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Document 31969R0543

Verordnung (EWG) Nr. 543/69 des Rates vom 25. März 1969 über die Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr

OJ L 77, 29.3.1969, p. 49–60 (DE, FR, IT, NL)
Danish special edition: Series I Volume 1969(I) P. 158 - 168
English special edition: Series I Volume 1969(I) P. 170 - 181
Greek special edition: Chapter 05 Volume 001 P. 47 - 58
Spanish special edition: Chapter 07 Volume 001 P. 116 - 127
Portuguese special edition: Chapter 07 Volume 001 P. 116 - 127

No longer in force, Date of end of validity: 29/09/1986; Aufgehoben und ersetzt durch 385R3820

ELI: http://data.europa.eu/eli/reg/1969/543/oj

31969R0543

Verordnung (EWG) Nr. 543/69 des Rates vom 25. März 1969 über die Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr

Amtsblatt Nr. L 077 vom 29/03/1969 S. 0049 - 0060
Dänische Sonderausgabe: Reihe I Kapitel 1969(I) S. 0158
Englische Sonderausgabe: Reihe I Kapitel 1969(I) S. 0170
Griechische Sonderausgabe: Kapitel 05 Band 1 S. 0047
Spanische Sonderausgabe: Kapitel 07 Band 1 S. 0116
Portugiesische Sonderausgabe: Kapitel 07 Band 1 S. 0116


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( 1 ) ABL . NR . 88 VOM 24 . 5 . 1965, S . 1500/65 .

( 2 ) ABL . NR . 63 VOM 3 . 4 . 1967, S . 993/67 .

( 3 ) ABL . NR . 92 VOM 17 . 5 . 1967, S . 1802/67 .

( 4 ) ABL . NR . 147 VOM 9 . 8 . 1966, S . 2688/66 .

VERORDNUNG ( EWG ) NR . 543/69 DES RATES

VOM 25 . MÄRZ 1969

ÜBER DIE HARMONISIERUNG BESTIMMTER SOZIALVORSCHRIFTEN IM STRASSENVERKEHR

DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -

GESTÜTZT AUF DEN VERTRAG ZUR GRÜNDUNG DER EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT, INSBESONDERE AUF ARTIKEL 75,

GESTÜTZT AUF DIE ENTSCHEIDUNG DES RATES VOM 13 . MAI 1965 ÜBER DIE HARMONISIERUNG BESTIMMTER VORSCHRIFTEN, DIE DEN WETTBEWERB IM EISENBAHN -, STRASSEN - UND BINNENSCHIFFSVERKEHR BEEINFLUSSEN ( 1 ), INSBESONDERE AUF ABSCHNITT III,

AUF VORSCHLAG DER KOMMISSION,

NACH STELLUNGNAHME DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS ( 2 ),

NACH STELLUNGNAHME DES WIRTSCHAFTS - UND SOZIALAUSSCHUSSES ( 3 ),

IN ERWAEGUNG NACHSTEHENDER GRÜNDE :

DIE DURCHFÜHRUNG DER SOZIALVORSCHRIFTEN DER GENANNTEN ENTSCHEIDUNG IST FÜR DEN STRASSENVERKEHR EINIGERMASSEN DRINGLICH; ES MÜSSEN EBENFALLS SO WEIT WIE MÖGLICH DIE ERFORDERNISSE BERÜCKSICHTIGT WERDEN, DIE SICH AUS DER VORGESEHENEN ANNÄHERUNG AUF DIESEM GEBIET ZWISCHEN DEN DREI VERKEHRSTRAEGERN ERGEBEN .

ZU DIESEM ZWECK MÜSSEN DIE NOTWENDIGEN MASSNAHMEN HINSICHTLICH DER ZUSAMMENSETZUNG DES FAHRPERSONALS, DER LENKUNGS - UND RUHEZEITEN VORRANGIG GETROFFEN WERDEN .

DIE VERORDNUNGSVORSCHRIFTEN ÜBER DIE ARBEITSBEDINGUNGEN DÜRFEN DIE ZUSTÄNDIGKEIT DER SOZIALPARTNER, INSBESONDERE IM RAHMEN VON TARIFVERTRAEGEN FÜR DIE ARBEITNEHMER GÜNSTIGERE BESTIMMUNGEN FESTZULEGEN, NICHT BEEINTRÄCHTIGEN; ZUR FÖRDERUNG DES SOZIALEN FORTSCHRITTS UND IM HINBLICK AUF EINE GRÖSSERE SICHERHEIT IM STRASSENVERKEHR MUSS JEDER MITGLIEDSTAAT WEITERHIN DAS RECHT HABEN, GEWISSE GEEIGNETE MASSNAHMEN ZU TREFFEN; DIE KOMMISSION MUSS DAHER DIE ENTWICKLUNG DER LAGE IN DEN MITGLIEDSTAATEN BEOBACHTEN UND DEM RAT HIERÜBER IN REGELMÄSSIGEN ZEITABSTÄNDEN BERICHTE VORLEGEN MIT DEM ZIEL, DASS DIE VERORDNUNG DER FESTGESTELLTEN ENTWICKLUNG ANGEPASST WERDEN KANN .

DIESE VERORDNUNG MUSS AUF BEFÖRDERUNGEN MIT DEN AUF DEM HOHEITSGEBIET DER MITGLIEDSTAATEN VERKEHRENDEN FAHRZEUGEN, DIE IN EINEM MITGLIEDSTAAT ODER IN EINEM DRITTLAND ZUGELASSEN SIND, EINHEITLICH ANGEWANDT WERDEN .

VOM ANWENDUNGSBEREICH DIESER VERORDNUNG KÖNNEN BESTIMMTE BEFÖRDERUNGEN AUSGENOMMEN WERDEN .

ES MÜSSEN MASSNAHMEN IN BEZUG AUF DAS MINDESTALTER FÜR FAHRER IM GÜTERVERKEHR UND IM PERSONENVERKEHR - AUCH UNTER BERÜCKSICHTIGUNG GEWISSER ERFORDERNISSE DER BERUFSAUSBILDUNG - SOWIE IN BEZUG AUF DAS MINDESTALTER FÜR BEIFAHRER UND SCHAFFNER VORGESEHEN WERDEN .

VON EINER BESTIMMTEN ENTFERNUNG AB UND FÜR BESTIMMTE FAHRZEUGE MÜSSEN MASSNAHMEN HINSICHTLICH DER ZUSAMMENSETZUNG DES FAHRPERSONALS GETROFFEN WERDEN; DEN UNTERNEHMEN IST HIERBEI DIE WAHL ZWISCHEN EINEM SYSTEM DER DOPPELBESETZUNG UND EINEM SYSTEM DER ABLÖSUNG DES FAHRERS ZU LASSEN .

DIE UNUNTERBROCHENE LENKZEIT UND DIE TAGESLENKZEIT SIND ZU BESCHRÄNKEN, OHNE DASS DIESE REGELUNG DIE EINZELSTAATLICHEN VORSCHRIFTEN BERÜHRT, WONACH DER FAHRER DAS FAHRZEUG NUR SO LANGE LENKEN DARF, WIE ER IN DER LAGE IST, ES SICHER ZU FÜHREN .

HINSICHTLICH DER LENKZEITEN IST JEDOCH VORZUSEHEN, DASS DIE BETREFFENDEN BESTIMMUNGEN DER VERORDNUNG NUR SCHRITTWEISE ANGEWANDT WERDEN; HIERZU SIND IN EINER ÜBERGANGSBESTIMMUNG DIE VORSCHRIFTEN FESTZULEGEN, DIE WÄHREND EINER ERSTEN PHASE VON ZWEI JAHREN GELTEN; FÜR BESTIMMTE LANGE UND SCHWERE FAHRZEUGE IST JEDOCH INSBESONDERE AUS GRÜNDEN DER VERKEHRSSICHERHEIT VORZUSEHEN, DASS MIT DEM INKRAFTTRETEN DER VERORDNUNG STRENGERE VORSCHRIFTEN ANGEWANDT WERDEN .

HINSICHTLICH DER RUHEZEITEN SIND DIE MINDESTDAUER UND DIE WEITEREN BEDINGUNGEN FÜR DIE TAEGLICHEN UND DIE WÖCHENTLICHEN RUHEZEITEN DER MITGLIEDER DES FAHRPERSONALS FESTZULEGEN .

UM EINE KONTROLLE DER BEACHTUNG DIESER VERORDNUNG ZU ERMÖGLICHEN, IST EIN PERSÖNLICHES KONTROLLHEFT EINZUFÜHREN, DAS FÜR ALLE MITGLIEDER DES FAHRPERSONALS OBLIGATORISCH IST; JEDOCH KANN FÜR DIE MITGLIEDER DES FAHRPERSONALS VON FAHRZEUGEN IM LINIENVERKEHR DAS PERSÖNLICHE KONTROLLHEFT DURCH EINE ABSCHRIFT DES FAHRPLANS UND DURCH EINEN AUSZUG AUS DEM ARBEITSZEITPLAN DES UNTERNEHMENS ERSETZT WERDEN .

DAS PERSÖNLICHE KONTROLLHEFT IST MÖGLICHST DURCH EIN MECHANISCHES KONTROLLGERÄT ZU ERSETZEN; HIERZU SIND BINNEN EINER BESTIMMTEN FRIST AUF GEMEINSCHAFTSEBENE DIE TECHNISCHEN MERKMALE SOWIE DIE EINZELHEITEN DER VERWENDUNG EINES SOLCHEN GERÄTES FESTZULEGEN .

ES IST ZWECKMÄSSIG, DASS SICH DIE MITGLIEDSTAATEN GEGENSEITIG UNTERSTÜTZEN, UM DIE DURCHFÜHRUNG DIESER VERORDNUNG UND DIE KONTROLLE DIESER DURCHFÜHRUNG SICHERZUSTELLEN .

UM DEN UNTERNEHMEN DIE ANPASSUNG AN DIESE VERORDNUNG ZU ERMÖGLICHEN, IST SIE IN EINER ERSTEN PHASE NUR AUF DEN GRENZUEBERSCHREITENDEN VERKEHR ZWISCHEN DEN MITGLIEDSTAATEN ANZUWENDEN, UND IHRE ANWENDUNG IST ERST IN EINER ZWEITEN PHASE AUF SÄMTLICHE UNTER DIE VERORDNUNG FALLENDEN BEFÖRDERUNGEN AUSZUDEHNEN -

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :

ABSCHNITT I

DEFINITIONEN

ARTIKEL 1

IM SINNE DIESER VERORDNUNG BEDEUTET :

1 . ,,STRASSENVERKEHR '': JEDE FORTBEWEGUNG EINES ZUR PERSONEN - ODER GÜTERBEFÖRDERUNG BENUTZTEN LEEREN ODER BELADENEN FAHRZEUGS AUF DER STRASSE;

2 . ,,FAHRZEUGE '': KRAFTFAHRZEUGE, ZUGMASCHINEN, ANHÄNGER UND SATTELANHÄNGER GEMÄSS DEN NACHSTEHENDEN DEFINITIONEN :

A ) ,,KRAFTFAHRZEUG '': MIT AUSNAHME DER SCHIENENFAHRZEUGE JEDES FAHRZEUG MIT MECHANISCHER ANTRIEBSVORRICHTUNG, DAS MIT EIGENEM ANTRIEB AUF DER STRASSE VERKEHRT UND NORMALERWEISE ZUR PERSONEN - UND GÜTERBEFÖRDERUNG DIENT;

B ) ,,ZUGMASCHINE '': MIT AUSNAHME DER SCHIENENFAHRZEUGE JEDES FAHRZEUG MIT MECHANISCHER ANTRIEBSVORRICHTUNG, DAS MIT EIGENEM ANTRIEB AUF DER STRASSE VERKEHRT UND DAS BESONDERS DAZU AUSGESTATTET IST, UM ANHÄNGER, SATTELANHÄNGER, GERÄTE ODER MASCHINEN ZU ZIEHEN, ZU SCHIEBEN ODER ANZUTREIBEN;

C ) ,,ANHÄNGER '': JEDES FAHRZEUG, DAS DAZU BESTIMMT IST, AN EIN KRAFTFAHRZEUG ODER AN EINE ZUGMASCHINE ANGEHÄNGT ZU WERDEN;

D ) ,,SATTELANHÄNGER '': EIN ANHÄNGER OHNE VORDERACHSE, DER SO ANGEHÄNGT WIRD, DASS EIN BETRÄCHTLICHER TEIL SEINES GEWICHTES UND SEINER LADUNG VON DER ZUGMASCHINE ODER VOM KRAFTFAHRZEUG GETRAGEN WIRD;

3 . ,,MITGLIED DES FAHRPERSONALS '': DER FAHRER, DER BEIFAHRER UND DER SCHAFFNER GEMÄSS NACHSTEHENDEN DEFINITIONEN :

A ) ,,FAHRER '': JEDE PERSON, DIE DAS FAHRZEUG, SEI ES AUCH NUR KURZE ZEIT, SELBST LENKT ODER SICH IN DEM FAHRZEUG BEFINDET, UM ES GEGEBENENFALLS LENKEN ZU KÖNNEN;

B ) ,,BEIFAHRER '': JEDE PERSON, DIE DEN FAHRER EINES FAHRZEUGS BEGLEITET, UM IHN BEI BESTIMMTEN TÄTIGKEITEN ZU UNTERSTÜTZEN, UND DIE SICH GEWÖHNLICH AN DEN IM VERKEHR ZU VERRICHTENDEN TÄTIGKEITEN BETEILIGT, OHNE FAHRER IM SINNE VON NUMMER 3 BUCHSTABE A ) ZU SEIN;

C ) ,,SCHAFFNER '': JEDE PERSON, DIE DEN FAHRER EINES ZUR PERSONENBEFÖRDERUNG EINGESETZTEN FAHRZEUGS BEGLEITET, UM INSBESONDERE DIE FAHRAUSWEISE ZU VERKAUFEN UND ZU KONTROLLIEREN;

4 . ,,WOCHE '': JEDER ZEITRAUM VON 7 AUFEINANDERFOLGENDEN TAGEN;

5 . ,,TAGESRUHEZEIT '': JEDER UNUNTERBROCHENE ZEITRAUM VON MINDESTENS 8 STUNDEN, IN DEM DIE MITGLIEDER DES FAHRPERSONALS FREI ÜBER IHRE ZEIT VERFÜGEN UND SICH VÖLLIG FREI BEWEGEN KÖNNEN;

6 . A ) ,,GÜTERLINIENVERKEHR '': DIE BEFÖRDERUNG, DIE IN EINER BESTIMMTEN ZEITFOLGE UND AUF EINER BESTIMMTEN VERKEHRSVERBINDUNG DURCHGEFÜHRT WIRD UND BEI DER GÜTER AN VORHER FESTGELEGTEN HALTEPUNKTEN ÜBERNOMMEN ODER ABGESETZT WERDEN;

B ) ,,PERSONENLINIENVERKEHR '': DER IN ARTIKEL 1 DER VERORDNUNG NR . 117/66/EWG GENANNTE VERKEHR ( 4 );

7.,,HÖCHSTZULÄSSIGES GESAMTGEWICHT '': DAS HÖCHSTZULÄSSIGE GEWICHT DES FAHRBEREITEN FAHRZEUGS EINSCHLIESSLICH NUTZLAST .

ABSCHNITT II

GELTUNGSBEREICH

ARTIKEL 2

DIESE VERORDNUNG GILT FÜR BEFÖRDERUNGEN IM STRASSENVERKEHR MITTELS DER IN EINEM MITGLIEDSTAAT ODER EINEM DRITTLAND ZUGELASSENEN FAHRZEUGE FÜR DIE INNERHALB DER GEMEINSCHAFT ZURÜCKGELEGTE BEFÖRDERUNGSSTRECKE ODER BEFÖRDERUNGSTEILSTRECKE .

ARTIKEL 3

DIE GEMEINSCHAFT WIRD MIT DEN DRITTEN LÄNDERN DIE VERHANDLUNGEN AUFNEHMEN, DIE ZUR ANWENDUNG DIESER VERORDNUNG GEGEBENENFALLS ERFORDERLICH SIND .

ARTIKEL 4

DIESE VERORDNUNG FINDET KEINE ANWENDUNG AUF BEFÖRDERUNGEN MITTELS :

1 . FAHRZEUGEN, DIE NACH IHRER BAUART UND AUSSTATTUNG GEEIGNET UND DAZU BESTIMMT SIND, HÖCHSTENS 9 PERSONEN - EINSCHLIESSLICH DES FAHRERS - ZU BEFÖRDERN;

2 . FAHRZEUGEN, DIE ZUR GÜTERBEFÖRDERUNG DIENEN UND DEREN HÖCHSTZULÄSSIGES GESAMTGEWICHT EINSCHLIESSLICH DER ANHÄNGER ODER DER SATTELANHÄNGER 3,5 TONNEN NICHT ÜBERSTEIGT;

3 . FAHRZEUGEN, DIE ZUR PERSONENBEFÖRDERUNG IM LINIENVERKEHR EINGESETZT WERDEN, WENN DIE LINIENLÄNGE 50 KM NICHT ÜBERSTEIGT;

4 . DIENSTFAHRZEUGEN DER POLIZEI, DER GENDARMERIE, DER STREITKRÄFTE, DER FEUERWEHR, DES ZIVIL - UND DES WASSERSCHUTZES, DER WASSER -, GAS - UND ELEKTRIZITÄTSWERKE, DER STRASSENBAUÄMTER, DES TELEGRAFEN - UND FERNSPRECHDIENSTES, DES POSTSACHENBEFÖRDERUNGSDIENSTES UND DER RUNDFUNK - UND FERNSEHANSTALTEN;

5 . FAHRZEUGEN, DIE ZUR BEFÖRDERUNG VON KRANKEN UND VERLETZTEN SOWIE VON RETTUNGSMATERIAL EINGESETZT SIND, UND BESONDEREN PANNENHILFEFAHRZEUGEN;

6 . ZUGMASCHINEN, DEREN ZULÄSSIGE HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT 30 KM/H NICHT ÜBERSTEIGT .

ABSCHNITT III

FAHRPERSONAL

ARTIKEL 5

( 1 ) DAS MINDESTALTER DER IM GÜTERVERKEHR EINGESETZTEN FAHRER WIRD FESTGESETZT :

A ) BEI DEN FAHRZEUGEN MIT EINEM HÖCHSTZULÄSSIGEN GESAMTGEWICHT BIS ZU 7,5 TONNEN EINSCHLIESSLICH - ANHÄNGER ODER SATTELANHÄNGER GEGEBENENFALLS INBEGRIFFEN - AUF DAS VOLLENDETE 18 . LEBENSJAHR;

B ) BEI DEN ÜBRIGEN FAHRZEUGEN AUF

- DAS VOLLENDETE 21 . LEBENSJAHR ODER

- DAS VOLLENDETE 18 . LEBENSJAHR, FALLS DER FAHRER EINEN BEFÄHIGUNGSNACHWEIS ÜBER DEN ERFOLGREICHEN ABSCHLUSS EINER VON EINEM DER MITGLIEDSTAATEN ANERKANNTEN AUSBILDUNG FÜR FAHRER IM GÜTERKRAFTVERKEHR MIT SICH FÜHRT . DER RAT LEGT AUF VORSCHLAG DER KOMMISSION SPÄTESTENS AM 1 . APRIL 1970 DAS MINDESTNIVEAU DIESER AUSBILDUNG FEST .

SIND GEMÄSS ARTIKEL 6 ZWEI FAHRER ANWESEND, SO MUSS EINER DER FAHRER DAS 21 . LEBENSJAHR VOLLENDET HABEN .

( 2 ) DIE IM PERSONENVERKEHR EINGESETZTEN FAHRER MÜSSEN DAS 21 . LEBENSJAHR VOLLENDET HABEN UND

A ) MINDESTENS EIN JAHR LANG DIE TÄTIGKEIT EINES IM GÜTERVERKEHR EINGESETZTEN FAHRERS AUF FAHRZEUGEN MIT EINEM HÖCHSTZULÄSSIGEN GESAMTGEWICHT ÜBER 3,5 TONNEN AUSGEUEBT HABEN ODER

B ) MINDESTENS EIN JAHR LANG DIE TÄTIGKEIT EINES IN DER PERSONENBEFÖRDERUNG GEMÄSS ARTIKEL 4 NUMMER 3 EINGESETZTEN FAHRERS AUSGEUEBT HABEN ODER

C ) INHABER EINES BEFÄHIGUNGSNACHWEISES ÜBER DEN ERFOLGREICHEN ABSCHLUSS EINER VON EINEM DER MITGLIEDSTAATEN ANERKANNTEN AUSBILDUNG FÜR FAHRER IM PERSONENVERKEHR SEIN UND DIESEN MIT SICH FÜHREN . DER RAT LEGT AUF VORSCHLAG DER KOMMISSION SPÄTESTENS AM 1 . APRIL 1970 DAS MINDESTNIVEAU DIESER AUSBILDUNG FEST .

( 3 ) DAS MINDESTALTER DER BEIFAHRER UND SCHAFFNER WIRD AUF DAS VOLLENDETE 18 . LEBENSJAHR FESTGESETZT .

( 4 ) DIE IM PERSONENVERKEHR EINGESETZTEN FAHRER, DIE DAS 21 . LEBENSJAHR VOLLENDET HABEN, BRAUCHEN DIE IN ABSATZ 2 BUCHSTABEN A ), B ) UND C ) GENANNTEN BEDINGUNGEN NICHT ZU ERFÜLLEN

- BIS ZUM 30 . SEPTEMBER 1970, WENN SIE IHRE TÄTIGKEIT BEI INKRAFTTRETEN DIESER VERORDNUNG SEIT WENIGER ALS EINEM JAHR AUSÜBEN,

- FÜR UNBESTIMMTE ZEIT, WENN SIE IHRE TÄTIGKEIT VOR DEM 1 . OKTOBER 1970 MINDESTENS EIN JAHR LANG AUSGEUEBT HABEN .

( 5 ) JEDER MITGLIEDSTAAT KANN BEI IN SEINEM HOHEITSGEBIET ANSÄSSIGEN PERSONEN, DIE AM 1 . OKTOBER 1970 BEREITS DEN ERFORDERLICHEN FÜHRERSCHEIN BESITZEN, DIE ANWENDUNG DER BESTIMMUNGEN DER ABSÄTZE 1 UND 2 FÜR IN SEINEM HOHEITSGEBIET DURCHGEFÜHRTE BEFÖRDERUNGEN AUSSETZEN .

( 6 ) JEDER MITGLIEDSTAAT KANN BEI IN SEINEM HOHEITSGEBIET ANSÄSSIGEN PERSONEN, DIE AM 1 . OKTOBER 1970 BEREITS DIE TÄTIGKEIT EINES BEIFAHRERS ODER SCHAFFNERS AUSGEUEBT HABEN, DIE ANWENDUNG DES ABSATZES 3 FÜR IN SEINEM HOHEITSGEBIET DURCHGEFÜHRTE BEFÖRDERUNGEN AUSSETZEN .

ARTIKEL 6

BETRAEGT DIE FAHRSTRECKE ZWISCHEN ZWEI AUFEINANDERFOLGENDEN TAGESRUHEZEITEN MEHR ALS 450 KM UND WIRD DER FAHRER ZU BEFÖRDERUNGEN MIT EINEM DER NACHSTEHENDEN FAHRZEUGE EINGESETZT, SO MUSS ER VON BEGINN DER FAHRT AN VON EINEM ANDEREN FAHRER BEGLEITET SEIN ODER NACH ZURÜCKLEGUNG EINER FAHRSTRECKE VON 450 KM DURCH EINEN ANDEREN FAHRER ERSETZT WERDEN :

A ) KRAFTFAHRZEUG ODER ZUGMASCHINE MIT MEHR ALS EINEM ANHÄNGER ODER SATTELANHÄNGER;

B ) KRAFTFAHRZEUGE ODER ZUGMASCHINEN MIT EINEM ANHÄNGER ODER EINEM SATTELANHÄNGER, WENN DIE BEFÖRDERUNGSEINHEIT IM PERSONENVERKEHR EINGESETZT IST UND DAS HÖCHSTZULÄSSIGE GESAMTGEWICHT DES ANHÄNGERS ODER SATTELANHÄNGERS 5 TONNEN ÜBERSTEIGT;

C ) KRAFTFAHRZEUG ODER ZUGMASCHINE MIT EINEM ANHÄNGER ODER EINEM SATTELANHÄNGER, WENN DIE BEFÖRDERUNGSEINHEIT IM GÜTERVERKEHR EINGESETZT IST UND SEIN HÖCHSTZULÄSSIGES GESAMTGEWICHT 20 TONNEN ÜBERSTEIGT .

ABSCHNITT IV

LENKZEITEN

ARTIKEL 7

( 1 ) DIE UNUNTERBROCHENE LENKZEIT DARF 4 STUNDEN NICHT ÜBERSCHREITEN .

ALS UNUNTERBROCHEN GILT JEDE LENKZEIT, WELCHE NICHT FÜR ZEITEN UNTERBROCHEN WIRD, DIE MINDESTENS DEN BEDINGUNGEN DES ARTIKELS 8 ABSÄTZE 1 UND 2 GENÜGEN .

( 2 ) DIE GESAMTE LENKZEIT ZWISCHEN ZWEI AUFEINANDERFOLGENDEN TAGESRUHEZEITEN - NACHSTEHEND ,,TAEGLICHE LENKZEIT'' GENANNT - DARF ACHT STUNDEN NICHT ÜBERSCHREITEN .

( 3 ) ABWEICHEND VON ABSATZ 2 DARF BEI FAHRERN, DIE ZU BEFÖRDERUNGEN MIT ANDEREN ALS DEN IN ARTIKEL 6 GENANNTEN FAHRZEUGEN EINGESETZT SIND, DIE TAEGLICHE LENKZEIT HÖCHSTENS ZWEIMAL INNERHALB EINER WOCHE AUF 9 STUNDEN HERAUFGESETZT WERDEN .

( 4 ) DIE LENKZEIT DARF AUF KEINEN FALL 48 STUNDEN INNERHALB EINER WOCHE UND 92 STUNDEN INNERHALB ZWEIER AUFEINANDERFOLGENDER WOCHEN ÜBERSCHREITEN .

ARTIKEL 8

( 1 ) BEI DEN FAHRERN, DIE ZU BEFÖRDERUNGEN MIT DEN IN ARTIKEL 6 GENANNTEN FAHRZEUGEN EINGESETZT SIND, MUSS DIE LENKZEIT NACH ABLAUF DER ERSTEN UNUNTERBROCHENEN LENKZEIT VON 4 STUNDEN FÜR MINDESTENS 1 STUNDE UNTERBROCHEN WERDEN .

DIESE UNTERBRECHUNG KANN DURCH ZWEI UNTERBRECHUNGEN VON JEWEILS MINDESTENS 30 MINUTEN ERSETZT WERDEN, WELCHE SO INNERHALB DER TAEGLICHEN LENKZEIT LIEGEN, DASS DIE EINHALTUNG DES ARTIKELS 7 ABSATZ 1 UNTERABSATZ 1 GEWÄHRLEISTET WIRD .

( 2 ) BEI FAHRERN, DIE ZU BEFÖRDERUNGEN MIT ANDEREN ALS DEN IN ARTIKEL 6 GENANNTEN FAHRZEUGEN EINGESETZT SIND, MUSS DIE LENKZEIT NACH ABLAUF DER IN ARTIKEL 7 ABSATZ 1 UNTERABSATZ 1 GENANNTEN ZEIT FÜR MINDESTENS 30 ZUSAMMENHÄNGENDE MINUTEN UNTERBROCHEN WERDEN .

DIESE UNTERBRECHUNG KANN DURCH ZWEI UNTERBRECHUNGEN VON JEWEILS MINDESTENS 20 MINUTEN ODER DREI UNTERBRECHUNGEN VON JEWEILS MINDESTENS 15 MINUTEN ERSETZT WERDEN, DIE ALLE INNERHALB DER IN ARTIKEL 7 ABSATZ 1 UNTERABSATZ 1 GENANNTEN LENKZEIT ODER TEILWEISE INNERHALB DIESER ZEIT UND TEILWEISE UNMITTELBAR DANACH LIEGEN KÖNNEN .

( 3 ) WÄHREND DER IN DEN ABSÄTZEN 1 UND 2 VORGESEHENEN UNTERBRECHUNGEN DARF DER FAHRER KEINE DER IN ARTIKEL 14 ABSATZ 2 BUCHSTABEN C ) UND D ) GENANNTEN TÄTIGKEITEN AUSÜBEN .

( 4 ) BEFINDEN SICH ZWEI FAHRER IM FAHRZEUG, SO WIRD DEN VORSCHRIFTEN DER ABSÄTZE 1 ODER 2 GENÜGE GETAN, WENN DER FAHRER, DER DIE LENKZEIT UNTERBRICHT, KEINE DER IN ARTIKEL 14 ABSATZ 3 BUCHSTABE B ) GENANNTEN TÄTIGKEITEN AUSÜBT .

ARTIKEL 9

ABWEICHEND VON ARTIKEL 7 GELTEN BIS ZUM 30 . SEPTEMBER 1971 DIE NACHSTEHENDEN BESTIMMUNGEN FÜR FAHRER, DIE ZU BEFÖRDERUNGEN MIT ANDEREN ALS DEN IN ARTIKEL 6 GENANNTEN FAHRZEUGEN EINGESETZT SIND :

A ) DIE UNUNTERBROCHENE LENKZEIT DARF 4 1/2 STUNDEN NICHT ÜBERSCHREITEN .

B ) DIE TAEGLICHE LENKZEIT DARF 9 STUNDEN NICHT ÜBERSCHREITEN .

C ) ABWEICHEND VON BUCHSTABE B ) DARF DIE TAEGLICHE LENKZEIT INNERHALB EINER WOCHE HÖCHSTENS ZWEIMAL AUF 10 STUNDEN HERAUFGESETZT WERDEN .

D ) DIE LENKZEIT DARF AUF KEINEN FALL 50 STUNDEN INNERHALB EINER WOCHE ÜBERSCHREITEN .

ARTIKEL 10

DIE IN ARTIKEL 7 ABSATZ 4 VORGESEHENE BESCHRÄNKUNG DER LENKZEIT AUF 92 STUNDEN INNERHALB ZWEIER AUFEINANDERFOLGENDER WOCHEN GILT ERST AB 1 . OKTOBER 1971 .

ABSCHNITT V

RUHEZEIT

ARTIKEL 11

( 1 ) JEDES MITGLIED DES IM GÜTERVERKEHR EINGESETZTEN FAHRPERSONALS MUSS INNERHALB DER LETZTEN 24 STUNDEN VOR JEDEM ZEITPUNKT, ZU DEM ES EINE DER IN ARTIKEL 14 ABSATZ 2 BUCHSTABEN C ) UND D ) GENANNTEN TÄTIGKEITEN AUSÜBT, EINE TAGESRUHEZEIT VON MINDESTENS 11 ZUSAMMENHÄNGENDEN STUNDEN GEHABT HABEN .

DIE IN UNTERABSATZ 1 VORGESEHENE TAGESRUHEZEIT DARF HÖCHSTENS ZWEIMAL INNERHALB EINER WOCHE AUF 9 STUNDEN VERMINDERT WERDEN, WENN DIESE RUHEZEIT AM STANDORT DES FAHRPERSONALS ( STANDORT DES FAHRZEUGS ) VERBRACHT WIRD, ODER HÖCHSTENS ZWEIMAL INNERHALB EINER WOCHE AUF 8 STUNDEN, WENN DIESE RUHEZEIT AUSSERHALB DES STANDORTS DES FAHRPERSONALS ( STANDORT DES FAHRZEUGS ) VERBRACHT WIRD .

( 2 ) JEDES MITGLIED DES IM PERSONENVERKEHR EINGESETZTEN FAHRPERSONALS MUSS INNERHALB DER LETZTEN 24 STUNDEN VOR JEDEM ZEITPUNKT, ZU DEM ES EINE DER IN ARTIKEL 14 ABSATZ 2 BUCHSTABEN C ) UND D ) GENANNTEN TÄTIGKEITEN AUSÜBT, FOLGENDE TAGESRUHEZEIT GEHABT HABEN :

- EINE TAGESRUHEZEIT VON MINDESTENS 10 ZUSAMMENHÄNGENDEN STUNDEN, DIE INNERHALB EINER WOCHE NICHT VERMINDERT WERDEN DARF, ODER

- EINE TAGESRUHEZEIT VON MINDESTENS 11 ZUSAMMENHÄNGENDEN STUNDEN, DIE ZWEIMAL WÖCHENTLICH AUF 10 ZUSAMMENHÄNGENDE STUNDEN UND ZWEIMAL WÖCHENTLICH AUF 9 ZUSAMMENHÄNGENDE STUNDEN VERKÜRTZT WERDEN DARF, SOFERN BEI DER BEFÖRDERUNG EINE FAHRPLANMÄSSIGE UNTERBRECHUNG VON MINDESTENS VIER ZUSAMMENHÄNGENDEN STUNDEN ODER ZWEI FAHRPLANMÄSSIGE UNTERBRECHUNGEN VON MINDESTENS ZWEI ZUSAMMENHÄNGENDEN STUNDEN VORGESEHEN SIND UND SOFERN DAS MITGLIED DES FAHRPERSONALS WÄHREND DIESER UNTERBRECHUNGEN WEDER EINE DER IN ARTIKEL 14 ABSATZ 2 BUCHSTABEN C ) UND D ) GENANNTEN TÄTIGKEITEN NOCH IRGENDEINE ANDERE BERUFLICHE TÄTIGKEIT AUSÜBT .

DAS IN ARTIKEL 14 VORGESEHENE PERSÖNLICHE KONTROLLBUCH MUSS ANGABEN ENTHALTEN, AUS DENEN HERVORGEHT, WELCHE TAGESRUHEZEITREGELUNG AUF EIN MITGLIED DES IM PERSONENVERKEHR EINGESETZTEN FAHRPERSONALS IN DER LAUFENDEN WOCHE ANWENDUNG FINDET .

( 3 ) BEFINDEN SICH ZWEI FAHRER IM FAHRZEUG UND IST DIESES NICHT MIT EINER SCHLAFKABINE AUSGESTATTET, IN DER SICH DIE NICHTTÄTIGEN MITGLIEDER DES FAHRPERSONALS BEQUEM AUSSTRECKEN KÖNNEN, SO MUSS JEDES MITGLIED DES FAHRPERSONALS EINE UNUNTERBROCHENE TAGESRUHEZEIT VON MINDESTENS 10 STUNDEN INNERHALB EINES ZEITRAUMS VON 27 STUNDEN VOR JEDEM ZEITPUNKT GEHABT HABEN, ZU DEM ES EINE DER IN ARTIKEL 14 ABSATZ 2 BUCHSTABEN C ) UND D ) GENANNTEN TÄTIGKEITEN AUSÜBT .

( 4 ) BEFINDEN SICH ZWEI FAHRER IM FAHRZEUG UND IST DIESES MIT EINER SCHLAFKABINE AUSGESTATTET, IN DER SICH DIE NICHTTÄTIGEN MITGLIEDER DES FAHRPERSONALS BEQUEM AUSSTRECKEN KÖNNEN, SO MUSS JEDES MITGLIED DES FAHRPERSONALS EINE UNUNTERBROCHENE TAGESRUHEZEIT VON MINDESTENS 8 STUNDEN INNERHALB EINES ZEITRAUMS VON 30 STUNDEN VOR JEDEM ZEITPUNKT GEHABT HABEN, ZU DEM ES EINE DER IN ARTIKEL 14 ABSATZ 2 BUCHSTABEN C ) UND D ) GENANNTEN TÄTIGKEITEN AUSÜBT .

( 5 ) DIE TAGESRUHEZEIT MUSS AUSSERHALB DES FAHRZEUGS VERBRACHT WERDEN . IST DAS FAHRZEUG JEDOCH MIT EINER SCHLAFKABINE AUSGESTATTET, SO KANN DIE TAGESRUHEZEIT BEI STILLSTEHENDEM FAHRZEUG IN DIESER KABINE VERBRACHT WERDEN .

( 6 ) FÜR DIE EINSCHRÄNKUNG DER TAGESRUHEZEIT AUF GRUND DER IN DEN ABSÄTZEN 1 UND 2 VORGESEHENEN ABWEICHUNG MUSS EIN AUSGLEICH ERFOLGEN .

ARTIKEL 12

JEDES MITGLIED DES FAHRPERSONALS MUSS AUSSER DEN IN ARTIKEL 11 GENANNTEN TAGESRUHEZEITEN EINE WÖCHENTLICHE RUHEZEIT VON MINDESTENS 24 ZUSAMMENHÄNGENDEN STUNDEN HABEN, DER EINE TAGESRUHEZEIT UNMITTELBAR VORAUSGEHEN ODER FOLGEN MUSS .

ABSCHNITT VI

ABWEICHUNGEN

ARTIKEL 13

( 1 ) JEDER MITGLIEDSTAAT KANN HÖHERE MINDESTWERTE ODER GERINGERE HÖCHSTWERTE ALS DIE IN ARTIKEL 5 UND IN DEN ARTIKELN 7 BIS 12 FESTGESETZTEN ANWENDEN . JEDOCH GELTEN DIE BESTIMMUNGEN DIESER VERORDNUNG WEITERHIN FÜR DIE MITGLIEDER DES FAHRPERSONALS, DIE IN FAHRZEUGEN, WELCHE IN EINEM ANDEREN STAAT ZUGELASSEN SIND, BEFÖRDERUNGEN IM GRENZUEBERSCHREITENDEN VERKEHR DURCHFÜHREN .

( 2 ) DIE KOMMISSION LEGT DEM RAT VOM INKRAFTTRETEN DIESER VERORDNUNG AN ALLE ZWEI JAHRE EINEN BERICHT ÜBER DIE ENTWICKLUNG DER LAGE AUF DEN IN DIESER VERORDNUNG GENANNTEN GEBIETEN VOR .

ABSCHNITT VII

ÜBERWACHUNG UND AHNDUNG

ARTIKEL 14

( 1 ) DIE MITGLIEDER DES FAHRPERSONALS EINES FAHRZEUGS, DAS NICHT IM LINIENVERKEHR EINGESETZT IST, MÜSSEN EIN PERSÖNLICHES KONTROLLBUCH NACH DEM MUSTER IM ANHANG MIT SICH FÜHREN .

( 2 ) DIE MITGLIEDER DES FAHRPERSONALS TRAGEN ZUR ENTSPRECHENDEN ZEIT IN DIE TAGESKONTROLLBLÄTTER DES PERSÖNLICHEN KONTROLLBUCHS DIE ANGABEN ÜBER FOLGENDE ZEITABSCHNITTE EIN :

A ) UNTER DEM ZEICHEN : DIE TAGESRUHEZEITEN;

B ) UNTER DEM ZEICHEN : DIE ARBEITSUNTERBRECHUNGEN VON MINDESTENS 15 MINUTEN DAUER;

C ) UNTER DEM ZEICHEN : DIE LENKZEITEN;

D ) UNTER DEM ZEICHEN : DIE ANDEREN ZEITEN DER ANWESENHEIT AM ARBEITSPLATZ .

( 3 ) JEDER MITGLIEDSTAAT KANN VORSCHREIBEN, DASS DIE IN ABSATZ 2 BUCHSTABE D ) GENANNTEN ZEITRÄUME IN FOLGENDER UNTERTEILUNG IN DIE IN SEINEM HOHEITSGEBIET AUSGESTELLTEN PERSÖNLICHEN KONTROLLBÜCHER EINGETRAGEN WERDEN :

A ) UNTER DEM ZEICHEN :

- DIE WARTEZEIT, D . H . DIE ZEIT, IN DER DIE MITGLIEDER DES FAHRPERSONALS NUR AN IHREM ARBEITSPLATZ VERBLEIBEN MÜSSEN, UM ETWAIGEN AUFFORDERUNGEN NACHZUKOMMEN, EINE DER IN ABSATZ 2 BUCHSTABE C ) UND IN ABSATZ 3 BUCHSTABE B ) GENANNTEN TÄTIGKEITEN AUSZUÜBEN ODER WIEDERAUFZUNEHMEN;

- DIE WÄHREND DER FAHRT DES FAHRZEUGS NEBEN DEM FAHRER VERBRACHTE ZEIT;

- DIE WÄHREND DER FAHRT DES FAHRZEUGS IN EINER SCHLAFKABINE VERBRACHTE ZEIT;

B ) UNTER DEM ZEICHEN :

ALLE SONSTIGEN ARBEITSZEITEN .

( 4 ) JEDER MITGLIEDSTAAT KANN DIE ERFORDERLICHEN MASSNAHMEN ERGREIFEN, UM DIE MITGLIEDER DES FAHRPERSONALS VON FAHRZEUGEN, DIE IN SEINEM HOHEITSGEBIET ZUGELASSEN SIND UND INNERSTAATLICHE BEFÖRDERUNGEN DURCHFÜHREN, DAVON FREIZUSTELLEN, IN DIE TAGESKONTROLLBLÄTTER DES PERSÖNLICHEN KONTROLLBUCHS DIEJENIGEN IN ABSATZ 2 VORGESEHENEN ZEITRÄUME EINZUTRAGEN, DIE IN GEEIGNETER WEISE VON EINEM IM FAHRZEUG BEFINDLICHEN MECHANISCHEN KONTROLLGERÄT AUFGEZEICHNET WERDEN KÖNNEN .

DIE AUF DIESE WEISE AUFGEZEICHNETEN ANGABEN SIND IN DEN WOCHENBERICHT DES PERSÖNLICHEN KONTROLLBUCHS ZU ÜBERTRAGEN .

( 5 ) WENN DIE MITGLIEDER DES FAHRPERSONALS, FÜR DIE ABSATZ 4 GILT, EINE BEFÖRDERUNG IM GRENZUEBERSCHREITENDEN VERKEHR DURCHZUFÜHREN HABEN, MÜSSEN DIE AUF DIESE WEISE AUFGEZEICHNETEN ZEITRÄUME FÜR DIE 7 VORANGEGANGENEN TAGE, SOWEIT SIE IN DEM WOCHENBERICHT NACH ABSATZ 4 UNTERABSATZ 2 NICHT ANGEGEBEN WORDEN SIND, IN DEN TAGESKONTROLLBLÄTTERN DES PERSÖNLICHEN KONTROLLBUCHS ENTHALTEN SEIN .

( 6 ) DIE MITGLIEDER DES FAHRPERSONALS HABEN DAS PERSÖNLICHE KONTROLLBUCH AUF VERLANGEN DEN KONTROLLBEAMTEN VORZUWEISEN .

( 7 ) JEDES UNTERNEHMEN HAT EIN VERZEICHNIS DER PERSÖNLICHEN KONTROLLBÜCHER ZU FÜHREN . DIESES VERZEICHNIS MUSS DIE NAMEN DER MITGLIEDER DES FAHRPERSONALS ENTHALTEN, DENEN EIN BUCH AUSGEHÄNDIGT WURDE, DEREN EMPFANGSBESTÄTIGUNG, DIE BUCHNUMMER, DAS AUSGABEDATUM UND DAS DATUM DES LETZTEN AUSGEFÜLLTEN TAGESKONTROLLBLATTS . DAS VERZEICHNIS IST AUF VERLANGEN DEN KONTROLLBEAMTEN VORZULEGEN .

( 8 ) DAS UNTERNEHMEN HAT DIE ABGESCHLOSSENEN PERSÖNLICHEN KONTROLLBÜCHER MINDESTENS EIN JAHR LANG AUFZUBEWAHREN .

( 9 ) DIE MITGLIEDSTAATEN TREFFEN ALLE ERFORDERLICHEN MASSNAHMEN FÜR DIE AUSGABE UND DIE ÜBERWACHUNG DIESER KONTROLLBÜCHER .

ARTIKEL 15

( 1 ) JEDES UNTERNEHMEN, DAS EINEN LINIENVERKEHR BETREIBT, MUSS EINEN LINIENFAHRPLAN UND EINEN ARBEITSZEITPLAN AUFSTELLEN .

( 2 ) DER ARBEITSZEITPLAN MUSS FÜR JEDES MITGLIED DES FAHRPERSONALS DEN NAMEN, DAS GEBURTSDATUM, DEN STANDORT SOWIE DEN VORHER FESTGELEGTEN ZEITPLAN FÜR DIE IN ARTIKEL 14 ABSÄTZE 2 UND 3 VORGESEHENEN ARBEITSZEITGRUPPEN ANGEBEN .

( 3 ) DER ARBEITSZEITPLAN MUSS SÄMTLICHE IN ABSATZ 2 AUFGEFÜHRTEN ANGABEN MINDESTENS FÜR DIE LAUFENDE SOWIE DIE VORHERGEHENDE UND DIE FOLGENDE WOCHE ENTHALTEN .

( 4 ) DER ARBEITSZEITPLAN MUSS DIE UNTERSCHRIFT DES LEITERS DES UNTERNEHMENS ODER SEINES BEAUFTRAGTEN TRAGEN .

( 5 ) JEDES MITGLIED DES FAHRPERSONALS EINES FAHRZEUGS, DAS IM LINIENVERKEHR EINGESETZT IST, MUSS EINEN AUSZUG AUS DEM ARBEITSZEITPLAN UND EINEN ABDRUCK DES LINIENFAHRPLANS MIT SICH FÜHREN .

ARTIKEL 16

DER RAT LEGT SPÄTESTENS BIS ZUM 31 . DEZEMBER 1969 AUF VORSCHLAG DER KOMMISSION DIE TECHNISCHEN MERKMALE EINES MECHANISCHEN KONTROLLGERÄTS FEST, DAS - SOWEIT DIES MÖGLICH IST - AN DIE STELLE DES IN ARTIKEL 14 VORGESEHENEN PERSÖNLICHEN KONTROLLBUCHS TRITT . GLEICHZEITIG LEGT ER AUF VORSCHLAG DER KOMMISSION DIE EINZELHEITEN DER ZULASSUNG, DER VERWENDUNG UND DER KONTROLLE DIESES MECHANISCHEN GERÄTES FEST . DABEI BESTIMMT ER, VON WELCHEN ZEITPUNKTEN AN DIE FAHRZEUGE, DIE ERSTMALS ZUGELASSEN WERDEN, UND DIE ÜBRIGEN FAHRZEUGE MIT DEM GENANNTEN MECHANISCHEN KONTROLLGERÄT AUSGERÜSTET SEIN MÜSSEN .

ARTIKEL 17

( 1 ) DIE KOMMISSION UNTERBREITET DEM RAT JÄHRLICH EINEN GESAMTBERICHT ÜBER DIE DURCHFÜHRUNG DIESER VERORDNUNG DURCH DIE MITGLIEDSTAATEN .

( 2 ) DIE MITGLIEDSTAATEN ÜBERMITTELN DER KOMMISSION JEDES JAHR FÜR DEN IN ABSATZ 1 GENANNTEN BERICHT DIE ERFORDERLICHEN ANGABEN NACH EINEM MUSTER, DAS DIE KOMMISSION NACH ANHÖRUNG DER MITGLIEDSTAATEN AUSARBEITET .

ARTIKEL 18

( 1 ) DIE MITGLIEDSTAATEN ERLASSEN NACH ANHÖRUNG DER KOMMISSION RECHTZEITIG DIE ZUR DURCHFÜHRUNG DIESER VERORDNUNG NOTWENDIGEN RECHTS - UND VERWALTUNGSVORSCHRIFTEN .

DIESE VORSCHRIFTEN MÜSSEN SICH UNTER ANDEREM AUF DIE ORGANISATION, DAS VERFAHREN UND DIE MITTEL FÜR DIE ÜBERWACHUNG SOWIE AUF DIE AHNDUNG IM FALLE VON ZUWIDERHANDLUNGEN ERSTRECKEN .

( 2 ) DIE MITGLIEDSTAATEN GEWÄHREN EINANDER BEISTAND IM HINBLICK AUF DIE ANWENDUNG DER VERORDNUNG UND DIE ÜBERWACHUNG DER ANWENDUNG .

( 3 ) ERHALTEN DIE ZUSTÄNDIGEN BEHÖRDEN EINES MITGLIEDSTAATS KENNTNIS VON EINER ZUWIDERHANDLUNG EINES MITGLIEDS DES FAHRPERSONALS EINES IN EINEM ANDEREN MITGLIEDSTAAT ZUGELASSENEN FAHRZEUGS GEGEN DIE BESTIMMUNGEN DIESER VERORDNUNG, SO KÖNNEN SIE DIES DEN BEHÖRDEN DES STAATES, IN DEM DAS FAHRZEUG ZUGELASSEN IST, MELDEN . DIE ZUSTÄNDIGEN BEHÖRDEN TEILEN SICH GEGENSEITIG ALLE IHNEN VORLIEGENDEN ANGABEN ÜBER DIE AHNDUNG DIESER ZUWIDERHANDLUNGEN MIT .

ABSCHNITT VIII

SCHLUSSBESTIMMUNGEN

ARTIKEL 19

( 1 ) DIESE VERORDNUNG TRITT AM 1 . APRIL 1969 IN KRAFT .

( 2 ) AB 1 . OKTOBER 1969 FINDET DIESE VERORDNUNG AUF DEN GRENZUEBERSCHREITENDEN VERKEHR ZWISCHEN DEN MITGLIEDSTAATEN ANWENDUNG .

( 3 ) AB 1 . OKTOBER 1970 FINDET DIESE VERORDNUNG AUF SÄMTLICHE BEFÖRDERUNGEN IM SINNE DES ARTIKELS 2 ANWENDUNG .

DIESE VERORDNUNG IST IN ALLEN IHREN TEILEN VERBINDLICH UND GILT UNMITTELBAR IN JEDEM MITGLIEDSTAAT .

GESCHEHEN ZU BRÜSSEL AM 25 . MÄRZ 1969 .

IM NAMEN DES RATES

DER PRÄSIDENT

G . THORN

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