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Document 32010R0242

Verordnung (EU) Nr. 242/2010 der Kommission vom 19. März 2010 zur Erstellung eines Katalogs der Einzelfuttermittel (Text von Bedeutung für den EWR)

OJ L 77, 24.3.2010, p. 17–32 (BG, ES, CS, DA, DE, ET, EL, EN, FR, IT, LV, LT, HU, MT, NL, PL, PT, RO, SK, SL, FI, SV)

No longer in force, Date of end of validity: 06/07/2011; Aufgehoben durch 32011R0575

ELI: http://data.europa.eu/eli/reg/2010/242/oj

24.3.2010   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 77/17


VERORDNUNG (EU) Nr. 242/2010 DER KOMMISSION

vom 19. März 2010

zur Erstellung eines Katalogs der Einzelfuttermittel

(Text von Bedeutung für den EWR)

DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —

gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,

gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 767/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über das Inverkehrbringen und die Verwendung von Futtermitteln, zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates und zur Aufhebung der Richtlinien 79/373/EWG des Rates, 80/511/EWG der Kommission, 82/471/EWG des Rates, 83/228/EWG des Rates, 93/74/EWG des Rates, 93/113/EG des Rates und 96/25/EG des Rates und der Entscheidung 2004/217/EG der Kommission (1), insbesondere auf Artikel 24 Absatz 2,

nach Anhörung des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

Artikel 24 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 sieht die Erstellung eines Katalogs der Einzelfuttermittel vor.

(2)

Die Ausgangsfassung dieses Katalogs sollte demnach erstellt werden —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Der in Artikel 24 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 genannte Katalog der Einzelfuttermittel wird gemäß dem Anhang festgelegt.

Artikel 2

Die vorliegende Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Sie gilt ab dem 1. September 2010.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 19. März 2010

Für die Kommission

Der Präsident

José Manuel BARROSO


(1)  ABl. L 229 vom 1.9.2009, S. 1.


ANHANG

KATALOG DER EINZELFUTTERMITTEL

VORSCHRIFTEN ZUM GLOSSAR

Das nachfolgende Glossar bezieht sich auf die wichtigsten Verfahren zur Herstellung der im vorliegenden Anhang aufgeführten Futtermittel-Ausgangserzeugnisse (Einzelfuttermittel). Beinhalten die Bezeichnungen für diese Erzeugnisse einen Namen oder einen Begriff aus diesem Glossar, so muss das verwendete Verfahren der dort aufgeführten Definition entsprechen.

 

Verfahren

Definition

Gebräuchliche Bezeichnung/Gebräuchlicher Begriff

(1)

(2)

(3)

(4)

1

Konzentrieren (1)

Anreicherung bestimmter Inhaltsstoffe durch Entfernen von Wasser oder sonstigen Bestandteilen

Konzentrat

2

Schälen (2)

Vollständiges oder teilweises Entfernen der äußeren Schalen von Körnern, Samen, Früchten, Nüssen und anderem

geschält, teilgeschält

3

Trocknen

Künstlicher oder natürlicher Wasserentzug

getrocknet (Sonne oder künstlich)

4

Extraktion

Gewinnung von Fett oder Öl aus bestimmten Materialien durch Entzug mit Hilfe organischer Lösungsmittel oder Gewinnung von Zucker oder anderen wasserlöslichen Bestandteilen durch wässrige Extraktion. Bei Anwendung eines organischen Lösungsmittels muss das extrahierte Material technisch frei von Lösungsmittelrückständen sein

Extraktionsschrot (bei ölhaltigen Materialien), Melasse, Trockenschnitzel (bei Zucker oder andere wasserlösliche Bestandteile enthaltenden Materialien)

5

Extrudieren

Pressen oder Drücken von Material durch eine Öffnung unter Druckeinwirkung (vgl. auch Vorverkleistern)

extrudiert

6

Flockieren

Walzen von feuchtem wärmebehandelten Material

Flocken

7

Mehlmüllerei

Mechanische Verarbeitung von Körnern zur Verringerung der Korngröße und zur leichteren Auftrennung in seine Bestandteile, vor allem Mehl, Kleie und Grießkleie

Mehl, Kleie, Futtermehl (3), Grießkleie

8

Erhitzen

Allgemeine Bezeichnung für eine Reihe von Wärmebehandlungen, die unter bestimmten Bedingungen durchgeführt werden, um den Nährwert oder die Struktur des Materials zu verändern

dampferhitzt, gekocht, wärmebehandelt

9

Fetthärtung

Umwandlung von ungesättigten Glyzeriden in gesättigte Glyzeride (Verhärtung von Ölen und Fetten)

gehärtet, teilweise gehärtet

10

Hydrolyse

Aufschluss in einfachere chemische Bestandteile durch geeignete Behandlung mit Wasser und gegebenenfalls Enzymen oder Säuren/Alkalien

hydrolisiert

11

Abpressen (4)

Gewinnung von Fett oder Öl aus ölreichen Materialien oder von Saft aus Früchten oder anderen Pflanzenerzeugnissen durch mechanische Behandlung (durch Spindel- oder sonstige Pressen), gegebenenfalls bei leichter Wärmebehandlung

Expeller (5) (bei ölenthaltenden Materialien), Pülpe, Trester (bei Früchten usw.), Pressschnitzel (bei Zuckerrüben)

12

Pelletieren

Spezielle Formgebung durch Pressen mittels Matrize

Pellet, pelletiert

13

Vorverkleistern

Modifizierung von Stärke, um die Quellfähigkeit in kaltem Wasser wesentlich zu erhöhen

vorverkleistert (6), gequellt

14

Raffinieren

Vollständiges oder teilweises Entfernen von Begleitstoffen aus Zucker, Ölen, Fetten und anderen Naturmaterialien durch chemische oder physikalische Behandlung

raffiniert, teilraffiniert

15

Nassmüllerei

Mechanische Abtrennung einzelner Bestandteile von Kernen/Körnern ggf. nach Einweichen in Wasser mit oder ohne Zusatz von Schwefeldioxid zur Gewinnung von Stärke

Keime, Kleber, Stärke

16

Schroten

Mechanische Verarbeitung von Körnern oder anderen Futtermittel-Ausgangserzeugnissen zur Verringerung ihrer Größe

Schrot, Schroten

17

Entzuckern

Vollständiger oder teilweiser Entzug von Mono- und Disacchariden aus Melasse und anderen zuckerhaltigen Materialien durch chemische oder physikalische Verfahren

entzuckert, teilentzuckert

Nichtausschließliches Verzeichnis der wichtigsten Futtermittel-Ausgangserzeugnisse (Einzelfuttermittel)

1.   GETREIDEKÖRNER, DEREN ERZEUGNISSE UND NEBENERZEUGNISSE

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

(1)

(2)

(3)

(4)

1.01

Hafer

Körner von Avena sativa L. und anderen kultivierten Haferarten

 

1.02

Haferflocken

Erzeugnis, das durch Dämpfen und Walzen von entspelztem Hafer entsteht und das geringe Mengen an Spelzen enthalten kann

Stärke

1.03

Haferfuttermehl

Nebenerzeugnis, das bei der Verarbeitung des gereinigten, entspelzten Hafers zu Hafergrütze und Mehl anfällt. Es besteht überwiegend aus Haferkleie und einem geringeren Anteil an Mehlkörper

Rohfaser

1.04

Haferschälkleie

Nebenerzeugnis, das bei der Verarbeitung von gereinigtem Hafer zu Haferkernen anfällt und überwiegend aus Teilen der Schale und aus Kleie besteht

Rohfaser

1.05

Gerste

Körner von Hordeum vulgare L.

 

1.06

Gerstenfuttermehl

Nebenerzeugnis, das bei der Verarbeitung der gereinigten geschälten Gerste zu Graupen, Grieß oder Mehl anfällt

Rohfaser

1.07

Gerstenprotein

Getrocknetes Nebenerzeugnis der Gerstenstärkegewinnung, das überwiegend aus Eiweiß besteht, das beim Abtrennen der Stärke anfällt

Rohprotein

Stärke

1.08

Bruchreis

Nebenerzeugnis der Herstellung von poliertem oder glasiertem Reis Oryza sativa L., das im Wesentlichen aus kleinen oder gebrochenen Körnern besteht

Stärke

1.09

Gelbes Reisfuttermehl

Nebenerzeugnis des ersten Schleifens von geschältem Rohreis, das aus Silberhäutchen, Teilen der Aleuronschicht, des Mehlkörpers und Keims besteht

Rohfaser

1.10

Weißes Reisfuttermehl

Nebenerzeugnis des zweiten Schleifens von geschältem Rohreis, das im Wesentlichen aus den äußeren Teilen des Mehlkörpers besteht und außerdem Bestandteile der Aleuronschicht und der Keime enthält

Rohfaser

1.11

Reisfuttermehl, kalkhaltig

Nebenerzeugnis, das beim Schleifen von geschältem Reis anfällt und überwiegend aus Silberhäutchen, Teilen der Aleuronschicht, des Mehlkörpers und des Keims besteht und, bedingt durch die Herstellung, unterschiedliche Mengen an Calciumcarbonat enthält

Rohfaser

Calciumcarbonat

1.12

Reisfuttermehl „parboiled“

Nebenerzeugnis, das beim Polieren von geschältem vorgekochten Reis anfällt und überwiegend aus Silberhäutchen, Teilen der Aleuronschicht, des Mehlkörpers und des Keims besteht und, bedingt durch die Herstellung, unterschiedliche Mengen an Calciumcarbonat enthält

Rohfaser

Calciumcarbonat

1.13

Futterreis, gemahlen

Erzeugnis, das durch Mahlen von Futterreis gewonnen wird, der aus unreifen, grünen oder kreidigen Körnern, die bei der Bearbeitung von Halbrohreis beim Absieben ausgesondert werden, oder aus normal ausgebildeten Reiskörnern, geschält, fleckig oder gelb, besteht

Stärke

1.14

Reiskeimkuchen

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Reiskeimen, denen noch Teile des Mehlkörpers und der Samenschale anhaften, anfällt

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

1.15

Reiskeimextraktionsschrot

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von Reiskeimen, denen noch Teile des Mehlkörpers und der Samenschale anhaften, anfällt

Rohprotein

1.16

Reisstärke

Aus Reis gewonnene, technisch reine Stärke

Stärke

1.17

Rispenhirse

Körner von Panicum miliaceum L.

 

1.18

Roggen

Körner von Secale cereale L.

 

1.19

Roggenfuttermehl (7)

Nebenerzeugnis der Herstellung von Mehl aus gereinigtem Roggen. Es besteht im Wesentlichen aus Teilen des Mehlkörpers, feinen Schalenteilen und wenigen sonstigen Kornbestandteilen

Stärke

1.20

Roggengrießkleie

Nebenerzeugnis der Herstellung von Mehl aus gereinigtem Roggen, das überwiegend aus Teilen der Schale, im Übrigen aus Kornbestandteilen besteht, die vom Mehlkörper nicht so weitgehend befreit sind wie bei der Roggenkleie

Stärke

1.21

Roggenkleie

Nebenerzeugnis der Herstellung von Mehl aus gereinigtem Roggen, das überwiegend aus Teilen der Schale, im Übrigen aus Kornbestandteilen besteht, die vom Mehlkörper weitgehend befreit sind

Rohfaser

1.22

Sorghum

Körner von Sorghum bicolor (L.) Moench s.l.

 

1.23

Weizen

Körner von Triticum aestivum (L)., Triticum durum Desf. und anderen kultivierten Nacktweizenarten

 

1.24

Weizenfuttermehl (8)

Nebenerzeugnis der Herstellung von Mehl aus gereinigtem Weizen oder Spelz, entspelzt, das überwiegend aus Teilen des Mehlkörpers, im Übrigen aus feinen Schalenteilen und wenigen sonstigen Kornbestandteilen besteht

Stärke

1.25

Weizengrießkleie

Nebenerzeugnis der Herstellung von Mehl aus gereinigtem Weizen oder Spelz, entspelzt, das überwiegend aus Teilen der Schale, im Übrigen aus Kornbestandteilen besteht, die vom Mehlkörper nicht so weitgehend befreit sind wie bei der Weizenkleie

Rohfaser

1.26

Weizenkleie (9)

Nebenerzeugnis der Herstellung von Mehl aus gereinigtem Weizen oder Spelz, entspelzt, das überwiegend aus Teilen der Schale, im Übrigen aus sonstigen Kornbestandteilen besteht, die vom Mehlkörper weitgehend befreit sind

Rohfaser

1.27

Weizenkeime

Nebenerzeugnis der Mehlgewinnung, das im Wesentlichen aus gewalzten oder nicht gewalzten Weizenkeimen besteht, denen noch Teile des Mehlkörpers und der Schale anhaften können

Rohprotein

Rohfett

1.28

Weizenkleber

Getrocknetes Nebenerzeugnis der Weizenstärkegewinnung, das überwiegend aus Kleber besteht, der beim Abtrennen der Stärke anfällt

Rohprotein

1.29

Weizenkleberfutter

Nebenerzeugnis der Weizenstärke- und -klebergewinnung; es besteht aus Kleie, deren Keime teilweise entfernt worden sind oder nicht, und Kleber, denen in sehr geringen Mengen Bestandteile der Körnerreinigung sowie in sehr geringem Umfang Rückstände der Stärkehydrolyse zugesetzt werden können

Rohprotein

Stärke

1.30

Weizenstärke

Aus Weizen gewonnene, technisch reine Stärke

Stärke

1.31

Weizenquellstärke

Erzeugnis, das aus Weizenstärke besteht, die durch Wärmebehandlung weitgehend aufgeschlossen ist

Stärke

1.32

Dinkel

Dinkelkörner Triticum spelta L., Triticum dioccum Schrank, Triticum monococcum

 

1.33

Triticale

Körner der Hybride Triticum X Secale

 

1.34

Mais

Körner von Zea mays L.

 

1.35

Maisfuttermehl (10)

Nebenerzeugnis der Herstellung von Maismehl oder Maisgrieß, das überwiegend aus Teilen der Schale und anderen Kornbestandteilen besteht, die vom Mehlkörper nicht so weitgehend befreit sind wie bei der Maiskleie

Rohfaser

1.36

Maiskleie

Nebenerzeugnis der Maismehl- oder Maisgrießherstellung, das überwiegend aus Maisschalen sowie aus Teilen der Maiskeime und Mehlkörperteilen besteht

Rohfaser

1.37

Maiskeimkuchen

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Keimen anfällt, die auf trockenem oder nassem Wege aus Mais gewonnen werden und denen noch Teile des Mehlkörpers und der Schale anhaften können

Rohprotein

Rohfett

1.38

Maiskeimextraktionsschrot

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von Keimen anfällt, die auf trockenem oder nassem Wege aus Mais gewonnen werden und denen noch Teile des Mehlkörpers und der Schale anhaften können

Rohprotein

1.39

Maiskleberfutter (11)

Nebenerzeugnis der Maisstärkegewinnung (Nassmüllerei). Es besteht aus Kleie und Kleber, denen bis zu 15 % des Gewichts Bruchmais, der beim Sichten anfällt, und/oder Rückstände von Maisquellwasser aus der Gewinnung von Alkohol oder anderen Stärkederivaten zugefügt wurde. Das Erzeugnis kann außerdem Rückstände aus der Maiskeimölgewinnung (ebenfalls Nassmüllerei) enthalten

Rohprotein

Stärke

Rohfett, wenn > 4,5 %

1.40

Maiskleber

Getrocknetes Nebenerzeugnis der Maisstärkegewinnung, das überwiegend aus Kleber besteht, der beim Abtrennen der Stärke anfällt

Rohprotein

1.41

Maisstärke

Aus Mais gewonnene, technisch reine Stärke

Stärke

1.42

Maisquellstärke (12)

Erzeugnis, das aus Maisstärke besteht, die durch Wärmebehandlung weitgehend aufgeschlossen ist

Stärke

1.43

Malzkeime

Nebenerzeugnis der Vermälzung, das hauptsächlich aus den getrockneten Wurzeln der Keimlinge des Getreides besteht

Rohprotein

1.44

Biertreber, getrocknet

Nebenerzeugnis der Brauerei, das durch Trocknen der Rückstände von gemälztem und nicht gemälztem Getreide und anderen stärkehaltigen Erzeugnissen gewonnen wird

Rohprotein

1.45

Getreideschlempe, getrocknet (13)

Nebenerzeugnis der Alkoholdestillation, das durch Trocknen der festen Rückstände fermentierten Getreides gewonnen wird

Rohprotein

1.46

Getreideschlempe, dunkel (14)

Nebenerzeugnis der Alkoholdestillation, das durch Trocknen der festen Rückstände fermentierten Getreides gewonnen wird und dem Teile des Schlempesirups oder der Destillationsrückstände zugesetzt worden sind

Rohprotein


2.   ÖLSAATEN, ÖLFRÜCHTE, DEREN ERZEUGNISSE UND NEBENERZEUGNISSE

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

(1)

(2)

(3)

(4)

2.01

Erdnusskuchen aus teilenthülster Saat

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der teilweise von den Hülsen befreiten Samen der Erdnuss (Arachis hypogaea L. und andere Arachisarten) anfällt (Höchstgehalt an Rohfaser: 16 % in der Trockenmasse)

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.02

Erdnussextraktionsschrot aus teilenthülster Saat

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion der teilweise von den Hülsen befreiten Samen der Erdnuss anfällt (Höchstgehalt an Rohfaser: 16 % in der Trockenmasse)

Rohprotein

Rohfaser

2.03

Erdnusskuchen aus enthülster Saat

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der von den Hülsen befreiten Samen der Erdnuss anfällt

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.04

Erdnussextraktionsschrot aus enthülster Saat

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion der von den Hülsen befreiten Samen der Erdnuss anfällt

Rohprotein

Rohfaser

2.05

Rapssaat (15)

Samen der Rapsarten Brassica napus L. ssp. oleifera (Metzg.) Sinsk., des indischen Sarson Brassica napus L. var. glauca (Roxb.) O.E. Schulz und Rübsen Brassica napa ssp. oleifera (Metzg.) Sinsk. (botanische Reinheit mindestens 94 %)

 

2.06

Rapskuchen (15)

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Rapssaat anfällt (botanische Reinheit mindestens 94 %)

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.07

Rapsextraktionsschrot (15)

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von Rapssaat anfällt (botanische Reinheit mindestens 94 %)

Rohprotein

2.08

Rapsschalen

Nebenerzeugnis, das beim Schälen von Rapssamen anfällt

Rohfaser

2.09

Saflorextraktionsschrot aus teilgeschälter Saat

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von teilweise geschälten Samen der Saflorpflanze Carthamus tinctorius L. anfällt

Rohprotein

Rohfaser

2.10

Kokoskuchen

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen des getrockneten Kerns (Endosperm) und der Samenschale (Integument) des Samens der Kokospalme Cocos nucifera L. anfällt

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.11

Kokosextraktionsschrot

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion des getrockneten Kerns (Endosperm) und der Samenschale (Integument) des Samens der Kokospalme anfällt

Rohprotein

2.12

Palmkernkuchen

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Palmkernen Elaeis guineensis Jacq., Corozo oleifera (HBK) L. H. Bailey (Elaeis melanococca auct.) anfällt, bei denen die Steinschale so weit wie möglich entfernt worden ist

Rohprotein

Rohfaser

Rohfett

2.13

Palmkernextraktionsschrot

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von Palmkernen anfällt, bei denen die Steinschale so weit wie möglich entfernt worden ist

Rohprotein

Rohfaser

2.14

Soja(bohnen), dampferhitzt

Sojabohnen Glycine max. L. Merr., die einer geeigneten Wärmebehandlung unterworfen wurden. (Ureaseaktivität: höchstens 0,4 mg N/g/Min.)

 

2.15

Soja(bohnen)extraktionsschrot, dampferhitzt

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion aus Sojabohnen anfällt und einer geeigneten Wärmebehandlung unterworfen wurde (Ureaseaktivität: höchstens 0,4 mg N/g/Min.)

Rohprotein

Rohfaser, wenn > 8 %

2.16

Soja(bohnen)extraktionsschrot, aus geschälter Saat, dampferhitzt

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion aus geschälten Sojabohnen anfällt und einer geeigneten Wärmebehandlung unterworfen wurde (Höchstgehalt an Rohfaser: 8 % in der Trockenmasse) (Ureaseaktivität: höchstens 0,5 mg N/g/Min.)

Rohprotein

2.17

Soja(bohnen)proteinkonzentrat

Nebenerzeugnis aus geschälten, entfetteten Sojabohnen, das noch weiter extrahiert wurde, um den Anteil stickstofffreier Extraktstoffe zu verringern

Rohprotein

2.18

Pflanzenöl (16)

Aus Pflanzen gewonnenes Öl

Feuchte, wenn > 1 %

2.19

Soja(bohnen)schalen

Nebenerzeugnis, das beim Schälen von Sojabohnen anfällt

Rohfaser

2.20

Baumwollsaat

Entlinterte Samen der Baumwollpflanze Gossypium ssp.

Rohprotein

Rohfaser

Rohfett

2.21

Baumwollsaatextraktionsschrot aus teilgeschälter Saat

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion der entlinterten und teilweise geschälten Samen der Baumwollpflanze anfällt (Höchstgehalt an Rohfaser: 22,5 % in der Trockenmasse)

Rohprotein

Rohfaser

2.22

Baumwollsaatkuchen

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der entlinterten Samen der Baumwollpflanze anfällt

Rohprotein

Rohfaser

Rohfett

2.23

Nigersaatkuchen

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen von Nigersaat, Guizotia abyssinica (L.F.) Cass., anfällt (salzsäureunlösliche Asche: höchstens 3,4 %)

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.24

Sonnenblumensaat

Früchte der Sonnenblume Helianthus annuus L.

 

2.25

Sonnenblumenextraktionsschrot

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion von Sonnenblumenfrüchten anfällt

Rohprotein

2.26

Sonnenblumenextraktionsschrot aus teilgeschälter Saat

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion der teilweise geschälten Früchte der Sonnenblume anfällt (Höchstgehalt an Rohfaser: 27,5 % in der Trockenmasse)

Rohprotein

Rohfaser

2.27

Lein

Samen des Leins Linum usitatissimum L. (botanische Reinheit mindestens 93 %)

 

2.28

Leinkuchen

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen des Leins anfällt (botanische Reinheit mindestens 93 %)

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

2.29

Leinextraktionsschrot

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion der Samen des Leins anfällt (botanische Reinheit mindestens 93 %)

Rohprotein

2.30

Olivenextraktionsschrot

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion nach dem Pressen von Oliven der Varietät Olea europaea L. anfällt, die so weit wie möglich von Kernteilen befreit sind

Rohprotein

Rohfaser

2.31

Sesamkuchen

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Pressen der Samen des Sesams Sesamum indicum L. anfällt (salzsäureunlösliche Asche: höchstens 5 %)

Rohprotein

Rohfaser

Rohfett

2.32

Kakaoextraktionsschrot aus teilgeschälter Saat

Nebenerzeugnis, das bei der Ölgewinnung durch Extraktion der teilweise geschälten, getrockneten und gerösteten Samen der Kakaopflanze Theobroma cacao L. anfällt

Rohprotein

Rohfaser

2.33

Kakaoschalen

Schalen der getrockneten und gerösteten Samen der Kakaopflanze Theobroma cacao L.

Rohfaser


3.   KÖRNERLEGUMINOSEN, DEREN ERZEUGNISSE UND NEBENERZEUGNISSE

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

(1)

(2)

(3)

(4)

3.01

Kichererbsen

Samen von Cicer arietinum L.

 

3.02

Guar-Keimextraktionsschrot

Nebenerzeugnis, das nach der Extraktion des Pflanzenschleims von Samen von Cyamopsis tetragonoloba (L.) Taub. anfällt

Rohprotein

3.03

Ervilie

Samen von Ervum ervilia L.

 

3.04

Platterbse (17)

Samen von Lathyrus sativus L., die einer geeigneten Wärmebehandlung unterworfen wurden

 

3.05

Linsen

Samen der Linse Lens culinaris a.o. Medik.

 

3.06

Süßlupinen

Samen von bitterstoffarmen Lupinus ssp.

 

3.07

Bohnen, dampferhitzt

Samen von Phaseolus oder Vigna ssp., die bis zur Zerstörung der toxischen Lectine einer geeigneten Wärmebehandlung unterworfen wurden

 

3.08

Erbsen

Samen von Pisum ssp.

 

3.09

Erbsenfuttermehl

Nebenerzeugnis der Herstellung von Mehl aus Erbsen, das in der Hauptsache aus Bestandteilen der Kotyledonen besteht und Erbsenschalen nur in geringerer Menge enthält

Rohprotein

Rohfaser

3.10

Erbsenkleie

Nebenerzeugnis der Herstellung von Mehl aus Erbsen, das in der Hauptsache aus Erbsenschalen besteht, die bei der Schälung und Reinigung von Erbsen anfallen

Rohfaser

3.11

Ackerbohnen

Samen von Vicia faba L. ssp. faba var. equina Pers. und var. minuta (Alef.) Mansf.

 

3.12

Wicklinse

Samen von Vicia monanthos Desf.

 

3.13

Wicken

Samen von Vicia sativa L. var. sativa und anderen Varietäten

 


4.   KNOLLEN, WURZELN, DEREN ERZEUGNISSE UND NEBENERZEUGNISSE

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

(1)

(2)

(3)

(4)

4.01

(Zucker-)Rübentrockenschnitzel

Nebenerzeugnis, das bei der Zuckergewinnung aus Zuckerrüben der Varietät Beta vulgaris L. ssp. vulgaris var. altissima Doell anfällt und aus extrahierten getrockneten Schnitzeln besteht (Höchstgehalt an salzsäureunlöslicher Asche: 4,5 % in der Trockenmasse)

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse Gesamtzucker berechnet als Saccharose, wenn > 10,5 %

4.02

(Zucker-)Rübenmelasse

Sirupartiges Nebenerzeugnis, das bei der Gewinnung oder Raffinierung von Zucker aus Zuckerrüben anfällt

Gesamtzucker berechnet als Saccharose

Feuchte, wenn > 28 %

4.03

(Zucker-)Rübenmelasseschnitzel

Nebenerzeugnis, das bei der Zuckergewinnung anfällt und durch Trocknung extrahierter, melassierter Pressschnitzel von Zuckerrüben gewonnen wird (Höchstgehalt an salzsäureunlöslicher Asche: 4,5 % in der Trockenmasse)

Gesamtzucker berechnet als Saccharose

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.04

(Zucker-)Rübenvinasse

Nebenerzeugnis, das nach der fermentativen Gewinnung von Alkohol, Hefe, Zitronensäure und anderen organischen Substanzen aus Rübenmasse anfällt

Rohprotein

Feuchte, wenn > 35 %

4.05

(Rüben-)Zucker (18)

Zucker aus Zuckerrüben

Saccharose

4.06

Süßkartoffel

Knollen von Ipomoea batatas (L.) Poir., unabhängig von der Angebotsform

Stärke

4.07

Maniok (19)

Wurzelknollen von Manihot esculenta Crantz, unabhängig von der Angebotsform (Höchstgehalt an salzsäureunlöslicher Asche: 4,5 % in der Trockenmasse)

Stärke

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

4.08

Maniokquellstärke (20)

Stärke aus Maniokwurzeln, deren Volumen durch geeignete Wärmebehandlung stark erhöht wurde

Stärke

4.09

Kartoffelpülpe

Nebenerzeugnis, das bei der Stärkegewinnung aus Kartoffeln der Varietät Solanum tuberosum L. anfällt.

 

4.10

Kartoffelstärke

Aus Kartoffeln gewonnene, technisch reine Stärke

Stärke

4.11

Kartoffeleiweiß

Getrocknetes Nebenerzeugnis der Kartoffelstärkegewinnung, das in der Hauptsache aus Eiweißsubstanzen besteht, die beim Abtrennen der Stärke anfallen

Rohprotein

4.12

Kartoffelflocken

Erzeugnis, das durch Walzentrocknung von gewaschenen, geschälten oder ungeschälten gedämpften Kartoffeln gewonnen wird

Stärke

Rohfaser

4.13

Kartoffelwasser, eingedickt

Nebenerzeugnis, das bei der Stärkegewinnung aus Kartoffeln anfällt und dem Rohprotein und Wasser teilweise entzogen sind

Rohprotein

Rohasche

4.14

Kartoffelquellstärke

Erzeugnis, das aus Kartoffelstärke besteht, die durch Wärmebehandlung weitgehend aufgeschlossen ist

Stärke


5.   ANDERE SAMEN UND FRÜCHTE, DEREN ERZEUGNISSE UND NEBENERZEUGNISSE

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

(1)

(2)

(3)

(4)

5.01

Johannisbrotschrot

Erzeugnis, das durch Schroten der von ihren Kernen befreiten, getrockneten Früchten (Hülsen) des Johannisbrotbaums Ceratonia siliqua L. gewonnen wird

Rohfaser

5.02

Zitrustrester

Nebenerzeugnis, das bei der Gewinnung von Saft durch Pressen von Zitrusfrüchten (Citrus ssp.) anfällt

Rohfaser

5.03

Obsttrester (21)

Nebenerzeugnis, das bei der Gewinnung von Saft aus Kern- oder Steinobst durch Pressen anfällt

Rohfaser

5.04

Tomatentrester

Nebenerzeugnis, das bei der Gewinnung von Tomantensaft durch Pressen von Tomaten der Varietät Solanum lycopersicum Karst. anfällt

Rohfaser

5.05

Traubenkerne, extrahiert

Nebenerzeugnis, das bei der Extraktion von Öl aus Traubenkernen anfällt

Rohfaser, wenn > 45 %

5.06

Traubenpulpe

Nach der Kelterung zurückgebliebene Traubenbestandteile, die nach der Alkoholextraktion schnell getrocknet und soweit wie möglich von Stielen und Kernen befreit werden

Rohfaser, wenn > 25 %

5.07

Traubenkerne

Aus dem Traubentrester extrahierte Kerne, nicht entölt

Rohfett Rohfaser, wenn > 45 %


6.   GRÜNFUTTER, EINSCHLIESSLICH RAUFUTTER

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

(1)

(2)

(3)

(4)

6.01

Luzernegrünmehl (22)

Durch Trocknen und Mahlen junger Luzerne der Varietäten Medicago sativa L. und Medicago var. Martyn gewonnenes Erzeugnis, das jedoch bis zu 20 % Jungklee oder andere Futterpflanzen enthalten kann, die zur gleichen Zeit wie die Luzerne getrocknet und gemahlen wurden

Rohprotein

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.02

Luzernetrester

Getrocknetes Nebenerzeugnis, das beim Pressen von Saft aus Luzernen anfällt

Rohprotein

6.03

Luzerneproteinkonzentrat

Erzeugnis, das bei der künstlichen Trocknung von Bestandteilen des Luzernepresssaftes anfällt und das zum Ausfällen der Proteine zentrifugiert und wärmebehandelt wurde

Karotin

Rohprotein

6.04

Kleegrünmehl (22)

Durch Trocknen und Mahlen von jungem Klee der Varietät Trifolium spp. gewonnenes Erzeugnis, das jedoch bis zu 20 % junge Luzerne oder andere Futterpflanzen enthalten kann, die zur gleichen Zeit wie der Klee getrocknet und gemahlen wurden

Rohprotein

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.05

Grünmehl (22)  (23)

Durch Trocknen und Mahlen von jungen Futterpflanzen gewonnenes Erzeugnis

Rohprotein

Rohfaser

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,5 % in der Trockenmasse

6.06

Getreidestroh (24)

Stroh von Getreide

 

6.07

Getreidestroh, behandelt (25)

Erzeugnis, das bei einer geeigneten Behandlung von Getreidestroh anfällt

Natrium bei Behandlung mit NaOH


7.   ANDERE PFLANZEN, DEREN ERZEUGNISSE UND NEBENERZEUGNISSE

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

(1)

(2)

(3)

(4)

7.01

(Zucker-)Rohrmelasse

Sirupartiges Nebenerzeugnis, das bei der Gewinnung oder Raffinierung von Zucker aus Zuckerrohr der Varietät Saccharum officinarum L. anfällt

Gesamtzucker berechnet als Saccharose

Feuchte, wenn > 30 %

7.02

(Zucker-)Rohrvinasse

Nebenerzeugnis, das nach der fermentativen Gewinnung von Alkohol, Hefe, Zitronensäure oder anderen organischen Substanzen aus Zuckerrohrmelasse anfällt

Rohprotein

Feuchte, wenn > 35 %

7.03

(Rohr-)Zucker (26)

Zucker aus Zuckerrohr

Saccharose

7.04

Seealgenmehl

Erzeugnis, das durch Trocknen und Zerkleinern von Seealgen, insbesondere Braunalgen, anfällt. Das Erzeugnis kann zur Verringerung des Jodgehalts gewaschen sein

Rohasche


8.   MILCHERZEUGNISSE

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

(1)

(2)

(3)

(4)

8.01

Magermilchpulver

Erzeugnis, das durch Trocknen von weitgehend entfetteter Milch gewonnen wird

Rohprotein

Feuchte, wenn > 5 %

8.02

Buttermilchpulver

Erzeugnis, das durch Trocknen der Flüssigkeit gewonnen wird, die bei der Butterherstellung anfällt

Rohprotein

Rohfett

Laktose

Feuchte, wenn > 6 %

8.03

Molkepulver

Erzeugnis, das durch Trocknen der bei der Herstellung von Käse, Quark und Kasein oder bei ähnlichen Herstellungsverfahren anfallenden Flüssigkeit gewonnen wird

Rohprotein

Laktose

Feuchte, wenn > 8 %

Rohasche

8.04

Molkenpulver, teilentzuckert

Erzeugnis, das durch Trocknen von Molke gewonnen wird, der ein Teil der Laktose entzogen wurde

Rohprotein

Laktose

Feuchte, wenn > 8 %

Rohasche

8.05

Molkeneiweißpulver (27)

Erzeugnis, das durch Trocknen der Eiweißbestandteile entsteht, die aus Molke oder Milch durch chemische oder physikalische Behandlung gewonnen werden

Rohprotein

Feuchte, wenn > 8 %

8.06

Kaseinpulver

Erzeugnis, das durch Trocknen des aus Magermilch oder Buttermilch durch Säuren oder Lab gefällten Kaseins gewonnen wird

Rohprotein

Feuchte, wenn > 10 %

8.07

Milchzuckerpulver

Aus Milch oder Molke durch Reinigung und Trocknen abgetrennter Zucker

Laktose

Feuchte, wenn > 5 %


9.   ERZEUGNISSE VON LANDTIEREN

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

(1)

(2)

(3)

(4)

9.01

Tiermehl (28)

Erzeugnis, das durch Erhitzen, Trocknen und Mahlen von Körperteilen warmblütiger Landtiere gewonnen wird und dessen Fett teilweise extrahiert oder physikalisch entzogen sein kann. Es muss soweit wie technisch möglich frei sein von Horn, Borsten, Haaren und Federn sowie von Magen- und Darminhalt. (Mindestgehalt an Rohprotein: 50 % in der Trockenmasse) (Höchstgehalt an Gesamtphosphor: 8 %)

Rohprotein

Rohfett

Rohasche

Feuchte, wenn > 8 %

9.02

Fleischknochenmehl (28)

Erzeugnis, das durch Erhitzen, Trocknen und Mahlen von Körperteilen warmblütiger Landtiere gewonnen wird und dessen Fett teilweise extrahiert oder physikalisch entzogen sein kann. Es muss soweit wie technisch möglich frei sein von Horn, Borsten, Haaren und Federn sowie von Magen- und Darminhalt

Rohprotein

Rohfett

Rohasche

Feuchte, wenn > 8 %

9.03

Futterknochenschrot

Erzeugnis, das durch Trocknen, Erhitzen und feines Zerkleinern der Knochen warmblütiger Landtiere gewonnen wird, dessen Fett weitgehend extrahiert oder physikalisch entzogen wurde. Es muss soweit wie technisch möglich frei sein von Horn, Borsten, Haaren und Federn sowie von Magen- und Darminhalt

Rohprotein

Rohasche

Feuchte, wenn > 8 %

9.04

Grieben

Nebenerzeugnis, das bei der Gewinnung von Talg, Schmalz oder sonstigen extrahierten oder physikalisch entzogenen tierischen Fetten anfällt

Rohprotein

Rohfett

Feuchte, wenn > 8 %

9.05

Geflügelmehl (28)

Erzeugnis, das durch Erhitzen, Trocknen und Mahlen von Nebenprodukten der Geflügelschlachtung gewonnen wird. Es muss soweit wie technisch möglich frei von Federn sein

Rohprotein

Rohfett

Rohasche

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,3 %

Feuchte, wenn > 8 %

9.06

Federmehl, hydrolysiert

Erzeugnis, das durch Hydrolyse, Trocknen und Mahlen von Geflügelfedern gewonnen wird

Rohprotein

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 3,4 %

Feuchte, wenn > 8 %

9.07

Blutmehl

Erzeugnis, das durch Trocknen von Blut geschlachteter warmblütiger Tiere gewonnen wird. Es muss soweit wie technisch möglich frei sein von fremden Bestandteilen

Rohprotein

Feuchte, wenn > 8 %

9.08

Tierfett (29)

Erzeugnis, das aus Fett warmblütiger Landtiere besteht

Feuchte, wenn > 1 %


10.   FISCH, ANDERE MEERESTIERE, DEREN ERZEUGNISSE UND NEBENERZEUGNISSE

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

(1)

(2)

(3)

(4)

10.01

Fischmehl (30)

Erzeugnis, das beim Verarbeiten ganzer Fische oder von Fischteilen anfällt, dem Öl teilweise entzogen und der Fischpresssaft wieder zugesetzt worden sein kann

Rohprotein

Rohfett

Rohasche, wenn > 20 % Feuchte, wenn > 8 %

10.02

Fischpresssaft, eingedickt

Erzeugnis, das bei der Gewinnung von Fischmehl anfällt und durch Säurekonservierung oder Trocknung abgetrennt und stabilisiert worden ist

Rohprotein

Rohfett

Feuchte, wenn > 5 %

10.03

Fischöl

Aus Fischen oder Fischteilen gewonnenes Öl

Feuchte, wenn > 1 %

10.04

Fischöl, raffiniert, gehärtet

Aus Fischen oder Fischteilen gewonnenes Öl, das raffiniert und gehärtet wurde

Jodzahl

Feuchte, wenn > 1 %


11.   MINERALSTOFFE

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

(1)

(2)

(3)

(4)

11.01

Calciumcarbonat (31)

Erzeugnis, das durch Mahlen calciumcarbonathaltiger Erzeugnisse wie Kalkstein, Muschel- oder Austernschalen oder durch Ausfällen aus sauren Lösungen gewonnen wird

Calcium

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.02

Calcium-Magnesiumcarbonat

Natürliches Gemisch aus Calciumcarbonat und Magnesiumcarbonat

Calcium

Magnesium

11.03

Kohlensaurer Algenkalk (Maerl)

Natürlich vorkommendes, aus Kalkalgen gewonnenes Erzeugnis, gemahlen oder gekörnt

Calcium

Salzsäureunlösliche Asche, wenn > 5 %

11.04

Magnesiumoxid

Technisch reines Magnesiumoxid (MgO)

Magnesium

11.05

Magnesiumsulfat

Technisch reines Magnesiumsulfat (MgSO4 7H2O)

Magnesium

Schwefel

11.06

Dicalciumphosphat (32)

Aus Knochen oder anorganischen Verbindungen durch Ausfällen gewonnenes Calciummonohydrogenphosphat (CaHPO4 H2O)

Calcium

Gesamtphosphor

11.07

Monodicalciumphosphat

Erzeugnis, das chemisch gewonnen wird und zu gleichen Teilen aus Mono- und Dicalciumphosphat besteht (CaHPO4 — Ca(H2PO4)2 H2O)

Gesamtphosphor

Calcium

11.08

Rohphosphat, entfluoriert

Erzeugnis, das durch Mahlen gereinigter sowie in geeigneter Weise entfluorierter Naturphosphate gewonnen wird

Gesamtphosphor

Calcium

11.09

Knochenfuttermehl, entleimt

Entfettete, entleimte, sterilisierte, gemahlene Knochen

Gesamtphosphor

Calcium

11.10

Monocalciumphosphat

Technisch reines Calcium-bis(dihydrogenphosphat) (Ca(H2PO4)2 xH2O)

Gesamtphosphor

Calcium

11.11

Calcium-Magnesiumphosphat

Technisch reines Calcium-Magnesiumphosphat

Calcium

Magnesium

Gesamtphosphor

11.12

Monoammoniumphosphat

Technisch reines Monoammoniumphosphat (NH4H2PO4)

Gesamtstickstoff

Gesamtphosphor

11.13

Natriumchlorid (31)

Technisch reines Natriumchlorid oder Erzeugnis, das durch Vermahlen von natürlichen, natriumchloridhaltigen Stoffen wie Stein-, Siede- oder Seesalz gewonnen wird

Natrium

11.14

Magnesiumpropionat

Technisch reines Magnesiumpropionat

Magnesium

11.15

Magnesiumphosphat

Erzeugnis aus technisch reinem Dimagnesiumphosphat (MgHPO4 xH2O)

Gesamtphosphor

Magnesium

11.16

Natrium-Calcium-Magnesium-Phosphat

Erzeugnis aus Natrium-Calcium-Magnesium-Phosphat

Gesamtphosphor

Magnesium

Calcium

Natrium

11.17

Mononatriumphosphat

Technisch reines Mononatriumphosphat (NaH2PO H2O)

Gesamtphosphor

Natrium

11.18

Natrium-bi-Carbonat

Technisch reines Natrium-bi-Carbonat (NaHCO3)

Natrium


12.   VERSCHIEDENES

Nummer

Bezeichnung

Beschreibung

Obligatorische Angaben

(1)

(2)

(3)

(4)

12.01

Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse der Back- und Teigwarenindustrie (33)

Erzeugnis oder Nebenerzeugnis, das bei der Herstellung von Brot, einschließlich Feingebäck, Keksen und Teigwaren anfällt

Stärke

Gesamtzucker berechnet als Saccharose

12.02

Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse der Süßwarenindustrie (33)

Erzeugnis oder Nebenerzeugnis, das bei der Herstellung von Süßigkeiten, einschließlich Schokolade, anfällt

Gesamtzucker berechnet als Saccharose

12.03

Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse der Konditorei- und Speiseeisindustrie (33)

Erzeugnis oder Nebenerzeugnis, das bei der Herstellung von Konditoreiwaren, Kuchen oder Speiseeis anfällt

Stärke

Gesamtzucker berechnet als Saccharose

Rohfett

12.04

Fettsäuren

Nebenerzeugnis, das bei der Entsäuerung von Ölen und Fetten unbestimmten pflanzlichen oder tierischen Ursprungs mit Lauge oder durch Destillation anfällt

Rohfett

Feuchte, wenn > 1 %

12.05

Salze von Fettsäuren (34)

Erzeugnis, das bei der Verseifung von Fettsäuren mit Hilfe von Calcium-, Natrium- oder Kaliumhydroxid entsteht

Rohfett

Ca (bzw. Na oder K)


13.   ERZEUGNISSE UND NEBENERZEUGNISSE AUS FERMENTATIONSVERFAHREN UND AMMONIUMSALZEN

2

3

4

Beschreibung des Erzeugnisses

Bezeichnung der ernährungsphysiologisch wirksamen Substanz oder Identität des Mikroorganismus

Nährsubstrat (etwaige Spezifizierungen)

1.1.1.1.

Aus Methylophilus methylotrophus auf Methanol gezüchtetes Eiweißfermentationserzeugnis

Methylophilus methylotrophus Stamm NCIB 10 515

Methanol

1.1.2.1.

Aus Methylococcus capsulatus (Bath), Alcaligenes acidovorans, Bacillus brevis und Bacillus firmus auf Erdgas gezüchtetes Eiweißfermentationserzeugnis — und mit abgetöteten Zellen

Methylococcus capsulatus (Bath) Stamm NCIMB 11132,

Alcaligenes acidovorans Stamm NCIMB 12387,

Bacillus brevis Stamm NCIMB 13288,

Bacillus firmus Stamm NCIMB 13280

Erdgas: (ca. 91 % Methan, 5 % Ethan, 2 % Propan, 0,5 % Isobutan, 0,5 % n-Butan, 1 % sonstige Bestandteile), Ammonium, Mineralsalze

Alle Hefen — aus in den Spalten 3 und 4 aufgeführten Mikroorganismen und Substraten — von abgestorbenen Zellen

Saccharomyces cerevisiae

Saccharomyces carlsbergiensis

Kluyveromyces lactis

Kluyveromyces fragilis

Candida guilliermondii

Melassen, Nachwein, Getreide- und Stärkeerzeugnisse, Fruchtsäfte, Molke, Milchsäure und Hydrolysate aus Pflanzenfasern

1.4.1.1.

Mycel, flüssiges Nebenerzeugnis aus der Penicillinherstellung, das mit Hilfe von Lactobacillus brevis, plantarum, collinoides, sake und Streptococcus lactis zur Inaktivierung des Penicillins siliert und danach erhitzt worden ist

Stickstoffverbindungen Penicillium chrysogenum Stamm ATCC 48271

Verschiedene Kohlenhydrate und ihre Hydrolysate

2.2.1.

Ammoniumlaktat aus der Fermentation mit Lactobacillus bulgaricus

CH3CHOHCOONH4

Molke

2.2.2.

Ammoniumacetat, wässrige Lösung

CH3COONH4

2.2.3.

Ammoniumsulfat, wässrige Lösung

(NH4)2SO4

2.3.1.

Flüssige, konzentrierte Nebenerzeugnisse aus der Herstellung von L-Glutaminsäure durch Fermentation mit Corynebacterium melassecola

Ammoniumsalze und andere Stickstoffverbindungen

Saccharose, Melasse, Stärkeerzeugnisse und ihre Hydrolysate

2.3.2.

Flüssige, konzentrierte Nebenerzeugnisse aus der Herstellung von L-Lysin-Monohydrochlorid durch Fermentation mit Brevibacterium lactofermentum

Ammoniumsalze und andere Stickstoffverbindungen

Saccharose, Melasse, Stärkeerzeugnisse und ihre Hydrolysate


(1)  In deutscher Sprache kann „Konzentrieren“ bei Bedarf durch „Eindicken“ ersetzt werden. Der gebräuchliche Begriff wäre dann „eingedickt“.

(2)  „Schälen“ kann bei Bedarf durch „Enthülsen“ oder „Entspelzen“ ersetzt werden. Der gebräuchliche Begriff wäre dann „enthülst“ oder „entspelzt“.

(3)  In französischer Sprache darf die Bezeichnung „issues“ verwendet werden.

(4)  In französischer Sprache kann „Pressage“ bei Bedarf durch „Extraction mécanique“ ersetzt werden.

(5)  Gegebenenfalls kann der Begriff „Expeller“ durch den Begriff „Kuchen“ ersetzt werden.

(6)  In deutscher Sprache können die Begriffe „aufgeschlossen“ und „Quellwasser“ (bezogen auf Stärke) verwendet werden.

(7)  Erzeugnisse, die mehr als 40 % Stärke enthalten, können als „stärkereich“ bezeichnet werden. In deutscher Sprache können sie als „Roggennachmehl“ bezeichnet werden.

(8)  Erzeugnisse, die mehr als 40 % Stärke enthalten, können als „stärkereich“ bezeichnet werden. In deutscher Sprache können sie als „Weizennachmehl“ bezeichnet werden.

(9)  Wenn dieser Ausgangsstoff feiner gemahlen wurde, darf das Wort „fein“ der Bezeichnung hinzugefügt werden oder darf die Bezeichnung durch eine andere entsprechende Bezeichnung ersetzt werden.

(10)  Erzeugnisse, die mehr als 40 % Stärke enthalten, können als „stärkereich“ bezeichnet werden. In deutscher Sprache können sie als „Maisnachmehl“ bezeichnet werden.

(11)  Diese Bezeichnung kann gegebenenfalls durch „Maisglutenfutter“ ersetzt werden.

(12)  Diese Bezeichnung kann gegebenenfalls durch „extrudierte Maisstärke“ ersetzt werden.

(13)  Die Getreideart kann bei der Bezeichnung angegeben werden.

(14)  Diese Bezeichnung kann gegebenenfalls durch „getrocknete Körner und Quellwasser aus der Destillation“ ersetzt werden. Die Getreideart kann bei der Bezeichnung angegeben werden.

(15)  Ggf. kann der Name die Bezeichnung „glucosinolatarm“ enthalten („glucosinolatarm“ entsprechend der Definition nach dem Recht der Europäischen Union).

(16)  Die Pflanzenart muss bei der Bezeichnung zusätzlich angegeben werden.

(17)  Diese Bezeichnung muss durch die Angabe der Art der durchgeführten Wärmebehandlung ergänzt werden.

(18)  Diese Bezeichnung kann durch „Saccharose“ ersetzt werden.

(19)  Diese Bezeichnung kann durch „Tapioka“ ersetzt werden.

(20)  Diese Bezeichnung kann durch „Tapiokaquellstärke“ ersetzt werden.

(21)  Die Obstart kann bei der Bezeichnung zusätzlich angegeben werden.

(22)  Der Wortteil „Mehl“ kann durch „Pellets“ ersetzt werden. Die Bezeichnung des Trocknungsverfahrens kann der Bezeichnung hinzugefügt werden.

(23)  Die Futterpflanzenart kann der Bezeichnung hinzugefügt werden.

(24)  Die Strohart ist in der Bezeichnung anzugeben.

(25)  Die Bezeichnung muss um die Bezeichnung der Art der chemischen Behandlung ergänzt werden.

(26)  Diese Bezeichnung kann durch „Saccharose“ ersetzt werden.

(27)  Diese Bezeichnung kann durch „Milchalbuminpulver“ ersetzt werden.

(28)  Erzeugnisse, die mehr als 13 % Fett in der Trockenmasse enthalten, sind als „fettreich“ zu bezeichnen.

(29)  Diese Bezeichnung kann um eine genauere Angabe der je nach Herkunft oder Gewinnung unterschiedlichen Fettart (Talg, Schmalz, Knochenfett usw.) ergänzt werden.

(30)  Erzeugnisse, die mehr als 75 % Rohprotein in der Trockenmasse enthalten, können als „proteinreich“ bezeichnet werden.

(31)  Die Art der Herkunft kann bei der Bezeichnung zusätzlich angegeben werden oder sie ersetzen.

(32)  Das Herstellungsverfahren kann in der Bezeichnung angegeben werden.

(33)  Die Bezeichnung kann durch Angabe des land- und ernährungswirtschaftlichen Verfahrens, nach dem das Futtermittel-Ausgangserzeugnis (Einzelfuttermittel) gewonnen wurde, geändert oder ergänzt werden.

(34)  In der Bezeichnung kann das gewonnene Salz angegeben werden.


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