beim Schleifen von Reis anfällt und überwiegend aus den äußeren Schichten des Korns (Fruchtwand, Samenschale, Kern, Aleuronschicht) und Teilen des Keimlings besteht. Der Reis kann parboiled oder extrudiert sein

Rohfaser

1.6.11

Reiskleie, kalkhaltig

Erzeugnis, das beim Schleifen von Reis anfällt und überwiegend aus den äußeren Schichten des Korns (Fruchtwand, Samenschale, Kern, Aleuronschicht) und Teilen des Keimlings besteht. Es kann bis zu 23 % des Verarbeitungshilfsstoffs Calciumcarbonat enthalten. Der Reis kann parboiled sein

Rohfaser

Calciumcarbonat

1.6.12

Reiskleie, entfettet

Reiskleie, die bei der Ölextraktion anfällt. Kann pansengeschützt sein

Rohfaser

1.6.13

Reiskleie-Öl

Öl, das aus der stabilisierten Reiskleie extrahiert wird

Rohfett

1.6.14

Reisfuttermehl

Erzeugnis, das durch Trocken- oder Nassmahlen und Absieben bei der Gewinnung von Mehl und Stärke aus Reis anfällt, und hauptsächlich aus Stärke, Protein, Fett und Faser besteht. Der Reis kann parboiled sein. Kann bis zu 0,25 % Natrium und bis zu 0,25 % Sulfat enthalten

Stärke, wenn > 20 %

Rohprotein, wenn > 10 %

Rohfett, wenn > 5 %

Rohfaser

1.6.15

Reisfuttermehl, kalkhaltig

Erzeugnis, das beim Schleifen von Reis anfällt und überwiegend aus Teilen der Aleuronschicht und des Mehlkörpers besteht. Es kann bis zu 23 % des Verarbeitungshilfsstoffs Calciumcarbonat enthalten. Der Reis kann parboiled sein.

Stärke

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

Calciumcarbonat

1.6.17

Reiskeime

Erzeugnis, das beim Schleifen von Reis anfällt und überwiegend aus dem Keim besteht

Rohfett

Rohprotein

1.6.18

Reiskeimkuchen

Rückstand, der beim Zerkleinern der Reiskeime zur Ölgewinnung durch Pressen anfällt

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

1.6.20

Reisprotein

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Reisstärke durch Nassmahlen, Absieben, Trennen, Konzentrieren und Trocknen anfällt

Rohprotein

1.6.21

Reisfuttermehl, flüssig

Konzentriertes, flüssiges Erzeugnis, das beim Nassmahlen und Absieben von Reis anfällt

Stärke

1.6.22

Reis, gepufft

Erzeugnis, das durch Expandieren von Reiskörnern oder Bruchreis hergestellt wird

Stärke

1.6.23

Reis, fermentiert

Erzeugnis, das durch Fermentierung von Reis entsteht.

Stärke

1.6.24

Reiskörner mit Missbildungen, geschliffen/kreidige Reiskörner, geschliffen

Erzeugnis, das beim Schleifen von Reis anfällt und überwiegend aus missgebildeten Körnern und/oder kreidigen Körnern und/oder beschädigten Körnern (ganz oder gebrochen) besteht. Kann auch angekocht sein.

Stärke

1.6.25

Unreifer Reis, geschliffen

Erzeugnis, das beim Schleifen von Reis anfällt und überwiegend aus unreifen und/oder kreidigen Körnern besteht

Stärke

1.7.1

Roggen

Körner von Secale cereale L.

 

1.7.2

Roggenfuttermehl

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl aus gesiebtem Roggen anfällt, und überwiegend aus Teilen des Mehlkörpers, feinen Bruchstücken der äußeren Schale und wenigen sonstigen Kornbestandteilen besteht

Stärke

Rohfaser

1.7.3

Roggenfutterkleie

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl aus gesiebtem Roggen anfällt, und überwiegend aus Bruchstücken der äußeren Schale, im Übrigen aus Kornbruchstücken besteht, die vom Mehlkörper nicht so weitgehend befreit sind wie bei der Roggenkleie

Stärke

Rohfaser

1.7.4

Roggenkleie

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl aus gesiebtem Roggen anfällt, und überwiegend aus Bruchstücken der äußeren Schale, im Übrigen aus Kornbestandteilen besteht, die vom Mehlkörper weitgehend befreit sind

Stärke

Rohfaser

1.8.1

Sorghum [Milokorn]

Körner von Sorghum bicolor (L.) Moench

 

1.8.2

Weißer Sorghum

Körner von weißem Sorghum

 

1.8.3

Sorghumkleberfutter

Getrocknetes Erzeugnis, das beim Abtrennen von Sorghumstärke anfällt, und überwiegend aus Kleie und geringen Anteilen an Kleber besteht. Das Erzeugnis kann auch getrocknete Rückstände aus dem Quellwasser sowie zugesetzte Keime enthalten

Rohprotein

1.9.1

Dinkel

Körner von Dinkel, Triticum spelta L., Triticum dicoccum Schrank, Triticum monococcum

 

1.9.2

Dinkelkleie

Erzeugnis aus der Dinkelmehlgewinnung, das überwiegend aus der äußeren Schale und geringeren Anteilen an Bruchstücken der Dinkelkeime und des Mehlkörpers besteht

Rohfaser

1.9.3

Dinkelspelzen

Erzeugnis, das beim Entspelzen der Dinkelkörner anfällt

Rohfaser

1.9.4

Dinkelfuttermehl

Erzeugnis, das bei der Verarbeitung des gesiebten, entspelzten Dinkels zu Mehl anfällt und überwiegend aus Bruchstücken des Mehlkörpers und feinen Teilen der äußeren Schale sowie geringeren Anteilen an Siebrückständen besteht

Rohfaser

Stärke

1.10.1

Triticale

Körner der Hybride Triticum × Secale L.

 

1.11.1

Weizen

Körner von Triticum aestivum L., Triticum durum Desf. und anderen kultivierten Weizenarten. Kann pansengeschützt sein

 

1.11.2

Weizenwurzelfasern

Erzeugnis der Mälzerei, das bei der Keimung des Weizens und der anschließenden Reinigung des Malzes anfällt, und aus Wurzelfasern, Getreidestaub, Schalen und kleinen gemälzten Körnerbruchstücken besteht

 

1.11.3

Weizen, vorverkleistert

Erzeugnis, das durch Behandlung unter feuchten, warmen Bedingungen und unter Druck aus gemahlenen Weizenkörnern oder Bruchweizen gewonnen wird

Stärke

1.11.4

Weizenfuttermehl

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl aus gesiebtem Weizen oder entspelztem Dinkel anfällt und überwiegend aus Teilen des Mehlkörpers und feinen Bruchstücken der Schale und wenigen Siebrückständen besteht

Rohfaser

Stärke

1.11.5

Weizenflocken

Erzeugnis, das durch Dämpfen oder Infrarot-Mikronisierung und Walzen entspelzten Weizens gewonnen wird und das geringe Mengen an Spelzen enthalten kann. Kann pansengeschützt sein

Rohfaser

Stärke

1.11.6

Weizenfutter

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl oder Malz aus gesiebtem Weizen oder entspelztem Dinkel anfällt und überwiegend aus Teilen der äußeren Schale und Kornbestandteilen besteht, die vom Mehlkörper nicht so weitgehend befreit sind wie bei der Weizenkleie

Rohfaser

1.11.7

Weizenkleie  (15)

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl oder Malz aus gesiebtem Weizen oder entspelztem Dinkel anfällt und überwiegend aus Teilen der äußeren Schale, im Übrigen aus Kornbestandteilen besteht, die vom Mehlkörper weitgehend befreit sind

Rohfaser

1.11.8

Weizenmalzmehl, fermentiert

Erzeugnis, das durch Mälzen und Fermentieren von Weizen und Weizenkleie gewonnen und anschließend getrocknet und vermahlen wird

Stärke

Rohfaser

1.11.10

Weizenfasern

Erzeugnis, das bei der Weizenverarbeitung gewonnen wird und überwiegend aus Fasern besteht

Feuchte, wenn < 60 % oder > 80 %

Wenn Feuchte < 60 %:

Rohfaser

1.11.11

Weizenkeime

Erzeugnis der Mehlgewinnung, das im Wesentlichen aus gewalzten oder nicht gewalzten Weizenkeimen besteht, denen noch Teile des Mehlkörpers und der Schale anhaften können

Rohprotein

Rohfett

1.11.12

Weizenkeime, fermentiert

Erzeugnis der Fermentation von Weizenkeimen mit inaktivierten Mikroorganismen

Rohprotein

Rohfett

1.11.13

Weizenkeimkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Weizenkeimen (Triticum aestivum L., Triticum durum Desf. und anderen kultivierten Weizenarten) und entspelztem Dinkel (Triticum spelta L., Triticum dicoccum Schrank, Triticum monococcum L.) anfällt, denen noch Teile des Mehlkörpers und des Keims anhaften können

Rohprotein

1.11.15

Weizenprotein

Bei der Gewinnung von Stärke oder der Herstellung von Ethanol aus Weizen extrahiertes Protein, das zum Teil hydrolysiert sein kann

Rohprotein

1.11.16

Weizenkleberfutter

Erzeugnis der Weizenstärke- und -Weizenklebergewinnung, das aus Kleie besteht, von der die Keime teilweise entfernt worden sind. Weizenpresssaft, Bruchweizen und andere Erzeugnisse der Stärkegewinnung und der Raffination oder Fermentierung von Stärkeerzeugnissen können zugesetzt werden

Feuchte, wenn < 45 % oder > 60 %

Wenn Feuchte < 45 %:

Rohprotein

Stärke

1.11.18

Weizenkleber

Weizenprotein mit hoher Viskoselastizität in Wasser, Proteingehalt (N × 6,25) mindestens 80 %, höchstens 2 % Asche in der Trockensubstanz

Rohprotein

1.11.19

Flüssige Weizenstärke

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Stärke/Glukose und Kleber aus Weizen anfällt

Feuchte, wenn < 65 % oder > 85 %

Wenn Feuchte < 65 %:

Stärke

1.11.20

Proteinhaltige Weizenstärke, teilentzuckert

Erzeugnis, das bei der Weizenstärkegewinnung anfällt und überwiegend aus verzuckerter Stärke, den löslichen Proteinen und anderen löslichen Bestandteilen des Mehlkörpers besteht

Rohprotein

Stärke

Gesamtzuckergehalt berechnet als Saccharose

1.11.21

Weizenpresssaft

Erzeugnis aus Weizen, das nach der Extraktion von Protein und Stärke im Nassverfahren verbleibt. Kann hydrolysiert sein

Feuchte, wenn < 55 % oder > 85 %

Wenn Feuchte < 55 %:

Rohprotein

1.11.22

Weizenhefekonzentrat

Flüssiges Nebenerzeugnis, das nach Umwandlung der Weizenstärke in Alkohol durch Fermentierung entsteht

Feuchte, wenn < 60 % oder > 80 %

Wenn Feuchte < 60 %:

Rohprotein

1.11.23

Brauweizensiebrückstände

Erzeugnis, das beim Sieben anfällt (Fraktionieren nach Größe) und aus zu kleinen Weizenkörnern und vor der Mälzung ausgesonderten Körnerteilen besteht

Rohfaser

1.11.24

Brauweizen- und Malzabrieb

Erzeugnis, das aus Teilen von Weizenkörnern und Malz besteht, die bei der Malzherstellung abgetrennt wurden

Rohfaser

1.11.25

Brauweizenspelzen

Erzeugnis, das bei der Reinigung von Brauweizen anfällt und aus Bruchstücken von Spelzen und Abrieb besteht

Rohfaser

1.12.2

Getreidemehl  (16)

Durch das Vermahlen von Getreidekörnern gewonnenes Mehl

Stärke

Rohfaser

1.12.3

Getreideprotein-konzentrat  (16)

Konzentriertes und getrocknetes Erzeugnis, das durch Hefegärung nach dem Abtrennen der Stärke aus Getreide gewonnen wird

Rohprotein

1.12.4

Getreidekörner-Siebrückstände  (16)

Erzeugnis, das beim Sieben anfällt (Fraktionieren nach Größe) und aus vor der Weiterverarbeitung ausgesonderten kleinen Körnern und Körnerteilen besteht, die auch gekeimt sein können. Das Erzeugnis enthält mehr Rohfaser (z. B. Spelzen) als die nicht fraktionierten Körner

Rohfaser

1.12.5

Getreidekeime  (16)

Erzeugnis der Mehl- und Stärkegewinnung, das überwiegend aus gewalzten oder nicht gewalzten Getreidekeimen besteht, denen noch Teile des Mehlkörpers und der äußeren Schale anhaften können

Rohprotein

Rohfett

1.12.6

Destillationsrückstände aus Getreide, Sirup  (16)

Getreideerzeugnis, das beim Verdampfen der Rückstände aus der Gärung und Destillation von Getreidemaische zur Herstellung von Alkohol gewonnen wird

Feuchte, wenn < 45 % oder > 70 %

Wenn Feuchte < 45 %:

Rohprotein

1.12.7

Feuchte Getreideschlempe  (16)

Erzeugnis, das als feste Fraktion durch Zentrifugieren oder Filtrieren der Rückstände von fermentierten und destillierten Getreidekörnern aus der Alkoholherstellung gewonnen wird

Feuchte, wenn < 65 % oder > 88 %

Wenn Feuchte < 65 %:

Rohprotein

1.12.8

Eingedampfte Dünnschlempe  (16)

Feuchtes Erzeugnis aus der Alkoholherstellung, das bei der Fermentation und Destillation von Getreidemaische und Zuckersirup nach Entfernen von Kleie und Kleber gewonnen wird. Kann auch abgestorbene Zellen und/oder Teile der für die Fermentation eingesetzten Mikroorganismen enthalten.

Feuchte, wenn < 65 % oder > 88 %

Wenn Feuchte < 65 %:

Rohprotein, wenn > 10 %

1.12.9

Schlempe  (16)

Erzeugnis der Alkoholherstellung, das bei der Fermentation und Destillation von Maische aus Getreidekörnern und/oder anderen stärke- und zuckerhaltigen Erzeugnissen gewonnen wird. Kann auch abgestorbene Zellen und/oder Teile der für die Fermentation eingesetzten Mikroorganismen enthalten. Kann 2 % Sulfat enthalten. Kann pansengeschützt sein

Feuchte, wenn < 60 % oder > 80 %

Wenn Feuchte < 60 %:

Rohprotein

1.12.10

Getreidetrockenschlempe

Erzeugnis der Alkoholdestillation, das durch Trocknen der Reste fermentierter Getreidekörner gewonnen wird; kann pansengeschützt sein

Rohprotein

1.12.11

Getreidetrockenschlempe, dunkel  (16) [Schlempe, getrocknet]  (16)

Erzeugnis der Alkoholdestillation, das durch Trocknen der festen Reste fermentierter Getreidekörner gewonnen wird und dem Trubsirup (Pot-ale-Sirup) oder Destillationsreste zugesetzt worden sind. Kann pansengeschützt sein

Rohprotein

1.12.12

Biertreber  (16)

Brauereierzeugnis, das aus Resten gemälzten und nicht gemälzten Getreides und anderen stärkehaltigen Erzeugnissen besteht und Hopfenbestandteile enthalten kann. Wird gewöhnlich in feuchtem Zustand, aber auch getrocknet vermarktet. Kann bis zu 0,3 % Dimethylpolysiloxan, bis zu 1,5 % Enzyme und bis zu 1,8 % Bentonit enthalten

Feuchte, wenn < 65 % oder > 88 %

Wenn Feuchte < 65 %:

Rohprotein

1.12.13

Draff (Treber)  (16)

Festes Erzeugnis, das bei der Herstellung von Whisky aus Getreide anfällt und aus Resten der Extraktion des gemälzten Getreides mit Heißwasser besteht. Wird üblicherweise in feuchter Form nach Abtrennen des Extrakts durch Absetzen vermarktet

Feuchte, wenn < 65 % oder > 88 %

Wenn Feuchte < 65 %:

Rohprotein

1.12.14

Maischefiltertreber

Festes Erzeugnis, das bei der Herstellung von Bier, Malzextrakt und Whisky-Spirituosen anfällt. Es besteht aus den Resten der Heißwasser-Extraktion von gemahlenem Malz und u. U. anderen zucker- oder stärkereichen Zusätzen. Wird üblicherweise in feuchter Form nach Abtrennen des Extrakts durch Abpressen vermarktet

Feuchte, wenn < 65 % oder > 88 %

Wenn Feuchte < 65 %:

Rohprotein

1.12.15

Pot ale (Trub)

Reste, die bei der Herstellung von Malt-Whisky nach dem ersten Destillat in der Brennblase verbleiben

Rohprotein, wenn > 10 %

1.12.16

Pot-ale-Sirup (Trubsirup)

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Malt-Whisky durch Eindampfen des Trubs aus dem ersten Destillat anfällt

Feuchte, wenn < 45 % oder > 70 %

Wenn Feuchte < 45 %:

Rohprotein


2.   Ölsaaten, Ölfrüchte und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

2.1.1

Babassu-Kuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Nüssen der Babassu-Palme der Gattung Orbignya anfällt

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.2.1

Leindottersaat

Samen von Camelina sativa (L.) Crantz

 

2.2.2

Leindotterkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Leindottersamen anfällt

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.2.3

Leindotter-Extraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion aus Leindotterkuchen anfällt und einer geeigneten Wärmebehandlung unterzogen wurde

Rohprotein

2.3.1

Kakaoschalen

Äußere Schalen der getrockneten und gerösteten Samen der Kakaopflanze Theobroma cacao L.

Rohfaser

2.3.2

Kakaofruchtschalen

Erzeugnis, das bei der Verarbeitung von Kakaosamen anfällt

Rohfaser

Rohprotein

2.3.3

Kakao-Extraktionsschrot aus teilgeschälter Saat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion der teilweise geschälten, getrockneten und gerösteten Samen der Kakaopflanze Theobroma cacao L. anfällt

Rohprotein

Rohfaser

2.4.1

Kokoskuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen des getrockneten Kerns (Endosperm) und der Samenschale (Integument) des Samens der Kokospalme (Cocos nucifera L.) anfällt

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.4.2

Kokoskuchen, hydrolysiert

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen und enzymatische Hydrolysierung des getrockneten Kerns (Endosperm) und der Samenschale (Integument) des Samens der Kokospalme (Cocos nucifera L.) anfällt

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.4.3

Kokos-Extraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion des getrockneten Kerns (Endosperm) und der Samenschale (Integument) des Samens der Kokospalme anfällt

Rohprotein

2.5.1

Baumwollsaat

Entlinterte Samen der Baumwollpflanze Gossypium ssp.; Erzeugnis kann pansengeschützt sein

 

2.5.2

Baumwoll-Extraktionsschrot aus teilgeschälter Saat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion der entlinterten und teilweise geschälten Samen der Baumwollpflanze anfällt. (Höchstgehalt an Rohfaser: 22,5 % in der Trockenmasse). Kann pansengeschützt sein

Rohprotein

Rohfaser

2.5.3

Baumwollsaatkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der entlinterten Samen der Baumwollpflanze anfällt

Rohprotein

Rohfaser

Rohfett

2.6.1

Erdnusskuchen aus teilenthülster Saat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der teilweise von den Hülsen befreiten Samen der Erdnuss (Arachis hypogaea L. und andere Arachis-Arten) anfällt

(Höchstgehalt an Rohfaser: 16 % in der Trockenmasse)

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.6.2

Erdnuss-Extraktionsschrot aus teilenthülster Saat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion des Kuchens aus teilweise von den Hülsen befreiten Erdnusssamen anfällt (Höchstgehalt an Rohfaser: 16 % in der Trockenmasse)

Rohprotein

Rohfaser

2.6.3

Erdnusskuchen aus enthülster Saat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der von den Hülsen befreiten Erdnusssamen anfällt

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.6.4

Erdnuss-Extraktionsschrot aus enthülster Saat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion des Kuchens aus enthülsten Erdnusssamen anfällt

Rohprotein

Rohfaser

2.7.1

Kapok-Kuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Samen von Kapok (Ceiba pentadra (L.) Gaertn.) anfällt

Rohprotein

Rohfaser

2.8.1

Leinsaat

Samen des Leins (Linum usitatissimum L.) (botanische Reinheit mindestens 93 %), ganz, gewalzt oder gemahlen; kann pansengeschützt sein

 

2.8.2

Leinkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Leinsaat anfällt (botanische Reinheit mindestens 93 %)

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.8.3

Lein-Extraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion aus Leinkuchen, der einer geeigneten Wärmebehandlung unterzogen wurde, anfällt. Kann pansengeschützt sein

Rohprotein

2.8.4

Leinkuchenfutter

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Leinsaat anfällt (botanische Reinheit mindestens 93 %). Kann bis zu 1 % Bleicherde und Filterhilfsstoffe (z. B. Kieselerde, amorphe Silicate und Siliciumdioxid, Phyllosilicate und Zellulose- oder Holzfaser) und Rohlecithine aus der integrierten Ölpressung und -raffination enthalten

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.8.5

Lein-Extraktionsschrotfutter

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion aus Leinkuchen, der einer geeigneten Wärmebehandlung unterzogen wurde, anfällt. Kann bis zu 1 % Bleicherde und Filterhilfsstoffe (z. B. Kieselerde, amorphe Silicate und Siliciumdioxid, Phyllosilicate und Zellulose- oder Holzfaser) und Rohlecithine aus der integrierten Ölpressung und -raffination enthalten. Kann pansengeschützt sein

Rohprotein

2.9.1

Senfkleie

Erzeugnis aus der Verarbeitung von Senf (Brassica juncea L.), das aus Teilen der äußeren Schale und des Korns besteht

Rohfaser

2.9.2

Senfsaat-Extraktionsschrot

Erzeugnis, das durch die Extraktion von flüchtigem Senföl aus Senfsaat gewonnen wird

Rohprotein

2.10.1

Nigersaat

Samen der Nigerpflanze, Guizotia abyssinica (L.f.) Cass.

 

2.10.2

Nigersaatkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Nigersaat anfällt (salzsäureunlösliche Asche: höchstens 3,4 %)

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.11.1

Olivenpülpe

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion nach dem Pressen von Oliven (Olea europaea L). anfällt, die so weit wie möglich von Kernteilen befreit sind

Rohprotein

Rohfaser

Rohfett

2.11.2

Oliven-Extraktionsschrotfutter, entfettet

Erzeugnis, das bei der Olivenölgewinnung durch Extraktion aus Olivenölkuchen anfällt, der einer geeigneten Wärmebehandlung unterzogen wurde und der so weit wie möglich von Kernteilen befreit ist. Kann bis zu 1 % Bleicherde und Filterhilfsstoffe (z. B. Kieselerde, amorphe Silicate und Siliciumdioxid, Phyllosilicate und Zellulose- oder Holzfaser) und Rohlecithine aus der integrierten Ölpressung und -raffination enthalten.

Rohprotein

Rohfaser

2.11.3

Oliven-Extraktionsschrot, entfettet

Erzeugnis, das bei der Olivenölgewinnung durch Extraktion aus Olivenölkuchen anfällt, der einer geeigneten Wärmebehandlung unterzogen wurde und der so weit wie möglich von Kernteilen befreit ist.

Rohprotein

Rohfaser

2.12.1

Palmkernkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Kerne von Ölpalmen (Elaeis guineensis Jacq. und Elaeis melanococca) anfällt, bei denen die Steinschale so weit wie möglich entfernt worden ist

Rohprotein

Rohfaser

Rohfett

2.12.2

Palmkern-Extraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von Palmkernen anfällt, bei denen die Steinschale so weit wie möglich entfernt worden ist

Rohprotein

Rohfaser

2.13.1

Kürbiskernsaat

Samen von Cucurbita pepo L. und anderen Pflanzen der Gattung Cucurbita

 

2.13.2

Kürbiskernkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Samen von Cucurbita pepo und anderen Pflanzen der Gattung Cucurbita entsteht

Rohprotein

Rohfett

2.14.1

Rapssaat  (17)

Samen von Raps Brassica napus L. ssp. oleifera (Metzg.) Sinsk., von indischem Sarson Brassica napus L. var. glauca (Roxb.) O.E. Schulz und von Raps Brassica rapa ssp. oleifera (Metzg.) Sinsk. Botanische Reinheit mindestens 94 %; kann pansengeschützt sein

 

2.14.2

Rapskuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Rapssaat anfällt. Kann pansengeschützt sein

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.14.3

Raps-Extraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion aus Rapskuchen, der einer geeigneten Wärmebehandlung unterzogen wurde, anfällt. Kann pansengeschützt sein

Rohprotein

2.14.4

Rapssaat, extrudiert

Erzeugnis, das aus ganzen Rapskörnern gewonnen wird; durch Behandlung unter feuchten, warmen Bedingungen und unter Druck wird die Verkleisterung der Stärke verbessert. Kann pansengeschützt sein

Rohprotein

Rohfett

2.14.5

Rapssaatproteinkonzentrat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Abtrennen des Proteinanteils von Rapskuchen oder Rapssaat gewonnen wird

Rohprotein

2.14.6

Rapskuchenfutter

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Rapssaat anfällt. Kann bis zu 1 % Bleicherde und Filterhilfsstoffe (z. B. Kieselerde, amorphe Silicate und Siliciumdioxid, Phyllosilicate und Zellulose- oder Holzfaser) und Rohlecithine aus der integrierten Ölpressung und -raffination enthalten. Kann pansengeschützt sein

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.14.7

Raps-Extraktionsschrotfutter

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion aus Rapskuchen, der einer geeigneten Wärmebehandlung unterzogen wurde, anfällt. Kann bis zu 1 % Bleicherde und Filterhilfsstoffe (z. B. Kieselerde, amorphe Silicate und Siliciumdioxid, Phyllosilicate und Zellulose- oder Holzfaser) und Rohlecithine aus der integrierten Ölpressung und -raffination enthalten. Kann pansengeschützt sein

Rohprotein

2.15.1

Saflorsaat

Samen der Saflorpflanze Carthamus tinctorius L.

 

2.15.2

Saflor-Extraktionsschrot aus teilgeschälter Saat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion teilweise geschälter Saflorsaat gewonnen wird

Rohprotein

Rohfaser

2.15.3

Saflorschalen

Erzeugnis, das durch Schälen der Saflorsamen gewonnen wird

Rohfaser

2.16.1

Sesamsaat

Samen von Sesamum indicum L.

 

2.17.1

Sesamsaat, teilenthülst

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Entfernen eines Teils der Hülsen gewonnen wird

Rohprotein

Rohfaser

2.17.2

Sesamhülsen

Erzeugnis, das durch Enthülsen der Sesamsamen anfällt

Rohfaser

2.17.3

Sesamkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Samen der Sesampflanze anfällt (salzsäureunlösliche Asche: höchstens 5 %)

Rohprotein

Rohfaser

Rohfett

2.18.1

Soja(bohnen), getoastet

Sojabohnen, Glycine max. (L.) Merr., die einer geeigneten Wärmebehandlung unterzogen wurden (Ureaseaktivität: höchstens 0,4 mg N/g/Min.). Kann pansengeschützt sein

 

2.18.2

Soja(bohnen)kuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Sojasaat anfällt.

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.18.3

Soja(bohnen)-Extraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von Sojabohnen und geeignete Wärmebehandlung anfällt (Ureaseaktivität: höchstens 0,4 mg N/g/Min.).

Kann pansengeschützt sein

Rohprotein

Rohfaser

wenn > 8 % in der Trockenmasse

2.18.4

Soja(bohnen)-Extraktionsschrot aus geschälter Saat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion geschälter Sojabohnen und geeignete Wärmebehandlung anfällt. (Ureaseaktivität: höchstens 0,5 mg N/g/Min.). Kann pansengeschützt sein

Rohprotein

2.18.5

Soja(bohnen)schalen

Erzeugnis, das beim Schälen von Sojabohnen anfällt

Rohfaser

2.18.6

Sojabohnen, extrudiert

Erzeugnis, das aus Sojabohnen gewonnen wird und bei dem die Verkleisterung der Stärke durch Behandlung unter feuchten, warmen Bedingungen und unter Druck verbessert ist. Kann pansengeschützt sein

Rohprotein

Rohfett

2.18.7

Soja(bohnen)proteinkonzentrat

Erzeugnis aus geschälten, entfetteten Sojabohnen, das fermentiert oder noch weiter extrahiert wurde, um den Anteil löslicher Nicht-Proteinbestandteile zu verringern

Rohprotein

2.18.8

Sojabohnenpülpe [Sojabohnenpaste]

Erzeugnis, das bei der Extraktion von Sojabohnen für die Lebensmittelherstellung anfällt

Rohprotein

2.18.9

Sojabohnen-Pressschnitzel

Erzeugnis, das bei der Verarbeitung von Sojabohnen anfällt

Rohprotein

Rohfett

2.18.10

Nebenerzeugnis der Sojabohnenverarbeitung

Erzeugnis, das bei der Verarbeitung von Sojabohnen für die Lebensmittelherstellung anfällt

Rohprotein

2.18.11

Soja(bohnen)

Sojabohnen, Glycine max. (L.) Merr.

Ureaseaktivität wenn > 0,4 mg N/g × min.

2.18.12

Sojabohnenflocken

Erzeugnis, das durch Dämpfen oder Infrarot-Mikronisierung und Walzen geschälter Sojabohnen gewonnen wird (Ureaseaktivität: höchstens 0,4 mg N/g/Min.)

Rohprotein

2.18.13

Soja(bohnen)-Extraktionsschrotfutter

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von Sojabohnen und geeigneter Wärmebehandlung anfällt (Ureaseaktivität: höchstens 0,4 mg N/g/Min.). Kann bis zu 1 % Bleicherde und Filterhilfsstoffe (z. B. Kieselerde, amorphe Silicate und Siliciumdioxid, Phyllosilicate und Zellulose- oder Holzfaser) und Rohlecithine aus der integrierten Ölpressung und -raffination enthalten. Kann pansengeschützt sein

Rohprotein

Rohfaser

wenn > 8 % in der Trockenmasse

2.18.14

Soja(bohnen)-Extraktionsschrotfutter aus geschälter Saat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von geschälten Sojabohnen und geeigneter Wärmebehandlung anfällt. (Ureaseaktivität: höchstens 0,5 mg N/g/Min.). Kann bis zu 1 % Bleicherde und Filterhilfsstoffe (z. B. Kieselerde, amorphe Silicate und Siliciumdioxid, Phyllosilicate und Zellulose- oder Holzfaser) und Rohlecithine aus der integrierten Ölpressung und -raffination enthalten. Kann pansengeschützt sein

Rohprotein

2.19.1

Sonnenblumensaat

Früchte der Sonnenblume Helianthus annuus L. Kann pansengeschützt sein

 

2.19.2

Sonnenblumenkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Sonnenblumensaat anfällt.

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.19.3

Sonnenblumen-Extraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von Sonnenblumenkuchen, der einer geeigneten Wärmebehandlung unterzogen wurde, anfällt. Kann pansengeschützt sein

Rohprotein

2.19.4

Sonnenblumen-Extraktionsschrot aus geschälter Saat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion und geeignete Wärmebehandlung von Sonnenblumenkuchen aus ganz oder teilweise geschälter Saat anfällt. Höchstgehalt an Rohfaser: 27,5 % in der Trockenmasse

Rohprotein

Rohfaser

2.19.5

Sonnenblumenschalen

Erzeugnis, das durch Schälen der Sonnenblumenkerne anfällt

Rohfaser

2.19.6

Sonnenblumen-Extraktionsschrotfutter

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von Sonnenblumenkuchen, der einer geeigneten Wärmebehandlung unterzogen wurde, anfällt. Kann bis zu 1 % Bleicherde und Filterhilfsstoffe (z. B. Kieselerde, amorphe Silicate und Siliciumdioxid, Phyllosilicate und Zellulose- oder Holzfaser) und Rohlecithine aus der integrierten Ölpressung und -raffination enthalten. Kann pansengeschützt sein

Rohprotein

2.19.7

Sonnenblumen-Extraktionsschrotfutter aus geschälter Saat

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion und geeignete Wärmebehandlung von Sonnenblumenkuchen aus ganz oder teilweise geschälter Saat anfällt. Kann bis zu 1 % Bleicherde und Filterhilfsstoffe (z. B. Kieselerde, amorphe Silicate und Siliciumdioxid, Phyllosilicate und Zellulose- oder Holzfaser) und Rohlecithine aus der integrierten Ölpressung und -raffination enthalten. Höchstgehalt an Rohfaser: 27,5 % in der Trockenmasse

Rohprotein

Rohfaser

2.20.1

Pflanzliche Öle und Fette  (18)

Aus Pflanzen gewonnene Öle und Fette (außer Rizinusöl); Erzeugnisse können entschleimt, raffiniert und/oder gehärtet sein

Feuchte, wenn > 1 %

2.21.1

Rohlecithine

Erzeugnis, das beim Entschleimen des Rohöls von Ölsaaten und Ölfrüchten mit Wasser gewonnen wird. Beim Entschleimen des Rohöls können Zitronensäure, Phosphorsäure oder Natriumhydroxid zugesetzt werden

 

2.22.1

Hanfsaat

Kontrollierte Samen von Hanf, Cannabis sativa L., deren maximaler THC-Gehalt dem EU-Recht entspricht

 

2.22.2

Hanfkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Hanfsaat anfällt

Rohprotein

Rohfaser

2.22.3

Hanföl

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Hanfpflanze und der Hanfsaat gewonnen wird

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.23.1

Mohnsaat

Samen von Papaver somniferum L.

 

2.23.2

Mohn-Extraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion des Kuchens aus Mohnsaat anfällt

Rohprotein


3.   Körnerleguminosen und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

3.1.1

Bohnen, getoastet

Samen von Phaseolus spp. oder Vigna spp., die einer geeigneten Wärmebehandlung unterzogen wurden. Erzeugnis kann pansengeschützt sein

 

3.1.2

Bohnenproteinkonzentrat

Erzeugnis, das bei der Stärkegewinnung aus dem abgetrennten Bohnenfruchtwasser gewonnen wird

Rohprotein

3.2.1

Johannisbrot, getrocknet

Getrocknete Früchte des Johannisbrotbaums, Ceratonia siliqua L.

Rohfaser

3.2.3

Johannisbrotschrot, getrocknet

Erzeugnis, das durch Schroten der von ihren Kernen befreiten, getrockneten Früchte (Hülsen) des Johannisbrotbaums gewonnen wird

Rohfaser

3.2.4

Johannisbrotschrot, getrocknet und mikronisiert

Erzeugnis, das durch Mikronisieren der von ihren Kernen befreiten, getrockneten Früchte des Johannisbrotbaums gewonnen wird

Rohfaser

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

3.2.5

Johannisbrotkeime

Keime der Johannisbrotkerne

Rohprotein

3.2.6

Johannisbrotkeimkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Johannisbrotkeimen anfällt

Rohprotein

3.2.7

Johannisbrot(kerne)

Kerne des Johannisbrotbaums

Rohfaser

3.3.1

Kichererbsen

Samen von Cicer arietinum L.

 

3.4.1

Ervilie

Samen von Ervum ervilia L.

 

3.5.1

Bockshornkleesaat

Samen von Bockshornklee, Trigonella foenum-graecum

 

3.6.1

Guarschrot

Erzeugnis, das nach der Extraktion des Pflanzenschleims von Samen der Guarbohne, Cyamopsis tetragonoloba (L.) Taub., anfällt

Rohprotein

3.6.2

Guarkeimschrot

Erzeugnis, das nach der Extraktion des Pflanzenschleims von Keimen der Guarbohnensamen anfällt

Rohprotein

3.7.1

Ackerbohnen

Samen von Vicia faba (L.) ssp. faba var. equina Pers. und var. minuta (Alef.) Mansf.

 

3.7.2

Ackerbohnenflocken

Erzeugnis, das durch Dämpfen oder Infrarot-Mikronisierung und Walzen geschälter Ackerbohnen gewonnen wird

Stärke

Rohprotein

3.7.3

Ackerbohnenschalen

Erzeugnis, das durch Schälen der Ackerbohnen gewonnen wird und überwiegend aus den äußeren Schalen besteht

Rohfaser

Rohprotein

3.7.4

Ackerbohnen, geschält

Erzeugnis, das durch Schälen der Ackerbohnen gewonnen wird und überwiegend aus den Bohnenkernen besteht

Rohprotein

Rohfaser

3.7.5

Ackerbohnenprotein

Erzeugnis, das durch Mahlen und Windsichten von Ackerbohnen gewonnen wird

Rohprotein

3.8.1

Linsen

Samen von Lens culinaris a.o. Medik.

 

3.8.2

Linsenschalen

Erzeugnis, das beim Schälen der Linsen anfällt

Rohfaser

3.9.1

Süßlupinen

Samen von bitterstoffarmen Lupinus ssp.

 

3.9.2

Süßlupinen, geschält

Geschälte Lupinensaat

Rohprotein

3.9.3

Lupinenschalen

Erzeugnis, das beim Schälen der Lupinensaat anfällt und überwiegend aus den äußeren Schalen besteht

Rohprotein

Rohfaser

3.9.4

Lupinenpülpe

Erzeugnis, das nach der Extraktion von Lupinenbestandteilen anfällt

Rohfaser

3.9.5

Lupinenfuttermehl

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl aus Lupinensaat gewonnen wird und vorwiegend aus Bestandteilen der Kotyledonen besteht und Schalen nur in geringerer Menge enthält

Rohprotein

Rohfaser

3.9.6

Lupinenprotein

Erzeugnis, das bei der Stärkegewinnung aus dem abgetrennten Lupinenfruchtwasser oder nach Mahlen und Windsichten gewonnen wird

Rohprotein

3.9.7

Lupinenproteinschrot

Erzeugnis aus Lupinen durch Verarbeitung zu einem Schrot mit hohem Proteingehalt

Rohprotein

3.10.1

Mung-Bohnen

Samen von Vigna radiata L.

 

3.11.1

Erbsen

Samen von Pisum ssp.; können pansengeschützt sein

 

3.11.2

Erbsenkleie

Erzeugnis aus der Herstellung von Erbsenschrot. Es besteht vorwiegend aus Erbsenschalen, die beim Schälen und Reinigen von Erbsen anfallen

Rohfaser

3.11.3

Erbsenflocken

Erzeugnis, das durch Dämpfen oder Infrarot-Mikronisierung und Walzen geschälter Erbsen gewonnen wird

Stärke

3.11.4

Erbsenmehl

Erzeugnis, das durch Mahlen der Erbsen gewonnen wird

Rohprotein

3.11.5

Erbsenschalen

Erzeugnis aus der Herstellung von Erbsenschrot aus Erbsen. Es besteht vorwiegend aus Erbsenschalen, die beim Schälen und Reinigen von Erbsen anfallen, und geringeren Anteilen des Endosperms

Rohfaser

3.11.6

Erbsen, geschält

Geschälte Erbsen

Rohprotein

Rohfaser

3.11.7

Erbsenfuttermehl

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl aus Erbsen gewonnen wird und vorwiegend aus Bestandteilen der Kotyledonen und einem geringen Anteil an Schalen besteht

Rohprotein

Rohfaser

3.11.8

Erbsensiebrückstände

Nach dem Sieben verbleibende und vor der Weiterverarbeitung ausgesonderte Erbsenbestandteile

Rohfaser

3.11.9

Erbsenprotein

Erzeugnis, das bei der Stärkegewinnung aus dem abgetrennten Erbsenfruchtwasser oder nach Mahlen und Windsichten gewonnen wird; kann teilhydrolysiert sein

Rohprotein

3.11.10

Erbsenpülpe

Erzeugnis, das durch Nassextraktion von Stärke und Protein aus Erbsen gewonnen wird, und vorwiegend aus inneren Fasern und Stärke besteht

Feuchte, wenn < 70 % oder > 85 %

Stärke

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

3.11.11

Erbsen-Presssaft

Erzeugnis, das durch Nassextraktion von Stärke und Protein aus Erbsen gewonnen wird, und vorwiegend aus löslichen Proteinen und Oligosacchariden besteht

Feuchte, wenn < 60 % oder > 85 %

Gesamtzuckergehalt

Rohprotein

3.11.12

Erbsenfaser

Erzeugnis, das durch Extraktion nach dem Mahlen und Sieben der enthülsten Erbsen gewonnen wird

Rohfaser

3.12.1

Wicken

Samen von Vicia sativa L. var. sativa und anderen Varietäten

 

3.13.1

Platterbse

Samen von Lathyrus sativus L., die einer geeigneten Wärmebehandlung unterzogen wurden

Verfahren der Wärmebehandlung

3.14.1

Wicklinse

Samen von Vicia monanthos Desf.

 


4.   Knollen, Wurzeln und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

4.1.1

Zuckerrüben

Beta vulgaris L. ssp. vulgaris var. altissima Doell

 

4.1.2

Zuckerrüben-Kleinteile

Frisches Erzeugnis aus der Zuckerherstellung, das vorwiegend aus gereinigten Rübenbruchstücken besteht und auch Anteile an Rübenblättern enthalten kann

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 % in der Trockenmasse

Feuchte, wenn < 50 %

4.1.3

(Rüben-)Zucker [Saccharose]

Mit Hilfe von Wasser aus Zuckerrüben extrahierter Zucker

Saccharose

4.1.4

(Zucker-) Rübenmelasse

Erzeugnis, das bei der Gewinnung oder Raffination von Zucker aus Zuckerrüben anfällt Kann bis zu 0,5 % Schaumverhüter enthalten. Kann bis zu 0,5 % Antibelagmittel enthalten. Kann bis zu 2 % Sulfat enthalten. Kann bis zu 0,25 % Sulfit enthalten.

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

Feuchte, wenn > 28 %

4.1.5

(Zucker-) Rübenmelasse, teilentzuckert und/oder entbetainisiert

Erzeugnis, das bei der weiteren Extraktion mit Hilfe von Wasser von Zucker und/oder Betain aus der Zuckerrübenmelasse anfällt Kann bis zu 2 % Sulfat enthalten. Kann bis zu 0,25 % Sulfit enthalten.

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

Feuchte, wenn > 28 %

4.1.6

Isomaltulose-Melasse

Nicht kristallisierte Fraktion, die bei der Gewinnung von Isomaltulose durch enzymatische Umwandlung von Saccharose aus Zuckerrüben anfällt

Feuchte, wenn > 40 %

4.1.7

(Zucker-) Rübennassschnitzel

Erzeugnis aus der Zuckerherstellung, das aus mit Hilfe von Wasser entzuckerten Zuckerrübenschnitzeln besteht. Feuchtigkeitsgehalt mindestens 82 %. Der Zuckergehalt ist gering und sinkt durch (Milchsäure-)Vergärung gegen Null

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 % in der Trockenmasse

Feuchte, wenn < 82 % oder > 92 %

4.1.8

(Zucker-) Rübenpressschnitzel

Erzeugnis aus der Zuckerherstellung, das aus mit Hilfe von Wasser entzuckerten Zuckerrübenschnitzeln besteht, die mechanisch abgepresst wurden. Feuchtigkeitsgehalt: höchstens 82 %. Der Zuckergehalt ist gering und sinkt durch (Milchsäure-)Vergärung gegen Null. Kann bis zu 1 % Sulfat enthalten.

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 % in der Trockenmasse

Feuchte, wenn < 65 % oder > 82 %

4.1.9

(Zucker-) Rübenpressschnitzel, melassiert

Erzeugnis aus der Zuckerherstellung, das aus mit Hilfe von Wasser entzuckerten Zuckerrübenschnitzeln besteht, die mechanisch abgepresst und mit Melasse versetzt wurden. Feuchtigkeitsgehalt höchstens 82 %. Der Zuckergehalt nimmt bedingt durch die (Milchsäure-)Vergärung ab. Kann bis zu 1 % Sulfat enthalten.

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 % in der Trockenmasse

Feuchte, wenn < 65 % oder > 82 %

4.1.10

(Zucker-) Rübentrockenschnitzel

Erzeugnis aus der Zuckerherstellung, das aus mit Hilfe von Wasser entzuckerten Zuckerrübenschnitzeln besteht, die mechanisch abgepresst und getrocknet wurden. Kann bis zu 2 % Sulfat enthalten.

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose, wenn > 10,5 %

4.1.11

(Zucker-) Rübenmelasseschnitzel, getrocknet

Erzeugnis aus der Zuckerherstellung, das aus mit Hilfe von Wasser entzuckerten Zuckerrübenschnitzeln besteht, die mechanisch abgepresst, getrocknet und mit Melasse versetzt wurden. Kann bis zu 0,5 % Schaumverhüter enthalten. Kann bis zu 2 % Sulfat enthalten.

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

4.1.12

Zuckerrübensirup

Erzeugnis, das aus der Verarbeitung von Zucker und/oder Melasse gewonnen wird. Kann bis zu 0,5 % Sulfat enthalten. Kann bis zu 0,25 % Sulfit enthalten.

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

Feuchte, wenn > 35 %

4.1.13

(Zucker-) Rübenkochschnitzel

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Sirup aus Zuckerrüben anfällt und abgepresst oder getrocknet sein kann

Getrocknet

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

Gepresst

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 % in der Trockenmasse

Feuchte, wenn < 50 %

4.1.14

Fructo-Oligosaccharide

Erzeugnis, das durch einen enzymatischen Prozess aus Rübenzucker gewonnen wird

Feuchte, wenn > 28 %

4.2.1

Rote-Bete-Saft

Presssaft aus Rote Bete (Beta vulgaris convar. crassa var. Conditiva), der anschließend konzentriert und pasteurisiert wird, ohne dass das Gemüsetypische in Geschmack und Geruch verloren geht

Feuchte, wenn < 50 % oder > 60 %

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.3.1

Karotten/Mohrrüben

Wurzeln der gelben oder roten Karotte Daucus carota L.

 

4.3.2

Karottenschalen, gedämpft

Feuchtes Erzeugnis aus der Karottenverarbeitung, das aus den mit Dampf von den Karotten entfernten Schalen besteht, und dem zusätzlich verkleisterte Karottenstärke zugesetzt sein kann. Feuchtigkeitsgehalt: höchstens 97 %.

Stärke

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

Feuchte, wenn < 87 % oder > 97 %

4.3.3

Karottenschabsel

Feuchtes Erzeugnis, das bei der mechanischen Abtrennung während der Verarbeitung von Karotten anfällt und vorwiegend aus getrockneten Karotten und Karottenresten besteht. Das Erzeugnis kann hitzebehandelt sein. Feuchtigkeitsgehalt: höchstens 97 %.

Stärke

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

Feuchte, wenn < 87 % oder > 97 %

4.3.4

Karottenflocken

Erzeugnis, das durch Flockieren gelber oder roter Karotten und anschließendes Trocknen entsteht

 

4.3.5

Karotten, getrocknet

Getrocknete gelbe oder rote Karotten, unabhängig von der Angebotsform

Rohfaser

4.3.6

Karottenfutter, getrocknet

Erzeugnis aus getrocknetem Fruchtfleisch und getrockneten Schalen

Rohfaser

4.4.1

Zichorienwurzeln

Wurzeln von Cichorium intybus L.

 

4.4.2

Zichorienkleinteile

Frisches Erzeugnis aus der Zichorienverarbeitung. Es besteht vorwiegend aus gereinigten Zichorienbruchstücken und Blattteilen

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

Feuchte, wenn < 50 %

4.4.3

Zichoriensaat

Samen von Cichorium intybus L.

 

4.4.4

Zichorienpülpe, gepresst

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Inulin aus den Wurzeln von Cichorium intybus L. anfällt und aus extrahierten und mechanisch abgepressten Zichorienteilen besteht. Wasser und (lösliche) Kohlehydrate wurden teilweise aus den Zichorien entfernt. Kann bis zu 1 % Sulfat und 0,2 % Sulfit enthalten

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

Feuchte, wenn < 65 % oder > 82 %

4.4.5

Zichorienpülpe, getrocknet

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Inulin aus den Wurzeln von Cichorium intybus L. anfällt; es besteht aus extrahierten und mechanisch abgepressten und anschließend getrockneten Zichorienteilen. Die (löslichen) Kohlehydrate der Zichorien wurden teilweise extrahiert. Kann bis zu 2 % Sulfat und 0,5 % Sulfit enthalten

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.4.6

Zichorienpulver

Erzeugnis, das durch Zerkleinern, Trocknen und Mahlen der Wurzeln von Zichorien gewonnen wird. Kann bis zu 1 % Trennmittel enthalten

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.4.7

Zichorienmelasse

Erzeugnis, das durch Pressen von Zichorien bei der Gewinnung von Inulin und Oligofructose entsteht. Zichorienmelasse besteht aus organischem Pflanzenmaterial und Mineralien. Kann bis zu 0,5 % Schaumverhüter enthalten

Rohprotein

Rohasche

Feuchte, wenn < 20 % oder > 30 %

4.4.8

Zichorienvinasse

Nebenerzeugnis, das beim Pressen der Zichorien nach dem Abtrennen von Inulin und Oligofructose und der Elution durch Ionenaustausch entsteht. Zichorienvinasse besteht aus organischem Pflanzenmaterial und Mineralien. Kann bis zu 1 % Schaumverhüter enthalten

Rohprotein

Rohasche

Feuchte, wenn < 30 % oder > 40 %

4.4.9

Zichorien-Inulin

Inulin ist ein aus den Wurzeln von Cichorium intybus L. extrahiertes Fructan. Rohes Zichorien-Inulin kann bis zu 1 % Sulfat und 0,5 % Sulfit enthalten

 

4.4.10

Oligofructosesirup

Erzeugnis, das durch partielle Hydrolyse von Inulin aus Cichorium intybus L. gewonnen wird. Roher Oligofructosesirup kann bis zu 1 % Sulfat und 0,5 % Sulfit enthalten

Feuchte, wenn < 20 % oder > 30 %

4.4.11

Oligofructose, getrocknet

Erzeugnis, das durch partielle Hydrolyse von Inulin aus Cichorium intybus L. und anschließende Trocknung gewonnen wird

 

4.5.1

Knoblauch, getrocknet

Weißliches bis gelbliches Pulver aus reinem, gemahlenem Knoblauch, Allium sativum L.

 

4.6.1

Maniok [Tapioca] [Kassava]

Wurzelknollen von Manihot esculenta Crantz, unabhängig von der Angebotsform

Feuchte, wenn < 60 % oder > 70 %

4.6.2

Maniok, getrocknet

Getrocknete Maniokwurzeln, unabhängig von der Angebotsform

Stärke

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.7.1

Zwiebelpülpe

Feuchtes Erzeugnis, das bei der Verarbeitung von Zwiebeln (Gattung Allium) anfällt und aus Schalen und ganzen Zwiebeln besteht. Wenn das Erzeugnis aus der Herstellung von Zwiebelöl stammt, enthält es vorwiegend gekochte Zwiebelreste

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.7.2

Zwiebeln, gebraten

Geschälte und gewürfelte Zwiebelstücke, die im Anschluss gebraten werden

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

Rohfett

4.7.3

Zwiebelschlempe

Trockenes Erzeugnis, das bei der Verarbeitung frischer Zwiebeln anfällt. Es wird durch Extraktion mit Hilfe von Alkohol und/oder Wasser gewonnen; der Wasser- oder Alkoholanteil wird abgetrennt und sprühgetrocknet. Es besteht überwiegend aus Kohlehydraten

Rohfaser

4.8.1

Kartoffeln

Knollen von Solanum tuberosum L.

Feuchte, wenn < 72 % oder > 88 %

4.8.2

Kartoffeln, geschält

Kartoffeln, die unter Verwendung von Dampf geschält wurden

Stärke

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.8.3

Kartoffelschalen, gedämpft

Feuchtes Erzeugnis aus der Kartoffelverarbeitung, das aus den Schalen der mit Dampf geschälten Kartoffeln besteht, und dem zusätzlich verkleisterte Kartoffelstärke zugesetzt sein kann. Kann auch püriert sein

Feuchte, wenn < 82 % oder > 93 %

Stärke

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.8.4

Kartoffelstücke, roh

Erzeugnis, das bei der Zubereitung von Kartoffelerzeugnissen für den menschlichen Verzehr anfällt und geschält sein kann

Feuchte, wenn < 72 % oder > 88 %

Stärke

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.8.5

Kartoffelschabsel

Feuchtes Erzeugnis, das bei der Kartoffelverarbeitung mechanisch abgetrennt wird und vorwiegend aus getrockneten Kartoffeln und Kartoffelresten besteht. Das Erzeugnis kann wärmebehandelt sein

Feuchte, wenn < 82 % oder > 93 %

Stärke

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.8.6

Kartoffeln, püriert

Kartoffelerzeugnis, das zunächst gebrüht oder gekocht und dann püriert wird

Stärke

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.8.7

Kartoffelflocken

Erzeugnis, das durch Walzentrocknung gewaschener, geschälter oder ungeschälter gedämpfter Kartoffeln gewonnen wird

Stärke

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.8.8

Kartoffelpülpe

Erzeugnis aus der Kartoffelstärkegewinnung, das aus extrahierten vermahlenen Kartoffeln besteht

Feuchte, wenn < 77 % oder > 88 %

4.8.9

Kartoffelpülpe, getrocknet

Getrocknetes Erzeugnis aus der Kartoffelstärkegewinnung, das aus extrahierten vermahlenen Kartoffeln besteht

 

4.8.10

Kartoffeleiweiß

Erzeugnis der Stärkegewinnung, das vorwiegend aus Eiweißbestandteilen besteht, die beim Abtrennen der Stärke anfallen

Rohprotein

4.8.11

Kartoffeleiweiß, hydrolysiert

Protein, das durch eine kontrollierte enzymatische Hydrolyse der Kartoffelproteine gewonnen wird

Rohprotein

4.8.12

Kartoffeleiweiß, fermentiert

Erzeugnis, das durch Fermentation von Kartoffeleiweiß und anschließende Sprühtrocknung gewonnen wird

Rohprotein

4.8.13

Kartoffeleiweiß, fermentiert, flüssig

Flüssiges Erzeugnis, das durch Fermentation von Kartoffeleiweiß gewonnen wird

Rohprotein

4.8.14

Kartoffelwasser, eingedickt

Eingedicktes Erzeugnis, das bei der Kartoffelstärkegewinnung anfällt und aus den Rückständen nach dem teilweisen Entzug von Faser, Protein und Stärke aus der Kartoffelpülpe und Verdunsten eines Teils des Wassers besteht

Feuchte, wenn < 50 % oder > 60 %

Wenn Feuchte < 50 %:

Rohprotein

Rohasche

4.8.15

Kartoffelgranulat

Getrocknete Kartoffeln (Kartoffeln nach Waschen, Schälen, Zerkleinern (Zerschneiden, Flockieren usw.) und Wasserentzug)

 

4.9.1

Süßkartoffeln

Knollen von Ipomoea batatas L., unabhängig von der Angebotsform

Feuchte, wenn < 57 % oder > 78 %

4.10.1

Topinambur

Knollen von Helianthus tuberosus L., unabhängig von der Angebotsform

Feuchte, wenn < 75 % oder > 80 %


5.   Andere Saaten und Früchte und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

5.1.1

Eicheln

Ganze Früchte der Stieleiche, Quercus robur L., der Steineiche, Quercus petraea (Matt.) Liebl., der Korkeiche, Quercus suber L., und anderer Eichenarten

 

5.1.2

Eicheln, geschält

Erzeugnis, das durch Schälen der Eicheln gewonnen wird

Rohprotein

Rohfaser

5.2.1

Mandeln

Ganze oder zerkleinerte Früchte von Prunus dulcis, mit oder ohne Mandelhäutchen

 

5.2.2

Mandelhäutchen

Häutchen der geschälten Mandeln, die mechanisch vom Kern getrennt und vermahlen werden

Rohfaser

5.2.3

Mandelkernkuchen

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Mandelkerne anfällt

Rohprotein

Rohfaser

5.3.1

Anissaat

Samen von Pimpinella anisum

 

5.4.1

Apfelpülpe, getrocknet [Apfeltrester, getrocknet]

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Saft aus Malus domestica oder der Herstellung von Apfelwein anfällt, und vorwiegend aus Fruchtfleisch und getrockneten Schalen besteht. Kann entpektinisiert sein

Rohfaser

5.4.2

Apfelpülpe, gepresst [Apfeltrester, gepresst]

Feuchtes Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Apfelsaft oder der Herstellung von Apfelwein anfällt, und vorwiegend aus abgepresstem Fruchtfleisch und abgepressten Schalen besteht. Kann entpektinisiert sein

Rohfaser

5.4.3

Apfelmelasse

Erzeugnis, das nach der Gewinnung von Pektin aus Apfeltrester anfällt, kann entpektinisiert sein

Rohprotein

Rohfaser

Rohöle und -fette, wenn > 10 %

5.5.1

Zuckerrübensaat

Samen der Zuckerrübe

 

5.6.1

Buchweizen

Körner von Fagopyrum esculentum

 

5.6.2

Buchweizenschälkleie

Erzeugnis, das durch Mahlen der Buchweizenkörner entsteht

Rohfaser

5.6.3

Buchweizenfuttermehl

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Mehl aus gesiebtem Buchweizen anfällt, und im Wesentlichen aus Teilen des Mehlkörpers, feinen Teilen der äußeren Schalen und wenigen sonstigen Kornbestandteilen besteht. Es darf höchstens 10 % Rohfaser enthalten

Rohfaser

Stärke

5.7.1

Rotkohlsaat

Samen von Brassica oleracea var. capitata f. Rubra

 

5.8.1

Kanariengrassaat

Samen von Phalaris canariensis

 

5.9.1

Kümmelsaat

Samen von Carum carvi L.

 

5.12.1

Kastanienbruchstücke

Erzeugnis der Mehlgewinnung aus Kastanien, das überwiegend aus Teilen des Mehlkörpers, feinen Schalenteilen und einigen Resten von Kastanien (Castanea spp.) besteht

Rohprotein

Rohfaser

5.13.1

Zitrustrester

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Saft durch Pressen von Zitrusfrüchten, Citrus ssp., anfällt. Kann entpektinisiert sein

Rohfaser

5.13.2

Zitrustrester, getrocknet

Erzeugnis, das beim Auspressen von Zitrusfrüchten oder der Gewinnung von Zitrusfruchtsaft anfällt und anschließend getrocknet wird. Kann entpektinisiert sein

Rohfaser

5.14.1

Rotkleesaat

Samen von Trifolium pratense L.

 

5.14.2

Weißkleesaat

Samen von Trifolium repens L.

 

5.15.1

Kaffeehäutchen

Erzeugnis, das durch Schälen der Samen der Coffea-Pflanze entsteht

Rohfaser

5.16.1

Kornblumensaat

Samen von Centaurea cyanus L.

 

5.17.1

Gurkensaat

Samen von Cucumis sativus L.

 

5.18.1

Zypressensaat

Samen von Cupressus L.

 

5.19.1

Dattelfrüchte

Früchte von Phoenix dactylifera L., können auch getrocknet sein

 

5.19.2

Dattelkerne

Ganze Samen der Dattelpflanze

Rohfaser

5.20.1

Fenchelsaat

Samen von Foeniculum vulgare Mill.

 

5.21.1

Feigenfrucht

Früchte von Ficus carica L., können auch getrocknet sein

 

5.22.1

Fruchtkerne  (19)

Essbare Samen von Nüssen oder Obst

 

5.22.2

Obsttrester  (19)

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Saft aus Früchten und von Obstpüree anfällt; kann entpektinisiert sein

Rohfaser

5.22.3

Obsttrester, getrocknet  (19)

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Obstsaft und Obstpüree anfällt und anschließend getrocknet wird. Kann entpektinisiert sein

Rohfaser

5.23.1

Gartenkresse

Samen von Lepidium sativum L.

Rohfaser

5.24.1

Graspflanzensaat

Samen von Gräsern der Familien Poaceae, Cyperaceae und Juncaceae

 

5.25.1

Traubenkerne

Vom Traubentrester getrennte Kerne von Vitis L., die nicht entölt sind

Rohfett

Rohfaser

5.25.2

Traubenkern-Extraktionsschrot

Erzeugnis, das bei der Extraktion des Öls von Traubenkernen anfällt

Rohfaser

5.25.3

Traubentrockentrester

Traubenmaische, die unmittelbar nach der Alkoholextraktion getrocknet wurde und soweit wie möglich von Stielen und Kernen befreit ist

Rohfaser

5.25.4

Traubenkern-Presssaft

Erzeugnis, das aus Traubenkernen nach der Herstellung von Traubensaft gewonnen wird und im Wesentlichen Kohlenhydrate enthält. Kann auch konzentriert sein

Rohfaser

5.26.1

Haselnüsse

Ganze oder zerkleinerte Früchte von Corylis L. spp., mit oder ohne Häutchen

 

5.26.2

Haselnuss-Expeller

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Haselnusskerne anfällt

Rohprotein

Rohfaser

5.27.1

Pektin

Pektin wird durch wässrige Extraktion aus geeignetem Pflanzenmaterial natürlicher Arten gewonnen, in der Regel Zitrusfrüchte oder Äpfel. Als organische Fällungsmittel dürfen nur Methanol, Ethanol und Propan-2-ol verwendet werden. Kann bezogen auf die Trockenmasse einzeln oder zusammen bis zu 1 % Methanol, Ethanol und Propan-2-ol enthalten. Pektin setzt sich hauptsächlich zusammen aus partiellen Methylestern der Polygalacturonsäure und deren Natrium-, Kalium-, Calcium- oder Ammoniumsalzen

 

5.28.1

Perillasaat

Samen von Perilla frutescens L. und Müllereierzeugnisse

 

5.29.1

Pinienkerne

Samen von Pinus L. spp.

 

5.30.1

Pistazien

Samen von Pistacia vera L.

 

5.31.1

Spitzwegerich-Saat

Samen von Plantago L. spp.

 

5.32.1

Rettichsaat

Samen von Raphanus sativus L.

 

5.33.1

Spinatsaat

Samen von Spinacia oleracea L.

 

5.34.1

Distelsaat

Samen von Carduus marianus L.

 

5.35.1

Tomatenpülpe

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Tomatensaft durch Pressen von Tomaten der Varietät Solanum lycopersicum L. anfällt, und vorwiegend aus Tomatenschalen und -kernen besteht

Rohfaser

5.36.1

Schafgarbensaat

Samen von Achillea millefolium L.

 

5.37.1

Aprikosenkern-Expeller

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Aprikosenkerne (Prunus armeniaca L.) anfällt. Kann Blausäure enthalten

Rohprotein

Rohfaser

5.38.1

Schwarzkümmel-Expeller

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Samen des Schwarzen Kümmels (Bunium persicum L.) anfällt

Rohprotein

Rohfaser

5.39.1

Borretschsamen-Expeller

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Borretschsamen (Borago officinalis L.) anfällt

Rohprotein

Rohfaser

5.40.1

Nachtkerzen-Expeller

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Nachtkerzensamen (Oenothera L.) anfällt

Rohprotein

Rohfaser

5.41.1

Granatapfel-Expeller

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Granatapfelsamen (Punica granatum L.) anfällt

Rohprotein

Rohfaser

5.42.1

Walnusskern-Expeller

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Walnusskerne (Juglans regia L.) anfällt.

Rohprotein

Rohfaser


6.   Grünfutter und Raufutter und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

6.1.1

Rübenblätter

Blätter von Beta spp.

 

6.2.1

Getreidepflanzen  (20)

Ganze Pflanzen von Getreidearten oder Teile davon. Sie können getrocknet, frisch oder siliert sein

 

6.3.1

Getreidestroh  (20)

Stroh von Getreide

 

6.3.2

Getreidestroh, behandelt  (20), (21)

Erzeugnis, das bei einer geeigneten Behandlung von Getreidestroh anfällt

Natrium, bei Behandlung mit NaOH

6.4.1

Kleegrünmehl

Durch Trocknen und Mahlen von Klee der Varietät Trifolium spp. gewonnenes Erzeugnis, das jedoch bis zu 20 % Luzerne (Medicago sativa L. und Medicago var. Martyn) oder andere Futterpflanzen enthalten kann, die zur gleichen Zeit wie der Klee getrocknet und gemahlen wurden

Rohprotein

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.5.1

Futterpflanzenmehl  (22) [Gras-Grünmehl]  (22), [Grünmehl]  (22),

Erzeugnis, das durch Trocknen, Mahlen und ggf. Kompaktieren von Futterpflanzen gewonnen wird

Rohprotein

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.6.1

Gras, feldgetrocknet [Heu]

Alle Grassorten, auf dem Feld getrocknet

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.6.2

Gras, hochtemperaturgetrocknet

Erzeugnis, das aus Gras (alle Sorten) gewonnen und künstlich getrocknet (alle Formen) wird

Rohprotein

Faser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.6.3

Gras-, Kräuter-, Leguminosenpflanzen [Grünfutter]

Frische, silierte oder getrocknete Ackerkulturen wie Gras-, Leguminosen- oder Kräuterpflanzen, die gemeinhin als Silage, Heulage, Heu oder Grünfutter bezeichnet werden

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.7.1

Hanfmehl

Erzeugnis, das durch Vermahlen der getrockneten Blätter von Cannabis sativa L. gewonnen wird

Rohprotein

6.7.2

Hanffaser

Grünliches, getrocknetes und faseriges Erzeugnis, das bei der Verarbeitung von Hanf gewonnen wird

 

6.8.1

Ackerbohnenstroh

Stroh der Ackerbohne

 

6.9.1

Leinsaatstroh

Stroh von Leinsaat (Linum usitatissimum L.)

 

6.10.1

Luzerne [Alfalfa]

Pflanzen oder Pflanzenteile von Medicago sativa L. und Medicago var. Martyn

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.10.2

Luzerne, feldgetrocknet [Alfalfa, feldgetrocknet]

Luzerne, feldgetrocknet

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.10.3

Luzerne, hochtemperaturgetrocknet [Alfalfa, hochtemperaturgetrocknet]

Luzerne, künstlich getrocknet (alle Formen)

Rohprotein

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.10.4

Luzerne, extrudiert [Alfalfa, extrudiert]

Extrudierte Alfalfa-Pellets

 

6.10.5

Luzernemehl  (23) [Alfalfamehl]

Erzeugnis, das durch Trocknen und Vermahlen von Luzerne gewonnen wird, und bis zu 20 % Klee oder andere Futterpflanzen enthalten kann, die zur gleichen Zeit wie die Luzerne getrocknet und gemahlen wurden

Rohprotein

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.10.6

Luzernetrester [Alfalfatrester]

Getrocknetes Erzeugnis, das beim Pressen von Saft aus Luzernen anfällt

Rohprotein

Rohfaser

6.10.7

Luzerneproteinkonzentrat [Alfalfaproteinkonzentrat]

Erzeugnis, das bei der künstlichen Trocknung von Fraktionen des Luzernepresssaftes anfällt und das zum Ausfällen der Proteine durch Zentrifugation abgetrennt und wärmebehandelt wurde

Rohprotein

Karotin

6.10.8

Luzerne-Presssaft

Erzeugnis, das nach der Extraktion der Proteine aus Luzernesaft gewonnen wird und getrocknet sein kann

Rohprotein

6.11.1

Maissilage

Silierte Pflanzen oder Pflanzenteile von Zea mays L. ssp. mays

 

6.12.1

Erbsenstroh

Stroh von Pisum ssp.

 


7.   Andere Pflanzen, Algen und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

7.1.1

Algen  (24)

Algen, lebend oder verarbeitet, frisch, gekühlt oder tiefgefroren. Kann bis zu 0,1 % Schaumverhüter enthalten.

Rohprotein

Rohfett

Rohasche

7.1.2

Trockenalgen  (24)

Erzeugnis, das durch Trocknen von Algen gewonnen wird und zur Verringerung des Jodgehalts gewaschen sein kann. Kann bis zu 0,1 % Schaumverhüter enthalten.

Rohprotein

Rohfett

Rohasche

7.1.3

Algen-Extraktionsschrot  (24)

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von Algen anfällt. Kann bis zu 0,1 % Schaumverhüter enthalten.

Rohprotein

Rohfett

Rohasche

7.1.4

Algenöl  (24)

Erzeugnis, das bei der Ölgewinnung aus Algen durch Extraktion anfällt. Kann bis zu 0,1 % Schaumverhüter enthalten.

Rohfett

Feuchte, wenn > 1 %

7.1.5

Algenextrakt  (24) [Algenfraktion]  (24)

Wässriger oder alkoholischer Extrakt von Algen, der vorwiegend Kohlehydrate enthält. Kann bis zu 0,1 % Schaumverhüter enthalten.

 

7.2.6

Seealgenmehl

Erzeugnis, das durch Trocknen und Zerkleinern von Makro-Algen, insbesondere Braunalgen, anfällt und zur Verringerung des Jodgehalts gewaschen sein kann. Kann bis zu 0,1 % Schaumverhüter enthalten.

Rohasche

7.3.1

Rinden  (25)

Gereinigte und getrocknete Rinden von Bäumen oder Sträuchern

Rohfaser

7.4.1

Blüten  (25), getrocknet

Alle Teile von getrockneten Blüten essbarer Pflanzen und ihre Fraktionen

Rohfaser

7.5.1

Brokkoli, getrocknet

Erzeugnis, das durch Trocknen nach Waschen, Zerkleinern (Zerschneiden, Flockieren usw.) und Wasserentzug) aus Brassica oleracea L. gewonnen wird

 

7.6.1

Zuckerrohrmelasse

Erzeugnis, das bei der Gewinnung oder Raffination von Zucker aus Saccharum L. anfällt. Kann bis zu 0,5 % Schaumverhüter enthalten. Kann bis zu 0,5 % Antibelagmittel enthalten. Kann bis zu 3,5 % Sulfat enthalten. Kann bis zu 0,25 % Sulfit enthalten.

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

Feuchte, wenn > 30 %

7.6.2

Zuckerrohrmelasse, teilentzuckert

Erzeugnis, das bei der weiteren Extraktion von Saccharose mit Hilfe von Wasser aus der Zuckerrohrmelasse anfällt

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

Feuchte, wenn > 28 %

7.6.3

(Rohr-)Zucker [Saccharose]

Mit Hilfe von Wasser aus Zuckerrohr extrahierter Zucker

Saccharose

7.6.4

Zuckerrohr-Bagasse

Erzeugnis, das durch die Extraktion von Zucker mit Hilfe von Wasser aus Zuckerrohr anfällt, und vorwiegend aus Fasern besteht

Rohfaser

7.7.1

Blätter, getrocknet  (25)

Getrocknete Blätter essbarer Pflanzen und ihre Fraktionen

Rohfaser

7.8.1

Lignocellulose  (25)

Erzeugnis, das durch mechanische Bearbeitung von rohem gewachsenem, getrocknetem Holz anfällt und vorwiegend aus Lignocellulose besteht

Rohfaser

7.9.1

Süßholz

Wurzeln von Glycyrrhiza L.

 

7.10.1

Minze

Erzeugnis, das durch Trocknen der oberirdischen Teile von Pflanzen der Arten Mentha apicata, Mentha piperita oder Mentha viridis L., unabhängig von der Angebotsform, gewonnen wird

 

7.11.1

Spinat, getrocknet

Erzeugnis, das durch Trocknen von Spinacia oleracea L., unabhängig von der Angebotsform, gewonnen wird

 

7.12.1

Mohave-Palmlilie

Pulver aus Yucca schidigera Roezl

Rohfaser

7.13.1

Pflanzliche Kohle [Holzkohle]

Erzeugnis, das durch Verkohlung von Pflanzenmasse gewonnen wird

Rohfaser

7.14.1

Holz  (25)

Nicht chemisch behandeltes reifes Holz oder Holzfasern

Rohfaser


8.   Milcherzeugnisse und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

8.1.1

Butter und Buttererzeugnisse

Butter und Erzeugnisse, die aus der Erzeugung oder Verarbeitung von Butter gewonnen werden (z. B. Butterserum), sofern nicht an anderer Stelle aufgeführt

Rohprotein

Rohfett

Lactose

Feuchte, wenn > 6 %

8.2.1

Buttermilch/Buttermilchpulver  (26)

Erzeugnis, das bei der Verbutterung von Sahne oder bei ähnlichen Prozessen anfällt

und konzentriert und/oder getrocknet sein kann.

Bei Bestimmung als Einzelfutter gilt Folgendes:

Kann bis zu 0,5 % Phosphate enthalten, z. B. Polyphosphate (wie etwa Natriumhexametaphosphat) oder Diphosphate (wie etwa Tetranatriumpyrophosphat), die eingesetzt werden, um die Viskosität zu verringern und bei der Verarbeitung Proteine zu stabilisieren;

kann bis zu 0,3 % Säuren enthalten, z. B. organische Säuren wie Zitronensäure, Ameisensäure, Propionsäure und anorganische Säuren wie Schwefelsäure, Salzsäure, Phosphorsäure, die in vielen Abschnitten der Produktion zur pH-Wert-Anpassung eingesetzt werden;

kann bis zu 0,5 % Alkalien enthalten, wie die Hydroxide von Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium, die in vielen Abschnitten der Produktion zur pH-Wert-Anpassung eingesetzt werden;

kann bis zu 2 % Fließhilfsstoffe enthalten wie Siliciumdioxid, Pentanatriumtriphosphat, Tricalciumphosphat, die zur Verbesserung der Fließfähigkeit des Pulvers eingesetzt werden;

kann bis zu 0,4 % Lecithin als Emulgator enthalten.

Rohprotein

Rohfett

Lactose

Feuchte, wenn > 6 %

8.3.1

Kasein

Erzeugnis, das durch Trocknen des aus Magermilch oder Buttermilch durch Säuren oder Lab gefällten Kaseins gewonnen wird

Rohprotein

Feuchte, wenn > 10 %

8.4.1

Kaseinat

Erzeugnis, das durch Neutralisieren und Trocknen aus Quark oder Kasein gewonnen wird

Rohprotein

Feuchte, wenn > 10 %

8.5.1

Käse und Käseerzeugnisse

Käse und Erzeugnisse aus Käse und anderen Erzeugnissen auf Milchbasis

Rohprotein

Rohfett

8.6.1

Kolostrum/Kolostrumpulver

Flüssiges Sekret, das von den Milchdrüsen von zur Milcherzeugung gehaltenen Tieren in den ersten fünf Tagen nach dem Abkalben gebildet wird. Kann auch konzentriert und/oder getrocknet sein

Rohprotein

8.7.1

Milch-Nebenerzeugnisse

Erzeugnisse, die bei der Herstellung von Milcherzeugnissen anfallen (u. a. ehemalige Lebensmittel aus Milch, Zentrifugen- oder Separatorenschlamm, Weißwasser, Milchmineralstoffe).

Bei Bestimmung als Einzelfutter gilt Folgendes:

Kann bis zu 0,5 % Phosphate enthalten, z. B. Polyphosphate (wie etwa Natriumhexametaphosphat) oder Diphosphate (wie etwa Tetranatriumpyrophosphat), die eingesetzt werden, um die Viskosität zu verringern und bei der Verarbeitung Proteine zu stabilisieren;

kann bis zu 0,3 % Säuren enthalten, z. B. organische Säuren wie Zitronensäure, Ameisensäure, Propionsäure und anorganische Säuren wie Schwefelsäure, Salzsäure, Phosphorsäure, die in vielen Abschnitten der Produktion zur pH-Wert-Anpassung eingesetzt werden;

kann bis zu 0,5 % Alkalien enthalten, wie die Hydroxide von Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, die in vielen Abschnitten der Produktion zur pH-Wert-Anpassung eingesetzt werden;

kann bis zu 2 % Fließhilfsstoffe enthalten wie Siliciumdioxid, Pentanatriumtriphosphat, Tricalciumphosphat, die zur Verbesserung der Fließfähigkeit eingesetzt werden;

kann bis zu 0,4 % Lecithin als Emulgator enthalten.

Feuchte

Rohprotein

Rohfett

Gesamtzuckergehalt

8.8.1

Fermentierte Milcherzeugnisse

Erzeugnisse, die durch Fermentation von Milch gewonnen werden (Joghurt usw.)

Rohprotein

Rohfett

8.9.1

Lactose

Aus Milch oder Molke durch Reinigung und Trocknen abgetrennter Zucker

Lactose

Feuchte, wenn > 5 %

8.10.1

Milch/Milchpulver  (26)

Durch ein- oder mehrmaliges Melken gewonnenes Milchdrüsensekret; kann auch konzentriert und/oder getrocknet sein

Rohprotein

Rohfett

Feuchte, wenn > 5 %

8.11.1

Magermilch/Magermilchkonzentrat/Magermilchpulver  (26)

Milch, deren Fettgehalt durch Abscheiden reduziert wurde.

Kann auch konzentriert und/oder getrocknet sein

Rohprotein

Feuchte, wenn > 5 %

8.12.1

Milchfett

Erzeugnis, das durch Entrahmen von Milch gewonnen wird

Rohfett

8.13.1

Milcheiweißpulver

Erzeugnis, das durch Trocknen der Eiweißbestandteile entsteht, die aus Milch durch chemische oder physikalische Behandlung gewonnen werden

Rohprotein

Feuchte, wenn > 8 %

8.14.1

Kondensierte und evaporierte Milch und deren Erzeugnisse

Kondensierte und evaporierte Milch und Erzeugnisse, die bei der Herstellung oder Verarbeitung dieser Erzeugnisse anfallen

Rohprotein

Rohfett

Feuchte, wenn > 5 %

8.15.1

Milchpermeat/Milchpermeatpulver  (26)

Erzeugnis, das bei der Ultra-, Nano- oder Mikrofiltration von Milch anfällt (Membrandurchgang) und dem ein Teil der Lactose entzogen sein kann.

Verfahren der Umkehrosmose und Konzentrierung und/oder Trocknung können angewandt werden

Rohasche

Rohprotein

Lactose

Feuchte, wenn > 8 %

8.16.1

Milchretentat/Milchretentatpulver  (26)

Erzeugnis, das bei der Ultra-, Nano- oder Mikrofiltration von Milch anfällt (durch Membran zurückgehalten);

kann auch konzentriert und/oder getrocknet sein

Rohprotein

Rohasche

Lactose

Feuchte, wenn > 8 %

8.17.1

Molke/Molkenpulver  (26)

Erzeugnis, das bei der Herstellung von Käse, Quark oder Kasein oder ähnlichen Prozessen anfällt;

kann auch konzentriert und/oder getrocknet sein

Bei Bestimmung als Einzelfutter gilt Folgendes:

Kann bis zu 0,5 % Phosphate enthalten, z. B. Polyphosphate (wie etwa Natriumhexametaphosphat) oder Diphosphate (wie etwa Tetranatriumpyrophosphat), die eingesetzt werden, um die Viskosität zu verringern und bei der Verarbeitung Proteine zu stabilisieren;

kann bis zu 0,3 % Säuren enthalten, z. B. organische Säuren wie Zitronensäure, Ameisensäure, Propionsäure und anorganische Säuren wie Schwefelsäure, Salzsäure, Phosphorsäure, die in vielen Abschnitten der Produktion zur pH-Wert-Anpassung eingesetzt werden;

kann bis zu 0,5 % Alkalien enthalten, wie die Hydroxide von Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, die in vielen Abschnitten der Produktion zur pH-Wert-Anpassung eingesetzt werden;

kann bis zu 2 % Fließhilfsstoffe enthalten wie Siliciumdioxid, Pentanatriumtriphosphat, Tricalciumphosphat, die zur Verbesserung der Fließfähigkeit eingesetzt werden;

kann bis zu 0,4 % Lecithin als Emulgator enthalten.

Rohprotein

Lactose

Feuchte, wenn > 8 %

Rohasche

8.18.1

Molke/Molkenpulver, lactosearm  (26)

Molke, der ein Teil der Lactose entzogen wurde;

kann auch konzentriert und/oder getrocknet sein

Bei Bestimmung als Einzelfutter gilt Folgendes:

Kann bis zu 0,5 % Phosphate enthalten, z. B. Polyphosphate (wie etwa Natriumhexametaphosphat) oder Diphosphate (wie etwa Tetranatriumpyrophosphat), die eingesetzt werden, um die Viskosität zu verringern und bei der Verarbeitung Proteine zu stabilisieren;

kann bis zu 0,3 % Säuren enthalten, z. B. organische Säuren wie Zitronensäure, Ameisensäure, Propionsäure und anorganische Säuren wie Schwefelsäure, Salzsäure, Phosphorsäure, die in vielen Abschnitten der Produktion zur pH-Wert-Anpassung eingesetzt werden;

kann bis zu 0,5 % Alkalien enthalten, wie die Hydroxide von Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, die in vielen Abschnitten der Produktion zur pH-Wert-Anpassung eingesetzt werden;

kann bis zu 2 % Fließhilfsstoffe enthalten wie Siliciumdioxid, Pentanatriumtriphosphat, Tricalciumphosphat, die zur Verbesserung der Fließfähigkeit eingesetzt werden;

kann bis zu 0,4 % Lecithin als Emulgator enthalten.

Rohprotein

Lactose

Feuchte, wenn > 8 %

Rohasche

8.19.1

Molkeneiweiß/Molkeneiweißpulver  (26)

Erzeugnis, das durch Trocknen der Molkeneiweißbestandteile entsteht, die aus Milch durch chemische oder physikalische Behandlung gewonnen werden; kann auch konzentriert und/oder getrocknet sein

Bei Bestimmung als Einzelfutter gilt Folgendes:

Kann bis zu 0,5 % Phosphate enthalten, z. B. Polyphosphate (wie etwa Natriumhexametaphosphat) oder Diphosphate (wie etwa Tetranatriumpyrophosphat), die eingesetzt werden, um die Viskosität zu verringern und bei der Verarbeitung Proteine zu stabilisieren;

kann bis zu 0,3 % Säuren enthalten, z. B. organische Säuren wie Zitronensäure, Ameisensäure, Propionsäure und anorganische Säuren wie Schwefelsäure, Salzsäure, Phosphorsäure, die in vielen Abschnitten der Produktion zur pH-Wert-Anpassung eingesetzt werden;

kann bis zu 0,5 % Alkalien enthalten, wie die Hydroxide von Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, die in vielen Abschnitten der Produktion zur pH-Wert-Anpassung eingesetzt werden;

kann bis zu 2 % Fließhilfsstoffe enthalten wie Siliciumdioxid, Pentanatriumtriphosphat, Tricalciumphosphat, die zur Verbesserung der Fließfähigkeit eingesetzt werden;

kann bis zu 0,4 % Lecithin als Emulgator enthalten.

Rohprotein

Feuchte, wenn > 8 %

8.20.1

Molke/Molkenpulver, mineralstoffarm, lactosearm  (26)

Molke, der ein Teil der Lactose und Mineralstoffe entzogen wurde;

kann auch konzentriert und/oder getrocknet sein

Bei Bestimmung als Einzelfutter gilt Folgendes:

Kann bis zu 0,5 % Phosphate enthalten, z. B. Polyphosphate (wie etwa Natriumhexametaphosphat) oder Diphosphate (wie etwa Tetranatriumpyrophosphat), die eingesetzt werden, um die Viskosität zu verringern und bei der Verarbeitung Proteine zu stabilisieren;

kann bis zu 0,3 % Säuren enthalten, z. B. organische Säuren wie Zitronensäure, Ameisensäure, Propionsäure und anorganische Säuren wie Schwefelsäure, Salzsäure, Phosphorsäure, die in vielen Abschnitten der Produktion zur pH-Wert-Anpassung eingesetzt werden;

kann bis zu 0,5 % Alkalien enthalten, wie die Hydroxide von Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, die in vielen Abschnitten der Produktion zur pH-Wert-Anpassung eingesetzt werden;

kann bis zu 2 % Fließhilfsstoffe enthalten wie Siliciumdioxid, Pentanatriumtriphosphat, Tricalciumphosphat, die zur Verbesserung der Fließfähigkeit eingesetzt werden;

kann bis zu 0,4 % Lecithin als Emulgator enthalten.

Rohprotein

Lactose

Rohasche

Feuchte, wenn > 8 %

8.21.1

Molkenpermeat/Molkenpermeatpulver  (26)

Erzeugnis, das bei der Ultra-, Nano- oder Mikrofiltration von Molke anfällt (Membrandurchgang) und dem die Lactose teilweise entzogen sein kann. Verfahren der Umkehrosmose und Konzentrierung und/oder Trocknung können angewandt werden.

Bei Bestimmung als Einzelfutter gilt Folgendes:

Kann bis zu 0,5 % Phosphate enthalten, z. B. Polyphosphate (wie etwa Natriumhexametaphosphat) oder Diphosphate (wie etwa Tetranatriumpyrophosphat), die eingesetzt werden, um die Viskosität zu verringern und bei der Verarbeitung Proteine zu stabilisieren;

kann bis zu 0,3 % Säuren enthalten, z. B. organische Säuren wie Zitronensäure, Ameisensäure, Propionsäure und anorganische Säuren wie Schwefelsäure, Salzsäure, Phosphorsäure, die in vielen Abschnitten der Produktion zur pH-Wert-Anpassung eingesetzt werden;

kann bis zu 0,5 % Alkalien enthalten, wie die Hydroxide von Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, die in vielen Abschnitten der Produktion zur pH-Wert-Anpassung eingesetzt werden;

kann bis zu 2 % Fließhilfsstoffe enthalten wie Siliciumdioxid, Pentanatriumtriphosphat, Tricalciumphosphat, die zur Verbesserung der Fließfähigkeit eingesetzt werden;

kann bis zu 0,4 % Lecithin als Emulgator enthalten.

Rohasche

Rohprotein

Lactose

Feuchte, wenn > 8 %

8.22.1

Molkenretentat/Molkenretentatpulver  (26)

Erzeugnis, das bei der Ultra-, Nano- oder Mikrofiltration von Molke anfällt (durch Membran zurückgehalten);

kann auch konzentriert und/oder getrocknet sein.

Bei Bestimmung als Einzelfutter gilt Folgendes:

Kann bis zu 0,5 % Phosphate enthalten, z. B. Polyphosphate (wie etwa Natriumhexametaphosphat) oder Diphosphate (wie etwa Tetranatriumpyrophosphat), die eingesetzt werden, um die Viskosität zu verringern und bei der Verarbeitung Proteine zu stabilisieren;

kann bis zu 0,3 % Säuren enthalten, z. B. organische Säuren wie Zitronensäure, Ameisensäure, Propionsäure und anorganische Säuren wie Schwefelsäure, Salzsäure, Phosphorsäure, die in vielen Abschnitten der Produktion zur pH-Wert-Anpassung eingesetzt werden;

kann bis zu 0,5 % Alkalien enthalten, wie die Hydroxide von Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, die in vielen Abschnitten der Produktion zur pH-Wert-Anpassung eingesetzt werden;

kann bis zu 2 % Fließhilfsstoffe enthalten wie Siliciumdioxid, Pentanatriumtriphosphat, Tricalciumphosphat, die zur Verbesserung der Fließfähigkeit eingesetzt werden;

kann bis zu 0,4 % Lecithin als Emulgator enthalten.

Rohprotein

Rohasche

Lactose

Feuchte, wenn > 8 %


9.   Erzeugnisse von Landtieren und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

9.1.1

Tierische Nebenprodukte  (27)

Warmblütige Landtiere oder Teile davon, frisch, gefroren, gekocht, säurebehandelt oder getrocknet

Rohprotein

Rohfett

Feuchte, wenn > 8 %

9.2.1

Tierfett  (28)

Erzeugnis, das aus Fett warmblütiger Landtiere besteht.

Bei Extraktion mit Lösungsmitteln kann das Erzeugnis bis zu 0,1 % Hexan enthalten

Rohfett

Feuchte, wenn > 1 %

9.3.1

Imkerei-Nebenerzeugnisse

Honig, Bienenwachs, Gelée Royal, Propolis, Pollen, verarbeitet oder naturbelassen

Gesamtzuckergehalt berechnet als Saccharose

9.4.1

Verarbeitetes tierisches Protein  (28)

Erzeugnis, das durch Erhitzen, Trocknen und Mahlen von Körperteilen warmblütiger Landtiere gewonnen wird und dessen Fett teilweise extrahiert oder physikalisch entzogen sein kann.

Bei Extraktion mit Lösungsmitteln kann das Erzeugnis bis zu 0,1 % Hexan enthalten

Rohprotein

Rohfett

Rohasche

Feuchte, wenn > 8 %

9.5.1

Proteine aus der Gelatinegewinnung  (28)

Genusstaugliche, getrocknete tierische Proteine, die bei der Gelatineherstellung gewonnen werden

Rohprotein

Rohfett

Rohasche

Feuchte, wenn > 8 %

9.6.1

Hydrolysierte Tierproteine  (28)

Hydrolysierte Proteine, die unter Einwirkung von Wärme und/oder Druck oder durch chemische, mikrobiologische oder enzymatische Hydrolyse tierischen Proteins gewonnen werden

Rohprotein

Feuchte, wenn > 8 %

9.7.1

Blutmehl  (28)

Erzeugnis, das durch Wärmebehandlung von Blut geschlachteter warmblütiger Tiere gewonnen wird

Rohprotein

Feuchte, wenn > 8 %

9.8.1

Bluterzeugnisse  (27)

Erzeugnisse, die aus Blut oder Fraktionen von Blut geschlachteter warmblütiger Tiere gewonnen werden, u. a. getrocknetes/gefrorenes/flüssiges Plasma, getrocknetes Vollblut, getrocknete/gefrorene/flüssige Erythrozyten oder Fraktionen davon und Mischungen

Rohprotein

Feuchte, wenn > 8 %

9.9.1

Catering-Rückfluss (wiederverwertete Küchenabfälle und Speisereste)

Alle aus Restaurants, Catering-Einrichtungen und Küchen, einschließlich Groß- und Haushaltsküchen, stammenden Lebensmittelreste, die Material tierischen Ursprungs enthalten, einschließlich gebrauchtes Speiseöl

Rohprotein

Rohfett

Rohasche

Feuchte, wenn > 8 %

9.10.1

Kollagen  (28)

Eiweißbasiertes Erzeugnis aus den Knochen, Häuten, Fellen und Sehnen von Tieren

Rohprotein

Feuchte, wenn > 8 %

9.11.1

Federnmehl

Erzeugnis, das durch Trocknen und Mahlen von Federn geschlachteter Tiere gewonnen wird und hydrolysiert sein kann

Rohprotein

Feuchte, wenn > 8 %

9.12.1

Gelatine  (28)

Natürliches, lösliches Protein, gelierend oder nichtgelierend, das durch die teilweise Hydrolyse von Kollagen aus Knochen, Häuten und Fellen, Sehnen und Bändern von Tieren gewonnen wird

Rohprotein

Feuchte, wenn > 8 %

9.13.1

Grieben  (28)

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Talg, Schmalz oder sonstigen extrahierten oder physikalisch entzogenen tierischen Fetten anfällt, in frischem, gefrorenem oder getrockneten Zustand.

Bei Extraktion mit Lösungsmitteln kann das Erzeugnis bis zu 0,1 % Hexan enthalten

Rohprotein

Rohfett

Rohasche

Feuchte, wenn > 8 %

9.14.1

Erzeugnisse tierischen Ursprungs  (27)

Ehemalige Lebensmittel, die tierische Erzeugnisse enthalten, behandelt oder unbehandelt, beispielsweise frisch, gefroren oder getrocknet

Rohprotein

Rohfett

Feuchte, wenn > 8 %

9.15.1

Eier

Ganze Hühnereier von Gallus gallus L., mit oder ohne Schale

 

9.15.2

Eiklar

Erzeugnis, das durch Trennen von Schale und Dotter von Eiern gewonnen wird, pasteurisiert und möglicherweise denaturiert

Rohprotein

Gegebenenfalls Methode der Denaturierung

9.15.3

Eiprodukte, getrocknet

Erzeugnisse, die aus getrockneten und pasteurisierten Eiern ohne Schale oder aus einem Gemisch mit unterschiedlichen Anteilen von getrocknetem Eiklar oder getrocknetem Eidotter bestehen

Rohprotein

Rohfett

Feuchte, wenn > 5 %

9.15.4

Eipulver, gezuckert

Getrocknete ganze Eier oder Eistücke, denen Zucker zugesetzt wird

Rohprotein

Rohfett

Feuchte, wenn > 5 %

9.15.5

Eierschalen, getrocknet

Erzeugnis, das nach der Trennung von Eiklar und Dotter von Geflügeleiern anfällt; die Schalen sind getrocknet

Rohasche

9.16.1

Wirbellose Landtiere  (27)

Wirbellose Landtiere, ganz oder Teile davon, in allen Entwicklungsstufen, ausgenommen human- oder tierpathogene Arten, behandelt oder unbehandelt, beispielsweise frisch, gefroren oder getrocknet

 

9.17.1

Chondroitinsulfat

Erzeugnis, das durch Extraktion aus Sehnen, Knochen und anderen tierischen knorpelhaltigen Geweben und weichen Bindegeweben gewonnen wird

Natrium


10.   Fisch, andere Wassertiere und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

10.1.1

Wirbellose Wassertiere  (29)

Wirbellose Meeres- oder Süßwassertiere, ganz oder Teile davon, in allen Entwicklungsstufen, ausgenommen human- oder tierpathogene Arten, behandelt oder unbehandelt, beispielsweise frisch, gefroren oder getrocknet

 

10.2.1

Nebenprodukte von Wassertieren  (29)

Erzeugnisse, die aus Betrieben oder Anlagen stammen, die Erzeugnisse für den menschlichen Verzehr zubereiten oder herstellen, behandelt oder unbehandelt, beispielsweise frisch, gefroren oder getrocknet

Rohprotein

Rohfett

Rohasche

10.3.1

Krustentiermehl

Erzeugnis, das durch Erhitzen, Pressen und Trocknen von Krustentieren, auch freilebenden und Zuchtgarnelen, gewonnen wird

Rohprotein

Rohfett

Rohasche, wenn > 20 %

Feuchte, wenn > 8 %

10.4.1

Fisch  (30)

Fisch oder Fischteile, frisch, gefroren, gekocht, säurebehandelt oder getrocknet

Rohprotein

Feuchte, wenn > 8 %

10.4.2

Fischmehl  (30)

Erzeugnis, das durch Erhitzen, Pressen und Trocknen ganzer Fische oder von Fischteilen anfällt, und dem vor dem Trocknen wieder Fischpresssaft zugesetzt worden sein kann

Rohprotein

Rohfett

Rohasche, wenn > 20 %

Feuchte, wenn > 8 %

10.4.3

Fischpresssaft

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Fischmehl anfällt und durch Säurekonservierung oder Trocknung abgetrennt und stabilisiert worden ist

Rohprotein

Rohfett

Feuchte, wenn > 5 %

10.4.4

Fischeiweiß, hydrolysiert

Erzeugnis, das durch Säurehydrolyse von Fisch oder Fischteilen gewonnen und häufig durch Trocknen konzentriert wird

Rohprotein

Rohfett

Rohasche, wenn > 20 %

Feuchte, wenn > 8 %

10.4.5

Grätenmehl

Erzeugnis, das durch Erhitzen, Pressen und Trocknen von Fischteilen anfällt und vorwiegend aus Gräten besteht

Rohasche

10.4.6

Fischöl

Öl von Fischen oder Fischteilen, das zum Wasserentzug zentrifugiert wird (gegebenenfalls mit Angaben zur Tierart, z. B. Lebertran von Dorsch)

Rohfett

Feuchte, wenn > 1 %

10.4.7

Fischöl, gehärtet

Öl, das durch Härtung von Fischöl gewonnen wird

Feuchte, wenn > 1 %

10.5.1

Krillöl

Öl, das durch Kochen und Pressen von Krill des Meeresplanktons gewonnen und zum Wasserentzug zentrifugiert wird

Feuchte, wenn > 1 %

10.5.2

Krilleiweißkonzentrat, hydrolysiert

Erzeugnis, das durch enzymatische Hydrolyse von Krill oder Krillteilen gewonnen und häufig durch Trocknen konzentriert wird

Rohprotein

Rohfett

Rohasche, wenn > 20 %

Feuchte, wenn > 8 %

10.6.1

Mehl aus Meereswürmern

Erzeugnis, das durch Erhitzen und Trocknen von im Meer lebenden Ringelwürmern, auch Nereis virens M. Sars, oder Teilen davon gewonnen wird

Fett

Rohasche, wenn > 20 %

Feuchte, wenn > 8 %

10.7.1

Mehl aus marinem Zooplankton

Erzeugnis, das durch Erhitzen, Pressen und Trocknen marinen Zooplanktons, beispielsweise von Krill, gewonnen wird

Rohprotein

Rohfett

Rohasche, wenn > 20 %

Feuchte, wenn > 8 %

10.7.2

Öl aus marinem Zooplankton

Öl, das durch Kochen und Pressen marinen Zooplanktons gewonnen und zum Wasserentzug zentrifugiert wird

Feuchte, wenn > 1 %

10.8.1

Weichtiermehl

Erzeugnis, das durch Erhitzen und Trocknen von Weichtieren, auch Tintenfische und Muscheln, oder Teilen davon gewonnen wird

Rohprotein

Rohfett

Rohasche, wenn > 20 %

Feuchte, wenn > 8 %

10.9.1

Tintenfischmehl

Erzeugnis, das durch Erhitzen, Pressen und Trocknen von Tintenfischen oder von Tintenfischteilen gewonnen wird

Rohprotein

Rohfett

Rohasche, wenn > 20 %

Feuchte, wenn > 8 %


11.   Mineralstoffe und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

11.1.1

Calciumcarbonat  (31) [Kalkstein]

Erzeugnis, das durch Mahlen calciumcarbonathaltiger (CaCO3) Erzeugnisse wie Kalkstein oder durch Ausfällen aus sauren Lösungen gewonnen wird.

Kann bis zu 0,25 % Propylenglycol enthalten.

Kann bis zu 0,1 % Mahlhilfen enthalten

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.2

Kohlensaurer Muschelkalk

Aus den Schalen von Meeresweichtieren, beispielsweise Austern oder Muscheln gewonnenes Erzeugnis nativer Herkunft, gemahlen oder gekörnt

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.3

Calcium-Magnesiumcarbonat

Natürliches Gemisch aus Calciumcarbonat (CaCO3) und Magnesiumcarbonat (MgCO3). Kann bis zu 0,1 % Mahlhilfen enthalten

Calcium, Magnesium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.4

Kohlensaurer Algenkalk (Maerl-Kalk)

Aus Kalkalgen gewonnenes Erzeugnis nativer Herkunft, gemahlen oder gekörnt

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.5

Lithothamnium

Aus Kalkalgen (Phymatolithon calcareum (Pall.)) gewonnenes Erzeugnis nativer Herkunft, gemahlen oder gekörnt

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.6

Calciumchlorid

Calciumchlorid (CaCl2). Kann bis zu 0,2 % Bariumsulfat enthalten

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.7

Calciumhydroxid

Calciumhydroxid (Ca(OH)2).

Kann bis zu 0,1 % Mahlhilfen enthalten

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.8

Calciumsulfat, wasserfrei

Calciumsulfat (CaSO4), wasserfrei, das durch Vermahlen von Calciumsulfat, wasserfrei, oder Dehydratisierung von Calciumsulfat-Dihydrat gewonnen wird

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.9

Calciumsulfat-Hemihydrat

Calciumsulfat-Hemihydrat (CaSO4 × ½ H2O), das durch Entfernen eines Teils des Wassers aus Calciumsulfat-Dihydrat gewonnen wird

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.10

Calciumsulfat-Dihydrat

Calciumsulfat-Dihydrat (CaSO4 × 2 H2O), das durch Vermahlen von Calciumsulfat-Dihydrat oder Rehydratisierung von Calciumsulfat-Hemihydrat gewonnen wird

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.11

Calciumsalze organischer Säuren  (32)

Calciumsalze genusstauglicher organischer Säuren mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen

Calcium, organische Säure

11.1.12

Calciumoxid

Calciumoxid (CaO), das durch Kalzinierung (Brennen) von Kalkstein nativer Herkunft gewonnen wird.

Kann bis zu 0,1 % Mahlhilfen enthalten

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.13

Calciumgluconat

Calciumsalz von Gluconsäure, Ca(C6H11O7)2, und dessen Hydrate

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.15

Calciumsulfat/Calciumcarbonat

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Natriumcarbonat anfällt

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.16

Calciumpidolat

L-Calciumpidolat (C5H6CaNO3). Kann bis zu 1,5 % Glutaminsäure und verwandte Stoffe enthalten

Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.1.17

Calciumcarbonat-Magnesiumoxid

Erzeugnis, das durch Erhitzen natürlicher, Calcium und Magnesium enthaltender Stoffe wie Dolomit gewonnen wird. Kann bis zu 0,1 % Mahlhilfen enthalten

Calcium, Magnesium

11.2.1

Magnesiumoxid

Kalziniertes Magnesiumoxid (MgO) mit einem Gehalt von mindestens 70 % MgO

Magnesium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 15 %

11.2.2

Magnesiumsulfat-Heptahydrat

Magnesiumsulfat (MgSO4 × 7 H2O)

Magnesium, Schwefel, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 15 %

11.2.3

Magnesiumsulfat-Monohydrat

Magnesiumsulfat (MgSO4 × H2O)

Magnesium, Schwefel, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 15 %

11.2.4

Magnesiumsulfat, wasserfrei

Wasserfreies Magnesiumsulfat (MgSO4)

Magnesium, Schwefel, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.2.5

Magnesiumpropionat

Magnesiumpropionat (C6H10MgO4)

Magnesium

11.2.6

Magnesiumchlorid

Magnesiumchlorid (MgCl2) oder Lösung, die durch Eindampfen von Meerwasser nach Ablagerung von Natriumchlorid gewonnen wird

Magnesium, Chlor, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.2.7

Magnesiumcarbonat

Natürliches Magnesiumcarbonat (MgCO3)

Magnesium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.2.8

Magnesiumhydroxid

Magnesiumhydroxid (Mg(OH)2)

Magnesium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.2.9

Kaliummagnesiumsulfat

Kaliummagnesiumsulfat

Magnesium, Kalium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.2.10

Magnesiumsalze organischer Säuren  (32)

Magnesiumsalze genusstauglicher organischer Säuren mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen

Magnesium, organische Säure

11.3.1

Dicalciumphosphat  (33) [Calciumhydrogenorthophosphat]

Calciummonohydrogenphosphat aus Knochen oder anorganischen Quellen (CaHPO4 × H2O)

Ca/P > 1,2

Kann bis zu 3 % Chlorid enthalten, ausgedrückt als NaCl

Calcium, Gesamtphosphorgehalt, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.3.2

Monodicalciumphosphat

Erzeugnis, das chemisch gewonnen wird und aus Mono- und Dicalciumphosphat besteht (CaHPO4 Ca(H2PO4)2 × H2O)

0,8< Ca/P < 1,3

Gesamtphosphorgehalt, Calcium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.3

Monocalciumphosphat [Calciumtetrahydrogendiorthophosphat]

Calcium-bis-dihydrogenphosphat (Ca(H2PO4)2 × H2O)

Ca/P > 0,9

Gesamtphosphorgehalt, Calcium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.4

Tricalciumphosphat [Tricalcium orthophosphat]

Tricalciumphosphat aus Knochen oder anorganischen Quellen (Ca3(PO4)2 × H2O)

Ca/P > 1,3

Calcium, Gesamtphosphorgehalt, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.5

Calcium-Magnesiumphosphat

Calcium-Magnesiumphosphat

Calcium, Magnesium, Gesamtphosphorgehalt, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.6

Phosphat, entfluoriert

Natürliches Phosphat, gebrannt und weitergehend thermisch behandelt zum Entfernen von Verunreinigungen

Gesamtphosphorgehalt, Calcium, Natrium in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.3.7

Dicalciumpyrophosphat [Dicalciumdiphosphat]

Dicalciumpyrophosphat

Gesamtphosphorgehalt, Calcium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.8

Magnesiumphosphat

Erzeugnis, das aus einbasischem und/oder zwei- und dreibasischem Magnesiumphosphat besteht

Gesamtphosphorgehalt, Magnesium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.3.9

Natrium-Calcium-Magnesium-Phosphat

Erzeugnis aus Natrium-Calcium-Magnesium-Phosphat

Gesamtphosphorgehalt, Magnesium, Calcium, Natrium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.10

Mononatriumphosphat [Natriumdihydrogenorthophosphat]

Mononatriumphosphat

(NaH2PO4 × H2O)

Gesamtphosphorgehalt, Natrium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.11

Dinatriumphosphat [Dinatriumhydrogenorthophosphat]

Dinatriumphosphat (Na2HPO4 × H2O)

Gesamtphosphorgehalt, Natrium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.12

Trinatriumphosphat [Trinatriumorthophosphat]

Trinatriumphosphat (Na3PO4)

Gesamtphosphorgehalt, Natrium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.13

Natriumpyrophosphat [Tetranatriumdiphosphat]

Natriumpyrophosphat (Na4P2O7)

Gesamtphosphorgehalt, Natrium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.14

Monokaliumphosphat [Kaliumdihydrogenorthophosphat]

Monokaliumphosphat (KH2PO4 × H2O)

Gesamtphosphorgehalt, Kalium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.15

Dikaliumphosphat [Dikaliumhydrogenorthophosphat]

Dikaliumphosphat (K2HPO4 × H2O)

Gesamtphosphorgehalt, Kalium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.16

Calcium-Natrium-Phosphat

Calcium-Natrium-Phosphat (CaNaPO4)

Gesamtphosphorgehalt, Calcium, Natrium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.17

Monoammoniumphosphat [Ammoniumdihydrogenorthophosphat]

Monoammoniumphosphat (NH4H2PO4)

Gesamtstickstoffgehalt, Gesamtphosphorgehalt, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.18

Diammoniumphosphat [Diammoniumhydrogenorthophosphat]

Diammoniumphosphat ((NH4)2HPO4)

Gesamtstickstoffgehalt Gesamtphosphorgehalt In 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.19

Natriumtripolyphosphat [Pentanatriumtriphosphat]

Natriumtripolyphosphat (Na5P3O9)

Gesamtphosphorgehalt, Natrium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.20

Natrium-Magnesium-Phosphat

Natrium-Magnesium-Phosphat (MgNaPO4)

Gesamtphosphorgehalt, Magnesium, Natrium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.21

Magnesiumhypophosphit

Magnesiumhypophosphit (Mg(H2PO2)2 × 6H2O

Magnesium

Gesamtphosphorgehalt

In 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.22

Knochenfuttermehl, entleimt

Entfettete, entleimte, sterilisierte, gemahlene Knochen

Gesamtphosphorgehalt, Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.3.23

Knochenasche

Mineralische Rückstände der Veraschung, Verbrennung oder Vergasung tierischer Nebenprodukte

Gesamtphosphorgehalt, Calcium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.3.24

Calciumpolyphosphat

Heterogene Gemische von Calciumsalzen kondensierter Polyphosphorsäuren der allgemeinen Formel Hn + 2PnO3n + 1, wobei „n“ mindestens 2 ist

Gesamtphosphorgehalt, Calcium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.25

Calciumdihydrogendiphosphat

Mono-Calciumdihydrogenpyrophosphat (CaH2P2O7)

Gesamtphosphorgehalt, Calcium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.26

Saures Magnesiumpyrophosphat

Saures Magnesiumpyrophosphat (MgH2P2O7). Hergestellt aus reiner Phosphorsäure und reinem Magnesiumhydroxid oder Magnesiumoxid durch Verdampfen von Wasser und Kondensation des Orthophosphats zu Diphosphat

Gesamtphosphorgehalt, Magnesium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.27

Dinatriumdihydrogendiphosphat

Dinatriumdihydrogendiphosphat (Na2H2P7O7)

Gesamtphosphorgehalt, Calcium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.28

Trinatriumdiphosphat

Trinatrium-Monohydrogendiphosphat (wasserfrei: Na3HP2O7; Monohydrat: Na3HP2O7 × H2O)

Gesamtphosphorgehalt, Natrium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.29

Natriumpolyphosphat [Natriumhexametaphosphat]

Heterogene Gemische von Natriumsalzen kondensierter linearer Polyphosphorsäuren der allgemeinen Formel Hn + 2PnO3n + 1, wobei „n“ mindestens 2 ist

Gesamtphosphorgehalt, Natrium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.30

Trikaliumphosphat

Trikalium-Monophosphat (wasserfrei: K3PO4; als Hydrat: K3PO4 × n H2O (n = 1 oder 3)).

Gesamtphosphorgehalt, Kalium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.31

Tetrakaliumdiphosphat

Tetrakaliumpyrophospat (K4P2O7)

Gesamtphosphorgehalt, Calcium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.32

Pentakaliumtriphosphat

Pentakaliumtripolyphosphat (K5P3O10)

Gesamtphosphorgehalt, Calcium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.33

Kaliumpolyphosphat

Heterogene Gemische von Kaliumsalzen kondensierter linearer Polyphosphorsäuren der allgemeinen Formel Hn + 2PnO3n + 1, wobei „n“ mindestens 2 ist

Gesamtphosphorgehalt, Kalium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.3.34

Calciumnatriumpolyphosphat

Calciumnatriumpolyphosphat

Gesamtphosphorgehalt, Calcium, Natrium, in 2 %iger Zitronensäure unlöslicher Phosphor, wenn > 10 %

11.4.1

Natriumchlorid  (31)

Natriumchlorid (NaCl) oder Erzeugnis, das durch Verdampfen und Kristallisieren von Salzlake (Vakuumsalz), Verdampfen von Meerwasser (Meersalz) oder durch Vermahlen von Steinsalz gewonnen wird

Natrium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.4.2

Natriumbicarbonat [Natriumhydrogencarbonat]

Natriumbicarbonat (NaHCO3)

Natrium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.4.3

Natrium-/Ammonium(bi)carbonat [Natrium-/Ammonium(hydrogen)carbonat]

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Natriumcarbonat und Natriumbicarbonat anfällt und Spuren von Ammoniumbicarbonat (höchstens 5 %) enthält

Natrium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.4.4

Natriumcarbonat

Natriumcarbonat (Na2CO3)

Natrium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.4.5

Natriumsesquicarbonat [Trinatriumhydrogendicarbonat]

Natriumsesquicarbonat (Na3H(CO3)2)

Natrium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.4.6

Natriumsulfat

Natriumsulfat (Na2SO4).

Kann bis zu 0,3 % Methionin enthalten

Natrium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.4.7

Natriumsalze organischer Säuren  (32)

Natriumsalze genusstauglicher organischer Säuren mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen

Natrium, organische Säure

11.5.1

Kaliumchlorid

Kaliumchlorid (KCl) oder Erzeugnis, das durch Vermahlen natürlicher, kaliumchloridhaltiger Stoffe gewonnen wird

Kalium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.5.2

Kaliumsulfat

Kaliumsulfat (K2SO4)

Kalium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.5.3

Kaliumcarbonat

Kaliumcarbonat (K2CO3)

Kalium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.5.4

Kaliumbicarbonat [Kaliumhydrogencarbonat]

Kaliumbicarbonat (KHCO3)

Kalium, salzsäureunlösliche Asche, wenn > 10 %

11.5.5

Kaliumsalze organischer Säuren  (32)

Kaliumsalze genusstauglicher organischer Säuren mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen

Kalium, organische Säure

11.6.1

Schwefelblüte

Pulver aus natürlichen Schwefellagerstätten. Es fällt auch bei der Erdölraffination nach den gängigen Verfahren der Schwefelproduzenten an

Schwefel

11.7.1

Attapulgit

Natürlich vorkommendes Magnesium-Aluminium-Silicium-Mineral

Magnesium

11.7.2

Quarz

Natürlich vorkommendes Mineral, das durch Vermahlen quarzhaltiger Stoffe gewonnen wird.

Kann bis zu 0,1 % Mahlhilfen enthalten.

 

11.7.3

Cristobalit

Kristalline Form und Modifikation von Siliciumdioxid (SiO2,Quarz).

Kann bis zu 0,1 % Mahlhilfen enthalten.

 

11.8.1

Ammoniumsulfat

Ammoniumsulfat ((NH4)2SO4), das durch chemische Synthese gewonnen wird

Stickstoffgehalt, ausgedrückt als Rohprotein, Schwefel

11.8.2

Ammoniumsulfat, Lösung

Ammoniumsulfat in wässriger Lösung mit einem Gehalt an Ammoniumsulfat von mindestens 35 %

Stickstoffgehalt, ausgedrückt als Rohprotein

11.8.3

Ammoniumsalze organischer Säuren  (32)

Ammoniumsalze genusstauglicher organischer Säuren mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen

Stickstoffgehalt, ausgedrückt als Rohprotein, organische Säure

11.8.4

Ammoniumlaktat

Ammoniumlaktat (CH3CHOHCOONH4). Umfasst das Ammoniumlaktat, das bei der Fermentation von Molke mit Lactobacillus delbrueckii ssp. Bulgaricus, Lactococcus lactis ssp., Leuconostoc mesenteroides, Streptococcus thermophilus, Lactobacillus spp. oder Bifidobacterium spp. anfällt; enthält mindestens 44 % Stickstoff, ausgedrückt als Rohprotein

Kann bis zu 0,8 % Phosphor, 0,9 % Kalium, 0,7 % Magnesium, 0,3 % Natrium, 0,3 % Sulfate, 0,1 % Chloride, 5 % Zucker und 0,1 % Silicon-Schaumverhüter enthalten

Stickstoffgehalt, ausgedrückt als Rohprotein, Rohasche

11.8.5

Ammoniumacetat

Ammoniumacetat (CH3COONH4) in wässriger Lösung mit einem Gehalt an Ammoniumacetat von mindestens 55 %

Stickstoffgehalt, ausgedrückt als Rohprotein


12.   Erzeugnisse/Nebenerzeugnisse der Vergärung von Mikroorganismen

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

12.1

Erzeugnisse, die aus der Biomasse von auf Kultursubstraten gezogenen Mikroorganismen gewonnen werden

Kann bis zu 0,3 % Schaumverhüter enthalten. Kann bis zu 1,5 % Filtrier-/Klärhilfsstoffe enthalten. Kann bis zu 2,9 % Propionsäure enthalten.

Propionsäure, wenn > 0,5 %

12.1.1

Eiweiß aus Methylophilus methylotrophus

Eiweißfermentationserzeugnis, das aus in einer Nährlösung auf Methanol-Basis vermehrten Bakterien Methylophilus methylotrophus (Stamm NCIMB 10.515) (34) gewonnen wird; Rohproteingehalt mindestens 68 %, Reflexionszahl mindestens 50

Rohprotein

Rohasche

Rohfett

12.1.2

Eiweiß aus Methylococcus capsulatus (Bath), Alca ligenes acidovorans, Bacillus brevis und Bacillus firmus

Eiweißfermentationserzeugnis, das auf Erdgas (ca. 91 % Methan, 5 % Ethan, 2 % Propan, 0,5 % Isobutan, 0,5 % n-Butan), Ammonium und Mineralsalzen unter Verwendung von Methylococcus capsulatus (Bath) (Stamm NCIMB 11132), Alcaligenes acidovorans (Stamm NCIMB 12387), Bacillus brevis (Stamm NCIMB 13288) und Bacillus firmus (Stamm NCIMB 13280) (34) gezüchtet ist; Rohprotein mindestens 65 %

Rohprotein

Rohasche

Rohfett

12.1.3

Bakterielles Eiweiß aus Escherichia coli

Eiweißerzeugnis, Nebenerzeugnis aus der Herstellung von Aminosäuren durch Vermehrung von Escherichia coli K12 (34) in Nährlösungen pflanzlichen oder chemischen Ursprungs, aus Ammoniak oder Mineralsalzen; kann hydrolysiert sein

Rohprotein

12.1.4

Bakterielles Eiweiß aus Corynebacterium glutamicum

Eiweißerzeugnis, Nebenerzeugnis aus der Herstellung von Aminosäuren durch Vermehrung von Corynebacterium glutamicum  (34) in Nährlösungen pflanzlichen oder chemischen Ursprungs, aus Ammoniak oder Mineralsalzen; kann hydrolysiert sein

Rohprotein

12.1.5

Hefen und Teile der Hefen [Bierhefe] [Hefeprodukt]

Alle Hefen und deren Teile, die aus Saccharomyces cerevisiae, Saccharomyces carlsbergiensis, Kluyveromyces lactis, Kluyveromyces fragilis, Torulaspora delbrueckii, Candida utilis/Pichia jadinii, Saccharomyces uvarum, Saccharomyces ludwigii oder Brettanomyces ssp. (34)  (35) in meist pflanzlichen Nährlösungen gewonnen werden, beispielsweise Melasse, Zuckersirup, Alkohol, Brennereirückstände, Getreide und stärkehaltige Erzeugnisse, Obstsaft, Molke, Milchsäure, Zucker, hydrolysierte Pflanzenfasern und Fermentationsnährstoffe wie Ammoniak oder Mineralsalze

Feuchte, wenn < 75 % oder > 97 %

Wenn Feuchte < 75 %:

Rohprotein

12.1.6

Mycel-Silage aus der Herstellung von Penicillin

Mycel (Stickstoffverbindungen), flüssiges Nebenerzeugnis aus der Penicillinherstellung mit Penicillium chrysogenum (Stamm ATCC 48271) (34) auf verschieden Quellen von Kohlenhydraten und ihren Hydrolysaten, das mit Hilfe von Lactobacillus brevis, L. plantarum, L. sake, L. collinoides und Streptococcus lactis zur Inaktivierung des Penicillins siliert und danach erhitzt worden ist; Stickstoff, ausgedrückt als Rohprotein, mindestens 7 %

Stickstoffgehalt, ausgedrückt als Rohprotein

Rohasche

12.1.7

Hefen aus der Biodiesel-Herstellung

Alle Hefen und deren Teile, die aus Yarrowia lipolytica  (34), (35) auf Nährlösungen von Pflanzenölen sowie Entschleimungsrückständen und Glycerinfraktionen aus der Herstellung von Biokraftstoffen gewonnen werden

Feuchte, wenn < 75 % oder > 97 %

Wenn Feuchte < 75 %:

Rohprotein

12.2

Andere Fermentationsnebenerzeugnisse

Können bis zu 0,6 % Schaumverhüter enthalten. Können bis zu 0,5 % Antibelagmittel enthalten. Können bis zu 0,2 % Sulfite enthalten.

 

12.2.1

Vinasse [eingedickte Melassenschlempe]

Nebenerzeugnisse der industriellen Verarbeitung von Mosten/Würzen aus den Gärprozessen bei der Herstellung von u. a. Alkohol, organischen Säuren, Hefe. Sie bestehen aus der dickflüssigen Fraktion, die nach Abtrennen der Gärmoste/-würzen anfällt. Sie können auch abgestorbene Zellen und/oder deren Teile von den für die Fermentation eingesetzten Mikroorganismen enthalten. Die Nährlösungen sind meist pflanzlichen Ursprungs, beispielsweise Melasse, Zuckersirup, Alkohol, Brennereirückstände, Getreide und stärkehaltige Erzeugnisse, Obstsaft, Molke, Milchsäure, Zucker, hydrolysierte Pflanzenfasern und Fermentationsnährstoffe wie Ammoniak oder Mineralsalze

Rohprotein

Gegebenenfalls Nährlösung und Produktionsprozess

12.2.2

Nebenerzeugnisse der Herstellung von L-Glutaminsäure

Nebenerzeugnisse aus der Herstellung von L-Glutaminsäure durch Fermentation von Saccharose, Melasse, Stärkeerzeugnissen und ihren Hydrolysaten, Ammoniumsalzen und anderen Stickstoffverbindungen mit Corynebacterium melassecola  (34)

Rohprotein

12.2.3

Nebenerzeugnisse der Herstellung von L-Lysin-Monohydrochlorid mit Brevibacterium lactofermentum

Nebenerzeugnisse aus der Herstellung von L-Lysin-Monohydrochlorid durch Fermentation von Saccharose, Melasse, Stärkeerzeugnissen und ihren Hydrolysaten, Ammoniumsalzen und anderen Stickstoffverbindungen mit Brevibacterium lactofermentum  (34)

Rohprotein

12.2.4

Nebenerzeugnisse der Herstellung von Aminosäuren mit Corynebacterium glutamicum

Nebenerzeugnisse aus der Herstellung von Aminosäuren durch Fermentation einer Nährlösung pflanzlichen oder chemischen Ursprungs, Ammoniak oder Mineralsalzen mit Corynebacterium glutamicum  (34)

Rohprotein

Rohasche

12.2.5

Nebenerzeugnisse der Herstellung von Aminosäuren mit Escherichia coli K12

Nebenerzeugnisse aus der Herstellung von Aminosäuren durch Fermentation einer Nährlösung pflanzlichen oder chemischen Ursprungs, Ammoniak oder Mineralsalzen mit Escherichia coli K12 (34)

Rohprotein

Rohasche

12.2.6

Nebenerzeugnis der Herstellung von Enzymen mit Aspergillus niger

Nebenerzeugnis der Fermentation von Weizen und Malz mit Aspergillus niger  (34) zur Herstellung von Enzymen

Rohprotein


13.   Verschiedene Erzeugnisse

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

13.1.1

Erzeugnisse der Back- und Teigwarenindustrie

Erzeugnisse, die bei der und durch die Herstellung von Brot, Feingebäck, Keksen oder Teigwaren anfallen. Sie können auch getrocknet sein

Stärke

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

Rohfett, wenn > 5 %

13.1.2

Erzeugnisse der Konditoreiwarenindustrie

Erzeugnisse, die bei der Herstellung von Konditoreiwaren und Kuchen anfallen. Sie können auch getrocknet sein

Stärke

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

Rohfett, wenn > 5 %

13.1.3

Erzeugnisse der Herstellung von Frühstückscerealien

Stoffe oder Erzeugnisse, die dazu bestimmt sind oder bei denen nach vernünftigem Ermessen davon auszugehen ist, dass sie in verarbeitetem, teilweise verarbeitetem oder unverarbeitetem Zustand von Menschen verzehrt werden können. Sie können auch getrocknet sein

Rohprotein, wenn > 10 %

Rohfaser

Rohöle/-fette, wenn > 10 %

Stärke, wenn > 30 %

Gesamtzucker, berechnet als Saccharose, wenn > 10 %

13.1.4

Erzeugnisse der Süßwarenindustrie

Erzeugnisse, die bei der und durch die Herstellung von Süßwaren, einschließlich Schokolade, anfallen. Sie können auch getrocknet sein

Stärke

Rohfett, wenn > 5 %

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

13.1.5

Erzeugnisse der Speiseeisindustrie

Erzeugnisse, die bei der Herstellung von Speiseeis anfallen. Sie können auch getrocknet sein

Stärke

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

Rohfett

13.1.6

Erzeugnisse aus der Verarbeitung von frischem Obst und Gemüse  (36)

Erzeugnisse, die bei der Verarbeitung von frischem Obst und Gemüse anfallen (u. a. Schalen, ganze Obst-/Gemüsestücke und Mischungen). Sie können auch getrocknet oder gefroren sein

Stärke

Rohfaser

Rohfett, wenn > 5 %

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 %

13.1.7

Erzeugnisse aus der Verarbeitung von Pflanzen  (36)

Erzeugnisse, die beim Einfrieren oder Trocknen ganzer Pflanzen oder von Pflanzenteilen anfallen

Rohfaser

13.1.8

Erzeugnisse aus der Verarbeitung von Gewürzen und Würzmitteln  (36)

Erzeugnisse, die beim Einfrieren oder Trocknen von Gewürzen und Würzmitteln oder Teilen davon anfallen

Rohprotein, wenn > 10 %

Rohfaser

Rohöle/-fette, wenn > 10 %

Stärke, wenn > 30 %

Gesamtzucker, berechnet als Saccharose, wenn > 10 %

13.1.9

Erzeugnisse aus der Verarbeitung von Kräutern  (36)

Erzeugnisse, die beim Schroten, Mahlen, Einfrieren oder Trocknen von Kräutern oder Teilen davon anfallen

Rohfaser

13.1.10

Erzeugnis der Kartoffelverarbeitungsindustrie

Erzeugnisse, die bei der Verarbeitung von Kartoffeln anfallen, und getrocknet oder gefroren sein können

Stärke

Rohfaser

Rohfett, wenn > 5 %

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 %

13.1.11

Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse aus der Soßenzubereitung

Stoffe aus der Soßenzubereitung, die dazu bestimmt sind oder bei denen nach vernünftigem Ermessen davon auszugehen ist, dass sie in verarbeitetem, teilweise verarbeitetem oder unverarbeitetem Zustand von Menschen verzehrt werden können. Sie können auch getrocknet sein

Rohfett

13.1.12

Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse aus der Snacks-Industrie

Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse aus der Snacks-Industrie, die bei der und durch die Herstellung würziger Snacks (Kartoffelchips und Snacks auf Kartoffel- und/oder Getreidebasis, direkt extrudiert, auf Teigbasis und pelletiert) und Knabberartikel aus Nüssen anfallen

Rohfett

13.1.13

Erzeugnisse aus der Herstellung gebrauchsfertiger Lebensmittel

Erzeugnisse, die bei der Herstellung direkt verzehrfertiger Lebensmittel anfallen. Sie können auch getrocknet sein

Rohfett, wenn > 5 %

13.1.14

Pflanzen-Nebenerzeugnisse aus der Spirituosenherstellung

Feste Erzeugnisse aus Pflanzen (auch Beeren und Saaten wie Anis), die nach dem Einmaischen dieser Pflanzen in einer alkoholischen Lösung und/oder nach Verdampfen/Destillation des Alkohols bei der Zubereitung von Aromen in der Spirituosenherstellung anfallen. Die Alkoholrückstände in diesen Erzeugnissen müssen durch Destillation beseitigt werden

Rohprotein, wenn > 10 %

Rohfaser

Rohöle/-fette, wenn > 10 %

13.1.15

Futterbier

Erzeugnis, das beim Bierbrauen anfällt und als Getränk für den menschlichen Verzehr nicht verkauft werden kann

Alkoholgehalt

13.2.1

Karamellisierter Zucker

Erzeugnis, das durch das kontrollierte Erhitzen von Zuckern aller Art entsteht

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

13.2.2

Traubenzucker

Traubenzucker entsteht durch die Hydrolyse von Stärke und besteht aus gereinigter, kristallisierter Glucose, mit oder ohne Kristallwasser

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

13.2.3

Fructose

Fructose wird als gereinigtes kristallines Pulver angeboten. Sie wird aus Glucose in Glucosesirup durch Glucoseisomerase und Saccharose-Inversion gewonnen

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

13.2.4

Glucosesirup

Glucosesirup ist eine gereinigte und konzentrierte wässrige Lösung nutritiver Saccharide, die durch Hydrolyse von Stärke gewonnen wird

Gesamtzuckergehalt

Feuchte, wenn > 30 %

13.2.5

Glucosemelasse

Erzeugnis, das bei der Raffination von Glucosesirup anfällt

Gesamtzuckergehalt

13.2.6

Xylose

Aus Holz extrahierter Zucker

 

13.2.7

Lactulose

Halbsynthetische Disaccharide (4-O-D-Galactopyranosyl-D-Fructose), die durch Isomerisierung von Glucose in Fructose aus Lactose gewonnen werden und in wärmebehandelter Milch und wärmebehandelten Milcherzeugnissen enthalten sind

Lactulose

13.2.8

Glucosamin (Chitosamin)

Aminozucker (Einfachzucker), die in den Polysacchariden Chitosan und Chitin enthalten sind. Sie werden durch Hydrolyse des Außenskeletts von Krustentieren und anderen Gliederfüßern oder durch Fermentation von Getreide wie Mais oder Weizen gewonnen

Gegebenenfalls Natrium oder Kalium

Soweit zutreffend „von Wassertieren“ oder „aus Fermentation“

13.3.1

Stärke  (37)

Stärke

Stärke

13.3.2

Quellstärke  (37)

Erzeugnis, das aus Stärke besteht, die durch Wärmebehandlung aufgeschlossen ist

Stärke

13.3.3

Stärkemischung  (37)

Erzeugnis, das aus nativen und/oder modifizierten Lebensmittelstärken unterschiedlichen pflanzlichen Ursprungs besteht

Stärke

13.3.4

Filterkuchen aus der Stärkehydrolyse  (37)

Erzeugnis der Filterung der Flüssigkeit bei der Stärkehydrolyse, das aus Protein, Stärke, Polysacchariden, Fett, Öl und Filtrierhilfsstoffen (z. B. Kieselerde, Holzfaser) besteht

Feuchte, wenn < 25 % oder > 45 %

Wenn Feuchte < 25 %:

Rohfett

Rohprotein

13.3.5

Dextrine

Dextrin besteht aus teil-säurehydrolysierter Stärke

 

13.3.6

Maltodextrin

Maltodextrin ist teil-hydrolysierte Stärke

 

13.4.1

Polydextrose

Lose gebundene Polymere der Glucose, die durch die Wärmebehandlung von D-Glucose entstehen

 

13.5.1

Polyole

Erzeugnis, das durch Hydrierung oder Fermentation gewonnen wird und aus reduzierten Mono-, Di- oder Oligosacchariden oder Polysacchariden besteht

 

13.5.2

Isomalt

Zuckeralkohol, der durch enzymatische Spaltung und anschließende Hydrierung aus Saccharose gewonnen wird

 

13.5.3

Mannitol

Erzeugnis, das durch Hydrierung oder Fermentation gewonnen wird und aus reduzierter Glucose und/oder Fructose besteht

 

13.5.4

Xylitol

Erzeugnis, das durch Hydrierung und Fermentation von Xylose gewonnen wird

 

13.5.5

Sorbitol

Erzeugnis, das durch Hydrierung von Glucose gewonnen wird

 

13.6.1

Fettsäuren aus der chemischen Raffination  (38)

Erzeugnis, das bei der Entsäuerung von Ölen und Fetten pflanzlichen oder tierischen Ursprungs mit Laugen gewonnen und anschließend angesäuert und von der wässrigen Phase getrennt wird; es enthält freie Fettsäuren, Öle oder Fette und natürliche Komponenten von Samen, Früchten oder tierischem Gewebe wie Mono- und Diglyceride, Lecithin und Fasern

Rohfett

Feuchte, wenn > 1 %

13.6.2

Fettsäuren, mit Glycerin verestert  (39)

Durch Veresterung von Glycerin mit Fettsäuren entstehende Glyceride. Können bis zu 50 ppm Nickel aus der Hydrierung enthalten

Feuchte, wenn > 1 %

Rohfett

Nickel, wenn > 20 ppm

13.6.3

Mono-, Di- und Triglyceride von Fettsäuren  (39)

Erzeugnis, das aus Gemischen der Mono-, Di- und Triester von Glycerin mit Fettsäuren besteht.

Es kann geringe Mengen an freien Fettsäuren und Glycerin enthalten.

Kann bis zu 50 ppm Nickel aus der Hydrierung enthalten

Rohfett

Nickel, wenn > 20 ppm

13.6.4

Salze von Fettsäuren  (39)

Erzeugnis, das bei der Reaktion von Fettsäuren mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen mit den Hydroxiden, Oxiden oder Salzen von Calcium, Magnesium, Natrium oder Kalium entsteht.

Kann bis zu 50 ppm Nickel aus der Hydrierung enthalten

Rohfett (nach der Hydrolyse)

Feuchte

Ca (bzw. Na, K oder Mg)

Nickel, wenn > 20 ppm

13.6.5

Fettsäuredestillate aus der physikalischen Raffination  (38)

Erzeugnis, das bei der Entsäuerung von Ölen und Fetten pflanzlichen oder tierischen Ursprungs durch Destillation gewonnen wird; es enthält freie Fettsäuren, Öle oder Fette und natürliche Komponenten von Samen, Früchten oder tierischem Gewebe wie Mono- und Diglyceride, Sterole und Tocopherole

Rohfett

Feuchte, wenn > 1 %

13.6.6

Rohe Fettsäuren aus der Fettspaltung  (38)

Durch Spaltung von Öl und Fett gewonnenes Erzeugnis. Besteht aus rohen Fettsäuren C6 — C24, aliphatisch, unverzweigt, monocarbon, gesättigt und ungesättigt. Kann bis zu 50 ppm Nickel aus der Hydrierung enthalten

Rohfett

Feuchte, wenn > 1 %

Nickel, wenn > 20 ppm

13.6.7

Reine destillierte Fettsäuren aus der Fettspaltung  (38)

Erzeugnis, das durch Destillation roher Fettsäuren aus der Spaltung von Öl und Fett gewonnen wird und unter Umständen hydriert ist. Besteht aus reinen destillierten Fettsäuren C6 — C24, aliphatisch, unverzweigt, monocarbon, gesättigt und ungesättigt.

Kann bis zu 50 ppm Nickel aus der Hydrierung enthalten

Rohfett

Feuchte, wenn > 1 %

Nickel, wenn > 20 ppm

13.6.8

Soapstock [Seifenstock]  (38)

Erzeugnis, das bei der Entsäuerung pflanzlicher Öle und Fette mit Hilfe wässriger Lösungen von Calcium-, Magnesium-, Natrium oder Kaliumhydroxid gewonnen wird; es enthält Salze freier Fettsäuren, Öle oder Fette und natürliche Komponenten von Samen, Früchten oder tierischem Gewebe wie Mono- und Diglyceride, Lecithin und Fasern

Feuchte, wenn < 40 und > 50 %

Ca (bzw. Na, K oder Mg)

13.6.9

Mono- und Diglyceride von mit organischen Säuren veresterten Fettsäuren  (39), (40)

Mono- und Diglyceride von Fettsäuren mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen, die mit organischen Säuren verestert wurden

Rohfett

13.6.10

Zuckerester von Fettsäuren  (39)

Ester der Saccharose und Fettsäuren

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

Rohfett

13.6.11

Zuckerglyceride von Fettsäuren  (39)

Mischungen aus Zuckerestern und Mono- und Diglyceriden von Fettsäuren

Gesamtzuckergehalt, berechnet als Saccharose

Rohfett

13.8.1

Glycerin, roh

Nebenprodukt aus

der oleochemischen Fettverarbeitung bei der Spaltung von Öl/Fett in Fettsäuren und Glycerin, gefolgt vom Aufkonzentrieren des Glycerins zu Rohglycerin, oder Umesterung (kann bis zu 0,5 % Methanol enthalten) der natürlichen Öle/Fette zu Fettsäuremethylester und Rohglycerin, gefolgt vom Aufkonzentrieren des Glycerins zu Rohglycerin (sweet water);

der Biodieselherstellung (Methyl- oder Ethylester von Fettsäuren) durch Umesterung von Ölen und Fetten unbestimmten pflanzlichen oder tierischen Ursprungs. Reste mineralischer und organischer Salze im Glycerin sind möglich (bis zu 7,5 %);

Kann bis zu 0,5 % Methanol und bis zu 4 % MONG (Matter Organic Non Glycerol) aus Fettsäuremethylestern, Fettsäureethylestern, freien Fettsäuren und Glyceriden enthalten;

der Verseifung von pflanzlichen oder tierischen Ölen/Fetten, in der Regel mit Laugen/Erdalkalien zu Seife.

Kann bis zu 50 ppm Nickel aus der Hydrierung enthalten

Glycerol

Kalium, wenn > 1,5 %

Natrium, wenn > 1,5 %

Nickel, wenn > 20 ppm

13.8.2

Glycerin

Erzeugnis aus

der oleochemischen Fettverarbeitung bei a) der Spaltung von Öl/Fett, gefolgt vom Aufkonzentrieren des Glycerins und der Raffination durch Destillation (siehe Teil B, Glossar der Verfahren, Nr. 20) oder Ionenaustausch; b) der Umesterung der natürlichen Öle/Fette zu Fettsäuremethylester und Rohglycerin, gefolgt vom Aufkonzentrieren des Glycerins zu Rohglycerin und der Raffination durch Destillation oder Ionenaustausch;

der Biodieselerzeugung (Methyl- oder Ethylester von Fettsäuren) durch Umesterung von Ölen und Fetten unbestimmten pflanzlichen oder tierischen Ursprungs und anschließender Raffination des Glycerins. Mindestgehalt an Glycerin 99 % in der Trockenmasse;

der Verseifung von pflanzlichen oder tierischen Ölen/Fetten, in der Regel mit Laugen/Erdalkalien zu Seife, gefolgt von der Raffination des Rohglycerins und Destillation.

Kann bis zu 50 ppm Nickel aus der Hydrierung enthalten

Glycerol, wenn < 99 % in der Trockenmasse

Natrium, wenn > 0,1 %

Kalium, wenn > 0,1 %

Nickel, wenn > 20 ppm

13.9.1

Methylsulphonylmethan

Organische Schwefelverbindung ((CH3)2SO2), die in identischer Form zu der in Pflanzen natürlich vorkommenden Form synthetisch hergestellt wird

Schwefel

13.10.1

Torf

Erzeugnis, das bei der natürlichen Zersetzung von Pflanzen (vor allem Torfmoose) in anaerober und oligotropher Atmosphäre entsteht

Rohfaser

13.10.2

Leonardit

Natürlich vorkommende mineralische Verbindung phenolischer Kohlenwasserstoffe, auch bekannt als Humat, die durch Zersetzung organischer Materie im Laufe von Jahrmillionen entsteht

Rohfaser

13.11.1

Propylenglycol [1,2-Propandiol] [Propan-1,2-diol]

Organische Verbindung (Diol oder zweiwertiger Alkohol) mit der Formel C3H8O2. Es ist eine viskose, leicht süßlich riechende, hygroskopische Flüssigkeit, die mit Wasser, Aceton und Chloroform mischbar ist. Kann bis zu 0,3 % Di-Propylenglycol enthalten.

Propylenglycol

13.11.2

Monoester von Propylenglycol und Fettsäuren  (39)

Monoester von Propylenglycol und Fettsäuren, allein oder in Gemischen mit den Diestern

Propylenglycol

Rohfett


(1)  ABl. L 35 vom 8.2.2005, S. 1.

(2)  As Low As Reasonably Achievable (so niedrig wie vernünftigerweise erreichbar).

(3)  ABl. L 140 vom 30.5.2002, S. 10.

(4)  ABl. L 70 vom 16.3.2005, S. 1.

(5)  ABl. L 268 vom 18.10.2003, S. 29.

(6)  Abweichend von dieser Verpflichtung ist dies beim Verfahren „Trocknen“ optional.

(7)  In deutscher Sprache kann „Konzentrieren“ gegebenenfalls durch „Eindicken“ ersetzt werden. Die gebräuchliche Eigenschaft wäre dann „eingedickt“.

(8)  „Schälen“ kann gegebenenfalls durch „Enthülsen“ oder „Entspelzen“ ersetzt werden. Die gebräuchliche Eigenschaft wäre dann „enthülst“ oder „entspelzt“.

(9)  Bei Reis wird dieses Verfahren als „Schleifen“ bezeichnet. Die gebräuchliche Eigenschaft wäre dann „geschliffen“.

(10)  In französischer Sprache kann die Bezeichnung „issues“ verwendet werden.

(11)  In deutscher Sprache können die Eigenschaft „aufgeschlossen“ und die gebräuchliche Bezeichnung „Quellwasser“ (bezogen auf Stärke) verwendet werden. In dänischer Sprache können die Eigenschaft „kvældet“ und die gebräuchliche Bezeichnung „kvældning“ (bezogen auf Stärke) verwendet werden.

(12)  In französischer Sprache kann „pressage“ bei Bedarf durch „extraction mécanique“ ersetzt werden.

(13)  Die Getreideart kann bei der Bezeichnung zusätzlich angegeben werden.

(14)  Im Englischen werden „maize“ und „corn“ synonym verwendet. Dies gilt für alle Maiserzeugnisse.

(15)  Wenn dieses Erzeugnis feiner gemahlen wurde, kann das Wort „fein“ der Bezeichnung hinzugefügt werden oder kann die Bezeichnung durch eine andere entsprechende Bezeichnung ersetzt werden.

(16)  Die Getreideart kann bei der Bezeichnung zusätzlich angegeben werden.

(17)  Gegebenenfalls kann die Bezeichnung „glucosinolatarm“ entsprechend der Definition nach dem Recht der Europäischen Union hinzugefügt werden. Dies gilt für alle Erzeugnisse aus Rapssaat.

(18)  Die Pflanzenart ist bei der Bezeichnung zusätzlich anzugeben.

(19)  Die Pflanzenart ist bei der Bezeichnung zusätzlich anzugeben.

(20)  Die Pflanzenart ist bei der Bezeichnung zusätzlich anzugeben.

(21)  Die Bezeichnung muss um die Bezeichnung der Art der Behandlung ergänzt werden.

(22)  Die Futterpflanzenart kann der Bezeichnung hinzugefügt werden.

(23)  Der Wortteil „Mehl“ kann durch „Pellets“ ersetzt werden. Die Bezeichnung des Trocknungsverfahrens kann der Bezeichnung hinzugefügt werden.

(24)  Die Art ist bei der Bezeichnung zusätzlich anzugeben.

(25)  Die Pflanzenart ist bei der Bezeichnung zusätzlich anzugeben.

(26)  Die Begriffe sind nicht synonym zu verwenden und unterscheiden sich hauptsächlich im Feuchtegehalt; der entsprechende korrekte Begriff ist zu verwenden.

(27)  Vorbehaltlich der Vorgaben der Verordnung (EU) Nr. 142/2011 der Kommission (Anhang VIII Kapitel III) (ABl. L 54 vom 26.2.2011, S. 1)für Handelspapiere und Genusstauglichkeitsbestimmungen für tierische Nebenprodukte und daraus gewonnene Erzeugnisse gilt bei Verwendung des Katalogs für die Kennzeichnung Folgendes:

Die Bezeichnung wird soweit zutreffend ersetzt durch

die Tierart und

den Teil des tierischen Erzeugnisses (z. B. Leber, Fleisch (nur wenn Skelettmuskulatur)) und/oder

die Nennung der wegen des Verbots der Rückführung in die Futtermittelkette nicht verarbeiteten Tierart (z. B. frei von Geflügel) oder

Die Bezeichnung wird soweit zutreffend ergänzt durch

die Tierart und

den Teil des tierischen Erzeugnisses (z. B. Leber, Fleisch (nur wenn Skelettmuskulatur)) und/oder

die Nennung der wegen des Verbots der Rückführung in die Futtermittelkette nicht verarbeiteten Tierart.

(28)  Vorbehaltlich der Vorgaben der Verordnung (EU) Nr. 142/2011 (Anhang VIII Kapitel III) für Handelspapiere und Genusstauglichkeitsbestimmungen für tierische Nebenprodukte und daraus gewonnene Erzeugnisse ist bei Verwendung des Katalogs für die Kennzeichnung zusätzlich anzugeben:

die verarbeitete Tierart (z. B. Schwein, Wiederkäuer, Geflügel) und/oder

das verarbeitete Material (z. B. Knochen) und/oder

das angewandte Verfahren (z. B. entfettet, raffiniert) und/oder

die wegen des Verbots der Rückführung in die Futtermittelkette nicht verarbeitete Tierart (z. B. frei von Geflügel).

(29)  Die Art ist bei der Bezeichnung zusätzlich anzugeben.

(30)  Bei Zuchtfisch ist bei der Bezeichnung zusätzlich die Tierart anzugeben.

(31)  Die Art der Quelle kann bei der Bezeichnung zusätzlich angegeben werden oder sie ersetzen.

(32)  Die Bezeichnung ist anzupassen oder zu ergänzen durch einen Hinweis auf die organische Säure.

(33)  Das Herstellungsverfahren kann bei der Bezeichnung angegeben werden.

(34)  Die Zellen der Mikroorganismen wurden inaktiviert oder abgetötet.

(35)  Die gebräuchliche Bezeichnung der Hefestämme kann von der wissenschaftlichen Systematik abweichen, weshalb auch Synonyme der aufgeführten Hefestämme zulässig sind.

(36)  Die jeweilige Art des Obst, des Gemüses, der Pflanze, des Gewürzes und der Kräuter ist bei der Bezeichnung zusätzlich anzugeben.

(37)  Bei der Bezeichnung ist zusätzlich der botanische Ursprung anzugeben.

(38)  Bei der Bezeichnung ist zusätzlich der botanische oder tierische Ursprung anzugeben.

(39)  Die Bezeichnung ist anzupassen oder zu ergänzen durch einen Hinweis auf die Art der Fettsäuren.

(40)  Die Bezeichnung ist anzupassen oder zu ergänzen durch einen Hinweis auf die organische Säure.


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