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Document 02008R1272-20200501

Consolidated text: Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, zur Änderung und Aufhebung der Richtlinien 67/548/EWG und 1999/45/EG und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (Text von Bedeutung für den EWR)Text von Bedeutung für den EWR

ELI: http://data.europa.eu/eli/reg/2008/1272/2020-05-01

02008R1272 — DE — 01.05.2020 — 015.001


Dieser Text dient lediglich zu Informationszwecken und hat keine Rechtswirkung. Die EU-Organe übernehmen keine Haftung für seinen Inhalt. Verbindliche Fassungen der betreffenden Rechtsakte einschließlich ihrer Präambeln sind nur die im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlichten und auf EUR-Lex verfügbaren Texte. Diese amtlichen Texte sind über die Links in diesem Dokument unmittelbar zugänglich

►B

VERORDNUNG (EG) Nr. 1272/2008 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES

vom 16. Dezember 2008

über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, zur Änderung und Aufhebung der Richtlinien 67/548/EWG und 1999/45/EG und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

(Text von Bedeutung für den EWR)

(ABl. L 353 vom 31.12.2008, S. 1)

Geändert durch:

 

 

Amtsblatt

  Nr.

Seite

Datum

►M1

VERORDNUNG (EG) Nr. 790/2009 DER KOMMISSION vom 10. August 2009

  L 235

1

5.9.2009

►M2

VERORDNUNG (EU) Nr. 286/2011 DER KOMMISSION vom 10. März 2011

  L 83

1

30.3.2011

 M3

VERORDNUNG (EU) Nr. 618/2012 DER KOMMISSION vom 10. Juli 2012

  L 179

3

11.7.2012

►M4

VERORDNUNG (EU) Nr. 487/2013 DER KOMMISSION vom 8. Mai 2013

  L 149

1

1.6.2013

►M5

VERORDNUNG (EU) Nr. 517/2013 DES RATES vom 13. Mai 2013

  L 158

1

10.6.2013

 M6

VERORDNUNG (EU) Nr. 758/2013 DER KOMMISSION vom 7. August 2013

  L 216

1

10.8.2013

►M7

VERORDNUNG (EU) Nr. 944/2013 DER KOMMISSION vom 2. Oktober 2013

  L 261

5

3.10.2013

►M8

VERORDNUNG (EU) Nr. 605/2014 DER KOMMISSION vom 5. Juni 2014

  L 167

36

6.6.2014

 M9

Geändert durch: VERORDNUNG (EU) 2015/491 DER KOMMISSION vom 23. März 2015

  L 78

12

24.3.2015

►M10

VERORDNUNG (EU) Nr. 1297/2014 DER KOMMISSION vom 5. Dezember 2014

  L 350

1

6.12.2014

►M11

VERORDNUNG (EU) 2015/1221 DER KOMMISSION vom 24. Juli 2015

  L 197

10

25.7.2015

►M12

VERORDNUNG (EU) 2016/918 DER KOMMISSION vom 19. Mai 2016

  L 156

1

14.6.2016

►M13

VERORDNUNG (EU) 2016/1179 DER KOMMISSION vom 19. Juli 2016

  L 195

11

20.7.2016

►M14

VERORDNUNG (EU) 2017/542 DER KOMMISSION vom 22. März 2017

  L 78

1

23.3.2017

►M15

VERORDNUNG (EU) 2017/776 DER KOMMISSION vom 4. Mai 2017

  L 116

1

5.5.2017

►M16

VERORDNUNG (EU) 2018/669 DER KOMMISSION vom 16. April 2018

  L 115

1

4.5.2018

 M17

Bekanntmachung betreffend die Einstufung von Pech, Kohlenteer, Hochtemperatur als aquatisch akut 1 und aquatisch chronisch 1 gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates  2018/C 239/03

  C 239

3

9.7.2018

►M18

VERORDNUNG (EU) 2018/1480 DER KOMMISSION vom 4. Oktober 2018

  L 251

1

5.10.2018

►M19

VERORDNUNG (EU) 2019/1243 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 20. Juni 2019

  L 198

241

25.7.2019

►M20

DELEGIERTE VERORDNUNG (EU) 2020/11 DER KOMMISSION vom 29. Oktober 2019

  L 6

8

10.1.2020

►M21

DELEGIERTE VERORDNUNG (EU) 2020/217 DER KOMMISSION vom 4. Oktober 2019

  L 44

1

18.2.2020


Berichtigt durch:

►C1

Berichtigung, ABl. L 016 vom 20.1.2011, S.  1 (1272/2008)

 C2

Berichtigung, ABl. L 138 vom 26.5.2011, S.  66 (286/2011)

►C3

Berichtigung, ABl. L 246 vom 23.9.2011, S.  34 (286/2011)

►C4

Berichtigung, ABl. L 094 vom 10.4.2015, S.  9 (1272/2008)

 C5

Berichtigung, ABl. L 197 vom 22.7.2016, S.  28 (Nr. 944/2013)

►C6

Berichtigung, ABl. L 280 vom 18.10.2016, S.  41 (2016/918)

►C7

Berichtigung, ABl. L 349 vom 21.12.2016, S.  1 (1272/2008)

►C8

Berichtigung, ABl. L 190 vom 27.7.2018, S.  20 (Nr. 1272/2008)

►C9

Berichtigung, ABl. L 055 vom 25.2.2019, S.  18 (Nr. 1272/2008)

►C10

Berichtigung, ABl. L 117 vom 3.5.2019, S.  8 (Nr. 1272/2008)




▼B

VERORDNUNG (EG) Nr. 1272/2008 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES

vom 16. Dezember 2008

über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, zur Änderung und Aufhebung der Richtlinien 67/548/EWG und 1999/45/EG und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

(Text von Bedeutung für den EWR)



TITEL I

ALLGEMEINES

Artikel 1

Zweck und Geltungsbereich

(1)  Zweck dieser Verordnung ist es, ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und für die Umwelt sowie den freien Verkehr von in Artikel 4 Absatz 8 genannten Stoffen, Gemischen und Erzeugnissen durch folgende Maßnahmen zu gewährleisten:

a) 

Harmonisierung der Kriterien für die Einstufung von Stoffen und Gemischen sowie der Vorschriften für die Kennzeichnung und Verpackung gefährlicher Stoffe und Gemische;

b) 

Verpflichtung der

i) 

Hersteller, Importeure und nachgeschalteten Anwender zur Einstufung von in Verkehr gebrachten Stoffen und Gemischen;

ii) 

Lieferanten eines Stoffes oder Gemisches zur Kennzeichnung und Verpackung von in Verkehr gebrachten Stoffen und Gemischen;

iii) 

Hersteller, Produzenten von Erzeugnissen und Importeure zur Einstufung von nicht in Verkehr gebrachten Stoffen, die der Registrierung oder Meldung nach der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 unterliegen;

c) 

Verpflichtung der Hersteller und Importeure von Stoffen, der Agentur derartige Einstufungen und Kennzeichnungselemente zu melden, wenn diese der Agentur nicht im Rahmen einer Registrierung nach der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 vorgelegt wurden;

d) 

Aufbau einer Liste von Stoffen mit ihren harmonisierten Einstufungen und Kennzeichnungselementen auf Gemeinschaftsebene in Anhang VI Teil 3;

e) 

Aufbau eines Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnisses für Stoffe, das aus allen Meldungen, Vorlagen, harmonisierten Einstufungen und Kennzeichnungselementen nach den Buchstaben c und d besteht.

(2)  Diese Verordnung gilt nicht für

a) 

radioaktive Stoffe und Gemische im Anwendungsbereich der Richtlinie 96/29/Euratom des Rates vom 13. Mai 1996 zur Festlegung der grundlegenden Sicherheitsnormen für den Schutz der Gesundheit der Arbeitskräfte und der Bevölkerung gegen die Gefahren durch ionisierende Strahlungen ( 1 );

b) 

Stoffe und Gemische, die der zollamtlichen Überwachung unterliegen, sofern sie weder behandelt noch verarbeitet werden, und die sich in vorübergehender Verwahrung oder in Freizonen oder in Freilagern zur Wiederausfuhr oder im Transitverkehr befinden;

c) 

nichtisolierte Zwischenprodukte;

d) 

nicht in Verkehr gebrachte Stoffe und Gemische für wissenschaftliche Forschung und Entwicklung, sofern sie unter kontrollierten Bedingungen im Einklang mit den Arbeits- und Umweltschutzvorschriften der Gemeinschaft verwendet werden.

(3)  Abfall im Sinne der Richtlinie 2006/12/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. April 2006 über Abfälle ( 2 ) gilt nicht als Stoff noch Gemisch oder Erzeugnis im Sinne des Artikels 2 dieser Verordnung.

(4)  Die Mitgliedstaaten dürfen in besonderen Fällen für bestimmte Stoffe oder Gemische Ausnahmen von dieser Verordnung zulassen, wenn dies im Interesse der Landesverteidigung erforderlich ist.

(5)  Diese Verordnung gilt nicht für die folgenden für den Endverbraucher bestimmten Stoffe und Gemische in Form von Fertigerzeugnissen:

a) 

Arzneimittel im Sinne der Richtlinie 2001/83/EG;

b) 

Tierarzneimittel im Sinne der Richtlinie 2001/82/EG;

c) 

kosmetische Mittel im Sinne der Richtlinie 76/768/EWG;

d) 

Medizinprodukte und medizinische Geräte im Sinne der Richtlinien 90/385/EWG und 93/42/EWG, die invasiv oder unter Körperberührung verwendet werden, sowie im Sinne der Richtlinie 98/79/EG;

e) 

Lebensmittel oder Futtermittel im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 178/2002, einschließlich der Verwendung

i) 

als Lebensmittelzusatzstoff im Anwendungsbereich der Richtlinie 89/107/EWG;

ii) 

als Aromastoff in Lebensmitteln im Anwendungsbereich der Richtlinie 88/388/EWG und der Entscheidung 1999/217/EG;

iii) 

als Zusatzstoff für die Tierernährung im Anwendungsbereich der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003;

iv) 

in Tierfutter im Anwendungsbereich der Richtlinie 82/471/EWG.

(6)  Mit Ausnahme von Artikel 33 gilt diese Verordnung nicht für die Beförderung gefährlicher Güter im Luft-, See-, Straßen-, Eisenbahn- oder Binnenschiffsverkehr.

Artikel 2

Begriffsbestimmungen

Für die Zwecke dieser Verordnung bezeichnet der Ausdruck:

1. 

„Gefahrenklasse“: Art der physikalischen Gefahr, der Gefahr für die menschliche Gesundheit oder der Gefahr für die Umwelt;

2. 

„Gefahrenkategorie“: die Untergliederung nach Kriterien innerhalb der einzelnen Gefahrenklassen zur Angabe der Schwere der Gefahr;

3. 

„Gefahrenpiktogramm“: eine grafische Darstellung, die aus einem Symbol sowie weiteren grafischen Elementen, wie etwa einer Umrandung, einem Hintergrundmuster oder einer Hintergrundfarbe, besteht und der Vermittlung einer bestimmten Information über die betreffende Gefahr dient;

4. 

„Signalwort“: ein Wort, das das Ausmaß der Gefahr angibt, um den Leser auf eine potenzielle Gefahr hinzuweisen; dabei wird zwischen folgenden zwei Gefahrenausmaßstufen unterschieden:

a) 

„Gefahr“: Signalwort für die schwerwiegenden Gefahrenkategorien;

▼C4

b) 

„Achtung“: Signalwort für die weniger schwerwiegenden Gefahrenkategorien;

▼B

5. 

„Gefahrenhinweis“: Textaussage zu einer bestimmten Gefahrenklasse und Gefahrenkategorie, die die Art und gegebenenfalls den Schweregrad der von einem gefährlichen Stoff oder Gemisch ausgehenden Gefahr beschreibt;

6. 

„Sicherheitshinweis“: Textaussage, die eine (oder mehrere) empfohlene Maßnahme(n) beschreibt, um schädliche Wirkungen aufgrund der Exposition gegenüber einem gefährlichen Stoff oder Gemisch bei seiner Verwendung oder Beseitigung zu begrenzen oder zu vermeiden;

7. 

„Stoff“: chemisches Element und seine Verbindungen in natürlicher Form oder gewonnen durch ein Herstellungsverfahren, einschließlich der zur Wahrung seiner Stabilität notwendigen Zusatzstoffe und der durch das angewandte Verfahren bedingten Verunreinigungen, aber mit Ausnahme von Lösungsmitteln, die von dem Stoff ohne Beeinträchtigung seiner Stabilität und ohne Änderung seiner Zusammensetzung abgetrennt werden können;

8. 

„Gemisch“: Gemische oder Lösungen, die aus zwei oder mehr Stoffen bestehen;

9. 

„Erzeugnis“: Gegenstand, der bei der Herstellung eine spezifische Form, Oberfläche oder Gestalt erhält, die in größerem Maße als die chemische Zusammensetzung seine Funktion bestimmt;

10. 

„Produzent eines Erzeugnisses“: eine natürliche oder juristische Person, die ein Erzeugnis in der Gemeinschaft produziert oder zusammensetzt;

11. 

„Polymer“: Stoff, der aus Molekülen besteht, die durch eine Kette einer oder mehrerer Arten von Monomereinheiten gekennzeichnet sind. Diese Moleküle müssen innerhalb eines bestimmten Molekulargewichtsbereichs liegen, wobei die Unterschiede beim Molekulargewicht im Wesentlichen auf die Unterschiede in der Zahl der Monomereinheiten zurückzuführen sind. Ein Polymer enthält Folgendes:

a) 

eine einfache Gewichtsmehrheit von Molekülen mit mindestens drei Monomereinheiten, die zumindest mit einer weiteren Monomereinheit bzw. einem sonstigen Reaktanten eine kovalente Bindung eingegangen sind;

b) 

weniger als eine einfache Gewichtsmehrheit von Molekülen mit demselben Molekulargewicht.

Im Rahmen dieser Definition ist unter einer „Monomereinheit“ die gebundene Form eines Monomerstoffs in einem Polymer zu verstehen;

12. 

„Monomer“: ein Stoff, der unter den Bedingungen der für den jeweiligen Prozess verwendeten relevanten polymerbildenden Reaktion imstande ist, kovalente Bindungen mit einer Sequenz weiterer ähnlicher oder unähnlicher Moleküle einzugehen;

13. 

„Registrant“: Hersteller oder Importeur eines Stoffes oder Produzent oder Importeur eines Erzeugnisses, der ein Registrierungsdossier für einen Stoff gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 einreicht;

14. 

„Herstellung“: Produktion oder Extraktion von Stoffen im natürlichen Zustand;

15. 

„Hersteller“: natürliche oder juristische Person mit Sitz in der Gemeinschaft, die in der Gemeinschaft einen Stoff herstellt;

16. 

„Einfuhr“: physisches Verbringen in das Zollgebiet der Gemeinschaft;

17. 

„Importeur“: natürliche oder juristische Person mit Sitz in der Gemeinschaft, die für die Einfuhr verantwortlich ist;

18. 

„Inverkehrbringen“: entgeltliche oder unentgeltliche Abgabe an Dritte oder Bereitstellung für Dritte. Die Einfuhr gilt als Inverkehrbringen;

19. 

„nachgeschalteter Anwender“: natürliche oder juristische Person mit Sitz in der Gemeinschaft, die im Rahmen ihrer industriellen oder gewerblichen Tätigkeit einen Stoff als solchen oder in einem Gemisch verwendet, mit Ausnahme des Herstellers oder Importeurs. Händler oder Verbraucher sind keine nachgeschalteten Anwender. Ein aufgrund des Artikels 2 Absatz 7 Buchstabe c der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 ausgenommener Reimporteur gilt als nachgeschalteter Anwender;

20. 

„Händler“: natürliche oder juristische Person mit Sitz in der Gemeinschaft, die einen Stoff als solchen oder in einem Gemisch lediglich lagert und an Dritte in Verkehr bringt; darunter fallen auch Einzelhändler;

21. 

„Zwischenprodukt“: Stoff, der für die chemische Weiterverarbeitung hergestellt und hierbei verbraucht oder verwendet wird, um in einen anderen Stoff umgewandelt zu werden (nachstehend „Synthese“ genannt);

22. 

„nichtisoliertes Zwischenprodukt“: Zwischenprodukt, das während der Synthese nicht vorsätzlich aus dem Gerät, in dem die Synthese stattfindet, entfernt wird (außer für Stichprobenzwecke). Derartiges Gerät umfasst Reaktionsbehälter und die dazugehörige Ausrüstung sowie jegliches Gerät, das der Stoff/die Stoffe in einem kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Prozess durchläuft/durchlaufen, sowie Rohrleitungen zum Verbringen von einem Behälter in einen anderen für den nächsten Reaktionsschritt; nicht dazu gehören Tanks oder andere Behälter, in denen der Stoff/die Stoffe nach der Herstellung gelagert wird/werden;

23. 

„Agentur“: die durch die Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 errichtete Europäische Chemikalienagentur;

24. 

„zuständige Behörde“: die zur Wahrnehmung der Aufgaben im Rahmen der vorliegenden Verordnung eingerichtete(n) Behörde(n) bzw. Stellen in den Mitgliedstaaten;

25. 

„Verwendung“: Verarbeiten, Formulieren, Verbrauchen, Lagern, Bereithalten, Behandeln, Abfüllen in Behältnisse, Umfüllen von einem Behältnis in ein anderes, Mischen, Herstellen eines Erzeugnisses oder jeder andere Gebrauch;

26. 

„Lieferant“: Hersteller, Importeur, nachgeschalteter Anwender oder Händler, der einen Stoff als solchen oder in einem Gemisch oder ein Gemisch in Verkehr bringt;

27. 

„Legierung“: ein metallisches, in makroskopischem Maßstab homogenes Material, das aus zwei oder mehr Elementen besteht, die so verbunden sind, dass sie durch mechanische Mittel nicht ohne weiteres getrennt werden können; Legierungen werden für die Zwecke dieser Verordnung als Gemische betrachtet;

28. 

„UN RTDG“: die Empfehlungen der Vereinten Nationen für die Beförderung gefährlicher Güter;

29. 

„Anmelder“: Hersteller oder Importeur oder Gruppe von Herstellern oder Importeuren, die der Agentur Meldung erstatten;

30. 

„wissenschaftliche Forschung und Entwicklung“: unter kontrollierten Bedingungen durchgeführte wissenschaftliche Versuche, Analysen oder Forschungsarbeiten mit chemischen Stoffen;

▼C4

31. 

„Berücksichtigungsgrenzwert“: Schwellenwert für eingestufte Verunreinigungen, Zusatzstoffe oder einzelne Stoff- oder Gemischbestandteile, bei dessen Überschreitung diese Verunreinigungen, Zusatzstoffe oder Bestandteile bei der Ermittlung, ob der Stoff bzw. das Gemisch eingestuft werden muss, zu berücksichtigen sind;

32. 

„Konzentrationsgrenzwert“: Schwellenwert für eingestufte Verunreinigungen, Zusatzstoffe oder einzelne Stoff- oder Gemischbestandteile, dessen Erreichen eine Einstufung des Stoffes bzw. Gemisches nach sich ziehen kann;

▼B

33. 

„Differenzierung“: Unterteilung einer Gefahrenklasse nach dem Expositionsweg oder der Art der Wirkungen;

34. 

„M-Faktor“: ein Multiplikationsfaktor. Er wird auf die Konzentration eines als akut gewässergefährdend, Kategorie 1, oder als chronisch gewässergefährdend, Kategorie 1, eingestuften Stoffes angewandt und wird verwendet, damit anhand der Summierungsmethode die Einstufung eines Gemisches, in dem der Stoff vorhanden ist, vorgenommen werden kann;

35. 

„Versandstück“: das vollständige Ergebnis des Verpackungsvorgangs, bestehend aus der Verpackung und dem Inhalt;

36. 

„Verpackung“: ein oder mehrere Gefäß(e) und alle sonstigen Bestandteile oder Werkstoffe, die erforderlich sind, damit die Gefäße ihre Umschließungsfunktion und sonstige Sicherheitsfunktionen erfüllen können;

37. 

„Zwischenverpackung“: Verpackung, die sich zwischen einer Innenverpackung oder Erzeugnissen und einer Außenverpackung befindet.

Artikel 3

Gefährliche Stoffe und Gemische und Bezeichnung der Gefahrenklassen

Ein Stoff oder ein Gemisch, der bzw. das den in Anhang I Teile 2 bis 5 dargelegten Kriterien für physikalische Gefahren, Gesundheitsgefahren oder Umweltgefahren entspricht, ist gefährlich und wird entsprechend den Gefahrenklassen jenes Anhangs eingestuft.

Werden in Anhang I Gefahrenklassen nach dem Expositionsweg oder der Art der Wirkungen differenziert, so wird der Stoff oder das Gemisch entsprechend dieser Differenzierung eingestuft.

Artikel 4

Allgemeine Einstufungs-, Kennzeichnungs- und Verpackungspflichten

(1)  Vor dem Inverkehrbringen stufen Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender Stoffe oder Gemische gemäß Titel II ein.

(2)  Unbeschadet der Anforderungen des Absatzes 1 stufen Hersteller, Produzenten von Erzeugnissen und Importeure die nicht in Verkehr gebrachten Stoffe gemäß Titel II ein, wenn

a) 

in Artikel 6, Artikel 7 Absatz 1 oder Absatz 5, Artikel 17 oder Artikel 18 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 die Registrierung eines Stoffes vorgesehen ist;

b) 

in Artikel 7 Absatz 2 oder Artikel 9 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 eine Meldung vorgesehen ist.

(3)  Unterliegt ein Stoff aufgrund eines Eintrags in Anhang VI Teil 3 der harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung gemäß Titel V, so wird dieser Stoff entsprechend diesem Eintrag eingestuft, und es wird für die von diesem Eintrag erfassten Gefahrenklassen oder Differenzierungen keine Einstufung dieses Stoffes gemäß Titel II vorgenommen.

Fällt der Stoff jedoch auch unter eine oder mehrere Gefahrenklassen oder Differenzierungen, die nicht von einem Eintrag in Anhang VI Teil 3 erfasst sind, so wird eine Einstufung für diese Gefahrenklassen oder Differenzierungen gemäß Titel II vorgenommen.

(4)  Ist ein Stoff oder ein Gemisch als gefährlich eingestuft, so gewährleisten die Lieferanten dieses Stoffes oder Gemisches, dass der Stoff oder das Gemisch vor seinem Inverkehrbringen gemäß den Titeln III und IV gekennzeichnet und verpackt wird.

(5)  Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben nach Absatz 4 können die Händler die Einstufung für einen Stoff oder ein Gemisch verwenden, die von einem Akteur der Lieferkette gemäß Titel II vorgenommen wurde.

(6)  Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben nach den Absätzen 1 und 4 können die nachgeschalteten Anwender die Einstufung für einen Stoff oder ein Gemisch verwenden, die von einem Akteur in der Lieferkette gemäß Titel II vorgenommen wurde, sofern sie die Zusammensetzung des Stoffes oder Gemisches nicht ändern.

(7)  Ein in Anhang II Teil 2 genanntes Gemisch, das einen als gefährlich eingestuften Stoff enthält, wird nur dann in Verkehr gebracht, wenn es gemäß Titel III gekennzeichnet ist.

(8)  Für die Zwecke dieser Verordnung werden die in Anhang I Abschnitt 2.1 genannten Erzeugnisse vor ihrem Inverkehrbringen gemäß den Vorschriften für Stoffe und Gemische eingestuft, gekennzeichnet und verpackt.

(9)  Die Lieferanten in einer Lieferkette arbeiten zusammen, um die Einstufungs-, Kennzeichnungs- und Verpackungsanforderungen dieser Verordnung zu erfüllen.

(10)  Stoffe und Gemische werden erst dann in Verkehr gebracht, wenn sie dieser Verordnung entsprechen.



TITEL II

GEFAHRENEINSTUFUNG



KAPITEL 1

Ermittlung und Prüfung von Informationen

Artikel 5

Ermittlung und Prüfung verfügbarer Informationen über Stoffe

(1)  Um zu bestimmen, ob mit einem Stoff eine physikalische Gefahr, eine Gesundheitsgefahr oder eine Umweltgefahr gemäß Anhang I verbunden ist, ermitteln die Hersteller, Importeure und nachgeschalteten Anwender des Stoffes die relevanten verfügbaren Informationen, und zwar insbesondere:

a) 

Daten, die anhand einer der in Artikel 8 Absatz 3 genannten Methoden gewonnen wurden;

b) 

epidemiologische Daten und Erfahrungen über die Wirkungen beim Menschen, wie z. B. Daten über berufsbedingte Exposition und Daten aus Unfalldatenbanken;

c) 

alle anderen Informationen, die gemäß Anhang XI Abschnitt 1 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 gewonnen wurden;

d) 

neue wissenschaftliche Informationen;

e) 

alle anderen Informationen, die im Rahmen international anerkannter Programme zur Chemikaliensicherheit gewonnen wurden.

Die Informationen beziehen sich auf die Formen oder Aggregatzustände, in denen der Stoff in Verkehr gebracht und aller Voraussicht nach verwendet wird.

(2)  Die Hersteller, Importeure und nachgeschalteten Anwender prüfen die in Absatz 1 genannten Informationen und vergewissern sich, dass sie für die Zwecke der Bewertung gemäß Kapitel 2 des vorliegenden Titels geeignet, zuverlässig und wissenschaftlich fundiert sind.

Artikel 6

Ermittlung und Prüfung verfügbarer Informationen über Gemische

(1)  Um zu bestimmen, ob mit einem Gemisch eine physikalische Gefahr, eine Gesundheitsgefahr oder eine Umweltgefahr gemäß Anhang I verbunden ist, ermitteln Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender des Gemisches die relevanten verfügbaren Informationen über das Gemisch selbst oder die darin enthaltenen Stoffe, und zwar insbesondere

a) 

Daten, die anhand einer der in Artikel 8 Absatz 3 genannten Methoden zu dem Gemisch selbst oder zu den darin enthaltenen Stoffen gewonnen wurden;

b) 

epidemiologische Daten und Erfahrungen über die Wirkungen beim Menschen zu dem Gemisch selbst oder zu den darin enthaltenen Stoffen, wie z. B. Daten über berufsbedingte Exposition oder Daten aus Unfalldatenbanken;

c) 

alle anderen Informationen, die gemäß Anhang XI Abschnitt 1 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 zu dem Gemisch selbst oder zu den darin enthaltenen Stoffen gewonnen wurden;

d) 

alle anderen Informationen, die im Rahmen international anerkannter Programme zur Chemikaliensicherheit über das Gemisch selbst oder zu den darin enthaltenen Stoffen gewonnen wurden.

Die Informationen beziehen sich auf die Formen oder Aggregatzustände, in denen das Gemisch in Verkehr gebracht und gegebenenfalls aller Voraussicht nach verwendet wird.

(2)  Liegen die in Absatz 1 genannten Informationen für das Gemisch selbst vor und hat sich der Hersteller, der Importeur oder der nachgeschaltete Anwender davon überzeugt, dass die Informationen geeignet und zuverlässig und gegebenenfalls wissenschaftlich fundiert sind, so verwendet der Hersteller, der Importeur oder der nachgeschaltete Anwender diese Informationen vorbehaltlich der Absätze 3 und 4 für die Zwecke der Bewertung gemäß Kapitel 2 des vorliegenden Titels.

(3)  Zur Bewertung von Gemischen gemäß Kapitel 2 des vorliegenden Titels in Bezug auf die in Anhang I Abschnitte 3.5.3.1, 3.6.3.1 und 3.7.3.1 genannten Gefahrenklassen „Karzinogenität“, „Keimzellmutagenität“ und „Reproduktionstoxizität“ verwenden der Hersteller, der Importeur oder der nachgeschaltete Anwender für die in dem Gemisch enthaltenen Stoffe ausschließlich die relevanten verfügbaren Informationen nach Absatz 1.

Außerdem werden in Fällen, in denen die verfügbaren Prüfdaten über das Gemisch selbst karzinogene, keimzellmutagene oder reproduktionstoxische Wirkungen nachweisen, die nicht aus den Informationen über die einzelnen Stoffe hervorgegangen sind, diese Daten ebenfalls berücksichtigt.

(4)  Zur Bewertung von Gemischen gemäß Kapitel 2 des vorliegenden Titels in Bezug auf die Eigenschaften „Bioabbaubarkeit“ und „Bioakkumulierung“ innerhalb der in Anhang I Abschnitten 4.1.2.8 und 4.1.2.9 genannten Gefahrenklasse „gewässergefährdend“ verwenden der Hersteller, der Importeur oder der nachgeschaltete Anwender für die Stoffe in dem Gemisch ausschließlich die relevanten verfügbaren Informationen nach Absatz 1.

(5)  Sind über das Gemisch selbst keine oder nur unzureichende Prüfdaten der in Absatz 1 genannten Art verfügbar, so verwendet der Hersteller, der Importeur oder der nachgeschaltete Anwender andere verfügbare Informationen über einzelne Stoffe und ähnliche geprüfte Gemische, die ebenfalls als für die Bestimmung der Gefahreneigenschaften des Gemisches relevant gelten können, sofern der Hersteller, der Importeur oder der nachgeschaltete Anwender sich von der Eignung und Zuverlässigkeit der Informationen für die Zwecke der Bewertung gemäß Artikel 9 Absatz 4 überzeugt hat.

Artikel 7

Tierversuche und Versuche am Menschen

(1)  Werden für die Zwecke dieser Verordnung neue Prüfungen durchgeführt, so werden Tierversuche im Sinne der Richtlinie 86/609/EWG nur dann eingesetzt, wenn es keine Alternativen gibt, die eine angemessene Verlässlichkeit und Datenqualität bieten.

(2)  Für die Zwecke dieser Verordnung dürfen keine Versuche an nichtmenschlichen Primaten durchgeführt werden.

(3)  Für die Zwecke dieser Verordnung dürfen keine Versuche am Menschen durchgeführt werden. Daten aus anderen Quellen, wie klinischen Studien, können jedoch zum Zwecke dieser Verordnung verwendet werden.

Artikel 8

Gewinnung neuer Informationen für Stoffe und Gemische

(1)  Um zu bestimmen, ob mit einem Stoff oder einem Gemisch eine Gesundheits- oder Umweltgefahr nach Anhang I der vorliegenden Verordnung verbunden ist, können der Hersteller, der Importeur oder der nachgeschaltete Anwender neue Prüfungen durchführen, sofern sie alle anderen Mittel zur Gewinnung von Informationen ausgeschöpft haben, wozu auch die Anwendung der Regeln des Anhangs XI Abschnitt 1 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 gehört.

(2)  Um zu bestimmen, ob mit einem Stoff oder einem Gemisch eine physikalische Gefahr nach Anhang I Teil 2 verbunden ist, führen der Hersteller, der Importeur oder der nachgeschaltete Anwender die in jenem Teil vorgeschriebenen Prüfungen durch, sofern nicht bereits geeignete und zuverlässige Informationen vorliegen.

(3)  Die Prüfungen nach Absatz 1 werden gemäß einer der nachstehenden Methoden durchgeführt:

a) 

in Artikel 13 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 genannte Prüfmethoden

oder

b) 

erprobte wissenschaftliche Grundsätze, die international anerkannt sind, oder Methoden, die anhand internationaler Verfahren validiert wurden.

(4)  Führen der Hersteller, der Importeur oder der nachgeschaltete Anwender neue ökotoxikologische oder toxikologische Prüfungen und Analysen durch, so geschieht dies in Übereinstimmung mit Artikel 13 Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006.

(5)  Erfolgen neue Prüfungen in Bezug auf physikalische Gefahren für die Zwecke dieser Verordnung, so sind diese spätestens ab 1. Januar 2014 im Einklang mit einem einschlägigen anerkannten Qualitätssicherungssystem oder von Laboratorien, die einen einschlägigen anerkannten Standard erfüllen, durchzuführen.

(6)  Prüfungen, die für die Zwecke dieser Verordnung erfolgen, sind an dem Stoff oder dem Gemisch in der Form bzw. den Formen oder dem Aggregatzustand bzw. den Aggregatzuständen durchzuführen, in der dieser bzw. dieses in Verkehr gebracht und aller Voraussicht nach verwendet wird.



KAPITEL 2

Bewertung der Gefahreneigenschaften und Entscheidung über die Einstufung

Artikel 9

Bewertung der Gefahreneigenschaften für Stoffe und Gemische

(1)  Die Hersteller, Importeure und nachgeschalteten Anwender eines Stoffes oder eines Gemisches bewerten die gemäß Kapitel 1 des vorliegenden Titels ermittelten Informationen, indem sie sie mit den Kriterien für die Einstufung in die einzelnen Gefahrenklassen oder Differenzierungen in Anhang I Teile 2, 3, 4 und 5 abgleichen, um festzustellen, welche Gefahren mit dem Stoff oder dem Gemisch verbunden sind.

(2)  Bei der Bewertung von für einen Stoff oder ein Gemisch verfügbaren Prüfdaten, die sich aus anderen als den in Artikel 8 Absatz 3 genannten Prüfmethoden ergeben haben, vergleichen die Hersteller, Importeure und nachgeschalteten Anwender die verwendeten Prüfmethoden mit den in jenem Artikel genannten Methoden, um festzustellen, ob die Verwendung dieser Prüfmethoden die in Absatz 1 des vorliegenden Artikels genannte Bewertung berührt.

(3)  Lassen sich die Kriterien nicht unmittelbar auf die verfügbaren ermittelten Informationen anwenden, führen die Hersteller, Importeure und nachgeschalteten Anwender eine Bewertung anhand der Ermittlung der Beweiskraft dieser Informationen mit Hilfe einer Beurteilung durch Experten gemäß Anhang I Abschnitt 1.1.1 der vorliegenden Verordnung und Anhang XI Abschnitt 1.2 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 durch, indem sie alle verfügbaren Informationen, die für die Bestimmung der Gefahreneigenschaften des Stoffes oder Gemisches relevant sind, gegeneinander abwägen.

(4)  Sind nur die in Artikel 6 Absatz 5 genannten Informationen verfügbar, wenden die Hersteller, Importeure und nachgeschalteten Anwender für die Zwecke der Bewertung die in Anhang I Abschnitt 1.1.3 und in den einzelnen Abschnitten des Anhangs I Teile 3 und 4 genannten Übertragungsgrundsätze an.

Erlauben diese Informationen jedoch weder die Anwendung der Übertragungsgrundsätze noch die Anwendung der Grundsätze bezüglich einer Beurteilung durch Experten und der Ermittlung der Beweiskraft gemäß Anhang I, so bewerten die Hersteller, Importeure und nachgeschalteten Anwender die Informationen, indem sie die in den einzelnen Abschnitten des Anhangs I Teile 3 und 4 beschriebene(n) andere(n) Methode(n) anwenden.

(5)  Bei der Bewertung der verfügbaren Informationen zu Einstufungszwecken beziehen sich die Hersteller, Importeure und nachgeschalteten Anwender auf die Formen oder Aggregatzustände, in denen der Stoff oder das Gemisch in Verkehr gebracht und aller Voraussicht nach verwendet wird.

Artikel 10

Konzentrationsgrenzwerte und M-Faktoren für die Einstufung von Stoffen und Gemischen

▼C4

(1)  Spezifische Konzentrationsgrenzwerte und allgemeine Konzentrationsgrenzwerte sind einem Stoff zugeordnete Grenzwerte, die einen Schwellenwert festlegen, bei dem oder oberhalb dessen das Vorhandensein dieses Stoffes in einem anderen Stoff oder in einem Gemisch als identifizierte Verunreinigung, Zusatzstoff oder einzelner Bestandteil zu einer Einstufung des Stoffes oder Gemisches als gefährlich führt.

▼B

Der Hersteller, der Importeur oder der nachgeschaltete Anwender legen spezifische Konzentrationsgrenzwerte fest, wenn geeignete und zuverlässige wissenschaftliche Informationen zeigen, dass die mit einem Stoff verbundene Gefahr eindeutig gegeben ist, wenn dieser Stoff in einer Konzentration vorhanden ist, die unter den für die einzelnen Gefahrenklassen in Anhang I Teil 2 festgelegten Konzentrationen oder unter den für die einzelnen Gefahrenklassen in Anhang I Teile 3, 4 und 5 festgelegten allgemeinen Konzentrationsgrenzwerten liegt.

Der Hersteller, der Importeur oder der nachgeschaltete Anwender kann in Ausnahmefällen spezifische Konzentrationsgrenzwerte festlegen, wenn ihnen geeignete, zuverlässige und schlüssige wissenschaftliche Informationen vorliegen, wonach eine mit einem als gefährlich eingestuften Stoff verbundene Gefahr in einer Konzentration, die über den für die entsprechende Gefahrenklasse in Anhang I Teil 2 festgelegten Konzentrationen oder über den für die entsprechende Gefahrenklasse in Anhang I Teile 3, 4 und 5 festgelegten allgemeinen Konzentrationsgrenzwerten liegt, eindeutig nicht gegeben ist.

(2)  Die Hersteller, Importeure und nachgeschalteten Anwender legen M-Faktoren für als akut gewässergefährdend, Kategorie 1, oder als chronisch gewässergefährdend, Kategorie 1, eingestufte Stoffe fest.

(3)  Unbeschadet des Absatzes 1 werden spezifische Konzentrationsgrenzwerte nicht für harmonisierte Gefahrenklassen oder Differenzierungen für Stoffe festgelegt, die in Anhang VI Teil 3 enthalten sind.

(4)  Unbeschadet des Absatzes 2 werden M-Faktoren nicht für harmonisierte Gefahrenklassen oder Differenzierungen für Stoffe festgelegt, die in Anhang VI Teil 3 enthalten sind und für die in dem genannten Teil ein M-Faktor festgelegt wurde.

Ist in Anhang VI Teil 3 jedoch kein M-Faktor für als akut gewässergefährdend, Kategorie 1, oder als chronisch gewässergefährdend, Kategorie 1, eingestufte Stoffe festgelegt, so legen die Hersteller, Importeure oder nachgeschalteten Anwender anhand der für den betreffenden Stoff verfügbaren Daten einen M-Faktor fest. Wird ein Gemisch, das den betreffenden Stoff enthält, vom Hersteller, Importeur oder nachgeschalteten Anwender anhand der Summierungsmethode eingestuft, so wird dieser M-Faktor angewendet.

(5)  Bei der Festlegung des spezifischen Konzentrationsgrenzwerts oder des M-Faktors berücksichtigen die Hersteller, Importeure und nachgeschalteten Anwender die spezifischen Konzentrationsgrenzwerte oder M-Faktoren für diesen Stoff, die in das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis aufgenommen wurden.

(6)  Spezifische Konzentrationsgrenzwerte gemäß Absatz 1 haben Vorrang vor den Konzentrationsgrenzwerten in den jeweiligen Abschnitten des Anhangs I Teil 2 oder den allgemeinen Konzentrationsgrenzwerten für die Einstufung in den jeweiligen Abschnitten des Anhangs I Teile 3, 4 und 5.

(7)  Die Agentur stellt zur Anwendung der Absätze 1 und 2 weitere Leitlinien zur Verfügung.

Artikel 11

Berücksichtigungsgrenzwerte

▼C4

(1)  Enthält ein Stoff einen anderen, für sich genommen als gefährlich eingestuften Stoff in Form einer identifizierten Verunreinigung, eines Zusatzstoffs oder eines einzelnen Bestandteils, so wird dies für die Zwecke der Einstufung berücksichtigt, wenn die Konzentration der identifizierten Verunreinigung, des Zusatzstoffs oder des einzelnen Bestandteils den geltenden Berücksichtigungsgrenzwert nach Absatz 3 erreicht oder übersteigt.

(2)  Enthält ein Gemisch einen als gefährlich eingestuften Stoff entweder als Bestandteil oder in Form einer identifizierten Verunreinigung oder eines Zusatzstoffs, so wird diese Information für die Zwecke der Einstufung berücksichtigt, wenn die Konzentration dieses Stoffes den Berücksichtigungsgrenzwert nach Absatz 3 erreicht oder übersteigt.

▼B

(3)  Der in den Absätzen 1 und 2 genannte Berücksichtigungsgrenzwert wird gemäß Anhang I Abschnitt 1.1.2.2 festgelegt.

Artikel 12

Eine weitere Bewertung erfordernde Sonderfälle

Werden im Zuge einer Bewertung nach Artikel 9 die nachstehenden Eigenschaften oder Wirkungen festgestellt, so berücksichtigen die Hersteller, Importeure und nachgeschalteten Anwender diese für die Zwecke der Einstufung,

a) 

wenn anhand geeigneter und zuverlässiger Informationen nachgewiesen wird, dass die physikalischen Gefahren eines Stoffes oder eines Gemisches in der Praxis von den bei Prüfungen festgestellten Gefahren abweichen;

b) 

wenn schlüssige wissenschaftliche Versuchsdaten zeigen, dass der Stoff oder das Gemisch nicht bioverfügbar ist und diese Daten auf ihre Eignung und Zuverlässigkeit geprüft wurden;

c) 

wenn anhand geeigneter und zuverlässiger wissenschaftlicher Informationen nachgewiesen wird, dass potenzielle Synergismus- oder Antagonismuseffekte zwischen den Stoffen eines Gemisches auftreten, dessen Bewertung auf der Grundlage der Informationen über die in dem Gemisch enthaltenen Stoffe erfolgte.

Artikel 13

Entscheidung über die Einstufung von Stoffen und Gemischen

Ergibt sich aus der Bewertung nach den Artikeln 9 und 12, dass die Gefahreneigenschaften eines Stoffes oder Gemisches den Kriterien für die Einstufung in eine oder mehrere Gefahrenklassen oder Differenzierungen des Anhangs I Teile 2 bis 5 entsprechen, so stufen die Hersteller, Importeure und nachgeschalteten Anwender den Stoff oder das Gemisch in die betreffende/-n Gefahrenklasse/-n oder Differenzierungen ein und ordnen Folgendes zu:

a) 

eine oder mehrere Gefahrenkategorien für jede relevante Gefahrenklasse oder Differenzierung;

b) 

vorbehaltlich des Artikels 21 einen oder mehrere Gefahrenhinweise, die den einzelnen gemäß Buchstabe a zugeordneten Gefahrenkategorien entsprechen.

Artikel 14

Sondervorschriften für die Einstufung von Gemischen

(1)  Die Einstufung eines Gemisches bleibt unverändert, wenn die Bewertung der Informationen auf einen der folgenden Fälle schließen lässt:

a) 

dass die Stoffe in dem Gemisch langsam mit atmosphärischen Gasen, insbesondere Sauerstoff, Kohlendioxid und Wasserdampf, reagieren und weitere Stoffe in niedrigen Konzentrationen bilden;

b) 

dass die Stoffe in dem Gemisch sehr langsam mit anderen Stoffen in dem Gemisch reagieren und weitere Stoffe in niedrigen Konzentrationen bilden;

c) 

dass die Stoffe in dem Gemisch spontan polymerisieren können und Oligomere oder Polymere in niedrigen Konzentrationen bilden.

(2)  Ein Gemisch muss nicht in Bezug auf seine explosiven, oxidierenden oder entzündbaren Eigenschaften gemäß Anhang I Teil 2 eingestuft werden, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

a) 

Keiner der Stoffe in dem Gemisch hat eine dieser Eigenschaften, und es ist aufgrund der Informationen, über die der Lieferant verfügt, unwahrscheinlich, dass das Gemisch solche Gefahren aufweist.

b) 

Im Fall einer Änderung der Zusammensetzung eines Gemisches kann nach wissenschaftlicher Erkenntnis angenommen werden, dass eine Bewertung der Informationen über das Gemisch keine Änderung der Einstufung zur Folge hat.

▼M4 —————

▼B

Artikel 15

Überprüfung der Einstufung von Stoffen und Gemischen

(1)  Die Hersteller, Importeure und nachgeschalteten Anwender ergreifen alle verfügbaren angemessenen Maßnahmen, um sich über neue wissenschaftliche oder technische Informationen zu informieren, die sich auf die Einstufung der Stoffe oder Gemische, die sie in Verkehr bringen, auswirken können. Werden einem Hersteller, Importeur oder nachgeschalteten Anwender derartige Informationen bekannt und betrachtet er diese als geeignet und zuverlässig, so führt der Hersteller, der Importeur oder der nachgeschaltete Anwender unverzüglich eine Neubewertung gemäß diesem Kapitel durch.

(2)  Ändert der Hersteller, Importeur oder nachgeschaltete Anwender die Zusammensetzung eines Gemisches, das als gefährlich eingestuft worden ist, so führt der Hersteller, der Importeur oder der nachgeschaltete Anwender eine erneute Bewertung gemäß diesem Kapitel durch, wenn es sich um Änderungen folgender Art handelt:

a) 

eine Änderung der ursprünglichen Konzentration eines oder mehrerer der gefährlichen Bestandteile in der Zusammensetzung in Konzentrationen, die den Grenzwerten des Anhangs I Teil 1 Tabelle 1.2 entsprechen oder darüber liegen;

b) 

eine Änderung in der Zusammensetzung durch Ersetzen oder Hinzufügen eines oder mehrerer Bestandteile in Konzentrationen, die den Berücksichtigungsgrenzwerten nach Artikel 11 Absatz 3 entsprechen oder darüber liegen.

(3)  Eine erneute Bewertung gemäß den Absätzen 1 und 2 ist nicht erforderlich, wenn sich wissenschaftlich stichhaltig begründen lässt, dass diese keine Änderung der Einstufung zur Folge hat.

(4)  Die Hersteller, Importeure und nachgeschalteten Anwender passen die Einstufung des Stoffes oder Gemisches den Ergebnissen der erneuten Bewertung an; davon ausgenommen sind harmonisierte Gefahrenklassen oder Differenzierungen für Stoffe, die in Anhang VI Teil 3 enthalten sind.

(5)  In Bezug auf die Absätze 1 bis 4 des vorliegenden Artikels gelten für den Fall, dass der betreffende Stoff oder das betreffende Gemisch unter die Richtlinie 91/414/EWG oder die Richtlinie 98/8/EG fällt, auch die Anforderungen dieser Richtlinien.

Artikel 16

Einstufung von in das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis aufgenommenen Stoffen

(1)  Hersteller und Importeure können einen Stoff abweichend von der bereits in das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis aufgenommenen Einstufung einstufen, sofern sie der Agentur die Gründe für diese Einstufung zusammen mit der Meldung gemäß Artikel 40 vorlegen.

(2)  Absatz 1 gilt nicht, wenn es sich bei der in das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis aufgenommenen Einstufung um eine harmonisierte Einstufung handelt, die in Anhang VI Teil 3 aufgenommen wurde.



TITEL III

GEFAHRENKOMMUNIKATION DURCH KENNZEICHNUNG



KAPITEL 1

Inhalt des Kennzeichnungsetiketts

Artikel 17

Allgemeine Vorschriften

(1)  Ein Stoff oder Gemisch, der bzw. das als gefährlich eingestuft und verpackt ist, trägt ein Kennzeichnungsetikett mit folgenden Elementen:

a) 

Name, Anschrift und Telefonnummer des bzw. der Lieferanten;

b) 

Nennmenge des Stoffes oder Gemisches in der Verpackung, die der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, sofern diese Menge nicht auf der Verpackung anderweitig angegeben ist;

c) 

Produktidentifikatoren gemäß Artikel 18;

d) 

wo zutreffend Gefahrenpiktogramme gemäß Artikel 19;

e) 

wo zutreffend Signalwörter gemäß Artikel 20;

f) 

wo zutreffend Gefahrenhinweise gemäß Artikel 21;

g) 

wo zutreffend geeignete Sicherheitshinweise gemäß Artikel 22;

h) 

wo zutreffend ein Abschnitt für ergänzende Informationen gemäß Artikel 25.

(2)  Das Kennzeichnungsetikett wird in der/den Amtssprache(n) des Mitgliedstaats/der Mitgliedstaaten beschriftet, in dem der Stoff oder das Gemisch in Verkehr gebracht wird, es sei denn, der betreffende Mitgliedstaat oder die betreffenden Mitgliedstaaten bestimmen etwas anderes.

Lieferanten können mehr Sprachen auf ihren Kennzeichnungsetiketten verwenden, als von den Mitgliedstaaten verlangt wird, sofern dieselben Angaben in sämtlichen verwendeten Sprachen erscheinen.

Artikel 18

Produktidentifikatoren

(1)  Das Kennzeichnungsetikett enthält Angaben, die die Identifizierung des Stoffes oder Gemisches ermöglichen (nachstehend als „Produktidentifikatoren“ bezeichnet).

Der zur Identifizierung des Stoffes oder Gemisches verwendete Begriff entspricht dem im Sicherheitsdatenblatt nach Artikel 31 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (nachstehend als „Sicherheitsdatenblatt“ bezeichnet) verwendeten Begriff unbeschadet des Artikels 17 Absatz 2 dieser Verordnung.

(2)  Der Produktidentifikator für einen Stoff enthält mindestens folgende Angaben:

a) 

falls der Stoff in Anhang VI Teil 3 aufgeführt ist: Namen und Identifikationsnummer, wie dort verwendet,

b) 

falls der Stoff nicht in Anhang VI Teil 3, jedoch im Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis aufgeführt ist: Namen und Identifikationsnummer, wie dort verwendet,

c) 

falls der Stoff weder in Anhang VI Teil 3 noch im Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis aufgeführt ist: die vom Chemical Abstracts Service ausgegebene Nummer (nachstehend als „CAS-Nummer“ bezeichnet), zusammen mit dem nach der Nomenklatur der Internationalen Union für reine und angewandte Chemie (nachstehend als „IUPAC-Nomenklatur“ bezeichnet), bestimmten Namen, oder die CAS-Nummer zusammen mit einer anderen internationalen chemischen Bezeichnung oder

d) 

falls keine CAS-Nummer verfügbar ist: den in der IUPAC-Nomenklatur angegebenen Namen oder eine andere internationale chemische Bezeichnung.

Besteht der Name der IUPAC-Nomenklatur aus mehr als 100 Zeichen, darf ein anderer in Anhang VI Abschnitt 2.1.2 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 genannter Name (allgemeine Bezeichnung, Handelsname, Abkürzung) verwendet werden, sofern die Meldung gemäß Artikel 40 sowohl den in der IUPAC-Nomenklatur aufgeführten Namen als auch den verwendeten anderen Namen beinhaltet.

(3)  Der Produktidentifikator für ein Gemisch enthält mindestens folgende Angaben:

a) 

den Handelsnamen oder die Bezeichnung des Gemisches und

b) 

die Identität aller in dem Gemisch enthaltenen Stoffe, die zur Einstufung des Gemisches in Bezug auf die akute Toxizität, die Ätzwirkung auf die Haut oder die Verursachung schwerer Augenschäden, die Keimzellmutagenität, Karzinogenität, Reproduktionstoxizität, die Sensibilisierung der Haut oder der Atemwege, die Zielorgan-Toxizität oder die Aspirationsgefahr beitragen.

Sind aufgrund dieser Vorschrift in dem in Buchstabe b genannten Fall mehrere chemische Bezeichnungen anzugeben, so reichen maximal vier aus, sofern die Art und die Schwere der Gefahren nicht mehr Bezeichnungen erfordert.

Die ausgewählten chemischen Bezeichnungen identifizieren jene Stoffe, von denen die hauptsächlichen Gesundheitsgefahren überwiegend ausgehen, die für die Einstufung und die Wahl der entsprechenden Gefahrenhinweise ausschlaggebend waren.

Artikel 19

Gefahrenpiktogramme

▼C4

(1)  Das Kennzeichnungsetikett enthält das/die relevante/-n Gefahrenpiktogramm/-e zur Vermittlung einer bestimmten Information über die betreffende Gefahr.

▼B

(2)  Vorbehaltlich des Artikels 33 entsprechen Gefahrenpiktogramme den Anforderungen des Anhangs I Abschnitt 1.2.1 und des Anhangs V.

(3)  Das den jeweiligen Einstufungen entsprechende Gefahrenpiktogramm ist in den Tabellen in Anhang I angegeben, in denen die für die einzelnen Gefahrenklassen erforderlichen Kennzeichnungselemente aufgeführt sind.

Artikel 20

Signalwörter

(1)  Das Kennzeichnungsetikett enthält das relevante Signalwort entsprechend der Einstufung des gefährlichen Stoffes oder Gemisches.

(2)  Welches Signalwort der jeweiligen Einstufung entspricht, ist in den Tabellen in Anhang I Teile 2 bis 5 angegeben, in denen die für die einzelnen Gefahrenklassen erforderlichen Kennzeichnungselemente aufgeführt sind.

(3)  Wird das Signalwort „Gefahr“ auf dem Kennzeichnungsetikett verwendet, erscheint das Signalwort „Achtung“ dort nicht.

Artikel 21

Gefahrenhinweise

(1)  Das Kennzeichnungsetikett enthält die relevanten Gefahrenhinweise entsprechend der Einstufung des gefährlichen Stoffes oder Gemisches.

(2)  Welcher Gefahrenhinweis der jeweiligen Einstufung entspricht, ist in den Tabellen in Anhang I Teile 2 bis 5 angegeben, in denen die für die einzelnen Gefahrenklassen erforderlichen Kennzeichnungselemente aufgeführt sind.

(3)  Ist ein Stoff in Anhang VI Teil 3 aufgeführt, wird auf dem Kennzeichnungsetikett der Gefahrenhinweis für jede einzelne von dem Eintrag in diesem Teil erfasste Einstufung zusammen mit den Gefahrenhinweisen nach Absatz 2 des vorliegenden Artikels für alle anderen nicht von diesem Eintrag erfassten Einstufungen verwendet.

(4)  Die Gefahrenhinweise lauten wie in Anhang III angegeben.

Artikel 22

Sicherheitshinweise

(1)  Das Kennzeichnungsetikett enthält die relevanten Sicherheitshinweise.

(2)  Die Sicherheitshinweise werden aus den Sicherheitshinweisen in den Tabellen in Anhang I Teile 2 bis 5 ausgewählt, in denen die für die einzelnen Gefahrenklassen erforderlichen Kennzeichnungselemente aufgeführt sind.

(3)  Die Sicherheitshinweise werden gemäß den in Anhang IV Teil 1 festgelegten Kriterien ausgewählt, wobei die Gefahrenhinweise und die beabsichtigte(n) oder ermittelte(n) Verwendung(en) des Stoffes oder Gemisches berücksichtigt werden.

(4)  Die Sicherheitshinweise lauten wie in Anhang IV Teil 2 angegeben.

Artikel 23

In besonderen Fällen geltende Ausnahmen von den Kennzeichnungsanforderungen

Die besonderen Kennzeichnungsvorschriften in Anhang I Abschnitt 1.3 gelten für:

a) 

ortsbewegliche Gasflaschen;

b) 

Gasbehälter für Propan, Butan oder Flüssiggas;

c) 

Aerosolpackungen und Behälter mit einer versiegelten Sprühvorrichtung, die Stoffe oder Gemische enthalten, welche als aspirationsgefährlich eingestuft wurden;

d) 

Metalle in kompakter Form, Legierungen, polymerhaltige Gemische, elastomerhaltige Gemische;

e) 

explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff nach Anhang I Abschnitt 2.1, die in Verkehr gebracht werden, um eine praktische Wirkung durch Explosion oder eine pyrotechnische Wirkung hervorzurufen;

▼M12

f) 

Stoffe oder Gemische, die als korrosiv gegenüber Metallen, aber nicht als hautätzend oder schwer augenschädigend (Kategorie 1) eingestuft wurden.

▼B

Artikel 24

Antrag auf Verwendung einer alternativen chemischen Bezeichnung

(1)  Der Hersteller, Importeur oder nachgeschaltete Anwender eines Stoffes in einem Gemisch kann bei der Agentur die Verwendung einer alternativen chemischen Bezeichnung beantragen, die diesen Stoff in einem Gemisch entweder mit einem Namen bezeichnet, der die wichtigsten funktionellen chemischen Gruppen nennt, oder mit einer Ersatzbezeichnung, wenn der Stoff den Kriterien in Anhang I Teil 1 entspricht und er nachweisen kann, dass die Offenlegung der chemischen Identität dieses Stoffes auf dem Kennzeichnungsetikett oder dem Sicherheitsdatenblatt seine Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse, insbesondere sein geistiges Eigentum, gefährden würde.

(2)  Anträge nach Absatz 1 des vorliegenden Artikels werden in dem in Artikel 111 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 genannten Format eingereicht, und gleichzeitig wird die entsprechende Gebühr entrichtet.

Die Höhe der Gebühr wird von der Kommission nach dem in Artikel 54 Absatz 2 der vorliegenden Verordnung genannten Verfahren festgelegt.

Für KMU wird eine ermäßigte Gebühr festgesetzt.

(3)  Die Agentur kann von dem Hersteller, Importeur oder nachgeschalteten Anwender, der den Antrag stellt, weitere Informationen verlangen, falls sie für die Entscheidungsfindung erforderlich sind. Erhebt die Agentur innerhalb von sechs Wochen nach Antragstellung oder nach Eingang der verlangten weiteren Informationen keine Einwände, gilt die Verwendung des beantragten Namens als genehmigt.

(4)  Lehnt die Agentur den Antrag ab, so gelangen die in Artikel 118 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 genannten Durchführungsbestimmungen zur Anwendung.

(5)  Die Agentur unterrichtet die zuständigen Behörden über das Ergebnis der Behandlung von Anträgen gemäß Absatz 3 oder 4 und legt die vom Hersteller, Importeur oder nachgeschalteten Anwender übermittelten Informationen vor.

(6)  Ergibt sich aus neuen Informationen, dass eine verwendete alternative chemische Bezeichnung nicht genügend Informationen enthält, damit die erforderlichen Gesundheits- und Sicherheitsvorkehrungen am Arbeitsplatz getroffen werden können und damit gewährleistet ist, dass die Risiken beim Umgang mit dem Gemisch beherrscht werden können, überprüft die Agentur ihre Entscheidung über die Verwendung dieser alternativen chemischen Bezeichnung. Die Agentur kann ihre Entscheidung zurückziehen oder durch eine Entscheidung ändern, in der angegeben wird, welche alternative chemische Bezeichnung verwendet werden darf. Zieht die Agentur ihre Entscheidung zurück oder ändert sie diese, so gelangen die in Artikel 118 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 genannten Durchführungsbestimmungen zur Anwendung.

(7)  In Fällen, in denen die Verwendung der alternativen chemischen Bezeichnung genehmigt wurde, aber die Einstufung des Stoffes in einem Gemisch, für das die alternative chemische Bezeichnung verwendet wird, nicht mehr den Kriterien gemäß Anhang I Abschnitt 1.4.1 entspricht, verwendet der Lieferant dieses Stoffes in einem Gemisch auf dem Kennzeichnungsetikett und im Sicherheitsdatenblatt für den Stoff dessen Produktidentifikator nach Artikel 18 und nicht die alternative chemische Bezeichnung.

(8)  Für Stoffe — als solche oder in einem Gemisch —, für die die Agentur eine Begründung nach Artikel 10 Buchstabe a Ziffer xi der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 betreffend Informationen nach Artikel 119 Absatz 2 Buchstabe f oder g der genannten Verordnung als stichhaltig akzeptiert hat, kann der Hersteller, Importeur oder nachgeschaltete Anwender auf dem Kennzeichnungsetikett und im Sicherheitsdatenblatt einen Namen verwenden, der über das Internet öffentlich zugänglich gemacht wird. Für die Stoffe in einem Gemisch, für die Artikel 119 Absatz 2 Buchstabe f oder g der genannten Verordnung nicht mehr gilt, kann der Hersteller, Importeur oder nachgeschaltete Anwender bei der Agentur die Verwendung einer alternativen chemischen Bezeichnung nach Absatz 1 des vorliegenden Artikels beantragen.

(9)  Hat der Lieferant eines Gemisches vor dem 1. Juni 2015 gemäß Artikel 15 der Richtlinie 1999/45/EG nachgewiesen, dass die Offenlegung der chemischen Identität eines Stoffes in einem Gemisch seine Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse gefährden könnte, darf er den genehmigten Alternativnamen für die Zwecke dieser Verordnung weiterhin benutzen.

Artikel 25

Ergänzende Informationen auf dem Kennzeichnungsetikett

(1)  Besitzt ein Stoff oder Gemisch, der bzw. das als gefährlich eingestuft ist, die in Anhang II Abschnitte 1.1 und 1.2 genannten physikalischen oder gesundheitsgefährdenden Eigenschaften, so werden entsprechende Hinweise in den Abschnitt für ergänzende Informationen auf dem Kennzeichnungsetikett aufgenommen.

Die Hinweise lauten wie in Anhang II Abschnitte 1.1 und 1.2 sowie Anhang III Teil 2 angegeben.

Ist ein Stoff in Anhang VI Teil 3 aufgeführt, sind alle darin enthaltenen zusätzlichen Gefahrenhinweise für den Stoff in den Abschnitt für ergänzende Informationen auf dem Kennzeichnungsetikett aufzunehmen.

(2)  Fällt ein Stoff oder ein Gemisch, der bzw. das als gefährlich eingestuft ist, in den Anwendungsbereich der Richtlinie 91/414/EWG, so wird ein entsprechender Hinweis in den Abschnitt für ergänzende Informationen auf dem Kennzeichnungsetikett aufgenommen.

Der Hinweis lautet wie in Anhang II Teil 4 sowie Anhang III Teil 3 der vorliegenden Verordnung angegeben.

(3)  Der Lieferant kann — zusätzlich zu den in den Absätzen 1 und 2 genannten Informationen — weitere Informationen in den Abschnitt für ergänzende Informationen auf dem Kennzeichnungsetikett aufnehmen, sofern sie die in Artikel 17 Absatz 1 Buchstaben a bis g genannten Kennzeichnungselemente nicht schwerer erkennbar machen, weitere Einzelheiten enthalten und den durch diese Elemente vermittelten Informationen nicht widersprechen oder diese fraglich erscheinen lassen.

(4)  Angaben wie „ungiftig“, „unschädlich“, „umweltfreundlich“, „ökologisch“ oder alle sonstigen Hinweise, die auf das Nichtvorhandensein von Gefahreneigenschaften des Stoffes oder Gemisches hinweisen oder nicht mit der Einstufung des Stoffes oder Gemisches im Einklang stehen, dürfen nicht auf dem Kennzeichnungsetikett oder der Verpackung des Stoffes oder Gemisches erscheinen.

▼M2 —————

▼B

(6)  Enthält ein Gemisch einen als gefährlich eingestuften Stoff, so wird es gemäß Anhang II Teil 2 gekennzeichnet.

Die Hinweise lauten wie in Anhang III Teil 3 angegeben und werden in den Abschnitt für ergänzende Informationen auf dem Kennzeichnungsetikett aufgenommen.

Das Kennzeichnungsetikett enthält auch den Produktidentifikator nach Artikel 18 sowie Namen, Anschrift und Telefonnummer des Lieferanten des betreffenden Gemisches.

▼M20

7.  Erstellt der Mitteilungspflichtige einen eindeutigen Rezepturidentifikator gemäß Anhang VIII, ist dieser nach Maßgabe von Teil A Abschnitt 5 dieses Anhangs in den ergänzenden Informationen auf dem Kennzeichnungsetikett aufzuführen.

▼B

Artikel 26

Rangfolgeregelung für Gefahrenpiktogramme

(1)  Würde die Einstufung eines Stoffes oder Gemisches mehr als ein Gefahrenpiktogramm auf dem Kennzeichnungsetikett nach sich ziehen, wird folgende Rangfolgeregelung angewendet, um die Zahl der erforderlichen Gefahrenpiktogramme zu verringern:

a) 

Muss mit dem Gefahrenpiktogramm „GHS01“ gekennzeichnet werden, so ist die Verwendung der Gefahrenpiktogramme „GHS02“ und „GHS03“ mit Ausnahme der Fälle, in denen mehr als eines dieser Gefahrenpiktogramme verbindlich ist, fakultativ.

b) 

Muss mit dem Gefahrenpiktogramm „GHS06“ gekennzeichnet werden, so erscheint das Gefahrenpiktogramm „GHS07“ nicht.

c) 

Muss mit dem Gefahrenpiktogramm „GHS05“ gekennzeichnet werden, so erscheint das Gefahrenpiktogramm „GHS07“ nicht für Haut- oder Augenreizung.

d) 

Muss mit dem Gefahrenpiktogramm „GHS08“ für Sensibilisierung der Atemwege gekennzeichnet werden, so erscheint das Gefahrenpiktogramm „GHS07“ nicht für Sensibilisierung der Haut oder Haut- und Augenreizung.

▼M2

e) 

Muss mit dem Gefahrenpiktogramm „GHS02“ oder „GHS06“ gekennzeichnet werden, so ist die Verwendung des Gefahrenpiktogramms „GHS04“ fakultativ.

▼B

(2)  Würde die Einstufung eines Stoffes oder Gemisches mehr als ein Gefahrenpiktogramm für die gleiche Gefahrenklasse nach sich ziehen, enthält das Kennzeichnungsetikett für jede betroffene Gefahrenklasse das Gefahrenpiktogramm, das der schwerwiegendsten Gefahrenkategorie zugeordnet ist.

Bei Stoffen, die in Anhang VI Teil 3 aufgeführt sind und zugleich der Einstufung nach Titel II unterliegen, enthält das Kennzeichnungsetikett für jede betroffene Gefahrenklasse das Gefahrenpiktogramm, das der schwerwiegendsten Gefahrenkategorie zugeordnet ist.

Artikel 27

Rangfolgeregelung für Gefahrenhinweise

Ist ein Stoff oder Gemisch in mehreren Gefahrenklassen oder Differenzierungen einer Gefahrenklasse eingestuft, so erscheinen alle aufgrund dieser Einstufung erforderlichen Gefahrenhinweise auf dem Kennzeichnungsetikett, sofern keine eindeutige Doppelung vorliegt oder sie nicht eindeutig überflüssig sind.

Artikel 28

Rangfolgeregelung für Sicherheitshinweise

(1)  Führt die Auswahl der Sicherheitshinweise dazu, dass bestimmte Sicherheitshinweise aufgrund des Stoffes, Gemisches oder seiner Verpackung eindeutig überflüssig oder unnötig sind, werden sie nicht in das Kennzeichnungsetikett aufgenommen.

(2)  Wird der Stoff oder das Gemisch an die breite Öffentlichkeit abgegeben, trägt das Kennzeichnungsetikett einen Sicherheitshinweis zur Entsorgung des Stoffes oder Gemisches sowie zur Entsorgung der Verpackung, es sei denn, dies ist nach Artikel 22 nicht erforderlich.

In allen anderen Fällen ist kein Sicherheitshinweis zur Entsorgung erforderlich, sofern klar ist, dass die Entsorgung des Stoffes, des Gemisches oder der Verpackung keine Gefahr für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt darstellt.

(3)  Auf dem Kennzeichnungsetikett erscheinen nicht mehr als sechs Sicherheitshinweise, es sei denn, die Art und die Schwere der Gefahren machen eine größere Anzahl erforderlich.

Artikel 29

Ausnahmen von Kennzeichnungs- und Verpackungsvorschriften

(1)  Ist die Verpackung eines Stoffes oder Gemisches entweder so gestaltet oder geformt oder aber so klein, dass es nicht möglich ist, die Anforderungen von Artikel 31 hinsichtlich eines Kennzeichnungsetiketts in der/den Amtssprache(n) des Mitgliedstaats, in dem der Stoff oder das Gemisch in Verkehr gebracht wird, zu erfüllen, so erfolgt die Anbringung der Kennzeichnungselemente nach Artikel 17 Absatz 2 Unterabsatz 1 gemäß Anhang I Abschnitt 1.5.1.

(2)  Ist es nicht möglich, die Kennzeichnungsangaben vollständig in der in Absatz 1 festgelegten Weise anzubringen, so können diese Angaben gemäß Anhang I Abschnitt 1.5.2 reduziert werden.

(3)  Wird ein gefährlicher Stoff oder ein gefährliches Gemisch, der bzw. das in Anhang II Teil 5 genannt ist, unverpackt an die breite Öffentlichkeit abgegeben, so ist ihm eine Kopie der Kennzeichnungselemente gemäß Artikel 17 beizufügen.

(4)  Für bestimmte als gefährlich für die Umwelt eingestufte Gemische können nach dem in Artikel 53 genannten Verfahren Ausnahmen hinsichtlich bestimmter Vorschriften für die umweltbezogene Kennzeichnung oder spezielle Vorschriften in Bezug auf diese Kennzeichnung festgelegt werden, sofern nachgewiesen werden kann, dass die Auswirkungen auf die Umwelt verringert wurden. Derartige Ausnahmen bzw. spezielle Vorschriften sind in Anhang II Teil 2 festgelegt.

▼M20

4a.  Erstellt der Mitteilungspflichtige einen eindeutigen Rezepturidentifikator gemäß Anhang VIII, kann der Mitteilungspflichtige diesen auf eine andere nach Teil A Abschnitt 5 dieses Anhangs zulässige Weise darstellen anstatt ihn in den ergänzenden Informationen auf dem Kennzeichnungsetikett aufzuführen.

▼B

(5)  Die Kommission kann die Agentur ersuchen, weitere Entwürfe für Ausnahmen von den Kennzeichnungs- und Verpackungsvorschriften auszuarbeiten und der Kommission vorzulegen.

Artikel 30

Aktualisierung der Informationen auf den Kennzeichnungsetiketten

(1)  Der Lieferant sorgt dafür, dass das Kennzeichnungsetikett bei jeder Änderung der Einstufung oder Kennzeichnung des Stoffes oder Gemisches unverzüglich aktualisiert wird, wenn die neue Gefahr größer ist oder wenn neue zusätzliche Kennzeichnungselemente nach Artikel 25 erforderlich sind, wobei die Art der Änderung hinsichtlich des Schutzes der menschlichen Gesundheit und der Umwelt zu berücksichtigen ist. Die Lieferanten arbeiten gemäß Artikel 4 Absatz 9 zusammen, um die Kennzeichnung unverzüglich zu ändern.

(2)  Sind andere als die in Absatz 1 genannten Änderungen der Kennzeichnung erforderlich, so gewährleistet der Lieferant, dass das Kennzeichnungsetikett binnen 18 Monaten aktualisiert wird.

(3)  Der Lieferant eines unter die Richtlinie 91/414/EWG oder die Richtlinie 98/8/EG fallenden Stoffes oder Gemisches aktualisiert das Kennzeichnungsetikett gemäß diesen Richtlinien.



KAPITEL 2

Anbringung der Kennzeichnungsetiketten

Artikel 31

Allgemeine Vorschriften für die Anbringung der Kennzeichnungsetiketten

(1)  Ein Kennzeichnungsetikett wird fest auf einer oder mehreren Flächen der Verpackung angebracht, die den Stoff oder das Gemisch unmittelbar enthält, und ist waagerecht lesbar, wenn die Verpackung in üblicher Weise abgestellt wird.

(2)  Farbe und Aufmachung eines Kennzeichnungsetiketts sind so gestaltet, dass sich das Gefahrenpiktogramm deutlich abhebt.

(3)  Die Kennzeichnungselemente nach Artikel 17 Absatz 1 werden deutlich lesbar und unverwischbar angebracht. Sie heben sich deutlich vom Untergrund ab, sind ausreichend dimensioniert und so angeordnet, dass sie leicht lesbar sind.

(4)  Form, Farbe und Größe eines Gefahrenpiktogramms sowie die Abmessungen des Kennzeichnungsetiketts entsprechen Anhang I Abschnitt 1.2.1.

(5)  Ein Kennzeichnungsetikett ist nicht erforderlich, wenn die Kennzeichnungselemente nach Artikel 17 Absatz 1 auf der Verpackung selbst deutlich dargestellt sind. In solchen Fällen gelten die Vorschriften dieses Kapitels für Kennzeichnungsetiketten für die auf der Verpackung angebrachten Informationen.

Artikel 32

Anordnung der Informationen auf dem Kennzeichnungsetikett

(1)  Die Gefahrenpiktogramme, Signalwörter, Gefahrenhinweise und Sicherheitshinweise werden zusammen auf dem Kennzeichnungsetikett angeordnet.

(2)  Der Lieferant kann über die Reihenfolge der Gefahrenhinweise auf dem Kennzeichnungsetikett entscheiden. Vorbehaltlich des Absatzes 4 werden jedoch alle Gefahrenhinweise auf dem Kennzeichnungsetikett nach Sprachen gruppiert.

Der Lieferant kann über die Reihenfolge der Sicherheitshinweise auf dem Kennzeichnungsetikett entscheiden. Vorbehaltlich des Absatzes 4 werden jedoch alle Sicherheitshinweise auf dem Kennzeichnungsetikett nach Sprachen gruppiert.

(3)  Die in Absatz 2 genannten Gruppen von Gefahren- und Sicherheitshinweisen werden zusammen auf dem Kennzeichnungsetikett nach Sprachen angeordnet.

(4)  Die ergänzenden Informationen werden in den in Artikel 25 genannten Abschnitt für ergänzende Informationen eingefügt und mit den anderen in Artikel 17 Absatz 1 Buchstaben a bis g genannten Kennzeichnungselementen angeordnet.

(5)  Zusätzlich zu ihrer Verwendung in Gefahrenpiktogrammen können Farben auch in anderen Bereichen des Kennzeichnungsetiketts verwendet werden, um besondere Kennzeichnungsvorschriften zu erfüllen.

(6)  Kennzeichnungselemente aufgrund der Vorschriften anderer Gemeinschaftsrechtsakte werden in dem in Artikel 25 genannten Abschnitt für ergänzende Informationen auf dem Kennzeichnungsetikett angeordnet.

Artikel 33

Besondere Vorschriften für die Kennzeichnung von äußerer Verpackung, innerer Verpackung und Einzelverpackung

(1)  Besteht ein Versandstück aus einer äußeren und einer inneren Verpackung sowie einer Zwischenverpackung und entspricht die äußere Verpackung den Kennzeichnungsbestimmungen gemäß den Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter, so werden die innere Verpackung und die Zwischenverpackung gemäß dieser Verordnung gekennzeichnet. Die äußere Verpackung kann ebenfalls gemäß dieser Verordnung gekennzeichnet werden. Betreffen das/die gemäß dieser Verordnung erforderliche(n) Gefahrenpiktogramm(e) und die Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter die gleiche Gefahr, braucht/brauchen das/die gemäß dieser Verordnung erforderliche(n) Gefahrenpiktogramm(e) nicht auf der äußeren Verpackung angebracht zu werden.

(2)  Muss die äußere Verpackung eines Versandstücks nicht den Kennzeichnungsbestimmungen gemäß den Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter entsprechen, so werden sowohl die äußere als auch alle inneren Verpackungen einschließlich aller Zwischenverpackungen gemäß dieser Verordnung gekennzeichnet. Ist jedoch die Kennzeichnung auf der inneren Verpackung oder der Zwischenverpackung trotz der äußeren Verpackung deutlich erkennbar, braucht die äußere Verpackung nicht gekennzeichnet zu werden.

(3)  Im Falle einer Einzelverpackung, die den Kennzeichnungsbestimmungen gemäß den Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter entspricht, wird diese sowohl gemäß dieser Verordnung als auch gemäß den Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter gekennzeichnet. Betreffen das/die gemäß dieser Verordnung erforderliche(n) Gefahrenpiktogramm(e) und die Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter die gleiche Gefahr, braucht/brauchen das/die gemäß dieser Verordnung erforderliche(n) Gefahrenpiktogramm(e) nicht angebracht zu werden.

Artikel 34

Bericht über die Information zur sicheren Verwendung von Chemikalien

(1)  Bis 20. Januar 2012 führt die Agentur eine Studie über die Information der Öffentlichkeit über die sichere Verwendung von Stoffen und Gemischen und über den etwaigen Bedarf an zusätzlichen Informationen auf den Kennzeichnungsetiketten durch. Diese Studie wird in Konsultation mit den zuständigen Behörden und den interessierten Kreisen durchgeführt und stützt sich gegebenenfalls auf entsprechende bewährte Verfahren.

(2)  Unbeschadet der Kennzeichnungsvorschriften dieses Titels legt die Kommission auf der Grundlage der in Absatz 1 genannten Studie dem Europäischen Parlament und dem Rat einen Bericht vor und unterbreitet, sofern begründet, einen Vorschlag für einen Rechtsakt zur Änderung dieser Verordnung.



TITEL IV

VERPACKUNG

Artikel 35

Verpackung

(1)  Die Verpackung gefährlicher Stoffe oder Gemische entspricht folgenden Anforderungen:

a) 

Die Verpackung ist so ausgelegt und beschaffen, dass der Inhalt nicht austreten kann, soweit keine anderen, spezifischeren Sicherheitseinrichtungen vorgeschrieben sind.

b) 

Die Materialien von Verpackung und Verschlüssen dürfen nicht so beschaffen sein, dass sie vom Inhalt beschädigt werden oder mit diesem zu gefährlichen Verbindungen reagieren können.

c) 

Die Verpackungen und Verschlüsse sind in allen Teilen so fest und stark, dass sie sich nicht lockern und allen bei der Handhabung normalerweise auftretenden Belastungen und Verformungen zuverlässig standhalten.

d) 

Verpackungen mit Verschlüssen, welche nach Öffnung erneut verwendbar sind, sind so beschaffen, dass sie sich mehrfach neu verschließen lassen, ohne dass der Inhalt austreten kann.

(2)  Verpackungen eines gefährlichen Stoffes oder Gemisches, der/das an die breite Öffentlichkeit abgegeben wird, haben weder eine Form oder ein Design, die/das die aktive Neugier von Kindern wecken oder anziehen oder die Verbraucher irreführen könnte, noch weisen sie eine ähnliche Aufmachung oder ein ähnliches Design auf, wie sie/es für Lebensmittel, Futtermittel, Arzneimittel oder Kosmetika verwendet wird, wodurch die Verbraucher irregeführt werden könnten.

Verpackungen, die einen Stoff oder ein Gemisch gemäß den Kriterien in Anhang II Abschnitt 3.1.1 enthalten, werden mit kindergesicherten Verschlüssen gemäß Anhang II Abschnitte 3.1.2, 3.1.3 und 3.1.4.2 versehen.

Verpackungen, die einen Stoff oder ein Gemisch gemäß den Kriterien in Anhang II Abschnitt 3.2.1 enthalten, werden mit einem tastbaren Gefahrenhinweis gemäß Anhang II Abschnitt 3.2.2 versehen.

▼M10

Flüssige für den Verbraucher bestimmte Waschmittel gemäß Definition in Artikel 2 Absatz 1a der Verordnung (EG) Nr. 648/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates ( 3 ), die in einer auflösbaren Verpackung für den einmaligen Gebrauch enthalten sind, müssen zusätzliche Anforderungen gemäß Anhang II Abschnitt 3.3 erfüllen.

▼B

(3)  Verpackungen von Stoffen und Gemischen gelten als den Anforderungen des Absatzes 1 Buchstaben a, b und c entsprechend, wenn sie den Anforderungen für die Beförderung gefährlicher Güter im Luft-, See-, Straßen-, Eisenbahn- oder Binnenschiffsverkehr genügen.



TITEL V

HARMONISIERUNG DER EINSTUFUNG UND KENNZEICHNUNG VON STOFFEN UND DAS EINSTUFUNGS- UND KENNZEICHNUNGSVERZEICHNIS



KAPITEL 1

Schaffung einer harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen

Artikel 36

Harmonisierung der Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen

(1)  Ein Stoff, der den Kriterien nach Anhang I in folgenden Punkten entspricht, unterliegt in der Regel den Bestimmungen betreffend die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung nach Artikel 37:

a) 

Sensibilisierung der Atemwege, Kategorie 1 (Anhang I Abschnitt 3.4),

b) 

Keimzellmutagenität, Kategorien 1A, 1B oder 2 (Anhang I Abschnitt 3.5),

c) 

Karzinogenität, Kategorien 1A, 1B oder 2 (Anhang I Abschnitt 3.6),

d) 

Reproduktionstoxizität, Kategorien 1A, 1B oder 2 (Anhang I Abschnitt 3.7).

(2)  Stoffe, bei denen es sich um Wirkstoffe im Sinne der Richtlinie 91/414/EWG oder der Richtlinie 98/8/EG handelt, unterliegen in der Regel den Bestimmungen betreffend die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung. Auf diese Stoffe finden die Verfahren nach Artikel 37 Absätze 1, 4, 5 und 6 Anwendung.

(3)  Entspricht ein Stoff, der nicht unter Absatz 2 fällt, den Kriterien für andere als die in Absatz 1 genannten Gefahrenklassen oder Differenzierungen, kann eine harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung gemäß Artikel 37 im Einzelfall in Anhang VI aufgenommen werden, wenn eine Begründung für die Notwendigkeit einer solchen Maßnahme auf Gemeinschaftsebene vorgelegt wird.

Artikel 37

Verfahren zur Harmonisierung der Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen

(1)  Eine zuständige Behörde kann der Agentur einen Vorschlag für eine harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen und gegebenenfalls für spezifische Konzentrationsgrenzwerte oder M-Faktoren oder einen Vorschlag zu ihrer Überprüfung vorlegen.

Der Vorschlag entspricht dem in Anhang VI Teil 2 beschriebenen Format und enthält die in Anhang VI Teil 1 vorgesehenen relevanten Informationen.

(2)  Ein Hersteller, Importeur oder nachgeschalteter Anwender eines Stoffes kann der Agentur einen Vorschlag für eine harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung dieses Stoffes und gegebenenfalls für spezifische Konzentrationsgrenzwerte oder M-Faktoren vorlegen, sofern es für einen derartigen Stoff keinen Eintrag in Anhang VI Teil 3 im Zusammenhang mit der Gefahrenklasse oder der Differenzierung gibt, auf die sich dieser Vorschlag bezieht.

Der Vorschlag wird gemäß den einschlägigen Teilen von Anhang I Abschnitte 1, 2 und 3 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 abgefasst und entspricht dem Format, das in Teil B des Stoffsicherheitsberichts von Abschnitt 7 des genannten Anhangs festgelegt ist. Er enthält die in Anhang VI Teil 1 der vorliegenden Verordnung vorgesehenen relevanten Informationen. Artikel 111 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 findet Anwendung.

(3)  Betrifft der Vorschlag des Herstellers, Importeurs oder nachgeschalteten Anwenders die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung eines Stoffes nach Artikel 36 Absatz 3, ist bei Einreichung die von der Kommission gemäß dem Regelungsverfahren des Artikels 54 Absatz 2 festgelegte Gebühr zu entrichten.

(4)  Der gemäß Artikel 76 Absatz 1 Buchstabe c der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 eingesetzte Ausschuss für Risikobeurteilung der Agentur gibt zu Vorschlägen gemäß den Absätzen 1 oder 2 innerhalb von 18 Monaten nach Eingang des Vorschlags eine Stellungnahme ab und gibt den Beteiligten Gelegenheit, sich dazu zu äußern. Die Agentur leitet diese Stellungnahme sowie etwaige Bemerkungen an die Kommission weiter.

▼M19

(5)  Gelangt die Kommission zu der Auffassung, dass eine Harmonisierung der Einstufung und Kennzeichnung des betreffenden Stoffes angezeigt ist, so erlässt sie gemäß Artikel 53a unverzüglich delegierte Rechtsakte, um Anhang VI durch die Aufnahme dieses Stoffes zusammen mit den relevanten Einstufungs- und Kennzeichnungselementen in Anhang VI Teil 3 Tabelle 3.1 und gegebenenfalls den spezifischen Konzentrationsgrenzwerten oder M-Faktoren zu ändern.

Bis zum 31. Mai 2015 erfolgt zu denselben Bedingungen ein entsprechender Eintrag in Anhang VI Teil 3 Tabelle 3.2.

Ist dies im Falle der Harmonisierung der Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen aus Gründen äußerster Dringlichkeit erforderlich, so findet das Verfahren gemäß Artikel 53b auf delegierte Rechtsakte, die gemäß diesem Absatz erlassen werden, Anwendung.

▼B

(6)  Hersteller, Importeure oder nachgeschaltete Anwender, denen neue Informationen vorliegen, die zu einer Änderung der harmonisierten Einstufung und Kennzeichnungselemente eines Stoffes in Anhang VI Teil 3 führen könnten, legen der zuständigen Behörde eines der Mitgliedstaaten, in denen der Stoff in Verkehr gebracht wird, einen Vorschlag nach Absatz 2 Unterabsatz 2 des vorliegenden Artikels vor.

Artikel 38

Inhalt von Stellungnahmen und Entscheidungen über die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung in Anhang VI Teil 3; Zugänglichkeit von Informationen

(1)  Stellungnahmen gemäß Artikel 37 Absatz 4 und Entscheidungen gemäß Artikel 37 Absatz 5 enthalten für jeden Stoff mindestens folgende Angaben:

a) 

die Identität des Stoffes gemäß Anhang VI Abschnitte 2.1 bis 2.3.4 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006;

b) 

die Einstufung des Stoffes gemäß Artikel 36, einschließlich einer Begründung;

c) 

gegebenenfalls die spezifischen Konzentrationsgrenzwerte oder M-Faktoren;

d) 

die in Artikel 17 Absatz 1 Buchstaben d, e und f genannten Kennzeichnungselemente für den Stoff zusammen mit zusätzlichen Gefahrenhinweisen für den Stoff gemäß Artikel 25 Absatz 1;

▼C4

e) 

gegebenenfalls sonstige Parameter, die eine Beurteilung der Gesundheits- oder Umweltgefahr von Gemischen, die den betreffenden gefährlichen Stoff enthalten, oder von Stoffen ermöglichen, die solche gefährlichen Stoffe in Form von identifizierten Verunreinigungen, Zusatzstoffen und einzelnen Bestandteilen enthalten.

▼B

(2)  Wird eine Stellungnahme oder eine Entscheidung nach Artikel 37 Absätze 4 und 5 öffentlich zugänglich gemacht, so finden Artikel 118 Absatz 2 und Artikel 119 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 Anwendung.



KAPITEL 2

Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis

Artikel 39

Anwendungsbereich

Dieses Kapitel gilt für

a) 

Stoffe, die nach der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 registrierungspflichtig sind;

b) 

Stoffe im Anwendungsbereich des Artikels 1 der vorliegenden Verordnung, die die Kriterien für die Einstufung als gefährlich erfüllen und die entweder als solche oder in einem Gemisch in einer Konzentration in Verkehr gebracht werden, die über den in dieser Verordnung oder gegebenenfalls den in der Richtlinie 1999/45/EG genannten Konzentrationsgrenzwerten liegt, was zur Einstufung des Gemisches als gefährlich führt.

Artikel 40

Meldepflicht gegenüber der Agentur

(1)  Jeder Hersteller oder Importeur bzw. jede Gruppe von Herstellern oder Importeuren (nachstehend als „Anmelder“ bezeichnet), der/die einen in Artikel 39 genannten Stoff in Verkehr bringt, teilt der Agentur folgende Informationen zur Aufnahme in das Verzeichnis gemäß Artikel 42 mit:

a) 

die Identität des Anmelders oder der Anmelder, der/die für das Inverkehrbringen des Stoffes oder der Stoffe gemäß Anhang VI Abschnitt 1 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 verantwortlich ist/sind;

b) 

die Identität des Stoffes oder der Stoffe gemäß Anhang VI Abschnitte 2.1 bis 2.3.4 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006;

c) 

die Einstufung des Stoffes oder der Stoffe gemäß Artikel 13;

d) 

im Fall der Einstufung eines Stoffes in einige, aber nicht in alle Gefahrenklassen oder Differenzierungen, einen Hinweis darauf, ob dies auf fehlende, nicht schlüssige oder schlüssige, aber für die Einstufung nicht ausreichende Daten zurückzuführen ist;

e) 

gegebenenfalls spezifische Konzentrationsgrenzwerte oder M-Faktoren gemäß Artikel 10 dieser Verordnung zusammen mit einer Begründung unter Verwendung der relevanten Teile von Anhang I Abschnitte 1, 2 und 3 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006;

f) 

die in Artikel 17 Absatz 1 Buchstaben d, e und f genannten Kennzeichnungselemente für den Stoff oder die Stoffe zusammen mit zusätzlichen Gefahrenhinweisen für den Stoff gemäß Artikel 25 Absatz 1.

Die in den Buchstaben a bis f genannten Informationen werden nicht gemeldet, wenn sie der Agentur als Teil einer Registrierung gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 übermittelt wurden oder wenn sie der betreffende Anmelder bereits gemeldet hat.

Der Anmelder legt diese Informationen in dem Format gemäß Artikel 111 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 vor.

(2)  Die in Absatz 1 aufgeführten Informationen werden von dem betreffenden Anmelder oder den betreffenden Anmeldern aktualisiert und der Agentur gemeldet, wenn im Anschluss an die Überprüfung nach Artikel 15 Absatz 1 entschieden wurde, die Einstufung und Kennzeichnung des Stoffes zu ändern.

(3)  Stoffe, die ab dem 1. Dezember 2010 in Verkehr gebracht werden, werden gemäß Absatz 1 innerhalb eines Monats nach ihrem Inverkehrbringen gemeldet.

Stoffe, die vor dem 1. Dezember 2010 in Verkehr gebracht werden, können auch vor diesem Zeitpunkt gemäß Absatz 1 gemeldet werden.

Artikel 41

Einvernehmliche Einträge

Ergeben sich aus der Meldung gemäß Artikel 40 Absatz 1 für denselben Stoff unterschiedliche Einträge in dem in Artikel 42 genannten Verzeichnis, so bemühen sich die Anmelder und Registranten nach Kräften um eine Einigung über den Eintrag in das Verzeichnis. Die Anmelder setzen die Agentur davon in Kenntnis.

Artikel 42

Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis

(1)  Die Agentur erstellt und unterhält ein Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis in Form einer Datenbank.

In das Verzeichnis werden die nach Artikel 40 Absatz 1 gemeldeten Informationen sowie die als Teil der Registrierungen gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 übermittelten Informationen aufgenommen.

Diejenigen Informationen in dem Verzeichnis, die den in Artikel 119 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 genannten Informationen entsprechen, sind öffentlich zugänglich. Zu den anderen im Verzeichnis vorhandenen Daten über einen Stoff gewährt die Agentur denjenigen Anmeldern und Registranten Zugang, die gemäß Artikel 29 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 Informationen über diesen Stoff vorgelegt haben. Dritten gewährt sie Zugang zu derartigen Informationen gemäß Artikel 118 der genannten Verordnung.

(2)  Die Agentur aktualisiert das Verzeichnis, sobald sie aktualisierte Informationen gemäß Artikel 40 Absatz 2 oder Artikel 41 erhält.

(3)  Zusätzlich zu den in Absatz 1 genannten Informationen nimmt die Agentur gegebenenfalls für jeden Eintrag folgende Informationen auf:

a) 

ob es für diesen Eintrag eine harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung auf Gemeinschaftsebene durch die Aufnahme in Anhang VI Teil 3 gibt;

b) 

ob es sich bei diesem Eintrag um einen gemeinsamen Eintrag von Registranten für denselben Stoff nach Artikel 11 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 handelt;

c) 

ob es sich um einen einvernehmlichen Eintrag von zwei oder mehr Anmeldern oder Registranten gemäß Artikel 41 handelt;

d) 

ob der Eintrag von einem anderen Eintrag desselben Stoffes im Verzeichnis abweicht.

Die in Buchstabe a genannten Informationen werden aktualisiert, wenn eine Entscheidung gemäß Artikel 37 Absatz 5 getroffen wird.



TITEL VI

ZUSTÄNDIGE BEHÖRDEN UND DURCHSETZUNG

Artikel 43

Benennung der zuständigen Behörden und der für die Durchsetzung zuständigen Behörden und zwischenbehördliche Zusammenarbeit

Die Mitgliedstaaten benennen die zuständige Behörde oder die zuständigen Behörden, die für die Vorschläge für harmonisierte Einstufungen und Kennzeichnungen zuständig ist/sind, sowie die Behörden, die für die Durchsetzung der in dieser Verordnung festgelegten Verpflichtungen zuständig sind.

Die zuständigen Behörden und die für die Durchsetzung zuständigen Behörden arbeiten bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben nach dieser Verordnung zusammen und leisten den entsprechenden Behörden anderer Mitgliedstaaten jede notwendige und sachdienliche Unterstützung.

Artikel 44

Auskunftsstelle

Die Mitgliedstaaten richten nationale Auskunftsstellen ein, die die Hersteller, Importeure, Händler, nachgeschalteten Anwender und sonstige interessierte Kreise hinsichtlich ihrer jeweiligen Aufgaben und Verpflichtungen im Rahmen dieser Verordnung beraten.

Artikel 45

Benennung der mit der Entgegennahme der Informationen über die gesundheitliche Notversorgung beauftragten Stelle

(1)  Die Mitgliedstaaten benennen eine oder mehrere Stellen, die dafür zuständig ist/sind, Informationen von Importeuren und nachgeschalteten Anwendern, die ein Gemisch in Verkehr bringen, entgegenzunehmen, die insbesondere für die Angabe vorbeugender und heilender Maßnahmen, vor allem in Notfällen, von Belang sind. Diese Informationen umfassen die chemische Zusammensetzung der in Verkehr gebrachten und aufgrund ihrer gesundheitlichen oder physikalischen Auswirkungen als gefährlich eingestuften Gemische, einschließlich der chemischen Identität der Stoffe in den Gemischen, für die die Verwendung einer alternativen chemischen Bezeichnung gemäß Artikel 24 von der Agentur auf Antrag genehmigt wurde.

(2)  Die benannten Stellen bieten jede Gewähr dafür, dass die erhaltenen Angaben vertraulich behandelt werden. Diese Angaben dürfen nur verwendet werden,

a) 

um Anfragen medizinischen Inhalts mit der Angabe von vorbeugenden und heilenden Maßnahmen, insbesondere in Notfällen, zu beantworten

und,

b) 

wenn sie von Mitgliedstaaten angefordert werden, um anhand einer statistischen Analyse den Bedarf an verbesserten Risikomanagementmaßnahmen zu ermitteln.

Die Informationen werden nicht für andere Zwecke verwendet.

(3)  Die benannten Stellen erhalten von den für das Inverkehrbringen verantwortlichen Importeuren und nachgeschalteten Anwendern alle Informationen, die sie zur Erfüllung der ihnen übertragenen Aufgaben benötigen.

▼M19

(4)  Der Kommission wird die Befugnis übertragen, nach Konsultation einschlägiger Akteure wie der European Association of Poison Centres and Clinical Toxicologists (EAPCCT) gemäß Artikel 53a delegierte Rechtsakte zu erlassen, um Anhang VIII im Hinblick auf eine weitere Harmonisierung der Informationen über die gesundheitliche Notversorgung und vorbeugende Maßnahmen zu ändern.

▼B

Artikel 46

Durchsetzung und Berichterstattung

(1)  Die Mitgliedstaaten treffen alle erforderlichen Maßnahmen, wozu auch der Betrieb eines amtlichen Kontrollsystems gehört, damit Stoffe und Gemische nur dann in Verkehr gelangen, wenn sie gemäß dieser Verordnung eingestuft, gekennzeichnet, gemeldet und verpackt werden.

(2)  Die Mitgliedstaaten unterbreiten der Agentur alle fünf Jahre jeweils zum 1. Juli einen Bericht über die Ergebnisse der amtlichen Kontrollen und sonstigen Maßnahmen zur Durchsetzung. Der erste Bericht wird bis 20. Januar 2012 vorgelegt. Die Agentur stellt der Kommission diese Berichte zur Verfügung, die sie dann bei ihrem Bericht gemäß Artikel 117 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 berücksichtigt.

(3)  Das Forum nach Artikel 76 Absatz 1 Buchstabe f der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 nimmt die in Artikel 77 Absatz 4 Buchstaben a bis g der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 genannten Aufgaben in Bezug auf die Durchsetzung der vorliegenden Verordnung wahr.

Artikel 47

Sanktionen bei Verstößen

Die Mitgliedstaaten erlassen Sanktionen für die Nichteinhaltung dieser Verordnung und treffen alle für die Anwendung dieser Verordnung erforderlichen Maßnahmen. Die Sanktionen müssen wirksam, verhältnismäßig und abschreckend sein. Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission die Vorschriften über Sanktionen bis 20. Juli 2010 mit und melden ihr spätere Änderungen unverzüglich.



TITEL VII

ALLGEMEINE UND SCHLUSSVORSCHRIFTEN

Artikel 48

Werbung

(1)  Jegliche Werbung für einen als gefährlich eingestuften Stoff erfolgt unter Angabe der betreffenden Gefahrenklassen oder Gefahrenkategorien.

(2)  Jegliche Werbung für als gefährlich eingestufte oder durch Artikel 25 Absatz 6 geregelte Gemische, die es einem privaten Endverbraucher ermöglicht, ohne vorherige Ansicht des Kennzeichnungsetiketts einen Kaufvertrag abzuschließen, muss die auf dem Kennzeichnungsetikett angegebene(n) Gefahreneigenschaft(en) nennen.

Unterabsatz 1 gilt unbeschadet der Richtlinie 97/7/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Mai 1997 über den Verbraucherschutz bei Vertragsabschlüssen im Fernabsatz ( 4 ).

Artikel 49

Pflicht zur Aufbewahrung von Informationen und Anforderung von Informationen

(1)  Der Lieferant trägt sämtliche Informationen, die er für die Zwecke der Einstufung und Kennzeichnung gemäß dieser Verordnung herangezogen hat, zusammen und hält sie während eines Zeitraums von mindestens zehn Jahren nach seiner letzten Lieferung des Stoffes oder Gemisches zur Verfügung.

Der Lieferant bewahrt diese Informationen zusammen mit den Informationen auf, die nach Artikel 36 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 erforderlich sind.

(2)  Stellt ein Lieferant seine Geschäftstätigkeit ein oder überträgt er seine Tätigkeiten teilweise oder insgesamt einem Dritten, so ist derjenige, der für die Liquidation des Unternehmens des Lieferanten verantwortlich ist oder die Verantwortung für das Inverkehrbringen des betreffenden Stoffes oder Gemisches übernimmt, durch die Verpflichtung nach Absatz 1 anstelle des Lieferanten gebunden.

(3)  Die zuständige Behörde oder die für die Durchsetzung zuständigen Behörden eines Mitgliedstaats, in dem ein Lieferant niedergelassen ist, oder die Agentur können den Lieferanten auffordern, ihnen alle Informationen nach Absatz 1 Unterabsatz 1 vorzulegen.

Stehen diese Informationen der Agentur jedoch als Teil einer Registrierung nach der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 oder einer Meldung nach Artikel 40 der vorliegenden Verordnung bereits zur Verfügung, verwendet die Agentur diese Informationen, und die Behörde wendet sich an die Agentur.

Artikel 50

Aufgaben der Agentur

(1)  Die Agentur erteilt den Mitgliedstaaten und den Organen der Gemeinschaft den bestmöglichen wissenschaftlichen und technischen Rat in Bezug auf Fragen zu chemischen Stoffen, die in ihren Aufgabenbereich fallen und mit denen sie gemäß dieser Verordnung befasst wird.

(2)  Das Sekretariat der Agentur

a) 

stellt der Industrie gegebenenfalls technische und wissenschaftliche Leitlinien und Hilfsmittel für die Einhaltung der Verpflichtungen nach dieser Verordnung bereit;

b) 

stellt den zuständigen Behörden technische und wissenschaftliche Leitlinien zur Anwendung dieser Verordnung bereit und unterstützt die von den Mitgliedstaaten eingerichteten Auskunftstellen nach Artikel 44.

Artikel 51

Freier Warenverkehr

Die Mitgliedstaaten dürfen das Inverkehrbringen von Stoffen oder Gemischen im Sinne dieser Verordnung, die dieser Verordnung und gegebenenfalls gemeinschaftlichen Rechtsakten zur Durchführung dieser Verordnung entsprechen, nicht aus Gründen der Einstufung, Kennzeichnung oder Verpackung untersagen, beschränken oder behindern.

Artikel 52

Schutzklausel

(1)  Hat ein Mitgliedstaat berechtigten Grund zur Annahme, dass ein Stoff oder ein Gemisch auch bei Übereinstimmung mit den Anforderungen dieser Verordnung aus Gründen der Einstufung, Kennzeichnung oder Verpackung eine ernsthafte Gefahr für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt darstellt, so kann er geeignete vorläufige Maßnahmen treffen. Er unterrichtet hierüber unverzüglich die Kommission, die Agentur und die übrigen Mitgliedstaaten unter Angabe der Gründe für diese Entscheidung.

(2)  Innerhalb von 60 Tagen nach Eingang der Informationen des Mitgliedstaats genehmigt die Kommission nach dem in Artikel 54 Absatz 2 genannten Regelungsverfahren die vorläufige Maßnahme für einen in der Entscheidung genannten Zeitraum oder fordert den Mitgliedstaat auf, die vorläufige Maßnahme aufzuheben.

(3)  Im Fall einer Genehmigung einer vorläufigen Maßnahme betreffend die Einstufung oder Kennzeichnung eines Stoffes im Sinne des Absatzes 2 unterbreitet die zuständige Behörde des betreffenden Mitgliedstaats der Agentur innerhalb von drei Monaten nach der Entscheidung der Kommission gemäß dem Verfahren nach Artikel 37 einen Vorschlag für eine harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung.

Artikel 53

Anpassungen an den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt

▼M19

(1)  Der Kommission wird die Befugnis übertragen, gemäß Artikel 53a delegierte Rechtsakte zur Änderung von Artikel 6 Absatz 5, Artikel 11 Absatz 3, Artikel 12 und 14, Artikel 18 Absatz 3 Buchstabe b, Artikel 23, Artikel 25 bis 29 und Artikel 35 Absatz 2 Unterabsätze 2 und 3 sowie der Anhänge I bis VIII zu erlassen, um sie unter gebührender Berücksichtigung der Weiterentwicklung des GHS, insbesondere aller Änderungen der VN in Verbindung mit der Verwendung von Informationen über ähnliche Gemische, und unter Einbeziehung der Entwicklungen in international anerkannten Programmen zur Chemikaliensicherheit und der Daten aus Unfalldatenbanken an den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt anzupassen.

Ist dies aus Gründen äußerster Dringlichkeit erforderlich, so findet das Verfahren gemäß Artikel 53b auf delegierte Rechtsakte, die gemäß dem vorliegenden Absatz erlassen werden, Anwendung.

▼B

(2)  Die Mitgliedstaaten und die Kommission fördern in der Art und Weise, die ihrer Rolle in den entsprechenden Foren der VN entspricht, die Harmonisierung der Kriterien für die Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen als persistente, bioakkumulierbare und toxische Stoffe (PBT) oder als sehr persistente und sehr bioakkumulierbare Stoffe (vPvB) auf der Ebene der VN.

▼M19

Artikel 53a

Ausübung der Befugnisübertragung

(1)  Die Befugnis zum Erlass delegierter Rechtsakte wird der Kommission unter den in diesem Artikel festgelegten Bedingungen übertragen.

(2)  Die Befugnis zum Erlass delegierter Rechtsakte gemäß Artikel 37 Absatz 5, Artikel 45 Absatz 4 und Artikel 53 Absatz 1 wird der Kommission für einen Zeitraum von fünf Jahren ab dem 26. Juli 2019 übertragen. Die Kommission erstellt spätestens neun Monate vor Ablauf des Zeitraums von fünf Jahren einen Bericht über die Befugnisübertragung. Die Befugnisübertragung verlängert sich stillschweigend um Zeiträume gleicher Länge, es sei denn, das Europäische Parlament oder der Rat widersprechen einer solchen Verlängerung spätestens drei Monate vor Ablauf des jeweiligen Zeitraums.

(3)  Die Befugnisübertragung gemäß Artikel 37 Absatz 5, Artikel 45 Absatz 4 und Artikel 53 Absatz 1 kann vom Europäischen Parlament oder vom Rat jederzeit widerrufen werden. Der Beschluss über den Widerruf beendet die Übertragung der in diesem Beschluss angegebenen Befugnis. Er wird am Tag nach seiner Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union oder zu einem im Beschluss über den Widerruf angegebenen späteren Zeitpunkt wirksam. Die Gültigkeit von delegierten Rechtsakten, die bereits in Kraft sind, wird von dem Beschluss über den Widerruf nicht berührt.

(4)  Vor dem Erlass eines delegierten Rechtsakts konsultiert die Kommission die von den einzelnen Mitgliedstaaten benannten Sachverständigen im Einklang mit den in der Interinstitutionellen Vereinbarung vom 13. April 2016 über bessere Rechtsetzung ( 5 ) enthaltenen Grundsätzen.

(5)  Sobald die Kommission einen delegierten Rechtsakt erlässt, übermittelt sie ihn gleichzeitig dem Europäischen Parlament und dem Rat.

(6)  Ein delegierter Rechtsakt, der gemäß Artikel 37 Absatz 5, Artikel 45 Absatz 4 und Artikel 53 Absatz 1 erlassen wurde, tritt nur in Kraft, wenn weder das Europäische Parlament noch der Rat innerhalb einer Frist von zwei Monaten nach Übermittlung dieses Rechtsakts an das Europäische Parlament und den Rat Einwände erhoben haben oder wenn vor Ablauf dieser Frist das Europäische Parlament und der Rat beide der Kommission mitgeteilt haben, dass sie keine Einwände erheben werden. Auf Initiative des Europäischen Parlaments oder des Rates wird diese Frist um zwei Monate verlängert.

Artikel 53b

Dringlichkeitsverfahren

(1)  Delegierte Rechtsakte, die nach diesem Artikel erlassen werden, treten umgehend in Kraft und sind anwendbar, solange keine Einwände gemäß Absatz 2 erhoben werden. Bei der Übermittlung eines delegierten Rechtsakts an das Europäische Parlament und den Rat werden die Gründe für die Anwendung des Dringlichkeitsverfahrens angegeben.

(2)  Das Europäische Parlament oder der Rat können gemäß dem Verfahren des Artikels 53a Absatz 6 Einwände gegen einen delegierten Rechtsakt erheben. In diesem Fall hebt die Kommission den Rechtsakt unverzüglich nach der Übermittlung des Beschlusses des Europäischen Parlaments oder des Rates, Einwände zu erheben, auf.

Artikel 53c

Gesonderte delegierte Rechtsakte für die jeweiligen übertragenen Befugnisse

Die Kommission erlässt einen gesonderten delegierten Rechtsakt für jede einzelne ihr gemäß dieser Verordnung übertragene Befugnis.

▼B

Artikel 54

Ausschussverfahren

(1)  Die Kommission wird von dem durch Artikel 133 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 eingesetzten Ausschuss unterstützt.

(2)  Wird auf diesen Absatz Bezug genommen, so gelten die Artikel 5 und 7 des Beschlusses 1999/468/EG unter Beachtung von dessen Artikel 8.

Der Zeitraum nach Artikel 5 Absatz 6 des Beschlusses 1999/468/EG wird auf drei Monate festgesetzt.

▼M19 —————

▼B

Artikel 55

Änderung der Richtlinie 67/548/EWG

Die Richtlinie 67/548/EWG wird wie folgt geändert:

1. 

Artikel 1 Absatz 2 Unterabsatz 2 wird gestrichen.

2. 

Artikel 4 wird wie folgt geändert:

a) 

Absatz 3 erhält folgende Fassung:

„(3)  Wurde ein Eintrag mit der harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung für einen bestimmten Stoff in Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen ( *1 ) aufgenommen, wird der Stoff gemäß diesem Eintrag eingestuft, und die Absätze 1 und 2 gelten nicht für von diesem Eintrag erfasste Gefahrenkategorien.

b) 

Absatz 4 wird gestrichen.

3. 

Artikel 5 wird wie folgt geändert:

a) 

Absatz 1 Unterabsatz 2 wird gestrichen.

b) 

Absatz 2 erhält folgende Fassung:

„(2)  Die in Absatz 1 Unterabsatz 1 genannten Maßnahmen gelten, bis der Stoff für die betreffenden Gefahrenkategorien in Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 aufgenommen wurde oder bis gemäß dem Verfahren nach Artikel 37 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 ein Beschluss über die Nichtaufnahme dieses Stoffes ergangen ist.“

4. 

Artikel 6 erhält folgende Fassung:

„Artikel 6

Pflicht zur Anstellung von Nachforschungen

Die Hersteller, Vertreiber und Einführer von Stoffen, für die noch kein Eintrag in Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 aufgenommen wurde, die aber im EINECS aufgeführt sind, stellen Nachforschungen an, um sich die einschlägigen und zugänglichen Daten zu den Eigenschaften dieser Stoffe zu verschaffen. Anhand dieser Informationen verpacken sie diese Stoffe und kennzeichnen sie vorläufig gemäß den Artikeln 22 bis 25 der vorliegenden Richtlinie sowie den Kriterien des Anhangs VI der vorliegenden Richtlinie.“

5. 

Artikel 22 Absätze 3 und 4 werden gestrichen.

6. 

Artikel 23 Absatz 2 wird wie folgt geändert:

a) 

In Buchstabe a werden die Worte „Anhang I“ durch die Worte „Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008“ ersetzt.

b) 

In Buchstabe c werden die Worte „Anhang I“ durch die Worte „Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008“ ersetzt.

c) 

In Buchstabe d werden die Worte „Anhang I“ durch die Worte „Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008“ ersetzt.

d) 

In Buchstabe e werden die Worte „Anhang I“ durch die Worte „Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008“ ersetzt.

e) 

In Buchstabe f werden die „Anhang I“ durch die Worte „Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008“ ersetzt.

7. 

Artikel 24 Absatz 4 Unterabsatz 2 wird gestrichen.

8. 

Artikel 28 wird gestrichen.

9. 

In Artikel 31 werden die Absätze 2 und 3 gestrichen.

10. 

Der folgende Artikel wird nach Artikel 32 eingefügt:

„Artikel 32a

Übergangsbestimmungen für die Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen

Ab dem 1. Dezember 2010 finden die Artikel 22 bis 25 keine Anwendung auf Stoffe.“

11. 

Anhang I wird gestrichen.

Artikel 56

Änderung der Richtlinie 1999/45/EWG

Die Richtlinie 1999/45/EG wird wie folgt geändert:

1. 

In Artikel 3 Absatz 2 erster Gedankenstrich werden die Worte „Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG“ durch die Worte „Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen ( *2 ) ersetzt.

2. 

Die Worte „Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG“ werden an folgenden Stellen durch die Worte „Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008“ ersetzt:

a) 

Artikel 3 Absatz 3,

b) 

Artikel 10 Absatz 2 Nummern 2.3.1, 2.3.2, 2.3.3 sowie Nummer 2.4 erster Gedankenstrich,

c) 

Anhang II Einleitung Buchstaben a und b sowie im letzten Absatz der Einleitung,

d) 

Anhang II Teil A

— 
Nummer 1.1.1 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 1.2 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 2.1.1 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 2.2 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 2.3 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 3.1.1 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 3.3 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 3.4 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 4.1.1 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 4.2.1 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 5.1.1 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 5.2.1 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 5.3.1 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 5.4.1 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 6.1 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 6.2 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 7.1 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 7.2 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 8.1 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 8.2 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 9.1 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 9.2 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 9.3 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 9.4 Buchstaben a und b,
e) 

Anhang II Teil B Einleitung,

f) 

Anhang III Einleitung Buchstaben a und b,

g) 

Anhang III Teil A Abschnitt a „Aquatische Umwelt“

— 
Nummer 1.1 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 2.1 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 3.1 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 4.1 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 5.1 Buchstaben a und b,
— 
Nummer 6.1 Buchstaben a und b,
h) 

Anhang III Teil A Abschnitt b „Nichtaquatische Umwelt“ Nummer 1.1 Buchstaben a und b,

i) 

Anhang V Abschnitt A Nummern 3 und 4,

j) 

Anhang V Abschnitt B Nummer 9,

k) 

Anhang VI Teil A Nummer 2 dritte Spalte der Tabelle,

l) 

Anhang VI Teil B Nummer 1 Absatz 1 und Nummer 3 erste Spalte der Tabelle,

m) 

Anhang VIII Anlage 1 zweite Spalte der Tabelle,

n) 

Anhang VIII Anlage 2 zweite Spalte der Tabelle.

3. 

In Anhang VI Teil B Nummer 1 Absatz 3 erster Gedankenstrich und Absatz 5 werden die Worte „Anhang I“ durch die Worte „Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008“ ersetzt.

4. 

In Anhang VI Teil B Nummer 4.2 letzter Absatz werden die Worte „Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG“ durch die Worte „Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008“ ersetzt.

Artikel 57

Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 ab dem Inkrafttreten der vorliegenden Verordnung

Die Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 wird ab dem Inkrafttreten der vorliegenden Verordnung wie folgt geändert:

1. 

Artikel 14 Absatz 2 wird wie folgt geändert:

a) 

Buchstabe b wird durch folgende Buchstaben ersetzt:

„b) 

die spezifischen Konzentrationsgrenzwerte nach Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen ( *3 );

ba) 

bei als gewässergefährdend eingestuften Stoffen, wenn ein Multiplikationsfaktor (nachstehend „M-Faktor“ genannt) in Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 festgelegt wurde: der Berücksichtigungsgrenzwert in Tabelle 1.1 in Anhang I der genannten Verordnung nach Anpassung unter Verwendung der Berechnungsmethode gemäß Anhang I Abschnitt 4.1 der genannten Verordnung;

b) 

Buchstabe e wird durch folgende Buchstaben ersetzt:

„e) 

die spezifischen Konzentrationsgrenzwerte eines einvernehmlichen Eintrags in das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis nach Artikel 42 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008;

ea) 

bei als gewässergefährdend eingestuften Stoffen, wenn ein M-Faktor in einem einvernehmlichen Eintrag in das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis nach Artikel 42 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 festgelegt wurde: der Berücksichtigungsgrenzwert in Tabelle 1.1 in Anhang I der genannten Verordnung nach Anpassung unter Verwendung der Berechnungsmethode gemäß Anhang I Abschnitt 4.1 der genannten Verordnung;“.

2. 

Artikel 31 wird wie folgt geändert:

a) 

Absatz 8 erhält folgende Fassung:

„(8)  Das Sicherheitsdatenblatt wird auf Papier oder elektronisch kostenlos zur Verfügung gestellt, und zwar spätestens an dem Tag, an dem der Stoff oder das Gemisch erstmals geliefert wird.“

b) 

Folgender Absatz wird angefügt:

„(10)  Werden Stoffe vom Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 bis zum 1. Dezember 2010 nach der genannten Verordnung eingestuft, kann diese Einstufung zusammen mit der Einstufung nach der Richtlinie 67/548/EWG im Sicherheitsdatenblatt eingefügt werden.

Ab dem 1. Dezember 2010 bis zum 1. Juni 2015 enthalten die Sicherheitsdatenblätter für Stoffe die Einstufung sowohl nach der Richtlinie 67/548/EWG als auch nach der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008.

Werden Gemische vom Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 bis zum 1. Juni 2015 nach der genannten Verordnung eingestuft, kann diese Einstufung zusammen mit der Einstufung nach der Richtlinie 1999/45/EG im Sicherheitsdatenblatt eingefügt werden. Bis zum 1. Juni 2015 wird jedoch die Einstufung von Stoffen oder Gemischen, die nach der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 sowohl eingestuft als auch gekennzeichnet sind, im Sicherheitsdatenblatt zusammen mit der Einstufung nach der Richtlinie 67/548/EWG bzw. 1999/45/EG für den Stoff, das Gemisch und seine einzelnen Bestandteile angegeben.“

3. 

Artikel 56 Absatz 6 Buchstabe b erhält folgende Fassung:

„b) 

bei allen anderen Stoffen, deren Konzentration unterhalb der niedrigsten Grenzwerte der Richtlinie 1999/45/EG oder des Anhangs VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 liegt, nach denen das Gemisch als gefährlich eingestuft wird.“

4. 

Artikel 59 Absätze 2 und 3 werden wie folgt geändert:

a) 

Absatz 2 Satz 2 erhält folgende Fassung:

„Dieses Dossier kann gegebenenfalls auf den Verweis auf einen Eintrag in Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 begrenzt werden.“

b) 

Absatz 3 Satz 2 erhält folgende Fassung:

„Dieses Dossier kann gegebenenfalls auf den Verweis auf einen Eintrag in Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 begrenzt werden.“

5. 

In Artikel 76 Absatz 1 Buchstabe c wird der Ausdruck „Titel XI“ durch den Ausdruck „Titel V der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008“ ersetzt.

6. 

Artikel 77 wird wie folgt geändert:

a) 

Absatz 2 Buchstabe e Satz 1 erhält folgende Fassung:

„e) 

Aufbau und Unterhaltung einer Datenbank/von Datenbanken mit Informationen zu allen registrierten Stoffen, mit dem Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis und mit der harmonisierten Einstufungs- und Kennzeichnungsliste gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008“.

b) 

In Absatz 3 Buchstabe a wird der Ausdruck „Titeln VI bis XI“ durch den Ausdruck „Titeln VI bis X“ ersetzt.

7. 

Titel XI wird gestrichen.

8. 

Anhang XV Abschnitte I und II werden wie folgt geändert:

a) 

Abschnitt I wird wie folgt geändert:

i) 

Der erste Gedankenstrich wird gestrichen.

ii) 

Der zweite Gedankenstrich erhält folgende Fassung:

— 
„— 

Identifizierung von CMR-, PBT-, vPvB- oder ähnlich besorgniserregenden Stoffen gemäß Artikel 59;“.

b) 

In Abschnitt II wird die Nummer 1 gestrichen.

9. 

In Anhang XVII wird die Tabelle wie folgt geändert:

a) 

Die Spalte „Bezeichnung des Stoffes, der Stoffgruppen oder der Zubereitungen“ wird wie folgt geändert:

i) 

Die Einträge 28, 29 und 30 erhalten folgende Fassung:

„28. Stoffe in Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008, die als karzinogene Stoffe der Kategorie 1A oder 1B (Tabelle 3.1) oder als karzinogene Stoffe der Kategorie 1 oder 2 (Tabelle 3.2) eingestuft und wie folgt aufgeführt sind:

— 
Karzinogene Stoffe: Kategorie 1A (Tabelle 3.1)/Kategorie 1 (Tabelle 3.2) in Anlage 1.
— 
Karzinogene Stoffe: Kategorie 1B (Tabelle 3.1)/Kategorie 2 (Tabelle 3.2) in Anlage 2.

29. Stoffe in Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008, die als keimzellmutagene Stoffe der Kategorie 1A oder 1B (Tabelle 3.1) oder als mutagene Stoffe der Kategorie 1 oder 2 (Tabelle 3.2) eingestuft und wie folgt aufgeführt sind:

— 
Mutagene Stoffe: Kategorie 1A (Tabelle 3.1)/Kategorie 1 (Tabelle 3.2) in Anlage 3.
— 
Mutagene Stoffe: Kategorie 1B (Tabelle 3.1)/Kategorie 2 (Tabelle 3.2) in Anlage 4.

30. Stoffe in Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008, die als reproduktionstoxische Stoffe der Kategorie 1A oder 1B (Tabelle 3.1) oder als reproduktionstoxische Stoffe der Kategorie 1 oder 2 (Tabelle 3.2) eingestuft und wie folgt aufgeführt sind:

— 
Reproduktionstoxische Stoffe: Kategorie 1A — Beeinträchtigung der Sexualfunktion und Fruchtbarkeit sowie der Entwicklung (Tabelle 3.1) oder Kategorie 1 mit R60 (Kann die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen) oder R61 (Kann das Kind im Mutterleib schädigen) (Tabelle 3.2) in Anlage 5.
— 
Reproduktionstoxische Stoffe: Kategorie 1B — Beeinträchtigung der Sexualfunktion und Fruchtbarkeit sowie der Entwicklung (Tabelle 3.1) oder Kategorie 2 mit R60 (Kann die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen) oder R61 (Kann das Kind im Mutterleib schädigen) (Tabelle 3.2) in Anlage 6.“
b) 

In der Spalte „Beschränkungsbedingungen“ erhält Eintrag 28 Nummer 1 erster Gedankenstrich folgende Fassung:

— 
„— 

die jeweiligen in Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 festgelegten spezifischen Konzentrationsgrenzwerte oder“.

10. 

Anhang XVII Anlagen 1 bis 6 werden wie folgt geändert:

a) 

Die Einleitung wird wie folgt geändert:

i) 

In dem Abschnitt mit dem Titel „Stoffname“ wird der Ausdruck „Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG“ durch den Ausdruck „Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008“ ersetzt.

ii) 

In dem Abschnitt mit dem Titel „Indexnummer“ wird der Ausdruck „Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG“ durch den Ausdruck „Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008“ ersetzt.

iii) 

In dem Abschnitt mit dem Titel „Anmerkungen“ wird der Ausdruck „der Einleitung zum Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG“ durch den Ausdruck „Anhang VI Teil 1 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008“ ersetzt.

iv) 

Anmerkung A erhält folgende Fassung:

„Anmerkung A:

Unbeschadet des Artikels 17 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 muss der Name des Stoffes auf dem Kennzeichnungsetikett unter einer der in Anhang VI Teil 3 der genannten Verordnung aufgeführten Bezeichnungen angegeben werden.

In einigen Fällen wird in diesem Teil eine allgemeine Beschreibung wie ‚Verbindungen des …‘ oder ‚Salze der …‘ verwendet. In diesem Fall hat der Lieferant, der einen solchen Stoff in Verkehr bringt, auf dem Kennzeichnungsetikett die korrekte Bezeichnung anzugeben; dabei ist Anhang VI Teil 1 Abschnitt 1.1.1.4 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 gebührend zu berücksichtigen.

Ist ein Stoff in Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 aufgeführt, werden im Einklang mit der genannten Verordnung auf dem Kennzeichnungsetikett die Kennzeichnungselemente für jede einzelne von dem Eintrag in diesem Teil erfasste Einstufung zusammen mit den geltenden Kennzeichnungselementen für alle anderen nicht von diesem Eintrag erfassten Einstufungen sowie alle anderen geltenden Kennzeichnungselemente nach Artikel 17 der genannten Verordnung verwendet.

Für Stoffe, die zu einer der Stoffgruppen in Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 gehören, werden auf dem Kennzeichnungsetikett die Kennzeichnungselemente für jede einzelne von dem Eintrag in diesem Teil erfasste Einstufung zusammen mit den geltenden Kennzeichnungselementen für alle anderen nicht von diesem Eintrag erfassten Einstufungen sowie alle anderen geltenden Kennzeichnungselemente nach Artikel 17 der genannten Verordnung verwendet.

Für Stoffe, die zu mehreren Stoffgruppen in Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 gehören, werden auf dem Kennzeichnungsetikett die Kennzeichnungselemente für jede einzelne von beiden Einträgen in diesem Teil erfasste Einstufung zusammen mit den geltenden Kennzeichnungselementen für alle anderen nicht von diesem Eintrag erfassten Einstufungen sowie alle anderen geltenden Kennzeichnungselemente nach Artikel 17 der genannten Verordnung verwendet. Sind in zwei Einträgen für dieselbe Gefahrenklasse oder Differenzierung verschiedene Einstufungen angegeben, so ist die strengere Einstufung zu verwenden.“

v) 

Anmerkung D erhält folgende Fassung:

„Anmerkung D:

Bestimmte Stoffe, die zu spontaner Polymerisierung oder Zersetzung neigen, werden üblicherweise in einer stabilisierten Form in den Verkehr gebracht. In dieser Form werden sie auch in Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 aufgeführt.

Allerdings gelangen diese Stoffe gelegentlich auch in nicht stabilisierter Form in den Verkehr. In diesem Fall muss der Lieferant, der einen solchen Stoff in den Verkehr bringt, auf dem Kennzeichnungsetikett den Namen des Stoffes und dahinter die Worte ‚nicht stabilisiert‘ angeben.“

vi) 

Anmerkung E wird gestrichen.

vii) 

Anmerkung H erhält folgende Fassung:

„Anmerkung H:

Die für diesen Stoff anzuwendende Einstufung und das entsprechende Kennzeichnungsetikett gelten für die in dem/den Gefahrenhinweis(en) im Zusammenhang mit der in der betreffenden Einstufung genannte(n) Gefahr(en). Die Anforderungen des Artikels 4 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 an die Lieferanten dieses Stoffes gelten für alle übrigen Gefahrenklassen, -differenzierungen und -kategorien.

Das endgültige Kennzeichnungsetikett muss den Anforderungen des Anhangs I Abschnitt 1.2 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 entsprechen.“

viii) 

Anmerkung K erhält folgende Fassung:

„Anmerkung K:

Die Einstufung als ‚karzinogen‘ oder ‚mutagen‘ ist nicht zwingend, wenn nachgewiesen werden kann, dass der Stoff weniger als 0,1 Gewichtsprozent 1,3-Butadien (EINECS-Nr. 203-450-8) enthält. Wird der Stoff nicht als karzinogen oder mutagen eingestuft, so gelten zumindest die Sicherheitshinweise (102)210-403. Diese Anmerkung gilt nur für bestimmte komplexe Ölderivate in Anhang VI der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008.“

ix) 

Anmerkung S erhält folgende Fassung:

„Anmerkung S:

Für diesen Stoff ist gegebenenfalls kein Kennzeichnungsetikett gemäß Artikel 17 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 erforderlich (siehe Anhang I Abschnitt 1.3 der genannten Verordnung).“

b) 

Der Titel der Anlage 1 erhält folgende Fassung:

„Nummer 28 — Karzinogene Stoffe: Kategorie 1A (Tabelle 3.1)/Kategorie 1 (Tabelle 3.2)“.

c) 

Anlage 2 wird wie folgt geändert:

i) 

Der Titel erhält folgende Fassung: „Nummer 28 — Karzinogene Stoffe: Kategorie 1B (Tabelle 3.1/Kategorie 2 (Tabelle 3.2)“.

ii) 

In den Einträgen mit den Indexnummern 024-017-00-8, 611-024-001, 611-029-00-9, 611-030-00-4 und 650-017-00-8 wird der Ausdruck „Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG“ durch den Ausdruck „Anhang VI der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008“ ersetzt.

d) 

Der Titel der Anlage 3 erhält folgende Fassung:

„Nummer 29 — Mutagene Stoffe: Kategorie 1A (Tabelle 3.1)/Kategorie 1 (Tabelle 3.2)“.

e) 

Der Titel der Anlage 4 erhält folgende Fassung:

„Nummer 29 — Mutagene Stoffe: Kategorie 1B (Tabelle 3.1)/Kategorie 2 (Tabelle 3.2)“.

f) 

Der Titel der Anlage 5 erhält folgende Fassung:

„Nummer 30 — Reproduktionstoxische Stoffe: Kategorie 1A (Tabelle 3.1)/Kategorie 1 (Tabelle 3.2)“.

g) 

Der Titel der Anlage 6 erhält folgende Fassung:

„Nummer 30 — Reproduktionstoxische Stoffe: Kategorie 1B (Tabelle 3.1)/Kategorie 2 (Tabelle 3.2)“.

11. 

Das Wort „Zubereitung“ bzw. „Zubereitungen“ im sinne von Artikel 3 Absatz 2 Der verordnung (EG) Nr. 1907/2006 wird im gesamten text durch das wort „Gemisch“ bzw. „Gemische“ ersetzt.

Artikel 58

Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 ab dem 1. Dezember 2010

Die Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 wird ab dem 1. Dezember 2010 wie folgt geändert:

1. 

In Artikel 14 erhält der Eingangssatz von Absatz 4 folgende Fassung:

„(4)  Kommt der Registrant im Anschluss an die Schritte a bis d des Absatzes 3 zu dem Schluss, dass der Stoff den Kriterien für eine der folgenden in Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 dargelegten Gefahrenklassen oder -kategorien entspricht:

a) 

Gefahrenklassen 2.1 bis 2.4, 2.6 und 2.7, 2.8 Typen A und B, 2.9, 2.10, 2.12, 2.13 Kategorien 1 und 2, 2.14 Kategorien 1 und 2, 2.15 Typen A bis F,

b) 

Gefahrenklassen 3.1 bis 3.6, 3.7 Beeinträchtigung der Sexualfunktion und Fruchtbarkeit sowie der Entwicklung, 3.8 ausgenommen narkotisierende Wirkungen, 3.9 und 3.10,

c) 

Gefahrenklasse 4.1,

d) 

Gefahrenklasse 5.1,

oder dass der Stoff als PBT oder vPvB zu beurteilen ist, so umfasst die Stoffsicherheitsbeurteilung auch folgende zusätzliche Schritte:“

2. 

Artikel 31 wird wie folgt geändert:

a) 

Absatz 1 Buchstabe a erhält folgende Fassung:

„a) 

wenn der Stoff die Kriterien für die Einstufung als gefährlich gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 erfüllt oder wenn das Gemisch die Kriterien für die Einstufung als gefährlich gemäß der Richtlinie 1999/45/EG erfüllt oder“.

b) 

Absatz 4 erhält folgende Fassung:

„(4)  Sofern dies nicht von einem nachgeschalteten Anwender oder Händler verlangt wird, braucht das Sicherheitsdatenblatt nicht zur Verfügung gestellt zu werden, wenn gefährliche Stoffe im Sinne der Verordnung (EG) Nr.1272/2008 oder gefährliche Gemische im Sinne der Richtlinie 1999/45/EG, die der breiten Öffentlichkeit angeboten oder verkauft werden, mit ausreichenden Informationen versehen sind, die es dem Anwender ermöglichen, die erforderlichen Maßnahmen für den Schutz der menschlichen Gesundheit, für die Sicherheit und für die Umwelt zu ergreifen.“

3. 

Artikel 40 Absatz 1 erhält folgende Fassung:

„(1)  Die Agentur prüft alle Versuchsvorschläge, die in einer Registrierung oder in der Mitteilung eines nachgeschalteten Anwenders zur Vorlage der Informationen gemäß den Anhängen IX und X für einen Stoff enthalten sind. Vorrang ist Registrierungen von Stoffen zu geben, die PBT-, vPvB-, sensibilisierende und/oder karzinogene, mutagene oder reproduktionstoxische (CMR-) Eigenschaften haben oder haben können, oder Stoffen in Mengen von mehr als 100 Tonnen pro Jahr in Verwendungen mit breit gestreuter, nicht klar abgegrenzter Exposition, sofern sie die Kriterien für eine der folgenden in Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 dargelegten Gefahrenklassen oder -kategorien erfüllen:

a) 

Gefahrenklassen 2.1 bis 2.4, 2.6 und 2.7, 2.8 Typen A und B, 2.9, 2.10, 2.12, 2.13 Kategorien 1 und 2, 2.14 Kategorien 1 und 2, 2.15 Typen A bis F,

b) 

Gefahrenklassen 3.1 bis 3.6, 3.7 Beeinträchtigung der Sexualfunktion und Fruchtbarkeit sowie der Entwicklung, 3.8 ausgenommen narkotisierende Wirkungen, 3.9 und 3.10,

c) 

Gefahrenklasse 4.1,

d) 

Gefahrenklasse 5.1.“

4. 

Artikel 57 Buchstaben a, b und c erhalten folgende Fassung:

„a) 

Stoffe, die die Kriterien für die Einstufung in die Gefahrenklasse Karzinogenität der Kategorie 1A oder 1B gemäß Anhang I Abschnitt 3.6 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 erfüllen;

b) 

Stoffe, die die Kriterien für die Einstufung in die Gefahrenklasse Keimzellmutagenität der Kategorie 1A oder 1B gemäß Anhang I Abschnitt 3.5 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 erfüllen;

c) 

Stoffe, die wegen Beeinträchtigung der Sexualfunktion und Fruchtbarkeit sowie der Entwicklung die Kriterien für die Einstufung in die Gefahrenklasse Reproduktionstoxizität der Kategorie 1A oder 1B gemäß Anhang I Abschnitt 3.7 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 erfüllen;“.

5. 

In Artikel 65 werden die Worte „Richtlinien 67/548/EWG“ durch die Worte „Richtlinie 67/548/EWG und der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 sowie der Richtlinie“ ersetzt.

6. 

Artikel 68 Absatz 2 erhält folgende Fassung:

„(2)  Für einen Stoff als solchen, in einem Gemisch oder in einem Erzeugnis, der die Kriterien für die Einstufung in die Gefahrenklassen Karzinogenität, Keimzellmutagenität oder Reproduktionstoxizität der Kategorie 1A oder 1B erfüllt und von Verbrauchern verwendet werden könnte und für den von der Kommission Beschränkungen der Verwendung durch Verbraucher vorgeschlagen werden, wird Anhang XVII nach dem in Artikel 133 Absatz 4 genannten Verfahren geändert. Die Artikel 69 bis 73 finden keine Anwendung.“

7. 

Artikel 119 wird wie folgt geändert:

a) 

Absatz 1 Buchstabe a erhält folgende Fassung:

„a) 

unbeschadet des Absatzes 2 Buchstaben f und g dieses Artikels die Bezeichnung laut IUPAC-Nomenklatur für die Stoffe, die die Kriterien einer der folgenden Gefahrenklassen oder -kategorien nach Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 erfüllen:

— 
Gefahrenklassen 2.1 bis 2.4, 2.6 und 2.7, 2.8 Typen A und B, 2.9, 2.10, 2.12, 2.13 Kategorien 1 und 2, 2.14 Kategorien 1 und 2, 2.15 Typen A bis F;
— 
Gefahrenklassen 3.1 bis 3.6, 3.7 Beeinträchtigung der Sexualfunktion und Fruchtbarkeit sowie der Entwicklung, 3.8 ausgenommen narkotisierende Wirkungen, 3.9 und 3.10;
— 
Gefahrenklasse 4.1;
— 
Gefahrenklasse 5.1.“
b) 

Absatz 2 wird wie folgt geändert:

i) 

Buchstabe f erhält folgende Fassung

„f) 

vorbehaltlich des Artikels 24 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 die Bezeichnung gemäß der IUPAC-Nomenklatur für die in Absatz 1 Buchstabe a des vorliegenden Artikels genannten Nicht-Phase-in-Stoffe für einen Zeitraum von sechs Jahren;“.

ii) 

In Buchstabe g erhält der Eingangssatz folgende Fassung:

„g) 

vorbehaltlich des Artikels 24 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 die Bezeichnung gemäß der IUPAC-Nomenklatur für die in Absatz 1 Buchstabe a dieses Artikels genannten Stoffe, die ausschließlich für einen oder mehrere der folgenden Zwecke verwendet werden:“.

8. 

In Artikel 138 Absatz 1 erhält der Eingangsteil Satz 2 folgende Fassung:

„Für Stoffe, die die Kriterien für die Einstufung in die Gefahrenklassen Karzinogenität, Keimzellmutagenität oder Reproduktionstoxizität der Kategorie 1A oder 1B gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 erfüllen, ist die Überprüfung jedoch bis zum 1. Juni 2014 vorzunehmen.“

9. 

Anhang III wird wie folgt geändert:

a) 

Buchstabe a erhält folgende Fassung:

„a) 

Stoffe, bei denen (beispielsweise durch Anwendung von (Q)SAR oder aufgrund anderer Erkenntnisse) vorhersehbar ist, dass sie die Kriterien für eine Einstufung in Kategorie 1A oder 1B der Gefahrenklassen Karzinogenität, Keimzellmutagenität oder Reproduktionstoxizität oder die Kriterien des Anhangs XIII wahrscheinlich erfüllen.“

b) 

Buchstabe b Ziffer ii erhält folgende Fassung:

„ii) 

bei denen (beispielsweise durch Anwendung von (Q)SAR oder aufgrund anderer Erkenntnisse) vorhersehbar ist, dass sie die Kriterien für eine Einstufung nach der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 für eine der Gefahrenklassen oder Differenzierungen in den Bereichen ‚Gesundheitsgefahren‘ oder ‚Umweltgefahren‘ wahrscheinlich erfüllen.“

10. 

In Anhang V Nummer 8 wird der Ausdruck „Richtlinie 67/548/EWG“ durch den Ausdruck „Verordnung (EG) Nr. 1272/2008“ ersetzt.

11. 

In Anhang VI erhalten die Abschnitte 4.1, 4.2 und 4.3 folgende Fassung:

„4.1 Einstufung des Stoffes/der Stoffe in Gefahrenklassen nach den Titeln I und II der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 für alle Gefahrenklassen und -kategorien der genannten Verordnung.

Zusätzlich werden für jeden Eintrag die Gründe angegeben, weshalb für eine bestimmte Gefahrenklasse oder Differenzierung einer Gefahrenklasse keine Einstufung vorgenommen wurde (fehlende, nicht schlüssige oder schlüssige, aber für die Einstufung nicht ausreichende Daten).

4.2. Kennzeichnung des Stoffes/der Stoffe nach Titel III der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008.

4.3 Gegebenenfalls die nach Artikel 10 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 und nach den Artikeln 4 bis 7 der Richtlinie 1999/45/EG ermittelten spezifischen Konzentrationsgrenzwerte.“

12. 

Anhang VIII wird wie folgt geändert:

a) 

In Spalte 2 erhält Nummer 8.4.2 zweiter Gedankenstrich folgende Fassung:

— 
„— 

wenn der Stoff als karzinogen (Kategorie 1A oder 1B) oder keimzellmutagen (Kategorie 1A, 1B oder 2) bekannt ist.“

b) 

In Spalte 2 erhalten Nummer 8.7.1 Absätze 2 und 3 folgende Fassung:

„Hat ein Stoff bekanntermaßen beeinträchtigende Wirkungen auf die Fruchtbarkeit, so dass die Kriterien für eine Einstufung als reproduktionstoxisch (Kategorie 1A oder 1B: Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen (H360F)) erfüllt sind, und reichen die verfügbaren Daten für eine robuste Risikobewertung aus, so sind keine weiteren Versuche in Bezug auf die Fruchtbarkeit erforderlich. Versuche zur Entwicklungstoxizität sind jedoch in Betracht zu ziehen.

Ist ein Stoff bekanntermaßen Ursache für Entwicklungstoxizität, so dass die Kriterien für eine Einstufung als reproduktionstoxisch (Kategorie 1A oder 1B: Kann das ungeborene Kind schädigen (H360D)) erfüllt sind, und reichen die verfügbaren Daten für eine robuste Risikobewertung aus, so sind keine weiteren Versuche zur Entwicklungstoxizität erforderlich. Versuche zu den Wirkungen auf die Fruchtbarkeit sind jedoch in Betracht zu ziehen.“

13. 

Anhang IX Spalte 2 Nummer 8.7 Absätze 2 und 3 erhält folgende Fassung:

„Hat ein Stoff bekanntermaßen beeinträchtigende Wirkungen auf die Fruchtbarkeit, so dass die Kriterien für eine Einstufung als reproduktionstoxisch (Kategorie 1A oder 1B: Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen (H360F)) erfüllt sind, und reichen die verfügbaren Daten für eine robuste Risikobewertung aus, so sind keine weiteren Versuche in Bezug auf Fruchtbarkeit erforderlich. Versuche zur Entwicklungstoxizität sind jedoch in Betracht zu ziehen.

Ist ein Stoff bekanntermaßen Ursache für Entwicklungstoxizität, so dass die Kriterien für eine Einstufung als reproduktionstoxisch (Kategorie 1A oder 1B: Kann das ungeborene Kind schädigen (H360D)) erfüllt sind, und reichen die verfügbaren Daten für eine robuste Risikobewertung aus, so sind keine weiteren Versuche zur Entwicklungstoxizität erforderlich. Versuche zu den Wirkungen auf die Fruchtbarkeit sind jedoch in Betracht zu ziehen.“

14. 

Anhang X wird wie folgt geändert:

a) 

In Spalte 2 erhält Nummer 8.7 Absätze 2 und 3 folgende Fassung:

„Hat ein Stoff bekanntermaßen beeinträchtigende Wirkungen auf die Fruchtbarkeit, so dass die Kriterien für eine Einstufung als reproduktionstoxisch (Kategorie 1A oder 1B: Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen (H360F)) erfüllt sind, und reichen die verfügbaren Daten für eine robuste Risikobewertung aus, so sind keine weiteren Versuche in Bezug auf Fruchtbarkeit erforderlich. Versuche zur Entwicklungstoxizität sind jedoch in Betracht zu ziehen.

Ist ein Stoff bekanntermaßen Ursache für Entwicklungstoxizität, so dass die Kriterien für eine Einstufung als reproduktionstoxisch (Kategorie 1A oder 1B: Kann das ungeborene Kind schädigen (H360D)) erfüllt sind, und reichen die verfügbaren Daten für eine robuste Risikobewertung aus, so sind keine weiteren Versuche zur Entwicklungstoxizität erforderlich. Versuche zu den Wirkungen auf die Fruchtbarkeit sind jedoch in Betracht zu ziehen.“

b) 

In Spalte 2 erhält Nummer 8.9.1 Absatz 1 zweiter Gedankenstrich folgende Fassung:

— 
„— 

wenn der Stoff als keimzellmutagen der Kategorie 2 eingestuft ist oder wenn Prüfungen mit wiederholter Verabreichung ergeben haben, dass der Stoff Hyperplasie und/oder präneoplastische Veränderungen hervorrufen kann.“

c) 

In Spalte 2 erhält Nummer 8.9.1 Absatz 2 folgende Fassung:

„Ist der Stoff als keimzellmutagen der Kategorien 1A oder 1B eingestuft, so ist normalerweise davon auszugehen, dass ein gentoxischer Mechanismus für die Karzinogenität wahrscheinlich ist. In diesen Fällen wird normalerweise keine Prüfung der Karzinogenität verlangt.“

15. 

Anhang XIII Nummer 1.3 zweiter und dritter Gedankenstrich erhalten folgende Fassung:

— 
„— 

der Stoff als karzinogen (Kategorie 1A oder 1B), keimzellmutagen (Kategorie 1A oder 1B) oder reproduktionstoxisch (Kategorie 1A, 1B oder 2) eingestuft wird oder

— 
— 

es andere Belege für chronische Toxizität gibt, die gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 eine -Einstufung der spezifischen Zielorgan-Toxizität (wiederholte Exposition), Kategorie 1 (oral, dermal, Inhalation von Gasen/Dämpfen, Inhalation von Staub/Nebel/Rauch) oder Kategorie 2 (oral, dermal, Inhalation von Gasen/Dämpfen, Inhalation von Staub/Nebel/Rauch) bedingen würden.“

16. 

In der Tabelle in Anhang XVII wird die Spalte „Bezeichnung des Stoffes, der Stoffgruppen oder der Gemische“ wie folgt geändert:

a) 

Eintrag 3 erhält folgende Fassung

„3. Flüssige Stoffe oder Gemische, die nach der Richtlinie 1999/45/EG als gefährlich gelten oder die Kriterien für eine der folgenden in Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 dargelegten Gefahrenklassen oder -kategorien erfüllen:

a) 

Gefahrenklassen 2.1 bis 2.4, 2.6 und 2.7, 2.8 Typen A und B, 2.9, 2.10, 2.12, 2.13 Kategorien 1 und 2, 2.14 Kategorien 1 und 2, 2.15 Typen A bis F;

b) 

Gefahrenklassen 3.1 bis 3.6, 3.7 Beeinträchtigung der Sexualfunktion und Fruchtbarkeit sowie der Entwicklung, 3.8 ausgenommen narkotisierende Wirkungen, 3.9 und 3.10;

c) 

Gefahrenklasse 4.1;

d) 

Gefahrenklasse 5.1.“

▼C4

b) 

Eintrag 40 erhält folgende Fassung:

„40. Stoffe, die als entzündbare Gase der Kategorien 1 oder 2, als entzündbare Flüssigkeiten der Kategorien 1, 2 oder 3, als entzündbare Feststoffe der Kategorie 1 oder 2, als Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln, der Kategorien 1, 2 oder 3, als pyrophore Flüssigkeiten der Kategorie 1 oder als pyrophore Feststoffe der Kategorie 1 eingestuft wurden, und zwar unabhängig davon, ob sie in Anhang VI Teil 3 dieser Verordnung aufgeführt sind.”

▼B

Artikel 59

Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 ab dem 1. Juni 2015

Die Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 wird ab dem 1. Juni 2015 wie folgt geändert:

1. 

Artikel 14 Absatz 2 erhält folgende Fassung:

„(2)  Eine Stoffsicherheitsbeurteilung nach Absatz 1 braucht nicht für einen Stoff durchgeführt zu werden, der Bestandteil eines Gemisches ist, wenn die Konzentration des Stoffes in dem Gemisch niedriger ist als

a) 

der Berücksichtigungsgrenzwert nach Artikel 11 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008;

b) 

0,1 Massenprozent (w/w), wenn der Stoff die Kriterien des Anhangs XIII der vorliegenden Verordnung erfüllt.“

2. 

Artikel 31 wird wie folgt geändert:

a) 

Absatz 1 Buchstabe a erhält folgende Fassung:

„a) 

wenn der Stoff oder das Gemisch die Kriterien für die Einstufung als gefährlich gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 erfüllt oder“.

b) 

Absatz 3 erhält folgende Fassung:

„(3)  Der Lieferant stellt dem Abnehmer auf Verlangen ein Sicherheitsdatenblatt nach Anhang II zur Verfügung, wenn ein Gemisch die Kriterien für die Einstufung als gefährlich gemäß Titel I und II der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 zwar nicht erfüllt, aber

a) 

bei nichtgasförmigen Gemischen in einer Einzelkonzentration von ≥ 1 Gewichtsprozent und bei gasförmigen Gemischen in einer Einzelkonzentration von ≥ 0,2 Volumenprozent mindestens einen gesundheitsgefährdenden oder umweltgefährlichen Stoff enthält oder

b) 

bei nichtgasförmigen Gemischen in einer Einzelkonzentration von ≥ 0,1 Gewichtsprozent mindestens einen karzinogenen Stoff der Kategorie 2 enthält oder einen reproduktionstoxischen Stoff der Kategorie 1A, 1B oder 2, ein Hautallergen der Kategorie 1, ein Inhalationsallergen der Kategorie 1, einen Stoff, der Wirkungen auf oder über die Laktation hat, einen persistenten, bioakkumulierbaren und toxischen Stoff (PBT) gemäß den Kriterien nach Anhang XIII, einen sehr persistenten und sehr bioakkumulierbaren Stoff (vPvT) gemäß den Kriterien nach Anhang XIII oder einen Stoff, der aus anderen als den in Buchstabe a angeführten Gründen in die gemäß Artikel 59 Absatz 1 erstellte Liste aufgenommen wurde oder

c) 

einen Stoff enthält, für den es gemeinschaftliche Grenzwerte für die Exposition am Arbeitsplatz gibt.“

c) 

Absatz 4 erhält folgende Fassung:

„(4)  Sofern dies nicht von einem nachgeschalteten Anwender oder Händler verlangt wird, braucht das Sicherheitsdatenblatt nicht zur Verfügung gestellt zu werden, wenn gefährliche Stoffe oder Gemische, die der breiten Öffentlichkeit angeboten oder verkauft werden, mit ausreichenden Informationen versehen sind, die es dem Anwender ermöglichen, die erforderlichen Maßnahmen für den Schutz der menschlichen Gesundheit, für die Sicherheit und für die Umwelt zu ergreifen.“

3. 

Artikel 56 Absatz 6 Buchstabe b wird wie folgt geändert:

„b) 

bei allen anderen Stoffen, deren Konzentration unterhalb der Werte nach Artikel 11 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 liegt, nach denen das Gemisch als gefährlich eingestuft wird.“

4. 

In Artikel 65 werden die Worte „sowie der Richtlinie 1999/45/EG“ gestrichen.

5. 

Anhang II wird wie folgt geändert:

a) 

Nummer 1.1 erhält folgende Fassung:

„1.1. Bezeichnung des Stoffes oder des Gemisches

Die zur Identifizierung eines Stoffes verwendete Bezeichnung muss mit derjenigen auf dem Kennzeichnungsetikett gemäß Artikel 18 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 übereinstimmen.

Die zur Identifizierung eines Gemisches verwendete Bezeichnung muss mit derjenigen auf dem Kennzeichnungsetikett gemäß Artikel 18 Absatz 3 Buchstabe a der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 übereinstimmen.“

b) 

Fußnote 1 zu Nummer 3.3 Buchstabe a erster Gedankenstrich wird gestrichen.

c) 

Nummer 3.6 erhält folgende Fassung:

„3.6. Hat die Agentur nach Artikel 24 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 zugestimmt, dass die chemische Identität von Stoffen auf dem Kennzeichnungsetikett und im Sicherheitsdatenblatt vertraulich behandelt werden kann, so sind unter Rubrik 3 zur Gewährleistung einer sicheren Handhabung ihre chemischen Eigenschaften zu beschreiben.

Die auf dem Sicherheitsdatenblatt (auch für die Zwecke der Nummern 1.1, 3.2, 3.3 und 3.5) verwendete Bezeichnung muss dieselbe sein wie die auf dem Kennzeichnungsetikett verwendete, die nach dem Verfahren des Artikels 24 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 festgelegt worden ist.“

6. 

Anhang VI Nummer 4.3 wird wie folgt geändert:

„4.3. Gegebenenfalls die nach Artikel 10 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 ermittelten spezifischen Konzentrationsgrenzwerte“.

7. 

Anhang XVII wird wie folgt geändert:

a) 

In der Spalte „Bezeichnung des Stoffes, der Stoffgruppen oder der Gemische“ wird in Eintrag 3 der Tabelle der Ausdruck „die nach der Richtlinie 1999/45/EG als gefährlich gelten oder“ gestrichen.

b) 

In der Spalte „Beschränkungsbedingungen“ der Tabelle wird Eintrag 28 wie folgt geändert:

▼C4

i) 

Nummer 1 zweiter Gedankenstrich erhält folgende Fassung:

„— die jeweiligen in Anhang I Teil 3 der Verordnung (EG) 1272/2008 festgelegten allgemeinen Konzentrationsgrenzwerte.”

▼B

ii) 

Nummer 2 Buchstabe d erhält folgende Fassung:

„d) 

Farben für Künstler gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008“.

Artikel 60

Aufhebung

Die Richtlinie 67/548/EWG und die Richtlinie 1999/45/EG werden mit Wirkung vom 1. Juni 2015 aufgehoben.

Artikel 61

Übergangsbestimmungen

(1)  Bis zum 1. Dezember 2010 werden Stoffe gemäß der Richtlinie 67/548/EWG eingestuft, gekennzeichnet und verpackt.

Bis zum 1. Juni 2015 werden Gemische gemäß der Richtlinie 1999/45/EWG eingestuft, gekennzeichnet und verpackt.

(2)  Abweichend von Artikel 62 Unterabsatz 2 der vorliegenden Verordnung und ergänzend zu den Anforderungen des Absatzes 1 des vorliegenden Artikels können Stoffe und Gemische bereits vor dem 1. Dezember 2010 bzw. vor dem 1. Juni 2015 gemäß dieser Verordnung eingestuft, gekennzeichnet und verpackt werden. In diesem Fall finden die Kennzeichnungs- und Verpackungsvorschriften der Richtlinien 67/548/EWG und 1999/45/EG keine Anwendung.

(3)  Vom 1. Dezember 2010 bis zum 1. Juni 2015 werden Stoffe sowohl gemäß der Richtlinie 67/548/EWG als auch gemäß dieser Verordnung eingestuft. Sie werden gemäß dieser Verordnung gekennzeichnet und verpackt.

(4)  Abweichend von Artikel 62 Unterabsatz 2 der vorliegenden Verordnung müssen bis zum 1. Dezember 2012 Stoffe, die gemäß der Richtlinie 67/548/EWG eingestuft, gekennzeichnet und verpackt und bereits vor dem 1. Dezember 2010 in Verkehr gebracht wurden, nicht erneut gemäß dieser Verordnung gekennzeichnet und verpackt werden.

▼C4

Abweichend von Artikel 62 Unterabsatz 2 der vorliegenden Verordnung müssen bis zum 1. Juni 2017 Gemische, die gemäß der Richtlinie 1999/45/EWG eingestuft, gekennzeichnet und verpackt und bereits vor dem 1. Juni 2015 in Verkehr gebracht wurden, nicht erneut gemäß dieser Verordnung gekennzeichnet und verpackt werden.

▼B

(5)  Wurde ein Stoff oder ein Gemisch vor dem 1. Dezember 2010 bzw. vor dem 1. Juni 2015 gemäß der Richtlinie 67/548/EWG bzw. 1999/45/EG eingestuft, so können die Hersteller, Importeure und nachgeschalteten Anwender die Einstufung des Stoffes oder Gemisches unter Verwendung der Umwandlungstabelle in Anhang VII der vorliegenden Verordnung anpassen.

(6)  Bis zum 1. Dezember 2011 kann ein Mitgliedstaat alle bestehenden strengeren Einstufungen und Kennzeichnungen von Stoffen, die in Anhang VI Teil 3 der vorliegenden Verordnung aufgenommen wurden, beibehalten, sofern die betreffenden Einstufungs- und Kennzeichnungselemente der Kommission entsprechend der Schutzklausel in der Richtlinie 67/548/EWG vor dem 20. Januar 2009 mitgeteilt wurden und der betreffende Mitgliedstaat bis zum 1. Juni 2009 der Agentur einen diese Einstufungs- und Kennzeichnungselemente enthaltenden Vorschlag zur harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung nach Artikel 37 Absatz 1 der vorliegenden Verordnung unterbreitet hat.

Dies setzt jedoch voraus, dass die Kommission nicht bereits vor dem 20. Januar 2009 eine Entscheidung über die vorgeschlagene Einstufung und Kennzeichnung nach der Schutzklausel der Richtlinie 67/548/EWG getroffen hat.

Wurde die nach Unterabsatz 1 vorgeschlagene harmonisierte Einstufung und Verpackung nicht oder in geänderter Form entsprechend Artikel 37 Absatz 5 in Anhang VI Teil 3 aufgenommen, so ist die Freistellung nach Unterabsatz 1 nicht mehr gültig.

Artikel 62

Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Die Titel II, III und IV gelten ab dem 1. Dezember 2010 in Bezug auf Stoffe und ab dem 1. Juni 2015 in Bezug auf Gemische.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.




▼C4

ANHANG I

▼B

VORSCHRIFTEN FÜR DIE EINSTUFUNG UND KENNZEICHNUNG VON GEFÄHRLICHEN STOFFEN UND GEMISCHEN

Dieser Anhang beschreibt die Kriterien für die Einstufung in Gefahrenklassen und in ihre Differenzierungen und enthält zusätzliche Vorschriften darüber, wie diese Kriterien erfüllt werden können.

1.   TEIL 1: ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE FÜR DIE EINSTUFUNG UND KENNZEICHNUNG

1.0.   Begriffsbestimmungen

Gas: Stoff, der

i) 

bei 50 oC einen Dampfdruck von mehr als 300 kPa (absolut) hat oder

ii) 

bei 20 oC und einem Standarddruck von 101,3  kPa vollständig gasförmig ist;

Flüssigkeit: Stoff oder Gemisch,

i) 

der/das bei 50 oC einen Dampfdruck von weniger als 300 kPa (3 bar) hat,

ii) 

bei 20 oC und einem Standarddruck von 101,3  kPa nicht vollständig gasförmig ist und

iii) 

einen Schmelzpunkt oder Schmelzbeginn von 20 oC oder weniger bei einem Standarddruck von 101,3  kPa hat;

Feststoff: Stoff oder Gemisch, der/das nicht der Begriffbestimmung für Flüssigkeit oder Gas entspricht.

1.1.   Einstufung von Stoffen und Gemischen

1.1.0.   Zusammenarbeit zur Erfüllung der Anforderungen dieser Verordnung

Die Lieferanten in einer Lieferkette arbeiten zusammen, um die in dieser Verordnung bestimmten Einstufungs-, Kennzeichnungs- und Verpackungsanforderungen zu erfüllen.

Die Lieferanten in einem Wirtschaftssektor können zusammenarbeiten, um die Übergangsbestimmungen nach Artikel 61 für in Verkehr gebrachte Stoffe und Gemische zu erfüllen.

Die Lieferanten in einem Wirtschaftssektor können durch Bildung eines Netzes oder durch andere Mittel zusammenarbeiten, um Daten und Fachwissen bei der Einstufung von Stoffen und Gemischen gemäß Titel II dieser Verordnung auszutauschen. Dabei müssen die Lieferanten in einem Wirtschaftssektor die Grundlage, auf der die Einstufungsentscheidungen getroffen werden, vollständig dokumentieren, und den zuständigen Behörden und — auf Antrag — den einschlägigen Durchsetzungsbehörden die Dokumentation, zusammen mit den Daten und Informationen, auf denen die Einstufungen beruhen, zur Verfügung stellen. Arbeiten Lieferanten in einem Wirtschaftssektor in dieser Weise zusammen, so bleibt jedoch jeder Lieferant uneingeschränkt haftbar für die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung der Stoffe und Gemische, die er in Verkehr bringt, sowie für die Erfüllung aller anderen Anforderungen nach dieser Verordnung.

Das Netz kann ferner für den Austausch von Informationen und bewährten Verfahren genutzt werden, um die Erfüllung der Meldepflichten zu vereinfachen.

1.1.1.   Aufgabe und Anwendung der Beurteilung durch Experten und der Ermittlung der Beweiskraft

1.1.1.1. Lassen sich die Einstufungskriterien nicht unmittelbar auf die verfügbaren ermittelten Informationen anwenden oder sind nur die Informationen gemäß Artikel 6 Absatz 5 verfügbar, so ist gemäß Artikel 9 Absatz 3 bzw. Absatz 4 die Beweiskraft der Daten mit Hilfe der Beurteilung durch Experten zu ermitteln.

1.1.1.2. Bei der Einstufung von Gemischen kann eine Beurteilung durch Experten in mehreren Bereichen herangezogen werden, damit gewährleistet ist, dass bestehende Informationen für möglichst viele Gemische im Hinblick auf den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt verwendet werden können. Eine Beurteilung durch Experten kann auch bei der Auslegung von Daten für die Gefahreneinstufung von Stoffen erforderlich sein, insbesondere wenn eine Ermittlung der Beweiskraft erforderlich ist.

1.1.1.3. Die Ermittlung der Beweiskraft bedeutet, dass alle verfügbaren Informationen, die für die Gefahrenbestimmung relevant sind, im Zusammenhang betrachtet werden, beispielsweise die Ergebnisse von geeigneten In-vitro-Tests, einschlägige Tierversuchsdaten, Informationen aus der Anwendung des Kategorienkonzepts (Gruppierung, Übertragung), Ergebnisse von (Q)SAR-Verfahren und Erfahrungen beim Menschen wie Daten über berufsbedingte Exposition, Daten aus Unfalldatenbanken, epidemiologische und klinische Studien sowie gut dokumentierte Fallberichte und Beobachtungen. Die Qualität und Schlüssigkeit der Daten erhält eine angemessene Gewichtung. Informationen über Stoffe oder Gemische, die mit dem einzustufenden Stoff oder Gemisch verwandt sind, sind in der Regel ebenso als geeignet zu betrachten wie Studienergebnisse über den Wirkungsort, den Wirkungsmechanismus oder die Wirkungsweise. Sowohl positive als auch negative Befunde sind in einer Ermittlung der Beweiskraft zusammen zu berücksichtigen.

1.1.1.4. Bei der Einstufung nach Gesundheitsgefahren (Teil 3) begründen nachgewiesene gefährliche Wirkungen, die in angemessenen tierexperimentellen Studien oder anhand von Erfahrungen beim Menschen festgestellt wurden und die mit den Einstufungskriterien übereinstimmen, in der Regel eine Einstufung. Falls Nachweise sowohl vom Menschen als auch vom Tier vorliegen und sich die Ergebnisse widersprechen, sind die Nachweise aus beiden Quellen zur Entscheidung der Einstufungsfrage auf ihre Qualität und Verlässlichkeit zu prüfen. In der Regel haben geeignete, verlässliche und repräsentative Daten vom Menschen (einschließlich epidemiologischer Untersuchungen, wissenschaftlich valider Fallstudien gemäß diesem Anhang oder statistisch gestützter Erfahrungen) Vorrang vor anderen Daten. Epidemiologische Studien weisen jedoch auch bei guter Konzeption und Durchführung unter Umständen nicht genug Probanden auf, um zwar relativ seltene, doch relevante Wirkungen aufzeigen oder potenzielle Störfaktoren („confounding“) verzerrende Faktoren bewerten zu können. Daher werden positive Befunde aus ordnungsgemäß durchgeführten Studien am Tier nicht unbedingt durch das Fehlen positiver Erfahrungen beim Menschen widerlegt, aber sie erfordern, dass die Daten vom Menschen und vom Tier auf ihre Zuverlässigkeit, Qualität und statistische Aussagekraft geprüft werden.

1.1.1.5 Bei der Einstufung nach Gesundheitsgefahren (Teil 3) sind der Expositionsweg, mechanistische Daten und Stoffwechselstudien für die Bestimmung der Relevanz einer Wirkung beim Menschen von Belang. Lassen solche Informationen die Relevanz für den Menschen zweifelhaft erscheinen, kann eine schwächere Einstufung begründet sein, sofern sich die Zuverlässigkeit und Qualität der Daten bestätigen. Liegen wissenschaftliche Nachweise dafür vor, dass der Wirkungsmechanismus oder die Wirkungsweise nicht für Menschen relevant ist, sollte der Stoff oder das Gemisch nicht eingestuft werden.

1.1.2.   Spezifische Konzentrationsgrenzwerte, Multiplikationsfaktoren und allgemeine Berücksichtigungsgrenzwerte

1.1.2.1. Die spezifischen Konzentrationsgrenzwerte oder die Multiplikationsfaktoren werden gemäß Artikel 10 angewendet.

1.1.2.2.   Berücksichtigungsgrenzwerte

▼C4

1.1.2.2.1 Berücksichtigungsgrenzwerte geben an, wann das Vorhandensein eines Stoffs für die Zwecke der Einstufung eines Stoffes oder eines Gemisches berücksichtigt werden muss, der/das diesen gefährlichen Stoff enthält, sei es als identifizierte Verunreinigung, als Zusatzstoff oder als einzelner Bestandteil (siehe Artikel 11).

▼B

1.1.2.2.2. Die Berücksichtigungsgrenzwerte gemäß Artikel 11 sind Folgende:

a) 

Für Gesundheits- und Umweltgefahren gemäß den Teilen 3, 4 und 5 dieses Anhangs:

i) 

für Stoffe, bei denen ein spezifischer Konzentrationsgrenzwert für die entsprechende Gefahrenklasse oder Differenzierung entweder in Anhang VI Teil 3 oder in dem Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis gemäß Artikel 42 festgelegt wurde und bei denen die Gefahrenklasse oder Differenzierung in Tabelle 1.1 angegeben ist, der niedrigere Wert des spezifischen Konzentrationsgrenzwerts und des entsprechenden allgemeinen Berücksichtigungsgrenzwerts in Tabelle 1.1; oder

ii) 

für Stoffe, bei denen ein spezifischer Konzentrationsgrenzwert für die entsprechende Gefahrenklasse oder Differenzierung entweder in Anhang VI Teil 3 oder in dem Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis gemäß Artikel 42 festgelegt wurde und bei denen die Gefahrenklasse oder Differenzierung nicht in Tabelle 1.1 angegeben ist, der spezifische Konzentrationsgrenzwert, der entweder in Anhang VI Teil 3 oder im Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis festgelegt ist; oder

iii) 

für Stoffe, bei denen kein spezifischer Konzentrationsgrenzwert für die entsprechende Gefahrenklasse oder Differenzierung entweder in Anhang VI Teil 3 oder in dem Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis gemäß Artikel 42 festgelegt wurde und bei denen die Gefahrenklasse oder Differenzierung in Tabelle 1.1 angegeben ist, der in dieser Tabelle angegebene entsprechende allgemeine Berücksichtigungsgrenzwert; oder

iv) 

für Stoffe, bei denen kein spezifischer Konzentrationsgrenzwert für die entsprechende Gefahrenklasse oder Differenzierung entweder in Anhang VI Teil 3 oder in dem Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis gemäß Artikel 42 festgelegt wurde und bei denen die Gefahrenklasse oder Differenzierung nicht in Tabelle 1.1 angegeben ist, der allgemeine Konzentrationsgrenzwert für die Einstufung in die entsprechenden Abschnitte von Teil 3, 4 und 5 dieses Anhangs.

b) 

Für Gewässergefährdung gemäß Abschnitt 4.1 dieses Anhangs:

i) 

bei Stoffen, bei denen ein M-Faktor für die entsprechende Gefahrenkategorie entweder in Anhang VI Teil 3 oder im Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis gemäß Artikel 42 festgelegt wurde, der allgemeine Berücksichtigungsgrenzwert in Tabelle 1.1 nach Anpassung unter Verwendung der Berechnungsmethode gemäß Abschnitt 4.1 dieses Anhangs; oder

ii) 

bei Stoffen, bei denen kein M-Faktor für die entsprechende Gefahrenkategorie entweder in Anhang VI Teil 3 oder im Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis gemäß Artikel 42 festgelegt wurde, der entsprechende allgemeine Berücksichtigungsgrenzwert in Tabelle 1.1.



Tabelle 1.1

Allgemeine Berücksichtigungsgrenzwerte

Gefahrenklassen

Allgemeine Berücksichtigungsgrenzwerte

Akute Toxizität:

 

— Kategorien 1 – 3

0,1  %

— Kategorie 4

1 %

►C4  Ätz-/Reizwirkung auf die Haut ◄

1 % ()

schwere Augenschädigung/Augenreizung

1 % ()

gewässergefährdend

 

— akut gewässergefährdend der Kategorie 1

0,1  % ()

— chronisch gewässergefährdend der Kategorie 1

0,1  % ()

— chronisch gewässergefährdend der Kategorien 2 – 4

1 %

(1)   Oder gegebenenfalls < 1 % (siehe Punkt 3.2.3.3.1).

(2)   Oder gegebenenfalls < 1 % (siehe Punkt 3.3.3.3.1)

(3)   Oder gegebenenfalls < 0,1  % (siehe Punkt 4.1.3.1).

▼M2

Hinweis:

Die allgemeinen Berücksichtigungsgrenzwerte werden in Gewichtsprozenten angegeben außer bei gasförmigen Gemischen aus Gefahrenklassen, deren allgemeine Berücksichtigungsgrenzwerte sich am besten in Volumenprozenten ausdrücken lassen.

▼B

1.1.3.   Übertragungsgrundsätze für die Einstufung von Gemischen, wenn keine Prüfdaten für das komplette Gemisch vorliegen („bridging“)

Wurde das Gemisch selbst nicht auf seine Gefahreneigenschaften geprüft, liegen jedoch ausreichende Daten über ähnliche geprüfte Gemische und einzelne gefährliche Bestandteile vor, um die Gefahren des Gemisches hinreichend zu beschreiben, dann sind diese Daten gemäß den folgenden in Artikel 9 Absatz 4 genannten Übertragungsvorschriften für jede einzelne Gefahrenklasse der Teile 3 und 4 dieses Anhangs zu verwenden, vorbehaltlich etwaiger Sonderbestimmungen für Gemische in jeder einzelnen Gefahrenklasse.

1.1.3.1.   Verdünnung

►M2  Wird ein geprüftes Gemisch ◄ mit einem Stoff (Verdünnungsmittel) versetzt, der in eine vergleichbare oder eine niedrigere Gefahrenkategorie eingestuft wurde als der am wenigsten gefährliche Bestandteil des Ausgangsgemisches, und ist nicht davon auszugehen, dass das Verdünnungsmittel die Einstufung eines anderen Bestandteils beeinflusst, ist auf eine der folgenden Arten zu verfahren:

— 
Das neue Gemisch ist als ebenso gefährlich wie das Ausgangsgemisch einzustufen.
— 
Es ist das Verfahren anzuwenden, das in den einzelnen Abschnitten von Teil 3 sowie in Teil 4 zur Einstufung von Gemischen beschrieben ist, wenn Daten für alle oder nur für manche Bestandteile des Gemisches vorliegen.
— 
Bei akuter Toxizität ist das Verfahren zur Einstufung von Gemischen aufgrund der Gemischbestandteile (Additivitätsformel) anzuwenden.

▼M2

1.1.3.2.   Chargenanalogie

Es kann davon ausgegangen werden, dass die Gefahrenkategorie einer geprüften Produktionscharge eines Gemisches im Wesentlichen der einer anderen, ungeprüften Produktionscharge desselben Handelsprodukts entspricht, das vom selben Lieferanten oder unter seiner Kontrolle erzeugt wurde, sofern kein Anlass zu der Annahme besteht, dass sich bedingt durch eine relevante Veränderung die Einstufung der ungeprüften Charge geändert hat. In letzterem Fall ist eine Neubewertung erforderlich.

1.1.3.3.   Konzentrierung hochgefährlicher Gemische

Für die Einstufung von in den Kapiteln 3.1, 3.2, 3.3, 3.8, 3.9, 3.10 und 4.1 behandelten Gemischen gilt: Wenn ein geprüftes Gemisch in die höchste Gefahrenkategorie oder -unterkategorie eingestuft wurde und die Konzentration der unter diese Kategorie oder Unterkategorie fallenden Bestandteile des geprüften Gemisches erhöht wird, ist das entstehende ungeprüfte Gemisch ohne zusätzliche Prüfung in diese Kategorie oder Unterkategorie einzustufen.

▼M12

1.1.3.4.    Interpolation innerhalb einer Gefahrenkategorie

▼M2

Für die Einstufung von in den Kapiteln 3.1, 3.2, 3.3, 3.8, 3.9, 3.10 und 4.1 behandelten Gemischen gilt: Wenn drei Gemische (A, B und C) mit identischen Bestandteilen vorliegen, bei denen Gemisch A und Gemisch B geprüft wurden und derselben Gefahrenkategorie angehören und das ungeprüfte Gemisch C dieselben gefährlichen Bestandteile aufweist wie A und B, deren Konzentrationen zwischen den Konzentrationen der gefährlichen Bestandteile in den Gemischen A und B liegen, ist anzunehmen, dass das Gemisch C in dieselbe Gefahrenkategorie wie die Gemische A und B fällt.

▼B

1.1.3.5.   Im Wesentlichen ähnliche Gemische

Es wird folgender Fall angenommen:

a) 

Es liegen zwei Gemische mit je zwei Bestandteilen vor:

i) 

A + B

ii) 

C + B

b) 

Die Konzentration des Bestandteils B ist in beiden Gemischen im Wesentlichen dieselbe.

c) 

Die Konzentration des Bestandteils A in Gemisch i entspricht der des Bestandteils C in Gemisch ii.

d) 

Für A und C sind die Gefahrendaten verfügbar, die im Wesentlichen gleich sind, d. h. sie fallen unter dieselbe Gefahrenkategorie und es wird nicht erwartet, dass sie sich auf die Einstufung von B auswirken.

▼M2

Wurde Gemisch i oder ii anhand von Prüfdaten bereits eingestuft, ist das jeweils andere Gemisch derselben Gefahrenkategorie zuzuordnen.

▼B

1.1.3.6.   Überprüfung der Einstufung bei veränderter Zusammensetzung eines Gemisches

Es werden folgende Veränderungen der ursprünglichen Konzentration zwecks Anwendung von Artikel 15 Absatz 2 Buchstabe a festgelegt:



Tabelle 1.2

Übertragungsgrundsätze für Veränderungen der Gemischzusammensetzung

Bereich der ursprünglichen Konzentration des Bestandteils

zulässige Veränderung der ursprünglichen Konzentration des Bestandteils

≤ 2,5  %

± 30 %

2,5 < C ≤ 10 %

± 20 %

10 < C ≤ 25 %

± 10 %

25 < C ≤ 100 %

± 5 %

1.1.3.7.   Aerosole

Für die Einstufung von in den Kapiteln 3.1, 3.2, 3.3, 3.4, 3.8 und 3.9 behandelten Gemischen gilt, dass ein Gemisch in Form eines Aerosols in dieselbe Gefahrenkategorie wie die nichtaerosole Form des Gemisches einzustufen ist, sofern das zugefügte Treibgas sich beim Sprühen nicht auf die gefährlichen Eigenschaften des Gemisches auswirkt und wissenschaftliche Nachweise verfügbar sind, die belegen, dass die aerosole Form nicht gefährlicher ist als die nichtaerosole Form.

▼M2

1.2.   Kennzeichnung

1.2.1.   Allgemeine Vorschriften für die Anbringung der Kennzeichnungsetiketten nach Artikel 31

1.2.1.1.

Die Gefahrenpiktogramme müssen die Gestalt eines auf der Spitze stehenden Quadrats aufweisen.

1.2.1.2.

Die Gefahrenpiktogramme gemäß Anhang V müssen ein schwarzes Symbol auf weißem Hintergrund in einem roten Rahmen tragen, der so breit ist, dass er deutlich sichtbar ist.

1.2.1.3.

Jedes Gefahrenpiktogramm muss mindestens ein Fünfzehntel der Mindestfläche des Kennzeichnungsetiketts einnehmen, auf dem die nach Artikel 17 vorgeschriebenen Informationen stehen. Die Mindestfläche darf bei keinem Gefahrenpiktogramm weniger als 1 cm2 betragen.

1.2.1.4.

Das Kennzeichnungsetikett und jedes Piktogramm müssen folgende Abmessungen aufweisen:



Tabelle 1.3

Mindestabmessungen der Kennzeichnungsetiketten und Piktogramme

Fassungsvermögen der Verpackung

Abmessungen des Kennzeichnungsetiketts (in mm) für die nach Artikel 17 vorgeschriebenen Informationen

Abmessungen des Piktogramms (in mm)

bis 3 l

wenn möglich mindestens 52 × 74

nicht kleiner als 10 × 10,

wenn möglich mindestens 16 × 16

über 3 l bis höchstens 50 l

mindestens 74 × 105

mindestens 23 × 23

über 50 l bis höchstens 500 l

mindestens 105 × 148

mindestens 32 × 32

größer als 500 l

mindestens 148 × 210

mindestens 46 × 46

▼B

1.3.   In Sonderfällen geltende Ausnahmen von den Kennzeichnungsvorschriften

▼C4

Gemäß Artikel 23 gelten folgende Ausnahmen:

▼B

1.3.1.   Ortsbewegliche Gasflaschen

Bei ortsbeweglichen Gasflaschen mit einem Fassungsraum von ≤ 150 l ist eine der folgenden Möglichkeiten zulässig:

a) 

Format und Abmessungen entsprechen den Bestimmungen der aktuellen Ausgabe der Norm ISO 7225 über Warnaufkleber für Gasflaschen. In diesem Fall kann das Kennzeichnungsetikett den generischen Namen bzw. die Industrie- oder Handelsbezeichnung des Stoffes oder Gemisches tragen, vorausgesetzt, dass die gefährlichen Bestandteile des Gemisches auf der Gasflasche eindeutig und dauerhaft angegeben sind.

b) 

Die in Artikel 17 genannten Informationen werden dauerhaft auf einer Informationsplakette oder auf einem Kennzeichnungsetikett angegeben, die auf der Gasflasche befestigt sind.

1.3.2.   Gasbehälter für Propan, Butan oder Flüssiggas (LPG)

1.3.2.1. Werden Propan, Butan und Flüssiggas oder ein diese Stoffe enthaltendes Gemisch, das nach den Kriterien dieses Anhangs eingestuft ist, in geschlossenen nachfüllbaren Flaschen oder in nicht nachfüllbaren Kartuschen gemäß EN 417 als Brenngase, die nur zur Verbrennung freigesetzt werden, in den Verkehr gebracht (aktuelle Ausgabe von EN 417 über „Metallische Einwegkartuschen für Flüssiggas, mit oder ohne Entnahmeventil, zum Betrieb von tragbaren Geräten — Herstellung, Prüfung und Kennzeichnung“), dürfen diese Flaschen oder Kartuschen nur mit dem entsprechenden Piktogramm und den Gefahren- und Sicherheitshinweisen für Entzündbarkeit gekennzeichnet werden.

1.3.2.2. Auf dem Kennzeichnungsetikett sind keine Informationen über die Wirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt erforderlich. Vielmehr muss der Lieferant den nachgeschalteten Anwendern oder Händlern die Informationen über die Wirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt im Sicherheitsdatenblatt bekanntgeben.

1.3.2.3. Den Verbrauchern sind ausreichende Informationen an die Hand zu geben, so dass sie alle erforderlichen Maßnahmen zum Schutz ihrer Gesundheit und Sicherheit ergreifen können.

1.3.3.   Aerosolpackungen und Behälter mit einer versiegelten Sprühvorrichtung, die Stoffe oder Gemische enthalten, welche als Aspirationsgefahr eingestuft wurden

Im Hinblick auf die Anwendung von Abschnitt 3.10.4 müssen Stoffe oder Gemische, die nach den Kriterien der Abschnitte 3.10.2 und 3.10.3 eingestuft wurden, nicht in Bezug auf diese Gefahr gekennzeichnet werden, wenn sie in Aerosolpackungen oder in Behältern mit einer versiegelten Sprühvorrichtung in Verkehr gebracht werden.

1.3.4.   Metalle in kompakter Form, Legierungen, polymerhaltige Gemische, elastomerhaltige Gemische

1.3.4.1. Metalle in kompakter Form, Legierungen, polymerhaltige Gemische und elastomerhaltige Gemische erfordern — obwohl sie nach den Kriterien dieses Anhangs als gefährlich eingestuft wurden — kein Kennzeichnungsetikett nach diesem Anhang, wenn mit ihnen in der Form, in der sie in Verkehr gebracht werden, keine Gefahr für die menschliche Gesundheit bei Einatmen, Verschlucken oder Hautkontakt und keine Gewässergefährdung verbunden ist.

1.3.4.2. Vielmehr muss der Lieferant den nachgeschalteten Anwendern oder Händlern die Informationen im Sicherheitsdatenblatt bekanntgeben.

1.3.5.   Explosive Stoffe/Gemische, die zur Erzeugung einer Explosionswirkung oder pyrotechnischen Wirkung in Verkehr gebracht werden

Die in Kapitel 2.1. aufgeführten explosiven Stoffe/Gemische und Erzeugnisse, die zur Erzeugung einer Explosionswirkung oder einer pyrotechnischen Wirkung in Verkehr gebracht werden, sind ausschließlich gemäß den Vorschriften für explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoffen zu kennzeichnen und zu verpacken.

▼M12

1.3.6.    Stoffe oder Gemische, die als korrosiv gegenüber Metallen, aber nicht als Ätzwirkung auf die Haut (Kategorie 1) oder schwere Augenschädigung (Kategorie 1) eingestuft wurden

Bei Stoffen oder Gemischen, die als korrosiv gegenüber Metallen, aber nicht als Ätzwirkung auf die Haut (Kategorie 1) oder schwere Augenschädigung (Kategorie 1) eingestuft wurden und als für den Verbraucher verpackte Fertigerzeugnisse vorliegen, braucht das Gefahrenpiktogramm GHS05 nicht auf dem Kennzeichnungsetikett angebracht zu werden.

▼B

1.4.   Antrag auf Verwendung einer alternativen chemischen Bezeichnung

1.4.1.   Einem Antrag auf Verwendung einer alternativen chemischen Bezeichnung nach Artikel 24 kann nur dann entsprochen werden, wenn:

I) 

für den betreffenden Stoff kein gemeinschaftlicher Grenzwert für die Exposition am Arbeitsplatz festgelegt wurde und

II) 

der Hersteller, Importeur oder nachgeschaltete Anwender nachweisen kann, dass die Verwendung der alternativen chemischen Bezeichnung die Anforderung erfüllt, ausreichend Informationen bereitzustellen, damit die erforderlichen Gesundheits- und Sicherheitsvorkehrungen am Arbeitsplatz getroffen werden können, sowie die Anforderung, dass durch Handhabung des Gemischs entstehende Gefahren kontrolliert werden können und

III) 

der Stoff in eine oder mehrere der folgenden Gefahrenkategorien eingestuft ist:

a) 

eine der in Teil 2 dieses Anhangs aufgeführten Gefahrenkategorien;

b) 

akute Toxizität der Kategorie 4;

c) 

Ätz-/Reizwirkung auf die Haut der Kategorie 2;

d) 

schwere Augenschädigung/Augenreizung der Kategorie 2;

e) 

spezifische Zielorgan-Toxizität — einmalige Exposition — der Kategorie 2 oder 3;

f) 

spezifische Zielorgan-Toxizität — wiederholte Exposition — der Kategorie 2;

g) 

gewässergefährdend — chronisch — der Kategorie 3 oder 4.

1.4.2.   Wahl der chemischen Bezeichnung(en) für Gemische, die für die Duftstoff- oder Parfümindustrie vorgesehen sind

Bei Stoffen, die in der Natur vorkommen, kann eine chemische Bezeichnung bzw. können chemische Bezeichnungen der Art „ätherisches Öl aus …“ oder „Extrakt aus …“ anstatt der chemischen Bezeichnungen der Komponenten dieses ätherischen Öls oder Extrakts gemäß Artikel 18 Absatz 3 Buchstabe b verwendet werden.

1.5.   Ausnahmen von den Kennzeichnungs- und Verpackungsvorschriften

1.5.1.   Ausnahmen von Artikel 31 [(Artikel 29 Absatz 1)]

1.5.1.1. Gilt Artikel 29 Absatz 1, so können die Kennzeichnungselemente nach Artikel 17 folgendermaßen bereitgestellt werden:

a) 

auf Faltetiketten oder

b) 

auf Anhängeetiketten oder

c) 

auf einer äußeren Verpackung.

1.5.1.2. Das Kennzeichnungsetikett auf einer inneren Verpackung muss mindestens Gefahrenpiktogramme, den in Artikel 18 genannten Produktidentifikator sowie Name und Telefonnummer des Lieferanten des Stoffes oder Gemischs enthalten.

1.5.2.   Ausnahmen von Artikel 17 [(Artikel 29Absatz 2)]

1.5.2.1.   Kennzeichnung von Verpackungen bei einem Inhalt von nicht mehr als 125 ml

▼C4

1.5.2.1.1. Die Gefahrenhinweise und die Sicherheitshinweise, die sich auf die nachstehend aufgeführten Gefahrenkategorien beziehen, müssen die nach Artikel 17 vorgeschriebenen Kennzeichnungselemente nicht aufweisen, sofern

▼B

a) 

die Verpackung nicht mehr als 125 ml enthält und

b) 

der Stoff oder das Gemisch in eine oder mehrere der folgenden Gefahrenkategorien eingestuft ist:

1) 

oxidierende Gase der Kategorie 1;

2) 

Gase unter Druck;

3) 

entzündbare Flüssigkeiten der Kategorien 2 oder 3;

4) 

entzündbare Feststoffe der Kategorien 1 oder 2;

5) 

selbstzersetzliche Stoffe oder Gemische der Typen C bis F;

6) 

selbsterhitzungsfähige Stoffe oder Gemische der Kategorie 2;

▼C4

7) 

Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln, der Kategorien 1, 2 oder 3;

▼B

8) 

oxidierende Flüssigkeiten der Kategorien 2 oder 3;

9) 

oxidierende Feststoffe der Kategorien 2 oder 3;

10) 

organische Peroxide der Typen C bis F;

11) 

akute Toxizität der Kategorie 4, sofern die Stoffe oder Gemische nicht an die breite Öffentlichkeit abgegeben werden;

12) 

hautreizend der Kategorie 2;

13) 

augenreizend der Kategorie 2;

14) 

spezifische Zielorgan-Toxizität — einmalige Exposition — der Kategorien 2 und 3, sofern die Stoffe oder Gemische nicht an die breite Öffentlichkeit abgegeben werden;

15) 

spezifische Zielorgan-Toxizität — wiederholte Exposition — der Kategorie 2, sofern die Stoffe oder Gemische nicht an die breite Öffentlichkeit abgegeben werden;

16) 

gewässergefährdend — akut — der Kategorie 1;

17) 

gewässergefährdend — chronisch — der Kategorien 1 oder 2.

▼C4

Für Aerosolpackungen gelten die Ausnahmen von der Kennzeichnung kleiner Packungen von Aerosolen als entzündbar nach der Richtlinie 75/324/EWG.

1.5.2.1.2 Die Sicherheitshinweise, die sich auf die nachstehend aufgeführten Gefahrenkategorien beziehen, müssen die nach Artikel 17 vorgeschriebenen Kennzeichnungselemente nicht aufweisen, sofern

▼B

a) 

die Verpackung nicht mehr als 125 ml enthält und

b) 

der Stoff oder das Gemisch in eine oder mehrere der folgenden Gefahrenkategorien eingestuft ist:

1) 

entzündbare Gase der Kategorie 2;

2) 

Reproduktionstoxizität — Wirkungen auf/über Laktation;

3) 

gewässergefährdend — chronisch — der Kategorie 3 oder 4.

1.5.2.1.3  ►M2  Die Gefahrenpiktogramme, die Signalwörter, die Gefahrenhinweise und die Sicherheitshinweise, die sich auf die nachstehend aufgeführten Gefahrenkategorien beziehen, müssen die nach Artikel 17 vorgeschriebenen Kennzeichnungselemente nicht aufweisen, sofern ◄

a) 

die Verpackung nicht mehr als 125 ml enthält und

b) 

der Stoff oder das Gemisch in eine oder mehrere der folgenden Gefahrenkategorien eingestuft ist:

1) 

korrosiv gegenüber Metallen.

1.5.2.2   Kennzeichnung von auflösbaren Verpackungen für den einmaligen Gebrauch

Auflösbare Verpackungen für den einmaligen Gebrauch müssen die nach Artikel 17 vorgeschriebenen Kennzeichnungselemente nicht aufweisen, sofern

▼C4

a) 

jede auflösbare Verpackung nicht mehr als 25 ml enthält;

▼M2

b) 

der Inhalt der auflösbaren Verpackung ausschließlich in eine oder mehrere der unter Abschnitt 1.5.2.1.1 Buchstabe b, Abschnitt 1.5.2.1.2 Buchstabe b oder Abschnitt 1.5.2.1.3 Buchstabe b genannten Gefahrenkategorien eingestuft ist und

▼B

c) 

die auflösbare Verpackung in einer äußeren Verpackung enthalten ist, die den Anforderungen nach Artikel 17 vollständig entspricht.

1.5.2.3 Abschnitt 1.5.2.2 findet keine Anwendung auf Stoffe oder Gemische, die in den Anwendungsbereich der Richtlinien 91/414/EWG oder 98/8/EG fallen.

▼M4

1.5.2.4.    Kennzeichnung von inneren Verpackungen mit einem Inhalt von höchstens 10 ml

1.5.2.4.1. Innere Verpackungen müssen die nach Artikel 17 vorgeschriebenen Kennzeichnungselemente nicht aufweisen, sofern

a) 

die innere Verpackung nicht mehr als 10 ml enthält;

b) 

der Stoff oder das Gemisch zur Lieferung an einen Händler oder an einen nachgeschalteten Anwender für wissenschaftliche Forschung und Entwicklung oder Qualitätskontrollanalysen in Verkehr gebracht wird und

c) 

die innere Verpackung von einer äußeren Verpackung umgeben ist, die den Anforderungen nach Artikel 17 entspricht.

1.5.2.4.2. Ungeachtet der Abschnitte 1.5.1.2 und 1.5.2.4.1 muss die Kennzeichnung auf der inneren Verpackung den Produktidentifikator und gegebenenfalls die Gefahrenpiktogramme „GHS01“, „GHS05“, „GHS06“ und/oder „GHS08“ enthalten. Werden mehr als zwei Piktogramme zugewiesen, so können „GHS06“ und „GHS08“ Vorrang vor „GHS01“ and „GHS05“ erhalten.

1.5.2.5.

Abschnitt 1.5.2.4 gilt nicht für Stoffe oder Gemische, die in den Anwendungsbereich der Verordnungen (EG) Nr. 1107/2009 oder (EU) Nr. 528/2012 fallen.

▼B

2.   TEIL 2: PHYSIKALISCHE GEFAHREN

2.1.   Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff

2.1.1.   Begriffsbestimmungen

2.1.1.1. Zur Klasse der explosiven Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff gehören

a) 

explosive Stoffe und Gemische,

b) 

Erzeugnisse mit Explosivstoff, ausgenommen Vorrichtungen, die explosive Stoffe oder Gemische in solcher Menge oder von solcher Art enthalten, dass ihre unbeabsichtigte oder zufällige Entzündung oder Zündung außerhalb der Vorrichtung keine Wirkung durch Splitter, Spreng- und Wurfstücke, Feuer, Rauch, Wärme oder starken Schall entfaltet, und

c) 

Stoffe, Gemische und Erzeugnisse, die nicht unter den Buchstaben a und b genannt sind, jedoch hergestellt werden, um eine praktische Wirkung durch Explosion oder eine pyrotechnische Wirkung hervorzurufen.

2.1.1.2. Für die Zwecke dieser Verordnung gelten folgende Begriffsbestimmungen:

Explosive Stoffe/Gemische: feste oder flüssige Stoffe oder Stoffgemische, die durch chemische Reaktion Gase solcher Temperatur, solchen Drucks und solcher Geschwindigkeit entwickeln können, dass hierdurch in der Umgebung Zerstörungen eintreten. Dazu gehören auch pyrotechnische Stoffe, selbst wenn sie kein Gas entwickeln.

Pyrotechnische Stoffe/Gemische: Stoffe oder Stoffgemische, mit denen eine Wirkung in Form von Wärme, Licht, Schall, Gas, Nebel oder Rauch oder einer Kombination dieser Wirkungen als Folge nicht detonativer, selbstunterhaltender, exothermer chemischer Reaktionen erzielt werden soll.

Instabile explosive Stoffe/Gemische: explosive Stoffe/Gemische, die thermisch instabil und/oder zu empfindlich für eine normale Handhabung, Beförderung und Verwendung sind.

Erzeugnisse mit Explosivstoff: Erzeugnisse, die einen oder mehrere explosive Stoffe bzw. ein oder mehrere explosive Gemische enthalten.

Pyrotechnische Erzeugnisse: Erzeugnisse, die einen oder mehrere pyrotechnische Stoffe bzw. ein oder mehrere pyrotechnische Gemische enthalten.

Stoffe, Gemische oder Erzeugnisse mit beabsichtigter Explosionswirkung oder pyrotechnischer Wirkung: Stoffe, Gemische oder Erzeugnisse, die eigens zu dem Zweck hergestellt werden, eine praktische Wirkung durch Explosion oder eine pyrotechnische Wirkung hervorzurufen.

2.1.2.   Einstufungskriterien

2.1.2.1. Für die Einstufung der Stoffe, Gemische und Erzeugnisse dieser Klasse als instabile explosive Stoffe ist das Ablaufschema in Abbildung 2.1.2 maßgeblich. ►M4  Die Prüfverfahren werden in Teil I des Handbuchs über Prüfungen und Kriterien der UN RTGD (UN-Empfehlungen für die Beförderung gefährlicher Güter) beschrieben. ◄

2.1.2.2. Stoffe, Gemische und Erzeugnisse dieser Klasse, die nicht als instabile explosive Stoffe eingestuft werden, sind je nachdem, welche Art von Gefahr sie darstellen, einer der folgenden sechs Unterklassen zuzuordnen:

a) 

Unterklasse 1.1: Stoffe, Gemische und Erzeugnisse, die massenexplosionsfähig sind. (Eine Massenexplosion ist eine Explosion, die nahezu die gesamte vorhandene Menge praktisch gleichzeitig erfasst.)

b) 

Unterklasse 1.2: Stoffe, Gemische und Erzeugnisse, die die Gefahr der Bildung von Splittern, Spreng- und Wurfstücken aufweisen, aber nicht massenexplosionsfähig sind.

c) 

Unterklasse 1.3: Stoffe, Gemische und Erzeugnisse, die eine Brandgefahr sowie eine geringe Gefahr entweder durch Luftdruck oder durch Splitter, Spreng- und Wurfstücke bzw. durch beides aufweisen, aber nicht massenexplosionsfähig sind,

i) 

bei deren Verbrennung beträchtliche Strahlungswärme entsteht oder

ii) 

die nacheinander so abbrennen, dass eine geringe Luftdruckwirkung oder Splitter-, Sprengstück- oder Wurfstückwirkung bzw. beide Wirkungen entstehen.

d) 

Unterklasse 1.4: Stoffe, Gemische und Erzeugnisse, die keine erhebliche Gefahr darstellen:

— 
Stoffe, Gemische und Erzeugnisse, die im Falle der Entzündung oder Zündung nur eine geringe Gefahr darstellen. Die Auswirkungen bleiben im Wesentlichen auf die Verpackung beschränkt, und es ist nicht zu erwarten, dass Sprengstücke mit größeren Abmessungen oder größerer Reichweite entstehen. Ein von außen einwirkendes Feuer darf keine praktisch gleichzeitige Explosion des nahezu gesamten Inhalts der Verpackung zur Folge haben.
e) 

Unterklasse 1.5: Sehr unempfindliche massenexplosionsfähige Stoffe/Gemische:

— 
Stoffe und Gemische, die zwar massenexplosionsfähig, aber so unempfindlich sind, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zündung oder des Übergangs eines Brandes zu einer Detonation unter normalen Bedingungen sehr gering ist.
f) 

Unterklasse 1.6: Extrem unempfindliche Erzeugnisse, die nicht massenexplosionsfähig sind:

— 
Erzeugnisse, die nur extrem unempfindliche ►M4  ————— ◄ Stoffe oder Gemische enthalten und eine zu vernachlässigende Wahrscheinlichkeit einer unbeabsichtigten Zündung oder Fortpflanzung aufweisen.

2.1.2.3. Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff, die nicht als instabil eingestuft sind, sind anhand der Ergebnisse der Prüfungen nach Tabelle 2.1.1 in eine der sechs in Absatz 2.1.2.2 des vorliegenden Anhangs genannten Unterklassen einzustufen, die auf den ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch über Prüfungen und Kriterien, Teil I Prüfserien 2 bis 8, beruhen:



Tabelle 2.1.1

Kriterien für explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff

Kategorie

Kriterien

Instabile explosive Stoffe/Gemische oder explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff der Unterklassen 1.1 bis 1.6

►C4  Bei explosiven Stoffen/Gemischen und Erzeugnissen mit beabsichtigter Explosionswirkung  ◄ oder pyrotechnischer Wirkung der Unterklassen 1.1 bis 1.6 sind folgende Prüfserien durchzuführen:

Explosionsfähigkeit: Prüfungen nach der UN-Prüfserie 2 (Abschnitt 12 der ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch über Prüfungen und Kriterien). Für Explosivzwecke bestimmte Stoffe () unterliegen nicht der UN-Prüfserie 2.

Empfindlichkeit: Prüfungen nach der UN-Prüfserie 3 (Abschnitt 13 der ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch über Prüfungen und Kriterien).

Thermische Stabilität: Prüfungen nach der UN-Prüfserie 3c (Unterabschnitt 13.6.1 der ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch über Prüfungen und Kriterien).

Für eine Einordnung in die korrekte Unterklasse sind weitere Prüfungen erforderlich.

(1)   Dazu gehören Stoffe, Gemische und Erzeugnisse, die hergestellt worden sind, um eine praktische Wirkung durch Explosion oder eine pyrotechnische Wirkung hervorzurufen.

2.1.2.4 Explosive Stoffe/Gemische oder Erzeugnisse mit Explosivstoff, die unverpackt sind oder die in eine andere als die Originalverpackung oder eine dieser ähnelnde Verpackung umgepackt werden, müssen erneut geprüft werden.

▼M12

2.1.3.    Gefahrenkommunikation

Bei Stoffen, Gemischen oder Erzeugnissen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 2.1.2 zu verwenden.



Tabelle 2.1.2

Kennzeichnungselemente für explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff

Einstufung

Instabil, explosiv

Unterklasse 1.1:

Unterklasse 1.2:

Unterklasse 1.3:

Unterklasse 1.4:

Unterklasse 1.5:

Unterklasse 1.6:

GHS-Piktogramm

image

image

image

image

image

 

 

Signalwort

Gefahr

Gefahr

Gefahr

Gefahr

Achtung

Gefahr

Kein Signalwort

Gefahrenhinweis

H 200: Instabil, explosiv

H 201: Explosiv; Gefahr der Massenexplosion

H 202: Explosiv; große Gefahr durch Splitter, Spreng- und Wurfstücke

H 203: Explosiv; Gefahr durch Feuer, Luftdruck oder Splitter, Spreng- und Wurfstücke

H 204: Gefahr durch Feuer oder Splitter, Spreng- und Wurfstücke

H 205: Gefahr der Massenexplosion bei Feuer

Kein Gefahrenhinweis

Sicherheitshinweise — Prävention

P201

P250

P280

P210

P230

P234

P240

P250

P280

P210

P230

P234

P240

P250

P280

P210

P230

P234

P240

P250

P280

P210

P234

P240

P250

P280

P210

P230

P234

P240

P250

P280

Kein Sicherheitshinweis

Sicherheitshinweise — Reaktion

P370 + P372 + P380 + P373

P370 + P372 + P380 + P373

P370 + P372 + P380 + P373

P370 + P372 + P380 + P373

P370 + P372 + P380 + P373

P370 + P380 + P375

P370 + P372 + P380 + P373

Kein Sicherheitshinweis

Sicherheitshinweise — Lagerung

P401

P401

P401

P401

P401

P401

Kein Sicherheitshinweis

Sicherheitshinweise — Entsorgung

P501

P501

P501

P501

P501

P501

Kein Sicherheitshinweis

HINWEIS 1: Explosive Stoffe/Gemische oder Erzeugnisse mit Explosivstoff, die unverpackt sind oder die in eine andere als die Originalverpackung oder eine dieser ähnlichen Verpackung umgepackt werden, müssen alle folgenden Kennzeichnungselemente tragen:

a) 

das Piktogramm: „explodierende Bombe“,

b) 

das Signalwort „Gefahr“ und

c) 

den Gefahrenhinweis „Explosiv; Gefahr der Massenexplosion“.

Entspricht die Gefahr jedoch nachgewiesenermaßen einer der Gefahrenkategorien von Tabelle 2.1.2, ist das/der entsprechende Symbol, Signalwort und/oder Gefahrenhinweis zuzuordnen.

HINWEIS 2: Stoffe und Gemische in ihrer bereitgestellten Form, die ein positives Ergebnis bei Prüfserie 2 in Teil I Abschnitt 12 der UN RTDG, Handbuch über Prüfungen und Kriterien, erzielt haben und die von der Einstufung als explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (auf der Grundlage eines negativen Ergebnisses bei Prüfserie 6 in Teil I Abschnitt 16 der UN RTDG, Handbuch über Prüfungen und Kriterien) freigestellt sind, besitzen dennoch explosive Eigenschaften. Der Anwender ist über diese intrinsischen explosiven Eigenschaften zu informieren, da sie bei der Handhabung — vor allem, wenn der Stoff oder das Gemisch aus seiner Verpackung genommen oder umverpackt wird — und bei der Lagerung zu beachten sind. Daher sind die explosiven Eigenschaften des Stoffs oder Gemischs in Abschnitt 2 (Mögliche Gefahren), in Abschnitt 9 (Physikalische und chemische Eigenschaften) des Sicherheitsdatenblatts und — sofern zutreffend — in anderen Abschnitten des Sicherheitsdatenblatts anzugeben.

▼B

2.1.4.   Zusätzliche Hinweise für die Einstufung

2.1.4.1. Die Einstufung von Stoffen, Gemischen und Erzeugnissen in die Gefahrenklasse der explosiven Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff und die anschließende Einordnung in einer Unterklasse ist ein sehr komplexes Verfahren in drei Schritten. Dabei ist auf Teil I der ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch über Prüfungen und Kriterien, Bezug zu nehmen.

Als erstes muss festgestellt werden, ob der Stoff oder das Gemisch explosive Wirkungen hat (Prüfserie 1). Danach erfolgt das Aufnahmeverfahren (Prüfserien 2 bis 4) und als dritter Schritt die Einordnung in eine Gefahrenunterklasse (Prüfserien 5 bis 7). Die Beurteilung, ob ein Stoff oder Gemisch, der/das für eine Einstufung als „Ammoniumnitratemulsion, -suspension oder -gel, Zwischenprodukt für die Herstellung von Sprengstoffen, (ANE)“ in Betracht kommt, hinreichend unempfindlich ist, um als oxidierende Flüssigkeit (Abschnitt 2.13) oder als oxidierender Feststoff (Abschnitt 2.14) eingeordnet zu werden, erfolgt auf der Grundlage von Prüfungen im Rahmen der Prüfserie 8.

Explosive Stoffe und Gemische, die mit Wasser oder Alkohol befeuchtet oder mit anderen Stoffen verdünnt in Verkehr gebracht werden, um ihre explosiven Eigenschaften zu unterdrücken, können je nach ihren physikalischen Eigenschaften hinsichtlich der Einstufung anders behandelt und anderen Gefahrenklassen zugeordnet werden (siehe auch Anhang II Kapitel 1.1.).

Bestimmte physikalische Gefahren (die durch explosive Eigenschaften bedingt sind) werden durch Verdünnung, wie im Fall desensibilisierter explosiver Stoffe/Gemische, durch Hinzufügen zu einem Gemisch oder Erzeugnis, durch Verpackung oder weitere Faktoren beeinflusst.

Das Einstufungsverfahren ist gemäß der nachstehenden Entscheidungslogik festgelegt (siehe Abbildungen 2.1.1 bis 2.1.4).

Abbildung 2.1.1
Fließdiagramm für das gesamte Verfahren zur Einstufung eines Stoffes, Gemisches oder Erzeugnisses in die Gefahrenklasse der explosiven Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (Klasse 1 für die Beförderung) image
►(1) M2  
►(2) C4   ►(3) C4   ►(4) C4   ►(5) C4  
►(6) M4  

Abbildung 2.1.2
Verfahren zur vorläufigen Aufnahme eines Stoffes, Gemisches oder Erzeugnisses in die Gefahrenklasse der explosiven Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (Klasse 1 für die Beförderung) image
►(1) C4   ►(2) C4   ►(3) C4   ►(4) C4   ►(5) C4   ►(6) C4  

▼M12

Abbildung 2.1.3
Verfahren für die Zuordnung zu einer Unterklasse der Klasse explosiver Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (Klasse 1 für die Beförderung) image

▼M2

Abbildung 2.1.4

Verfahren zur Einstufung von Ammoniumnitratemulsionen, -suspensionen oder -gels (ANE)

image

▼B

2.1.4.2.   Screeningverfahren

Explosive Eigenschaften sind verknüpft mit dem Vorhandensein von bestimmten chemischen Gruppen im Molekül, die bei einer Reaktion einen sehr raschen Temperatur- oder Druckanstieg bewirken können. Zweck des Screeningverfahrens ist es festzustellen, ob derartige reaktive Gruppen und das Potenzial für eine rasche Energiefreisetzung vorhanden sind. Wird anhand des Screeningverfahrens erkannt, dass der Stoff oder das Gemisch möglicherweise explosiv ist, muss das Aufnahmeverfahren (siehe Abschnitt 10.3 der ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch über Prüfungen und Kriterien) durchgeführt werden.

▼M2

Hinweis:

Beträgt die exotherme Zersetzungsenergie des organischen Materials weniger als 800 J/g, braucht weder die Detonationsweiterleitung nach Prüfmethode a noch die Empfindlichkeit gegen Detonationsstoß nach Prüfmethode 2a geprüft zu werden. Beträgt die Zersetzungsenergie von organischen Stoffen oder Gemischen aus organischen Stoffen 800 J/g oder mehr, brauchen die Prüfmethoden 1a und 2a nicht durchgeführt zu werden, falls das Ergebnis der Ballistischen-Mörser-Mk.IIID-Prüfung (F.1) oder der Ballistischen Mörserprüfung (F.2) oder der BAM-Trauzl-Prüfung (F.3) mit Auslösung über einen Standarddetonator Nr. 8 (siehe Anlage 1 des Handbuchs für Prüfungen und Kriterien der UN-Empfehlungen über die Beförderung gefährlicher Güter) „Nein“ lautet. In diesem Fall gelten die Ergebnisse, die mit Prüfmethode 1a und 2a erzielt werden, als „-“.

▼B

2.1.4.3. Ein Stoff oder Gemisch ist nicht als explosiv einzustufen, wenn:

a) 

in dem Molekül keine chemischen Gruppen vorhanden sind, die auf mögliche explosive Eigenschaften hinweisen. Beispiele für Gruppen, die Anhaltspunkte für explosive Eigenschaften geben können, sind in Anhang 6 Tabelle A6.1 der ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch über Prüfungen und Kriterien, aufgeführt sind, oder

b) 

der Stoff chemische Gruppen mit Sauerstoffatomen enthält, die auf explosive Eigenschaften hinweisen, die errechnete Sauerstoffbilanz aber kleiner als - 200 ist.

Die Sauerstoffbilanz der chemischen Reaktion berechnet sich wie folgt:

CxHyOz+ [x+ (y/4)-(z/2)] O2 → x CO2 + (y/2) H2O

unter Verwendung folgender Formel:

Sauerstoffbilanz = -1 600 [2x + (y/2)-z]/Molekulargewicht;

c) 

der organische Stoff oder ein homogenes Gemisch organischer Stoffe chemische Gruppen enthält, die auf explosive Eigenschaften hinweisen, die exotherme Zersetzungsenergie aber kleiner als 500 J/g ist und die exotherme Zersetzung unterhalb von 500 oC einsetzt. Die Energie, die bei der exothermen Zersetzung freigesetzt wird, kann mit einem geeigneten kalorimetrischen Verfahren bestimmt werden; oder

d) 

bei Gemischen aus anorganischen oxidierenden Stoffen und organischen Materialien die Konzentration des anorganischen oxidierenden Stoffes:

— 
unter einem Massenanteil von 15 % liegt, falls der oxidierende Stoff den Kategorien 1 oder 2 zugeordnet ist,
— 
unter einem Massenanteil von 30 % liegt, falls der oxidierende Stoff der Kategorie 3 zugeordnet ist.

2.1.4.4. Bei Gemischen, die irgendeinen bekanntermaßen explosiven Stoff enthalten, ist das Aufnahmeverfahren durchzuführen.

▼M4

2.2.    Entzündbare Gase (einschließlich chemisch instabile Gase)

2.2.1.    Begriffsbestimmungen

2.2.1.1.

Entzündbares Gas : Gas oder Gasgemisch, das in Luft bei 20 °C und einem Standarddruck von 101,3 kPa einen Explosionsbereich hat.

2.2.1.2.

Chemisch instabiles Gas : entzündbares Gas, das auch in Abwesenheit von Luft oder Sauerstoff explosionsartig reagieren kann.

2.2.2.    Einstufungskriterien

2.2.2.1. Ein entzündbares Gas ist nach Tabelle 2.2.1 in diese Klasse einzustufen:



Tabelle 2.2.1

Kriterien für entzündbare Gase

Kategorie

Kriterien

1

Gase, die bei 20 °C und einem Standarddruck von 101,3 kPa:

a)  entzündbar sind, wenn sie im Gemisch mit Luft mit einem Volumenanteil von 13 % oder weniger vorliegen oder

b)  in Luft einen Explosionsbereich von mindestens 12 Prozentpunkten haben, unabhängig von der unteren Explosionsgrenze.

2

Nicht in Kategorie 1 fallende Gase, die im Gemisch mit Luft einen Explosionsbereich bei 20 °C und einen Standarddruck von 101,3 kPa aufweisen.

Hinweis:

Aerosole sind nicht als entzündbare Gase einzustufen; siehe Kapitel 2.3.

2.2.2.2. Ein entzündbares Gas, das auch chemisch instabil ist, ist anhand der in Teil III der UN RTDG, Handbuch über Prüfungen und Kriterien, beschriebenen Methoden nach der folgenden Tabelle zusätzlich in eine der beiden Kategorien für chemisch instabile Gase einzustufen:



Tabelle 2.2.2

Kriterien für chemisch instabile Gase

Kategorie

Kriterien

A

Entzündbare Gase, die bei 20 °C und einem Standarddruck von 101,3 kPa chemisch instabil sind

B

Entzündbare Gase, die bei mehr als 20 °C und/oder einem Druck von mehr als 101,3 kPa chemisch instabil sind

2.2.3.    Gefahrenkommunikation

Bei Stoffen und Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 2.2.3 zu verwenden.

▼M12



Tabelle 2.2.3

Kennzeichnungselemente für entzündbare Gase (einschließlich chemisch instabiler Gase)

Einstufung

Entzündbares Gas

Chemisch instabiles Gas

Kategorie 1

Kategorie 2

Kategorie A

Kategorie B

GHS-Piktogramm

image

Kein Piktogramm

Kein zusätzliches Piktogramm

Kein zusätzliches Piktogramm

Signalwort

Gefahr

Achtung

Kein zusätzliches Signalwort

Kein zusätzliches Signalwort

Gefahrenhinweis

H220: Extrem entzündbares Gas

H221: Entzündbares Gas

Zusätzlicher Gefahrenhinweis H230: Kann auch in Abwesenheit von Luft explosionsartig reagieren

Zusätzlicher Gefahrenhinweis H231: Kann auch in Abwesenheit von Luft bei erhöhtem Druck und/oder erhöhter Temperatur explosionsartig reagieren

Sicherheitshinweise — Prävention

P210

P210

P202

P202

Sicherheitshinweise — Reaktion

P377

P381

P377

P381

 

 

Sicherheitshinweise — Lagerung

P403

P403

 

 

Sicherheitshinweise — Entsorgung

 

 

 

 

▼M4

Das Einstufungsverfahren ist gemäß der nachstehenden Entscheidungslogik festgelegt (siehe Abbildungen 2.2.1 bis 2.2.2).

Abbildung 2.2.1

Entzündbare Gase

image

Abbildung 2.2.2

Chemisch instabile Gase

image

2.2.4.    Zusätzliche Hinweise für die Einstufung

2.2.4.1. Die Entzündbarkeit ist durch Prüfungen zu ermitteln oder, sofern bei Gemischen genügend Daten vorliegen, durch Berechnung nach den von der ISO verabschiedeten Verfahren (vgl. ISO 10156 in der aktuellen Ausgabe „Gase und Gasgemische — Bestimmung der Brennbarkeit und des Oxidationsvermögens zur Auswahl von Ventilausgängen“). Reicht die Datenlage für die Anwendung dieser Verfahren nicht aus, kann das Prüfverfahren nach EN 1839 in der aktuellen Ausgabe (Bestimmung der Explosionsgrenzen von Gasen und Dämpfen) angewandt werden.

2.2.4.2. Chemische Instabilität ist gemäß der in Teil III der UN RTDG, Handbuch über Prüfungen und Kriterien, beschriebenen Methode zu bestimmen. Wenn die Berechnungen gemäß der aktuellen Ausgabe der ISO 10156 zeigen, dass ein Gasgemisch nicht entzündbar ist, ist die Durchführung der Prüfungen zur Ermittlung der chemischen Instabilität für Einstufungszwecke nicht erforderlich.

2.3.    Aerosole

2.3.1.    Begriffsbestimmungen

Aerosole, d. h. Aerosolpackungen : alle nicht nachfüllbaren Behälter aus Metall, Glas oder Kunststoff, einschließlich des darin enthaltenen verdichteten, verflüssigten oder unter Druck gelösten Gases mit oder ohne Flüssigkeit, Paste oder Pulver, die mit einer Entnahmevorrichtung versehen sind, die es ermöglicht, ihren Inhalt in Form von in Gas suspendierten festen oder flüssigen Partikeln als Schaum, Paste, Pulver oder in flüssigem oder gasförmigem Zustand austreten zu lassen.

2.3.2.    Einstufungskriterien

▼M12

2.3.2.1. Aerosole sind je nach ihren entzündbaren Eigenschaften und ihrer Verbrennungswärme in eine der drei Kategorien dieser Gefahrenklasse einzustufen. Sie sind im Hinblick auf eine Einstufung in Kategorie 1 oder 2 zu prüfen, falls sie mehr als 1 % (Massenprozent) Bestandteile enthalten, die anhand der in diesem Teil enthaltenen Kriterien wie folgt als entzündbar eingestuft sind:

— 
entzündbare Gase (siehe Kapitel 2.2)
— 
Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt von ≤ 93 °C, zu denen auch entzündbare Flüssigkeiten gemäß Kapitel 2.6 zählen
— 
entzündbare Feststoffe (siehe Kapitel 2.7)

oder wenn ihre Verbrennungswärme mindestens 20 kJ/g beträgt.

HINWEIS 1: Pyrophore, selbsterhitzungsfähige oder mit Wasser reagierende Stoffe und Gemische gehören nicht zu den entzündbaren Bestandteilen, weil sie nie als Aerosolbestandteile verwendet werden.

HINWEIS 2: Aerosole fallen nicht zusätzlich in den Anwendungsbereich der Kapitel 2.2 (Entzündbare Gase), 2.5 (Gase unter Druck), 2.6 (Entzündbare Flüssigkeiten) und 2.7 (Entzündbare Feststoffe). Je nach ihrem Inhalt können Aerosole jedoch in den Anwendungsbereich anderer Gefahrenklassen einschließlich ihrer Kennzeichnungselemente fallen.

▼M4

2.3.2.2. Ein Aerosol ist in eine der drei Kategorien dieser Klasse einzustufen, und zwar anhand seiner Bestandteile, seiner chemischen Verbrennungswärme und gegebenenfalls anhand der Ergebnisse des Schaumtests (bei Schaumaerosolen) sowie des Flammstrahl- und des Fasstests (bei Sprühaerosolen) gemäß Abbildung 2.3.1 Buchstaben a bis c dieses Anhangs und Teil III Abschnitte 31.4, 31.5 und 31.6 der UN RTDG, Handbuch über Prüfungen und Kriterien. Aerosole, die den Kriterien für Kategorie 1 oder Kategorie 2 nicht entsprechen, sind in Kategorie 3 einzustufen.

Hinweis:

Aerosole mit mehr als 1 % entzündbare Bestandteile oder einer Verbrennungswärme von mindestens 20 kJ/g, die nicht den in diesem Abschnitt aufgeführten Verfahren zur Einstufung aufgrund ihrer Entzündbarkeit unterzogen wurden, sind als Aerosole der Kategorie 1 einzustufen.

▼M12

Abbildung 2.3.1 (a)
Aerosole image

▼M4

Abbildung 2.3.1 (b)
Sprühaerosole image

Abbildung 2.3.1 (c)
Schaumaerosole image

2.3.3.    Gefahrenkommunikation

Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 2.3.1 zu verwenden.



Tabelle 2.3.1

▼M12

Kennzeichnungselemente für Aerosole

▼M4

Einstufung

Kategorie 1

Kategorie 2

Kategorie 3

GHS-Piktogramm

image

image

Kein Piktogramm

Signalwort

Gefahr

Achtung

Achtung

Gefahrenhinweis

H222: Extrem entzündbares Aerosol

H229: Behälter steht unter Druck: Kann bei Erwärmung bersten.

H223: Entzündbares Aerosol

H229: Behälter steht unter Druck: Kann bei Erwärmung bersten.

H229: Behälter steht unter Druck: Kann bei Erwärmung bersten.

Sicherheitshinweise — Prävention

P210

P211

P251

P210

P211

P251

P210

P251

Sicherheitshinweise — Reaktion

 

 

 

Sicherheitshinweise — Lagerung

P410 + P412

P410 + P412

P410 + P412

Sicherheitshinweise — Entsorgung

 

 

 

2.3.4.    Zusätzliche Hinweise für die Einstufung

2.3.4.1. Die chemische Verbrennungswärme (ΔHc) in Kilojoule pro Gramm (kJ/g) ist das Produkt der theoretischen Verbrennungswärme (ΔHcomb) und der Verbrennungseffizienz, die gewöhnlich unter 1,0 liegt (eine typische Verbrennungseffizienz ist 0,95 oder 95 %).

Bei einer zusammengesetzten Aerosolformulierung entspricht die chemische Verbrennungswärme der Summe der gewichteten Verbrennungswärmen ihrer Einzelbestandteile:

image

wobei gilt:

ΔHc

=

chemische Verbrennungswärme (kJ/g)

wi%

=

Massenanteil von Bestandteil i des Produkts

ΔHc(i)

=

spezifische Verbrennungswärme (kJ/g) von Bestandteil i des Produkts

Die chemische Verbrennungswärme kann der Literatur entnommen, berechnet oder durch Prüfungen ermittelt werden (siehe ASTM D 240 in der aktuellen Ausgabe — „Standard Test Methods for Heat of Combustion of Liquid Hydrocarbon Fuels by Bomb Calorimeter“; EN/ISO 13943 in der aktuellen Ausgabe, 86.1 bis 86.3 — Brandsicherheit — Terminologie; NFPA 30B in der aktuellen Ausgabe — „Code for the Manufacture and Storage of Aerosol Products“).

▼B

2.4.   Oxidierende Gase

2.4.1.   Begriffsbestimmung:

Ooxidierende Gase: alle Gase oder Gasgemische, die im Allgemeinen durch Lieferung von Sauerstoff die Verbrennung anderer Materialien eher verursachen oder begünstigen können als Luft.

2.4.2.   Einstufungskriterien

2.4.2.1. Ein oxidierendes Gas ist nach Tabelle 2.4.1 in die einzige Kategorie dieser Klasse einzustufen.



Tabelle 2.4.1

Kriterien für oxidierende Gase

Kategorie

Kriterien

1

Alle Gase, die im Allgemeinen durch Lieferung von Sauerstoff die Verbrennung anderer Materialien eher verursachen oder begünstigen können als Luft.

▼M4

Hinweis:

„Gase, die die Verbrennung anderer Materialien eher verursachen oder begünstigen als Luft“: reine Gase oder Gasgemische mit einer Oxidationskraft von mehr als 23,5 %, wie mithilfe einer in ISO 10156 (aktuelle Ausgabe) festgelegten Methode bestimmt.

▼B

2.4.3.   Gefahrenkommunikation

Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 2.4.2 zu verwenden.



Tabelle 2.4.2

Kennzeichnungselemente für oxidierende Gase

Einstufung

Kategorie 1

GHS-Piktogramm

image

Signalwort

Gefahr

Gefahrenhinweis

H270: Kann Brand verursachen oder verstärken; Oxidationsmittel

Sicherheitshinweise — Prävention

P220

P244

Sicherheitshinweise — Reaktion

P370 + P376

Sicherheitshinweise — Lagerung

P403

Sicherheitshinweise — Entsorgung

 

▼M4

2.4.4.   Zusätzliche Hinweise für die Einstufung

Zur Einstufung eines oxidierenden Gases sind die Prüfungen oder Berechnungsverfahren nach ISO 10156 in der aktuellen Ausgabe „Gase und Gasgemische — Bestimmung der Brennbarkeit und des Oxidationsvermögens zur Auswahl von Ventilausgängen“ durchzuführen.

▼B

2.5.   Gase unter Druck

2.5.1.   Begriffsbestimmung

2.5.1.1.  ►M4  Gase unter Druck: Gase, die in einem Behältnis unter einem Druck von 200 kPa (Überdruck) oder mehr bei 20 °C enthalten sind oder die verflüssigt oder verflüssigt und tiefgekühlt sind. ◄

Dazu gehören verdichtete, verflüssigte, gelöste und tiefgekühlt verflüssigte Gase.

2.5.1.2. Die kritische Temperatur ist die Temperatur, oberhalb derer ein reines Gas sich unabhängig vom Druck nicht mehr verflüssigen lässt.

▼M4

2.5.2.    Einstufungskriterien

2.5.2.1. Gase unter Druck sind, je nach ihrem Aggregatzustand in verpacktem Zustand, anhand der Tabelle 2.5.1 in eine von vier Gruppen einzustufen.



Tabelle 2.5.1

Kriterien für Gase unter Druck

Gruppe

Kriterien

Verdichtetes Gas

Ein Gas, das in verpacktem Zustand unter Druck bei – 50 °C vollständig gasförmig ist, einschließlich aller Gase mit einer kritischen Temperatur ≤ – 50 °C.

Verflüssigtes Gas

Ein Gas, das in verpacktem Zustand unter Druck bei Temperaturen über – 50 °C teilweise flüssig ist. Es wird unterschieden zwischen:

i)  unter hohem Druck verflüssigtem Gas: ein Gas, dessen kritische Temperatur zwischen – 50 °C and + 65 °C liegt, und

ii)  unter geringem Druck verflüssigtem Gas: ein Gas, dessen kritische Temperatur über + 65 °C liegt.

Tiefgekühlt verflüssigtes Gas

Ein Gas, das in verpacktem Zustand aufgrund seiner niedrigen Temperatur teilweise verflüssigt ist.

Gelöstes Gas

Ein Gas, das in verpacktem Zustand unter Druck in einem flüssigen Lösemittel gelöst ist.

Hinweis:

Aerosole sind nicht als Gase unter Druck einzustufen; Siehe Kapitel 2.3.

▼B

2.5.3.   Gefahrenkommunikation

Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 2.5.2 zu verwenden.

▼M12



Tabelle 2.5.2

Kennzeichnungselemente für Gase unter Druck

Einstufung

verdichtetes Gas

verflüssigtes Gas

tiefgekühlt verflüssigtes Gas

gelöstes Gas

GHS-Piktogramm

image

image

image

image

Signalwort

Achtung

Achtung

Achtung

Achtung

Gefahrenhinweis

H280: Enthält Gas unter Druck; kann bei Erwärmung explodieren

H280: Enthält Gas unter Druck; kann bei Erwärmung explodieren

H281: Enthält tiefgekühltes Gas; kann Kälteverbrennungen oder -verletzungen verursachen

H280: Enthält Gas unter Druck; kann bei Erwärmung explodieren

Sicherheitshinweise — Prävention

 

 

P282

 

Sicherheitshinweise — Reaktion

 

 

P336 + P315

 

Sicherheitshinweise — Lagerung

P410 + P403

P410 + P403

P403

P410 + P403

Sicherheitshinweise — Entsorgung

 

 

 

 

▼M2

Hinweis:

Das Piktogramm GHS04 ist für Gase unter Druck nicht vorgeschrieben, sofern das Piktogramm GHS02 oder das Piktogramm GHS06 abgebildet ist.

▼B

2.5.4.   Zusätzliche Hinweise für die Einstufung

Für diese Gruppe von Gasen müssen folgende Informationen bekannt sein:

— 
der Dampfdruck bei 50 oC,
— 
der Aggregatzustand bei 20 oC und Standarddruck,
— 
die kritische Temperatur.

▼M4

Die Daten können der Literatur entnommen, berechnet oder durch Prüfung ermittelt werden. Der Großteil der reinen Gase ist bereits in den UN RTDG, Modellvorschriften, eingestuft.

▼B

2.6.   Entzündbare Flüssigkeiten

2.6.1.   Begriffsbestimmung

Entzündbare Flüssigkeiten: Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt von maximal 60 oC.

2.6.2.   Einstufungskriterien

2.6.2.1. Eine entzündbare Flüssigkeit ist nach Tabelle 2.6.1 in eine der drei Kategorien dieser Klasse einzustufen.



Tabelle 2.6.1

Kriterien für entzündbare Flüssigkeiten

Kategorie

Kriterien

1

Flammpunkt < 23 oC und Siedebeginn ≤ 35 oC

2

Flammpunkt < 23 oC und Siedebeginn > 35 oC

3

Flammpunkt ≥ 23 oC und ≤ 60 o()

(1)   Für die Zwecke dieser Verordnung können Gasöle, Diesel und leichte Heizöle, die einen Flammpunkt zwischen 55 oC und 75 oC haben, als zur Kategorie 3 gehörend gelten.

▼M2

Hinweis:

Aerosole dürfen nicht als entzündbare Flüssigkeiten eingestuft werden; siehe Kapitel 2.3.

▼B

2.6.3.   Gefahrenkommunikation

Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 2.6.2 zu verwenden.



Tabelle 2.6.2

Kennzeichnungselemente für entzündbare Flüssigkeiten

Einstufung

Kategorie 1

Kategorie 2

Kategorie 3

GHS-Piktogramm

image

image

image

Signalwort

Gefahr

Gefahr

Achtung

Gefahrenhinweis

H224: Flüssigkeit und Dampf extrem entzündbar

H225: Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar

H226: Flüssigkeit und Dampf entzündbar

Sicherheitshinweise — Prävention

P210

P233

P240

P241

P242

P243

P280

P210

P233

P240

P241

P242

P243

P280

P210

P233

P240

P241

P242

P243

P280

Sicherheitshinweise — Reaktion

P303 + P361 + P353

P370 + P378

P303 + P361 + P353

P370 + P378

P303 + P361 + P353

P370 + P378

Sicherheitshinweise — Lagerung

P403 + P235

P403 + P235

P403 + P235

Sicherheitshinweise — Entsorgung

P501

P501

P501

2.6.4.   Zusätzliche Hinweise für die Einstufung

2.6.4.1. Zur Einstufung entzündbarer Flüssigkeiten sind Daten über den Flammpunkt und den Siedebeginn erforderlich. Sie können durch Prüfung ermittelt, der Literatur entnommen oder berechnet werden. Sind keine Daten verfügbar, müssen der Flammpunkt und der Siedebeginn durch Prüfung ermittelt werden. Für die Ermittlung des Flammpunktes muss eine Methode angewandt werden, bei der ein geschlossener Tiegel verwendet wird.

2.6.4.2.  ►M2  Bei Gemischen ( 6 ), die bekannte entzündbare Flüssigkeiten in festgelegten Konzentrationen enthalten, muss der Flammpunkt nicht experimentell bestimmt werden, selbst wenn sie nichtflüchtige Bestandteile wie Polymere oder Additive enthalten, falls der nach der in Abschnitt 2.6.4.3 genannten Methode berechnete Flammpunkt des Gemisches mindestens 5 °C ( 7 ) über dem relevanten Einstufungskriterium (23 °C bzw. 60 °C) liegt und sofern: ◄

a) 

die Zusammensetzung des Gemisches genau bekannt ist (wenn die Zusammensetzung eine festgelegte Bandbreite aufweist, ist jene Zusammensetzung mit dem niedrigsten berechneten Flammpunkt für die Bewertung heranzuziehen);

b) 

die untere Explosionsgrenze jedes Bestandteils bekannt ist (werden diese Daten auf andere Temperaturen als in den Prüfbedingungen extrapoliert, ist eine geeignete Korrelation zu verwenden), und auch die Methode zur Berechnung der unteren Explosionsgrenze ►M2  des Gemisches ◄ ;

c) 

die Temperaturabhängigkeit des Sättigungsdampfdrucks und des Aktivitätskoeffizienten für jeden in dem Gemisch vorkommenden Bestandteil bekannt ist;

d) 

die Flüssigphase homogen ist.

2.6.4.3. Eine geeignete Methode wird in Gmeling und Rasmussen (Ind. Eng. Fundament, 21, 186, (1982)) beschrieben. Bei einem Gemisch, das nichtflüchtige Bestandteile enthält, wird der Flammpunkt anhand der flüchtigen Bestandteile errechnet. Dabei wird davon ausgegangen, dass ein nichtflüchtiger Bestandteil den Partialdruck der Lösemittel nur geringfügig senkt und der berechnete Flammpunkt nur knapp unter dem Messwert liegt.

2.6.4.4. Mögliche Prüfverfahren zur Bestimmung des Flammpunkts von entzündbaren Flüssigkeiten sind in der Tabelle 2.6.3. aufgeführt.



Tabelle 2.6.3

Methoden zur Bestimmung des Flammpunkts von entzündbaren Flüssigkeiten

Europäische Normen:

EN ISO 1516 in der aktuellen Ausgabe

Flammpunktbestimmung — Ja/Nein-Verfahren — Gleichgewichtsverfahren mit geschlossenem Tiegel

EN ISO 1523 in der aktuellen Ausgabe

Bestimmung des Flammpunktes — Gleichgewichtsverfahren mit geschlossenem Tiegel

EN ISO 2719 in der aktuellen Ausgabe

Bestimmung des Flammpunktes — Verfahren nach Pensky-Martens mit geschlossenem Tiegel

EN ISO 3679 in der aktuellen Ausgabe

Bestimmung des Flammpunktes — Schnelles Gleichgewichtsverfahren mit geschlossenem Tiegel

EN ISO 3680 in der aktuellen Ausgabe

Bestimmung des Flammpunktes — Ja/Nein-Verfahren — Schnelles Gleichgewichtsverfahren mit geschlossenem Tiegel

EN ISO 13736 in der aktuellen Ausgabe

Mineralölprodukte und Flüssigkeiten — Bestimmung des Flammpunktes — Verfahren mit geschlossenem Tiegel nach Abel

Einzelstaatliche Normen:

Association française de normalisation (AFNOR):

NF M07-036 in der aktuellen Ausgabe

Bestimmung des Flammpunktes — geschlossener Tiegel nach Abel-Pensky

(identisch mit DIN 51755)

▼M2 —————

▼B

Deutsches Institut für Normung e. V.

DIN 51755 (Flammpunkte unter 65 oC) in der aktuellen Ausgabe Prüfung von Mineralölen und anderen brennbaren Flüssigkeiten; Bestimmung des Flammpunktes im geschlossenen Tiegel, nach Abel-Pensky

(identisch mit NF M07-036)

▼M2

2.6.4.5. Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt von mehr als 35 °C und höchstens 60 °C müssen nicht in die Kategorie 3 eingestuft werden, wenn die Prüfung L.2 auf selbstunterhaltende Verbrennung nach den UN-Empfehlungen für die Beförderung gefährlicher Güter, Handbuch über Prüfungen und Kriterien, Teil III Abschnitt 32, negativ ausgefallen ist.

▼M2

2.6.4.6. Mögliche Prüfverfahren zur Bestimmung des Siedebeginns von entzündbaren Flüssigkeiten sind in der Tabelle 2.6.4. aufgeführt.



Tabelle 2.6.4

Methoden zur Bestimmung des Siedebeginns von entzündbaren Flüssigkeiten

Europäische Normen:

EN ISO 3405 in der aktuellen Ausgabe

Mineralölerzeugnisse — Bestimmung des Destillationsverlaufes bei Atmosphärendruck

EN ISO 3924 in der aktuellen Ausgabe

Mineralölerzeugnisse — Bestimmung der Siedebereichsverteilung — Gaschromatographisches Verfahren

EN ISO 4626 in der aktuellen Ausgabe

Flüchtige organische Flüssigkeiten — Bestimmung des Siedebereiches von organischen Lösemitteln, die als Rohstoffe verwendet werden

Verordnung (EG) Nr. 440/2008 (1)

Methode A.2 gemäß Teil A des Anhangs der Verordnung (EG) Nr. 440/2008

(1)   ABl. L 142 vom 31.5.2008, S. 1.

▼B

2.7.   Entzündbare Feststoffe

2.7.1.   Begriffsbestimmung

2.7.1.1.  Entzündbarer Feststoff: Feststoff, der leicht brennbar ist oder durch Reibung Brand verursachen oder fördern kann.

Leicht brennbare Feststoffe: pulverförmige, körnige oder pastöse Stoffe oder Gemische, die gefährlich sind, wenn sie durch kurzen Kontakt mit einer Zündquelle wie einem brennenden Streichholz leicht entzündet werden können und die Flammen sich rasch ausbreiten.

2.7.2.   Einstufungskriterien

2.7.2.1. Pulverförmige, körnige oder pastöse Stoffe oder Gemische (ausgenommen Metallpulver oder Pulver von Metalllegierungen — siehe Abschnitt 2.7.2.2) sind als leicht brennbare Feststoffe einzustufen, wenn bei einem oder mehreren Prüfdurchläufen nach der Prüfmethode gemäß den ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch über Prüfungen und Kriterien, Teil III Unterabschnitt 33.2.1, die Abbrandzeit kürzer als 45 Sekunden ist oder die Abbrandgeschwindigkeit mehr als 2,2  mm/s beträgt.

2.7.2.2. Metallpulver oder Pulver von Metalllegierungen sind als entzündbare Feststoffe einzustufen, wenn sie entzündet werden können und die Reaktion sich in 10 Minuten oder weniger über die gesamte Länge der Proben ausbreitet.

2.7.2.3. Ein entzündbarer Feststoff ist anhand der Methode N.1 gemäß den ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch über Prüfungen und Kriterien, Unterabschnitt 33.2.1, nach Tabelle 2.7.1 in eine der beiden Kategorien dieser Klasse einzustufen:



Tabelle 2.7.1

Kriterien für entzündbare Feststoffe

Kategorie

Kriterien

1

Prüfung der Abbrandgeschwindigkeit

Andere Stoffe und Gemische als Metallpulver:

a)  befeuchtete Zone hält Brand nicht auf und

b)  Abbrandzeit < 45 Sekunden oder Abbrandgeschwindigkeit > 2,2  mm/s

Metallpulver:

Abbrandzeit ≤ 5 Minuten

2

Prüfung der Abbrandgeschwindigkeit

Andere Stoffe und Gemische als Metallpulver:

a)  befeuchtete Zone hält Brand für mindestens 4 Minuten auf und

b)  Abbrandzeit < 45 Sekunden oder Abbrandgeschwindigkeit > 2,2  mm/s

Metallpulver:

Abbrandzeit > 5 Minuten und ≤ 10 Minuten

▼M2

Hinweis 1:

Der Stoff oder das Gemisch wird in der physikalischen Form geprüft, in der er/es vorliegt. Wenn z. B. zu Lieferungs- oder Transportzwecken eine Chemikalie in einer anderen physikalischen Form vorliegt als in der geprüften und in einem solchen Fall davon auszugehen ist, dass bei einer Einstufungsprüfung die Ergebnisse wahrscheinlich wesentlich abweichen, muss der Stoff auch in der neuen Form geprüft werden.

Hinweis 2:

Aerosole dürfen nicht als entzündbare Feststoffe eingestuft werden; siehe Kapitel 2.3.

▼B

2.7.3.   Gefahrenkommunikation

Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 2.7.2 zu verwenden.



Tabelle 2.7.2

Kennzeichnungselemente für entzündbare Feststoffe

Einstufung

Kategorie 1

Kategorie 2

GHS-Piktogramm

image

image

Signalwort

Gefahr

Achtung

Gefahrenhinweis

H228: Entzündbarer Feststoff

H228: Entzündbarer Feststoff

Sicherheitshinweise — Prävention

P210

P240

P241

P280

P210

P240

P241

P280

Sicherheitshinweise — Reaktion

P370 + P378

P370 + P378

Sicherheitshinweise — Lagerung

 

 

Sicherheitshinweise — Entsorgung

 

 

2.8.   Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische

2.8.1.   Begriffsbestimmung

2.8.1.1.  Selbstzersetzliche Stoffe oder Gemische: thermisch instabile, flüssige oder feste Stoffe oder Gemische, die sich auch ohne Beteiligung von Sauerstoff (Luft) stark exotherm zersetzen können. Diese Definition schließt Stoffe oder Gemische aus, die nach diesem Teil des Anhangs als explosive Stoffe/Gemische, als organische Peroxide oder als oxidierend eingestuft wurden.

2.8.1.2. Selbstzersetzliche Stoffe oder Gemische werden als Stoffe oder Gemische mit explosiven Eigenschaften angesehen, wenn die Formulierungen im Laborversuch leicht detonieren, schnell deflagrieren oder bei Erhitzen unter Einschluss heftig reagieren.

2.8.2.   Einstufungskriterien

2.8.2.1. Alle selbstzersetzlichen Stoffe oder Gemische sind für eine Einstufung in diese Klasse in Betracht zu ziehen, es sei denn:

a) 

es handelt sich um explosive Stoffe/Gemische gemäß den Kriterien von Kapitel 2.1,

b) 

es handelt sich um oxidierende Flüssigkeiten oder Feststoffe gemäß den Kriterien der Kapitel 2.13 oder 2.14, mit der Ausnahme, dass Gemische oxidierender Stoffe, die 5 % oder mehr brennbare organische Stoffe enthalten, entsprechend dem in Abschnitt 2.8.2.2 beschriebenen Verfahren als selbstzersetzliche Stoffe einzustufen sind,

c) 

es handelt sich um organische Peroxide gemäß den Kriterien von Kapitel 2.15,

d) 

ihre Zersetzungswärme ist geringer als 300 J/g, oder

e) 

ihre Temperatur der selbstbeschleunigenden Zersetzung (SADT) ist bei einem 50-kg-Versandstück größer als 75 oC ( 8 ).

2.8.2.2. Gemische aus oxidierenden Stoffen, die die Kriterien für die Einstufung als oxidierende Stoffe erfüllen, in denen 5 % oder mehr brennbare organische Stoffe enthalten sind und die die obigen Kriterien nach den Buchstaben a, c, d oder e in Abschnitt 2.8.2.1 nicht erfüllen, werden dem Verfahren für die Einstufung als selbstzersetzlicher Stoff unterzogen.

Weist ein solches Gemisch die Eigenschaften eines selbstzersetzlichen Stoffes der Typen B bis F (siehe Abschnitt 2.8.2.3) auf, ist es als selbstzersetzlicher Stoff einzustufen.

Wird die Prüfung in der verpackten Form durchgeführt und die Verpackung dann verändert, ist eine weitere Prüfung vorzunehmen, falls davon auszugehen ist, dass die Veränderung der Verpackung das Prüfergebnis beeinflusst.

2.8.2.3. Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische sind anhand folgender Grundsätze in eine der sieben Kategorien „TypA bis Typ G“ dieser Klasse einzustufen:

a) 

Alle selbstzersetzlichen Stoffe oder Gemische, die in der Verpackung detonieren oder schnell deflagrieren können, gelten als selbstzersetzliche Stoffe des TYPS A.

b) 

Alle selbstzersetzlichen Stoffe oder Gemische, die explosive Eigenschaften haben und in der Verpackung weder detonieren noch schnell deflagrieren, aber in dieser Verpackung zur thermischen Explosion neigen, gelten als selbstzersetzliche Stoffe des TYPS B.

c) 

Alle selbstzersetzlichen Stoffe oder Gemische, die explosive Eigenschaften haben, aber in der Verpackung weder detonieren noch schnell deflagrieren oder thermisch explodieren können, gelten als selbstzersetzliche Stoffe des TYPS C.

d) 

Alle selbstzersetzlichen Stoffe oder Gemische, die im Laborversuch

i) 

teilweise detonieren, nicht schnell deflagrieren und bei Erhitzen unter Einschluss keine heftige Wirkung zeigen oder

ii) 

überhaupt nicht detonieren, langsam deflagrieren und bei Erhitzen unter Einschluss keine heftige Wirkung zeigen oder

iii) 

überhaupt nicht detonieren oder deflagrieren und bei Erhitzen unter Einschluss eine mittlere Wirkung zeigen,

gelten als selbstzersetzliche Stoffe des TYPS D.

e) 

Alle selbstzersetzlichen Stoffe oder Gemische, die im Laborversuch nicht detonieren, überhaupt nicht deflagrieren und bei Erhitzen unter Einschluss geringe oder keine Wirkung zeigen, gelten als selbstzersetzliche Stoffe des TYPS E.

f) 

Alle selbstzersetzlichen Stoffe oder Gemische, die im Laborversuch im kavitierten Zustand nicht detonieren, überhaupt nicht deflagrieren und bei Erhitzen unter Einschluss nur geringe oder keine Wirkung sowie nur eine geringe oder keine explosive Kraft zeigen, gelten als selbstzersetzliche Stoffe des TYPS F.

g) 

Alle selbstzersetzlichen Stoffe oder Gemische, die im Laborversuch im kavitierten Zustand nicht detonieren, überhaupt nicht deflagrieren und bei Erhitzen unter Einschluss keinerlei Wirkung und auch keine explosive Kraft zeigen, gelten als selbstzersetzliche Stoffe des TYPS G, vorausgesetzt sie sind thermisch stabil (Temperatur der selbstbeschleunigenden Zersetzung für ein 50-kg-Versandstück liegt bei 60 oC bis 75 oC) und im Fall flüssiger Gemische wird ein Verdünnungsmittel mit einem Siedepunkt von mindestens 150 oC zur Desensibilisierung verwendet. Ist das Gemisch thermisch instabil oder wird ein Verdünnungsmittel mit einem Siedepunkt unter 150 oC zur Desensibilisierung verwendet, gilt das Gemisch als selbstzersetzlicher Stoff des TYPS F.

Wird die Prüfung in der verpackten Form durchgeführt und die Verpackung dann verändert, ist eine weitere Prüfung vorzunehmen, falls davon auszugehen ist, dass die Veränderung der Verpackung das Prüfergebnis beeinflusst.

2.8.2.4.   Kriterien für die Temperaturkontrolle

Für selbstzersetzliche Stoffe mit einer Temperatur der selbstbeschleunigenden Zersetzung (SADT) von 55 oC oder weniger ist eine Temperaturkontrolle erforderlich. Die Prüfverfahren zur SADT-Bestimmung und die Ableitung von Kontroll- und Notfalltemperaturen sind in den ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch über Prüfungen und Kriterien, Teil II Abschnitt 28, angegeben. Die ausgewählte Prüfung ist so durchzuführen, dass sie sowohl für die Größe als auch für das Material der Verpackung repräsentativ ist.

2.8.3.   Gefahrenkommunikation

Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 2.8.1 zu verwenden.

▼M12



Tabelle 2.8.1

Kennzeichnungselemente für selbstzersetzliche Stoffe und Gemische

Einstufung

Typ A

Typ B

Typen C & D

Typen E & F

Typ G (1)

GHS-Piktogramm

image

image

image

image

Dieser Gefahrenkategorie sind keine Kennzeichnungselemente zugeordnet.

Signalwort

Gefahr

Gefahr

Gefahr

Achtung

Gefahrenhinweis

H240: Erwärmung kann Explosion verursachen

H241: Erwärmung kann Brand oder Explosion verursachen

H242: Erwärmung kann Brand verursachen

H242: Erwärmung kann Brand verursachen

Sicherheitshinweise — Prävention

P210

P234

P235

P240

P280

P210

P234

P235

P240

P280

P210

P234

P235

P240

P280

P210

P234

P235

P240

P280

Sicherheitshinweise — Reaktion

P370 + P372 + P380 + P373

P370 + P380 + P375 [+ P378] (2)

P370 + P378

P370 + P378

 

Sicherheitshinweise — Lagerung

P403

P411

P420

P403

P411

P420

P403

P411

P420

P403

P411

P420

 

Sicherheitshinweise — Entsorgung

P501

P501

P501

P501

 

(1)   Die Einleitung von Anhang IV gibt genaueren Aufschluss über die Verwendung eckiger Klammern.

(2)   Dem Typ G sind keine Gefahrenhinweise zugeordnet, aber er sollte für Eigenschaften in Betracht gezogen werden, die zu anderen Gefahrenklassen gehören.

▼B

Dem Typ G sind zwar keine Elemente der Gefahrenkommunikation zugewiesen, doch kommt er für Eigenschaften in Frage, die unter andere Gefahrenklassen fallen.

2.8.4.   Zusätzliche Hinweise für die Einstufung

2.8.4.1. Die einstufungsrelevanten Eigenschaften selbstzersetzlicher Stoffe oder Gemische sind experimentell zu bestimmen. Die Einstufung eines selbstzersetzlichen Stoffes oder Gemisches ist anhand der Prüfserien A bis H gemäß den ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch über Prüfungen und Kriterien, Teil II, vorzunehmen. Das Einstufungsverfahren ist in Abbildung 2.8.1 dargestellt.

2.8.4.2. Die Einstufungsverfahren für selbstzersetzliche Stoffe und Gemische entfallen,

a) 

wenn im Molekül keine chemischen Gruppen vorhanden sind, die auf explosive oder selbstzersetzliche Eigenschaften hinweisen. Beispiele für solche Gruppen sind in Anhang 6 Tabellen A6.1 und A6.2 der ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch über Prüfungen und Kriterien, aufgeführt, oder

b) 

wenn bei einem reinen organischen Stoff oder einem homogenen Gemisch aus organischen Stoffen die geschätzte SADT bei einem 50-kg-Versandstück höher als 75 oC oder die exotherme Zersetzungsenergie geringer als 300 J/g ist. Die Onset-Temperatur (Beginn der Exothermie) und die Zersetzungsenergie können mit einem geeigneten kalorimetrischen Verfahren bestimmt werden (siehe ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch über Prüfungen und Kriterien, Teil II Unterabschnitt 20.3.3.3).

▼M12

Abbildung 2.8.1

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische

image

▼B

2.9.   Pyrophore Flüssigkeiten

2.9.1.   Begriffsbestimmung

Pyrophore Flüssigkeiten: flüssige Stoffe oder Gemische, die schon in kleinen Mengen dazu neigen, sich in Berührung mit Luft innerhalb von fünf Minuten zu entzünden.

2.9.2.   Einstufungskriterien

2.9.2.1. Eine pyrophore Flüssigkeit ist anhand der Prüfung N.3 der ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch über Prüfungen und Kriterien, Teil III Unterabschnitt 33.3.1.5, nach der Tabelle 2.9.1 in eine einzige Kategorie dieser Klasse einzustufen:



Tabelle 2.9.1

Kriterien für pyrophore Flüssigkeiten

Kategorie

Kriterien

1

In Berührung mit Luft entzündet sich die Flüssigkeit innerhalb von 5 Minuten, wenn sie auf ein inertes Trägermaterial aufgetragen wird, oder sie entzündet oder verkohlt ein Filterpapier innerhalb von 5 Minuten.

2.9.3.   Gefahrenkommunikation

Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 2.9.2 zu verwenden.

▼M12



Tabelle 2.9.2

Kennzeichnungselemente für pyrophore Flüssigkeiten

Einstufung

Kategorie 1

GHS-Piktogramm

image

Signalwort

Gefahr

Gefahrenhinweis

H250: Entzündet sich in Berührung mit Luft von selbst

Sicherheitshinweise — Prävention

P210

P222

P231 + P232

P233

P280

Sicherheitshinweise — Reaktion

P302 + P334

P370 + P378

Sicherheitshinweise — Lagerung

 

Sicherheitshinweise — Entsorgung

 

▼B

2.9.4.   Zusätzliche Hinweise für die Einstufung

2.9.4.1. Das Einstufungsverfahren für pyrophore Flüssigkeiten braucht nicht angewandt zu werden, wenn die Erfahrung bei der Herstellung oder Handhabung zeigt, dass sich der Stoff oder das Gemisch in Berührung mit Luft und bei normalen Temperaturen nicht von selbst entzündet (d. h. von diesem Stoff ist bekannt, dass er bei Raumtemperatur über längere Zeiträume (Tage) hinweg stabil ist).

2.10.   Pyrophore Feststoffe

2.10.1.   Begriffsbestimmung

▼C4

Pyrophore Feststoffe: feste Stoffe oder Gemische, die schon in kleinen Mengen dazu neigen, sich in Berührung mit Luft innerhalb von fünf Minuten zu entzünden.

▼B

2.10.2.   Einstufungskriterien

2.10.2.1. Ein pyrophorer Feststoff ist anhand der Prüfung N.2 der ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch über Prüfungen und Kriterien, Teil III Unterabschnitt 33.3.1.4, nach Tabelle 2.10.1 in die einzige Kategorie dieser Klasse einzustufen:



Tabelle 2.10.1

Kriterien für pyrophore Feststoffe

Kategorie

Kriterien

1

Der Feststoff entzündet sich in Berührung mit Luft innerhalb von fünf Minuten.

Hinweis:

Der Stoff oder das Gemisch wird in der physikalischen Form geprüft, in der er/es vorliegt. Wenn z. B. zu Lieferungs- oder Transportzwecken eine Chemikalie in einer anderen physikalischen Form vorliegt als in der geprüften und in einem solchen Fall davon auszugehen ist, dass bei einer Einstufungsprüfung die Ergebnisse wahrscheinlich wesentlich abweichen, muss der Stoff auch in der neuen Form geprüft werden.

2.10.3.   Gefahrenkommunikation

Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 2.10.2 zu verwenden.

▼M12



Tabelle 2.10.2

Kennzeichnungselemente für pyrophore Feststoffe

Einstufung

Kategorie 1

GHS-Piktogramm

image

Signalwort

Gefahr

Gefahrenhinweis

H250: Entzündet sich in Berührung mit Luft von selbst

Sicherheitshinweise — Prävention

P210

P222

P231 + P232

P233

P280

Sicherheitshinweise — Reaktion

P302 + P335 + P334

P370 + P378

Sicherheitshinweise — Lagerung

 

Sicherheitshinweise — Entsorgung

 

▼B

2.10.4.   Zusätzliche Hinweise für die Einstufung

2.10.4.1. Das Einstufungsverfahren für pyrophore Feststoffe braucht nicht angewandt zu werden, wenn die Erfahrung bei der Herstellung oder Handhabung zeigt, dass sich der Stoff in Berührung mit Luft und bei normalen Temperaturen nicht von selbst entzündet (d. h. von diesem Stoff ist bekannt, dass er bei Raumtemperatur über längere Zeiträume (Tage) hinweg stabil ist).

2.11.   Selbsterhitzungsfähige Stoffe und Gemische

2.11.1.   Begriffsbestimmung

2.11.1.1.  Selbsterhitzungsfähige Stoffe oder Gemische: flüssige oder feste Stoffe oder Gemische, die keine pyrophoren Flüssigkeiten oder Feststoffe sind und die dazu neigen, sich in Berührung mit Luft ohne Energiezufuhr selbst zu erhitzen; derartige Stoffe oder Gemische unterscheiden sich von pyrophoren Flüssigkeiten oder Feststoffen darin, dass sie sich nur in großen Mengen (mehrere Kilogramm) und nach einem längeren Zeitraum (Stunden oder Tage) entzünden.

▼M2

2.11.1.2. Bei der Selbsterhitzung eines Stoffs oder Gemisches handelt es sich um einen Prozess, bei dem die allmähliche Reaktion des Stoffes oder Gemisches mit dem (Luft-) Sauerstoff Wärme erzeugt. Ist die Menge der erzeugten Wärme größer als die Menge der abgeführten Wärme, steigt die Temperatur des Stoffs oder Gemisches an, was nach einer Induktionszeit zur Selbstentzündung und zum Verbrennen führen kann.

▼B

2.11.2.   Einstufungskriterien

2.11.2.1. Stoffe oder Gemische sind als selbsterhitzungsfähige Stoffe oder Gemische dieser Klasse einzustufen, wenn die Prüfungen gemäß dem Prüfverfahren in Teil III Unterabschnitt 33.3.1.6 der ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch über Prüfungen und Kriterien, Folgendes ergeben:

a) 

Das Ergebnis der Prüfung mit einer kubischen Probe von 25 mm Kantenlänge ist bei 140 oC positiv

b) 

Das Ergebnis der Prüfung mit einer kubischen Probe von 100 mm Kantenlänge ist bei 140 oC positiv und das Ergebnis der Prüfung mit einer kubischen Probe von 100 mm Kantenlänge ist bei 120 oC Versuchstemperatur negativ und der Stoff oder das Gemisch wird in Verpackungen mit einem Volumen von mehr als 3 m3 verpackt.

c) 

Das Ergebnis der Prüfung mit einer kubischen Probe von 100 mm Kantenlänge ist bei 140 oC positiv und das Ergebnis der Prüfung mit einer kubischen Probe von 100 mm Kantenlänge ist bei 100 oC negativund der Stoff oder das Gemisch wird in Verpackungen mit einem Volumen von mehr als 450 Liter verpackt.

d) 

Das Ergebnis der Prüfung mit einer kubischen Probe von 100 mm Kantenlänge ist bei 140 oC positiv und das Ergebnis der Prüfung mit einer kubischen Probe von 100 mm Kantenlänge ist bei 100 oC positiv.

2.11.2.2. Selbsterhitzungsfähige Stoffe oder Gemische sind in eine der beiden Kategorien dieser Klasse einzustufen, sofern bei einer Prüfung nach dem Prüfverfahren N.4 der ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch über Prüfungen und Kriterien, Teil III Unterabschnitt 33.3.1.6, das Ergebnis den Kriterien nach Tabelle 2.11.1 entspricht.



Tabelle 2.11.1

Kriterien für selbsterhitzungsfähige Stoffe und Gemische

Kategorie

Kriterien

1

Das Ergebnis der Prüfung mit einer kubischen Probe von 25 mm Kantenlänge ist bei 140 oC positiv.

2

a)  In einer kubischen Probe mit 100 mm Kantenlänge ist das Ergebnis bei 140 oC positiv und in einer kubischen Probe mit 25 mm Kantenlänge ist das Ergebnis bei 140 oC negativ und der Stoff oder das Gemisch wird in Verpackungen mit einem Volumen von mehr als 3 m3 verpackt, oder

b)  in einer kubischen Probe mit 100 mm Kantenlänge ist das Ergebnis bei 140 oC positiv und in einer kubischen Probe mit 25 mm Kantenlänge ist das Ergebnis bei 140 oC negativ, in einer kubischen Probe mit 100 mm Kantenlänge ist das Ergebnis bei 120 oC positiv und der Stoff oder das Gemisch wird in Verpackungen mit einem Volumen von mehr als 450 Liter verpackt, oder

c)  in einer kubischen Probe mit 100 mm Kantenlänge ist das Ergebnis bei 140 oC positiv und in einer kubischen Probe mit 25 mm Kantenlänge ist das Ergebnis bei 140 oC negativ und in einer kubischen Probe mit 100 mm Kantenlänge ist das Ergebnis bei 100 oC positiv.

Hinweis:

Der Stoff oder das Gemisch wird in der physikalischen Form geprüft, in der er/es vorliegt. Wenn z. B. zu Lieferungs- oder Transportzwecken eine Chemikalie in einer anderen physikalischen Form vorliegt als in der geprüften und in einem solchen Fall davon auszugehen ist, dass bei einer Einstufungsprüfung die Ergebnisse wahrscheinlich wesentlich abweichen werden, muss der Stoff auch in der neuen Form geprüft werden.

2.11.2.3. Stoffe und Gemische mit einer Selbstentzündungstemperatur von mehr als 50 oC für ein Volumen von 27 m3 sind nicht als selbsterhitzungsfähig einzustufen.

2.11.2.4. Stoffe und Gemische mit einer Selbstentzündungstemperatur von mehr als 50 oC für ein Volumen von 450 Litern sind nicht der Kategorie 1 dieser Klasse zuzuordnen.

2.11.3.   Gefahrenkommunikation

Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 2.11.2 zu verwenden.

▼M12



Tabelle 2.11.2

Kennzeichnungselemente für selbsterhitzungsfähige Stoffe und Gemische

Einstufung

Kategorie 1

Kategorie 2

GHS-Piktogramm

image

image

Signalwort

Gefahr

Achtung

Gefahrenhinweis

H251: Selbsterhitzungsfähig; kann in Brand geraten

H252: In großen Mengen selbsterhitzungsfähig; kann in Brand geraten

Sicherheitshinweise — Prävention

P235

P280

P235

P280

Sicherheitshinweise — Reaktion

 

 

Sicherheitshinweise — Lagerung

P407

P413

P420

P407

P413

P420

Sicherheitshinweise — Entsorgung

 

 

▼B

2.11.4.   Zusätzliche Hinweise für die Einstufung

2.11.4.1. Eine ausführliche Darstellung der Entscheidungslogik für die Einstufung und die Prüfungen zur Feststellung der verschiedenen Kategorien ist Abbildung 2.11.1 zu entnehmen.

2.11.4.2. Das Einstufungsverfahren für selbsterhitzungsfähige Stoffe oder Gemische braucht nicht angewandt zu werden, wenn sich die Ergebnisse eines Screeningtests sinnvoll mit der Einstufungsprüfung korrelieren lassen und eine angemessene Sicherheitsmarge besteht. Beispiele für Screeningtests sind:

a) 

Grewer-Ofen-Test (VDI-Richtlinien 2263, Blatt 1, 1990, Untersuchungsmethoden zur Ermittlung von sicherheitstechnischen Kenngrößen von Stäuben) mit einer Onset-Temperatur (Beginn der Exothermie), die 80 K über der Referenztemperatur für ein Volumen von 1 l liegt,

b) 

Schüttgut-Screeningtest (Gibson, N. Harper, D. J. Rogers, R.: Evaluation of the fire and explosion risks in drying powders, Plant Operations Progress, 4 (3), 181-189, 1985) mit einer Onset-Temperatur (Beginn der Exothermie), die 60 K über der Referenztemperatur für ein Volumen von 1 l liegt.

Abbildung 2.11.1.

Selbsterhitzungsfähige Stoffe und Gemische

image

►(1) C4   ►(2) C4   ►(3) C4  

2.12.   Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln

2.12.1.   Begriffsbestimmung

Stoffe oder Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln: feste oder flüssige Stoffe oder Gemische, die dazu neigen, sich durch Reaktion mit Wasser spontan zu entzünden oder in gefährlichen Mengen entzündbare Gase zu entwickeln.

2.12.2.   Einstufungskriterien

2.12.2.1. Stoffe oder Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln, sind anhand der Prüfung N.5 der ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch über Prüfungen und Kriterien, Teil III Unterabschnitt 33.4.1.4, nach Tabelle 2.12.1 in eine der drei Kategorien dieser Klasse einzustufen:



Tabelle 2.12.1

Kriterien für Stoffe oder Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln

Kategorie

Kriterien

1

Alle Stoffe oder Gemische, die bei Raumtemperatur heftig mit Wasser reagieren, wobei das entwickelte Gas im Allgemeinen dazu neigt, sich spontan zu entzünden, oder die bei Raumtemperatur leicht mit Wasser reagieren, wobei die Entwicklungsrate des entzündbaren Gases mindestens 10 Liter pro Kilogramm des zu prüfenden Stoffes innerhalb einer Minute beträgt

2

Alle Stoffe oder Gemische, die bei Raumtemperatur leicht mit Wasser reagieren, wobei die maximale Entwicklungsrate des entzündbaren Gases mindestens 20 Liter pro Kilogramm des zu prüfenden Stoffes pro Stunde beträgt, und die die Kriterien für Kategorie 1 nicht erfüllen

3

Alle Stoffe oder Gemische, die bei Raumtemperatur langsam mit Wasser reagieren, wobei die maximale Entwicklungsrate des entzündbaren Gases mindestens 1 Liter pro Kilogramm des zu prüfenden Stoffes pro Stunde beträgt, und die die Kriterien für die Kategorien 1 und 2 nicht erfüllen

Hinweis:

Der Stoff oder das Gemisch wird in der physikalischen Form geprüft, in der er/es vorliegt. Muss ein Stoff beispielsweise zum Zwecke der Lieferung oder der Beförderung in einer anderen physikalischen Form vorgelegt werden als der, in der er geprüft wurde und von der angenommen wird, dass sie seine Leistung in einem Einstufungstest wesentlich ändern wird, so muss der Stoff auch in der neuen Form geprüft werden.

2.12.2.2. Ein Stoff oder Gemisch ist dann als Stoff oder Gemisch, der/das in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickelt, einzustufen wenn es bei irgendeinem Schritt des Prüfverfahrens zur spontanen Entzündung kommt.

2.12.3.   Gefahrenkommunikation

Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 2.12.2 zu verwenden.

▼M12



Tabelle 2.12.2

Kennzeichnungselemente für Stoffe oder Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln

Einstufung

Kategorie 1

Kategorie 2

Kategorie 3

GHS-Piktogramm

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image

image

Signalwort

Gefahr

Gefahr

Achtung

Gefahrenhinweis

H260: In Berührung mit Wasser entstehen entzündbare Gase, die sich spontan entzünden können

H261: In Berührung mit Wasser entstehen entzündbare Gase

H261: In Berührung mit Wasser entstehen entzündbare Gase

Sicherheitshinweise — Prävention

P223

P231 + P232

P280

P223

P231 + P232

P280

P231 + P232

P280

Sicherheitshinweise — Reaktion

P302 + P335 + P334

P370 + P378

P302 + P335 + P334

P370 + P378

P370 + P378

Sicherheitshinweise — Lagerung

P402 + P404

P402 + P404

P402 + P404

Sicherheitshinweise — Entsorgung

P501

P501

P501

▼B

2.12.4.   Zusätzliche Hinweise für die Einstufung

2.12.4.1. Das Einstufungsverfahren für diese Klasse braucht nicht angewandt zu werden,

a) 

wenn in der chemischen Struktur des Stoffes oder Gemisches keine Metalle oder Halbmetalle enthalten sind oder

b) 

wenn die Erfahrung bei der Herstellung oder Handhabung zeigt, dass der Stoff oder das Gemisch nicht mit Wasser reagiert, so z. B. weil der Stoff mit Wasser hergestellt oder mit Wasser gewaschen wird, oder

c) 

wenn der Stoff oder das Gemisch bekanntermaßen in Wasser löslich ist und ein stabiles Gemisch bildet.

2.13.   Oxidierende Flüssigkeiten

2.13.1.   Begriffsbestimmung

Oxidierende Flüssigkeiten: flüssige Stoffe oder Gemische, die, obwohl selbst nicht notwendigerweise brennbar, im Allgemeinen durch die Abgabe von Sauerstoff einen Brand anderer Materialien verursachen oder unterstützen können.

2.13.2.   Einstufungskriterien

2.13.2.1. Eine oxidierende Flüssigkeit ist anhand der Prüfung O.2 der ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch über Prüfungen und Kriterien, Teil III Unterabschnitt 34.4.2, nach der Tabelle 2.13.1 in eine der drei Kategorien dieser Klasse einzustufen:



Tabelle 2.13.1

Kriterien für oxidierende Flüssigkeiten

Kategorie

Kriterien

1

Alle Stoffe oder Gemische, die sich in einem Gemisch mit Cellulose von 1:1 (Masseverhältnis) selbst entzünden, oder eine geringere durchschnittliche Druckanstiegszeit aufweisen als ein Gemisch 50 %iger Perchlorsäure/Cellulose von 1:1 (Masseverhältnis).

2

Alle Stoffe oder Gemische, die in einem Gemisch mit Cellulose von 1:1 (Masseverhältnis) eine geringere oder gleiche durchschnittliche Druckanstiegszeit aufweisen wie ein Gemisch aus 40 %igem Natriumchlorat in wässriger Lösung und Cellulose von 1:1 (Masseverhältnis), und die die Kriterien für Kategorie 1 nicht erfüllen.

3

Alle Stoffe oder Gemische, die in einem Gemisch mit Cellulose von 1:1 (Masseverhältnis) eine geringere oder gleiche durchschnittliche Druckanstiegszeit aufweisen wie ein Gemisch aus 65 %iger Salpetersäure in wässriger Lösung und Cellulose von 1:1 (Masseverhältnis), und die die Kriterien für die Kategorien 1 und 2 nicht erfüllen.

2.13.3.   Gefahrenkommunikation

Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 2.13.2 zu verwenden.

▼M12



Tabelle 2.13.2

Kennzeichnungselemente für oxidierende Flüssigkeiten

Einstufung

Kategorie 1

Kategorie 2

Kategorie 3

GHS-Piktogramm

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image

image

Signalwort

Gefahr

Gefahr

Achtung

Gefahrenhinweis

H271: Kann Brand oder Explosion verursachen; starkes Oxidationsmittel

H272: Kann Brand verstärken; Oxidationsmittel

H272: Kann Brand verstärken; Oxidationsmittel

Sicherheitshinweise — Prävention

P210

P220

P280

P283

P210

P220

P280

P210

P220

P280

Sicherheitshinweise — Reaktion

P306 + P360

P371 + P380 + P375

P370 + P378

P370 + P378

P370 + P378

Sicherheitshinweise — Lagerung

P420

 

 

Sicherheitshinweise — Entsorgung

P501

P501

P501

▼B

2.13.4.   Zusätzliche Hinweise für die Einstufung

2.13.4.1. Bei organischen Stoffen oder Gemischen ist das Einstufungsverfahren für diese Klasse nicht anzuwenden, wenn

a) 

der Stoff oder das Gemisch keinen Sauerstoff, kein Fluor oder Chlor enthält oder

b) 

der Stoff oder das Gemisch zwar Sauerstoff, Fluor oder Chlor enthält, diese Elemente aber chemisch nur an Kohlenstoff oder Wasserstoff gebunden sind.

2.13.4.2. Bei anorganischen Stoffen oder Gemischen, die keine Sauerstoff- oder Halogenatome enthalten, ist das Einstufungsverfahren für diese Klasse nicht anzuwenden.

2.13.4.3. Im Fall von Abweichungen zwischen Prüfergebnissen und der Erfahrung bei der Handhabung und Verwendung von Stoffen und Gemischen, die zeigt, dass sie oxidierend wirken, haben die Bewertungen aufgrund bekannter Erfahrungswerte Vorrang vor den Prüfergebnissen

2.13.4.4. Falls Stoffe oder Gemische aufgrund chemischer Reaktionen einen (zu hohen oder zu niedrigen) Druckanstieg erzeugen, der nicht auf die oxidierenden Eigenschaften des Stoffes oder Gemisches zurückzuführen ist, ist es erforderlich, die Prüfung nach Teil III Unterabschnitt 34.4.2 der ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch über Prüfungen und Kriterien, mit einem inerten Stoff wie beispielsweise Kieselgur (Diatomit) anstatt mit Cellulose zu wiederholen, um die Art der Reaktion festzustellen und ein ggf. falsch positives Ergebnis zu überprüfen.

2.14.   Oxidierende Feststoffe

2.14.1.   Begriffsbestimmung

Oxidierende Feststoffe: feste Stoffe oder Gemische, die, obwohl selbst nicht notwendigerweise brennbar, aber im Allgemeinen durch Abgabe von Sauerstoff einen Brand anderer Materialien verursachen oder unterstützen können.

2.14.2.   Einstufungskriterien

2.14.2.1.  ►M12  Ein oxidierender Feststoff ist anhand der Prüfung O.1 in Teil III Unterabschnitt 34.4.1 oder anhand der Prüfung O.3 in Teil III Unterabschnitt 34.4.3 der UN RTDG, Handbuch über Prüfungen und Kriterien, nach der Tabelle 2.14.1 in eine der drei Kategorien dieser Klasse einzustufen: ◄

▼M12



Tabelle 2.14.1

Kriterien für oxidierende Feststoffe

Kategorie

Kriterien bei Prüfung O.1

Kriterien bei Prüfung O.3

1

Alle Stoffe oder Gemische, die in einem Gemisch mit Cellulose von 4:1 oder 1:1 (Masseverhältnis) eine geringere durchschnittliche Brenndauer aufweisen als die durchschnittliche Brenndauer eines Gemischs Kaliumbromat/Cellulose von 3:2 (Masseverhältnis).

Alle Stoffe oder Gemische, die in einem Gemisch mit Cellulose von 4:1 oder 1:1 (Masseverhältnis) eine längere durchschnittliche Abbrandgeschwindigkeit aufweisen als die durchschnittliche Abbrandgeschwindigkeit eines Gemischs Calciumperoxid/Cellulose von 3:1 (Masseverhältnis).

2

Alle Stoffe oder Gemische, die in einem Gemisch mit Cellulose von 4:1 oder 1:1 (Masseverhältnis) eine gleiche oder geringere durchschnittliche Brenndauer aufweisen als die durchschnittliche Brenndauer eines Gemischs Kaliumbromat/Cellulose von 2:3 (Masseverhältnis) und die die Kriterien für Kategorie 1 nicht erfüllen.

Alle Stoffe oder Gemische, die in einem Gemisch mit Cellulose von 4:1 oder 1:1 (Masseverhältnis) eine gleiche oder längere durchschnittliche Abbrandgeschwindigkeit aufweisen als die durchschnittliche Abbrandgeschwindigkeit eines Gemischs Calciumperoxid/Cellulose von 1:1 (Masseverhältnis) und die die Kriterien für Kategorie 1 nicht erfüllen.

3

Alle Stoffe oder Gemische, die in einem Gemisch mit Cellulose von 4:1 oder 1:1 (Masseverhältnis) eine gleiche oder geringere durchschnittliche Brenndauer aufweisen als die durchschnittliche Brenndauer eines Gemischs Kaliumbromat/Cellulose von 3:7 (Masseverhältnis) und die die Kriterien für die Kategorien 1 und 2 nicht erfüllen.

Alle Stoffe oder Gemische, die in einem Gemisch mit Cellulose von 4:1 oder 1:1 (Masseverhältnis) eine gleiche oder längere durchschnittliche Abbrandgeschwindigkeit aufweisen als die durchschnittliche Abbrandgeschwindigkeit eines Gemischs Calciumperoxid/Cellulose von 1:2 (Masseverhältnis) und die die Kriterien für die Kategorien 1 und 2 nicht erfüllen.

▼B

Anmerkung 1:

Manche oxidierende Feststoffe weisen unter bestimmten Bedingungen (wenn sie in großen Mengen gelagert werden) auch eine Explosionsgefahr auf. Einige Arten von Ammoniumnitrat können unter extremen Bedingungen explosionsfähig werden und diese Gefahr kann mit dem Detonationstest ►M12  (IMSBC-Code — Internationaler Code für die Beförderung von Schüttgut über See, IMO), Anhang 2 Abschnitt 5) ◄ bewertet werden. Zweckmäßige Informationen sind im Sicherheitsdatenblatt anzugeben.

Anmerkung 2:

Der Stoff oder das Gemisch wird in der physikalischen Form geprüft, in der er/es vorliegt. Wenn z. B. zu Lieferungs- oder Transportzwecken eine Chemikalie in einer anderen physikalischen Form vorliegt als in der geprüften und in einem solchen Fall davon auszugehen ist, dass bei einer Einstufungsprüfung die Ergebnisse wahrscheinlich wesentlich abweichen werden, muss der Stoff auch in der neuen Form geprüft werden.

2.14.3.   Gefahrenkommunikation

Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 2.14.2 zu verwenden.

▼M12



Tabelle 2.14.2

Kennzeichnungselemente für oxidierende Feststoffe

 

Kategorie 1

Kategorie 2

Kategorie 3

GHS-Piktogramm

image

image

image

Signalwort

Gefahr

Gefahr

Achtung

Gefahrenhinweis

H271: Kann Brand oder Explosion verursachen; starkes Oxidationsmittel

H272: Kann Brand verstärken; Oxidationsmittel

H272: Kann Brand verstärken; Oxidationsmittel

Sicherheitshinweise — Prävention

P210

P220

P280

P283

P210

P220

P280

P210

P220

P280

Sicherheitshinweise — Reaktion

P306 + P360

P371 + P380 + P375

P370 + P378

P370 + P378

P370 + P378

Sicherheitshinweise — Lagerung

P420

 

 

Sicherheitshinweise — Entsorgung

P501

P501

P501

▼B

2.14.4.   Zusätzliche Hinweise für die Einstufung

2.14.4.1. Bei organischen Stoffen oder Gemischen ist das Einstufungsverfahren für diese Klasse nicht anzuwenden, wenn

a) 

der Stoff oder das Gemisch keinen Sauerstoff, kein Fluor oder Chlor enthält oder

b) 

der Stoff oder das Gemisch zwar Sauerstoff, Fluor oder Chlor enthält, diese Elemente aber chemisch nur an Kohlenstoff oder Wasserstoff gebunden sind.

2.14.4.2. Bei anorganischen Stoffen oder Gemischen, die keine Sauerstoff- oder Halogenatome enthalten, ist das Einstufungsverfahren für diese Klasse nicht anzuwenden.

2.14.4.3. Im Fall von Abweichungen von Prüfergebnissen und der Erfahrung bei der Handhabung und Verwendung von Stoffen und Gemischen, die zeigt, dass die Stoffe und Gemische oxidierend wirken, haben die Bewertungen aufgrund bekannter Erfahrungswerte Vorrang vor den Prüfergebnissen.

2.15.   Organische Peroxide

2.15.1.   Begriffsbestimmung

2.15.1.1. Organische Peroxide: flüssige oder feste organische Stoffe, die die bivalente Struktur -O-O- enthalten und als Wasserstoffperoxid-Derivate gelten können, bei denen eines der Wasserstoffatome oder beide durch organische Radikale ersetzt wurden. Der Begriff organische Peroxide umfasst auch Gemische (Formulierungen) mit mindestens einem organischen Peroxid. Organische Peroxide sind thermisch instabile Stoffe oder Gemische, die einer selbstbeschleunigenden exothermen Zersetzung unterliegen können. Ferner können sie eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften aufweisen:

i) 

zu explosiver Zersetzung neigen,

ii) 

schnell brennen,

iii) 

schlag- oder reibempfindlich sein,

iv) 

mit anderen Stoffen gefährlich reagieren.

2.15.1.2. Ein organisches Peroxid wird als Stoff oder Gemisch mit explosiven Eigenschaften angesehen, wenn das Gemisch (die Formulierung) im Laborversuch dazu neigt, zu detonieren, schnell zu deflagrieren oder bei Erhitzen unter Einschluss eine heftige Wirkung zu zeigen.

2.15.2.   Einstufungskriterien

2.15.2.1. Alle organischen Peroxide sind dieser Klasse zuzuordnen, außer:

a) 

sie enthalten nicht mehr als 1,0  % Aktivsauerstoff und höchstens 1,0  % Wasserstoffperoxid, oder

b) 

sie enthalten nicht mehr als 0,5  % Aktivsauerstoff und mehr als 1,0  % jedoch höchstens 7,0  % Wasserstoffperoxid.

Hinweis:

Der Aktivsauerstoffgehalt ( %) eines Gemisches eines organischen Peroxids ergibt sich aus der folgenden Formel:

image

wobei gilt:

ni

=

Anzahl der Peroxidgruppen pro Molekül des organischen Peroxids i

ci

=

Konzentration (in Massenprozent) des organischen Peroxids i

mi

=

molekulare Masse des organischen Peroxids i

2.15.2.2. Organische Peroxide sind anhand folgender Grundsätze in eine der sieben Kategorien „Typ A bis Typ G“ dieser Klasse einzustufen:

a) 

Alle organischen Peroxide, die in der Verpackung detonieren oder schnell deflagrieren können, gelten als organische Peroxide des TYPS A.

b) 

Alle organischen Peroxide, die explosive Eigenschaften haben und in der Verpackung weder detonieren noch schnell deflagrieren, aber in dieser Verpackung zur thermischen Explosion neigen, gelten als organische Peroxide des TYPS B.

c) 

Alle organischen Peroxide, die explosive Eigenschaften haben, aber in der Verpackung weder detonieren noch schnell deflagrieren oder thermisch explodieren können, gelten als organische Peroxide des TYPS C.

d) 

Alle organischen Peroxide, die im Laborversuch

i) 

teilweise detonieren, nicht schnell deflagrieren und bei Erhitzen unter Einschluss keine heftige Wirkung zeigen oder

ii) 

überhaupt nicht detonieren, langsam deflagrieren und bei Erhitzen unter Einschluss keine heftige Wirkung zeigen oder

iii) 

überhaupt nicht detonieren oder deflagrieren und bei Erhitzen unter Einschluss eine mittlere Wirkung zeigen,

gelten als organische Peroxide des TYPS D.

e) 

Alle organischen Peroxide, die im Laborversuch nicht detonieren, überhaupt nicht deflagrieren und bei Erhitzen unter Einschluss geringe oder keine Wirkung zeigen, gelten als organische Peroxide des TYPS E.

f) 

Alle organischen Peroxide, die im Laborversuch nicht im kavitierten Zustand detonieren, überhaupt nicht deflagrieren und bei Erhitzen unter Einschluss nur geringe oder keine Wirkung sowie eine geringe oder keine explosive Kraft zeigen, gelten als organische Peroxide des TYPS F.

g) 

Alle organischen Peroxide, die im Laborversuch nicht im kavitierten Zustand detonieren, überhaupt nicht deflagrieren und bei Erhitzen unter Einschluss keinerlei Wirkung und auch keine explosive Kraft zeigen, gelten als organische Peroxide des TYPS G, vorausgesetzt sie sind thermisch stabil (d. h. die Temperatur der selbstbeschleunigenden Zersetzung für ein 50-kg-Versandstück liegt bei 60 oC oder mehr ( 9 ) und im Fall flüssiger Gemische wird ein Verdünnungsmittel mit einem Siedepunkt von mindestens 150 oC zur Desensibilisierung verwendet. Ist das Gemisch thermisch instabil oder wird ein Verdünnungsmittel mit einem Siedepunkt unter 150 oC zur Desensibilisierung verwendet, gilt das Gemisch als organisches Peroxid des TYPS F.

Wird die Prüfung in der verpackten Form durchgeführt und die Verpackung dann verändert, ist eine weitere Prüfung vorzunehmen, falls davon auszugehen ist, dass die Veränderung der Verpackung das Prüfergebnis beeinflusst.

2.15.2.3.   Kriterien für die Temperaturkontrolle

Für folgende organische Peroxide ist eine Temperaturkontrolle erforderlich:

a) 

organische Peroxide der Typen B und C mit einer SADT von ≤ 50 oC,

b) 

organische Peroxide des Typs D, die bei Erhitzen unter Einschluss eine mittlere Wirkung zeigen ( 10 ) und deren SADT ≤ 50 oC ist oder die bei Erhitzen unter Einschluss geringe oder keine Wirkung zeigen und deren SADT ≤ 45 oC ist, und

c) 

organische Peroxide der Typen E und F mit einer SADT von ≤ 45 oC.

Die Prüfverfahren zur SADT-Bestimmung und die Ableitung von Kontroll- und Notfalltemperaturen sind in den ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch für Prüfungen und Kriterien, Teil II Abschnitt 28, angegeben. Die ausgewählte Prüfung ist so durchzuführen, dass sie sowohl für die Größe als auch für das Material der Verpackung repräsentativ ist.

2.15.3.   Gefahrenkommunikation

Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 2.15.1 zu verwenden.

▼M12



Tabelle 2.15.1

Kennzeichnungselemente für organische Peroxide

Einstufung

Typ A

Typ B

Typen C & D

Typen E & F

Typ G

GHS-Piktogramm

image

image

image

image

Dieser Gefahrenkategorie sind keine Kennzeichnungselemente zugeordnet.

Signalwort

Gefahr

Gefahr

Gefahr

Achtung

Gefahrenhinweis

H240: Erwärmung kann Explosion verursachen

H241: Erwärmung kann Brand oder Explosion verursachen

H242: Erwärmung kann Brand verursachen

H242: Erwärmung kann Brand verursachen

Sicherheitshinweise — Prävention

P210

P234

P235

P240

P280

P210

P234

P235

P240

P280

P210

P234

P235

P240

P280

P210

P234

P235

P240

P280

Sicherheitshinweise — Reaktion

P370 + P372 + P380 + P373

P370 + P380 + P375 [+ P378] (1)

P370 + P378

P370 + P378

 

Sicherheitshinweise — Lagerung

P403

P410

P411

P420

P403

P410

P411

P420

P403

P410

P411

P420

P403

P410

P411

P420

 

Sicherheitshinweise — Entsorgung

P501

P501

P501

P501

 

(1)   Die Einleitung von Anhang IV gibt genaueren Aufschluss über die Verwendung eckiger Klammern.

▼B

Dem Typ G sind zwar keine Elemente der Gefahrenkommunikation zugewiesen, doch kommt er für Eigenschaften in Frage, die unter andere Gefahrenklassen fallen.

2.15.4.   Zusätzliche Hinweise für die Einstufung

2.15.4.1. Organische Peroxide werden definitionsgemäß aufgrund ihrer chemischen Struktur und ihres Gehalts an Aktivsauerstoff und an Wasserstoffperoxid eingestuft (siehe Abschnitt 2.15.2.1). Die Eigenschaften organischer Peroxide, die für ihre Einstufung benötigt werden, sind mit Versuchen zu bestimmen. Die Einstufung organischer Peroxide ist anhand der Prüfserien A bis H der ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch für Prüfungen und Kriterien, Teil II, vorzunehmen. Das Einstufungsverfahren ist in Abbildung 2.15.1 dargestellt.

2.15.4.2. Gemische aus bereits eingestuften organischen Peroxiden können als derselbe Typ organisches Peroxid eingestuft werden wie ihr gefährlichster Bestandteil. Da zwei stabile Bestandteile jedoch ein thermisch instabileres Gemisch bilden können, ist die Temperatur der selbstbeschleunigenden Zersetzung (SADT) des Gemisches zu bestimmen.

Hinweis: Die Summe der einzelnen Bestandteile kann gefährlicher sein als die Einzelbestandteile.

▼M12

Abbildung 2.15.1

Organische Peroxide

image

▼B

2.16.   Korrosiv gegenüber Metallen

2.16.1.   Begriffsbestimmung

Gegenüber Metallen korrosive Stoffe oder Gemische: Stoffe oder Gemische, die auf Metalle chemisch einwirken und sie beschädigen oder sogar zerstören.

2.16.2.   Einstufungskriterien

2.16.2.1.  ►C4  Stoffe oder Gemische, die gegenüber Metallen korrosiv sind, werden anhand der Prüfung der ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch für Prüfungen und Kriterien, Teil III Abschnitt 37 Unterabschnitt 37.4, nach der Tabelle 2.16.1 in eine einzige Kategorie dieser Klasse eingestuft: ◄



Tabelle 2.16.1

Kriterien für Stoffe und Gemische, die gegenüber Metallen korrosiv sind

Kategorie

Kriterien

1

Bei Prüfung an beiden Werkstoffen übersteigt bei einer Prüftemperatur von 55 oC die Korrosionsrate auf Stahl- oder Aluminiumoberflächen 6,25  mm pro Jahr.

Hinweis:

Ergibt bereits die erste Prüfung an Stahl oder an Aluminium, dass der geprüfte Stoff oder das geprüfte Gemisch korrodierend wirkt, ist keine weitere Prüfung an dem anderen Metall erforderlich.

2.16.3.   Gefahrenkommunikation

Bei Stoffen und Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 2.16.2 zu verwenden.



Tabelle 2.16.2

Kennzeichnungselemente für Stoffe und Gemische, die gegenüber Metallen korrosiv sind

Einstufung

Kategorie 1

GHS-Piktogramm

image

Signalwort

Achtung

Gefahrenhinweis

H290: Kann gegenüber Metallen korrosiv sein

Sicherheitshinweise — Prävention

P234

Sicherheitshinweise — Reaktion

P390

Sicherheitshinweise — Lagerung

P406

Sicherheitshinweise — Entsorgung

 

▼M4

Hinweis:

Wenn ein Stoff oder ein Gemisch als korrosiv gegenüber Metallen, aber nicht als haut- und/oder augenätzend eingestuft ist, sind die Kennzeichnungsvorschriften nach Abschnitt 1.3.6 anzuwenden.

▼B

2.16.4.   Zusätzliche Hinweise für die Einstufung

2.16.4.1. Die Korrosionsrate kann nach dem Prüfverfahren der ►M4  UN RTDG ◄ , Handbuch für Prüfungen und Kriterien, Teil III Unterabschnitt 37.4, gemessen werden. Die Versuchsproben müssen aus folgendem Material bestehen:

a) 

zur Prüfung von Stahl aus den Stahltypen

— 
S235JR+CR (1.0037 bzw. St 37-2),
— 
S275J2G3+CR (1.0144 bzw. St 44-3), ISO 3574 in der aktuellen Ausgabe, Unified Numbering System (UNS) G 10200 oder SAE 1020;
b) 

zur Prüfung von Aluminium aus den unbeschichteten Typen 7075-T6 oder AZ5GU-T6.

3.   TEIL 3: GESUNDHEITSGEFAHREN

3.1.   Akute Toxizität

3.1.1.   Begriffsbestimmung

3.1.1.1. Akute Toxizität: jene schädliche Wirkungen, die auftreten, wenn ein Stoff oder Gemisch in einer Einzeldosis oder innerhalb von 24 Stunden in mehreren Dosen oral oder dermal verabreicht oder 4 Stunden lang eingeatmet wird.

3.1.1.2. Die Gefahrenklasse akute Toxizität wird differenziert nach:

— 
akuter oraler Toxizität,
— 
akuter dermaler Toxizität,
— 
akuter inhalativer Toxizität.

3.1.2.   Kriterien für die Einstufung von Stoffen als akut toxisch

▼M2

3.1.2.1.  ►M12  Stoffe können nach ihrer akuten Toxizität bei oraler, dermaler oder inhalativer Exposition gemäß den numerischen Kriterien von Tabelle 3.1.1 einer von vier Gefahrenkategorien zugeordnet werden. ◄ Die akute Toxizität wird als (approximativer) LD50- (oral, dermal) oder LC50-Wert (inhalativ) oder als Schätzwert Akuter Toxizität (acute toxicity estimate — ATE) ausgedrückt. Im Anschluss an Tabelle 3.1.1 finden sich genauere Erläuterungen.



Tabelle 3.1.1

Gefahrenkategorien der akuten Toxizität und Schätzwerte Akuter Toxizität (ATE) zur Festlegung der betreffenden Kategorien

Expositionsweg

Kategorie 1

Kategorie 2

Kategorie 3

Kategorie 4

oral (mg/kg Körpergewicht)

ATE ≤ 5

5 < ATE ≤ 50

50 < ATE ≤ 300

300 < ATE ≤ 2 000

siehe:

Hinweis a

Hinweis b

dermal (mg/kg Körpergewicht)

ATE ≤ 50

50 < ATE ≤ 200

200 < ATE ≤ 1 000

1 000 < ATE ≤ 2 000

siehe:

Hinweis a

Hinweis b

Gase (ppmV (*1))

ATE ≤ 100

100 < ATE ≤ 500

500 < ATE ≤ 2 500

2 500 < ATE ≤ 20 000

siehe:

Hinweis a

Hinweis b

Hinweis c

Dämpfe (mg/l)

ATE ≤ 0,5

0,5 < ATE ≤ 2,0

2,0 < ATE ≤ 10,0

10,0 < ATE ≤ 20,0

siehe:

Hinweis a

Hinweis b

Hinweis c

Hinweis d

Stäube und Nebel (mg/l)

ATE ≤ 0,05

0,05 < ATE ≤ 0,5

0,5 < ATE ≤ 1,0

1,0 < ATE ≤ 5,0

siehe:

Hinweis a

Hinweis b

Hinweis c

(*1)   Die Konzentration von Gasen wird in Teilen je Million und Volumen (ppmV) ausgedrückt.

Hinweise zu Tabelle 3.1.1:

a) 

Den Schätzwert Akuter Toxizität (ATE) zur Einstufung eines Stoffes erhält man durch Verwendung der LD50-/LC50-Werte, falls verfügbar.

b) 

Den Schätzwert Akuter Toxizität (ATE) zur Einstufung eines Stoffes in einem Gemisch erhält man durch Verwendung:

— 
der LD50-/LC50-Werte, falls verfügbar,
— 
des entsprechenden Umrechnungswerts aus Tabelle 3.1.2, der sich auf die Ergebnisse einer Dosisbereichsprüfung bezieht, oder
— 
des entsprechenden Umrechnungswerts aus Tabelle 3.1.2, der sich auf eine Einstufungskategorie bezieht.

▼M4

c) 

Die in der Tabelle verwendeten Bereiche der Schätzwerte Akuter Toxizität (ATE) bei Inhalationstoxizität beruhen auf einer vierstündigen Exposition. Vorliegende Daten über die Inhalationstoxizität, die aus einer einstündigen Exposition gewonnen wurden, lassen sich umrechnen, indem man sie bei Gasen und Dämpfen durch den Faktor 2, bei Stäuben und Nebeln durch den Faktor 4 teilt.

▼M2

d) 

Bei manchen Stoffen besteht die Prüfatmosphäre nicht nur aus einem Dampf, sondern aus einer Mischung aus flüssigen und gasförmigen Phasen. Bei anderen Stoffen kann die Prüfatmosphäre aus einem nahezu gasförmigen Dampf bestehen. In diesen Fällen wird wie folgt nach ppmV-Werten eingestuft: Kategorie 1 (100 ppmV), Kategorie 2 (500 ppmV), Kategorie 3 (2 500 ppmV), Kategorie 4 (20 000 ppmV).

Die Begriffe „Staub“, „Nebel“ und „Dampf“ sind wie folgt definiert:

— 
Staub: in einem Gas (in der Regel in Luft) schwebende feste Teilchen eines Stoffes oder Gemisches;
— 
Nebel: in einem Gas (in der Regel in Luft) schwebende flüssige Tröpfchen eines Stoffes oder Gemisches;
— 
Dampf: die gasförmige Phase eines Stoffes oder Gemisches, die aus der flüssigen oder festen Phase hervorgegangen ist.

Staub entsteht normalerweise durch mechanische Vorgänge. Nebel bildet sich in der Regel durch Kondensation übersättigter Dämpfe oder durch physikalische Scherung von Flüssigkeiten. Stäube und Nebel weisen normalerweise Teilchengrößen zwischen unter 1 und rund 100 μm auf.

▼B

3.1.2.2.   Besondere Hinweise für die Einstufung von Stoffen als akut toxisch

3.1.2.2.1 Die bevorzugte Tierart für Prüfungen zur Beurteilung der akuten Toxizität bei oraler und inhalativer Exposition ist die Ratte, bei der Beurteilung der akuten dermalen Toxizität ist es die Ratte oder das Kaninchen. Liegen von mehreren Tierarten Versuchsdaten zur akuten Toxizität vor, dann ist mittels wissenschaftlichen Sachverstandes der angemessenste LD50-Wert aus den gültigen, ordnungsgemäß durchgeführten Prüfungen auszuwählen.

3.1.2.3.   Besondere Hinweise für die Einstufung von Stoffen als akut inhalationstoxisch

3.1.2.3.1 Die Maßeinheit für die Inhalationstoxizität hängt von der Form des eingeatmeten Materials ab. Bei Staub und Nebel lauten die Werte auf mg/l, bei Gasen auf ppmV. Um die Schwierigkeiten bei der Prüfung von Dämpfen zu berücksichtigen, die manchmal aus Gemischen von flüssigen und gasförmigen Phasen bestehen können, sind die Tabellenwerte als mg/l angegeben. Bei den Dämpfen, die der gasförmigen Phase näher sind, beruht die Einstufung dagegen auf ppmV.

3.1.2.3.2  ►M12  Bei der Einstufung der Inhalationstoxizität ist es besonders wichtig, in den höchsten Gefahrenkategorien für Staub und Nebel aussagekräftige Werte zu verwenden. ◄ Eingeatmete Teilchen mit einem Massenmedianwert des aerodynamischen Durchmessers (MMAD) zwischen einem und vier Mikrometern deponieren in sämtlichen Bereichen der Atemwege einer Ratte. Solche Partikelgrößenverteilungen entsprechen einer Maximaldosis von etwa 2 mg/l. Damit die Ergebnisse der Tierversuche auf die Exposition von Menschen übertragen werden können, sollten Staub und Nebel idealerweise in diesem Bereich an Ratten getestet werden.

3.1.2.3.3 Zusätzlich zur Einstufung der Inhalationstoxizität ist der Stoff oder das Gemisch auch als „Ätzend für die Atemwege“ zu kennzeichnen, wenn die Datenlage darauf hindeutet, dass der Wirkungsmechanismus in einer Ätzwirkung besteht (siehe Anmerkung 1 in 3.1.4.1). Die Ätzwirkung auf die Atemwege ist analog zur Ätzwirkung auf die Haut definiert als Gewebezerstörung der Atemwege nach einer einmaligen und zeitlich begrenzten Exposition; dazu gehört auch die Zerstörung der Schleimhaut. Die Bewertung der Ätzwirkung kann auf einer Beurteilung durch Experten beispielsweise auf folgenden Nachweisen beruhen: Erfahrungen bei Mensch und Tier, vorhandene (in vitro)Daten, pH-Wert, Informationen zu ähnlichen Stoffen oder andere aussagekräftige Daten.

3.1.3.   Kriterien zur Einstufung von Gemischen als akut toxisch

3.1.3.1. Die in Abschnitt 3.1.2 aufgeführten Kriterien für die Einstufung von Stoffen nach ihrer akuten Toxizität beruhen auf (in Versuchen gewonnenen oder abgeleiteten) Daten zur letalen Dosis. Bei Gemischen müssen Informationen gewonnen oder abgeleitet werden, die es ermöglichen, die Kriterien zwecks Einstufung auf das Gemisch anzuwenden. Die Einstufung nach der akuten Toxizität erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren und hängt davon ab, wie umfangreich die verfügbaren Informationen zu dem Gemisch selbst und seinen Bestandteilen sind. Das Flussdiagramm in Abbildung 3.1.1 zeigt die einzelnen Schritte des Verfahrens.

▼M2

3.1.3.2. Bei der akuten Toxizität ist jeder Expositionsweg zur Einstufung von Gemischen zu betrachten, erforderlich ist allerdings nur ein Expositionsweg, sofern dieser bei allen Bestandteilen befolgt (abgeleitet oder geprüft) wird und es keine stichhaltigen Belege für eine akute Toxizität auf mehreren Expositionswegen gibt. Falls stichhaltige Belege für eine akute Toxizität auf mehreren Expositionswegen bestehen, ist die Einstufung für alle relevanten Expositionswege durchzuführen. Alle verfügbaren Informationen sind zu berücksichtigen. Es ist das Gefahrenpiktogramm und das Signalwort zu verwenden, welches der schwerwiegendsten Gefahrenkategorie zugeordnet ist, und es sind alle zutreffenden Gefahrenhinweise zu verwenden.

▼B

3.1.3.3. Um alle verfügbaren Daten zur Einstufung der Gefahren von Gemischen zu nutzen, wurden bestimmte Annahmen getroffen, die gegebenenfalls im mehrstufigen Verfahren angewandt werden:

a) 

Als „relevante Bestandteile“ eines Gemisches gelten jene, die in Konzentrationen von 1 % (in Gewichtsprozent (w/w) bei Feststoffen, Flüssigkeiten, Stäuben, Nebeln und Dämpfen; in Volumenprozent (v/v) bei Gasen) oder mehr vorliegen, sofern kein Anlass zu der Annahme besteht, dass ein in einer Konzentration von weniger als 1 % enthaltener Bestandteil dennoch für die Einstufung des Gemisches aufgrund seiner akuten Toxizität relevant ist. (siehe Tabelle 1.1)

b) 

Wird ein eingestuftes Gemisch als Bestandteil eines anderen Gemisches verwendet, kann die tatsächliche oder abgeleitete Schätzung Akuter Toxizität (ATE) dieses Gemisches verwendet werden, wenn die Einstufung des neuen Gemisches anhand der Formeln von Abschnitt 3.1.3.6.1 und Abschnitt 3.1.3.6.2.3 berechnet wird

▼M2

c) 

Liegen die umgerechneten Punktschätzungen der akuten Toxizität für alle Bestandteile eines Gemisches in derselben Kategorie, dann sollte das Gemisch in diese Kategorie eingestuft werden

d) 

Sind für Bestandteile eines Gemisches nur Ergebnisse von Dosisbereichsprüfungen (oder Informationen über die Gefahrenkategorie der akuten Toxizität) verfügbar, können sie zur Berechnung der die Einstufung des neuen Gemisches mit Hilfe der Formeln aus den Abschnitten 3.1.3.6.1 und 3.1.3.6.2.3 gemäß Tabelle 3.1.2 in Punktschätzungen umgerechnet werden.

▼B

Abbildung 3.1.1

Mehrstufiges Verfahren zur Einstufung von Gemischen bezüglich ihrer akuten Toxizität

image

3.1.3.4.   Einstufung von Gemischen, bei denen Daten zur akuten Toxizität für das komplette Gemisch vorliegen

3.1.3.4.1. Wurde das Gemisch selbst auf seine akute Toxizität geprüft, wird es nach denselben Kriterien wie Stoffe gemäß Tabelle 3.1.1 eingestuft. Liegen keine Prüfdaten für das Gemisch vor, sind die nachstehenden Verfahren anzuwenden.

3.1.3.5.   Einstufung von Gemischen, bei denen keine Daten zur akuten Toxizität für das komplette Gemisch vorliegen: Übertragungsgrundsätze

3.1.3.5.1. Wurde das Gemisch selbst nicht auf seine akute Toxizität geprüft, liegen jedoch ausreichende Daten über seine einzelnen Bestandteile und über ähnliche geprüfte Gemische vor, um die Gefahren des Gemisches angemessen zu beschreiben, dann sind diese Daten nach Maßgabe der Übertragungsvorschriften des Abschnitts 1.1.3 zu verwenden.

▼M2

3.1.3.5.2. Wird ein geprüftes Gemisch verdünnt, wobei der Verdünner in eine gleichwertige oder niedrigere Toxizitätskategorie eingestuft wurde als der am wenigsten toxische Bestandteil des Ausgangsgemisches, und ist nicht davon auszugehen, dass das Verdünnungsmittel die Toxizität anderer Bestandteile beeinflusst, dann kann das neue Gemisch als ebenso toxisch wie das Ausgangsgemisch eingestuft werden. Alternativ kann die in Abschnitt 3.1.3.6.1 dargelegte Formel angewandt werden.

▼B

3.1.3.6.   Einstufung von Gemischen auf Basis ihrer Bestandteile (Additivitätsformel)

3.1.3.6.1.    Für alle Bestandteile sind Daten verfügbar

Damit eine genaue Einstufung des Gemisches gewährleistet und die Berechnung nur einmal für alle Systeme, Sektoren und Kategorien erforderlich ist, sind die Schätzwerte Akuter Toxizität (ATE) der Bestandteile wie folgt zu berücksichtigen:

a) 

►M12  Bestandteile mit einer bekannten akuten Toxizität, die unter eine der akuten Gefahrenkategorien von Tabelle 3.1.1 fallen, sind einzubeziehen; ◄

b) 

Bestandteile, bei denen man keine akute Toxizität annimmt (z. B. Wasser, Zucker), bleiben unberücksichtigt;

▼M2

c) 

Bestandteile bleiben unberücksichtigt, wenn die verfügbaren Daten aus einem Limit-Dose-Test stammen (mit der Dosierung durchgeführt, die für den jeweiligen Expositionsweg gemäß Tabelle 3.1.1 die obere Einstufungsgrenze für Kategorie 4 darstellt) und keine akute Toxizität zeigen.

Bestandteile, die unter diesen Absatz fallen, gelten als Bestandteile mit bekannten Schätzwerten Akuter Toxizität (ATE). Dabei sind Hinweis b zu Tabelle 3.1.1 und Abschnitt 3.1.3.3 für die richtige Anwendung der verfügbaren Daten in der nachstehenden Gleichung sowie Abschnitt 3.1.3.6.2.3 zu beachten.

▼B

Die ATE des Gemisches wird für die orale, die dermale oder die inhalative Toxizität nach folgender Formel aus den ATE-Werten aller relevanten Bestandteile errechnet:

image

wobei gilt:

Ci

=

Konzentration von Bestandteil i ( % w/w oder % v/v)

i

=

der einzelne Bestandteil von 1 bis n

n

=

die Anzahl der Bestandteile

ATEi

=

Schätzwert Akuter Toxizität von Bestandteil i

3.1.3.6.2.    Einstufung von Gemischen, wenn nicht für alle Bestandteile Daten verfügbar sind

3.1.3.6.2.1 Ist für einen Einzelbestandteil des Gemisches kein ATE verfügbar, lässt sich jedoch aus verfügbaren Informationen der nachstehend aufgeführten Art ein abgeleiteter Umrechnungswert wie die Werte nach Tabelle 3.1.2 gewinnen, darf die Formel von Abschnitt 3.1.3.6.1 angewandt werden.

Dazu gehört die Bewertung folgender Aspekte:

a) 

Extrapolierung zwischen den Schätzwerten Akuter Toxizität für die orale, dermale und inhalative Toxizität ( 11 ). Für eine solche Bewertung können geeignete pharmakodynamische und pharmakokinetische Daten erforderlich sein;

b) 

Erfahrungen beim Menschen, die auf toxische Wirkungen hindeuten, aber keine Daten zur letalen Dosis ergeben;

c) 

Befunde aus anderen verfügbaren Toxizitätsprüfungen, die auf akut toxische Wirkungen hindeuten, aber nicht unbedingt Daten zur letalen Dosis ergeben; oder

d) 

Daten von strukturell nah verwandten Stoffen unter Verwendung von Struktur-Wirkungs-Beziehungen.

Dieses Vorgehen erfordert in der Regel umfangreiche ergänzende technische Informationen und einen gut ausgebildeten erfahrenen Experten (zur Beurteilung durch Experten siehe Abschnitt 1.1.1), um die akute Toxizität zuverlässig abzuschätzen. Liegen solche Informationen nicht vor, ist nach Abschnitt 3.1.3.6.2.3 weiter zu verfahren.

▼M4

3.1.3.6.2.2. Falls in einem Gemisch ein Bestandteil, für den keinerlei für die Einstufung verwertbare Informationen vorliegen, in einer Konzentration von ≥ 1 % verwendet wird, gilt der Schluss, dass sich dem Gemisch kein endgültiger Schätzwert Akuter Toxizität zuordnen lässt. In diesem Fall muss das Gemisch ausschließlich anhand der bekannten Bestandteile eingestuft werden und folgenden zusätzlichen Hinweis auf dem Kennzeichnungsschild und im Sicherheitsdatenblatt tragen: „x Prozent des Gemisches bestehen aus einem oder mehreren Bestandteilen unbekannter Toxizität“; die Bestimmungen von Abschnitt 3.1.4.2 sind zu berücksichtigen.

3.1.3.6.2.3. Beträgt die Gesamtkonzentration der Bestandteile unbekannter akuter Toxizität ≤ 10 %, ist die Formel in Abschnitt 3.1.3.6.1 anzuwenden. Beträgt die Gesamtkonzentration der Bestandteile unbekannter akuter Toxizität > 10 %, ist die Formel in Abschnitt 3.1.3.6.1 zu korrigieren und wie folgt an den Gesamtprozentsatz unbekannter Bestandteile anzupassen:

image

▼B



Tabelle 3.1.2

▼M2

Umrechnungswerte der im Versuch ermittelten akuten Toxizitätsbereiche (oder der Gefahrenkategorien akuter Toxizität) zur Verwendung in den Formeln für die Einstufung von Gemischen

▼B

Expositionsweg

Einstufungskategorie oder im Versuch ermittelter Bereich der ATE

Umrechnungswert der akuten Toxizität

(siehe Hinweis 1)

oral

(mg/kg Körpergewicht)

0 < Kategorie 1 ≤ 5

5 < Kategorie 2 ≤ 50

50 < Kategorie 3 ≤ 300

300 < Kategorie 4 ≤ 2 000

0,5

5

100

500

dermal

(mg/kg Körpergewicht)

0 < Kategorie 1 ≤ 50

50 < Kategorie 2 ≤ 200

200 < Kategorie 3 ≤ 1 000

1 000 < Kategorie 4 ≤ 2 000

5

50

300

1 100

Gase

(ppmV)

0 < Kategorie 1 ≤ 100

100 < Kategorie 2 ≤ 500

500 < Kategorie 3≤ 2 500

2 500 < Kategorie 4 ≤ 20 000

10

100

700

4 500

Dämpfe

(mg/l)

0 < Kategorie 1 ≤ 0,5

0,5 < Kategorie 2 ≤ 2,0

2,0 < Kategorie 3 ≤ 10,0

10,0 < Kategorie 4 ≤ 20,0

0,05

0,5

3

11

Stäube/Nebel

(mg/l)

0 < Kategorie 1 ≤ 0,05

0,05 < Kategorie 2 ≤ 0,5

0,5 < Kategorie 3 ≤ 1,0

1,0 < Kategorie 4 ≤ 5,0

0,005

0,05

0,5

1,5

Hinweis 1:

Diese Werte sind für die Berechnung der ATE zur Einstufung eines Gemisches aufgrund seiner Bestandteile gedacht und stellen keine Prüfergebnisse dar.

3.1.4.   Gefahrenkommunikation

3.1.4.1. Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 3.1.3 zu verwenden. ►M2  Unbeschadet Artikel 27 können kombinierte Gefahrenhinweise nach Anhang III verwendet werden. ◄

▼M4



Tabelle 3.1.3

Kennzeichnungselemente für die akute Toxizität

Einstufung

Kategorie 1

Kategorie 2

Kategorie 3

Kategorie 4

GHS-Piktogramm

image

image

image

image

Signalwort

Gefahr

Gefahr

Gefahr

Achtung

Gefahrenhinweis:

— oral

H300: Lebensgefahr bei Verschlucken

H300: Lebensgefahr bei Verschlucken

H301: Giftig bei Verschlucken

H302: Gesundheits-schädlich bei Verschlucken

—  dermal

H310: Lebensgefahr bei Hautkontakt

H310: Lebensgefahr bei Hautkontakt

H311: Giftig bei Hautkontakt

H312: Gesundheits-schädlich bei Hautkontakt

—  inhalativ

(s. Hinweis 1)

H330: Lebensgefahr bei Einatmen

H330: Lebensgefahr bei Einatmen

H331: Giftig bei Einatmen

H332: Gesundheits-schädlich bei Einatmen

Sicherheitshinweise — Prävention (oral)

P264

P270

P264

P270

P264

P270

P264

P270

Sicherheitshinweise — Reaktion (oral)

P301 + P310

P321

P330

P301 + P310

P321

P330

P301 + P310

P321

P330

P301 + P312

P330

Sicherheitshinweise — Lagerung (oral)

P405

P405

P405

 

Sicherheitshinweise — Entsorgung (oral)

P501

P501

P501

P501

Sicherheitshinweise — Prävention (dermal)

P262

P264

P270

P280

P262

P264

P270

P280

P280

P280

Sicherheitshinweise — Reaktion (dermal)

P302 + P352

P310

P321

P361 + P364

P302 + P352

P310

P321

P361 + P364

P302 + P352

P312

P321

P361 + P364

P302 + P352

P312

P321

P362 + P364

Sicherheitshinweise — Lagerung (dermal)

P405

P405

P405

 

Sicherheitshinweise — Entsorgung (dermal)

P501

P501

P501

P501

Sicherheitshinweise — Prävention (inhalativ)

P260

P271

P284

P260

P271

P284

P261

P271

P261

P271

Sicherheitshinweise — Reaktion (inhalativ)

P304 + P340

P310

P320

P304 + P340

P310

P320

P304 + P340

P311

P321

P304 + P340

P312

Sicherheitshinweise — Lagerung (inhalativ)

P403 + P233

P405

P403 + P233

P405

P403 + P233

P405

 

Sicherheitshinweise — Entsorgung (inhalativ)

P501

P501

P501

 

▼B

Hinweis 1:

Zusätzlich zur Einstufung der Inhalationstoxizität ist der Stoff oder das Gemisch auch mit EUH071: „Wirkt ätzend auf die Atemwege“ zu kennzeichnen, wenn die Daten darauf hindeuten, dass die Toxizität auf einer Ätzwirkung beruht (Genaueres dazu unter Abschnitt 3.1.2.3.3). Neben dem entsprechenden Piktogramm für akute Toxizität kann auch ein Piktogramm für Ätzwirkung (für Haut und Augen genutzt) zusammen mit dem Hinweis „Wirkt ätzend auf die Atemwege“ hinzugefügt werden.

Hinweis 2:

Falls in einem Gemisch ein Bestandteil, für den keinerlei verwertbare Informationen vorliegen, in einer Konzentration von 1 % oder mehr verwendet wird, muss das Gemisch folgenden zusätzlichen Hinweis tragen: „x Prozent des Gemisches bestehen aus einem oder mehreren Bestandteilen von unbekannter Toxizität“ (Genaueres dazu unter Abschnitt 3.1.3.6.2.2).

▼M4

3.1.4.2. Bei den Gefahrenhinweisen für akute Toxizität werden die Gefahren nach Expositionsweg unterschieden. Diese Differenzierung sollte sich auch in der Angabe der Einstufung aufgrund der akuten Toxizität widerspiegeln. Wird ein Stoff oder ein Gemisch für mehr als einen Expositionsweg eingestuft, so sollten alle relevanten Einstufungen gemäß Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 auf dem Sicherheitsdatenblatt und die einschlägigen Elemente der Gefahrenkommunikation wie in Abschnitt 3.1.3.2 vorgeschrieben auf dem Kennzeichnungsetikett angegeben werden. Ist der Hinweis „x Prozent des Gemisches bestehen aus einem oder mehreren Bestandteilen unbekannter akuter Toxizität“ gemäß Abschnitt 3.1.3.6.2.2 zu verwenden, können die Angaben auf dem Sicherheitsdatenblatt ebenfalls anhand des Expositionswegs differenziert werden. Zum Beispiel: „x Prozent des Gemisches bestehen aus einem oder mehreren Bestandteilen unbekannter akuter oraler Toxizität“ und „x Prozent des Gemisches bestehen aus einem oder mehreren Bestandteilen unbekannter akuter dermaler Toxizität“.

▼M12

3.2.    Ätzwirkung auf die Haut/Hautreizung

3.2.1.    Begriffsbestimmungen und allgemeine Erwägungen

3.2.1.1.

Ätzwirkung auf die Haut : das Erzeugen einer irreversiblen Hautschädigung, d. h. einer offensichtlichen, durch die Epidermis bis in die Dermis reichenden Nekrose nach Auftragen einer Prüfsubstanz für eine Dauer von bis zu 4 Stunden. Reaktionen auf Ätzwirkungen sind durch Geschwüre, Blutungen, blutige Verschorfungen und am Ende des Beobachtungszeitraums von 14 Tagen als Verfärbung durch Ausbleichen der Haut, komplett haarlose Bereiche und Narben gekennzeichnet. Unklare Schädigungen sind durch histopathologische Untersuchungen abzuklären.

Hautreizung : das Erzeugen einer reversiblen Hautschädigung nach Auftragen einer Prüfsubstanz für eine Dauer von bis zu 4 Stunden.

3.2.1.2.

Im Zuge eines mehrstufigen Verfahrens sind vorrangig vorhandene Humandaten, danach vorhandene Tierversuchsdaten, gefolgt von In-vitro-Daten, und schließlich andere Informationsquellen heranzuziehen. Entsprechen die Daten den Kriterien, führt dies unmittelbar zur Einstufung. In einigen Fällen erfolgt die Einstufung eines Stoffs oder Gemischs anhand einer Ermittlung der Beweiskraft innerhalb einer Stufe. Im Zuge eines reinen Verfahrens mit Ermittlung der Beweiskraft werden alle verfügbaren Informationen zur Ermittlung der Ätz-/Reizwirkung auf die Haut zusammen betrachtet, einschließlich der Ergebnisse geeigneter validierter In-vitro-Tests, einschlägiger Tierversuchsdaten und Humandaten, wie z. B. epidemiologische und klinische Studien, sowie gut dokumentierte Fallberichte und Beobachtungen (siehe Anhang I Teil 1 Abschnitte 1.1.1.3, 1.1.1.4 und 1.1.1.5).

3.2.2.    Einstufungskriterien für Stoffe

Stoffe sind in eine der folgenden beiden Kategorien innerhalb dieser Gefahrenklasse einzustufen:

a)) 

Kategorie 1 (Ätzwirkung auf die Haut)

Diese Kategorie wird in drei Unterkategorien (1A, 1B, 1C) unterteilt. Ätzende Stoffe sind in die Kategorie 1 einzustufen, wenn die Daten für die Einstufung in eine Unterkategorie nicht ausreichen. Bei ausreichender Datenlage werden Stoffe in eine der drei Unterkategorien 1A, 1B oder 1C eingestuft (siehe Tabelle 3.2.1).

b) 

Kategorie 2 (Hautreizung) (siehe Tabelle 3.2.2).

3.2.2.1.    Einstufung anhand von Tierversuchsdaten

3.2.2.1.1.    Ätzwirkung auf die Haut

3.2.2.1.1.1. Ein Stoff gilt als ätzend für die Haut, wenn er nach einer Exposition von höchstens 4 Stunden bei mindestens einem getesteten Tier das Hautgewebe zerstört, d. h. eine deutliche, bis in die Dermis reichende Nekrose der Epidermis verursacht hat.

3.2.2.1.1.2. Ätzende Stoffe sind in die Kategorie 1 einzustufen, wenn die Daten für die Einstufung in eine Unterkategorie nicht ausreichen.

3.2.2.1.1.3. Bei ausreichender Datenlage werden Stoffe anhand der Kriterien von Tabelle 3.2.1 in eine der drei Unterkategorien 1A, 1B oder 1C eingestuft.

3.2.2.1.1.4. Die Kategorie Ätzwirkung auf die Haut gliedert sich in drei Unterkategorien: Unterkategorie 1A: Nach höchstens dreiminütiger Einwirkungszeit und einer Beobachtungszeit von höchstens einer Stunde ist eine Ätzwirkung auf die Haut festzustellen. Unterkategorie 1B: Nach einer Einwirkungszeit zwischen drei Minuten und einer Stunde und einer Beobachtungszeit von höchstens 14 Tagen ist eine Ätzwirkung auf die Haut festzustellen. Unterkategorie 1C: Nach einer Einwirkungszeit zwischen einer und vier Stunden und einer Beobachtungszeit von höchstens 14 Tagen ist eine Ätzwirkung auf die Haut festzustellen.



Tabelle 3.2.1

Die Kategorie Ätzwirkung auf die Haut und ihre Unterkategorien

Kategorie

Kriterien

Kategorie 1 (1)

Nach Exposition von ≤ 4 Stunden Zerstörung des Hautgewebes bei mindestens einem getesteten Tier, d. h. deutliche, bis in die Dermis reichende Nekrose der Epidermis

Unterkategorie 1 A

Nach Exposition von ≤ 3 Minuten Ätzwirkung bei mindestens einem getesteten Tier während einer Beobachtungszeit von < 1 Stunde

Unterkategorie 1 B

Nach Exposition von > 3 Minuten und ≤ 1 Stunde Ätzwirkung bei mindestens einem getesteten Tier während einer Beobachtungszeit von < 14 Tagen

Unterkategorie 1C

Nach Exposition von > 1 Stunde und ≤ 4 Stunden Ätzwirkung bei mindestens einem Tier während einer Beobachtungszeit von ≤ 14 Tagen

(1)   Zu den Voraussetzungen für die Verwendung von Kategorie 1 sei auf Abschnitt 3.2.2 Absatz a verwiesen.

3.2.2.1.1.5. Die Verwendung von Humandaten wird in den Abschnitten 3.2.1.2 und 3.2.2.2 sowie in den Abschnitten 1.1.1.3, 1.1.1.4 und 1.1.1.5 erörtert.

3.2.2.1.2.    Hautreizung

3.2.2.1.2.1. Ein Stoff gilt als hautreizend, wenn er bei Applikation für eine Dauer von höchstens 4 Stunden eine reversible Hautschädigung verursacht. Das Hauptkriterium für die Kategorie Reizwirkung besteht darin, dass bei mindestens zwei von drei getesteten Tieren ein Mittelwert von > 2,3 und < 4,0 auftritt.

3.2.2.1.2.2. Die Tabelle 3.2.2 enthält nur eine einzige Kategorie (Kategorie 2) für die Reizwirkung, die auf den Ergebnissen von Tierversuchen beruht.

3.2.2.1.2.3. Die Reversibilität der Hautschädigungen ist ein weiterer Faktor bei der Beurteilung von Reizungsreaktionen. Hält die Entzündung bei zwei oder mehr Versuchstieren bis zum Ende des Beobachtungszeitraums (unter Berücksichtigung von Haarausfall in einem begrenzten Bereich, Hyperkeratose, Hyperplasie und Schuppenbildung) an, dann gilt ein Material als hautreizend.

3.2.2.1.2.4. Tiere können bei der Prüfung auf Hautreizung ebenso unterschiedlich reagieren wie bei der Prüfung auf Ätzwirkung auf die Haut. Ein eigenes Kriterium für die Hautreizung deckt jene Fälle ab, in denen eine nennenswerte Reizungsreaktion auftritt, der als Kriterium für einen positiven Befund dienende Mittelwert allerdings nicht erreicht wird. Ein Prüfstoff könnte beispielsweise als reizend eingestuft werden, wenn mindestens eines von drei getesteten Tieren während der gesamten Prüfung einen stark erhöhten Mittelwert aufweist, einschließlich Verletzungen, die am Ende des normalerweise 14 Tage dauernden Beobachtungszeitraums noch immer bestehen. Auch andere Reaktionen können diesem Kriterium entsprechen. Es sollte allerdings geklärt werden, ob diese Reaktionen eine Folge der stofflichen Exposition sind.



Tabelle 3.2.2

Kategorie der Hautreizung ()

Kategorie

Kriterien

Hautreizung (Kategorie 2)

1.  Mittelwert von > 2,3 und < 4,0 für die Rötung/Schorfbildung oder für das Auftreten von Ödemen bei mindestens 2 von 3 getesteten Tieren nach dem Grad der Reizung bei 24, 48 und 72 Stunden nach Entfernen des Läppchens oder bei verzögerter Reaktion nach dem Grad der Reizung an 3 aufeinander folgenden Tagen nach Einsetzen der Hautreaktion oder

2.  Entzündung, die bei mindestens 2 Tieren bis zum Ende des Beobachtungszeitraums (in der Regel 14 Tage) andauert, wobei insbesondere (begrenzter) Haarausfall, Hyperkeratose, Hyperplasie und Schuppenbildung zu berücksichtigen sind

3.  Manchmal können die Reaktionen der Tiere ausgesprochen unterschiedlich ausfallen, so dass ein einzelnes Tier zwar eine eindeutig positive, aber doch schwächere Reaktion auf die chemische Exposition zeigt, als in den vorstehenden Kriterien beschrieben.

(1)   Die Kriterien für die Bewertung der Schwere von Hautreaktionen gelten im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 440/2008.

3.2.2.1.2.5. Die Verwendung von Humandaten wird in den Abschnitten 3.2.1.2 und 3.2.2.2 sowie in den Abschnitten 1.1.1.3, 1.1.1.4 und 1.1.1.5 erörtert.

3.2.2.2.    Die Einstufung in einem mehrstufigen Verfahren

3.2.2.2.1.

Für die Bewertung der Datenausgangslage ist gegebenenfalls ein mehrstufiges Verfahren zu beachten, wobei zu bedenken ist, dass möglicherweise nicht alle Elemente relevant sind.

3.2.2.2.2.

Vorhandene Humandaten und Tierversuchsdaten, einschließlich Informationen aus einmaliger oder wiederholter Exposition, stellen erste Anhaltspunkte für die Bewertung dar, weil sie direkte Aussagen über Wirkungen auf die Haut ergeben.

3.2.2.2.3.

Daten über die akute dermale Toxizität können zur Einstufung herangezogen werden. Bei einem Stoff, der bei dermaler Exposition hoch toxisch ist, ist eine Studie zur Ermittlung der Ätz-/Reizwirkung auf die Haut nicht durchführbar, weil die zu verabreichende Prüfstoffmenge die toxische Dosis erheblich überschreiten und damit zum Tod der Tiere führen würde. Beobachtet man in akuten Toxizitätsstudien bis hin zur Grenzdosis eine Ätz-/Reizwirkung auf die Haut, dürfen diese Daten zur Einstufung verwendet werden, sofern die verwendeten Verdünnungen und geprüften Tierarten gleichwertig sind. Feststoffe (Pulver) können nach Anfeuchten oder in Berührung mit feuchter Haut oder Schleimhaut ätzend oder reizend werden.

3.2.2.2.4.

Auch In-vitro-Alternativen, die validiert und akzeptiert worden sind, sind für Entscheidungen über die Einstufung hinzuzuziehen.

3.2.2.2.5.

Genauso können Stoffe und/oder Gemische mit extremen pH-Werten von ≤ 2 und ≥ 11,5, ein Indiz für das Potenzial sein, Wirkungen auf die Haut zu erzeugen, insbesondere wenn diese mit einer starken sauren/alkalischen Reserve (Pufferkapazität) einhergehen. In der Regel geht man bei solchen Stoffen davon aus, dass sie ausgeprägte Wirkungen auf die Haut haben. Liegen keine anderen Informationen vor, gilt ein Stoff als ätzend für die Haut (Ätzwirkung auf die Haut Kategorie 1), wenn er einen pH-Wert von ≤ 2 bzw. einen pH-Wert ≥ 11,5 aufweist. Wird jedoch der Stoff aufgrund der sauren/alkalischen Reserve trotz des niedrigen oder hohen pH-Werts möglicherweise für nicht ätzend gehalten, so ist dies durch weitere Daten zu bestätigen, vorzugsweise durch die Daten einer geeigneten validierten In-vitro-Prüfung.

3.2.2.2.6.

In einigen Fällen können die über strukturell verwandte Stoffe vorliegenden Informationen ausreichen, um über eine Einstufung zu entscheiden.

3.2.2.2.7.

Das mehrstufige Verfahren bietet eine Anleitung dafür, wie die vorliegenden Informationen über einen Stoff zu organisieren sind und wie eine Beweiskraftentscheidung über die Gefahrenbewertung und –einstufung zu treffen ist.

Obgleich sich auch aus der Bewertung einzelner, auf einer Stufe liegender Parameter (siehe Abschnitt 3.2.2.2.1) Informationen gewinnen lassen, sind doch die vorliegenden Informationen in ihrer Gesamtheit zu berücksichtigen, und es ist daraufhin eine umfassende Ermittlung der Beweiskraft der Daten vorzunehmen. Dies gilt vor allem dann, wenn die zu manchen Parametern verfügbaren Informationen widersprüchlich sind.

3.2.3.    Einstufungskriterien für Gemische

3.2.3.1.    Einstufung von Gemischen, wenn Daten für das komplette Gemisch vorliegen

3.2.3.1.1.

Gemische sind nach denselben Kriterien wie Stoffe einzustufen, wobei das mehrstufige Verfahren zur Bewertung der Daten für die jeweilige Gefahrenklasse zu berücksichtigen ist.

3.2.3.1.2.

Wenn sie die Prüfung eines Gemischs erwägen, sollten die einstufenden Personen ein mehrstufiges Verfahren zur Ermittlung der Beweiskraft der Daten einsetzen, wie in den Kriterien für die Einstufung von Stoffen bezüglich ihrer Ätzwirkung auf die Haut/Hautreizung beschrieben (siehe Abschnitte 3.2.1.2 und 3.2.2.2), damit zum einen eine genaue Einstufung gewährleistet ist und zum anderen unnötige Tierversuche vermieden werden. Liegen keine anderen Informationen vor, gilt ein Gemisch als ätzend für die Haut (Ätzwirkung auf die Haut Kategorie 1), wenn es einen pH-Wert von ≤ 2 bzw. einen pH-Wert ≥ 11,5 aufweist. Wird jedoch das Gemisch aufgrund der sauren/alkalischen Reserve trotz des niedrigen oder hohen pH-Werts möglicherweise für nicht ätzend gehalten, so ist dies durch weitere Daten zu bestätigen, vorzugsweise durch die Daten einer geeigneten validierten In-vitro-Prüfung.

3.2.3.2.    Einstufung von Gemischen, bei denen keine Daten für das komplette Gemisch vorliegen: Übertragungsgrundsätze

3.2.3.2.1.

Wurde nicht das Gemisch selbst auf sein Potenzial bezüglich der Ätzwirkung auf die Haut/Hautreizung geprüft, liegen jedoch ausreichende Daten über seine einzelnen Bestandteile und über ähnliche geprüfte Gemische vor, um die Gefahren des Gemischs angemessen zu beschreiben, dann sind diese Daten nach Maßgabe der Übertragungsvorschriften des Abschnitts 1.1.3 zu verwenden.

3.2.3.3.    Einstufung von Gemischen, wenn Daten für alle oder nur manche Bestandteile des Gemischs vorliegen

3.2.3.3.1.

Um alle verfügbaren Daten zur Einstufung von Gemischen hinsichtlich ihrer Gefahr der Ätzwirkung auf die Haut/Hautreizung zu nutzen, wurde folgende Annahme getroffen, die gegebenenfalls im Zuge des mehrstufigen Verfahrens angewandt wird:

Als „relevante Bestandteile“ eines Gemischs gelten jene, die in Konzentrationen von ≥ 1 % (in Gewichtsprozent (w/w) bei Feststoffen, Flüssigkeiten, Stäuben, Nebeln und Dämpfen, in Volumenprozent (v/v) bei Gasen) vorliegen, sofern (z. B. bei Bestandteilen mit Ätzwirkung auf die Haut) kein Anlass zu der Annahme besteht, dass ein in einer Konzentration von < 1 % enthaltener Bestandteil dennoch für die Einstufung des Gemischs hinsichtlich seiner Ätz-/Reizwirkung auf die Haut relevant ist.

3.2.3.3.2.

Generell beruht die Vorgehensweise bei der Einstufung von Gemischen als ätzend oder reizend für die Haut, wenn zwar Daten über die Bestandteile, nicht aber über das Gemisch insgesamt vorliegen, auf dem Additivitätsprinzip, so dass jeder Bestandteil mit ätzender oder reizender Wirkung auf die Haut proportional zu seiner Stärke und Konzentration zur ätzenden oder reizenden Gesamteigenschaft des Gemisches für die Haut beiträgt. Auf Bestandteile mit einer Ätzwirkung auf die Haut wird ein Gewichtungsfaktor von 10 angewandt, wenn sie in einer Konzentration vorliegen, die zwar unter dem allgemeinen Konzentrationsgrenzwert für die Einstufung in die Kategorie 1 liegt, diese Konzentration jedoch zur Einstufung des Gemischs als hautreizend beiträgt. Das Gemisch wird als ätzend oder reizend für die Haut eingestuft, wenn die Summe der Konzentrationen solcher Bestandteile einen Konzentrationsgrenzwert überschreitet.

3.2.3.3.3.

Tabelle 3.2.3 enthält die allgemeinen Konzentrationsgrenzwerte, anhand derer ermittelt wird, ob ein Gemisch als ätzend oder reizend für die Haut zu gelten hat.

3.2.3.3.4.1.

Besondere Vorsicht ist bei der Einstufung bestimmter Gemische geboten, die Stoffe wie Säuren und Basen, anorganische Salze, Aldehyde, Phenole und Tenside enthalten. Hier lässt sich die in Abschnitt 3.2.3.3.1 und 3.2.3.3.2 erläuterte Verfahrensweise unter Umständen nicht anwenden, da viele dieser Stoffe bereits in Konzentrationen von < 1 % ätzend oder reizend für die Haut wirken.

3.2.3.3.4.2.

Bei Gemischen, die starke Säuren oder Basen enthalten, ist der pH-Wert als Einstufungskriterium zu verwenden (siehe Abschnitt 3.2.3.1.2), da der pH-Wert ein besserer Indikator für die Ätzwirkung auf die Haut ist als die Konzentrationsgrenzwerte der Tabelle 3.2.3.

3.2.3.3.4.3.

Ein Gemisch mit ätzenden oder reizenden Bestandteilen für die Haut, das sich nicht mit Hilfe des Additivitätsprinzips (Tabelle 3.2.3) einstufen lässt, weil seine chemischen Eigenschaften diese Methode nicht zulassen, ist als Ätzwirkung auf die Haut (Kategorie 1) einzustufen, wenn es ≥ 1 % eines Bestandteils enthält, der als Ätzwirkung auf die Haut eingestuft ist, oder es ist als Hautreizung (Kategorie 2) einzustufen, wenn es ≥ 3 % eines hautreizenden Bestandteils enthält. Die Einstufung von Gemischen mit Bestandteilen, auf die die Vorgehensweise nach Tabelle 3.2.3 nicht anwendbar ist, ist in Tabelle 3.2.4 zusammengefasst.

3.2.3.3.5.

Manchmal können zuverlässige Daten zeigen, dass die Gefahr der Ätzwirkung auf die Haut/Hautreizung eines Bestandteils auch bei Erreichen oder Überschreiten der allgemeinen Konzentrationsgrenzwerte der Tabellen 3.2.3 und 3.2.4 in Abschnitt 3.2.2.3.3.6 nicht erkennbar ist. Dann ist das Gemisch anhand dieser Daten einzustufen (siehe auch Artikel 10 und 11). In anderen Fällen, in denen man davon ausgeht, dass die Gefahr der Ätzwirkung auf die Haut/Hautreizung eines Bestandteils nicht erkennbar ist, wenn dessen Konzentration die in den Tabellen 3.2.3 und 3.2.4 angegebenen allgemeinen Konzentrationsgrenzwerte erreicht oder überschreitet, ist eine Prüfung des Gemischs in Erwägung zu ziehen. In diesen Fällen ist das mehrstufige Verfahren zur Ermittlung der Beweiskraft gemäß Abschnitt 3.2.2.2 anzuwenden.

3.2.3.3.6.

Stellt sich die Datenlage derart dar, dass einer oder mehrere der Bestandteile bei einer Konzentration von < 1 % (ätzend für die Haut) oder < 3 % (hautreizend) eine ätzende oder reizende Wirkung auf die Haut haben, ist das Gemisch entsprechend einzustufen.



Tabelle 3.2.3

Allgemeine Konzentrationsgrenzwerte für Bestandteile, die als Ätzwirkung auf die Haut (Kategorie 1, 1A, 1B oder 1C)/oder Hautreizung (Kategorie 2) eingestuft sind, die zur Einstufung des Gemischs als Ätzwirkung auf die Haut/Hautreizung führen, wenn das Additivitätsprinzip anwendbar ist

Summe der Bestandteile, die eingestuft sind als:

Konzentration, die zu folgender Einstufung des Gemischs führt:

 

Ätzwirkung auf die Haut Kategorie 1 (siehe Hinweis unten)

Hautreizung Kategorie 2

Ätzwirkung auf die Haut Unterkategorien 1A, 1B, 1C oder Kategorie 1

≥ 5 %

≥ 1 % aber < 5 %

Hautreizung Kategorie 2

 

≥ 10 %

(10 × Ätzwirkung auf die Haut Unterkategorien 1A, 1B, 1C oder Kategorie 1) + Hautreizung Kategorie 2

 

≥ 10 %

Hinweis:

Die Summe aller Bestandteile eines Gemischs, die jeweils als Ätzwirkung auf die Haut der Unterkategorie 1A, 1B oder 1C eingestuft sind, muss ≥ 5 % betragen, damit auch das Gemisch als Ätzwirkung auf die Haut der Unterkategorie 1A, 1B oder 1C einzustufen ist. Beträgt die Summe der Bestandteile, die als Ätzwirkung auf die Haut der Unterkategorie 1A eingestuft sind, < 5 %, beträgt jedoch die Summe der Bestandteile, die als Ätzwirkung auf die Haut der Unterkategorien 1A + 1B eingestuft sind, ≥ 5 %, so ist das Gemisch als Ätzwirkung auf die Haut der Unterkategorie 1B einzustufen. Analog dazu gilt: Beträgt die Summe der Bestandteile, die als Ätzwirkung auf die Haut der Unterkategorien 1A + 1 B eingestuft sind, < 5 %, beträgt jedoch die Summe der Bestandteile, die als Ätzwirkung auf die Haut der Unterkategorien 1A + 1B + 1C eingestuft sind, ≥ 5 %, so ist das Gemisch als Ätzwirkung auf die Haut der Unterkategorie 1C einzustufen. Ist mindestens ein relevanter Bestandteil eines Gemischs in Kategorie 1 (nicht jedoch in eine Unterkategorie) eingestuft, ist das Gemisch in Kategorie 1 (nicht jedoch in eine Unterkategorie) einzustufen, wenn die Summe aller ätzenden Bestandteile für die Haut ≥ 5 % beträgt.



Tabelle 3.2.4

Allgemeine Konzentrationsgrenzwerte für Bestandteile, die zur Einstufung des Gemischs als Ätzwirkung auf die Haut/Hautreizung führen, wenn das Additivitätsprinzip nicht anwendbar ist

Bestandteil:

Konzentration:

Gemisch eingestuft als:

Sauer mit pH-Wert ≤ 2

≥ 1 %

Ätzwirkung auf die Haut Kategorie 1

Basisch mit pH-Wert ≥ 11,5

≥ 1 %

Ätzwirkung auf die Haut Kategorie 1

Andere Bestandteile mit Ätzwirkung auf die Haut (Unterkategorien 1A, 1B, 1C oder Kategorie 1)

≥ 1 %

Ätzwirkung auf die Haut Kategorie 1

Andere hautreizende Bestandteile (der Kategorie 2), einschließlich Säuren und Basen

≥ 3 %

Hautreizung Kategorie 2

3.2.4.    Gefahrenkommunikation

3.2.4.1.

Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 3.2.5 zu verwenden.



Tabelle 3.2.5

Kennzeichnungselemente für Ätzwirkung auf die Haut/Hautreizung

Einstufung

Unterkategorien 1A/1B/1C und Kategorie 1

Kategorie 2

GHS-Piktogramm

image

image

Signalwort

Gefahr

Achtung

Gefahrenhinweis

H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden

H315: Verursacht Hautreizungen

Sicherheitshinweise — Prävention

P260

P264

P280

P264

P280

Sicherheitshinweise — Reaktion

P301 + P330 + P331

P303 + P361 + P353

P363

P304 + P340

P310

P321

P305 + P351 + P338

P302 + P352

P321

P332 + P313

P362 + P364

Sicherheitshinweise — Lagerung

P 405

 

Sicherheitshinweise — Entsorgung

P501

 

3.3.    Schwere Augenschädigung/Augenreizung

3.3.1.    Begriffsbestimmungen und allgemeine Erwägungen

3.3.1.1.

Schwere Augenschädigung : das Erzeugen von Gewebeschäden im Auge oder eine schwerwiegende Verschlechterung des Sehvermögens nach Applikation eines Prüfstoffs auf die vordere Augenoberfläche, die innerhalb von 21 Tagen nach Applikation nicht vollständig reversibel sind.

Augenreizung : das Erzeugen von Veränderungen am Auge nach Auftragen eines Prüfstoffs auf die vordere Augenoberfläche, die innerhalb von 21 Tagen nach dem Auftragen vollständig reversibel sind.

3.3.1.2.

Im Zuge eines mehrstufigen Verfahrens sind vorrangig vorhandene Humandaten, danach vorhandene Tierversuchsdaten, gefolgt von In-vitro-Daten, und schließlich andere Informationsquellen heranzuziehen. Entsprechen die Daten den Kriterien, führt dies unmittelbar zur Einstufung. In einigen Fällen erfolgt die Einstufung eines Stoffs oder Gemischs anhand einer Ermittlung der Beweiskraft innerhalb einer Stufe. Im Zuge eines reinen Verfahrens mit Ermittlung der Beweiskraft werden alle verfügbaren Informationen zur Feststellung einer schweren Augenschädigung/Augenreizung zusammen betrachtet, einschließlich der Ergebnisse geeigneter validierter In-vitro-Tests, einschlägiger Tierversuchsdaten, und Humandaten, wie z. B. epidemiologische und klinische Studien sowie gut dokumentierte Fallberichte und Beobachtungen (siehe Anhang I Teil 1 Abschnitte 1.1.1.3).

3.3.2.    Einstufungskriterien für Stoffe

Stoffe werden einer der Kategorien innerhalb dieser Gefahrenklasse (Kategorie 1: schwere Augenschädigung, oder Kategorie 2: Augenreizung) wie folgt zugeordnet:

a) 

Kategorie 1 (schwere Augenschädigung):

Stoffe, bei denen ein Potenzial für eine schwere Schädigung der Augen besteht (siehe Tabelle 3.3.1).

b) 

Kategorie 2 (Augenreizung):

Stoffe, bei denen ein Potenzial für eine reversible Reizung der Augen besteht (siehe Tabelle 3.3.2).

3.3.2.1.    Einstufung anhand von Tierversuchsdaten

3.3.2.1.1.    Schwere Augenschädigung (Kategorie 1)

3.3.2.1.1.1. Für Stoffe, die das Potenzial für eine schwere Augenschädigung aufweisen, wird eine einzige Gefahrenkategorie (Kategorie 1) festgelegt. Als Kriterien für diese Gefahrenkategorie gelten die in Tabelle 3.3.1 aufgeführten Beobachtungen. Diese Beobachtungen umfassen Tiere mit Hornhautschäden des Grades 4 und andere schwere, zu einem beliebigen Zeitpunkt während des Versuchs beobachtete Reaktionen (z. B. Hornhautzerstörung) sowie Tiere mit dauerhafter Hornhauttrübung, Verfärbung der Hornhaut durch einen Farbstoff, Anhaften, Pannus und Beeinträchtigungen der Funktion der Regenbogenhaut oder andere Wirkungen, die das Sehvermögen beeinträchtigen. In diesem Zusammenhang gelten jene Verletzungen als dauerhaft, die sich in einem Beobachtungszeitraum von in der Regel 21 Tagen nicht vollständig zurückbilden. Die Gefahreneinstufung in Kategorie 1 gilt auch für Stoffe, die den Kriterien einer Hornhauttrübung des Grades ≥ 3 oder einer Iritis des Grades > 1,5 bei mindestens 2 von 3 getesteten Tieren entsprechen, da derartige schwere Verletzungen in einer Beobachtungszeit von 21 Tagen normalerweise nicht reversibel sind.

3.3.2.1.1.2. Die Verwendung von Humandaten wird in Abschnitt 3.3.2.2 sowie in den Abschnitten 1.1.1.3, 1.1.1.4 und 1.1.1.5 erörtert.



Tabelle 3.3.1

Schwere Augenschädigung ()

Kategorie

Kriterien

Kategorie 1

Der Stoff erzeugt:

a)  bei mindestens einem Tier Wirkungen auf die Horn-, Regenbogen- oder Bindehaut, bei denen nicht mit einer Rückbildung zu rechnen ist oder die sich in einer Beobachtungszeit von normalerweise 21 Tagen nicht vollständig zurückgebildet haben, und/oder

b)  bei mindestens 2 von 3 Versuchstieren eine positive Reaktion in Form:

i)  einer Hornhauttrübung des Grades ≥ 3 und/oder

ii)  einer Iritis des Grades > 1,5,

berechnet als Mittelwerte bei Befundung nach 24, 48 und 72 Stunden nach Einbringen des Prüfmaterials.

(1)   Die Kriterien für die Bewertung der Schwere von Reaktionen gelten im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 440/2008.

3.3.2.1.2.    Augenreizung (Kategorie 2)

3.3.2.1.2.1. Stoffe, die reversible Augenreizungen verursachen können, werden in Kategorie 2 (Augenreizung) eingestuft.

3.3.2.1.2.2. Bei Stoffen, bei denen die Reaktionen der Versuchstiere ausgesprochen unterschiedlich ausfallen, ist dies bei der Einstufung zu berücksichtigen.

3.3.2.1.2.3. Die Verwendung von Humandaten wird in Abschnitt 3.3.2.2 sowie in den Abschnitten 1.1.1.3, 1.1.1.4 und 1.1.1.5 erörtert.



Tabelle 3.3.2

Augenreizung ()

Kategorie

Kriterien

Kategorie 2

Stoffe mit einer positiven Reaktion bei mindestens 2 von 3 Versuchstieren in Form:

a)  einer Hornhauttrübung des Grades ≥ 1 und/oder

b)  einer Iritis des Grades ≥ 1 und/oder

c)  einer Bindehautrötung des Grades ≥ 2 und/oder

d)  eines Bindehautödems (Chemosis) des Grades ≥ 2,

berechnet als Mittelwerte bei Befundung nach 24, 48 und 72 Stunden nach Aufbringen des Prüfmaterials, die sich innerhalb einer Beobachtungszeit von normalerweise 21 Tagen vollständig zurückbilden.

(1)   Die Kriterien für die Bewertung der Schwere von Reaktionen gelten im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 440/2008.

3.3.2.2.    Die Einstufung in einem mehrstufigen Verfahren

3.3.2.2.1.

Für die Bewertung der Datenausgangslage ist gegebenenfalls ein mehrstufiges Verfahren zu beachten, wobei zu bedenken ist, dass möglicherweise nicht alle Elemente relevant sind.

3.3.2.2.2.

Vorhandene Daten über Erfahrungen beim Menschen und aus Tierversuchen stellen erste Anhaltspunkte für die Bewertung dar, da sie für Wirkungen auf das Auge unmittelbar relevante Aussagen ergeben. Bevor ein Test auf schwere Augenschädigung/Augenreizung in Betracht gezogen wird, ist der Stoff im Hinblick auf seine mögliche Ätzwirkung auf die Haut zu beurteilen, um die Prüfung von Stoffen mit Ätzwirkung auf die Haut auf lokale Wirkungen am Auge zu vermeiden. Bei Stoffen mit einer Ätzwirkung auf die Haut ist davon auszugehen, dass sie auch eine schwere Augenschädigung (Kategorie 1) hervorrufen, und bei hautreizenden Stoffen kann davon ausgegangen werden, dass sie eine Augenreizung (Kategorie 2) hervorrufen.

3.3.2.2.3.

Auch In-vitro-Alternativen, die validiert und akzeptiert worden sind, sind für Entscheidungen über die Einstufung hinzuzuziehen.

3.3.2.2.4.

Genauso können Stoffe mit extremen pH-Werten von ≤ 2 und ≥ 11,5 ein Indiz für eine schwere Augenschädigung sein, insbesondere wenn sie mit einer starken sauren/alkalischen Reserve (Pufferkapazität) einhergehen. In der Regel geht man bei solchen Stoffen davon aus, dass sie ausgeprägte Wirkungen auf die Augen haben. Liegen keine anderen Informationen vor, gilt, dass ein Stoff eine schwere Augenschädigung (Kategorie 1) verursacht, wenn er einen pH-Wert von ≤ 2 bzw. einen pH-Wert ≥ 11,5 aufweist. Nimmt man jedoch an, dass der Stoff aufgrund der sauren/alkalischen Reserve trotz des niedrigen oder hohen pH-Werts möglicherweise keine schwere Augenschädigung verursacht, so ist dies durch weitere Daten zu bestätigen, vorzugsweise durch die Daten einer geeigneten validierten In-vitro-Prüfung.

3.3.2.2.5.

In einigen Fällen können die über strukturell verwandte Stoffe vorliegenden Informationen ausreichen, um über eine Einstufung zu entscheiden.

3.3.2.2.6.

Das mehrstufige Verfahren bietet eine Anleitung dafür, wie die vorliegenden Informationen über einen Stoff zu organisieren sind und wie eine Beweiskraftentscheidung über die Gefahrenbewertung und –einstufung zu treffen ist. Tierversuche mit ätzenden Stoffen sind möglichst zu vermeiden. Obgleich sich auch aus der Bewertung einzelner, auf einer Stufe liegender Parameter (siehe Abschnitt 3.3.2.1.1) Informationen gewinnen lassen, sind doch die vorliegenden Informationen in ihrer Gesamtheit zu berücksichtigen, und es ist daraufhin eine umfassende Ermittlung der Beweiskraft der Daten vorzunehmen. Dies gilt vor allem dann, wenn die zu manchen Parametern verfügbaren Informationen widersprüchlich sind.

3.3.3.    Einstufungskriterien für Gemische

3.3.3.1.    Einstufung von Gemischen, wenn Daten für das komplette Gemisch vorliegen

3.3.3.1.1.

Gemische sind nach denselben Kriterien wie Stoffe einzustufen, wobei das mehrstufige Verfahren zur Bewertung der Daten für die jeweilige Gefahrenklasse zu berücksichtigen ist.

3.3.3.1.2.

Wenn sie die Prüfung eines Gemischs erwägen, sollten die für die Einstufung zuständigen Personen ein mehrstufiges Verfahren zur Ermittlung der Beweiskraft der Daten einsetzen, wie in den Kriterien für die Einstufung von Stoffen nach ihrer Ätzwirkung auf die Haut und ihrer schweren Augenschädigung/Augenreizung beschrieben, damit zum einen eine angemessene Einstufung gewährleistet ist und zum anderen unnötige Tierversuche vermieden werden. Liegen keine anderen Informationen vor, gilt, dass ein Gemisch eine schwere Augenschädigung (Kategorie 1) verursacht, wenn es einen pH-Wert von ≤ 2 bzw. einen pH-Wert ≥ 11,5 aufweist. Nimmt man jedoch an, dass das Gemisch aufgrund der sauren/alkalischen Reserve trotz des niedrigen oder hohen pH-Werts möglicherweise keine schwere Augenschädigung verursacht, so ist dies durch weitere Daten zu bestätigen, vorzugsweise durch die Daten einer geeigneten validierten In-vitro-Prüfung.

3.3.3.2.    Einstufung von Gemischen, bei denen keine Daten für das komplette Gemisch vorliegen: Übertragungsgrundsätze

3.3.3.2.1.

Wurde nicht das Gemisch selbst auf seine Ätzwirkung auf die Haut oder sein Potenzial, eine schwere Augenschädigung/Augenreizung zu verursachen, geprüft, liegen jedoch ausreichende Daten über seine einzelnen Bestandteile und über ähnliche geprüfte Gemische vor, um die Gefahren des Gemischs angemessen zu beschreiben, dann sind diese Daten nach Maßgabe der Übertragungsvorschriften des Abschnitts 1.1.3 zu verwenden.

3.3.3.3.    Einstufung von Gemischen, wenn Daten für alle oder nur manche Bestandteile des Gemischs vorliegen

3.3.3.3.1.

Um alle verfügbaren Daten zur Einstufung von Gemischen aufgrund ihrer schwer augenschädigenden oder augenreizenden Eigenschaften zu nutzen, wurde folgende Annahme getroffen, die gegebenenfalls im Rahmen des mehrstufigen Verfahrens angewandt wird:

Als „relevante Bestandteile“ eines Gemischs gelten jene, die in Konzentrationen von ≥ 1 % (in Gewichtsprozent (w/w) bei Feststoffen, Flüssigkeiten, Stäuben, Nebeln und Dämpfen, in Volumenprozent (v/v) bei Gasen) vorliegen, sofern (z. B. bei Bestandteilen mit Ätzwirkung auf die Haut) kein Anlass zu der Annahme besteht, dass ein in einer Konzentration von < 1 % enthaltener Bestandteil dennoch für die Einstufung des Gemischs aufgrund einer schweren Augenschädigung/Augenreizung relevant ist.

3.3.3.3.2.

Generell beruht die Vorgehensweise bei der Einstufung von Gemischen als schwer augenschädigend/augenreizend, wenn zwar Daten über die Bestandteile, nicht aber über das Gemisch insgesamt vorliegen, auf dem Additivitätsprinzip, so dass jeder hautätzende oder schwer augenschädigende/augenreizende Bestandteil proportional zu seiner Stärke und Konzentration zu der schwer augenschädigenden oder augenreizenden Gesamteigenschaft des Gemisches beiträgt. ►C6  Auf hautätzende oder schwer augenschädigende Bestandteile wird ein Gewichtungsfaktor von 10 angewandt, wenn sie in einer Konzentration vorliegen, die zwar unter dem allgemeinen Konzentrationsgrenzwert für die Einstufung in die Kategorie 1 liegt, diese Konzentration jedoch zur Einstufung des Gemischs als augenreizend beiträgt. ◄ Das Gemisch wird als schwer augenschädigend oder als augenreizend eingestuft, wenn die Summe der Konzentrationen solcher Bestandteile einen Konzentrationsgrenzwert überschreitet.

3.3.3.3.3.

Tabelle 3.3.3 enthält die allgemeinen Konzentrationsgrenzwerte, nach denen ein Gemisch als schwer augenschädigend oder augenreizend einzustufen ist.

3.3.3.3.4.1.

Besondere Vorsicht ist bei der Einstufung bestimmter Gemische geboten, die Stoffe wie Säuren und Basen, anorganische Salze, Aldehyde, Phenole und Tenside enthalten. Hier lässt sich die in den Abschnitten 3.3.3.3.1 und 3.3.3.3.2 erläuterte Verfahrensweise eventuell nicht anwenden, da viele dieser Stoffe bereits bei Konzentrationen von < 1 % schwer augenschädigend oder augenreizend wirken.

3.3.3.3.4.2.

Bei Gemischen, die starke Säuren oder Basen enthalten, ist der pH-Wert als Einstufungskriterium zu verwenden (siehe Abschnitt 3.3.3.1.2), da der pH-Wert (unter Berücksichtigung der Überlegungen zur sauren/alkalischen Reserve) ein besserer Indikator für eine schwere Augenschädigung ist als die allgemeinen Konzentrationsgrenzwerte der Tabelle 3.3.3.

3.3.3.3.4.3.

Bei einem Gemisch mit hautätzenden oder schwer augenschädigenden/augenreizenden Bestandteilen, das sich nicht mit Hilfe des Additivitätsprinzips (Tabelle 3.3.3) einstufen lässt, weil seine chemischen Eigenschaften dieses Prinzip nicht zulassen, wird wie folgt verfahren: Es ist als schwere Augenschädigung (Kategorie 1) einzustufen, wenn es ≥ 1 % eines Bestandteiles mit Ätzwirkung auf die Haut oder schwerer Augenschädigung enthält, und es ist als Augenreizung (Kategorie 2) einzustufen, wenn es ≥ 3 % eines augenreizenden Bestandteils enthält. Die Einstufung von Gemischen mit Bestandteilen, auf die die Vorgehensweise nach Tabelle 3.3.3 nicht anwendbar ist, ist in Tabelle 3.3.4 zusammengefasst.

3.3.3.3.5.

Manchmal können zuverlässige Daten zeigen, dass die schwere Augenschädigung/Augenreizung eines Bestandteiles auch bei Erreichen oder Überschreiten der allgemeinen Konzentrationsgrenzwerte der Tabellen 3.3.3 und 3.3.4 in Abschnitt 3.3.3.3.6 nicht erkennbar ist. Dann ist das Gemisch anhand dieser Daten einzustufen (siehe auch Artikel 10 und 11). In anderen Fällen, in denen man davon ausgeht, dass die Ätzwirkung auf die Haut/Hautreizung oder die schwere Augenschädigung/Augenreizung eines Bestandteils nicht erkennbar ist, wenn dessen Konzentration die allgemeinen Konzentrationsgrenzwerte der Tabellen 3.3.3 und 3.3.4 erreicht oder überschreitet, ist eine Prüfung des Gemisches in Erwägung zu ziehen. Dann ist das mehrstufige Verfahren zur Ermittlung der Beweiskraft der Daten anzuwenden.

3.3.3.3.6.

Zeigt die Datenlage, dass ein oder mehrere Bestandteile bei einer Konzentration von < 1 % (ätzend für die Haut oder schwer augenschädigend) oder < 3 % (augenreizend) eine ätzende Wirkung für die Haut oder schwer augenschädigende/augenreizende Wirkung haben können, ist das Gemisch entsprechend einzustufen.



Tabelle 3.3.3

Allgemeine Konzentrationsgrenzwerte für Bestandteile, die als Ätzwirkung auf die Haut (Kategorie 1, 1A, 1B oder 1C) und/oder als schwere Augenschädigung(Kategorie 1) oder als Augenreizung (Kategorie 2) eingestuft sind, die zur Einstufung des Gemisches als schwere Augenschädigung/Augenreizung führen, wenn das Additivitätsprinzip anwendbar ist

Summe der Bestandteile, die eingestuft sind als:

Konzentration, die zu folgender Einstufung des Gemisches führt:

Schwere Augenschädigung

Augenreizung

Kategorie 1

Kategorie 2

Ätzwirkung auf die Haut Unterkategorien 1A, 1B, 1C oder Kategorie 1 + schwere Augenschädigung (Kategorie 1) ()

≥ 3 %

≥ 1 % aber < 3 %

Augenreizung (Kategorie 2)

 

≥ 10 %

10 × (Ätzwirkung auf die Haut Unterkategorien 1A, 1B, 1C oder Kategorie 1 + schwere Augenschädigung (Kategorie 1)) + Augenreizung (Kategorie 2)

 

≥ 10 %

(1)   Ist ein Bestandteil sowohl als Ätzwirkung auf die Haut Unterkategorien 1A, 1B, 1C oder Kategorie 1, als auch als schwere Augenschädigung (Kategorie 1) eingestuft, wird seine Konzentration bei der Berechnung nur einmal berücksichtigt.



Tabelle 3.3.4

Allgemeine Konzentrationsgrenzwerte der Bestandteile, die zur Einstufung des Gemischs als schwere Augenschädigung (Kategorie 1) oder Augenreizung (Kategorie 2) führen, wenn das Additivitätsprinzip nicht anwendbar ist

Bestandteil

Konzentration

Gemisch eingestuft als:

Sauer mit pH-Wert ≤ 2

≥ 1 %

Schwere Augenschädigung (Kategorie 1)

Basisch mit pH-Wert ≥ 11,5

≥ 1 %

Schwere Augenschädigung (Kategorie 1)

Anderer Bestandteil, der als Ätzwirkung auf die Haut (Unterkategorien 1A, 1B, 1C oder Kategorie 1) oder schwere Augenschädigung (Kategorie 1) eingestuft ist

≥ 1 %

Schwere Augenschädigung (Kategorie 1)

Anderer Bestandteil, der als Augenreizung (Kategorie 2) eingestuft ist

≥ 3 %

Augenreizung (Kategorie 2)

3.3.4.    Gefahrenkommunikation

3.3.4.1.

Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 3.3.5 zu verwenden.



Tabelle 3.3.5

Kennzeichnungselemente für schwere Augenschädigung/Augenreizung ()

Einstufung

Kategorie 1

Kategorie 2

GHS-Piktogramm

image

image

Signalwort

Gefahr

Achtung

Gefahrenhinweis

H318: Verursacht schwere Augenschäden

H319: Verursacht schwere Augenreizung

Sicherheitshinweise — Prävention

P280

P264

P280

Sicherheitshinweise — Reaktion

P305 + P351 + P338

P310

P305 + P351 + P338

P337 + P313

Sicherheitshinweise — Lagerung

 

 

Sicherheitshinweise — Entsorgung

 

 

(1)   Ist ein chemischer Stoff als Ätzwirkung auf die Haut (Unterkategorien 1A, 1B, 1C oder Kategorie 1) eingestuft, kann die Kennzeichnung für schwere Augenschädigung/Augenreizung entfallen, da diese Information bereits im Gefahrenhinweis für die Ätzwirkung auf die Haut der Kategorie 1 (H314) enthalten ist.

▼B

3.4.   Sensibilisierung der Atemwege oder der Haut

3.4.1.   Begriffsbestimmungen und allgemeine Erwägungen

3.4.1.1.  Inhalationsallergen: ein Stoff, der bei Einatmen eine Überempfindlichkeit der Atemwege verursacht.

3.4.1.2.  Hautallergen: ein Stoff, der bei Hautkontakt eine allergische Reaktion auslöst.

3.4.1.3. Für die Zwecke vorliegenden Abschnitts wird die Sensibilisierung in zwei Phasen unterteilt: In der ersten Phase (Induktion) entwickelt sich nach Exposition gegenüber einem Allergen ein spezielles immunologisches Gedächtnis. Die zweite Phase besteht in der Auslösung einer zell- oder antikörpervermittelten allergischen Reaktion bei Exposition eines sensibilisierten Individuums gegenüber einem Allergen (Auslösephase).

3.4.1.4. Wie die Hautsensibilisierung zeigt auch die Sensibilisierung der Atemwege das gleiche Muster einer Induktion gefolgt von Auslösephasen. Auch bei der Hautsensibilisierung ist eine Induktionsphase erforderlich, in der das Immunsystem erst lernt zu reagieren; klinische Symptome können dann auftreten, wenn eine weitere Exposition ausreicht, um eine sichtbare Reaktion des Epithels hervorzurufen (Auslösephase). Prädiktive Tests folgen daher normalerweise diesem Muster mit einer Induktionsphase, wobei die spätere Allergieantwort mit einer standardisierten Auslösephase erfasst wird, die üblicherweise aus einem Epikutantest (Patchtest) besteht. Der lokale Lymphknotentest ist insofern eine Ausnahme, als mit ihm die Induktionsreaktion direkt gemessen wird. Nachweise für eine Hautsensibilisierung beim Menschen werden in der Regel über einen diagnostischen Epikutantest bewertet.

3.4.1.5. Sowohl bei der Haut- als auch bei der Atemwegssensibilisierung erfolgt die Auslösung bereits bei einer niedrigeren Exposition als die Induktion. Vorschriften zur Warnung sensibilisierter Personen vor einem besonderen Allergen in einem Gemisch sind ►M2  in Anhang II Abschnitt 2.8 ◄ zu finden.

3.4.1.6. Die Gefahrenklasse der Sensibilisierung von Atemwegen oder Haut gliedert sich in:

— 
Sensibilisierung der Atemwege ►M2   und ◄
— 
Sensibilisierung der Haut.

▼M2

3.4.2.   Einstufungskriterien für Stoffe

3.4.2.1.   Inhalationsallergene

3.4.2.1.1.   Gefahrenkategorien

3.4.2.1.1.1.

Inhalationsallergene sind in die Kategorie 1 einzustufen, wenn die Daten für die Einstufung in eine Unterkategorie nicht ausreichen.

3.4.2.1.1.2.

Bei ausreichender Datenlage ermöglicht es eine verfeinerte Bewertung nach Abschnitt 3.4.2.1.1.3, ein Inhalationsallergen als starkes Allergen in Unterkategorie 1A oder als sonstiges Inhalationsallergen in Unterkategorie 1B einzustufen.

3.4.2.1.1.3.

Entweder beim Menschen oder beim Tier beobachtete Wirkungen begründen in der Regel eine über das Verfahren der Beweiskraftermittlung erfolgende Einstufung als Inhalationsallergen. Stoffe können im Wege der Beweiskraftermittlung anhand der Kriterien von Tabelle 3.4.1 und aufgrund zuverlässiger und hochwertiger Nachweise aus Fallstudien, epidemiologischen Studien und/oder Beobachtungen bei geeigneten Studien an Versuchstieren einer der beiden Unterkategorien 1A oder 1B zugeordnet werden.

3.4.2.1.1.4.

Stoffe sind nach den Kriterien von Tabelle 3.4.1 als Inhalationsallergene einzustufen:



Tabelle 3.4.1

Gefahrenkategorie und Gefahrenunterkategorien für Inhalationsallergene

Kategorie

Kriterien

Kategorie 1

Falls die Daten für die Einstufung von Stoffen in Unterkategorien nicht ausreichend sind, sind diese nach folgenden Kriterien als Inhalationsallergene (Kategorie 1) einzustufen:

a)  aufgrund von Nachweisen beim Menschen, dass der Stoff eine spezifische Überempfindlichkeit der Atemwege verursachen kann, und/oder

b)  aufgrund positiver Befunde aus einem geeigneten Tierversuch.

Unterkategorie 1A:

Stoffe, bei denen es besonders häufig zu einem Auftreten beim Menschen kommt oder bei denen das Auftreten einer hohen Sensibilisierungsrate beim Menschen aufgrund von Tierversuchen oder anderen Versuchen wahrscheinlich ist (1). Auch die Schwere der Reaktion kann berücksichtigt werden.

Unterkategorie 1B:

Stoffe, bei denen es mit geringer oder mäßiger Häufigkeit zu einem Auftreten beim Menschen kommt oder bei denen aufgrund von Tierversuchen oder anderen Versuchen das Auftreten einer niedrigen bis mäßigen Sensibilisierungsrate beim Menschen wahrscheinlich ist (1). Auch die Schwere der Reaktion kann berücksichtigt werden.

(1)   Zum heutigen Zeitpunkt ist noch kein etabliertes und validiertes Tiermodell für die Prüfung der Überempfindlichkeit der Atemwege verfügbar. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Beurteilung der Beweiskraft von aus Tierstudien stammenden Daten wertvolle Informationen liefern.

3.4.2.1.2.   Erfahrungen beim Menschen

3.4.2.1.2.1.

Nachweise dafür, dass ein Stoff eine spezifische Überempfindlichkeit der Atemwege hervorrufen kann, ergeben sich in der Regel aus Erfahrungen beim Menschen. Die Überempfindlichkeit äußert sich dabei üblicherweise als Asthma, jedoch können auch andere Überempfindlichkeitsreaktionen wie Rhinitis/Konjunktivitis und Alveolitis auftreten. Hierbei handelt es sich um klinische Erscheinungsbilder einer allergischen Reaktion. Der Nachweis eines immunologischen Mechanismus ist hier nicht erforderlich.

3.4.2.1.2.2.

Bei der Bewertung der Erfahrungen beim Menschen ist für eine Entscheidung über die Einstufung zusätzlich zu den fallbezogenen Nachweisen Folgendes zu berücksichtigen:

a) 

der Umfang der exponierten Bevölkerungsgruppe,

b) 

das Ausmaß der Exposition.

Die Verwendung von Humandaten wird in den Abschnitten 1.1.1.3, 1.1.1.4 und 1.1.1.5 behandelt.

3.4.2.1.2.3.

Die oben genannten Nachweise können sein:

a) 

die Krankengeschichte und Daten aus geeigneten Lungenfunktionsprüfungen im Zusammenhang mit der Exposition gegenüber diesem Stoff, gestützt durch weitere Nachweise wie:

i) 

immunologische Untersuchungen in vivo (z. B. Prick-Test),

ii) 

immunologische Untersuchungen in vitro (z. B. serologische Tests),

iii) 

Studien, die andere spezifische Überempfindlichkeitsreaktionen anzeigen können, bei denen aber keine immunologischen Wirkmechanismen nachgewiesen wurden (z. B. wiederholte geringfügige Reizung, pharmakologisch vermittelte Wirkungen),

iv) 

Ähnlichkeit mit der chemischen Struktur von Stoffen, die bekanntermaßen Atemwegsüberempfindlichkeit hervorrufen;

b) 

Daten aus einem oder mehreren positiven bronchialen Provokationstests, die mit dem Stoff gemäß anerkannten Leitlinien für die Bestimmung spezifischer Überempfindlichkeitsreaktionen durchgeführt wurden.

3.4.2.1.2.4.

Die Krankengeschichte muss die medizinische und die berufliche Vorgeschichte des Patienten berücksichtigen, um einen Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber einem bestimmten Stoff und der Entstehung einer Überempfindlichkeit der Atemwege herleiten zu können. In Betracht zu ziehen sind hierbei weitere ins Gewicht fallende Faktoren, sowohl aus dem häuslichen Bereich als auch vom Arbeitsplatz, Beginn und Verlauf der Krankheit, die familiäre Vorgeschichte und die Krankengeschichte des betroffenen Patienten. Die Krankengeschichte muss auch Aufschluss über andere allergische Erkrankungen oder Atemwegsbeschwerden von Kindheit an sowie die Rauchgewohnheiten geben.

3.4.2.1.2.5.

Positive bronchiale Provokationstests allein gelten schon als ausreichende Belege für eine Einstufung. In der Praxis werden allerdings viele Befunde der vorgenannten Untersuchungen bereits vorliegen.

3.4.2.1.3.   Tierstudien

3.4.2.1.3.1.

Zu den Daten aus geeigneten Tierstudien ( 12 ), die als Hinweis darauf gewertet werden können, dass ein Stoff bei Einatmen Sensibilisierungen beim Menschen ( 13 ) hervorrufen kann, gehören beispielsweise:

a) 

Bestimmungen des Immunglobulin E (IgE) und anderer spezifischer immunologischer Parameter an Mäusen,

b) 

spezifische Lungenreaktionen bei Meerschweinchen.

3.4.2.2.   Hautallergene

3.4.2.2.1.   Gefahrenkategorien

3.4.2.2.1.1.

Hautallergene sind in die Kategorie 1 einzustufen, wenn die Daten für die Einstufung in eine Unterkategorie nicht ausreichen.

3.4.2.2.1.2.

Bei ausreichender Datenlage ermöglicht es eine verfeinerte Bewertung nach Abschnitt 3.4.2.2.1.3, ein Hautallergen als starkes Allergen in Unterkategorie 1A oder als sonstiges Hautallergen in Unterkategorie 1B einzustufen.

3.4.2.2.1.3.

Entweder beim Menschen oder beim Tier beobachtete Wirkungen begründen in der Regel eine über das Verfahren der Beweiskraftermittlung erfolgende Einstufung als Hautallergen gemäß Abschnitt 3.4.2.2.2. Stoffe können im Wege der Beweiskraftermittlung anhand der Kriterien von Tabelle 3.4.2 und aufgrund zuverlässiger und hochwertiger Nachweise, die aus Fallstudien, epidemiologischen Studien und/oder Beobachtungen bei geeigneten Studien an Versuchstieren entsprechend den Leitwerten in den Abschnitten 3.4.2.2.2.1 und 3.4.2.2.3.2 bei Unterkategorie 1A und den Leitwerten in den Abschnitten 3.4.2.2.2.2 und 3.4.2.2.3.3 bei Unterkategorie 1B abgeleitet wurden, einer der beiden Unterkategorien 1A oder 1B zugeordnet werden.

3.4.2.2.1.4.

Stoffe sind nach den Kriterien von Tabelle 3.4.2 als Hautallergene einzustufen:



Tabelle 3.4.2

Gefahrenkategorie und Gefahrenunterkategorien für Hautallergene

Kategorie

Kriterien

Kategorie 1

Falls die Daten für die Einstufung von Stoffen in Unterkategorien nicht ausreichend sind, sind diese nach folgenden Kriterien als Hautallergene (Kategorie 1) einzustufen:

a)  aufgrund von Nachweisen beim Menschen, dass der Stoff bei einer erheblichen Anzahl von Personen eine Sensibilisierung durch Hautkontakt verursachen kann oder

b)  aufgrund positiver Befunde aus einem geeigneten Tierversuch (siehe dazu die spezifischen Kriterien in Abschnitt 3.4.2.2.4.1).

Unterkategorie 1A:

Es ist davon auszugehen, dass Stoffe, bei denen es sehr häufig zu einem Auftreten beim Menschen kommt und/oder bei denen eine hohe Sensibilisierungsstärke beim Tier zu beobachten ist, beim Menschen eine erhebliche Sensibilisierung auslösen können. Auch die Schwere der Reaktion kann berücksichtigt werden.

Unterkategorie 1B:

Es ist davon auszugehen, dass Stoffe, bei denen es mit geringer bis mäßiger Häufigkeit zu einem Auftreten beim Menschen kommt und/oder bei denen eine geringe bis mäßige Sensibilisierungsstärke beim Tier zu beobachten ist, beim Menschen eine Sensibilisierung auslösen können. Auch die Schwere der Reaktion kann berücksichtigt werden.

3.4.2.2.2.   Erfahrungen beim Menschen

3.4.2.2.2.1.

Die Nachweise für die Unterkategorie 1A aufgrund von Erfahrungen beim Menschen können Folgendes umfassen:

a) 

positive Reaktionen bei ≤ 500 μg/cm2 (HRIPT, HMT — Induzierungsschwelle);

b) 

Ergebnisse diagnostischer Epikutantests, bei denen in einer definierten Population eine relativ hohe und bedeutende Inzidenz von Reaktionen im Verhältnis zu einer relativ geringen Exposition auftritt;

c) 

andere epidemiologische Nachweise, bei denen eine relativ hohe und bedeutende Inzidenz von allergischen Kontaktdermatitiden im Verhältnis zu einer relativ geringen Exposition auftritt.

3.4.2.2.2.2.

Die Nachweise für die Unterkategorie 1B aufgrund von Erfahrungen beim Menschen können Folgendes umfassen:

a) 

positive Reaktionen bei > 500 μg/cm2 (HRIPT, HMT — Induktionsschwelle);

b) 

Ergebnisse diagnostischer Epikutantests, bei denen in einer definierten Population eine relativ geringe, aber bedeutende Inzidenz von Reaktionen im Verhältnis zu einer relativ starken Exposition auftritt;

c) 

andere epidemiologische Nachweise, bei denen eine relativ geringe, aber bedeutende Inzidenz von allergischen Kontaktdermatitiden im Verhältnis zu einer relativ starken Exposition auftritt.

Die Verwendung von Humandaten wird in den Abschnitten 1.1.1.3, 1.1.1.4 und 1.1.1.5 behandelt.

3.4.2.2.3.   Tierstudien

3.4.2.2.3.1.

Für Kategorie 1 gilt bei der Anwendung einer Adjuvans-Prüfmethode für die Sensibilisierung der Haut eine Reaktion bei mindestens 30 % der Versuchstiere als positiver Befund. Bei einem Test ohne Adjuvans an Meerschweinchen gilt eine Reaktion bei mindestens 15 % der Versuchstiere als positiver Befund. Für Kategorie 1 gilt ein Stimulationsindex von Drei oder höher beim lokalen Lymphknotentest als positiver Befund. Testmethoden zur Hautsensibilisierung sind in der OECD-Leitlinie 406 (Meerschweinchen-Maximierungstest und Mehrschweinchentest nach Bühler) und der OECD-Leitlinie 429 (lokaler Lymphknotentest) beschrieben. Andere Methoden sind zulässig, sofern sie ordnungsgemäß validiert sind und eine wissenschaftliche Begründung angegeben wird. Der MEST (Mouse Ear Swelling Test) wäre beispielsweise ein zuverlässiger Screening-Test für die Erkennung mäßiger bis starker Allergene und könnte als erste Stufe bei der Bewertung des Hautsensibilisierungspotenzials verwendet werden.

3.4.2.2.3.2.

Die Ergebnisse von Tierversuchen für die Unterkategorie 1A können Daten mit den Werten nach Tabelle 3.4.3 umfassen:



Tabelle 3.4.3

Ergebnisse von Tierversuchen für die Unterkategorie 1A

Assay

Kriterien

Lokaler Lymphknotentest

EC3-Wert ≤ 2 %

Meerschweinchen-Maximierungstest

≥ 30 % mit Reaktion bei ≤ 0,1 % der intradermalen Induktionsdosis oder

≥ 60 % mit Reaktion bei > 0,1 % bis ≤ 1 % der intradermalen Induktionsdosis

Bühler-Assay

≥ 15 % mit Reaktion bei ≤ 0,2 % der topischen Induktionsdosis oder

≥ 60 % mit Reaktion bei > 0,2 % bis ≤ 20 % der topischen Induktionsdosis

3.4.2.2.3.3.

Die Ergebnisse von Tierversuchen für die Unterkategorie 1B können Daten mit den Werten nach Tabelle 3.4.4 umfassen:



Tabelle 3.4.4

Ergebnisse von Tierversuchen für die Unterkategorie 1B

Assay

Kriterien

Lokaler Lymphknotentest

EC3-Wert > 2 %

Meerschweinchen-Maximierungstest

≥ 30 % bis < 60 % mit Reaktion bei > 0,1 % bis ≤ 1 % der intradermalen Induktionsdosis oder

≥ 30 % mit Reaktion bei > 1 % der intradermalen Induktionsdosis

Bühler-Assay

≥ 15 % bis < 60 % mit Reaktion bei > 0,2 % bis ≤ 20 % der topischen Induktionsdosis oder

≥ 15 % mit Reaktion bei > 20 % der topischen Induktionsdosis

3.4.2.2.4.   Besondere Erwägungen

3.4.2.2.4.1.

Zur Einstufung eines Stoffes müssen einer oder mehrere der folgenden Nachweise vorliegen und einer Beweiskraftermittlung unterzogen werden:

a) 

positive Daten aus Epikutantests, in der Regel aus mehr als einer dermatologischen Klinik;

b) 

epidemiologische Untersuchungen, die zeigen, dass der Stoff eine allergische Kontaktdermatitis verursacht. Besonders aufmerksam sind Fälle zu betrachten, in denen ein hoher Anteil der Exponierten charakteristische Symptome zeigt, selbst wenn die Zahl der Fälle insgesamt klein ist;

c) 

positive Daten aus geeigneten Tierstudien;

d) 

positive Daten aus experimentellen Studien an menschlichen Probanden (siehe Abschnitt 1.3.2.4.7);

e) 

gut dokumentierte Fälle von allergischer Kontaktdermatitis, in der Regel aus mehr als einer dermatologischen Klinik;

f) 

auch die Schwere der Reaktion kann berücksichtigt werden.

3.4.2.2.4.2.

Nachweise aus Studien an Tieren sind generell weit zuverlässiger als aus der Exposition von Menschen gewonnene Nachweise. Falls Nachweise aus beiden Quellen verfügbar sind und die Ergebnisse einander widersprechen, müssen allerdings Qualität und Zuverlässigkeit der Nachweise aus beiden Quellen bewertet werden, um die Frage der Einstufung von Fall zu Fall beantworten zu können. Normalerweise werden Erfahrungen beim Menschen nicht aus kontrollierten Versuchen mit Freiwilligen zu Einstufungszwecken, sondern vielmehr im Rahmen einer Risikobewertung zur Bestätigung negativer Tierversuche gewonnen. Positive Daten über eine Hautsensibilisierung beim Menschen stammen daher gewöhnlich aus Fall-Kontroll-Studien oder anderen weniger klar definierten Untersuchungen. Derartige Befunde müssen deshalb sorgfältig bewertet werden, weil die Häufigkeit der Fälle neben den intrinsischen Stoffeigenschaften auch Faktoren wie die Exposition, Bioverfügbarkeit, individuelle Prädisposition und die ergriffenen Vorsichtsmaßnahmen widerspiegelt. Negative Erfahrungen beim Menschen sollten normalerweise keine positiven Befunde aus Tierstudien widerlegen. Sowohl bei den an Menschen als auch bei den an Tieren gewonnenen Daten ist die Wirkung des Vehikels zu berücksichtigen.

3.4.2.2.4.3.

Trifft keine der vorstehenden Bedingungen zu, erübrigt sich eine Einstufung des Stoffes als Hautallergen. Allerdings kann eine Kombination von zwei oder mehreren der nachstehend aufgeführten Indikatoren für die Hautsensibilisierung zu einer anderen Entscheidung führen. Dies ist von Fall zu Fall zu prüfen.

a) 

Isoliert auftretende Fälle allergischer Kontaktdermatitis;

b) 

epidemiologische Untersuchungen von begrenzter Aussagekraft, weil beispielsweise Zufall oder Störfaktoren („bias“, „confounding“) nicht mit hinreichender Zuverlässigkeit vollständig ausgeschlossen worden sind;

c) 

Daten aus Tierversuchen, die nach geltenden Standards durchgeführt wurden und deren Ergebnisse die in Abschnitt 3.4.2.2.3 angegebenen Kriterien für einen positiven Befund zwar nicht erfüllen, sich jedoch diesen so weit nähern, dass sie als positiver Hinweis gelten können;

d) 

durch andere als Standardverfahren gewonnene positive Befunde;

e) 

Positive Ergebnisse von strukturell eng verwandten Analoga.

3.4.2.2.4.4.

Immunologische Kontakturtikaria

Stoffe, die die Kriterien für die Einstufung als Inhalationsallergene erfüllen, können außerdem immunologische Kontakturtikaria verursachen. Hier ist zu erwägen, ob diese Stoffe auch als Hautallergene einzustufen sind. Bei Stoffen, die eine immunologische Kontakturtikaria hervorrufen, jedoch nicht den Kriterien für Inhalationsallergene genügen, sollte auch geprüft werden, ob sie als Hautallergen eingestuft werden sollten.

Es ist noch kein anerkanntes Tiermodell verfügbar, um Stoffe zu erkennen, die immunologische Kontakturtikaria hervorrufen. Die Einstufung erfolgt deshalb in der Regel aufgrund von Erfahrungen beim Menschen, die denen bei der Hautsensibilisierung ähneln.

▼B

3.4.3.   Einstufungskriterien für Gemische

3.4.3.1.   Einstufung von Gemischen, bei denen Daten für das komplette Gemisch vorliegen

3.4.3.1.1 Liegen für das Gemisch zuverlässige und qualitativ hochwertige Daten aus Erfahrungen beim Menschen oder aus geeigneten Studien an Versuchstieren vor, wie bei den Kriterien für Stoffe beschrieben, dann kann das Gemisch durch Ermittlung der Beweiskraft dieser Daten eingestuft werden. Bei der Bewertung der Daten zu Gemischen muss man sich sorgfältig vergewissern, dass die Ergebnisse in Bezug auf die Expositionshöhen schlüssig sind.

3.4.3.2.   Einstufung von Gemischen, bei denen keine Daten für das komplette Gemisch vorliegen: Übertragungsgrundsätze

3.4.3.2.1 Wurde nicht das Gemisch selbst auf seine sensibilisierenden Eigenschaften geprüft, liegen jedoch ausreichende Daten über seine einzelnen Bestandteile und über ähnliche geprüfte Gemische vor, um die Gefahren des Gemisches angemessen zu beschreiben, dann sind diese Daten nach Maßgabe der Übertragungsvorschriften des Abschnitts 1.1.3 zu verwenden.

3.4.3.3.   Einstufung von Gemischen, wenn Daten für alle oder nur manche Bestandteile des Gemisches vorliegen

3.4.3.3.1 Das Gemisch ist als Inhalations- oder Hautallergen einzustufen, wenn mindestens einer seiner Bestandteile als Inhalations- oder Hautallergen eingestuft worden ist und dessen Konzentration den jeweiligen allgemeinen Konzentrationsgrenzwert für Feststoffe/Flüssigkeiten und Gase gemäß ►M2  Tabelle 3.4.5 ◄ erreicht oder übersteigt.

3.4.3.3.2. Einige Stoffe, die als Allergene eingestuft sind, können bei einzelnen Personen, die gegenüber dem Stoff oder Gemisch bereits sensibilisiert sind, eine Reaktion hervorrufen, wenn sie in einem Gemisch in Mengen enthalten sind, die unter den in ►M2  Tabelle 3.4.5 ◄ festgelegten Konzentrationen liegen (siehe Hinweis 1 zu ►M2  Tabelle 3.4.6 ◄ ).

▼M2



Tabelle 3.4.5

Allgemeine Konzentrationsgrenzwerte der entweder als Inhalations- oder als Hautallergene eingestuften Bestandteile eines Gemisches, die zur Einstufung des Gemisches führen

Bestandteil eingestuft als

Allgemeine Konzentrationsgrenzwerte, die zu folgender Einstufung des Gemisches führen:

sensibilisierend für die Atemwege

Kategorie 1

hautsensibilisierend

Kategorie 1

fest/flüssig

gasförmig

alle Aggregatzustände

sensibilisierend für die Atemwege

Kategorie 1

≥ 1,0 %

≥ 0,2 %

 

sensibilisierend für die Atemwege

Unterkategorie 1A

≥ 0,1 %

≥ 0,1 %

 

sensibilisierend für die Atemwege

Unterkategorie 1B

≥ 1,0 %

≥ 0,2 %

 

hautsensibilisierend

Kategorie 1

 

 

≥ 1,0 %

Hautsensibilisierend

Unterkategorie 1A

 

 

≥ 0,1 %

hautsensibilisierend

Unterkategorie 1B

 

 

≥ 1,0 %

▼M2



Tabelle 3.4.6

Konzentrationsgrenzwerte für die Auslösung einer allergischen Reaktion durch Bestandteile eines Gemisches

Bestandteil eingestuft als

Konzentrationsgrenzwerte für die Auslösung einer allergischen Reaktion

Sensibilisierend für die Atemwege

Kategorie 1

Hautsensibilisierend

Kategorie 1

fest/flüssig

gasförmig

alle Aggregatzustände

sensibilisierend für die Atemwege

Kategorie 1

≥ 0,1 % (Hinweis 1)

≥ 0,1 % (Hinweis 1)

 

sensibilisierend für die Atemwege

Unterkategorie 1A

≥ 0,01 % (Hinweis 1)

≥ 0,01 % (Hinweis 1)

 

sensibilisierend für die Atemwege

Unterkategorie 1B

≥ 0,1 % (Hinweis 1)

≥ 0,1 % (Hinweis 1)

 

hautsensibilisierend

Kategorie 1

 

 

≥ 0,1 % (Hinweis 1)

hautsensibilisierend

Unterkategorie 1A

 

 

≥ 0,01 % (Hinweis 1)

hautsensibilisierend

Unterkategorie 1B

 

 

≥ 0,1 % (Hinweis 1)

▼M4

Hinweis 1:

Dieser Konzentrationsgrenzwert für die Auslösung einer allergischen Reaktion wird für die Anwendung der besonderen Kennzeichnungsvorschriften gemäß Anhang II Abschnitt 2.8 eingesetzt, um bereits sensibilisierte Personen zu schützen. Enthält das Gemisch einen Bestandteil, der diese Konzentration erreicht oder überschreitet, ist ein Sicherheitsdatenblatt erforderlich. Bei sensibilisierenden Stoffen mit einem spezifischen Konzentrationsgrenzwert unter 0,1 % ist der Konzentrationsgrenzwert für die Auslösung einer allergischen Reaktion auf ein Zehntel des spezifischen Konzentrationsgrenzwerts festzulegen.

▼B

3.4.4.   Gefahrenkommunikation

▼M2

3.4.4.1. Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 3.4.7 zu verwenden.

▼M4



Tabelle 3.4.7

Kennzeichnungselemente für die Sensibilisierung der Haut oder der Atemwege

Einstufung

Sensibilisierung der Atemwege

Sensibilisierung der Haut

Kategorie 1 und Unterkategorien 1A und 1B

Kategorie 1 und Unterkategorien 1A und 1B

GHS-Piktogramm

image

image

Signalwort

Gefahr

Achtung

Gefahrenhinweis

H334: Kann bei Einatmen Allergie, asthmaartige Symptome oder Atembeschwerden verursachen.

H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen

Sicherheitshinweise — Prävention

P261

P284

P261

P272

P280

Sicherheitshinweise — Reaktion

P304 + P340

P342 + P311

P302 + P352

P333 + P313

P321

P362 + P364

Sicherheitshinweise — Lagerung

 

 

Sicherheitshinweise — Entsorgung

P501

P501

▼B

3.5.   Keimzellmutagenität

3.5.1.   Begriffsbestimmungen und allgemeine Erwägungen

3.5.1.1.  Mutation: eine dauerhafte Veränderung von Menge oder Struktur des genetischen Materials einer Zelle. Der Begriff Mutation gilt sowohl für vererbbare genetische Veränderungen, die sich im Phänotyp ausdrücken können, als auch für die zugrunde liegenden DNA-Veränderungen, sofern sie bekannt sind (einschließlich spezifischer Basenpaar-Veränderungen und chromosomaler Translokationen). Die Begriffe mutagen/keimzellmutagen und Mutagen werden bei Stoffen verwendet, die zu einer gesteigerten Mutationshäufigkeit in Populationen von Zellen und/oder Organismen führen.

3.5.1.2. Die allgemeineren Begriffe genotoxisch und Genotoxizität werden bei Stoffen oder Prozessen verwendet, die die Struktur, den Informationsgehalt oder Segregation von DNA verändern, darunter auch solche, die durch die Störung normaler Replikationsabläufe DNA-Schäden verursachen oder die die DNA-Replikation auf nichtphysiologische Weise (vorübergehend) verändern. Die Ergebnisse von Genotoxizitätsprüfungen dienen in der Regel als Indikatoren für mutagene Wirkungen.

3.5.2.   Einstufungskriterien für Stoffe

3.5.2.1. Diese Gefahrenklasse betrifft hauptsächlich Stoffe, die Mutationen in den Keimzellen von Menschen auslösen können, die an die Nachkommen weitergegeben werden können. Bei der Einstufung von Stoffen und Gemischen in dieser Gefahrenklasse finden jedoch auch die Ergebnisse von Mutagenitäts -oder Genotoxizitätsprüfungen Berücksichtigung, die in vitro und an Soma- und Keimzellen von Säugern in vivo durchgeführt werden.

3.5.2.2. Für die Zwecke der Einstufung aufgrund der Keimzellmutagenität werden die Stoffe einer der beiden Kategorien gemäß Tabelle 3.5.1 zugeordnet.



Tabelle 3.5.1

Gefahrenkategorien für Keimzell-Mutagene

Kategorien

Kriterien

KATEGORIE 1:

Stoffe, die bekanntermaßen vererbbare Mutationen verursachen oder die so angesehen werden sollten, als wenn sie vererbbare Mutationen an menschlichen Keimzellen auslösen

Stoffe, die bekanntermaßen vererbbare Mutationen in Keimzellen von Menschen verursachen

Kategorie 1A:

Die Einstufung in die Kategorie 1A beruht auf positiven Befunden aus epidemiologischen Studien an Menschen.

Stoffe, die so angesehen werden sollten, als wenn sie vererbbare Mutationen an menschlichen Keimzellen auslösen

Kategorie 1B:

Die Einstufung in Kategorie 1B beruht auf:

— positiven Befunden von In-vivo-Prüfungen auf vererbbare Keimzellmutagenität bei Säugern oder

— positiven Befunden von In-vivo Mutagenitätsprüfungen an Somazellen von Säugern in Verbindung mit Hinweisen darauf, dass der Stoff das Potenzial hat, an Keimzellen Mutationen zu verursachen. ►C4  Diese unterstützenden Nachweise können sich beispielsweise aus in vivo Mutagenitäts-/Genotoxizitäts-Prüfungen an Keimzellen ergeben oder aus dem Aufzeigen der Fähigkeit des Stoffes oder seines/-r Metaboliten mit dem genetischen Material von Keimzellen zu interagieren, oder ◄

— positiven Befunden von Prüfungen, die mutagene Wirkungen an Keimzellen von Menschen zeigen, allerdings ohne Nachweis der Weitergabe an die Nachkommen; dazu gehört beispielsweise eine Zunahme der Aneuploidierate in Spermien exponierter Personen.

KATEGORIE 2:

Stoffe, die für Menschen bedenklich sind, weil sie möglicherweise vererbbare Mutationen in Keimzellen von Menschen auslösen können

Einstufungen in Kategorie 2 beruhen auf:

— positiven Befunden bei Versuchen an Säugern und/oder in manchen Fällen aus In-vitro-Versuchen, die erhalten wurden aus:

— 

— In-vivo-Mutagenitätsprüfungen an Somazellen von Säugern oder

— anderen In-vivo-Genotoxizitätsprüfungen an Somazellen, die durch positive Befunde aus In- vitro Mutagenitäts-Prüfungen gestützt werden.

Hinweis: Stoffe mit positiven Befunden aus In-vitro Mutagenitäts-Prüfungen bei Säugern, die zudem eine chemische Struktur-Wirkungs-Beziehung zu bekannten Keimzellmutagenen aufweisen, sind auf eine Einstufung als keimzellmutagen der Kategorie 2 zu prüfen.

3.5.2.3.   Besondere Erwägungen für die Einstufung von Stoffen als Keimzellmutagene

3.5.2.3.1 Zum Zwecke der Einstufung werden die Prüfergebnisse von Versuchen zur Ermittlung der mutagenen und/oder genotoxischen Wirkungen in den Keim- und/oder Somazellen von exponierten Tieren berücksichtigt. Mutagene und/oder genotoxische Wirkungen, die mittels in vitro Prüfungen ermittelt wurden, sind ebenfalls zu berücksichtigen.

3.5.2.3.2 Das System ist gefahrenbasiert und sieht vor, dass Stoffe anhand ihrer intrinsischen Fähigkeit zur Erzeugung von Mutationen in Keimzellen eingestuft werden. Daher ist dieses Schema auch nicht für die (quantitative) Risikobewertung von Stoffen gedacht.

3.5.2.3.3 Die Einstufung nach vererbbaren Wirkungen auf menschliche Keimzellen erfolgt anhand ordnungsgemäß durchgeführter und ausreichend validierter Versuche, vorzugsweise wie sie in der Verordnung (EG) Nr. 440/2008, die nach Artikel 13 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 erlassen wurde („Prüfmethodenverordnung“) beschrieben sind, wie die in den folgenden Absätzen aufgeführten Versuche. Die Versuchsergebnisse sind mit Hilfe einer Beurteilung durch Experten vorzunehmen und alle verfügbaren Daten sind einer ihrer Ermittlung der Beweiskraft zu unterziehen, um zu einer Einstufung zu gelangen.

3.5.2.3.4  In-vivo-Prüfungen auf vererbbare Keimzell-Mutagenität wie etwa:

— 
Dominant-Letal-Test an Nagern
— 
Assay zur vererbbaren Translokation an Mäusen

3.5.2.3.5  In-vivo-Mutagenitätsprüfungen an Somazellen wie etwa:

— 
Chromosomenaberrationstest am Knochenmark von Säugetieren

▼M12 —————

▼B

— 
Erythrozyten-Mikrokerntest an Säugetieren

3.5.2.3.6 Mutagenitäts-/Genotoxizitätsprüfungen an Keimzellen wie etwa:

a) 

Mutagenitätsprüfungen:

— 
Spermatogonien-Chromosomenaberrationstest an Säugetieren
— 
Spermatiden-Mikrokern-Assay
b) 

Genotoxizitätsprüfungen:

— 
Schwesterchromatid-Austausch-Test an Spermatogonien
— 
Test auf außerplanmäßige DNA-Synthese (UDS) an Testikelzellen

3.5.2.3.7 Genotoxizitätsprüfungen an Somazellen wie etwa:

— 
In-vivo-Test auf außerplanmäßige DNA-Synthese (UDS) an Leberzellen
— 
Schwesterchromatid-Austausch-Test (SCE) am Knochenmark von Säugetieren

3.5.2.3.8  In-vitro-Mutagenitätstests wie etwa:

— 
In-vitro-Chromosomenaberrationstest an Säugetieren
— 
In-vitro-Genmutationstest an Säugetierzellen
— 
Rückmutationstests an Bakterien

3.5.2.3.9 Die Einstufung einzelner Stoffe erfolgt mit Hilfe einer Beurteilung durch Experten auf der Grundlage der Beweiskraft sämtlicher verfügbaren Daten (siehe Abschnitt 1.1.1). Wird ein einzelner ordnungsgemäß durchgeführter Versuch zur Einstufung herangezogen, muss dieser klare und eindeutig positive Befunde ergeben. Wenn neue, ordnungsgemäß validierte Testverfahren verfügbar werden, dann können sie auch zur Beurteilung der Beweiskraft sämtlicher Daten herangezogen werden. Auch die Relevanz des in der Studie verwendeten Expositionswegs des Stoffes im Vergleich zum wahrscheinlichsten Expositionsweg beim Menschen ist zu berücksichtigen.

3.5.3.   Einstufungskriterien für Gemische

3.5.3.1.   Einstufung von Gemischen, wenn Daten für alle oder nur manche Bestandteile des Gemisches vorliegen

3.5.3.1.1 Gemische werden als mutagen eingestuft, wenn mindestens ein Bestandteil als Mutagen der Kategorie 1A, der Kategorie 1B oder der Kategorie 2 eingestuft worden ist und seine Konzentration die entsprechenden allgemeinen Konzentrationsgrenzwert für Kategorie 1A, Kategorie 1B oder Kategorie 2 gemäß Tabelle 3.5.2 erreicht oder übersteigt.

▼M4



Tabelle 3.5.2

Allgemeine Konzentrationsgrenzwerte der als keimzellmutagen eingestuften Bestandteile eines Gemisches, die zur Einstufung des Gemisches führen

Bestandteil eingestuft als:

Konzentrationsgrenzwerte, die zur Einstufung des Gemisches in folgende Kategorie führen:

Mutagen der Kategorie 1

Mutagen der Kategorie 2

Kategorie 1A

Kategorie 1B

Mutagen der Kategorie 1A

≥ 0,1 %

Mutagen der Kategorie 1B

≥ 0,1 %

Mutagen der Kategorie 2

≥ 1,0 %

▼B

Hinweis:

Die Konzentrationsgrenzwerte der vorstehenden Tabelle gelten für Feststoffe und Flüssigkeiten (in w/w) sowie für Gase (in v/v).

3.5.3.2.   Einstufung von Gemischen, bei denen Daten für das komplette Gemisch vorliegen

►C9  3.5.3.2.1 Die Einstufung von Gemischen beruht auf den verfügbaren Testdaten für die einzelnen Bestandteile des Gemisches, wobei Konzentrationsgrenzwerte für Bestandteile gelten, die als Keimzell-Mutagene eingestuft sind. ◄ Im Einzelfall können Versuchsdaten für Gemische zur Einstufung herangezogen werden, wenn sie auf Wirkungen hinweisen, die bei einer Beurteilung der einzelnen Bestandteile nicht zu erkennen waren. In solchen Fällen ist nachzuweisen, dass die Versuchsergebnisse für das Gemisch insgesamt schlüssig sind, wobei die eingesetzten Dosen und weitere Faktoren wie Expositionsdauer, weitere Beobachtungen, Empfindlichkeit und statistische Analyse des jeweiligen Keimzellmutagenitätsprüfsystems zu berücksichtigen sind. Es sind geeignete Unterlagen zur Begründung der Einstufung aufzubewahren und auf Verlangen zur Überprüfung vorzulegen.

3.5.3.3.   Einstufung von Gemischen, bei denen keine Daten für das komplette Gemisch vorliegen: Übertragungsgrundsätze

3.5.3.3.1. Wurde das Gemisch selbst nicht auf seine Keimzellmutagenität geprüft, liegen jedoch (vorbehaltlich des Abschnittes 3.5.3.2.1) ausreichende Daten über seine Einzelbestandteile und über ähnliche geprüfte Gemische vor, um die Gefahren des Gemisches angemessen zu beschreiben, dann sind diese Daten nach Maßgabe der Übertragungsvorschriften des Abschnitts 1.1.3 zu verwenden.

3.5.4.   Gefahrenkommunikation

3.5.4.1. Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 3.5.3 zu verwenden.

▼M4



Tabelle 3.5.3

Kennzeichnungselemente für Keimzellmutagenität

Einstufung

Kategorie 1

(Kategorien 1A, 1B)

Kategorie 2

GHS-Piktogramm

image

image

Signalwort

Gefahr

Achtung

Gefahrenhinweis

H340: Kann genetische Defekte verursachen (Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht)

H341: Kann vermutlich genetische Defekte verursachen (Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht)

Sicherheitshinweise — Prävention

P201

P202

P280

P201

P202

P280

Sicherheitshinweise — Reaktion

P308 + P313

P308 + P313

Sicherheitshinweise — Lagerung

P405

P405

Sicherheitshinweise — Entsorgung

P501

P501

▼B

3.5.5   Zusätzliche Erwägungen für die Einstufung

Es ist zunehmend anerkannt, dass die durch chemische Stoffe ausgelöste Karzinogenese beim Menschen und beim Tier zu genetischen Veränderungen beispielsweise von Protoonkogenen und/oder Tumorsuppressorgenen von Somazellen führt. Daher kann der In-vivo-Nachweis von keimzellmutagenen Eigenschaften eines Stoffes bei Soma- und/oder Keimzellen von Säugetieren Auswirkungen auf die potenzielle Einstufung dieser Stoffe als karzinogen haben (siehe auch Karzinogenität, Kapitel 3.6, Abschnitt 3.6.2.2.6).

3.6.   Karzinogenität

3.6.1.   Begriffsbestimmung

3.6.1.1. Ein Stoff oder ein Gemisch, der/das Krebs erzeugen oder die Krebshäufigkeit erhöhen kann, wird als karzinogen angesehen. Bei Stoffen, die in ordnungsgemäß durchgeführten Tierstudien gutartige und bösartige Tumore induziert haben, ist ebenfalls von der Annahme auszugehen, dass die Exposition eines Menschen gegenüber dem Stoff wahrscheinlich Krebs erzeugen kann, sofern nicht eindeutige Nachweise dafür vorliegen, dass der Mechanismus der Tumorbildung beim Menschen nicht von Bedeutung ist.

3.6.2.   Einstufungskriterien für Stoffe

3.6.2.1. Zur Einstufung nach ihrer karzinogenen Wirkung werden Stoffe anhand der Aussagekraft der Nachweise und zusätzlicher Erwägungen (Beweiskraft der Daten) einer von zwei Kategorien zugeordnet. In manchen Fällen kann auch eine Einstufung nach dem jeweiligen Expositionsweg gerechtfertigt sein, sofern schlüssig nachgewiesen werden kann, dass bei keinem anderen Expositionsweg Gefahren bestehen.



Tabelle 3.6.1

Gefahrenkategorien für karzinogene Stoffe

Kategorien

Kriterien

KATEGORIE 1:

Bekanntermaßen oder wahrscheinlich beim Menschen karzinogen

Ein Stoff wird anhand epidemiologischer und/oder Tierversuchsdaten als karzinogen der Kategorie 1 eingestuft. Die Einstufung eines Stoffes kann weiter wie folgt differenziert werden:

Kategorie 1A:

Kategorie 1A für Stoffe, die bekanntermaßen beim Menschen karzinogen sind; die Einstufung erfolgt überwiegend aufgrund von Nachweisen beim Menschen;

Kategorie 1B

Kategorie 1B, für Stoffe, die wahrscheinlich beim Menschen karzinogen sind; die Einstufung erfolgt überwiegend aufgrund von Nachweisen bei Tieren.

 

Die Einstufung in Kategorie 1A und 1B beruht auf der Aussagekraft der Nachweise in Verbindung mit zusätzlichen Hinweisen (siehe Abschnitt 3.6.2.2). Diese Nachweise können entweder:

— aus epidemiologischen Studien, die einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der Exposition von Menschen gegenüber einem Stoff und der Entwicklung von Krebs herstellen (bekanntes Humankarzinogen), oder

— aus Tierversuchen stammen, deren Beweiskraft ausreicht (), eine karzinogene Wirkung beim Tier (wahrscheinliches Humankarzinogen) nachzuweisen.

 

Darüber hinaus kann es im Einzelfall aufgrund einer wissenschaftlichen Beurteilung gerechtfertigt sein, eine Entscheidung über die wahrscheinliche karzinogene Wirkung beim Menschen auf Untersuchungen zu stützen, die nur begrenzte Nachweise auf eine karzinogene Wirkung beim Menschen in Verbindung mit begrenzten Nachweisen bei Versuchstieren ergaben.

KATEGORIE 2

Verdacht auf karzinogene Wirkung beim Menschen

Die Einstufung eines Stoffes in Kategorie 2 erfolgt aufgrund von Nachweisen aus Studien an Mensch und/oder Tier, die jedoch nicht hinreichend genug für eine Einstufung des Stoffes in Kategorie 1A oder 1B sind, anhand der Aussagekraft der Nachweise und zusätzlicher Hinweise (siehe Abschnitt 3.6.2.2). Solche Nachweise können entweder aus Studien beim Menschen, die einen Verdacht auf karzinogene Wirkung () begründen, oder aus Tierstudien, die einen Verdacht karzinogene Wirkungen ergeben, stammen.

(1)   Hinweis: siehe 3.6.2.2.4.

3.6.2.2.   Besondere Erwägungen für die Einstufung von Stoffen als karzinogen

3.6.2.2.1 Die Einstufung als karzinogen erfolgt aufgrund von Nachweisen, die in zuverlässigen und anerkannten Untersuchungen gewonnen wurden, und betrifft Stoffe mit der intrinsischen Eigenschaft, Krebs zu erzeugen. Die Bewertung muss auf allen vorhandenen Daten beruhen, darunter von Experten begutachtete veröffentlichte Studien und auf zusätzlichen anerkannten Daten.

3.6.2.2.2 Die Einstufung eines Stoffes als karzinogen ist ein Vorgang, der zwei miteinander in Zusammenhang stehende Prozesse beinhaltet: die Bewertung der Stärke der Beweiskraft der Nachweise und die Berücksichtigung aller anderen maßgeblichen Informationen, die für die Einstufung von Stoffen mit möglicher karzinogener Wirkung beim Menschen nach Gefahrenkategorien von Bedeutung sind.

3.6.2.2.3 Die Bewertung der Stärke der Beweiskraft der Nachweise umfasst die quantitative Auswertung der aufgetretenen Tumore in epidemiologischen und tierexperimentellen Studien und die Bestimmung ihrer statistischen Signifikanz. Ausreichende Nachweise beim Menschen lassen einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der Exposition und der Entwicklung von Krebs erkennen, während ausreichende Nachweise beim Tier einen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Stoff und einer erhöhten Tumorhäufigkeit zeigen. Ein Verdacht auf karzinogene Wirkung beim Menschen liegt bei einem positiven Zusammenhang von Exposition und Krebs vor, ein ursächlicher Zusammenhang ist jedoch nicht klar erwiesen. Ein Verdacht auf karzinogene Wirkung besteht, wenn tierexperimentelle Studien zwar auf eine karzinogene Wirkung hindeuten, die Beweiskraft der Daten jedoch nicht als ausreichend erachtet wird. Die Begriffe „ausreichender Nachweis“ und „Verdacht“ werden hier gemäß ihrer Begriffsbestimmung durch die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) verwendet, die wie folgt lautet:

a) 

Karzinogenität beim Menschen

Die relevanten Nachweise auf Karzinogenität aus Erfahrungen beim Menschen führen zur Einstufung in eine der folgenden Kategorien:

— 
Ausreichender Nachweis auf Karzinogenität: Es wurde ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber einem Stoff und Krebs beim Menschen nachgewiesen. D. h. in Untersuchungen, bei denen Zufall und Störfaktoren („bias“, „confounding“) mit hinreichender Zuverlässigkeit ausgeschlossen werden können, wurde ein positiver Zusammenhang zwischen der Exposition und Krebs beobachtet.
— 
Verdacht auf Karzinogenität: Es wurde ein positiver Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber einem Stoff und Krebs beobachtet, für den ein ursächlicher Zusammenhang als glaubwürdig betrachtet wird, jedoch Zufall und Störfaktoren („bias“, „confounding“) nicht mit hinreichender Zuverlässigkeit ausgeschlossen werden können.
b) 

Karzinogenität bei Versuchstieren

Die Karzinogenität bei Versuchstieren kann anhand konventioneller tierexperimenteller Studien, tierexperimenteller Studien an genetisch veränderten Tieren und anderen In-vivo-Studien, die sich auf eine oder mehrere kritische Phasen der Karzinogenese konzentrieren, beurteilt werden. In Ermangelung von Daten aus konventionellen chronischen Tierstudien oder aus anderen Tierstudien mit Neoplasie als Endpunkt sollten durchgängig positive Ergebnisse in verschiedenen Modellen, die sich auf mehrere Phasen im mehrstufigen Prozess der Karzinogenese beziehen, bei der Bewertung des nachgewiesenen Grads der Karzinogenität bei Versuchstieren berücksichtigt werden. Die für eine Karzinogenität bei Versuchstieren relevanten Nachweise werden in eine der folgenden Kategorien eingestuft:

— 
Ausreichender Nachweis auf Karzinogenität: Es wurde ein ursächlicher Zusammenhang zwischen einem Stoff und der erhöhten Häufigkeit bösartiger Neoplasmen oder einer geeigneten Kombination von gutartigen und bösartigen Neoplasmen a) bei zwei oder mehreren Arten von Tierspezies oder b) in zwei oder mehreren in verschiedenen Zeiträumen oder in verschiedenen Laboratorien oder unter verschiedenen Protokollen durchgeführten unabhängigen Studien an einer Spezies nachgewiesen. Eine erhöhte Tumorhäufigkeit bei beiden Geschlechtern einer einzigen Spezies in einer ordnungsgemäß durchgeführten Untersuchung, die idealerweise nach den Grundsätzen der Guten Laborpraxis durchgeführt wurde, kann ebenso einen ausreichenden Nachweis liefern. Es ist möglich, dass eine einzige Untersuchung an einer Art und an einem Geschlecht ausreichende Nachweise für Karzinogenität liefert, wenn bösartige Neoplasmen in ungewöhnlichem Ausmaß in Bezug auf Häufigkeit, Ort, Art des Tumors oder Alter bei Einsetzen auftreten oder wenn zahlreiche Tumore an verschiedenen Orten gefunden werden.
— 
Verdacht auf Karzinogenität: Die Daten weisen auf eine karzinogene Wirkung hin, sind aber im Hinblick auf eine definitive Beurteilung zu begrenzt, beispielsweise weil a) der Nachweis für Karzinogenität auf einen einzigen Versuch beschränkt ist; b) es ungeklärte Fragen in Bezug auf die Angemessenheit der Konzeption, Durchführung oder Auslegung der Untersuchungen gibt; c) der Stoff nur die Häufigkeit von gutartigen Neoplasmen oder Läsionen mit ungewissem neoplastischem Potenzial erhöht; oder d) der Nachweis für Karzinogenität auf Untersuchungen begrenzt ist, die nur eine krebspromovierende Wirkung in einer begrenzten Reihe von Geweben und Organen nachweisen.

3.6.2.2.4 Zusätzliche Erwägungen (im Rahmen des Konzepts der Ermittlung der Beweiskraft der Daten (s. Abschnitt 1.1.1): Neben der Bewertung der Stärke der Beweiskraft der Studien zu karzinogenen Wirkungen sind einige weitere Faktoren zu berücksichtigen, die einen Einfluss darauf haben, dass von einem Stoff eine Gefahr einer karzinogenen Wirkung für den Menschen ausgeht. Alle Faktoren, die diese Bestimmung beeinflussen, hier zu behandeln, würden zu weit führen, aber auf einige der wichtigsten wird an dieser Stelle eingegangen.

3.6.2.2.5 Die Betrachtung dieser Faktoren kann den Grad der Besorgnis bezüglich der karzinogenen Wirkung beim Menschenerhöhen oder vermindern. Die relative Gewichtung, die jedem einzelnen Faktor zukommt, hängt davon ab, wie umfangreich und wie schlüssig die Nachweise jeweils sind. In der Regel müssen Informationen, die den Grad der Besorgnis abschwächen, umfangreicher sein als Informationen, ihn verstärken. Zusätzliche Erwägungen sind erforderlich bei der Bewertung der Tumorbefunde und anderer Faktoren in einer Fall-zu-Fall-Betrachtung.

3.6.2.2.6 Einige wichtige Faktoren, die bei der Bewertung des Grads der Besorgnis berücksichtigt werden können, sind:

a) 

Tumortyp und Hintergrundinzidenz,

b) 

Auftreten an mehreren Zielorganen,

c) 

Progression von Schädigungen zur Malignität,

d) 

verkürzte Tumorlatenz,

e) 

eine Wirkung liegt nur für ein Geschlecht oder für beide Geschlechter vor,

f) 

eine Wirkung liegt nur für eine oder für mehrere Tierarten vor,

g) 

strukturelle Ähnlichkeit mit einem Stoff/mehreren Stoffen, bei dem/denen fundierte Nachweise für eine karzinogene Wirkung vorliegen,

h) 

Expositionswege,

i) 

Vergleich von Aufnahme, Verteilung, Stoffwechsel und Ausscheidung zwischen Versuchstieren und Menschen,

j) 

Die Möglichkeit eines beeinflussenden Effektes einer übermäßigen Toxizität in den Versuchsdosierungen

k) 

Wirkungsweise und ihre Relevanz beim Menschen, beispielsweise Zytotoxizität mit Stimulierung des (Zell-)Wachstums, Mitogenese, Immunsuppression, Mutagenität.

Mutagenität: Es ist unstrittig, dass Ereignisse am genetischen Material eine wichtige Rolle während des gesamten Prozesses der Krebsentstehung spielen. In vivo Nachweise mutagener Wirkungen können daher einen Anhaltspunkt für das karzinogene Potenzial eines Stoffes darstellen.

3.6.2.2.7 Ein Stoff, der nicht auf seine karzinogene Wirkung geprüft worden ist, kann unter bestimmten Umständen in Kategorie 1A, Kategorie 1B oder Kategorie 2 eingestuft werden, wenn Tumordaten von einem strukturell verwandten Stoff vorliegen, die durch die Betrachtung weiterer wichtiger Faktoren deutlich gestützt werden, wie der Bildung gemeinsamer bedeutender Metaboliten, beispielsweise bei Farbstoffen aus Benzidin-Kongeneren.

3.6.2.2.8 Bei der Einstufung ist zu berücksichtigen, ob der Stoff auf bestimmten Expositionswegen resorbiert wird oder nicht, ob es bei den geprüften Expositionswegen nur zur lokalen Tumorbildung am Applikationsort kommt und ob bei geeigneten Prüfungen anderer wichtiger Expositionswege die karzinogene Wirkung ausbleibt.

3.6.2.2.9 Es ist besonders wichtig, dass bei der Einstufung alle Daten berücksichtigt werden, das heißt, auch alles was über die physikalisch-chemischen, toxikokinetischen und toxikodynamischen Eigenschaften des Stoffes bekannt ist, ebenso relevante Informationen von chemischen Analoga, beispielsweise über Struktur-Wirkungs-Beziehungen.

3.6.3.   Einstufungskriterien für Gemische

3.6.3.1.   Einstufung von Gemischen, wenn Daten für alle oder nur manche Bestandteile des Gemisches vorliegen

3.6.3.1.1 Das Gemisch wird als karzinogen eingestuft, wenn mindestens ein Bestandteil als Karzinogen der Kategorie 1A, der Kategorie 1B oder der Kategorie 2 eingestuft worden ist und seine Konzentration den jeweiligen allgemeinen Konzentrationsgrenzwert für Kategorie 1A, Kategorie 1B oder Kategorie 2 gemäß Tabelle 3.6.2 erreicht oder übersteigt.

▼M4



Tabelle 3.6.2

Allgemeine Konzentrationsgrenzwerte der als karzinogen eingestuften Bestandteile eines Gemisches, die zur Einstufung des Gemisches führen

Bestandteil eingestuft als:

Allgemeine Konzentrationsgrenzwerte, die zu folgender Einstufung des Gemisches führen:

karzinogen der Kategorie 1

karzinogen der Kategorie 2

Kategorie 1A

Kategorie 1B

Karzinogen der Kategorie 1A

≥ 0,1 %

Karzinogen der Kategorie 1B

≥ 0,1 %

Karzinogen der Kategorie 2

≥ 1,0 % (Hinweis 1)

▼B

Hinweis:

Die Konzentrationsgrenzwerte der vorstehenden Tabelle gelten für Feststoffe und Flüssigkeiten (in w/w) sowie für Gase (in v/v).

Hinweis 1:

Liegt in einem Gemisch ein Stoff, der als karzinogen der Kategorie 2 eingestuft wurde, als Bestandteil mit einer Konzentration von ≥ 0,1  % vor, so wird auf Anforderung ein Sicherheitsdatenblatt für das Gemisch vorgelegt.

3.6.3.2.   Einstufung von Gemischen, bei denen Daten für das komplette Gemisch vorlliegen

3.6.3.2.1. Die Einstufung von Gemischen beruht auf den verfügbaren Testdaten für die einzelnen Bestandteile des Gemisches, wobei Konzentrationsgrenzwerte für die Bestandteile gelten, die als karzinogen eingestuft sind. Im Einzelfall können Versuchsdaten für Gemische zur Einstufung herangezogen werden, wenn sie auf Wirkungen hinweisen, die bei einereine Beurteilung der einzelnen Bestandteile nicht zu erkennen waren. In solchen Fällen ist nachzuweisen, dass die Versuchsergebnisse für das Gemisch insgesamt schlüssig sind wobei die eingesetzten Dosen und weitere Faktoren wie Expositionsdauer, weitere Beobachtungen, Empfindlichkeit und statistische Analyse der Prüfsysteme für karzinogene Wirkungen zu berücksichtigen sind. Es sind geeignete Unterlagen zur Begründung der Einstufung aufzubewahren und auf Verlangen zur Überprüfung vorzulegen.

3.6.3.3.   Einstufung von Gemischen, bei denen keine Daten für das komplette Gemisch vorliegen: Übertragungsgrundsätze

3.6.3.3.1 Wurde das Gemisch selbst nicht auf seine karzinogene Wirkung geprüft, liegen jedoch (vorbehaltlich des Abschnittes 3.6.3.2.1) ausreichende Daten über seine einzelnen Bestandteile und über ähnliche geprüfte Gemische vor, um die Gefahren des Gemisches angemessen zu beschreiben, dann sind diese Daten nach Maßgabe der geltenden Übertragungsvorschriften des Abschnitts 1.1.3 zu verwenden.

3.6.4.   Gefahrenkommunikation

3.6.4.1. Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 3.6.3 zu verwenden.

▼M4



Tabelle 3.6.3

Kennzeichnungselemente für karzinogene Wirkungen

Einstufung

Kategorie 1

(Kategorien 1A, 1B)

Kategorie 2

GHS-Piktogramm

image

image

Signalwort

Gefahr

Achtung

Gefahrenhinweis

H350: Kann Krebs erzeugen (Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht)

H351: Kann vermutlich Krebs erzeugen (Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht)

Sicherheitshinweise — Prävention

P201

P202

P280

P201

P202

P280

Sicherheitshinweise — Reaktion

P308 + P313

P308 + P313

Sicherheitshinweise — Lagerung

P405

P405

Sicherheitshinweise — Entsorgung

P501

P501

▼B

3.7.   Reproduktionstoxizität

3.7.1.   Begriffsbestimmungen und allgemeine Erwägungen

3.7.1.1.  Reproduktionstoxizität: Beeinträchtigungen von Sexualfunktion und Fruchtbarkeit bei Mann und Frau sowie Entwicklungstoxizität bei den Nachkommen. Die nachstehenden Begriffsbestimmungen gehen mit gewissen Anpassungen auf die Arbeitsdefinitionen zurück, die im EHC-Dokument Nr. 225 (Environmental Health Criteria: Umweltgesundheitskriterien) des Internationalen Programms für Chemikaliensicherheit (IPCS — International Programme on Chemical Safety) mit dem Titel „Principles for Evaluating Health Risks to Reproduction Associated with Exposure to Chemicals“ vereinbart worden sind. Für die Zwecke der Einstufung wird die bekannte Verursachung genetisch bedingter, an die Nachkommen vererbbarer Folgen in Abschnitt 3.5 „Keimzellmutagenität“ behandelt, weil es nach dem vorliegenden Einstufungssystem als zweckmäßiger gilt, derartige Wirkungen in einer eigenen Gefahrenklasse als Keimzellmutagenität zu erfassen.

Bei diesem Einstufungssystem wird die Reproduktionstoxizität folgendermaßen unterteilt:

a) 

Beeinträchtigung von Sexualfunktion und Fruchtbarkeit,

b) 

Entwicklungsschäden bei den Nachkommen.

Einige reproduktionstoxische Wirkungen lassen sich nicht klar der Beeinträchtigung von Sexualfunktion und Fruchtbarkeit oder der Entwicklungstoxizität zuordnen. Stoffe mit diesen Wirkungen bzw. Gemische, die solche Stoffe enthalten, werden trotzdem als reproduktionstoxisch eingestuft.

3.7.1.2. Für die Zwecke der Einstufung wird die Gefahrenklasse Reproduktionstoxizität unterteilt in:

— 
Beeinträchtigung
— 
der Sexualfunktion und Fruchtbarkeit oder
— 
der Entwicklung;
— 
Wirkungen auf oder über die Laktation.

3.7.1.3   Beeinträchtigung von Sexualfunktion und Fruchtbarkeit

Jede Wirkung eines Stoffes, die die Sexualfunktion und die Fruchtbarkeit stören kann. Dazu gehören unter anderem Veränderungen der weiblichen und männlichen Fortpflanzungsorgane, Störungen des Eintritts in die Pubertät, der Gametenbildung und des Gametentransports, der Regelmäßigkeit des Reproduktionszyklus, des Sexualverhaltens, der Fruchtbarkeit, der Geburt, der Schwangerschaft sowie vorzeitiges reproduktives Altern oder Änderungen anderer Funktionen, die von der Unversehrtheit der Fortpflanzungssysteme abhängen.

3.7.1.4   Beeinträchtigung der Entwicklung von Nachkommen

Der Begriff Entwicklungstoxizität umfasst im weitesten Sinne jede Beeinträchtigung der normalen Entwicklung des Konzeptus vor und nach der Geburt aufgrund einer Exposition eines der Elternteile vor der Empfängnis oder aufgrund der Exposition der Nachkommen im Laufe ihrer vorgeburtlichen Entwicklung oder nach der Geburt bis zur Erlangung der Geschlechtsreife. Man kann jedoch davon ausgehen, dass die Einstufung der Entwicklungstoxizität hauptsächlich dazu dient, dass man schwangere Frauen sowie fortpflanzungsfähige Frauen und Männer mit einem entsprechenden Hinweis warnen kann. Aus pragmatischen Einstufungsgründen bezeichnet die Entwicklungstoxizität daher im Wesentlichen die Beeinträchtigungen während der Schwangerschaft oder infolge einer Exposition eines Elternteils. Diese Wirkungen können jederzeit im Leben eines Organismus auftreten. Zu den wichtigsten Erscheinungsformen der Entwicklungstoxizität gehören 1) der Tod des in der Entwicklung befindlichen Organismus, 2) Missbildungen, 3) Wachstumsstörungen und 4) funktionelle Störungen.

3.7.1.5. Beeinträchtigungen der Laktation oder über die Laktation gehören auch zur Reproduktionstoxizität, obgleich sie zu Einstufungszwecken gesondert behandelt werden (siehe Tabelle 3.7.1 b)). Grund dafür ist, dass man in der Lage sein wollte, Stoffe aufgrund der Beeinträchtigung der Laktation separat einzustufen, so dass man stillende Mütter mit einem besonderen Hinweis vor dieser Wirkung warnen kann.

3.7.2.   Einstufungskriterien für Stoffe

3.7.2.1.   Gefahrenkategorien

3.7.2.1.1 Um Stoffe bezüglich ihrer Reproduktionstoxizität einzustufen, werden sie einer von zwei Kategorien zugeordnet. In jeder Kategorie werden die Auswirkungen auf die Sexualfunktion und Fruchtbarkeit sowie auf die Entwicklung getrennt betrachtet. Zudem werden die Wirkungen auf/über die Laktation einer eigenen Gefahrenkategorie zugeordnet.



Tabelle 3.7.1 a)

Gefahrenkategorien für reproduktionstoxische Stoffe

Kategorien

Kriterien

KATEGORIE 1

Bekanntermaßen oder wahrscheinlich reproduktionstoxischer Stoff

Stoffe werden dann als reproduktionstoxisch der Kategorie 1 eingestuft, wenn sie beim Menschen bekanntermaßen die Sexualfunktion und Fruchtbarkeit oder die Entwicklung beeinträchtigen oder wenn Befunde aus Tierstudien, möglichst ergänzt durch weitere Informationen, vorliegen, die die deutliche Annahme erlauben, dass der Stoff die Fähigkeit hat, die menschliche Fortpflanzung beeinträchtigen zu können. Die Einstufung eines Stoffes wird weiter danach differenziert, ob die Einstufung überwiegend aufgrund von Befunden beim Menschen (Kategorie 1A) oder bei Tieren (Kategorie 1B) erfolgt.

Kategorie 1A

Bekanntermaßen reproduktionstoxischer Stoff

Die Einstufung eines Stoffes in die Kategorie 1A beruht weitgehend auf Befunden vom Menschen.

Kategorie 1B

Wahrscheinlich reproduktionstoxischer Stoff

Die Einstufung eines Stoffes in die Kategorie 1B beruht weitgehend auf Daten aus Tierstudien. Solche Daten müssen deutliche Nachweise für eine Beeinträchtigung der Sexualfunktion und Fruchtbarkeit sowie der Entwicklung bei Fehlen anderer toxischer Wirkungen ergeben; falls sie zusammen mit anderen toxischen Wirkungen auftreten, darf die Beeinträchtigung der Fortpflanzung nicht als sekundäre unspezifische Folge anderer toxischer Wirkungen gelten. Liegen jedoch Informationen zum Wirkmechanismus vor, die die Relevanz der Wirkungen beim Menschen in Frage stellen, kann die Einstufung in Kategorie 2 geeigneter erscheinen.

KATEGORIE 2

Vermutlich reproduktionstoxischer Stoff

Stoffe werden dann als reproduktionstoxisch der Kategorie 2 eingestuft, wenn (eventuell durch weitere Informationen ergänzte) Befunde beim Menschen oder bei Versuchstieren vorliegen, die eine Beeinträchtigung der Sexualfunktion und Fruchtbarkeit oder der Entwicklung nachweisen, diese Nachweise aber nicht stichhaltig genug für eine Einstufung des Stoffes in Kategorie 1 sind. Falls Mängel der Studie die Stichhaltigkeit der Nachweise mindern, könnte eine Einstufung in die Kategorie 2 geeigneter sein.

Solche Wirkungen müssen bei Fehlen anderer toxischer Wirkungen beobachtet worden sein; treten sie aber zusammen mit anderen toxischen Wirkungen auf, darf die Beeinträchtigung der Fortpflanzung nicht als sekundäre unspezifische Folge anderer toxischer Wirkungen gelten.



Tabelle 3.7.1 b)

Gefahrenkategorie für Wirkungen auf die Laktation

WIRKUNGEN AUF ODER ÜBER DIE LAKTATION

Wirkungen auf oder über die Laktation werden einer eigenen Gefahrenkategorie ohne weitere Unterteilung zugeordnet. Es ist unstrittig, dass es für viele Stoffe keine Informationen über ihr Potenzial zur Schädigung der Nachkommen über die Laktation gibt. Stoffe, die von Frauen aufgenommen werden und nachweislich auf die Laktation wirken oder die (einschließlich ihrer Stoffwechselprodukte) in solchen Mengen in der Muttermilch enthalten sein können, dass sie für die Gesundheit eines gestillten Kindes bedenklich sind, müssen eine Einstufung und Kennzeichnung erhalten, aus der diese für gestillte Säuglinge gefährliche Eigenschaft hervorgeht. Diese Einstufung kann auf folgender Grundlage erfolgen:

a)  Befunde beim Menschen, die auf eine Gefahr für Säuglinge während der Stillzeit hinweisen, und/oder

b)  Ergebnisse tierexperimenteller Studien über eine oder zwei Generationen, die deutliche Nachweise für eine Schädigung der Nachkommen infolge Aufnahme des Stoffes über die Muttermilch oder für eine Verschlechterung der Milchqualität ergeben, und/oder

c)  Absorptions-, Stoffwechsel-, Verteilungs- und Ausscheidungsstudien, die nahelegen, dass der Stoff in möglicherweise toxischen Mengen in der Muttermilch vorhanden ist.

3.7.2.2.   Einstufungsgrundlage

3.7.2.2.1 Die Einstufung erfolgt auf der Grundlage der oben aufgeführten geeigneten Kriterien und einer Ermittlung der Beweiskraft der Daten (siehe Abschnitt 1.1.1). Die Einstufung als reproduktionstoxisch ist für Stoffe gedacht, die eine intrinsische spezifische Eigenschaft zur Beeinträchtigung der Fortpflanzung besitzen; sie ist jedoch nicht zulässig für Stoffe, bei denen diese Wirkung lediglich als unspezifische sekundäre Folge anderer toxischer Wirkungen auftritt.

Die Einstufung eines Stoffes richtet sich nach den Gefahrenkategorien in folgender Reihenfolge: Kategorie 1A, Kategorie 1B, Kategorie 2 und die Zusatzkategorie für Wirkungen auf/über Laktation. Wenn ein Stoff die Kriterien für eine Einstufung in beide der Hauptkategorien erfüllt (beispielsweise Kategorie 1B aufgrund der Auswirkungen auf die Sexualfunktion und die Fruchtbarkeit und Kategorie 2 aufgrund von Entwicklungsschäden), dann werden beide Gefahrendifferenzierungen in den jeweiligen Gefahrenhinweisen erwähnt. Die Einstufung in der Zusatzkategorie für Wirkungen auf/über Laktation wird unabhängig von der Einstufung in Kategorie 1A, Kategorie 1B oder Kategorie 2 berücksichtigt.

3.7.2.2.2 Bei der Bewertung der toxischen Wirkungen auf die Entwicklung der Nachkommen ist unbedingt der mögliche Einfluss der maternalen Toxizität zu beachten (siehe Abschnitt 3.7.2.4).

3.7.2.2.3 Damit Befunde beim Menschen als Hauptgrundlage für eine Einstufung in die Kategorie 1A dienen können, muss eine Beeinträchtigung der Fortpflanzung beim Menschen hinreichend belegt sein. Zur Einstufung herangezogene Nachweise stammen im Idealfall aus ordnungsgemäß durchgeführten epidemiologischen Studien, in denen die Verwendung geeigneter Kontrollen, eine ausgewogene Bewertung und eine gebührende Berücksichtigung systematischer Fehler und der Störfaktoren („bias“, „confounding“) gewährleistet waren. Weniger fundierte Daten aus Humanstudien sind durch geeignete Daten aus Studien an Versuchstieren zu ergänzen und eine Einstufung in Kategorie 1B ist zu erwägen.

3.7.2.3.   Ermittlung der Beweiskraft der Daten

3.7.2.3.1 Die Einstufung als reproduktionstoxisch erfolgt auf der Grundlage einer Ermittlung der Beweiskraft sämtlicher Daten (siehe Abschnitt 1.1.1). Dies bedeutet, dass alle verfügbaren, für die Bestimmung der Reproduktionstoxizität relevanten Informationen zusammen betrachtet werden, wie beispielsweise epidemiologische Studien und Fallberichte, spezielle Reproduktionsstudien in Verbindung mit den Ergebnissen von Untersuchungen der subchronischen und chronischen Wirkung und spezieller Studien an Tieren, aus denen relevante Informationen über die Toxizität für die Fortpflanzungsorgane und damit zusammenhängende endokrine Organe gewonnen werden. Dazu kann auch die Beurteilung von Stoffen gehören, die mit dem untersuchten Stoff chemisch verwandt sind, insbesondere wenn die Informationslage zu diesem Stoff dürftig ist. Die Gewichtung der verfügbaren Nachweise wird von Faktoren beeinflusst wie der Qualität der Studien, der Stimmigkeit ihrer Ergebnisse, der Art und Stärke der Wirkungen, dem Nachweis von maternaler Toxizität in tierexperimentellen Studien, der statistischen Signifikanz von Unterschieden in den Wirkungen zwischen den Gruppen, der Zahl der betroffenen Endpunkte, der Relevanz des Verabreichungswegs beim Menschen und der Vermeidung von systematischen Fehlern. Sowohl positive als auch negative Befunde werden bei der Ermittlung der Beweiskraft der Daten zusammengetragen. Eine einzige positiv ausgefallene Studie, die nach soliden wissenschaftlichen Grundsätzen durchgeführt wurde und statistisch oder biologisch signifikant positive Befunde erbrachte, kann eine Einstufung begründen (siehe auch Abschnitt 3.7.2.2.3).

3.7.2.3.2 Toxikokinetische Studien an Tieren und Menschen, die Ergebnisse von Studien über Wirkort und Wirkungsmechanismus/-weise können den Grad der Besorgnis auf eine reproduktionstoxisiche Wirkung beim Menschen verstärken oder abschwächen. Lässt sich schlüssig nachweisen, dass der/die eindeutig festgestellte Wirkungsmechanismus/-weise für den Menschen nicht relevant ist, oder sind die toxikokinetischen Unterschiede so ausgeprägt, dass die Gefahreneigenschaft mit Sicherheit nicht beim Menschen zum Tragen kommt, dann sollte ein Stoff, der die Fortpflanzung bei Versuchstieren beeinträchtigt, nicht eingestuft werden.

3.7.2.3.3 Falls bei manchen Studien zur Reproduktionstoxizität an Versuchstieren lediglich Wirkungen festgestellt werden, deren toxikologische Bedeutung für gering oder minimal gehalten wird, kann eine Einstufung auch unterbleiben. Zu solchen Wirkungen gehören beispielsweise geringfügige Veränderungen bei Spermienparametern oder der Inzidenz von Spontandefekten beim Fötus, geringfügige Veränderungen des Anteils gewöhnlicher Fötusvariationen, wie sie bei Skelettuntersuchungen beobachtet werden, oder der Fötengewichte oder geringfügige Unterschiede bei der Beurteilung der postnatalen Entwicklung.

3.7.2.3.4 Im Idealfall ist der eindeutige Nachweis einer spezifischen Reproduktionstoxizität mit Daten aus Tierstudien zu erbringen, falls keine anderen systemischen toxischen Wirkungen auftreten. Tritt die Entwicklungstoxizität jedoch zusammen mit anderen toxischen Wirkungen am Muttertier auf, ist der potenzielle Einfluss der allgemeinen schädlichen Wirkungen so umfassend wie möglich zu beurteilen. Dabei sollte man bei der Ermittlung der Beweiskraft der Daten vorzugsweise zunächst die schädlichen Wirkungen auf den Embryo/Fötus betrachten und dann gemeinsam mit allen anderen Faktoren, die Einfluss auf diese Wirkungen haben, die maternale Toxizität bewerten. Generell dürfen Entwicklungsstörungen, die bei maternal toxischen Dosen beobachtet werden, nicht automatisch unberücksichtigt bleiben. Darüber ist von Fall zu Fall zu entscheiden, je nachdem ob ein ursächlicher Zusammenhang nachzuweisen ist oder widerlegt wird.

3.7.2.3.5 Sind geeignete Informationen verfügbar, ist es wichtig festzustellen, ob die Entwicklungstoxizität durch einen spezifischen maternal vermittelten Mechanismus oder durch einen unspezifischen sekundären Mechanismus wie Stress des Muttertiers und Störung der Homöostase bedingt ist. Generell ist es nicht zulässig, festgestellte Wirkungen am Embryo/Fötus aufgrund einer beobachteten maternalen Toxizität unberücksichtigt zu lassen, außer wenn sich eindeutig zeigen lässt, dass es sich dabei um unspezifische sekundäre Wirkungen handelt. Dies ist vor allem dann nicht zulässig, wenn die Wirkungen auf die Nachkommen relevant sind, zum Beispiel bei irreversiblen Wirkungen wie Missbildungen. In manchen Situationen kann man davon ausgehen, dass die Reproduktionstoxizität eine sekundäre Folge der maternalen Toxizität darstellt, und diese Wirkungen unberücksichtigt lassen, wenn der Stoff so toxisch ist, dass das Wohlergehen der Muttertiere leidet und es zu schwerer Entkräftung kommt, sie ihren Wurf nicht stillen können, dem Zustand höchster Erschöpfung unterliegen oder sterben.

3.7.2.4.   Maternale Toxizität

3.7.2.4.1 Die Entwicklung der Nachkommen während der Trächtigkeit und im Laufe der frühen postnatalen Stadien kann durch toxische Wirkungen bei den Muttertieren entweder über unspezifische stressbedingte Mechanismen und eine Störung der Homöostase bei den Muttertieren oder über spezifische maternal vermittelte Mechanismen beeinflusst werden. Bei der Interpretation der Befunde im Hinblick auf die Entscheidung über eine Einstufung ist es wichtig, den möglichen Einfluss der maternalen Toxizität zu berücksichtigen. Hierbei handelt es sich um eine komplexe Fragestellung, da Unklarheiten über den Zusammenhang zwischen der maternalen Toxizität und der Entwicklungstoxizität bestehen. Alle verfügbaren Studien sind einer Beurteilung durch Experten und einer Ermittlung der Beweiskraft der Daten zu unterziehen, um zu bestimmen, welchen Einfluss die maternale Toxizität auf die Einstufung entwicklungsschädigender Wirkungen hatte. Zunächst sind die schädlichen Wirkungen auf den Embryo/Foetus und dann die maternale Toxizität sowie alle anderen Faktoren, die einen Einfluss auf diese Wirkungen gehabt haben können, zu beurteilen, um zu einer Entscheidung über die Einstufung zu gelangen.

3.7.2.4.2 Aufgrund pragmatischer Beobachtungen kann die maternale Toxizität — je nach ihrer Schwere — über unspezifische sekundäre Mechanismen die Entwicklung beeinflussen und beispielsweise vermindertes Fötusgewicht, verzögerte Knochenbildung und möglicherweise Resorptionen sowie bestimmte Missbildungen in einigen Stämmen mancher Tierarten hervorrufen. In den wenigen Studien, in denen der Zusammenhang zwischen Entwicklungsstörungen und allgemeiner maternaler Toxizität untersucht wurde, konnte jedoch kein genereller schlüssiger reproduzierbarer Zusammenhang nachgewiesen werden. Entwicklungsschäden gelten, selbst wenn sie bei Vorliegen einer maternalen Toxizität auftreten, als Nachweis für die Entwicklungstoxizität, es sei denn, es kann im den Einzelfall eindeutig nachgewiesen werden, dass die Entwicklungsschäden eine sekundäre Folge der maternalen Toxizität sind. Zudem ist eine Einstufung zu erwägen, wenn sich bei den Nachkommen eine relevante toxische Wirkung (z. B. irreversible Folgen wie strukturelle Missbildungen, embryonale/fötale Letalität, relevante postnatale funktionelle Defekte) zeigt.

3.7.2.4.3 Bei Stoffen, die nur bei maternaler Toxizität zu Entwicklungsschäden führen, ist nicht automatisch von einer Einstufung abzusehen, selbst wenn ein spezifischer, maternal vermittelter Mechanismus nachgewiesen ist. In diesem Fall kann eine Einstufung in Kategorie 2 geeigneter erscheinen als in Kategorie 1. Ist ein Stoff allerdings so toxisch, dass er den Tod oder eine schwere Entkräftung der Muttertiere zur Folge hat oder dass sie dem Zustand höchster Erschöpfung unterliegen oder nicht mehr in der Lage sind, ihren Wurf zu stillen, ist mit gutem Grund anzunehmen, dass die Entwicklungstoxizität lediglich eine sekundäre Folge der maternalen Toxizität ist, und die Entwicklungsschäden können in Bezug auf ihre Relevanz abgewertet werden. Geringfügige Veränderungen in der Entwicklung, bei nur schwacher Abnahme des Körpergewichts beim Fötus/Jungtier oder nur wenig verzögerter Knochenbildung, führen nicht unbedingt zu einer Einstufung, wenn sie in Verbindung mit maternaler Toxizität auftreten.

3.7.2.4.4 Nachstehend sind einige der Endpunkte aufgeführt, die zur Bewertung der maternalen Effekte herangezogen werden. Etwaige verfügbare Daten zu diesen Endpunkten müssen im Hinblick auf ihre statistische oder biologische Signifikanz und die Dosis-Wirkungs-Beziehung bewertet werden.

Maternale Mortalität:

Eine erhöhte Sterblichkeit bei den behandelten Muttertieren gegenüber der Kontrollgruppe gilt als Nachweis für maternale Toxizität, wenn diese Zunahme in Abhängigkeit von der Dosis auftritt und auf die systemische Toxizität des Prüfstoffes zurückgeführt werden kann. Eine maternale Mortalität von mehr als 10 % gilt als überhöht und die Daten für diese Dosisgruppe sind in der Regel nicht für eine weitere Bewertung in Betracht zu ziehen.

Paarungsindex

(Anzahl der Tiere mit Vaginalpfropf oder Spermien/Anzahl der verpaarten Tiere x 100) ( 14 )

Fertilitätssindex

(Anzahl der Tiere mit Implantationen/Anzahl der Paarungen x 100)

Dauer der Trächtigkeit

(falls der Wurf ausgetragen werden kann)

Körpergewicht/Veränderung des Körpergewichts:

Die Betrachtung der Veränderung des Körpergewichts und/oder des angepassten (korrigierten) Körpergewichts des Muttertiers ist in die Bewertung der maternalen Toxizität einzubeziehen, sofern entsprechende Daten verfügbar sind. Die Berechnung der angepassten (korrigierten) mittleren Körpergewichtsveränderung des Muttertiers, die der Differenz zwischen dem Anfangs- und Endgewicht abzüglich des Gebärmuttergewichts bei Trächtigkeit (oder alternativ dazu der Summe der Fötengewichte) entspricht, kann anzeigen, ob es sich um eine maternale oder intrauterine Wirkung handelt. Beim Kaninchen ist der Körpergewichtszuwachs unter Umständen kein zuverlässiger Indikator für die maternale Toxizität, weil Körpergewichtsschwankungen während der Trächtigkeit üblich sind.

Futter- und Wasserverbrauch (sofern relevant): Die Beobachtung eines signifikanten Rückgangs des durchschnittlichen Futter- oder Wasserverbrauchs bei behandelten Muttertieren gegenüber der Kontrollgruppe ist bei der Bewertung der maternalen Toxizität nützlich, vor allem wenn der Prüfstoff über das Futter oder das Trinkwasser verabreicht wird. Veränderungen beim Futter- oder Wasserverbrauch müssen in Verbindung mit dem Körpergewicht des Muttertiers bewertet werden, wenn ermittelt werden soll, ob maternale Toxizität der Grund für die beobachteten Wirkungen ist oder ganz einfach eine geschmackliche Veränderung von Futter oder Wasser durch den Prüfstoff.

Klinische Bewertungen (einschließlich klinischer Anzeichen, Marker, Studien zur Hämatologie oder klinischen Chemie): Auch die Beobachtung einer erhöhten Häufigkeit von signifikanten klinischen Anzeichen von Toxizität bei behandelten Muttertieren gegenüber der Kontrollgruppe ist bei der Bewertung der maternalen Toxizität hilfreich. Soll dies als Grundlage für die Beurteilung der maternalen Toxizität dienen, sind die Art, die Häufigkeit, Schwere und Dauer der klinischen Anzeichen in der Studie festzuhalten. Zu den klinischen Anzeichen einer Intoxikation der Muttertiere gehören: Koma, Erschöpfung, Hyperaktivität, Verlust des Gleichgewichtsreflexes, Ataxie oder Atemnot.

Post-mortem-Daten: Ist aus post mortem gewonnenen Befunden eine erhöhte Häufigkeit und/oder Schwere adverser Wirkungen festzustellen, kann dies auf maternale Toxizität hindeuten. Dazu können makroskopische oder mikroskopische pathologische Befunde oder Organgewichtsdaten einschließlich des absoluten Organgewichts, des Gewichtsverhältnisses Organ/Körper oder Organ/Hirn gehören. Die Beobachtung einer signifikanten Veränderung des Durchschnittsgewichts vermuteter Zielorgane von behandelten Muttertieren gegenüber der Kontrollgruppe kann als Nachweis für maternale Toxizität gewertet werden, wenn dies durch histopathologische Befunde an den betroffenen Organen gestützt wird.

3.7.2.5.   Tierversuchs- und Prüfdaten

3.7.2.5.1 Es sind eine ganze Reihe international akzeptierter Versuchsmethoden verfügbar; sie umfassen Methoden für die Prüfung auf Entwicklungstoxizität (z. B. OECD-Prüfungsleitlinie 414) sowie Methoden für toxikologische Untersuchungen über eine oder zwei Generationen (z. B. OECD-Leitlinien 415 und 416).

3.7.2.5.2 Auch die Ergebnisse von Screeningtests (z. B. OECD-Leitlinien 421 — Screeningtest zur Prüfung der Reproduktions-/Entwicklungstoxizität und 422 — Toxizitätsstudie mit kombinierter oraler Verabreichung mit Screeningtest zur Prüfung der Reproduktions-/Entwicklungstoxizität) können zur Begründung einer Einstufung dienen, obwohl unstrittig ist, dass diese Nachweise weniger zuverlässig sind als durch umfassende Studien gewonnene Nachweise.

3.7.2.5.3 In kurz- oder langfristigen Toxizitätsstudien mit wiederholter Verabreichung festgestellte schädliche Wirkungen oder Veränderungen, die die Fortpflanzungsfunktion wahrscheinlich beeinträchtigen und die trotz Fehlens einer relevanten allgemeinen Toxizität auftreten, können als Einstufungsgrundlage dienen (so zum Beispiel histopathologische Veränderungen an den Gonaden).

3.7.2.5.4 Nachweise, die aus In-vitro-Assays oder Versuchen an anderen Tieren als Säugern und mit Hilfe der Struktur-Wirkungs-Beziehung (SAR) aus analogen Stoffen gewonnen wurden, können zur Einstufung beitragen. In allen derartigen Fällen sind die Daten von Experten im Hinblick auf ihre Aussagekraft zu beurteilen. Ungeeignete Daten dürfen keinesfalls als gewichtiges Argument für eine Einstufung dienen.

3.7.2.5.5 Bei Tierstudien sind vorzugsweise geeignete Verabreichungswege zu wählen, die sich an dem beim Menschen möglichen Expositionsweg orientieren. In der Praxis werden Studien zur Reproduktionstoxizität jedoch üblicherweise mit oraler Verabreichung durchgeführt; solche Studien eignen sich in der Regel durchaus für die Bewertung der Gefahreneigenschaften eines Stoffes in Bezug auf die Reproduktionstoxizität. Lässt sich jedoch schlüssig nachweisen, dass der/die eindeutig festgestellte Wirkungsmechanismus/-weise für den Menschen nicht relevant ist, oder wenn die toxikokinetischen Unterschiede so ausgeprägt sind, dass die Gefahreneigenschaft mit Sicherheit nicht beim Menschen zum Tragen kommt, dann braucht ein Stoff, der die Fortpflanzung bei Versuchstieren beeinträchtigt, nicht eingestuft zu werden.

3.7.2.5.6 Studien mit Verabreichungswegen wie intravenöse oder intraperitoneale Injektion, die dazu führen, dass die Fortpflanzungsorgane unrealistisch hohen Dosen des Prüfstoffes ausgesetzt werden, oder die auch in Form von Reizung lokale Schäden an den Fortpflanzungsorganen verursachen können, sind mit äußerster Vorsicht zu interpretieren und stellen in der Regel keine alleinige Grundlage für die Einstufung dar.

3.7.2.5.7 Es herrscht allgemein Einigkeit über den Begriff der Grenzdosis, oberhalb deren die Erzeugung einer schädlichen Wirkung nicht mehr als zur Einstufung führendes Kriterium betrachtet wird, nicht jedoch über die Höhe einer konkreten Dosis als Grenzdosis in die Kriterien. In manchen Leitlinien für Prüfverfahren ist aber eine Grenzdosis angegeben, in anderen wiederum ist die Grenzdosis mit dem Hinweis versehen, dass höhere Dosen erforderlich sein können, wenn die vorhergesagte Exposition beim Menschen so hoch ist, dass ein angemessener Abstand zur Expositionshöhe nicht erreicht wird. Auch kann sich die Festlegung einer bestimmten Grenzdosis aufgrund toxikokinetischer Unterschiede zwischen den Arten in jenen Fällen als ungeeignet erweisen, in denen Menschen empfindlicher sind als das Tiermodell.

3.7.2.5.8 Grundsätzlich führen Beeinträchtigungen der Fortpflanzung, die nur bei sehr hohen Dosierungen in Tierversuchen auftreten (beispielsweise bei Dosierungen, die zum Zustand höchster Erschöpfung, starker Appetitlosigkeit, erhöhter Mortalität führen), normalerweise nicht zur Einstufung, sofern nicht andere Informationen verfügbar sind, wie etwa toxikokinetische Untersuchungen, die darauf hindeuten, dass Menschen empfindlicher als Tiere reagieren, so dass eine Einstufung angebracht erscheint. Weitere Anleitungen für diesen Bereich finden sich im Abschnitt über maternale Toxizität (3.7.2.4).

3.7.2.5.9 Die Festlegung der tatsächlichen „Grenzdosis“ wird jedoch davon abhängen, mit welchem Prüfverfahren die Prüfergebnisse erzielt wurden, z. B. wird in der OECD-Prüfungsleitlinie für Toxizitätsstudien mit wiederholter oraler Verabreichung ein oberer Dosisgrenzwert von 1000 mg/kg empfohlen, sofern die erwartete Reaktion beim Menschen nicht eine höhere Dosierung erfordert.

3.7.3.   Einstufungskriterien für Gemische

3.7.3.1.   Einstufung von Gemischen, wenn Daten für alle oder nur manche Bestandteile des Gemisches vorliegen

3.7.3.1.1 Das Gemisch wird als reproduktionstoxisch eingestuft, wenn mindestens ein Bestandteil als reproduktionstoxisch der Kategorie 1A, der Kategorie 1B oder der Kategorie 2 eingestuft worden ist und seine Konzentration den jeweiligen allgemeinen Konzentrationsgrenzwert für Kategorie 1A, Kategorie 1B und Kategorie 2 gemäß Tabelle 3.7.2 erreicht oder übersteigt.

3.7.3.1.2 Das Gemisch wird aufgrund seiner Wirkungen auf oder über die Laktation eingestuft, wenn mindestens ein Bestandteil aufgrund seiner Wirkungen auf oder über die Laktation eingestuft worden ist und seine Konzentration den allgemeinen Konzentrationsgrenzwert für die Zusatzkategorie der Wirkungen auf oder über die Laktation gemäß Tabelle 3.7.2 erreicht oder diesen übersteigt.

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Tabelle 3.7.2

Allgemeine Konzentrationsgrenzwerte der als reproduktionstoxisch oder aufgrund ihrer Wirkungen auf oder über die Laktation eingestuften Bestandteile eines Gemisches, die zur Einstufung des Gemisches führen

Bestandteil eingestuft als:

Allgemeine Konzentrationsgrenzwerte, die zu folgender Einstufung eines Gemisches führen:

Kategorie 1 reproduktionstoxisch

Kategorie 2 reproduktionstoxisch

Zusatzkategorie für Wirkungen auf/über Laktation

Kategorie 1A

Kategorie 1B

Kategorie 1A reproduktionstoxisch

≥ 0,3 %

(Hinweis 1)

 

 

 

Kategorie 1B reproduktionstoxisch

 

≥ 0,3 %

(Hinweis 1)

 

 

Kategorie 2 reproduktionstoxisch

 

 

≥ 3,0 %

(Hinweis 1)

 

Zusatzkategorie für Wirkungen auf/über Laktation

 

 

 

≥ 0,3 %

(Hinweis 1)

Hinweis:

Die Konzentrationsgrenzwerte der Tabelle 3.7.2 gelten für Feststoffe und Flüssigkeiten (in w/w) sowie für Gase (in v/v).

Hinweis 1:

Enthält das Gemisch einen reproduktionstoxischen Stoff der Kategorie 1 oder der Kategorie 2 oder einen aufgrund seiner Wirkungen auf oder über die Laktation eingestuften Stoff als Bestandteil in einer Konzentration von 0,1 % oder mehr, so wird auf Anforderung ein Sicherheitsdatenblatt für das Gemisch vorgelegt.

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3.7.3.2.   Einstufung von Gemischen, bei denen Daten für das komplette Gemisch vorliegen

3.7.3.2.1 Die Einstufung von Gemischen beruht auf den verfügbaren Testdaten für die einzelnen Bestandteile des Gemisches, wobei Konzentrationsgrenzwerte für die Bestandteile des Gemisches gelten. Versuchsdaten für Gemische sind im Einzelfall zur Einstufung heranzuziehen, wenn sie Wirkungen nachweisen, die eine Beurteilung der einzelnen Bestandteile nicht erkennen ließ. In solchen Fällen ist nachzuweisen, dass die Versuchsergebnisse für das Gemisch insgesamt schlüssig sind, wobei die Dosis und weitere Faktoren wie Dauer, Beobachtungen, Empfindlichkeit und statistische Analyse der Testsysteme zur Reproduktionstoxizität zu berücksichtigen sind. Es sind geeignete Unterlagen zur Begründung der Einstufung aufzubewahren und auf Verlangen zur Überprüfung vorzulegen.

3.7.3.3.   Einstufung von Gemischen, bei denen keine Daten für das komplette Gemisch vorliegen: Übertragungsgrundsätze

3.7.3.3.1. Vorbehaltlich des Abschnittes 3.7.3.2.1 gilt: Wurde das Gemisch selbst nicht auf seine Reproduktionstoxizität geprüft, liegen jedoch ausreichende Daten über seine einzelnen Bestandteile und über ähnliche geprüfte Gemische vor, um die Gefahren des Gemisches angemessen zu beschreiben, dann sind diese Daten nach Maßgabe der Übertragungsgrundsätze des Abschnitts 1.1.3 zu verwenden.

3.7.4.   Gefahrenkommunikation

3.7.4.1. Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 3.7.3 zu verwenden.

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Tabelle 3.7.3

Kennzeichnungselemente für Reproduktionstoxizität

Einstufung

Kategorie 1

(Kategorien 1A, 1B)

Kategorie 2

Zusatzkategorie für Wirkungen auf/über Laktation

GHS-Piktogramm

image

image

Kein Piktogramm

Signalwort

Gefahr

Achtung

Kein Signalwort

Gefahrenhinweis

H360: Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Kind im Mutterleib schädigen (sofern bekannt, konkrete Wirkung angeben) (Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht)

H361: Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Kind im Mutterleib schädigen (sofern bekannt, konkrete Wirkung angeben) (Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht)

H362: Kann Säuglinge über die Muttermilch schädigen

Sicherheitshinweise — Prävention

P201

P202

P280

P201

P202

P280

P201

P260

P263

P264

P270

Sicherheitshinweise — Reaktion

P308 + P313

P308 + P313

P308 + P313

Sicherheitshinweise — Lagerung

P405

P405

 

Sicherheitshinweise — Entsorgung

P501

P501

 

▼B

3.8.   Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition)

3.8.1.   Begriffsbestimmungen und allgemeine Erwägungen

3.8.1.1.  Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition): die spezifische nichtletale Zielorgan-Toxizität nach einmaliger Exposition gegenüber einem Stoff oder Gemisch. Dazu gehören alle eindeutigen Auswirkungen auf die Gesundheit, die Körperfunktionen beeinträchtigen können, unabhängig davon, ob sie reversibel oder irreversibel sind, unmittelbar und/oder verzögert auftreten, sofern sie nicht ausdrücklich in den Abschnitten 3.1 bis 3.7 und 3.10 behandelt werden (siehe dazu auch Abschnitt 3.8.1.6).

3.8.1.2. Eine Einstufung bedeutet, dass der Stoff oder das Gemisch eine spezifische Zielorgan-Toxizität besitzt und damit die Gesundheit von exponierten Personen beeinträchtigt werden kann.

3.8.1.3. Zu diesen durch einmalige Exposition verursachten schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit gehören konsistente und erkennbare toxische Wirkungen beim Menschen oder — für die menschliche Gesundheit relevante — toxikologisch eindeutige Veränderungen bei Versuchstieren, die die Funktion oder Morphologie eines Gewebes/Organs beeinträchtigt oder ernstzunehmende Veränderungen der Biochemie oder Hämatologie des Organismus hervorgerufen haben.

3.8.1.4. Bei der Beurteilung sind nicht nur eindeutige Veränderungen in einem einzigen Organ oder biologischen System zu berücksichtigen, sondern auch allgemeine Veränderungen geringerer Schwere in mehreren Organen.

3.8.1.5. Eine spezifische Zielorgan-Toxizität kann über sämtliche beim Menschen relevanten Expositionswege auftreten, d. h. hauptsächlich oral, dermal oder nach Inhalation.

3.8.1.6. Die Einstufung aufgrund einer spezifischen Zielorgan-Toxizität nach wiederholter Exposition erfolgt wie in Abschnitt 3.9 (Spezifische Zielorgan-Toxizität — wiederholte Exposition) beschrieben und ist daher nicht Gegenstand des Abschnitts 3.8. Weitere nachstehend aufgeführte spezifische Toxizitätswirkungen werden getrennt beurteilt und fallen daher nicht unter diesen Abschnitt:

a) 

akute Toxizität (Abschnitt 3.1);

b) 

Ätz-/Reizwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2);

c) 

schwere Augenschädigung/Augenreizung Abschnitt 3.3);

d) 

Sensibilisierung der Atemwege oder der Haut (Abschnitt 3.4);

e) 

Keimzellmutagenität (Abschnitt 3.5);

f) 

Karzinogenität (Abschnitt 3.6);

g) 

Reproduktionstoxizität (Abschnitt 3.7) und

h) 

Aspirationsgefahr (Abschnitt 3.10).

3.8.1.7. Die Gefahrenklasse „Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition)“ wird wie folgt differenziert:

— 
spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition), Kategorien 1 und 2;
— 
spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition), Kategorie 3.

Siehe dazu Tabelle 3.8.1.



Tabelle 3.8.1

Kategorien der spezifischen Zielorgan-Toxizität bei einmaliger Exposition

Kategorien

Kriterien

Kategorie 1

Stoffe, die beim Menschen eindeutig toxisch wirken oder von denen auf der Grundlage von Befunden aus tierexperimentellen Studien anzunehmen ist, dass sie beim Menschen nach einmaliger Exposition eindeutigtoxisch wirken können.

Als zielorgantoxisch (einmalige Exposition) der Kategorie 1 werden Stoffe auf folgender Grundlage eingestuft:

a)  zuverlässige und hochwertige Nachweise beim Menschen, aus Fallstudien oder aus epidemiologischen Studien oder

b)  Beobachtungen eindeutiger und/oder schwerer toxischer Wirkungen aus geeigneten tierexperimentellen Studien, die für die menschliche Gesundheit relevant sind, bei generell niedrigen Expositionskonzentrationen. Leitwerte für Dosis-/Konzentrationsrichtwerte, die im Rahmen der Ermittlung der Beweiskraft zu verwenden sind, sind in Abschnitt 3.8.2.1.9 angegeben.

Kategorie 2

Stoffe, von denen auf der Grundlage von Befunden aus tierexperimentellen Studien angenommen werden kann, dass sie sich bei einmaliger Exposition schädlich auf die menschliche Gesundheit auswirken können.

Als zielorgantoxisch (einmalige Exposition) der Kategorie 2 werden Stoffe auf der Grundlage von Beobachtungen im Rahmen geeigneter tierexperimenteller Studien eingestuft, bei denen es zu eindeutigen toxischen Wirkungen mit Relevanz für die menschliche Gesundheit bei allgemein moderaten Expositionskonzentrationen kam. Richtwerte für Dosis/Konzentration als Hilfe für die Einstufung werden in Abschnitt 3.8.2.1.9 angegeben.

In Ausnahmefällen können auch Erfahrungen beim Menschen für eine Einstufung in die Kategorie 2 verwendet werden (siehe Abschnitt 3.8.2.1.9).

Kategorie 3

Reversible Wirkungen auf Zielorgane

Unter diese Kategorie fallen nur narkotisierende Wirkungen und Atemwegsreizungen. Dabei handelt es sich um Wirkungen auf Zielorgane, bei denen ein Stoff die obigen Kriterien für eine Einstufung in die Kategorien 1 oder 2 nicht erfüllt. Dieses sind Wirkungen, die die menschlichen Körperfunktionen nach der Exposition vorübergehend beeinträchtigen und von denen sich der Mensch in einem angemessenen Zeitraum erholt, ohne dass eine nennenswerte strukturelle oder funktionelle Beeinträchtigung zurückbleibt. Stoffe mit diesen Wirkungen werden gemäß Abschnitt 3.8.2.2 gesondert eingestuft.

Hinweis: Es ist zu versuchen, das Hauptzielorgan der toxischen Wirkung zu ermitteln und eine entsprechende Einstufung vorzunehmen, etwa als Hepatotoxin oder Neurotoxin. Die Daten sind sorgfältig zu bewerten und es sind möglichst keine Nebenwirkungen einzubeziehen (Hepatotoxine können sekundäre Wirkungen im Nerven- oder Verdauungssystem hervorrufen).

3.8.2.   Einstufungskriterien für Stoffe

3.8.2.1.   Stoffe der Kategorie 1 und der Kategorie 2

3.8.2.1.1 Stoffe werden jeweils nach ihren unmittelbaren oder verzögerten Wirkungen eingestuft, und zwar mit Hilfe des Urteils von Experten (siehe Abschnitt 1.1.1.) auf der Grundlage einer Gewichtung aller verfügbaren Nachweise, wobei auch die empfohlenen Leitwerte (siehe Abschnitt 3.8.2.1.9) herangezogen werden. Danach werden die Stoffe je nach Art und Schwere der beobachteten Wirkung/-en der Kategorie 1 oder 2 zugeordnet (siehe Tabelle 3.8.1).

3.8.2.1.2. Der/die relevante/-n Expositionsweg/-e sind zu ermitteln, über den/die der eingestufte Stoff Gesundheitsschäden hervorruft (siehe Abschnitt 3.8.1.5.).

3.8.2.1.3 Für die Einstufung ist eine Beurteilung durch Experten (siehe Abschnitt 1.1.1) auf der Grundlage einer Ermittlung der Beweiskraft aller verfügbaren Daten sowie der nachstehenden Kriterien maßgeblich.

3.8.2.1.4 Der Nachweis spezifischer zielorgantoxischer Wirkungen, die eine Einstufung erforderlich machen, erfolgt durch eine Ermittlung der Beweiskraft aller Daten (siehe Abschnitt 1.1.1), einschließlich von Fallstudien sowie epidemiologischer Daten und Tierstudien.

3.8.2.1.5 Die für die Bewertung der spezifischen Zielorgan-Toxizität erforderlichen Informationen stammen entweder von einmaligen Expositionen beim Menschen, beispielsweise häuslicher Exposition, Exposition am Arbeitsplatz oder in der Umwelt, oder aus tierexperimentellen Studien. Standardtierversuche an Ratten oder Mäusen, anhand derer sich die toxischen Wirkungen auf die Zielgewebe/-organe ermitteln lassen, sind akute Toxizitätsstudien, die klinische Beobachtungen sowie detaillierte makroskopische und mikroskopische Untersuchungen umfassen können. Auch Daten aus Studien zur akuten Toxizität an anderen Tierarten können relevante Informationen erbringen.

3.8.2.1.6 In Ausnahmefällen ist es aufgrund der Beurteilung durch Experten angezeigt, bestimmte Stoffe, bei denen es Nachweise für eine spezifische Zielorgan-Toxizität beim Menschen gibt, in die Kategorie 2 einzustufen:

a) 

wenn die Erfahrungen beim Menschen nicht hinreichend beweiskräftig für eine Einstufung in die Kategorie 1 sind, und/oder

b) 

aufgrund von Art und Schwere der Wirkungen.

Dosen/Konzentrationswerte beim Menschen sind normalerweise bei der Einstufung nicht zu berücksichtigen und alle verfügbaren Befunde aus Tierstudien müssen mit der Einstufung in die Kategorie 2 vereinbar sein. Mit anderen Worten: Sind zu dem Stoff auch Tierversuchsdaten verfügbar, die eine Einstufung in die Kategorie 1 rechtfertigen, ist der Stoff in die Kategorie 1 einzustufen.

3.8.2.1.7    Wirkungen, die als Argument für eine Einstufung in die Kategorien 1 und 2 gelten

3.8.2.1.7.1 Für eine Einstufung sprechen Befunde, die eine einmalige Exposition gegenüber dem Stoff mit einer übereinstimmenden und identifizierbaren toxischen Wirkung in Zusammenhang bringen.

3.8.2.1.7.2 Erfahrungen beim Menschen sowie zum Beispiel Fallstudien beschränken sich üblicherweise auf Berichte über gesundheitsschädliche Wirkungen mit häufig unklaren Expositionsbedingungen und bieten unter Umständen nicht die wissenschaftlichen Einzelheiten, die aus ordnungsgemäß durchgeführten Tierstudien erschlossen werden können.

3.8.2.1.7.3 Befunde aus geeigneten Tierstudien können in Form klinischer Beobachtungen sowie makroskopischer und mikroskopischer pathologischer Untersuchungen weitaus mehr Details erbringen, so dass häufig Gefahren erkennbar werden, die zwar nicht lebensbedrohlich sind, jedoch auf eine funktionelle Störung hindeuten. Daher müssen sämtliche verfügbaren Befunde und ihre Relevanz für die menschliche Gesundheit im Einstufungsprozess berücksichtigt werden; dazu gehören unter anderem folgende Wirkungen bei Mensch und/oder Tier:

a) 

Morbidität nach einmaliger Exposition;

b) 

eindeutige funktionelle Veränderungen, die mehr als nur vorübergehend in Respirationstrakt, zentralen oder peripheren Nervensystem, in anderen Organen oder Organsystemen, einschließlich von Anzeichen einer Depression des zentralen Nervensystems und Wirkungen auf Sinnesorgane (beispielsweise Seh-, Hör- und Geruchsvermögen) auftreten;

c) 

alle übereinstimmenden und eindeutigen Veränderungen von klinisch-chemischen, hämatologischen oder Harnparameter;

d) 

eindeutige Organschäden, die bei der Autopsie festgestellt und/oder anschließend bei der mikroskopischen Untersuchung erkannt oder bestätigt werden;

e) 

Multifokale oder diffuse Nekrosen, Fibrosen oder Granulome in lebenswichtigen Organen mit Regenerationsvermögen;

f) 

morphologische Veränderungen, die möglicherweise reversibel sind, aber eindeutig auf eine ausgeprägte organische Funktionsstörung hinweisen;

g) 

Anhaltspunkte für ein relevantes Absterben von Zellen (einschließlich Zelldegeneration und Reduzierung der Zellzahl) in lebenswichtigen Organen, die nicht zur Regeneration fähig sind.

3.8.2.1.8    Wirkungen, die nicht als Argument für eine Einstufung in die Kategorien 1 und 2 gelten

Es ist zu erwähnen, dass auch Wirkungen auftreten können, die eine Einstufung nicht rechtfertigen. Dabei handelt es sich unter anderem um folgende Wirkungen bei Mensch und/oder Tier:

a) 

klinische Beobachtungen oder geringfügige Veränderungen der Gewichtszunahme, Nahrungs- oder Wasseraufnahme, die zwar toxikologisch bedeutsam sein können, jedoch als solche nicht auf eine „eindeutige“ Toxizität hindeuten;

b) 

geringfügige Veränderungen von klinisch-chemischen, hämatologischen oder Harnparametern und/oder vorübergehende Wirkungen von unklarer oder minimaler toxikologischer Bedeutung;

c) 

Organgewichtsveränderungen ohne Anzeichen einer organischen Funktionsstörung;

d) 

adaptive Reaktionen, die nicht als toxikologisch relevant gelten;

e) 

substanzinduzierte tierartspezifische Toxizitätsmechanismen, für die mit hinreichender Sicherheit nachgewiesen wurde, dass sie für die menschliche Gesundheit nicht relevant sind, begründen keine Einstufung.

3.8.2.1.9    Richtwerte als Einstufungshilfe bei Kategorie 1 und 2 auf der Grundlage von Befunden aus tierexperimentellen Studien

3.8.2.1.9.1 Als Hilfe bei der Entscheidung, ob und nach welchem Schweregrad (Kategorie 1 oder Kategorie 2) ein Stoff einzustufen ist, werden Dosis-/Konzentrations-„Richtwerte“ zur Berücksichtigung der Dosis/Konzentration festgelegt, bei der eindeutige Auswirkungen auf die Gesundheit festgestellt wurden. Hauptargument für solche Richtwerte ist, dass alle Stoffe potenziell toxisch sind und dass es eine bestimmte Dosis/Konzentration geben muss, oberhalb derer eine gewisse toxische Wirkung unstrittig ist.

3.8.2.1.9.2 Werden also bei Tierstudien eindeutige toxische Wirkungen beobachtet, die zu einer Einstufung führen, dann ergibt ein Vergleich der Dosis/Konzentration, bei der diese Wirkungen auftraten, mit den vorgeschlagenen Richtwerten, nützliche Informationen, die dabei helfen können zu beurteilen, ob eine Einstufung erforderlich ist (da die toxischen Wirkungen eine Folge der gefährlichen Eigenschaft/-en und der Dosis/Konzentration sind).

3.8.2.1.9.3 Die Richtwertbereiche (C) für die Einzeldosis-Exposition mit eindeutiger nichtletaler toxischer Wirkung entsprechen denjenigen für Prüfungen zur akuten Toxizität (siehe Tabelle 3.8.2).



Tabelle 3.8.2

Richtwertbereiche nach Einzeldosis-Exposition

 

Leitwertbereiche für:

Expositionsweg

Maßeinheiten

Kategorie 1

Kategorie 2

Kategorie 3

oral (Ratte)

mg/kg Körpergewicht

C ≤ 300

2 000 ≥ C > 300

Es gelten keine Richtwerteb

dermal (Ratte oder Kaninchen)

mg/kg Körpergewicht

C ≤ 1 000

2 000 ≥ C > 1 000

inhalativ (Ratte) Gas

ppmV/4h

C ≤ 2 500

20 000 ≥ C > 2 500

inhalativ (Ratte) Dampf

mg/l/4h

C ≤ 10

20 ≥ C > 10

inhalativ (Ratte) Staub/Nebel/Rauch

mg/l/4h

C ≤ 1,0

5,0 ≥ C > 1,0

Hinweis:

a) 

Die in der Tabelle 3.8.2 genannten Richtwerte und -bereiche sind lediglich Anhaltspunkte, d. h. sie sind für die Ermittlung der Beweiskraft zu verwenden und dienen als Entscheidungshilfe bei der Einstufung. Sie sind nicht als streng abgrenzende Werte gedacht.

b) 

Für Stoffe der Kategorie 3 werden keine Richtwerte angegeben, da die Einstufung hier überwiegend auf Erfahrungen beim Menschen beruht. Falls Tierversuchsdaten verfügbar sind, sind diese in der Ermittlung der Beweiskraft zu berücksichtigen.

3.8.2.1.10    Sonstige Erwägungen

3.8.2.1.10.1 Ist ein Stoff lediglich anhand tierexperimenteller Daten charakterisiert (dies ist typisch für neue Stoffe, gilt jedoch auch für zahlreiche Altstoffe), werden im Einstufungsverfahren zur Ermittlung der Beweiskraft unter anderem die Richtwerte für die Dosis/Konzentration herangezogen.

3.8.2.1.10.2 Stehen fundierte Erfahrungen beim Menschen zur Verfügung, die eine spezifische Zielorgan-Toxizitätswirkung belegen, welche zuverlässig einer einmaligen Exposition gegenüber einem Stoff zugeschrieben werden kann, ist der Stoff in der Regel einzustufen. Positive Erfahrungen beim Menschen, unabhängig von der wahrscheinlichen Dosis, sind gegenüber tierexperimentellen Daten höherrangig. Wird ein Stoff nicht eingestuft, weil die beobachtete spezifische Zielorgan-Toxizität als beim Menschen nicht relevant oder eindeutig angesehen wurde, so ist dieser Stoff in der Regel dann doch einzustufen, falls zu einem späteren Zeitpunkt Daten über Fallstudien verfügbar werden, die eine spezifische Zielorgan-Toxizität zeigen.

3.8.2.1.10.3 Ein Stoff, der nicht auf seine spezifische Zielorgan-Toxizität geprüft wurde, kann gegebenenfalls anhand folgender Elemente eingestuft werden: Daten aus einer gesicherten Struktur-Wirkungs-Betrachtung und einer auf der Beurteilung durch Experten basierenden Extrapolation zu einem strukturell verwandten, bereits eingestuften Analogon sowie unter Berücksichtigung weiterer wichtiger Faktoren wie der Bildung gemeinsamer bedeutsamer Metaboliten.

3.8.2.1.10.4 Die Sättigungsdampfkonzentration ist, wenn dies angezeigt ist, als zusätzliches Element zum Gesundheitsschutz heranzuziehen.

3.8.2.2.   Stoffe der Kategorie 3: reversible Wirkungen auf Zielorgane

3.8.2.2.1    Kriterien für die Reizung der Atemwege

Für die Einstufung von Stoffen in die Kategorie 3 aufgrund einer Reizung der Atemwege sind folgende Kriterien maßgeblich:

a) 

Atemwegsreizende Wirkungen (gekennzeichnet durch örtlich begrenzte Rötungen, Ödeme, Juckreiz und/oder Schmerzen), die zu einer funktionellen Beeinträchtigung führen, die mit Symptomen wie Husten, Schmerzen, Atemnot und allgemeinen Atembeschwerden einhergehen. Die Beurteilung beruht hauptsächlich auf Humandaten.

b) 

Subjektive Beobachtungen beim Menschen können durch Quantifizierung einer eindeutigen Atemwegsreizung gestützt werden (beispielsweise Messung von elektrophysiologischen Reaktionen, von Biomarkern einer Entzündungsreaktion in nasaler oder Bronchi-alveolärer Lavage).

c) 

Die am Menschen beobachteten Symptome müssen auch typischen Symptomen in der exponierten Population entsprechen und dürfen keine isolierte idiosynkratische Reaktion sein und nicht nur bei Individuen mit überempfindlichen Atemwegen auftreten. Vage Berichte von lediglich einer „Reizung“ bleiben unberücksichtigt, da mit diesem Begriff gewöhnlich vielfältige Sinneseindrücke wie Geruch, unangenehmer Geschmack, Kribbeln und Trockenheit beschrieben werden, die nicht für die Einstufung aufgrund einer Reizung der Atemwege relevant sind.

d) 

Es gibt derzeit keine validierten Tierversuchsmodelle zur Erfassung einer Atemwegsreizung; nützliche Informationen können aber aus den Prüfungen auf Inhalationstoxizität nach einmaliger und wiederholter Exposition gewonnen werden. Beispielsweise können Tierversuche nützliche Informationen im Zusammenhang mit klinischen Vergiftungserscheinungen (Dyspnoe, Rhinitis usw.) und histopathologischen Untersuchungen (z. B. Hyperämie, Ödem, geringe Entzündung, verdickte Schleimschicht) liefern. Solche tierexperimentellen Studien können im Rahmen der Ermittlung der Beweiskraft herangezogen werden.

e) 

Diese spezielle Einstufung erfolgt nur dann, wenn keine schwerwiegenderen Wirkungen auf Organe, darunter auch auf das Respirationssystem, beobachtet werden.

3.8.2.2.2    Kriterien für narkotisierende Wirkungen

Für die Einstufung von Stoffen in die Kategorie 3 aufgrund ihrer narkotisierenden Wirkung sind folgende Kriterien maßgeblich:

a) 

Depression des zentralen Nervensystems einschließlich narkotisierender Wirkungen beim Menschen wie beispielsweise Schläfrigkeit, Narkosewirkung, verminderte Aufmerksamkeit, Reflexverlust, Koordinationsschwäche und Schwindel. Diese Wirkungen können sich auch als schwere Kopfschmerzen oder Übelkeit äußern und zu vermindertem Urteilsvermögen, Benommenheit, Reizbarkeit, Müdigkeit, Gedächtnisstörungen, Wahrnehmungs- und Koordinierungsschwächen sowie zu Reaktionsverzögerung oder Schläfrigkeit führen.

b) 

Zu den in tierexperimentellen Studien beobachteten narkotisierenden Wirkungen gehören auch Lethargie, Koordinationsmangel, Verlust des Stellreflexes und Ataxie. Sind diese Wirkungen nicht vorübergehender Art, dann ist davon auszugehen, dass sie zu einer Einstufung als spezifisch zielorgantoxisch (einmalige Exposition) der Kategorie 1 oder 2 führen.

3.8.3.   Einstufungskriterien für Gemische

3.8.3.1. Gemische werden entweder anhand der Kriterien für Stoffe eingestuft oder wie nachstehend beschrieben. Wie Stoffe sind auch Gemische aufgrund ihrer spezifischen Zielorgan-Toxizität nach einmaliger Exposition einzustufen.

3.8.3.2.   Einstufung von Gemischen, bei denen Daten für das komplette Gemisch vorliegen

3.8.3.2.1 Liegen für das Gemisch zuverlässige und gesicherte Befunde aus Erfahrungen beim Menschen oder aus geeigneten Tierstudien vor, wie bei den Kriterien für Stoffe beschrieben, dann ist das Gemisch mit Hilfe einer Ermittlung der Beweiskraft dieser Daten einzustufen (siehe Abschnitt 1.1.1.4.). Bei der Bewertung von Daten zu Gemischen ist sicherzustellen, dass die Ergebnisse nicht aufgrund von Dosis, Dauer, Beobachtung oder Analyse ihre Schlüssigkeit verlieren.

3.8.3.3.   Einstufung von Gemischen, bei denen keine Daten für das komplette Gemisch vorliegen: Übertragungsgrundsätze

3.8.3.3.1 Wurde das Gemisch selbst nicht auf seine spezifische Zielorgan-Toxizität geprüft, liegen jedoch ausreichende Daten über seine einzelnen Bestandteile und über ähnliche geprüfte Gemische vor, um die Gefahren des Gemisches angemessen zu beschreiben, dann sind diese Daten nach Maßgabe der Übertragungsgrundsätze des Abschnitts 1.1.3 zu verwenden.

3.8.3.4.   Einstufung von Gemischen, wenn Daten für alle oder nur manche Bestandteile des Gemisches vorliegen

3.8.3.4.1 Gibt es keine zuverlässigen Nachweise oder Prüfdaten für das spezifische Gemisch selbst und können die Übertragungsgrundsätze nicht für seine Einstufung verwendet werden, dann beruht die Einstufung des Gemisches auf der Einstufung seiner Bestandteile. In diesem Fall ist das Gemisch als spezifisch zielorgantoxisch (unter Angabe des Organs) nach einmaliger Exposition, einzustufen, wenn mindestens ein Bestandteil als spezifisch zielorgantoxisch der Kategorie 1 oder der Kategorie 2 eingestuft wurde und den entsprechenden allgemeinen Konzentrationsgrenzwert für die Kategorie 1 bzw. die Kategorie 2 gemäß Tabelle 3.8.3 erreicht oder übersteigt.

3.8.3.4.2 Diese allgemeinen Konzentrationsgrenzwerte und anschließenden Einstufungen sind entsprechend auf bei einmaliger Verabreichung spezifisch zielorgantoxische Stoffe anzuwenden.

3.8.3.4.3 Gemische sind jeweils aufgrund ihrer Toxizität bei einmaliger Verabreichung und/oder bei wiederholter Verabreichung einzustufen.



Tabelle 3.8.3

Allgemeine Konzentrationsgrenzwerte von als spezifisch zielorgantoxisch eingestuften Bestandteilen eines Gemisches, die zu einer Einstufung des Gemisches in Kategorie 1 oder Kategorie 2 führen

Bestandteil eingestuft als:

Allgemeine Konzentrationsgrenzwerte, die zu einer Einstufung des Gemisches in folgende Kategorie führen:

Kategorie 1

Kategorie 2

Kategorie 1

spezifisch zielorgantoxisch

Konzentration ≥ 10 %

1,0  % ≤ Konzentration < 10 %

Kategorie 2

spezifisch zielorgantoxisch

 

Konzentration ≥ 10 % [(Hinweis 1)]

Hinweis 1:

Enthält das Gemisch einen Bestandteil, der als spezifisch zielorgantoxisch der Kategorie 2 eingestuft wurde, in einer Konzentration von ≥ 1,0  %, so wird auf Anforderung ein Sicherheitsdatenblatt für das Gemisch vorgelegt.

3.8.3.4.4 Wenn Giftstoffe, die mehr als ein Organsystem angreifen, kombiniert werden, ist darauf zu achten, dass eine Potenzierung oder Synergismen berücksichtigt werden, denn manche Stoffe können bereits bei einer Konzentration von < 1 % eine Zielorgan-Toxizität bewirken, wenn von anderen Bestandteilen des Gemisches bekannt ist, dass sie seine toxische Wirkung potenzieren.

3.8.3.4.5 Bei der Extrapolierung der Toxizität eines Gemisches, das einen oder mehrere Bestandteile der Kategorie 3 enthält, ist Vorsicht geboten. Hier ist ein allgemeiner Konzentrationsgrenzwert von 20 % zweckmäßig; trotzdem ist zu bedenken, dass dieser Konzentrationsgrenzwert höher oder niedriger sein kann, je nachdem welche/-r Bestandteil/-e der Kategorie 3 enthalten ist/sind, und dass manche Wirkungen, wie die Atemwegsreizung, unterhalb einer bestimmten Konzentration ausbleiben können, während wiederum andere, wie narkotisierende Wirkungen, auch unterhalb dieses 20 %-Werts auftreten können. Hier ist eine Beurteilung durch Experten anzustellen. ►M2  Atemwegsreizungen und narkotisierende Wirkungen sind getrennt anhand der Kriterien in Abschnitt 3.8.2.2 zu bewerten. Werden Einstufungen aufgrund dieser Gefahren vorgenommen, sollte der Anteil jedes Bestandteils als kumulativ behandelt werden, sofern keine Nachweise dafür vorliegen, dass deren Wirkungen nicht kumulativ sind. ◄

3.8.4.   Gefahrenkommunikation

3.8.4.1. Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 3.8.4 zu verwenden.

▼M4



Tabelle 3.8.4

Kennzeichnungselemente für die spezifische Zielorgan-Toxizität bei einmaliger Exposition

Einstufung

Kategorie 1

Kategorie 2

Kategorie 3

GHS-Piktogramm

image

image

image

Signalwort

Gefahr

Achtung

Achtung

Gefahrenhinweis

H370: Schädigt die Organe (oder alle betroffenen Organe nennen, sofern bekannt) (Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht)

H371: Kann die Organe schädigen (oder alle betroffenen Organe nennen, sofern bekannt) (Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht)

H335: Kann die Atemwege reizen oder

H336: Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen

Sicherheitshinweise — Prävention

P260

P264

P270

P260

P264

P270

P261

P271

Sicherheitshinweise — Reaktion

P308 + P311

P321

P308 + P311

P304 + P340

P312

Sicherheitshinweise — Lagerung

P405

P405

P403 + P233

P405

Sicherheitshinweise — Entsorgung

P501

P501

P501

▼B

3.9.   Spezifische Zielorgan-Toxizität (wiederholte Exposition)

3.9.1.   Begriffsbestimmungen und allgemeine Erwägungen

3.9.1.1.  Zielorgan-Toxizität (wiederholte Exposition): die spezifische Zielorgan-Toxizität nach wiederholter Exposition gegenüber einem Stoff oder einem Gemisch. Dazu gehören alle eindeutigen Auswirkungen auf die Gesundheit, die Körperfunktionen beeinträchtigen können, unabhängig davon, ob sie reversibel oder irreversibel sind, unmittelbar und/oder verzögert auftreten. Nicht eingeschlossen sind jedoch andere spezifische toxische Wirkungen, die eigens in den Abschnitten 3.1 bis 3.8 und 3.10 behandelt werden.

3.9.1.2. Eine Einstufung aufgrund der Zielorgan-Toxizität (wiederholte Exposition) bedeutet, dass ein Stoff ►M2  oder Gemisch ◄ toxisch auf ein spezifisches Zielorgan wirkt und damit die Gesundheit von exponierten Personen beeinträchtigen kann.

3.9.1.3. Zu diesen schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit gehören konsistente und erkennbare toxische Wirkungen beim Menschen oder — für die menschliche Gesundheit relevante — toxikologisch eindeutige Veränderungen bei Versuchstieren, die die Funktion oder Morphologie eines Gewebes/Organs beeinträchtigt oder ernstzunehmende Veränderungen der Biochemie oder Hämatologie des Organismus hervorgerufen haben.

3.9.1.4. Bei der Beurteilung sind nicht nur eindeutige Veränderungen in einem einzigen Organ oder biologischen System zu berücksichtigen, sondern auch generalisierte Veränderungen geringerer Schwere in mehreren Organen.

3.9.1.5. Eine spezifische Zielorgan-Toxizität kann über sämtliche beim Menschen relevanten Expositionswege auftreten, d. h. hauptsächlich oral, dermal oder durch Inhalation.

3.9.1.6. Nichtletale toxische Wirkungen, die nach einer einmaligen Exposition beobachtet werden, werden eingestuft wie in Abschnitt 3.8 (Spezifische Zielorgan-Toxizität — einmalige Exposition) beschrieben und daher in Abschnitt 3.9 nicht behandelt.

3.9.2.   Einstufungskriterien für Stoffe

3.9.2.1. Die Einstufung von Stoffen als spezifisch zielorgantoxisch nach wiederholter Exposition erfolgt mit Hilfe der Beurteilung durch Experten auf der Grundlage der Ermittlung der Beweiskraft aller verfügbaren Daten, einschließlich der Verwendung empfohlener Richtwerte, die die Expositionsdauer und die Dosis/Konzentration berücksichtigen, die der/den Wirkung/-en zugrunde liegen (siehe Abschnitt 3.9.2.9); derartige Stoffe werden je nach Art und Schwere der beobachteten Wirkung/-en einer von zwei Kategorien zugeordnet (Tabelle 3.9.1).



Tabelle 3.9.1

Kategorien für die spezifische Zielorgan-Toxizität bei wiederholter Exposition

Kategorien

Kriterien

Kategorie 1

Stoffe, die beim Menschen eindeutig toxisch wirken oder von denen auf der Grundlage von Befunden aus tierexperimentellen Studien anzunehmen ist, dass sie beim Menschen nach wiederholter Exposition eindeutig toxisch wirken können.

Als zielorgantoxisch (wiederholte Exposition) der Kategorie 1 werden Stoffe auf folgender Grundlage eingestuft:

— zuverlässige und hochwertige Nachweise aus Fallstudien oder aus epidemiologischen Studien oder

— Beobachtung aus geeigneten tierexperimentellen Studien von eindeutigen und/oder schwerwiegenden toxischen Wirkungen, die für die menschliche Gesundheit relevant sind ►C4  , bei generell niedrigen Expositionskonzentrationen. ◄ Richtwerte für Dosis/Konzentration zur Verwendung in der Ermittlung der Beweiskraft werden in Abschnitt 3.9.2.9 angegeben.

Kategorie 2

Stoffe, von denen auf der Grundlage von Befunden aus tierexperimentellen Studien angenommen werden kann, dass sie sich bei wiederholter Exposition schädlich auf die menschliche Gesundheit auswirken können.

Als zielorgantoxisch (wiederholte Exposition) der Kategorie 2 werden Stoffe auf der Grundlage von Beobachtungen im Rahmen geeigneter tierexperimenteller Studien eingestuft, bei denen es zu eindeutigen toxischen Wirkungen mit Relevanz für die menschliche Gesundheit bei allgemein moderaten Expositionskonzentrationen kam. Leitwerte für Dosis/Konzentration als Hilfe für die Einstufung werden in Abschnitt 3.9.2.9 angegeben.

In Ausnahmefällen können auch Erfahrungen beim Menschen für eine Einstufung in die Kategorie 2 verwendet werden (siehe Abschnitt 3.9.2.6).

Hinweis:

Es ist zu versuchen, das Hauptzielorgan der toxischen Wirkung zu ermitteln und eine entsprechende Einstufung vorzunehmen, beispielsweise als Hepatotoxin, Neurotoxin. Die Daten sind sorgfältig zu bewerten und es sind möglichst keine sekundären Wirkungen einzubeziehen (Hepatotoxine können sekundäre Wirkungen im Nerven- oder Verdauungssystem hervorrufen).

3.9.2.2. Der/die relevante/-n Expositionsweg/-e ist/sind zu ermitteln, über den/die der eingestufte Stoff Gesundheitsschäden hervorruft.

3.9.2.3. Für die Einstufung ist eine Beurteilung durch Experten (siehe Abschnitt 1.1.1) auf der Grundlage einer Ermittlung der Beweiskraft aller verfügbaren Daten einschließlich der nachstehenden Richtlinien maßgeblich.

3.9.2.4. Eine Ermittlung der Beweiskraft aller Daten (siehe Abschnitt 1.1.1), einschließlich von „Fallstudien“ epidemiologischen und tierexperimentellen Studien, ist anzuwenden, um spezifisch zielorgantoxische Wirkungen, die eine Einstufung erfordern, zu begründen. Auf diese Weise wird der beträchtliche Bestand an Toxizitätsdaten aus industrieller Exposition genutzt, die im Laufe der Zeit erarbeitet wurde. Die Bewertung hat auf der Grundlage aller verfügbaren Daten zu erfolgen, einschließlich von Experten begutachtete veröffentlichte Studien und auf zusätzlichen anerkannten Daten.

3.9.2.5. Die für die Bewertung der spezifischen Zielorgan-Toxizität erforderlichen Informationen stammen entweder von wiederholter Exposition beim Menschen, beispielsweise häuslicher Exposition, Exposition am Arbeitsplatz oder in der Umwelt, oder aus tierexperimentellen Studien. Standardtierversuche an Ratten oder Mäusen, anhand derer sich die toxischen Wirkungen auf die Zielgewebe/-organe ermitteln lassen, sind 28-Tage-, 90-Tage- oder chronische Studien (bis zu 2 Jahren), die hämatologische, klinisch-chemische und detaillierte makroskopische und mikroskopische Untersuchungen umfassen. Falls verfügbar, sind auch Daten aus Studien mit wiederholter Verabreichung an anderen Tierarten zu verwenden wie beispielsweise Untersuchungen zur karzinogenen Wirkung, zur Neurotoxizität oder Reproduktionstoxizität, können ebenfalls Nachweise für die spezifische Zielorgan-Toxizität erbringen, die bei der Beurteilung der Einstufung verwendet werden könnten.

3.9.2.6. In Ausnahmefällen ist es aufgrund der Beurteilung durch Experten angezeigt, bestimmte Stoffe, bei denen es Nachweise auf eine spezifische Zielorgan-Toxizität beim Menschen gibt, in die Kategorie 2 einzustufen:

a) 

wenn die Humanbefunde nicht hinreichend beweiskräftig für eine Einstufung in die Kategorie 1 sind und/oder

b) 

aufgrund von Art und Schwere der Wirkungen.

Dosen/Konzentrationswerte beim Menschen sind bei der Einstufung nicht zu berücksichtigen und alle verfügbaren Befunde aus Tierstudien müssen mit der Einstufung in die Kategorie 2 vereinbar sein. Mit anderen Worten: Sind zu dem Stoff auch Tierversuchsdaten verfügbar, die eine Einstufung in die Kategorie 1 rechtfertigen, ist der Stoff in die Kategorie 1 einzustufen.

3.9.2.7.   Wirkungen, die als Argument für eine Einstufung aufgrund der spezifischen Zielorgan-Toxizität nach wiederholter Exposition gelten

3.9.2.7.1 Für eine Einstufung sprechen zuverlässige Befunde, die eine wiederholte Exposition gegenüber dem Stoff mit einer übereinstimmenden und identifizierbaren toxischen Wirkung in Zusammenhang bringen.

3.9.2.7.2 Erfahrungen beim Menschen wie Fallstudien beschränken sich üblicherweise auf Berichte über gesundheitsschädliche Wirkungen mit häufig unklaren Expositionsbedingungen und bieten unter Umständen nicht die wissenschaftlichen Einzelheiten, die aus ordnungsgemäß durchgeführten tierexperimentellen Studien erhalten werden.

3.9.2.7.3 Befunde aus geeigneten tierexperimentellen Studien können in Form klinischer Beobachtungen und hämatologischer, klinisch-chemischer sowie makroskopischer und mikroskopischer pathologischer Untersuchungen weitaus mehr Details erbringen, so dass häufig Gefahren erkennbar werden, die zwar nicht lebensbedrohlich sind, jedoch auf eine funktionelle Störung hindeuten. Daher werden sämtliche verfügbaren Befunde mit Relevanz für die menschliche Gesundheit im Einstufungsprozess berücksichtigt; dazu gehören unter anderem folgende toxische Wirkungen bei Mensch und/oder Tier:

a) 

Morbidität oder Mortalität aufgrund wiederholter oder länger anhaltender Exposition: Morbidität oder Mortalität können die Folge wiederholter Exposition auch gegenüber relativ niedrigen Dosen/Konzentrationen aufgrund der Bioakkumulation des Stoffes oder seiner Metabolite und/oder aufgrund der Überlastung des Entgiftungsprozesses durch die wiederholte Exposition gegenüber dem Stoff oder dessen Metaboliten sein;

b) 

eindeutige funktionelle Veränderungen des zentralen oder peripheren Nervensystems oder anderer Organsysteme, einschließlich von Anzeichen einer Depression des Zentralnervensystems und Wirkungen auf Sinnesorgane (beispielsweise Seh-, Hör- und Geruchsvermögen);

c) 

alle übereinstimmenden und eindeutigen Veränderungen von klinisch-chemischen, hämatologischen oder Harnparametern;

d) 

eindeutige Organschäden, die bei der Autopsie festgestellt und/oder anschließend bei der mikroskopischen Untersuchung erkannt oder bestätigt werden;

e) 

multifokale oder diffuse Nekrosen, Fibrosen oder Granulome in lebenswichtigen Organen mit Regenerationsvermögen;

f) 

morphologische Veränderungen, die möglicherweise reversibel sind, aber eindeutig eine ausgeprägte organische Funktionsstörung belegen (beispielsweise ausgeprägte Fetteinlagerungen in der Leber);

g) 

Nachweise für ein relevantes Absterben von Zellen (einschließlich Zelldegeneration und Reduzierung der Zellzahl) in lebenswichtigen Organen, die nicht zur Regeneration fähig sind.

3.9.2.8.   Wirkungen, die nicht als Argument für eine Einstufung aufgrund der spezifischen Zielorgan-Toxizität nach wiederholter Exposition gelten

3.9.2.8.1 Es ist zu erwähnen, dass bei Mensch und/oder Tier auch Wirkungen festgestellt werden können, die eine Einstufung nicht rechtfertigen. Dabei handelt es sich unter anderem um folgende Wirkungen:

a) 

klinische Beobachtungen oder geringfügige Veränderungen der Gewichtszunahme, Nahrungs- oder Wasseraufnahme, die zwar toxikologisch bedeutsam sein können, jedoch als solche nicht auf „eindeutige“ Toxizität hindeuten,

b) 

geringfügige Veränderungen von klinisch-chemischen, hämatologischen oder Harnparametern und/oder vorübergehende Wirkungen von unklarer oder minimaler toxikologischer Bedeutung,

c) 

Organgewichtsveränderungen ohne Anzeichen einer organischen Funktionsstörung,

d) 

adaptive Reaktionen, die nicht als toxikologisch relevant gelten,

e) 

substanzinduzierte tierartspezifische Toxizitätsmechanismen, für die mit hinreichender Sicherheit nachgewiesen wurde, dass sie für die menschliche Gesundheit nicht relevant sind, begründen keine Einstufung.

3.9.2.9.   Richtwerte als Einstufungshilfe auf der Grundlage von Befunden aus tierexperimentellen Studien

3.9.2.9.1 Steht bei tierexperimentellen Studien allein die Beobachtung von Wirkungen im Mittelpunkt, ohne dass die Dauer der experimentellen Exposition und die Dosis/Konzentration angegeben werden, wird ein wesentlicher Grundsatz der Toxikologie außer Acht gelassen, nämlich dass alle Stoffe potenziell toxisch sind und dass die Toxizität eine Funktion von Dosis/Konzentration und Expositionsdauer ist. Bei den meisten Tierstudien wird in den Prüfleitlinien ein oberer Dosisgrenzwert verwendet.

3.9.2.9.2 Als Hilfe bei der Entscheidung, ob und nach welchem Schweregrad (Kategorie 1 oder Kategorie 2) ein Stoff einzustufen ist, werden Dosis-/Konzentrations-„Richtwerte“ zur Berücksichtigung der Dosis/Konzentration bestimmt, bei der eindeutige Auswirkungen auf die Gesundheit festgestellt wurden. Hauptargument für die Festlegung solcher Richtwerte ist, dass alle Stoffe potenziell toxisch sind und dass es eine bestimmte Dosis/Konzentration geben muss, oberhalb derer eine gewisse toxische Wirkung unstrittig ist. Außerdem sind tierexperimentelle Studien mit wiederholter Exposition auf eine Toxizitätswirkung bei der höchsten verwendeten Dosis ausgelegt, um das Prüfziel zu optimieren, weshalb die meisten Studien zumindest bei dieser Höchstdosierung toxische Wirkungen zeigen Daher sind nicht nur die verursachten Wirkungen zu bewerten, sondern auch, bei welcher Dosis/Konzentration sie erzeugt wurden und wie relevant sie für den Menschen sind.

3.9.2.9.3 Werden also bei Tierstudien eindeutige toxische Wirkungen beobachtet, die zu einer Einstufung führen, dann kann ein Vergleich der Expositionsdauer im Experiment und der Dosis/Konzentration, bei der diese Wirkungen auftraten, mit den vorgeschlagenen Richtwerten nützliche Informationen ergeben, die dabei helfen können zu beurteilen, ob eine Einstufung erforderlich ist (da die toxischen Wirkungen eine Folge der gefährlichen Eigenschaft/-en und auch der Expositionsdauer und der Dosis/Konzentration sind).

3.9.2.9.4 Die Entscheidung, ob ein Stoff überhaupt eingestuft wird, kann durch die Bezugnahme auf die Dosis-/Konzentrations-Richtwerte, bei denen oder unterhalb deren eine eindeutige toxische Wirkung beobachtet wurde, beeinflusst werden.

3.9.2.9.5 Die Richtwerte beziehen sich auf Wirkungen, die bei einer herkömmlichen 90tägigen Toxizitätsstudie an Ratten festgestellt wurden. Sie können als Grundlage für die Extrapolation gleichwertiger Richtwerte für Toxizitätsstudien von längerer oder kürzerer Dauer verwendet werden, wobei eine der Haberschen Regel für Inhalation vergleichbare Extrapolation von Dosis/Expositionsdauer angewandt wird, die im Wesentlichen aussagt, dass sich die wirksame Dosis direkt proportional zur Expositionskonzentration und zur Expositionsdauer verhält. Die Beurteilung hat von Fall zu Fall zu erfolgen, beispielsweise für eine 28tägige Studie würden die nachstehenden Werte um den Faktor 3 erhöht.

3.9.2.9.6 Eine Einstufung in die Kategorie 1 findet somit dann statt, wenn im Rahmen einer 90tägigen tierexperimentellen Studie mit wiederholter Exposition bei den oder unterhalb der Richtwerte (C) gemäß Tabelle 3.9.2 eindeutige toxische Wirkungen festgestellt werden.



Tabelle 3.9.2

Richtwerte als Hilfe für die Einstufung in die Kategorie 1

Expositionsweg

Maßeinheiten

Richtwerte (Dosis/Konzentration)

oral (Ratte)

mg/kg Körpergewicht/Tag

C ≤ 10

dermal (Ratte oder Kaninchen)

mg/kg Körpergewicht/Tag

C ≤ 20

inhalativ (Ratte) Gas

ppmV/6h/Tag

C ≤ 50

inhalativ (Ratte) Dampf

mg/Liter/6h/Tag

C ≤ 0,2

inhalativ (Ratte) Staub/Nebel/Rauch

mg/Liter/6h/Tag

C ≤ 0,02

3.9.2.9.7 Eine Einstufung in die Kategorie 2 findet dann statt, wenn im Rahmen einer 90tägigen tierexperimentellen Studie mit wiederholter Exposition in den oder unterhalb der Richtwertbereiche gemäß Tabelle 3.9.3 eindeutige toxische Wirkungen festgestellt werden.



Tabelle 3.9.3

Richtwerte als Hilfe für die Einstufung in die Kategorie 2

Expositionsweg

Maßeinheiten

Richtwertbereiche:

(Dosis/Konzentration)

oral (Ratte)

mg/kg Körpergewicht/Tag

10 < C ≤ 100

dermal (Ratte oder Kaninchen)

mg/kg Körpergewicht/Tag

20 < C ≤ 200

inhalativ (Ratte) Gas

ppmV/6h/Tag

50 < C ≤ 250

inhalativ (Ratte) Dampf

mg/Liter/6h/Tag

0,2 < C ≤ 1,0

inhalativ (Ratte) Staub/Nebel/Rauch

mg/Liter/6h/Tag

0,02 < C ≤ 0,2

3.9.2.9.8 Die in den Abschnitten 3.9.2.9.6 und 3.9.2.9.7 genannten Richtwerte und -bereiche sind lediglich Anhaltspunkte, d. h. sie sind für die Ermittlung der Beweiskraft zu verwenden und dienen als Entscheidungshilfe bei der Einstufung. Sie sind nicht als strenge Grenzwerte gedacht.

▼M4

3.9.2.9.9. Es ist also durchaus möglich, dass ein spezifisches Toxizitätsprofil in Tierstudien mit wiederholter Verabreichung bei einer Dosis/Konzentration unterhalb des Richtwertes auftritt (beispielsweise < 100 mg/kg Körpergewicht/Tag auf dem oralen Expositionsweg), aufgrund der Art der Wirkung (beispielsweise Nephrotoxizität, nur bei männlichen Ratten eines bestimmten Stamms mit bekannter Empfänglichkeit für diese Wirkung festzustellen) jedoch entschieden wird, keine Einstufung vorzunehmen. Umgekehrt kann ein spezifisches in tierexperimentellen Studien festgestelltes Toxizitätsprofil bei Erreichen oder Überschreiten eines Richtwertes (beispielsweise ≥ 100 mg/kg Körpergewicht/Tag auf oralem Weg) zusammen mit ergänzenden Informationen aus anderen Quellen (beispielsweise andere Studien mit Langzeitverabreichung oder Erfahrungswerte beim Menschen) in Anbetracht der ermittelten Beweiskraft die Schlussfolgerung nahelegen, dass eine Einstufung aus Gründen der Vorsicht angezeigt ist.

▼B

3.9.2.10.   Sonstige Erwägungen

3.9.2.10.1 Ist ein Stoff lediglich anhand tierexperimenteller Daten beschrieben (dies ist typisch für neue Stoffe, gilt jedoch auch für zahlreiche Altstoffe), werden im Einstufungsverfahren zur Ermittlung der Beweiskraft unter anderem die Richtwerte für die Dosis/Konzentration herangezogen.

3.9.2.10.2 Stehen fundierte Erfahrungen beim Menschen zur Verfügung, die eine spezifische Zielorgan-Toxizität belegen, welche zuverlässig einer wiederholten oder längeren Exposition gegenüber einem Stoff zugeschrieben werden kann, ist der Stoff in der Regel einzustufen. Positive Erfahrungen beim Menschen, unabhängig von der wahrscheinlichen Dosis, haben vor tierexperimentellen Daten Vorrang. Wird ein Stoff nicht eingestuft, weil bei oder unterhalb dem Dosis-/Konzentrations-Richtwert für Tierversuche keine spezifische Zielorgan-Toxizität festgestellt wurde, so ist dieser Stoff in der Regel dann einzustufen, falls zu einem späteren Zeitpunkt Fallstudien verfügbar werden, die eine spezifische Zielorgan-Toxizität zeigen.

3.9.2.10.3 Ein Stoff, der nicht auf seine spezifische Zielorgan-Toxizität geprüft wurde, kann gegebenenfalls anhand folgender Elemente eingestuft werden: Daten aus einer gesicherten Struktur-Wirkungs-Betrachtung und einer auf der Beurteilung durch Experten basierenden Extrapolation zu einem strukturell verwandten, bereits eingestuften Analogon sowie unter Berücksichtigung weiterer wichtiger Faktoren wie der Bildung gemeinsamer relevanter Metaboliten.

3.9.2.10.4 Die Sättigungsdampfkonzentration ist, wenn dies angezeigt ist, als zusätzliches Element zum besonderen Schutz von Gesundheit und Sicherheit heranzuziehen.

3.9.3.   Einstufungskriterien für Gemische

3.9.3.1. Gemische werden entweder anhand der Kriterien für Stoffe eingestuft oder wie nachstehend beschrieben. Wie Stoffe sind auch Gemische aufgrund ihrer spezifischen Zielorgan-Toxizität nach wiederholter Exposition einzustufen.

3.9.3.2.   Einstufung von Gemischen, bei denen Daten für das komplette Gemisch vorliegen

3.9.3.2.1 Liegen für das Gemisch zuverlässige und gesicherte Befunde aus Erfahrungen beim Menschen oder aus geeigneten tierexperimentellen Studien vor(siehe Abschnitt 1.1.1.4.), wie bei den Kriterien für Stoffe beschrieben, dann ist das Gemisch mit Hilfe einer Ermittlung der Beweiskraft dieser Daten einzustufen. Bei der Bewertung von Daten zu Gemischen muss man sich sorgfältig vergewissern, dass die Ergebnisse nicht aufgrund von Dosis, Dauer, Beobachtung oder Analyse ihre Beweiskraft verlieren.

3.9.3.3.   Einstufung von Gemischen, bei denen keine Daten für das komplette Gemisch vorliegen: Übertragungsgrundsätze

3.9.3.3.1 Wurde das Gemisch selbst nicht auf seine spezifische Zielorgan-Toxizität geprüft, liegen jedoch ausreichende Daten über seine einzelnen Bestandteile und über ähnliche geprüfte Gemische vor, um die Gefahren des Gemisches angemessen zu beschreiben, dann sind diese Daten nach Maßgabe der Übertragungsgrundsätze des Abschnitts 1.1.3 zu verwenden.

3.9.3.4.   Einstufung von Gemischen, wenn Daten für alle oder nur manche Bestandteile des Gemisches vorliegen

3.9.3.4.1 Gibt es keine zuverlässigen Nachweise oder Prüfdaten für das spezifische Gemisch selbst und können die Übertragungsgrundsätze nicht für seine Einstufung verwendet werden, dann beruht die Einstufung des Gemisches auf der Einstufung seiner Bestandteile. In diesem Fall ist das Gemisch als spezifisch zielorgantoxisch (unter Angabe des Organs) nach einmaliger Exposition, wiederholter Exposition oder beidem einzustufen, wenn mindestens ein Bestandteil als spezifisch zielorgantoxisch der Kategorie 1 oder der Kategorie 2 eingestuft wurde und den entsprechenden allgemeinen Konzentrationsgrenzwert für die Kategorie 1 bzw. die Kategorie 2 gemäß Tabelle 3.9.4 erreicht oder übersteigt.



Tabelle 3.9.4

Allgemeine Konzentrationsgrenzwerte von als spezifisch zielorgantoxisch eingestuften Bestandteilen eines Gemisches, die zu einer Einstufung des Gemisches führen

Bestandteil eingestuft als:

Allgemeine Konzentrationsgrenzwerte, die zu einer Einstufung des Gemisches in folgende Kategorie führen:

Kategorie 1

Kategorie 2

Kategorie 1

spezifisch zielorgantoxisch

Konzentration ≥ 10 %

1,0  % ≤ Konzentration < 10 %

Kategorie 2

spezifisch zielorgantoxisch

 

Konzentration ≥ 10 % [(Hinweis 1)]

Hinweis 1

Enthält das Gemisch einen Bestandteil, der als spezifisch zielorgantoxisch der Kategorie 2 eingestuft wurde, in einer Konzentration von ≥ über 1,0  %, so wird auf Anforderung ein Sicherheitsdatenblatt für das Gemisch vorgelegt.

3.9.3.4.2 Diese allgemeinen Konzentrationsgrenzwerte zur Einstufung gelten für zielorgantoxische Stoffe bei wiederholter Exposition.

3.9.3.4.3. Gemische sind jeweils aufgrund ihrer Toxizität bei einmaliger Verabreichung und/oder bei wiederholter Verabreichung einzustufen.

3.9.3.4.4. Wenn Giftstoffe, die mehr als ein Organsystem angreifen, kombiniert werden, ist darauf zu achten, dass eine Potenzierung oder Synergismen berücksichtigt werden, denn manche Stoffe können bereits bei einer Konzentration von < 1 % eine Zielorgan-Toxizität bewirken, wenn von anderen Bestandteilen des Gemisches bekannt ist, dass sie seine toxische Wirkung potenzieren.

3.9.4.   Gefahrenkommunikation

3.9.4.1. Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungsbestandteile gemäß Tabelle 3.9.5 zu verwenden.



Tabelle 3.9.5

Kennzeichnungselemente für die spezifische Zielorgan-Toxizität bei wiederholter Exposition

Einstufung

Kategorie 1

Kategorie 2

GHS-Piktogramm

image

image

Signalwort

Gefahr

Achtung

Gefahrenhinweis

H372: Schädigt die Organe (alle betroffenen Organe nennen, sofern bekannt) bei längerer oder wiederholter Exposition (Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht)

H373: Kann die Organe schädigen (alle betroffenen Organe nennen, sofern bekannt) bei längerer oder wiederholter Exposition (Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht)

Sicherheitshinweise — Prävention

P260

P264

P270

P260

Sicherheitshinweise — Reaktion

P314

P314

Sicherheitshinweise — Lagerung

 

 

Sicherheitshinweise — Entsorgung

P501

P501

3.10.   Aspirationsgefahr

3.10.1.   Begriffsbestimmungen und allgemeine Erwägungen

3.10.1.1. Diese Kriterien beschreiben die Einstufung von Stoffen oder Gemischen, die beim Menschen aspirationstoxisch wirken können.

3.10.1.2.  Aspiration: das Eindringen eines flüssigen oder festen Stoffes oder Gemisches direkt über die Mund- oder Nasenhöhle oder indirekt durch Erbrechen in die Luftröhre und den unteren Atemtrakt.

3.10.1.3. Die Aspirationstoxizität führt zu schwerwiegenden akuten Wirkungen, etwa durch Chemikalien hervorgerufene Pneumonie, Lungenschädigungen unterschiedlicher Schwere oder Tod durch Aspiration.

3.10.1.4. Die Aspiration setzt mit dem Einatmen während eines Atemzugs ein, wobei sich der Fremdkörper oder -stoff an der Schnittstelle des oberen Atemtrakts und des Verdauungstrakts im Rachen-Kehlkopf-Raum befindet.

3.10.1.5. Die Aspiration eines Stoffes oder Gemisches kann bei Erbrechen nach Aufnahme durch Verschlucken erfolgen. Dies wirkt sich auf die Kennzeichnung aus, insbesondere wenn aufgrund akuter Toxizität ein Sicherheitshinweis empfohlen wird, nach Verschlucken Erbrechen herbeizuführen. Stellt der Stoff/das Gemisch jedoch auch eine Gefahr durch Aspiration dar, muss von der Empfehlung, Erbrechen herbeizuführen, abgesehen werden.

3.10.1.6.   Besondere Erwägungen

3.10.1.6.1 Bei Auswertung der medizinischen Fachliteratur zur Aspiration von Chemikalien ergab sich, dass einige Kohlenwasserstoffe (Erdöl-Destillationsprodukte) und bestimmte chlorierte Kohlenwasserstoffe erwiesenermaßen eine Aspirationsgefahr für den Menschen darstellen.

3.10.1.6.2 Die Einstufungskriterien beziehen sich auf die kinematische Viskosität. Die Umrechnung von dynamischer in kinematische Viskosität ist wie folgt anzustellen:

image

▼M2

3.10.1.6.2a. Obwohl die Definition der Aspiration in Abschnitt 3.10.1.2 auch das Eindringen von festen Stoffen in den Atemtrakt einschließt, ist die Einstufung in Kategorie 1 nach Tabelle 3.10.1 Buchstabe b nur für flüssige Stoffe und Gemische bestimmt.

▼B

3.10.1.6.3    Einstufung von Aerosolen/Nebeln

Stoffe oder Gemische (Produkte) in Form von Aerosolen und Nebeln werden in der Regel in Druckbehältern, Sprühpistolen oder Sprühpumpen abgegeben. Ausschlaggebend für die Einstufung dieser Produkte ist, ob sich die Produktpartikel im Mund aneinanderlagern und dann aspiriert werden können. Ist der Nebel oder das Aerosol aus einem Druckbehälter fein, kommt es nicht zu einer Aneinanderlagerung der Partikel. Wird das Produkt jedoch in einem Strahl aus einem Druckbehälter abgegeben, können sich die Partikel aneinanderlagern und dann aspiriert werden. Normalerweise sind die Partikel des durch Sprühpistolen und Sprühpumpen erzeugten Nebels groß, so dass eine Aneinanderlagerung und anschließende Aspiration möglich ist. Lässt sich der Pumpmechanismus entfernen und kann der Inhalt verschluckt werden so ist eine Einstufung des in dem Produkt enthaltenen Stoffes oder Gemisches in Betracht zu ziehen.

3.10.2.   Einstufungskriterien für Stoffe



Tabelle 3.10.1

Gefahrenkategorie der Aspirationsgefahr

Kategorien

Kriterien

Kategorie 1

Stoffe, die bekanntlich eine Aspirationsgefahr für den Menschen darstellen oder als solche anzusehen sind.

Ein Stoff wird in die Kategorie 1 eingestuft:

a)  auf der Grundlage zuverlässiger und hochwertiger Erfahrungen beim Menschen

oder

b)  wenn es sich um einen Kohlenwasserstoff mit einer bei 40 oC gemessenen kinematischen Viskosität von maximal 20,5  mm2/s handelt.

Hinweis:

Zu den Stoffen der Kategorie 1 gehören unter anderem bestimmte Kohlenwasserstoffe, Terpentin und Pinienöl.

3.10.3.   Einstufungskriterien für Gemische

3.10.3.1.   Einstufung von Gemischen, bei denen Daten für das komplette Gemisch vorliegen

In die Kategorie 1 wird ein Gemisch auf der Grundlage zuverlässiger und hochwertiger Erfahrungen beim Menschen eingestuft.

3.10.3.2.   Einstufung von Gemischen, bei denen keine Daten für das komplette Gemisch vorliegen: Übertragungsgrundsätze

3.10.3.2.1 Wurde das Gemisch selbst nicht auf seine Aspirationsgefahr geprüft, liegen jedoch ausreichende Daten über seine einzelnen Bestandteile und über ähnliche geprüfte Gemische vor, um die Gefahren des Gemisches angemessen zu beschreiben, dann sind diese Daten nach Maßgabe der Übertragungsgrundsätze des Abschnitts 1.1.3 zu verwenden. Wird der für das Verdünnungsprinzip geltende Übertragungsgrundsatz angewandt, muss die Konzentration ►C4  des/der aspirationstoxischen Stoffe/-s mindestens ◄ 10 % betragen.

3.10.3.3.   Einstufung von Gemischen, wenn Daten für alle oder nur für manche Bestandteile des Gemisches vorliegen

3.10.3.3.1    Kategorie 1

3.10.3.3.1.1 Ein Gemisch, das insgesamt mindestens 10 % eines Stoffes oder von Stoffen enthält, der/die in die Kategorie 1 eingestuft wurde/-n, und das eine bei 40 oC gemessene kinematische Viskosität von maximal 20,5  mm2/s aufweist, ist in die Kategorie 1 einzustufen.

3.10.3.3.1.2 Im Fall eines Gemisches, das aus zwei oder mehr nicht vermischten Schichten besteht, von denen eine aus mindestens 10 % eines Stoffes oder von Stoffen besteht, der/die in die Kategorie 1 eingestuft wurde/-n, und eine bei 40 oC gemessene kinematische Viskosität von maximal 20,5  mm2/s aufweist, wird das gesamte Gemisch in die Kategorie 1 eingestuft.

3.10.4.   Gefahrenkommunikation

3.10.4.1. Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 3.10.2 zu verwenden.



Tabelle 3.10.2

Kennzeichnungselemente für Aspirationsgefahr

Einstufung

Kategorie 1

GHS-Piktogramm

image

Signalwort

Gefahr

Gefahrenhinweis

H304: Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein

Sicherheitshinweise — Prävention

 

Sicherheitshinweise — Reaktion

P301 + P310

P331

Sicherheitshinweise — Lagerung

P405

Sicherheitshinweise — Entsorgung

P501

▼M2

4.   TEIL 4: UMWELTGEFAHREN

4.1.   Gewässergefährdend

4.1.1.   Begriffsbestimmungen und allgemeine Erwägungen

4.1.1.1.   Begriffsbestimmungen

a) 

Akute aquatische Toxizität: die intrinsische Eigenschaft eines Stoffes, einen Wasserorganismus bei kurzfristiger aquatischer Exposition zu schädigen.

b) 

►M12  Kurzfristige (akute) Gefährdung ◄ : zu Einstufungszwecken die Gefährdung, die von einem Stoff oder Gemisch aufgrund seiner akuten Toxizität für einen Organismus bei kurzfristiger aquatischer Exposition gegenüber diesem Stoff oder Gemisch ausgeht.

c) 

Verfügbarkeit eines Stoffes: das Ausmaß, in dem dieser Stoff zu einer löslichen oder dissoziierten Spezies wird. Bei Metallen handelt es sich dabei um das Ausmaß, in dem der Anteil von Metallionen einer metallischen Verbindung (M°) von der übrigen Verbindung (Molekül) dissoziieren kann.

d) 

Bioverfügbarkeit (oder biologische Verfügbarkeit): das Ausmaß, in dem ein Stoff von einem Organismus resorbiert und in einem Bereich innerhalb dieses Organismus verteilt wird. Sie hängt von den physikalisch-chemischen Eigenschaften des Stoffes, von Anatomie und Physiologie des Organismus, der Pharmakokinetik und dem Expositionsweg ab. Die Verfügbarkeit ist keine Voraussetzung für die Bioverfügbarkeit.

e) 

Bioakkumulation: das Nettoergebnis von Aufnahme, Umwandlung und Ausscheidung eines Stoffes in einem Organismus über sämtliche Expositionswege (d. h. Luft, Wasser, Sediment/Boden und Nahrung).

f) 

Biokonzentration: das Nettoergebnis von Aufnahme, Umwandlung und Ausscheidung eines Stoffes in einem Organismus durch Exposition über das Wasser.

g) 

Chronische aquatische Toxizität: die intrinsische Eigenschaft eines Stoffes, im Verlauf von aquatischen Expositionen, die im Verhältnis zum Lebenszyklus des Organismus bestimmt werden, schädliche Wirkungen bei Wasserorganismen hervorzurufen.

h) 

Abbau: die Zersetzung organischer Moleküle in kleinere Moleküle und schließlich in Kohlendioxid, Wasser und Salze.

i) 

ECx : die Wirkungskonzentration, mit der eine Reaktion von x % einhergeht.

j) 

►M12  Langfristige (chronische) Gefährdung ◄ : zu Einstufungszwecken die Gefährdung, die von einem Stoff oder Gemisch aufgrund seiner chronischen Toxizität nach einer langfristigen Exposition in aquatischer Umgebung ausgeht.

k) 

Konzentration ohne messbaren Effekt (NOEC — No Observed Effect Concentration): die Prüfkonzentration, die unmittelbar unter der schwächsten geprüften Konzentration liegt, bei der eine statistisch signifikante, schädliche Auswirkung aufgetreten ist. Die NOEC hat gegenüber der Kontrollkonzentration keine statistisch signifikante, schädliche Auswirkung.

4.1.1.2.   Grundelemente

4.1.1.2.0.

►M12  Gewässergefährdend ist wie folgt differenziert:

— 
kurzfristig (akut) gewässergefährdend,
— 
langfristig (chronisch) gewässergefährdend. ◄

4.1.1.2.1.

Folgende Grundelemente werden für die Einstufung aufgrund von Gefahren für die aquatische Umwelt verwendet:

— 
akute aquatische Toxizität,
— 
chronische aquatische Toxizität,
— 
potenzielle oder tatsächliche Bioakkumulation und
— 
Abbau (biotisch oder abiotisch) bei organischen Chemikalien.

4.1.1.2.2.

Daten sind vorzugsweise unter Anwendung der in Artikel 8 Absatz 3 bezeichneten standardisierten Prüfmethoden zu gewinnen. In der Praxis sind jedoch auch aus anderen standardisierten Prüfverfahren wie nationalen Methoden hervorgegangene Daten zu verwenden, wenn diese als gleichwertig gelten. Liegen valide Daten aus nicht standardisierten Prüfverfahren und Informationen, die nicht aus Labortests hervorgegangen sind, vor, sind diese bei der Einstufung zu berücksichtigen, sofern sie die Anforderungen gemäß Anhang XI Abschnitt 1 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 erfüllen. Generell werden Toxizitätsdaten sowohl von Süßwasserarten als auch von Salzwasserarten als für die Verwendung zur Einstufung geeignet betrachtet, sofern die verwendeten Verfahren für die Prüfung gleichwertig sind. Liegen keine derartigen Daten vor, erfolgt die Einstufung auf der Grundlage der besten verfügbaren Daten. Siehe dazu auch Anhang I Teil 1 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008.

4.1.1.3.   Sonstige Erwägungen

4.1.1.3.1.

Für die Einstufung von Stoffen und Gemischen aufgrund ihrer Umweltgefahren müssen ihre Gefahren für die aquatische Umwelt ermittelt werden. ►M12  Als aquatische Umwelt sind die aquatischen Organismen, die im Wasser leben, und das aquatische Ökosystem, zu dem sie gehören, zu betrachten. Die Basis für die Ermittlung der kurzfristigen (akuten) und der langfristigen (chronischen) Gefahren ist daher die aquatische Toxizität des Stoffs oder Gemischs, auch wenn diese unter Berücksichtigung weiterer Informationen über das Abbau- und das Bioakkumulationsverhalten geändert werden soll, falls dies angezeigt ist. ◄

4.1.1.3.2.

Das Einstufungssystem gilt zwar für alle Stoffe und Gemische, für Sonderfälle werden jedoch die von der Europäischen Chemikalienagentur herausgegebenen Leitlinien anerkannt.

4.1.2.   Einstufungskriterien für Stoffe

4.1.2.1.

►M12  Im Rahmen des Einstufungssystems gilt sowohl die kurzfristige (akute) als auch die langfristige (chronische) Gefahr für aquatische Organismen als intrinsische Gefahr eines Stoffes. Für die langfristige (chronische) Gefahr werden getrennte Gefahrenkategorien festgelegt, die eine Abstufung des ermittelten Gefahrengrades darstellen. ◄ Zur Festlegung der geeigneten Gefahrenkategorie/-n dient normalerweise der niedrigste verfügbare Toxizitätswert aller trophischen Ebenen sowie innerhalb der einzelnen trophischen Ebenen (Fische, Krebstiere, Algen/Wasserpflanzen). Unter gewissen Umständen ist es jedoch angezeigt, den Ansatz der Ermittlung der Beweiskraft anzuwenden.

4.1.2.2.

►M12  Im Kern besteht das Einstufungssystem für Stoffe aus einer Einstufungskategorie für die kurzfristige (akute) Gefahr und drei Einstufungskategorien für langfristige (chronische) Gefahren. Die Einstufungskategorien „kurzfristig (akut) gewässergefährdend“ und „langfristig (chronisch) gewässergefährdend“ werden unabhängig voneinander verwendet. ◄

4.1.2.3.

►M12  Als Kriterium für die Einstufung eines Stoffs in die Kategorie Akut 1 dienen ausschließlich Daten über die akute aquatische Toxizität (EC50 oder LC50). Die Kriterien für die Einstufung eines Stoffs in die Kategorien Chronisch 1 bis 3 folgen einem Stufenkonzept, wobei in der ersten Stufe geprüft wird, ob die vorliegenden Informationen über die chronische Toxizität eine Einstufung aufgrund einer langfristigen (chronischen) Gefahr rechtfertigen. Sind keine geeigneten Daten über die chronische Toxizität verfügbar, besteht der nächste Schritt darin, zwei Arten von Informationen, nämlich die Daten über die akute aquatische Toxizität und die Daten über Verbleib und Verhalten in der Umwelt (Abbaubarkeits- und Bioakkumulationsdaten), miteinander zu verbinden (siehe Abbildung 4.1.1). ◄

Abbildung 4.1.1

▼M12

Kategorien für langfristig (chronisch) gewässergefährdende Stoffe

▼M2

image

4.1.2.4.

►M12  Mit dem System wird außerdem eine Einstufung eingeführt, die die Funktion eines „Sicherheitsnetzes“ erfüllt (bezeichnet als Chronisch 4); sie wird verwendet, wenn die verfügbaren Daten eine Einstufung nach formalen Kriterien als Akut 1 oder Chronisch 1 bis 3 nicht erlauben, trotzdem aber Anlass zu Besorgnis besteht (siehe Beispiel in Tabelle 4.1.0). ◄

4.1.2.5.

Stoffe, die unter 1 mg/l akut toxisch wirken oder unter 0,1 mg/l (falls nicht schnell abbaubar) bzw. unter 0,01 mg/l (falls schnell abbaubar) chronisch toxisch wirken, tragen als Bestandteile eines Gemisches bereits bei niedriger Konzentration zu der Toxizität des Gemisches bei; sie werden normalerweise bei der Einstufung durch die Anwendung der Summierungsmethode stärker gewichtet (siehe Hinweis 1 zu Tabelle 4.1.0 und Abschnitt 4.1.3.5.5).

4.1.2.6.

Die Kriterien für die Einstufung von Stoffen als gewässergefährdend und die Zuordnung zu den Kategorien sind in Tabelle 4.1.0 zusammengefasst.

▼M12



Tabelle 4.1.0

Kategorien für die Einstufung von Stoffen als gewässergefährdend

a)  Gewässergefährdend, kurzfristige (akute) Wirkung

Kategorie Akut 1:

(Hinweis 1)

96 h LC50 (für Fische)

≤ 1 mg/l und/oder

48 h EC50 (für Krebstiere)

≤ 1 mg/l und/oder

72 oder 96 h ErC50 (für Algen oder andere Wasserpflanzen)

≤ 1 mg/l.

(Hinweis 2)

b)  Gewässergefährdend, langfristige (chronische) Wirkung

i)  nicht schnell abbaubare Stoffe (Hinweis 3), über die geeignete Daten zur chronischen Toxizität vorliegen

Kategorie Chronisch 1:

(Hinweis 1)

chronischer NOEC oder ECx (für Fische)

≤ 0,1 mg/l und/oder

chronischer NOEC oder ECx (für Krebstiere)

≤ 0,1 mg/l und/oder

chronischer NOEC oder ECx (für Algen oder andere Wasserpflanzen)

≤ 0,1 mg/l.

Kategorie Chronisch 2:

chronischer NOEC oder ECx (für Fische)

≤ 1 mg/l und/oder

chronischer NOEC oder ECx (für Krebstiere)

≤ 1 mg/l und/oder

chronischer NOEC oder ECx (für Algen oder andere Wasserpflanzen)

≤ 1 mg/l.

ii)  Schnell abbaubare Stoffe (Hinweis 3), über die geeignete Daten zur chronischen Toxizität vorliegen

Kategorie Chronisch 1:

(Hinweis 1)

chronischer NOEC oder ECx (für Fische)

≤ 0,01 mg/l und/oder

chronischer NOEC oder ECx (für Krebstiere)

≤ 0,01 mg/l und/oder

chronischer NOEC oder ECx (für Algen oder andere Wasserpflanzen)

≤ 0,01 mg/l.

Kategorie Chronisch 2:

chronischer NOEC oder ECx (für Fische)

≤ 0,1 mg/l und/oder

chronischer NOEC oder ECx (für Krebstiere)

≤ 0,1 mg/l und/oder

chronischer NOEC oder ECx (für Algen oder andere Wasserpflanzen)

≤ 0,1 mg/l.

Kategorie Chronisch 3:

chronischer NOEC oder ECx (für Fische)

≤ 1 mg/l und/oder

chronischer NOEC oder ECx (für Krebstiere)

≤ 1 mg/l und/oder

chronischer NOEC oder ECx (für Algen oder andere Wasserpflanzen)

≤ 1 mg/l.

iii)  Stoffe, über die keine geeigneten Daten zur chronischen Toxizität vorliegen

Kategorie Chronisch 1:

(Hinweis 1)

96 h LC50 (für Fische)

≤ 1 mg/l und/oder

48 h EC50 (für Krebstiere)

≤ 1 mg/l und/oder

72 oder 96 h ErC50 (für Algen oder andere Wasserpflanzen)

≤ 1 mg/l.

(Hinweis 2)

und der Stoff ist nicht schnell abbaubar und/oder der experimentell bestimmte BCF beträgt ≥ 500

(oder wenn nicht vorhanden log Kow ≥ 4).

(Hinweis 3)

Kategorie Chronisch 2:

96 h LC50 (für Fische)

> 1 bis ≤ 10 mg/l und/oder

48 h EC50 (für Krebstiere)

> 1 bis ≤ 10 mg/l und/oder

72 oder 96 h ErC50 (für Algen oder andere Wasserpflanzen)

> 1 bis ≤ 10 mg/l

(Hinweis 2)

und der Stoff ist nicht schnell abbaubar und/oder der experimentell bestimmte BCF beträgt ≥ 500

(oder wenn nicht vorhanden log Kow ≥ 4).

(Hinweis 3)

Kategorie Chronisch 3:

96 h LC50 (für Fische)

> 10 bis ≤ 100 mg/l und/oder

48 h EC50 (für Krebstiere)

> 10 bis ≤ 100 mg/l und/oder

72 oder 96 h ErC50 (für Algen oder andere Wasserpflanzen)

> 10 bis ≤ 100 mg/l

(Hinweis 2)

und der Stoff ist nicht schnell abbaubar und/oder der experimentell bestimmte BCF beträgt ≥ 500

(oder wenn nicht vorhanden log Kow ≥ 4).

(Hinweis 3)

Einstufung wegen wahrscheinlicher Gefahr („Sicherheitsnetz“)

Kategorie Chronisch 4:

Fälle, in denen die verfügbaren Daten eine Einstufung nach den vorgenannten Kriterien nicht erlauben, aber trotzdem Anlass zu Besorgnis besteht. Dazu gehören beispielsweise schwer lösliche Stoffe, die in Bereichen bis zur Wasserlöslichkeit keine akute Toxizität zeigen (Hinweis 4), die gemäß Abschnitt 4.1.2.9.5 nicht schnell abbaubar sind und einen experimentell bestimmten BCF von ≥ 500 (oder wenn nicht vorhanden einen log Kow von ≥ 4) aufweisen, was auf ein Bioakkumulationspotenzial hindeutet; sie werden in diese Kategorie eingestuft, sofern sonstige wissenschaftliche Erkenntnisse eine Einstufung nicht als unnötig belegen. Solche Erkenntnisse sind beispielsweise NOEC-Werte für chronische Toxizität > Wasserlöslichkeit oder > 1 mg/l oder auch andere Nachweise über einen schnellen Abbau in der Umwelt, die nicht durch eines der in Abschnitt 4.1.2.9.5 aufgeführten Verfahren erbracht werden.

▼M2

Hinweis 1:

Bei der Einstufung von Stoffen in die Kategorien Akut 1 und/oder Chronisch 1 muss ein entsprechender Multiplikationsfaktor angegeben werden (siehe Tabelle 4.1.3).

Hinweis 2:

Die Einstufung erfolgt auf der Grundlage der ErC50 (= EC50 (Wachstumsrate)). Ist die Grundlage der EC50 nicht angegeben oder wird keine ErC50 berichtet, hat die Einstufung auf dem niedrigsten verfügbaren EC50-Wert zu basieren.

Hinweis 3

Liegen keine verwertbaren, entweder experimentell bestimmten oder geschätzten Daten über die Abbaubarkeit vor, sollte der Stoff als nicht schnell abbaubar behandelt werden.

Hinweis 4

„Keine akute Toxizität“ bedeutet, dass der/die L(E)C50-Wert(e) über der Wasserlöslichkeit liegt/liegen. Auch für schwer lösliche Stoffe (Wasserlöslichkeit < 1 mg/l), bei denen belegt ist, dass die Prüfung auf akute Toxizität kein echtes Maß für die intrinsische Toxizität ergibt.

4.1.2.7.

Aquatische Toxizität

4.1.2.7.1.

Zur Bestimmung der akuten aquatischen Toxizität werden in der Regel die Prüfungen 96 h LC50 (Fisch), 48 h EC50 (Krebstier) und/oder 72 h bzw. 96 h EC50 (Alge) durchgeführt. Diese Spezies decken eine Reihe von trophischen Ebenen und Taxa ab und werden stellvertretend für alle Wasserorganismen betrachtet; Daten über andere Spezies (beispielsweise Lemna spp.) sind bei geeigneter Testmethodik ebenfalls zu berücksichtigen. Die Prüfungen auf Hemmung des Wasserpflanzenwachstums werden normalerweise als chronische Prüfungen betrachtet, die EC50 werden jedoch für Einstufungszwecke als akute Toxizitätswerte behandelt (siehe Hinweis 2).

4.1.2.7.2.

Zur Bestimmung der chronischen aquatischen Toxizität sind zu Einstufungszwecken Daten zu akzeptieren, die nach den in Artikel 8 Absatz 3 bezeichneten standardisierten Prüfverfahren gewonnen wurden, sowie Ergebnisse aus anderen validierten und international anerkannten Prüfverfahren. Es sind die NOEC-Werte oder gleichwertige ECx-Werte (beispielsweise EC10) zu verwenden.

4.1.2.8.

Bioakkumulation

4.1.2.8.1.

Die Bioakkumulation von Stoffen in Wasserorganismen kann über längere Zeiträume toxische Wirkungen verursachen, auch wenn die tatsächlichen Konzentrationswerte im Wasser niedrig sind. Das Bioakkumulationspotenzial organischer Stoffe ist in der Regel unter Verwendung des Oktanol/Wasser-Verteilungskoeffizienten zu ermitteln, der üblicherweise als log Kow-Wert bestimmt wird. Die Beziehung zwischen dem log Kow eines organischen Stoffes und seiner Biokonzentration, gemessen anhand des Biokonzentrationsfaktors (BCF) beim Fisch, wird in der wissenschaftlichen Literatur eindeutig nachgewiesen. Die Verwendung eines Berücksichtigungsgrenzwertes von log Kow ≥ 4 dient dazu, nur diejenigen Stoffe zu identifizieren, die über ein echtes Biokonzentrationspotenzial verfügen. Dies stellt dann zwar ein Bioakkumulationspotenzial dar, ein experimentell bestimmter BCF eignet sich jedoch besser als Maßzahl und ist, falls verfügbar, vorzuziehen. Ein BCF bei Fischen von ≥ 500 ist zu Einstufungszwecken ein Indiz für das Biokonzentrationspotenzial. Es lassen sich bestimmte Zusammenhänge zwischen der chronischen Toxizität und dem Bioakkumulationspotenzial beobachten, da die Toxizität mit der Körperbelastung in Verbindung steht.

4.1.2.9.

Schnelle Abbaubarkeit organischer Stoffe

4.1.2.9.1.

Stoffe, die sich schnell abbauen, können rasch aus der Umwelt entfernt werden. Zwar können aufgrund dieser Stoffe Wirkungen auftreten, insbesondere bei Leckagen oder Unfällen, sie bleiben aber örtlich begrenzt und sind von kurzer Dauer. Findet kein schneller Abbau in der Umwelt statt, hat ein Stoff im Wasser das Potenzial, langfristig und großräumig toxisch zu wirken.

4.1.2.9.2.

Eine Möglichkeit zum Nachweis einer schnellen Abbaubarkeit besteht im Bioabbaubarkeits-Screeningtest, bei dem bestimmt wird, ob ein organischer Stoff „leicht biologisch abbaubar“ ist. Sind derartige Daten nicht verfügbar, gilt ein BSB(5 Tage)/CSB-Verhältnis von ≥ 0,5 als Hinweis auf die schnelle Abbaubarkeit. Somit gilt ein Stoff, der die Anforderungen dieses Screeningtests erfüllt, in Gewässern als wahrscheinlich „schnell“ biologisch abbaubar und daher kaum als persistent. Umgekehrt bedeutet die Nichterfüllung der Prüfanforderungen des Screeningtests nicht unbedingt, dass der Stoff sich nicht schnell in der Umwelt abbaut. Daher können auch andere Belege für die schnelle Abbaubarkeit in der Umwelt berücksichtigt werden und sind insbesondere dann von besonderer Bedeutung, wenn die Stoffe in den bei Standardprüfungen verwendeten Konzentrationen auf Mikroorganismen aktivitätshemmend wirken. Deshalb wurde ein weiteres Einstufungskriterium aufgenommen, das die Verwendung von Daten ermöglicht, die belegen, dass sich der Stoff in Gewässern tatsächlich innerhalb von 28 Tagen zu > 70 % biotisch oder abiotisch abgebaut hat. Wird ein Abbau unter realistischen Umweltbedingungen nachgewiesen, gilt das Kriterium „schnelle Abbaubarkeit“ damit als erfüllt.

4.1.2.9.3.

Zahlreiche Abbaubarkeitsdaten liegen in Form von Abbau-Halbwertszeiten vor; sie können für die Bestimmung der schnellen Abbaubarkeit verwendet werden, sofern ein vollständiger biologischer Abbau des Stoffes, d. h. eine vollständige Mineralisierung, erreicht wird. Die primäre Bioabbaubarkeit reicht normalerweise bei der Beurteilung der schnellen Abbaubarkeit nicht als Nachweis aus, es sei denn, es kann belegt werden, dass die Abbauprodukte nicht die Kriterien für die Einstufung als gewässergefährdend erfüllen.

4.1.2.9.4.

Die herangezogenen Kriterien spiegeln die Tatsache wider, dass der Abbau in der Umwelt biotisch oder abiotisch erfolgen kann. Hydrolyse kann berücksichtigt werden, wenn die Hydrolyseprodukte nicht die Kriterien für die Einstufung als gewässergefährdend erfüllen.

4.1.2.9.5

Stoffe gelten als schnell in der Umwelt abbaubar, wenn eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:

a) 

In 28-tägigen Studien auf leichte Bioabbaubarkeit werden mindestens folgende Abbauwerte erreicht:

i) 

Tests basierend auf gelöstem organischem Kohlenstoff: 70 %;

ii) 

Tests basierend auf Sauerstoffverbrauch oder Kohlendioxidbildung: 60 % des theoretischen Maximums.

Diese Schwellenwerte der Bioabbaubarkeit müssen innerhalb von 10 Tagen nach dem Beginn des Abbauprozesses (Zeitpunkt, zu dem 10 % des Stoffes abgebaut sind) erreicht sein, es sei denn, der Stoff wurde als UVCB-Stoff oder als komplexer, aus mehreren, strukturell ähnlichen Bestandteilen bestehender Stoff identifiziert. In diesem Fall kann bei hinreichender Begründung von dem vorgeschriebenen Zeitfenster von 10 Tagen abgesehen werden und stattdessen nach 28 Tagen beurteilt werden, ob die Kriterien erfüllt sind, oder

b) 

in Fällen in denen nur BSB- und CSB-Daten vorliegen, beträgt das Verhältnis BSB5/CSB ≥ 0,5; oder

c) 

es liegen andere stichhaltige wissenschaftliche Nachweise darüber vor, dass der Stoff in Gewässern innerhalb von 28 Tagen zu > 70 % (biotisch und/oder abiotisch) abgebaut werden kann.

4.1.2.10.

Anorganische Verbindungen und Metalle

4.1.2.10.1.

Für anorganische Verbindungen und Metalle hat das Konzept der Abbaubarkeit in der Form, in der es bei organischen Verbindungen angewendet wird, nur begrenzte oder gar keine Bedeutung. Solche Stoffe können vielmehr durch normale Umweltprozesse umgewandelt werden, so dass die Bioverfügbarkeit der toxischen Spezies entweder erhöht oder verringert wird. Ebenso ist die Verwendung von Bioakkumulationsdaten mit Vorsicht zu betrachten ( 15 ).

4.1.2.10.2

Schwerlösliche anorganische Verbindungen und Metalle können in Gewässern akut oder chronisch toxisch sein, was zum einen von der intrinsischen Toxizität der bioverfügbaren anorganischen Spezies abhängt und zum anderen davon, wie viel von dieser Spezies wie rasch in Lösung geht. Sämtliche Nachweise sind in einer Einstufungsentscheidung abzuwägen. Dies gilt insbesondere für Metalle, deren Ergebnisse im Umwandlungs-/Auflösungsprotokoll (Transformation/Dissolution Protocol) an der Grenze sind.

4.1.3.   Einstufungskriterien für Gemische

4.1.3.1.

Das System für die Einstufung von Gemischen umfasst sämtliche Einstufungskategorien, die für Stoffe verwendet werden, also die Kategorien Akut 1 und Chronisch 1 bis 4. Um alle verfügbaren Daten zur Einstufung eines Gemisches aufgrund seiner Gewässergefährdung zu nutzen, gilt gegebenenfalls Folgendes:

Als „relevante Bestandteile“ eines Gemisches gelten jene, die als „Akut 1“ oder „Chronisch 1“ eingestuft sind und in Konzentrationen von mindestens 0,1 % (w/w) vorliegen, und solche, die als „Chronisch 2“, „Chronisch 3“ oder „Chronisch 4“ eingestuft sind und in Konzentrationen von mindestens 1 % (w/w) vorliegen, sofern (wie bei hochtoxischen Bestandteilen der Fall, siehe Abschnitt 4.1.3.5.5.5) kein Anlass zu der Annahme besteht, dass ein in einer niedrigeren Konzentration enthaltener Bestandteil dennoch für die Einstufung des Gemisches aufgrund seiner Gefahren für die aquatische Umwelt relevant ist. Die Konzentration, die normalerweise für als „Akut 1“ oder als „Chronisch 1“ eingestufte Stoffe berücksichtigt wird, ist (0,1/M) %. (Siehe Abschnitt 4.1.3.5.5.5 zur Erläuterung des M-Faktors.)

4.1.3.2.

Die Einstufung von Gefahren für die aquatische Umwelt ist ein mehrstufiger Prozess und von der Art der Information abhängig, die zu dem Gemisch selbst und seinen Bestandteilen verfügbar ist. Abbildung 4.1.2 zeigt die Schritte des Verfahrens.

Das Stufenkonzept beinhaltet folgende Elemente:

— 
die Einstufung auf der Grundlage von Prüfergebnissen des Gemisches,
— 
die Einstufung auf der Grundlage von Übertragungsgrundsätzen,
— 
die „Summierung eingestufter Bestandteile“ und/oder die Verwendung einer „Additivitätsformel“.

▼C6

Abbildung 4.1.2

Mehrstufiges Verfahren zur Einstufung von Gemischen nach ihrer kurzfristigen (akuten) und langfristigen (chronischen) Gewässergefährdung

image

▼M2

4.1.3.3.

Einstufung von Gemischen, wenn Toxizitätsdaten für das komplette Gemisch vorliegen

4.1.3.3.1.

Wurde das Gemisch als Ganzes auf seine aquatische Toxizität geprüft, können diese Informationen zur Einstufung des Gemischs nach den für Stoffe festgelegten Kriterien verwendet werden. Die Einstufung basiert üblicherweise auf Daten für Fische, Krebstiere und Algen/Pflanzen (siehe Abschnitte 4.1.2.7.1 und 4.1.2.7.2). Fehlen geeignete Daten über die akute oder chronische Toxizität des Gemisches als Ganzes, sollten die „Übertragungsgrundsätze“ oder die „Summierungsmethode“ (siehe Abschnitt 4.1.3.4 bzw. 4.1.3.5) angewandt werden.

4.1.3.3.2.

►M12  Für die Einstufung von Gemischen aufgrund ihrer langfristigen (chronischen) Gefahr bedarf es zusätzlicher Informationen über ihre Abbaubarkeit und in manchen Fällen auch über ihre Bioakkumulation. ◄ Prüfungen der Abbaubarkeit und Bioakkumulation werden für Gemische nicht verwendet, weil sie in der Regel schwierig zu interpretieren sind und gegebenenfalls nur für Einzelstoffe aussagekräftig sein können.

4.1.3.3.3.

Einstufung in die Kategorie Akut 1
a) 

Es liegen geeignete Testdaten über die akute Toxizität (LC50 oder EC50) für das Gemisch als Ganzes vor, die zeigen, dass L(E)C50 ≤ 1 mg/l:

Das Gemisch wird nach Tabelle 4.1.0 Buchstabe a als Akut 1 eingestuft.

b) 

Es liegen geeignete Testdaten über die akute Toxizität (einer oder mehrere LC50 oder EC50) für das Gemisch als Ganzes vor, die zeigen, dass in der Regel bei allen trophischen Ebenen der/die Wert(e) für L(E)C50 > 1 mg/l:

▼M12

Eine Einstufung aufgrund kurzfristiger (akuter) Toxizität ist nicht erforderlich.

▼M2

4.1.3.3.4.

Einstufung in die Kategorien Chronisch 1, 2 und 3
a) 

Es liegen geeignete Daten über die chronische Toxizität (ECx oder NOEC) für das Gemisch als Ganzes vor, die zeigen, dass die ECx oder NOEC des geprüften Gemisches ≤ 1 mg/l:

i) 

Das Gemisch wird nach Tabelle 4.1.0 Buchstabe b Ziffer ii als Chronisch 1, 2 oder 3 eingestuft, weil es schnell abbaubar ist, wenn die vorliegenden Informationen den Schluss zulassen, dass alle relevanten Bestandteile des Gemischs schnell abbaubar sind.

ii) 

In allen übrigen Fällen wird das Gemisch nach Tabelle 4.1.0 Buchstabe b Ziffer i als Chronisch 1 oder 2 eingestuft, weil es nicht schnell abbaubar ist.

b) 

Es liegen geeignete Daten über die chronische Toxizität (ECx oder NOEC) für das Gemisch als Ganzes vor, die zeigen, dass in der Regel bei allen trophischen Ebenen der/die ECx- oder NOEC-Wert/-e des geprüften Gemisches > 1 mg/l:

▼M12

Eine Einstufung in die Kategorien Chronisch 1, 2 oder 3 aufgrund einer langfristigen (chronischen) Gefahr ist nicht erforderlich.

▼M2

4.1.3.3.5.

Einstufung in die Kategorie Chronisch 4

Bestehen dennoch Gründe für Bedenken:

Das Gemisch wird nach Tabelle 4.1.0 als Chronisch 4 („Sicherheitsnetz“) eingestuft.

4.1.3.4.

Einstufung von Gemischen, bei denen keine Toxizitätsdaten für das komplette Gemisch vorliegen: Übertragungsgrundsätze

4.1.3.4.1.

Wurde das Gemisch selbst nicht auf seine Gefahren für die aquatische Umwelt geprüft, liegen jedoch ausreichende Daten über seine einzelnen Bestandteile und über ähnliche geprüfte Gemische vor, um die Gefahren des Gemisches angemessen zu beschreiben, dann sind diese Daten nach Maßgabe der Übertragungsregeln des Abschnitts 1.1.3 zu verwenden. Wird der für Verdünnungen geltende Übertragungsgrundsatz angewandt, gelten jedoch die Abschnitte 4.1.3.4.2 und 4.1.3.4.3.

4.1.3.4.2.

Verdünnung: Entsteht ein Gemisch durch Verdünnung eines anderen geprüften Gemisches oder eines Stoffes, der aufgrund seiner Gefahr für die aquatische Umwelt eingestuft wurde, wobei der Verdünner in eine gleichwertige oder niedrigere Kategorie der Gewässergefährdung eingestuft wurde als der am wenigsten gewässergefährdende Bestandteil des Ausgangsgemisches, und ist nicht davon auszugehen, dass das Verdünnungsmittel die Gefahren anderer Bestandteile für die aquatische Umwelt beeinflusst, dann kann das neue Gemisch als ebenso gewässergefährdend wie das geprüfte Ausgangsgemisch oder der Ausgangsstoff eingestuft werden. Alternativ kann die in Abschnitt 4.1.3.5 dargelegte Methode angewandt werden.

▼M4

4.1.3.4.3.

Entsteht ein Gemisch durch Verdünnung eines anderen geprüften Gemisches oder eines geprüften Stoffes mit Wasser oder einem anderen völlig ungiftigen Material, kann die Toxizität des Gemisches anhand des unverdünnten Gemisches oder des unverdünnten Stoffes errechnet werden.

▼M2

4.1.3.5.

Einstufung von Gemischen, wenn Toxizitätsdaten für einige oder alle Bestandteile des Gemisches vorliegen

4.1.3.5.1.

Die Einstufung eines Gemisches basiert auf der Summierung der Konzentration seiner eingestuften Bestandteile. Der Prozentanteil der als „akut“ oder als „chronisch“ eingestuften Bestandteile fließt direkt in die Summierungsmethode ein. Diese Methode wird in Abschnitt 4.1.3.5.5 detailliert beschrieben.

4.1.3.5.2.

Gemische können sowohl aus Bestandteilen bestehen, die (als Akut 1 und/oder Chronisch 1, 2, 3 oder 4) eingestuft sind, als auch aus Bestandteilen, für die geeignete Prüfdaten zu ihrer Toxizität vorliegen. Sind geeignete Toxizitätsdaten für mehr als einen Bestandteil des Gemisches verfügbar, wird die kombinierte Toxizität dieser Bestandteile mit Hilfe der nachstehenden Additivitätsformeln a oder b, je nach Art der Toxizitätsdaten, berechnet:

a) 

ausgehend von der akuten aquatischen Toxizität:

image

wobei gilt:

Ci

=

Konzentration des Bestandteils i (Gewichtsprozentsatz)

L(E)C50 i

=

(mg/l) LC50 oder EC50 für Bestandteil i

η

=

Zahl der Bestandteile, alle Werte von i zwischen 1 und n

L(E)C50 m

=

L(E) C50 des Teils des Gemisches mit Prüfdaten.

▼M12

Die errechnete Toxizität kann dazu dienen, diesem Anteil des Gemischs eine Kategorie der kurzfristigen (akuten) Gefährdung zuzuordnen, die anschließend in die Anwendung der Summierungsmethode einfließt.

▼M2

b) 

ausgehend von der chronischen aquatischen Toxizität

image

wobei gilt:

Ci

=

Konzentration von Bestandteil i (Gewichtsprozentsatz) zur Erfassung der schnell abbaubaren Bestandteile

Cj

=

Konzentration von Bestandteil j (Gewichtsprozentsatz) zur Erfassung der nicht schnell abbaubaren Bestandteile

NOECi

=

NOEC (oder eine andere anerkannte Maßeinheit für die chronische Toxizität) für Bestandteil i zur Erfassung der schnell abbaubaren Bestandteile, in mg/l

NOECj

=

NOEC (oder eine andere anerkannte Maßeinheit für die chronische Toxizität) für Bestandteil j zur Erfassung der nicht schnell abbaubaren Bestandteile, in mg/l

n

=

Anzahl der Bestandteile, alle Werte von i zwischen 1 und n

EqNOECm

=

äquivalente NOEC jenes Teils des Gemisches, für den Prüfdaten vorliegen.

Die äquivalente Toxizität spiegelt somit die Tatsache wider, dass nicht schnell abbaubare Stoffe um eine Gefahrenkategorie höher (also „strenger“) eingestuft werden als schnell abbaubare Stoffe.

▼M12

Die errechnete äquivalente Toxizität kann dazu dienen, diesem Anteil des Gemischs anhand der Kriterien für schnell abbaubare Stoffe (Tabelle 4.1.0 Buchstabe b Ziffer ii) eine langfristige (chronische) Gefahrenkategorie zuzuordnen, die anschließend in die Anwendung der Summierungsmethode einfließt.

▼M2

4.1.3.5.3.

Bei Anwendung der Additivitätsformel auf einen Teil des Gemisches sollten bei der Berechnung der Toxizität dieses Teils des Gemisches für jeden Stoff vorzugsweise Toxizitätswerte verwendet werden, die sich auf dieselbe taxonomische Gruppe beziehen (d. h. Fisch, Krebstier, Algen oder Gleichwertige); anschließend sollte die höchste errechnete Toxizität (niedrigster Wert) verwendet werden (d. h. Verwendung der sensibelsten der drei taxonomischen Gruppen). Sind die Toxizitätsdaten für die einzelnen Bestandteile jedoch nicht für dieselbe taxonomische Gruppe verfügbar, wird der Toxizitätswert der einzelnen Bestandteile auf dieselbe Art und Weise ausgewählt wie die Toxizitätswerte für die Einstufung von Stoffen, d. h. es wird die höhere Toxizität (des sensibelsten Prüforganismus) verwendet. Anhand der errechneten akuten und chronischen Toxizität wird dann bewertet, ob dieser Teil des Gemisches in Anwendung der auch für Stoffe geltenden Kriterien als Akut 1 und/oder Chronisch 1, 2 oder 3 einzustufen ist.

4.1.3.5.4.

Wird ein Gemisch nach mehreren Methoden eingestuft, ist dem Ergebnis der Methode zu folgen, die das konservativere Ergebnis erbringt.

4.1.3.5.5.

Summierungsmethode

4.1.3.5.5.1.   Grundlage

4.1.3.5.5.1.1.

Im Falle der Einstufungskategorien Chronisch 1 bis Chronisch 3 unterscheiden sich die zugrunde liegenden Toxizitätskriterien von einer Kategorie zur nächsten um den Faktor 10. Stoffe mit einer Einstufung in einen hochtoxischen Bereich tragen somit zur Einstufung eines Gemisches in einen niedrigeren Bereich bei. Bei der Berechnung dieser Einstufungskategorien muss daher der Beitrag aller als Chronisch 1, 2 oder 3 eingestuften Stoffe betrachtet werden.

4.1.3.5.5.1.2.

Enthält ein Gemisch Bestandteile, die als Akut 1 oder Chronisch 1 eingestuft wurden, muss die Tatsache berücksichtigt werden, dass derartige Bestandteile mit einer akuten Toxizität bei unter 1 mg/l und/oder einer chronischen Toxizität bei unter 0,1 mg/l (falls nicht schnell abbaubar) bzw. bei 0,01 mg/l (falls schnell abbaubar) auch in niedriger Konzentration zur Toxizität des Gemisches beitragen. Aktive Bestandteile in Pestiziden weisen häufig solch eine hohe aquatische Toxizität auf, dies gilt jedoch auch für andere Stoffe wie metallorganische Verbindungen. Unter diesen Umständen führt die Anwendung der normalen allgemeinen Konzentrationsgrenzwerte zu einer zu niedrigen Einstufung des Gemisches. Daher sind, wie in Abschnitt 4.1.3.5.5.5 beschrieben, Multiplikationsfaktoren anzuwenden, um hochtoxische Bestandteile entsprechend zu berücksichtigen.

4.1.3.5.5.2.   Einstufungsverfahren

4.1.3.5.5.2.1.

Im Allgemeinen hebt eine strengere Einstufung von Gemischen eine weniger strenge auf, d. h. eine Einstufung als Chronisch 1 hebt eine Einstufung als Chronisch 2 auf. Folglich ist das Einstufungsverfahren in diesem Beispiel bereits abgeschlossen, wenn das Ergebnis der Einstufung auf „Chronisch 1“ lautet. Eine strengere Einstufung als „Chronisch 1“ ist nicht möglich. Daher sind weitere Maßnahmen zur Einstufung nicht erforderlich.

4.1.3.5.5.3.   Einstufung in die Kategorie Akut 1

4.1.3.5.5.3.1.

Zunächst werden sämtliche als Akut 1 eingestuften Bestandteile betrachtet. Falls die Summe der Konzentrationen (in %) dieser Bestandteile, multipliziert mit ihrem jeweiligen M-Faktor, 25 % übersteigt, wird das gesamte Gemisch als Akut 1 eingestuft.

4.1.3.5.5.3.2.

►M12  Die Einstufung von Gemischen aufgrund ihrer kurzfristigen (akuten) Gewässergefährdung mit Hilfe dieser Summierung von eingestuften Bestandteilen wird in der nachstehenden Tabelle 4.1.1 zusammengefasst. ◄



Tabelle 4.1.1

▼M12

Einstufung eines Gemischs nach seiner kurzfristigen (akuten) Gewässergefährdung auf der Grundlage der Summierung der eingestuften Bestandteile

▼M2

Summe der Bestandteile, die eingestuft sind als:

Gemisch wird eingestuft als:

Akut 1 x M () ≥ 25 %

Akut 1

(1)   Siehe Abschnitt 4.1.3.5.5.5 zur Erläuterung des M-Faktors.

4.1.3.5.5.4.   Einstufung in die Kategorien Chronisch 1, 2, 3 und 4

4.1.3.5.5.4.1.

Zunächst werden sämtliche als Chronisch 1 eingestuften Bestandteile betrachtet. Ist die Summe der Konzentrationen (in %) dieser Bestandteile, multipliziert mit ihrem jeweiligen M-Faktor größer oder gleich 25 %, wird das gesamte Gemisch als Chronisch 1 eingestuft. Ergibt die Berechnung eine Einstufung des Gemisches als Chronisch 1, ist das Einstufungsverfahren abgeschlossen.

4.1.3.5.5.4.2.

Falls das Gemisch nicht als Chronisch 1 eingestuft wird, wird eine Einstufung als Chronisch 2 geprüft. Ein Gemisch wird dann als Chronisch 2 eingestuft, wenn die zehnfache Summe der Konzentrationen (in %) aller Bestandteile, die als Chronisch 1 eingestuft sind, multipliziert mit ihrem jeweiligen M-Faktor, zuzüglich der Summe der Konzentrationen (in %) aller Bestandteile, die als Chronisch 2 eingestuft sind, größer oder gleich 25 % ist. Ergibt die Berechnung eine Einstufung des Gemisches als Chronisch 2, ist das Einstufungsverfahren abgeschlossen.

4.1.3.5.5.4.3.

Falls das Gemisch weder als Chronisch 1 noch als Chronisch 2 eingestuft wird, ist eine Einstufung als Chronisch 3 zu prüfen. Ein Gemisch wird dann als Chronisch 3 eingestuft, wenn die hundertfache Summe der Konzentrationen (in %) aller Bestandteile, die als Chronisch 1 eingestuft sind, multipliziert mit ihrem jeweiligen M-Faktor, zuzüglich der zehnfachen Summe der Konzentrationen (in %) aller Bestandteile, die als Chronisch 2 eingestuft sind, sowie der Summe der Konzentrationen (in %) aller Bestandteile, die als Chronisch 3 eingestuft sind, größer oder gleich 25 % ist.

4.1.3.5.5.4.4.

Wurde das Gemisch nicht als Chronisch 1, 2 oder 3 eingestuft, wird eine Einstufung als Chronisch 4 geprüft. Ein Gemisch wird als Chronisch 4 eingestuft, wenn die Summe der Konzentrationen (in %) der Bestandteile, die als Chronisch 1, 2, 3 und 4 eingestuft sind, größer oder gleich 25 % ist.

4.1.3.5.5.4.5.

►M12  Die Einstufung von Gemischen nach ihrer langfristigen (chronischen) Gewässergefährdung mit Hilfe der Summierung der Konzentrationen der eingestuften Bestandteile wird in der nachstehenden Tabelle 4.1.2 zusammengefasst. ◄



Tabelle 4.1.2

▼M12

Einstufung eines Gemischs nach seiner langfristigen (chronischen) Gewässergefährdung auf der Grundlage der Summierung der Konzentrationen der eingestuften Bestandteile

▼M2

Summe der Bestandteile, die eingestuft sind als

Gemisch wird eingestuft als

Chronisch 1 × M () ≥ 25 %

Chronisch 1

(M × 10 × Chronisch 1) + Chronisch 2 ≥ 25 %

Chronisch 2

(M × 100 × Chronisch 1) + (10 × Chronisch 2) + Chronisch 3 ≥ 25 %

Chronisch 3

Chronisch 1 + Chronisch 2 + Chronisch 3 + Chronisch 4 ≥ 25 %

Chronisch 4

(1)   Siehe Abschnitt 4.1.3.5.5.5 zur Erläuterung des M-Faktors.

4.1.3.5.5.5.   Gemische mit hochtoxischen Bestandteilen

4.1.3.5.5.5.1.

Als Akut 1 und Chronisch 1 eingestufte Bestandteile mit einer Toxizität bei unter 1 mg/l und/oder einer chronischen Toxizität bei unter 0,1 mg/l (falls nicht schnell abbaubar) bzw. bei unter 0,01 mg/l (falls schnell abbaubar) tragen selbst in geringer Konzentration zur Toxizität des Gemisches bei und erhalten in der Regel bei der Einstufung mit Hilfe der Summierungsmethode ein größeres Gewicht. Enthält ein Gemisch Bestandteile, die als Akut oder Chronisch 1 eingestuft sind, gilt eines der nachstehenden Verfahren:

— 
Das in den Abschnitten 4.1.3.5.5.3 und 4.1.3.5.5.4 beschriebene Stufenkonzept, das eine gewichtete Summe verwendet, die aus der Multiplikation der Konzentrationen der als Akut 1 und Chronisch 1 eingestuften Bestandteile mit einem Faktor resultiert, anstatt lediglich Prozentanteile zu addieren. Dies bedeutet, dass die Konzentration von „Akut 1“ in der linken Spalte von Tabelle 4.1.1 und die Konzentration von „Chronisch 1“ in der linken Spalte der Tabelle 4.1.2 mit dem entsprechenden Multiplikationsfaktor multipliziert werden. Die auf diese Bestandteile anzuwendenden Multiplikationsfaktoren werden anhand des Toxizitätswertes bestimmt, wie in nachstehender Tabelle 4.1.3 zusammenfassend dargestellt. Zur Einstufung eines Gemisches mit als Akut 1/Chronisch 1 eingestuften Bestandteilen muss daher die für die Einstufung zuständige Person den Wert des M-Faktors kennen, um die Summierungsmethode anwenden zu können.
— 
Die Additivitätsformel (siehe Abschnitt 4.1.3.5.2), sofern für alle hochtoxischen Bestandteile des Gemisches Toxizitätsdaten vorliegen und es schlüssige Belege dafür gibt, dass sämtliche anderen Bestandteile (einschließlich derjenigen, für die keine spezifischen Daten über die akute und/oder chronische Toxizität vorliegen) wenig oder gar nicht toxisch sind und nicht deutlich zur Umweltgefährlichkeit des Gemisches beitragen.

▼M4



Tabelle 4.1.3

Multiplikationsfaktoren für hochtoxische Bestandteile von Gemischen

Akute Toxizität

M-Faktor

Chronische Toxizität

M-Faktor

L(E)C50 Wert (mg/l)

 

NOEC-Wert (mg/l)

NSA () -Bestandteile

SA () -Bestandteile

0,1 < L(E)C50 ≤ 1

1

0,01 < NOEC ≤ 0,1

1

0,01 < L(E)C50 ≤ 0,1

10

0,001 < NOEC ≤ 0,01

10

1

0,001 < L(E)C50 ≤ 0,01

100

0,0001 < NOEC ≤ 0,001

100

10

0,0001 < L(E)C50 ≤ 0,001

1 000

0,00001 < NOEC ≤ 0,0001

1 000

100

0,00001 < L(E)C50 ≤ 0,0001

10 000

0,000001 < NOEC ≤ 0,00001

10 000

1 000

(weiter in Faktor-10-Intervallen)

(weiter in Faktor-10-Intervallen)

(1)   Nicht schnell abbaubar.

(2)   Schnell abbaubar.

▼M2

4.1.3.6.

Einstufung von Gemischen mit Bestandteilen, zu denen keine verwertbaren Informationen vorliegen

4.1.3.6.1.

►M12  Liegen für einen oder mehrere relevante Bestandteile keinerlei verwertbare Informationen über eine kurzfristige (akute) und/oder langfristige (chronische) Gewässergefährdung vor, führt dies zu dem Schluss, dass eine endgültige Zuordnung des Gemischs zu einer oder mehreren Gefahrenkategorie/n nicht möglich ist. ◄ In einem solchen Fall wird das Gemisch lediglich aufgrund der bekannten Bestandteile eingestuft und auf dem Kennzeichnungsschild und im Sicherheitsdatenblatt mit folgendem Zusatzhinweis versehen: „Enthält x % Bestandteile mit unbekannter Gewässergefährdung.“

4.1.4.   Gefahrenkommunikation

4.1.4.1.

Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 4.1.4 zu verwenden.

▼M12



Tabelle 4.1.4

Kennzeichnungselemente für Gewässergefährdung

KURZFRISTIG (AKUT) GEWÄSSERGEFÄHRDEND

 

Akut 1

GHS-Piktogramm

image

Signalwort

Achtung

Gefahrenhinweis

H400: Sehr giftig für Wasserorganismen.

Sicherheitshinweise — Prävention

P273

Sicherheitshinweise — Reaktion

P391

Sicherheitshinweise — Lagerung

 

Sicherheitshinweise — Entsorgung

P501



LANGFRISTIG (CHRONISCH) GEWÄSSERGEFÄHRDEND

 

Chronisch 1

Chronisch 2

Chronisch 3

Chronisch 4

GHS-Piktogramm

image

image

Kein Piktogramm

Kein Piktogramm

Signalwort

Achtung

Kein Signalwort

Kein Signalwort

Kein Signalwort

Gefahrenhinweis

H410: Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung

H411: Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung

H412: Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung

H413: Kann für Wasserorganismen schädlich sein, mit langfristiger Wirkung

Sicherheitshinweise — Prävention

P273

P273

P273

P273

Sicherheitshinweise — Reaktion

P391

P391

 

 

Sicherheitshinweise — Lagerung

 

 

 

 

Sicherheitshinweise — Entsorgung

P501

P501

P501

P501

▼M2

5.   TEIL 5: WEITERE GEFAHREN

5.1.   Die Ozonschicht schädigend

5.1.1.   Begriffsbestimmungen und allgemeine Erwägungen

5.1.1.1.

Das Ozonabbaupotenzial (ozone depleting potential — ODP) ist eine — für jeden halogenierten Kohlenwasserstoff — spezifische Größe, die, in Relation zum Ozonabbaupotenzial der gleichen Menge von FCKW-11, den Umfang des erwarteten Ozonabbaus durch eine bestimmte Menge des jeweiligen halogenierten Kohlenwasserstoffes in der Stratosphäre repräsentiert. Formal ist das ODP als Verhältnis der Gesamtozonschädigung einer bestimmten emittierten Menge einer speziellen Verbindung in Relation zur Gesamtozonschädigung der gleichen emittierten Menge von FCKW-11 definiert

Ein die Ozonschicht schädigender Stoff: ein Stoff, der aufgrund der verfügbaren Nachweise über seine Eigenschaften sowie seinen erwarteten oder beobachteten Verbleib bzw. sein erwartetes oder beobachtetes Verhalten in der Umwelt eine Gefahr für die Struktur und/oder die Funktionsweise der stratosphärischen Ozonschicht darstellen kann. Hierzu gehören Stoffe, die in Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 1005/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen ( 16 ), aufgeführt werden.

5.1.2.   Einstufungskriterien für Stoffe

5.1.2.1.

Ein Stoff wird als „die Ozonschicht schädigend“ (Kategorie 1) eingestuft, wenn die verfügbaren Nachweise für seine Eigenschaften und seinen erwarteten oder beobachteten Verbleib bzw. sein erwartetes oder beobachtetes Verhalten in der Umwelt darauf hinweisen, dass er eine Gefahr für die Struktur und/oder die Funktionsweise der stratosphärischen Ozonschicht darstellen kann.

5.1.3.   Einstufungskriterien für Gemische

5.1.3.1.

Gemische sind auf der Grundlage der jeweiligen Konzentration der darin enthaltenen Stoffe, die ebenfalls als die Ozonschicht schädigend (Kategorie 1) eingestuft wurden, nach Tabelle 5.1 als die Ozonschicht schädigend (Kategorie 1) einzustufen.



Tabelle 5.1

Allgemeine Konzentrationsgrenzwerte für als die Ozonschicht schädigend (Kategorie 1) eingestufte Stoffe (in einem Gemisch), die zu einer Einstufung des Gemisches als die Ozonschicht schädigend (Kategorie 1) führen

Einstufung des Stoffes

Einstufung des Gemisches

die Ozonschicht schädigend (Kategorie 1)

C ≥ 0,1 %

5.1.4.   Gefahrenkommunikation

5.1.4.1.

Bei Stoffen oder Gemischen, die die Kriterien für die Einstufung in diese Gefahrenklasse erfüllen, sind die Kennzeichnungselemente gemäß Tabelle 5.2 zu verwenden.



Tabelle 5.2

Kennzeichnungselemente für „die Ozonschicht schädigend“

GHS-Piktogramm

image

Signalwort

Achtung

Gefahrenhinweis

H420: Schädigt die öffentliche Gesundheit und die Umwelt durch Ozonabbau in der äußeren Atmosphäre

Sicherheitshinweise

P502

▼B




ANHANG II

BESONDERE VORSCHRIFTEN FÜR DIE KENNZEICHNUNG UND VERPACKUNG BESTIMMTER STOFFE UND GEMISCHE

Dieser Anhang besteht aus 5 Teilen.

— 
Teil 1 enthält besondere Vorschriften für die Kennzeichnung bestimmter eingestufter Stoffe und Gemische.
— 
In Teil 2 sind die Vorschriften für zusätzliche Gefahrenhinweise aufgeführt, die auf dem Kennzeichnungsetikett bestimmter Gemische aufzunehmen sind.
— 
Teil 3 enthält besondere Vorschriften für die Verpackung.
— 
Teil 4 enthält eine besondere Vorschrift für die Kennzeichnung von Pflanzenschutzmitteln.
— 
Teil 5 enthält eine Liste gefährlicher Stoffe und Gemische, für die Artikel 29 Absatz 3 gilt.

1.   TEIL 1: ERGÄNZENDE GEFAHRENMERKMALE

Die Hinweise in den Kapiteln 1.1 und 1.2 sind Stoffen und Gemischen gemäß Artikel 25 Absatz 1 zuzuordnen, die aufgrund ihrer physikalischen Gefahren, ihrer Gesundheitsgefahren oder ihrer Umweltgefahren eingestuft sind.

1.1.   Physikalische Eigenschaften

1.1.1.    ►C4  EUH001 — „In trockenem Zustand explosiv“ ◄

Für explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff gemäß Anhang I Abschnitt 2.1, die mit Wasser oder Alkohol befeuchtet oder mit anderen Stoffen verdünnt in Verkehr gebracht werden, um ihre explosiven Eigenschaften zu unterdrücken.

▼M4 —————

▼B

1.1.3.   EUH014 — „Reagiert heftig mit Wasser“

Für Stoffe und Gemische, die heftig mit Wasser reagieren, beispielsweise Acetylchlorid, Alkalimetalle, Titantetrachlorid.

1.1.4.   EUH018 — „Kann bei Verwendung explosionsfähige/entzündbare Dampf/Luft-Gemische bilden“

Für Stoffe und Gemische, die selbst nicht als entzündbar eingestuft sind, die jedoch explosionsfähige/entzündbare Dampf/Luft-Gemische bilden können. Bei Stoffen kann dies bei Halogenkohlenwasserstoffen der Fall sein und bei Gemischen, wenn sie einen entzündbaren flüchtigen Bestandteil enthalten oder wenn ein Verlust eines nicht entzündbaren flüchtigen Bestandteils vorliegt.

1.1.5.   EUH019 — „Kann explosionsfähige Peroxide bilden“

Für Stoffe und Gemische, die bei Lagerung explosionsfähige Peroxide bilden können, beispielsweise Diethylether, 1,4-Dioxan.

1.1.6.   EUH044 — „Explosionsgefahr bei Erhitzen unter Einschluss“

Für Stoffe und Gemische, die nach Anhang I Abschnitt 2.1. selbst nicht als explosiv eingestuft sind, in der Praxis aber dennoch explosive Eigenschaften aufweisen können, wenn sie unter ausreichendem Einschluss erhitzt werden. Insbesondere Stoffe, die sich bei Erhitzen in einer Stahlblechtrommel explosionsartig zersetzen, zeigen diese Eigenschaft nicht, wenn sie in einem schwächeren Behälter erhitzt werden.

1.2.   Gesundheitsgefährliche Eigenschaften

1.2.1.   EUH029 — „Entwickelt bei Berührung mit Wasser giftige Gase“

Für Stoffe und Gemische, die bei Berührung mit Wasser oder feuchter Luft als akut toxisch der Kategorie 1, 2 oder 3 eingestufte Gase in möglicherweise gefährlicher Menge freisetzen, beispielsweise Aluminiumphosphid, Phosphor(V)-sulfid.

1.2.2.   EUH031 — „Entwickelt bei Berührung mit Säure giftige Gase“

Für Stoffe und Gemische, die mit Säuren reagieren und als akut toxisch der Kategorie 3 eingestufte Gase in gefährlicher Menge freisetzen, beispielsweise Natriumhypochlorit, Bariumpolysulfid.

1.2.3.   EUH032 — „Entwickelt bei Berührung mit Säure sehr giftige Gase“

Für Stoffe und Gemische, die mit Säuren reagieren und als akut toxisch der Kategorien 1 und 2 eingestufte Gase in gefährlicher Menge freisetzen, beispielsweise die Salze der Cyanwasserstoffsäure, Natriumazid.

1.2.4.   EUH066 — „Wiederholter Kontakt kann zu spröder oder rissiger Haut führen“

Für Stoffe und Gemische, die bedenklich sind, weil sie die Haut austrocknen und Schuppenbildung oder Hautrisse fördern, die jedoch den Kriterien für Hautreizung in Anhang I Abschnitt 3.2 nicht entsprechen, auf der Grundlage

— 
praktischer Beobachtungen oder
— 
einschlägiger Belege für ihre vermutete Wirkung auf die Haut.

1.2.5.   EUH070 — „Giftig bei Berührung mit den Augen“

Für Stoffe oder Gemische, bei denen eine Prüfung auf Augenreizung offenkundige Anzeichen für systemische Toxizität oder Mortalität bei den Versuchstieren ergeben hat, was wahrscheinlich auf die Absorption des Stoffes oder Gemisches über die Augenschleimhaut zurückzuführen ist. Der Hinweis erfolgt auch, wenn es beim Menschen Belege für eine systemische Toxizität bei Berührung mit den Augen gibt.

Der Hinweis erfolgt auch, wenn ein Stoff oder Gemisch einen für diese Wirkung gekennzeichneten anderen Stoff in einer Konzentration von mindestens 0,1  % enthält, sofern in Anhang VI Teil 3 nicht anderes festgelegt ist.

1.2.6.   EUH071 — „Wirkt ätzend auf die Atemwege“

Für Stoffe und Gemische zusätzlich zur Einstufung als inhalationstoxisch, falls Daten vorliegen, denen zufolge der Toxizitätsmechanismus aus einer Ätzwirkung besteht, gemäß Anhang I Abschnitt 3.1.2.3.3 und Tabelle 3.1.3 Hinweis 1.

Für Stoffe und Gemische, die inhaliert werden können, zusätzlich zur Einstufung als hautätzend, falls keine Prüfdaten über die akute Toxizität bei Inhalation vorliegen.

2.   TEIL 2: BESONDERE VORSCHRIFTEN FÜR ERGÄNZENDE KENNZEICHNUNGSELEMENTE FÜR BESTIMMTE GEMISCHE

▼C4

Die Hinweise in den Abschnitten 2.1 bis 2.10 sind Gemischen gemäß Artikel 25 Absatz 6 zuzuordnen.

▼B

2.1.   Bleihaltige Gemische

Das Kennzeichnungsetikett auf der Verpackung bleihaltiger Anstrichmittel und Lacke, deren nach der Norm ISO 6503 bestimmter Gesamtbleigehalt 0,15  % (ausgedrückt in Gewicht des Metalls) des Gesamtgewichts des Gemisches überschreitet, muss folgenden Hinweis tragen:

▼C4

EUH201 — „Enthält Blei. Nicht für den Anstrich von Gegenständen verwenden, die von Kindern gekaut oder gelutscht werden könnten.“

▼B

Bei Verpackungen mit einem Inhalt von weniger als 125 ml kann der Hinweis wie folgt lauten:

EUH201 — „Achtung! Enthält Blei.“

2.2.   Cyanacrylathaltige Gemische

Das Kennzeichnungsetikett auf der unmittelbaren Verpackung von Klebstoffen auf der Grundlage von Cyanacrylat muss folgenden Hinweis tragen:

EUH202 — „Cyanacrylat. Gefahr. Klebt innerhalb von Sekunden Haut und Augenlider zusammen. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.“

Entsprechende Sicherheitshinweise müssen der Verpackung beigegeben werden.

2.3.   Zement und Zementgemische

Sofern Zement und Zementgemische nicht bereits als sensibilisierend eingestuft und mit dem Gefahrenhinweis „Kann allergische Hautreaktionen hervorrufen“ gekennzeichnet sind, muss das Kennzeichnungsetikett auf der Verpackung von Zement und Zementgemischen, dessen/deren Gehalt an löslichem Chrom VI nach Hydratisierung mehr als 0,0002  % der Trockenmasse des Zements beträgt, folgenden Hinweis tragen:

EUH203 — „Enthält Chrom (VI). Kann allergische Reaktionen hervorrufen.“

Werden Reduktionsmittel verwendet, so ist auf der Verpackung von Zement oder zementhaltigen Gemischen anzugeben, wann das Erzeugnis abgepackt wurde sowie unter welchen Bedingungen und wie lange es gelagert werden kann, ohne dass die Wirkung des Reduktionsmittels nachlässt und der Gehalt an löslichem Chrom VI 0,0002  % überschreitet.

2.4.   Isocyanathaltige Gemische

Das Kennzeichnungsetikett auf der Verpackung von Gemischen, die Isocyanate enthalten (Monomere, Oligomere, Vorpolymere usw. oder Gemische davon), muss folgenden Hinweis tragen:

EUH204 — „Enthält Isocyanate. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.“

2.5.   Gemische, die epoxidhaltige Verbindungen mit einem mittleren Molekulargewicht von ≤ 700 enthalten

Sofern dies nicht bereits auf dem Kennzeichnungsetikett der Verpackung angegeben ist, müssen Gemische, die epoxidhaltige Verbindungen mit einem mittleren Molekulargewicht von ≤ 700 enthalten, folgenden Hinweis tragen:

EUH205 — „Enthält epoxidhaltige Verbindungen. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.“

2.6.   Gemische, die an die breite Öffentlichkeit verkauft werden und Aktivchlor enthalten

Das Kennzeichnungsetikett auf der Verpackung von Gemischen, die mehr als 1 % Aktivchlor enthalten, muss folgenden Hinweis tragen:

EUH206 — „Achtung! Nicht zusammen mit anderen Produkten verwenden, da gefährliche Gase (Chlor) freigesetzt werden können.“

2.7.   Cadmiumhaltige Gemische (Legierungen), die zum löten oder schweissen verwendet werden

Das Kennzeichnungsetikett auf der Verpackung der oben genannten Gemische muss folgenden Hinweis tragen:

EUH207 — „Achtung! Enthält Cadmium. Bei der Verwendung entstehen gefährliche Dämpfe. Hinweise des Herstellers beachten. Sicherheitsanweisungen einhalten.“

▼M2

2.8.   Gemische, die mindestens einen sensibilisierenden Stoff enthalten

Das Kennzeichnungsetikett auf der Verpackung von Gemischen, die nicht als sensibilisierend eingestuft sind, aber mindestens einen als sensibilisierend eingestuften Stoff in einer Konzentration enthalten, die mindestens ebenso hoch ist wie in Anhang I Tabelle 3.4.6 angegeben, muss folgenden Hinweis tragen:

EUH208 — „Enthält (Name des sensibilisierenden Stoffes). Kann allergische Reaktionen hervorrufen.“

Gemische, die als sensibilisierend eingestuft sind und (außer jenem, der zur Einstufung des Gemischs geführt hat) einen oder mehrere andere Stoffe, die als sensibilisierend eingestuft sind, in einer Konzentration enthalten, die mindestens ebenso hoch ist wie in Anhang I Tabelle 3.4.6 angegeben, müssen die Namen dieser Stoffe auf dem Kennzeichnungsetikett tragen.

▼M12

Ist ein Gemisch entsprechend Abschnitt 2.4 oder 2.5 gekennzeichnet, kann der Hinweis EUH208 für den betreffenden Stoff auf dem Kennzeichnungsetikett entfallen.

▼B

2.9.   Flüssige Gemische, die Halogenkohlenwasserstoffe enthalten

Das Kennzeichnungsetikett auf der Verpackung von flüssigen Gemischen, die keinen Flammpunkt oder einen Flammpunkt von mehr als 60 oC aber höchstens 93 oC haben und einen Halogenkohlenwasserstoff sowie mehr als 5 % leicht entzündbare oder entzündbare Stoffe enthalten, muss je nachdem, ob die genannten Stoffe leicht entzündbar oder entzündbar sind, einen der folgenden Hinweise tragen:

EUH209 — „Kann bei Verwendung leicht entzündbar werden.“ oder

EUH209A — „Kann bei Verwendung entzündbar werden.“

2.10.   Nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmte Gemische

Bei Gemischen, die nicht als gefährlich eingestuft wurden, die jedoch

▼M2

— 
≥ 0,1 % eines Stoffes, der als Hautallergen der Kategorien 1 oder 1B, als Inhalationsallergen der Kategorien 1 oder 1B oder als karzinogener Stoff der Kategorie 2 eingestuft ist, oder
— 
≥ 0,01 % eines Stoffes, der als Hautallergen der Kategorie 1A, als Inhalationsallergen der Kategorie 1A eingestuft ist, oder
— 
ein Zehntel des spezifischen Konzentrationsgrenzwerts für einen als Haut- oder Inhalationsallergen eingestuften Stoff, falls dieser unter 0,1 % liegt, oder

▼B

— 
≥ 0,1  % eines Stoffes, der als reproduktionstoxischer Stoff der Kategorien 1A, 1B und 2 oder als Stoff mit Wirkungen auf/über Laktation eingestuft ist, oder
— 
mindestens einen Stoff in einer Einzelkonzentration von ≥ 1 Gewichtsprozent bei nicht gasförmigen Gemischen und von ≥ 0,2 Volumenprozent bei gasförmigen Gemischen,
— 
der anderweitig als gesundheits- oder gefährlich für die Umwelt eingestuft ist oder
— 
für den es gemeinschaftliche Grenzwerte für die Exposition am Arbeitsplatz gibt,

enthalten, muss das Kennzeichnungsetikett auf der Verpackung folgenden Hinweis tragen:

EUH210 — „Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage erhältlich.“

2.11.   Aerosole

Es sei darauf hingewiesen, dass für Aerosole auch die Kennzeichnungsvorschriften in den Abschnitten 2.2. und 2.3. des Anhangs der Richtlinie 75/324/EWG gelten.

3.   TEIL 3: BESONDERE VORSCHRIFTEN FÜR DIE VERPACKUNG

3.1.   Bestimmungen für kindergesicherte Verschlüsse

3.1.1.   Mit kindergesicherten Verschlüssen auszustattende Verpackungen

3.1.1.1. Verpackungen, die einen Stoff oder ein Gemisch enthalten, der/das an die breite Öffentlichkeit abgegeben wird und als akut toxisch der Kategorien 1 bis 3, spezifisch zielorgantoxisch (einmalige Exposition) der Kategorie 1, spezifisch zielorgantoxisch (wiederholte Exposition) der Kategorie 1 oder hautätzend der Kategorie 1 eingestuft wird, sind unabhängig von ihrem Fassungsvermögen mit kindergesicherten Verschlüssen auszustatten.

3.1.1.2. Verpackungen, die einen Stoff oder ein Gemisch enthalten, der/das an die breite Öffentlichkeit abgegeben wird, eine Aspirationsgefahr darstellt und nach Anhang I Abschnitte 3.10.2 und 3.10.3 eingestuft sowie nach Anhang I Abschnitt 3.10.4.1 gekennzeichnet wird, mit Ausnahme von Stoffen und Gemischen, die in Form von Aerosolpackungen oder in Behältern mit versiegelter Sprühvorrichtung in Verkehr gebracht werden, sind unabhängig von ihrem Fassungsvermögen mit kindergesicherten Verschlüssen auszustatten.

3.1.1.3. Enthält ein Stoff oder Gemisch mindestens einen der nachstehenden Stoffe in einer Konzentration, die mindestens ebenso hoch ist wie die für den betreffenden Stoff festgelegte Einzelkonzentrationsgrenze, und an die breite Öffentlichkeit abgegeben wird, sind die Verpackungen unabhängig von ihrem Fassungsvermögen mit kindergesicherten Verschlüssen auszustatten:



No.

Bezeichnung des Stoffes

Konzentrationsgrenzen

CAS-Nr.

Bezeichnung

EG-Nr.

1

67-56-1

Methanol

200-659-6

≥ 3 %

2

75-09-2

Dichlormethan

200-838-9

≥ 1 %

3.1.2.   Wiederverschließbare Verpackungen

Kindergesicherte Verschlüsse von wiederverschließbaren Verpackungen müssen der aktuellen Ausgabe der EN ISO-Norm 8317 über „Kindergesicherte Verpackungen — Anforderungen und Prüfverfahren für wiederverschließbare Verpackungen“ des Europäischen Komitees für Normung (CEN) und der International Standard Organisation (ISO) entsprechen.

3.1.3.   Nichtwiederverschließbare Verpackungen

Kindergesicherte Verschlüsse von nichtwiederverschließbaren Verpackungen müssen der aktuellen Ausgabe der Norm EN 862 „Verpackung — Kindergesicherte Verpackung — Anforderungen und Prüfverfahren für nichtwiederverschließbare Verpackungen für nichtpharmazeutische Produkte“ des Europäischen Komitees für Normung (CEN) entsprechen.

3.1.4   Hinweise

3.1.4.1. Nur Laboratorien, die der aktuellen Ausgabe der EN ISO/IEC-Norm 17025 entsprechen, sind zur Bescheinigung der Übereinstimmung mit den oben genannten Normen befugt.

3.1.4.2.   Sonderfälle

Ist eine Verpackung offensichtlich in ausreichendem Maße kindergesichert, weil ihr Inhalt Kindern ohne Zuhilfenahme von Werkzeug nicht zugänglich ist, so kann die Prüfung gemäß Abschnitt 3.1.2 oder 3.1.3 unterbleiben.

In allen anderen Fällen und bei berechtigten Zweifeln an der Wirksamkeit des kindergesicherten Verschlusses kann die nationale Behörde von dem für das Inverkehrbringen Verantwortlichen die Vorlage einer Bescheinigung der nachstehenden Punkte durch ein Zertifizierungslabor gemäß Abschnitt 3.1.4.1 verlangen:

— 
Der verwendete Verschluss ist so beschaffen, dass er keine Prüfung gemäß Abschnitt 3.1.2 oder 3.1.3 erfordert, oder
— 
der betreffende Verschluss ist geprüft worden und entspricht den oben genannten Normen.

▼M4

3.2.    Tastbare Gefahrenhinweise

3.2.1.    Mit einem tastbaren Gefahrenhinweis auszustattende Verpackungen

3.2.1.1. Wenn Stoffe oder Gemische an die breite Öffentlichkeit abgegeben werden und als akut toxisch, als hautätzend, keimzellmutagen der Kategorie 2, karzinogen der Kategorie 2, reproduktionstoxisch der Kategorie 2, sensibilisierend für die Atemwege, toxisch für spezifische Zielorgane der Kategorien 1 oder 2, als aspirationsgefährlich, als entzündbare Gase, entzündbare Flüssigkeiten der Kategorien 1 oder 2 oder entzündbare Feststoffe eingestuft sind, sind die Verpackungen unabhängig von ihrem Fassungsvermögen mit einem tastbaren Gefahrenhinweis auszustatten.

3.2.1.2. Abschnitt 3.2.1.1 gilt nicht für ortsbewegliche Gasbehälter. Aerosolpackungen und Behälter mit einer versiegelten Sprühvorrichtung, die Stoffe oder Gemische enthalten, die wegen ihrer Aspirationsgefahr eingestuft sind, müssen nicht mit einem tastbaren Gefahrenhinweis ausgestattet werden, es sei denn, sie sind in Bezug auf eine oder mehrere der sonstigen, in Abschnitt 3.2.1.1 genannten Gefahren in dementsprechende Kategorien eingestuft.

3.2.2.    Bestimmungen für tastbare Gefahrenhinweise

Die technischen Spezifikationen für tastbare Gefahrenhinweise müssen der aktuellen Ausgabe der EN ISO-Norm 11683 „Verpackung — Tastbare Gefahrenhinweise — Anforderungen“ entsprechen.

▼M10

3.3    Flüssige für den Verbraucher bestimmte Waschmittel in auflösbaren Verpackungen für den einmaligen Gebrauch

Für flüssige für den Verbraucher bestimmte Waschmittel, die in auflösbaren Verpackungen für den einmaligen Gebrauch portioniert sind, gelten folgende zusätzliche Bestimmungen:

3.3.1. 

Flüssige für den Verbraucher bestimmte Waschmittel, die in auflösbaren Verpackungen für den einmaligen Gebrauch enthalten sind, müssen von einer zweiten äußeren Verpackung umhüllt sein. Die äußere Verpackung muss die Anforderungen von Abschnitt 3.3.2. und die auflösbare Verpackung die Anforderungen von Abschnitt 3.3.3 erfüllen.

3.3.2. 

Die äußere Verpackung muss:

i) 

undurchsichtig oder dunkel sein, sodass die Sichtbarkeit des Produkts oder der einzelnen Portionierungen erschwert wird;

ii) 

unbeschadet des Artikels 32 Absatz 3 mit dem Warnhinweis P102 „Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen“ an einer sichtbaren Stelle und in einem auffälligen Format gekennzeichnet sein;

iii) 

ein einfach wiederverschließbarer, selbststehender Behälter sein;

iv) 

unbeschadet der Anforderungen gemäß Abschnitt 3.1 mit einem Verschluss ausgestattet sein, der:

a) 

Kleinkinder daran hindert, die Verpackung zu öffnen, indem das Öffnen nur durch den koordinierten Einsatz beider Hände und mit einem bestimmten Kraftaufwand zu bewerkstelligen ist, sodass es für Kleinkinder schwer gemacht wird;

b) 

seine Funktionsfähigkeit auch nach wiederholtem Öffnen und Schließen für die gesamte Lebensdauer der äußeren Verpackung beibehält.

3.3.3. 

Die auflösbare Verpackung muss:

i) 

eine aversive Substanz in einer Konzentration enthalten, die sicher ist und im Falle einer unbeabsichtigten oralen Exposition innerhalb von maximal sechs Sekunden einen Ekelreflex auslöst;

ii) 

den flüssigen Inhalt für mindestens 30 Sekunden umhüllt schützen, wenn die auflösbare Verpackung in Wasser mit einer Temperatur von 20 °C gelegt wird;

iii) 

unter Standardprüfbedingungen einem mechanischen Druck von mindestens 300 N standhalten können.

▼B

4.   TEIL 4: BESONDERE VORSCHRIFT FÜR DIE KENNZEICHNUNG VON PFLANZENSCHUTZMITTELN

Unbeschadet der nach Artikel 16 und Anhang V der Richtlinie 91/414/EWG vorgeschriebenen Informationen wird die Kennzeichnung von Pflanzenschutzmitteln im Sinne der Richtlinie 91/414/EWG um folgenden Hinweis ergänzt:

EUH401 — „Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.“

5.   TEIL 5: LISTE DER GEFÄHRLICHEN STOFFE UND GEMISCHE, FÜR DIE ARTIKEL 29 ABSATZ 3 GILT

— 
frisch angerührter Zement und Beton in nassem Zustand




ANHANG III

LISTE DER GEFAHRENHINWEISE, ERGÄNZENDEN GEFAHRENMERKMALE UND ERGÄNZENDEN KENNZEICHNUNGSELEMENTE

1.   Teil 1: Gefahrenhinweise

▼M2

Die Gefahrenhinweise werden gemäß Anhang I Teile 2, 3, 4 und 5 angewendet.

Bei der Wahl der Gefahrenhinweise gemäß Artikel 21 und Artikel 27 können Lieferanten die kombinierten Gefahrenhinweise gemäß diesem Anhang verwenden.

Gemäß Artikel 27 kann bei der Kennzeichnung die folgende Rangfolgeregelung für Gefahrenhinweise gelten:

a) 

Wird der Gefahrenhinweis H410 „Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung“ zugeordnet, kann der Gefahrenhinweis H400 „Sehr giftig für Wasserorganismen“ entfallen.

▼M12

b) 

Wird der Gefahrenhinweis H314 „Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.“ zugeordnet, kann der Gefahrenhinweis H318 „Verursacht schwere Augenschäden.“ entfallen.

▼M2

Um den Verabreichungs- oder Expositionsweg anzugeben, können die kombinierten Gefahrenhinweise in Tabelle 1.2 verwendet werden.

▼B



Tabelle 1.1

Gefahrenhinweise für physikalische Gefahren

▼M2 —————

H200 ►M2   ◄

Sprache

2.1 –  Explosive Stoffe, instabile explosive Stoffe

 

BG

Нестабилен експлозив.

 

ES

Explosivo inestable.

 

CS

Nestabilní výbušnina.

 

DA

Ustabilt eksplosiv.

 

DE

Instabil, explosiv.

 

ET

Ebapüsiv lõhkeaine.

 

EL

Ασταθή εκρηκτικά.

 

EN

Unstable explosives.

 

FR

Explosif instable.

 

GA

Pléascáin éagobhsaí.

▼M5

 

HR

Nestabilni eksplozivi.

▼B

 

IT

Esplosivo instabile.

 

LV

Nestabili sprādzienbīstami materiāli.

 

LT

Nestabilios sprogios medžiagos.

 

HU

Instabil robbanóanyagok.

 

MT

Splussivi instabbli.

 

NL

Instabiele ontplofbare stof.

 

PL

Materiały wybuchowe niestabilne.

 

PT

Explosivo instável.

 

RO

Exploziv instabil.

 

SK

Nestabilné výbušniny.

 

SL

Nestabilni eksplozivi.

 

FI

Epästabiili räjähde.

 

SV

Instabilt explosivt.



H201

Sprache

2.1 –  Explosive Stoffe, Unterklasse 1.1

 

BG

Експлозив; опасност от масова експлозия.

 

ES

Explosivo; peligro de explosión en masa.

 

CS

Výbušnina; nebezpečí masivního výbuchu.

 

DA

Eksplosiv, masseeksplosionsfare.

 

DE

Explosiv, Gefahr der Massenexplosion.

 

ET

Plahvatusohtlik; massiplahvatusoht.

 

EL

Εκρηκτικό· κίνδυνος μαζικής έκρηξης.

 

EN

Explosive; mass explosion hazard.

 

FR

Explosif; danger d'explosion en masse.

 

GA

Pléascach; guais mhórphléasctha.

▼M5

 

HR

Eksplozivno; opasnost od eksplozije ogromnih razmjera.

▼B

 

IT

Esplosivo; pericolo di esplosione di massa.

 

LV

Sprādzienbīstams; masveida sprādzienbīstamība.

 

LT

Sprogios medžiagos, kelia masinio sprogimo pavojų.

 

HU

Robbanóanyag; teljes tömeg felrobbanásának veszélye.

 

MT

Splussiv; periklu li jisplodu kollha f'daqqa.

 

NL

Ontplofbare stof; gevaar voor massa-explosie.

 

PL

Materiał wybuchowy; zagrożenie wybuchem masowym.

 

PT

Explosivo; perigo de explosão em massa.

 

RO

Exploziv; pericol de explozie în masă.

 

SK

Výbušnina, nebezpečenstvo rozsiahleho výbuchu.

 

SL

Eksplozivno; nevarnost eksplozije v masi.

 

FI

Räjähde; massaräjähdysvaara.

 

SV

Explosivt. Fara för massexplosion.



H202

Sprache

2.1 –  Explosive Stoffe, Unterklasse 1.2

 

BG

Експлозив; сериозна опасност от разпръскване.

 

ES

Explosivo; grave peligro de proyección.

 

CS

Výbušnina; vážné nebezpečí zasažení částicemi.

 

DA

Eksplosiv, alvorlig fare for udslyngning af fragmenter.

 

DE

Explosiv; große Gefahr durch Splitter, Spreng- und Wurfstücke.

 

ET

Plahvatusohtlik; suur laialipaiskumisoht.

 

EL

Εκρηκτικό· σοβαρός κίνδυνος εκτόξευσης.

 

EN

Explosive, severe projection hazard.

 

FR

Explosif; danger sérieux de projection.

 

GA

Pléascach, guais throm teilgin.

▼M5

 

HR

Eksplozivno; velika opasnost od rasprskavanja.

▼B

 

IT

Esplosivo; grave pericolo di proiezione.

 

LV

Sprādzienbīstams; augsta izmetes bīstamība.

 

LT

Sprogios medžiagos, kelia didelį išsvaidymo pavojų.

 

HU

Robbanóanyag; kivetés súlyos veszélye.

 

MT

Splussiv, periklu serju ta' projezzjoni.

 

NL

Ontplofbare stof, ernstig gevaar voor scherfwerking.

 

PL

Materiał wybuchowy, poważne zagrożenie rozrzutem.

 

PT

Explosivo, perigo grave de projecções.

 

RO

Exploziv; pericol grav de proiectare.

 

SK

Výbušnina, závažné nebezpečenstvo rozletenia úlomkov.

 

SL

Eksplozivno, velika nevarnost za nastanek drobcev.

 

FI

Räjähde; vakava sirpalevaara.

 

SV

Explosivt. Allvarlig fara för splitter och kaststycken.



H203

Sprache

2.1 –  Explosive Stoffe, Unterklasse 1.3

 

BG

Експлозив; опасност от пожар, взрив или разпръскване.

 

ES

Explosivo; peligro de incendio, de onda expansiva o de proyección.

 

CS

Výbušnina; nebezpečí požáru, tlakové vlny nebo zasažení částicemi.

 

DA

Eksplosiv, fare for brand, eksplosion eller udslyngning af fragmenter.

 

DE

Explosiv; Gefahr durch Feuer, Luftdruck oder Splitter, Spreng- und Wurfstücke.

 

ET

Plahvatusohtlik; süttimis-, plahvatus- või laialipaiskumisoht.

 

EL

Εκρηκτικό· κίνδυνος πυρκαγιάς, ανατίναξης ή εκτόξευσης.

 

EN

Explosive; fire, blast or projection hazard.

 

FR

Explosif; danger d'incendie, d'effet de souffle ou de projection.

 

GA

Pléascach; guais dóiteáin, phléasctha nó teilgin.

▼M5

 

HR

Eksplozivno; opasnost od vatre, udarnog vala ili rasprskavanja.

▼B

 

IT

Esplosivo; pericolo di incendio, di spostamento d'aria o di proiezione.

 

LV

Sprādzienbīstams; uguns, triecienviļņa vai izmetes bīstamība.

 

LT

Sprogios medžiagos, kelia gaisro, sprogimo arba išsvaidymo pavojų.

 

HU

Robbanóanyag; tűz, robbanás vagy kivetés veszélye.

 

MT

Splussiv; periklu ta' nar, blast jew projezzjoni.

 

NL

Ontplofbare stof; gevaar voor brand, luchtdrukwerking of scherfwerking.

 

PL

Materiał wybuchowy; zagrożenie pożarem, wybuchem lub rozrzutem.

 

PT

Explosivo; perigo de incêndio, sopro ou projecções.

 

RO

Exploziv; pericol de incendiu, detonare sau proiectare.

 

SK

Výbušnina, nebezpečenstvo požiaru, výbuchu alebo rozletenia úlomkov.

 

SL

Eksplozivno; nevarnost za nastanek požara, udarnega vala ali drobcev.

 

FI

Räjähde; palo-, räjähdys- tai sirpalevaara.

 

SV

Explosivt. Fara för brand, tryckvåg eller splitter och kaststycken.



H204

Sprache

2.1 –  Explosive Stoffe, Unterklasse 1.4

 

BG

Опасност от пожар или разпръскване.

 

ES

Peligro de incendio o de proyección.

 

CS

Nebezpečí požáru nebo zasažení částicemi.

 

DA

Fare for brand eller udslyngning af fragmenter.

 

DE

Gefahr durch Feuer oder Splitter, Spreng- und Wurfstücke.

 

ET

Süttimis- või laialipaiskumisoht.

 

EL

Κίνδυνος πυρκαγιάς ή εκτόξευσης.

 

EN

Fire or projection hazard.

 

FR

Danger d'incendie ou de projection.

 

GA

Guais dóiteáin nó teilgin.

▼M5

 

HR

Opasnost od vatre ili rasprskavanja.

▼B

 

IT

Pericolo di incendio o di proiezione.

 

LV

Uguns vai izmetes bīstamība.

 

LT

Gaisro arba išsvaidymo pavojus.

 

HU

Tűz vagy kivetés veszélye.

 

MT

Periklu ta' nar jew ta' projezzjoni.

 

NL

Gevaar voor brand of scherfwerking.

 

PL

Zagrożenie pożarem lub rozrzutem.

 

PT

Perigo de incêndio ou projecções.

 

RO

Pericol de incendiu sau de proiectare.

 

SK

Nebezpečenstvo požiaru alebo rozletenia úlomkov.

 

SL

Nevarnost za nastanek požara ali drobcev.

 

FI

Palo- tai sirpalevaara.

 

SV

Fara för brand eller splitter och kaststycken.



H205

Sprache

2.1 –  Explosive Stoffe, Unterklasse 1.5

 

BG

Може да предизвика масова експлозия при пожар.

 

ES

Peligro de explosión en masa en caso de incendio.

 

CS

Při požáru může způsobit masivní výbuch.

 

DA

Fare for masseeksplosion ved brand.

 

DE

Gefahr der Massenexplosion bei Feuer.

 

ET

Süttimise korral massiplahvatusoht.

 

EL

Κίνδυνος μαζικής έκρηξης σε περίπτωση πυρκαγιάς.

 

EN

May mass explode in fire.

 

FR

Danger d'explosion en masse en cas d'incendie.

 

GA

D'fhéadfadh sé go mbeadh mórphléascadh i dtine.

▼M5

 

HR

U vatri može izazvati eksploziju ogromnih razmjera.

▼B

 

IT

Pericolo di esplosione di massa in caso d'incendio.

 

LV

Ugunī var masveidā eksplodēt.

 

LT

Per gaisrą gali sukelti masinį sprogimą.

 

HU

Tűz hatására a teljes tömeg felrobbanhat.

 

MT

Jista' jisplodi f'daqqa fin-nar.

 

NL

Gevaar voor massa-explosie bij brand.

 

PL

Może wybuchać masowo w przypadku pożaru.

 

PT

Perigo de explosão em massa em caso de incêndio.

 

RO

Pericol de explozie în masă în caz de incendiu.

 

SK

Nebezpečenstvo rozsiahleho výbuchu pri požiari.

 

SL

Pri požaru lahko eksplodira v masi.

 

FI

Koko massa voi räjähtää tulessa.

 

SV

Fara för massexplosion vid brand.



H220

Sprache

2.2 –  Entzündbare Gase, Gefahrenkategorie 1

 

BG

Изключително запалим газ.

 

ES

Gas extremadamente inflamable.

 

CS

Extrémně hořlavý plyn.

 

DA

Yderst brandfarlig gas.

 

DE

Extrem entzündbares Gas.

 

ET

Eriti tuleohtlik gaas.

 

EL

Εξαιρετικά εύφλεκτο αέριο.

 

EN

Extremely flammable gas.

 

FR

Gaz extrêmement inflammable.

 

GA

Gás fíor-inadhainte.

▼M5

 

HR

Vrlo lako zapaljivi plin.

▼B

 

IT

Gas altamente infiammabile.

 

LV

Īpaši viegli uzliesmojoša gāze.

 

LT

Ypač degios dujos.

 

HU

Rendkívül tűzveszélyes gáz.

 

MT

Gass li jaqbad malajr ħafna.

 

NL

Zeer licht ontvlambaar gas.

 

PL

Skrajnie łatwopalny gaz.

 

PT

Gás extremamente inflamável.

 

RO

Gaz extrem de inflamabil.

 

SK

Mimoriadne horľavý plyn.

 

SL

Zelo lahko vnetljiv plin.

 

FI

Erittäin helposti syttyvä kaasu.

 

SV

Extremt brandfarlig gas.



H221

Sprache

2.2 –  Entzündbare Gase, Gefahrenkategorie 2

 

BG

Запалим газ.

 

ES

Gas inflamable.

 

CS

Hořlavý plyn.

 

DA

Brandfarlig gas.

 

DE

Entzündbares Gas.

 

ET

Tuleohtlik gaas.

 

EL

Εύφλεκτο αέριο.

 

EN

Flammable gas.

 

FR

Gaz inflammable.

 

GA

Gás inadhainte.

▼M5

 

HR

Zapaljivi plin.

▼B

 

IT

Gas infiammabile.

 

LV

Uzliesmojoša gāze.

 

LT

Degios dujos.

 

HU

Tűzveszélyes gáz.

 

MT

Gass li jaqbad.

 

NL

Ontvlambaar gas.

 

PL

Gaz łatwopalny.

 

PT

Gás inflamável.

 

RO

Gaz inflamabil.

 

SK

Horľavý plyn.

 

SL

Vnetljiv plin.

 

FI

Syttyvä kaasu.

 

SV

Brandfarlig gas.



▼M4

H222:

Sprache

2.3 —  Aerosole, Gefahrenkategorie 1

▼B

 

BG

Изключително запалим аерозол.

 

ES

Aerosol extremadamente inflamable.

 

CS

Extrémně hořlavý aerosol.

 

DA

Yderst brandfarlig aerosol.

 

DE

Extrem entzündbares Aerosol.

 

ET

Eriti tuleohtlik aerosool.

 

EL

Εξαιρετικά εύφλεκτο αερόλυμα.

 

EN

Extremely flammable aerosol.

 

FR

Aérosol extrêmement inflammable.

 

GA

Aerasól fíor-inadhainte.

▼M5

 

HR

Vrlo lako zapaljivi aerosol.

▼B

 

IT

Aerosol altamente infiammabile.

 

LV

Īpaši viegli uzliesmojošs aerosols.

 

LT

Ypač degus aerozolis.

 

HU

Rendkívül tűzveszélyes aeroszol.

 

MT

Aerosol li jaqbad malajr ħafna.

 

NL

Zeer licht ontvlambare aerosol.

 

PL

Skrajnie łatwopalny aerozol.

 

PT

Aerossol extremamente inflamável.

 

RO

Aerosol extrem de inflamabil.

 

SK

Mimoriadne horľavý aerosól.

 

SL

Zelo lahko vnetljiv aerosol.

 

FI

Erittäin helposti syttyvä aerosoli.

 

SV

Extremt brandfarlig aerosol.

▼M4



H223

Sprache

2.3 —  Aerosole, Gefahrenkategorie 2

 

BG

Запалим аерозол.

 

ES

Aerosol inflamable.

 

CS

Hořlavý aerosol.

 

DA

Brandfarlig aerosol.

 

DE

Entzündbares Aerosol.

 

ET

Tuleohtlik aerosool.

 

EL

Εύφλεκτο αερόλυμα.

 

EN

Flammable aerosol.

 

FR

Aérosol inflammable.

 

GA

Aerasól inadhainte.

▼M5

 

HR

Zapaljivi aerosol.

▼M4

 

IT

Aerosol infiammabile.

 

LV

Uzliesmojošs aerosols.

 

LT

Degus aerozolis.

 

HU

Tűzveszélyes aeroszol.

 

MT

Aerosol li jaqbad.

 

NL

Ontvlambaar aerosol.

 

PL

Łatwopalny aerozol.

 

PT

Aerossol inflamável.

 

RO

Aerosol inflamabil.

 

SK

Horľavý aerosól.

 

SL

Vnetljiv aerosol.

 

FI

Syttyvä aerosoli.

 

SV

Brandfarlig aerosol.

▼B



H224

Sprache

2.6 –  Entzündbare Flüssigkeiten, Gefahrenkategorie 1

 

BG

Изключително запалими течност и пари.

 

ES

Líquido y vapores extremadamente inflamables.

 

CS

Extrémně hořlavá kapalina a páry.

 

DA

Yderst brandfarlig væske og damp.

 

DE

Flüssigkeit und Dampf extrem entzündbar.

 

ET

Eriti tuleohtlik vedelik ja aur.

 

EL

Υγρό και ατμοί εξαιρετικά εύφλεκτα.

 

EN

Extremely flammable liquid and vapour.

 

FR

Liquide et vapeurs extrêmement inflammables.

 

GA

Leacht fíor-inadhainte agus gal fhíor-inadhainte.

▼M5

 

HR

Vrlo lako zapaljiva tekućina i para.

▼B

 

IT

Liquido e vapori altamente infiammabili.

 

LV

Īpaši viegli uzliesmojošs šķidrums un tvaiki.

 

LT

Ypač degūs skystis ir garai.

 

HU

Rendkívül tűzveszélyes folyadék és gőz.

 

MT

Likwidu u fwar li jaqbdu malajr ħafna.

 

NL

Zeer licht ontvlambare vloeistof en damp.

 

PL

Skrajnie łatwopalna ciecz i pary.

 

PT

Líquido e vapor extremamente inflamáveis.

 

RO

Lichid și vapori extrem de inflamabili.

 

SK

Mimoriadne horľavá kvapalina a pary.

 

SL

Zelo lahko vnetljiva tekočina in hlapi.

 

FI

Erittäin helposti syttyvä neste ja höyry.

 

SV

Extremt brandfarlig vätska och ånga.



H225

Sprache

2.6 –  Entzündbare Flüssigkeiten, Gefahrenkategorie 2

 

BG

Силно запалими течност и пари.

 

ES

Líquido y vapores muy inflamables.

 

CS

Vysoce hořlavá kapalina a páry.

 

DA

Meget brandfarlig væske og damp.

 

DE

Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar.

 

ET

Väga tuleohtlik vedelik ja aur.

 

EL

Υγρό και ατμοί πολύ εύφλεκτα.

 

EN

Highly flammable liquid and vapour.

 

FR

Liquide et vapeurs très inflammables.

 

GA

Leacht an-inadhainte agus gal an-inadhainte.

▼M5

 

HR

Lako zapaljiva tekućina i para.

▼B

 

IT

Liquido e vapori facilmente infiammabili.

 

LV

Viegli uzliesmojošs šķidrums un tvaiki.

 

LT

Labai degūs skystis ir garai.

 

HU

Fokozottan tűzveszélyes folyadék és gőz.

 

MT

Likwidu u fwar li jaqbdu malajr ħafna.

 

NL

Licht ontvlambare vloeistof en damp.

 

PL

Wysoce łatwopalna ciecz i pary.

 

PT

Líquido e vapor facilmente inflamáveis.

 

RO

Lichid și vapori foarte inflamabili.

 

SK

Veľmi horľavá kvapalina a pary.

 

SL

Lahko vnetljiva tekočina in hlapi.

 

FI

Helposti syttyvä neste ja höyry.

 

SV

Mycket brandfarlig vätska och ånga.



H226

Sprache

2.6 –  Entzündbare Flüssigkeiten, Gefahrenkategorie 3

 

BG

Запалими течност и пари.

 

ES

Líquidos y vapores inflamables.

 

CS

Hořlavá kapalina a páry.

 

DA

Brandfarlig væske og damp.

 

DE

Flüssigkeit und Dampf entzündbar.

 

ET

Tuleohtlik vedelik ja aur.

 

EL

Υγρό και ατμοί εύφλεκτα.

 

EN

Flammable liquid and vapour.

 

FR

Liquide et vapeurs inflammables.

 

GA

Leacht inadhainte agus gal inadhainte.

▼M5

 

HR

Zapaljiva tekućina i para.

▼B

 

IT

Liquido e vapori infiammabili.

 

LV

Uzliesmojošs šķidrums un tvaiki.

 

LT

Degūs skystis ir garai.

 

HU

Tűzveszélyes folyadék és gőz.

 

MT

Likwidu u fwar li jaqbdu.

 

NL

Ontvlambare vloeistof en damp.

 

PL

Łatwopalna ciecz i pary.

 

PT

Líquido e vapor inflamáveis.

 

RO

Lichid și vapori inflamabili.

 

SK

Horľavá kvapalina a pary.

 

SL

Vnetljiva tekočina in hlapi.

 

FI

Syttyvä neste ja höyry.

 

SV

Brandfarlig vätska och ånga.



H228

Sprache

2.7 –  Entzündbare Feststoffe, Gefahrenkategorien 1, 2

 

BG

Запалимо твърдо вещество.

 

ES

Sólido inflamable.

 

CS

Hořlavá tuhá látka.

 

DA

Brandfarligt fast stof.

 

DE

Entzündbarer Feststoff.

 

ET

Tuleohtlik tahke aine.

 

EL

Εύφλεκτο στερεό.

 

EN

Flammable solid.

 

FR

Matière solide inflammable.

 

GA

Solad inadhainte.

▼M5

 

HR

Zapaljiva krutina.

▼B

 

IT

Solido infiammabile.

 

LV

Uzliesmojoša cieta viela.

 

LT

Degi kietoji medžiaga.

 

HU

Tűzveszélyes szilárd anyag.

 

MT

Solidu li jaqbad.

 

NL

Ontvlambare vaste stof.

 

PL

Substancja stała łatwopalna.

 

PT

Sólido inflamável.

 

RO

Solid inflamabil.

 

SK

Horľavá tuhá látka.

 

SL

Vnetljiva trdna snov.

 

FI

Syttyvä kiinteä aine.

 

SV

Brandfarligt fast ämne.

▼M4



H229

Sprache

2.3 —  Aerosole, Gefahrenkategorien 1, 2, 3

 

BG

Съд под налягане: може да експлодира при нагряване.

 

ES

Recipiente a presión: Puede reventar si se calienta.

 

CS

Nádoba je pod tlakem: při zahřívání se může roztrhnout.

 

DA

Beholder under tryk. Kan sprænges ved opvarmning.

 

DE

Behälter steht unter Druck: kann bei Erwärmung bersten.

 

ET

Mahuti on rõhu all: kuumenemisel võib lõhkeda.

 

EL

Δοχείο υπό πίεση. Κατά τη θέρμανση μπορεί να διαρραγεί.

 

EN

Pressurised container: May burst if heated.

 

FR

Récipient sous pression: peut éclater sous l’effet de la chaleur.

 

GA

Coimeádán brúchóirithe: D’fhéadfadh sé pléascadh, má théitear é.

▼M8

 

HR

Spremnik pod tlakom: može se rasprsnuti ako se grije.

▼M4

 

IT

Contenitore pressurizzato: può esplodere se riscaldato.

 

LV

Tvertne zem spiediena: karstumā var eksplodēt.

 

LT

Slėginė talpykla. Kaitinama gali sprogti.

 

HU

Az edényben túlnyomás uralkodik: hő hatására megrepedhet.

 

MT

Kontenitur taħt pressjoni. Jista jinfaqa meta jissaħħan.

 

NL

Houder onder druk: kan open barsten bij verhitting.

 

PL

Pojemnik pod ciśnieniem: Ogrzanie grozi wybuchem.

 

PT

Recipiente sob pressão: risco de explosão sob a ação do calor.

 

RO

Recipient sub presiune: Poate exploda daca este incalzit.

 

SK

Nádoba je pod tlakom: Pri zahriatí sa môže roztrhnúť.

 

SL

Posoda je pod tlakom: lahko eksplodira pri segrevanju.

 

FI

Painesäiliö: Voi revetä kuumennettaessa.

 

SV

Tryckbehållare: Kan sprängas vid uppvärmning.



H230

Sprache

2.2 —  Entzündbare Gase (einschließlich chemisch instabile Gase), Gefahrenkategorie A

 

BG

Може да реагира експлозивно дори при отсъствие на въздух.

 

ES

Puede explotar incluso en ausencia de aire.

 

CS

Může reagovat výbušně i bez přítomnosti vzduchu.

 

DA

Kan reagere eksplosivt selv i fravær af luft.

 

DE

Kann auch in Abwesenheit von Luft explosionsartig reagieren.

 

ET

Võib reageerida plahvatuslikult isegi õhuga kokku puutumata.

 

EL

Δύναται να εκραγεί ακόμη και απουσία αέρος.

 

EN

May react explosively even in the absence of air.

 

FR

Peut exploser même en l’absence d’air.

 

GA

D’fhéadfadh sé imoibriú go pléascach fiú mura bhfuil aer ann.

▼M8

 

HR

Može eksplozivno reagirati i bez prisustva zraka.

▼M4

 

IT

Può esplodere anche in assenza di aria.

 

LV

Var eksplodēt pat bezgaisa vidē.

 

LT

Gali sprogti net ir nesant oro.

 

HU

Még levegő hiányában is robbanásszerű reakcióba léphet.

 

MT

Jista jisplodi anke fin-nuqqas ta’ l-arja.

 

NL

Kan explosief reageren zelfs in afwezigheid van lucht.

 

PL

Może reagować wybuchowo nawet bez dostępu powietrza.

 

PT

Pode reagir explosivamente mesmo na ausência de ar.

 

RO

Pericol de explozie, chiar si in absenta aerului.

 

SK

Môže reagovať výbušne aj bez prítomnosti vzduchu.

 

SL

Lahko reagira eksplozivno tudi v odsotnosti zraka.

 

FI

Voi reagoida räjähtäen jopa ilmattomassa tilassa.

 

SV

Kan reagera explosivt även i frånvaro av luft.



H231

Sprache

2.2 —  Entzündbare Gase (einschließlich chemisch instabile Gase), Gefahrenkategorie B

 

BG

Може да реагира експлозивно дори при отсъствие на въздух при повишено налягане и/или температура.

 

ES

Puede explotar incluso en ausencia de aire, a presión y/o temperatura elevadas.

 

CS

Při zvýšeném tlaku a/nebo teplotě může reagovat výbušně i bez přítomnosti vzduchu.

 

DA

Kan reagere eksplosivt selv i fravær af luft ved forhøjet tryk og/eller temperatur.

 

DE

Kann auch in Abwesenheit von Luft bei erhöhtem Druck und/oder erhöhter Temperatur explosionsartig reagieren.

 

ET

Võib reageerida plahvatuslikult isegi õhuga kokku puutumata kõrgenenud rõhul ja/või temperatuuril.

 

EL

Δύναται να εκραγεί σε υψηλή θερμοκρασία και/ή πίεση ακόμη και απουσία αέρος.

 

EN

May react explosively even in the absence of air at elevated pressure and/or temperature.

 

FR

Peut exploser même en l’absence d’air à une pression et/ou température élevée(s).

 

GA

D’fhéadfadh sé imoibriú go pléascach fiú mura bhfuil aer ann ag brú ardaithe agus/nó ag teocht ardaithe.

▼M8

 

HR

Može eksplozivno reagirati i bez prisustva zraka na povišenom tlaku i/ili temperaturi.

▼M4

 

IT

Può esplodere anche in assenza di aria a pressione e/o temperatura elevata.

 

LV

Var eksplodēt pat bezgaisa vidē, paaugstinoties spiedienam un/vai temperatūrai.

 

LT

Gali sprogti net ir nesant oro, esant didesniam slėgiui ir (arba) temperatūrai.

 

HU

Magas nyomáson és/vagy hőmérsékleten még levegő hiányában is robbanásszerű reakcióba léphet.

 

MT

Jista jisplodi anke fin-nuqqas ta’ l-arja fi pressjoni għolja u/jew f’temperatura għolja.

 

NL

Kan explosief reageren zelfs in afwezigheid van lucht bij verhoogde druk en/of temperatuur.

 

PL

Może reagować wybuchowo nawet bez dostępu powietrza pod zwiększonym ciśnieniem i/lub po ogrzaniu.

 

PT

Pode reagir explosivamente mesmo na ausência de ar a alta pressão e/ou temperatura.

 

RO

Pericol de explozie, chiar și în absența aerului la presiune și/sau temperatură ridicată.

 

SK

Môže reagovať výbušne aj bez prítomnosti vzduchu pri zvýšenom tlaku a/alebo teplote.

 

SL

Lahko reagira eksplozivno tudi v odsotnosti zraka pri povišanem tlaku in/ali temperature.

 

FI

Voi reagoida räjähtäen jopa ilmattomassa tilassa kohonneessa paineessa ja/tai lämpötilassa.

 

SV

Kan reagera explosivt även i frånvaro av luft vid förhöjt tryck och/eller temperatur.

▼B



H240

Sprache

2.8 –  Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische, Typ A

2.15 –  Organische Peroxide, Typ A

 

BG

Може да предизвика експлозия при нагряване.

 

ES

Peligro de explosión en caso de calentamiento.

 

CS

Zahřívání může způsobit výbuch.

 

DA

Eksplosionsfare ved opvarmning.

 

DE

Erwärmung kann Explosion verursachen.

 

ET

Kuumenemisel võib plahvatada.

 

EL

Η θέρμανση μπορεί να προκαλέσει έκρηξη.

 

EN

Heating may cause an explosion.

 

FR

Peut exploser sous l'effet de la chaleur.

 

GA

D'fhéadfadh téamh a bheith ina chúis le pléascadh.

▼M5

 

HR

Zagrijavanje može uzrokovati eksploziju.

▼B

 

IT

Rischio di esplosione per riscaldamento.

 

LV

Sakaršana var izraisīt eksploziju.

 

LT

Kaitinant gali sprogti.

 

HU

Hő hatására robbanhat.

 

MT

It-tisħin jista' jikkawża splużjoni.

 

NL

Ontploffingsgevaar bij verwarming.

 

PL

Ogrzanie grozi wybuchem.

 

PT

Risco de explosão sob a acção do calor.

 

RO

Pericol de explozie în caz de încălzire.

 

SK

Zahrievanie môže spôsobiť výbuch.

 

SL

Segrevanje lahko povzroči eksplozijo.

 

FI

Räjähdysvaarallinen kuumennettaessa.

 

SV

Explosivt vid uppvärmning.



H241

Sprache

2.8 –  Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische, Typ B

2.15 –  Organische Peroxide, Typ B

 

BG

Може да предизвика пожар или експлозия при нагряване.

 

ES

Peligro de incendio o explosión en caso de calentamiento.

 

CS

Zahřívání může způsobit požár nebo výbuch.

 

DA

Brand- eller eksplosionsfare ved opvarmning.

 

DE

Erwärmung kann Brand oder Explosion verursachen.

 

ET

Kuumenemisel võib süttida või plahvatada.

 

EL

Η θέρμανση μπορεί να προκαλέσει πυρκαγιά ή έκρηξη.

 

EN

Heating may cause a fire or explosion.

 

FR

Peut s'enflammer ou exploser sous l'effet de la chaleur.

 

GA

D'fhéadfadh téamh a bheith ina chúis le dóiteán nó le pléascadh.

▼M5

 

HR

Zagrijavanje može uzrokovati požar ili eksploziju.

▼B

 

IT

Rischio d'incendio o di esplosione per riscaldamento.

 

LV

Sakaršana var izraisīt degšanu vai eksploziju.

 

LT

Kaitinant gali sukelti gaisrą arba sprogti.

 

HU

Hő hatására meggyulladhat vagy robbanhat.

 

MT

It-tisħin jista' jikkawża nar jew splużjoni.

 

NL

Brand- of ontploffingsgevaar bij verwarming.

 

PL

Ogrzanie może spowodować pożar lub wybuch.

 

PT

Risco de explosão ou de incêndio sob a acção do calor.

 

RO

Pericol de incendiu sau de explozie în caz de încălzire.

 

SK

Zahrievanie môže spôsobiť požiar alebo výbuch.

 

SL

Segrevanje lahko povzroči požar ali eksplozijo.

 

FI

Räjähdys- tai palovaarallinen kuumennettaessa.

 

SV

Brandfarligt eller explosivt vid uppvärmning.



H242

Sprache

2.8 –  Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische, Typen C, D, E, F

2.15 –  Organische Peroxide, Typen C, D, E, F

 

BG

Може да предизвика пожар при нагряване.

 

ES

Peligro de incendio en caso de calentamiento.

 

CS

Zahřívání může způsobit požár.

 

DA

Brandfare ved opvarmning.

 

DE

Erwärmung kann Brand verursachen.

 

ET

Kuumenemisel võib süttida.

 

EL

Η θέρμανση μπορεί να προκαλέσει πυρκαγιά.

 

EN

Heating may cause a fire.

 

FR

Peut s'enflammer sous l'effet de la chaleur.

 

GA

D'fhéadfadh téamh a bheith ina chúis le dóiteán.

▼M5

 

HR

Zagrijavanje može uzrokovati požar.

▼B

 

IT

Rischio d'incendio per riscaldamento.

 

LV

Sakaršana var izraisīt degšanu.

 

LT

Kaitinant gali sukelti gaisrą.

 

HU

Hő hatására meggyulladhat.

 

MT

It-tisħin jista' jikkawża nar.

 

NL

Brandgevaar bij verwarming.

 

PL

Ogrzanie może spowodować pożar.

 

PT

Risco de incêndio sob a acção do calor.

 

RO

Pericol de incendiu în caz de încălzire.

 

SK

Zahrievanie môže spôsobiť požiar.

 

SL

Segrevanje lahko povzroči požar.

 

FI

Palovaarallinen kuumennettaessa.

 

SV

Brandfarligt vid uppvärmning.



H250

Sprache

2.9 –  Pyrophore Flüssigkeiten, Gefahrenkategorie 1

2.10 –  Ppyrophore Feststoffe, Gefahrenkategorie 1

 

BG

Самозапалва се при контакт с въздух.

 

ES

Se inflama espontáneamente en contacto con el aire.

 

CS

Při styku se vzduchem se samovolně vznítí.

 

DA

Selvantænder ved kontakt med luft.

 

DE

Entzündet sich in Berührung mit Luft von selbst.

 

ET

Kokkupuutel õhuga süttib iseenesest.

 

EL

Αυταναφλέγεται εάν εκτεθεί στον αέρα.

 

EN

Catches fire spontaneously if exposed to air.

 

FR

S'enflamme spontanément au contact de l'air.

 

GA

Téann trí thine go spontáineach má nochtar don aer.

▼M5

 

HR

Samozapaljivo u dodiru sa zrakom.

▼B

 

IT

Spontaneamente infiammabile all'aria.

 

LV

Spontāni aizdegas saskarē ar gaisu.

 

LT

Veikiami oro savaime užsidega.

 

HU

Levegővel érintkezve önmagától meggyullad.

 

MT

Jieħu n-nar spontanjament jekk ikun espost għall-arja.

 

NL

Vat spontaan vlam bij blootstelling aan lucht.

 

PL

Zapala się samorzutnie w przypadku wystawienia na działanie powietrza.

 

PT

Risco de inflamação espontânea em contacto com o ar.

 

RO

Se aprinde spontan, în contact cu aerul.

 

SK

Pri kontakte so vzduchuom sa spontánne vznieti.

 

SL

Samodejno se vžge na zraku.

 

FI

Syttyy itsestään palamaan joutuessaan kosketuksiin ilman kanssa.

 

SV

Spontanantänder vid kontakt med luft.



H251

Sprache

2.11 –  Selbsterhitzungsfähige Stoffe und Gemische, Gefahrenkategorie 1

 

BG

Самонагряващо се: може да се запали.

 

ES

Se calienta espontáneamente; puede inflamarse.

 

CS

Samovolně se zahřívá: může se vznítit.

 

DA

Selvopvarmende, kan selvantænde.

 

DE

Selbsterhitzungsfähig; kann in Brand geraten.

 

ET

Isekuumenev, võib süttida.

 

EL

Αυτοθερμαίνεται: μπορεί να αναφλεγεί.

 

EN

Self-heating: may catch fire.

 

FR

Matière auto-échauffante; peut s'enflammer.

 

GA

Féintéamh: d'fhéadfadh sé dul trí thine.

▼M5

 

HR

Samozagrijavanje; može se zapaliti.

▼B

 

IT

Autoriscaldante; può infiammarsi.

 

LV

Pašsasilstošs; var aizdegties.

 

LT

Savaime kaistančios, gali užsidegti.

 

HU

Önmelegedő: meggyulladhat.

 

MT

Jisħon waħdu: jista' jieħu n-nar.

 

NL

Vatbaar voor zelfverhitting: kan vlam vatten.

 

PL

Substancja samonagrzewająca się: może się zapalić.

 

PT

Susceptível de auto-aquecimento: risco de inflamação.

 

RO

Se autoîncălzește, pericol de aprindere.

 

SK

Samovoľne sa zahrieva; môže sa vznietiť.

 

SL

Samosegrevanje: lahko povzroči požar.

 

FI

Itsestään kuumeneva; voi syttyä palamaan.

 

SV

Självupphettande. Kan börja brinna.



H252

Sprache

2.11 –  Selbsterhitzungsfähige Stoffe und Gemische, Gefahrenkategorie 2

 

BG

Самонагряващо се в големи количества; може да се запали.

 

ES

Se calienta espontáneamente en grandes cantidades; puede inflamarse.

 

CS

Ve velkém množství se samovolně zahřívá; může se vznítit.

 

DA

Selvopvarmende i store mængder, kan selvantænde.

 

DE

In großen Mengen selbsterhitzungsfähig; kann in Brand geraten.

 

ET

Suurtes kogustes isekuumenev, võib süttida.

 

EL

Σε μεγάλες ποσότητες αυτοθερμαίνεται: μπορεί να αναφλεγεί.

 

EN

Self-heating in large quantities; may catch fire.

 

FR

Matière auto-échauffante en grandes quantités; peut s'enflammer.

 

GA

Féintéamh ina mhórchainníochtaí; d'fhéadfadh sé dul trí thine.

▼M5

 

HR

Samozagrijavanje u velikim količinama; može se zapaliti.

▼B

 

IT

Autoriscaldante in grandi quantità; può infiammarsi.

 

LV

Lielos apjomos pašsasilstošs; var aizdegties.

 

LT

Laikant dideliais kiekiais savaime kaista, gali užsidegti.

 

HU

Nagy mennyiségben önmelegedő; meggyulladhat.

 

MT

Jisħon waħdu f'kwantitajiet kbar; jista' jieħu n-nar.

 

NL

In grote hoeveelheden vatbaar voor zelfverhitting; kan vlam vatten.

 

PL

Substancja samonagrzewająca się w dużych ilościach; może się zapalić.

 

PT

Susceptível de auto-aquecimento em grandes quantidades: risco de inflamação.

 

RO

►C7  Se autoîncălzește în cantități mari; pericol de aprindere. ◄

 

SK

Vo veľkých množstvách sa samovoľne zahrieva; môže sa vznietiť.

 

SL

Samosegrevanje v velikih količinah; lahko povzroči požar.

 

FI

Suurina määrinä itsestään kuumeneva; voi syttyä palamaan.

 

SV

Självupphettande i stora mängder. Kan börja brinna.



H260

Sprache

2.12 –  Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln, Gefahrenkategorie 1

 

BG

При контакт с вода отделя запалими газове, които могат да се самозапалят.

 

ES

En contacto con el agua desprende gases inflamables que pueden inflamarse espontáneamente.

 

CS

Při styku s vodou uvolňuje hořlavé plyny, které se mohou samovolně vznítit.

 

DA

Ved kontakt med vand udvikles brandfarlige gasser, som kan selvantænde.

 

DE

In Berührung mit Wasser entstehen entzündbare Gase, die sich spontan entzünden können.

 

ET

Kokkupuutel veega eraldab tuleohtlikke gaase, mis võivad iseenesest süttida.

 

EL

Σε επαφή με το νερό ελευθερώνει εύφλεκτα αέρια τα οποία μπορούν να αυτοαναφλεγούν.

 

EN

In contact with water releases flammable gases which may ignite spontaneously.

 

FR

Dégage au contact de l'eau des gaz inflammables qui peuvent s'enflammer spontanément.

 

GA

I dteagmháil le huisce scaoiltear gáis inadhainte a d'fhéadfadh uathadhaint.

▼M5

 

HR

U dodiru s vodom oslobađa zapaljive plinove koji se mogu spontano zapaliti.

▼B

 

IT

A contatto con l'acqua libera gas infiammabili che possono infiammarsi spontaneamente.

 

LV

Nonākot saskarē ar ūdeni, izdala uzliesmojošas gāzes, kas var spontāni aizdegties.

 

LT

Kontaktuodami su vandeniu išskiria degias dujas, kurios gali savaime užsidegti.

 

HU

Vízzel érintkezve öngyulladásra hajlamos tűzveszélyes gázokat bocsát ki.

 

MT

Meta jmiss ma' l-ilma jerħi gassijiet li jaqbdu li jistgħu jieħdu n-nar spontanjament.

 

NL

In contact met water komen ontvlambare gassen vrij die spontaan kunnen ontbranden.

 

PL

W kontakcie z wodą uwalniają łatwopalne gazy, które mogą ulegać samozapaleniu.

 

PT

Em contacto com a água liberta gases que se podem inflamar espontaneamente.

 

RO

În contact cu apa degajă gaze inflamabile care se pot aprinde spontan.

 

SK

Pri kontakte s vodou uvoľňuje horľavé plyny, ktoré sa môžu spontánne zapáliť.

 

SL

V stiku z vodo se sproščajo vnetljivi plini, ki se lahko samodejno vžgejo.

 

FI

Kehittää itsestään syttyviä kaasuja veden kanssa.

 

SV

Vid kontakt med vatten utvecklas brandfarliga gaser som kan självantända.



H261

Sprache

2.12 –  Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln, Gefahrenkategorien 2 und 3

 

BG

При контакт с вода отделя запалими газове.

 

ES

En contacto con el agua desprende gases inflamables.

 

CS

Při styku s vodou uvolňuje hořlavé plyny.

 

DA

Ved kontakt med vand udvikles brandfarlige gasser.

 

DE

In Berührung mit Wasser entstehen entzündbare Gase.

 

ET

Kokkupuutel veega eraldab tuleohtlikke gaase.

 

EL

Σε επαφή με το νερό ελευθερώνει εύφλεκτα αέρια.

 

EN

In contact with water releases flammable gases.

 

FR

Dégage au contact de l'eau des gaz inflammables.

 

GA

I dteagmháil le huisce scaoiltear gáis inadhainte.

▼M5

 

HR

U dodiru s vodom oslobađa zapaljive plinove.

▼B

 

IT

A contatto con l'acqua libera gas infiammabili.

 

LV

Nonākot saskarē ar ūdeni, izdala uzliesmojošu gāzi.

 

LT

Kontaktuodami su vandeniu išskiria degias dujas

 

HU

Vízzel érintkezve tűzveszélyes gázokat bocsát ki.

 

MT

Meta jmiss ma' l-ilma jerħi gassijiet li jaqbdu.

 

NL

In contact met water komen ontvlambare gassen vrij.

 

PL

W kontakcie z wodą uwalnia łatwopalne gazy.

 

PT

Em contacto com a água liberta gases inflamáveis.

 

RO

În contact cu apa degajă gaze inflamabile.

 

SK

Pri kontakte s vodou uvoľňuje horľavé plyny.

 

SL

V stiku z vodo se sproščajo vnetljivi plini.

 

FI

Kehittää syttyviä kaasuja veden kanssa.

 

SV

Vid kontakt med vatten utvecklas brandfarliga gaser.



H270

Sprache

►C4  
2.4 –  Oxidierende Gase, Gefahrenkategorie 1  ◄

 

BG

Може да предивзика или усили пожар; окислител.

 

ES

Puede provocar o agravar un incendio; comburente.

 

CS

Může způsobit nebo zesílit požár; oxidant.

 

DA

Kan forårsage eller forstærke brand, brandnærende.

 

DE

Kann Brand verursachen oder verstärken; Oxidationsmittel.

 

ET

Võib põhjustada süttimise või soodustada põlemist; oksüdeerija.

 

EL

Μπορεί να προκαλέσει ή να αναζωπυρώσει πυρκαγιά· οξειδωτικό.

 

EN

May cause or intensify fire; oxidiser.

 

FR

Peut provoquer ou aggraver un incendie; comburant.

 

GA

D'fhéadfadh sé a bheith ina chúis le tine nó cur le tine; ocsaídeoir.

▼M5

 

HR

Može uzrokovati ili pojačati požar; oksidans.

▼B

 

IT

Può provocare o aggravare un incendio; comburente.

 

LV

Var izraisīt vai pastiprināt degšanu, oksidētājs.

 

LT

Gali sukelti arba padidinti gaisrą, oksidatorius.

 

HU

Tüzet okozhat vagy fokozhatja a tűz intenzitását, oxidáló hatású.

 

MT

Jista' jikkawża jew iżid in-nar; ossidant.

 

NL

Kan brand veroorzaken of bevorderen; oxiderend.

 

PL

Może spowodować lub intensyfikować pożar; utleniacz.

 

PT

Pode provocar ou agravar incêndios; comburente.

 

RO

Poate provoca sau agrava un incendiu; oxidant.

 

SK

Môže spôsobiť alebo prispieť k rozvoju požiaru; oxidačné činidlo.

 

SL

Lahko povzroči ali okrepi požar; oksidativna snov.

 

FI

Aiheuttaa tulipalon vaaran tai edistää tulipaloa; hapettava.

 

SV

Kan orsaka eller intensifiera brand. Oxiderande.



H271

Sprache

2.13 –  Oxidierende Flüssigkeiten, Gefahrenkategorie 1

2.14 –  Oxidierende Feststoffe, Gefahrenkategorie 1

 

BG

Може да предизвика пожар или експлозия; силен окислител.

 

ES

Puede provocar un incendio o una explosión; muy comburente.

 

CS

Může způsobit požár nebo výbuch; silný oxidant.

 

DA

Kan forårsage brand eller eksplosion, stærkt brandnærende.

 

DE

Kann Brand oder Explosion verursachen; starkes Oxidationsmittel.

 

ET

Võib põhjustada süttimise või plahvatuse; tugev oksüdeerija.

 

EL

Μπορεί να προκαλέσει πυρκαγιά ή έκρηξη· ισχυρό οξειδωτικό.

 

EN

May cause fire or explosion; strong oxidiser.

 

FR

Peut provoquer un incendie ou une explosion; comburant puissant.

 

GA

D'fhéadfadh sé a bheith ina chúis le tine nó le pléascadh; an-ocsaídeoir.

▼M5

 

HR

Može uzrokovati požar ili eksploziju; jaki oksidans.

▼B

 

IT

Può provocare un incendio o un'esplosione; molto comburente.

 

LV

Var izraisīt degšanu vai eksploziju, oksidētājs.

 

LT

Gali sukelti gaisrą arba sprogimą, stiprus oksidatorius.

 

HU

Tüzet vagy robbanást okozhat; erősen oxidáló hatású.

 

MT

Jista' jikkawża nar jew splużjoni; ossidant qawwi.

 

NL

Kan brand of ontploffingen veroorzaken; sterk oxiderend.

 

PL

Może spowodować pożar lub wybuch; silny utleniacz.

 

PT

Risco de incêndio ou de explosão; muito comburente.

 

RO

Poate provoca un incendiu sau o explozie; oxidant puternic.

 

SK

Môže spôsobiť požiar alebo výbuch; silné oxidačné činidlo.

 

SL

Lahko povzroči požar ali eksplozijo; močna oksidativna snov.

 

FI

Aiheuttaa tulipalo- tai räjähdysvaaran; voimakkaasti hapettava.

 

SV

Kan orsaka brand eller explosion. Starkt oxiderande.



H272

Sprache

2.13 –  Oxidierende Flüssigkeiten, Gefahrenkategorien 2, 3

2.14 –  Oxidierende Feststoffe, Gefahrenkategorien 2, 3

 

BG

Може да усили пожара; окислител.

 

ES

Puede agravar un incendio; comburente.

 

CS

Může zesílit požár; oxidant.

 

DA

Kan forstærke brand, brandnærende.

 

DE

Kann Brand verstärken; Oxidationsmittel.

 

ET

Võib soodustada põlemist; oksüdeerija.

 

EL

Μπορεί να αναζωπυρώσει την πυρκαγιά· οξειδωτικό.

 

EN

May intensify fire; oxidiser.

 

FR

Peut aggraver un incendie; comburant.

 

GA

D'fhéadfadh sé cur le tine; ocsaídeoir.

▼M5

 

HR

Može pojačati požar; oksidans.

▼B

 

IT

Può aggravare un incendio; comburente.

 

LV

Var pastiprināt degšanu; oksidētājs.

 

LT

Gali padidinti gaisrą, oksidatorius.

 

HU

Fokozhatja a tűz intenzitását; oxidáló hatású.

 

MT

Jista' jżid in-nar; ossidant.

 

NL

Kan brand bevorderen; oxiderend.

 

PL

Może intensyfikować pożar; utleniacz.

 

PT

Pode agravar incêndios; comburente.

 

RO

Poate agrava un incendiu; oxidant.

 

SK

Môže prispieť k rozvoju požiaru; oxidačné činidlo.

 

SL

Lahko okrepi požar; oksidativna snov.

 

FI

Voi edistää tulipaloa; hapettava.

 

SV

Kan intensifiera brand. Oxiderande.



H280

Sprache

2.5 –  Gase unter Druck:

Verdichtetes Gas

Verflüssigtes Gas

Gelöstes Gas

 

BG

Съдържа газ под налягане; може да експлодира при нагряване.

 

ES

Contiene gas a presión; peligro de explosión en caso de calentamiento.

 

CS

Obsahuje plyn pod tlakem; při zahřívání může vybuchnout.

 

DA

Indeholder gas under tryk, kan eksplodere ved opvarmning.

 

DE

Enthält Gas unter Druck; kann bei Erwärmung explodieren.

 

ET

Sisaldab rõhu all olevat gaasi, kuumenemisel võib plahvatada.

 

EL

Περιέχει αέριο υπό πίεση· εάν θερμανθεί, μπορεί να εκραγεί.

 

EN

Contains gas under pressure; may explode if heated.

 

FR

Contient un gaz sous pression; peut exploser sous l'effet de la chaleur.

 

GA

Gás istigh ann, faoi bhrú; d'fhéadfadh sé pléascadh, má théitear.

▼M5

 

HR

Sadrži stlačeni plin; zagrijavanje može uzrokovati eksploziju.

▼B

 

IT

Contiene gas sotto pressione; può esplodere se riscaldato.

 

LV

Satur gāzi zem spiediena; karstumā var eksplodēt.

 

LT

Turi slėgio veikiamų dujų, kaitinant gali sprogti.

 

HU

Nyomás alatt lévő gázt tartalmaz; hő hatására robbanhat.

 

MT

Fih gass taħt pressjoni; jista' jisplodi jekk jissaħħan.

 

NL

Bevat gas onder druk; kan ontploffen bij verwarming.

 

PL

Zawiera gaz pod ciśnieniem; ogrzanie grozi wybuchem.

 

PT

Contém gás sob pressão; risco de explosão sob a acção do calor.

 

RO

Conține un gaz sub presiune; pericol de explozie în caz de încălzire.

 

SK

Obsahuje plyn pod tlakom, pri zahriatí môže vybuchnúť.

 

SL

Vsebuje plin pod tlakom; segrevanje lahko povzroči eksplozijo.

 

FI

Sisältää paineen alaista kaasua; voi räjähtää kuumennettaessa.

 

SV

Innehåller gas under tryck. Kan explodera vid uppvärmning.



H281

Sprache

2.5 –  Gase unter Druck: tiefgekühlt verflüssigtes Gas

 

BG

Съдържа охладен газ; може да причини криогенни изгаряния или наранявания.

 

ES

►C7  Contiene gas refrigerado; ◄ puede provocar quemaduras o lesiones criogénicas.

 

CS

Obsahuje zchlazený plyn; může způsobit omrzliny nebo poškození chladem.

 

DA

Indeholder nedkølet gas, kan forårsage kuldeskader.

 

DE

►C4  Enthält tiefgekühltes Gas; kann Kälteverbrennungen oder -verletzungen verursachen. ◄

 

ET

Sisaldab külmutatud gaasi; võib põhjustada külmapõletusi või -kahjustusi.

 

EL

Περιέχει αέριο υπό ψύξη· μπορεί να προκαλέσει εγκαύματα ψύχους ή τραυματισμούς.

 

EN

Contains refrigerated gas; may cause cryogenic burns or injury.

 

FR

Contient un gaz réfrigéré; peut causer des brûlures ou blessures cryogéniques.

 

GA

Gás cuisnithe istigh ann; d'fhéadfadh sé a bheith ina chúis le dónna crióigineacha nó le díobháil chrióigineach.

▼M5

 

HR

Sadrži pothlađeni, ukapljeni plin; može uzrokovati kriogene opekline ili ozljede.

▼B

 

IT

Contiene gas refrigerato; può provocare ustioni o lesioni criogeniche.

 

LV

Satur atdzesētu gāzi; var radīt kriogēnus apdegumus vai ievainojumus.

 

LT

Turi atšaldytų dujų, gali sukelti kriogeninius nušalimus arba pažeidimus.

 

HU

Mélyhűtött gázt tartalmaz; fagymarást vagy sérülést okozhat.

 

MT

Fih gass imkessaħ; jista' jikkawża ħruq jew dannu minn temperaturi baxxi.

 

NL

Bevat sterk gekoeld gas; kan cryogene brandwonden of letsel veroorzaken.

 

PL

Zawiera schłodzony gaz; może spowodować oparzenia kriogeniczne lub obrażenia.

 

PT

Contém gás refrigerado; pode provocar queimaduras ou lesões criogénicas.

 

RO

Conține un gaz răcit; poate cauza arsuri sau leziuni criogenice.

 

SK

Obsahuje schladený plyn; môže spôsobiť kryogénne popáleniny alebo poranenia.

 

SL

Vsebuje ohlajen utekočinjen plin; lahko povzroči ozebline ali poškodbe.

 

FI

Sisältää jäähdytettyä kaasua; voi aiheuttaa jäätymisvamman.

 

SV

Innehåller kyld gas. Kan orsaka svåra köldskador.



H290

Sprache

►C4  
2.16 –  Korrosiv gegenüber Metallen, Gefahrenkategorie 1  ◄

 

BG

Може да бъде корозивно за металите.

 

ES

Puede ser corrosivo para los metales.

 

CS

Může být korozivní pro kovy.

 

DA

Kan ætse metaller.

 

DE

Kann gegenüber Metallen korrosiv sein.

 

ET

Võib söövitada metalle.

 

EL

Μπορεί να διαβρώσει μέταλλα.

 

EN

May be corrosive to metals.

 

FR

Peut être corrosif pour les métaux.

 

GA

D'fhéadfadh sé a bheith creimneach do mhiotail.

▼M5

 

HR

Može nagrizati metale.

▼B

 

IT

Può essere corrosivo per i metalli.

 

LV

Var kodīgi iedarboties uz metāliem.

 

LT

Gali ėsdinti metalus.

 

HU

Fémekre korrozív hatású lehet.

 

MT

Jista' jkun korrużiv għall-metalli.

 

NL

Kan bijtend zijn voor metalen.

 

PL

Może powodować korozję metali.

 

PT

Pode ser corrosivo para os metais.

 

RO

Poate fi corosiv pentru metale.

 

SK

Môže byť korozívna pre kovy.

 

SL

Lahko je jedko za kovine.

 

FI

Voi syövyttää metalleja.

 

SV

Kan vara korrosivt för metaller.



Tabelle 1.2

Gefahrenhinweise für Gesundheitsgefahren

H300

Sprache

3.1 –  Akute Toxizität (oral), Gefahrenkategorien 1, 2

 

BG

Смъртоносeн при поглъщане.

 

ES

Mortal en caso de ingestión.

 

CS

Při požití může způsobit smrt.

 

DA

Livsfarlig ved indtagelse.

 

DE

Lebensgefahr bei Verschlucken.

 

ET

Allaneelamisel surmav.

 

EL

Θανατηφόρο σε περίπτωση κατάποσης.

 

EN

Fatal if swallowed.

 

FR

Mortel en cas d’ingestion.

 

GA

Marfach má shlogtar.

▼M5

 

HR

Smrtonosno ako se proguta.

▼B

 

IT

Letale se ingerito.

 

LV

Norijot iestājas nāve.

 

LT

Mirtina prarijus.

 

HU

Lenyelve halálos.

 

MT

Fatali jekk jinbela’.

 

NL

Dodelijk bij inslikken.

 

PL

Połknięcie grozi śmiercią.

 

PT

Mortal por ingestão.

 

RO

Mortal în caz de înghițire.

 

SK

Smrteľný po požití.

 

SL

Smrtno pri zaužitju.

 

FI

Tappavaa nieltynä.

 

SV

Dödligt vid förtäring.



H301

Sprache

3.1 –  Akute Toxizität (oral), Gefahrenkategorie 3

 

BG

Токсичен при поглъщане.

 

ES

Tóxico en caso de ingestión.

 

CS

Toxický při požití.

 

DA

Giftig ved indtagelse.

 

DE

Giftig bei Verschlucken.

 

ET

Allaneelamisel mürgine.

 

EL

Τοξικό σε περίπτωση κατάποσης.

 

EN

Toxic if swallowed.

 

FR

Toxique en cas d’ingestion.

 

GA

Tocsaineach má shlogtar.

▼M5

 

HR

Otrovno ako se proguta.

▼B

 

IT

Tossico se ingerito.

 

LV

Toksisks, ja norij.

 

LT

Toksiška prarijus.

 

HU

Lenyelve mérgező.

 

MT

Tossiku jekk jinbela’.

 

NL

Giftig bij inslikken.

 

PL

Działa toksycznie po połknięciu.

 

PT

Tóxico por ingestão.

 

RO

Toxic în caz de înghițire.

 

SK

Toxický po požití.

 

SL

Strupeno pri zaužitju.

 

FI

Myrkyllistä nieltynä.

 

SV

Giftigt vid förtäring.



H302

Sprache

3.1 –  Akute Toxizität (oral), Gefahrenkategorie 4

 

BG

Вреден при поглъщане.

 

ES

Nocivo en caso de ingestión.

 

CS

Zdraví škodlivý při požití.

 

DA

Farlig ved indtagelse.

 

DE

Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

 

ET

Allaneelamisel kahjulik.

 

EL

Επιβλαβές σε περίπτωση κατάποσης.

 

EN

Harmful if swallowed.

 

FR

Nocif en cas d’ingestion.

 

GA

Díobhálach má shlogtar.

▼M5

 

HR

Štetno ako se proguta.

▼B

 

IT

Nocivo se ingerito.

 

LV

Kaitīgs, ja norij.

 

LT

Kenksminga prarijus.

 

HU

Lenyelve ártalmas.

 

MT

Jagħmel il-ħsara jekk jinbela’.

 

NL

Schadelijk bij inslikken.

 

PL

Działa szkodliwie po połknięciu.

 

PT

Nocivo por ingestão.

 

RO

Nociv în caz de înghițire.

 

SK

Škodlivý po požití.

 

SL

Zdravju škodljivo pri zaužitju.

 

FI

Haitallista nieltynä.

 

SV

Skadligt vid förtäring.



H304

Sprache

3.10 –  Aspirationsgefahr, Gefahrenkategorie 1

 

BG

Може да бъде смъртоносен при поглъщане и навлизане в дихателните пътища.

 

ES

Puede ser mortal en caso de ingestión y penetración en las vías respiratorias.

 

CS

Při požití a vniknutí do dýchacích cest může způsobit smrt.

 

DA

Kan være livsfarligt, hvis det indtages og kommer i luftvejene.

 

DE

Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein.

 

ET

Allaneelamisel või hingamisteedesse sattumisel võib olla surmav.

 

EL

Μπορεί να προκαλέσει θάνατο σε περίπτωση κατάποσης και διείσδυσης στις αναπνευστικές οδούς.

 

EN

May be fatal if swallowed and enters airways.

 

FR

Peut être mortel en cas d’ingestion et de pénétration dans les voies respiratoires.

 

GA

D’fhéadfadh sé a bheith marfach má shlogtar é agus má théann sé isteach sna haerbhealaí.

▼M5

 

HR

Može biti smrtonosno ako se proguta i uđe u dišni sustav.

▼B

 

HU

Lenyelve és a légutakba kerülve halálos lehet.

 

IT

Può essere letale in caso di ingestione e di penetrazione nelle vie respiratorie.

 

LV

Var izraisīt nāvi, ja norij vai iekļūst elpceļos.

 

LT

Prarijus ir patekus į kvėpavimo takus, gali sukelti mirtį.

 

MT

Jista’ jkun fatali jekk jinbela’ u jidħol fil-pajpijiet tan-nifs.

 

NL

Kan dodelijk zijn als de stof bij inslikken in de luchtwegen terechtkomt.

 

PL

Połknięcie i dostanie się przez drogi oddechowe może grozić śmiercią.

 

PT

Pode ser mortal por ingestão e penetração nas vias respiratórias.

 

RO

Poate fi mortal în caz de înghițire și de pătrundere în căile respiratorii.

 

SK

Môže byť smrteľný po požití a vniknutí do dýchacích ciest.

 

SL

Pri zaužitju in vstopu v dihalne poti je lahko smrtno.

 

FI

Voi olla tappavaa nieltynä ja joutuessaan hengitysteihin.

 

SV

Kan vara dödligt vid förtäring om det kommer ner i luftvägarna.



H310

Sprache

3.1 –  Akute Toxizität (dermal), Gefahrenkategorien 1, 2

 

BG

Смъртоносeн при контакт с кожата.

 

ES

Mortal en contacto con la piel.

 

CS

Při styku s kůží může způsobit smrt.

 

DA

Livsfarlig ved hudkontakt.

 

DE

Lebensgefahr bei Hautkontakt.

 

ET

Nahale sattumisel surmav.

 

EL

Θανατηφόρο σε επαφή με το δέρμα.

 

EN

Fatal in contact with skin.

 

FR

Mortel par contact cutané.

 

GA

Marfach i dteagmháil leis an gcraiceann.

▼M5

 

HR

Smrtonosno u dodiru s kožom.

▼B

 

HU

Bőrrel érintkezve halálos.

 

IT

Letale per contatto con la pelle.

 

LV

Nonākot saskarē ar ādu, iestājas nāve.

 

LT

Mirtina susilietus su oda.

 

MT

Fatali jekk imiss mal-ġilda.

 

NL

Dodelijk bij contact met de huid.

 

PL

Grozi śmiercią w kontacie ze skórą.

 

PT

Mortal em contacto com a pele.

 

RO

Mortal în contact cu pielea.

 

SK

Smrteľný pri kontakte s pokožkou.

 

SL

Smrtno v stiku s kožo.

 

FI

Tappavaa joutuessaan iholle.

 

SV

Dödligt vid hudkontakt.



H311

Sprache

3.1 –  Akute Toxizität (dermal), Gefahrenkategorie 3

 

BG

Токсичен при контакт с кожата.

 

ES

Tóxico en contacto con la piel.

 

CS

Toxický při styku s kůží.

 

DA

Giftig ved hudkontakt.

 

DE

Giftig bei Hautkontakt.

 

ET

Nahale sattumisel mürgine.

 

EL

Τοξικό σε επαφή με το δέρμα.

 

EN

Toxic in contact with skin.

 

FR

Toxique par contact cutané.

 

GA

Tocsaineach i dteagmháil leis an gcraiceann.

▼M5

 

HR

Otrovno u dodiru s kožom.

▼B

 

IT

Tossico per contatto con la pelle.

 

LV

Toksisks, ja nonāk saskarē ar ādu.

 

LT

Toksiška susilietus su oda.

 

HU

Bőrrel érintkezve mérgező.

 

MT

Tossiku meta jmiss mal-ġilda.

 

NL

Giftig bij contact met de huid.

 

PL

Działa toksycznie w kontakcie ze skórą.

 

PT

Tóxico em contacto com a pele.

 

RO

Toxic în contact cu pielea.

 

SK

Toxický pri kontakte s pokožkou.

 

SL

Strupeno v stiku s kožo.

 

FI

Myrkyllistä joutuessaan iholle.

 

SV

Giftigt vid hudkontakt.



H312

Sprache

3.1 –  Akute Toxizität (dermal), Gefahrenkategorie 4

 

BG

Вреден при контакт с кожата.

 

ES

Nocivo en contacto con la piel.

 

CS

Zdraví škodlivý při styku s kůží.

 

DA

Farlig ved hudkontakt.

 

DE

Gesundheitsschädlich bei Hautkontakt.

 

ET

Nahale sattumisel kahjulik.

 

EL

Επιβλαβές σε επαφή με το δέρμα.

 

EN

Harmful in contact with skin.

 

FR

Nocif par contact cutané.

 

GA

Díobhálach i dteagmháil leis an gcraiceann.

▼M5

 

HR

Štetno u dodiru s kožom.

▼B

 

IT

Nocivo per contatto con la pelle.

 

LV

Kaitīgs, ja nonāk saskarē ar ādu.

 

LT

Kenksminga susilietus su oda.

 

HU

Bőrrel érintkezve ártalmas.

 

MT

Jagħmel il-ħsara meta jmiss mal-ġilda.

 

NL

Schadelijk bij contact met de huid.

 

PL

Działa szkodliwie w kontakcie ze skórą.

 

PT

Nocivo em contacto com a pele.

 

RO

Nociv în contact cu pielea.

 

SK

Škodlivý pri kontakte s pokožkou.

 

SL

Zdravju škodljivo v stiku s kožo.

 

FI

Haitallista joutuessaan iholle.

 

SV

Skadligt vid hudkontakt.

▼M12



H314

Sprache

3.2 —  Ätz-/Reizwirkung auf die Haut, Gefahrenkategorie 1, Unterkategorien 1A, 1B, 1C

 

BG

Причинява изгаряния на кожата и сериозно тежки увреждане на очите.

 

ES

Provoca quemaduras graves en la piel y lesiones oculares graves.

 

CS

Způsobuje těžké poleptání kůže a poškození očí.

 

DA

Forårsager svære ætsninger af huden og øjenskader.

 

DE

Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

 

ET

Põhjustab rasket nahasöövitust ja silmakahjustusi.

 

EL

Προκαλεί σοβαρά δερματικά εγκαύματα και οφθαλμικές βλάβες.

 

EN

Causes severe skin burns and eye damage.

 

FR

Provoque des brûlures de la peau et de graves lésions des yeux.

 

GA

Ina chúis le dónna tromchúiseacha craicinn agus le damáiste don tsúil.

 

HR

Uzrokuje teške opekline kože i ozljede oka.

 

IT

Provoca gravi ustioni cutanee e gravi lesioni oculari.

 

LV

Izraisa smagus ādas apdegumus un acu bojājumus.

 

LT

Smarkiai nudegina odą ir pažeidžia akis.

 

HU

Súlyos égési sérülést és szemkárosodást okoz.

 

MT

Jagħmel ħruq serju lill-ġilda u ħsara lill-għajnejn.

 

NL

Veroorzaakt ernstige brandwonden en oogletsel.

 

PL

Powoduje poważne oparzenia skóry oraz uszkodzenia oczu .

 

PT

Provoca queimaduras na pele e lesões oculares graves.

 

RO

Provoacă arsuri grave ale pielii și lezarea ochilor.

 

SK

Spôsobuje vážne poleptanie kože a poškodenie očí.

 

SL

Povzroča hude opekline kože in poškodbe oči.

 

FI

Voimakkaasti ihoa syövyttävää ja silmiä vaurioittavaa.

 

SV

Orsakar allvarliga frätskador på hud och ögon.

▼B



H315

Sprache

3.2 –  Verätzung/Reizung der Haut, Gefahrenkategorie 2

 

BG

Предизвиква дразнене на кожата.

 

ES

Provoca irritación cutánea.

 

CS

Dráždí kůži.

 

DA

Forårsager hudirritation.

 

DE

Verursacht Hautreizungen.

 

ET

Põhjustab nahaärritust.

 

EL

Προκαλεί ερεθισμό του δέρματος.

 

EN

Causes skin irritation.

 

FR

Provoque une irritation cutanée.

 

GA

Ina chúis le greannú craicinn.

▼M5

 

HR

Nadražuje kožu.

▼B

 

IT

Provoca irritazione cutanea.

 

LV

Kairina ādu.

 

LT

Dirgina odą.

 

HU

Bőrirritáló hatású.

 

MT

Jagħmel irritazzjoni tal-ġilda.

 

NL

Veroorzaakt huidirritatie.

 

PL

Działa drażniąco na skórę.

 

PT

Provoca irritação cutânea.

 

RO

Provoacă iritarea pielii.

 

SK

Dráždi kožu.

 

SL

Povzroča draženje kože.

 

FI

Ärsyttää ihoa.

 

SV

Irriterar huden.



H317

Sprache

►M2  
3.4 –  Sensibilisierung — Haut, Gefahrenkategorien 1, 1A, 1B  ◄

 

BG

Може да причини алергична кожна реакция.

 

ES

Puede provocar una reacción alérgica en la piel.

 

CS

Může vyvolat alergickou kožní reakci.

 

DA

Kan forårsage allergisk hudreaktion.

 

DE

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

 

ET

Võib põhjustada allergilist nahareaktsiooni.

 

EL

Μπορεί να προκαλέσει αλλεργική δερματική αντίδραση.

 

EN

May cause an allergic skin reaction.

 

FR

Peut provoquer une allergie cutanée.

 

GA

D’fhéadfadh sé a bheith ina chúis le frithghníomh ailléirgeach craicinn.

▼M5

 

HR

Može izazvati alergijsku reakciju na koži.

▼B

 

IT

Può provocare una reazione allergica cutanea.

 

LV

Var izraisīt alerģisku ādas reakciju.

 

LT

Gali sukelti alerginę odos reakciją.

 

HU

Allergiás bőrreakciót válthat ki.

 

MT

Jista’ jikkawża reazzjoni allerġika tal-ġilda.

 

NL

Kan een allergische huidreactie veroorzaken.

 

PL

Może powodować reakcję alergiczną skóry.

 

PT

Pode provocar uma reacção alérgica cutânea.

 

RO

Poate provoca o reacție alergică a pielii.

 

SK

Môže vyvolať alergickú kožnú reakciu.

 

SL

Lahko povzroči alergijski odziv kože.

 

FI

Voi aiheuttaa allergisen ihoreaktion.

 

SV

Kan orsaka allergisk hudreaktion.

▼M12



H318

Sprache

3.3 —  Schwere Augenschädigung/Augenreizung, Gefahrenkategorie 1

 

BG

Предизвиква сериозно увреждане на очите.

 

ES

Provoca lesiones oculares graves.

 

CS

Způsobuje vážné poškození očí.

 

DA

Forårsager alvorlig øjenskade.

 

DE

Verursacht schwere Augenschäden.

 

ET

Põhjustab raskeid silmakahjustusi.

 

EL

Προκαλεί σοβαρή οφθαλμική βλάβη.

 

EN

Causes serious eye damage.

 

FR

Provoque de graves lésions des yeux.

 

GA

Ina chúis le damáiste tromchúiseach don tsúil.

 

HR

Uzrokuje teške ozljede oka.

 

IT

Provoca gravi lesioni oculari.

 

LV

Izraisa nopietnus acu bojājumus.

 

LT

Smarkiai pažeidžia akis.

 

HU

Súlyos szemkárosodást okoz.

 

MT

Jagħmel ħsara serja lill-għajnejn.

 

NL

Veroorzaakt ernstig oogletsel.

 

PL

Powoduje poważne uszkodzenie oczu.

 

PT

Provoca lesões oculares graves.

 

RO

Provoacă leziuni oculare grave.

 

SK

Spôsobuje vážne poškodenie očí.

 

SL

Povzroča hude poškodbe oči.

 

FI

Vaurioittaa vakavasti silmiä.

 

SV

Orsakar allvarliga ögonskador.

▼B



H319

Sprache

3.3 –  Schwere Augenschädigung/-reizung, Gefahrenkategorie 2

 

BG

Предизвиква сериозно дразнене на очите.

 

ES

Provoca irritación ocular grave.

 

CS

Způsobuje vážné podráždění očí.

 

DA

Forårsager alvorlig øjenirritation.

 

DE

Verursacht schwere Augenreizung.

 

ET

Põhjustab tugevat silmade ärritust.

 

EL

Προκαλεί σοβαρό οφθαλμικό ερεθισμό.

 

EN

Causes serious eye irritation.

 

FR

Provoque une sévère irritation des yeux.

 

GA

Ina chúis le greannú tromchúiseach don tsúil.

▼M5

 

HR

Uzrokuje jako nadraživanje oka.

▼B

 

IT

Provoca grave irritazione oculare.

 

LV

Izraisa nopietnu acu kairinājumu.

 

LT

Sukelia smarkų akių dirginimą.

 

HU

Súlyos szemirritációt okoz.

 

MT

Jagħmel irritazzjoni serja lill-għajnejn.

 

NL

Veroorzaakt ernstige oogirritatie.

 

PL

Działa drażniąco na oczy.

 

PT

Provoca irritação ocular grave.

 

RO

Provoacă o iritare gravă a ochilor.

 

SK

Spôsobuje vážne podráždenie očí.

 

SL

Povzroča hudo draženje oči.

 

FI

Ärsyttää voimakkaasti silmiä.

 

SV

Orsakar allvarlig ögonirritation.



H330

Sprache

3.1 –  Akute Toxizität (inhalativ), Gefahrenkategorien 1, 2

 

BG

Смъртоносен при вдишване.

 

ES

Mortal en caso de inhalación.

 

CS

Při vdechování může způsobit smrt.

 

DA

Livsfarlig ved indånding.

 

DE

Lebensgefahr bei Einatmen.

 

ET

Sissehingamisel surmav.

 

EL

Θανατηφόρο σε περίπτωση εισπνοής.

 

EN

Fatal if inhaled.

 

FR

Mortel par inhalation.

 

GA

Marfach má ionanálaítear.

▼M5

 

HR

Smrtonosno ako se udiše.

▼B

 

IT

Letale se inalato.

 

LV

Ieelpojot, iestājas nāve.

 

LT

Mirtina įkvėpus.

 

HU

Belélegezve halálos.

 

MT

Fatali jekk jinxtamm.

 

NL

Dodelijk bij inademing.

 

PL

Wdychanie grozi śmiercią.

 

PT

Mortal por inalação.

 

RO

Mortal în caz de inhalare.

 

SK

Smrteľný pri vdýchnutí.

 

SL

Smrtno pri vdihavanju.

 

FI

Tappavaa hengitettynä.

 

SV

Dödligt vid inandning.



H331

Sprache

3.1 –  Akute Toxizität (inhalativ), Gefahrenkategorie 3

 

BG

Токсичен при вдишване.

 

ES

Tóxico en caso de inhalación.

 

CS

Toxický při vdechování.

 

DA

Giftig ved indånding.

 

DE

Giftig bei Einatmen.

 

ET

Sissehingamisel mürgine.

 

EL

Τοξικό σε περίπτωση εισπνοής.

 

EN

Toxic if inhaled.

 

FR

Toxique par inhalation.

 

GA

Tocsaineach má ionanálaítear.

▼M5

 

HR

Otrovno ako se udiše.

▼B

 

IT

Tossico se inalato.

 

LV

Toksisks ieelpojot.

 

LT

Toksiška įkvėpus.

 

HU

Belélegezve mérgező.

 

MT

Tossiku jekk jinxtamm.

 

NL

Giftig bij inademing.

 

PL

Działa toksycznie w następstwie wdychania.

 

PT

Tóxico por inalação.

 

RO

Toxic în caz de inhalare.

 

SK

Toxický pri vdýchnutí.

 

SL

Strupeno pri vdihavanju.

 

FI

Myrkyllistä hengitettynä.

 

SV

Giftigt vid inandning.



H332

Sprache

3.1 –  Akute Toxizität (inhalativ), Gefahrenkategorie 4

 

BG

Вреден при вдишване.

 

ES

Nocivo en caso de inhalación.

 

CS

Zdraví škodlivý při vdechování.

 

DA

Farlig ved indånding.

 

DE

Gesundheitsschädlich bei Einatmen.

 

ET

Sissehingamisel kahjulik.

 

EL

Επιβλαβές σε περίπτωση εισπνοής.

 

EN

Harmful if inhaled.

 

FR

Nocif par inhalation.

 

GA

Díobhálach má ionanálaítear.

▼M5

 

HR

Štetno ako se udiše.

▼B

 

IT

Nocivo se inalato.

 

LV

Kaitīgs ieelpojot.

 

LT

Kenksminga įkvėpus.

 

HU

Belélegezve ártalmas.

 

MT

Jagħmel il-ħsara jekk jinxtamm.

 

NL

Schadelijk bij inademing.

 

PL

Działa szkodliwie w następstwie wdychania.

 

PT

Nocivo por inalação.

 

RO

Nociv în caz de inhalare.

 

SK

Škodlivý pri vdýchnutí.

 

SL

Zdravju škodljivo pri vdihavanju.

 

FI

Haitallista hengitettynä.

 

SV

Skadligt vid inandning.



H334

Sprache

►M2  
3.4 –  Sensibilisierung — Atemwege, Gefahrenkategorien 1, 1A, 1B  ◄

 

BG

Може да причини алергични или астматични симптоми или затруднения в дишането при вдишване.

 

ES

Puede provocar síntomas de alergia o asma o dificultades respiratorias en caso de inhalación.

 

CS

Při vdechování může vyvolat příznaky alergie nebo astmatu nebo dýchací potíže.

 

DA

Kan forårsage allergi- eller astmasymptomer eller åndedrætsbesvær ved indånding.

 

DE

Kann bei Einatmen Allergie, asthmaartige Symptome oder Atembeschwerden verursachen.

 

ET

Sissehingamisel võib põhjustada allergia- või astma sümptomeid või hingamisraskusi.

 

EL

Μπορεί να προκαλέσει αλλεργία ή συμπτώματα άσθματος ή δύσπνοια σε περίπτωση εισπνοής.

 

EN

May cause allergy or asthma symptoms or breathing difficulties if inhaled.

 

FR

Peut provoquer des symptômes allergiques ou d’asthme ou des difficultés respiratoires par inhalation.

 

GA

D’fhéadfadh sé a bheith ina chúis le siomptóim ailléirge nó asma nó le deacrachtaí análaithe má ionanálaítear é.

▼M5

 

HR

Ako se udiše može izazvati simptome alergije ili astme ili poteškoće s disanjem.

▼B

 

IT

Può provocare sintomi allergici o asmatici o difficoltà respiratorie se inalato.

 

LV

Ja ieelpo, var izraisīt alerģiju vai astmas simptomus, vai apgrūtināt elpošanu.

 

LT

Įkvėpus gali sukelti alerginę reakciją, astmos simptomus arba apsunkinti kvėpavimą.

 

HU

Belélegezve allergiás és asztmás tüneteket, és nehéz légzést okozhat.

 

MT

Jista’ jikkawża sintomi ta' allerġija jew ta’ ażma jew diffikultajiet biex jittieħed in-nifs jekk jinxtamm.

 

NL

Kan bij inademing allergie- of astmasymptomen of ademhalingsmoeilijkheden veroorzaken.

 

PL

Może powodować objawy alergii lub astmy lub trudności w oddychaniu w następstwie wdychania.

 

PT

Quando inalado, pode provocar sintomas de alergia ou de asma ou dificuldades respiratórias.

 

RO

Poate provoca simptome de alergie sau astm sau dificultăți de respirație în caz de inhalare.

 

SK

Pri vdýchnutí môže vyvolať alergiu alebo príznaky astmy, alebo dýchacie ťažkosti.

 

SL

Lahko povzroči simptome alergije ali astme ali težave z dihanjem pri vdihavanju.

 

FI

Voi aiheuttaa hengitettynä allergia- tai astmaoireita tai hengitysvaikeuksia.

 

SV

Kan orsaka allergi- eller astmasymtom eller andningssvårigheter vid inandning.



H335

Sprache

3.8 –  Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition), Gefahrenkategorie 3, Atemwegsreizung

 

BG

Може да предизвика дразнене на дихателните пътища.

 

ES

Puede irritar las vías respiratorias.

 

CS

Může způsobit podráždění dýchacích cest.

 

DA

Kan forårsage irritation af luftvejene.

 

DE

Kann die Atemwege reizen.

 

ET

Võib põhjustada hingamisteede ärritust.

 

EL

Μπορεί να προκαλέσει ερεθισμό της αναπνευστικής οδού.

 

EN

May cause respiratory irritation.

 

FR

Peut irriter les voies respiratoires.

 

GA

D’fhéadfadh sé a bheith ina chúis le greannú riospráide.

▼M5

 

HR

Može nadražiti dišni sustav.

▼B

 

IT

Può irritare le vie respiratorie.

 

LV

Var izraisīt elpceļu kairinājumu.

 

LT

Gali dirginti kvėpavimo takus.

 

HU

Légúti irritációt okozhat.

 

MT

Jista’ jikkawża irritazzjoni respiratorja.

 

NL

Kan irritatie van de luchtwegen veroorzaken.

 

PL

Może powodować podrażnienie dróg oddechowych.

 

PT

Pode provocar irritação das vias respiratórias.

 

RO

Poate provoca iritarea căilor respiratorii.

 

SK

Môže spôsobiť podráždenie dýchacích ciest.

 

SL

Lahko povzroči draženje dihalnih poti.

 

FI

Saattaa aiheuttaa hengitysteiden ärsytystä.

 

SV

Kan orsaka irritation i luftvägarna.



H336

Sprache

3.8 –  Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition), Gefahrenkategorie 3, betäubende Wirkungen

 

BG

Може да предизвика сънливост или световъртеж.

 

ES

Puede provocar somnolencia o vértigo.

 

CS

Může způsobit ospalost nebo závratě.

 

DA

Kan forårsage sløvhed eller svimmelhed.

 

DE

Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen.

 

ET

Võib põhjustada unisust või peapööritust.

 

EL

Μπορεί να προκαλέσει υπνηλία ή ζάλη.

 

EN

May cause drowsiness or dizziness.

 

FR

Peut provoquer somnolence ou vertiges.

 

GA

D’fhéadfadh sé a bheith ina chúis le codlatacht nó le meadhrán.

▼M5

 

HR

Može izazvati pospanost ili vrtoglavicu.

▼B

 

IT

Può provocare sonnolenza o vertigini.

 

LV

Var izraisīt miegainību vai reiboņus.

 

LT

Gali sukelti mieguistumą arba galvos svaigimą.

 

HU

Álmosságot vagy szédülést okozhat.

 

MT

Jista’ jikkawża ħedla jew sturdament.

 

NL

Kan slaperigheid of duizeligheid veroorzaken.

 

PL

Może wywoływać uczucie senności lub zawroty głowy.

 

PT

Pode provocar sonolência ou vertigens.

 

RO

Poate provoca somnolență sau amețeală.

 

SK

Môže spôsobiť ospalosť alebo závraty.

 

SL

Lahko povzroči zaspanost ali omotico.

 

FI

Saattaa aiheuttaa uneliaisuutta ja huimausta.

 

SV

Kan göra att man blir dåsig eller omtöcknad.



H340

Sprache

3.5 –  Keimzell-Mutagenität, Gefahrenkategorien 1A, 1B

 

BG

Може да причини генетични дефекти < да се посочи пътят на експозицията, ако е доказано убедително, че няма друг път на експозиция, който води до същата опасност >.

 

ES

Puede provocar defectos genéticos <Indíquese la vía de exposición si se ha demostrado concluyentemente que el peligro no se produce por ninguna otra vía >.

 

CS

Může vyvolat genetické poškození <uveďte cestu expozice, je-li přesvědčivě prokázáno, že ostatní cesty expozice nejsou nebezpečné>.

 

DA

Kan forårsage genetiske defekter <angiv eksponeringsvej, hvis det er endeligt påvist, at faren ikke kan frembringes ad nogen anden eksponeringsvej>.

 

DE

Kann genetische Defekte verursachen <Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht>.

 

ET

Võib põhjustada geneetilisi defekte <märkida kokkupuuteviis, kui on veenvalt tõestatud, et muud kokkupuuteviisid ei ole ohtlikud>.

 

EL

Μπορεί να προκαλέσει γενετικά ελαττώματα < αναφέρεται η οδός έκθεσης αν έχει αποδειχθεί αδιαμφισβήτητα ότι δεν υπάρχει κίνδυνος από τις άλλες οδούς έκθεσης >.

 

EN

May cause genetic defects <state route of exposure if it is conclusively proven that no other routes of exposure cause the hazard>.

 

FR

Peut induire des anomalies génétiques <indiquer la voie d exposition s il est formellement prouvé qu aucune autre voie d exposition ne conduit au même danger>.

 

GA

D’fhéadfadh sé a bheith ina chúis le héalanga géiniteacha <tabhair an bealach nochta má tá sé cruthaithe go cinntitheach nach bealach nochta ar bith eile is cúis leis an nguais>.

▼M5

 

HR

Može izazvati genetska oštećenja <navesti način izloženosti ako je nedvojbeno dokazano da niti jedan drugi način izloženosti ne uzrokuje takvu opasnost>.

▼B

 

IT

Può provocare alterazioni genetiche <indicare la via di esposizione se è accertato che nessun'altra via di esposizione comporta il medesimo pericolo>.

 

LV

Var izraisīt ģenētiskus bojājumus <norādīt iedarbības ceļu, ja ir nepārprotami pierādīts, ka citi iedarbības ceļi nerada bīstamību>.

 

LT

Gali sukelti genetinius defektus <nurodyti veikimo būdą, jeigu įtikinamai nustatyta, kad kiti veikimo būdai nepavojingi>.

 

HU

Genetikai károsodást okozhat < meg kell adni az expozíciós útvonalat, ha meggyőzően bizonyított, hogy más expozíciós útvonal nem okozza a veszélyt >.

 

MT

Jista’ jikkawża difetti ġenetiċi <semmi l-mod ta' espożizzjoni jekk ikun pruvat b'mod konklużiv li l-ebda mod ta' espożizzjoni ieħor ma jikkawża l-periklu>.

 

NL

Kan genetische schade veroorzaken <blootstellingsroute vermelden indien afdoende bewezen is dat het gevaar bij andere blootstellingsroutes niet aanwezig is>.

 

PL

Może powodować wady genetyczne <podać drogę narażenia, jeżeli definitywnie udowodniono, że inna droga narażenia nie powoduje zagrożenia>.

 

PT

Pode provocar anomalias genéticas <indicar a via de exposição se existirem provas concludentes de que o perigo não decorre de nenhuma outra via de exposição>.

 

RO

Poate provoca anomalii genetice <indicați calea de expunere, dacă există probe concludente că nicio altă cale de expunere nu provoacă acest pericol>.

 

SK

Môže spôsobovať genetické poškodenie <uveďte spôsob expozície, ak sa presvedčivo preukáže, že iné spôsoby expozície nevyvolávajú nebezpečenstvo>.

 

SL

Lahko povzroči genetske okvare <navesti način izpostavljenosti, če je prepričljivo dokazano, da noben drug način izpostavljenosti ne povzroča takšne nevarnosti>.

 

FI

Saattaa aiheuttaa perimävaurioita <mainitaan altistumisreitti, jos on kiistatta osoitettu, että vaara ei voi aiheutua muiden altistumisreittien kautta>.

 

SV

Kan orsaka genetiska defekter <ange exponeringsväg om det är definitivt bevisat att faran inte kan orsakas av några andra exponeringsvägar>.



H341

Sprache

3.5 –  Keimzell-Mutagenität, Gefahrenkategorie 2

 

BG

Предполага се, че причинява генетични дефекти < да се посочи пътят на експозицията, ако е доказано убедително, че няма друг път на експозиция, който води до същата опасност >.

 

ES

Se sospecha que provoca defectos genéticos <Indíquese la vía de exposición si se ha demostrado concluyentemente que el peligro no se produce por ninguna otra vía>.

 

CS

Podezření na genetické poškození <uveďte cestu expozice, je-li přesvědčivě prokázáno, že ostatní cesty expozice nejsou nebezpečné>.

 

DA

Mistænkt for at forårsage genetiske defekter <angiv eksponeringsvej, hvis det er endeligt påvist, at faren ikke kan frembringes ad nogen anden eksponeringsvej>.

 

DE

Kann vermutlich genetische Defekte verursachen <Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht>.

 

ET

Arvatavasti põhjustab geneetilisi defekte <märkida kokkupuuteviis, kui on veenvalt tõestatud, et muud kokkupuuteviisid ei ole ohtlikud>.

 

EL

Ύποπτο για πρόκληση γενετικών ελαττωμάτων <αναφέρεται η οδός έκθεσης αν έχει αποδειχθεί αδιαμφισβήτητα ότι δεν υπάρχει κίνδυνος από τις άλλες οδούς έκθεσης>.

 

EN

Suspected of causing genetic defects <state route of exposure if it is conclusively proven that no other routes of exposure cause the hazard>.

 

FR

Susceptible d’induire des anomalies génétiques <indiquer la voie d exposition s il est formellement prouvé qu aucune autre voie d exposition ne conduit au même danger>.

 

GA

Ceaptar go bhféadfadh sé a bheith ina chúis le héalanga géiniteacha <tabhair an bealach nochta má tá sé cruthaithe go cinntitheach nach bealach nochta ar bith eile is cúis leis an nguais>.

▼M5

 

HR

Sumnja na moguća genetska oštećenja <navesti način izloženosti ako je nedvojbeno dokazano da niti jedan drugi način izloženosti ne uzrokuje takvu opasnost>.

▼B

 

IT

Sospettato di provocare alterazioni genetiche <indicare la via di esposizione se è accertato che nessun'altra via di esposizione comporta il medesimo pericolo>.

 

LV

Ir aizdomas, ka var izraisīt ģenētiskus bojājumus <norādīt iedarbības ceļu, ja ir nepārprotami pierādīts, ka citi iedarbības ceļi nerada bīstamību>.

 

LT

Įtariama, kad gali sukelti genetinius defektus <nurodyti veikimo būdą, jeigu įtikinamai nustatyta, kad kiti veikimo būdai nepavojingi>.

 

HU

Feltehetően genetikai károsodást okoz < meg kell adni az expozíciós útvonalat, ha meggyőzően bizonyított, hogy más expozíciós útvonal nem okozza a veszélyt >.

 

MT

Suspettat li jikkawża difetti ġenetiċi <semmi l-mod ta' espożizzjoni jekk ikun pruvat b'mod konklużiv li l-ebda mod ta' espożizzjoni ieħor ma jikkawża l-periklu>.

 

NL

Verdacht van het veroorzaken van genetische schade <blootstellingsroute vermelden indien afdoende bewezen is dat het gevaar bij andere blootstellingsroutes niet aanwezig is>.

 

PL

Podejrzewa się, że powoduje wady genetyczne <podać drogę narażenia, jeżeli definitywnie udowodniono, że inna droga narażenia nie powoduje zagrożenia>.

 

PT

Suspeito de provocar anomalias genéticas <indicar a via de exposição se existirem provas concludentes de que o perigo não decorre de nenhuma outra via de exposição>.

 

RO

Susceptibil de a provoca anomalii genetice < indicați calea de expunere, dacă există probe concludente că nicio altă cale de expunere nu provoacă acest pericol>.

 

SK

Podozrenie, že spôsobuje genetické poškodenie <uveďte spôsob expozície, ak sa presvedčivo preukáže, že iné spôsoby expozície nevyvolávajú nebezpečenstvo>.

 

SL

Sum povzročitve genetskih okvar <navesti način izpostavljenosti, če je prepričljivo dokazano, da noben drug način izpostavljenosti ne povzroča takšne nevarnosti>.

 

FI

Epäillään aiheuttavan perimävaurioita <mainitaan altistumisreitti, jos on kiistatta osoitettu, että vaara ei voi aiheutua muiden altistumisreittien kautta>.

 

SV

Misstänks kunna orsaka genetiska defekter <ange exponeringsväg om det är definitivt bevisat att faran inte kan orsakas av några andra exponeringsvägar>.



H350

Sprache

3.6 –  Karzinogenität, Gefahrenkategorie 1A, 1B

 

BG

Може да причини рак < да се посочи пътят на експозицията, ако е доказано убедително, че няма друг път на експозиция, който води до същата опасност >.

 

ES

Puede provocar cáncer <indíquese la vía de exposición si se ha demostrado concluyentemente que el peligro no se produce por ninguna otra vía>.

 

CS

Může vyvolat rakovinu <uveďte cestu expozice, je-li přesvědčivě prokázáno, že ostatní cesty expozice nejsou nebezpečné>.

 

DA

Kan fremkalde kræft <angiv eksponeringsvej, hvis det er endeligt påvist, at faren ikke kan frembringes ad nogen anden eksponeringsvej>.

 

DE

Kann Krebs erzeugen <Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht>.

 

ET

Võib põhjustada vähktõbe <märkida kokkupuuteviis, kui on veenvalt tõestatud, et muud kokkupuuteviisid ei ole ohtlikud>.

 

EL

Μπορεί να προκαλέσει καρκίνο <αναφέρεται η οδός έκθεσης αν έχει αποδειχθεί αδιαμφισβήτητα ότι δεν υπάρχει κίνδυνος από τις άλλες οδούς έκθεσης>.

 

EN

May cause cancer <state route of exposure if it is conclusively proven that no other routes of exposure cause the hazard>.

 

FR

Peut provoquer le cancer <indiquer la voie d exposition s il est formellement prouvé qu aucune autre voie d exposition ne conduit au même danger>.

 

GA

D’fhéadfadh sé a bheith ina chúis le hailse <tabhair an bealach nochta má tá sé cruthaithe go cinntitheach nach bealach nochta ar bith eile is cúis leis an nguais>.

▼M5

 

HR

Može uzrokovati rak <navesti način izloženosti ako je nedvojbeno dokazano da niti jedan drugi način izloženosti ne uzrokuje takvu opasnost>.

▼B

 

IT

Può provocare il cancro<indicare la via di esposizione se è accertato che nessun'altra via di esposizione comporta il medesimo pericolo>.

 

LV

Var izraisīt vēzi <norādīt iedarbības ceļu, ja ir nepārprotami pierādīts, ka citi iedarbības ceļi nerada bīstamību>.

 

LT

Gali sukelti vėžį <nurodyti veikimo būdą, jeigu įtikinamai nustatyta, kad kiti veikimo būdai nepavojingi>.

 

HU

Rákot okozhat < meg kell adni az expozíciós útvonalat, ha meggyőzően bizonyított, hogy más expozíciós útvonal nem okozza a veszélyt >.

 

MT

Jista’ jikkawża l-kanċer <semmi l-mod ta' espożizzjoni jekk ikun pruvat b'mod konklużiv li l-ebda mod ta' espożizzjoni ieħor ma jikkawża l-periklu>.

 

NL

Kan kanker veroorzaken <blootstellingsroute vermelden indien afdoende bewezen is dat het gevaar bij andere blootstellingsroutes niet aanwezig is>

 

PL

Może powodować raka <podać drogę narażenia, jeżeli definitywnie udowodniono, że inna droga narażenia nie powoduje zagrożenia>.

 

PT

Pode provocar cancro <indicar a via de exposição se existirem provas concludentes de que o perigo não decorre de nenhuma outra via de exposição>.

 

RO

Poate provoca cancer <indicați calea de expunere, dacă există probe concludente că nicio altă cale de expunere nu provoacă acest pericol>.

 

SK

Môže spôsobiť rakovinu <uveďte spôsob expozície, ak sa presvedčivo preukáže, že iné spôsoby expozície nevyvolávajú nebezpečenstvo>.

 

SL

Lahko povzroči raka <navesti način izpostavljenosti, če je prepričljivo dokazano, da noben drug način izpostavljenosti ne povzroča takšne nevarnosti>.

 

FI

Saattaa aiheuttaa syöpää <mainitaan altistumisreitti, jos on kiistatta osoitettu, että vaara ei voi aiheutua muiden altistumisreittien kautta>.

 

SV

Kan orsaka cancer <ange exponeringsväg om det är definitivt bevisat att faran inte kan orsakas av några andra exponeringsvägar>.



H351

Sprache

3.6 –  Karzinogenität, Gefahrenkategorie 2

 

BG

Предполага се, че причинява рак < да се посочи пътят на експозицията, ако е доказано убедително, че няма друг път на експозиция, който води до същата опасност >.

 

ES

Se sospecha que provoca cáncer <indíquese la vía de exposición si se se ha demostrado concluyentemente que el peligro no se produce por ninguna otra vía>.

 

CS

Podezření na vyvolání rakoviny <uveďte cestu expozice, je-li přesvědčivě prokázáno, že ostatní cesty expozice nejsou nebezpečné>.

 

DA

Mistænkt for at fremkalde kræft <angiv eksponeringsvej, hvis det er endeligt påvist, at faren ikke kan frembringes ad nogen anden eksponeringsvej>.

 

DE

Kann vermutlich Krebs erzeugen <Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht>.

 

ET

Arvatavasti põhjustab vähktõbe <märkida kokkupuuteviis, kui on veenvalt tõestatud, et muud kokkupuuteviisid ei ole ohtlikud>.

 

EL

Ύποπτο για πρόκληση καρκίνου <αναφέρεται η οδός έκθεσης αν έχει αποδειχθεί αδιαμφισβήτητα ότι δεν υπάρχει κίνδυνος από τις άλλες οδούς έκθεσης>.

 

EN

►C7  Suspected of causing cancer <state route of exposure if it is conclusively proven that no other routes of exposure cause the hazard>. ◄

 

FR

Susceptible de provoquer le cancer <indiquer la voie d exposition s il est formellement prouvé qu aucune autre voie d exposition ne conduit au même danger>.

 

GA

Ceaptar go bhféadfadh sé a bheith ina chúis le hailse <tabhair an bealach nochta má tá sé cruthaithe go cinntitheach nach bealach nochta ar bith eile is cúis leis an nguais>.

▼M5

 

HR

Sumnja na moguće uzrokovanje raka <navesti način izloženosti ako je nedvojbeno dokazano da niti jedan drugi način izloženosti ne uzrokuje takvu opasnost>.

▼B

 

IT

Sospettato di provocare il cancro <indicare la via di esposizione se è accertato che nessun'altra via di esposizione comporta il medesimo pericolo>.

 

LV

Ir aizdomas, ka var izraisīt vēzi <norādīt iedarbības ceļu, ja ir nepārprotami pierādīts, ka citi iedarbības ceļi nerada bīstamību>.

 

LT

Įtariama, kad sukelia vėžį <nurodyti veikimo būdą, jeigu įtikinamai nustatyta, kad kiti veikimo būdai nepavojingi>.

 

HU

Feltehetően rákot okoz < meg kell adni az expozíciós útvonalat, ha meggyőzően bizonyított, hogy más expozíciós útvonal nem okozza a veszélyt >.

 

MT

Suspettat li jikkawża l-kanċer <ara l-mod ta’ espożizzjoni jekk ikun pruvat b’mod konklużiv li l-ebda mod ta' espożizzjoni ieħor ma jikkawża l-periklu >.

 

NL

Verdacht van het veroorzaken van kanker <blootstellingsroute vermelden indien afdoende bewezen is dat het gevaar bij andere blootstellingsroutes niet aanwezig is>.

 

PL

Podejrzewa się, że powoduje raka <podać drogę narażenia, jeżeli definitywnie udowodniono, że inna droga narażenia nie powoduje zagrożenia>.

 

PT

Suspeito de provocar cancro <indicar a via de exposição se existirem provas concludentes de que o perigo não decorre de nenhuma outra via de exposição>.

 

RO

Susceptibil de a provoca cancer <indicați calea de expunere, dacă există probe concludente că nicio altă cale de expunere nu provoacă acest pericol>.

 

SK

Podozrenie, že spôsobuje rakovinu <uveďte spôsob expozície, ak sa presvedčivo preukáže, že iné spôsoby expozície nevyvolávajú nebezpečenstvo>.

 

SL

Sum povzročitve raka <navesti način izpostavljenosti, če je prepričljivo dokazano, da noben drug način izpostavljenosti ne povzroča takšne nevarnosti>.

 

FI

Epäillään aiheuttavan syöpää <mainitaan altistumisreitti, jos on kiistatta osoitettu, että vaara ei voi aiheutua muiden altistumisreittien kautta>.

 

SV

Misstänks kunna orsaka cancer <ange exponeringsväg om det är definitivt bevisat att faran inte kan orsakas av några andra exponeringsvägar>.



H360

Sprache

3.7 –  Reproduktionstoxizität, Gefahrenkategorien 1A, 1B

 

BG

Може да увреди оплодителната способност или плода < да се посочи конкретното въздействие, ако е известно > < да се посочи пътят на експозицията, ако е доказано убедително, че няма друг път на експозиция, който води до същата опасност >.

 

ES

Puede perjudicar la fertilidad o dañar al feto <indíquese el efecto específico si se conoce> <indíquese la vía de exposición si se ha demostrado concluyentemente que el peligro no se produce por ninguna otra vía>.

 

CS

Může poškodit reprodukční schopnost nebo plod v těle matky <uveďte specifický účinek, je-li znám> <uveďte cestu expozice, je-li přesvědčivě prokázáno, že ostatní cesty expozice nejsou nebezpečné>.

 

DA

Kan skade forplantningsevnen eller det ufødte barn <angiv specifik effekt, hvis kendt> <angiv eksponeringsvej, hvis det er endeligt påvist, at faren ikke kan frembringes ad nogen anden eksponeringsvej>.

 

DE

Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Kind im Mutterleib schädigen <konkrete Wirkung angeben, sofern bekannt> <Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass die Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht>.

 

ET

Võib kahjustada viljakust või loodet <märkida spetsiifiline toime, kui see on teada> <märkida kokkupuuteviis, kui on veenvalt tõestatud, et muud kokkupuuteviisid ei ole ohtlikud>.

 

EL

Μπορεί να βλάψει τη γονιμότητα ή το έμβρυο <αναφέρεται η ειδική επίπτωση εάν είναι γνωστή> <αναφέρεται η οδός έκθεσης αν έχει αποδειχθεί αδιαμφισβήτητα ότι δεν υπάρχει κίνδυνος από τις άλλες οδούς έκθεσης>.

 

EN

May damage fertility or the unborn child <state specific effect if known > <state route of exposure if it is conclusively proven that no other routes of exposure cause the hazard>.

 

FR

Peut nuire à la fertilité ou au fœtus <indiquer l effet spécifique s il est connu> <indiquer la voie d exposition s il est formellement prouvé qu aucune autre voie d exposition ne conduit au même danger>.

 

GA

D’fhéadfadh sé damáiste a dhéanamh do thorthúlacht nó don leanbh sa bhroinn <tabhair an tsainéifeacht más eol > <tabhair an bealach nochta má tá sé cruthaithe go cinntitheach nach bealach nochta ar bith eile is cúis leis an nguais>.

▼M5

 

HR

Može štetno djelovati na plodnost ili naškoditi nerođenom djetetu <navesti konkretan učinak ako je poznat > <navesti način izloženosti ako je nedvojbeno dokazano da niti jedan drugi način izloženosti ne uzrokuje takvu opasnost>.

▼B

 

IT

Può nuocere alla fertilità o al feto <indicare l'effetto specifico, se noto><indicare la via di esposizione se è accertato che nessun'altra via di esposizione comporta il medesimo pericolo>.

 

LV

Var kaitēt auglībai vai nedzimušajam bērnam <norādīt īpašo ietekmi, ja tā ir zināma> <norādīt iedarbības ceļu, ja ir nepārprotami pierādīts, ka citi iedarbības ceļi nerada bīstamību>.

 

LT

Gali pakenkti vaisingumui arba negimusiam vaikui <nurodyti konkretų poveikį, jeigu žinomas> <nurodyti veikimo būdą, jeigu įtikinamai nustatyta, kad kiti veikimo būdai nepavojingi>.

 

HU

Károsíthatja a termékenységet vagy a születendő gyermeket < ha ismert, meg kell adni a konkrét hatást > < meg kell adni az expozíciós útvonalat, ha meggyőzően bizonyított, hogy más expozíciós útvonal nem okozza a veszélyt >.

 

MT

Jista' jagħmel ħsara lill-fertilità jew lit-tarbija li għadha fil-ġuf <semmi l-effett speċifiku jekk ikun magħruf> <semmi l-mod ta' espożizzjoni jekk ikun pruvat b'mod konklużiv li l-ebda mod ta' espożizzjoni ieħor ma jikkawża l-periklu>.

 

NL

Kan de vruchtbaarheid of het ongeboren kind schaden <specifiek effect vermelden indien bekend> <blootstellingsroute vermelden indien afdoende bewezen is dat het gevaar bij andere blootstellingsroutes niet aanwezig is>.

 

PL

Może działać szkodliwie na płodność lub na dziecko w łonie matki <podać szczególny skutek, jeżeli jest znany> <podać drogę narażenia, jeżeli definitywnie udowodniono, że inne drogi narażenia nie stwarzają zagrożenia>.

 

PT

Pode afectar a fertilidade ou o nascituro <indicar o efeito específico se este for conhecido> <indicar a via de exposição se existirem provas concludentes de que o perigo não decorre de nenhuma outra via de exposição>.

 

RO

Poate dăuna fertilității sau fătului <indicați efectul specific, dacă este cunoscut><indicați calea de expunere, dacă există probe concludente că nicio altă cale de expunere nu provoacă acest pericol>.

 

SK

Môže spôsobiť poškodenie plodnosti alebo nenarodeného dieťaťa <uveďte konkrétny účinok, ak je známy > <uveďte spôsob expozície, ak sa presvedčivo preukáže, že iné spôsoby expozície nevyvolávajú nebezpečenstvo>.

 

SL

Lahko škoduje plodnosti ali nerojenemu otroku <navesti posebni učinek, če je znan> <navesti način izpostavljenosti, če je prepričljivo dokazano, da noben drug način izpostavljenosti ne povzroča takšne nevarnosti>.

 

FI

Saattaa heikentää hedelmällisyyttä tai vaurioittaa sikiötä <mainitaan tiedetty spesifinen vaikutus> <mainitaan altistumisreitti, jos on kiistatta osoitettu, että vaara ei voi aiheutua muiden altistumisreittien kautta>.

 

SV

Kan skada fertiliteten eller det ofödda barnet <ange specifik effekt om denna är känd> <ange exponeringsväg om det är definitivt bevisat att faran inte kan orsakas av några andra exponeringsvägar>.



H361

Sprache

3.7 –  Reproduktionstoxizität, Gefahrenkategorie 2

 

BG

Предполага се, че уврежда оплодителната способност или плода < да се посочи конкретното въздействие, ако е известно > < да се посочи пътят на експозицията, ако е доказано убедително, че няма друг път на експозиция, който води до същата опасност >.

 

ES

►C7  Se sospecha que puede perjudicar la fertilidad o dañar el feto ◄ <indíquese el efecto específico si se conoce> <indíquese la vía de exposición si se ha demostrado concluyentemente que el peligro no se produce por ninguna otra vía>.

 

CS

Podezření na poškození reprodukční schopnosti nebo plodu v těle matky <uveďte specifický účinek, je-li znám> <uveďte cestu expozice, je-li přesvědčivě prokázáno, že ostatní cesty expozice nejsou nebezpečné>.

 

DA

Mistænkt for at skade forplantningsevnen eller det ufødte barn <angiv specifik effekt, hvis kendt> <angiv eksponeringsvej, hvis det er endeligt påvist, at faren ikke kan frembringes ad nogen anden eksponeringsvej>.

 

DE

Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Kind im Mutterleib schädigen < konkrete Wirkung angeben, sofern bekannt > <Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass die Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht>

 

ET

Arvatavasti kahjustab viljakust või loodet <märkida spetsiifiline toime, kui see on teada> <märkida kokkupuuteviis, kui on veenvalt tõestatud, et muud kokkupuuteviisid ei ole ohtlikud>.

 

EL

Ύποπτο για πρόκληση βλάβης στη γονιμότητα ή στο έμβρυο <αναφέρεται η ειδική επίπτωση εάν είναι γνωστή> <αναφέρεται η οδός έκθεσης αν έχει αποδειχθεί αδιαμφισβήτητα ότι δεν υπάρχει κίνδυνος από τις άλλες οδούς έκθεσης>.

 

EN

Suspected of damaging fertility or the unborn child <state specific effect if known> <state route of exposure if it is conclusively proven that no other routes of exposure cause the hazard>.

 

FR

Susceptible de nuire à la fertilité ou au fœtus <indiquer l'effet s'il est connu> <indiquer la voie d'exposition s'il est formellement prouvé qu'aucune autre voie d'exposition ne conduit au même danger>.

 

GA

Ceaptar go bhféadfadh sé damáiste a dhéanamh do thorthúlacht nó don leanbh sa bhroinn <tabhair an tsainéifeacht más eol > <tabhair an bealach nochta má tá sé cruthaithe go cinntitheach nach bealach nochta ar bith eile is cúis leis an nguais>.

▼M5

 

HR

Sumnja na moguće štetno djelovanje na plodnost ili mogućnost štetnog djelovanja na nerođeno dijete <navesti konkretan učinak ako je poznat > <navesti način izloženosti ako je nedvojbeno dokazano da niti jedan drugi način izloženosti ne uzrokuje takvu opasnost>.

▼B

 

IT

Sospettato di nuocere alla fertilità o al feto <indicare l'effetto specifico, se noto> <indicare la via di esposizione se è accertato che nessun'altra via di esposizione comporta il medesimo pericolo>.

 

LV

Ir aizdomas, ka var kaitēt auglībai vai nedzimušajam bērnam <norādīt īpašo ietekmi, ja tā ir zināma> <norādīt iedarbības ceļu, ja ir nepārprotami pierādīts, ka citi iedarbības ceļi nerada bīstamību>.

 

LT

Įtariama, kad kenkia vaisingumui arba negimusiam vaikui <nurodyti konkretų poveikį, jeigu žinomas> <nurodyti veikimo būdą, jeigu įtikinamai nustatyta, kad kiti veikimo būdai nepavojingi>.

 

HU

Feltehetően károsítja a termékenységet vagy a születendő gyermeket < ha ismert, meg kell adni a konkrét hatást > < meg kell adni az expozíciós útvonalat, ha meggyőzően bizonyított, hogy más expozíciós útvonal nem okozza a veszélyt >.

 

MT

Suspettat li jagħmel ħsara lill-fertilità jew lit-tarbija li għadha fil-ġuf <semmi l-effett speċifiku jekk ikun magħruf> <semmi l-mod ta' espożizzjoni jekk ikun pruvat b'mod konklużiv li l-ebda mod ta' espożizzjoni ieħor ma jikkawża l-periklu >.

 

NL

Kan mogelijks de vruchtbaarheid of het ongeboren kind schaden <specifiek effect vermelden indien bekend> <blootstellingsroute vermelden indien afdoende bewezen is dat het gevaar bij andere blootstellingsroutes niet aanwezig is>.

 

PL

Podejrzewa się, że działa szkodliwie na płodność lub na dziecko w łonie matki <podać szczególny skutek, jeżeli jest znany> <podać drogę narażenia, jeżeli definitywnie udowodniono, że inne drogi narażenia nie stwarzają zagrożenia>.

 

PT

Suspeito de afectar a fertilidade ou o nascituro <indicar o efeito específico se este for conhecido> <indicar a via de exposição se existirem provas concludentes de que o perigo não decorre de nenhuma outra via de exposição>.

 

RO

Susceptibil de a dăuna fertilității sau fătului <indicați efectul specific, dacă este cunoscut><indicați calea de expunere, dacă există probe concludente că nicio altă cale de expunere nu provoacă acest pericol>.

 

SK

Podozrenie, že spôsobuje poškodenie plodnosti alebo nenarodeného dieťaťa <uveďte konkrétny účinok, ak je známy > <uveďte spôsob expozície, ak sa presvedčivo preukáže, že iné spôsoby expozície nevyvolávajú nebezpečenstvo>.

 

SL

Sum škodljivosti za plodnost ali nerojenega otroka <navesti posebni učinek, če je znan> <navesti način izpostavljenosti, če je prepričljivo dokazano, da noben drug način izpostavljenosti ne povzroča takšne nevarnosti>.

 

FI

Epäillään heikentävän hedelmällisyyttä tai vaurioittavan sikiötä <mainitaan tiedetty spesifinen vaikutus> <mainitaan altistumisreitti, jos on kiistatta osoitettu, että vaara ei voi aiheutua muiden altistumisreittien kautta>.

 

SV

Misstänks kunna skada fertiliteten eller det ofödda barnet <ange specifik effekt om denna är känd> <ange exponeringsväg om det är definitivt bevisat att faran inte kan orsakas av några andra exponeringsvägar>.



H362

Sprache

3.7 –  Reproduktionstoxizität, Zusatzkategorie, Wirkungen auf/über Laktation

 

BG

Може да бъде вреден за кърмачета.

 

ES

Puede perjudicar a los niños alimentados con leche materna.

 

CS

Může poškodit kojence prostřednictvím mateřského mléka.

 

DA

Kan skade børn, der ammes.

 

DE

Kann Säuglinge über die Muttermilch schädigen.

 

ET

Võib kahjustada rinnaga toidetavat last.

 

EL

Μπορεί να βλάψει τα βρέφη που τρέφονται με μητρικό γάλα.

 

EN

May cause harm to breast-fed children.

 

FR

Peut être nocif pour les bébés nourris au lait maternel.

 

GA

D’fhéadfadh sé díobháil a dhéanamh do leanaí diúil.

▼M5

 

HR

Može štetno djelovati na djecu koja se hrane majčinim mlijekom.

▼B

 

IT

Può essere nocivo per i lattanti allattati al seno.

 

LV

Var radīt kaitējumu ar krūti barotam bērnam.

 

LT

Gali pakenkti žindomam vaikui.

 

HU

A szoptatott gyermeket károsíthatja.

 

MT

Jista’ jagħmel ħsara lit-tfal imreddgħa.

 

NL

Kan schadelijk zijn via borstvoeding.

 

PL

Może działać szkodliwie na dzieci karmione piersią.

 

PT

Pode ser nocivo para as crianças alimentadas com leite materno.

 

RO

Poate dăuna copiilor alăptați la sân.

 

SK

Môže spôsobiť poškodenie u dojčených detí.

 

SL

Lahko škoduje dojenim otrokom.

 

FI

Saattaa aiheuttaa haittaa rintaruokinnassa oleville lapsille.

 

SV

Kan skada spädbarn som ammas.



H370

Sprache

3.8 –  Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition), Gefahrenkategorie 1

 

BG

Причинява увреждане на органите <или да се посочат всички засегнати органи, ако са известни> <да се посочи пътят на експозицията, ако е доказано убедително, че няма друг път на експозиция, който води до същата опасност>.

 

ES

Provoca daños en los órganos <o indíquense todos los órganos afectados, si se conocen> <indíquese la vía de exposición si se ha demostrado concluyentemente que el peligro no se produce por ninguna otra vía>.

 

CS

Způsobuje poškození orgánů <nebo uvést všechny postižené orgány, jsou-li známy> <uveďte cestu expozice, je-li přesvědčivě prokázáno, že ostatní cesty expozice nejsou nebezpečné>.

 

DA

Forårsager organskader <eller angiv alle berørte organer, hvis de kendes> <angiv eksponeringsvej, hvis det er endeligt påvist, at faren ikke kan frembringes ad nogen anden eksponeringsvej>.

 

DE

Schädigt die Organe <oder alle betroffenen Organe nennen, sofern bekannt> <Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht>.

 

ET

Kahjustab elundeid <või märkida kõik mõjutatud elundid, kui need on teada> <märkida kokkupuuteviis, kui on veenvalt tõestatud, et muud kokkupuuteviisid ei ole ohtlikud>.

 

EL

Προκαλεί βλάβες στα όργανα <ή αναφέρονται όλα τα όργανα που βλάπτονται, εάν είναι γνωστά> < αναφέρεται η οδός έκθεσης αν έχει αποδειχθεί αδιαμφισβήτητα ότι δεν υπάρχει κίνδυνος από τις άλλες οδούς έκθεσης >.

 

EN

Causes damage to organs <or state all organs affected, if known> <state route of exposure if it is conclusively proven that no other routes of exposure cause the hazard>.

 

FR

Risque avéré d'effets graves pour les organes <ou indiquer tous les organes affectés, s'ils sont connus> <indiquer la voie d'exposition s'il est formellement prouvé qu'aucune autre voie d'exposition ne conduit au même danger>.

 

GA

Déanann sé damáiste d’orgáin <nó tabhair na horgáin go léir a bhuailtear, más eol> <tabhair an bealach nochta má tá sé cruthaithe go cinntitheach nach bealach nochta ar bith eile is cúis leis an nguais>.

▼M5

 

HR

Uzrokuje oštećenje organa <ili navesti sve organe na koje djeluje ako je poznato> <navesti način izloženosti ako je nedvojbeno dokazano da niti jedan drugi način izloženosti ne uzrokuje takvu opasnost>.

▼B

 

IT

Provoca danni agli organi <o indicare tutti gli organi interessati, se noti> <indicare la via di esposizione se è accertato che nessun'altra via di esposizione comporta il medesimo pericolo>.

 

LV

Rada orgānu bojājumus <vai norādīt visus skartos orgānus, ja tie ir zināmi> <norādīt iedarbības ceļu, ja ir nepārprotami pierādīts, ka citi iedarbības ceļi nerada bīstamību>.

 

LT

Kenkia organams <arba nurodyti visus veikiamus organus, jeigu žinomi> <nurodyti veikimo būdą, jeigu įtikinamai nustatyta, kad kiti veikimo būdai nepavojingi>.

 

HU

Károsítja a szerveket < vagy meg kell adni az összes érintett szervet, ha ismertek > < meg kell adni az expozíciós útvonalat, ha meggyőzően bizonyított, hogy más expozíciós útvonal nem okozza a veszélyt >.

 

MT

Jagħmel ħsara lill-organi <jew semmi l-organi kollha affettwati, jekk ikunu magħrufa> <semmi l-mod ta' espożizzjoni jekk ikun pruvat b'mod konklużiv li l-ebda mod ta' espożizzjoni ieħor ma jikkawża l-periklu>.

 

NL

Veroorzaakt schade aan organen <of alle betrokken organen vermelden indien bekend> <blootstellingsroute vermelden indien afdoende bewezen is dat het gevaar bij andere blootstellingsroutes niet aanwezig is>.

 

PL

Powoduje uszkodzenie narządów <podać szczególny skutek, jeśli jest znany> <podać drogę narażenia, jeżeli udowodniono, że inne drogi narażenia nie stwarzają zagrożenia>.

 

PT

Afecta os órgãos <ou indicar todos os órgãos afectados, se forem conhecidos> <indicar a via de exposição se existirem provas concludentes de que o perigo não decorre de nenhuma outra via de exposição>.

 

RO

Provoacă leziuni ale organelor <sau indicați toate organele afectate, dacă sunt cunoscute> <indicați calea de expunere, dacă există probe concludente că nicio altă cale de expunere nu provoacă acest pericol>.

 

SK

Spôsobuje poškodenie orgánov <alebo uveďte všetky zasiahnuté orgány, ak sú známe> <uveďte spôsob expozície, ak sa presvedčivo preukáže, že iné spôsoby expozície nevyvolávajú nebezpečenstvo>.

 

SL

Škoduje organom <ali navesti vse organe, na katere vpliva, če je znano> <navesti način izpostavljenosti, če je prepričljivo dokazano, da noben drug način izpostavljenosti ne povzroča takšne nevarnosti>.

 

FI

Vahingoittaa elimiä <tai mainitaan kaikki tiedetyt kohde-elimet> <mainitaan altistumisreitti, jos on kiistatta osoitettu, että vaara ei voi aiheutua muiden altistumisreittien kautta>.

 

SV

Orsakar organskador <eller ange vilka organ som påverkas om detta är känt> <ange exponeringsväg om det är definitivt bevisat att faran inte kan orsakas av några andra exponeringsvägar>.



H371

Sprache

3.8 –  Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition), Gefahrenkategorie 2

 

BG

Може да причини увреждане на органите <или да се посочат всички засегнати органи, ако са известни> <да се посочи пътят на експозицията, ако е доказано убедително, че няма друг път на експозиция, който води до същата опасност>.

 

ES

Puede provocar daños en los órganos <o indíquense todos los órganos afectados, si se conocen> <indíquese la vía de exposición si se ha demostrado concluyentemente que el peligro no se produce por ninguna otra vía>.

 

CS

Může způsobit poškození orgánů <nebo uvést všechny postižené orgány, jsou-li známy> <uveďte cestu expozice, je-li přesvědčivě prokázáno, že ostatní cesty expozice nejsou nebezpečné>.

 

DA

Kan forårsage organskader <eller angiv alle berørte organer, hvis de kendes> <angiv eksponeringsvej, hvis det er endeligt påvist, at faren ikke kan frembringes ad nogen anden eksponeringsvej>.

 

DE

Kann die Organe schädigen <oder alle betroffenen Organe nennen, sofern bekann> <Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht>.

 

ET

Võib kahjustada elundeid <või märkida kõik mõjutatud elundid, kui need on teada> <märkida kokkupuuteviis, kui on veenvalt tõestatud, et muud kokkupuuteviisid ei ole ohtlikud>.

 

EL

Μπορεί να προκαλέσει βλάβες στα όργανα <ή αναφέρονται όλα τα όργανα που βλάπτονται, εάν είναι γνωστά> <αναφέρεται η οδός έκθεσης αν έχει αποδειχθεί αδιαμφισβήτητα ότι δεν υπάρχει κίνδυνος από τις άλλες οδούς έκθεσης>.

 

EN

May cause damage to organs <or state all organs affected, if known> <state route of exposure if it is conclusively proven that no other routes of exposure cause the hazard>.

 

FR

Risque présumé d'effets graves pour les organes <ou indiquer tous les organes affectés, s'ils sont connus> <indiquer la voie d'exposition s'il est formellement prouvé qu'aucune autre voie d'exposition ne conduit au même danger>.

 

GA

D’fhéadfadh damáiste a dhéanamh d’orgáin <nó tabhair na horgáin go léir a bhuailtear, más eol> <tabhair an bealach nochta má tá sé cruthaithe go cinntitheach nach bealach nochta ar bith eile is cúis leis an nguais>.

▼M5

 

HR

Može uzrokovati oštećenje organa <ili navesti sve organe na koje djeluje ako je poznato> <navesti način izloženosti ako je nedvojbeno dokazano da niti jedan drugi način izloženosti ne uzrokuje takvu opasnost>.

▼B

 

IT

Può provocare danni agli organi <o indicare tutti gli organi interessati, se noti> <indicare la via di esposizione se è accertato che nessun'altra via di esposizione comporta il medesimo pericolo>.

 

LV

Var izraisīt orgānu bojājumus <vai norādīt visus skartos orgānus, ja tie ir zināmi> <norādīt iedarbības ceļu, ja ir nepārprotami pierādīts, ka citi iedarbības ceļi nerada bīstamību>.

 

LT

Gali pakenkti organams <arba nurodyti visus veikiamus organus, jeigu žinomi> <nurodyti veikimo būdą, jeigu įtikinamai nustatyta, kad kiti veikimo būdai nepavojingi>.

 

HU

Károsíthatja a szerveket < vagy meg kell adni az összes érintett szervet, ha ismertek > < meg kell adni az expozíciós útvonalat, ha meggyőzően bizonyított, hogy más expozíciós útvonal nem okozza a veszélyt >.

 

MT

Jista’ jikkawża ħsara lill-organi <jew semmi l-organi kollha affettwati, jekk ikunu magħrufa> <semmi l-mod ta’ espożizzjoni jekk ikun pruvat b’mod konklużiv li l-ebda mod ta’ espożizzjoni ieħor ma jikkawża l-periklu>.

 

NL

Kan schade aan organen <of alle betrokken organen vermelden indien bekend> veroorzaken <blootstellingsroute vermelden indien afdoende bewezen is dat het gevaar bij andere blootstellingsroutes niet aanwezig is>.

 

PL

Może powodować uszkodzenie narządów <podać wszystkie znane narządy, których to dotyczy> <podać drogę narażenia, jeżeli udowodniono, że inne drogi narażenia nie stwarzają zagrożenia>.

 

PT

Pode afectar os órgãos <ou indicar todos os órgãos afectados, se forem conhecidos> <indicar a via de exposição se existirem provas concludentes de que o perigo não decorre de nenhuma outra via de exposição>.

 

RO

Poate provoca leziuni ale organelor <sau indicați toate organele afectate, dacă sunt cunoscute> <indicați calea de expunere, dacă există probe concludente că nicio altă cale de expunere nu provoacă acest pericol>.

 

SK

Môže spôsobiť poškodenie orgánov <alebo uveďte všetky zasiahnuté orgány, ak sú známe> <uveďte spôsob expozície, ak sa presvedčivo preukáže, že iné spôsoby expozície nevyvolávajú nebezpečenstvo>.

 

SL

Lahko škoduje organom <ali navesti vse organe, na katere vpliva, če je znano> <navesti način izpostavljenosti, če je prepričljivo dokazano, da noben drug način izpostavljenosti ne povzroča takšne nevarnosti>.

 

FI

Saattaa vahingoittaa elimiä <tai mainitaan kaikki tiedetyt kohde-elimet> <mainitaan altistumisreitti, jos on kiistatta osoitettu, että vaara ei voi aiheutua muiden altistumisreittien kautta>.

 

SV

Kan orsaka organskador <eller ange vilka organ som påverkas om detta är känt> <ange exponeringsväg om det är definitivt bevisat att faran inte kan orsakas av några andra exponeringsvägar>.



H372

Sprache

3.9 –  Spezifische Zielorgan-Toxizität (wiederholte Exposition), Gefahrenkategorie 1

 

BG

Причинява увреждане на органите < или да се посочат всички засегнати органи, ако са известни > посредством продължителна или повтаряща се експозиция < да се посочи пътят на експозицията, ако е доказано убедително, че няма друг път на експозиция, който води до същата опасност >.

 

ES

Provoca daños en los órganos <indíquense todos los órganos afectados, si se conocen> tras exposiciones prolongadas o repetidas <indíquese la vía de exposición si se ha demostrado concluyentemente que el peligro no se produce por ninguna otra vía>.

 

CS

Způsobuje poškození orgánů <nebo uvést všechny postižené orgány, jsou-li známy> při prodloužené nebo opakované expozici <uveďte cestu expozice, je-li přesvědčivě prokázáno, že ostatní cesty expozice nejsou nebezpečné>.

 

DA

Forårsager organskader <eller angiv alle berørte organer, hvis de kendes> ved længerevarende eller gentagen eksponering <angiv eksponeringsvej, hvis det er endeligt påvist, at faren ikke kan frembringes ad nogen anden eksponeringsvej>.

 

DE

Schädigt die Organe <alle betroffenen Organe nennen> bei längerer oder wiederholter Exposition <Expositionsweg angeben, wenn schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht>.

 

ET

Kahjustab elundeid <või märkida kõik mõjutatud elundid, kui need on teada> pikaajalisel või korduval kokkupuutel <märkida kokkupuuteviis, kui on veenvalt tõestatud, et muud kokkupuuteviisid ei ole ohtlikud>.

 

EL

Προκαλεί βλάβες στα όργανα <ή αναφέρονται όλα τα όργανα που βλάπτονται, εάν είναι γνωστά> ύστερα από παρατεταμένη ή επανειλημμένη έκθεση < αναφέρεται η οδός έκθεσης αν έχει αποδειχθεί αδιαμφισβήτητα ότι δεν υπάρχει κίνδυνος από τις άλλες οδούς έκθεσης >.

 

EN

Causes damage to organs <or state all organs affected, if known> through prolonged or repeated exposure <state route of exposure if it is conclusively proven that no other routes of exposure cause the hazard>.

 

FR

Risque avéré d'effets graves pour les organes <indiquer tous les organes affectés, s'ils sont connus> à la suite d'expositions répétées ou d'une exposition prolongée <indiquer la voie d'exposition s'il est formellement prouvé qu'aucune autre voie d'exposition ne conduit au même danger>.

 

GA

Déanann damáiste d’orgáin <nó tabhair na horgáin go léir a bhuailtear, más eol> trí nochtadh fada nó ilnochtadh <tabhair an bealach nochta má tá sé cruthaithe go cinntitheach nach bealach nochta ar bith eile is cúis leis an nguais>.

▼M5

 

HR

Uzrokuje oštećenje organa <ili navesti sve organe na koje djeluje ako je poznato> tijekom produljene ili ponavljane izloženosti <navesti način izloženosti ako je nedvojbeno dokazano da niti jedan drugi način izloženosti ne uzrokuje takvu opasnost>.

▼B

 

IT

Provoca danni agli organi <o indicare tutti gli organi interessati, se noti> in caso di esposizione prolungata o ripetuta <indicare la via di esposizione se è accertato che nessun'altra via di esposizione comporta il medesimo pericolo>.

 

LV

Izraisa orgānu bojājumus <vai norādīt visus skartos orgānus, ja tie ir zināmi> ilgstošas vai atkārtotas iedarbības rezultātā <norādīt iedarbības ceļu, ja ir nepārprotami pierādīts, ka citi iedarbības ceļi nerada bīstamību>.

 

LT

Kenkia organams <arba nurodyti visus veikiamus organus, jeigu žinoma>, jeigu medžiaga veikia ilgai arba kartotinai <nurodyti veikimo būdą, jeigu įtikinamai nustatyta, kad kiti veikimo būdai nepavojingi>.

 

HU

Ismétlődő vagy hosszabb expozíció esetén < meg kell adni az expozíciós útvonalat, ha meggyőzően bizonyított, hogy más expozíciós útvonal nem okozza a veszélyt > károsítja a szerveket < vagy meg kell adni az összes érintett szervet, ha ismertek >.

 

MT

Jikkawża ħsara lill-organi <jew semmi l-organi kollha affettwati, jekk ikunu magħrufa> minħabba espożizzjoni fit-tul jew ripetuta <semmi l-mod ta espożizzjoni jekk ikun pruvat b mod konklużiv li l-ebda mod ta espożizzjoni ieħor ma jikkawża l-periklu>.

 

NL

Veroorzaakt schade aan organen <of alle betrokken organen vermelden indien bekend> bij langdurige of herhaalde blootstelling <blootstellingsroute vermelden indien afdoende bewezen is dat het gevaar bij andere blootstellingsroutes niet aanwezig is>.

 

PL

Powoduje uszkodzenie narządów <podać wszystkie znane narządy, których to dotyczy > poprzez długotrwałe lub powtarzane narażenie <podać drogę narażenia, jeżeli udowodniono, że inne drogi narażenia nie stwarzają zagrożenia>.

 

PT

Afecta os órgãos <ou indicar todos os órgãos afectados, se forem conhecidos> após exposição prolongada ou repetida <indicar a via de exposição se existirem provas concludentes de que o perigo não decorre de nenhuma outra via de exposição>.

 

RO

Provoacă leziuni ale organelor <sau indicați toate organele afectate, dacă sunt cunoscute> în caz de expunere prelungită sau repetată <indicați calea de expunere, dacă există probe concludente că nicio altă cale de expunere nu provoacă acest pericol>.

 

SK

Spôsobuje poškodenie orgánov <alebo uveďte všetky zasiahnuté orgány, ak sú známe>pri dlhšej alebo opakovanej expozícii <uveďte spôsob expozície, ak sa presvedčivo preukáže, že iné spôsoby expozície nevyvolávajú nebezpečenstvo>.

 

SL

Škoduje organom <ali navesti vse organe, na katere vpliva, če je znano> pri dolgotrajni ali ponavljajoči se izpostavljenosti <navesti način izpostavljenosti, če je prepričljivo dokazano, da noben drug način izpostavljenosti ne povzroča takšne nevarnosti>.

 

FI

Vahingoittaa elimiä <tai mainitaan kaikki tiedetyt kohde-elimet> pitkäaikaisessa tai toistuvassa altistumisessa <mainitaan altistumisreitti, jos on kiistatta osoitettu, että vaara ei voi aiheutua muiden altistumisreittien kautta>.

 

SV

Orsakar organskador <eller ange vilka organ som påverkas om detta är känt> genom lång eller upprepad exponering <ange exponeringsväg om det är definitivt bevisat att faran inte kan orsakas av några andra exponeringsvägar>.



H373

Sprache

3.9 –  Spezifische Zielorgan-Toxizität (wiederholte Exposition), Gefahrenkategorie 2

 

BG

Може да причини увреждане на органите < или да се посочат всички засегнати органи, ако са известни > при продължителна или повтаряща се експозиция < да се посочи пътят на експозицията, ако е доказано убедително, че няма друг път на експозиция, който води до същата опасност >.

 

ES

Puede provocar daños en los órganos <indíquense todos los órganos afectados, si se conocen> tras exposiciones prolongadas o repetidas <indíquese la vía de exposición si se ha demostrado concluyentemente que el peligro no se produce por ninguna otra vía>.

 

CS

Může způsobit poškození orgánů <nebo uvést všechny postižené orgány, jsou-li známy> při prodloužené nebo opakované expozici <uveďte cestu expozice, je-li přesvědčivě prokázáno, že ostatní cesty expozice nejsou nebezpečné>.

 

DA

Kan forårsage organskader <eller angiv alle berørte organer, hvis de kendes> ved længerevarende eller gentagen eksponering <angiv eksponeringsvej, hvis det er endeligt påvist, at faren ikke kan frembringes ad nogen anden eksponeringsvej>.

 

DE

Kann die Organe schädigen <alle betroffenen Organe nennen, sofern bekannt> bei längerer oder wiederholter Exposition <Expositionsweg angeben, wenn schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht>.

 

ET

Võib kahjustada elundeid <või märkida kõik mõjutatud elundid, kui need on teada> pikaajalisel või korduval kokkupuutel <märkida kokkupuuteviis, kui on veenvalt tõestatud, et muud kokkupuuteviisid ei ole ohtlikud>.

 

EL

Μπορεί να προκαλέσει βλάβες στα όργανα <ή αναφέρονται όλα τα όργανα που βλάπτονται, εάν είναι γνωστά> ύστερα από παρατεταμένη ή επανειλημμένη έκθεση <αναφέρεται η οδός έκθεσης αν έχει αποδειχθεί αδιαμφισβήτητα ότι δεν υπάρχει κίνδυνος από τις άλλες οδούς έκθεσης>.

 

EN

May cause damage to organs <or state all organs affected, if known> through prolonged or repeated exposure <state route of exposure if it is conclusively proven that no other routes of exposure cause the hazard>.

 

FR

Risque présumé d'effets graves pour les organes <ou indiquer tous les organes affectés, s'ils sont connus> à la suite d'expositions répétées ou d'une exposition prolongée <indiquer la voie d'exposition s'il est formellement prouvé qu'aucune autre voie d'exposition ne conduit au même danger>.

 

GA

D’fhéadfadh sé damáiste a dhéanamh d’orgáin <nó tabhair na horgáin go léir a bhuailtear, más eol> trí nochtadh fada nó ilnochtadh <tabhair an bealach nochta má tá sé cruthaithe go cinntitheach nach bealach nochta ar bith eile is cúis leis an nguais>.

▼M5

 

HR

Može uzrokovati oštećenje organa <ili navesti sve organe na koje djeluje ako je poznato> tijekom produljene ili ponavljane izloženosti <navesti način izloženosti ako je nedvojbeno dokazano da niti jedan drugi način izloženosti ne uzrokuje takvu opasnost>.

▼B

 

IT

Può provocare danni agli organi <o indicare tutti gli organi interessati, se noti> in caso di esposizione prolungata o ripetuta <indicare la via di esposizione se è accertato che nessun'altra via di esposizione comporta il medesimo pericolo>.

 

LV

Var izraisīt orgānu bojājumus <vai norādīt visus skartos orgānus, ja tie ir zināmi> ilgstošas vai atkārtotas iedarbības rezultātā <norādīt iedarbības ceļu, ja ir nepārprotami pierādīts, ka citi iedarbības ceļi nerada bīstamību>.

 

LT

Gali pakenkti organams <arba nurodyti visus veikiamus organus, jeigu žinomi>, jeigu medžiaga veikia ilgai arba kartotinai <nurodyti veikimo būdą, jeigu įtikinamai nustatyta, kad kiti veikimo būdai nepavojingi>.

 

HU

Ismétlődő vagy hosszabb expozíció esetén < meg kell adni az expozíciós útvonalat, ha meggyőzően bizonyított, hogy más expozíciós útvonal nem okozza a veszélyt > károsíthatja a szerveket > vagy meg kell adni az összes érintett szervet, ha ismertek >.

 

MT

Jista’ jikkawża ħsara lill-organi <jew semmi l-organi kollha affettwati, jekk ikunu magħrufa> minħabba espożizzjoni fit-tul jew ripetuta <semmi l-mod ta espożizzjoni jekk ikun pruvat b mod konklużiv li l-ebda mod ta espożizzjoni ieħor ma jikkawża l-periklu>.

 

NL

Kan schade aan organen <of alle betrokken organen vermelden indien bekend> veroorzaken bij langdurige of herhaalde blootstelling <blootstellingsroute vermelden indien afdoende bewezen is dat het gevaar bij andere blootstellingsroutes niet aanwezig is>.

 

PL

Może powodować uszkodzenie narządów <podać wszystkie znane narządy, których to dotyczy > poprzez długotrwałe lub narażenie powtarzane <podać drogę narażenia, jeśli udowodniono, że inne drogi narażenia nie stwarzają zagrożenia>.

 

PT

Pode afectar os órgãos <ou indicar todos os órgãos afectados, se forem conhecidos> após exposição prolongada ou repetida <indicar a via de exposição se existirem provas concludentes de que o perigo não decorre de nenhuma outra via de exposição>.

 

RO

Poate provoca leziuni ale organelor <sau indicați toate organele afectate, dacă sunt cunoscute> în caz de expunere prelungită sau repetată <indicați calea de expunere, dacă există probe concludente că nicio altă cale de expunere nu provoacă acest pericol>.

 

SK

Môže spôsobiť poškodenie orgánov <alebo uveďte všetky zasiahnuté orgány, ak sú známe>pri dlhšej alebo opakovanej expozícii <uveďte spôsob expozície, ak sa presvedčivo preukáže, že iné spôsoby expozície nevyvolávajú nebezpečenstvo>.

 

SL

Lahko škoduje organom <ali navesti vse organe, na katere vpliva, če je znano> pri dolgotrajni ali ponavljajoči se izpostavljenosti <navesti način izpostavljenosti, če je prepričljivo dokazano, da noben drug način izpostavljenosti ne povzroča takšne nevarnosti>.

 

FI

Saattaa vahingoittaa elimiä <tai mainitaan kaikki tiedetyt kohde-elimet> pitkäaikaisessa tai toistuvassa altistumisessa <mainitaan altistumisreitti, jos on kiistatta osoitettu, että vaara ei voi aiheutua muiden altistumisreittien kautta>

 

SV

Kan orsaka organskador <eller ange vilka organ som påverkas om detta är känt> genom lång eller upprepad exponering <ange exponeringsväg om det är definitivt bevisat att faran inte kan orsakas av några andra exponeringsvägar>.

▼M2



H300

+

H310

Sprache

3.1. — Akute Toxizität (oral) und akute Toxizität (dermal), Gefahrenkategorien 1, 2

 

BG

Смъртоносен при поглъщане или при контакт с кожата

 

ES

Mortal en caso de ingestión o en contacto con la piel

 

CS

Při požití nebo při styku s kůží může způsobit smrt

 

DA

Livsfarlig ved indtagelse eller hudkontakt

 

DE

Lebensgefahr bei Verschlucken oder Hautkontakt

 

ET

Allaneelamisel või nahale sattumisel surmav

 

EL

Θανατηφόρο σε περίπτωση κατάποσης ή σε επαφή με το δέρμα

 

EN

Fatal if swallowed or in contact with skin

 

FR

Mortel par ingestion ou par contact cutané

 

GA

Ábhar marfach é seo má shlogtar é nó má theagmhaíonn leis an gcraiceann

▼M5

 

HR

Smrtonosno ako se proguta ili u dodiru s kožom

▼M2

 

IT

Mortale in caso di ingestione o a contatto con la pelle

 

LV

Var izraisīt nāvi, ja norīts vai saskaras ar ādu

 

LT

Mirtina prarijus arba susilietus su oda

 

HU

Lenyelve vagy bőrrel érintkezve halálos

 

MT

Fatali jekk tinbela' jew tmiss mal-ġilda

 

NL

Dodelijk bij inslikken en bij contact met de huid

 

PL

Grozi śmiercią po połknięciu lub w kontakcie ze skórą

 

PT

Mortal por ingestão ou contacto com a pele

 

RO

Mortal în caz de înghițire sau în contact cu pielea

 

SK

Pri požití alebo styku s kožou môže spôsobiť smrť

 

SL

Smrtno pri zaužitju ali v stiku s kožo

 

FI

Tappavaa nieltynä tai joutuessaan iholle

 

SV

Dödligt vid förtäring eller vid hudkontakt



H300

+

H330

Sprache

3.1. — Akute Toxizität (oral) und akute Toxizität (inhalativ), Gefahrenkategorien 1, 2

 

BG

Смъртоносен при поглъщане или при вдишване

 

ES

Mortal en caso de ingestión o inhalación

 

CS

Při požití nebo při vdechování může způsobit smrt

 

DA

Livsfarlig ved indtagelse eller indånding

 

DE

Lebensgefahr bei Verschlucken oder Einatmen

 

ET

Allaneelamisel või sissehingamisel surmav

 

EL

Θανατηφόρο σε περίπτωση κατάποσης ή σε περίπτωση εισπνοής

 

EN

Fatal if swallowed or if inhaled

 

FR

Mortel par ingestion ou par inhalation

 

GA

Ábhar marfach é seo má shlogtar nó má ionanálaítear é

▼M5

 

HR

Smrtonosno ako se proguta ili ako se udiše

▼M2

 

IT

Mortale se ingerito o inalato

 

LV

Var izraisīt nāvi, ja norīts vai iekļūst elpceļos

 

LT

Mirtina prarijus arba įkvėpus

 

HU

Lenyelve vagy belélegezve halálos

 

MT

Fatali jekk tinbela' jew tittieħed bin-nifs

 

NL

Dodelijk bij inslikken en bij inademing

 

PL

Grozi śmiercią po połknięciu lub w następstwie wdychania

 

PT

Mortal por ingestão ou inalação

 

RO

Mortal în caz de înghițire sau inhalare

 

SK

Pri požití alebo vdýchnutí môže spôsobiť smrť

 

SL

Smrtno pri zaužitju ali vdihavanju

 

FI

Tappavaa nieltynä tai hengitettynä

 

SV

Dödligt vid förtäring eller inandning



H310

+

H330

Sprache

3.1. — Akute Toxizität (dermal) und akute Toxizität (inhalativ), Gefahrenkategorien 1, 2

 

BG

Смъртоносен при контакт с кожата или при вдишване

 

ES

Mortal en contacto con la piel o si se inhala

 

CS

Při styku s kůží nebo při vdechování může způsobit smrt

 

DA

Livsfarlig ved hudkontakt eller indånding

 

DE

Lebensgefahr bei Hautkontakt oder Einatmen

 

ET

Nahale sattumisel või sissehingamisel surmav

 

EL

Θανατηφόρο σε επαφή με το δέρμα ή σε περίπτωση εισπνοής

 

EN

Fatal in contact with skin or if inhaled

 

FR

Mortel par contact cutané ou par inhalation

 

GA

Ábhar marfach é seo má theagmhaíonn leis an gcraiceann nó má ionanálaítear é

▼M5

 

HR

Smrtonosno u dodiru s kožom ili ako se udiše

▼M2

 

IT

Mortale a contatto con la pelle o in caso di inalazione

 

LV

Var izraisīt nāvi, ja saskaras ar ādu vai nonāk elpceļos

 

LT

Mirtina susilietus su oda arba įkvėpus

 

HU

Bőrrel érintkezve vagy belélegezve halálos

 

MT

Fatali f’kuntatt mal-ġilda jew jekk tittieħed bin-nifs

 

NL

Dodelijk bij contact met de huid en bij inademing

 

PL

Grozi śmiercią w kontakcie ze skórą lub w następstwie wdychania

 

PT

Mortal por contacto com a pele ou inalação

 

RO

Mortal în contact cu pielea sau prin inhalare

 

SK

Pri styku s kožou alebo pri vdýchnutí môže spôsobiť smrť

 

SL

Smrtno v stiku s kožo ali pri vdihavanju

 

FI

Tappavaa joutuessaan iholle tai hengitettynä

 

SV

Dödligt vid hudkontakt eller inandning



H300 +

H310 +

H330

Sprache

3.1. — Akute Toxizität (oral), akute Toxizität (dermal) und akute Toxizität (inhalativ), Gefahrenkategorien 1, 2

 

BG

Смъртоносен при поглъщане, при контакт с кожата или при вдишване

 

ES

Mortal en caso de ingestión, contacto con la piel o inhalación

 

CS

Při požití, při styku s kůží nebo při vdechování může způsobit smrt

 

DA

Livsfarlig ved indtagelse, hudkontakt eller indånding

 

DE

Lebensgefahr bei Verschlucken, Hautkontakt oder Einatmen

 

ET

Allaneelamisel, nahale sattumisel või sissehingamisel surmav

 

EL

Θανατηφόρο σε περίπτωση κατάποσης, σε επαφή με το δέρμα ή σε περίπτωση εισπνοής

 

EN

Fatal if swallowed, in contact with skin or if inhaled

 

FR

Mortel par ingestion, par contact cutané ou par inhalation

 

GA

Ábhar marfach é seo má shlogtar, má theagmhaíonn leis an gcraiceann nó má ionanálaítear é

▼M5

 

HR

Smrtonosno ako se proguta, u dodiru s kožom ili ako se udiše

▼M2

 

IT

Mortale se ingerito, a contatto con la pelle o se inalato

 

LV

Var izraisīt nāvi, ja norīts, saskaras ar ādu vai iekļūst elpceļos

 

LT

Mirtina prarijus, susilietus su oda arba įkvėpus

 

HU

Lenyelve, bőrrel érintkezve vagy belélegezve halálos

 

MT

Fatali jekk tinbela', tmiss mal-ġilda jew tittieħed bin-nifs

 

NL

Dodelijk bij inslikken, bij contact met de huid en bij inademing

 

PL

Grozi śmiercią po połknięciu, w kontakcie ze skórą lub w następstwie wdychania

 

PT

Mortal por ingestão, contacto com a pele ou inalação

 

RO

Mortal în caz de înghițire, în contact cu pielea sau prin inhalare

 

SK

Pri požití, pri styku s kožou alebo pri vdýchnutí môže spôsobiť smrť

 

SL

Smrtno pri zaužitju, v stiku s kožo ali pri vdihavanju

 

FI

Tappavaa nieltynä, joutuessaan iholle tai hengitettynä

 

SV

Dödligt vid förtäring, hudkontakt eller inandning



H301

+

H311

Sprache

3.1. — Akute Toxizität (oral) und akute Toxizität (dermal), Gefahrenkategorie 3

 

BG

Токсичен при поглъщане или при контакт с кожата

 

ES

Tóxico en caso de ingestión o en contacto con la piel

 

CS

Toxický při požití a při styku s kůží

 

DA

Giftig ved indtagelse eller hudkontakt

 

DE

Giftig bei Verschlucken oder Hautkontakt

 

ET

Allaneelamisel või nahale sattumisel mürgine

 

EL

Τοξικό σε περίπτωση κατάποσης ή σε επαφή με το δέρμα

 

EN

Toxic if swallowed or in contact with skin

 

FR

Toxique par ingestion ou par contact cutané

 

GA

Ábhar tocsaineach má shlogtar é nó má theagmhaíonn leis an gcraiceann

▼M5

 

HR

Otrovno ako se proguta ili u dodiru s kožom

▼M2

 

IT

Tossico se ingerito o a contatto con la pelle

 

LV

Toksisks, ja norīts vai saskaras ar ādu

 

LT

Toksiška prarijus arba susilietus su oda

 

HU

Lenyelve vagy bőrrel érintkezve mérgező

 

MT

Tossika jekk tinbela' jew tmiss mal-ġilda

 

NL

Giftig bij inslikken en bij contact met de huid

 

PL

Działa toksycznie po połknięciu lub w kontakcie ze skórą

 

PT

Tóxico por ingestão ou contacto com a pele

 

RO

Toxic în caz de înghițire sau în contact cu pielea

 

SK

Toxický pri požití a pri styku s kožou

 

SL

Strupeno pri zaužitju ali v stiku s kožo

 

FI

Myrkyllistä nieltynä tai joutuessaan iholle

 

SV

Giftigt vid förtäring eller hudkontakt



H301

+

H331

Sprache

3.1. — Akute Toxizität (oral) und akute Toxizität (inhalativ), Gefahrenkategorie 3

 

BG

Токсичен при поглъщане или при вдишване

 

ES

Tóxico en caso de ingestión o inhalación

 

CS

Toxický při požití a při vdechování

 

DA

Giftig ved indtagelse eller indånding

 

DE

Giftig bei Verschlucken oder Einatmen

 

ET

Allaneelamisel või sissehingamisel mürgine

 

EL

Τοξικό σε περίπτωση κατάποσης ή σε περίπτωση εισπνοής

 

EN

Toxic if swallowed or if inhaled

 

FR

Toxique par ingestion ou par inhalation

 

GA

Ábhar tocsaineach má shlogtar nó má ionanálaítear é

▼M5

 

HR

Otrovno ako se proguta ili ako se udiše

▼M2

 

IT

Tossico se ingerito o inalato

 

LV

Toksisks, ja norīts vai iekļūst elpceļos

 

LT

Toksiška prarijus arba įkvėpus

 

HU

Lenyelve vagy belélegezve mérgező

 

MT

Tossika jekk tinbela' jew tittieħed bin-nifs

 

NL

Giftig bij inslikken en bij inademing

 

PL

Działa toksycznie po połknięciu lub w następstwie wdychania

 

PT

Tóxico por ingestão ou inalação

 

RO

Toxic în caz de înghițire sau prin inhalare

 

SK

Toxický pri požití alebo vdýchnutí

 

SL

Strupeno pri zaužitju ali vdihavanju

 

FI

Myrkyllistä nieltynä tai hengitettynä

 

SV

Giftigt vid förtäring eller inandning

▼M12



H311 + H331

Sprache

3.1 —  Akute Toxizität (dermal) und akute Toxizität (inhalativ), Gefahrenkategorie 3

 

BG

Токсичен при контакт с кожата или при вдишване

 

ES

Tóxico en contacto con la piel o si se inhala

 

CS

Toxický při styku s kůží a při vdechování

 

DA

Giftig ved hudkontakt eller indånding

 

DE

Giftig bei Hautkontakt oder Einatmen

 

ET

Nahale sattumisel või sissehingamisel mürgine

 

EL

Τοξικό σε επαφή με το δέρμα ή σε περίπτωση εισπνοής

 

EN

Toxic in contact with skin or if inhaled

 

FR

Toxique par contact cutané ou par inhalation

 

GA

Ábhar tocsaineach má theagmhaíonn leis an gcraiceann nó má ionanálaítear é

 

HR

Otrovno u dodiru s kožom ili ako se udiše

 

IT

Tossico a contatto con la pelle o se inalato

 

LV

Toksisks saskarē ar ādu vai ja iekļūst elpceļos

 

LT

Toksiška susilietus su oda arba įkvėpus

 

HU

Bőrrel érintkezve vagy belélegezve mérgező

 

MT

Tossika jekk tmiss mal-ġilda jew tittieħeb bin- nifs

 

NL

Giftig bij contact met de huid en bij inademing

 

PL

Działa toksycznie w kontakcie ze skórą lub w następstwie wdychania

 

PT

Tóxico em contacto com a pele ou por inalação

 

RO

Toxic în contact cu pielea sau prin inhalare

 

SK

Toxický pri styku s kožou alebo pri vdýchnutí

 

SL

Strupeno v stiku s kožo ali pri vdihavanju

 

FI

Myrkyllistä joutuessaan iholle tai hengitettynä

 

SV

Giftigt vid hudkontakt eller förtäring

▼M2



H301 +

H311 +

H331

Sprache

3.1. — Akute Toxizität (oral), akute Toxizität (dermal) und akute Toxizität (inhalativ), Gefahrenkategorie 3

 

BG

Токсичен при поглъщане, при контакт с кожата или при вдишване

 

ES

Tóxico en caso de ingestión, contacto con la piel o inhalación

 

CS

Toxický při požití, při styku s kůží a při vdechování

 

DA

Giftig ved indtagelse, hudkontakt eller indånding

 

DE

Giftig bei Verschlucken, Hautkontakt oder Einatmen

 

ET

Allaneelamisel, nahale sattumisel või sissehingamisel mürgine

 

EL

Τοξικό σε περίπτωση κατάποσης, σε επαφή με το δέρμα ή σε περίπτωση κατάποσης

 

EN

Toxic if swallowed, in contact with skin or if inhaled

 

FR

Toxique par ingestion, par contact cutané ou par inhalation

 

GA

Ábhar tocsaineach má shlogtar, má theagmhaíonn leis an gcraiceann nó má ionanálaítear é

▼M5

 

HR

Otrovno ako se proguta, u dodiru s kožom ili ako se udiše

▼M2

 

IT

Tossico se ingerito, a contatto con la pelle o se inalato

 

LV

Toksisks, ja norīts, saskaras ar ādu vai iekļūst elpceļos

 

LT

Toksiška prarijus, susilietus su oda arba įkvėpus

 

HU

Lenyelve, bőrrel érintkezve vagy belélegezve mérgező

 

MT

Tossika jekk tinbela', tmiss mal-ġilda jew tittieħed bin-nifs

 

NL

Giftig bij inslikken, bij contact met de huid en bij inademing

 

PL

Działa toksycznie po połknięciu, w kontakcie ze skórą lub w następstwie wdychania

 

PT

Tóxico por ingestão, contacto com a pele ou inalação

 

RO

Toxic în caz de înghițire, în contact cu pielea sau prin inhalare

 

SK

Toxický pri požití, styku s kožou alebo pri vdýchnutí

 

SL

Strupeno pri zaužitju, v stiku s kožo ali pri vdihavanju

 

FI

Myrkyllistä nieltynä, joutuessaan iholle tai hengitettynä

 

SV

Giftigt vid förtäring, hudkontakt eller inandning

▼M12



H302

+

H312

Sprache

3.1 —  Akute Toxizität (oral) und akute Toxizität (dermal), Gefahrenkategorie 4

 

BG

Вреден при поглъщане или при контакт с кожата

 

ES

Nocivo en caso de ingestión o en contacto con la piel

 

CS

Zdraví škodlivý při požití a při styku s kůží

 

DA

Farlig ved indtagelse eller hudkontakt

 

DE

Gesundheitsschädlich bei Verschlucken oder Hautkontakt

 

ET

Allaneelamisel või nahale sattumisel kahjulik

 

EL

Επιβλαβές σε περίπτωση κατάποσης ή σε επαφή με το δέρμα

 

EN

Harmful if swallowed or in contact with skin

 

FR

Nocif en cas d'ingestion ou de contact cutané

 

GA

Ábhar dochrach má shlogtar é nó má theagmhaíonn leis an gcraiceann

 

HR

Štetno ako se proguta ili u dodiru s kožom

 

IT

Nocivo se ingerito o a contatto con la pelle

 

LV

Kaitīgs, ja norīts vai saskaras ar ādu

 

LT

Kenksminga prarijus arba susilietus su oda

 

HU

Lenyelve vagy bőrrel érintkezve ártalmas

 

MT

Tagħmel ħsara jekk tinbela' jew jekk tmiss mal- ġilda

 

NL

Schadelijk bij inslikken en bij contact met de huid

 

PL

Działa szkodliwie po połknięciu lub w kontakcie ze skórą

 

PT

Nocivo por ingestão ou contacto com a pele

 

RO

Nociv în caz de înghițire sau în contact cu pielea

 

SK

Zdraviu škodlivý pri požití alebo pri styku s kožou

 

SL

Zdravju škodljivo pri zaužitju ali v stiku s kožo

 

FI

Haitallista nieltynä tai joutuessaan iholle

 

SV

Skadligt vid förtäring eller hudkontakt

▼M2



H302

+

H332

Sprache

3.1. — Akute Toxizität (oral) und akute Toxizität (inhalativ), Gefahrenkategorie 4

 

BG

Вреден при поглъщане или при вдишване

 

ES

Nocivo en caso de ingestión o inhalación

 

CS

Zdraví škodlivý při požití a při vdechování

 

DA

Farlig ved indtagelse eller indånding

 

DE

Gesundheitsschädlich bei Verschlucken oder Einatmen

 

ET

Allaneelamisel või sissehingamisel kahjulik

 

EL

Επιβλαβές σε περίπτωση κατάποσης ή σε περίπτωση εισπνοής

 

EN

Harmful if swallowed or if inhaled

 

FR

Nocif en cas d’ingestion ou d’inhalation

 

GA

Ábhar dochrach má shlogtar nó má ionanálaítear é

▼M5

 

HR

Štetno ako se proguta ili ako se udiše

▼M2

 

IT

Nocivo se ingerito o inalato

 

LV

Kaitīgs, ja norīts vai iekļūst elpceļos

 

LT

Kenksminga prarijus arba įkvėpus

 

HU

Lenyelve vagy belélegezve ártalmas

 

MT

Tagħmel ħsara jekk tinbela' jew tittieħed bin-nifs

 

NL

Schadelijk bij inslikken en bij inademing

 

PL

Działa szkodliwie po połknięciu lub w następstwie wdychania

 

PT

Nocivo por ingestão ou inalação

 

RO

Nociv în caz de înghițire sau inhalare

 

SK

Zdraviu škodlivý pri požití alebo vdýchnutí

 

SL

Zdravju škodljivo pri zaužitju in vdihavanju

 

FI

Haitallista nieltynä tai hengitettynä

 

SV

Skadligt vid förtäring eller inandning



H312

+

H332

Sprache

3.1. — Akute Toxizität (dermal) und akute Toxizität (inhalativ), Gefahrenkategorie 4

 

BG

Вреден при контакт с кожата или при вдишване

 

ES

Nocivo en contacto con la piel o si se inhala

 

CS

Zdraví škodlivý při styku s kůží a při vdechování

 

DA

Farlig ved hudkontakt eller indånding

 

DE

Gesundheitsschädlich bei Hautkontakt oder Einatmen

 

ET

Nahale sattumisel või sissehingamisel kahjulik

 

EL

Επιβλαβές σε επαφή με το δέρμα ή σε περίπτωση εισπνοής

 

EN

Harmful in contact with skin or if inhaled

 

FR

Nocif en cas de contact cutané ou d’inhalation

 

GA

Ábhar dochrach má theagmhaíonn leis an gcraiceann nó má ionanálaítear é

▼M5

 

HR

Štetno u dodiru s kožom ili ako se udiše

▼M2

 

IT

Nocivo a contatto con la pelle o se inalato

 

LV

Kaitīgs saskarē ar ādu vai ja iekļūst elpceļos

 

LT

Kenksminga susilietus su oda arba įkvėpus

 

HU

Bőrrel érintkezve vagy belélegezve ártalmas

 

MT

Tagħmel ħsara jekk tmiss mal-ġilda jew jekk tittieħed bin-nifs

 

NL

Schadelijk bij contact met de huid en bij inademing

 

PL

Działa szkodliwie w kontakcie ze skórą lub w następstwie wdychania

 

PT

Nocivo em contacto com a pele ou por inalação

 

RO

Nociv în contact cu pielea sau prin inhalare

 

SK

Zdraviu škodlivý pri styku s kožou alebo pri vdýchnutí

 

SL

Zdravju škodljivo v stiku s kožo in pri vdihavanju

 

FI

Haitallista joutuessaan iholle tai hengitettynä

 

SV

Skadligt vid hudkontakt eller inandning



H302 +

H312 +

H332

Sprache

3.1. — Akute Toxizität (oral), akute Toxizität (dermal) und akute Toxizität (inhalativ), Gefahrenkategorie 4

 

BG

Вреден при поглъщане, при контакт с кожата или при вдишване

 

ES

Nocivo en caso de ingestión, contacto con la piel o inhalación

 

CS

Zdraví škodlivý při požití, při styku s kůží a při vdechování

 

DA

Farlig ved indånding, hudkontakt eller indånding

 

DE

Gesundheitsschädlich bei Verschlucken, Hautkontakt oder Einatmen

 

ET

Allaneelamisel, nahale sattumisel või sissehingamisel kahjulik

 

EL

Επιβλαβές σε περίπτωση κατάποσης, σε επαφή με το δέρμα ή σε περίπτωση εισπνοής

 

EN

Harmful if swallowed, in contact with skin or if inhaled

 

FR

Nocif en cas d’ingestion, de contact cutané ou d’inhalation

 

GA

Ábhar dochrach má shlogtar, má theagmhaíonn leis an gcraiceann nó má ionanálaítear é

▼M5

 

HR

Štetno ako se proguta, u dodiru s kožom ili ako se udiše

▼M2

 

IT

Nocivo se ingerito, a contatto con la pelle o se inalato

 

LV

Kaitīgs, ja norīts, saskaras ar ādu vai nonāk elpceļos

 

LT

Kenksminga prarijus, susilietus su oda arba įkvėpus

 

HU

Lenyelve, bőrrel érintkezve vagy belélegezve ártalmas

 

MT

Tagħmel il-ħsara jekk tinbela', tmiss mal-ġilda jew tittiħed bin-nifs

 

NL

Schadelijk bij inslikken, bij contact met de huid en bij inademing

 

PL

Działa szkodliwie po połknięciu, w kontakcie ze skórą lub w następstwie wdychania

 

PT

Nocivo por ingestão, contacto com a pele ou inalação

 

RO

Nociv în caz de înghițire, în contact cu pielea sau prin inhalare

 

SK

Zdraviu škodlivý pri požití, styku s kožou alebo pri vdýchnutí

 

SL

Zdravju škodljivo pri zaužitju, v stiku s kožo ali pri vdihavanju

 

FI

Haitallista nieltynä, joutuessaan iholle tai hengitettynä

 

SV

Skadligt vid förtäring, hudkontakt eller inandning

▼B



Tabelle 1.3

Gefahrenhinweise für Umweltgefahren

H400

Sprache

4.1 –  Akut gewässergefährdend, Kategorie 1

 

BG

Силно токсичен за водните организми.

 

ES

Muy tóxico para los organismos acuáticos.

 

CS

Vysoce toxický pro vodní organismy.

 

DA

Meget giftig for vandlevende organismer.

 

DE

Sehr giftig für Wasserorganismen.

 

ET

Väga mürgine veeorganismidele.

 

EL

Πολύ τοξικό για τους υδρόβιους οργανισμούς.

 

EN

Very toxic to aquatic life.

 

FR

Très toxique pour les organismes aquatiques.

 

GA

An-tocsaineach don saol uisceach.

▼M5

 

HR

Vrlo otrovno za vodeni okoliš.

▼B

 

IT

Molto tossico per gli organismi acquatici.

 

LV

Ļoti toksisks ūdens organismiem.

 

LT

Labai toksiška vandens organizmams.

 

HU

Nagyon mérgező a vízi élővilágra.

 

MT

Tossiku ħafna għall-organiżmi akwatiċi.

 

NL

Zeer giftig voor in het water levende organismen.

 

PL

Działa bardzo toksycznie na organizmy wodne.

 

PT

Muito tóxico para os organismos aquáticos.

 

RO

Foarte toxic pentru mediul acvatic.

 

SK

Veľmi toxický pre vodné organizmy.

 

SL

Zelo strupeno za vodne organizme.

 

FI

Erittäin myrkyllistä vesieliöille.

 

SV

Mycket giftigt för vattenlevande organismer.



H410

Sprache

4.1 –  Chronisch gewässergefährdend, Gefahrenkategorie 1

 

BG

Силно токсичен за водните организми, с дълготраен ефект.

 

ES

Muy tóxico para los organismos acuáticos, con efectos nocivos duraderos.

 

CS

Vysoce toxický pro vodní organismy, s dlouhodobými účinky.

 

DA

Meget giftig med langvarige virkninger for vandlevende organismer.

 

DE

Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

 

ET

Väga mürgine veeorganismidele, pikaajaline toime.

 

EL

Πολύ τοξικό για τους υδρόβιους οργανισμούς, με μακροχρόνιες επιπτώσεις.

 

EN

Very toxic to aquatic life with long lasting effects.

 

FR

Très toxique pour les organismes aquatiques, entraîne des effets néfastes à long terme.

 

GA

An-tocsaineach don saol uisceach, le héifeachtaí fadtréimhseacha.

▼M5

 

HR

Vrlo otrovno za vodeni okoliš, s dugotrajnim učincima.

▼B

 

IT

Molto tossico per gli organismi acquatici con effetti di lunga durata.

 

LV

Ļoti toksisks ūdens organismiem ar ilgstošām sekām.

 

LT

Labai toksiška vandens organizmams, sukelia ilgalaikius pakitimus.

 

HU

Nagyon mérgező a vízi élővilágra, hosszan tartó károsodást okoz.

 

MT

Tossiku ħafna għall-organiżmi akwatiċi b’mod li jħalli effetti dejjiema.

 

NL

Zeer giftig voor in het water levende organismen, met langdurige gevolgen.

 

PL

Działa bardzo toksycznie na organizmy wodne, powodując długotrwałe skutki.

 

PT

Muito tóxico para os organismos aquáticos com efeitos duradouros.

 

RO

Foarte toxic pentru mediul acvatic cu efecte pe termen lung.

 

SK

Veľmi toxický pre vodné organizmy, s dlhodobými účinkami.

 

SL

Zelo strupeno za vodne organizme, z dolgotrajnimi učinki.

 

FI

Erittäin myrkyllistä vesieliöille, pitkäaikaisia haittavaikutuksia.

 

SV

Mycket giftigt för vattenlevande organismer med långtidseffekter.



H411

Sprache

4.1 –  Chronisch gewässergefährdend, Gefahrenkategorie 2

 

BG

Токсичен за водните организми, с дълготраен ефект.

 

ES

Tóxico para los organismos acuáticos, con efectos nocivos duraderos.

 

CS

Toxický pro vodní organismy, s dlouhodobými účinky.

 

DA

Giftig for vandlevende organismer, med langvarige virkninger.

 

DE

Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

 

ET

Mürgine veeorganismidele, pikaajaline toime.

 

EL

Τοξικό για τους υδρόβιους οργανισμούς, με μακροχρόνιες επιπτώσεις.

 

EN

Toxic to aquatic life with long lasting effects.

 

FR

Toxique pour les organismes aquatiques, entraîne des effets néfastes à long terme.

 

GA

Tocsaineach don saol uisceach, le héifeachtaí fadtréimhseacha.

▼M5

 

HR

Otrovno za vodeni okoliš s dugotrajnim učincima.

▼B

 

IT

Tossico per gli organismi acquatici con effetti di lunga durata.

 

LV

Toksisks ūdens organismiem ar ilgstošām sekām.

 

LT

Toksiška vandens organizmams, sukelia ilgalaikius pakitimus.

 

HU

Mérgező a vízi élővilágra, hosszan tartó károsodást okoz.

 

MT

Tossiku għall-organiżmi akwatiċi b’mod li jħalli effetti dejjiema.

 

NL

Giftig voor in het water levende organismen, met langdurige gevolgen.

 

PL

Działa toksycznie na organizmy wodne, powodując długotrwałe skutki.

 

PT

Tóxico para os organismos aquáticos com efeitos duradouros.

 

RO

Toxic pentru mediul acvatic cu efecte pe termen lung.

 

SK

Toxický pre vodné organizmy, s dlhodobými účinkami.

 

SL

Strupeno za vodne organizme, z dolgotrajnimi učinki.

 

FI

Myrkyllistä vesieliöille, pitkäaikaisia haittavaikutuksia.

 

SV

Giftigt för vattenlevande organismer med långtidseffekter.



H412

Sprache

4.1 –  Chronisch gewässergefährdend, Gefahrenkategorie 3

 

BG

Вреден за водните организми, с дълготраен ефект.

 

ES

Nocivo para los organismos acuáticos, con efectos nocivos duraderos.

 

CS

Škodlivý pro vodní organismy, s dlouhodobými účinky.

 

DA

Skadelig for vandlevende organismer, med langvarige virkninger.

 

DE

Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

 

ET

►C7  Kahjulik veeorganismidele, pikaajaline toime. ◄

 

EL

Επιβλαβές για τους υδρόβιους οργανισμούς, με μακροχρόνιες επιπτώσεις.

 

EN

Harmful to aquatic life with long lasting effects.

 

FR

Nocif pour les organismes aquatiques, entraîne des effets néfastes à long terme.

 

GA

Díobhálach don saol uisceach, le héifeachtaí fadtréimhseacha.

▼M5

 

HR

Štetno za vodeni okoliš s dugotrajnim učincima.

▼B

 

IT

Nocivo per gli organismi acquatici con effetti di lunga durata.

 

LV

Kaitīgs ūdens organismiem ar ilgstošām sekām.

 

LT

Kenksminga vandens organizmams, sukelia ilgalaikius pakitimus.

 

HU

Ártalmas a vízi élővilágra, hosszan tartó károsodást okoz.

 

MT

Jagħmel ħsara lill-organiżmi akwatiċi b’mod li jħalli effetti dejjiema.

 

NL

Schadelijk voor in het water levende organismen, met langdurige gevolgen.

 

PL

Działa szkodliwie na organizmy wodne, powodując długotrwałe skutki.

 

PT

Nocivo para os organismos aquáticos com efeitos duradouros.

 

RO

Nociv pentru mediul acvatic cu efecte pe termen lung.

 

SK

Škodlivý pre vodné organizmy, s dlhodobými účinkami.

 

SL

Škodljivo za vodne organizme, z dolgotrajnimi učinki.

 

FI

Haitallista vesieliöille, pitkäaikaisia haittavaikutuksia.

 

SV

Skadliga långtidseffekter för vattenlevande organismer.



H413

Sprache

4.1 –  Chronisch gewässergefährdend, Gefahrenkategorie 4

 

BG

Може да причини дълготраен вреден ефект за водните организми.

 

ES

Puede ser nocivo para los organismos acuáticos, con efectos nocivos duraderos.

 

CS

Může vyvolat dlouhodobé škodlivé účinky pro vodní organismy.

 

DA

Kan forårsage langvarige skadelige virkninger for vandlevende organismer.

 

DE

Kann für Wasserorganismen schädlich sein, mit langfristiger Wirkung.

 

ET

Võib avaldada veeorganismidele pikaajalist kahjulikku toimet.

 

EL

Μπορεί να προκαλέσει μακροχρόνιες επιπτώσεις στους υδρόβιους οργανισμούς.

 

EN

May cause long lasting harmful effects to aquatic life.

 

FR

Peut être nocif à long terme pour les organismes aquatiques.

 

GA

D’fhéadfadh sé a bheith ina chúis le héifeachtaí fadtréimhseacha díobhálacha ar an saol uisceach.

▼M5

 

HR

Može uzrokovati dugotrajne štetne učinke na vodeni okoliš.

▼B

 

IT

Può essere nocivo per gli organismi acquatici con effetti di lunga durata.

 

LV

Var radīt ilgstošas kaitīgas sekas ūdens organismiem.

 

LT

Gali sukelti ilgalaikį kenksmingą poveikį vandens organizmams.

 

HU

Hosszan tartó ártalmas hatást gyakorolhat a vízi élővilágra.

 

MT

Jista’ jikkawża effetti ta' ħsara dejjiema lill-organiżmi akwatiċi.

 

NL

Kan langdurige schadelijke gevolgen voor in het water levende organismen hebben.

 

PL

Może powodować długotrwałe szkodliwe skutki dla organizmów wodnych.

 

PT

Pode provocar efeitos nocivos duradouros nos organismos aquáticos.

 

RO

Poate provoca efecte nocive pe termen lung asupra mediului acvatic.

 

SK

Môže mať dlhodobé škodlivé účinky na vodné organizmy.

 

SL

Lahko ima dolgotrajne škodljive učinke na vodne organizme.

 

FI

Voi aiheuttaa pitkäaikaisia haittavaikutuksia vesieliöille.

 

SV

Kan ge skadliga långtidseffekter på vattenlevande organismer.

▼M2



H420

Sprache

5.1. — Die Ozonschicht schädigend — Gefahrenkategorie 1

 

BG

Вреди на общественото здраве и на околната среда, като разрушава озона във високите слоеве на атмосферата

 

ES

Causa daños a la salud pública y el medio ambiente al destruir el ozono en la atmósfera superior

 

CS

Poškozuje veřejné zdraví a životní prostředí tím, že ničí ozon ve svrchních vrstvách atmosféry

 

DA

Skader folkesundheden og miljøet ved at ødelægge ozon i den øvre atmosfære

 

DE

Schädigt die öffentliche Gesundheit und die Umwelt durch Ozonabbau in der äußeren Atmosphäre

 

ET

Kahjustab rahvatervist ja keskkonda, hävitades kõrgatmosfääris asuvat osoonikihti

 

EL

Βλάπτει τη δημόσια υγεία και το περιβάλλον καταστρέφοντας το όζον στην ανώτερη ατμόσφαιρα

 

EN

Harms public health and the environment by destroying ozone in the upper atmosphere

 

FR

Nuit à la santé publique et à l’environnement en détruisant l’ozone dans la haute atmosphère

 

GA

Déanann an t-ábhar seo díobháil don tsláinte phoiblí agus don chomhshaol trí ózón san atmaisféar uachtarach a scriosadh

▼M5

 

HR

Štetno za zdravlje ljudi i okoliš zbog uništavanja ozona u višoj atmosferi

▼M2

 

IT

Nuoce alla salute pubblica e all’ambiente distruggendo l’ozono dello strato superiore dell’atmosfera

 

LV

Bīstams sabiedrības veselībai un videi, jo iznīcina ozonu atmosfēras augšējā slānī

 

LT

Kenkia visuomenės sveikatai ir aplinkai, nes naikina ozono sluoksnį viršutinėje atmosferoje

 

HU

Károsítja a közegészséget és a környezetet, mert a légkör felső rétegeiben lebontja az ózont

 

MT

Tagħmel ħsara lis-saħħa tal-pubbliku u lill-ambjent billi teqred l-ożonu fl-atmosfera ta' fuq

 

NL

Schadelijk voor de volksgezondheid en het milieu door afbraak van ozon in de bovenste lagen van de atmosfeer

 

PL

Szkodliwe dla zdrowia publicznego i środowiska w związku z niszczącym oddziaływaniem na ozon w górnej warstwie atmosfery

 

PT

Prejudica a saúde pública e o ambiente ao destruir o ozono na alta atmosfera

 

RO

Dăunează sănătății publice și mediului înconjurător prin distrugerea ozonului în atmosfera superioară

 

SK

Poškodzuje verejné zdravie a životné prostredie tým, že ničí ozón vo vrchných vrstvách atmosféry

 

SL

Škodljivo za javno zdravje in okolje zaradi uničevanja ozona v zgornji atmosferi

 

FI

Vahingoittaa kansanterveyttä ja ympäristöä tuhoamalla otsonia ylemmässä ilmakehässä

 

SV

Skadar folkhälsan och miljön genom förstöring av ozonet i övre delen av atmosfären

▼B

2.   Teil 2: Ergänzende Gefahrenmerkmale



Tabelle 2.1

Physikalische Eigenschaften

EUH 001

Sprache

 

 

BG

Експлозивен в сухо състояние.

 

ES

Explosivo en estado seco.

 

CS

Výbušný v suchém stavu.

 

DA

Eksplosiv i tør tilstand.

 

DE

►C4  In trockenem Zustand explosiv. ◄

 

ET

Plahvatusohtlik kuivana.

 

EL

Εκρηκτικό σε ξηρή κατάσταση.

 

EN

Explosive when dry.

 

FR

Explosif à l'état sec.

 

GA

Pléascach agus é tirim.

▼M5

 

HR

Eksplozivno u suhom stanju.

▼B

 

IT

Esplosivo allo stato secco.

 

LV

Sprādzienbīstams sausā veidā.

 

LT

Sausos būsenos gali sprogti.

 

HU

Száraz állapotban robbanásveszélyes.

 

MT

Jisplodi meta jinxef.

 

NL

In droge toestand ontplofbaar.

 

PL

Produkt wybuchowy w stanie suchym.

 

PT

Explosivo no estado seco.

 

RO

Exploziv în stare uscată.

 

SK

V suchom stave výbušný.

 

SL

Eksplozivno v suhem stanju.

 

FI

Räjähtävää kuivana.

 

SV

Explosivt i torrt tillstånd.

▼M4 —————

▼B



EUH 014

Sprache

 

 

BG

Реагира бурно с вода.

 

ES

Reacciona violentamente con el agua.

 

CS

Prudce reaguje s vodou.

 

DA

Reagerer voldsomt med vand.

 

DE

Reagiert heftig mit Wasser.

 

ET

Reageerib ägedalt veega.

 

EL

Αντιδρά βίαια με νερό.

 

EN

Reacts violently with water.

 

FR

Réagit violemment au contact de l'eau.

 

GA

Imoibríonn go foirtil le huisce.

▼M5

 

HR

Burno reagira s vodom.

▼B

 

IT

Reagisce violentemente con l'acqua.

 

LV

Aktīvi reaģē ar ūdeni.

 

LT

Smarkiai reaguoja su vandeniu.

 

HU

Vízzel hevesen reagál.

 

MT

Jirreaġixxi bil-qawwa meta jmiss l-ilma.

 

NL

Reageert heftig met water.

 

PL

Reaguje gwałtownie z wodą.

 

PT

Reage violentamente em contacto com a água.

 

RO

Reacționează violent în contact cu apa.

 

SK

Prudko reaguje s vodou.

 

SL

Burno reagira z vodo.

 

FI

Reagoi voimakkaasti veden kanssa.

 

SV

Reagerar häftigt med vatten.



EUH 018

Sprache

 

 

BG

При употреба може да се образува запалима/експлозивна паровъздушнa смес.

 

ES

►C7  Al usarlo, pueden formarse mezclas aire-vapor explosivas o inflamables. ◄

 

CS

Při používání může vytvářet hořlavé nebo výbušné směsi par se vzduchem.

 

DA

Ved brug kan brandbarlige dampe/eksplosive damp-luftblandinger dannes.

 

DE

Kann bei Verwendung explosionsfähige/entzündbare Dampf/Luft-Gemische bilden.

 

ET

Kasutamisel võib moodustuda tule-/plahvatusohtlik auru-õhu segu.

 

EL

Κατά τη χρήση μπορεί να σχηματίσει εύφλεκτα/εκρηκτικά μείγματα ατμού-αέρος.

 

EN

In use may form flammable/explosive vapour-air mixture.

 

FR

Lors de l'utilisation, formation possible de mélange vapeur-air inflammable/explosif.

 

GA

Agus é á úsáid d’fhéadfaí meascán inadhainte/pléascach gaile-aeir a chruthú.

▼M5

 

HR

Pri uporabi može nastati zapaljiva/eksplozivna smjesa para-zrak.

▼B

 

IT

Durante l'uso può formarsi una miscela vapore-aria esplosiva/infiammabile.

 

LV

Izmantojot var veidot uzliesmojošu vai sprādzienbīstamu tvaiku un gaisa maisījumu.

 

LT

Naudojama gali sudaryti degius (sprogius) garų-oro mišinius.

 

HU

A használat során tűzveszélyes/robbanásveszélyes gőz/levegő elegy keletkezhet.

 

MT

Meta jintuża jista' jifforma taħlitiet esplussivi jew li jaqbdu jekk jitħallat ma' l-arja.

 

NL

Kan bij gebruik een ontvlambaar/ontplofbaar damp-luchtmengsel vormen.

 

PL

Podczas stosowania mogą powstawać łatwopalne lub wybuchowe mieszaniny par z powietrzem.

 

PT

Pode formar mistura vapor-ar explosiva/inflamável durante a utilização.

 

RO

În timpul utilizării poate forma un amestec vapori-aer, inflamabil/exploziv.

 

SK

Pri použití môže vytvárat’ horľavú/výbušnú zmes pár so vzduchom.

 

SL

Pri uporabi lahko tvori vnetljivo/eksplozivno zmes hlapi-zrak.

 

FI

Käytössä voi muodostua syttyvä/räjähtävä höyry-ilmaseos.

 

SV

Vid användning kan brännbara/explosiva ång-luftblandningar bildas.



EUH 019

Sprache

 

 

BG

Може да образува експлозивни пероксиди.

 

ES

Puede formar peróxidos explosivos.

 

CS

Může vytvářet výbušné peroxidy.

 

DA

Kan danne eksplosive peroxider.

 

DE

Kann explosionsfähige Peroxide bilden.

 

ET

Võib moodustada plahvatusohtlikke peroksiide.

 

EL

Μπορεί να σχηματίσει εκρηκτικά υπεροξείδια.

 

EN

May form explosive peroxides.

 

FR

Peut former des peroxydes explosifs.

 

GA

D’fhéadfadh sé sárocsaídí pléascacha a chruthú.

▼M5

 

HR

Može stvarati eksplozivne perokside.

▼B

 

IT

Può formare perossidi esplosivi.

 

LV

Var veidot sprādzienbīstamus peroksīdus.

 

LT

Gali sudaryti sprogius peroksidus.

 

HU

Robbanásveszélyes peroxidokat képezhet.

 

MT

Jista' jifforma perossidi esplussivi.

 

NL

Kan ontplofbare peroxiden vormen.

 

PL

Może tworzyć wybuchowe nadtlenki.

 

PT

Pode formar peróxidos explosivos.

 

RO

Poate forma peroxizi explozivi.

 

SK

Môže vytvárat’ výbušné peroxidy.

 

SL

Lahko tvori eksplozivne perokside.

 

FI

Saattaa muodostaa räjähtäviä peroksideja.

 

SV

Kan bilda explosiva peroxider.



EUH 044

Sprache

 

 

BG

Риск от експлозия при нагряване в затворено пространство.

 

ES

Riesgo de explosión al calentarlo en ambiente confinado.

 

CS

Nebezpečí výbuchu při zahřátí v uzavřeném obalu.

 

DA

Eksplosionsfarlig ved opvarmning under indeslutning.

 

DE

Explosionsgefahr bei Erhitzen unter Einschluss.

 

ET

Plahvatusohtlik kuumutamisel kinnises mahutis.

 

EL

Κίνδυνος εκρήξεως εάν θερμανθεί υπό περιορισμό.

 

EN

Risk of explosion if heated under confinement.

 

FR

Risque d'explosion si chauffé en ambiance confinée.

 

GA

Baol pléasctha arna théamh i limistéar iata.

▼M5

 

HR

Opasnost od eksplozije ako se zagrijava u zatvorenom prostoru.

▼B

 

IT

Rischio di esplosione per riscaldamento in ambiente confinato.

 

LV

Sprādziena draudi, karsējot slēgtā vidē.

 

LT

Gali sprogti, jei kaitinama sandariai uždaryta.

 

HU

Zárt térben hő hatására robbanhat.

 

MT

Riskju ta' splużjoni jekk jissaħħan fil-magħluq.

 

NL

Ontploffingsgevaar bij verwarming in afgesloten toestand.

 

PL

Zagrożenie wybuchem po ogrzaniu w zamkniętym pojemniku.

 

PT

Risco de explosão se aquecido em ambiente fechado.

 

RO

Risc de explozie, dacă este încălzit în spațiu închis.

 

SK

Riziko výbuchu pri zahrievaní v uzavretom priestore.

 

SL

Nevarnost eksplozije ob segrevanju v zaprtem prostoru.

 

FI

Räjähdysvaara kuumennettaessa suljetussa astiassa.

 

SV

Explosionsrisk vid uppvärmning i sluten behållare.



Tabelle 2.2

Gesundheitsgefährliche Eigenschaften

EUH 029

Sprache

 

 

BG

При контакт с вода се отделя токсичен газ.

 

ES

En contacto con agua libera gases tóxicos.

 

CS

Uvolňuje toxický plyn při styku s vodou.

 

DA

Udvikler giftig gas ved kontakt med vand.

 

DE

Entwickelt bei Berührung mit Wasser giftige Gase.

 

ET

Kokkupuutel veega eraldub mürgine gaas.

 

EL

Σε επαφή με το νερό ελευθερώνονται τοξικά αέρια.

 

EN

Contact with water liberates toxic gas.

 

FR

Au contact de l'eau, dégage des gaz toxiques.

 

GA

I dteagmháil le huisce scaoiltear gás tocsaineach.

▼M5

 

HR

U dodiru s vodom oslobađa otrovni plin.

▼B

 

IT

A contatto con l'acqua libera un gas tossico.

 

LV

Saskaroties ar ūdeni, izdala toksiskas gāzes.

 

LT

Kontaktuodama su vandeniu išskiria toksiškas dujas.

 

HU

Vízzel érintkezve mérgező gázok képződnek.

 

MT

Jitfa' gass tossiku meta jmiss l-ilma.

 

NL

Vormt giftig gas in contact met water.

 

PL

W kontakcie z wodą uwalnia toksyczne gazy.

 

PT

Em contacto com a água liberta gases tóxicos.

 

RO

În contact cu apa, degajă un gaz toxic.

 

SK

Pri kontakte s vodou uvoľňuje toxický plyn.

 

SL

V stiku z vodo se sprošča strupen plin.

 

FI

Kehittää myrkyllistä kaasua veden kanssa.

 

SV

Utvecklar giftig gas vid kontakt med vatten.



EUH 031

Sprache

 

 

BG

При контакт с киселини се отделя токсичен газ.

 

ES

En contacto con ácidos libera gases tóxicos.

 

CS

Uvolňuje toxický plyn při styku s kyselinami.

 

DA

Udvikler giftig gas ved kontakt med syre.

 

DE

Entwickelt bei Berührung mit Säure giftige Gase.

 

ET

Kokkupuutel hapetega eraldub mürgine gaas.

 

EL

Σε επαφή με οξέα ελευθερώνονται τοξικά αέρια.

 

EN

Contact with acids liberates toxic gas.

 

FR

Au contact d'un acide, dégage un gaz toxique.

 

GA

I dteagmháil le haigéid scaoiltear gás tocsaineach.

▼M5

 

HR

U dodiru s kiselinama oslobađa otrovni plin.

▼B

 

IT

A contatto con acidi libera gas tossici.

 

LV

Saskaroties ar skābēm, izdala toksiskas gāzes.

 

LT

Kontaktuodama su rūgštimis išskiria toksiškas dujas.

 

HU

Savval érintkezve mérgező gázok képződnek.

 

MT

Jitfa' gass tossiku meta jmiss l-aċidi.

 

NL

Vormt giftig gas in contact met zuren.

 

PL

W kontakcie z kwasami uwalnia toksyczne gazy.

 

PT

Em contacto com ácidos liberta gases tóxicos.

 

RO

În contact cu acizi, degajă un gaz toxic.

 

SK

Pri kontakte s kyselinami uvoľňuje toxický plyn.

 

SL

V stiku s kislinami se sprošča strupen plin.

 

FI

Kehittää myrkyllistä kaasua hapon kanssa.

 

SV

Utvecklar giftig gas vid kontakt med syra.



EUH 032

Sprache

 

 

BG

При контакт с киселини се отделя силно токсичен газ.

 

ES

En contacto con ácidos libera gases muy tóxicos.

 

CS

Uvolňuje vysoce toxický plyn při styku s kyselinami.

 

DA

Udvikler meget giftig gas ved kontakt med syre.

 

DE

Entwickelt bei Berührung mit Säure sehr giftige Gase.

 

ET

Kokkupuutel hapetega eraldub väga mürgine gaas.

 

EL

Σε επαφή με οξέα ελευθερώνονται πολύ τοξικά αέρια.

 

EN

Contact with acids liberates very toxic gas.

 

FR

Au contact d'un acide, dégage un gaz très toxique.

 

GA

I dteagmháil le haigéid scaoiltear gás an-tocsaineach.

▼M5

 

HR

U dodiru s kiselinama oslobađa vrlo otrovni plin.

▼B

 

IT

A contatto con acidi libera gas molto tossici.

 

LV

Saskaroties ar skābēm, izdala ļoti toksiskas gāzes.

 

LT

Kontaktuodama su rūgštimis išskiria labai toksiškas dujas.

 

HU

Savval érintkezve nagyon mérgező gázok képződnek.

 

MT

Jitfa' gass tossiku ħafna meta jmiss l-aċidi.

 

NL

Vormt zeer giftig gas in contact met zuren.

 

PL

W kontakcie z kwasami uwalnia bardzo toksyczne gazy.

 

PT

Em contacto com ácidos liberta gases muito tóxicos.

 

RO

În contact cu acizi, degajă un gaz foarte toxic.

 

SK

Pri kontakte s kyselinami uvoľňuje veľmi toxický plyn.

 

SL

V stiku s kislinami se sprošča zelo strupen plin.

 

FI

Kehittää erittäin myrkyllistä kaasua hapon kanssa.

 

SV

Utvecklar mycket giftig gas vid kontakt med syra.



EUH 066

Sprache

 

 

BG

Повтарящата се експозиция може да предизвика изсушаване или напукване на кожата.

 

ES

La exposición repetida puede provocar sequedad o formación de grietas en la piel.

 

CS

Opakovaná expozice může způsobit vysušení nebo popraskání kůže.

 

DA

Gentagen kontakt kan give tør eller revnet hud.

 

DE

Wiederholter Kontakt kann zu spröder oder rissiger Haut führen.

 

ET

Korduv kokkupuude võib põhjustada naha kuivust või lõhenemist.

 

EL

Παρατεταμένη έκθεση μπορεί να προκαλέσει ξηρότητα δέρματος ή σκάσιμο.

 

EN

Repeated exposure may cause skin dryness or cracking.

 

FR

L'exposition répétée peut provoquer dessèchement ou gerçures de la peau.

 

GA

D’fhéadfadh tirimeacht chraicinn nó scoilteadh craicinn a bheith mar thoradh ar ilnochtadh.

▼M5

 

HR

Ponavljano izlaganje može prouzročiti sušenje ili pucanje kože.

▼B

 

IT

L'esposizione ripetuta può provocare secchezza o screpolature della pelle.

 

LV

Atkārtota iedarbība var radīt sausu ādu vai izraisīt tās sprēgāšanu.

 

LT

Pakartotinis poveikis gali sukelti odos džiūvimą arba skilinėjimą.

 

HU

Ismétlődő expozíció a bőr kiszáradását vagy megrepedezését okozhatja.

 

MT

Espożizzjoni ripetuta tista' tikkaġuna nxif jew qsim tal-ġilda.

 

NL

Herhaalde blootstelling kan een droge of een gebarsten huid veroorzaken.

 

PL

Powtarzające się narażenie może powodować wysuszanie lub pękanie skóry.

 

PT

Pode provocar pele seca ou gretada, por exposição repetida.

 

RO

Expunerea repetată poate provoca uscarea sau crăparea pielii.

 

SK

Opakovaná expozícia môže spôsobit’ vysušenie alebo popraskanie pokožky.

 

SL

Ponavljajoča izpostavljenost lahko povzroči nastanek suhe ali razpokane kože.

 

FI

Toistuva altistus voi aiheuttaa ihon kuivumista tai halkeilua.

 

SV

Upprepad kontakt kan ge torr hud eller hudsprickor.



EUH 070

Sprache

 

 

BG

Токсично при контакт с очите.

 

ES

Tóxico en contacto con los ojos.

 

CS

Toxický při styku s očima.

 

DA

Giftig ved kontakt med øjnene.

 

DE

Giftig bei Berührung mit den Augen.

 

ET

Silma sattumisel mürgine.

 

EL

Τοξικό σε επαφή με τα μάτια.

 

EN

Toxic by eye contact.

 

FR

Toxique par contact oculaire.

 

GA

Tocsaineach trí theagmháil leis an tsúil.

▼M5

 

HR

Otrovno u dodiru s očima.

▼B

 

IT

Tossico per contatto oculare.

 

LV

Toksisks saskarē ar acīm.

 

LT

Toksiška patekus į akis.

 

HU

Szembe kerülve mérgező.

 

MT

Tossiku meta jmiss ma’ l-għajnejn.

 

NL

Giftig bij oogcontact.

 

PL

Działa toksycznie w kontakcie z oczami.

 

PT

Tóxico por contacto com os olhos.

 

RO

Toxic în caz de contact cu ochii.

 

SK

Toxické pri kontakte s očami.

 

SL

Strupeno ob stiku z očmi.

 

FI

Myrkyllistä joutuessaan silmään.

 

SV

Giftigt vid kontakt med ögonen.



EUH 071

Sprache

 

 

BG

Корозивен за дихателните пътища.

 

ES

Corrosivo para las vías respiratorias.

 

CS

Způsobuje poleptání dýchacích cest.

 

DA

Ætsende for luftvejene.

 

DE

Wirkt ätzend auf die Atemwege.

 

ET

Söövitav hingamisteedele.

 

EL

Διαβρωτικό της αναπνευστικής οδού.

 

EN

Corrosive to the respiratory tract.

 

FR

Corrosif pour les voies respiratoires.

 

GA

Creimneach don chonair riospráide.

▼M5

 

HR

Nagrizajuće za dišni sustav.

▼B

 

IT

Corrosivo per le vie respiratorie.

 

LV

Kodīgs elpceļiem.

 

LT

Ėsdina kvėpavimo takus.

 

HU

Maró hatású a légutakra.

 

MT

Korrużiv għas-sistema respiratorja.

 

NL

Bijtend voor de luchtwegen.

 

PL

Działa żrąco na drogi oddechowe.

 

PT

Corrosivo para as vias respiratórias.

 

RO

Corosiv pentru căile respiratorii.

 

SK

Žieravé pre dýchacie cesty.

 

SL

Jedko za dihalne poti.

 

FI

Hengityselimiä syövyttävää.

 

SV

Frätande på luftvägarna.

▼M2 —————

▼B

3.   Teil 3: Ergänzende Kennzeichnungselemente/Informationen über bestimmte ►M2  ————— ◄ Gemische



EUH 201/ 201A

Sprache

 

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

BG

Съдържа олово. Да не се използва върху повърхност, която евентуално може да се дъвче или смуче от деца.

Внимание! Съдържа олово.

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

ES

Contiene plomo. No utilizar en objetos que los niños puedan masticar o chupar.

¡Atención! Contiene plomo.

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

CS

Obsahuje olovo. Nemá se používat na povrchy, které mohou okusovat nebo olizovat děti.

Pozor! Obsahuje olovo.

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

DA

Indeholder bly. Må ikke anvendes på genstande, som børn vil kunne tygge eller sutte på.

Advarsel! Indeholder bly.

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

DE

Enthält Blei. Nicht für den Anstrich von Gegenständen verwenden, die von Kindern gekaut oder gelutscht werden könnten.

Achtung! Enthält Blei.

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

ET

►C7  Sisaldab pliid. Mitte kasutada pindadel, mida lapsed võivad närida või imeda.

Hoiatus! Sisaldab pliid. ◄

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

EL

Περιέχει μόλυβδο. Να μη χρησιμοποιείται σε επιφάνειες που είναι πιθανόν να μασήσουν ή να πιπιλίσουν τα παιδιά.

Προσοχή! Περιέχει μόλυβδο.

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

EN

Contains lead. Should not be used on surfaces liable to be chewed or sucked by children.

Warning! Contains lead.

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

FR

Contient du plomb. Ne pas utiliser sur les objets susceptibles d’être mâchés ou sucés par des enfants.

Attention! Contient du plomb.

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

GA

Luaidhe ann. Níor chóir a úsáid ar dhromchlaí a d'fhéadfadh a bheith á gcogaint nó á sú ag leanaí.

Rabhadh! Luaidhe ann.

▼M5

 

HR

Sadrži olovo. Ne smije se koristiti na površinama koje mogu žvakati ili sisati djeca.

Upozorenje! Sadrži olovo.

▼B

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

IT

Contiene piombo. Non utilizzare su oggetti che possono essere masticati o succhiati dai bambini.

Attenzione! Contiene piombo.

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

LV

Satur svinu. Nedrīkst lietot uz virsmām, kuras var nonākt bērnam mutē.

Brīdinājums! Satur svinu.

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

LT

Sudėtyje yra švino. Nenaudoti paviršiams, kurie gali būti vaikų kramtomi arba čiulpiami.

Atsargiai! Sudėtyje yra švino.

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

HU

Ólmot tartalmaz. Tilos olyan felületeken használni, amelyeket gyermekek szájukba vehetnek.

Figyelem! Ólmot tartalmaz.

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

MT

Fih iċ-ċomb. M'għandux jintuża' fuq uċuh li x'aktarx jomogħduhom jew jerdgħuhom it-tfal.

Twissija! Fih iċ-ċomb.

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

NL

Bevat lood. Mag niet worden gebruikt voor voorwerpen waarin kinderen kunnen bijten of waaraan kinderen kunnen zuigen.

Let op! Bevat lood.

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

PL

Zawiera ołów. Nie należy stosować na powierzchniach, które mogą być gryzione lub ssane przez dzieci.

Uwaga! Zawiera ołów.

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

PT

Contém chumbo. Não utilizar em superfícies que possam ser mordidas ou chupadas por crianças.

Atenção! Contém chumbo.

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

RO

Conține plumb. A nu se utiliza pe obiecte care pot fi mestecate sau supte de copii.

Atenție! Conține plumb.

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

SK

Obsahuje olovo. Nepoužívajte na povrchy, ktoré by mohli žuť alebo oblizovať deti.

Pozor! Obsahuje olovo.

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

SL

Vsebuje svinec. Ne sme se nanašati na površine, ki bi jih lahko žvečili ali sesali otroci.

Pozor! Vsebuje svinec.

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

FI

Sisältää lyijyä. Ei saa käyttää pintoihin, joita lapset voivat pureskella tai imeä.

Varoitus! Sisältää lyijyä.

►M2  201 ◄

►M2  201A ◄

SV

Innehåller bly. Bör inte användas på ytor där barn kan komma åt att tugga eller suga.

Varning! Innehåller bly.



EUH 202

Sprache

 

 

BG

Цианокрилат. Опасно. Залепва кожата и очите за секунди. Да се съхранява извън обсега на деца.

 

ES

Cianoacrilato. Peligro. Se adhiere a la piel y a los ojos en pocos segundos. Mantener fuera del alcance de los niños.

 

CS

Kyanoakrylát. Nebezpečí. Okamžitě slepuje kůži a oči. Uchovávejte mimo dosah dětí.

 

DA

Cyanoacrylat. Farligt. Klæber til huden og øjnene på få sekunder. Opbevares utilgængeligt for børn.

 

DE

Cyanacrylat. Gefahr. Klebt innerhalb von Sekunden Haut und Augenlider zusammen. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.

 

ET

Tsüanoakrülaat. Ohtlik. Liimib naha ja silmad hetkega. Hoida lastele kättesaamatus kohas.

 

EL

Κυανοακρυλική ένωση. Κίνδυνος. Κολλάει στην επιδερμίδα και στα μάτια μέσα σε λίγα δευτερόλεπτα. Να φυλάσσεται μακριά από παιδιά.

 

EN

Cyanoacrylate. Danger. Bonds skin and eyes in seconds. Keep out of the reach of children.

 

FR

Cyanoacrylate. Danger. Colle à la peau et aux yeux en quelques secondes. À conserver hors de portée des enfants.

 

GA

Cianaicrioláit. Contúirt. Nascann craiceann agus súile laistigh de shoicindí. Coimeád as aimsiú leanaí.

▼M5

 

HR

Cianoakrilat. Opasnost. Trenutno lijepi kožu i oči. Čuvati izvan dohvata djece.

▼B

 

IT

Cianoacrilato. Pericolo. Incolla la pelle e gli occhi in pochi secondi. Tenere fuori dalla portata dei bambini.

 

LV

Ciānakrilāts. Bīstami. Iedarbība uz acīm un ādu tūlītēja. Sargāt no bērniem.

 

LT

Cianakrilatas. Pavojinga. Staigiai suklijuoja odą ir akis. Laikyti vaikams neprieinamoje vietoje.

 

HU

Cianoakrilát. Veszély! Néhány másodperc alatt a bőrre és a szembe ragad. Gyermekektől elzárva tartandó.

 

MT

Cyanoacrylate. Periklu. Iwaħħal il-ġilda u l-għajnejn fi ftit sekondi. Żomm ‘il bogħod minn fejn jistgħu jilħquh it-tfal.

 

NL

Cyanoacrylaat. Gevaarlijk. Kleeft binnen enkele seconden aan huid en oogleden. Buiten het bereik van kinderen houden.

 

PL

Cyjanoakrylany. Niebezpieczeństwo. Skleja skórę i powieki w ciągu kilku sekund. Chronić przed dziećmi.

 

PT

Cianoacrilato. Perigo. Cola à pele e aos olhos em poucos segundos. Manter fora do alcance das crianças.

 

RO

Cianoacrilat. Pericol. Se lipește de piele și ochi în câteva secunde. A nu se lăsa la îndemâna copiilor.

 

SK

Kyanoakrylát. Nebezpečenstvo. V priebehu niekoľkých sekúnd zlepí pokožku a oči. Uchovávajte mimo dosahu detí.

 

SL

Cianoakrilat. Nevarno. Kožo in oči zlepi v nekaj sekundah. Hraniti zunaj dosega otrok.

 

FI

Syanoakrylaattia. Vaara. Liimaa ihon ja silmät hetkessä. Säilytettävä lasten ulottumattomissa.

 

SV

Cyanoakrylat. Fara. Fäster snabbt på hud och ögon. Förvaras oåtkomligt för barn.



EUH 203

Sprache

 

 

BG

Съдържа хром (VI). Може да причини алергична реакция.

 

ES

Contiene cromo (VI). Puede provocar una reacción alérgica.

 

CS

Obsahuje chrom (VI). Může vyvolat alergickou reakci.

 

DA

Indeholder krom (VI). Kan udløse allergisk reaktion.

 

DE

Enthält Chrom (VI). Kann allergische Reaktionen hervorrufen.

 

ET

Sisaldab kroomi (VI). Võib esile kutsuda allergilise reaktsiooni.

 

EL

Περιέχει χρώμιο (VI). Μπορεί να προκαλέσει αλλεργική αντίδραση.

 

EN

Contains chromium (VI). May produce an allergic reaction.

 

FR

Contient du chrome (VI). Peut produire une réaction allergique.

 

GA

Cróimiam (VI) ann. D’fhéadfadh sé a bheith ina chúis le frithghníomh ailléirgeach.

▼M5

 

HR

Sadrži krom (VI). Može izazvati alergijsku reakciju.

▼B

 

IT

Contiene cromo (VI). Può provocare una reazione allergica.

 

LV

Satur hromu (VI). Var izraisīt alerģisku reakciju.

 

LT

Sudėtyje yra chromo (VI). Gali sukelti alerginę reakciją.

 

HU

Krómot (VI) tartalmaz. Allergiás reakciót válthat ki.

 

MT

Fih il-kromju (VI). Jista’ joħloq reazzjoni allerġika.

 

NL

Bevat zeswaardig chroom. Kan een allergische reactie veroorzaken.

 

PL

Zawiera chrom (VI). Może powodować wystąpienie reakcji alergicznej.

 

PT

Contém crómio (VI). Pode provocar uma reacção alérgica.

 

RO

Conține crom (VI). Poate provoca o reacție alergică.

 

SK

Obsahuje chróm (VI). Môže vyvolať alergickú reakciu.

 

SL

Vsebuje krom (VI). Lahko povzroči alergijski odziv.

 

FI

Sisältää kromi(VI)-yhdisteitä. Voi aiheuttaa allergisen reaktion.

 

SV

Innehåller krom (VI). Kan orsaka en allergisk reaktion.



EUH 204

Sprache

 

 

BG

Съдържа изоцианати. Може да причини алергична реакция.

 

ES

Contiene isocianatos. Puede provocar una reacción alérgica.

 

CS

Obsahuje isokyanáty. Může vyvolat alergickou reakci.

 

DA

Indeholder isocyanater. Kan udløse allergisk reaktion.

 

DE

Enthält Isocyanate. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.

 

ET

Sisaldab isotsüanaate. Võib esile kutsuda allergilise reaktsiooni.

 

EL

Περιέχει ισοκυανικές ενώσεις. Μπορεί να προκαλέσει αλλεργική αντίδραση.

 

EN

Contains isocyanates. May produce an allergic reaction.

 

FR

Contient des isocyanates. Peut produire une réaction allergique.

 

GA

Isicianaítí ann. D’fhéadfadh sé a bheith ina chúis le frithghníomh ailléirgeach.

▼M5

 

HR

Sadrži izocianate. Može izazvati alergijsku reakciju.

▼B

 

IT

Contiene isocianati. Può provocare una reazione allergica.

 

LV

Satur izocianātus. Var izraisīt alerģisku reakciju.

 

LT

Sudėtyje yra izocianatų. Gali sukelti alerginę reakciją.

 

HU

Izocianátokat tartalmaz. Allergiás reakciót válthat ki.

 

MT

Fih l-isocyanates. Jista’ jagħmel reazzjoni allerġika.

 

NL

Bevat isocyanaten. Kan een allergische reactie veroorzaken.

 

PL

Zawiera izocyjaniany. Może powodować wystąpienie reakcji alergicznej.

 

PT

Contém isocianatos. Pode provocar uma reacção alérgica.

 

RO

Conține izocianați. Poate provoca o reacție alergică.

 

SK

Obsahuje izokyanáty. Môže vyvolať alergickú reakciu.

 

SL

Vsebuje izocianate. Lahko povzroči alergijski odziv.

 

FI

Sisältää isosyanaatteja. Voi aiheuttaa allergisen reaktion.

 

SV

Innehåller isocyanater. Kan orsaka en allergisk reaktion.



EUH 205

Sprache

 

 

BG

Съдържа епоксидни съставки. Може да причини алергична реакция.

 

ES

Contiene componentes epoxídicos. Puede provocar una reacción alérgica.

 

CS

Obsahuje epoxidové složky. Může vyvolat alergickou reakci.

 

DA

Indeholder epoxyforbindelser. Kan udløse allergisk reaktion.

 

DE

Enthält epoxidhaltige Verbindungen. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.

 

ET

Sisaldab epoksükomponente. Võib esile kutsuda allergilise reaktsiooni.

 

EL

Περιέχει εποξειδικές ενώσεις. Μπορεί να προκαλέσει αλλεργική αντίδραση.

 

EN

Contains epoxy constituents. May produce an allergic reaction.

 

FR

Contient des composés époxydiques. Peut produire une réaction allergique.

 

GA

Comhábhair eapocsacha ann. D’fhéadfadh sé a bheith ina chúis le frithghníomh ailléirgeach.

▼M5

 

HR

Sadrži epoksidne sastojke. Može izazvati alergijsku reakciju.

▼B

 

IT

Contiene componenti epossidici. Può provocare una reazione allergica.

 

LV

Satur epoksīda sastāvdaļas. Var izraisīt alerģisku reakciju.

 

LT

Sudėtyje yra epoksidinių komponentų. Gali sukelti alerginę reakciją.

 

HU

Epoxid tartalmú vegyületeket tartalmaz. Allergiás reakciót válthat ki.

 

MT

Fih kostitwenti ta’ l-eposside. Jista’ jagħmel reazzjoni allerġika.

 

NL

Bevat epoxyverbindingen. Kan een allergische reactie veroorzaken.

 

PL

Zawiera składniki epoksydowe. Może powodować wystąpienie reakcji alergicznej.

 

PT

Contém componentes epoxídicos. Pode provocar uma reacção alérgica.

 

RO

Conține componenți epoxidici. Poate provoca o reacție alergică.

 

SK

Obsahuje epoxidové zložky. Môže vyvolať alergickú reakciu.

 

SL

Vsebuje epoksidne sestavine. Lahko povzroči alergijski odziv.

 

FI

Sisältää epoksihartseja. Voi aiheuttaa allergisen reaktion.

 

SV

Innehåller epoxiförening. Kan orsaka en allergisk reaktion.



EUH 206

Sprache

 

 

BG

Внимание! Да не се използва заедно с други продукти. Може да отдели опасни газове (хлор).

 

ES

¡Atención! No utilizar junto con otros productos. Puede desprender gases peligrosos (cloro).

 

CS

Pozor! Nepoužívejte společně s jinými výrobky. Může uvolňovat nebezpečné plyny (chlor).

 

DA

Advarsel! Må ikke anvendes i forbindelse med andre produkter. Farlige luftarter (chlor) kan frigøres.

 

DE

Achtung! Nicht zusammen mit anderen Produkten verwenden, da gefährliche Gase (Chlor) freigesetzt werden können.

 

ET

►C7  Hoiatus! Mitte kasutada koos teiste toodetega. Segust võib eralduda ohtlikke gaase (kloori). ◄

 

EL

Προσοχή! Να μην χρησιμοποιείται σε συνδυασμό με άλλα προϊόντα. Μπορεί να ελευθερωθούν επικίνδυνα αέρια (χλώριο).

 

EN

Warning! Do not use together with other products. May release dangerous gases (chlorine).

 

FR

Attention! Ne pas utiliser en combinaison avec d’autres produits. Peut libérer des gaz dangereux (chlore).

 

GA

Rabhadh! Ná húsáid in éineacht le táirgí eile. D’fhéadfadh sé go scaoilfí gáis chontúirteacha (clóirín).

▼M5

 

HR

Upozorenje! Ne koristiti s drugim proizvodima. Mogu se osloboditi opasni plinovi (klor).

▼B

 

IT

Attenzione! Non utilizzare in combinazione con altri prodotti. Possono liberarsi gas pericolosi (cloro).

 

LV

Brīdinājums! Nelietot kopā ar citiem produktiem. Var izdalīt bīstamas gāzes (hloru).

 

LT

Atsargiai! Nenaudoti kartu su kitais produktais. Gali išskirti pavojingas dujas (chlorą).

 

HU

Figyelem! Tilos más termékekkel együtt használni. Veszélyes gázok (klór) szabadulhatnak fel.

 

MT

Twissija! Tużahx flimkien ma’ prodotti oħra. Jista’ jerħi gassijiet perikolużi (kloru).

 

NL

Let op! Niet in combinatie met andere producten gebruiken. Er kunnen gevaarlijke gassen (chloor) vrijkomen.

 

PL

Uwaga! Nie stosować razem z innymi produktami. Może wydzielać niebezpieczne gazy (chlor).

 

PT

Atenção! Não utilizar juntamente com outros produtos. Podem libertar-se gases perigosos (cloro).

 

RO

Atenție! A nu se folosi împreună cu alte produse. Poate elibera gaze periculoase (clor).

 

SK

Pozor! Nepoužívajte spolu s inými výrobkami. Môžu uvoľňovať nebezpečné plyny (chlór).

 

SL

Pozor! Ne uporabljajte skupaj z drugimi izdelki. Lahko se sproščajo nevarni plini (klor).

 

FI

Varoitus! Älä käytä yhdessä muiden tuotteiden kanssa. Tuotteesta voi vapautua vaarallista kaasua (klooria).

 

SV

Varning! Får ej användas tillsammans med andra produkter. Kan avge farliga gaser (klor).



EUH 207

Sprache

 

 

BG

Внимание! Съдържа кадмий. При употреба се образуват опасни пари. Вижте информацията, предоставена от производителя. Спазвайте инструкциите за безопасност.

 

ES

¡Atención! Contiene cadmio. Durante su utilización se desprenden vapores peligrosos. Ver la información facilitada por el fabricante. Seguir las instrucciones de seguridad.

 

CS

Pozor! Obsahuje kadmium. Při používání vznikají nebezpečné výpary. Viz informace dodané výrobcem. Dodržujte bezpečnostní pokyny.

 

DA

Advarsel! Indeholder cadmium. Der udvikles farlige dampe under anvendelsen. Se producentens oplysninger. Overhold sikkerhedsforskrifterne.

 

DE

Achtung! Enthält Cadmium. Bei der Verwendung entstehen gefährliche Dämpfe. Hinweise des Herstellers beachten. Sicherheitsanweisungen einhalten.

 

ET

►C7  Hoiatus! Sisaldab kaadmiumi. Kasutamisel moodustuvad ohtlikud aurud. Vt tootja esitatud teavet. Järgida ohutuseeskirju. ◄

 

EL

Προσοχή! Περιέχει κάδμιο. Κατά τη χρήση αναπτύσσονται επικίνδυνες αναθυμιάσεις. Βλέπετε πληροφορίες του κατασκευαστή. Τηρείτε τις οδηγίες ασφαλείας.

 

EN

Warning! Contains cadmium. Dangerous fumes are formed during use. See information supplied by the manufacturer. Comply with the safety instructions.

 

FR

Attention! Contient du cadmium. Des fumées dangereuses se développent pendant l’utilisation. Voir les informations fournies par le fabricant. Respectez les consignes de sécurité.

 

GA

Rabhadh! Caidmiam ann. Cruthaítear múch chontúirteach le linn a úsáide. Féach an fhaisnéis atá curtha ar fáil ag an monaróir. Cloígh leis na treoracha sábháilteachta.

▼M5

 

HR

Upozorenje! Sadrži kadmij. Tijekom uporabe stvara se opasni dim. Vidi podatke dostavljene od proizvođača. Postupati prema uputama o mjerama sigurnosti.

▼B

 

IT

Attenzione! Contiene cadmio. Durante l'uso si sviluppano fumi pericolosi. Leggere le informazioni fornite dal fabbricante. Rispettare le disposizioni di sicurezza.

 

LV

Brīdinājums! Satur kadmiju. Lietojot veidojas bīstami izgarojumi. Sk. ražotāja sniegto informāciju. Ievērot drošības instrukcijas.

 

LT

Atsargiai! Sudėtyje yra kadmio. Naudojant susidaro pavojingi garai. Žiūrėti gamintojo pateiktą informaciją. Vykdyti saugos instrukcijas.

 

HU

Figyelem! Kadmiumot tartalmaz! A használat során veszélyes füstök képződnek. Lásd a gyártó által közölt információt. Be kell tartani a biztonsági előírásokat.

 

MT

Twissija! Fih il-kadmju. Waqt li jintuża jiffurmaw dħaħen perikolużi. Ara l-informazzjoni mogħtija mill-fabbrikant. Ħares l-istruzzjonijiet dwar is-sigurtà.

 

NL

Let op! Bevat cadmium. Bij het gebruik ontwikkelen zich gevaarlijke dampen. Zie de aanwijzingen van de fabrikant. Neem de veiligheidsvoorschriften in acht.

 

PL

Uwaga! Zawiera kadm. Podczas stosowania wydziela niebezpieczne pary. Zapoznaj się z informacją dostarczoną przez producenta. Przestrzegaj instrukcji bezpiecznego stosowania.

 

PT

Atenção! Contém cádmio. Libertam-se fumos perigosos durante a utilização. Ver as informações fornecidas pelo fabricante. Respeitar as instruções de segurança.

 

RO

Atenție! Conține cadmiu. În timpul utilizării se degajă un fum periculos. A se vedea informațiile furnizate de producător. A se respecta instrucțiunile privind siguranța.

 

SK

Pozor! Obsahuje kadmium. Pri používaní sa tvorí nebezpečný dym. Pozri informácie od výrobcu. Dodržiavajte bezpečnostné pokyny.

 

SL

Pozor! Vsebuje kadmij. Med uporabo nastajajo nevarni dimi. Preberite informacije proizvajalca. Upoštevajte navodila za varno uporabo.

 

FI

Varoitus! Sisältää kadmiumia. Käytettäessä muodostuu vaarallisia huuruja. Noudata valmistajan antamia ohjeita. Noudata turvallisuusohjeita.

 

SV

Varning! Innehåller kadmium. Farliga ångor bildas vid användning. Se information från tillverkaren. Följ skyddsanvisningarna.



EUH 208

Sprache

 

 

BG

Съдържа < наименование на сенсибилизиращото вещество>. Може да предизвика алергична реакция.

 

ES

Contiene <nombre de la sustancia sensibilizante>. Puede provocar una reacción alérgica.

 

CS

Obsahuje <název senzibilizující látky>. Může vyvolat alergickou reakci.

 

DA

Indeholder <navn på det sensibiliserende stof>. Kan udløse allergisk reaktion.

 

DE

Enthält <Name des sensibilisierenden Stoffes>. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.

 

ET

Sisaldab <sensibiliseeriva aine nimetus>. Võib esile kutsuda allergilise reaktsiooni.

 

EL

Περιέχει <όνομα της ευαισθητοποιητικής ουσίας>. Μπορεί να προκαλέσει αλλεργική αντίδραση.

 

EN

Contains <name of sensitising substance>. May produce an allergic reaction.

 

FR

Contient <nom de la substance sensibilisante>. Peut produire une réaction allergique.

 

GA

<Ainm na substainte íograithe> ann. D’fhéadfadh sé a bheith ina chúis le frithghníomh ailléirgeach.

▼M5

 

HR

Sadrži <naziv tvari koja dovodi do preosjetljivosti>. Može izazvati alergijsku reakciju.

▼B

 

IT

Contiene <denominazione della sostanza sensibilizzante>. Può provocare una reazione allergica.

 

LV

Satur <sensibilizējošās vielas nosaukums>. Var izraisīt alerģisku reakciju.

 

LT

Sudėtyje yra <jautrinančios medžiagos pavadinimas>. Gali sukelti alerginę reakciją.

 

HU

<Allergén anyag neve>-t tartalmaz. Allergiás reakciót válthat ki.

 

MT

Fih <l-isem tas-sustanza sensibbli>. Jista’ jagħmel reazzjoni allerġika.

 

NL

Bevat <naam van de sensibiliserende stof>. Kan een allergische reactie veroorzaken.

 

PL

Zawiera <nazwa substancji uczulającej>. Może powodować wystąpienie reakcji alergicznej.

 

PT

Contém <nome da substância sensibilizante em questão>. Pode provocar uma reacção alérgica.

 

RO

Conține <denumirea substanței sensibilizante>. Poate provoca o reacție alergică.

 

SK

Obsahuje <názov senzibilizujúcej látky>. Môže vyvolať alergickú reakciu.

 

SL

Vsebuje <ime snovi, ki povzroča preobčutljivost>. Lahko povzroči alergijski odziv.

 

FI

Sisältää <herkistävän aineen nimi>. Voi aiheuttaa allergisen reaktion.

 

SV

Innehåller <namnet på det sensibiliserande ämnet>. Kan orsaka en allergisk reaktion.



EUH 209/ 209A

Sprache

 

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

BG

При употреба може да стане силно запалимо.

При употреба може да стане запалимо.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

ES

Puede inflamarse fácilmente al usarlo

Puede inflamarse al usarlo.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

CS

Při používání se může stát vysoce hořlavým.

Při používání se může stát hořlavým.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

DA

Kan blive meget brandfarlig ved brug.

Kan blive brandfarlig ved brug.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

DE

Kann bei Verwendung leicht entzündbar werden.

Kann bei Verwendung entzündbar werden.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

ET

Kasutamisel võib muutuda väga tuleohtlikuks.

Kasutamisel võib muutuda tuleohtlikuks.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

EL

Μπορεί να γίνει πολύ εύφλεκτο κατά τη χρήση.

Mπορεί να γίνει εύφλεκτο κατά τη χρήση.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

EN

Can become highly flammable in use.

Can become flammable in use.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

FR

Peut devenir facilement inflammable en cours d’utilisation.

Peut devenir inflammable en cours d’utilisation.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

GA

D’fhéadfadh sé éirí an-inadhainte agus é á úsáid.

D’fhéadfadh sé éirí inadhainte agus é á úsáid.

▼M5

 

HR

Pri uporabi može postati lako zapaljivo.

Pri uporabi može postati zapaljivo.

▼B

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

IT

Può diventare facilmente infiammabile durante l'uso.

Può diventare infiammabile durante l'uso.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

LV

Lietojot var viegli uzliesmot.

Kļūt uzliesmojošs.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

LT

Naudojama gali tapti labai degi.

Naudojama gali tapti degi.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

HU

A használat során fokozottan tűzveszélyessé válhat.

A használat során tűzveszélyessé válhat.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

MT

Jista’ jieħu n-nar faċilment meta jintuża.

Jista’ jieħu n-nar meta jintuża.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

NL

Kan bij gebruik licht ontvlambaar worden.

Kan bij gebruik ontvlambaar worden.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

PL

Podczas stosowania może przekształcić się w substancję wysoce łatwopalną.

Podczas stosowania może przekształcić się w substancję łatwopalną.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

PT

Pode tornar-se facilmente inflamável durante o uso.

Pode tornar-se inflamável durante o uso.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

RO

Poate deveni foarte inflamabil în timpul utilizării.

Poate deveni inflamabil în timpul utilizării.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

SK

Pri používaní sa môže stať veľmi horľavou.

Pri používaní sa môže stať horľavou.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

SL

Med uporabo utegne postati lahko vnetljivo.

Med uporabo utegne postati vnetljivo.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

FI

Voi muuttua helposti syttyväksi käytössä.

Voi muuttua syttyväksi käytössä.

►M2  209 ◄

►M2  209A ◄

SV

Kan bli mycket brandfarligt vid användning.

Kan bli brandfarligt vid användning.



EUH 210

Sprache

 

 

BG

Информационен лист за безопасност ще бъде представен при поискване.

 

ES

Puede solicitarse la ficha de datos de seguridad.

 

CS

Na vyžádání je kodispozici bezpečnostní list.

 

DA

Sikkerhedsdatablad kan på anmodning rekvireres.

 

DE

Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage erhältlich.

 

ET

Ohutuskaart nõudmisel kättesaadav.

 

EL

Δελτίο δεδομένων ασφαλείας παρέχεται εφόσον ζητηθεί.

 

EN

Safety data sheet available on request.

 

FR

Fiche de données de sécurité disponible sur demande.

 

GA

Bileog sonraí sábháilteachta ar fáil arna iarraidh sin.

▼M5

 

HR

Sigurnosno-tehnički list dostupan na zahtjev.

▼B

 

IT

Scheda dati di sicurezza disponibile su richiesta.

 

LV

Drošības datu lapa ir pieejama pēc pieprasījuma.

 

LT

Saugos duomenų lapą galima gauti paprašius.

 

HU

Kérésre biztonsági adatlap kapható.

 

MT

Il-karta tad-data dwar is-sikurezza hija disponibbli meta tintalab.

 

NL

Veiligheidsinformatieblad op verzoek verkrijgbaar.

 

PL

Karta charakterystyki dostępna na żądanie.

 

PT

Ficha de segurança fornecida a pedido.

 

RO

Fișa cu date de securitate disponibilă la cerere.

 

SK

Na požiadanie možno poskytnúť kartu bezpečnostných údajov.

 

SL

Varnosti list na voljo na zahtevo.

 

FI

Käyttöturvallisuustiedote toimitetaan pyynnöstä.

 

SV

Säkerhetsdatablad finns att rekvirera.



EUH 401

Sprache

 

 

BG

За да се избегнат рискове за човешкото здраве и околната среда, спазвайте инструкциите за употреба.

 

ES

A fin de evitar riesgos para las personas y el medio ambiente, siga las instrucciones de uso.

 

CS

Dodržujte pokyny pro používání, abyste se vyvarovali rizik pro lidské zdraví a životní prostředí.

 

DA

Brugsanvisningen skal følges for ikke at bringe menneskers sundhed og miljøet i fare.

 

DE

Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

 

ET

Inimeste tervise ja keskkonna ohustamise vältimiseks järgida kasutusjuhendit.

 

EL

Για να αποφύγετε τους κινδύνους για την ανθρώπινη υγεία και το περιβάλλον, ακολουθήστε τις οδηγίες χρήσης.

 

EN

To avoid risks to human health and the environment, comply with the instructions for use.

 

FR

Respectez les instructions d’utilisation pour éviter les risques pour la santé humaine et l’environnement.

 

GA

Chun priacail do shláinte an duine agus don chomhshaol a sheachaint, cloígh leis na treoracha maidir le húsáid.

▼M5

 

HR

Da bi se izbjegli rizici za zdravlje ljudi i okoliš, treba se pridržavati uputa za uporabu.

▼B

 

IT

Per evitare rischi per la salute umana e per l'ambiente, seguire le istruzioni per l'uso.

 

LT

Siekiant išvengti žmonių sveikatai ir aplinkai keliamos rizikos, būtina vykdyti naudojimo instrukcijos nurodymus.

 

LV

Lai izvairītos no riska cilvēku veselībai un videi, ievērojiet lietošanas pamācību.

 

HU

Az emberi egészség és a környezet veszélyeztetésének elkerülése érdekében be kell tartani a használati utasítás előírásait.

 

MT

Biex jiġu evitati r-riskji għal saħħet il-bniedem u għall-ambjent, ħares l-istruzzjonijiet dwar l-użu.

 

NL

Volg de gebruiksaanwijzing om gevaar voor de menselijke gezondheid en het milieu te voorkomen.

 

PL

W celu uniknięcia zagrożeń dla zdrowia ludzi i środowiska, należy postępować zgodnie z instrukcją użycia.

 

PT

Para evitar riscos para a saúde humana e para o ambiente, respeitar as instruções de utilização.

 

RO

Pentru a evita riscurile pentru sănătatea umană și mediu, a se respecta instrucțiunile de utilizare.

 

SK

Dodržiavajte návod na používanie, aby ste zabránili vzniku rizík pre zdravie ľudí a životné prostredie.

 

SL

Da bi se izognili tveganjem za ljudi in okolje, ravnajte v skladu z navodili za uporabo.

 

FI

Noudata käyttöohjeita ihmisen terveydelle ja ympäristölle aiheutuvien vaarojen välttämiseksi.

 

SV

För att undvika risker för människors hälsa och för miljön, följ bruksanvisningen.




ANHANG IV

LISTE DER SICHERHEITSHINWEISE

▼M4

Bei der Wahl der Sicherheitshinweise gemäß Artikel 22 und Artikel 28 Absatz 3 können Lieferanten die Sicherheitshinweise in der unten aufgeführten Tabelle unter Berücksichtigung der Deutlichkeit und Verständlichkeit der Warnhinweise miteinander kombinieren.

Steht ein Textteil eines Sicherheitshinweises in Spalte (2) in eckigen Klammern […], so bedeutet das, dass der in eckigen Klammern stehende Text nicht in jedem Fall zutrifft und nur unter bestimmten Voraussetzungen angewandt werden sollte. In diesen Fällen enthält Spalte (5) die Erläuterung, unter welcher Voraussetzung der Text verwendet werden soll.

▼M12

Enthält ein Sicherheitshinweis in Spalte 2 einen Schrägstrich [/], so bedeutet das, dass anhand der Angaben in Spalte 5 aus den zwei durch den Schrägstrich getrennten Texten einer auszuwählen ist.

▼M4

Enthält der Text eines Sicherheitshinweises in Spalte 2 drei Punkte […], so bedeutet das, dass Einzelheiten zu den bereitzustellenden Informationen in Spalte 5 enthalten sind.

▼M12

Falls der Text in Spalte 5 besagt, dass ein Sicherheitshinweis entfallen kann, wenn ein anderer Sicherheitshinweis auf dem Kennzeichnungsetikett steht, kann diese Information bei der Auswahl der Sicherheitshinweise nach den Artikeln 22 und 28 herangezogen werden.

▼B

1.   Teil 1: Kriterien für die Wahl der Sicherheitshinweise



Tabelle 6.1

Sicherheitshinweise — Allgemeines

Kodierung

Allgemeine Sicherheitshinweise

Gefahrenklassen

Gefahrenkategorien

Verwendungsbedingungen

(1)

(2)

(3)

(4)

(5)

P101

►C4  Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten. ◄

falls zutreffend

 

Verbraucherprodukte

P102

Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.

falls zutreffend

 

Verbraucherprodukte

P103

►C4  Vor Gebrauch Kennzeichnungsetikett lesen. ◄

falls zutreffend

 

Verbraucherprodukte



Tabelle 6.2

Sicherheitshinweise — Prävention

Kodierung

Sicherheitshinweise — Prävention

Gefahrenklassen

Gefahrenkategorien

Verwendungsbedingungen

(1)

(2)

(3)

(4)

(5)

P201

Vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen.

Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (Abschnitt 2.1)

Instabile explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff

 

Keimzellmutagenität (Abschnitt 3.5)

1A, 1B, 2

Karzinogenität (Abschnitt 3.6)

1A, 1B, 2

Reproduktiontstoxizität (Abschnitt 3.7)

1A, 1B, 2

Reproduktiontstoxizität — Wirkungen auf/über Laktation (Abschnitt 3.7)

Zusatzkategorie

▼M12

P202

Vor Gebrauch alle Sicherheitshinweise lesen und verstehen.

Entzündbare Gase (einschließlich chemisch instabile Gase) (Abschnitt 2.2)

A, B

(chemisch instabile Gase

 

Keimzellmutagenität (Abschnitt 3.5)

1A, 1B, 2

 

Karzinogenität (Abschnitt 3.6)

1A, 1B, 2

 

Reproduktionstoxizität (Abschnitt 3.7)

1A, 1B, 2

 

▼M7

P210

Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken, offenen Flammen und anderen Zündquellen fernhalten. Nicht rauchen.

Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (Abschnitt 2.1)

Unterklassen 1.1, 1.2, 1.3, 1.4, 1.5

 

Entzündbare Gase (Abschnitt 2.2)

1, 2

Aerosole (Abschnitt 2.3)

1, 2, 3

Entzündbare Flüssigkeiten (Abschnitt 2.6)

1, 2, 3

Entzündbare Feststoffe (Abschnitt 2.7)

1, 2

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.8)

Typen A, B, C, D, E, F

Pyrophore Flüssigkeiten (Abschnitt 2.9)

1

Pyrophore Feststoffe (Abschnitt 2.10)

1

Oxidierende Flüssigkeiten (Abschnitt 2.13)

1, 2, 3

Oxidierende Feststoffe (Abschnitt 2.14)

1, 2, 3

Organische Peroxide (Abschnitt 2.15)

Typen A, B, C, D, E, F

▼M4

P211

Nicht gegen offene Flamme oder andere Zündquelle sprühen.

Aerosole (Abschnitt 2.3)

1, 2

 

▼M12

P220

Von Kleidung und anderen brennbaren Materialien fernhalten.

Oxidierende Gase (Abschnitt 2.4)

1

 

Oxidierende Flüssigkeiten (Abschnitt 2.13)

1, 2, 3

Oxidierende Feststoffe (Abschnitt 2.14)

1, 2, 3

▼M12 —————

▼M12

P222

Keinen Kontakt mit Luft zulassen.

Pyrophore Flüssigkeiten (Abschnitt 2.9)

1

—  falls Betonung des Gefahrenhinweises für nötig gehalten wird

Pyrophore Feststoffe (Abschnitt 2.10)

1

P223

Keinen Kontakt mit Wasser zulassen.

Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln (Abschnitt 2.12)

1, 2

—  falls Betonung des Gefahrenhinweises für nötig gehalten wird

P230

Feucht halten mit …

Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (Abschnitt 2.1)

Unterklassen 1.1, 1.2, 1.3, 1.5

—  bei Stoffen und Gemischen, die angefeuchtet, verdünnt, gelöst oder suspendiert sind und mit einem Phlegmatisierungsmittel desensibilisiert werden, um ihre explosiven Eigenschaften zu verringern oder zu unterdrücken (desensibilisierte explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff)

…Geeignetes Material von Hersteller/Lieferant anzugeben.

P231

Inhalt unter inertem Gas/… handhaben und aufbewahren.

Pyrophore Flüssigkeiten (Abschnitt 2.9)

1

… Geeignete Flüssigkeit/geeignetes Gas ist von Hersteller/Lieferant anzugeben, wenn „inertes Gas“ nicht geeignet ist.

Pyrophore Feststoffe (Abschnitt 2.10)

1

Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln (Abschnitt 2.12)

1, 2, 3

—  falls der Stoff oder das Gemisch leicht mit Luftfeuchtigkeit reagiert.

… Geeignete Flüssigkeit/geeignetes Gas ist von Hersteller/Lieferant anzugeben, wenn „inertes Gas“ nicht geeignet ist.

▼B

P232

Vor Feuchtigkeit schützen.

►C4  Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln (Abschnitt 2.12) ◄

1, 2, 3

 

▼M12

P233

Behälter dicht verschlossen halten.

Entzündbare Flüssigkeiten (Abschnitt 2.6)

1, 2, 3

—  falls Flüssigkeit flüchtig ist und eine explosionsfähige Atmosphäre erzeugen kann

Pyrophore Flüssigkeiten (Abschnitt 2.9)

1

 

Pyrophore Feststoffe (Abschnitt 2.10)

1

 

Akute inhalative Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3

—  falls Chemikalie flüchtig ist und eine gefährliche Atmosphäre erzeugen kann

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); Reizung der Atemwege (Abschnitt 3.8)

3

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); narkotische Wirkungen (Abschnitt 3.8)

3

P234

Nur in Originalverpackung aufbewahren.

Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (Abschnitt 2.1)

Unterklassen 1.1, 1.2, 1.3, 1.4, 1.5

 

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.8)

Typen A, B, C, D, E, F

Organische Peroxide (Abschnitt 2.15)

Typen A, B, C, D, E, F

Korrosiv gegenüber Metallen (Abschnitt 2.16)

1

P235

Kühl halten.

Entzündbare Flüssigkeiten (Abschnitt 2.6)

1, 2, 3

—  bei brennbaren Flüssigkeiten der Kategorie 1 und anderen brennbaren Flüssigkeiten, die flüchtig sind und eine explosionsfähige Atmosphäre erzeugen können

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.8)

Typen A, B, C, D, E, F

—  kann entfallen, wenn P411 auf dem Kennzeichnungsetikett angegeben ist

Selbsterhitzungsfähige Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.11)

1, 2

—  kann entfallen, wenn P413 auf dem Kennzeichnungsetikett angegeben ist

Organische Peroxide (Abschnitt 2.15)

Typen A, B, C, D, E, F

—  kann entfallen, wenn P411 auf dem Kennzeichnungsetikett angegeben ist

P240

Behälter und zu befüllende Anlage erden.

Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (Abschnitt 2.1)

Unterklassen 1.1, 1.2, 1.3, 1.4, 1.5

—  falls expl. Stoff/Gemisch/Erzeugnis elektrostatisch empfindlich ist

Entzündbare Flüssigkeiten (Abschnitt 2.6)

1, 2, 3

—  falls Flüssigkeit flüchtig ist und eine explosionsfähige Atmosphäre erzeugen kann

Entzündbare Feststoffe (Abschnitt 2.7)

1, 2

—  falls Feststoff elektrostatisch empfindlich ist

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.8)

Typen A, B, C, D, E, F

—  falls elektrostatisch empfindlich und eine explosionsfähige Atmosphäre erzeugt werden kann

Organische Peroxide (Abschnitt 2.15)

P241

Explosionsgeschützte [elektrische/Lüftungs-/Beleuchtungs-/…] Geräte verwenden.

Entzündbare Flüssigkeiten (Abschnitt 2.6)

1, 2, 3

— falls Flüssigkeit flüchtig ist und eine explosionsfähige Atmosphäre erzeugen kann.

— falls erforderlich können durch den Text in eckigen Klammern — sofern zutreffend — besondere elektrische, Lüftungs-, Beleuchtungs- oder sonstige Geräte angegeben werden

Entzündbare Feststoffe (Abschnitt 2.7)

1, 2

— falls Staubwolken auftreten können.

— falls erforderlich können durch den Text in eckigen Klammern — sofern zutreffend — besondere elektrische, Lüftungs-, Beleuchtungs- oder sonstige Geräte angegeben werden.

P242

Funkenarmes Werkzeug verwenden.

Entzündbare Flüssigkeiten (Abschnitt 2.6)

1, 2, 3

—  falls die Flüssigkeit flüchtig ist und eine explosionsfähige Atmosphäre erzeugen kann und die Mindestzündenergie sehr niedrig ist. (Dies gilt für Stoffe und Gemische, bei denen die Zündenergie < 0,1 mJ beträgt, z. B. Kohlenstoffdisulfid.)

P243

Maßnahmen gegen elektrostatische Entladungen treffen.

Entzündbare Flüssigkeiten (Abschnitt 2.6)

1, 2, 3

—  falls die Flüssigkeit flüchtig ist und eine explosionsfähige Atmosphäre erzeugen kann.

▼M4

P244

Ventile und Ausrüstungsteile öl- und fettfrei halten.

Oxidierende Gase (Abschnitt 2.4)

1

 

▼M12

P250

Nicht schleifen/stoßen/reiben/…

Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (Abschnitt 2.1)

Instabile explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff und Unterklassen 1.1, 1.2, 1.3, 1.4, 1.5

—  falls expl. Stoff/Gemisch/Erzeugnis mechanisch empfindlich ist

… Unzulässige Art der mechanischen Beanspruchung ist von Hersteller/Lieferant anzugeben.

▼M4

P251

Nicht durchstechen oder verbrennen, auch nicht nach Gebrauch.

Aerosole (Abschnitt 2.3)

1, 2, 3

 

▼B

P260

Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol nicht einatmen.

Akute inhalative Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2

Zutreffende Bedingungen von Hersteller/Lieferant anzugeben.

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition) (Abschnitt 3.8)

1, 2

Spezifische Zielorgan-Toxizität — wiederholte Exposition (Abschnitt 3.9)

1, 2

Verätzung der Haut (Abschnitt 3.2)

1A, 1B, 1C

— Präzisieren: Keine Stäube oder Nebel einatmen.

— falls bei Verwendung inhalierbare Staub- oder Nebelpartikel auftreten können

Reproduktiontstoxizität — Wirkungen auf/über Laktation (Abschnitt 3.7)

Zusatzkategorie

▼M12

P261

Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden.

Akute inhalative Toxizität (Abschnitt 3.1)

3, 4

—  kann entfallen, wenn P260 auf dem Kennzeichnungsetikett angegeben ist.

Zutreffende Bedingungen sind von Hersteller/Lieferant anzugeben.

Sensibilisierung der Atemwege (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

Sensibilisierung der Haut (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); Reizung der Atemwege (Abschnitt 3.8)

3

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); narkotische Wirkungen (Abschnitt 3.8)

3

▼B

P262

Nicht in die Augen, auf die Haut oder auf die Kleidung gelangen lassen.

Akute dermale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2

 

▼M12

P263

Berührung während Schwangerschaft und Stillzeit vermeiden.

Reproduktionstoxizität — Wirkungen auf/über Laktation (Abschnitt 3.7)

Zusatzkategorie

 

▼B

P264

Nach Gebrauch … gründlich waschen.

Akute orale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3, 4

… Nach Gebrauch zu waschende Körperteile von Hersteller/Lieferant anzugeben.

Akute dermale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2

Verätzung der Haut (Abschnitt 3.2)

1A, 1B, 1C

Reizung der Haut (Abschnitt 3.2)

2

Reizung der Augen (Abschnitt 3.3)

2

Reproduktiontstoxizität — Wirkungen auf/über Laktation (Abschnitt 3.7)

Zusatzkategorie

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition) (Abschnitt 3.8)

1, 2

Spezifische Zielorgan-Toxizität — wiederholte Exposition (Abschnitt 3.9)

1

P270

►C4  Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen. ◄

Akute orale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3, 4

 

Akute dermale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2

Reproduktiontstoxizität — Wirkungen auf/über Laktation (Abschnitt 3.7)

Zusatzkategorie

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition) (Abschnitt 3.8)

1, 2

Spezifische Zielorgan-Toxizität — wiederholte Exposition (Abschnitt 3.9)

1

P271

Nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen verwenden.

Akute inhalative Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3, 4

 

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); Reizung der Atemwege (Abschnitt 3.8)

3

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); narkotische Wirkungen (Abschnitt 3.8)

3

▼M2

P272

Kontaminierte Arbeitskleidung nicht außerhalb des Arbeitsplatzes tragen.

Sensibilisierung der Haut (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

 

▼B

P273

Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

Gewässergefährdend — akute aquatische Toxizität (Abschnitt 4.1)

1

— falls dies nicht dem Verwendungszweck entspricht

Gewässergefährdend — ►M2  langfristige aquatische Toxizität (Abschnitt 4.1) ◄

1, 2, 3, 4

▼M12

P280

Schutzhandschuhe/Schutz-kleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.

Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (Abschnitt 2.1)

Instabile explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff und Unterklassen 1.1, 1.2, 1.3, 1.4, 1.5

Geeignete Ausrüstung ist von Hersteller/Lieferant anzugeben.

Entzündbare Flüssigkeiten (Abschnitt 2.6)

1, 2, 3

Entzündbare Feststoffe (Abschnitt 2.7)

1, 2

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.8)

Typen A, B, C, D, E, F

Pyrophore Flüssigkeiten (Abschnitt 2.9)

1

Pyrophore Feststoffe (Abschnitt 2.10)

1

Selbsterhitzungsfähige Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.11)

1, 2

Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln (Abschnitt 2.12)

1, 2, 3

Oxidierende Flüssigkeiten (Abschnitt 2.13)

1, 2, 3

Oxidierende Feststoffe (Abschnitt 2.14)

1, 2, 3

Organische Peroxide (Abschnitt 2.15)

Typen A, B, C, D, E, F

Akute dermale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3, 4

—  Schutzhandschuhe/Schutzkleidung angeben

Hersteller/Lieferant kann, sofern angezeigt, die Art der Ausrüstung genauer angeben.

Ätzwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

1, 1A, 1B, 1C

—  Schutzhandschuhe/Schutzkleidung und Augenschutz/Gesichtsschutz angeben

Hersteller/Lieferant kann, sofern angezeigt, die Art der Ausrüstung genauer angeben.

 

 

Reizwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

2

—  Schutzhandschuhe angeben.

Hersteller/Lieferant kann, sofern angezeigt, die Art der Ausrüstung genauer angeben.

Sensibilisierung der Haut (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

Schwere Augenschädigung (Abschnitt 3.3)

1

—  Augenschutz/Gesichtschutz angeben

Hersteller/Lieferant kann, sofern angezeigt, die Art der Ausrüstung genauer angeben.

Augenreizung (Abschnitt 3.3)

2

 

 

Keimzellmutagenität (Abschnitt 3.5)

1A, 1B, 2

Geeignete Ausrüstung von Hersteller/Lieferant anzugeben.

 

 

Karzinogenität (Abschnitt 3.6).

1A, 1B, 2

 

 

Reproduktionstoxizität (Abschnitt 3.7)

1A, 1B, 2

▼M4 —————

▼M12

P282

Schutzhandschuhe mit Kälteisolierung und zusätzlich Gesichtsschild oder Augenschutz tragen.

Gase unter Druck (Abschnitt 2.5)

Tiefgekühlt verflüssigtes Gas

 

P283

Schwer entflammbare oder flammhemmende Kleidung tragen.

Oxidierende Flüssigkeiten (Abschnitt 2.13)

1

 

Oxidierende Feststoffe (Abschnitt 2.14)

1

 

P284

[Bei unzureichender Belüftung] Atemschutz tragen.

Akute inhalative Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2

—  Text in eckigen Klammern kann verwendet werden, wenn am Ort der Nutzung mit der Chemikalie zusätzliche Informationen bereitgestellt werden, aus denen hervorgeht, welche Belüftungsart für eine sichere Benutzung zweckmäßig ist.

Ausrüstung ist von Hersteller/Lieferant anzugeben.

Sensibilisierung der Atemwege (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

▼M4 —————

▼M12

P231 + P232

Inhalt unter inertem Gas/… handhaben und aufbewahren.

Vor Feuchtigkeit schützen.

Pyrophore Flüssigkeiten (Abschnitt 2.9)

1

… Geeignete Flüssigkeit/geeignetes Gas ist von Hersteller/Lieferant anzugeben, wenn „inertes Gas“ nicht geeignet ist.

Pyrophore Feststoffe (Abschnitt 2.10)

1

Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln (Abschnitt 2.12)

1, 2, 3

—  falls der Stoff oder das Gemisch leicht mit Luftfeuchtigkeit reagiert.

… Geeignete Flüssigkeit/geeignetes Gas ist von Hersteller/Lieferant anzugeben, wenn „inertes Gas“ nicht geeignet ist.

▼M12 —————

▼B



Tabelle 6.3

Sicherheitshinweise — Reaktion

Kodierung

Sicherheitshinweise — Reaktion

Gefahrenklassen

Gefahrenkategorien

Verwendungsbedingungen

(1)

(2)

(3)

(4)

(5)

P301

BEI VERSCHLUCKEN:

Akute orale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3, 4

 

Verätzung der Haut (Abschnitt 3.2)

1A, 1B, 1C

Aspirationsgefahr (Abschnitt 3.10).

1

▼M12

P302

BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:

Pyrophore Flüssigkeiten (Abschnitt 2.9)

1

 

Pyrophore Feststoffe (Abschnitt 2.10)

1

Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln (Abschnitt 2.12)

1, 2

Akute dermale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3, 4

 

 

Reizwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

2

 

 

 

Sensibilisierung der Haut (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

 

▼B

P303

BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT (oder dem Haar):

Entzündbare Flüssigkeiten (Abschnitt 2.6)

1, 2, 3

 

►C4  Ätzwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2) ◄

1A, 1B, 1C

▼M2

P304

BEI EINATMEN:

Akute inhalative Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3, 4

 

Ätzwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

1A, 1B, 1C

Sensibilisierung der Atemwege (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); Reizung der Atemwege (Abschnitt 3.8)

3

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); narkotische Wirkungen (Abschnitt 3.8)

3

▼B

P305

►C4  BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: ◄

►C4  Ätzwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2) ◄

1A, 1B, 1C

 

►C4  Schwere Augenschädigung/Augenreizung (Abschnitt 3.3) ◄

1

►C4  Augenreizung (Abschnitt 3.3) ◄

2

P306

►C4  BEI KONTAKT MIT DER KLEIDUNG: ◄

►C4  Oxidierende Flüssigkeiten (Abschnitt 2.13) ◄

1

 

►C4  Oxidierende Feststoffe (Abschnitt 2.14) ◄

1

▼M4 —————

▼M4

P308

BEI Exposition oder falls betroffen::

Keimzellmutagenität (Abschnitt 3.5)

1A, 1B, 2

 

Karzinogenität (Abschnitt 3.6)

1A, 1B, 2

Reproduktionstoxizität (Abschnitt 3.7)

1A, 1B, 2

Reproduktionstoxizität — Wirkungen auf/über Laktation (Abschnitt 3.7)

Zusatzkategorie

Spezifische Zielorgan-Toxizität, einmalige Exposition (Abschnitt 3.8)

1, 2

▼M4 —————

▼M4

P310

Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/ Arzt/… anrufen.

Akute orale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3

… geeignete Stelle für medizinische Notfallversorgung vom Hersteller/Lieferanten anzugeben.

Akute dermale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2

Akute inhalative Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2

Ätzwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

1A, 1B, 1C

Schwere Augenschädigung/Reizung der Augen (Abschnitt 3.3)

1

Aspirationsgefahr (Abschnitt 3.10)

1

P311

GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt/… anrufen.

Akute inhalative Toxizität (Abschnitt 3.1)

3

… geeignete Stelle für medizinische Notfallversorgung vom Hersteller/Lieferanten anzugeben.

Sensibilisierung der Atemwege (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition) (Abschnitt 3.8)

1, 2

▼M12

P312

Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt/… anrufen.

Akute orale Toxizität (Abschnitt 3.1)

4

…Geeignete Stelle für medizinische Notfallversorgung ist von Hersteller/Lieferant anzugeben.

Akute dermale Toxizität (Abschnitt 3.1)

3, 4

Akute inhalative Toxizität (Abschnitt 3.1)

4

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); Reizung der Atemwege (Abschnitt 3.8)

3

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); narkotische Wirkungen (Abschnitt 3.8)

3

▼M2

P313

Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Reizwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

2, 3

 

Augenreizung (Abschnitt 3.3)

2

Sensibilisierung der Haut (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

Keimzellmutagenität (Abschnitt 3.5)

1A, 1B, 2

Karzinogenität (Abschnitt 3.6)

1A, 1B, 2

Reproduktionstoxizität (Abschnitt 3.7)

1A, 1B, 2

Reproduktionstoxizität — Wirkungen auf/über Laktation (Abschnitt 3.7)

Zusatzkategorie

▼B

P314

Bei Unwohlsein ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Spezifische Zielorgan-Toxizität — wiederholte Exposition (Abschnitt 3.9)

1, 2

 

P315

Sofort ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

►C4  Gase unter Druck (Abschnitt 2.5) ◄

Tiefgekühlt verflüssigtes Gas

 

▼M12

P320

Besondere Behandlung dringend erforderlich (siehe … auf diesem Kennzeichnungsetikett).

Akute inhalative Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2

—  falls sofortige Verabreichung eines Gegengifts erforderlich ist.

Hinweis auf ergänzende Erste-Hilfe-Anleitung

P321

Besondere Behandlung (siehe … auf diesem Kennzeichnungsetikett).

Akute orale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3

—  falls sofortige Verabreichung eines Gegengifts erforderlich ist.

Hinweis auf ergänzende Erste-Hilfe-Anleitung

Akute dermale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3, 4

—  falls Sofortmaßnahmen wie Verwendung eines besonderen Reinigungsmittels empfehlenswert sind.

Hinweis auf ergänzende Erste-Hilfe-Anleitung

Akute inhalative Toxizität (Abschnitt 3.1)

3

—  falls besondere Sofortmaßnahmen erforderlich sind.

Hinweis auf ergänzende Erste-Hilfe-Anleitung

Ätzwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

1, 1A, 1B, 1C

Hinweis auf ergänzende Erste-Hilfe-Anleitung

Hersteller/Lieferant kann, falls zweckmäßig, ein Reinigungsmittel angeben.

Reizwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

2

Sensibilisierung der Haut (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition) (Abschnitt 3.8)

1

—  falls besondere Sofortmaßnahmen erforderlich sind.

Hinweis auf ergänzende Erste-Hilfe-Anleitung.

▼M4 —————

▼B

P330

Mund ausspülen.

Akute orale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3, 4

 

►C4  Ätzwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2) ◄

1A, 1B, 1C

P331

KEIN Erbrechen herbeiführen.

►C4  Ätzwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2) ◄

1A, 1B, 1C

 

Aspirationsgefahr (Abschnitt 3.10).

1

P332

Bei Hautreizung:

►C4  Reizwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2) ◄

2, 3

 

▼M2

P333

Bei Hautreizung oder -ausschlag:

Sensibilisierung der Haut (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

 

▼M12

P334

In kaltes Wasser tauchen [oder nassen Verband anlegen].

Pyrophore Flüssigkeiten (Abschnitt 2.9)

1

—  Text in eckigen Klammern ist bei pyrophoren Flüssigkeiten und Feststoffen zu verwenden.

Pyrophore Feststoffe (Abschnitt 2.10)

1

Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln (Abschnitt 2.12)

1, 2

Nur „In kaltes Wasser tauchen“ verwenden. Text in eckigen Klammern sollte nicht verwendet werden.

▼B

P335

Lose Partikel von der Haut abbürsten.

Pyrophore Feststoffe (Abschnitt 2.10)

1

 

►C4  Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln (Abschnitt 2.12) ◄

1, 2

P336

Vereiste Bereiche mit lauwarmem Wasser auftauen. Betroffenen Bereich nicht reiben.

►C4  Gase unter Druck (Abschnitt 2.5) ◄

Tiefgekühlt verflüssigtes Gas

 

P337

Bei anhaltender Augenreizung:

►C4  Augenreizung (Abschnitt 3.3) ◄

2

 

P338

Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.

►C4  Ätzwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2) ◄

1A, 1B, 1C

 

►C4  Schwere Augenschädigung/Augenreizung (Abschnitt 3.3) ◄

1

►C4  Augenreizung (Abschnitt 3.3) ◄

2

▼M4

P340

Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.

Akute inhalative Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3, 4

 

Ätzwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

1A, 1B, 1C

Sensibilisierung der Atemwege (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); Reizung der Atemwege (Abschnitt 3.8)

3

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); narkotische Wirkungen (Abschnitt 3.8)

3

▼M4 —————

▼M2

P342

Bei Symptomen der Atemwege:

Sensibilisierung der Atemwege (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

 

▼M4 —————

▼B

P351

Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.

►C4  Ätzwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2) ◄

1A, 1B, 1C

 

►C4  Schwere Augenschädigung/Augenreizung (Abschnitt 3.3) ◄

1

►C4  Augenreizung (Abschnitt 3.3) ◄

2

▼M4

P352

Mit viel Wasser/… waschen.

Akute dermale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3, 4

…Hersteller/Lieferant kann, falls zweckmäßig, ein Reinigungsmittel angeben oder in Ausnahmefällen, wenn Wasser eindeutig ungeeignet ist, ein alternatives Mittel empfehlen.

Reizwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

2

Sensibilisierung der Haut (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

▼M12

P353

Haut mit Wasser abwaschen [oder duschen].

Entzündbare Flüssigkeiten (Abschnitt 2.6)

1, 2, 3

—  Text in eckigen Klammern ist aufzunehmen, wenn der Hersteller/Lieferant dies für die jeweilige Chemikalie für angebracht hält.

Ätzwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

1, 1A, 1B, 1C

▼B

P360

►C4  Kontaminierte Kleidung und Haut sofort mit viel Wasser abwaschen und danach Kleidung ausziehen. ◄

►C4  Oxidierende Flüssigkeiten (Abschnitt 2.13) ◄

1

 

►C4  Oxidierende Feststoffe (Abschnitt 2.14) ◄

1

▼M4

P361

Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.

Entzündbare Flüssigkeiten (Abschnitt 2.6)

1, 2, 3

 

Akute dermale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3

Ätzwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

1A, 1B, 1C

P362

Kontaminierte Kleidung ausziehen.

Akute dermale Toxizität (Abschnitt 3.1)

4

 

Reizwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

2

Sensibilisierung der Haut (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

P363

Kontaminierte Kleidung vor erneutem Tragen waschen.

Ätzwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

1A, 1B, 1C

 

▼M4

P364

Und vor erneutem Tragen waschen.

Akute dermale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3, 4

 

Reizwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

2

 

Sensibilisierung der Haut (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

 

▼M12

P370

Bei Brand:

Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (Abschnitt 2.1)

Instabile explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff und Unterklassen 1.1, 1.2, 1.3, 1.4, 1.5

 

Oxidierende Gase (Abschnitt 2.4)

1

Entzündbare Flüssigkeiten (Abschnitt 2.6)

1, 2, 3

Entzündbare Feststoffe (Abschnitt 2.7)

1, 2

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.8)

Typen A, B, C, D, E, F

Pyrophore Flüssigkeiten (Abschnitt 2.9)

1

Pyrophore Feststoffe (Abschnitt 2.10)

1

Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln (Abschnitt 2.12)

1, 2, 3

Oxidierende Flüssigkeiten (Abschnitt 2.13)

1, 2, 3

Oxidierende Feststoffe (Abschnitt 2.14)

1, 2, 3

Organische Peroxide (Abschnitt 2.15)

Typen A, B, C, D, E, F

▼B

P371

Bei Großbrand und großen Mengen:

►C4  Oxidierende Flüssigkeiten (Abschnitt 2.13) ◄

1

 

►C4  Oxidierende Feststoffe (Abschnitt 2.14) ◄

1

▼M12

P372

Explosionsgefahr.

Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (Abschnitt 2.1)

Instabile explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff der Unterklassen 1.1, 1.2, 1.3 und 1.5

 

Unterklasse 1.4:

—  mit Ausnahme von explosiven Stoffen/Gemischen und Erzeugnissen mit Explosivstoff der Unterklasse 1.4 (Verträglichkeits-gruppe S) in Transport-verpackung.

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.8)

Typ A

 

Organische Peroxide (Abschnitt 2.15)

Typ A

P373

KEINE Brandbekämpfung, wenn das Feuer explosive Stoffe/Gemische/Erzeugnisse erreicht.

Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (Abschnitt 2.1)

instabile explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff der Unterklassen 1.1, 1.2, 1.3, 1.5

 

Unterklasse 1.4

—  mit Ausnahme von explosiven Stoffen/Gemischen und Erzeugnissen mit Explosivstoff der Unterklasse 1.4 (Verträglichkeits-gruppe S) in Transportverpackung.

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.8)

Typ A

 

Organische Peroxide (Abschnitt 2.15)

Typ A

▼M12 —————

▼M12

P375

Wegen Explosionsgefahr Brand aus der Entfernung bekämpfen.

Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (Abschnitt 2.1)

Unterklasse 1.4

—  mit Ausnahme von explosiven Stoffen/Gemischen und Erzeugnissen mit Explosivstoff der Unterklasse 1.4 (Verträglichkeits-gruppe S) in Transportverpackung.

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.8)

Typ B

 

Oxidierende Flüssigkeiten (Abschnitt 2.13)

1

Oxidierende Feststoffe (Abschnitt 2.14)

1

Organische Peroxide (Abschnitt 2.15)

Typ B

▼B

P376

►C4  Undichtigkeit beseitigen, wenn gefahrlos möglich. ◄

►C4  Oxidierende Gase (Abschnitt 2.4) ◄

1

 

P377

►C4  
Brand von ausströmendem Gas:
Nicht löschen, bis Undichtigkeit gefahrlos beseitigt werden kann.  ◄

Entzündbare Gase (Abschnitt 2.2)

1, 2

 

▼M12

P378

… zum Löschen … verwenden.

Entzündbare Flüssigkeiten (Abschnitt 2.6)

1, 2, 3

—  falls Wasser die Gefahr erhöht

… Geeignetes Medium ist von Hersteller/Lieferant anzugeben.

Entzündbare Feststoffe (Abschnitt 2.7)

1, 2

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.8)

Typen A, B, C, D, E, F

Pyrophore Flüssigkeiten (Abschnitt 2.9)

1

Pyrophore Feststoffe (Abschnitt 2.10)

1

Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln (Abschnitt 2.12)

1, 2, 3

Oxidierende Flüssigkeiten (Abschnitt 2.13)

1, 2, 3

Oxidierende Feststoffe (Abschnitt 2.14)

1, 2, 3

Organische Peroxide (Abschnitt 2.15)

Typen B, C, D, E, F

P380

Umgebung räumen.

Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (Abschnitt 2.1)

Instabile explosive Stoffe und Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff,

Unterklassen 1.1, 1.2, 1.3, 1.4, 1.5

 

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.8)

Typen A, B

Oxidierende Flüssigkeiten (Abschnitt 2.13)

1

Oxidierende Feststoffe (Abschnitt 2.14)

1

Organische Peroxide (Abschnitt 2.15)

Typen A, B

P381

Bei Undichtigkeit alle Zündquellen entfernen.

Entzündbare Gase (Abschnitt 2.2)

1, 2

 

▼B

P390

Verschüttete Mengen aufnehmen, um Materialschäden zu vermeiden.

►C4  Korrosiv gegenüber Metallen (Abschnitt 2.16) ◄

1

 

P391

Verschüttete Mengen aufnehmen.

Chronisch gewässergefährdend - akute aquatische Toxizität (Abschnitt 4.1)

1

 

Chronisch gewässergefährdend - ►M2  langfristige aquatische Toxizität (Abschnitt 4.1) ◄

1, 2

▼M4

P301 + P310

BEI VERSCHLUCKEN: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/ Arzt/… anrufen.

Akute orale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3

… geeignete Stelle für medizinische Notfallversorgung vom Hersteller/Lieferanten anzugeben.

Aspirationsgefahr (Abschnitt 3.10)

1

▼M12

P301 + P312

BEI VERSCHLUCKEN: Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt/… anrufen.

Akute orale Toxizität (Abschnitt 3.1)

4

…Geeignete Stelle für medizinische Notfallversorgung ist von Hersteller/Lieferant anzugeben.

▼M12 —————

▼M12

P302 + P334

BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: In kaltes Wasser tauchen oder nassen Verband anlegen.

Pyrophore Flüssigkeiten (Abschnitt 2.9)

1

 

▼M4 —————

▼M4

P302 + P352

BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser/… waschen.

Akute dermale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3, 4

…Hersteller/Lieferant kann, falls zweckmäßig, ein Reinigungsmittel angeben oder in Ausnahmefällen, wenn Wasser eindeutig ungeeignet ist, ein alternatives Mittel empfehlen.

Reizwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

2

Sensibilisierung der Haut (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

▼M12 —————

▼M4

P304 + P340

BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.

Akute inhalative Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3, 4

 

Ätzwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

1A, 1B, 1C

Sensibilisierung der Atemwege (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); Reizung der Atemwege (Abschnitt 3.8)

3

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); narkotische Wirkungen (Abschnitt 3.8)

3

▼M4 —————

▼M12 —————

▼B

P306 + P360

►C4  BEI KONTAKT MIT DER KLEIDUNG: Kontaminierte Kleidung und Haut sofort mit viel Wasser abwaschen und danach Kleidung ausziehen. ◄

►C4  Oxidierende Flüssigkeiten (Abschnitt 2.13) ◄

1

 

►C4  Oxidierende Feststoffe (Abschnitt 2.14) ◄

1

▼M4

P308 + P311

BEI Exposition oder falls betroffen: GIFTINFORMATIONSZENTRUM/ Arzt/… anrufen.

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition) (Abschnitt 3.8)

1, 2

… geeignete Stelle für medizinische Notfallversorgung vom Hersteller/Lieferanten anzugeben.

▼B

P308 + P313

►C4  BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen. ◄

Keimzellmutagenität (Abschnitt 3.5)

1A, 1B, 2

 

Karzinogenität (Abschnitt 3.6)

1A, 1B, 2

Reproduktiontstoxizität (Abschnitt 3.7)

1A, 1B, 2

Reproduktiontstoxizität — Wirkungen auf/über Laktation (Abschnitt 3.7)

Zusatzkategorie

▼M4 —————

▼M12

P332 + P313

Bei Hautreizung: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Reizwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

2

—  kann entfallen, wenn P333 + P313 auf dem Kennzeichnungsetikett angegeben ist.

▼M2

P333 + P313

Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Sensibilisierung der Haut (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

 

▼M12

P336 + P315

Vereiste Bereiche mit lauwarmem Wasser auftauen. Betroffenen Bereich nicht reiben. Sofort ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Gase unter Druck (Abschnitt 2.5)

Tiefgekühlt verflüssigtes Gas

 

▼M12 —————

▼B

P337 + P313

Bei anhaltender Augenreizung: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

►C4  Augenreizung (Abschnitt 3.3) ◄

2

 

▼M4

P342 + P311

Bei Symptomen der Atemwege: GIFTINFORMATIONSZENTRUM/ Arzt/… anrufen.

Sensibilisierung der Atemwege (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

… geeignete Stelle für medizinische Notfallversorgung vom Hersteller/Lieferanten anzugeben.

▼M4

P361 + P364

Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen und vor erneutem Tragen waschen.

Akute dermale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3

 

P362 + P364

Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen.

Akute dermale Toxizität (Abschnitt 3.1)

4

 

Reizwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

2

Sensibilisierung der Haut (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

▼B

►C4  P370 + P376 ◄

►C4  Bei Brand: Undichtigkeit beseitigen, wenn gefahrlos möglich. ◄

►C4  Oxidierende Gase (Abschnitt 2.4) ◄

1

 

▼M12

P370 + P378

Bei Brand: … zum Löschen … verwenden.

Entzündbare Flüssigkeiten (Abschnitt 2.6)

1, 2, 3

—  falls Wasser die Gefahr erhöht.

Geeignetes Medium ist von Hersteller/Lieferant anzugeben.

Entzündbare Feststoffe (Abschnitt 2.7)

1, 2

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.8)

Typen C, D, E, F

Pyrophore Flüssigkeiten (Abschnitt 2.9)

1

Pyrophore Feststoffe (Abschnitt 2.10)

1

Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln (Abschnitt 2.12)

1, 2, 3

Oxidierende Flüssigkeiten (Abschnitt 2.13)

1, 2, 3

Oxidierende Feststoffe (Abschnitt 2.14)

1, 2, 3

Organische Peroxide (Abschnitt 2.15)

Typen C, D, E, F

▼M12

P301 + P330 + P331

BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.

Ätzwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

1, 1A, 1B, 1C

 

P302 + P335 + P334

BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Lose Partikel von der Haut abbürsten. In kaltes Wasser tauchen [oder nassen Verband anlegen].

Pyrophore Feststoffe (Abschnitt 2.10)

1

—  Text in eckigen Klammern ist bei pyrophoren Feststoffen zu verwenden.

Stoffe und Gemische, die bei Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln (Abschnitt 2.12)

1, 2

—  Nur „In kaltes Wasser tauchen“ verwenden. Text in eckigen Klammern sollte nicht verwendet werden.

P303 + P361 + P353

BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT (oder dem Haar): Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen. Haut mit Wasser abwaschen [oder duschen].

Entzündbare Flüssigkeiten (Abschnitt 2.6)

1, 2, 3

—  Text in eckigen Klammern ist aufzunehmen, wenn der Hersteller/Lieferant dies für die jeweilige Chemikalie für angebracht hält.

Ätzwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

1, 1A, 1B, 1C

P305 + P351 + P338

BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

Ätzwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

1, 1A, 1B, 1C

 

Schwere Augenschädigung/Reizung der Augen (Abschnitt 3.3)

1

 

Augenreizung (Abschnitt 3.3)

2

 

▼M12 —————

▼M12

P370 + P380 + P375

Bei Brand: Umgebung räumen. Wegen Explosionsgefahr Brand aus der Entfernung bekämpfen.

Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (Abschnitt 2.1)

Unterklasse 1.4

—  mit Ausnahme von explosiven Stoffen/Gemischen und Erzeugnissen mit Explosivstoff der Unterklasse 1.4 (Verträglichkeitsgruppe S) in Transportverpackung

▼B

P371 + P380 + P375

Bei Großbrand und großen Mengen: Umgebung räumen. Wegen Explosionsgefahr Brand aus der Entfernung bekämpfen.

►C4  Oxidierende Flüssigkeiten (Abschnitt 2.13) ◄

1

 

►C4  Oxidierende Feststoffe (Abschnitt 2.14) ◄

1

▼M12

P370 + P372 + P380 + P373

Bei Brand: Explosionsgefahr. Umgebung räumen. KEINE Brandbekämpfung, wenn das Feuer explosive Stoffe/Gemische/Erzeugnisse erreicht.

Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (Abschnitt 2.1)

Instabile explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff und Unterklassen 1.1, 1.2, 1.3, 1.5

 

Unterklasse 1.4

—  mit Ausnahme von explosiven Stoffen/Gemischen und Erzeugnissen mit Explosivstoff der Unterklasse 1.4 (Verträglichkeitsgruppe S) in Transportverpackung.

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.8)

Typ A

 

Organische Peroxide (Abschnitt 2.15)

Typ A

 

P370 + P380 + P375 + [P378]

Bei Brand: Umgebung räumen. Wegen Explosionsgefahr Brand aus der Entfernung bekämpfen. [… zum Löschen … verwenden.]

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.8)

Typ B

—  Text in eckigen Klammern ist zu verwenden, falls Wasser die Gefahr erhöht.

Geeignetes Medium ist von Hersteller/Lieferant anzugeben.

Organische Peroxide (Abschnitt 2.15)

Typ B

▼B



Tabelle 6.4

Sicherheitshinweise — Lagerung

Kodie-rung

Sicherheitshinweise — Aufbewahrung

Gefahrenklassen

Gefahrenkategorien

Verwendungsbedingungen

(1)

(2)

(3)

(4)

(5)

▼M12

P401

Aufbewahren gemäß …

Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (Abschnitt 2.1)

instabile explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff der Unterklassen 1.1, 1.2, 1.3, 1.4, 1.5

… Lokale/regionale/nationale/internationale Vorschriften sind von Hersteller/Lieferant, sofern zutreffend, anzugeben.

▼B

P402

An einem trockenen Ort aufbewahren.

►C4  Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln (Abschnitt 2.12) ◄

1, 2, 3

 

▼M12

P403

An einem gut belüfteten Ort aufbewahren.

Entzündbare Gase (Abschnitt 2.2)

1, 2

 

Oxidierende Gase (Abschnitt 2.4)

1

 

Gase unter Druck (Abschnitt 2.5)

Verdichtetes Gas

 

Verflüssigtes Gas

 

Tiefgekühlt verflüssigtes Gas

 

Gelöstes Gas

 

Entzündbare Flüssigkeiten (Abschnitt 2.6)

1, 2, 3

—  bei entzündbaren Flüssigkeiten der Kategorie 1 und anderen entzündbaren Flüssigkeiten, die flüchtig sind und eine explosionsfähige Atmosphäre erzeugen können.

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.8)

Typen A, B, C, D, E, F

—  ausgenommen unter Temperaturkontrolle stehende selbstzersetzliche Stoffe und Gemische und organische Peroxide, da es zu Kondensation und anschließendem Gefrieren kommen kann.

Organische Peroxide (Abschnitt 2.15)

Akute inhalative Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3

—  falls der Stoff oder das Gemisch flüchtig ist und eine gefährliche Atmosphäre erzeugen kann.

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); Reizung der Atemwege (Abschnitt 3.8)

3

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); narkotische Wirkungen (Abschnitt 3.8)

3

▼B

P404

In einem geschlossenen Behälter aufbewahren.

►C4  Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln (Abschnitt 2.12) ◄

1, 2, 3

 

P405

Unter Verschluss aufbewahren.

Akute orale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3

 

Akute dermale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3

Akute inhalative Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3

Verätzung der Haut (Abschnitt 3.2)

1A, 1B, 1C

Keimzellmutagenität (Abschnitt 3.5)

1A, 1B, 2

Karzinogenität (Abschnitt 3.6)

1A, 1B, 2

Reproduktiontstoxizität (Abschnitt 3.7)

1A, 1B, 2

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition) (Abschnitt 3.8)

1, 2

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); Reizung der Atemwege (Abschnitt 3.8)

3

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); narkotische Wirkungen (Abschnitt 3.8)

3

Aspirationsgefahr (Abschnitt 3.10).

1

▼M12

P406

In korrosionsbeständigem/… Behälter mit korrosionsbeständiger Innenauskleidung aufbewahren.

Korrosiv gegenüber Metallen (Abschnitt 2.16)

1

—  kann entfallen, wenn P234 auf dem Kennzeichnungsetikett angegeben ist

Von Hersteller/Lieferant sind andere kompatible Materialien anzugeben.

P407

Luftspalt zwischen Stapeln oder Paletten lassen.

Selbsterhitzungsfähige Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.11)

1.2

 

▼M4

P410

Vor Sonnenbestrahlung schützen.

Aerosole (Abschnitt 2.3)

1,2, 3

 

Gase unter Druck (Abschnitt 2.5)

verdichtetes Gas

verflüssigtes Gas

gelöstes Gas

—  Kann entfallen bei Gasen, die gemäß Verpackungsanweisung P200 der UN RTDG, Modellvorschriften, in ortsbewegliche Gasflaschen gefüllt sind, außer wenn diese Gase sich (langsam) zersetzen oder polymerisieren können

Selbsterhitzungsfähige Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.11)

1, 2

 

Organische Peroxide (Abschnitt 2.15)

Typen A, B, C, D, E, F

 

▼M12

P411

Bei Temperaturen nicht über … °C/…°F aufbewahren.

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.8)

Typen A, B, C, D, E, F

—  falls Temperaturkontrolle (nach Anhang I Abschnitt 2.8.2.4 oder 2.15.2.3) vorgeschrieben ist oder wenn es aus anderen Gründen für erforderlich gehalten wird.

Von Hersteller/Lieferant ist die Temperatur in der geltenden Maßeinheit anzugeben.

Organische Peroxide (Abschnitt 2.15)

Typen A, B, C, D, E, F

P412

Nicht Temperaturen über 50 °C/122 °F aussetzen.

Aerosole (Abschnitt 2.3)

1, 2, 3

Von Hersteller/Lieferant ist die geltende Temperatur-Maßeinheit zu verwenden.

P413

Schüttgut in Mengen von mehr als … kg/… lbs bei Temperaturen nicht über … °C/…°F aufbewahren.

Selbsterhitzungsfähige Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.11)

1, 2

Von Hersteller/Lieferant sind Menge und Temperatur in der geltenden Maßeinheit anzugeben.

P420

Getrennt aufbewahren.

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.8)

Typen A, B, C, D, E, F

 

Selbsterhitzungsfähige Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.11)

1, 2

Oxidierende Flüssigkeiten (Abschnitt 2.13)

1

Oxidierende Feststoffe (Abschnitt 2.14)

1

Organische Peroxide (Abschnitt 2.15)

Typen A, B, C, D, E, F

▼M12 —————

▼B

P402 + P404

An einem trockenen Ort aufbewahren. In einem geschlossenen Behälter aufbewahren.

►C4  Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln (Abschnitt 2.12) ◄

1, 2, 3

 

▼M12

P403 + P233

An einem gut belüfteten Ort aufbewahren. Behälter dicht verschlossen halten.

Akute inhalative Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3

—  falls der Stoff oder das Gemisch flüchtig ist und eine gefährliche Atmosphäre erzeugen kann.

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); Reizung der Atemwege (Abschnitt 3.8)

3

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); narkotische Wirkungen (Abschnitt 3.8)

3

P403 + P235

An einem gut belüfteten Ort aufbewahren. Kühl halten.

Entzündbare Flüssigkeiten (Abschnitt 2.6)

1, 2, 3

—  bei entzündbaren Flüssigkeiten der Kategorie 1 und anderen entzündbaren Flüssigkeiten, die flüchtig sind und eine explosionsfähige Atmosphäre erzeugen können.

P410 + P403

Vor Sonnenbestrahlung schützen. An einem gut belüfteten Ort aufbewahren.

Gase unter Druck (Abschnitt 2.5)

Verdichtetes Gas

—  P410 kann entfallen bei Gasen, die gemäß Verpackungs-anweisung P200 der UN RTDG in ortsbeweglichen Gasflaschen abgefüllt sind, außer wenn diese Gase sich (langsam) zersetzen oder polymerisieren können.

Verflüssigtes Gas

Gelöstes Gas

P410 + P412

Vor Sonnenbestrahlung schützen. Nicht Temperaturen über 50 °C/122 °F aussetzen.

Aerosole (Abschnitt 2.3)

1, 2, 3

Von Hersteller/Lieferant ist die geltende Temperatur-Maßeinheit zu verwenden.

▼M12 —————

▼M2



Tabelle 6.5

Sicherheitshinweise — Entsorgung

Kodierung

Sicherheitshinweise — Entsorgung

Gefahrenklassen

Gefahrenkategorien

Verwendungsbedingungen

(1)

(2)

(3)

(4)

(5)

▼M12

P501

Inhalt/Behälter … zuführen.

Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff (Abschnitt 2.1)

Instabile explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff der Unterklassen 1.1, 1.2, 1.3, 1.4, 1.5

gemäß lokalen/regionalen/nationalen/internationalen Vorschriften (anzugeben)

Von Hersteller/Lieferant ist anzugeben, ob Entsorgungsvorschriften für Inhalt, Behälter oder beides gelten.

Entzündbare Flüssigkeiten (Abschnitt 2.6)

1, 2, 3

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische (Abschnitt 2.8)

Typen A, B, C, D, E, F

Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln (Abschnitt 2.12)

1, 2, 3

Oxidierende Flüssigkeiten (Abschnitt 2.13)

1, 2, 3

Oxidierende Feststoffe (Abschnitt 2.14)

1, 2, 3

Organische Peroxide (Abschnitt 2.15)

Typen A, B, C, D, E, F

Akute orale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3, 4

Akute dermale Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2, 3, 4

Akute inhalative Toxizität (Abschnitt 3.1)

1, 2

Ätzwirkung auf die Haut (Abschnitt 3.2)

1, 1A, 1B, 1C

Sensibilisierung der Atemwege (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

Sensibilisierung der Haut (Abschnitt 3.4)

1, 1A, 1B

Keimzellmutagenität (Abschnitt 3.5)

1A, 1B, 2

Karzinogenität (Abschnitt 3.6)

1A, 1B, 2

Reproduktionstoxizität (Abschnitt 3.7)

1A, 1B, 2

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition) (Abschnitt 3.8)

1, 2

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); Reizung der Atemwege (Abschnitt 3.8)

3

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition); narkotische Wirkungen (Abschnitt 3.8)

3

Spezifische Zielorgan-Toxizität (wiederholte Exposition) (Abschnitt 3.9)

1, 2

Aspirationsgefahr (Abschnitt 3.10)

1

Gewässergefährdend — akute aquatische Toxizität (Abschnitt 4.1)

1

Gewässergefährdend — chronische aquatische Toxizität (Abschnitt 4.1)

1, 2, 3, 4

P502

Informationen zur Wiederverwendung oder Wiederverwertung bei Hersteller oder Lieferant erfragen

Die Ozonschicht schädigend (Abschnitt 5.1)

1

 

▼B

2.   Teil 2: Sicherheitshinweise

Die Sicherheitshinweise sind diesem Teil des Anhangs IV zu entnehmen und gemäß Teil 1 auszuwählen.



Tabelle 1.1

Sicherheitshinweise — Allgemeines

P101

Sprache

 

 

BG

При необходимост от медицинска помощ, носете опаковката или етикета на продукта.

 

ES

Si se necesita consejo médico, tener a mano el envase o la etiqueta.

 

CS

Je-li nutná lékařská pomoc, mějte po ruce obal nebo štítek výrobku.

 

DA

Hvis der er brug for lægehjælp, medbring da beholderen eller etiketten.

 

DE

Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.

 

ET

Arsti poole pöördudes võtta kaasa toote pakend või etikett.

 

EL

Εάν ζητήσετε ιατρική συμβουλή, να έχετε μαζί σας τον περιέκτη του προϊόντος ή την ετικέτα.

 

EN

If medical advice is needed, have product container or label at hand.

 

FR

En cas de consultation d'un médecin, garder à disposition le récipient ou l'étiquette.

 

GA

Más gá comhairle liachta, bíodh coimeádán nó lipéad an táirge ina aice láimhe.

▼M5

 

HR

Ako je potrebna liječnička pomoć pokazati spremnik ili naljepnicu.

▼B

 

IT

In caso di consultazione di un medico, tenere a disposizione il contenitore o l'etichetta del prodotto.

 

LV

Medicīniska padoma nepieciešamības gadījumā attiecīgā informācija ir norādīta uz iepakojuma vai etiķetes.

 

LT

Jei reikalinga gydytojo konsultacija, su savimi turėkite produkto talpyklą ar jo etiketę.

 

HU

Orvosi tanácsadás esetén tartsa kéznél a termék edényét vagy címkéjét.

 

MT

Jekk ikun meħtieġ parir mediku, ara li jkollok il-kontenitur jew it-tikketta tal-prodott fil-qrib.

 

NL

Bij het inwinnen van medisch advies, de verpakking of het etiket ter beschikking houden.

 

PL

W razie konieczności zasięgnięcia porady lekarza należy pokazać pojemnik lub etykietę.

 

PT

Se for necessário consultar um médico, mostre-lhe a embalagem ou o rótulo.

 

RO

Dacă este necesară consultarea medicului, țineți la îndemână recipientul sau eticheta produsului.

 

SK

Ak je potrebná lekárska pomoc, majte k dispozícii obal alebo etiketu výrobku.

 

SL

Če je potreben zdravniški nasvet, mora biti na voljo posoda ali etiketa proizvoda.

 

FI

Jos tarvitaan lääkinnällistä apua, näytä pakkaus tai varoitusetiketti.

 

SV

Ha förpackningen eller etiketten till hands om du måste söka läkarvård.



P102

Sprache

 

 

BG

Да се съхранява извън обсега на деца.

 

ES

Mantener fuera del alcance de los niños.

 

CS

Uchovávejte mimo dosah dětí.

 

DA

Opbevares utilgængeligt for børn.

 

DE

Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.

 

ET

Hoida lastele kättesaamatus kohas.

 

EL

Μακριά από παιδιά.

 

EN

Keep out of reach of children.

 

FR

Tenir hors de portée des enfants.

 

GA

Coimeád as aimsiú leanaí.

▼M5

 

HR

Čuvati izvan dohvata djece.

▼B

 

IT

Tenere fuori dalla portata dei bambini.

 

LV

Sargāt no bērniem.

 

LT

Laikyti vaikams neprieinamoje vietoje.

 

HU

Gyermekektől elzárva tartandó.

 

MT

Żommu 'l bogħod minn fejn jistgħu jilħquh it-tfal.

 

NL

Buiten het bereik van kinderen houden.

 

PL

Chronić przed dziećmi.

 

PT

Manter fora do alcance das crianças.

 

RO

A nu se lăsa la îndemâna copiilor.

 

SK

Uchovávajte mimo dosahu detí.

 

SL

Hraniti zunaj dosega otrok.

 

FI

Säilytä lasten ulottumattomissa.

 

SV

Förvaras oåtkomligt för barn.



P103

Sprache

 

 

BG

Преди употреба прочетете етикета.

 

ES

Leer la etiqueta antes del uso.

 

CS

Před použitím si přečtěte údaje na štítku.

 

DA

Læs etiketten før brug.

 

DE

Vor Gebrauch Kennzeichnungsetikett lesen.

 

ET

Enne kasutamist tutvuda etiketil oleva infoga.

 

EL

Διαβάστε την ετικέτα πριν από τη χρήση.

 

EN

Read label before use.

 

FR

Lire l'étiquette avant utilisation.

 

GA

Léigh an lipéad roimh úsáid.

▼M5

 

HR

Prije uporabe pročitati naljepnicu.

▼B

 

IT

Leggere l'etichetta prima dell'uso.

 

LV

Pirms izmantošanas izlasīt etiķeti.

 

LT

Prieš naudojimą perskaityti etiketę.

 

HU

Használat előtt olvassa el a címkén közölt információkat.

 

MT

Aqra t-tikketta qabel l-użu.

 

NL

Alvorens te gebruiken, het etiket lezen.

 

PL

Przed użyciem przeczytać etykietę.

 

PT

Ler o rótulo antes da utilização.

 

RO

Citiți eticheta înainte de utilizare.

 

SK

Pred použitím si prečítajte etiketu.

 

SL

Pred uporabo preberite etiketo.

 

FI

Lue merkinnät ennen käyttöä.

 

SV

Läs etiketten före användning.



Tabelle 1.2

Sicherheitshinweise — Prävention

P201

Sprache

 

 

BG

Преди употреба се снабдете със специални инструкции.

 

ES

►C7  Solicitar instrucciones especiales antes del uso. ◄

 

CS

Před použitím si obstarejte speciální instrukce.

 

DA

Indhent særlige anvisninger før brug.

 

DE

Vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen.

 

ET

Enne kasutamist tutvuda erijuhistega.

 

EL

Εφοδιαστείτε με τις ειδικές οδηγίες πριν από τη χρήση.

 

EN

Obtain special instructions before use.

 

FR

►C7  Se procurer les instructions spéciales avant utilisation. ◄

 

GA

Faigh treoracha speisialta roimh úsáid.

▼M5

 

HR

Prije uporabe pribaviti posebne upute.

▼B

 

IT

Procurarsi istruzioni specifiche prima dell'uso.

 

LV

Pirms lietošanas saņemt speciālu instruktāžu.

 

LT

Prieš naudojimą gauti specialias instrukcijas.

 

HU

Használat előtt ismerje meg az anyagra vonatkozó különleges utasításokat.

 

MT

Ikseb struzzjonijiet speċjali qabel l-użu.

 

NL

Alvorens te gebruiken de speciale aanwijzingen raadplegen.

 

PL

Przed użyciem zapoznać się ze specjalnymi środkami ostrożności.

 

PT

Pedir instruções específicas antes da utilização.

 

RO

Procurați instrucțiuni speciale înainte de utilizare.

 

SK

Pred použitím sa oboznámte s osobitnými pokynmi.

 

SL

Pred uporabo pridobiti posebna navodila.

 

FI

Lue erityisohjeet ennen käyttöä.

 

SV

Inhämta särskilda instruktioner före användning.



P202

Sprache

 

 

BG

Не използвайте преди да сте прочели и разбрали всички предпазни мерки за безопасност.

 

ES

No manipular la sustancia antes de haber leído y comprendido todas las instrucciones de seguridad.

 

CS

Nepoužívejte, dokud jste si nepřečetli všechny bezpečnostní pokyny a neporozuměli jim.

 

DA

Anvend ikke produktet, før alle advarsler er læst og forstået.

 

DE

Vor Gebrauch alle Sicherheitshinweise lesen und verstehen.

 

ET

Mitte käidelda enne ohutusnõuetega tutvumist ja nendest arusaamist.

 

EL

Μην το χρησιμοποιήσετε πριν διαβάσετε και κατανοήσετε τις οδηγίες προφύλαξης.

 

EN

Do not handle until all safety precautions have been read and understood.

 

FR

Ne pas manipuler avant d'avoir lu et compris toutes les précautions de sécurité.

 

GA

Ná láimhsigh go dtí go léifear agus go dtuigfear gach ráiteas réamhchúraim sábháilteachta.

▼M5

 

HR

Ne rukovati prije upoznavanja i razumijevanja sigurnosnih mjera predostrožnosti.

▼B

 

IT

Non manipolare prima di avere letto e compreso tutte le avvertenze.

 

LV

Neizmantot pirms nav izlasīti un saprasti visi apzīmējumi.

 

LT

Nenaudoti, jeigu neperskaityti ar nesuprasti visi saugos įspėjimai.

 

HU

Ne használja addig, amíg az összes biztonsági óvintézkedést el nem olvasta és meg nem értette.

 

MT

Tmissux qabel ma tkun qrajt u fhimt l-istruzzjonijiet kollha ta' prekawzjoni.

 

NL

Pas gebruiken nadat u alle veiligheidsvoorschriften gelezen en begrepen heeft

 

PL

Nie używać przed zapoznaniem się i zrozumieniem wszystkich środków bezpieczeństwa.

 

PT

Não manuseie o produto antes de ter lido e percebido todas as precauções de segurança.

 

RO

A nu se manipula decât după ce au fost citite și înțelese toate măsurile de securitate.

 

SK

Nepoužívajte, kým si neprečítate a nepochopíte všetky bezpečnostné opatrenia.

 

SL

Ne uporabljajte, dokler se ne seznanite z vsemi varnostnimi ukrepi.

 

FI

Lue varoitukset huolellisesti ennen käsittelyä.

 

SV

Använd inte produkten innan du har läst och förstått säkerhetsanvisningarna

▼M4



P210

Sprache

 

 

BG

Да се пази от топлина, нагорещени повърхности, искри, открит пламък, и други източници на запалване. Тютюнопушенето забранено.

 

ES

Mantener alejado del calor, de superficies calientes, de chispas, de llamas abiertas y de cualquier otra fuente de ignición. No fumar.

 

CS

Chraňte před teplem, horkými povrchy, jiskrami, otevřeným ohněm a jinými zdroji zapálení. Zákaz kouření.

 

DA

Holdes væk fra varme, varme overflader, gnister, åben ild og andre antændelseskilder. Rygning forbudt.

 

DE

Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken, offenen Flammen sowie anderen Zündquellenarten fernhalten. Nicht rauchen.

 

ET

Hoida eemal soojusallikast, kuumadest pindadest, sädemetest, leekidest ja muudest süüteallikatest. Mitte suitsetada.

 

EL

Μακριά από θερμότητα, θερμές επιφάνειες, σπινθήρες, γυμνές φλόγες και άλλες πηγές ανάφλεξης. Μην καπνίζετε.

 

EN

Keep away from heat, hot surfaces, sparks, open flames and other ignition sources. No smoking.

 

FR

Tenir à l’écart de la chaleur, des surfaces chaudes, des étincelles, des flammes nues et de toute autre source d’inflammation. Ne pas fumer.

 

GA

Coimeád ó theas, dromchlaí te, splancacha, lasair gan chosaint agus foinsí eile adhainte. Ná caitear tobac.

▼M8

 

HR

Čuvati odvojeno od topline, vrućih površina, iskri, otvorenih plamena i ostalih izvora paljenja. Ne pušiti.

▼M4

 

IT

Tenere lontano da fonti di calore, superfici calde, scintille, fiamme libere o altre fonti di accensione. Non fumare.

 

LV

Sargāt no karstuma, karstām virsmām, dzirkstelēm, atklātas uguns un citiem aizdegšanās avotiem. Nesmēķēt.

 

LT

Laikyti atokiau nuo šilumos šaltinių, karštų paviršių, žiežirbų, atviros liepsnos arba kitų degimo šaltinių. Nerūkyti.

 

HU

Hőtől, forró felületektől, szikrától, nyílt lángtól és más gyújtóforrástól távol tartandó. Tilos a dohányzás.

 

MT

Biegħed mis-sħana, uċuħ jaħarqu, xrar tan-nar, fjammi miftuħa u sorsi oħra li jaqbdu. Tpejjipx.

 

NL

Verwijderd houden van warmte, hete oppervlakken, vonken, open vuur en andere ontstekingsbronnen. Niet roken.

 

PL

Przechowywać z dala od źródeł ciepła, gorących powierzchni, źródeł iskrzenia, otwartego ognia i innych źródeł zapłonu. Nie palić.

 

PT

Manter afastado do calor, superfícies quentes, faísca, chama aberta e outras fontes de ignição. Não fumar.

 

RO

A se păstra departe de surse de căldură, suprafețe fierbinți, scântei, flăcări și alte surse de aprindere. Fumatul interzis.

 

SK

Uchovávajte mimo dosahu tepla, horúcich povrchov, iskier, otvoreného ohňa a iných zdrojov zapálenia. Nefajčite.

 

SL

Hraniti ločeno od vročine, vročih površin, isker, odprtega ognja in drugih virov vžiga. Kajenje prepovedano.

 

FI

Suojaa lämmöltä, kuumilta pinnoilta, kipinöiltä, avotulelta ja muilta sytytyslähteiltä. Tupakointi kielletty.

 

SV

Får inte utsättas för värme, heta ytor, gnistor, öppen låga eller andra antändningskällor. Rökning förbjuden.

▼B



P211

Sprache

 

 

BG

Да не се пръска към открит пламък или друг източник на запалване.

 

ES

No pulverizar sobre una llama abierta u otra fuente de ignición.

 

CS

Nestříkejte do otevřeného ohně nebo jiných zdrojů zapálení.

 

DA

Spray ikke mod åben ild eller andre antændelseskilder.

 

DE

Nicht gegen offene Flamme oder andere Zündquelle sprühen.

 

ET

Mitte pihustada leekidesse või muusse süüteallikasse.

 

EL

Μην ψεκάζετε κοντά σε γυμνή φλόγα ή άλλη πηγή ανάφλεξης.

 

EN

Do not spray on an open flame or other ignition source.

 

FR

Ne pas vaporiser sur une flamme nue ou sur toute autre source d'ignition.

 

GA

Ná spraeáil ar lasair gan chosaint ná ar fhoinse eile adhainte.

▼M5

 

HR

Ne prskati u otvoreni plamen ili drugi izvor paljenja.

▼B

 

IT

Non vaporizzare su una fiamma libera o altra fonte di accensione.

 

LV

Neizsmidzināt uz atklātas uguns vai citiem aizdegšanās avotiem.

 

LT

Nepurkšti į atvirą liepsną arba kitus degimo šaltinius.

 

HU

Tilos nyílt lángra vagy más gyújtóforrásra permetezni.

 

MT

Tisprejjax fuq fjamma mikxufa jew sors ieħor li jaqbad.

 

NL

Niet in een open vuur of op andere ontstekingsbronnen spuiten.

 

PL

Nie rozpylać nad otwartym ogniem lub innym źródłem zapłonu.

 

PT

Não pulverizar sobre chama aberta ou outra fonte de ignição.

 

RO

Nu pulverizați deasupra unei flăcări deschise sau unei alte surse de aprindere.

 

SK

Nestriekajte na otvorený oheň ani iný zdroj zapálenia.

 

SL

Ne pršiti proti odprtemu ognju ali drugemu viru vžiga.

 

FI

Ei saa suihkuttaa avotuleen tai muuhun sytytyslähteeseen.

 

SV

Spreja inte över öppen låga eller andra antändningskällor.

▼M12



P220

Sprache

 

 

BG

Да се държи далеч от облекло и други горими материали.

 

ES

Mantener alejado de la ropa y otros materiales combustibles.

 

CS

Uchovávejte odděleně od oděvů a jiných hořlavých materiálů.

 

DA

Holdes væk fra beklædningsgenstande og andre brændbare materialer.

 

DE

Von Kleidung und anderen brennbaren Materialien fernhalten.

 

ET

Hoida eemal rõivastest ja muust süttivast materjalist.

 

EL

Να φυλάσσεται μακριά από ενδύματα και άλλα καύσιμα υλικά.

 

EN

Keep away from clothing and other combustible materials.

 

FR

Tenir à l'écart des vêtements et d'autres matières combustibles.

 

GA

Coimeád glan ar éadaí agus ar ábhair indóite eile.

 

HR

Čuvati odvojeno od odjeće i drugih zapaljivih materijala.

 

IT

Tenere lontano da indumenti e altri materiali combustibili.

 

LV

Nepieļaut saskari ar apģērbu un citiem uzliesmojošiem materiāliem.

 

LT

Laikyti atokiau nuo drabužių bei kitų degiųjų medžiagų.

 

HU

Ruhától és más éghető anyagoktól távol tartandó.

 

MT

Żomm 'il bogħod mill-ħwejjeġ u materjali oħra li jaqbdu.

 

NL

Verwijderd houden van kleding en andere brandbare materialen.

 

PL

Trzymać z dala od odzieży i innych materiałów zapalnych.

 

PT

Manter afastado da roupa e de outras matérias combustíveis.

 

RO

A se păstra departe de îmbrăcăminte și de alte materiale combustibile.

 

SK

Uchovávajte mimo odevov a iných horľavých materiálov.

 

SL

Hraniti ločeno od oblačil in drugih vnetljivih materialov.

 

FI

Pidä erillään vaatetuksesta ja muista syttyvistä materiaaleista.

 

SV

Hålls åtskilt från kläder och andra brännbara material.

▼M12 —————

▼B



P222

Sprache

 

 

BG

Не допускайте конктакт с въздух.

 

ES

No dejar que entre en contacto con el aire.

 

CS

Zabraňte styku se vzduchem.

 

DA

Undgå kontakt med luft.

 

DE

►C4  Keinen Kontakt mit Luft zulassen. ◄

 

ET

Hoida õhuga kokkupuute eest.

 

EL

Να μην έρθει σε επαφή με τον αέρα.

 

EN

Do not allow contact with air.

 

FR

Ne pas laisser au contact de l'air.

 

GA

Ná ceadaigh teagmháil le haer.

▼M5

 

HR

Spriječiti dodir sa zrakom.

▼B

 

IT

Evitare il contatto con l'aria.

 

LV

Nepieļaut kontaktu ar gaisu.

 

LT

Saugoti nuo kontakto su oru.

 

HU

Nem érintkezhet levegővel.

 

MT

Tħallix li jkun hemm kuntatt ma' l-arja.

 

NL

Contact met de lucht vermijden.

 

PL

Nie dopuszczać do kontaktu z powietrzem.

 

PT

Não deixar entrar em contacto com o ar.

 

RO

A nu se lăsa în contact cu aerul.

 

SK

Zabráňte kontaktu so vzduchom.

 

SL

Preprečiti stik z zrakom.

 

FI

Ei saa joutua kosketuksiin ilman kanssa.

 

SV

Undvik kontakt med luft.

▼M4



P223

Sprache

 

 

BG

Не допускайте контакт с вода.

 

ES

Evitar el contacto con el agua.

 

CS

Zabraňte styku s vodou.

 

DA

Undgå kontakt med vand.

 

DE

Keinen Kontakt mit Wasser zulassen.

 

ET

Vältida kokkupuudet veega.

 

EL

Μην επιτρέπετε την επαφή με το νερό.

 

EN

Do not allow contact with water.

 

FR

Éviter tout contact avec l'eau.

 

GA

Ná bíodh aon teagmháil le huisce.

▼M8

 

HR

Spriječiti dodir s vodom.

▼M4

 

IT

Evitare qualunque contatto con l'acqua.

 

LV

Nepieļaut saskari ar ūdeni.

 

LT

Saugoti nuo sąlyčio su vandeniu.

 

HU

Nem érintkezhet vízzel.

 

MT

Tħallihx imiss mal-ilma.

 

NL

Contact met water vermijden.

 

PL

Nie dopuszczać do kontaktu z wodą.

 

PT

Não deixar entrar em contacto com a água.

 

RO

A nu se lăsa în contact cu apa.

 

SK

Zabráňte kontaktu s vodou.

 

SL

Preprečiti stik z vodo.

 

FI

Ei saa joutua kosketuksiin veden kanssa.

 

SV

Undvik all kontakt med vatten.

▼B



P230

Sprache

 

 

BG

Да се държи навлажнен с…

 

ES

Mantener humedecido con…

 

CS

Uchovávejte ve zvlhčeném stavu …

 

DA

Holdes befugtet med…

 

DE

Feucht halten mit …

 

ET

Niisutada …-ga.

 

EL

Να διατηρείται υγρό με …

 

EN

Keep wetted with…

 

FR

Maintenir humidifié avec…

 

GA

Coimeád fliuchta le…

▼M5

 

HR

Čuvati navlaženo s…

▼B

 

IT

Mantenere umido con….

 

LV

Vienmēr samitrināt ar …

 

LT

Laikyti sudrėkintą (kuo)

 

HU

…-val/-vel nedvesítve tartandó.

 

MT

Żommu mxarrab bi …

 

NL

Vochtig houden met…

 

PL

Przechowywać produkt zwilżony….

 

PT

Manter húmido com…

 

RO

A se păstra umezit cu…

 

SK

Uchovávajte zvlhčené …

 

SL

Hraniti prepojeno z …

 

FI

Säilytä kostutettuna …

 

SV

Ska hållas fuktigt med…

▼M12



P231

Sprache

 

 

BG

Да се използва и съхранява съдържанието под инертен газ/…

 

ES

Manipular y almacenar el contenido en un medio de gas inerte/…

 

CS

Manipulace a skladování pod inertním plynem/…

 

DA

Håndteres og opbevares som inerte gasser/…

 

DE

Inhalt unter inertem Gas/… handhaben und aufbewahren.

 

ET

Sisu käidelda ja hoida inertgaasis/…

 

EL

Ο χειρισμός και η αποθήκευση του υλικού να γίνεται υπό αδρανές αέριο/ …

 

EN

Handle and store contents under inert gas/…

 

FR

Manipuler et stocker le contenu sous gaz inerte/…

 

GA

Láimhsigh agus stóráil an t-ábhar faoi thriathghás/…

 

HR

Rukovati i skladištiti u inertnom plinu/…

 

IT

Manipolare e conservare in atmosfera di gas inerte/…

 

LV

Saturu izmantot un glabāt tikai inertas gāzes vidē/…

 

LT

Turinį tvarkyti ir laikyti inertinėse dujose/…

 

HU

Tartalma inert gázban/… használandó és tárolandó.

 

MT

Uża u aħżen il-kontenut taħt gass inerti/…

 

NL

Inhoud onder inert gas/… gebruiken en bewaren.

 

PL

Używać i przechowywać zawartość w atmosferze obojętnego gazu/…

 

PT

Manusear e armazenar o conteúdo em atmosfera de gás inerte/…

 

RO

A se manipula și a se depozita conținutul sub un gaz inert/…

 

SK

Manipulujte s obsahom a skladujte ho v prostredí s inertným plynom/…

 

SL

Ravnati z vsebino in jo hraniti v ustreznem inertnem plinu/…

 

FI

Käsittele ja varastoi sisältö inertissä kaasussa/…

 

SV

Hantera och förvara innehållet under inert gas/…

▼B



P232

Sprache

 

 

BG

Да се пази от влага.

 

ES

Proteger de la humedad.

 

CS

Chraňte před vlhkem.

 

DA

Beskyttes mod fugt.

 

DE

Vor Feuchtigkeit schützen.

 

ET

Hoida niiskuse eest.

 

EL

Προστετέψτε από την υγρασία.

 

EN

Protect from moisture.

 

FR

Protéger de l'humidité.

 

GA

Cosain ar thaise.

▼M5

 

HR

Zaštititi od vlage.

▼B

 

IT

Proteggere dall'umidità.

 

LV

Aizsargāt no mitruma.

 

LT

Saugoti nuo drėgmės.

 

HU

Nedvességtől védendő.

 

MT

Ipproteġi mill-umdità.

 

NL

Tegen vocht beschermen.

 

PL

Chronić przed wilgocią.

 

PT

Manter ao abrigo da humidade.

 

RO

A se proteja de umiditate.

 

SK

Chráňte pred vlhkosťou.

 

SL

Zaščititi pred vlago.

 

FI

Suojaa kosteudelta.

 

SV

Skyddas från fukt.



P233

Sprache

 

 

BG

Съдът да се съхранява плътно затворен.

 

ES

Mantener el recipiente herméticamente cerrado.

 

CS

Uchovávejte obal těsně uzavřený.

 

DA

Hold beholderen tæt lukket.

 

DE

Behälter dicht verschlossen halten.

 

ET

Hoida pakend tihedalt suletuna.

 

EL

Να διατηρείται ο περιέκτης ερμητικά κλειστός.

 

EN

Keep container tightly closed.

 

FR

Maintenir le récipient fermé de manière étanche.

 

GA

Coimeád an coimeádán dúnta go docht.

▼M5

 

HR

Čuvati u dobro zatvorenom spremniku.

▼B

 

IT

Tenere il recipiente ben chiuso.

 

LV

Tvertni stingri noslēgt.

 

LT

Talpyklą laikyti sandariai uždarytą.

 

HU

Az edény szorosan lezárva tartandó.

 

MT

Żomm il-kontenitur magħluq sew.

 

NL

In goed gesloten verpakking bewaren.

 

PL

Przechowywać pojemnik szczelnie zamknięty.

 

PT

Manter o recipiente bem fechado.

 

RO

Păstrați recipientul închis etanș.

 

SK

Nádobu uchovávajte tesne uzavretú.

 

SL

Hraniti v tesno zaprti posodi.

 

FI

Säilytä tiiviisti suljettuna.

 

SV

Behållaren ska vara väl tillsluten.

▼M12



P234

Sprache

 

 

BG

Да се съхранява само в оригиналната опаковка.

 

ES

Conservar únicamente en el embalaje original.

 

CS

Uchovávejte pouze v původním balení.

 

DA

Opbevares kun i originalemballagen.

 

DE

Nur in Originalverpackung aufbewahren.

 

ET

Hoida üksnes originaalpakendis.

 

EL

Να διατηρείται μόνο στην αρχική συσκευασία.

 

EN

Keep only in original packaging.

 

FR

Conserver uniquement dans l'emballage d'origine.

 

GA

Coimeád sa phacáistiú bunaidh amháin.

 

HR

Čuvati samo u originalnom pakiranju.

 

IT

Conservare soltanto nell'imballaggio originale.

 

LV

Turēt tikai oriģināliepakojumā.

 

LT

Laikyti tik originalioje pakuotėje.

 

HU

Az eredeti csomagolásban tartandó.

 

MT

Żomm biss fl-imballaġġ oriġinali.

 

NL

Uitsluitend in de oorspronkelijke verpakking bewaren.

 

PL

Przechowywać wyłącznie w oryginalnym opakowaniu.

 

PT

Mantenha sempre o produto na sua embalagem original.

 

RO

A se păstra numai în ambalajul original.

 

SK

Uchovávajte iba v pôvodnom balení.

 

SL

Hraniti samo v originalni embalaži.

 

FI

Säilytä alkuperäispakkauksessa.

 

SV

Förvaras endast i originalförpackningen.

▼B



P235

Sprache

 

 

BG

Да се държи на хладно.

 

ES

Mantener en lugar fresco.

 

CS

Uchovávejte v chladu.

 

DA

Opbevares køligt.

 

DE

Kühl halten.

 

ET

Hoida jahedas.

 

EL

Να διατηρείται δροσερό.

 

EN

Keep cool.

 

FR

Tenir au frais.

 

GA

Coimeád fionnuar é

▼M5

 

HR

Održavati hladnim.

▼B

 

IT

Conservare in luogo fresco.

 

LV

Turēt vēsumā.

 

LT

Laikyti vėsioje vietoje.

 

HU

Hűvös helyen tartandó.

 

MT

Żomm frisk.

 

NL

Koel bewaren.

 

PL

Przechowywać w chłodnym miejscu.

 

PT

Conservar em ambiente fresco.

 

RO

A se păstra la rece.

 

SK

Uchovávajte v chlade.

 

SL

Hraniti na hladnem.

 

FI

Säilytä viileässä.

 

SV

Förvaras svalt.

▼M12



P240

Sprache

 

 

BG

Заземяване и еквипотенциална връзка на съда и приемателното устройство.

 

ES

Toma de tierra y enlace equipotencial del recipiente y del equipo receptor.

 

CS

Uzemněte a upevněte obal a odběrové zařízení.

 

DA

Beholder og modtageudstyr jordforbindes/potentialudlignes.

 

DE

Behälter und zu befüllende Anlage erden.

 

ET

Mahuti ja vastuvõtuseade maandada ja ühendada.

 

EL

Γείωση και ισοδυναμική σύνδεση του περιέκτη και του εξοπλισμού του δέκτη.

 

EN

Ground and bond container and receiving equipment.

 

FR

Mise à la terre et liaison équipotentielle du récipient et du matériel de réception.

 

GA

Nasc an coimeádán agus an trealamh glactha leis an talamh.

 

HR

Uzemljiti i učvrstiti spremnik i opremu za prihvat kemikalije.

 

IT

Mettere a terra e a massa il contenitore e il dispositivo ricevente.

 

LV

Tvertnes un saņēmējiekārtas iezemēt un savienot.

 

LT

Įžeminti ir įtvirtinti talpyklą ir priėmimo įrangą.

 

HU

A tárolóedényt és a fogadóedényt le kell földelni és át kell kötni.

 

MT

Poġġi mal-art u waħħal il-kontenitur u t-tagħmir riċevitur.

 

NL

Opslag- en opvangreservoir aarden.

 

PL

Uziemić i połączyć pojemnik i sprzęt odbiorczy.

 

PT

Ligação à terra/equipotencial do recipiente e do equipamento recetor.

 

RO

Legătură la pământ și conexiune echipotențială cu recipientul și cu echipamentul de recepție.

 

SK

Uzemnite a upevnite nádobu a plniace zariadenie.

 

SL

Ozemljiti posodo in opremo za sprejem tekočine ter izenačiti potenciale.

 

FI

Maadoita ja yhdistä säiliö ja vastaanottavat laitteet.

 

SV

Jorda och potentialförbind behållare och mottagarutrustnin



P241

Sprache

 

 

BG

Използвайте [електрическо/вентилационно/осветително/…] оборудване, обезопасено срещу експлозия.

 

ES

Utilizar material [eléctrico/de ventilación/iluminación/…] antideflagrante.

 

CS

Používejte [elektrické/ventilační/osvětlovací/…] zařízení do výbušného prostředí.

 

DA

Anvend eksplosionssikkert [elektrisk/ventilations-/lys-/…] udstyr.

 

DE

Explosionsgeschützte [elektrische/Lüftungs-/Beleuchtungs-/…] Geräte verwenden.

 

ET

Kasutada plahvatuskindlaid [elektri-/ventilatsiooni-/valgustus-/…] seadmeid.

 

EL

Να χρησιμοποιείται αντιεκρηκτικός εξοπλισμός [ηλεκτρολογικός/εξαερισμού/φωτιστικός/…].

 

EN

Use explosion-proof [electrical/ventilating/lighting/…] equipment.

 

FR

Utiliser du matériel [électrique/de ventilation/d'éclairage/…] antidéflagrant.

 

GA

Bain úsáid as trealamh pléascdhíonach [leictreach/ aerála/soilsiúcháin/…].

 

HR

Rabiti [električnu/ventilacijsku/rasvjetnu/…] opremu koja neće izazvati eksploziju.

 

IT

Utilizzare impianti [elettrici/di ventilazione/d'illuminazione/…] a prova di esplosione.

 

LV

Izmantot sprādziendrošas [elektriskās/ventilācijas/apgaismošanas/…] iekārtas.

 

LT

Naudoti sprogimui atsparią [elektros/ventiliacijos/apšvietimo/…] įrangą.

 

HU

Robbanásbiztos [elektromos/szellőztető/világító/…] berendezés használandó.

 

MT

Uża' tagħmir [elettriku/ta' ventilazzjoni/ta' dawl/…] li jiflaħ għal splużjoni.

 

NL

Explosieveilige [elektrische/ventilatie-/verlichtings-/…]apparatuur gebruiken.

 

PL

Używać [elektrycznego/wentylującego/oświetleniowego/…/] przeciwwybuchowego sprzętu.

 

PT

Utilizar equipamento [elétrico/de ventilação/de iluminação/…] à prova de explosão.

 

RO

Utilizați echipamente [electrice/de ventilare/de iluminat/…] antideflagrante.

 

SK

Používajte [elektrické/ventilačné/osvetľovacie/…] zariadenie do výbušného prostredia.

 

SL

Uporabiti [električno opremo/prezračevalno opremo/ opremo za razsvetljavo/…], odporno proti eksplozijam.

 

FI

Käytä räjähdysturvallisia [sähkö/ilmanvaihto/valaisin/…]laitteita.

 

SV

Använd explosionssäker [elektrisk/ventilations-/belysnings-/…]utrustning.



P242

Sprache

 

 

BG

Използвайте инструменти, които не предизвикват искри.

 

ES

No utilizar herramientas que produzcan chispas.

 

CS

Používejte nářadí z nejiskřícího kovu.

 

DA

Anvend værktøj, som ikke frembringer gnister.

 

DE

Funkenarmes Werkzeug verwenden.

 

ET

Mitte kasutada seadmeid, mis võivad tekitada sädemeid.

 

EL

Να χρησιμοποιούνται μη σπινθηρογόνα εργαλεία.

 

EN

Use non-sparking tools.

 

FR

Utiliser des outils ne produisant pas d'étincelles.

 

GA

Bain úsáid as uirlisí neamhspréachta.

 

HR

Rabiti neiskreći alat.

 

IT

Utilizzare utensili antiscintillamento.

 

LV

Izmantot instrumentus, kas nerada dzirksteles.

 

LT

Naudoti kibirkščių nekeliančius įrankius.

 

HU

Szikramentes eszközök használandók.

 

MT

Uża għodda li ma ttajjarx żnied.

 

NL

Vonkvrij gereedschap gebruiken.

 

PL

Używać nieiskrzących narzędzi.

 

PT

Utilizar ferramentas antichispa.

 

RO

Nu utilizați unelte care produc scântei.

 

SK

Používajte neiskriace prístroje.

 

SL

Uporabiti orodje, ki ne povzroča isker.

 

FI

Käytä kipinöimättömiä työkaluja.

 

SV

Använd verktyg som inte ger upphov till gnistor.



P243

Sprache

 

 

BG

Предприемете действия за предотвратяване на освобождаването на статично електричество.

 

ES

Tomar medidas de precaución contra las descargas electrostáticas.

 

CS

Proveďte opatření proti výbojům statické elektřiny.

 

DA

Træf foranstaltninger mod statisk elektricitet.

 

DE

Maßnahmen gegen elektrostatische Entladungen treffen.

 

ET

Rakendada abinõusid staatilise elektri vältimiseks.

 

EL

Λάβετε μέτρα για την αποτροπή ηλεκτροστατικών εκκενώσεων.

 

EN

Take action to prevent static discharges.

 

FR

Prendre des mesures de précaution contre les décharges électrostatiques.

 

GA

Déan bearta in aghaidh díluchtú statach.

 

HR

Poduzeti mjere za sprečavanje statičkog elektriciteta.

 

IT

Fare in modo di prevenire le scariche elettrostatiche.

 

LV

Nodrošināties pret statiskās enerģijas izlādi.

 

LT

Imtis veiksmų statinei iškrovai išvengti.

 

HU

Az elektrosztatikus kisülés megakadályozására óvintézkedéseket kell tenni.

 

MT

Ħu azzjoni biex tipprevjeni l-ħruġ ta' elettriku statiku.

 

NL

Maatregelen treffen om ontladingen van statische elektriciteit te voorkomen.

 

PL

Podjąć działania zapobiegające wyładowaniom elektrostatycznym.

 

PT

Tomar medidas para evitar acumulação de cargas eletrostáticas.

 

RO

Luați măsuri de precauție împotriva descărcărilor electrostatice.

 

SK

Vykonajte opatrenia na zabránenie výbojom statickej elektriny.

 

SL

Ukrepati za preprečitev statičnega naelektrenja.

 

FI

Estä staattisen sähkön aiheuttama kipinöinti.

 

SV

Vidta åtgärder mot statisk elektricitet.

▼M4



P244

Sprache

 

 

BG

Поддържайте вентилите и фитингите чисти от масло и смазка.

 

ES

Mantener las valvulas y los racores libres de aceite y grasa.

 

CS

Udržujte ventily i příslušenství čisté - bez olejů a maziv.

 

DA

Hold ventiler og tilslutninger frie for olie og fedt.

 

DE

Ventile und Ausrüstungsteile öl- und fettfrei halten.

 

ET

Hoida ventiilid ja liitmikud õlist ja rasvast puhtad.

 

EL

Διατηρείτε τα κλείστρα και τους συνδέσμους καθαρά από λάδια και γράσα.

 

EN

Keep valves and fittings free from oil and grease.

 

FR

Ni huile, ni graisse sur les robinets et raccords.

 

GA

Coinnigh comhlaí agus feistis saor ó ola agus ó ghréisc.

▼M8

 

HR

Spriječiti dodir ventila i spojnica s uljem i masti.

▼M4

 

IT

Mantenere le valvole e i raccordi liberi da olio e grasso.

 

LV

Uzturēt ventiļus un savienojumus tīrus no eļļas un taukvielām.

 

LT

Saugoti, kad ant vožtuvų ir jungiamųjų detalių nepatektų alyvos ir tepalų.

 

HU

A szelepeket és szerelvényeket zsírtól és olajtól mentesen kell tartani.

 

MT

Żomm il-valvi u fittings ħielsa miż-żejt u l-grease.

 

NL

Houd afsluiters en fittingen vrij van olie en vet.

 

PL

Chronić zawory i przyłącza przed olejem i tłuszczem.

 

PT

Manter válvulas e conexões isentas de óleo e gordura.

 

RO

Feriți valvele și racordurile de ulei și grăsime.

 

SK

Udržujte ventily a príslušenstvo čisté, bez olejov a mazív.

 

SL

Preprečiti stik ventilov in opreme z oljem in mastjo.

 

FI

Pidä venttiilit ja liittimet vapaana öljystä ja rasvasta.

 

SV

Håll ventiler och anslutningar fria från olja och fett.

▼M12



P250

Sprache

 

 

BG

Да не се подлага на стържене/удар/триене…

 

ES

Evitar abrasiones/choques/fricciones/…

 

CS

Nevystavujte obrušování/nárazům/tření/…

 

DA

Må ikke udsættes for slibning/stød/gnidning/…

 

DE

Nicht schleifen/stoßen/reiben/…

 

ET

Hoida kriimustamise/põrutuse/hõõrdumise/… eest.

 

EL

Να αποφεύγεται άλεση/κρούση/τριβή/…

 

EN

Do not subject to grinding/shock/friction/…

 

FR

Éviter les abrasions/les chocs/les frottements/…

 

GA

Ná nocht do mheilt/do thurraing/do fhrithchuimilt/…

 

HR

Ne izlagati mrvljenju/udarcima/trenju/…

 

IT

Evitare le abrasioni/gli urti/gli attriti/…

 

LV

Nepakļaut drupināšanai/triecienam/berzei/…

 

LT

Nešlifuoti/netrankyti/…/netrinti.

 

HU

Tilos csiszolásnak/ütésnek/súrlódásnak/… kitenni.

 

MT

Tissottoponix għal brix/xokk/frizzjoni/…

 

NL

Malen/schokken/wrijving/… vermijden.

 

PL

Nie poddawać szlifowaniu/wstrząsom/tarciu/….

 

PT

Não submeter a trituração/choque/fricção/…

 

RO

A nu se supune la abraziuni/șocuri/frecare/…

 

SK

Nevystavujte brúseniu/nárazu/treniu/…

 

SL

Ne izpostavljati drgnjenju/udarcem/trenju/…

 

FI

Suojele rasitukselta/iskuilta/hankaukselta/…

 

SV

Får inte utsättas för malning/stötar/friktion/…

▼M4



P251

Sprache

 

 

BG

Да не се пробива и изгаря дори след употреба.

 

ES

No perforar ni quemar, incluso después de su uso.

 

CS

Nepropichujte nebo nespalujte ani po použití.

 

DA

Må ikke punkteres eller brændes, heller ikke efter brug.

 

DE

Nicht durchstechen oder verbrennen, auch nicht nach Gebrauch.

 

ET

Mitte purustada ega põletada isegi pärast kasutamist.

 

EL

Να μην τρυπηθεί ή καεί ακόμη και μετά τη χρήση.

 

EN

Do not pierce or burn, even after use.

 

FR

Ne pas perforer, ni brûler, même après usage.

 

GA

Ná toll agus ná dóigh, fiú tar éis úsáide.

▼M8

 

HR

Ne bušiti, niti paliti čak niti nakon uporabe.

▼M4

 

IT

Non perforare né bruciare, neppure dopo l’uso.

 

LV

Nedurt vai nededzināt, arī pēc izlietošanas.

 

LT

Nepradurti ir nedeginti net panaudoto.

 

HU

Ne lyukassza ki vagy égesse el, még használat után sem.

 

MT

Ittaqqbux u taħarqux, anki wara li tużah.

 

NL

Ook na gebruik niet doorboren of verbranden.

 

PL

Nie przekłuwać ani nie spalać, nawet po zużyciu.

 

PT

Não furar nem queimar, mesmo após utilização.

 

RO

Nu perforați sau ardeți, chiar și după utilizare.

 

SK

Neprepichujte alebo nespaľujte ju, a to ani po spotrebovaní obsahu.

 

SL

Ne preluknjajte ali sežigajte je niti, ko je prazna.

 

FI

Ei saa puhkaista tai polttaa edes tyhjänä.

 

SV

Får inte punkteras eller brännas, gäller även tömd behållare.

▼B



P260

Sprache

 

 

BG

Не вдишвайте прах/пушек/газ/дим/изпарения/аерозоли

 

ES

No respirar el polvo/el humo/el gas/la niebla/los vapores/el aerosol.

 

CS

Nevdechujte prach/dým/plyn/mlhu/páry/aerosoly.

 

DA

Indånd ikke pulver/røg/gas/tåge/damp/spray.

 

DE

Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol nicht einatmen.

 

ET

Tolmu/suitsu/gaasi/udu/auru/pihustatud ainet mitte sisse hingata.

 

EL

Μην αναπνέετε σκόνη/αναθυμιάσεις/αέρια/σταγονίδια/ατμούς/εκνεφώματα

 

EN

Do not breathe dust/fume/gas/mist/vapours/spray.

 

FR

Ne pas respirer les poussières/fumées/gaz/brouillards/vapeurs/aérosols.

 

GA

Ná hanálaigh deannach/múch/gás/ceo/gala/sprae.

▼M5

 

HR

Ne udisati prašinu/dim/plin/maglu/pare/aerosol.

▼B

 

IT

Non respirare la polvere/i fumi/i gas/la nebbia/i vapori/gli aerosol.

 

LV

Neieelpot putekļus/tvaikus/gāzi/dūmus/izgarojumus/smidzinājumu.

 

LT

Neįkvėpti dulkių/dūmų/dujų/rūko/garų/aerozolio.

 

HU

A por/füst/gáz/köd/gőzök/permet belélegzése tilos.

 

MT

Tiblax bin-nifs trabijiet/dħaħen/gass/raxx/fwar/sprej.

 

NL

Stof/rook/gas/nevel/damp/spuitnevel niet inademen.

 

PL

Nie wdychać pyłu/dymu/gazu/mgły/par/rozpylonej cieczy.

 

PT

Não respirar as poeiras/fumos/gases/névoas/vapores/aerossóis.

 

RO

Nu inspirați praful/fumul/gazul/ceața/vaporii/spray-ul.

 

SK

Nevdychujte prach/dym/plyn/hmlu/pary/aerosóly.

 

SL

Ne vdihavati prahu/dima/plina/meglice/hlapov/razpršila.

 

FI

Älä hengitä pölyä/savua/kaasua/sumua/höyryä/suihketta.

 

SV

Inandas inte damm/rök/gaser/dimma/ångor/sprej.



P261

Sprache

 

 

BG

Избягвайте вдишване на прах/пушек/газ/дим/изпарения/аерозоли

 

ES

Evitar respirar el polvo/el humo/el gas/la niebla/los vapores/el aerosol.

 

CS

Zamezte vdechování prachu/dýmu/plynu/mlhy/par/aerosolů.

 

DA

Undgå indånding af pulver/røg/gas/tåge/damp/spray.

 

DE

Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden.

 

ET

Vältida tolmu/suitsu/gaasi/udu/auru/pihustatud aine sissehingamist.

 

EL

Aποφεύγετε να αναπνέετε σκόνη/αναθυμιάσεις/αέρια/σταγονίδια/ατμούς/εκνεφώματα.

 

EN

Avoid breathing dust/fume/gas/mist/vapours/spray.

 

FR

Éviter de respirer les poussières/fumées/gaz/brouillards/vapeurs/aérosols.

 

GA

Seachain deannach/múch/gás/ceo/gala/sprae a análú.

▼M5

 

HR

Izbjegavati udisanje prašine/dima/plina/magle/pare/aerosola.

▼B

 

IT

Evitare di respirare la polvere/i fumi/i gas/la nebbia/i vapori/gli aerosol.

 

LV

Izvairīties ieelpot putekļus/tvaikus/gāzi/dūmus/izgarojumus/smidzinājumu.

 

LT

Stengtis neįkvėpti dulkių/dūmų/dujų/rūko/garų/aerozolio.

 

HU

Kerülje a por/füst/gáz/köd/gőzök/permet belélegzését.

 

MT

Evita li tibla' bin-nifs trabijiet/dħaħen/gass/raxx/fwar/sprej.

 

NL

Inademing van stof/rook/gas/nevel/damp/spuitnevel vermijden.

 

PL

Unikać wdychania pyłu/dymu/gazu/mgły/par/rozpylonej cieczy.

 

PT

Evitar respirar as poeiras/fumos/gases/névoas/vapores/aerossóis.

 

RO

Evitați să inspirați praful/fumul/gazul/ceața/vaporii/spray-ul.

 

SK

Zabráňte vdychovaniu prachu/dymu/plynu/hmly/pár/aerosólov.

 

SL

Ne vdihavati prahu/dima/plina/meglice/hlapov/razpršila.

 

FI

Vältä pölyn/savun/kaasun/sumun/höyryn/suihkeen hengittämistä.

 

SV

Undvik att inandas damm/rök/gaser/dimma/ångor/sprej.



P262

Sprache

 

 

BG

Да се избягва контакт с очите, кожата или облеклото.

 

ES

Evitar el contacto con los ojos, la piel o la ropa.

 

CS

Zabraňte styku s očima, kůží nebo oděvem.

 

DA

Må ikke komme i kontakt med øjne, hud eller tøj.

 

DE

Nicht in die Augen, auf die Haut oder auf die Kleidung gelangen lassen.

 

ET

Vältida silma, nahale või rõivastele sattumist.

 

EL

Να μην έρθει σε επαφή με τα μάτια, με το δέρμα ή με τα ρούχα.

 

EN

Do not get in eyes, on skin, or on clothing.

 

FR

Éviter tout contact avec les yeux, la peau ou les vêtements.

 

GA

Ná lig sna súile, ar an gcraiceann, ná ar éadaí.

▼M5

 

HR

Spriječiti dodir s očima, kožom ili odjećom.

▼B

 

IT

Evitare il contatto con gli occhi, la pelle o gli indumenti.

 

LV

Nepieļaut nokļūšanu acīs, uz ādas vai uz drēbēm.

 

LT

Saugotis, kad nepatektų į akis, ant odos ar drabužių.

 

HU

Szembe, bőrre vagy ruhára nem kerülhet.

 

MT

Iddaħħalx fl-għajnejn, fuq il-ġilda, jew fuq il-ħwejjeġ.

 

NL

Contact met de ogen, de huid of de kleding vermijden.

 

PL

Nie wprowadzać do oczu, na skórę lub na odzież.

 

PT

Não pode entrar em contacto com os olhos, a pele ou a roupa.

 

RO

Evitați orice contact cu ochii, pielea sau îmbrăcămintea.

 

SK

Zabráňte kontaktu s očami, pokožkou alebo odevom.

 

SL

Preprečiti stik z očmi, kožo ali oblačili.

 

FI

Varo kemikaalin joutumista silmiin, iholle tai vaatteisiin.

 

SV

Får inte komma i kontakt med ögonen, huden eller kläderna.

▼M12



P263

Sprache

 

 

BG

Да се избягва контакт по време на бременност и при кърмене.

 

ES

Evitar todo contacto con la sustancia durante el embarazo y la lactancia.

 

CS

Zabraňte styku během těhotenství a kojení.

 

DA

Undgå kontakt under graviditet/amning.

 

DE

Berührung während Schwangerschaft und Stillzeit vermeiden.

 

ET

Vältida kokkupuudet raseduse ja imetamise ajal.

 

EL

Αποφεύγετε την επαφή στη διάρκεια της εγκυμοσύνης και της γαλουχίας.

 

EN

Avoid contact during pregnancy and while nursing.

 

FR

Éviter tout contact avec la substance au cours de la grossesse et pendant l'allaitement.

 

GA

Seachain teagmháil le linn toirchis agus fad agus atá an chíoch á tabhairt.

 

HR

Izbjegavati dodir tijekom trudnoće i dojenja.

 

IT

Evitare il contatto durante la gravidanza e l'allattamento.

 

LV

Izvairīties no saskares grūtniecības laikā un barojot bērnu ar krūti.

 

LT

Vengti kontakto nėštumo metu/maitinant krūtimi.

 

HU

Terhesség és szoptatás alatt kerülni kell az anyaggal való érintkezést.

 

MT

Evita l-kuntatt waqt it-tqala u t-treddigħ.

 

NL

Bij zwangerschap of borstvoeding aanraking vermijden.

 

PL

Unikać kontaktu w czasie ciąży i podczas karmienia piersią.

 

PT

Evitar o contacto durante a gravidez e o aleitamento.

 

RO

Evitați contactul în timpul sarcinii și alăptării.

 

SK

Zabráňte kontaktu počas tehotenstva a dojčenia.

 

SL

Preprečiti stik med nosečnostjo in dojenjem.

 

FI

Vältä kosketusta raskauden ja imetyksen aikana.

 

SV

Undvik kontakt under graviditet och amning.

▼B



P264

Sprache

 

 

BG

Да се измие… старателно след употреба.

 

ES

Lavarse … concienzudamente tras la manipulación.

 

CS

Po manipulaci důkladně omyjte ….

 

DA

Vask … grundigt efter brug.

 

DE

Nach Gebrauch … gründlich waschen.

 

ET

Pärast käitlemist pesta hoolega ….

 

EL

Πλύνετε … σχολαστικά μετά το χειρισμό.

 

EN

Wash … thoroughly after handling.

 

FR

Se laver … soigneusement après manipulation.

 

GA

Nigh … go lánchúramach tar éis láimhsithe.

▼M5

 

HR

Nakon uporabe temeljito oprati …

▼B

 

IT

Lavare accuratamente … dopo l'uso.

 

LV

Pēc izmantošanas … kārtīgi nomazgāt.

 

LT

Po naudojimo kruopščiai nuplauti …

 

HU

A használatot követően a(z) … -t alaposan meg kell mosni.

 

MT

Aħsel … sew wara li timmaniġġjah.

 

NL

Na het werken met dit product … grondig wassen.

 

PL

Dokładnie umyć … po użyciu.

 

PT

Lavar … cuidadosamente após manuseamento.

 

RO

Spălați-vă … bine după utilizare.

 

SK

Po manipulácii starostlivo umyte…

 

SL

Po uporabi temeljito umiti …

 

FI

Pese … huolellisesti käsittelyn jälkeen.

 

SV

Tvätta … grundligt efter användning.



P270

Sprache

 

 

BG

Да не се яде, пие или пуши при употреба на продукта.

 

ES

No comer, beber ni fumar durante su utilización.

 

CS

Při používání tohoto výrobku nejezte, nepijte ani nekuřte.

 

DA

Der må ikke spises, drikkes eller ryges under brugen af dette produkt.

 

DE

Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen.

 

ET

Toote käitlemise ajal mitte süüa, juua ega suitsetada.

 

EL

►C7  Μην τρώτε, πίνετε ή καπνίζετε, όταν χρησιμοποιείτε αυτό το προϊόν. ◄

 

EN

►C7  Do not eat, drink or smoke when using this product. ◄

 

FR

Ne pas manger, boire ou fumer en manipulant ce produit.

 

GA

Ná hith, ná hól agus ná caitear tobac agus an táirge seo á úsáid.

▼M5

 

HR

Pri rukovanju proizvodom ne jesti, piti niti pušiti.

▼B

 

IT

Non mangiare, né bere, né fumare durante l'uso.

 

LV

Neēst, nedzert un nesmēķēt produkta izmantošanas laikā.

 

LT

Naudojant šį produktą, nevalgyti, negerti ir nerūkyti.

 

HU

A termék használata közben tilos enni, inni vagy dohányozni.

 

MT

Tikolx, tixrobx u tpejjipx waqt li tuża' dan il-prodott.

 

NL

Niet eten, drinken of roken tijdens het gebruik van dit product.

 

PL

Nie jeść, nie pić i nie palić podczas używania produktu.

 

PT

Não comer, beber ou fumar durante a utilização deste produto.

 

RO

A nu mânca, bea sau fuma în timpul utilizării produsului.

 

SK

Pri používaní výrobku nejedzte, nepite ani nefajčite.

 

SL

Ne jesti, piti ali kaditi med uporabo tega izdelka.

 

FI

Syöminen, juominen ja tupakointi kielletty kemikaalia käytettäessä.

 

SV

Ät inte, drick inte och rök inte när du använder produkten.



P271

Sprache

 

 

BG

Да се използва само на открито или на добре проветривомясто.

 

ES

Utilizar únicamente en exteriores o en un lugar bien ventilado.

 

CS

Používejte pouze venku nebo v dobře větraných prostorách.

 

DA

Brug kun udendørs eller i et rum med god udluftning.

 

DE

Nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen verwenden.

 

ET

Käidelda üksnes välitingimustes või hästi ventileeritavas kohas.

 

EL

Να χρησιμοποιείται μόνο σε ανοικτό ή καλά αεριζόμενο χώρο.

 

EN

Use only outdoors or in a well-ventilated area.

 

FR

Utiliser seulement en plein air ou dans un endroit bien ventilé.

 

GA

Úsáid amuigh faoin aer nó i limistéar dea-aerálaithe amháin.

▼M5

 

HR

Rabiti samo na otvorenom ili u dobro prozračenom prostoru.

▼B

 

IT

Utilizzare soltanto all'aperto o in luogo ben ventilato.

 

LV

Izmantot tikai ārā vai labi vēdināmās telpās.

 

LT

Naudoti tik lauke arba gerai vėdinamoje patalpoje.

 

HU

Kizárólag szabadban vagy jól szellőző helyiségben használható.

 

MT

Uża biss barra jew f'post ventilat sew.

 

NL

Alleen buiten of in een goed geventileerde ruimte gebruiken.

 

PL

Stosować wyłącznie na zewnątrz lub w dobrze wentylowanym pomieszczeniu

 

PT

Utilizar apenas ao ar livre ou em locais bem ventilados.

 

RO

A se utiliza numai în aer liber sau în spații bine ventilate.

 

SK

Používajte iba na voľnom priestranstve alebo v dobre vetranom priestore.

 

SL

Uporabljati le zunaj ali v dobro prezračevanem prostoru.

 

FI

Käytä ainoastaan ulkona tai tiloissa, joissa on hyvä ilmanvaihto.

 

SV

Används endast utomhus eller i väl ventilerade utrymmen.



P272

Sprache

 

 

BG

Да не се изнася замърсено работно облекло извън работното помещение.

 

ES

Las prendas de trabajo contaminadas no podrán sacarse del lugar de trabajo.

 

CS

Kontaminovaný pracovní oděv neodnášejte z pracoviště.

 

DA

Tilsmudset arbejdstøj bør ikke fjernes fra arbejdspladsen.

 

DE

Kontaminierte Arbeitskleidung nicht außerhalb des Arbeitsplatzes tragen.

 

ET

Saastunud töörõivaid töökohast mitte välja viia.

 

EL

Τα μολυσμένα ενδύματα εργασίας δεν πρέπει να βγαίνουν από το χώρο εργασίας.

 

EN

Contaminated work clothing should not be allowed out of the workplace.

 

FR

Les vêtements de travail contaminés ne devraient pas sortir du lieu de travail.

 

GA

Níor chóir éadaí éillithe oibre a ligean amach as an láthair oibre.

▼M5

 

HR

Zagađena radna odjeća ne smije se iznositi izvan radnog prostora.

▼B

 

IT

Gli indumenti da lavoro contaminati non devono essere portati fuori dal luogo di lavoro.

 

LV

Piesārņoto darba apģērbu neiznest ārpus darba telpām.

 

LT

Užterštų darbo drabužių negalima išnešti iš darbo vietos.

 

HU

Szennyezett munkaruhát tilos kivinni a munkahely területéről.

 

MT

Ilbies tax-xogħol kontaminat m'għandux jitħalla joħroġ mill-post tax-xogħol.

 

NL

Verontreinigde werkkleding mag de werkruimte niet verlaten.

 

PL

Zanieczyszczonej odzieży ochronnej nie wynosić poza miejsce pracy.

 

PT

A roupa de trabalho contaminada não pode sair do local de trabalho.

 

RO

Nu scoateți îmbrăcămintea de lucru contaminată în afara locului de muncă.

 

SK

Je zakázané vyniesť kontaminovaný pracovný odev z pracoviska.

 

SL

Kontaminirana delovna oblačila niso dovoljena zunaj delovnega mesta.

 

FI

Saastuneita työvaatteita ei saa viedä työpaikalta.

 

SV

Nedstänkta arbetskläder får inte avlägsnas från arbetsplatsen.



P273

Sprache

 

 

BG

Да се избягва изпускане в околната среда.

 

ES

Evitar su liberación al medio ambiente.

 

CS

Zabraňte uvolnění do životního prostředí.

 

DA

Undgå udledning til miljøet.

 

DE

Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

 

ET

Vältida sattumist keskkonda.

 

EL

Να αποφεύγεται η ελευθέρωση στο περιβάλλον.

 

EN

Avoid release to the environment.

 

FR

Éviter le rejet dans l'environnement.

 

GA

Ná scaoiltear amach sa chomhshaol.

▼M5

 

HR

Izbjegavati ispuštanje u okoliš.

▼B

 

IT

Non disperdere nell'ambiente.

 

LV

Izvairīties no izplatīšanas apkārtējā vidē.

 

LT

Saugoti, kad nepatektų į aplinką.

 

HU

Kerülni kell az anyagnak a környezetbe való kijutását.

 

MT

Evita r-rilaxx fl-ambjent.

 

NL

Voorkom lozing in het milieu.

 

PL

Unikać uwolnienia do środowiska.

 

PT

Evitar a libertação para o ambiente.

 

RO

Evitați dispersarea în mediu.

 

SK

Zabráňte uvoľneniu do životného prostredia.

 

SL

Preprečiti sproščanje v okolje.

 

FI

Vältettävä päästämistä ympäristöön.

 

SV

Undvik utsläpp till miljön.



P280

Sprache

 

 

BG

Използвайте предпазни ръкавици/предпазно облекло/предпазни очила/предпазна маска за лице.

 

ES

Llevar guantes/prendas/gafas/máscara de protección.

 

CS

Používejte ochranné rukavice/ochranný oděv/ochranné brýle/obličejový štít.

 

DA

Bær beskyttelseshandsker/beskyttelsestøj/øjenbeskyttelse/ansigtsbeskyttelse

 

DE

Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.

 

ET

Kanda kaitsekindaid/kaitserõivastust/kaitseprille/kaitsemaski.

 

EL

Να φοράτε προστατευτικά γάντια/προστατευτικά ενδύματα/μέσα ατομικής προστασίας για τα μάτια/πρόσωπο.

 

EN

Wear protective gloves/protective clothing/eye protection/face protection.

 

FR

Porter des gants de protection/des vêtements de protection/un équipement de protection des yeux/du visage.

 

GA

Caith lámhainní cosanta/éadaí cosanta/cosaint súile/cosaint aghaidhe.

▼M5

 

HR

Nositi zaštitne rukavice/zaštitno odijelo/zaštitu za oči/zaštitu za lice.

▼B

 

IT

Indossare guanti/indumenti protettivi/Proteggere gli occhi/il viso.

 

LV

Izmantot aizsargcimdus/aizsargdrēbes/acu aizsargus/sejas aizsargus.

 

LT

Mūvėti apsaugines pirštines/dėvėti apsauginius drabužius/naudoti akių (veido) apsaugos priemones.

 

HU

Védőkesztyű/védőruha/szemvédő/arcvédő használata kötelező.

 

MT

Ilbes ingwanti protettivi/ilbies protettiv/protezzjoni għall-għajnejn/protezzjoni għall-wiċċ.

 

NL

Beschermende handschoenen/beschermende kleding/oogbescherming/gelaatsbescherming dragen.

 

PL

Stosować rękawice ochronne/odzież ochronną/ochronę oczu/ochronę twarzy.

 

PT

Usar luvas de protecção/vestuário de protecção/protecção ocular/protecção facial.

 

RO

Purtați mănuși de protecție/îmbrăcăminte de protecție/echipament de protecție a ochilor/echipament de protecție a feței.

 

SK

Noste ochranné rukavice/ochranný odev/ochranné okuliare/ochranu tváre.

 

SL

Nositi zaščitne rokavice/zaščitno obleko/zaščito za oči/zaščito za obraz.

 

FI

Käytä suojakäsineitä/suojavaatetusta/silmiensuojainta/kasvonsuojainta.

 

SV

Använd skyddshandskar/skyddskläder/ögonskydd/ansiktsskydd.

▼M4 —————

▼M12



P282

Sprache

 

 

BG

Носете предпазващи от студ ръкавици, както и маска за лице или защитни очила.

 

ES

Usar guantes aislantes contra el frío y equipo de protección para la cara o los ojos.

 

CS

Používejte ochranné rukavice proti chladu a buď obličejový štít, nebo ochranné brýle.

 

DA

Bær kuldeisolerende handsker og enten ansigtsskærm eller øjenbeskyttelse.

 

DE

Schutzhandschuhe mit Kälteisolierung und zusätzlich Gesichtsschild oder Augenschutz tragen.

 

ET

Kanda külmakaitsekindaid ning kaitsemaski või kaitseprille.

 

EL

Να φοράτε μονωτικά γάντια και προστατευτικό κάλυμμα προσώπου ή εξοπλισμό προστασίας ματιών.

 

EN

Wear cold insulating gloves and either face shield or eye protection.

 

FR

Porter des gants isolants contre le froid et un équipement de protection du visage ou des yeux.

 

GA

Caith lámhainní inslithe fuachta agus aghaidhsciath nó cosaint súile.

 

HR

Nositi zaštitne rukavice za hladnoću i zaštitu za lice ili zaštitu za oči.

 

IT

Utilizzare guanti termici e schermo facciale o protezione per gli occhi.

 

LV

Izmantot aukstumizolējošus aizsargcimdus un sejas vai acu aizsargu.

 

LT

Mūvėti nuo šalčio izoliuojančias pirštines ir naudoti veido skydelį arba akių apsaugos priemones.

 

HU

Hidegszigetelő kesztyű és arcvédő vagy szemvédő használata kötelező.

 

MT

Ilbes ingwanti kiesħa li ma jinfidx minnhom u jew ilqugħ għall-wiċċ jew protezzjoni għall-għajnejn.

 

NL

Koude-isolerende handschoenen en hetzij gelaatsbescherming hetzij oogbescherming dragen.

 

PL

Nosić rękawice izolujące od zimna oraz albo maski na twarz albo ochronę oczu.

 

PT

Usar luvas de proteção contra o frio e escudo facial ou proteção ocular.

 

RO

Purtați mănuși izolante împotriva frigului și echipament de protecție a feței sau a ochilor.

 

SK

Používajte termostabilné rukavice a buď ochranný štít alebo ochranné okuliare.

 

SL

Nositi izolirne rokavice za zaščito pred mrazom in zaščito za obraz oziroma zaščito za oči.

 

FI

Käytä kylmäeristäviä suojakäsineitä ja joko kasvonsuojainta tai silmiensuojainta.

 

SV

Använd köldisolerande handskar och antingen visir eller ögonskydd.



P283

Sprache

 

 

BG

Носете огнеупорно или огнезащитно облекло.

 

ES

Llevar ropa resistente al fuego o retardante de las llamas.

 

CS

Používejte ohnivzdorný oděv nebo oděv zpomalující hoření.

 

DA

Bær brandbestandig eller brandhæmmende beklædning.

 

DE

Schwer entflammbare oder flammhemmende Kleidung tragen.

 

ET

Kanda tulekindlat või tule levikut aeglustavat rõivastust.

 

EL

Να φοράτε αντιπυρικό ρουχισμό ή ρουχισμό με επιβραδυντικό φλόγας.

 

EN

Wear fire resistant or flame retardant clothing.

 

FR

Porter des vêtements résistant au feu ou à retard de flamme.

 

GA

Caith éadaí dódhíonacha nó lasairmhoillitheacha.

 

HR

Nositi odjeću otpornu na vatru ili nezapaljivu odjeću.

 

IT

Indossare indumenti completamente ignifughi o in tessuti ritardanti di fiamma.

 

LV

Izmantot ugunsizturīgu vai liesmas aizturošu apģērbu.

 

LT

Dėvėti ugniai atsparius arba antipireninius drabužius.

 

HU

Tűzálló vagy lángkésleltető ruházat viselése kötelező.

 

MT

Ilbes ħwejjeġ reżistenti għan-nar u retardanti tal-fjammi.

 

NL

Vuurbestendige of vlamvertragende kleding dragen.

 

PL

Nosić odzież ognioodporną lub opóźniającą zapalenie.

 

PT

Usar vestuário ignífugo ou retardador de chamas.

 

RO

Purtați îmbrăcăminte rezistentă la foc sau ignifugă.

 

SK

Noste ohňovzdorný odev alebo odev so zníženou horľavosťou.

 

SL

Nositi negorljiva oblačila ali oblačila, odporna proti ognju.

 

FI

Käytä palosuojattua tai paloturvallista vaatetusta.

 

SV

Använd brandsäkra eller flamhämmande kläder.

▼M4



P284

Sprache

 

 

BG

[При недостатъчна вентилация] носете средства за защита на дихателните пътища.

 

ES

[En caso de ventilación insuficiente,] llevar equipo de protección respiratoria.

 

CS

[V případě nedostatečného větrání] používejte vybavení pro ochranu dýchacích cest.

 

DA

[I tilfælde af utilstrækkelig ventilation], anvend åndedrætsværn.

 

DE

[Bei unzureichender Belüftung] Atemschutz tragen.

 

ET

[Ebapiisava ventilatsiooni korral] kanda hingamisteede kaitsevahendit.

 

EL

[Σε περίπτωση ανεπαρκούς αερισμού] χρησιμοποιείστε μέσα ατομικής προστασίας της αναπνοής.

 

EN

[In case of inadequate ventilation] wear respiratory protection.

 

FR

[Lorsque la ventilation du local est insuffisante] porter un équipement de protection respiratoire.

 

GA

[Mura leor an aeráil] caith cosaint riospráide.

▼M8

 

HR

[U slučaju nedovoljne ventilacije] nositi sredstva za zaštitu dišnog sustava.

▼M4

 

IT

[Quando la ventilazione del locale è insufficiente] indossare un apparecchio di protezione respiratoria.

 

LV

[Neatbilstošas ventilācijas gadījumā] lietot elpošanas orgānu aizsargierīces.

 

LT

[Esant nepakankamam vėdinimui] naudoti kvėpavimo takų apsaugos priemones.

 

HU

[Nem megfelelő szellőzés esetén] légzésvédelem kötelező.

 

MT

[F'każ ta' ventilazzjoni inadegwata] ilbes protezzjoni respiratorja.

 

NL

[Bij ontoereikende ventilatie] adembescherming dragen.

 

PL

[W przypadku nieodpowiedniej wentylacji] stosować indywidualne środki ochrony dróg oddechowych.

 

PT

[Em caso de ventilação inadequada] usar proteção respiratória.

 

RO

[În cazul în care ventilarea este necorespunzătoare] purtați echipament de protecție respiratorie.

 

SK

[V prípade nedostatočného vetrania] používajte ochranu dýchacích ciest.

 

SL

[Ob nezadostnem prezračevanju] nositi opremo za zaščito dihal.

 

FI

Käytä hengityksensuojainta [jos ilmanvaihto on riittämätön].

 

SV

[Vid otillräcklig ventilation], använd andningsskydd.

▼M4 —————

▼M12



P231 + P232

Sprache

 

 

BG

Да се използва и съхранява съдържанието под инертен газ/… Да се пази от влага.

 

ES

Manipular y almacenar el contenido en un medio de gas inerte/… Proteger de la humedad.

 

CS

Manipulace a skladování pod inertním plynem/… Chraňte před vlhkem.

 

DA

Håndteres og opbevares under inert gas/… Beskyt mod fugt.

 

DE

Inhalt unter inertem Gas/… handhaben und aufbewahren. Vor Feuchtigkeit schützen.

 

ET

Sisu käidelda ja hoida inertgaasis/… Hoida niiskuse eest.

 

EL

Ο χειρισμός και η αποθήκευση του υλικού να γίνεται υπό αδρανές αέριο/ … Προστασία από την υγρασία.

 

EN

Handle and store contents under inert gas/… Protect from moisture.

 

FR

Manipuler et stocker le contenu sous gaz inerte/… Protéger de l'humidité.

 

GA

Láimhsigh agus stóráil an t-ábhar faoi thriathghás/… Cosain ó thaise.

 

HR

Rukovati i skladištiti u inertnom plinu/… Zaštititi od vlage.

 

IT

Manipolare e conservare in atmosfera di gas inerte/… Tenere al riparo dall'umidità.

 

LV

Saturu izmantot un glabāt tikai inertas gāzes vidē/… Sargāt no mitruma.

 

LT

Turinį tvarkyti ir laikyti inertinėse dujose/…Saugoti nuo drėgmės.

 

HU

Tartalma inert gázban/… használandó és tárolandó. Nedvességtől védendő.

 

MT

Uża u aħżen il-kontenut taħt gass inerti/… Ipproteġi mill-umdità.

 

NL

Inhoud onder inert gas/… gebruiken en bewaren. Tegen vocht beschermen.

 

PL

Używać i przechowywać zawartość w atmosferze obojętnego gazu/…. Chronić przed wilgocią.

 

PT

Manusear e armazenar o conteúdo em atmosfera de gás inerte/… Manter ao abrigo da humidade.

 

RO

A se manipula și a se depozita conținutul sub un gaz inert/… A se proteja de umiditate.

 

SK

Manipulujte s obsahom a skladujte ho v prostredí s inertným plynom/… Chráňte pred vlhkosťou.

 

SL

Ravnati z vsebino in jo hraniti v ustreznem inertnem plinu/… Zaščititi pred vlago.

 

FI

Käsittele ja varastoi sisältö inertissä kaasussa/… Suojaa kosteudelta.

 

SV

Hantera och förvara innehållet under inert gas/… Skyddas från fukt.

▼M12 —————

▼B



Tabelle 1.3

Sicherheitshinweise — Reaktion

P301

Sprache

 

 

BG

ПРИ ПОГЛЪЩАНЕ:

 

ES

EN CASO DE INGESTIÓN:

 

CS

PŘI POŽITÍ:

 

DA

I TILFÆLDE AF INDTAGELSE:

 

DE

BEI VERSCHLUCKEN:

 

ET

ALLANEELAMISE KORRAL:

 

EL

ΣΕ ΠΕΡΙΠΤΩΣΗ ΚΑΤΑΠΟΣΗΣ:

 

EN

IF SWALLOWED:

 

FR

EN CAS D'INGESTION:

 

GA

MÁ SHLOGTAR:

▼M5

 

HR

AKO SE PROGUTA:

▼B

 

IT

IN CASO DI INGESTIONE:

 

LV

NORĪŠANAS GADĪJUMĀ:

 

LT

PRARIJUS:

 

HU

LENYELÉS ESETÉN:

 

MT

JEKK JINBELA':

 

NL

NA INSLIKKEN:

 

PL

W PRZYPADKU POŁKNIĘCIA:

 

PT

EM CASO DE INGESTÃO:

 

RO

ÎN CAZ DE ÎNGHIȚIRE:

 

SK

PO POŽITÍ:

 

SL

PRI ZAUŽITJU:

 

FI

JOS KEMIKAALIA ON NIELTY:

 

SV

VID FÖRTÄRING:



P302

Sprache

 

 

BG

ПРИ КОНТАКТ С КОЖАТА:

 

ES

EN CASO DE CONTACTO CON LA PIEL:

 

CS

PŘI STYKU S KŮŽÍ:

 

DA

VED KONTAKT MED HUDEN:

 

DE

BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT:

 

ET

NAHALE SATTUMISE KORRAL:

 

EL

ΣΕ ΠΕΡΙΠΤΩΣΗ ΕΠΑΦΗΣ ΜΕ ΤΟ ΔΕΡΜΑ:

 

EN

IF ON SKIN:

 

FR

EN CAS DE CONTACT AVEC LA PEAU:

 

GA

I gCÁS TEAGMHÁLA LEIS AN gCRAICEANN:

▼M5

 

HR

U SLUČAJU DODIRA S KOŽOM:

▼B

 

IT

IN CASO DI CONTATTO CON LA PELLE:

 

LV

SASKARĒ AR ĀDU:

 

LT

PATEKUS ANT ODOS:

 

HU

HA BŐRRE KERÜL:

 

MT

F'KAŻ TA' KUNTATT MAL-ĠILDA:

 

NL

BIJ CONTACT MET DE HUID:

 

PL

W PRZYPADKU KONTAKTU ZE SKÓRĄ:

 

PT

SE ENTRAR EM CONTACTO COM A PELE:

 

RO

ÎN CAZ DE CONTACT CU PIELEA:

 

SK

PRI KONTAKTE S POKOŽKOU:

 

SL

PRI STIKU S KOŽO:

 

FI

JOS KEMIKAALIA JOUTUU IHOLLE:

 

SV

VID HUDKONTAKT:



P303

Sprache

 

 

BG

ПРИ КОНТАКТ С КОЖАТА (или косата):

 

ES

EN CASO DE CONTACTO CON LA PIEL (o el pelo):

 

CS

PŘI STYKU S KŮŽÍ (nebo s vlasy):

 

DA

VED KONTAKT MED HUDEN (eller håret):

 

DE

BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT (oder dem Haar):

 

ET

NAHALE (või juustele) SATTUMISE KORRAL:

 

EL

ΣΕ ΠΕΡΙΠΤΩΣΗ ΕΠΑΦΗΣ ΜΕ ΤΟ ΔΕΡΜΑ (ή με τα μαλλιά):

 

EN

IF ON SKIN (or hair):

 

FR

EN CAS DE CONTACT AVEC LA PEAU (ou les cheveux):

 

GA

I gCÁS TEAGMHÁLA LEIS AN gCRAICEANN (nó le gruaig):

▼M5

 

HR

U SLUČAJU DODIRA S KOŽOM (ili kosom):

▼B

 

IT

IN CASO DI CONTATTO CON LA PELLE (o con i capelli):

 

LV

SASKARĒ AR ĀDU (vai matiem):

 

LT

PATEKUS ANT ODOS (arba plaukų):

 

HU

HA BŐRRE (vagy hajra) KERÜL:

 

MT

F'KAŻ TA' KUNTATT MAL-ĠILDA (jew ix-xagħar):

 

NL

BIJ CONTACT MET DE HUID (of het haar):

 

PL

W PRZYPADKU KONTAKTU ZE SKÓRĄ (lub z włosami):

 

PT

SE ENTRAR EM CONTACTO COM A PELE (ou o cabelo):

 

RO

ÎN CAZ DE CONTACT CU PIELEA (sau părul):

 

SK

PRI KONTAKTE S POKOŽKOU (alebo vlasmi):

 

SL

PRI STIKU S KOŽO (ali lasmi):

 

FI

JOS KEMIKAALIA JOUTUU IHOLLE (tai hiuksiin):

 

SV

VID HUDKONTAKT (även håret):



P304

Sprache

 

 

BG

ПРИ ВДИШВАНЕ:

 

ES

EN CASO DE INHALACIÓN:

 

CS

PŘI VDECHNUTÍ:

 

DA

VED INDÅNDING:

 

DE

BEI EINATMEN:

 

ET

SISSEHINGAMISE KORRAL:

 

EL

ΣΕ ΠΕΡΙΠΤΩΣΗ ΕΙΣΠΝΟΗΣ:

 

EN

IF INHALED:

 

FR

EN CAS D'INHALATION:

 

GA

MÁ IONANÁLAÍTEAR:

▼M5

 

HR

AKO SE UDIŠE:

▼B

 

IT

IN CASO DI INALAZIONE:

 

LV

IEELPOJOT:

 

LT

ĮKVĖPUS:

 

HU

BELÉLEGZÉS ESETÉN:

 

MT

JEKK JINĠIBED MAN-NIFS:

 

NL

NA INADEMING:

 

PL

W PRZYPADKU DOSTANIA SIĘ DO DRÓG ODDECHOWYCH:

 

PT

EM CASO DE INALAÇÃO:

 

RO

ÎN CAZ DE INHALARE:

 

SK

PO VDÝCHNUTÍ:

 

SL

PRI VDIHAVANJU:

 

FI

JOS KEMIKAALIA ON HENGITETTY:

 

SV

VID INANDNING:



P305

Sprache

 

 

BG

ПРИ КОНТАКТ С ОЧИТЕ:

 

ES

EN CASO DE CONTACTO CON LOS OJOS:

 

CS

PŘI ZASAŽENÍ OČÍ:

 

DA

VED KONTAKT MED ØJNENE:

 

DE

BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:

 

ET

SILMA SATTUMISE KORRAL:

 

EL

ΣΕ ΠΕΡΙΠΤΩΣΗ ΕΠΑΦΗΣ ΜΕ ΤΑ ΜΑΤΙΑ:

 

EN

IF IN EYES:

 

FR

EN CAS DE CONTACT AVEC LES YEUX:

 

GA

I gCÁS TEAGMHÁLA LEIS NA SÚILE:

▼M5

 

HR

U SLUČAJU DODIRA S OČIMA:

▼B

 

IT

IN CASO DI CONTATTO CON GLI OCCHI:

 

LV

IEKĻŪSTOT ACĪS:

 

LT

PATEKUS Į AKIS:

 

HU

SZEMBE KERÜLÉS ESETÉN:

 

MT

JEKK JIDĦOL FL-GĦAJNEJN:

 

NL

BIJ CONTACT MET DE OGEN:

 

PL

W PRZYPADKU DOSTANIA SIĘ DO OCZU:

 

PT

SE ENTRAR EM CONTACTO COM OS OLHOS:

 

RO

ÎN CAZ DE CONTACT CU OCHII:

 

SK

PO ZASIAHNUTÍ OČÍ:

 

SL

PRI STIKU Z OČMI:

 

FI

JOS KEMIKAALIA JOUTUU SILMIIN:

 

SV

VID KONTAKT MED ÖGONEN:



P306

Sprache

 

 

BG

ПРИ ПОПАДАНЕ ВЪРХУ ОБЛЕКЛОТО:

 

ES

EN CASO DE CONTACTO CON LA ROPA:

 

CS

PŘI STYKU S ODĚVEM:

 

DA

VED KONTAKT MED TØJET:

 

DE

►C4  BEI KONTAKT MIT DER KLEIDUNG: ◄

 

ET

RÕIVASTELE SATTUMISE KORRAL:

 

EL

ΣΕ ΠΕΡΙΠΤΩΣΗ ΕΠΑΦΗΣ ΜΕ ΤΑ ΡΟΥΧΑ:

 

EN

IF ON CLOTHING:

 

FR

EN CAS DE CONTACT AVEC LES VÊTEMENTS:

 

GA

I gCÁS TEAGMHÁLA LE hÉADAÍ:

▼M5

 

HR

U SLUČAJU DODIRA S ODJEĆOM:

▼B

 

IT

IN CASO DI CONTATTO CON GLI INDUMENTI:

 

LV

SASKARĒ AR APĢĒRBU:

 

LT

PATEKUS ANT DRABUŽIŲ:

 

HU

HA RUHÁRA KERÜL:

 

MT

F'KAŻ TA' KUNTATT MA' L-ILBIES:

 

NL

NA MORSEN OP KLEDING:

 

PL

W PRZYPADKU KONTAKTU Z ODZIEŻĄ:

 

PT

SE ENTRAR EM CONTACTO COM A ROUPA:

 

RO

ÎN CAZ DE CONTACT CU ÎMBRĂCĂMINTEA:

 

SK

PRI KONTAKTE S ODEVOM:

 

SL

PRI STIKU Z OBLAČILI:

 

FI

JOS KEMIKAALIA JOUTUU VAATTEISIIN:

 

SV

VID KONTAKT MED KLÄDERNA:

▼M4 —————

▼B



P308

Sprache

 

 

BG

ПРИ явна или предполагаема експозиция:

 

ES

EN CASO DE exposición manifiesta o presunta:

 

CS

PŘI expozici nebo podezření na ni:

 

DA

VED eksponering eller mistanke om eksponering:

 

DE

BEI Exposition oder falls betroffen

 

ET

Kokkupuute või kokkupuutekahtluse korral:

 

EL

ΣΕ ΠΕΡΙΠΤΩΣΗ έκθεσης ή πιθανής έκθεσης:

 

EN

IF exposed or concerned:

 

FR

EN CAS d'exposition prouvée ou suspectée:

 

GA

I gCÁS nochta nó má mheastar a bheith nochtaithe:

▼M5

 

HR

U SLUČAJU izloženosti ili sumnje na izloženost:

▼B

 

IT

IN CASO di esposizione o di possibile esposizione:

 

LV

Ja saskaras vai saistīts ar:

 

LT

Esant sąlyčiui arba jeigu numanomas sąlytis:

 

HU

Expozíció vagy annak gyanúja esetén:

 

MT

JEKK espost jew konċernat:

 

NL

NA (mogelijke) blootstelling:

 

PL

W PRZYPADKU narażenia lub styczności:

 

PT

EM CASO DE exposição ou suspeita de exposição:

 

RO

ÎN CAZ DE expunere sau de posibilă expunere:

 

SK

Po expozícii alebo podozrení z nej:

 

SL

PRI izpostavljenosti ali sumu izpostavljenosti:

 

FI

Altistumisen tapahduttua tai jos epäillään altistumista:

 

SV

Vid exponering eller misstanke om exponering:

▼M4 —————

▼M4



P310

Sprache

 

 

BG

Незабавно се обадете в ЦЕНТЪР ПО ТОКСИКОЛОГИЯ/на лекар/…

 

ES

Llamar inmediatamente a un CENTRO DE TOXICOLOGĺA/médico/…

 

CS

Okamžitě volejte TOXIKOLOGICKÉ INFORMAČNÍ STŘEDISKO/lékaře/…

 

DA

Ring omgående til en GIFTINFORMATION/læge/…

 

DE

Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt/… anrufen.

 

ET

Võtta viivitamata ühendust MÜRGISTUSTEABEKESKUSE/ arstiga…

 

EL

Καλέστε αμέσως το ΚΕΝΤΡΟ ΔΗΛΗΤΗΡΙΑΣΕΩΝ/γιατρό/…

 

EN

Immediately call a POISON CENTER/doctor/…

 

FR

Appeler immédiatement un CENTRE ANTIPOISON/un médecin/…

 

GA

Cuir glao láithreach ar IONAD NIMHE/ar dhoctúir/…

▼M8

 

HR

Odmah nazvati CENTAR ZA KONTROLU OTROVANJA/liječnika/…

▼M4

 

IT

Contattare immediatamente un CENTRO ANTIVELENI/un medico…

 

LV

Nekavējoties sazinieties ar SAINDĒŠANĀS INFORMĀCIJAS CENTRU/ārstu/…

 

LT

Nedelsiant skambinti į APSINUODIJIMŲ KONTROLĖS IR INFORMACIJOS BIURĄ / kreiptis į gydytoją / ….

 

HU

Azonnal forduljon TOXIKOLÓGIAI KÖZPONTHOZ/orvoshoz/….

 

MT

Sejjaħ minnufih ĊENTRU TAL-AVVELENAMENT /tabib/…

 

NL

Onmiddellijk een ANTIGIFCENTRUM/arts/… raadplegen.

 

PL

Natychmiast skontaktować się z OŚRODKIEM ZATRUĆ/lekarzem/…

 

PT

Contacte imediatamente um CENTRO DE INFORMAÇÃO ANTIVENENOS/médico/…

 

RO

Sunați imediat la un CENTRU DE INFORMARE TOXICOLOGICĂ /un medic/…

 

SK

Okamžite volajte TOXIKOLOGICKÉ INFORMAČNÉ CENTRUM/ lekára/…

 

SL

Takoj pokličite CENTER ZA ZASTRUPITVE/zdravnika/…

 

FI

Ota välittömästi yhteys MYRKYTYSTIETOKESKUKSEEN/lääkäriin/…

 

SV

Kontakta genast GIFTINFORMATIONSCENTRALEN/läkare…



P311

Sprache

 

 

BG

Обадете се в ЦЕНТЪР ПО ТОКСИКОЛОГИЯ/на лекар/…

 

ES

Llamar a un CENTRO DE TOXICOLOGĺA/médico/…

 

CS

Volejte TOXIKOLOGICKÉ INFORMAČNÍ STŘEDISKO/lékaře/….

 

DA

Ring til en GIFTINFORMATION/læge/…

 

DE

GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt/… anrufen.

 

ET

Võtta ühendust MÜRGISTUSTEABEKESKUSE/arstiga…

 

EL

Καλέστε το ΚΕΝΤΡΟ ΔΗΛΗΤΗΡΙΑΣΕΩΝ/γιατρό/…

 

EN

Call a POISON CENTER/doctor/…

 

FR

Appeler un CENTRE ANTIPOISON/un médecin/…

 

GA

Cuir glao ar IONAD NIMHE/ar dhoctúir/…

▼M8

 

HR

Nazvati CENTAR ZA KONTROLU OTROVANJA/liječnika/…

▼M4

 

IT

Contattare un CENTRO ANTIVELENI/un medico/…

 

LV

Sazinieties ar SAINDĒŠANĀS INFORMĀCIJAS CENTRU/ārstu/…

 

LT

Skambinti į APSINUODIJIMŲ KONTROLĖS IR INFORMACIJOS BIURĄ / kreiptis į gydytoją / ….

 

HU

Forduljon TOXIKOLÓGIAI KÖZPONTHOZ/orvoshoz/….

 

MT

Sejjaħ ĊENTRU TAL-AVVELENAMENT /tabib/…

 

NL

Een ANTIGIFCENTRUM/arts/… raadplegen.

 

PL

Skontaktować się z OŚRODKIEM ZATRUĆ/lekarzem/…

 

PT

Contacte um CENTRO DE INFORMAÇÃO ANTIVENENOS/médico/…

 

RO

Sunați la un CENTRU DE INFORMARE TOXICOLOGICĂ/un medic…

 

SK

Volajte TOXIKOLOGICKÉ INFORMAČNÉ CENTRUM/ lekára/…

 

SL

Pokličite CENTER ZA ZASTRUPITVE/zdravnika/…

 

FI

Ota yhteys MYRKYTYSTIETOKESKUKSEEN/lääkäriin/…

 

SV

Kontakta GIFTINFORMATIONSCENTRALEN/läkare/…

▼M12



P312

Sprache

 

 

BG

При неразположение се обадете в ЦЕНТЪР ПО ТОКСИКОЛОГИЯ/на лекар/…

 

ES

Llamar a un CENTRO DE TOXICOLOGÍA/médico/… si la persona se encuentra mal.

 

CS

Necítíte-li se dobře, volejte TOXIKOLOGICKÉ INFORMAČNÍ STŘEDISKO/lékaře/…

 

DA

Kontakt GIFTLINJEN/læge/… i tilfælde af ubehag.

 

DE

Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt/… anrufen.

 

ET

Halva enesetunde korral võtta ühendust MÜRGISTUSTEABEKESKUSEGA/arstiga/…

 

EL

Καλέστε το ΚΕΝΤΡΟ ΔΗΛΗΤΗΡΙΑΣΕΩΝ/γιατρό/…, αν αισθανθείτε αδιαθεσία.

 

EN

Call a POISON CENTER/doctor/… if you feel unwell.

 

FR

Appeler un CENTRE ANTIPOISON/un médecin/… en cas de malaise.

 

GA

Cuir glao ar IONAD NIMHE/dochtúir/… má bhraitheann tú tinn.

 

HR

U slučaju zdravstvenih tegoba nazvati CENTAR ZA KONTROLU OTROVANJA/liječnika/…

 

IT

In caso di malessere, contattare un CENTRO ANTIVELENI/un medico/…

 

LV

Sazinieties ar SAINDĒŠANĀS INFORMĀCIJAS CENTRU/ārstu/…, ja jums ir slikta pašsajūta.

 

LT

Pasijutus blogai, skambinti į APSINUODIJIMŲ KONTROLĖS IR INFORMACIJOS BIURĄ/kreiptis į gydytoją/…

 

HU

Rosszullét esetén forduljon TOXIKOLÓGIAI KÖZPONTHOZ/orvoshoz/….

 

MT

Ikkuntattja ĊENTRU TAL-AVVELENAMENT/tabib/… jekk tħossok ma tiflaħx.

 

NL

Bij onwel voelen een ANTIGIFCENTRUM/arts/… raadplegen.

 

PL

W przypadku złego samopoczucia skontaktować się z OŚRODKIEM ZATRUĆ/ lekarzem/….

 

PT

Caso sinta indisposição, contacte um CENTRO DE INFORMAÇÃO ANTIVENENOS/médico/…

 

RO

Sunați la un CENTRU DE INFORMARE TOXICOLOGICĂ/un medic/… dacă nu vă simțiți bine.

 

SK

Pri zdravotných problémoch volajte NÁRODNÉ TOXIKOLOGICKÉ INFORMAČNÉ CENTRUM/lekára/…

 

SL

Ob slabem počutju pokličite CENTER ZA ZASTRUPITVE/ zdravnika/…

 

FI

Ota yhteys MYRKYTYSTIETOKESKUKSEEN/lääkäriin/…, jos ilmenee pahoinvointia.

 

SV

Vid obehag, kontakta GIFTINFORMATIONSCENTRALEN/läkare…

▼B



P313

Sprache

 

 

BG

Потърсете медицински съвет/помощ.

 

ES

Consultar a un médico.

 

CS

Vyhledejte lékařskou pomoc/ošetření.

 

DA

Søg lægehjælp.

 

DE

Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

 

ET

Pöörduda arsti poole.

 

EL

Συμβουλευθείτε/Επισκεφθείτε γιατρό.

 

EN

Get medical advice/attention.

 

FR

Consulter un médecin.

 

GA

Faigh comhairle/cúram liachta.

▼M5

 

HR

Zatražiti savjet/pomoć liječnika.

▼B

 

IT

Consultare un medico.

 

LV

Lūdziet palīdzību mediķiem.

 

LT

Kreiptis į gydytoją.

 

HU

Orvosi ellátást kell kérni.

 

MT

Ikkonsulta tabib.

 

NL

Een arts raadplegen.

 

PL

Zasięgnąć porady/zgłosić się pod opiekę lekarza.

 

PT

Consulte um médico.

 

RO

Consultați medicul.

 

SK

Vyhľadajte lekársku pomoc/starostlivosť.

 

SL

Poiščite zdravniško pomoč/oskrbo.

 

FI

Hakeudu lääkäriin.

 

SV

Sök läkarhjälp.



P314

Sprache

 

 

BG

При неразположение потърсете медицински съвет/помощ.

 

ES

Consultar a un médico en caso de malestar.

 

CS

Necítíte-li se dobře, vyhledejte lékařskou pomoc/ošetření.

 

DA

Søg lægehjælp ved ubehag.

 

DE

Bei Unwohlsein ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

 

ET

Halva enesetunde korral pöörduda arsti poole.

 

EL

Συμβουλευθείτε/Επισκεφθείτε γιατρό εάν αισθανθείτε αδιαθεσία.

 

EN

Get medical advice/attention if you feel unwell.

 

FR

Consulter un médecin en cas de malaise.

 

GA

Faigh comhairle/cúram liachta má bhraitheann tú tinn.

▼M5

 

HR

U slučaju zdravstvenih tegoba zatražiti savjet/pomoć liječnika.

▼B

 

IT

In caso di malessere, consultare un medico.

 

LV

Lūdziet palīdzību mediķiem, ja jums ir slikta pašsajūta.

 

LT

Pasijutus blogai, kreiptis į gydytoją.

 

HU

Rosszullét esetén orvosi ellátást kell kérni.

 

MT

Ikkonsulta tabib jekk tħossok ma tiflaħx.

 

NL

Bij onwel voelen een arts raadplegen.

 

PL

W przypadku złego samopoczucia zasięgnąć porady/zgłosić się pod opiekę lekarza.

 

PT

Em caso de indisposição, consulte um médico.

 

RO

Consultați medicul, dacă nu vă simțiți bine.

 

SK

Ak pociťujete zdravotné problémy, vyhľadajte lekársku pomoc/starostlivosť.

 

SL

Ob slabem počutju poiščite zdravniško pomoč/oskrbo.

 

FI

Hakeudu lääkäriin, jos ilmenee pahoinvointia.

 

SV

Sök läkarhjälp vid obehag



P315

Sprache

 

 

BG

Незабавно потърсете медицински съвет/помощ.

 

ES

Consultar a un médico inmediatamente.

 

CS

Okamžitě vyhledejte lékařskou pomoc/ošetření.

 

DA

Søg omgående lægehjælp.

 

DE

Sofort ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

 

ET

Pöörduda viivitamata arsti poole.

 

EL

Συμβουλευθείτε/Επισκεφθείτε αμέσως γιατρό.

 

EN

Get immediate medical advice/attention.

 

FR

Consulter immédiatement un médecin.

 

GA

Faigh comhairle/cúram liachta láithreach.

▼M5

 

HR

Hitno zatražiti savjet/pomoć liječnika.

▼B

 

IT

Consultare immediatamente un medico.

 

LV

Nekavējoties lūdziet palīdzību mediķiem.

 

LT

Nedelsiant kreiptis į gydytoją.

 

HU

Azonnal orvosi ellátást kell kérni.

 

MT

Ikkonsulta tabib minnufih.

 

NL

Onmiddellijk een arts raadplegen.

 

PL

Natychmiast zasięgnąć porady/zgłosić się pod opiekę lekarza.

 

PT

Consulte imediatamente um médico.

 

RO

Consultați imediat medicul.

 

SK

Okamžite vyhľadajte lekársku pomoc/starostlivosť.

 

SL

Takoj poiščite zdravniško pomoč/oskrbo.

 

FI

Hakeudu välittömästi lääkäriin.

 

SV

Sök omedelbart läkarhjälp.



P320

Sprache

 

 

BG

Спешна нужда от специализирано лечение (вж… на този етикет).

 

ES

Se necesita urgentemente un tratamiento específico (ver … en esta etiqueta).

 

CS

Je nutné odborné ošetření (viz … na tomto štítku).

 

DA

Særlig behandling straks påkrævet (se … på denne etiket).

 

DE

Besondere Behandlung dringend erforderlich (siehe … auf diesem Kennzeichnungsetikett).

 

ET

Nõuab viivitamatut eriravi (vt … käesoleval etiketil).

 

EL

Χρειάζεται επειγόντως ειδική αγωγή (βλέπε … στην ετικέτα).

 

EN

Specific treatment is urgent (see … on this label).

 

FR

Un traitement spécifique est urgent (voir … sur cette étiquette).

 

GA

Tá sé práinneach go bhfaightear cóir leighis ar leith (féach … ar an lipéad seo).

▼M5

 

HR

Hitno je potrebna posebna liječnička obrada (vidi … na ovoj naljepnici).

▼B

 

IT

Trattamento specifico urgente (vedere……. su questa etichetta).

 

LV

Steidzami nepieciešama īpaša medicīniskā palīdzība (skat. … uz šīs etiķetes).

 

LT

Būtinas skubus specialus gydymas (žr. … šioje etiketėje).

 

HU

Sürgős szakellátás szükséges (lásd … a címkén).

 

MT

Trattament speċifiku hu urġenti (ara … fuq din it-tikketta).

 

NL

Specifieke behandeling dringend vereist (zie … op dit etiket).

 

PL

Pilnie zastosować określone leczenie (patrz … na etykiecie).

 

PT

É urgente um tratamento específico (ver … no presente rótulo).

 

RO

Un tratament specific este urgent (a se vedea … de pe această etichetă).

 

SK

Odborné ošetrenie je naliehavé (pozri … na etikete).

 

SL

Posebno zdravljenje je nujno (glejte … na tej etiketi).

 

FI

Erityishoitoa tarvitaan välittömästi (katso … pakkauksen merkinnöissä).

 

SV

Särskild behandling krävs omedelbart (se … på etiketten).



P321

Sprache

 

 

BG

Специализирано лечение (вж… на този етикет).

 

ES

Se necesita un tratamiento específico (ver … en esta etiqueta).

 

CS

Odborné ošetření (viz … na tomto štítku).

 

DA

Særlig behandling (se … på denne etiket).

 

DE

Besondere Behandlung (siehe … auf diesem Kennzeichnungsetikett).

 

ET

Nõuab eriravi (vt … käesoleval etiketil).

 

EL

Χρειάζεται ειδική αγωγή (βλέπε … στην ετικέτα).

 

EN

Specific treatment (see … on this label).

 

FR

Traitement spécifique (voir … sur cette étiquette).

 

GA

Cóir liachta ar leith (féach … ar an lipéad seo).

▼M5

 

HR

Potrebna je posebna liječnička obrada (vidi … na ovoj naljepnici).

▼B

 

IT

Trattamento specifico (vedere …….su questa etichetta).

 

LV

Īpaša medicīniskā palīdzība (skat. … uz šīs etiķetes).

 

LT

Specialus gydymas (žr. … šioje etiketėje).

 

HU

Szakellátás (lásd … a címkén).

 

MT

Trattament speċifiku (ara … fuq din it-tikketta).

 

NL

Specifieke behandeling vereist (zie … op dit etiket).

 

PL

Zastosować określone leczenie (patrz … na etykiecie).

 

PT

Tratamento específico (ver … no presente rótulo).

 

RO

Tratament specific (a se vedea … de pe această etichetă).

 

SK

Odborné ošetrenie (pozri … na etikete).

 

SL

Posebno zdravljenje (glejte … na tej etiketi).

 

FI

Erityishoitoa tarvitaan (katso … pakkauksen merkinnöissä).

 

SV

Särskild behandling (se … på etiketten).

▼M4 —————

▼B



P330

Sprache

 

 

BG

Изплакнете устата.

 

ES

Enjuagarse la boca.

 

CS

Vypláchněte ústa.

 

DA

Skyl munden.

 

DE

Mund ausspülen.

 

ET

Loputada suud.

 

EL

Ξεπλύνετε το στόμα.

 

EN

Rinse mouth.

 

FR

Rincer la bouche.

 

GA

Sruthlaítear an béal.

▼M5

 

HR

Isprati usta.

▼B

 

IT

Sciacquare la bocca.

 

LV

Izskalot muti.

 

LT

Išskalauti burną.

 

HU

A szájat ki kell öblíteni.

 

MT

Laħlaħ ħalqek.

 

NL

De mond spoelen.

 

PL

Wypłukać usta.

 

PT

Enxaguar a boca.

 

RO

Clătiți gura.

 

SK

Vypláchnite ústa.

 

SL

Izprati usta.

 

FI

Huuhdo suu.

 

SV

Skölj munnen.



P331

Sprache

 

 

BG

НЕ предизвиквайте повръщане.

 

ES

NO provocar el vómito.

 

CS

NEVYVOLÁVEJTE zvracení.

 

DA

Fremkald IKKE opkastning.

 

DE

KEIN Erbrechen herbeiführen.

 

ET

MITTE kutsuda esile oksendamist.

 

EL

ΜΗΝ προκαλέσετε εμετό.

 

EN

Do NOT induce vomiting.

 

FR

NE PAS faire vomir.

 

GA

NÁ spreagtar urlacan.

▼M5

 

HR

NE izazivati povraćanje.

▼B

 

IT

NON provocare il vomito.

 

LV

NEIZRAISĪT vemšanu.

 

LT

NESKATINTI vėmimo.

 

HU

TILOS hánytatni.

 

MT

TIPPROVOKAX ir-remettar.

 

NL

GEEN braken opwekken.

 

PL

NIE wywoływać wymiotów.

 

PT

NÃO provocar o vómito.

 

RO

NU provocați voma.

 

SK

Nevyvolávajte zvracanie.

 

SL

NE izzvati bruhanja.

 

FI

EI saa oksennuttaa.

 

SV

Framkalla INTE kräkning.



P332

Sprache

 

 

BG

При поява на кожно дразнене:

 

ES

En caso de irritación cutánea:

 

CS

Při podráždění kůže:

 

DA

Ved hudirritation:

 

DE

Bei Hautreizung:

 

ET

Nahaärrituse korral:

 

EL

Εάν παρατηρηθεί ερεθισμός του δέρματος:

 

EN

If skin irritation occurs:

 

FR

En cas d'irritation cutanée:

 

GA

I gcás greannú craicinn:

▼M5

 

HR

U slučaju nadražaja kože:

▼B

 

IT

In caso di irritazione della pelle:

 

LV

Ja rodas ādas iekaisums:

 

LT

Jeigu sudirginama oda:

 

HU

Bőrirritáció esetén:

 

MT

Jekk ikun hemm irritazzjoni tal-ġilda:

 

NL

Bij huidirritatie:

 

PL

W przypadku wystąpienia podrażnienia skóry:

 

PT

Em caso de irritação cutânea:

 

RO

În caz de iritare a pielii:

 

SK

Ak sa prejaví podráždenie pokožky:

 

SL

Če nastopi draženje kože:

 

FI

Jos ilmenee ihoärsytystä:

 

SV

Vid hudirritation:



P333

Sprache

 

 

BG

При поява на кожно дразнене или обрив на кожата:

 

ES

En caso de irritación o erupción cutánea:

 

CS

Při podráždění kůže nebo vyrážce:

 

DA

Ved hudirritation eller udslet:

 

DE

Bei Hautreizung oder -ausschlag:

 

ET

►C7  Nahaärrituse või lööbe korral: ◄

 

EL

Εάν παρατηρηθεί ερεθισμός του δέρματος ή εμφανιστεί εξάνθημα:

 

EN

If skin irritation or rash occurs:

 

FR

En cas d'irritation ou d'éruption cutanée:

 

GA

I gcás greannú nó grís craicinn:

▼M5

 

HR

U slučaju nadražaja ili osipa na koži:

▼B

 

IT

In caso di irritazione o eruzione della pelle:

 

LV

Ja rodas ādas iekaisums vai izsitumi:

 

LT

Jeigu sudirginama oda arba ją išberia.

 

HU

Bőrirritáció vagy kiütések megjelenése esetén:

 

MT

Jekk ikun hemm irritazzjoni jew raxx tal-ġilda:

 

NL

Bij huidirritatie of uitslag:

 

PL

W przypadku wystąpienia podrażnienia skóry lub wysypki:

 

PT

Em caso de irritação ou erupção cutânea:

 

RO

În caz de iritare a pielii sau de erupție cutanată:

 

SK

Ak sa prejaví podráždenie pokožky alebo sa vytvoria vyrážky:

 

SL

Če nastopi draženje kože ali se pojavi izpuščaj:

 

FI

Jos ilmenee ihoärsytystä tai ihottumaa:

 

SV

Vid hudirritation eller utslag:

▼M12



P334

Sprache

 

 

BG

Потопете в хладка вода [или сложете мокри компреси].

 

ES

Sumergir en agua fría [o envolver en vendas húmedas].

 

CS

Ponořte do studené vody [nebo zabalte do vlhkého obvazu].

 

DA

Hold under koldt vand [eller anvend våde omslag].

 

DE

In kaltes Wasser tauchen [oder nassen Verband anlegen].

 

ET

Hoida jahedas vees [või panna peale niiske kompress].

 

EL

Βυθίστε σε δροσερό νερό [ή τυλίξτε με βρεγμένους επιδέσμους].

 

EN

Immerse in cool water [or wrap in wet bandages].

 

FR

Rincer à l'eau fraîche [ou poser une compresse humide].

 

GA

Tum in uisce fionnuar [nó cuir bréid fliuch air].

 

HR

Uroniti u hladnu vodu [ili omotati vlažnim zavojem].

 

IT

Immergere in acqua fredda [o avvolgere con un bendaggio umido].

 

LV

Iegremdēt vēsā ūdenī [vai ietīt mitros apsējos].

 

LT

Įmerkti į vėsų vandenį [arba apvynioti šlapiais tvarsčiais].

 

HU

Hideg vízzel [vagy nedves kötéssel] kell hűteni.

 

MT

Daħħal fl-ilma kiesaħ [jew kebbeb f'faxex imxarrbin].

 

NL

In koud water onderdompelen [of nat verband aanbrengen].

 

PL

Zanurzyć w zimnej wodzie [lub owinąć mokrym bandażem].

 

PT

Mergulhar em água fria [ou aplicar compressas húmidas].

 

RO

Introduceți în apă rece [sau acoperiți cu o compresă umedă].

 

SK

Ponorte do studenej vody [alebo obviažte mokrými obväzmi].

 

SL

Potopiti v hladno vodo [ali zaviti v mokre povoje].

 

FI

Upota kylmään veteen [tai kääri märkiin siteisiin].

 

SV

Skölj under kallt vatten [eller använd våta omslag].

▼B



P335

Sprache

 

 

BG

Отстранете от кожата посипаните частици.

 

ES

Sacudir las partículas que se hayan depositado en la piel.

 

CS

Volné částice odstraňte z kůže.

 

DA

Børst løse partikler bort fra huden.

 

DE

Lose Partikel von der Haut abbürsten.

 

ET

Pühkida lahtised osakesed nahalt maha.

 

EL

Αφαιρέστε προσεκτικά τα σωματίδια που έχουν μείνει στο δέρμα.

 

EN

Brush off loose particles from skin.

 

FR

Enlever avec précaution les particules déposées sur la peau.

 

GA

Glan cáithníní scaoilte den chraiceann.

▼M5

 

HR

Izmesti zaostale čestice s kože.

▼B

 

IT

Rimuovere le particelle depositate sulla pelle.

 

LV

Noberzt no ādas nepiestiprinātās daļiņas.

 

LT

Neprilipusias daleles nuvalyti nuo odos.

 

HU

A bőrre lazán tapadó szemcséket óvatosan le kell kefélni.

 

MT

Farfar il-frak mhux imwaħħla minn fuq il-ġilda.

 

NL

Losse deeltjes van de huid afvegen.

 

PL

Nie związaną pozostałość strzepnąć ze skóry.

 

PT

Sacudir da pele as partículas soltas.

 

RO

Îndepărtați particulele depuse pe piele.

 

SK

Z pokožky oprášte sypké čiastočky.

 

SL

S krtačo odstraniti razsute delce s kože.

 

FI

Poista irtohiukkaset iholta.

 

SV

Borsta bort lösa partiklar från huden.



P336

Sprache

 

 

BG

Размразете замръзналите части в хладка вода. Не разтривайте засегнатото място.

 

ES

Descongelar las partes heladas con agua tibia. No frotar la zona afectada.

 

CS

Omrzlá místa ošetřete vlažnou vodou. Postižené místo netřete.

 

DA

Forsigtig opvarmning af frostskadede legemsdele i lunkent vand. Gnid ikke det angrebne område.

 

DE

Vereiste Bereiche mit lauwarmem Wasser auftauen. Betroffenen Bereich nicht reiben.

 

ET

Sulatada külmunud piirkonnad leige veega. Kannatada saanud piirkonda mitte hõõruda.

 

EL

Ξεπαγώστε τα παγωμένα μέρη με χλιαρό νερό. Μην τρίβετε την περιοχή που πάγωσε.

 

EN

Thaw frosted parts with lukewarm water. Do no rub affected area.

 

FR

Dégeler les parties gelées avec de l'eau tiède. Ne pas frotter les zones touchées.

 

GA

Leáigh codanna sioctha le huisce alabhog. Ná cuimil an réimse lena mbaineann.

▼M5

 

HR

Zamrznute dijelove odmrznuti mlakom vodom. Ne trljati oštećeno mjesto.

▼B

 

IT

Sgelare le parti congelate usando acqua tiepida. Non sfregare la parte interessata.

 

LV

Atkausēt sasalušās daļas ar remdenu ūdeni. Skarto zonu neberzt.

 

LT

Prišalusias daleles atitirpinti drungnu vandeniu. Netrinti paveiktos zonos.

 

HU

A fagyott részeket langyos vízzel fel kell melegíteni. Tilos az érintett terület dörzsölése.

 

MT

Ħoll il-partijiet kiesħa bl-ilma fietel. Togħrokx il-parti affettwata.

 

NL

Bevroren lichaamsdelen met lauw water ontdooien. Niet wrijven op de betrokken plaatsen.

 

PL

Rozmrozić oszronione obszary letnią wodą. Nie trzeć oszronionego obszaru.

 

PT

Derreter as zonas congeladas com água morna. Não friccionar a zona afectada.

 

RO

Dezghețați părțile degerate cu apă călduță. Nu frecați zona afectată.

 

SK

Zmrznuté časti ošetrite vlažnou vodou. Postihnuté miesto netrite.

 

SL

Zamrznjene dele odtaliti z mlačno vodo. Ne drgniti prizadetega mesta.

 

FI

Sulata jäätyneet alueet haalealla vedellä. Vahingoittunutta aluetta ei saa hangata.

 

SV

Värm det köldskadade området med ljummet vatten. Gnid inte det skadade området.



P337

Sprache

 

 

BG

При продължително дразнене на очите:

 

ES

Si persiste la irritación ocular:

 

CS

Přetrvává-li podráždění očí:

 

DA

Ved vedvarende øjenirritation:

 

DE

Bei anhaltender Augenreizung:

 

ET

Kui silmade ärritus ei möödu:

 

EL

Εάν δεν υποχωρεί ο οφθαλμικός ερεθισμός:

 

EN

If eye irritation persists:

 

FR

Si l'irritation oculaire persiste:

 

GA

Má mhaireann an greannú súile:

▼M5

 

HR

Ako nadražaj oka ne prestaje:

▼B

 

IT

Se l'irritazione degli occhi persiste:

 

LV

Ja acu iekaisums nepāriet:

 

LT

Jei akių dirginimas nepraeina:

 

HU

Ha a szemirritáció nem múlik el:

 

MT

Jekk l-irritazzjoni ta' l-għajnejn tibqa':

 

NL

Bij aanhoudende oogirritatie:

 

PL

W przypadku utrzymywania się działania drażniącego na oczy:

 

PT

Caso a irritação ocular persista:

 

RO

Dacă iritarea ochilor persistă:

 

SK

Ak podráždenie očí pretrváva:

 

SL

Če draženje oči ne preneha:

 

FI

Jos silmä-ärsytys jatkuu:

 

SV

Vid bestående ögonirritation:



P338

Sprache

 

 

BG

Свалете контактните лещи, ако има такива и доколкото това е възможно. Продължете с изплакването.

 

ES

Quitar las lentes de contacto, si lleva y resulta fácil. Seguir aclarando.

 

CS

Vyjměte kontaktní čočky, jsou-li nasazeny a pokud je lze vyjmout snadno. Pokračujte ve vyplachování.

 

DA

Fjern eventuelle kontaktlinser, hvis dette kan gøres let. Fortsæt skylning.

 

DE

Eventuell Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.

 

ET

Eemaldada kontaktläätsed, kui neid kasutatakse ja kui neid on kerge eemaldada. Loputada veel kord.

 

EL

Εάν υπάρχουν φακοί επαφής, αφαιρέστε τους, εφόσον είναι εύκολο. Συνεχίστε να ξεπλένετε.

 

EN

Remove contact lenses, if present and easy to do. Continue rinsing.

 

FR

Enlever les lentilles de contact si la victime en porte et si elles peuvent être facilement enlevées. Continuer à rincer.

 

GA

Tóg amach na tadhall-lionsaí, más ann dóibh agus más furasta é sin a dhéanamh. Lean den sruthlú.

▼M5

 

HR

Ukloniti kontaktne leće ukoliko ih nosite i ako se one lako uklanjaju. Nastaviti ispiranje.

▼B

 

IT

Togliere le eventuali lenti a contatto se è agevole farlo. Continuare a sciacquare.

 

LV

Izņemiet kontaktlēcas, ja tās ir ievietotas un to ir viegli izdarīt. Turpiniet skalot.

 

LT

Išimti kontaktinius lęšius, jeigu jie yra ir jeigu lengvai galima tai padaryti. Toliau plauti akis.

 

HU

Adott esetben kontaktlencsék eltávolítása, ha könnyen megoldható. Az öblítés folytatása.

 

MT

Neħħi l-lentijiet tal-kuntatt, jekk ikun hemm u jkunu faċli biex tneħħihom. Kompli laħlaħ.

 

NL

Contactlenzen verwijderen, indien mogelijk. Blijven spoelen.

 

PL

Wyjąć soczewki kontaktowe, jeżeli są i można je łatwo usunąć. Nadal płukać.

 

PT

Se usar lentes de contacto, retire-as, se tal lhe for possível. Continue a enxaguar.

 

RO

Scoateți lentilele de contact, dacă este cazul și dacă acest lucru se poate face cu ușurință. Continuați să clătiți.

 

SK

Ak používate kontaktné šošovky a ak je to možné, odstráňte ich. Pokračujte vo vyplachovaní.

 

SL

Odstranite kontaktne leče, če jih imate in če to lahko storite brez težav. Nadaljujte z izpiranjem.

 

FI

Poista piilolinssit, jos sen voi tehdä helposti. Jatka huuhtomista.

 

SV

Ta ur eventuella kontaktlinser om det går lätt. Fortsätt att skölja.

▼M4



P340

Sprache

 

 

BG

Изведете лицето на чист въздух и го поставете в позиция, улесняваща дишането.

 

ES

Transportar a la persona al aire libre y mantenerla en una posición que le facilite la respiración.

 

CS

Přeneste osobu na čerstvý vzduch a ponechte ji v poloze usnadňující dýchání.

 

DA

Flyt personen til et sted med frisk luft og sørg for, at vejrtrækningen lettes.

 

DE

Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.

 

ET

Toimetada isik värske õhu kätte ja hoida asendis, mis võimaldab kergesti hingata.

 

EL

Μεταφέρετε τον παθόντα στον καθαρό αέρα και αφήστε τον να ξεκουραστεί σε στάση που διευκολύνει την αναπνοή.

 

EN

Remove person to fresh air and keep comfortable for breathing.

 

FR

Transporter la personne à l'extérieur et la maintenir dans une position où elle peut confortablement respirer.

 

GA

Tabhair an duine amach faoin aer úr agus coinnigh é i riocht ina bhféadfadh sé anáil a tharraingt go réidh.

▼M8

 

HR

Premjestiti osobu na svježi zrak i postaviti ju u položaj koji olakšava disanje.

▼M4

 

IT

Trasportare l’infortunato all'aria aperta e mantenerlo a riposo in posizione che favorisca la respirazione.

 

LV

Nogādāt cietušo svaigā gaisā un nodrošināt netraucētu elpošanu.

 

LT

Išnešti nukentėjusįjį į gryną orą; jam būtina patogi padėtis, leidžianti laisvai kvėpuoti.

 

HU

Az érintett személyt friss levegőre kell vinni, és olyan nyugalmi testhelyzetbe kell helyezni, hogy könnyen tudjon lélegezni.

 

MT

Qiegħed lill-persuna għall-arja friska f'pożizzjoni komda biex tieħu n-nifs.

 

NL

De persoon in de frisse lucht brengen en ervoor zorgen dat deze gemakkelijk kan ademen.

 

PL

Wyprowadzić lub wynieść poszkodowanego na świeże powietrze i zapewnić mu warunki do swobodnego oddychania.

 

PT

Retirar a pessoa para uma zona ao ar livre e mantê-la numa posição que não dificulte a respiração.

 

RO

Transportați persoana la aer liber și mențineți-o într-o poziție confortabilă pentru respirație.

 

SK

Presuňte osobu na čerstvý vzduch a umožnite jej pohodlne dýchať.

 

SL

Prenesti osebo na svež zrak in jo pustiti v udobnem položaju, ki olajša dihanje.

 

FI

Siirrä henkilö raittiiseen ilmaan ja varmista vaivaton hengitys.

 

SV

Flytta personen till frisk luft och se till att andningen underlättas.

▼M4 —————

▼B



P342

Sprache

 

 

BG

При симптоми на затруднено дишане:

 

ES

En caso de síntomas respiratorios:

 

CS

Při dýchacích potížích:

 

DA

Ved luftvejssymptomer:

 

DE

Bei Symptomen der Atemwege:

 

ET

Hingamisteede probleemide ilmnemise korral:

 

EL

Εάν παρουσιάζονται αναπνευστικά συμπτώματα:

 

EN

If experiencing respiratory symptoms:

 

FR

En cas de symptômes respiratoires:

 

GA

I gcás siomptóm riospráide:

▼M5

 

HR

Pri otežanom disanju:

▼B

 

IT

In caso di sintomi respiratori:

 

LV

Ja rodas elpošanas traucējumu simptomi:

 

LT

►C7  Jeigu pasireiškia kvėpavimo sutrikimo simptomai: ◄

 

HU

Légzési problémák esetén:

 

MT

Jekk tkun qed tbati minn sintomi respiratorji:

 

NL

Bij ademhalingssymptomen:

 

PL

W przypadku wystąpienia objawów ze strony układu oddechowego:

 

PT

Em caso de sintomas respiratórios:

 

RO

În caz de simptome respiratorii:

 

SK

Pri sťaženom dýchaní:

 

SL

Pri respiratornih simptomih:

 

FI

Jos ilmenee hengitysoireita:

 

SV

Vid besvär i luftvägarna:

▼M4 —————

▼B



P351

Sprache

 

 

BG

Промивайте внимателно с вода в продължение на няколко минути.

 

ES

Aclarar cuidadosamente con agua durante varios minutos.

 

CS

Několik minut opatrně oplachujte vodou.

 

DA

Skyl forsigtigt med vand i flere minutter.

 

DE

Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen.

 

ET

Loputada mitme minuti jooksul ettevaatlikult veega.

 

EL

Ξεπλύνετε προσεκτικά με νερό για αρκετά λεπτά.

 

EN

Rinse cautiously with water for several minutes.

 

FR

Rincer avec précaution à l'eau pendant plusieurs minutes.

 

GA

Sruthlaítear go faichilleach le huisce ar feadh roinnt nóiméad.

▼M5

 

HR

Oprezno ispirati vodom nekoliko minuta.

▼B

 

IT

Sciacquare accuratamente per parecchi minuti.

 

LV

Uzmanīgi skalot ar ūdeni vairākas minūtes.

 

LT

Atsargiai plauti vandeniu kelias minutes.

 

HU

Óvatos öblítés vízzel több percen keresztül.

 

MT

Laħlaħ b'attenzjoni bl-ilma għal diversi minuti.

 

NL

Voorzichtig afspoelen met water gedurende een aantal minuten.

 

PL

Ostrożnie płukać wodą przez kilka minut.

 

PT

Enxaguar cuidadosamente com água durante vários minutos.

 

RO

Clătiți cu atenție cu apă, timp de mai multe minute.

 

SK

Opatrne niekoľko minút oplachujte vodou.

 

SL

Previdno izpirati z vodo nekaj minut.

 

FI

Huuhdo huolellisesti vedellä usean minuutin ajan.

 

SV

Skölj försiktigt med vatten i flera minuter.

▼M4



P352

Sprache

 

 

BG

Измийте обилно с вода/…

 

ES

Lavar con abundante agua/…

 

CS

Omyjte velkým množstvím vody/…

 

DA

Vask med rigeligt vand/…

 

DE

Mit viel Wasser/… waschen.

 

ET

Pesta rohke veega/…

 

EL

Πλύντε με άφθονο νερό/…

 

EN

Wash with plenty of water/…

 

FR

Laver abondamment à l’eau/…

 

GA

Nigh le neart uisce/…

▼M8

 

HR

Oprati velikom količinom vode/…

▼M4

 

IT

Lavare abbondantemente con acqua/…

 

LV

Nomazgāt ar lielu ūdens/.. daudzumu.

 

LT

Plauti dideliu vandens kiekiu /…

 

HU

Lemosás bő vízzel/….

 

MT

Baħbaħ b'ħafna ilma/…

 

NL

Met veel water/… wassen.

 

PL

Umyć dużą ilością wody/…

 

PT

Lavar abundantemente com água/…

 

RO

Spălați cu multă apă/…

 

SK

Umyte veľkým množstvom vody/…

 

SL

Umiti z veliko vode/…

 

FI

Pese runsaalla vedellä/…

 

SV

Tvätta med mycket vatten/…

▼M12



P353

Sprache

 

 

BG

Облейте кожата с вода [или вземете душ].

 

ES

Enjuagar la piel con agua [o ducharse].

 

CS

Opláchněte kůži vodou [nebo osprchujte].

 

DA

Skyl [eller brus] huden med vand.

 

DE

Haut mit Wasser abwaschen [oder duschen].

 

ET

Loputada nahka veega [või loputada duši all].

 

EL

Ξεπλύνετε την επιδερμίδα με νερό [ή στο ντους].

 

EN

Rinse skin with water [or shower].

 

FR

Rincer la peau à l'eau [ou se doucher].

 

GA

Sruthlaítear an craiceann le huisce [nó glac cithfholcadh].

 

HR

Isprati kožu vodom [ili tuširanjem].

 

IT

Sciacquare la pelle [o fare una doccia].

 

LV

Noskalot ādu ar ūdeni [vai iet dušā].

 

LT

Odą nuplauti vandeniu [arba čiurkšle].

 

HU

A bőrt le kell öblíteni vízzel [vagy zuhanyozás].

 

MT

Laħlaħ il-ġilda bl-ilma [jew bix-xawer].

 

NL

Huid met water afspoelen [of afdouchen].

 

PL

Spłukać skórę pod strumieniem wody [lub prysznicem].

 

PT

Enxaguar a pele com água [ou tomar um duche].

 

RO

Clătiți pielea cu apă [sau faceți duș].

 

SK

Pokožku ihneď opláchnite vodou [alebo sprchou].

 

SL

Kožo izprati z vodo [ali prho].

 

FI

Huuhdo iho vedellä [tai suihkuta].

 

SV

Skölj huden med vatten [eller duscha].

▼B



P360

Sprache

 

 

BG

Незабавно облейте замърсеното облекло и кожата обилно с вода, преди да свалите дрехите.

 

ES

Aclarar inmediatamente con agua abundante las prendas y la piel contaminadas antes de quitarse la ropa.

 

CS

Kontaminovaný oděv a kůži okamžitě omyjte velkým množstvím vody a potom oděv odložte.

 

DA

Skyl omgående tilsmudset tøj og hud med rigeligt vand, før tøjet fjernes.

 

DE

Kontaminierte Kleidung und Haut sofort mit viel Wasser abwaschen und danach Kleidung ausziehen.

 

ET

Saastunud rõivad ja nahk loputada viivitamata rohke veega ning alles seejärel rõivad eemaldada.

 

EL

Ξεπλύνετε αμέσως τα μολυσμένα ρούχα και την επιδερμίδα με άφθονο νερό πριν αφαιρέσετε τα ρούχα.

 

EN

Rinse immediately contaminated clothing and skin with plenty of water before removing clothes.

 

FR

Rincer immédiatement et abondamment avec de l'eau les vêtements contaminés et la peau avant de les enlever.

 

GA

Sruthlaítear éadaí éillithe agus an craiceann láithreach le neart uisce sula mbaineann an duine na héadaí de.

▼M5

 

HR

Odmah isprati zagađenu odjeću i kožu velikom količinom vode prije uklanjanja odjeće.

▼B

 

IT

Sciacquare immediatamente e abbondantemente gli indumenti contaminati e la pelle prima di togliersi gli indumenti.

 

LV

Nekavējoties noskalot piesārņoto apģērbu un skarto ādu ar lielu daudzumu ūdens pirms apģērba novilkšanas.

 

LT

Prieš nuvelkant užterštus drabužius, nedelsiant juos ir odą nuplauti dideliu kiekiu vandens.

 

HU

A ruhák levetése előtt a szennyezett ruházatot és a bőrt bő vízzel azonnal le kell öblíteni.

 

MT

Laħlaħ mall-ewwel l-ilbies ikkontaminat u l-ġilda b'ħafna ilma qabel ma tneħħi l-ilbies.

 

NL

Verontreinigde kleding en huid onmiddellijk met veel water afspoelen en pas daarna kleding uittrekken.

 

PL

Natychmiast spłukać zanieczyszczoną odzież i skórę dużą ilością wody przed zdjęciem odzieży.

 

PT

Enxaguar imediatamente com muita água a roupa e a pele contaminadas antes de se despir.

 

RO

Clătiți imediat îmbrăcămintea contaminată și pielea cu multă apă, înainte de scoaterea îmbrăcămintei.

 

SK

Kontaminovaný odev a pokožku ihneď opláchnite veľkým množstvom vody a potom odev odstráňte.

 

SL

Takoj izprati kontaminirana oblačila in kožo z veliko vode pred odstranitvijo oblačil.

 

FI

Huuhdo saastunut vaatetus ja iho välittömästi runsaalla vedellä ennen vaatetuksen riisumista.

 

SV

Skölj genast nedstänkta kläder och hud med mycket vatten innan du tar av dig kläderna.

▼M4



P361

Sprache

 

 

BG

Незабавно свалете цялото замърсено облекло.

 

ES

Quitar inmediatamente todas las prendas contaminadas.

 

CS

Veškeré kontaminované části oděvu okamžitě svlékněte.

 

DA

Alt tilsmudset tøj tages straks af.

 

DE

Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.

 

ET

Võtta viivitamata seljast kõik saastunud rõivad.

 

EL

Βγάλτε αμέσως όλα τα μολυσμένα ρούχα.

 

EN

Take off immediately all contaminated clothing.

 

FR

Enlever immédiatement tous les vêtements contaminés.

 

GA

Bain díot láithreach na héadaí éillithe go léir.

▼M8

 

HR

Odmah skinuti svu zagađenu odjeću.

▼M4

 

IT

Togliere immediatamente tutti gli indumenti contaminati.

 

LV

Novilkt nekavējoties visu piesārņoto apģērbu.

 

LT

Nedelsiant nuvilkti visus užterštus drabužius.

 

HU

Az összes szennyezett ruhadarabot azonnal le kell vetni.

 

MT

Neħħi minnufih il-ħwejjeg kontaminati kollha.

 

NL

Verontreinigde kleding onmiddellijk uittrekken.

 

PL

Natychmiast zdjąć całą zanieczyszczoną odzież.

 

PT

Retirar imediatamente toda a roupa contaminada.

 

RO

Scoateți imediat toată îmbrăcămintea contaminată.

 

SK

Všetky kontaminované časti odevu okamžite vyzlečte.

 

SL

Takoj sleči vsa kontaminirana oblačila.

 

FI

Riisu saastunut vaatetus välittömästi.

 

SV

Ta omedelbart av alla nedstänkta kläder.



P362

Sprache

 

 

BG

Свалете замърсеното облекло.

 

ES

Quitar las prendas contaminadas.

 

CS

Kontaminovaný oděv svlékněte.

 

DA

Alt tilsmudset tøj tages af.

 

DE

Kontaminierte Kleidung ausziehen.

 

ET

Võtta saastunud rõivad seljast.

 

EL

Βγάλτε τα μολυσμένα ρούχα.

 

EN

Take off contaminated clothing.

 

FR

Enlever les vêtements contaminés.

 

GA

Bain díot aon éadaí éillithe.

▼M8

 

HR

Skinuti zagađenu odjeću.

▼M4

 

IT

Togliere gli indumenti contaminati.

 

LV

Novilkt piesārņoto apģērbu.

 

LT

Nuvilkti užterštus drabužius.

 

HU

A szennyezett ruhadarabot le kell vetni.

 

MT

Neħħi l-ħwejjeġ kontaminati.

 

NL

Verontreinigde kleding uittrekken.

 

PL

Zdjąć zanieczyszczoną odzież.

 

PT

Retirar a roupa contaminada.

 

RO

Scoateți îmbrăcămintea contaminată.

 

SK

Kontaminovaný odev vyzlečte.

 

SL

Sleči kontaminirana oblačila.

 

FI

Riisu saastunut vaatetus.

 

SV

Ta av nedstänkta kläder.

▼B



P363

Sprache

 

 

BG

Изперете замърсеното облекло преди повторна употреба.

 

ES

Lavar las prendas contaminadas antes de volver a usarlas.

 

CS

Kontaminovaný oděv před opětovným použitím vyperte.

 

DA

Tilsmudset tøj skal vaskes, før det kan anvendes igen.

 

DE

Kontaminierte Kleidung vor erneutem Tragen waschen.

 

ET

Saastunud rõivad enne järgmist kasutamist pesta.

 

EL

Πλύνετε τα μολυσμένα ενδύματα πριν τα ξαναχρησιμοποιήσετε.

 

EN

Wash contaminated clothing before reuse.

 

FR

Laver les vêtements contaminés avant réutilisation.

 

GA

Nigh éadaí éillithe sula ndéanfar iad a athúsáid.

▼M5

 

HR

Oprati zagađenu odjeću prije ponovne uporabe.

▼B

 

IT

Lavare gli indumenti contaminati prima di indossarli nuovamente.

 

LV

Pirms atkārtotas lietošanas piesārņoto apģērbu izmazgāt.

 

LT

Užterštus drabužius išskalbti prieš vėl juos apsivelkant.

 

HU

A szennyezett ruhát újbóli használat előtt ki kell mosni.

 

MT

Aħsel il-ħwejjeġ kontaminati qabel terġa' tużahom.

 

NL

Verontreinigde kleding wassen alvorens deze opnieuw te gebruiken.

 

PL

Wyprać zanieczyszczoną odzież przed ponownym użyciem.

 

PT

Lavar a roupa contaminada antes de a voltar a usar.

 

RO

Spălați îmbracămintea contaminată, înainte de reutilizare.

 

SK

Kontaminovaný odev pred ďalším použitím vyperte.

 

SL

Kontaminirana oblačila oprati pred ponovno uporabo.

 

FI

Pese saastunut vaatetus ennen uudelleenkäyttöä.

 

SV

Nedstänkta kläder ska tvättas innan de används igen.

▼M4



P364

Sprache

 

 

BG

И го изперете преди повторна употреба.

 

ES

Y lavarlas antes de volver a usarlas.

 

CS

A před opětovným použitím vyperte.

 

DA

Og vaskes inden genanvendelse.

 

DE

Und vor erneutem Tragen waschen.

 

ET

Ja pesta enne korduskasutust.

 

EL

Και πλύντε τα πριν τα ξαναχρησιμοποιήσετε.

 

EN

And wash it before reuse.

 

FR

Et les laver avant réutilisation.

 

GA

Agus nigh iad sula ndéanfar iad a athúsáid.

▼M8

 

HR

I oprati je prije ponovne uporabe.

▼M4

 

IT

E lavarli prima di indossarli nuovamente.

 

LV

Un pirms atkārtotas lietošanas izmazgāt.

 

LT

Taip pat išskalbti prieš vėl apsivelkant.

 

HU

És újbóli használat előtt ki kell mosni.

 

MT

U aħslu qabel terġa' tużah.

 

NL

En wassen alvorens deze opnieuw te gebruiken.

 

PL

I wyprać przed ponownym użyciem.

 

PT

E lavar antes de voltar a usar.

 

RO

Și spălați înainte de reutilizare.

 

SK

A pred ďalším použitím vyperte.

 

SL

In jih oprati pred ponovno uporabo.

 

FI

Ja pese ennen uudelleenkäyttöä.

 

SV

Och tvätta dem innan de används igen.

▼B



P370

Sprache

 

 

BG

При пожар:

 

ES

En caso de incendio:

 

CS

V případě požáru:

 

DA

Ved brand:

 

DE

Bei Brand:

 

ET

Tulekahju korral:

 

EL

Σε περίπτωση πυρκαγιάς:

 

EN

In case of fire:

 

FR

En cas d'incendie:

 

GA

I gcás dóiteáin:

▼M5

 

HR

U slučaju požara:

▼B

 

IT

In caso di incendio:

 

LV

Ugunsgrēka gadījumā:

 

LT

Gaisro atveju:

 

HU

Tűz esetén:

 

MT

F'każ ta' nar:

 

NL

In geval van brand:

 

PL

W przypadku pożaru:

 

PT

Em caso de incêndio:

 

RO

În caz de incendiu:

 

SK

V prípade požiaru:

 

SL

Ob požaru:

 

FI

Tulipalon sattuessa:

 

SV

Vid brand:



P371

Sprache

 

 

BG

При голям пожар и значителни количества:

 

ES

En caso de incendio importante y en grandes cantidades:

 

CS

V případě velkého požáru a velkého množství:

 

DA

Ved større brand og store mængder:

 

DE

Bei Großbrand und großen Mengen:

 

ET

Suure tulekahju korral ning kui on tegemist suurte kogustega:

 

EL

Σε περίπτωση σοβαρής πυρκαγιάς και εάν πρόκειται για μεγάλες ποσότητες:

 

EN

In case of major fire and large quantities:

 

FR

En cas d'incendie important et s'il s'agit de grandes quantités:

 

GA

I gcás mórdhóiteáin agus má tá cainníochtaí móra i gceist:

▼M5

 

HR

U slučaju velikog požara i velikih količina:

▼B

 

IT

In caso di incendio grave e di quantità rilevanti:

 

LV

Ugunsgrēka un lielu apjomu gadījumā:

 

LT

Didelio gaisro ir didelių kiekių atveju:

 

HU

Nagyobb tűz és nagy mennyiség esetén:

 

MT

F'każ ta' nar kbir u kwantitajiet kbar:

 

NL

In geval van grote brand en grote hoeveelheden:

 

PL

W przypadku poważnego pożaru i dużych ilości:

 

PT

Em caso de incêndio importante e de grandes quantidades:

 

RO

În caz de incendiu de proporții și de cantități mari de produs:

 

SK

V prípade veľkého požiaru a veľkého množstva:

 

SL

Ob velikem požaru in velikih količinah:

 

FI

Jos tulipalo ja ainemäärät ovat suuret:

 

SV

Vid större brand och stora mängder:

▼M12



P372

Sprache

 

 

BG

Опасност от експлозия.

 

ES

Riesgo de explosión.

 

CS

Nebezpečí výbuchu.

 

DA

Eksplosionsfare.

 

DE

Explosionsgefahr.

 

ET

Plahvatusoht.

 

EL

Κίνδυνος έκρηξης.

 

EN

Explosion risk.

 

FR

Risque d'explosion.

 

GA

Baol pléasctha.

 

HR

Opasnost od eksplozije.

 

IT

Rischio di esplosione.

 

LV

Eksplozijas risks.

 

LT

Sprogimo pavojus.

 

HU

Robbanásveszély.

 

MT

Riskju ta' splużjoni.

 

NL

Ontploffingsgevaar.

 

PL

Zagrożenie wybuchem.

 

PT

Risco de explosão.

 

RO

Risc de explozie.

 

SK

Riziko výbuchu.

 

SL

Nevarnost eksplozije.

 

FI

Räjähdysvaara.

 

SV

Explosionsrisk.

▼B



P373

Sprache

 

 

BG

НЕ се опитвайте да гасите пожара, ако огънят наближи експлозиви.

 

ES

NO luchar contra el incendio cuando el fuego llega a los explosivos.

 

CS

Požár NEHASTE, dostane-li se k výbušninám.

 

DA

BEKÆMP IKKE branden, hvis denne når eksplosiverne.

 

DE

KEINE Brandbekämpfung, wenn das Feuer explosive Stoffe/Gemische/Erzeugnisse erreicht.

 

ET

Kui tuli jõuab lõhkeaineteni, MITTE teha kustutustöid.

 

EL

ΜΗΝ προσπαθείτε να σβήσετε την πυρκαγιά, όταν η φωτιά πλησιάζει σε εκρηκτικά.

 

EN

DO NOT fight fire when fire reaches explosives.

 

FR

NE PAS combattre l'incendie lorsque le feu atteint les explosifs.

 

GA

NÁ DÉAN an dóiteán a chomhrac má shroicheann sé pléascáin.

▼M5

 

HR

NE gasiti vatru kada plamen može zahvatiti eksplozive.

▼B

 

IT

NON utilizzare mezzi estinguenti se l'incendio raggiunge materiali esplosivi.

 

LV

NECENSTIES dzēst ugunsgrēku, ja uguns piekļūst sprādzienbīstamām vielām.

 

LT

NEGESINTI gaisro, jeigu ugnis pasiekia sprogmenis.

 

HU

TILOS a tűz oltása, ha az robbanóanyagra átterjedt.

 

MT

TIPPRUVAX TITFI n-nar meta n-nar jilħaq l-isplussivi.

 

NL

NIET blussen wanneer het vuur de ontplofbare stoffen bereikt.

 

PL

NIE gasić pożaru, jeżeli ogień dosięgnie materiały wybuchowe

 

PT

Se o fogo atingir os explosivos, NÃO tentar combatê-lo.

 

RO

NU încercați să stingeți incendiul atunci când focul a ajuns la explozivi.

 

SK

Požiar NEHASTE, ak sa oheň priblížil k výbušninám.

 

SL

NE gasiti, ko ogenj doseže eksploziv.

 

FI

Tulta EI SAA yrittää sammuttaa sen saavutettua räjähteet.

 

SV

Försök INTE bekämpa branden när den når explosiva varor.

▼M12 —————

▼B



P375

Sprache

 

 

BG

Гасете пожара от разстояние поради опасност от експлозия.

 

ES

Luchar contra el incendio a distancia, dado el riesgo de explosión.

 

CS

Kvůli nebezpečí výbuchu haste z dostatečné vzdálenosti.

 

DA

Bekæmp branden på afstand på grund af eksplosionsfare.

 

DE

Wegen Explosionsgefahr Brand aus der Entfernung bekämpfen.

 

ET

Plahvatusohu tõttu teha kustutustöid eemalt.

 

EL

Προσπαθήστε να σβήσετε την πυρκαγιά από απόσταση, επειδή υπάρχει κίνδυνος έκρηξης.

 

EN

Fight fire remotely due to the risk of explosion.

 

FR

Combattre l'incendie à distance à cause du risque d'explosion.

 

GA

Téigh i gcianghleic leis an dóiteán mar gheall ar an mbaol pléasctha.

▼M5

 

HR

Gasiti s veće udaljenosti zbog opasnosti od eksplozije.

▼B

 

IT

Rischio di esplosione. Utilizzare i mezzi estinguenti a grande distanza.

 

LV

Dzēst ugunsgrēku no attāluma eksplozijas riska dēļ.

 

LT

Gaisrą gesinti iš toli dėl sprogimo pavojaus.

 

HU

A tűz oltását robbanásveszély miatt távolból kell végezni.

 

MT

Itfi n-nar mill-bogħod minħabba r-riskju ta' splużjoni.

 

NL

Op afstand blussen omwille van ontploffingsgevaar.

 

PL

Z powodu ryzyka wybuchu gasić pożar z odległości.

 

PT

Combater o incêndio à distância, devido ao risco de explosão.

 

RO

Stingeți incendiul de la distanță din cauza pericolului de explozie.

 

SK

Z dôvodu nebezpečenstva výbuchu požiar haste z diaľky.

 

SL

Gasiti z večje razdalje zaradi nevarnosti eksplozije.

 

FI

Sammuta palo etäältä räjähdysvaaran takia.

 

SV

Bekämpa branden på avstånd på grund av explosionsrisken.



P376

Sprache

 

 

BG

Спрете теча, ако е безопасно.

 

ES

Detener la fuga, si no hay peligro en hacerlo.

 

CS

Zastavte únik, můžete-li tak učinit bez rizika.

 

DA

Stands lækagen, hvis dette er sikkert.

 

DE

Undichtigkeit beseitigen, wenn gefahrlos möglich.

 

ET

Leke peatada, kui seda on võimalik teha ohutult.

 

EL

Σταματήστε τη διαρροή, εφόσον δεν υπάρχει κίνδυνος.

 

EN

Stop leak if safe to do so.

 

FR

Obturer la fuite si cela peut se faire sans danger.

 

GA

Cuir stop leis an sceitheadh má tá sé sábháilte é sin a dhéanamh.

▼M5

 

HR

Ako je sigurno, zaustaviti istjecanje.

▼B

 

IT

Bloccare la perdita se non c'è pericolo.

 

LV

Apstādināt noplūdi, ja to var izdarīt drošā veidā.

 

LT

Sustabdyti nuotėkį, jeigu galima saugiai tai padaryti.

 

HU

Meg kell szüntetni a szivárgást, ha ez biztonságosan megtehető.

 

MT

Waqqaf it-tnixxija jekk ma jkunx hemm periklu.

 

NL

Het lek dichten als dat veilig gedaan kan worden.

 

PL

Jeżeli jest to bezpieczne zahamować wyciek.

 

PT

Deter a fuga se tal puder ser feito em segurança.

 

RO

Opriți scurgerea, dacă acest lucru se poate face în siguranță.

 

SK

Zastavte únik, ak je to bezpečné.

 

SL

Zaustaviti puščanje, če je varno.

 

FI

Sulje vuoto, jos sen voi tehdä turvallisesti.

 

SV

Stoppa läckan om det kan göras på ett säkert sätt.



P377

Sprache

 

 

BG

Пожар от изтекъл газ:

Не гасете освен при възможност за безопасно отстраняване на теча.

 

ES

Fuga de gas en llamas:

No apagar, salvo si la fuga puede detenerse sin peligro.

 

CS

Požár unikajícího plynu:

Nehaste, nelze-li únik bezpečně zastavit.

 

DA

Brand fra udsivende gas:

Sluk ikke, medmindre det er sikkert at stoppe lækagen.

 

DE

Brand von ausströmendem Gas:

Nicht löschen, bis Undichtigkeit gefahrlos beseitigt werden kann.

 

ET

Lekkiva gaasi põlemise korral mitte kustutada, välja arvatud juhul, kui leket on võimalik ohutult peatada.

 

EL

Διαρροή φλεγόμενου αερίου:

Μην την σβήσετε, εκτός εάν μπορείτε να σταματήσετε τη διαρροή χωρίς κίνδυνο.

 

EN

Leaking gas fire:

Do not extinguish, unless leak can be stopped safely.

 

FR

Fuite de gaz enflammé:

Ne pas éteindre si la fuite ne peut pas être arrêtée sans danger.

 

GA

Tine gháis ag sceitheadh:

Ná múch, mura i ndán agus gur féidir stop a chur leis an sceitheadh go sábháilte.

▼M5

 

HR

Požar zbog istjecanja plina:

ne gasiti ako nije moguće sa sigurnošću zaustaviti istjecanje.

▼B

 

IT

In caso d'incendio dovuto a perdita di gas, non estinguere a meno che non sia possibile bloccare la perdita senza pericolo.

 

LV

Degšanas gāzes noplūde:

Nedzēst, ja vien noplūdi var apstādināt drošā veidā.

 

LT

Dujų nuotėkio sukeltas gaisras:

Negesinti, nebent nuotėkį būtų galima saugiai sustabdyti.

 

HU

Égő szivárgó gáz:

Csak akkor szabad a tüzet oltani, ha a szivárgás biztonságosan megszüntethető.

 

MT

Tnixxija ta' gass tan-nar:

Tippruvax titfiha, sakemm it-tnixxija ma tkunx tista' titwaqqaf bla periklu.

 

NL

Brand door lekkend gas:

niet blussen, tenzij het lek veilig gedicht kan worden.

 

PL

W przypadku płonięcia wyciekającego gazu:

Nie gasić, jeżeli nie można bezpiecznie zahamować wycieku.

 

PT

Incêndio por fuga de gás: não apagar, a menos que se possa deter a fuga em segurança.

 

RO

Incendiu cauzat de o scurgere de gaz: nu încercați să stingeți, decât dacă scurgerea poate fi oprită în siguranță.

 

SK

Požiar unikajúceho plynu: Nehaste, pokiaľ únik nemožno bezpečne zastaviť.

 

SL

Požar zaradi uhajanja plina:

Ne gasiti, če puščanja ni mogoče varno zaustaviti.

 

FI

Vuotavasta kaasusta johtuva palo:

Ei saa sammuttaa, jollei vuotoa voida pysäyttää turvallisesti.

 

SV

Läckande gas som brinner:

Försök inte släcka branden om inte läckan kan stoppas på ett säkert sätt.

▼M4



P378

Sprache

 

 

BG

Използвайте…, за да загасите.

 

ES

Utilizar… para la extinción.

 

CS

K uhašení použijte…

 

DA

Anvend…til brandslukning.

 

DE

… zum Löschen verwenden.

 

ET

Kustutamiseks kasutada…

 

EL

Χρησιμοποιείστε… για να κατασβήσετε.

 

EN

Use… to extinguish.

 

FR

Utiliser… pour l’extinction.

 

GA

Úsáid … le haghaidh múchta.

▼M8

 

HR

Za gašenje rabiti …

▼M4

 

IT

Utilizzare….per estinguere.

 

LV

Dzēšanai izmantojiet ….

 

LT

Gesinimui naudoti …

 

HU

Oltásra …használandó.

 

MT

Uża… biex titfi.

 

NL

Blussen met …

 

PL

Użyć… do gaszenia.

 

PT

Para extinguir utilizar….

 

RO

A se utiliza… pentru a stinge.

 

SK

Na hasenie použite…

 

SL

Za gašenje se uporabi…

 

FI

Käytä palon sammuttamiseen…

 

SV

Släck med…

▼B



P380

Sprache

 

 

BG

Евакуирайте зоната.

 

ES

Evacuar la zona.

 

CS

Vykliďte _roctor.

 

DA

Evakuer området.

 

DE

Umgebung räumen.

 

ET

Ala evakueerida.

 

EL

Εκκενώστε την περιοχή.

 

EN

Evacuate area.

 

FR

Évacuer la zone.

 

GA

Aslonnaigh gach duine as an limistéar.

▼M5

 

HR

Evakuirati područje.

▼B

 

IT

Evacuare la zona.

 

LV

Evakuēt zonu.

 

LT

Evakuoti zoną.

 

HU

A területet ki kell üríteni.

 

MT

Evakwa ż-żona.

 

NL

Evacueren.

 

PL

Ewakuować teren.

 

PT

Evacuar a zona.

 

RO

Evacuați zona.

 

SK

Priestory evakuujte.

 

SL

Izprazniti območje.

 

FI

Evakuoi alue.

 

SV

Utrym området.

▼M12



P381

Sprache

 

 

BG

В случай на изтичане премахнете всички източници на запалване.

 

ES

En caso de fuga, eliminar todas las fuentes de ignición.

 

CS

V případě úniku odstraňte všechny zdroje zapálení.

 

DA

I tilfælde af lækage fjernes alle antændelseskilder.

 

DE

Bei Undichtigkeit alle Zündquellen entfernen.

 

ET

Lekke korral eemaldada kõik süüteallikad.

 

EL

Σε περίπτωση διαρροής, εξαλείψτε όλες τις πηγές ανάφλεξης.

 

EN

In case of leakage, eliminate all ignition sources.

 

FR

En cas de fuite, éliminer toutes les sources d'ignition.

 

GA

I gcás sceite, díothaigh gach foinse adhainte.

 

HR

U slučaju istjecanja ukloniti sve izvore paljenja.

 

IT

In caso di perdita, eliminare ogni fonte di accensione.

 

LV

Noplūdes gadījumā novērst visus uzliesmošanas avotus.

 

LT

Nuotėkio atveju, pašalinti visus uždegimo šaltinius.

 

HU

Szivárgás esetén meg kell szüntetni az összes gyújtóforrást.

 

MT

F'każ ta' tnixxija, elimina s-sorsi kollha li jqabbdu.

 

NL

In geval van lekkage alle ontstekingsbronnen wegnemen.

 

PL

W przypadku wycieku wyeliminować wszystkie źródła zapłonu.

 

PT

Em caso de fuga, eliminar todas as fontes de ignição.

 

RO

În caz de scurgeri, eliminați toate sursele de aprindere.

 

SK

V prípade úniku odstráňte všetky zdroje zapálenia.

 

SL

V primeru uhajanja odstraniti vse vire vžiga.

 

FI

Vuototapauksessa poista kaikki sytytyslähteet.

 

SV

Vid läckage, avlägsna alla antändningskällor.

▼B



P390

Sprache

 

 

BG

Попийте разлятото, за да се предотвратят материални вреди.

 

ES

Absorber el vertido para que no dañe otros materiales.

 

CS

Uniklý produkt absorbujte, aby se zabránilo materiálním škodám.

 

DA

Absorber udslip for at undgå materielskade.

 

DE

Verschüttete Mengen aufnehmen, um Materialschäden zu vermeiden.

 

ET

Mahavoolanud toode absorbeerida, et see ei kahjustaks teisi materjale.

 

EL

Σκουπίστε τη χυμένη ποσότητα για να προλάβετε υλικές ζημιές.

 

EN

Absorb spillage to prevent material damage.

 

FR

Absorber toute substance répandue pour éviter qu'elle attaque les matériaux environnants.

 

GA

Ionsúigh doirteadh chun damáiste d'ábhar a chosc.

▼M5

 

HR

Apsorbirati proliveno kako bi se spriječila materijalna šteta.

▼B

 

IT

Assorbire la fuoriuscita per evitare danni materiali.

 

LV

Uzsūkt izšļakstījumus, lai novērstu materiālus zaudējumus.

 

LT

Absorbuoti išsiliejusią medžiagą, siekiant išvengti materialinės žalos.

 

HU

A kiömlött anyagot fel kell itatni a körülvevő anyagok károsodásának megelőzése érdekében.

 

MT

Assorbi t-tixrid biex tipprevjeni ħsara fil-materjal.

 

NL

Gelekte/gemorste stof opnemen om materiële schade te vermijden.

 

PL

Usunąć wyciek, aby zapobiec szkodom materialnym.

 

PT

Absorver o produto derramado a fim de evitar danos materiais.

 

RO

Absorbiți scurgerile de produs, pentru a nu afecta materialele din apropiere.

 

SK

Absorbujte uniknutý produkt, aby sa zabránilo materiálnym škodám.

 

SL

Odpraviti razlitje, da se prepreči materialna škoda.

 

FI

Imeytä valumat vahinkojen estämiseksi.

 

SV

Sug upp spill för att undvika materiella skador.



P391

Sprache

 

 

BG

Съберете разлятото.

 

ES

Recoger el vertido.

 

CS

Uniklý produkt seberte.

 

DA

Udslip opsamles.

 

DE

Verschüttete Mengen aufnehmen.

 

ET

Mahavoolanud toode kokku koguda.

 

EL

Μαζέψτε τη χυμένη ποσότητα.

 

EN

Collect spillage.

 

FR

Recueillir le produit répandu.

 

GA

Bailigh doirteadh.

▼M5

 

HR

Sakupiti proliveno/rasuto.

▼B

 

IT

Raccogliere il materiale fuoriuscito.

 

LV

Savākt izšļakstīto šķidrumu.

 

LT

Surinkti ištekėjusią medžiagą.

 

HU

A kiömlött anyagot össze kell gyűjteni.

 

MT

Iġbor it-tixrid.

 

NL

Gelekte/gemorste stof opruimen.

 

PL

Zebrać wyciek.

 

PT

Recolher o produto derramado.

 

RO

Colectați scurgerile de produs.

 

SK

Zozbierajte uniknutý produkt.

 

SL

Prestreči razlito tekočino.

 

FI

Valumat on kerättävä.

 

SV

Samla upp spill.

▼M4



P301 + P310

Sprache

 

 

BG

ПРИ ПОГЛЪЩАНЕ: Незабавно се обадете в ЦЕНТЪР ПО ТОКСИКОЛОГИЯ/на лекар/…

 

ES

EN CASO DE INGESTIÓN: Llamar inmediatamente a un CENTRO DE TOXICOLOGĺA/médico/…

 

CS

PŘI POŽITÍ: Okamžitě volejte TOXIKOLOGICKÉ INFORMAČNÍ STŘEDISKO/lékaře/….

 

DA

I TILFÆLDE AF INDTAGELSE: Ring omgående til en GIFTINFORMATION/læge/…

 

DE

BEI VERSCHLUCKEN: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt/… anrufen.

 

ET

ALLANEELAMISE KORRAL: võtta viivitamata ühendust MÜRGISTUSTEABEKESKUSE/arstiga…

 

EL

ΣΕ ΠΕΡΙΠΤΩΣΗ ΚΑΤΑΠΟΣΗΣ: καλέστε αμέσως το ΚΕΝΤΡΟ ΔΗΛΗΤΗΡΙΑΣΕΩΝ/γιατρό/…

 

EN

IF SWALLOWED: Immediately call a POISON CENTER/ doctor/…

 

FR

EN CAS D’INGESTION: Appeler immédiatement un CENTRE ANTIPOISON/un médecin/…

 

GA

MÁ SHLOGTAR: Cuir glao láithreach ar IONAD NIMHE/ar dhoctúir/…

▼M8

 

HR

AKO SE PROGUTA: odmah nazvati CENTAR ZA KONTROLU OTROVANJA/liječnika/…

▼M4

 

IT

IN CASO DI INGESTIONE: contattare immediatamente un CENTRO ANTIVELENI/un medico/…

 

LV

NORĪŠANAS GADĪJUMĀ: Nekavējoties sazinieties ar SAINDĒŠANĀS INFORMĀCIJAS CENTRU/ārstu/…

 

LT

PRARIJUS: nedelsiant skambinti į APSINUODIJIMŲ KONTROLĖS IR INFORMACIJOS BIURĄ / kreiptis į gydytoją / …

 

HU

LENYELÉS ESETÉN: Azonnal forduljon TOXIKOLÓGIAI KÖZPONTHOZ/orvoshoz/….

 

MT

JEKK JINBELA’: Sejjaħ minnufih ĊENTRU TAL-AVVELENAMENT /tabib/…

 

NL

NA INSLIKKEN: onmiddellijk een ANTIGIFCENTRUM/arts/… raadplegen.

 

PL

W PRZYPADKU POŁKNIĘCIA: Natychmiast skontaktować się z OŚRODKIEM ZATRUĆ/lekarzem/…

 

PT

EM CASO DE INGESTÃO: contacte imediatamente um CENTRO DE INFORMAÇÃO ANTIVENENOS/médico/…

 

RO

ÎN CAZ DE ÎNGHIȚIRE: sunați imediat la un CENTRU DE INFORMARE TOXICOLOGICĂ/un medic/…

 

SK

PO POŽITÍ: Okamžite volajte TOXIKOLOGICKÉ INFORMAČNÉ CENTRUM/ lekára/…

 

SL

PRI ZAUŽITJU: Takoj pokličite CENTER ZA ZASTRUPITVE/zdravnika/…

 

FI

JOS KEMIKAALIA ON NIELTY: Ota välittömästi yhteys MYRKYTYSTIETOKESKUKSEEN/lääkäriin/…

 

SV

VID FÖRTÄRING: Kontakta genast GIFTINFORMATIONSCENTRALEN/läkare/…

▼M12



P301 + P312

Sprache

 

 

BG

ПРИ ПОГЛЪЩАНЕ: при неразположение се обадете в ЦЕНТЪР ПО ТОКСИКОЛОГИЯ/на лекар/…

 

ES

EN CASO DE INGESTIÓN: Llamar a un CENTRO DE TOXICOLOGÍA/médico/… si la persona se encuentra mal.

 

CS

PŘI POŽITÍ: Necítíte-li se dobře, volejte TOXIKOLOGICKÉ INFORMAČNÍ STŘEDISKO/lékaře/…

 

DA

I TILFÆLDE AF INDTAGELSE: Kontakt GIFTLINJEN/læge/… i tilfælde af ubehag.

 

DE

BEI VERSCHLUCKEN: Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt/… anrufen.

 

ET

ALLANEELAMISE KORRAL: halva enesetunde korral võtta ühendust MÜRGISTUSTEABEKESKUSEGA/arstiga/…/.

 

EL

ΣΕ ΠΕΡΙΠΤΩΣΗ ΚΑΤΑΠΟΣΗΣ: Καλέστε το ΚΕΝΤΡΟ ΔΗΛΗΤΗΡΙΑΣΕΩΝ/γιατρό/…, αν αισθανθείτε αδιαθεσία.

 

EN

IF SWALLOWED: Call a POISON CENTER/doctor/… if you feel unwell.

 

FR

EN CAS D'INGESTION: Appeler un CENTRE ANTIPOISON/un médecin/…/ en cas de malaise.

 

GA

MÁ SHLOGTAR: Cuir glao ar IONAD NIMHE/dochtúir/… má bhraitheann tú tinn.

 

HR

AKO SE PROGUTA: u slučaju zdravstvenih tegoba nazvati CENTAR ZA KONTROLU OTROVANJA/liječnika/…

 

IT

IN CASO DI INGESTIONE: in presenza di malessere, contattare un CENTRO ANTIVELENI/un medico/…

 

LV

NORĪŠANAS GADĪJUMĀ: Sazinieties ar SAINDĒŠANĀS INFORMĀCIJAS CENTRU/ ārstu/…, ja jums ir slikta pašsajūta.

 

LT

PRARIJUS: pasijutus blogai, skambinti į APSINUODIJIMŲ KONTROLĖS IR INFORMACIJOS BIURĄ/kreiptis į gydytoją/…

 

HU

LENYELÉS ESETÉN: Rosszullét esetén forduljon TOXIKOLÓGIAI KÖZPONTHOZ/orvoshoz/….

 

MT

JEKK JINBELA': Ikkuntattja ĊENTRU TAL-AVVELENAMENT/tabib/… jekk tħossok ma tiflaħx.

 

NL

NA INSLIKKEN: bij onwel voelen een ANTIGIFCENTRUM/arts/… raadplegen.

 

PL

W PRZYPADKU POŁKNIĘCIA: W przypadku złego samopoczucia skontaktować się z OŚRODKIEM ZATRUĆ/ lekarzem/….

 

PT

EM CASO DE INGESTÃO: Caso sinta indisposição, contacte um CENTRO DE INFORMAÇÃO ANTIVENENOS/médico/…

 

RO

ÎN CAZ DE ÎNGHIȚIRE: Sunați la un CENTRU DE INFORMARE TOXICOLOGICĂ/un medic/… dacă nu vă simțiți bine.

 

SK

PO POŽITÍ: Pri zdravotných problémoch volajte NÁRODNÉ TOXIKOLOGICKÉ INFORMAČNÉ CENTRUM/lekára/…

 

SL

PRI ZAUŽITJU: Ob slabem počutju pokličite CENTER ZA ZASTRUPITVE/zdravnika/…

 

FI

JOS KEMIKAALIA ON NIELTY: Ota yhteys MYRKYTYSTIETOKESKUKSEEN/lääkäriin/…, jos ilmenee pahoinvointia.

 

SV

VID FÖRTÄRING: Vid obehag, kontakta GIFTINFORMATIONSCENTRALEN/läkare…

▼M12 —————

▼M12



P302 + P334

Sprache

 

 

BG

ПРИ КОНТАКТ С КОЖАТА: потопете в хладка вода или сложете мокри компреси.

 

ES

EN CASO DE CONTACTO CON LA PIEL: Sumergir en agua fría o envolver en vendas húmedas.

 

CS

PŘI STYKU S KŮŽÍ: Ponořte do studené vody nebo zabalte do vlhkého obvazu.

 

DA

VED KONTAKT MED HUDEN: Hold under koldt vand eller anvend våde omslag.

 

DE

BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: In kaltes Wasser tauchen oder nassen Verband anlegen.

 

ET

NAHALE SATTUMISE KORRAL: hoida jahedas vees või panna peale niiske kompress.

 

EL

ΣΕ ΠΕΡΙΠΤΩΣΗ ΕΠΑΦΗΣ ΜΕ ΤΟ ΔΕΡΜΑ: Βυθίστε σε δροσερό νερό ή τυλίξτε με βρεγμένους επιδέσμους.

 

EN

IF ON SKIN: Immerse in cool water or wrap in wet bandages.

 

FR

EN CAS DE CONTACT AVEC LA PEAU: Rincer à l'eau fraîche ou poser une compresse humide.

 

GA

I gCÁS TEAGMHÁLA LEIS AN gCRAICEANN: Tum in uisce fionnuar nó cuir bréid fliuch air.

 

HR

U SLUČAJU DODIRA S KOŽOM: uroniti u hladnu vodu ili omotati vlažnim zavojem.

 

IT

IN CASO DI CONTATTO CON LA PELLE: immergere in acqua fredda o avvolgere con un bendaggio umido.

 

LV

SASKARĒ AR ĀDU: Iegremdēt vēsā ūdenī vai ietīt mitros apsējos.

 

LT

PATEKUS ANT ODOS: įmerkti į vėsų vandenį arba apvynioti šlapiais tvarsčiais.

 

HU

HA BŐRRE KERÜL: Hideg vízzel vagy nedves kötéssel kell hűteni.

 

MT

JEKK FUQ IL-ĠILDA: Daħħal fl-ilma frisk jew kebbeb f'faxex imxarrbin.

 

NL

BIJ CONTACT MET DE HUID: in koud water onderdompelen of nat verband aanbrengen.

 

PL

W PRZYPADKU KONTAKTU ZE SKÓRĄ: Zanurzyć w zimnej wodzie lub owinąć mokrym bandażem.

 

PT

SE ENTRAR EM CONTACTO COM A PELE: Mergulhar em água fria ou aplicar compressas húmidas.

 

RO

ÎN CAZ DE CONTACT CU PIELEA: Introduceți în apă rece sau acoperiți cu o compresă umedă.

 

SK

PRI KONTAKTE S POKOŽKOU: Ponorte do studenej vody alebo obviažte mokrými obväzmi.

 

SL

PRI STIKU S KOŽO: Potopiti v hladno vodo ali zaviti v mokre povoje.

 

FI

JOS KEMIKAALIA JOUTUU IHOLLE: Upota kylmään veteen tai kääri märkiin siteisiin.

 

SV

VID HUDKONTAKT: Skölj under kallt vatten eller använd våta omslag.

▼M4 —————

▼M4



P302 + P352

Sprache

 

 

BG

ПРИ КОНТАКТ С КОЖАТА: Измийте обилно с вода/…

 

ES

EN CASO DE CONTACTO CON LA PIEL: Lavar con abundante agua/…

 

CS

PŘI STYKU S KŮŽÍ: Omyjte velkým množstvím vody/…

 

DA

VED KONTAKT MED HUDEN: Vask med rigeligt vand/…

 

DE

BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser/… waschen.

 

ET

NAHALE SATTUMISE KORRAL: pesta rohke veega/…

 

EL

ΣΕ ΠΕΡΙΠΤΩΣΗ ΕΠΑΦΗΣ ΜΕ ΤΟ ΔΕΡΜΑ: Πλύντε με άφθονο νερό/…

 

EN

IF ON SKIN: Wash with plenty of water/…

 

FR

EN CAS DE CONTACT AVEC LA PEAU: Laver abondamment à l’eau/…

 

GA

I gCÁS TEAGMHÁLA LEIS AN gCRAICEANN: Nigh le neart gallúnaí agus uisce é.

▼M8

 

HR

U SLUČAJU DODIRA S KOŽOM: oprati velikom količinom vode/…

▼M4

 

IT

IN CASO DI CONTATTO CON LA PELLE: lavare abbondantemente con acqua/…

 

LV

SASKARĒ AR ĀDU: nomazgāt ar lielu ūdens/.. daudzumu.

 

LT

PATEKUS ANT ODOS: plauti dideliu vandens kiekiu /…

 

HU

HA BŐRRE KERÜL: Lemosás bő vízzel/….

 

MT

JEKK JIĠI FUQ IL-ĠILDA: Baħbaħ b'ħafna ilma/…

 

NL

BIJ CONTACT MET DE HUID: met veel water/… wassen.

 

PL

W PRZYPADKU KONTAKTU ZE SKÓRĄ: Umyć dużą ilością wody/…

 

PT

SE ENTRAR EM CONTACTO COM A PELE: lavar abundantemente com água/…

 

RO

ÎN CAZ DE CONTACT CU PIELEA: spălați cu multă apă/…

 

SK

PRI KONTAKTE S POKOŽKOU: Umyte veľkým množstvom vody/…

 

SL

PRI STIKU S KOŽO: Umiti z veliko vode/…

 

FI

JOS KEMIKAALIA JOUTUU IHOLLE: Pese runsaalla vedellä/…

 

SV

VID HUDKONTAKT: Tvätta med mycket vatten/…

▼M12 —————

▼M4



P304 + P340

Sprache

 

 

BG

ПРИ ВДИШВАНЕ: Изведете лицето на чист въздух и го поставете в позиция, улесняваща дишането.

 

ES

EN CASO DE INHALACIÓN: Transportar a la persona al aire libre y mantenerla en una posición que le facilite la respiración.

 

CS

PŘI VDECHNUTÍ: Přeneste osobu na čerstvý vzduch a ponechte ji v poloze usnadňující dýchání.

 

DA

VED INDÅNDING: Flyt personen til et sted med frisk luft og sørg for, at vejrtrækningen lettes.

 

DE

BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.

 

ET

SISSEHINGAMISE KORRAL: toimetada isik värske õhu kätte ja hoida asendis, mis võimaldab kergesti hingata.

 

EL

ΣΕ ΠΕΡΙΠΤΩΣΗ ΕΙΣΠΝΟΗΣ: Μεταφέρατε τον παθόντα στον καθαρό αέρα και αφήστε τον να ξεκουραστεί σε στάση που διευκολύνει την αναπνοή.

 

EN

IF INHALED: Remove person to fresh air and keep comfortable for breathing.

 

FR

EN CAS D’INHALATION: transporter la personne à l’extérieur et la maintenir dans une position où elle peut confortablement respirer.

 

GA

MÁ IONANÁILTEAR: Tabhair an duine amach faoin aer úr agus coinnigh é compordach.

▼M8

 

HR

AKO SE UDIŠE: premjestiti osobu na svježi zrak i postaviti ju u položaj koji olakšava disanje.

▼M4

 

IT

IN CASO DI INALAZIONE: trasportare l’infortunato all'aria aperta e mantenerlo a riposo in posizione che favorisca la respirazione.

 

LV

IEELPOŠANAS GADĪJUMĀ: nogādāt cietušo svaigā gaisā un nodrošināt netraucētu elpošanu.

 

LT

ĮKVĖPUS: išnešti nukentėjusįjį į gryną orą; jam būtina patogi padėtis, leidžianti laisvai kvėpuoti.

 

HU

BELÉLEGZÉS ESETÉN: Az érintett személyt friss levegőre kell vinni, és olyan nyugalmi testhelyzetbe kell helyezni, hogy könnyen tudjon lélegezni.

 

MT

JEKK JINĠIBED MAN-NIFS: Qiegħed lill-persuna għall-arja friska f'pożizzjoni komda biex tieħu n-nifs.

 

NL

NA INADEMING: de persoon in de frisse lucht brengen en ervoor zorgen dat deze gemakkelijk kan ademen.

 

PL

W PRZYPADKU DOSTANIA SIĘ DO DRÓG ODDECHOWYCH: wyprowadzić lub wynieść poszkodowanego na świeże powietrze i zapewnić mu warunki do swobodnego oddychania.

 

PT

EM CASO DE INALAÇÃO: retirar a pessoa para uma zona ao ar livre e mantê-la numa posição que não dificulte a respiração.

 

RO

ÎN CAZ DE INHALARE: transportați persoana la aer liber și mențineți-o într-o poziție confortabilă pentru respirație.

 

SK

PO VDÝCHNUTÍ: Presuňte osobu na čerstvý vzduch a umožnite jej pohodlne dýchať.

 

SL

PRI VDIHAVANJU: Prenesti osebo na svež zrak in jo pustiti v udobnem položaju, ki olajša dihanje.

 

FI

JOS KEMIKAALIA ON HENGITETTY: Siirrä henkilö raittiiseen ilmaan ja varmista vaivaton hengitys.

 

SV

VID INANDNING: Flytta personen till frisk luft och se till att andningen underlättas.

▼M4 —————

▼M12 —————

▼B



P306 + P360

Sprache

 

 

BG

ПРИ ПОПАДАНЕ ВЪРХУ ОБЛЕКЛОТО: незабавно облейте замърсеното облекло и кожата обилно с вода, преди да свалите дрехите.

 

ES

EN CASO DE CONTACTO CON LA ROPA: Aclarar inmediatamente con agua abundante las prendas y la piel contaminadas antes de quitarse la ropa.

 

CS

PŘI STYKU S ODĚVEM: Kontaminovaný oděv a kůži oklamžitě omyjte velkým množstvím vody a potom oděv odložte.

 

DA

VED KONTAKT MED TØJET: Skyl omgående tilsmudset tøj og hud med rigeligt vand, før tøjet fjernes.

 

DE

BEI KONTAKT MIT DER KLEIDUNG: Kontaminierte Kleidung und Haut sofort mit viel Wasser abwaschen und danach Kleidung ausziehen.

 

ET

RÕIVASTELE SATTUMISE KORRAL: saastunud rõivad ja nahk loputada viivitamata rohke veega ning alles seejärel rõivad eemaldada.

 

EL

ΣΕ ΠΕΡΙΠΤΩΣΗ ΕΠΑΦΗΣ ΜΕ ΤΑ ΡΟΥΧΑ: Ξεπλύντε αμέσως τα μολυσμένα ρούχα και την επιδερμίδα με άφθονο νερό πριν αφαιρέσετε τα ρούχα.

 

EN

IF ON CLOTHING: rinse immediately contaminated clothing and skin with plenty of water before removing clothes.

 

FR

EN CAS DE CONTACT AVEC LES VÊTEMENTS: rincer immédiatement et abondamment avec de l'eau les vêtements contaminés et la peau avant de les enlever.

 

GA

I gCÁS TEAGMHÁLA LE hÉADAÍ: sruthlaítear éadaí éillithe agus an craiceann láithreach le neart uisce sula ndéantar na héadaí a bhaint den duine.

▼M5

 

HR

U SLUČAJU DODIRA S ODJEĆOM: odmah isprati zagađenu odjeću i kožu velikom količinom vode prije uklanjanja odjeće.

▼B

 

IT

IN CASO DI CONTATTO CON GLI INDUMENTI: sciacquare immediatamente e abbondantemente gli indumenti contaminati e la pelle prima di togliersi gli indumenti.

 

LV

SASKARĒ AR APĢĒRBU: nekavējoties izskalot piesārņoto apģērbu un ādu ar lielu daudzumu ūdeni, pirms apģērba novilkšanas.

 

LT

PATEKUS ANT DRABUŽIŲ: Prieš nuvelkant užterštus drabužius, nedelsiant juos ir odą nuplauti dideliu kiekiu vandens.

 

HU

HA RUHÁRA KERÜL: A ruhák levetése előtt a szennyezett ruházatot és a bőrt bő vízzel azonnal le kell öblíteni.

 

MT

JEKK FUQ L-ILBIES: laħlaħ mall-ewwel l-ilbies ikkontaminat u l-ġilda b'ħafna ilma qabel ma tneħħi l-ilbies.

 

NL

NA MORSEN OP KLEDING: verontreinigde kleding en huid onmiddellijk met veel water afspoelen en pas daarna kleding uittrekken.

 

PL

W PRZYPADKU KONTAKTU Z ODZIEŻĄ: natychmiast spłukać zanieczyszczoną odzież i skórę dużą ilością wody przed zdjęciem odzieży.

 

PT

SE ENTRAR EM CONTACTO COM A ROUPA: enxaguar imediatamente com muita água a roupa e a pele contaminadas antes de se despir.

 

RO

ÎN CAZ DE CONTACT CU ÎMBRĂCĂMINTEA: clătiți imediat îmbrăcămintea contaminată și pielea cu multă apă, înainte de scoaterea îmbrăcămintei.

 

SK

PRI KONTAKTE S ODEVOM: kontaminovaný odev a pokožku opláchnite veľkým množstvom vody a potom odev odstráňte.

 

SL

PRI STIKU Z OBLAČILI: takoj izprati kontaminirana oblačila in kožo z veliko vode pred odstranitvijo oblačil.

 

FI

JOS KEMIKAALIA JOUTUU VAATTEISIIN: Huuhdo saastunut vaatetus ja iho välittömästi runsaalla vedellä ennen vaatetuksen riisumista.

 

SV

VID KONTAKT MED KLÄDERNA: Skölj omedelbart nedstänkta kläder och hud med mycket vatten innan du tar av dig kläderna.

▼M4



P308 + P311

Sprache

 

 

BG

ПРИ явна или предполагаема експозиция: Обадете се в ЦЕНТЪР ПО ТОКСИКОЛОГИЯ/на лекар/…

 

ES

EN CASO DE exposición manifiesta o presunta: Llamar a un CENTRO DE TOXICOLOGĺA/médico/…

 

CS

PŘI expozici nebo podezření na ni: Volejte TOXIKOLOGICKÉ INFORMAČNÍ STŘEDISKO/lékaře/….

 

DA

VED eksponering eller mistanke om eksponering: Ring til en GIFTINFORMATION/læge/…

 

DE

BEI Exposition oder falls betroffen: GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt/… anrufen.

 

ET

Kokkupuute korral: võtta ühendust MÜRGISTUSTEABEKESKUSE/arstiga…

 

EL

ΣΕ ΠΕΡΙΠΤΩΣΗ έκθεσης ή πιθανής έκθεσης: Καλέστε το ΚΕΝΤΡΟ ΔΗΛΗΤΗΡΙΑΣΕΩΝ/γιατρό/…

 

EN

IF exposed or concerned: Call a POISON CENTER/doctor/…

 

FR

EN CAS d’exposition prouvée ou suspectée: Appeler un CENTRE ANTIPOISON/un médecin/…

 

GA

I gCÁS nochta nó má mheastar a bheith nochtaithe: Cuir glao ar IONAD NIMHE/ar dhoctúir/…

▼M8

 

HR

U SLUČAJU izloženosti ili sumnje na izloženost: nazvati CENTAR ZA KONTROLU OTROVANJA/liječnika/…

▼M4

 

IT

In caso di esposizione o di possibile esposizione: contattare un CENTRO ANTIVELENI/un medico/…

 

LV

JA saskaras vai saistīts ar: sazinieties ar SAINDĒŠANĀS INFORMĀCIJAS CENTRU/ārstu/…

 

LT

Esant poveikiui arba jeigu numanomas poveikis: skambinti į APSINUODIJIMŲ KONTROLĖS IR INFORMACIJOS BIURĄ / kreiptis į gydytoją / …

 

HU

Expozíció vagy annak gyanúja esetén: Forduljon TOXIKOLÓGIAI KÖZPONTHOZ/orvoshoz/….

 

MT

JEKK espost jew konċernat: Sejjaħ ĊENTRU TAL-AVVELENAMENT /tabib/…

 

NL

NA (mogelijke) blootstelling: Een ANTIGIFCENTRUM/arts/… raadplegen.

 

PL

W przypadku narażenia lub styczności: Skontaktować się z OŚRODKIEM ZATRUĆ / lekarzem/…

 

PT

EM CASO DE exposição ou suspeita de exposição: contacte um CENTRO DE INFORMAÇÃO ANTIVENENOS/médico/…

 

RO

ÎN CAZ de expunere sau de posibilă expunere: sunați la un CENTRU DE INFORMARE TOXICOLOGICĂ/ un medic/…

 

SK

PO expozícii alebo podozrení z nej: Volajte TOXIKOLOGICKÉ INFORMAČNÉ CENTRUM/ lekára/…

 

SL

Pri izpostavljenosti ali sumu izpostavljenosti: Pokličite CENTER ZA ZASTRUPITVE/zdravnika/…

 

FI

Altistumisen tapahduttua tai jos epäillään altistumista: Ota yhteys MYRKYTYSTIETOKESKUKSEEN/lääkäriin/…

 

SV

Vid exponering eller misstanke om exponering: Kontakta GIFTINFORMATIONSCENTRALEN/läkare/…

▼B



P308 + P313

Sprache

 

 

BG

ПРИ явна или предполагаема експозиция: Потърсете медицински съвет/помощ.

 

ES

EN CASO DE exposición manifiesta o presunta: Consultar a un médico.

 

CS

PŘI expozici nebo podezření na ni: Vyhledejte lékařskou pomoc/ošetření.

 

DA

VED eksponering eller mistanke om eksponering: Søg lægehjælp.

 

DE

BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

 

ET

Kokkupuute või kokkupuutekahtluse korral: pöörduda arsti poole.

 

EL

ΣΕ ΠΕΡΙΠΤΩΣΗ έκθεσης ή πιθανότητας έκθεσης: Συμβουλευθείτε/Επισκεφθείτε γιατρό.

 

EN

IF exposed or concerned: Get medical advice/attention.

 

FR

EN CAS d'exposition prouvée ou suspectée: consulter un médecin.

 

GA

I gCÀS nochta nó má mheastar a bheith nochtaithe: Faigh comhairle/cúram liachta.

▼M5

 

HR

U SLUČAJU izloženosti ili sumnje na izloženost: zatražiti savjet/pomoć liječnika.

▼B

 

IT

IN CASO di esposizione o di possibile esposizione, consultare un medico.

 

LV

Ja nokļūst saskarē vai saistīts ar to: lūdziet mediķu palīdzību.

 

LT

Esant sąlyčiui arba jeigu numanomas sąlytis: kreiptis į gydytoją.

 

HU

Expozíció vagy annak gyanúja esetén: orvosi ellátást kell kérni.

 

MT

Jekk espost jew konċernat: Ikkonsulta tabib.

 

NL

NA (mogelijke) blootstelling: een arts raadplegen.

 

PL

W przypadku narażenia lub styczności: Zasięgnąć porady/zgłosić się pod opiekę lekarza.

 

PT

EM CASO DE exposição ou suspeita de exposição: consulte um médico.

 

RO

ÎN CAZ DE expunere sau de posibilă expunere: consultați medicul.

 

SK

Po expozícii alebo podozrení z nej: Vyhľadajte lekársku pomoc/starostlivosť.

 

SL

PRI izpostavljenosti ali sumu izpostavljenosti: poiščite zdravniško pomoč/oskrbo.

 

FI

Altistumisen tapahduttua tai jos epäillään altistumista: Hakeudu lääkäriin.

 

SV

Vid exponering eller misstanke om exponering Sök läkarhjälp.

▼M4 —————

▼B



P332 + P313

Sprache

 

 

BG

При поява на кожно дразнене: Потърсете медицински съвет/помощ.

 

ES

En caso de irritación cutánea: Consultar a un médico.

 

CS

Při podráždění kůže: Vyhledejte lékařskou pomoc/ošetření.

 

DA

Ved hudirritation: Søg lægehjælp.

 

DE

Bei Hautreizung: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

 

ET

Nahaärrituse korral: pöörduda arsti poole.

 

EL

Εάν παρατηρηθεί ερεθισμός του δέρματος: Συμβουλευθείτε/Επισκεφθείτε γιατρό.

 

EN

If skin irritation occurs: Get medical advice/attention.

 

FR

En cas d'irritation cutanée: consulter un médecin.

 

GA

I gcás greannú craicinn: Faigh comhairle/cúram liachta.

▼M5

 

HR

U slučaju nadražaja kože: zatražiti savjet/pomoć liječnika.

▼B

 

IT

In caso di irritazione della pelle: consultare un medico.

 

LV

Ja rodas ādas iekaisums: lūdziet mediķu palīdzību.

 

LT

Jeigu sudirginama oda: kreiptis į gydytoją.

 

HU

Bőrirritáció esetén: orvosi ellátást kell kérni.

 

MT

Jekk ikun hemm irritazzjoni tal-ġilda: Ikkonsulta tabib.

 

NL

Bij huidirritatie: een arts raadplegen.

 

PL

W przypadku wystąpienia podrażnienia skóry: Zasięgnąć porady/zgłosić się pod opiekę lekarza.

 

PT

Em caso de irritação cutânea: consulte um médico.

 

RO

În caz de iritare a pielii: consultați medicul.

 

SK

Ak sa objaví podráždenie pokožky, vyhľadajte lekársku pomoc/starostlivosť.

 

SL

Če nastopi draženje kože: poiščite zdravniško pomoč/oskrbo.

 

FI

Jos ilmenee ihoärsytystä: Hakeudu lääkäriin.

 

SV

Vid hudirritation: Sök läkarhjälp.



P333 + P313

Sprache

 

 

BG

При поява на кожно дразнене или обрив на кожата: Потърсете медицински съвет/помощ.

 

ES

En caso de irritación o erupción cutánea: Consultar a un médico.

 

CS

Při podráždění kůže nebo vyrážce: Vyhledejte lékařskou pomoc/ošetření.

 

DA

Ved hudirritation eller udslet: Søg lægehjælp.

 

DE

Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

 

ET

Nahaärrituse või _obe korral: pöörduda arsti poole.

 

EL

Εάν παρατηρηθεί ερεθισμός του δέρματος ή εμφανιστεί εξάνθημα: Συμβουλευθείτε/Επισκεφθείτε γιατρό.

 

EN

If skin irritation or rash occurs: Get medical advice/attention.

 

FR

En cas d'irritation ou d'éruption cutanée: consulter un médecin.

 

GA

Má tharlaíonn greannú nó gríos craicinn: Faigh comhairle/cúram liachta.

▼M5

 

HR

U slučaju nadražaja ili osipa na koži: zatražiti savjet/pomoć liječnika.

▼B

 

IT

In caso di irritazione o eruzione della pelle: consultare un medico.

 

LV

Ja rodas ādas iekaisums vai izsitumi: lūdziet mediķu palīdzību.

 

LT

Jeigu sudirginama oda arba ją išberia: kreiptis į gydytoją.

 

HU

Bőrirritáció vagy kiütések megjelenése esetén: orvosi ellátást kell kérni.

 

MT

Jekk ikun hemm irritazzjoni jew raxx tal-ġilda: Ikkonsulta tabib.

 

NL

Bij huidirritatie of uitslag: een arts raadplegen.

 

PL

W przypadku wystąpienia podrażnienia skóry lub wysypki: Zasięgnąć porady/zgłosić się pod opiekę lekarza.

 

PT

Em caso de irritação ou erupção cutânea: consulte um médico.

 

RO

În caz de iritare a pielii sau de erupție cutanată: consultați medicul.

 

SK

Ak sa prejaví podráždenie pokožky alebo sa vytvoria vyrážky: vyhľadajte lekársku pomoc/starostlivosť.

 

SL

Če nastopi draženje kože ali se pojavi izpuščaj: poiščite zdravniško pomoč/oskrbo.

 

FI

Jos ilmenee ihoärsytystä tai ihottumaa: Hakeudu lääkäriin.

 

SV

Vid hudirritation eller utslag: Sök läkarhjälp.

▼M12



P336 + P315

Sprache

 

 

BG

Размразете замръзналите части в хладка вода. Не разтривайте засегнатото място. Незабавно потърсете медицински съвет/помощ.

 

ES

Descongelar las partes congeladas con agua tibia. No frotar la parte afectada. Buscar asistencia médica inmediata.

 

CS

Omrzlá místa ošetřete vlažnou vodou. Postižené místo netřete. Okamžitě vyhledejte lékařskou pomoc/ošetření.

 

DA

Opvarm forsigtigt af frostskadede legemsdele i lunkent vand. Gnid ikke det angrebne område. Søg omgående lægehjælp.

 

DE

Vereiste Bereiche mit lauwarmem Wasser auftauen. Betroffenen Bereich nicht reiben. Sofort ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

 

ET

Sulatada külmunud piirkonnad leige veega. Kannatada saanud piirkonda mitte hõõruda. Pöörduda viivitamata arsti poole.

 

EL

Ξεπαγώστε τα παγωμένα μέρη με χλιαρό νερό. Μην τρίβετε την περιοχή που πάγωσε. Συμβουλευθείτε/Επισκεφθείτε αμέσως γιατρό.

 

EN

Thaw frosted parts with lukewarm water. Do not rub affected area. Get immediate medical advice/attention.

 

FR

Dégeler les parties gelées avec de l'eau tiède. Ne pas frotter les zones touchées. Consulter immédiatement un médecin.

 

GA

Leáigh codanna sioctha le huisce alabhog. Ná cuimil an réimse lena mbaineann. Faigh comhairle/cúram liachta láithreach.

 

HR

Zamrznute dijelove odmrznuti mlakom vodom. Ne trljati oštećeno mjesto. Hitno zatražiti savjet/pomoć liječnika.

 

IT

Sgelare le parti congelate usando acqua tiepida. Non sfregare la parte interessata. Consultare immediatamente un medico.

 

LV

Atkausēt sasalušās daļas ar remdenu ūdeni. Skarto zonu neberzt. Nekavējoties lūgt palīdzību mediķiem.

 

LT

Prišalusias daleles atitirpinti drungnu vandeniu. Netrinti paveiktos zonos. Nedelsiant kreiptis į gydytoją.

 

HU

A fagyott részeket langyos vízzel fel kell melegíteni. Tilos az érintett terület dörzsölése. Azonnal orvosi ellátást kell kérni.

 

MT

Ħoll il-partijiet kiesħa bl-ilma fietel. Togħrokx il-parti affettwata. Ikkonsulta tabib minnufih.

 

NL

Bevroren lichaamsdelen met lauw water ontdooien. Niet wrijven. Onmiddellijk een arts raadplegen.

 

PL

Rozmrozić oszronione obszary letnią wodą. Nie trzeć oszronionego obszaru. Natychmiast zasięgnąć porady/zgłosić się pod opiekę lekarza.

 

PT

Derreter as zonas congeladas com água morna. Não friccionar a zona afetada. Consulte imediatamente um médico.

 

RO

Dezghețați părțile degerate cu apă călduță. Nu frecați zona afectată. Consultați imediat medicul.

 

SK

Zmrznuté časti ošetrite vlažnou vodou. Postihnuté miesto netrite. Okamžite vyhľadajte lekársku pomoc/starostlivosť.

 

SL

Zamrznjene dele odtaliti z mlačno vodo. Ne drgniti prizadetega mesta. Takoj poiščite zdravniško pomoč/oskrbo.

 

FI

Sulata jäätyneet alueet haalealla vedellä. Vahingoittunutta aluetta ei saa hangata. Hakeudu välittömästi lääkäriin.

 

SV

Värm det köldskadade området med ljummet vatten. Gnid inte det skadade området. Sök omedelbart läkarhjälp.

▼M12 —————

▼B



P337 + P313

Sprache

 

 

BG

При продължително дразнене на очите: Потърсете медицински съвет/помощ.

 

ES

Si persiste la irritación ocular: Consultar a un médico.

 

CS

Přetrvává-li podráždění očí: Vyhledejte lékařskou pomoc/ošetření.

 

DA

Ved vedvarende øjenirritation: Søg lægehjælp.

 

DE

Bei anhaltender Augenreizung: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

 

ET

Kui silmade ärritus ei möödu: pöörduda arsti poole.

 

EL

Εάν δεν υποχωρεί ο οφθαλμικός ερεθισμός: Συμβουλευθείτε/Επισκεφθείτε γιατρό.

 

EN

If eye irritation persists: Get medical advice/attention.

 

FR

Si l'irritation oculaire persiste: consulter un médecin.

 

GA

Má mhaireann an greannú súile: Faigh comhairle/cúram liachta.

▼M5

 

HR

Ako nadražaj oka ne prestaje: zatražiti savjet/pomoć liječnika.

▼B

 

IT

Se l'irritazione degli occhi persiste, consultare un medico.

 

LV

Ja acu iekaisums nepāriet: lūdziet mediķu palīdzību.

 

LT

Jei akių dirginimas nepraeina: kreiptis į gydytoją.

 

HU

Ha a szemirritáció nem múlik el: orvosi ellátást kell kérni.

 

MT

Jekk l-irritazzjoni ta' l-għajnejn tippersisti: Ikkonsulta tabib.

 

NL

Bij aanhoudende oogirritatie: een arts raadplegen.

 

PL

W przypadku utrzymywania się działania drażniącego na oczy: Zasięgnąć porady/zgłosić się pod opiekę lekarza.

 

PT

Caso a irritação ocular persista: consulte um médico.

 

RO

Dacă iritarea ochilor persistă: consultați medicul.

 

SK

Ak podráždenie očí pretrváva: vyhľadajte lekársku pomoc/starostlivosť.

 

SL

Če draženje oči ne preneha: poiščite zdravniško pomoč/oskrbo.

 

FI

Jos silmä-ärsytys jatkuu: Hakeudu lääkäriin.

 

SV

Vid bestående ögonirritation: Sök läkarhjälp.

▼M4



P342 + P311

Sprache

 

 

BG

При симптоми на затруднено дишане: Обадете се в ЦЕНТЪР ПО ТОКСИКОЛОГИЯ/на лекар/…

 

ES

En caso de síntomas respiratorios: Llamar a un CENTRO DE TOXICOLOGĺA/médico/…

 

CS

Při dýchacích potížích: Volejte TOXIKOLOGICKÉ INFORMAČNÍ STŘEDISKO/lékaře/…

 

DA

Ved luftvejssymptomer: Ring til en GIFTINFORMATION/læge/…

 

DE

Bei Symptomen der Atemwege: GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt/… anrufen.

 

ET

Hingamisteede probleemide ilmnemise korral: võtta ühendust MÜRGISTUSTEABEKESKUSE/arstiga…

 

EL

Εάν παρουσιάζονται αναπνευστικά συμπτώματα: Καλέστε το ΚΕΝΤΡΟ ΔΗΛΗΤΗΡΙΑΣΕΩΝ/γιατρό/…

 

EN

If experiencing respiratory symptoms: Call a POISON CENTER/doctor/…

 

FR

En cas de symptômes respiratoires: Appeler un CENTRE ANTIPOISON/un médecin/…

 

GA

I gCÁS siomtóm riospráide: Cuir glao ar IONAD NIMHE/ar dhoctúir/…

▼M8

 

HR

Pri otežanom disanju: nazvati CENTAR ZA KONTROLU OTROVANJA/liječnika/…

▼M4

 

IT

In caso di sintomi respiratori: contattare un CENTRO ANTIVELENI/un medico/…

 

LV

Ja rodas elpas trūkuma simptomi: sazinieties ar SAINDĒŠANĀS INFORMĀCIJAS CENTRU/ārstu/…

 

LT

Jeigu pasireiškia respiraciniai simptomai: skambinti į APSINUODIJIMŲ KONTROLĖS IR INFORMACIJOS BIURĄ / kreiptis į gydytoją / …

 

HU

Légzési problémák esetén: Forduljon TOXIKOLÓGIAI KÖZPONTHOZ/orvoshoz/….

 

MT

Jekk ikollok sintomi respiratorji: Sejjaħ ĊENTRU TAL-AVVELENAMENT /tabib/…

 

NL

Bij ademhalingssymptomen: Een ANTIGIFCENTRUM/arts/… raadplegen.

 

PL

W przypadku wystąpienia objawów ze strony układu oddechowego: Skontaktować się z OŚRODKIEM ZATRUĆ / lekarzem/…

 

PT

Em caso de sintomas respiratórios: contacte um CENTRO DE INFORMAÇÃO ANTIVENENOS/médico/…

 

RO

În caz de simptome respiratorii: sunați la un CENTRU DE INFORMARE TOXICOLOGICĂ/un medic/…

 

SK

Pri sťaženom dýchaní: Volajte TOXIKOLOGICKÉ INFORMAČNÉ CENTRUM/ lekára/…

 

SL

Pri respiratornih simptomih: Pokličite CENTER ZA ZASTRUPITVE/zdravnika/…

 

FI

Jos ilmenee hengitysoireita: Ota yhteys MYRKYTYSTIETOKESKUKSEEN/lääkäriin/…

 

SV

Vid besvär i luftvägarna: Kontakta GIFTINFORMATIONSCENTRALEN/läkare/…

▼M4



P361 + P364

Sprache

 

 

BG

Незабавно свалете цялото замърсено облекло и го изперете преди повторна употреба.

 

ES

Quitar inmediatamente todas las prendas contaminadas y lavarlas antes de volver a usarlas.

 

CS

Veškeré kontaminované části oděvu okamžitě svlékněte a před opětovným použitím vyperte.

 

DA

Alt tilsmudset tøj tages straks af og vaskes inden genanvendelse.

 

DE

Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen und vor erneutem Tragen waschen.

 

ET

Võtta viivitamata seljast kõik saastunud rõivad ja pesta enne korduskasutust.

 

EL

Βγάλτε αμέσως όλα τα μολυσμένα ρούχα και πλύντε τα πριν τα ξαναχρησιμοποιήσετε.

 

EN

Take off immediately all contaminated clothing and wash it before reuse.

 

FR

Enlever immédiatement tous les vêtements contaminés et les laver avant réutilisation.

 

GA

Bain díot láithreach na héadaí éillithe go léir agus nigh iad roimh iad a athúsáid.

▼M8

 

HR

Odmah skinuti svu zagađenu odjeću i oprati je prije ponovne uporabe.

▼M4

 

IT

Togliere immediatamente tutti gli indumenti contaminati e lavarli prima di indossarli nuovamente.

 

LV

Nekavējoties novilkt visu piesārņoto apģērbu un pirms atkārtotas lietošanas izmazgāt.

 

LT

Nedelsiant nusivilkti visus užterštus drabužius ir išskalbti prieš vėl apsivelkant.

 

HU

Az összes szennyezett ruhadarabot azonnal le kell vetni és újbóli használat előtt ki kell mosni.

 

MT

Neħħi minnufih il-ħwejjeġ kontaminati kollha u aħsilhom qabel terġa' tilbishom.

 

NL

Verontreinigde kleding onmiddellijk uittrekken en wassen alvorens deze opnieuw te gebruiken.

 

PL

Natychmiast zdjąć całą zanieczyszczoną odzież i wyprać przed ponownym użyciem.

 

PT

Retirar imediatamente a roupa contaminada e lavá-la antes de a voltar a usar.

 

RO

Scoateți imediat toată îmbrăcămintea contaminată și spalați-o înainte de reutilizare.

 

SK

Všetky kontaminované časti odevu okamžite vyzlečte a pred ďalším použitím vyperte.

 

SL

Takoj sleči vsa kontaminirana oblačila in jih oprati pred ponovno uporabo.

 

FI

Riisu saastunut vaatetus välittömästi ja pese ennen uudelleenkäyttöä.

 

SV

Ta omedelbart av alla nedstänkta kläder och tvätta dem innan de används igen.



P362 + P364

Sprache

 

 

BG

Свалете замърсеното облекло и го изперете преди повторна употреба.

 

ES

Quitar las prendas contaminadas y lavarlas antes de volver a usarlas.

 

CS

Kontaminovaný oděv svlékněte a před opětovným použitím vyperte.

 

DA

Alt tilsmudset tøj tages af og vaskes inden genanvendelse.

 

DE

Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen.

 

ET

Võtta seljast saastunud rõivad ja pesta enne korduskasutust.

 

EL

Βγάλτε τα μολυσμένα ρούχα και πλύντε τα πριν τα ξαναχρησιμοποιήσετε.

 

EN

Take off contaminated clothing and wash it before reuse.

 

FR

Enlever les vêtements contaminés et les laver avant réutilisation.

 

GA

Bain díot aon éadaí éillithe agus nigh iad roimh iad a athúsáid.

▼M8

 

HR

Skinuti zagađenu odjeću i oprati je prije ponovne uporabe.

▼M4

 

IT

Togliere tutti gli indumenti contaminati e lavarli prima di indossarli nuovamente.

 

LV

Novilkt piesārņoto apģērbu un pirms atkārtotas lietošanas izmazgāt.

 

LT

Nusivilkti užterštus drabužius ir išskalbti prieš vėl apsivelkant.

 

HU

A szennyezett ruhadarabot le kell vetni és újbóli használat előtt ki kell mosni.

 

MT

Neħħi l-ħwejjeġ kontaminati kollha u aħsilhom qabel terġa' tilbishom.

 

NL

Verontreinigde kleding uittrekken en wassen alvorens deze opnieuw te gebruiken.

 

PL

Zanieczyszczoną odzież zdjąć i wyprać przed ponownym użyciem.

 

PT

Retirar a roupa contaminada e lavá-la antes de a voltar a usar.

 

RO

Scoateți îmbrăcămintea contaminată și spalați-o înainte de reutilizare.

 

SK

Kontaminovaný odev vyzlečte a pred ďalším použitím vyperte.

 

SL

Sleči kontaminirana oblačila in jih oprati pred ponovno uporabo.

 

FI

Riisu saastunut vaatetus ja pese ennen uudelleenkäyttöä.

 

SV

Ta av nedstänkta kläder och tvätta dem innan de används igen.

▼B



P370 + P376

Sprache

 

 

BG

При пожар: Спрете теча, ако е безопасно.

 

ES

En caso de incendio: Detener la fuga, si no hay peligro en hacerlo.

 

CS

V případě požáru: Zastavte únik, můžete-li tak učinit bez rizika.

 

DA

Ved brand: Stands lækagen, hvis dette er sikkert.

 

DE

Bei Brand: Undichtigkeit beseitigen, wenn gefahrlos möglich.

 

ET

Tulekahju korral: leke peatada, kui seda on võimalik teha ohutult.

 

EL

Σε περίπτωση πυρκαγιάς: Σταματήστε τη διαρροή, εφόσον δεν υπάρχει κίνδυνος.

 

EN

In case of fire: Stop leak if safe to do so.

 

FR

En cas d'incendie: obturer la fuite si cela peut se faire sans danger.

 

GA

I gcás dóiteáin: Cuir stop leis an sceitheadh má tá sé sábháilte é sin a dhéanamh.

▼M5

 

HR

U slučaju požara: ako je sigurno, zaustaviti istjecanje.

▼B

 

IT

In caso di incendio: bloccare la perdita se non c'è pericolo.

 

LV

Ugunsgrēka gadījumā: apturiet noplūdi, ja to darīt ir droši.

 

LT

Gaisro atveju: sustabdyti nuotėkį, jeigu galima saugiai tai padaryti.

 

HU

Tűz esetén: Meg kell szüntetni a szivárgást, ha ez biztonságosan megtehető.

 

MT

F'każ ta' nar: Waqqaf it-tnixxija sakemm ma jkunx ta' periklu.

 

NL

In geval van brand: het lek dichten als dat veilig gedaan kan worden.

 

PL

W przypadku pożaru: Jeżeli jest to bezpieczne zahamować wyciek.

 

PT

Em caso de incêndio: deter a fuga se tal puder ser feito em segurança.

 

RO

În caz de incendiu: opriți scurgerea, dacă acest lucru se poate face în siguranță.

 

SK

V prípade požiaru: ak je to bezpečné, zastavte únik.

 

SL

Ob požaru: zaustaviti puščanje, če je varno.

 

FI

Tulipalon sattuessa: Sulje vuoto, jos sen voi tehdä turvallisesti.

 

SV

Vid brand: Stoppa läckan om det kan göras på ett säkert sätt.

▼M4



P370 + P378

Sprache

 

 

BG

При пожар: Използвайте…, за да загасите.

 

ES

En caso de incendio: Utilizar… para la extinción.

 

CS

V případě požáru: K uhašení použijte…

 

DA

Ved brand: Anvend… til brandslukning.

 

DE

Bei Brand: … zum Löschen verwenden.

 

ET

Tulekahju korral: kasutada kustutamiseks…

 

EL

Σε περίπτωση πυρκαγιάς: Χρησιμοποιήστε… για να κατασβήσετε.

 

EN

In case of fire: Use… to extinguish.

 

FR

En cas d’incendie: Utiliser… pour l’extinction.

 

GA

I gcás dóiteáin: Úsáid … le haghaidh múchta.

▼M8

 

HR

U slučaju požara: za gašenje rabiti …

▼M4

 

IT

In caso d'incendio: utilizzare…per estinguere.

 

LV

Ugunsgrēka gadījumā: dzēšanai izmantojiet …

 

LT

Gaisro atveju: gesinimui naudoti …

 

HU

Tűz esetén: oltásra …használandó.

 

MT

F’każ ta’ nar: Uża… biex titfi.

 

NL

In geval van brand: blussen met …

 

PL

W przypadku pożaru: Użyć… do gaszenia.

 

PT

Em caso de incêndio: para extinguir utilizar….

 

RO

În caz de incendiu: a se utiliza… pentru a stinge.

 

SK

V prípade požiaru: Na hasenie použite…

 

SL

Ob požaru: Za gašenje se uporabi …

 

FI

Tulipalon sattuessa: Käytä palon sammuttamiseen…

 

SV

Vid brand: Släck med…

▼M12



P301 + P330 + P331

Sprache

 

 

BG

ПРИ ПОГЛЪЩАНЕ: изплакнете устата. НЕ предизвиквайте повръщане.

 

ES

EN CASO DE INGESTIÓN: Enjuagar la boca. NO provocar el vómito.

 

CS

PŘI POŽITÍ: Vypláchněte ústa. NEVYVOLÁVEJTE zvracení.

 

DA

I TILFÆLDE AF INDTAGELSE: Skyl munden. Fremkald IKKE opkastning.

 

DE

BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.

 

ET

ALLANEELAMISE KORRAL: loputada suud. MITTE kutsuda esile oksendamist.

 

EL

ΣΕ ΠΕΡΙΠΤΩΣΗ ΚΑΤΑΠΟΣΗΣ: Ξεπλύνετε το στόμα. ΜΗΝ προκαλέσετε εμετό.

 

EN

IF SWALLOWED: Rinse mouth. Do NOT induce vomiting.

 

FR

EN CAS D'INGESTION: Rincer la bouche. NE PAS faire vomir.

 

GA

MÁ SHLOGTAR: Sruthlaítear an béal. NÁ spreagtar urlacan.

 

HR

AKO SE PROGUTA: isprati usta. NE izazivati povraćanje.

 

IT

IN CASO DI INGESTIONE: sciacquare la bocca. NON provocare il vomito.

 

LV

NORĪŠANAS GADĪJUMĀ: Izskalot muti. NEIZRAISĪT vemšanu.

 

LT

PRARIJUS: išskalauti burną. NESKATINTI vėmimo.

 

HU

LENYELÉS ESETÉN: A szájat ki kell öblíteni. TILOS hánytatni.

 

MT

JEKK JINBELA': Laħlaħ il-ħalq. TIPPROVOKAX ir-remettar.

 

NL

NA INSLIKKEN: de mond spoelen. GEEN braken opwekken.

 

PL

W PRZYPADKU POŁKNIĘCIA: wypłukać usta. NIE wywoływać wymiotów.

 

PT

EM CASO DE INGESTÃO: Enxaguar a boca. NÃO provocar o vómito.

 

RO

ÎN CAZ DE ÎNGHIȚIRE: Clătiți gura. NU provocați voma.

 

SK

PO POŽITÍ: vypláchnite ústa. NEVYVOLÁVAJTE zvracanie.

 

SL

PRI ZAUŽITJU: Izprati usta. Ne izzivati bruhanja.

 

FI

JOS KEMIKAALIA ON NIELTY: Huuhdo suu. EI saa oksennuttaa.

 

SV

VID FÖRTÄRING: Skölj munnen. Framkalla INTE kräkning.



P302 + P335 + P334

Sprache

 

 

BG

ПРИ КОНТАКТ С КОЖАТА: отстранете от кожата посипаните частици. Потопете в хладка вода [или сложете мокри компреси].

 

ES

EN CASO DE CONTACTO CON LA PIEL: Cepillar las partículas sueltas depositadas en la piel; sumergir en agua fría [o envolver en vendas húmedas].

 

CS

PŘI STYKU S KŮŽÍ: Volné částečky odstraňte z kůže. Ponořte do studené vody [nebo zabalte do vlhkého obvazu].

 

DA

VED KONTAKT MED HUDEN: Børst løse partikler bort fra huden. Hold under koldt vand [eller anvend våde omslag].

 

DE

BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Lose Partikel von der Haut abbürsten. In kaltes Wasser tauchen [oder nassen Verband anlegen].

 

ET

NAHALE SATTUMISE KORRAL: pühkida lahtised osakesed nahalt maha. Hoida jahedas vees [või panna peale niiske kompress].

 

EL

ΣΕ ΠΕΡΙΠΤΩΣΗ ΕΠΑΦΗΣ ΜΕ ΤΟ ΔΕΡΜΑ: Αφαιρέστε προσεκτικά τα σωματίδια που έχουν μείνει στο δέρμα με μια βούρτσα. Βυθίστε σε δροσερό νερό [ή τυλίξτε με βρεγμένους επιδέσμους].

 

EN

IF ON SKIN:. Immerse in cool water [or wrap in wet bandages].

 

FR

EN CAS DE CONTACT AVEC LA PEAU: Enlever avec précaution les particules déposées sur la peau. Rincer à l'eau fraîche [ou poser une compresse humide].

 

GA

I gCÁS TEAGMHÁLA LEIS AN gCRAICEANN: Glan cáithníní scaoilte den chraiceann. Tum in uisce fionnuar [nó cuir bréid fliuch air].

 

HR

U SLUČAJU DODIRA S KOŽOM: izmesti zaostale čestice s kože. Uroniti u hladnu vodu [ili omotati vlažnim zavojem].

 

IT

IN CASO DI CONTATTO CON LA PELLE: rimuovere le particelle depositate sulla pelle. Immergere in acqua fredda [o avvolgere con un bendaggio umido].

 

LV

SASKARĒ AR ĀDU: Noslaucīt brīvās daļiņas no ādas. Iegremdēt vēsā ūdenī [vai ietīt mitros apsējos].

 

LT

PATEKUS ANT ODOS: neprilipusias daleles nuvalyti nuo odos. Įmerkti į vėsų vandenį [arba apvynioti šlapiais tvarsčiais].

 

HU

HA BŐRRE KERÜL: A bőrre lazán tapadó szemcséket óvatosan le kell kefélni. Hideg vízzel [vagy nedves kötéssel] kell hűteni.

 

MT

JEKK FUQ IL-ĠILDA: Farfar il-frak mhux imwaħħal minn mal-ġilda. Daħħal fl-ilma frisk [jew kebbeb f'faxex imxarrbin].

 

NL

BIJ CONTACT MET DE HUID: losse deeltjes van de huid afvegen. In koud water onderdompelen [of nat verband aanbrengen].

 

PL

W PRZYPADKU KONTAKTU ZE SKÓRĄ: Niezwiązaną pozostałość strzepnąć ze skóry. Zanurzyć w zimnej wodzie [lub owinąć mokrym bandażem].

 

PT

SE ENTRAR EM CONTACTO COM A PELE: Sacudir da pele as partículas soltas. Mergulhar em água fria [ou aplicar compressas húmidas].

 

RO

ÎN CAZ DE CONTACT CU PIELEA: Îndepărtați particulele depuse pe piele. Introduceți în apă rece [sau acoperiți cu o compresă umedă].

 

SK

PRI KONTAKTE S POKOŽKOU: Z pokožky oprášte sypké čiastočky. Ponorte do studenej vody [alebo obviažte mokrými obväzmi].

 

SL

PRI STIKU S KOŽO: S krtačo odstraniti razsute delce s kože. Potopiti v hladno vodo [ali zaviti v mokre povoje].

 

FI

JOS KEMIKAALIA JOUTUU IHOLLE: Poista irtohiukkaset iholta. Upota kylmään veteen [tai kääri märkiin siteisiin].

 

SV

VID HUDKONTAKT: Borsta bort lösa partiklar från huden. Skölj under kallt vatten [eller använd våta omslag]



P303 + P361 + P353

Sprache

 

 

BG

ПРИ КОНТАКТ С КОЖАТА (или косата): незабавно свалете цялото замърсено облекло. Облейте кожата с вода [или вземете душ].

 

ES

EN CASO DE CONTACTO CON LA PIEL (o el pelo): Quitar inmediatamente toda la ropa contaminada. Enjuagar la piel con agua [o ducharse].

 

CS

PŘI STYKU S KŮŽÍ (nebo s vlasy): Veškeré kontaminované části oděvu okamžitě svlékněte. Opláchněte kůži vodou [nebo osprchujte].

 

DA

VED KONTAKT MED HUDEN (eller håret): Tilsmudset tøj tages straks af/fjernes. Skyl [eller brus] huden med vand.

 

DE

BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT (oder dem Haar): Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen. Haut mit Wasser abwaschen [oder duschen].

 

ET

NAHALE (või juustele) SATTUMISE KORRAL: kõik saastunud rõivad viivitamata seljast võtta. Loputada nahka veega [või loputada duši all].

 

EL

ΣΕ ΠΕΡΙΠΤΩΣΗ ΕΠΑΦΗΣ ΜΕ ΤΟ ΔΕΡΜΑ (ή με τα μαλλιά): Βγάλτε αμέσως όλα τα μολυσμένα ρούχα. Ξεπλύνετε την επιδερμίδα με νερό [ή στο ντους].

 

EN

IF ON SKIN (or hair): Take off immediately all contaminated clothing. Rinse skin with water [or shower].

 

FR

EN CAS DE CONTACT AVEC LA PEAU (ou les cheveux): Enlever immédiatement tous les vêtements contaminés. Rincer la peau à l'eau [ou se doucher].

 

GA

I gCÁS TEAGMHÁLA LEIS AN gCRAICEANN (nó le gruaig): Bain díot láithreach na héadaí éillithe go léir. Sruthlaítear an craiceann le huisce [nó glac cithfholcadh].

 

HR

U SLUČAJU DODIRA S KOŽOM (ili kosom): odmah skinuti svu zagađenu odjeću. Isprati kožu vodom [ili tuširanjem].

 

IT

IN CASO DI CONTATTO CON LA PELLE (o con i capelli): togliersi di dosso immediatamente tutti gli indumenti contaminati. Sciacquare la pelle [o fare una doccia].

 

LV

SASKARĒ AR ĀDU (vai matiem): Nekavējoties novilkt visu piesārņoto apģērbu. Noskalot ādu ar ūdeni [vai iet dušā].

 

LT

PATEKUS ANT ODOS (arba plaukų): nedelsiant nuvilkti visus užterštus drabužius. Odą nuplauti vandeniu [arba čiurkšle].

 

HU

HA BŐRRE (vagy hajra) KERÜL: Az összes szennyezett ruhadarabot azonnal le kell vetni. A bőrt le kell öblíteni vízzel [vagy zuhanyozás].

 

MT

JEKK FUQ IL-ĠILDA (jew ix-xagħar): Inża' minnufih l-ilbies kontaminat. Laħlaħ il-ġilda bl-ilma [jew bix-xawer].

 

NL

BIJ CONTACT MET DE HUID (of het haar): verontreinigde kleding onmiddellijk uittrekken. Huid met water afspoelen [of afdouchen].

 

PL

W PRZYPADKU KONTAKTU ZE SKÓRĄ (lub z włosami): Natychmiast zdjąć całą zanieczyszczoną odzież. Spłukać skórę pod strumieniem wody [lub prysznicem].

 

PT

SE ENTRAR EM CONTACTO COM A PELE (ou o cabelo): Retirar imediatamente toda a roupa contaminada. Enxaguar a pele com água [ou tomar um duche].

 

RO

ÎN CAZ DE CONTACT CU PIELEA (sau cu părul): Scoateți imediat toată îmbrăcămintea contaminată. Clătiți pielea cu apă [sau faceți duș].

 

SK

PRI KONTAKTE S POKOŽKOU (alebo vlasmi): Vyzlečte všetky kontaminované časti odevu. Pokožku ihneď opláchnite vodou [alebo sprchou].

 

SL

PRI STIKU S KOŽO (ali lasmi): Takoj sleči vsa kontaminirana oblačila. Kožo izprati z vodo [ali prho].

 

FI

JOS KEMIKAALIA JOUTUU IHOLLE (tai hiuksiin): Riisu saastunut vaatetus välittömästi. Huuhdo iho vedellä [tai suihkuta].

 

SV

VID HUDKONTAKT (även håret): Ta omedelbart av alla nedstänkta kläder. Skölj huden med vatten [eller duscha].



P305 + P351 + P338

Sprache

 

 

BG

ПРИ КОНТАКТ С ОЧИТЕ: промивайте внимателно с вода в продължение на няколко минути. Свалете контактните лещи, ако има такива и доколкото това е възможно. Продължете с изплакването.

 

ES

EN CASO DE CONTACTO CON LOS OJOS: Enjuagar con agua cuidadosamente durante varios minutos. Quitar las lentes de contacto cuando estén presentes y pueda hacerse con facilidad. Proseguir con el lavado.

 

CS

PŘI ZASAŽENÍ OČÍ: Několik minut opatrně vyplachujte vodou. Vyjměte kontaktní čočky, jsou-li nasazeny a pokud je lze vyjmout snadno. Pokračujte ve vyplachování.

 

DA

VED KONTAKT MED ØJNENE: Skyl forsigtigt med vand i flere minutter. Fjern eventuelle kontaktlinser, hvis dette kan gøres let. Fortsæt skylning.

 

DE

BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

 

ET

SILMA SATTUMISE KORRAL: loputada mitme minuti jooksul ettevaatlikult veega. Eemaldada kontaktläätsed, kui neid kasutatakse ja kui neid on kerge eemaldada. Loputada veel kord.

 

EL

ΣΕ ΠΕΡΙΠΤΩΣΗ ΕΠΑΦΗΣ ΜΕ ΤΑ ΜΑΤΙΑ: Ξεπλύνετε προσεκτικά με νερό για αρκετά λεπτά. Αν υπάρχουν φακοί επαφής, αφαιρέστε τους, αν είναι εύκολο. Συνεχίστε να ξεπλένετε.

 

EN

IF IN EYES: Rinse cautiously with water for several minutes. Remove contact lenses, if present and easy to do. Continue rinsing.

 

FR

EN CAS DE CONTACT AVEC LES YEUX: Rincer avec précaution à l'eau pendant plusieurs minutes. Enlever les lentilles de contact si la victime en porte et si elles peuvent être facilement enlevées. Continuer à rincer.

 

GA

I gCÁS TEAGMHÁLA LEIS NA SÚILE: Sruthlaítear go cúramach le huisce ar feadh roinnt nóiméad. Tóg amach na tadhall-lionsaí, más ann dóibh agus más furasta é sin a dhéanamh. Lean den sruthlú.

 

HR

U SLUČAJU DODIRA S OČIMA: oprezno ispirati vodom nekoliko minuta. Ukloniti kontaktne leće ako ih nosite i ako se one lako uklanjaju. Nastaviti ispirati.

 

IT

IN CASO DI CONTATTO CON GLI OCCHI: sciacquare accuratamente per parecchi minuti. Togliere le eventuali lenti a contatto se è agevole farlo. Continuare a sciacquare.

 

LV

SASKARĒ AR ACĪM: Uzmanīgi izskalot ar ūdeni vairākas minūtes. Izņemt kontaktlēcas, ja tās ir ievietotas un ja to var vienkārši izdarīt. Turpināt skalot.

 

LT

PATEKUS Į AKIS: atsargiai plauti vandeniu kelias minutes. Išimti kontaktinius lęšius, jeigu jie yra ir jeigu lengvai galima tai padaryti. Toliau plauti akis.

 

HU

SZEMBE KERÜLÉS ESETÉN: Több percig tartó óvatos öblítés vízzel. Adott esetben a kontaktlencsék eltávolítása, ha könnyen megoldható. Az öblítés folytatása.

 

MT

JEKK JIDĦOL FL-GĦAJNEJN: Laħlaħ b'attenzjoni bl-ilma għal diversi minuti. Neħħi l-lentijiet tal-kuntatt, jekk ikun hemm u jkunu faċli biex tneħħihom. Kompli laħlaħ.

 

NL

BIJ CONTACT MET DE OGEN: voorzichtig afspoelen met water gedurende een aantal minuten; contactlenzen verwijderen, indien mogelijk; blijven spoelen.

 

PL

W PRZYPADKU DOSTANIA SIĘ DO OCZU: Ostrożnie płukać wodą przez kilka minut. Wyjąć soczewki kontaktowe, jeżeli są i można je łatwo usunąć. Nadal płukać.

 

PT

SE ENTRAR EM CONTACTO COM OS OLHOS: Enxaguar cuidadosamente com água durante vários minutos. Se usar lentes de contacto, retire-as, se tal lhe for possível. Continue a enxaguar.

 

RO

ÎN CAZ DE CONTACT CU OCHII: Clătiți cu atenție cu apă timp de mai multe minute. Scoateți lentilele de contact, dacă este cazul și dacă acest lucru se poate face cu ușurință. Continuați să clătiți.

 

SK

PO ZASIAHNUTÍ OČÍ: Niekoľko minút ich opatrne vyplachujte vodou. Ak používate kontaktné šošovky a je to možné, odstráňte ich. Pokračujte vo vyplachovaní.

 

SL

PRI STIKU Z OČMI: Previdno izpirati z vodo nekaj minut. Odstranite kontaktne leče, če jih imate in če to lahko storite brez težav. Nadaljujte z izpiranjem.

 

FI

JOS KEMIKAALIA JOUTUU SILMIIN: Huuhdo huolellisesti vedellä usean minuutin ajan. Poista mahdolliset piilolinssit, jos sen voi tehdä helposti. Jatka huuhtomista.

 

SV

VID KONTAKT MED ÖGONEN: Skölj försiktigt med vatten i flera minuter. Ta ur eventuella kontaktlinser om det går lätt. Fortsätt att skölja.

▼M12 —————

▼B



P370 + P380 + P375

Sprache

 

 

BG

При пожар: Евакуирайте зоната. Гасете пожара от разстояние поради опасност от експлозия.

 

ES

En caso de incendio: Evacuar la zona. Luchar contra el incendio a distancia, dado el riesgo de explosión.

 

CS

V případě požáru: Vykliďte prostor. Kvůli nebezpečí výbuchu haste z dostatečné vzdálenosti.

 

DA

Ved brand: Evakuer området. Bekæmp branden på afstand på grund af eksplosionsfare.

 

DE

Bei Brand: Umgebung räumen. Wegen Explosionsgefahr Brand aus der Entfernung bekämpfen.

 

ET

Tulekahju korral: ala evakueerida. Plahvatusohu tõttu teha kustutustöid eemalt.

 

EL

Σε περίπτωση πυρκαγιάς: Εκκενώστε την περιοχή. Προσπαθήστε να σβήσετε την πυρκαγιά από απόσταση, επειδή υπάρχει κίνδυνος έκρηξης.

 

EN

In case of fire: Evacuate area. Fight fire remotely due to the risk of explosion.

 

FR

En cas d'incendie: évacuer la zone. Combattre l'incendie à distance à cause du risque d'explosion.

 

GA

I gcás dóiteáin: Aslonnaigh gach duine as an limistéar. Téigh i gcianghleic leis an dóiteán mar gheall ar an mbaol pléasctha.

▼M5

 

HR

U slučaju požara: evakuirati područje. Gasiti s veće udaljenosti zbog opasnosti od eksplozije.

▼B

 

IT

In caso di incendio: evacuare la zona. Rischio di esplosione. Utilizzare i mezzi estinguenti a grande distanza.

 

LV

Ugunsgrēka gadījumā: evakuēt zonu. Dzēst uguni no attāluma eksplozijas riska dēļ.

 

LT

Gaisro atveju: evakuoti zoną. Gaisrą gesinti iš toli dėl sprogimo pavojaus.

 

HU

Tűz esetén: Ki kell üríteni a területet. A tűz oltását robbanásveszély miatt távolból kell végezni.

 

MT

F'każ ta' nar: Evakwa ż-żona. Itfi n-nar mill-bogħod minħabba r-riskju ta' splużjoni.

 

NL

In geval van brand: evacueren. Op afstand blussen omwille van ontploffingsgevaar.

 

PL

W przypadku pożaru: Ewakuować teren. Z powodu ryzyka wybuchu gasić pożar z odległości.

 

PT

Em caso de incêndio: evacuar a zona. Combater o incêndio à distância, devido ao risco de explosão.

 

RO

În caz de incendiu: evacuați zona. Stingeți incendiul de la distanță din cauza pericolului de explozie.

 

SK

V prípade požiaru: priestory evakuujte. Z dôvodu nebezpečenstva výbuchu požiar haste z diaľky.

 

SL

Ob požaru: izprazniti območje. Gasiti z večje razdalje zaradi nevarnosti eksplozije.

 

FI

Tulipalon sattuessa: Evakuoi alue. Sammuta palo etäältä räjähdysvaaran takia.

 

SV

Vid brand: Utrym området. Bekämpa branden på avstånd på grund av explosionsrisken.



P371 + P380 + P375

Sprache

 

 

BG

При голям пожар и значителни количества: Евакуирайте зоната. Гасете пожара от разстояние поради опасност от експлозия.

 

ES

En caso de incendio importante y en grandes cantidades: Evacuar la zona. Luchar contra el incendio a distancia, dado el riesgo de explosión.

 

CS

V případě velkého požáru a velkého množství: Vykliďte prostor. Kvůli nebezpečí výbuchu haste z dostatečné vzdálenosti.

 

DA

Ved større brand og store mængder: Evakuer området. Bekæmp branden på afstand på grund af eksplosionsfare.

 

DE

Bei Großbrand und großen Mengen: Umgebung räumen. Wegen Explosionsgefahr Brand aus der Entfernung bekämpfen.

 

ET

Suure tulekahju korral ning kui on tegemist suurte kogustega: ala evakueerida. Plahvatusohu tõttu teha kustutustöid eemalt.

 

EL

Σε περίπτωση σοβαρής πυρκαγιάς και εάν πρόκειται για μεγάλες ποσότητες: Εκκενώστε την περιοχή. Προσπαθήστε να σβήσετε την πυρκαγιά από απόσταση, επειδή υπάρχει κίνδυνος έκρηξης.

 

EN

In case of major fire and large quantities: Evacuate area. Fight fire remotely due to the risk of explosion.

 

FR

En cas d'incendie important et s'il s'agit de grandes quantités: évacuer la zone. Combattre l'incendie à distance à cause du risque d'explosion.

 

GA

I gcás mórdhóiteáin agus mórchainníochtaí: Aslonnaigh gach duine as an limistéar. Téigh i gcianghleic leis an dóiteán mar gheall ar an mbaol pléasctha.

▼M5

 

HR

U slučaju velikog požara i velikih količina: evakuirati područje. Gasiti s veće udaljenosti zbog opasnosti od eksplozije.

▼B

 

IT

In caso di incendio grave e di grandi quantità: evacuare la zona. Rischio di esplosione. Utilizzare i mezzi estinguenti a grande distanza.

 

LV

Ugunsgrēka vai liela apjoma gadījumā: evakuēt zonu. Dzēst uguni no attāluma eksplozijas riska dēļ.

 

LT

Didelio gaisro ir didelių kiekių atveju: evakuoti zoną. Gaisrą gesinti iš toli dėl sprogimo pavojaus.

 

HU

Nagyobb tűz és nagy mennyiség esetén: Ki kell üríteni a területet. A tűz oltását robbanásveszély miatt távolból kell végezni.

 

MT

F'każ ta' nar kbir u kwantitajiet kbar: Evakwa ż-żona. Itfi n-nar mill-bogħod minħabba r-riskju ta' splużjoni.

 

NL

In geval van grote brand en grote hoeveelheden: evacueren. Op afstand blussen omwille van ontploffingsgevaar.

 

PL

W przypadku poważnego pożaru i dużych ilości: Ewakuować teren. Z powodu ryzyka wybuchu gasić pożar z odległości.

 

PT

Em caso de incêndio importante e de grandes quantidades: evacuar a zona. Combater o incêndio à distância, devido ao risco de explosão.

 

RO

În caz de incendiu de proporții și de cantități mari de produs: evacuați zona. Stingeți incendiul de la distanță din cauza pericolului de explozie.

 

SK

V prípade veľkého požiaru a značného množstva: priestory evakuujte. Z dôvodu nebezpečenstva výbuchu požiar haste z diaľky.

 

SL

Ob velikem požaru in velikih količinah: izprazniti območje. Gasiti z večje razdalje zaradi nevarnosti eksplozije.

 

FI

Jos tulipalo ja ainemäärät ovat suuret: Evakuoi alue. Sammuta palo etäältä räjähdysvaaran takia.

 

SV

Vid större brand och stora mängder: Utrym området. Bekämpa branden på avstånd på grund av explosionsrisken.

▼M12



P370 + P372 + P380 + P373

Sprache

 

 

BG

При пожар: опасност от експлозия. Евакуирайте зоната. НЕ се опитвайте да гасите пожара, ако огънят наближи експлозиви.

 

ES

En caso de incendio: Riesgo de explosión. Evacuar la zona. NO combatir el incendio cuando este afecte a la carga.

 

CS

V případě požáru: Nebezpečí výbuchu. Vykliďte prostor. Požár NEHASTE, dostane-li se k výbušninám.

 

DA

Ved brand: Eksplosionsfare. Evakuer området. BEKÆMP IKKE branden, hvis denne når eksplosiverne.

 

DE

Bei Brand: Explosionsgefahr. Umgebung räumen. KEINE Brandbekämpfung, wenn das Feuer explosive Stoffe/Gemische/Erzeugnisse erreicht.

 

ET

Tulekahju korral: plahvatusoht. Ala evakueerida. Kui tuli jõuab lõhkeaineteni, MITTE teha kustutustöid.

 

EL

Σε περίπτωση πυρκαγιάς: Κίνδυνος έκρηξης. Εκκενώστε την περιοχή. ΜΗΝ προσπαθείτε να σβήσετε την πυρκαγιά, όταν η φωτιά πλησιάζει σε εκρηκτικά.

 

EN

In case of fire: Explosion risk. Evacuate area. DO NOT fight fire when fire reaches explosives.

 

FR

En cas d'incendie: Risque d'explosion. Évacuer la zone. NE PAS combattre l'incendie lorsque le feu atteint les explosifs.

 

GA

I gcás dóiteáin: Baol pléasctha. Aslonnaigh gach duine as an limistéar. NÁ DÉAN an dóiteán a chomhrac má shroicheann sé pléascáin.

 

HR

U slučaju požara: opasnost od eksplozije. Evakuirati područje. NE gasiti vatru kada plamen zahvati eksplozive.

 

IT

Rischio di esplosione in caso di incendio. Evacuare la zona. NON utilizzare mezzi estinguenti se l'incendio raggiunge materiali esplosivi.

 

LV

Ugunsgrēka gadījumā: Eksplozijas risks. Evakuēt zonu. NECENSTIES dzēst ugunsgrēku, ja uguns piekļūst sprādzienbīstamām vielām.

 

LT

Gaisro atveju: sprogimo pavojus. Evakuoti zoną. NEGESINTI gaisro, jeigu ugnis pasiekia sprogmenis.

 

HU

Tűz esetén: Robbanásveszély. A területet ki kell üríteni. TILOS a tűz oltása, ha az robbanóanyagra átterjedt.

 

MT

F'każ ta' nar: Riskju ta' splużjoni. Evakwa ż-żona. TIPPRUVAX TITFI n-nar meta n-nar jilħaq l-isplussivi.

 

NL

In geval van brand: ontploffingsgevaar. Evacueren. NIET blussen wanneer het vuur de ontplofbare stoffen bereikt.

 

PL

W przypadku pożaru: Zagrożenie wybuchem. Ewakuować teren. NIE gasić pożaru, jeżeli ogień dosięgnie materiały wybuchowe.

 

PT

Em caso de incêndio: Risco de explosão. Evacuar a zona. Se o fogo atingir os explosivos, NÃO tentar combatê-lo.

 

RO

În caz de incendiu: Risc de explozie. Evacuați zona. NU încercați să stingeți incendiul atunci când focul a ajuns la explozivi.

 

SK

V prípade požiaru: Riziko výbuchu. Priestory evakuujte. Požiar NEHASTE, ak sa oheň priblížil k výbušninám.

 

SL

Ob požaru: Nevarnost eksplozije. Izprazniti območje. NE gasiti, ko ogenj doseže eksploziv.

 

FI

Tulipalon sattuessa: Räjähdysvaara. Evakuoi alue. Tulta EI SAA yrittää sammuttaa sen saavutettua räjähteet.

 

SV

Vid brand: Explosionsrisk. Utrym området. Försök INTE bekämpa branden när den når explosiva varor.



P370 + P380 + P375 [+ P378]

Sprache

 

 

BG

При пожар: евакуирайте зоната. Гасете пожара от разстояние поради опасност от експлозия. [Използвайте…, за да загасите].

 

ES

En caso de incendio: Evacuar la zona. Combatir el incendio a distancia, debido al riesgo de explosión. [Utilizar … en la extinción].

 

CS

V případě požáru: Vykliďte prostor. Kvůli nebezpečí výbuchu haste z dostatečné vzdálenosti. [K uhašení použijte …].

 

DA

Ved brand: Evakuer området. Bekæmp branden på afstand på grund af eksplosionsfare. [Anvend … til brandslukning].

 

DE

Bei Brand: Umgebung räumen. Wegen Explosionsgefahr Brand aus der Entfernung bekämpfen. [… zum Löschen verwenden.]

 

ET

Tulekahju korral: ala evakueerida. Plahvatusohu tõttu teha kustutustöid eemalt. [Kustutamiseks kasutada ….].

 

EL

Σε περίπτωση πυρκαγιάς: Εκκενώστε την περιοχή. Προσπαθήστε να σβήσετε την πυρκαγιά από απόσταση, επειδή υπάρχει κίνδυνος έκρηξης [Χρησιμοποιήστε … για την κατάσβεση].

 

EN

In case of fire: Evacuate area. Fight fire remotely due to the risk of explosion. [Use … to extinguish].

 

FR

En cas d'incendie: Évacuer la zone. Combattre l'incendie à distance à cause du risque d'explosion. [Utiliser … pour l'extinction].

 

GA

I gcás dóiteáin: Aslonnaigh gach duine as an limistéar. Téigh i gcianghleic leis an dóiteán mar gheall ar an mbaol pléasctha. [Úsáid … le haghaidh múchta].

 

HR

U slučaju požara: evakuirati područje. Gasiti s veće udaljenosti zbog opasnosti od eksplozije. [Za gašenje rabiti…].

 

IT

In caso di incendio: evacuare la zona. Rischio di esplosione. Utilizzare i mezzi estinguenti a grande distanza. [Estinguere con…].

 

LV

Ugunsgrēka gadījumā: Evakuēt zonu. Dzēst uguni no attāluma eksplozijas riska dēļ. [Dzēšanai lietot …].

 

LT

Gaisro atveju: evakuoti zoną. Gaisrą gesinti iš toli dėl sprogimo pavojaus. [Gesinimui naudoti …].

 

HU

Tűz esetén: A területet ki kell üríteni. A tűz oltását robbanásveszély miatt távolból kell végezni. [Az oltáshoz … használandó].

 

MT

F'każ ta' nar: Evakwa ż-żona. Itfi n-nar mill-bogħod minħabba r-riskju ta' splużjoni. [Uża … biex titfi].

 

NL

In geval van brand: evacueren. Op afstand blussen in verband met ontploffingsgevaar. [Blussen met …].

 

PL

W przypadku pożaru: Ewakuować teren. Z powodu ryzyka wybuchu gasić pożar z odległości. [Użyć … do gaszenia].

 

PT

Em caso de incêndio: Evacuar a zona. Combater o incêndio à distância, devido ao risco de explosão. [Para extinguir utilizar…].

 

RO

În caz de incendiu: Evacuați zona. Stingeți incendiul de la distanță din cauza pericolului de explozie. [Utilizați … pentru stingere].

 

SK

V prípade požiaru: Priestory evakuujte. Z dôvodu nebezpečenstva výbuchu požiar haste z diaľky. [Na hasenie použite…].

 

SL

Ob požaru: Izprazniti območje. Gasiti z večje razdalje zaradi nevarnosti eksplozije. [Za gašenje uporabiti …].

 

FI

Tulipalon sattuessa: Evakuoi alue. Sammuta palo etäältä räjähdysvaaran takia. [Käytä palon sammuttamiseen …].

 

SV

Vid brand: Utrym området. Bekämpa branden på avstånd på grund av explosionsrisken. [Släck med …].

▼B



Tabelle 1.4

Sicherheitshinweise — Aufbewahrung

▼M12

P401

Sprache

 

 

BG

Да се съхранява съгласно…

 

ES

Almacenar conforme a …

 

CS

Skladujte v souladu s …

 

DA

Opbevares i overensstemmelse med …

 

DE

Aufbewahren gemäß …

 

ET

Hoida kooskõlas …

 

EL

Αποθηκεύεται σύμφωνα με…

 

EN

Store in accordance with…

 

FR

Stocker conformément à…

 

GA

Stóráil i gcomhréir le…

 

HR

Skladištiti u skladu s…

 

IT

Conservare secondo…

 

LV

Glabāt saskaņā ar …

 

LT

Laikyti, vadovaujantis…

 

HU

A … -nak/-nek megfelelően tárolandó.

 

MT

Aħżen skont…

 

NL

Overeenkomstig … bewaren.

 

PL

Przechowywać zgodnie z …

 

PT

Armazenar em conformidade com…

 

RO

A se depozita în conformitate cu…

 

SK

Skladujte v súlade s…

 

SL

Hraniti v skladu s/z…

 

FI

Varastoi … mukaisesti.

 

SV

Förvaras enligt …



P402

Sprache

 

 

BG

Да се съхранява на сухо място.

 

ES

Almacenar en un lugar seco.

 

CS

Skladujte na suchém místě.

 

DA

Opbevares et tørt sted.

 

DE

An einem trockenen Ort aufbewahren.

 

ET

Hoida kuivas.

 

EL

Αποθηκεύεται σε στεγνό μέρος.

 

EN

Store in a dry place.

 

FR

Stocker dans un endroit sec.

 

GA

Stóráil in áit thirim.

▼M5

 

HR

Skladištiti na suhom mjestu.

▼B

 

IT

Conservare in luogo asciutto.

 

LV

Glabāt sausā vietā.

 

LT

Laikyti sausoje vietoje.

 

HU

Száraz helyen tárolandó.

 

MT

Aħżen f'post niexef.

 

NL

Op een droge plaats bewaren.

 

PL

Przechowywać w suchym miejscu.

 

PT

Armazenar em local seco.

 

RO

A se depozita într-un loc uscat.

 

SK

Uchovávajte na suchom mieste.

 

SL

Hraniti na suhem.

 

FI

Varastoi kuivassa paikassa.

 

SV

Förvaras torrt.



P403

Sprache

 

 

BG

Да се съхранява на добре проветриво място.

 

ES

Almacenar en un lugar bien ventilado.

 

CS

Skladujte na dobře větraném místě.

 

DA

Opbevares på et godt ventileret sted.

 

DE

An einem gut belüfteten Ort aufbewahren.

 

ET

Hoida hästi ventileeritavas kohas.

 

EL

Αποθηκεύεται σε καλά αεριζόμενο χώρο.

 

EN

Store in a well-ventilated place.

 

FR

Stocker dans un endroit bien ventilé.

 

GA

Stóráil in áit dhea-aeráilte.

▼M5

 

HR

Skladištiti na dobro prozračenom mjestu.

▼B

 

IT

Conservare in luogo ben ventilato.

 

LV

Glabāt labi vēdināmā vietā.

 

LT

Laikyti gerai vėdinamoje vietoje.

 

HU

Jól szellőző helyen tárolandó.

 

MT

Aħżen f'post b'ventilazzjoni tajba.

 

NL

Op een goed geventileerde plaats bewaren.

 

PL

Przechowywać w dobrze wentylowanym miejscu.

 

PT

Armazenar em local bem ventilado.

 

RO

A se depozita într-un spațiu bine ventilat.

 

SK

Uchovávajte na dobre vetranom mieste.

 

SL

Hraniti na dobro prezračevanem mestu.

 

FI

Varastoi paikassa, jossa on hyvä ilmanvaihto.

 

SV

Förvaras på väl ventilerad plats.



P404

Sprache

 

 

BG

Да се съхранява в затворен съд.

 

ES

Almacenar en un recipiente cerrado.

 

CS

Skladujte v uzavřeném obalu.

 

DA

Opbevares i en lukket beholder.

 

DE

In einem geschlossenen Behälter aufbewahren.

 

ET

Hoida suletud mahutis.

 

EL

Φυλάσσεται σε κλειστό περιέκτη.

 

EN

Store in a closed container.

 

FR

Stocker dans un récipient fermé.

 

GA

Stóráil i gcoimeádán iata.

▼M5

 

HR

Skladištiti u zatvorenom spremniku.

▼B

 

IT

Conservare in un recipiente chiuso.

 

LV

Glabāt slēgtā tvertnē.

 

LT

Laikyti uždaroje talpykloje.

 

HU

Zárt edényben tárolandó.

 

MT

Aħżen f'kontenitur magħluq.

 

NL

In gesloten verpakking bewaren.

 

PL

Przechowywać w zamkniętym pojemniku.

 

PT

Armazenar em recipiente fechado.

 

RO

A se depozita într-un recipient închis.

 

SK

Uchovávajte v uzavretej nádobe.

 

SL

Hraniti v zaprti posodi.

 

FI

Varastoi suljettuna.

 

SV

Förvaras i sluten behållare.



P405

Sprache

 

 

BG

Да се съхранява под ключ.

 

ES

Guardar bajo llave.

 

CS

Skladujte uzamčené.

 

DA

Opbevares under lås.

 

DE

Unter Verschluss aufbewahren.

 

ET

Hoida lukustatult.

 

EL

Φυλάσσεται κλειδωμένο.

 

EN

Store locked up.

 

FR

Garder sous clef.

 

GA

Stóráil faoi ghlas.

▼M5

 

HR

Skladištiti pod ključem.

▼B

 

IT

Conservare sotto chiave.

 

LV

Glabāt slēgtā veidā.

 

LT

Laikyti užrakintą.

 

HU

Elzárva tárolandó.

 

MT

Aħżen f'post imsakkar.

 

NL

Achter slot bewaren.

 

PL

Przechowywać pod zamknięciem.

 

PT

Armazenar em local fechado à chave.

 

RO

A se depozita sub cheie.

 

SK

Uchovávajte uzamknuté.

 

SL

Hraniti zaklenjeno.

 

FI

Varastoi lukitussa tilassa.

 

SV

Förvaras inlåst.

▼M12



P406

Sprache

 

 

BG

Да се съхранява в устойчив на разяждане съд/… съд с устойчива вътрешна облицовка.

 

ES

Almacenar en un recipiente resistente a la corrosión/en un recipiente … con revestimiento interior resistente.

 

CS

Skladujte v obalu odolném proti korozi/… s odolnou vnitřní vrstvou.

 

DA

Opbevares i ætsningsbestandig/… beholder med modstandsdygtig foring.

 

DE

In korrosionsbeständigem/… Behälter mit korrosionsbeständiger Innenauskleidung aufbewahren.

 

ET

Hoida sööbekindlas/… sööbekindla sisevooderdisega mahutis.

 

EL

Αποθηκεύεται σε ανθεκτικό στη διάβρωση/… περιέκτη με ανθεκτική εσωτερική επένδυση.

 

EN

Store in a corrosion resistant/… container with a resistant inner liner.

 

FR

Stocker dans un récipient résistant à la corrosion/… avec doublure intérieure.

 

GA

Stóráil i gcoimeádán/ … frithchreimneach le líneáil fhrithchreimneach laistigh.

 

HR

Skladištiti u spremniku otpornom na nagrizanje/… s otpornom unutarnjom oblogom.

 

IT

Conservare in recipiente resistente alla corrosione/… provvisto di rivestimento interno resistente.

 

LV

Glabāt korozijizturīgā/… tvertnē ar iekšējo pretkorozijas izolāciju.

 

LT

Laikyti korozijai atsparioje talpykloje/…, turinčioje atsparią vidinę dangą.

 

HU

Saválló/saválló bélésű … edényben tárolandó.

 

MT

Aħżen f'post reżistenti għall-korrużjoni/… kontenitur li huwa infurrat minn ġewwa b'materjal reżistenti.

 

NL

In corrosiebestendige/… houder met corrosiebestendige binnenbekleding bewaren.

 

PL

Przechowywać w pojemniku odpornym na korozję/… o odpornej powłoce wewnętrznej.

 

PT

Armazenar num recipiente resistente à corrosão/… com um revestimento interior resistente.

 

RO

A se depozita într-un recipient rezistent la coroziune/recipient din… cu dublură interioară rezistentă la coroziune.

 

SK

Uchovávajte v nádobe odolnej proti korózii/… nádobe s odolnou vnútornou vrstvou.

 

SL

Hraniti v posodi, odporni proti koroziji/…, z odporno notranjo oblogo.

 

FI

Varastoi syöpymättömässä/… säiliössä, jossa on kestävä sisävuoraus.

 

SV

Förvaras i korrosionsbeständig/… behållare med beständigt innerhölje.



P407

Sprache

 

 

BG

Да се остави въздушно пространство между купчините или палетите.

 

ES

Dejar un espacio de aire entre las pilas o bandejas.

 

CS

Mezi stohy nebo paletami ponechte vzduchovou mezeru.

 

DA

Opbevares med luftmellemrum mellem stakkene/pallerne.

 

DE

Luftspalt zwischen Stapeln oder Paletten lassen.

 

ET

Jätta virnade või kaubaaluste vahele õhuvahe.

 

EL

Να υπάρχει κενό αέρος μεταξύ των σωρών ή παλετών.

 

EN

Maintain air gap between stacks or pallets.

 

FR

Maintenir un intervalle d'air entre les piles ou les palettes.

 

GA

Coimeád bearna aeir idir cruacha nó idir pailléid.

 

HR

Osigurati razmak između polica ili paleta.

 

IT

Mantenere uno spazio libero tra gli scaffali o i pallet.

 

LV

Saglabāt gaisa spraugu starp krāvumiem vai paletēm.

 

LT

Palikti oro tarpą tarp eilių arba palečių.

 

HU

A rakatok vagy raklapok között térközt kell hagyni.

 

MT

Ħalli l-arja tgħaddi bejn l-imniezel jew il-palits.

 

NL

Ruimte laten tussen stapels of pallets.

 

PL

Zachować szczelinę powietrzną pomiędzy stosami lub paletami.

 

PT

Respeitar as distâncias mínimas entre pilhas ou paletes.

 

RO

Păstrați un spațiu gol între stive sau paleți.

 

SK

Medzi regálmi alebo paletami ponechajte vzduchovú medzeru.

 

SL

Ohraniti zračno režo med skladi ali paletami.

 

FI

Jätä pinojen tai kuormalavojen väliin ilmarako.

 

SV

Se till att det finns luft mellan staplar eller pallar.

▼B



P410

Sprache

 

 

BG

Да се пази от пряка слънчева светлина.

 

ES

Proteger de la luz del sol.

 

CS

Chraňte před slunečním zářením.

 

DA

Beskyttes mod sollys.

 

DE

Vor Sonnenbestrahlung schützen.

 

ET

Hoida päikesevalguse eest.

 

EL

Να προστατεύεται από τις ηλιακές ακτίνες.

 

EN

Protect from sunlight.

 

FR

Protéger du rayonnement solaire.

 

GA

Cosain ó sholas na gréine.

▼M5

 

HR

Zaštititi od sunčevog svjetla.

▼B

 

IT

Proteggere dai raggi solari.

 

LV

Aizsargāt no saules gaismas.

 

LT

Saugoti nuo saulės šviesos.

 

HU

Napfénytől védendő.

 

MT

Ipproteġi mid-dawl tax-xemx.

 

NL

Tegen zonlicht beschermen.

 

PL

Chronić przed światłem słonecznym.

 

PT

Manter ao abrigo da luz solar.

 

RO

A se proteja de lumina solară.

 

SK

Chráňte pred slnečným žiarením.

 

SL

Zaščititi pred sončno svetlobo.

 

FI

Suojaa auringonvalolta.

 

SV

Skyddas från solljus.



P411

Sprache

 

 

BG

Да се съхранява при температури, не по-високи от … oC/…oF.

 

ES

Almacenar a temperaturas no superiores a … oC/…oF.

 

CS

Skladujte při teplotě nepřesahující … oC/…oF.

 

DA

Opbevares ved en temperatur, som ikke overstiger … oC/…oF.

 

DE

►C4  Bei Temperaturen nicht über …oC/…oF aufbewahren. ◄

 

ET

Hoida temperatuuril mitte üle … oC/… oF.

 

EL

Αποθηκεύεται σε θερμοκρασίες που δεν υπερβαίνουν τους … oC/…oF.

 

EN

Store at temperatures not exceeding … oC/…oF.

 

FR

Stocker à une température ne dépassant pas … oC/… oF.

 

GA

Stóráil ag teocht nach airde ná … oC/…oF.

▼M5

 

HR

Skladištiti na temperaturi koja ne prelazi …oC/…oF.

▼B

 

IT

Conservare a temperature non superiori a … oC/…oF.

 

LV

Uzglabāt temperatūrā, kas nepārsniedz … oC/…oF.

 

LT

Laikyti ne aukštesnėje kaip … oC/…oF temperatūroje.

 

HU

A tárolási hőmérséklet legfeljebb … oC/…oF lehet.

 

MT

Aħżen f'temperaturi li ma jeċċedux … oC/…oF.

 

NL

Bij maximaal … oC/…oF bewaren.

 

PL

Przechowywać w temperaturze nieprzekraczającej … oC/…oF.

 

PT

Armazenar a uma temperatura não superior a … oC/…oF.

 

RO

A se depozita la temperaturi care să nu depășească … oC/…oF.

 

SK

Uchovávajte pri teplotách do … oC/…oF

 

SL

Hraniti pri temperaturi do … oC/… oF.

 

FI

Varastoi alle … oC/…oF lämpötilassa.

 

SV

Förvaras vid högst … oC/…oF.



P412

Sprache

 

 

BG

Да не се излага на температури, по-високи от 50 oC/122oF.

 

ES

No exponer a temperaturas superiores a 50 oC/122oF.

 

CS

Nevystavujte teplotě přesahující 50 oC/122 oF.

 

DA

Må ikke udsættes for en temperatur, som overstiger 50 oC/122oF.

 

DE

►C4  Nicht Temperaturen über 50 oC/122 oF aussetzen. ◄

 

ET

Mitte hoida temperatuuril üle 50 oC/122 oF.

 

EL

Να μην εκτίθεται σε θερμοκρασίες που υπερβαίνουν τους 50 oC/122oF.

 

EN

Do not expose to temperatures exceeding 50 oC/122oF.

 

FR

Ne pas exposer à une température supérieure à 50 oC/122 oF.

 

GA

Ná nocht do theocht níos airde ná 50 oC/122oF.

▼M5

 

HR

Ne izlagati temperaturi višoj od 50 oC/122 oF.

▼B

 

IT

Non esporre a temperature superiori a 50 oC/122oF.

 

LV

Nepakļaut temperatūrai, kas pārsniedz 50 oC/122oF.

 

LT

Nelaikyti aukštesnėje kaip 50 oC/122oF temperatūroje.

 

HU

Nem érheti 50 oC/122oF hőmérsékletet meghaladó hő.

 

MT

Tesponix għal temperaturi li jeċċedu l-50 oC/122oF.

 

NL

Niet blootstellen aan temperaturen boven 50 oC/122oF.

 

PL

Nie wystawiać na działanie temperatury przekraczającej 50 oC/122 oF.

 

PT

Não expor a temperaturas superiores a 50 oC/122oF.

 

RO

Nu expuneți la temperaturi care depășesc 50 oC/122 oF.

 

SK

Nevystavujte teplotám nad 50 oC/122 oF.

 

SL

Ne izpostavljati temperaturam nad 50 oC/122 oF.

 

FI

Ei saa altistaa yli 50 oC/122 oF lämpötiloille.

 

SV

Får inte utsättas för temperaturer över 50 oC/122 oF.



P413

Sprache

 

 

BG

При насипни количества, по-големи от … kg/… фунта, да се съхранява при температури, не по-високи от … oC/…oF.

 

ES

Almacenar las cantidades a granel superiores a … kg/… lbs a temperaturas no superiores a … oC/…oF.

 

CS

Množství větší než … kg/… liber skladujte při teplotě nepřesahující … oC/…oF.

 

DA

Bulkmængder på over … kg/…lbs opbevares ved en temperatur, som ikke overstiger … oC/…oF.

 

DE

►C4  Schüttgut in Mengen von mehr als … kg/ … lbs bei Temperaturen nicht über …oC/…oF aufbewahren. ◄

 

ET

Kogust, mis on suurem kui … kg/… naela, hoida temperatuuril mitte üle … oC/… oF.

 

EL

Οι σωροί χύδην με βάρος άνω των … kg/… lbs αποθηκεύονται σε θερμοκρασίες που δεν υπερβαίνουν τους … oC/…oF.

 

EN

Store bulk masses greater than … kg/… lbs at temperatures not exceeding … oC/…oF.

 

FR

Stocker les quantités en vrac de plus de … kg/… lb à une température ne dépassant pas … oC/… oF.

 

GA

Stóráil bulcmhaiseanna os cionn … kg/… lb ag teocht nach airde ná … oC/…oF.

▼M5

 

HR

Skladištiti količine veće od … kg/ … lbs na temperaturi koja ne prelazi … oC/… oF.

▼B

 

IT

Conservare le rinfuse di peso superiore a …kg/…lb a temperature non superiori a … oC/…oF.

 

LV

Lielus apjomus, kas pārsniedz … kg/… lbs, uzglabāt temperatūrā, kas nepārsniedz … oC/…oF.

 

LT

Didesnius kaip … kg/… lbs medžiagos kiekius laikyti ne aukštesnėje kaip … oC/…oF temperatūroje.

 

HU

A … kg/… lb tömeget meghaladó ömlesztett anyag tárolási hőmérséklete legfeljebb … oC/…oF lehet.

 

MT

Aħżen il-kwantitajiet f'massa ta' akbar minn … kg/… lbs f'temperaturi ta' mhux aktar minn … oC/…oF.

 

NL

Bulkmateriaal, indien meer dan … kg/… lbs, bij temperaturen van maximaal … oC bewaren.

 

PL

Przechowywać luzem masy przekraczające … kg/… funtów w temperaturze nieprzekraczającej … oC/…oF.

 

PT

Armazenar quantidades a granel superiores a … kg/… lbs a uma temperatura não superior a … oC/…oF.

 

RO

Depozitați cantitățile în vrac mai mari de … kg/… lbs la temperaturi care să nu depășească … oC/…oF.

 

SK

Veľké množstvo s hmotnosťou nad … kg/… lbs uchovávajte pri teplote do … oC/…oF.

 

SL

Razsute količine, večje od … kg/… lbs, hraniti pri temperaturi do … oC/… oF.

 

FI

Säilytä yli … kg/…lbs painoinen irtotavara enintään … oC/…oF lämpötilassa.

 

SV

Bulkprodukter som väger mer än … kg/… lbs förvaras vid högst … oC/…oF.

▼M12



P420

Sprache

 

 

BG

Да се съхранява отделно.

 

ES

Almacenar separadamente.

 

CS

Skladujte odděleně.

 

DA

Opbevares separat.

 

DE

Getrennt aufbewahren.

 

ET

Hoida eraldi.

 

EL

Αποθηκεύεται χωριστά.

 

EN

Store separately.

 

FR

Stocker séparément.

 

GA

Stóráil as féin.

 

HR

Skladištiti odvojeno.

 

IT

Conservare separatamente.

 

LV

Glabāt atsevišķi.

 

LT

Laikyti atskirai.

 

HU

Elkülönítve tárolandó.

 

MT

Aħżen separatament.

 

NL

Gescheiden bewaren.

 

PL

Przechowywać oddzielnie.

 

PT

Armazenar separadamente.

 

RO

A se depozita separat.

 

SK

Skladujte jednotlivo.

 

SL

Hraniti ločeno.

 

FI

Varastoi erillään.

 

SV

Förvaras separat.

▼M12 —————

▼B



P402 + P404

Sprache

 

 

BG

Да се съхранява на сухо място. Да се съхранява в затворен съд.

 

ES

Almacenar en un lugar seco. Almacenar en un recipiente cerrado.

 

CS

Skladujte na suchém místě. Skladujte v uzavřeném obalu.

 

DA

Opbevares et tørt sted. Opbevares i en lukket beholder.

 

DE

►C4  An einem trockenen Ort aufbewahren. In einem geschlossenen Behälter aufbewahren. ◄

 

ET

Hoida kuivas. Hoida suletud mahutis.

 

EL

Αποθηκεύεται σε στεγνό μέρος. Φυλάσσεται σε κλειστό περιέκτη.

 

EN

Store in a dry place. Store in a closed container.

 

FR

Stocker dans un endroit sec. Stocker dans un récipient fermé.

 

GA

Stóráil in áit thirim. Stóráil i gcoimeádán iata.

▼M5

 

HR

Skladištiti na suhom mjestu. Skladištiti u zatvorenom spremniku.

▼B

 

IT

Conservare in luogo asciutto e in recipiente chiuso.

 

LV

Glabāt sausā vietā. Glabāt aizvērtā tvertnē.

 

LT

Laikyti sausoje vietoje. Laikyti uždaroje talpykloje.

 

HU

Száraz helyen tárolandó. Zárt edényben tárolandó.

 

MT

Aħżen f'post niexef. Aħżen f'kontenitur magħluq.

 

NL

Op een droge plaats bewaren. In gesloten verpakking bewaren.

 

PL

Przechowywać w suchym miejscu. Przechowywać w zamkniętym pojemniku.

 

PT

Armazenar em local seco. Armazenar em recipiente fechado.

 

RO

A se depozita într-un loc uscat, într-un recipient închis.

 

SK

Uchovávajte na suchom mieste. Uchovávajte v uzavretej nádobe.

 

SL

Hraniti na suhem. Hraniti v zaprti posodi.

 

FI

Varastoi kuivassa paikassa. Varastoi suljettuna.

 

SV

Förvaras torrt. Förvaras i sluten behållare.



P403 + P233

Sprache

 

 

BG

Да се съхранява на добре проветриво място. Съдът да се съхранява плътно затворен.

 

ES

Almacenar en un lugar bien ventilado. Mantener el recipiente cerrado herméticamente.

 

CS

Skladujte na dobře větraném místě. Uchovávejte obal těsně uzavřený.

 

DA

Opbevares på et godt ventileret sted. Hold beholderen tæt lukket.

 

DE

►C4  An einem gut belüfteten Ort aufbewahren. Behälter dicht verschlossen halten. ◄

 

ET

Hoida hästi ventileeritavas kohas. Hoida mahuti tihedalt suletuna.

 

EL

Αποθηκεύεται σε καλά αεριζόμενο χώρο. Ο περιέκτης διατηρείται ερμητικά κλειστός.

 

EN

Store in a well-ventilated place. Keep container tightly closed.

 

FR

Stocker dans un endroit bien ventilé. Maintenir le récipient fermé de manière étanche.

 

GA

Stóráil in áit dhea-aeráilte. Coimeád an coimeádán dúnta go docht.

▼M5

 

HR

Skladištiti na dobro prozračenom mjestu. Čuvati u dobro zatvorenom spremniku.

▼B

 

IT

Tenere il recipiente ben chiuso e in luogo ben ventilato.

 

LV

Glabāt labi vēdināmās telpās. Tvertni turēt cieši noslēgtu.

 

LT

Laikyti gerai vėdinamoje vietoje. Talpyklą laikyti sandariai uždarytą.

 

HU

Jól szellőző helyen tárolandó. Az edény szorosan lezárva tartandó.

 

MT

Aħżen f'post b'ventilazzjoni tajba. Żomm il-kontenitur magħluq sew.

 

NL

Op een goed geventileerde plaats bewaren. In goed gesloten verpakking bewaren.

 

PL

Przechowywać w dobrze wentylowanym miejscu. Przechowywać pojemnik szczelnie zamknięty.

 

PT

Armazenar em local bem ventilado. Manter o recipiente bem fechado.

 

RO

A se depozita într-un spațiu bine ventilat. Păstrați recipientul închis etanș.

 

SK

Uchovávajte na dobre vetranom mieste. Nádobu uchovávajte tesne uzavretú.

 

SL

Hraniti na dobro prezračevanem mestu. Hraniti v tesno zaprti posodi.

 

FI

Varastoi paikassa, jossa on hyvä ilmanvaihto. Säilytä tiiviisti suljettuna.

 

SV

Förvaras på väl ventilerad plats. Förpackningen ska förvaras väl tillsluten.



P403 + P235

Sprache

 

 

BG

Да се съхранява на добре проветриво място. Да се съхранява на хладно.

 

ES

Almacenar en un lugar bien ventilado. Mantener en lugar fresco.

 

CS

Skladujte na dobře větraném místě. Uchovávejte v chladu.

 

DA

Opbevares på et godt ventileret sted. Opbevares køligt.

 

DE

►C4  An einem gut belüfteten Ort aufbewahren. Kühl halten. ◄

 

ET

Hoida hästi ventileeritavas kohas. Hoida jahedas.

 

EL

Αποθηκεύεται σε καλά αεριζόμενο χώρο. Διατηρείται δροσερό.

 

EN

Store in a well-ventilated place. Keep cool.

 

FR

Stocker dans un endroit bien ventilé. Tenir au frais.

 

GA

Stóráil in áit dhea-aeráilte. Coimeád fionnuar.

▼M5

 

HR

Skladištiti na dobro prozračenom mjestu. Održavati hladnim.

▼B

 

IT

Conservare in luogo fresco e ben ventilato.

 

LV

Glabāt labi vēdināmās telpās. Turēt vēsumā.

 

LT

Laikyti gerai vėdinamoje vietoje. Laikyti vėsioje vietoje.

 

HU

Jól szellőző helyen tárolandó. Hűvös helyen tartandó.

 

MT

Aħżen f'post b'ventilazzjoni tajba. Żomm frisk.

 

NL

Op een goed geventileerde plaats bewaren. Koel bewaren.

 

PL

Przechowywać w dobrze wentylowanym miejscu. Przechowywać w chłodnym miejscu.

 

PT

Armazenar em local bem ventilado. Conservar em ambiente fresco.

 

RO

A se depozita într-un spațiu bine ventilat. A se păstra la rece.

 

SK

Uchovávajte na dobre vetranom mieste. Uchovávajte v chlade.

 

SL

Hraniti na dobro prezračevanem mestu. Hraniti na hladnem.

 

FI

Varastoi paikassa, jossa on hyvä ilmanvaihto. Säilytä viileässä.

 

SV

Förvaras på väl ventilerad plats. Förvaras svalt.



P410 + P403

Sprache

 

 

BG

Да се пази от пряка слънчева светлина. Да се съхранява на добре проветриво място.

 

ES

Proteger de la luz del sol. Almacenar en un lugar bien ventilado.

 

CS

Chraňte před slunečním zářením. Skladujte na dobře větraném místě.

 

DA

Beskyttes mod sollys. Opbevares på et godt ventileret sted.

 

DE

►C4  Vor Sonnenbestrahlung schützen. An einem gut belüfteten Ort aufbewahren. ◄

 

ET

Hoida päikesevalguse eest. Hoida hästi ventileeritavas kohas.

 

EL

Να προστατεύεται από τις ηλιακές ακτίνες. Αποθηκεύεται σε καλά αεριζόμενο χώρο.

 

EN

Protect from sunlight. Store in a well-ventilated place.

 

FR

Protéger du rayonnement solaire. Stocker dans un endroit bien ventilé.

 

GA

Cosain ó sholas na gréine. Stóráil in áit dhea-aeráilte.

▼M5

 

HR

Zaštititi od sunčevog svjetla. Skladištiti na dobro prozračenom mjestu.

▼B

 

IT

Proteggere dai raggi solari. Conservare in luogo ben ventilato.

 

LV

Aizsargāt no saules gaismas. Glabāt labi vēdināmās telpās.

 

LT

Saugoti nuo saulės šviesos. Laikyti gerai vėdinamoje vietoje.

 

HU

Napfénytől védendő. Jól szellőző helyen tárolandó.

 

MT

Ipproteġi mid-dawl tax-xemx. Aħżen f'post b'ventilazzjoni tajba.

 

NL

Tegen zonlicht beschermen. Op een goed geventileerde plaats bewaren.

 

PL

Chronić przed światłem słonecznym. Przechowywać w dobrze wentylowanym miejscu.

 

PT

Manter ao abrigo da luz solar. Armazenar em local bem ventilado.

 

RO

A se proteja de lumina solară. A se depozita într-un spațiu bine ventilat.

 

SK

Chráňte pred slnečným žiarením. Uchovávajte na dobre vetranom mieste.

 

SL

Zaščititi pred sončno svetlobo. Hraniti na dobro prezračevanem mestu.

 

FI

Suojaa auringonvalolta. Varastoi paikassa, jossa on hyvä ilmanvaihto.

 

SV

Skyddas från solljus. Förvaras på väl ventilerad plats.



P410 + P412

Sprache

 

 

BG

Да се пази от пряка слънчева светлина. Да не се излага на температури, по-високи от 50 oC/122oF.

 

ES

Proteger de la luz del sol. No exponer a temperaturas superiores a 50 oC/122oF.

 

CS

Chraňte před slunečním zářením. Nevystavujte teplotě přesahující 50 oC/122oF.

 

DA

Beskyttes mod sollys. Må ikke udsættes for en temperatur, som overstiger 50 oC/122oF.

 

DE

►C4  Vor Sonnenbestrahlung schützen und nicht Temperaturen über 50 oC/122 oF aussetzen. ◄

 

ET

Hoida päikesevalguse eest. Mitte hoida temperatuuril üle 50 oC/122 oF.

 

EL

Να προστατεύεται από τις ηλιακές ακτίνες. Να μην εκτίθεται σε θερμοκρασίες που υπερβαίνουν τους 50 oC/122oF.

 

EN

Protect from sunlight. Do no expose to temperatures exceeding 50 oC/122oF.

 

FR

Protéger du rayonnement solaire. Ne pas exposer à une température supérieure à 50 oC/122 oF.

 

GA

Cosain ó sholas na gréine. Ná nocht do theocht níos airde ná 50 oC/122oF.

▼M5

 

HR

Zaštititi od sunčevog svjetla. Ne izlagati temperaturi višoj od 50 oC/122 oF.

▼B

 

IT

Proteggere dai raggi solari. Non esporre a temperature superiori a 50 oC/122oF.

 

LV

Aizsargāt no saules gaismas. Nepakļaut temperatūrai, kas pārsniedz 50 oC/122oF.

 

LT

Saugoti nuo saulės šviesos. Nelaikyti aukštesnėje kaip 50 oC/122oF temperatūroje.

 

HU

Napfénytől védendő. Nem érheti 50 oC/122oF hőmérsékletet meghaladó hő.

 

MT

Ipproteġi mid-dawl tax-xemx. Tesponix għal temperatura li teċċedi l-50oC/122oF.

 

NL

Tegen zonlicht beschermen. Niet blootstellen aan temperaturen boven 50 oC/122oF.

 

PL

Chronić przed światłem słonecznym. Nie wystawiać na działanie temperatury przekraczającej 50 oC/122 oF.

 

PT

Manter ao abrigo da luz solar. Não expor a temperaturas superiores a 50 oC/122oF.

 

RO

A se proteja de lumina solară. Nu expuneți la temperaturi care depășesc 50 oC/122 oF.

 

SK

Chráňte pred slnečným žiarením. Nevystavujte teplotám nad 50 oC/122 oF.

 

SL

Zaščititi pred sončno svetlobo. Ne izpostavljati temperaturam nad 50 oC/122 oF.

 

FI

Suojaa auringonvalolta. Ei saa altistaa yli 50 oC/122 oF lämpötiloille.

 

SV

Skyddas från solljus. Får inte utsättas för temperaturer över 50 oC/122 oF.

▼M12 —————

▼B



Tabelle 1.5

Sicherheitshinweise — Entsorgung

P501

Sprache

 

 

BG

Съдържанието/съдът да се изхвърли в …

 

ES

Eliminar el contenido/el recipiente en …

 

CS

Odstraňte obsah/obal …

 

DA

Indholdet/beholderen bortskaffes i …

 

DE

Inhalt/Behälter … zuführen.

 

ET

Sisu/mahuti kõrvaldada …

 

EL

Διάθεση του περιεχομένου/περιέκτη σε …

 

EN

Dispose of contents/container to …

 

FR

Éliminer le contenu/récipient dans …

 

GA

Diúscair an t-ábhar/an coimeádán i …

▼M5

 

HR

Odložiti sadržaj/spremnik u/na …

▼B

 

IT

Smaltire il prodotto/recipiente in …

 

LV

Atbrīvoties no satura/tvertnes….

 

LT

►C10  Turinį/talpyklą šalinti … ◄

 

HU

A tartalom/edény elhelyezése hulladékként: …

 

MT

Armi l-kontenut/il-kontenitur fi …

 

NL

Inhoud/verpakking afvoeren naar …

 

PL

Zawartość/pojemnik usuwać do …

 

PT

Eliminar o conteúdo/recipiente em …

 

RO

Aruncați conținutul/recipientul la …

 

SK

Zneškodnite obsah/nádobu …

 

SL

Odstraniti vsebino/posodo …

 

FI

Hävitä sisältö/pakkaus …

 

SV

Innehållet/behållaren lämnas till…

▼M12



P502

Sprache

 

 

BG

Обърнете се към производителя или доставчика за информация относно оползотворяването или рециклирането.

 

ES

Pedir información al fabricante o proveedor sobre la recuperación o el reciclado.

 

CS

Informujte se u výrobce nebo dodavatele o regeneraci nebo recyklaci.

 

DA

Indhent oplysninger om genindvinding/genanvendelse hos fabrikanten/leverandøren.

 

DE

Informationen zur Wiederverwendung oder Wiederverwertung beim Hersteller oder Lieferanten erfragen.

 

ET

Hankida valmistajalt või tarnijalt teavet kemikaali taaskasutamise või ringlussevõtu kohta.

 

EL

Ανατρέξτε στον παρασκευαστή ή τον προμηθευτή για πληροφορίες όσον αφορά την ανάκτηση ή την ανακύκλωση.

 

EN

Refer to manufacturer or supplier for information on recovery or recycling.

 

FR

Consulter le fabricant ou le fournisseur pour des informations relatives à la récupération ou au recyclage.

 

GA

Téigh i dteagmháil leis an monaróir nó leis an soláthróir chun faisnéis a fháil faoi aisghabháil nó athchúrsáil.

 

HR

Za informacije o oporabi ili recikliranju obratiti se proizvođaču ili dobavljaču.

 

IT

Chiedere informazioni al produttore o fornitore per il recupero o il riciclaggio.

 

LV

Informācija par rekuperāciju vai pārstrādi saņemama pie ražotāja vai piegādātāja.

 

LT

Kreiptis į gamintoją arba tiekėją dėl informacijos apie surinkimą arba recirkuliavimą.

 

HU

A gyártó vagy a szállító határozza meg a hasznosításra vagy az újrafeldolgozásra vonatkozó információkat.

 

MT

Irreferi għall-manifattur jew il-fornitur għal informazzjoni dwar l-irkupru jew ir-riċiklaġġ.

 

NL

Raadpleeg fabrikant of leverancier voor informatie over terugwinning of recycling.

 

PL

Przestrzegać wskazówek producenta lub dostawcy dotyczących odzysku lub wtórnego wykorzystania.

 

PT

Solicitar ao fabricante ou fornecedor informações relativas à recuperação ou reciclagem.

 

RO

Adresați-vă producătorului sau furnizorului pentru informații privind recuperarea/reciclarea.

 

SK

Obráťte sa na výrobcu alebo dodávateľa s požiadavkou o informácie týkajúce sa obnovenia alebo recyklácie.

 

SL

Za podatke glede predelave ali reciklaže se obrnite na proizvajalca ali dobavitelja.

 

FI

Hanki valmistajalta tai toimittajalta tietoja uudelleenkäytöstä tai kierrätyksestä.

 

SV

Rådfråga tillverkare eller leverantör om återvinning eller återanvändning.

▼B




ANHANG V

GEFAHRENPIKTOGRAMME

EINFÜHRUNG

▼M2

Die Gefahrenpiktogramme für die einzelnen Gefahrenklassen, Differenzierungen einer Gefahrenklasse und Gefahrenkategorien müssen den Bestimmungen dieses Anhangs und von Anhang I Abschnitt 1.2 entsprechen und in Bezug auf Symbole und allgemeines Format mit den gezeigten Beispielen übereinstimmen.

▼B

1.   TEIL 1: PHYSIKALISCHE GEFAHREN

1.1.   Symbol: explodierende Bombe



Piktogramm

(1)

Gefahrenklasse und Gefahrenkategorie

(2)

GHS01 image

Abschnitt 2.1

Instabile explosive Stoffe und Gemische

Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff der Unterklassen 1.1, 1.2, 1.3, 1.4

Abschnitt 2.8

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische, Typen A, B

Abschnitt 2.15

Organische Peroxide, Typen A, B

1.2.   Symbol: Flamme



Piktogramm

(1)

Gefahrenklasse und Gefahrenkategorie

(2)

GHS02 image

Abschnitt 2.2

Entzündbare Gase, Gefahrenkategorie 1

Abschnitt 2.3

►M4  Aerosole, Gefahrenkategorien 1, 2 ◄

Abschnitt 2.6

Entzündbare Flüssigkeiten, Gefahrenkategorien 1, 2, 3

Abschnitt 2.7

Entzündbare Feststoffe, Gefahrenkategorien 1, 2

Abschnitt 2.8

Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische, Typen B, C, D, E, F

Abschnitt 2.9

pyrophore Flüssigkeiten, Gefahrenkategorie 1

Abschnitt 2.10

pyrophore Feststoffe, Gefahrenkategorie 1

Abschnitt 2.11

Selbsterhitzungsfähige Stoffe und Gemische, Gefahrenkategorien 1, 2

Abschnitt 2.12

►C4  Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln, Gefahrenkategorien 1, 2, 3 ◄

Abschnitt 2.15

Organische Peroxide, Typen B, C, D, E, F

1.3.   Symbol: Flamme über einem Kreis



Piktogramm

(1)

Gefahrenklasse und Gefahrenkategorie

(2)

GHS03 image

Abschnitt 2.4

Oxidierende Gase, Gefahrenkategorie 1

Abschnitt 2.13

Oxidierende Flüssigkeiten, Gefahrenkategorien 1, 2, 3

Abschnitt 2.14

Oxidierende Feststoffe, Gefahrenkategorien 1, 2, 3

1.4.   Symbol: Gasflasche



Piktogramm

(1)

Gefahrenklasse und Gefahrenkategorie

(2)

GHS04 image

Abschnitt 2.5

Gase unter Druck:

verdichtete Gase

verflüssigte Gase

tiefgekühlt verflüssigte Gase

gelöste Gase

1.5.   Symbol: Ätzwirkung



Piktogramm

(1)

Gefahrenklasse und Gefahrenkategorie

(2)

GHS05 image

Abschnitt 2.16

►C4  Korrosiv gegenüber Metallen, Gefahrenkategorie 1 ◄

1.6.   Für die folgenden Klassen und Kategorien der physikalischen Gefahren ist kein Piktogramm erforderlich:

Abschnitt 2.1: Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff der Unterklasse 1.5

Abschnitt 2.1: Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff der Unterklasse 1.6

Abschnitt 2.2: Entzündbare Gase, Gefahrenkategorie 2

▼M4

Abschnitt 2.3: Aerosole, Gefahrenkategorie 3

▼B

Abschnitt 2.8: Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische, Typ G

Abschnitt 2.15: Organische Peroxide, Typ G

2.   TEIL 2: GESUNDHEITSGEFAHREN

2.1.   Symbol: Totenkopf mit gekreuzten Knochen



Piktogramm

(1)

Gefahrenklasse und Gefahrenkategorie

(2)

GHS06 image

Abschnitt 3.1

Akute Toxizität (oral, dermal, inhalativ), Gefahrenkategorien 1, 2, 3

▼M12

2.2.    Symbol: Ätzwirkung



Piktogramm

(1)

Gefahrenklasse und Gefahrenkategorie

(2)

GHS05 image

Abschnitt 3.2

Ätzwirkung auf die Haut, Gefahrenkategorie 1 und Unterkategorien 1A, 1B, 1C

Abschnitt 3.3

Schwere Augenschädigung, Gefahrenkategorie 1

▼B

2.3.   Symbol: Ausrufezeichen



Piktogramm

(1)

Gefahrenklasse und Gefahrenkategorie

(2)

►M2  
GHS07 image  ◄

Abschnitt 3.1

Akute Toxizität (oral, dermal, inhalativ), Gefahrenkategorie 4

Abschnitt 3.2

►C4  Reizwirkung auf die Haut, Gefahrenkategorie 2 ◄

Abschnitt 3.3

Augenreizung, Gefahrenkategorie 2

Abschnitt 3.4

►M2  Sensibilisierung der Haut, Gefahrenkategorien 1, 1A, 1B ◄

Abschnitt 3.8

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition), Gefahrenkategorie 3

Atemwegsreizung

narkotisierende Wirkungen

2.4.   Symbol: Gesundheitsgefahr



Piktogramm

(1)

Gefahrenklasse und Gefahrenkategorie

(2)

GHS08 image

Abschnitt 3.4

►M2  Sensibilisierung der Atemwege, Gefahrenkategorien 1, 1A, 1B ◄

Abschnitt 3.5

Keimzellmutagenität, Gefahrenkategorien 1A, 1B, 2

Abschnitt 3.6

Karzinogenität, Gefahrenkategorien 1A, 1B, 2

Abschnitt 3.7

Reproduktionstoxizität, Gefahrenkategorien 1A, 1B, 2

Abschnitt 3.8

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition), Gefahrenkategorien 1, 2

Abschnitt 3.9

Spezifische Zielorgan-Toxizität (wiederholte Exposition), Gefahrenkategorien 1, 2

Abschnitt 3.10

Aspirationsgefahr, Gefahrenkategorie 1

2.5.   Für die folgenden Kategorien der Gesundheitsgefahren ist kein Piktogramm erforderlich:

Abschnitt 3.7: Reproduktionstoxizität, Wirkungen auf/über Laktation, zusätzliche Gefahrenkategorie

3.   TEIL 3: UMWELTGEFAHREN

▼M4

3.1.   Symbol: umwelt



Piktogramm

(1)

Gefahrenklasse und Gefahrenkategorie

(2)

GHS09 image

Abschnitt 4.1

Gewässergefährdend

— Akut gewässergefährdend: Kategorie Akut 1

— Langfristig gewässergefährdend: Kategorien Chronisch 1, Chronisch 2

Für die folgenden Klassen und Kategorien der Umweltgefahren ist kein Piktogramm erforderlich:

Abschnitt 4.1: Gewässergefährdend — langfristige Wirkung der Kategorien: Chronisch 3, Chronisch 4.

▼M2

4.   TEIL 4: WEITERE GEFAHREN

4.1.   Symbol: Ausrufezeichen



Piktogramm

Gefahrenklasse und Gefahrenkategorie

(1)

(2)

GHS07

image

Abschnitt 5.1

Die Ozonschicht schädigend — Gefahrenkategorie 1

▼B




ANHANG VI

Harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung für bestimmte gefährliche Stoffe

▼M15

In Teil 1 dieses Anhangs wird eine Einführung zur Liste der harmonisierten Einstufungen und Kennzeichnungen gegeben, die auch die in Tabelle 3 aufgeführten Informationen je Eintrag und entsprechenden Einstufungen und Gefahrenhinweise umfasst.

In Teil 2 dieses Anhangs werden allgemeine Grundsätze für die Vorbereitung der Dossiers festgelegt, mit denen eine harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen auf Unionsebene vorgeschlagen und begründet wird.

In Teil 3 dieses Anhangs sind gefährliche Stoffe aufgeführt, für die eine harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung auf Unionsebene erstellt wurde. Die Einstufungen und Kennzeichnungen in Tabelle 3 beruhen auf den Kriterien in Anhang I dieser Verordnung.

▼B

1.   TEIL 1: EINFÜHRUNG ZUR LISTE DER HARMONISIERTEN EINSTUFUNGEN UND KENNZEICHNUNGEN

1.1.   Informationen je Eintrag

1.1.1.   Nummerierung der Einträge und Identifizierung eines Stoffes

1.1.1.1.   Indexnummern

Die Einträge in Teil 3 sind nach der Ordnungszahl des Elements geordnet, das für die Eigenschaften des jeweiligen Stoffes am kennzeichnendsten ist. Organische Stoffe wurden aufgrund ihrer Vielfältigkeit in Klassen eingeordnet. Die Indexnummer der einzelnen Stoffe besteht aus einer Zeichensequenz nach dem Muster ABC-RST-VW-Y. ABC entspricht der Ordnungszahl des Elements bzw. der organischen Gruppe, das bzw. die am kennzeichnendsten für das Molekül ist. RST ist die laufende Nummer des Stoffes in der ABC-Reihe. VW gibt die Form an, in der der Stoff hergestellt oder in den Verkehr gebracht wird. Y ist die Kontrollziffer, die nach der zehnstelligen ISBN-Methode berechnet wird. Diese Nummer ist in der Spalte „Index No“ angegeben.

1.1.1.2.   EG-Nummer

Die EG-Nummer, d. h. die EINECS-, ELINCS- oder NLP-Nummer, ist die offizielle Nummer des Stoffes in der Europäischen Union. Die EINECS-Nummer kann dem Europäischen Verzeichnis der auf dem Markt vorhandenen chemischen Stoffe (EINECS) ( 17 ) entnommen werden. Die ELINCS-Nummer kann der Europäischen Liste der angemeldeten chemischen Stoffe (in der aktuellen Ausgabe) entnommen werden (EUR 22543 EN, Amt für Amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, 1997, ISBN 1018-5593). Die NLP-Nummer kann der Liste „No-longer-polymers“ (in der aktuellen Ausgabe) entnommen werden (Amt für Amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, 1997, ISBN 92-827-8995-0). Bei der EG-Nummer handelt es sich um ein System siebenstelliger Nummern nach dem Muster XXX-XXX-X, das bei 200-001-8 (EINECS), 400-010-9 (ELINCS) und 500-001-0 (NLP) beginnt. Diese Nummer ist in der Spalte „EC No“ angegeben.

1.1.1.3.   CAS-Nummer

Ferner wird die CAS-Nummer (Chemical Abstracts Service) angegeben, um den Eintrag leichter identifizieren zu können. Es sei darauf hingewiesen, dass ein und dieselbe EINECS-Nummer Stoffe sowohl in ihrer wasserfreien Form als auch in ihrer Hydratform beinhaltet, während es dafür häufig unterschiedliche CAS-Nummern gibt. Die angegebene CAS-Nummer bezeichnet lediglich die wasserfreie Form und beschreibt deshalb den Eintrag nicht immer mit der gleichen Genauigkeit wie die EINECS-Nummer. Diese Nummer ist in der Spalte „CAS No“ angegeben.

1.1.1.4.    ►M18  Chemische Bezeichnung ◄

Gefährliche Stoffe werden nach Möglichkeit mit ihren IUPAC-Namen bezeichnet. In EINECS, ELINCS oder in der Liste „No-longer-polymers“ aufgeführte Stoffe werden mit den dort verwendeten Namen bezeichnet. In einigen Fällen sind auch andere Namen, wie z. B. der Trivialname oder der gebräuchliche Name, angegeben. Pflanzenschutzmittel und Biozidwirkstoffe werden nach Möglichkeit mit ihren ISO-Namen bezeichnet.

▼C4

Verunreinigungen, Zusatzstoffe und unbedeutende Bestandteile werden normalerweise nicht angegeben, es sei denn, sie haben einen wesentlichen Einfluss auf die Einstufung des Stoffes.

▼B

Bei einigen Stoffen wird der spezifische Reinheitsgrad prozentual angegeben. Stoffe mit einem höheren Gehalt an Wirkstoffen (z. B. organische Peroxide) als dieser Prozentanteil werden nicht in den Eintrag in Teil 3 aufgenommen und können andere gefährliche Eigenschaften haben (z. B. Explosionsgefahr); sie sollten entsprechend eingestuft und gekennzeichnet werden.

Stoffspezifische Konzentrationsgrenzen beziehen sich auf den Stoff bzw. die Stoffe des Eintrags. Insbesondere bei Einträgen, bei denen es sich um Mischungen von Stoffen oder um Stoffe mit prozentualer Angabe des spezifischen Reinheitsgrades handelt, beziehen sich die Konzentrationsgrenzen nicht auf den reinen, sondern auf den in Teil 3 beschriebenen Stoff.

Für in Teil 3 aufgeführte Stoffe hat der auf dem Kennzeichnungsetikett zu verwendende Stoffname einer der Bezeichnungen zu entsprechen, die dort angegeben sind. Bei bestimmten Stoffen wurden zur leichteren Identifizierung des Stoffes zusätzliche Angaben in eckigen Klammern angefügt. Diese zusätzlichen Informationen brauchen nicht in das Kennzeichnungsetikett aufgenommen zu werden.

Bestimmte Einträge enthalten einen Verweis auf Verunreinigungen; in diesen Fällen steht hinter dem Namen des Stoffes folgender Wortlaut: „(enthält ≥xx % Verunreinigungen)“. Der Verweis in Klammern gilt dann als Bestandteil des Namens und muss in das Kennzeichnungsetikett aufgenommen werden.

1.1.1.5.   Einträge für Stoffgruppen

Es werden eine Reihe von Gruppeneinträgen in Teil 3 aufgenommen. In diesen Fällen gelten die Vorschriften für die Einstufung und Kennzeichnung für alle von der Beschreibung erfassten Stoffe.

In einigen Fällen gibt es Einstufungs- und Kennzeichnungsanforderungen für bestimmte Stoffe eines Gruppeneintrags. Dann erfolgt für diesen Stoff ein eigener Eintrag in Anhang VI Teil 3, und beim Gruppeneintrag wird der Vermerk „mit Ausnahme der an einer anderen Stelle dieses Anhangs genannten Stoffe“ hinzugefügt.

In einigen Fällen können bestimmte Stoffe in verschiedenen Gruppeneinträgen erwähnt sein. In diesen Fällen entspricht die Einstufung des Stoffes derjenigen beider Gruppeneinträge. Sind für dieselbe Gefahr verschiedene Einstufungen angegeben, so ist die strengere Einstufung zu verwenden.

Einträge in Teil 3 für Salze (unter jeder Bezeichnung) gelten sowohl für Salze in wasserfreier Form als auch in Hydratform, sofern nicht etwas anderes festgelegt ist.

Bei Einträgen, die mehr als vier einzelne Stoffe umfassen, werden die EG- oder CAS-Nummern in der Regel nicht angegeben.

▼M15

1.1.2.   Informationen über die Einstufung und Kennzeichnung der einzelnen Einträge in Tabelle 3

▼C4

1.1.2.1.   Einstufungskodierungen

1.1.2.1.1.    Kodierungender Gefahrenklassen und Gefahrenkategorien

▼B

Die Einstufung für die einzelnen Einträge basiert auf den Kriterien des Anhangs I gemäß Artikel 13 Buchstabe a und wird in Form von Abkürzungen dargestellt, die für die Gefahrenklasse und die Gefahrenkategorie oder Gefahrenkategorien/-unterklassen/-typen innerhalb dieser Gefahrenklasse stehen.

Die Gefahrenklassen und die für die einzelnen Gefahrenkategorien einer Klasse verwendeten Abkürzungen sind in Tabelle 1.1 angegeben.

▼C1



Tabelle 1.1

Gefahrenklasse

►C4  Kodierungen der Gefahrenklassen und Gefahrenkategorien ◄

Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff

Unst. Expl.

Expl. 1.1

Expl. 1.2

Expl. 1.3

Expl. 1.4

Expl. 1.5

Expl. 1.6

▼M4

Entzündbare Gase

Flam. Gas 1

Flam. Gas 2

Chem. Unst. Gas A

Chem. Unst. Gas B

Aerosole

Aerosol 1

Aerosol 2

Aerosol 3

▼C1

Oxidierende Gase

Ox. Gas 1

Gase unter Druck

Press. Gas (*1)

Entzündbare Flüssigkeiten

Flam. Liq. 1

Flam. Liq. 2

Flam. Liq. 3

Entzündbare Feststoffe

Flam. Sol. 1

Flam. Sol. 2

Selbstzersetzliche Stoffe oder Gemische

Self-react. A

Self-react. B

Self-react. CD

Self-react. EF

Self-react. G

Pyrophore Flüssigkeiten

Pyr. Liq. 1

Pyrophore Feststoffe

Pyr. Sol. 1

Selbsterhitzungsfähige Stoffe oder Gemische

Self-heat. 1

Self-heat. 2

►C4  Stoffe oder Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln ◄

Water-react. 1

Water-react. 2

Water-react. 3

Oxidierende Flüssigkeiten

Ox. Liq. 1

Ox. Liq. 2

Ox. Liq. 3

Oxidierende Feststoffe

Ox. Sol. 1

Ox. Sol. 2

Ox. Sol. 3

Organische Peroxide

Org. Perox. A

Org. Perox. B

Org. Perox. CD

Org. Perox. EF

Org. Perox. G

►C4  Korrosiv gegenüber Metallen ◄

Met. Corr. 1

Akute Toxizität

Acute Tox. 1

Acute Tox. 2

Acute Tox. 3

Acute Tox. 4

▼M12

Ätzwirkung auf die Haut/Hautreizung

Skin Corr. 1

Skin Corr. 1A

Skin Corr. 1 B

Skin Corr. 1C

Skin Irrit. 2

▼C1

Schwere Augenschädigung/Augenreizung;

Eye Dam. 1

Eye Irrit. 2

Sensibilisierung der Atemwege/Haut

►M2   ►C3  Resp. Sens. 1, 1A, 1B ◄  ◄

►M2   ►C3  Skin Sens. 1, 1A, 1B ◄  ◄

Keimzell-Mutagenität

Muta. 1A

Muta. 1B

Muta. 2

Karzinogenität

Carc. 1A

Carc. 1B

Carc. 2

Reproduktionstoxizität

Repr. 1A

Repr. 1B

Repr. 2

Lact.

Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition)

STOT SE 1

STOT SE 2

STOT SE 3

Spezifische Zielorgan-Toxizität (wiederholte Exposition)

STOT RE 1

STOT RE 2

Aspirationsgefahr

Asp. Tox. 1

Gewässergefährdend

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

Aquatic Chronic 2

Aquatic Chronic 3

Aquatic Chronic 4

Schädigt die Ozonschicht

►M2   ►C3  Ozone 1 ◄  ◄

(*1)   Siehe Anmerkung U in Abschnitt 1.1.3.

▼C4

1.1.2.1.2.    Kodierungender Gefahrenhinweise

▼M4

Die gemäß Artikel 13 Buchstabe b zugeordneten Gefahrenhinweise werden gemäß Anhang III angegeben. Darüber hinaus werden dem dreistelligen Gefahrenhinweis-Code bei bestimmten Gefahrenhinweisen Buchstaben zur weiteren Differenzierung angefügt. Es werden die nachstehenden zusätzlichen Codes verwendet:

▼B



H350i

Kann bei Einatmen Krebs erzeugen.

H360F

Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

H360D

Kann das Kind im Mutterleib schädigen.

H361f

Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

H361d

Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen.

H360FD

Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Kann das Kind im Mutterleib schädigen.

H361fd

Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen.

H360Fd

Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen.

H360Df

Kann das Kind im Mutterleib schädigen. Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

▼C4

1.1.2.2.    Kennzeichnungskodierungen

▼B

In der Kennzeichnungsspalte werden die folgenden Elemente aufgeführt:

▼C4

i) 

die Kodierungen der Gefahrenpiktogramme gemäß Anhang V und in Übereinstimmung mit den Rangfolgevorschriften in Artikel 26;

ii) 

die Signalwortkodierung „Gef.“ für „Gefahr“ oder „Achtg.“ für „Achtung“ in Übereinstimmung mit den Rangfolgevorschriften in Artikel 20 Absatz 3;

iii) 

die Kodierungen der Gefahrenhinweise gemäß Anhang III und entsprechend der Einstufung;

iv) 

die Kodierungen für die ergänzenden Hinweise gemäß Anhang II Teil 1, die in Übereinstimmung mit Artikel 25 Absatz 1 und den Vorschriften in Anhang II Teil 1 zugeordnet werden.

▼M15

1.1.2.3.    Spezifische Konzentrationsgrenzwerte, Multiplikationsfaktoren und Schätzwerte Akuter Toxizität (ATE)

Im Falle einer Abweichung von den allgemeinen Konzentrationsgrenzwerten des Anhangs I werden für eine bestimmte Kategorie spezifische Konzentrationsgrenzwerte in einer eigenen Spalte zusammen mit der betreffenden Einstufung unter Verwendung der Codes nach Abschnitt 1.1.2.1.1 aufgeführt. In derselben Spalte der Tabelle 3 sind auch harmonisierte ATE angegeben. Hersteller, Einführer oder nachgeschaltete Anwender müssen die spezifischen Konzentrationsgrenzwerte und die harmonisierten ATE für die Einstufung eines diesen Stoff enthaltenden Gemisches verwenden. Wenn ein ATE angewandt wird, ist die Additivitätsformel gemäß Anhang I Abschnitt 3.1.3.6 zu verwenden. Sind für eine bestimmte Kategorie in diesem Anhang keine spezifischen Konzentrationsgrenzwerte angegeben, gelten für die Einstufung von Stoffen, die Verunreinigungen, Zusatzstoffe und einzelne Bestandteile enthalten, und für Gemische die allgemeinen Konzentrationsgrenzwerte von Anhang I. Wenn harmonisierte ATE-Werte für akute Toxizität fehlen, ist der korrekte Wert anhand der verfügbaren Daten festzustellen.

Sofern nicht anders angegeben, sind die aufgeführten Konzentrationsgrenzwerte als Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht des Gemisches, zu verstehen.

Für den Fall, dass ein Multiplikationsfaktor (M-Faktor) für Stoffe harmonisiert wurde, die als gewässergefährdend in die Kategorie „Aquatic Acute 1“ oder „Aquatic Chronic 1“ eingestuft sind, wird dieser M-Faktor in Tabelle 3 in derselben Spalte wie die spezifischen Konzentrationsgrenzwerte angegeben. Falls ein M-Faktor für die Kategorie „Aquatic Acute 1“ oder für die Kategorie „Aquatic Chronic 1“ harmonisiert wurde, ist jeder M-Faktor in derselben Zeile aufzuführen wie seine entsprechende Differenzierung. Wird in Tabelle 3 ein einziger M-Faktor angegeben und ist der Stoff in die Kategorien „Aquatic Acute 1“ und „Aquatic Chronic 1“ eingestuft, so ist dieser M-Faktor vom Hersteller, Einführer oder nachgeschalteten Anwender für die Einstufung eines diesen Stoff enthaltenden Gemisches aufgrund seiner akuten und langfristigen Gewässergefährdung mithilfe der Summierungsmethode zu verwenden. Ist in Tabelle 3 kein M-Faktor angegeben, wird er auf der Grundlage der für den Stoff verfügbaren Daten vom Hersteller, Einführer oder nachgeschalteten Anwender festgelegt. Zur Festlegung und Verwendung des M-Faktors siehe Anhang I Abschnitt 4.1.3.5.5.5.

▼B

1.1.3.   Einem Eintrag zugeordnete Anmerkungen

Die Anmerkung/-en, die einem Eintrag zugeordnet ist/sind, ist/sind in der Spalte „Notes“ aufgeführt. Der Inhalt der Anmerkungen lautet wie folgt:

1.1.3.1.   Anmerkungen zur Identifizierung, Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen

Anmerkung A:

Der Name des Stoffes muss auf dem Kennzeichnungsetikett mit einer der in der Liste des Teils 3 aufgeführten Bezeichnungen angegeben werden.

In einigen Fällen wird in Teil 3 eine allgemeine Beschreibung wie „…verbindungen“ oder „…salze“ verwendet. In diesem Fall muss der Lieferant auf dem Kennzeichnungsetikett den korrekten Namen angeben und dabei Abschnitt 1.1.1.4. gebührend beachten.

Anmerkung B:

Manche Stoffe (Säuren, Basen usw.) werden als wässrige Lösungen in unterschiedlichen Konzentrationen in Verkehr gebracht; dies erfordert auch eine unterschiedliche Einstufung und Kennzeichnung, da von den verschiedenen Konzentrationen unterschiedliche Gefahren ausgehen können.

In Teil 3 haben Einträge mit der Anmerkung B allgemeine Bezeichnungen wie „Salpetersäure ... %“.

In diesem Fall muss der Lieferant die Konzentration in Prozent auf dem Kennzeichnungsetikett angeben. Unter % ist ohne anderslautende Angabe stets der Gewichtsprozentsatz zu verstehen.

Anmerkung C:

Manche organischen Stoffe können entweder in einer genau definierten isomeren Form oder als Gemisch mehrerer Isomere in Verkehr gebracht werden.

▼C4

In diesem Fall muss der Lieferant auf dem Kennzeichnungsetikett angeben, ob es sich um ein bestimmtes Isomer oder um ein Isomerengemisch handelt.

▼B

Anmerkung D:

Bestimmte Stoffe, die spontan polymerisieren oder sich zersetzen können, werden normalerweise in stabilisierter Form in Verkehr gebracht. Sie werden in dieser Form in Teil 3 aufgeführt.

Allerdings werden solche Stoffe manchmal auch in nicht stabilisierter Form in Verkehr gebracht. In diesem Fall muss der Lieferant auf dem Kennzeichnungsetikett nach dem Namen des Stoffes die Bezeichnung „nicht stabilisiert“ anfügen.

▼M15 —————

▼B

Anmerkung F:

Dieser Stoff kann einen Stabilisator enthalten. Wenn dieser Stabilisator die mit der Einstufung in Teil 3 angegebenen gefährlichen Eigenschaften des Stoffes verändert, so sollten die Einstufung und die Kennzeichnung des Stoffes in Übereinstimmung mit den Vorschriften für die Einstufung und Kennzeichnung gefährlicher Gemische vorgenommen werden.

Anmerkung G:

Diese Stoffe können in einer explosionsgefährlichen Form in Verkehr gebracht werden. In diesem Fall müssen die explosiven Eigenschaften durch entsprechende Prüfmethoden bestimmt werden. Die Einstufung und die Kennzeichnung müssen einen entsprechenden Hinweis auf diese Eigenschaften enthalten.

▼M2 —————

▼B

Anmerkung J:

Die Einstufung als karzinogen oder keimzellmutagen ist nicht zwingend, wenn nachgewiesen werden kann, dass der Stoff weniger als 0,1 Gewichtsprozent Benzol (EINECS-Nr. 200-753-7) enthält. Diese Anmerkung gilt nur für bestimmte komplexe Kohlen- und Ölderivate in Teil 3.

▼M15

Anmerkung K:

Die Einstufung als karzinogen oder keimzellmutagen ist nicht zwingend, wenn nachgewiesen werden kann, dass der Stoff weniger als 0,1 Gewichtsprozent 1,3-Butadien (Einecs-Nr. 203-450-8) enthält. Wird der Stoff nicht als karzinogen oder keimzellmutagen eingestuft, so sind zumindest die Sicherheitshinweise (P102-)P210-P403 anzuwenden. Diese Anmerkung gilt nur für bestimmte komplexe Ölderivate in Teil 3.

▼B

Anmerkung L:

Die Einstufung als karzinogen ist nicht zwingend, wenn nachgewiesen werden kann, dass der Stoff weniger als 3 % DMSO-Extrakt, gemessen nach dem Verfahren IP 346 („Bestimmung der polyzyklischen Aromate in nicht verwendeten Schmierölen und asphaltenfreien Erdölfraktionen — Dimethylsulfoxid-Extraktion-Brechungsindex-Methode“, Institute of Petroleum, London), enthält. Diese Anmerkung gilt nur für bestimmte komplexe Ölderivate in Teil 3.

Anmerkung M:

Die Einstufung als karzinogen ist nicht zwingend, wenn nachgewiesen werden kann, dass der Stoff weniger als 0,005 Gewichtsprozent Benzo[a]pyren (EINECS-Nr. 200-028-5) enthält. Diese Anmerkung gilt nur für bestimmte komplexe Kohlenderivate in Teil 3.

Anmerkung N:

Die Einstufung als karzinogen ist nicht zwingend, wenn der ganze Raffinationsprozess bekannt ist und nachgewiesen werden kann, dass der Ausgangsstoff nicht karzinogen ist. Diese Anmerkung gilt nur für bestimmte komplexe Ölderivate in Teil 3.

▼M15

Anmerkung P:

Die Einstufung als karzinogen oder keimzellmutagen ist nicht zwingend, wenn nachgewiesen werden kann, dass der Stoff weniger als 0,1 Gewichtsprozent Benzol (Einecs-Nr. 200-753-7) enthält.

Ist der Stoff nicht als karzinogen eingestuft, so sind zumindest die Sicherheitshinweise (P102-)P260-P262-P301 + P310-P331 anzuwenden.

Diese Anmerkung gilt nur für bestimmte komplexe Ölderivate in Teil 3.

▼B

Anmerkung Q:

Die Einstufung als karzinogen ist nicht zwingend, wenn nachgewiesen werden kann, dass der Stoff eine der nachstehenden Bedingungen erfüllt:

— 
Mit einem Kurzzeit-Inhalationsbiopersistenztest wurde nachgewiesen, dass die gewichtete Halbwertszeit der Fasern mit einer Länge von über 20 μm weniger als 10 Tage beträgt.
— 
Mit einem Kurzzeit-Intratrachealbiopersistenztest wurde nachgewiesen, dass die gewichtete Halbwertszeit der Fasern mit einer Länge von über 20 μm weniger als 40 Tage beträgt.
— 
Bei einem geeigneten Intraperitonealtest ergaben sich keine Belege für übermäßige Karzinogenität.
— 
Bei einem geeigneten Langzeit-Inhalationstest blieben eine relevante Pathogenität oder neoplastische Veränderungen aus.

Anmerkung R:

Die Einstufung als karzinogen ist nicht zwingend für Fasern, bei denen der längengewichtete mittlere geometrische Durchmesser abzüglich der zweifachen geometrischen Standardabweichung größer ist als 6 μm.

▼M15

Anmerkung S:

Für diesen Stoff ist gegebenenfalls kein Kennzeichnungsetikett gemäß Artikel 17 erforderlich (siehe Anhang I Abschnitt 1.3) (Tabelle 3).

▼B

Anmerkung T:

Dieser Stoff kann in einer Form in Verkehr gebracht werden, die nicht die physikalischen Eigenschaften aufweist, wie im Einstufungseintrag in Teil 3 angegeben. Wenn die Ergebnisse der einschlägigen Methode/-n gemäß der Verordnung (EG) Nr. 440/2008 zeigen, dass die betreffende Form des in Verkehr gebrachten Stoffes diese physikalische/-n Eigenschaft/-en nicht aufweist, ist der Stoff gemäß den Ergebnissen dieser Prüfung/-en einzustufen. In das Sicherheitsdatenblatt sind die betreffenden Informationen aufzunehmen, einschließlich der Nennung der einschlägigen Prüfmethode/-n.

▼M15

Anmerkung U (Tabelle 3):

▼M12

Beim Inverkehrbringen müssen die Gase als „Gase unter Druck“ in eine der Gruppen der verdichteten Gase, der verflüssigten Gase, der tiefgekühlten Gase oder der gelösten Gase eingestuft werden. Die Zuordnung zu einer Gruppe hängt vom Aggregatzustand ab, in dem das Gas verpackt wird, und muss deshalb von Fall zu Fall entschieden werden. Folgende Kodierungen werden zugewiesen:

Press. Gas (Comp.)
Press. Gas (Liq.)
Press. Gas (Ref. Liq.)
Press. Gas (Diss.)

Aerosole dürfen nicht als Gase unter Druck eingestuft werden (vgl. Anhang I Teil 2 Abschnitt 2.3.2.1 Anmerkung 2).

▼B

1.1.3.2.   Anmerkungen zur Einstufung und Kennzeichnung von Gemischen

▼M15

Anmerkung 1:

Die angegebenen Konzentrationen oder — bei Fehlen einer entsprechenden Angabe — die in dieser Verordnung festgelegten allgemeinen Konzentrationen sind als Gewichtsprozent des Metalls, bezogen auf das Gesamtgewicht des Gemisches, zu verstehen.

▼B

Anmerkung 2:

Die angegebenen Konzentrationen der Isocyanate sind als Gewichtsprozent des freien Monomers, bezogen auf das Gesamtgewicht des Gemisches, zu verstehen.

Anmerkung 3:

Die angegebenen Konzentrationen sind als Gewichtsprozent der in Wasser gelösten Chromationen, bezogen auf das Gesamtgewicht des Gemisches, zu verstehen.

Anmerkung 5:

Die Konzentrationsgrenzwerte für gasförmige Gemische werden in Volumenprozent angegeben.

Anmerkung 7:

Legierungen, die Nickel enthalten, werden als hautsensibilisierend eingestuft, wenn die Freisetzung 0,5  μg Ni/cm2/Woche, gemessen mit Hilfe des Europäischen Standardreferenzprüfverfahrens EN 1811, übersteigt.

▼M15

Anmerkung 8:

Die Einstufung als karzinogen ist nicht zwingend, wenn nachgewiesen werden kann, dass die theoretische Höchstkonzentration an freisetzbarem Formaldehyd, unabhängig von der Quelle, in dem in Verkehr gebrachten Gemisch weniger als 0,1 % beträgt.

Anmerkung 9:

Die Einstufung als keimzellmutagen ist nicht zwingend, wenn nachgewiesen werden kann, dass die theoretische Höchstkonzentration an freisetzbarem Formaldehyd, unabhängig von der Quelle, in dem in Verkehr gebrachten Gemisch weniger als 1 % beträgt.

▼M15

1.2.   Einstufungen und Gefahrenhinweise in Tabelle 3 infolge der Umwandlung von Einstufungen gemäß Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG

1.2.1.   Mindesteinstufung

Für bestimmte Gefahrenklassen, darunter akute Toxizität und spezifische Zielorgan-Toxizität (wiederholte Exposition), entspricht die Einstufung gemäß den Kriterien der Richtlinie 67/548/EWG nicht direkt der Einstufung in eine Gefahrenklasse und -kategorie gemäß dieser Verordnung. In diesen Fällen gilt die Einstufung in diesem Anhang als Mindesteinstufung. Diese Einstufung gilt, wenn keine der nachstehenden Bedingungen gegeben ist:

— 
Der Hersteller oder Einführer hat Zugang zu in Anhang I Teil 1 genannten Daten oder anderen Informationen, die zur Einstufung in eine im Vergleich zur Mindesteinstufung strengere Kategorie führen. Dann gilt die strengere Einstufung in die höhere Kategorie.
— 
Die Mindesteinstufung kann auf der Grundlage der Umwandlungstabelle in Anhang VII weiter verfeinert werden, wenn dem Hersteller oder Importeur der Aggregatzustand des bei der Prüfung auf akute Inhalationstoxizität verwendeten Stoffes bekannt ist. Die sich aus Anhang VII ergebende Einstufung tritt dann an die Stelle der in diesem Anhang angegebenen Mindesteinstufung, falls sie von dieser abweicht.

Die Mindesteinstufung in Bezug auf eine Kategorie ist in Tabelle 3 in der Spalte „Einstufung“ durch „*“ gekennzeichnet.

Das Zeichen „*“ ist auch in der Spalte „Spezifische Konzentrationsgrenzwerte und M-Faktoren und ATE“ zu finden, wo es anzeigt, dass für den betreffenden Eintrag bestimmte Konzentrationsgrenzwerte für akute Toxizität gemäß der Richtlinie 67/548/EWG gelten. Die Konzentrationsgrenzwerte können allerdings nicht in Konzentrationsgrenzwerte dieser Verordnung umgewandelt werden, was insbesondere im Fall einer Mindesteinstufung ausgeschlossen ist. Wenn das Zeichen „*“ angegeben wird, ist der Einstufung dieses Eintrags als akut toxisch dennoch besondere Beachtung beizumessen.

1.2.2.   Expositionsweg kann nicht ausgeschlossen werden

Für bestimmte Gefahrenklassen, z. B. STOT, sollte der Expositionsweg im Gefahrenhinweis nur dann angegeben werden, wenn schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr gemäß den Kriterien des Anhangs I bei keinem anderen Expositionsweg besteht. Gemäß der Richtlinie 67/548/EWG wurde der Expositionsweg für Einstufungen als R48 angegeben, wenn Daten vorlagen, die eine Einstufung für diesen Expositionsweg rechtfertigten. Die Einstufung gemäß der Richtlinie 67/548/EWG, bei der der Expositionsweg angegeben ist, wurde in die entsprechende Klasse und Kategorie gemäß dieser Verordnung umgewandelt, jedoch mit einem allgemeinen Gefahrenhinweis ohne Angabe des Expositionswegs, da die erforderlichen Informationen nicht verfügbar sind.

Diese Gefahrenhinweise sind in Tabelle 3 durch „**“ gekennzeichnet.

1.2.3.   Gefahrenhinweise für die Reproduktionstoxizität

Die Gefahrenhinweise H360 und H361 zeigen an, dass aufgrund von Wirkungen auf die Fruchtbarkeit und/oder die Entwicklung allgemeiner Anlass zur Besorgnis besteht: „Kann/Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Kind im Mutterleib schädigen.“ Den Kriterien zufolge kann der allgemeine Gefahrenhinweis ersetzt werden durch den Gefahrenhinweis gemäß Abschnitt 1.1.2.1.2, der die konkrete Wirkung anzeigt, aufgrund deren Anlass zu Besorgnis besteht. Wenn die andere Differenzierung nicht erwähnt wird, so ist das darauf zurückzuführen, dass die Nachweise eine diesbezügliche Wirkung nicht belegen oder keine bzw. keine schlüssigen Daten vorliegen; für diese Differenzierung gelten die Verpflichtungen gemäß Artikel 4 Absatz 3.

Damit keine Informationen aus den harmonisierten Einstufungen für Wirkungen auf Fruchtbarkeit oder Entwicklung gemäß der Richtlinie 67/548/EWG verlorengehen, wurden die Einstufungen nur für Wirkungen übertragen, die bereits im Rahmen dieser Richtlinie eingestuft sind.

Diese Gefahrenhinweise sind in Tabelle 3 durch „***“ gekennzeichnet.

1.2.4.   Ordnungsgemäße Einstufung nach physikalischen Gefahren konnte nicht vorgenommen werden

Für einige Einträge konnte eine ordnungsgemäße Einstufung nach physikalischen Gefahren nicht vorgenommen werden, da keine ausreichenden Daten für die Anwendung der Einstufungskriterien dieser Verordnung zur Verfügung stehen. Der betreffende Eintrag kann einer anderen (auch höheren) Kategorie oder sogar einer anderen Gefahrenklasse als den angegebenen Kategorien oder Gefahrenklassen zugeordnet werden. Die ordnungsgemäße Einstufung ist durch Prüfungen zu bestätigen.

Die Einträge mit physikalischen Gefahren, die durch Prüfungen bestätigt werden müssen, werden in Tabelle 3 mit „****“ gekennzeichnet.

▼B

2.   TEIL 2: DOSSIERS FÜR HARMONISIERTE EINSTUFUNG UND KENNZEICHNUNG

In diesem Teil werden allgemeine Grundsätze für die Vorbereitung der Dossiers festgelegt, mit denen eine harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung vorgeschlagen und begründet wird.

Für Methodik und Format der Dossiers sind die einschlägigen Teile der Abschnitte 1, 2 und 3 des Anhangs I der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 zugrunde zu legen.

Für sämtliche Dossiers sind alle einschlägigen Informationen aus Registrierungsdossiers zu berücksichtigen und es können weitere verfügbare Informationen verwendet werden. Für Gefahrenmerkmale, die der Agentur noch nicht unterbreitet wurden, ist dem Dossier eine qualifizierte Studienzusammenfassung beizulegen.

Ein Dossier für die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung muss Folgendes enthalten:

— 
Vorschlag
Der Vorschlag umfasst die Identität des/der betreffenden Stoffe/-s und die vorgeschlagene harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung.
— 
Begründung der vorgeschlagenen Einstufung und Kennzeichnung
Die verfügbaren Informationen sind mit den Kriterien des Anhangs I Teile 2 bis 5 unter besonderer Berücksichtigung der allgemeinen Grundsätze in Teil 1 zu vergleichen und in dem Format, das in Teil B des Stoffsicherheitsberichts des Anhangs I der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 festgelegt ist, zu dokumentieren.
— 
Begründung für andere Wirkungen auf Gemeinschaftsebene
Für andere Wirkungen als karzinogene, keinzellmutagene, reproduktionstoxische und die Atemwege sensibilisierende Wirkungen muss begründet werden, dass ein Handeln auf Gemeinschaftsebene erforderlich ist. Dies gilt nicht für Wirkstoffe im Sinne der Richtlinie 91/414/EWG oder der Richtlinie 98/8/EG.

▼M15

3.   TEIL 3: TABELLE ZUR HARMONISIERTEN EINSTUFUNG UND KENNZEICHNUNG



Tabelle 3

Liste der harmonisierten Einstufungen und Kennzeichnungen gefährlicher Stoffe

▼M15

Index-Nr.

►M18  Chemische Bezeichnung ◄

EG-Nr.

CAS-Nr.

Einstufung

Kennzeichnung

►M18  Spezifische Konzentrationsgrenzen, M-Faktoren und ATE (*1)  ◄

Anmerkungen

Gefahrenklasse, Gefahrenkategorie und Gefahrenkodierung

Kodierung der Gefahrenhinweise

Piktogramm, Kodierung der Signalworte

Kodierung der Gefahrenhinweise

Kodierung der ergänzenden Gefahrenmerkmale

▼M16

001-001-00-9

Wasserstoff

215-605-7

1333-74-0

Flam. Gas 1

Press. Gas

H220

GHS02

GHS04

Dgr

H220

 

 

U

001-002-00-4

Lithiumaluminiumhydrid

240-877-9

16853-85-3

Water-react. 1

Skin Corr. 1A

H260

H314

GHS02

GHS05

Dgr

H260

H314

 

 

 

001-003-00-X

Natriumhydrid

231-587-3

7646-69-7

Water-react. 1

H260

GHS02

Dgr

H260

 

 

 

001-004-00-5

Calciumhydrid

232-189-2

7789-78-8

Water-react. 1

H260

GHS02

Dgr

H260

 

 

 

003-001-00-4

Lithium

231-102-5

7439-93-2

Water-react. 1

Skin Corr. 1B

H260

H314

GHS02

GHS05

Dgr

H260

H314

EUH014

 

 

003-002-00-X

n-Hexyllithium

404-950-0

21369-64-2

Water-react. 1

Pyr. Sol. 1

Skin Corr. 1A

H260

H250

H314

GHS02

GHS05

Dgr

H260

H250

H314

EUH014

 

 

003-003-00-5

(2-Methylpropyl)lithium;

Isobutyllithium

440-620-2

920-36-5

Water-react. 1

Pyr. Liq. 1

Skin Corr. 1A STOT SE 3

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H260

H250

H314

H336

H400

H410

GHS02

GHS05

GHS07

GHS09

Dgr

H260

H250

H314

H336

H410

EUH014

 

 

004-001-00-7

Beryllium

231-150-7

7440-41-7

Carc. 1B

Acute Tox. 2 * Acute Tox. 3 * STOT RE 1

Eye Irrit. 2

STOT SE 3

Skin Irrit. 2

Skin Sens. 1

H350i

H330

H301

H372 **

H319

H335

H315

H317

GHS06

GHS08

Dgr

H350i

H330

H301

H372 **

H319

H335

H315

H317

 

 

 

004-002-00-2

Berylliumverbindungen, ausgenommen Beryllium-Tonerdesilikate, und soweit in diesem Anhang nicht gesondert aufgeführt

Carc. 1B

Acute Tox. 2 * Acute Tox. 3 * STOT RE 1

Eye Irrit. 2

STOT SE 3

Skin Irrit. 2

Skin Sens. 1

Aquatic Chronic 2

H350i

H330

H301

H372 **

H319

H335

H315

H317

H411

GHS06

GHS08

GHS09

Dgr

H350i

H330

H301

H372 **

H319

H335

H315

H317

H411

 

 

A

004-003-00-8

Berylliumoxid

215-133-1

1304-56-9

Carc. 1B

Acute Tox. 2 * Acute Tox. 3 * STOT RE 1

Eye Irrit. 2

STOT SE 3

Skin Irrit. 2

Skin Sens. 1

H350i

H330

H301

H372 **

H319

H335

H315

H317

GHS06

GHS08

Dgr

H350i

H330

H301

H372 **

H319

H335

H315

H317

 

 

 

005-001-00-X

Bortrifluorid

231-569-5

7637-07-2

Press. Gas Acute Tox. 2 * Skin Corr. 1A

H330

H314

GHS04

GHS06

GHS05

Dgr

H330

H314

EUH014

 

U

005-002-00-5

Bortrichlorid

233-658-4

10294-34-5

Press. Gas Acute Tox. 2 * Acute Tox. 2 * Skin Corr. 1B

H330

H300

H314

GHS04

GHS06

GHS05

Dgr

H330

H300

H314

EUH014

 

U

005-003-00-0

Bortribromid

233-657-9

10294-33-4

Acute Tox. 2 * Acute Tox. 2 * Skin Corr. 1A

H330

H300

H314

GHS06

GHS05

Dgr

H330

H300

H314

EUH014

 

 

005-004-00-6

Trialkylborane, fest

Pyr. Sol. 1

Skin Corr. 1B

H250

H314

GHS02

GHS05

Dgr

H250

H314

 

 

A

005-004-01-3

Trialkylborane, flüssig

Pyr. Liq. 1

Skin Corr. 1B

H250

H314

GHS02

GHS05

Dgr

H250

H314

 

 

A

005-005-00-1

Trimethylborat

204-468-9

121-43-7

Flam. Liq. 3

Acute Tox. 4 *

H226

H312

GHS02

GHS07

Wng

H226

H312

 

 

 

005-006-00-7

Dibutylzinnhydrogenborat

401-040-5

75113-37-0

Repr. 1B Muta. 2

STOT RE 1

Acute Tox. 4 * Acute Tox. 4 * Eye Dam. 1

Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H360FD

H341

H372**

H312

H302

H318

H317

H400

H410

GHS05

GHS08

GHS07

GHS09

Dgr

H360FD

H341

H372**

H312

H302

H318

H317

H410

 

 

 

005-007-00-2

Borsäure [1];

Borsäure [2]

233-139-2 [1]

234-343-4 [2]

10043-35-3 [1]

11113-50-1 [2]

Repr. 1B

H360FD

GHS08

Dgr

H360FD

 

Repr.1B; H360FD: C ≥

5,5  %

 

005-008-00-8

Dibortrioxid;

Boroxid

215-125-8

1303-86-2

Repr. 1B

H360FD

GHS08

Dgr

H360FD

 

Repr.1B; H360FD:C ≥

3,1  %

 

005-009-00-3

Tetrabutylammoniumbutyltriphenylborat

418-080-4

120307-06-4

Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H317

H400

H410

GHS07

GHS09

Wng

H317

H410

 

 

 

005-010-00-9

N, N-Dimethylanilintetrakis-(pentafluorphenyl)borat

422-050-6

118612-00-3

Carc. 2

Acute Tox. 4 * Skin Irrit. 2

Eye Dam. 1

H351

H302

H315

H318

GHS08

GHS05

GHS07

Dgr

H351

H302

H315

H318

 

 

 

005-011-00-4

Dinatriumtetraborat, wasserfrei; Borsäure, Dinatriumsalz [1];Tetrabordinatriumheptaoxid, Hydrat [2];

Orthoborsäure, Natriumsalz [3]

215-540-4 [1]

235-541-3 [2]

237-560-2 [3]

1330-43-4 [1]

12267-73-1 [2]

13840-56-7 [3]

Repr. 1B

H360FD

GHS08

Dgr

H360FD

 

Repr. 1B; H360FD: C ≥

4,5  %

 

005-011-01-1

Dinatriumtetraborat-Decahydrat;

Boraxdecahydrat

215-540-4

1303-96-4

Repr. 1B

H360FD

GHS08

Dgr

H360FD

 

Repr.1B; H360FD: C ≥

8,5  %

 

005-011-02-9

Dinatriumtetraborat-Pentahydrat;

Boraxpentahydrat

215-540-4

12179-04-3

Repr. 1B

H360FD

GHS08

Dgr

H360FD

 

Repr.B; H360FD: C ≥ 6,5  %

 

005-012-00-X

Diethyl{4-[1,5,5-tris(4-diethylaminophenyl)penta-2,4-dienyliden]cyclohexa-2,5-dienyliden}ammoniumbutyltriphenylborat

418-070-1

141714-54-7

Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H317

H400

H410

GHS07

GHS09

Wng

H317

H410

 

 

 

005-013-00-5

Diethylmethoxyboran

425-380-9

7397-46-8

Pyr. Liq. 1

Acute Tox. 4 * Acute Tox. 4 * Acute Tox. 4 * STOT RE 2 * Skin Corr. 1B Skin Sens. 1

Aquatic Chronic 4

H250

H332

H312

H302

H373**

H314

H317

H413

GHS02

GHS05

GHS08

GHS07

Dgr

H250

H332

H312

H302

H373**

H314

H317

H413

 

 

 

005-014-00-0

4-Formylphenylboronsäure

438-670-5

87199-17-5

Skin Sens. 1

H317

GHS07

Wng

H317

 

 

 

005-015-00-6

1-Chlormethyl-4-fluor-1,4-diazoniabicyclo[2.2.2]octan-bis(tetrafluorborat)

414-380-4

140681-55-6

Acute Tox. 4 * Eye Dam. 1

Skin Sens. 1

Aquatic Chronic 3

H302

H318

H317

H412

GHS05

GHS07

Dgr

H302

H318

H317

H412

 

 

 

005-016-00-1

Tetrabutylammoniumbutyl-tris(4-tert-butylphenyl)borat

431-370-5

Aquatic Chronic 4

H413

H413

 

 

 

005-017-00-7

Natriumperborat [1];

Natriumperoxometaborat [2]

Natriumperoxoborat

[Gehalt an Partikeln mit aerodynamischem Durchmesser unter 50 μm < 0,1 Gewichtsprozent]

239-172-9 [1]

231-556-4 [2]

15120-21-5 [1]

7632-04-4 [2]

Ox. Sol. 2

Repr. 1B

Acute Tox. 4 * STOT SE 3

Eye Dam. 1

H272

H360Df

H302

H335

H318

GHS03

GHS05

GHS08

GHS07

Dgr

H272

H360Df

H302

H335

H318

 

Repr.1B; H360Df: C ≥9 %

Repr.1B; H360

D: 6,5  % ≤ C <9 %

Eye Dam. 1; H318: C ≥ 22 %

Eye Irrit. 2; H319: 14 % ≤ C < 22 %

 

005-017-01-4

Natriumperborat [1];

Natriumperoxometaborat [2]

Natriumperoxoborat

[Gehalt an Partikeln mit aerodynamischem Durchmesser unter 50 μm ≥ 0,1 Gewichtsprozent]

239-172-9 [1]

231-556-4 [2]

15120-21-5 [1]

7632-04-4 [2]

Ox. Sol. 2

Repr. 1B

Acute Tox. 3 * Acute Tox. 4 * STOT SE 3

Eye Dam. 1

H272

H360Df

H331

H302

H335

H318

GHS03

GHS06

GHS05

GHS08

Dgr

H272

H360Df

H331

H302

H335

H318

 

Repr. 1B; H360Df: C ≥

9 %

Repr. 1B; H360D: 6,5  %

≤ C < 9 %

Eye Dam. 1; H318: C ≥ 22 %

Eye Irrit. 2; H319: 14 % ≤ C < 22 %

 

005-018-00-2

Perborsäure (H3BO2(O2)), Mononatriumsalz-Trihydrat [1];

Perborsäure, Natriumsalz-Tetrahydrat [2];

Perborsäure (HBO(O2)), Natriumsalz-Tetrahydrat [3]

Natriumperoxoborat-Hexahydrat

[Gehalt an Partikeln mit aerodynamischem Durchmesser unter 50 μm < 0,1 Gewichtsprozent]

239-172-9 [1]

234-390-0 [2]

231-556-4 [3]

13517-20-9 [1]

37244-98-7 [2]

10486-00-7 [3]

Repr. 1B STOT SE 3

Eye Dam. 1

H360Df

H335

H318

GHS05

GHS08

GHS07

Dgr

H360Df

H335

H318

 

Repr. 1B; H360Df: C ≥ 14 %

Repr. 1B; H360D: 10 % ≤ C < 14 %

Eye Dam. 1; H318: C ≥ 36 %

Eye Irrit. 2; H319: 22 % ≤ C < 36 %

 

005-018-01-X

Perborsäure (H3BO2(O2)), Mononatriumsalz-Trihydrat [1];

Perborsäure, Natriumsalz-Tetrahydrat [2];

Perborsäure (HBO(O2)), Natriumsalz-Tetrahydrat [3]

Natriumperoxoborat-Hexahydrat

[Gehalt an Partikeln mit aerodynamischem Durchmesser unter 50 μm ≥ 0,1 Gewichtsprozent]

239-172-9 [1]

234-390-0 [2]

231-556-4 [3]

13517-20-9 [1]

37244-98-7 [2]

10486-00-7 [3]

Repr. 1B

Acute Tox. 4 * STOT SE 3

Eye Dam. 1

H360Df

H332

H335

H318

GHS05

GHS08

GHS07

Dgr

H360Df

H332

H335

H318

 

Repr. 1B; H360

Df: C ≥ 14 %

Repr. 1B; H360D: 10 % ≤ C < 14 %

Eye Dam. 1; H318: C ≥ 36 %

Eye Irrit. 2; H319: 22 % ≤ C < 36 %

 

005-019-00-8

Perborsäure, Natriumsalz [1];

Perborsäure, Natriumsalz- Monohydrat [2];

Perborsäure (HBO(O2)), Natriumsalz-Monohydrat [3]

Natriumperoxoborat

[Gehalt an Partikeln mit aerodynamischem Durchmesser unter 50 μm < 0,1 Gewichtsprozent]

234-390-0 [1]

234-390-0 [2]

231-556-4 [3]

11138-47-9 [1]

12040-72-1 [2]

10332-33-9 [3]

Ox. Sol. 3

Repr. 1B

Acute Tox. 4 * STOT SE 3

Eye Dam. 1

H272

H360Df

H302

H335

H318

GHS03

GHS05

GHS08

GHS07

Dgr

H272

H360Df

H302

H335

H318

 

Repr. 1B; H360Df: C ≥

9 %

Repr. 1B; H360D: 6,5  %

≤ C < 9 %

Eye Dam. 1; H318: C ≥ 22 %

Eye Irrit. 2; H319: 14 % ≤ C < 22 %

 

005-019-01-5

Perborsäure, Natriumsalz [1];

Perborsäure, Natriumsalz-Monohydrat [2];

Perborsäure (HBO(O2)), Natriumsalz-Monohydrat [3]

Natriumperoxoborat

[Gehalt an Partikeln mit aerodynamischem Durchmesser unter 50 μm ≥ 0,1 Gewichtsprozent]

234-390-0 [1]

234-390-0 [2]

231-556-4 [3]

11138-47-9 [1]

12040-72-1 [2]

10332-33-9 [3]

Ox. Sol. 3

Repr. 1B

Acute Tox. 3 * Acute Tox. 4 * STOT SE 3

Eye Dam. 1

H272

H360Df

H331

H302

H335

H318

GHS03

GHS06

GHS05

GHS08

Dgr

H272

H360Df

H331

H302

H335

H318

 

Repr. 1B; H360Df: C ≥

9 %

Repr. 1B; H360D: 6,5  %

≤ C < 9 %

Eye Dam. 1; H318: C ≥ 22 %

Eye Irrit. 2; H319: 14 % ≤ C < 22 %

 

▼M13

005-020-00-3

Dinatriumoctaborat wasserfrei; [1]

Dinatriumoctaborat Tetrahydrat [2]

234-541-0 [1]

234-541-0 [2]

12008-41-2 [1]

12280-03-4 [2]

Repr. 1B

H360FD

GHS08

Dgr

H360FD

 

 

 

▼M16

006-001-00-2

Kohlenstoffmonoxid;

Kohlenmonoxid;

Kohlenoxid

211-128-3

630-08-0

Flam. Gas 1

Press. Gas

Repr. 1A

Acute Tox. 3 * STOT RE 1

H220

H360D ***

H331

H372 **

GHS02

GHS04

GHS06

GHS08

Dgr

H220

H360D *** H331

H372 **

 

 

U

006-002-00-8

Phosgen;

Carbonylchlorid

200-870-3

75-44-5

Press. Gas Acute Tox. 2 * Skin Corr. 1B

H330

H314

GHS04

GHS06

GHS05

Dgr

H330

H314

 

 

U

006-003-00-3

Kohlenstoffdisulfid;

Schwefelkohlenstoff

200-843-6

75-15-0

Flam. Liq. 2

Repr. 2

STOT RE 1

Eye Irrit. 2

Skin Irrit. 2

H225

H361fd

H372 **

H319

H315

GHS02

GHS08

GHS07

Dgr

H225

H361fd

H372 **

H319

H315

 

Repr. 2; H361fd: C ≥ 1 %

STOT RE 1; H372: C ≥ 1 %

STOT RE 2; H373: 0,2  %

≤ C < 1 %

 

006-004-00-9

Calciumcarbid

200-848-3

75-20-7

Water-react. 1

H260

GHS02

Dgr

H260

 

 

T

006-005-00-4

Thiram (ISO);

Tetramethylthiuramdisulfid;

Bis(dimethyl-thiocarbamoyl)-disulfid

205-286-2

137-26-8

Acute Tox. 4 * Acute Tox. 4 * STOT RE 2 * Eye Irrit. 2

Skin Irrit. 2

Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H332

H302

H373 **

H319

H315

H317

H400

H410

GHS08

GHS07

GHS09

Wng

H332

H302

H373 **

H319

H315

H317

H410

 

M = 10

 

006-006-00-X

Cyanwasserstoff;

Cyanwasserstoffsäure;

Blausäuregas

200-821-6

74-90-8

Flam. Liq. 1

Acute Tox. 2 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H224

H330

H400

H410

GHS02

GHS06

GHS09

Dgr

H224

H330

H410

 

 

 

006-006-01-7

Cyanwasserstoff … %;

Cyanwasserstoffsäure … %;

Blausäure …%

200-821-6

74-90-8

Acute Tox. 2 * Acute Tox. 1

Acute Tox. 2 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H330

H310

H300

H400

H410

GHS06

GHS09

Dgr

H330

H310

H300

H410

 

 

B

006-007-00-5

Salze der Blausäure, ausgenommen komplexe Cyanide, z. B. Cyanoferrate (II) und (III) und Quecksilberoxidcyanid, und soweit in diesem Anhang nicht gesondert aufgeführt

Acute Tox. 2 * Acute Tox. 1

Acute Tox. 2 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H330

H310

H300

H400

H410

GHS06

GHS09

Dgr

H330

H310

H300

H410

EUH032

 

A

006-008-00-0

Antu (ISO);

1-(1-Naphthyl)-2-thioharnstoff

201-706-3

86-88-4

Acute Tox. 2 * Carc. 2

H300

H351

GHS06

GHS08

Dgr

H300

H351

 

 

 

006-009-00-6

1-Isopropyl-3-methylpyrazol-5-yldimethylcarbamat;

Isolan

204-318-2

119-38-0

Acute Tox. 1

Acute Tox. 2 *

H310

H300

GHS06

Dgr

H310

H300

 

 

 

006-010-00-1

5,5-Dimethyl-3-oxocyclohex-1-enyldimethylcarbamat; 5,5-Dimethyldihydroresorcindimethylcarbamat;

Dimetan

204-525-8

122-15-6

Acute Tox. 3 *

H301

GHS06

Dgr

H301

 

 

 

006-011-00-7

Carbaryl (ISO);

1-Naphthylmethylcarbamat

200-555-0

63-25-2

Carc. 2

Acute Tox. 4 * Acute Tox. 4 * Aquatic Acute 1

H351

H332

H302

H400

GHS08

GHS07

GHS09

Wng

H351

H332

H302

H400

 

M=100

 

006-012-00-2

Ziram (ISO);

Zinkbis(dimethyl-dithiocarbamat)

205-288-3

137-30-4

Acute Tox. 2 * Acute Tox. 4 * STOT RE 2 * STOT SE 3

Eye Dam. 1

Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H330

H302

H373 **

H335

H318

H317

H400

H410

GHS06

GHS08

GHS05

GHS09

Dgr

H330

H302

H373 **

H335

H318

H317

H410

 

M = 100

 

006-013-00-8

Metam-Natrium (ISO);

Natriummethyldithiocarbamat

205-293-0

137-42-8

Acute Tox. 4 * Skin Corr. 1B Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H302

H314

H317

H400

H410

GHS05

GHS07

GHS09

Dgr

H302

H314

H317

H410

EUH031

 

 

006-014-00-3

Nabam (ISO);

Dinatriumethylenbis(N, N'-dithiocarbamat)

205-547-0

142-59-6

Acute Tox. 4 * STOT SE 3

Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H302

H335

H317

H410

GHS07

GHS09

Wng

H302

H335

H317

H410

 

 

 

006-015-00-9

Diuron (ISO);

3-(3,4-Dichlorphenyl)-1,1-dimethylharnstoff

206-354-4

330-54-1

Carc. 2

Acute Tox. 4 * STOT RE 2 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H351

H302

H373**

H400

H410

GHS08

GHS07

GHS09

Wng

H351

H302

H373**

H410

 

M = 10

 

006-016-00-4

Propoxur (ISO);

2-Isopropoxyphenyl-N-methylcarbamat; 2-Isopropoxyphenylmethylcarbamat

204-043-8

114-26-1

Acute Tox. 3 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H301

H400

H410

GHS06

GHS09

Dgr

H301

H410

 

 

 

006-017-00-X

Aldicarb (ISO);

2-Methyl-2-(methylthio) propanal-O-(N-methylcarbamoyl)oxim

204-123-2

116-06-3

Acute Tox. 2 * Acute Tox. 2 * Acute Tox. 3 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H330

H300

H311

H400

H410

GHS06

GHS09

Dgr

H330

H300

H311

H410

 

 

 

006-018-00-5

Aminocarb (ISO);

4-Dimethylamino-3-tolylmethylcarbamat

217-990-7

2032-59-9

Acute Tox. 3 * Acute Tox. 3 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H311

H301

H400

H410

GHS06

GHS09

Dgr

H311

H301

H410

 

 

 

006-019-00-0

Diallat (ISO);

S-(2,3-Dichlorallyl)-N, N-diisopropylthiocarbamat

218-961-1

2303-16-4

Carc. 2

Acute Tox. 4 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H351

H302

H400

H410

GHS08

GHS07

GHS09

Wng

H351

H302

H410

 

 

 

006-020-00-6

Barban (ISO);

4-Chlor-2-butinyl(3-chlorphenyl)carbamat

202-930-4

101-27-9

Acute Tox. 4 * Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H302

H317

H400

H410

GHS07

GHS09

Wng

H302

H317

H410

 

 

 

006-021-00-1

Linuron (ISO);

3-(3,4-Dichlorphenyl)-1-methoxy-1-methylharnstoff

206-356-5

330-55-2

Repr. 1B Carc. 2

Acute Tox. 4 * STOT RE 2 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H360Df

H351

H302

H373 **

H400

H410

GHS08

GHS07

GHS09

Dgr

H360Df

H351

H302

H373 **

H410

 

 

 

006-022-00-7

Decarbofuran (ISO);

2,3-Dihydro-2-methylbenzofuran-7-ylmethylcarbamat

1563-67-3

Acute Tox. 3 * Acute Tox. 3 * Acute Tox. 3 *

H331

H311

H301

GHS06

Dgr

H331

H311

H301

 

 

 

006-023-00-2

Mercaptodimethur (ISO);

Methiocarb (ISO);

xylylmethylcarbamat;

3,5-Dimethyl-4- methylthiophenyl-N-methylcarbamat

217-991-2

2032-65-7

Acute Tox. 3 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H301

H400

H410

GHS06

GHS09

Dgr

H301

H410

 

 

 

006-024-00-8

Proxan-Natrium (ISO);

Natrium-O-isopropyldithiocarbonat;

Natrium-isopropyl-xanthogenat

205-443-5

140-93-2

Acute Tox. 4 * Skin Irrit. 2

Aquatic Chronic 2

H302

H315

H411

GHS07

GHS09

Wng

H302

H315

H411

 

 

 

006-025-00-3

Allethrin;

(RS)-3-Allyl-2-methyl-4-oxocyclopent-2-enyl(1RS,3RS;1RS,3SR)-2,2-dimethyl-3-(2-methylprop-1-enyl)cyclopropancarboxylat; Bioallethrin;

(RS)-3-Allyl-2-methyl-4-oxocyclopent-2-enyl(1R,3R)-2,2-dimethyl-3-(2-methylprop-1-enyl)cyclopropancarboxylat [1];

S-Bioallethrin [3];

(S)-3-Allyl-2-methyl-4-oxocyclopent-2-enyl(1R,3R)-2,2-dimethyl-3-(2-methylprop-1-enyl)cyclopropancarboxylat [2]

Esbiothrin; (RS)-3-Allyl-2-methyl-4-oxocyclopent-2-enyl(1R,3R)-2,2-dimethyl-3-(2-methylprop-1-enyl)cyclopropancarboxylat

209-542-4 [1]

249-013-5 [2]- [3]

584-79-2 [1]

28434-00-6 [2]

84030-86-4 [3]

Acute Tox. 4 * Acute Tox. 4 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H332

H302

H400

H410

GHS07

GHS09

Wng

H332

H302

H410

 

 

C

006-026-00-9

Carbofuran (ISO);

2,3-Dihydro-2,2-dimethylbenzofuran-7-ylmethylcarbamat

216-353-0

1563-66-2

Acute Tox. 2 * Acute Tox. 2 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H330

H300

H400

H410

GHS06

GHS09

Dgr

H330

H300

H410

 

 

 

006-028-00-X

Dinobuton (ISO);

2-sec-Butyl-4,6-dinitrophenylisopropylcarbonat

213-546-1

973-21-7

Acute Tox. 3 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H301

H400

H410

GHS06

GHS09

Dgr

H301

H410

 

 

 

006-029-00-5

Dioxacarb (ISO);

2-(1,3-Dioxolan-2-yl)phenyl-N-methylcarbamat

230-253-4

6988-21-2

Acute Tox. 3 * Aquatic Chronic 2

H301

H411

GHS06

GHS09

Dgr

H301

H411

 

 

 

006-030-00-0

EPTC (ISO);

S-Ethyldipropylthiocarbamat

212-073-8

759-94-4

Acute Tox. 4 *

H302

GHS07

Wng

H302

 

 

 

006-031-00-6

Formetanat (ISO);

3-[(EZ)-Dimethylaminomethylenamino]phenylmethylcarbamat

244-879-0

22259-30-9

Acute Tox. 2 * Acute Tox. 2 * Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H330

H300

H317

H400

H410

GHS06

GHS09

Dgr

H330

H300

H317

H410

 

 

 

006-032-00-1

Monolinuron (ISO);

3-(4-Chlorphenyl)-1-methoxy-1-methylharnstoff

217-129-5

1746-81-2

Acute Tox. 4 * STOT RE 2 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H302

H373 **

H400

H410

GHS08

GHS07

GHS09

Wng

H302

H373 **

H410

 

 

 

006-033-00-7

Metoxuron (ISO);

3-(3-Chlor-4-methoxyphenyl)-1,1-dimethylharnstoff

243-433-2

19937-59-8

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H400

H410

GHS09

Wng

H410

 

 

 

006-034-00-2

Pebulat (ISO);

N-Butyl-N-ethyl-S-propylthiocarbamat;

N-Butyl-N-ethyl-S-propylthiocarbamat

214-215-4

1114-71-2

Acute Tox. 4 * Aquatic Chronic 2

H302

H411

GHS07

GHS09

Wng

H302

H411

 

 

 

▼M13

006-035-00-8

Pirimicarb (ISO); 2-(Dimethylamino)-5,6-dimethylpyrimidin-4-yl dimethylcarbamat

245-430-1

23103-98-2

Carc. 2

Acute Tox. 3

Acute Tox. 3

Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1 Aquatic Chronic 1

H351

H331

H301

H317

H400

H410

GHS08

GHS06

GHS09

Dgr

H351

H331

H301

H317

H410

 

M = 10

M = 100

 

▼M16

006-036-00-3

Benzthiazuron (ISO);

1-Benzothiazol-2-yl-3-methylharnstoff

217-685-9

1929-88-0

Acute Tox. 4 *

H302

GHS07

Wng

H302

 

 

 

006-037-00-9

Promecarb (ISO);

3-Isopropyl-5- methylphenyl-N-methylcarbamat

3-Isopropyl-5-methylphenyl-

N-methylcarbamat

220-113-0

2631-37-0

Acute Tox. 3 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H301

H400

H410

GHS06

GHS09

Dgr

H301

H410

 

 

 

006-038-00-4

Sulfallat (ISO);

2-Chlorallyl-N, N-dimethyldithiocarbamat

202-388-9

95-06-7

Carc. 1B

Acute Tox. 4 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H350

H302

H400

H410

GHS08

GHS07

GHS09

Dgr

H350

H302

H410

 

 

 

006-039-00-X

Triallat (ISO);

S-2,3,3-Trichlorallyldiisopropylthiocarbamat

218-962-7

2303-17-5

Acute Tox. 4 * STOT RE 2 * Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H302

H373 **

H317

H400

H410

GHS08

GHS07

GHS09

Wng

H302

H373 **

H317

H410

 

 

 

006-040-00-5

3-Methylpyrazol-5-yl- dimethylcarbamat;

Monometilan

2532-43-6

Acute Tox. 3 * Acute Tox. 3 * Acute Tox. 3 *

H331

H311

H301

GHS06

Dgr

H331

H311

H301

 

 

 

006-041-00-0

Dimethylcarbamoylchlorid;

Dimethylcarbamidsäurechlorid

201-208-6

79-44-7

Carc. 1B

Acute Tox. 3 * Acute Tox. 4 * Eye Irrit. 2

STOT SE 3

Skin Irrit. 2

H350

H331

H302

H319

H335

H315

GHS06

GHS08

Dgr

H350

H331

H302

H319

H335

H315

 

Carc. 1B; H350: C ≥ 0,001  %

 

006-042-00-6

Monuron (ISO);

3-(4-Chlorphenyl)-1,1-dimethylharnstoff

205-766-1

150-68-5

Carc. 2

Acute Tox. 4 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H351

H302

H400

H410

GHS08

GHS07

GHS09

Wng

H351

H302

H410

 

 

 

006-043-00-1

3-(4-Chlorphenyl)-1,1-dimethyluroniumtrichloracetat

Monuron-TCA

140-41-0

Carc. 2

Eye Irrit. 2

Skin Irrit. 2

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H351

H319

H315

H400

H410

GHS08

GHS07

GHS09

Wng

H351

H319

H315

H410

 

 

 

▼M18

006-044-00-7

Isoproturon (ISO);

3-(4-Isopropylphenyl)-1,1-dimethylharnstoff

251-835-4

34123-59-6

Carc. 2

STOT RE 2

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H351

H373 (Blut)

H400

H410

GHS08

GHS09

Wng

H351

H373 (Blut)

H410

 

M = 10

M = 10

 

▼M16

006-045-00-2

Methomyl (ISO);

1-(Methylthio)ethylidenamino-N-methylcarbamat

240-815-0

16752-77-5

Acute Tox. 2 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H300

H400

H410

GHS06

GHS09

Dgr

H300

H410

 

M=100

 

▼M15

006-046-00-8

Bendiocarb (ISO);

2,2-Dimethyl-1,3-benzodioxol-4-yl-N-methylcarbamat;

2,2-Dimethyl-1,3-benzodioxol-4-yl-methylcarbamat

245-216-8

22781-23-3

Acute Tox. 3

Acute Tox. 3

Acute Tox. 2

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H331

H311

H300

H400

H410

GHS06

GHS09

Dgr

H331

H311

H300

H410

 

M = 10

M = 100

 

▼M16

006-047-00-3

Bufencarb (ISO);

Reaktionsmasse aus 3-(1-Methylbutyl)phenyl-N-methylcarbamat und 3-(1-Ethylpropyl)phenyl-N-methylcarbamat

8065-36-9

Acute Tox. 3 * Acute Tox. 3 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H311

H301

H400

H410

GHS06

GHS09

Dgr

H311

H301

H410

 

 

 

006-048-00-9

Ethiofencarb (ISO);

2-(Ethylthiomethyl)phenyl-N-methylcarbamat

249-981-9

29973-13-5

Acute Tox. 4 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H302

H400

H410

GHS07

GHS09

Wng

H302

H410

 

 

 

006-049-00-4

Dixanthogen;

O, O-Diethyldithiobis(thioformiat)

207-944-4

502-55-6

Acute Tox. 4 *

H302

GHS07

Wng

H302

 

 

 

006-050-00-X

1,1-Dimethyl-3-phenyluroniumtrichloracetat;

Fenuron-TCA

4482-55-7

Skin Irrit. 2

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H315

H400

H410

GHS07

GHS09

Wng

H315

H410

 

 

 

006-051-00-5

Ferbam (ISO);

Eisentris(dimethyldithiocarbamat)

238-484-2

14484-64-1

Eye Irrit. 2

STOT SE 3

Skin Irrit. 2

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H319

H335

H315

H400

H410

GHS07

GHS09

Wng

H319

H335

H315

H410

 

 

 

006-052-00-0

Formetanathydrochlorid;

3-(N, N-dimethylaminomethylenamino)phenyl-N-methylcarbamat

245-656-0

23422-53-9

Acute Tox. 2 * Acute Tox. 2 * Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H330

H300

H317

H400

H410

GHS06

GHS09

Dgr

H330

H300

H317

H410

 

 

 

006-053-00-6

Isoprocarb (ISO);

(2-Isopropylphenyl)-N-methylcarbamat;

o-Cumenylmethylcarbamat

220-114-6

2631-40-5

Acute Tox. 4 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H302

H400

H410

GHS07

GHS09

Wng

H302

H410

 

 

 

006-054-00-1

Mexacarbat (ISO);

3,5-Dimethyl-4-dimethylaminophenyl-N-methylcarbamat

206-249-3

315-18-4

Acute Tox. 2 * Acute Tox. 4 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H300

H312

H400

H410

GHS06

GHS09

Dgr

H300

H312

H410

 

 

 

006-055-00-7

Xylylcarb (ISO);

3,4-Dimethylphenyl-N-methylcarbamat;

3,4-Xylylmethylcarbamat; MPMC

219-364-9

2425-10-7

Acute Tox. 4 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H302

H400

H410

GHS07

GHS09

Wng

H302

H410

 

 

 

006-056-00-2

Metolcarb (ISO);

m-Tolylmethylcarbamat;

MTMC

214-446-0

1129-41-5

Acute Tox. 4 * Aquatic Chronic 2

H302

H411

GHS07

GHS09

Wng

H302

H411

 

 

 

006-057-00-8

Nitrapyrin (ISO);

2-Chlor-6-trichlormethylpyridin

217-682-2

1929-82-4

Acute Tox. 4 * Aquatic Chronic 2

H302

H411

GHS07

GHS09

Wng

H302

H411

 

 

 

006-058-00-3

Noruron (ISO);

1,1-Dimethyl-3-(perhydro-4,7-methanoinden-5-yl)harnstoff

2163-79-3

Acute Tox. 4 *

H302

GHS07

Wng

H302

 

 

 

006-059-00-9

Oxamyl (ISO);

N',N'-Dimethylcarbamoyl(methylthio)methylenamin-N-methylcarbamat

245-445-3

23135-22-0

Acute Tox. 2 * Acute Tox. 2 * Acute Tox. 4 * Aquatic Chronic 2

H330

H300

H312

H411

GHS06

GHS09

Dgr

H330

H300

H312

H411

 

 

 

006-060-00-4

Oxycarboxin (ISO);

2,3-Dihydro-6-methyl-5-(N-phenylcarbamoyl-1,4-oxathiin-4,4-dioxid

226-066-2

5259-88-1

Acute Tox. 4 * Aquatic Chronic 3

H302

H412

GHS07

Wng

H302

H412

 

 

 

006-061-00-X

S-Ethyl-N-(dimethylaminopropyl)thiocarbamathydrochlorid; Prothiocarb-Hydrochlorid

243-193-9

19622-19-6

Acute Tox. 4 * Aquatic Chronic 2

H302

H411

GHS07

GHS09

Wng

H302

H411

 

 

 

006-062-00-5

Methyl-3,4-dichlorphenylcarbanilat;

SWEP

1918-18-9

Acute Tox. 4 *

H302

GHS07

Wng

H302

 

 

 

006-063-00-0

Thiobencarb (ISO);

S-4-Chlorbenzyldiethylthiocarbamat

248-924-5

28249-77-6

Acute Tox. 4 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H302

H400

H410

GHS07

GHS09

Wng

H302

H410

 

 

 

006-064-00-6

Thiofanox (ISO);

3,3-Dimethyl-1-(methylthio)butanon-O-(N-methylcarbamoyl)oxim

254-346-4

39196-18-4

Acute Tox. 1

Acute Tox. 2 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H310

H300

H400

H410

GHS06

GHS09

Dgr

H310

H300

H410

 

 

 

006-065-00-1

3-Chlor-6-cyanobicyclo[2,2,1]heptan-2-on-O-(N-methylcarbamoyl)oxim; Triamid

15271-41-7

Acute Tox. 2 * Acute Tox. 3 * Aquatic Chronic 2

H300

H311

H411

GHS06

GHS09

Dgr

H300

H311

H411

 

 

 

006-066-00-7

Vernolat (ISO);

S-Propyldipropylthiocarbamat

217-681-7

1929-77-7

Acute Tox. 4 * Aquatic Chronic 2

H302

H411

GHS07

GHS09

Wng

H302

H411

 

 

 

006-067-00-2

XMC;

3,5-Xylylmethylcarbamat

2655-14-3

Acute Tox. 4 *

H302

GHS07

Wng

H302

 

 

 

006-068-00-8

Diazomethan

206-382-7

334-88-3

Carc. 1B

H350

GHS08

Dgr

H350

 

 

 

006-069-00-3

Thiophanat-Methyl (ISO);

1,2-Di-(3-methoxycarbonyl-2-thioureido)benzol;

Dimethyl-4,4'-(o-phenylen)-bis-

(3-thioallophanat)

245-740-7

23564-05-8

Muta. 2

Acute Tox. 4 * Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H341

H332

H317

H400

H410

GHS08

GHS07

GHS09

Wng

H341

H332

H317

H410

 

 

 

006-070-00-9

Furmecyclox (ISO);

N-Cyclohexyl-N-methoxy-2,5-dimethyl-3-furamid

262-302-0

60568-05-0

Carc. 2

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H351

H400

H410

GHS08

GHS09

Wng

H351

H410

 

 

 

006-071-00-4

Cyclooct-4-en-1-ylmethylcarbonat

401-620-8

87731-18-8

Skin Sens. 1

H317

GHS07

Wng

H317

 

 

 

006-072-00-X

Prosulfocarb (ISO);

S-Benzyl-N, N-dipropylthiocarbamat

401-730-6

52888-80-9

Acute Tox. 4 * Skin Sens. 1

Aquatic Chronic 2

H302

H317

H411

GHS07

GHS09

Wng

H302

H317

H411

 

 

 

006-073-00-5

3-(Dimethylamino)propylharnstoff

401-950-2

31506-43-1

Eye Dam. 1

H318

GHS05

Dgr

H318

 

 

 

006-074-00-0

2-(3-(Prop-1-en-2-yl)phenyl)prop-2-ylisocyanat

402-440-2

2094-99-7

Acute Tox. 2 * Skin Corr. 1B STOT RE 2 * Resp. Sens. 1

Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H330

H314

H373 **

H334

H317

H400

H410

GHS06

GHS08

GHS05

GHS09

Dgr

H330

H314

H373 **

H334

H317

H410

 

 

 

006-076-00-1

Mancozeb (ISO);

Manganethylenbis(dithiocarbamat) (Polymer-)Komplex mit Zinksalz

8018-01-7

Repr. 2

Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

H361d*** H317

H400

GHS08

GHS07

GHS09

Wng

H361d*** H317

H400

 

M=10

 

006-077-00-7

Maneb (ISO);

Manganethylenbis(dithiocarbamat) (Polymer)

235-654-8

12427-38-2

Repr. 2

Acute Tox. 4 * Eye Irrit. 2

Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H361d*** H332

H319

H317

H400

H410

GHS08

GHS07

GHS09

Wng

H361d*** H332

H319

H317

H410

 

M=10

 

006-078-00-2

Zineb (ISO); Zinkethylenbis(dithiocarbamat) (Polymer)

235-180-1

12122-67-7

STOT SE 3

Skin Sens. 1

H335

H317

GHS07

Wng

H335

H317

 

 

 

006-079-00-8

Disulfiram;

Tetraethylthiuramdisulfid

202-607-8

97-77-8

Acute Tox. 4 * STOT RE 2 * Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H302

H373 **

H317

H400

H410

GHS08

GHS07

GHS09

Wng

H302

H373 **

H317

H410

 

 

 

006-080-00-3

Tetramethylthiurammonosulfid

202-605-7

97-74-5

Acute Tox. 4 * Skin Sens. 1

Aquatic Chronic 2

H302

H317

H411

GHS07

GHS09

Wng

H302

H317

H411

 

 

 

006-081-00-9

Zinkbis(dibutyldithiocarbamat)

205-232-8

136-23-2

Eye Irrit. 2

STOT SE 3

Skin Irrit. 2

Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H319

H335

H315

H317

H400

H410

GHS07

GHS09

Wng

H319

H335

H315

H317

H410

 

 

 

006-082-00-4

Zinkbis(diethyldithiocarbamat)

238-270-9

14324-55-1

Acute Tox. 4 * Eye Irrit. 2

STOT SE 3

Skin Irrit. 2

Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H302

H319

H335

H315

H317

H400

H410

GHS07

GHS09

Wng

H302

H319

H335

H315

H317

H410

 

 

 

006-083-00-X

Butocarboxim (ISO);

3-(Methylthio)-2-butanon-O-[(methylamino)carbonyl]oxim

252-139-3

34681-10-2

Flam. Liq. 3

Acute Tox. 3 * Acute Tox. 3 * Acute Tox. 3 * Eye Irrit. 2

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H226

H331

H311

H301

H319

H400

H410

GHS02

GHS06

GHS09

Dgr

H226

H331

H311

H301

H319

H410

 

 

 

006-084-00-5

Carbosulfan (ISO);

2,3-Dihydro-2,2-dimethyl-7-benzofuryl[(dibutylamino)thio]methylcarbamat

259-565-9

55285-14-8

Acute Tox. 2 * Acute Tox. 3 * Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H330

H301

H317

H400

H410

GHS06

GHS09

Dgr

H330

H301

H317

H410

 

 

 

006-085-00-0

Fenobucarb (ISO);

2-Butylphenylmethylcarbamat

223-188-8

3766-81-2

Acute Tox. 4 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H302

H400

H410

GHS07

GHS09

Wng

H302

H410

 

 

 

006-086-00-6

Fenoxycarb (ISO); Ethyl-[2-(4-phenoxyphenoxy)ethyl]carbamat

276-696-7

72490-01-8

Carc. 2

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H351

H400

H410

GHS08

GHS09

Wng

H351

H410

 

M = 1

M = 10 000

 

006-087-00-1

Furathiocarb (ISO);

2,3-Dihydro-2,2-dimethyl-7-benzofuryl-2,4-dimethyl-6-oxa-5-oxo-3-thia-2,4-diazadecanoat

265-974-3

65907-30-4

Acute Tox. 2 * Acute Tox. 3 * STOT RE 2 * Eye Irrit. 2

Skin Irrit. 2

Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H330

H301

H373**

H319

H315

H317

H400

H410

GHS06

GHS08

GHS09

Dgr

H330

H301

H373**

H319

H315

H317

H410

 

M = 100

 

006-088-00-7

Benfuracarb (ISO);

Ethyl-N-[2,3-dihydro-2,2-dimethylbenzofuran-7-yloxycarbonyl(methyl)aminothio]-N-isopropyl-β-alaninat

82560-54-1

Repr. 2

Acute Tox. 3 * Acute Tox. 4 * Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H361f*** H331

H302

H400

H410

GHS06

GHS08

GHS09

Dgr

H361f***

H331

H302

H410

 

 

 

▼M1 —————

▼M16

006-090-00-8

2-(3-Iodprop-2-in-1-yloxy)ethylphenylcarbamat

408-010-0

88558-41-2

Acute Tox. 4 * Eye Dam. 1

Aquatic Chronic 3

H332

H318

H412

GHS05

GHS07

Dgr

H332

H318

H412

 

 

 

006-091-00-3

Propineb (ISO);

Zinkpropylenbis(dithiocarbamat) (Polymer)

9016-72-2

Acute Tox. 4 * STOT RE 2 * Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

H332

H373**

H317

H400

GHS08

GHS07

GHS09

Wng

H332

H373**

H317

H400

 

 

 

006-092-00-9

tert-Butyl-(1S)-N-[1-((2S)-2-oxiranyl)-2-phenylethyl]carbamat

425-420-5

98737-29-2

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H400

H410

GHS09

Wng

H410

 

 

 

006-093-00-4

2,2'-Dithiodi(ethylammonium)-bis(dibenzyldithiocarbamat)

427-180-7

Acute Tox. 4 * Skin Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H302

H317

H400

H410

GHS07

GHS09

Wng

H302

H317

H410

 

 

 

006-094-00-X

O-Isobutyl-N-ethoxycarbonylthiocarbamat

434-350-4

103122-66-3

Flam. Liq. 3

Carc. 1B Muta. 1B

Acute Tox. 4 * STOT RE 2 * Skin Sens. 1

Aquatic Chronic 2

H226

H350

H340

H302

H373**

H317

H411

GHS02

GHS08

GHS07

GHS09

Dgr

H226

H350

H340

H302

H373**

H317

H411

 

 

 

006-095-00-5

Fosetyl-Aluminium (ISO); Aluminiumtriethyltriphosphonat

254-320-2

39148-24-8

Eye Dam. 1

H318

GHS05

Dgr

H318

 

 

 

006-096-00-0

Chlorpropham (ISO);

Isopropyl-3-chlorcarbanilat

202-925-7

101-21-3

Carc. 2

STOT RE 2 * Aquatic Chronic 2

H351

H373**

H411

GHS08

GHS09

Wng

H351

H373**

H411

 

 

 

006-097-00-6

1-Phenyl-3-(p-toluolsulfonyl)harnstoff

424-620-1

13909-63-2

Acute Tox. 4 * STOT RE 2 * Aquatic Chronic 3

H302

H373**

H412

GHS08

GHS07

Wng

H302

H373**

H412

 

 

 

006-098-00-1

tert-Butyl-(1R,5S)-3-azabicyclo[3.1.0]hex-6-ylcarbamat

429-170-8

134575-17-0

Acute Tox. 4 * STOT RE 2 * Eye Dam. 1

Skin Sens. 1

H302

H373**

H318

H317

GHS05

GHS08

GHS07

Dgr

H302

H373**

H318

H317

 

 

 

006-099-00-7

N-(p-Toluolsulfonyl)-N'-(3-(p-toluolsulfonyloxy)phenyl)harnstoff;

3-({[(4-Methylphenyl)sulfonyl]carbamoyl}amino)phenyl-4- methylbenzolsulfonat

432-520-2

232938-43-1

Aquatic Chronic 2

H411

GHS09

H411

 

 

 

006-101-00-6

Reaktionsmasse aus N, N''-(Methylendi-4,1-phenylen)bis[N'-phenylharnstoff]; N-(4-[[4-[[(Phenylamino)carbonyl]amino]phenylmethyl]phenyl]-N'-cyclohexylharnstoff und N, N''-(Methylendi-4,1-phenylen)bis[N'-cyclohexylharnstoff]

423-070-8

Aquatic Chronic 4

H413

H413

 

 

 

006-102-00-1

O-Hexyl-N-ethoxycarbonylthiocarbamat

432-750-3

Carc. 1B Muta. 1B

Acute Tox. 4 * STOT RE 2 *

Skin Sens. 1

Aquatic Chronic 2

H350

H340

H302

H373**

H317

H411

GHS08

GHS07

GHS09

Dgr

H350

H340

H302

H373**

H317

H411

 

 

 

006-103-00-7

N, N''-(Methylendi-4,1-phenylen)bis[N'-octyl]harnstoff

445-760-8

Eye Dam. 1

Resp. Sens. 1

Aquatic Acute 1

Aquatic Chronic 1

H318

H334

H400

H410

GHS05

GHS08

GHS09

Dgr

H318

H334

H410

 

M=100

 

007-001-00-5

Ammoniak, wasserfrei

231-635-3

7664-41-7

Flam. Gas 2

Press. Gas Acute Tox. 3 * Skin Corr. 1B Aquatic Acute 1

H221

H331

H314

H400

GHS04

GHS06

GHS05

GHS09

Dgr

H221

H331

H314

H400

 

 

U

007-001-01-2

Ammoniak ….%;

Ammoniaklösung … %

215-647-6

1336-21-6

Skin Corr. 1B Aquatic Acute 1

H314

H400

GHS05

GHS09

Dgr

H314

H400

 

STOT SE 3; H335: C ≥ 5 %

B

007-002-00-0

Stickstoffdioxid [1];

Distickstofftetraoxid [2]

233-272-6 [1]

234-126-4 [2]

10102-44-0 [1]

10544-72-6 [2]

Press. Gas

Ox. Gas 1

Acute Tox. 2 * Skin Corr. 1B

H270

H330

H314

GHS04

GHS03

GHS06

GHS05

Dgr

H270

H330

H314

 

*

STOT SE 3; H335: C ≥0,5  %

5

007-003-00-6

Chlormequatch