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Document 32016H0688

Empfehlung (EU) 2016/688 der Kommission vom 2. Mai 2016 zur Überwachung und Kontrolle des Vorkommens von Dioxinen und PCB in Fisch und Fischereierzeugnissen aus dem Ostseeraum (Text von Bedeutung für den EWR)

C/2016/2577

OJ L 118, 4.5.2016, p. 16–23 (BG, ES, CS, DA, DE, ET, EL, EN, FR, HR, IT, LV, LT, HU, MT, NL, PL, PT, RO, SK, SL, FI, SV)

ELI: http://data.europa.eu/eli/reco/2016/688/oj

4.5.2016   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

L 118/16


EMPFEHLUNG (EU) 2016/688 DER KOMMISSION

vom 2. Mai 2016

zur Überwachung und Kontrolle des Vorkommens von Dioxinen und PCB in Fisch und Fischereierzeugnissen aus dem Ostseeraum

(Text von Bedeutung für den EWR)

DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION —

gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union, insbesondere auf Artikel 292,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1)

In der Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 (1) der Kommission sind Höchstgehalte für Dioxine, die Summe aus Dioxinen und dioxinähnlichen PCB und für nicht dioxinähnliche PCB in Fisch und Fischereierzeugnissen festgelegt. Die in der genannten Verordnung vorgesehenen Ausnahmeregelungen gelten für Finnland, Schweden und Lettland und gestatten, dass Lachs, mehr als 17 cm großer Hering, Saibling, Flussneunauge und Forelle aus Wildfang aus dem Ostseeraum sowie daraus gewonnene Erzeugnisse, die zum Verzehr im Hoheitsgebiet der genannten Mitgliedstaaten bestimmt sind und die Höchstgehalte überschreiten, auf ihrem Inlandsmarkt in Verkehr gebracht werden dürfen.

(2)

In bestimmtem Fisch und in bestimmten Fischereierzeugnissen aus dem Ostseeraum liegen die Gehalte regelmäßig über den Höchstwerten. Es ist nicht möglich, jede einzelne Charge von Fisch und Fischereierzeugnissen hinsichtlich der Einhaltung der Höchstgehalte zu überprüfen. Um sicherzustellen, dass nur Fische und Fischereierzeugnisse in Verkehr gebracht werden, die den EU-Rechtsvorschriften entsprechen, wurde deshalb eine Liste von Fisch aus dem Ostseeraum, bei dem Verstöße wahrscheinlich sind, erarbeitet. Diese Liste wurde auf der Grundlage der verfügbaren Daten erstellt und muss regelmäßig aktualisiert werden. Für Fisch und Fischereierzeugnisse aus dem Ostseeraum, bei denen auf der Grundlage der verfügbaren Daten über das Vorkommen der fraglichen Substanzen die Einhaltung nicht gewährleistet werden kann, wurden spezifische Risikomanagementmaßnahmen festgelegt, um zu gewährleisten, dass nur Fisch und Fischereierzeugnisse, die den EU-Rechtsvorschriften entsprechen, in Verkehr gebracht werden.

(3)

Das Vorkommen von Dioxinen und PCB in Fisch und Fischereierzeugnissen aus dem Ostseeraum muss auch weiterhin überwacht werden. Es sollte eine Mindestzahl der Proben von Fisch und Fischereierzeugnissen auf der Grundlage der Fangmengen empfohlen werden, wobei die Proben auf koordinierte Art und Weise analysiert werden sollten —

HAT FOLGENDE EMPFEHLUNG ABGEGEBEN:

1.

Dänemark, Deutschland, Polen, Lettland, Estland, Litauen, Finnland und Schweden sollten unter aktiver Einbeziehung der Lebensmittelunternehmer das Vorkommen von Dioxinen, dioxinähnlichen PCB und nicht dioxinähnlichen PCB in Fisch und Fischereierzeugnissen wie Leber aus dem Ostseeraum gemäß Anhang I dieser Empfehlung überwachen.

2.

Um sicherzustellen, dass die Proben repräsentativ für die beprobte Partie sind, sollten die Mitgliedstaaten und Lebensmittelunternehmer die Probenahmeverfahren gemäß der Verordnung (EU) Nr. 589/2014 der Kommission (2) befolgen.

3.

Die Analysemethode für die Überwachung des Vorkommens von Dioxinen, dioxinähnlichen PCB und nicht dioxinähnlichen PCB muss die Kriterien gemäß der Verordnung (EU) Nr. 589/2014 erfüllen.

4.

Die Mitgliedstaaten sollten sicherstellen, dass die Ergebnisse der Analysen regelmäßig (alle sechs Monate) an EFSA übermittelt werden und dass dies in Form des EFSA-Übermittlungsformats gemäß dem EFSA-Leitfaden zur „Standard Sample Description (SSD)“ für Lebens- und Futtermittel (3) und den zusätzlichen spezifischen Berichterstattungsanforderungen der EFSA geschieht.

Bei den Proben kann es sich um einzelne Fische oder um Sammelproben handeln; im Fall von Sammelproben müssen die Fische allerdings die gleiche Größe haben und in demselben ICES-Gebiet/derselben Region gefangen worden sein.

Für Hering, Lachs, (Meer-)Forelle und Sprotte aus der Ostsee sollten weitere spezifische Angaben gemacht werden (falls noch nicht explizit im üblichen Berichterstattungsformat vorgesehen):

Fanggebiet, vorzugsweise ICES-Gebiet (andere Angaben, wie z. B. das FAO-Gebiet oder der Name des Teils der Ostsee sind annehmbar, wenn das ICES-Gebiet nicht bekannt ist). Bei Fisch aus Seen oder Flüssen muss der Name des Sees oder Flusses angegeben werden.

Daten ohne genaue Angabe des Fanggebiets können durch möglichst genaue Angaben darüber, wo der Fang erfolgte, ergänzt werden.

Fangdatum

Größe/Alter/Gewicht der Fische

Die Messung der Größe eines Fisches muss gemäß der Verordnung (EG) Nr. 2187/2005 des Rates (4) durchgeführt werden. Größe und Gewicht sind die wichtigsten Parameter. Das Alter kann, falls bekannt, ebenfalls angegeben werden.

Informationen über die untersuchte Matrix (Muskelfleisch, Leber usw.)

Fettgehalt des Fisches/der Fische in der Probe

Informationen über die Verarbeitung (zugeschnitten, geräuchert oder anders verarbeitet)

Sonstige relevante Informationen (z. B. über die Art der Probe, wenn in die vorgesehenen Spalten nicht alle Details eingetragen werden können: z. B. Ergebnisse für einzelne Fische).

5.

Verfügbare Daten zu ab dem Jahr 2009 entnommenen Proben, die noch nicht an die EFSA-Datenbank übermittelt worden sind, sollten der EFSA soweit möglich im EFSA-Übermittlungsformat zur Verfügung gestellt werden.

6.

Anhang II enthält auf derzeit verfügbaren Daten basierende Informationen über das Vorkommen von Dioxinen, dioxinähnlichen PCB und nicht dioxinähnlichen PCB in Fischen einer bestimmten Art, eines bestimmten Alters, einer bestimmten Größe und aus einer bestimmten geografischen Region (ICES-Gebiet), insbesondere im Hinblick auf die Konformität mit den in der Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 festgelegten Höchstgehalten.

7.

Um zu gewährleisten, dass nur Fisch und Fischereierzeugnisse, die den EU-Rechtsvorschriften entsprechen, in der EU in Verkehr gebracht werden, werden Risikomanagementmaßnahmen gemäß Anhang III für Fisch aus dem Ostseeraum empfohlen. Die unter Punkt 1 genannten Mitgliedstaaten können nationale Maßnahmen zur Umsetzung der in Anhang III empfohlenen Risikomanagementmaßnahmen ergreifen.

Brüssel, den 2. Mai 2016

Für die Kommission

Vytenis ANDRIUKAITIS

Mitglied der Kommission


(1)  Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 der Kommission vom 19. Dezember 2006 zur Festsetzung der Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln (ABl. L 364 vom 20.12.2006, S. 5).

(2)  Verordnung (EU) Nr. 589/2014 der Kommission vom 2. Juni 2014 zur Festlegung der Probenahmeverfahren und Analysemethoden für die Kontrolle der Gehalte an Dioxinen, dioxinähnlichen PCB und nicht dioxinähnlichen PCB in bestimmten Lebensmitteln sowie zur Aufhebung der Verordnung (EU) Nr. 252/2012 (ABl. L 164 vom 3.6.2014, S. 18).

(3)  http://www.efsa.europa.eu/de/datex/datexsubmitdata.htm

(4)  Verordnung (EG) Nr. 2187/2005 des Rates vom 21. Dezember 2005 mit technischen Maßnahmen für die Erhaltung der Fischereiressourcen in der Ostsee, den Belten und dem Öresund, zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1434/98 und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 88/98 (ABl. L 349 vom 31.12.2005, S. 1).


ANHANG I

1.

Mindestzahl der für 2016 empfohlenen Proben von Ostseehering (Clupea harengus membras) zur Untersuchung auf Dioxine, dioxinähnliche PCB und nicht dioxinähnliche PCB, vorzugsweise in den ICES-Gebieten 28-1, 28-2, 29, 30, 31 und 32.

 

DE

DK

EE

FI

LT

LV

PL

SE

Gesamt

Hering

7

5

7

20

4

4

9

14

70

2.

Mindestzahl der für 2017 empfohlenen Proben von Europäischer Sprotte (Sprattus sprattus) zur Untersuchung auf Dioxine, dioxinähnliche PCB und nicht dioxinähnliche PCB, vorzugsweise in den ICES-Gebieten 29, 30, 31 und 32.

 

DE

DK

EE

FI

LT

LV

PL

SE

Gesamt

Sprotte

5

8

8

5

5

9

18

12

70

3.

Mindestzahl der für 2018 empfohlenen Proben von Lachs (Salmo salar) und Forelle (Salmo trutta, Oncorhynchus mykiss) zur Untersuchung auf Dioxine, dioxinähnliche PCB und nicht dioxinähnliche PCB.

 

DE

DK

EE

FI

LT

LV

PL

SE

Gesamt

Lachs/Forelle

5

12

5

15

5

5

11

12

70

4.

Mindestzahl der zwischen 2016 und 2018 empfohlenen jährlichen Proben zur Untersuchung auf Dioxine, dioxinähnliche PCB und nicht dioxinähnliche PCB.

 

DE

DK

EE

FI

LT

LV

PL

SE

Gesamt

Verschiedene Fischarten (*)

10

10

10

10

10

10

10

10

80


(*)  Kabeljau (Dorsch) (Gadus morhua), Scholle (Pleuronectes platessa), Flussneunauge (Lampetra fluviatilis), Saibling (Salvelinus sp.), Güster (Blicca bjoerkna), Europäischer Aal (Anguilla Anguilla), Brachse (Abramis brama), Flunder (Platichthys flesus), Flussbarsch (Perca fluviatilis), Hecht (Esox lucius), Zander (Sander lucioperca), Rotauge (Rutilus rutilus), Kleine Maräne (Coregonus Albula), Hornhecht (Belone belone), Europäischer Stint (Osmerus eperlanus), Steinbutt (Psetta maxima), Zährte (Vimba vimba), Maräne (Coregonus sp.) und Wittling (Merlangius merlangus).


ANHANG II

Informationen über das Vorkommen von Dioxinen, dioxinähnlichen PCB und nicht dioxinähnlichen PCB in Fischen einer bestimmten Art, eines bestimmten Alters, einer bestimmten Größe und aus einer bestimmten geografischen Region (ICES-Gebiet), insbesondere im Hinblick auf die Konformität mit den in der Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 festgelegten Höchstgehalten.

1.   Größe der Fische

Gemäß diesem Anhang wird die Größe eines Fisches, wie auf der nachstehenden Abbildung gezeigt, von der Spitze des Mauls bis zum Ende der Schwanzflosse gemessen.

Image

2.   Aus Gründen der Nachhaltigkeit festgelegte Mindestgrößen für bestimmte Fischarten, die im Ostseeraum gefangen werden dürfen (Verordnung (EG) Nr. 2187/2005)

Lachs (Salmo salar) (gesamter Ostseeraum außer ICES-Gebiet 31): die Mindestgröße beträgt 60 cm (Fische < 2 kg dürfen deshalb nicht gefangen werden);

Lachs (Salmo salar) (ICES-Gebiet 31): die Mindestgröße beträgt 50 cm (Fische < 2 kg dürfen deshalb nicht gefangen werden);

Meerforelle (Salmo trutta) (ICES-Gebiete 22, 23, 24 und 25 und ICES-Gebiete 29, 30, 31 und 32): die Mindestgröße beträgt 40 cm (Fische < 2 kg dürfen deshalb nicht gefangen werden);

Meerforelle (Salmo trutta) (ICES-Gebiete 26, 27 und 28): die Mindestgröße beträgt 50 cm (Fische < 2 kg dürfen deshalb nicht gefangen werden).

3.   Informationen über das Vorkommen von Dioxinen, dioxinähnlichen PCB und nicht dioxinähnlichen PCB in Fischen einer bestimmten Art, eines bestimmten Alters, einer bestimmten Größe und aus einer bestimmten geografischen Region (ICES-Gebiet)

3.1.   Ostseehering

In den ICES-Gebieten 22, 23, 24, 25, 26 und 27: Ostseehering, unabhängig von der Größe, vermutlich konform mit den Höchstgehalten.

In den ICES-Gebieten 28-1, 29, 30, 31 und 32: Ostseehering ≤ 17 cm vermutlich konform und Ostseehering > 17 cm vermutlich nicht konform.

Im ICES-Gebiet 28-2: Ostseehering ≤ 21 cm vermutlich konform und Ostseehering > 21 cm vermutlich nicht konform.

3.2.   Lachs

Lachs aus den ICES-Gebieten 22 und 23 stammt aus dem Nordatlantik und nicht aus dem Ostseeraum und ist daher nicht Gegenstand dieser Schlussfolgerungen in Bezug auf ein Vorkommen von Dioxinen und PCB und gemeinsame Risikomanagementmaßnahmen.

Lachs < 2 kg ist vermutlich konform (darf aber gemäß der Verordnung (EG) Nr. 2187/2005 aus Gründen der Nachhaltigkeit nicht gefangen werden; Mindestgröße von 60 cm und für das ICES-Gebiet 31 von 50 cm).

In den ICES-Gebieten 24, 25 und 26:

Lachs mit einem Gewicht von mehr als 2 kg und bis zu 5,5 kg: konform nach dem Zuschnitt (durch den Zuschnitt reduziert sich der Gehalt an Dioxinen und dioxinähnlichen PCB um etwa 30 % — Erfahrungswerte nur in den ICES-Gebieten 24, 25 und 26);

kleinerer Lachs, nicht zugeschnitten (2-4 kg): vermutlich nicht konform, obwohl die Mehrzahl der Lachse konform ist;

größerer Lachs (4-5,5 kg): Mehrzahl der Lachse vermutlich nicht konform;

zugeschnittener Lachs < 5,5 kg: konform;

zugeschnittener Lachs ohne ventralen Teil < 7,9 kg: konform.

In den ICES-Gebieten 27, 28, 29, 30, 31 und 32:

Lachs > 2 kg (größer als 60 cm): vermutlich nicht konform.

3.3.   Forelle

(Meer-)Forelle < 2 kg, vermutlich konform (darf aber gemäß der Verordnung (EG) Nr. 2187/2005 aus Gründen der Nachhaltigkeit nicht gefangen werden; Mindestgröße für die ICES-Gebiete 22, 23, 24, 25, 29, 30, 31 und 32: 40 cm und für die ICES-Gebiete 26, 27 und 28: 50 cm).

In den ICES-Gebieten 22, 23, 24, 25 und 26:

(Meer-)Forelle mit einem Gewicht von mehr als 2 kg und bis zu 4,5 kg: nach dem Zuschnitt und ohne ventralen Teil konform;

kleinere (Meer-)Forelle (2-4 kg): vermutlich nicht konform, obwohl die Mehrzahl der (Meer-)Forellen konform ist;

größere (Meer-)Forelle: Mehrzahl der (Meer-)Forellen vermutlich nicht konform.

In den ICES-Gebieten 27, 28, 29, 30, 31 und 32:

Alle (Meer-)Forellen > 2 kg (größer als 40/50 cm): vermutlich nicht konform.

3.4.   Sprotte

In den ICES-Gebieten 22, 23, 24, 25, 26, 27 und 28: vermutlich konform.

In den ICES-Gebieten 29, 30, 31 und 32: Sprotten unter 12,5 cm und jünger als 5 Jahre sind vermutlich konform. Sprotten über 12,5 cm sind vermutlich nicht konform.

3.5.   Dorschleber

Vermutlich nicht konform.

3.6.   Flussneunauge

Im ICES-Gebiet 28: vermutlich nicht konform.

Im ICES-Gebiet 32: vermutlich konform.

3.7.   Andere Fischarten

Saibling wird nicht gehandelt; lokale Fänge fallen unter eine Ausnahmeregelung (Schweden/Finnland).

Andere Fischarten gelten als vermutlich konform.


ANHANG III

Empfohlene Risikomanagementmaßnahmen, die von den zuständigen Behörden ergriffen werden sollten, um sicherzustellen, dass in der EU in Verkehr gebrachter Fisch aus dem Ostseeraum den in der Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 festgelegten Höchstwerten entspricht.

1.   Allgemein empfohlene Risikomanagementmaßnahmen

Die Rückverfolgbarkeit ist von großer Bedeutung.

Bei der Ausfuhr von Hering, Lachs, Meerforelle und Sprotte in andere EU-Mitgliedstaaten oder beim Inverkehrbringen auf dem Inlandsmarkt, der nicht unter eine Ausnahmeregelung fällt, sollte das ICES-Gebiet, in dem der Fisch gefangen wurde, in den Begleitdokumenten angegeben werden. Erforderlichenfalls sollte explizit darauf hingewiesen werden, dass die Partie in Einklang mit den EU-Rechtsvorschriften beprobt und auf Dioxine, die Summe der Dioxine, dioxinähnliche PCB und nicht dioxinähnliche PCB untersucht wurde und dass sie im Einklang mit dem EU-Recht steht. Der Untersuchungsbericht kann beigefügt werden oder sollte auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.

Falls es nicht möglich ist, genaue Informationen über das ICES-Gebiet, in dem der Fisch gefangen wurde, zu liefern, sollte bei der Ausfuhr von Hering > 17 cm, Lachs, Meerforelle und Sprotte > 12,5 cm in andere EU-Mitgliedstaaten oder beim Inverkehrbringen auf dem Inlandsmarkt, für den keine Ausnahmeregelung gilt, die Partie Fisch im Einklang mit den EU-Rechtsvorschriften immer beprobt und auf Dioxine, auf die Summe aus Dioxinen und dioxinähnlichen PCB und auf nicht dioxinähnliche PCB untersucht werden, um zu überprüfen, ob sie den EU-Rechtsvorschriften entspricht. Dies sollte explizit in den Begleitpapieren vermerkt werden. Der Untersuchungsbericht kann beigefügt werden oder sollte auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.

Die Behörde des Anlandehafens ist für die Durchführung der erforderlichen Kontrollen zur Einhaltung der Vorschriften zuständig.

Es sollten schriftliche Belege zum Verbleib von Fischen, die nicht für den menschlichen Verzehr in Verkehr gebracht werden können, verfügbar sein.

2.   Spezifische empfohlene Risikomanagementmaßnahmen

2.1.   Ostseehering

Ostseehering aus den ICES-Gebieten 22, 23, 24, 25, 26 und 27: → kann für den menschlichen Verzehr in Verkehr gebracht werden.

Ostseehering aus den ICES-Gebieten 28-1, 29, 30, 31 und 32:

Schweden und Finnland:

Ostseehering kann ohne Sortieren nur auf dem Inlandsmarkt in Verkehr gebracht werden.

Für die Ausfuhr in andere EU-Mitgliedstaaten: obligatorisches Sortieren von Hering in ≤ 17 cm und > 17 cm vor dem Inverkehrbringen (da die Sortierung nach der Breite erfolgt, ist dies eine ungefähre Angabe, was aber nicht weiter problematisch ist):

Ostseehering ≤ 17 cm kann für den menschlichen Verzehr in Verkehr gebracht werden;

Ostseehering > 17 cm kann nur auf dem Inlandsmarkt für den menschlichen Verzehr in Verkehr gebracht oder verarbeitet werden oder kann außerhalb des Inlandmarktes nur in Verkehr gebracht werden, wenn aus der Untersuchung der Einzelpartie hervorgeht, dass diese konform ist.

Deutschland, Dänemark, Estland, Lettland, Litauen und Polen:

obligatorisches Sortieren von Ostseehering in ≤ 17 cm und > 17 cm vor dem Inverkehrbringen (da die Sortierung nach der Breite erfolgt, ist dies eine ungefähre Angabe, was aber nicht weiter problematisch ist):

Ostseehering ≤ 17 cm kann für den menschlichen Verzehr in Verkehr gebracht werden;

Ostseehering > 17 cm darf nicht für den menschlichen Verzehr in Verkehr gebracht oder verarbeitet werden, wenn nicht aus der Untersuchung der Einzelpartie hervorgeht, dass diese konform ist.

Ostseehering aus dem ICES-Gebiet 28-2:

Schweden und Finnland:

Ostseehering kann ohne Sortieren nur auf dem Inlandsmarkt in Verkehr gebracht werden.

Für die Ausfuhr in andere EU-Mitgliedstaaten: obligatorisches Sortieren von Ostseehering in ≤ 21 cm und > 21 cm (da die Sortierung nach der Breite erfolgt, ist dies eine ungefähre Angabe, was aber nicht weiter problematisch ist):

Ostseehering ≤ 21 cm kann für den menschlichen Verzehr in Verkehr gebracht oder verarbeitet werden;

Ostseehering > 21 cm kann nur auf dem Inlandsmarkt für den menschlichen Verzehr in Verkehr gebracht oder verarbeitet werden oder kann außerhalb des Inlandmarktes nur in Verkehr gebracht werden, wenn aus der Untersuchung der Einzelpartie hervorgeht, dass diese konform ist.

Deutschland, Dänemark, Estland, Lettland, Litauen und Polen:

obligatorisches Sortieren von Ostseehering in ≤ 21 cm und > 21 cm vor dem Inverkehrbringen (da die Sortierung nach der Breite erfolgt, ist dies eine ungefähre Angabe, was aber nicht weiter problematisch ist):

Ostseehering ≤ 21 cm kann für den menschlichen Verzehr in Verkehr gebracht werden;

Ostseehering > 21 cm darf nicht für den menschlichen Verzehr in Verkehr gebracht oder verarbeitet werden, wenn nicht aus der Untersuchung der Einzelpartie hervorgeht, dass diese konform ist.

2.2.   Lachs

Lachs aus den ICES-Gebieten 24, 25 und 26:

Schweden, Finnland und Lettland:

Lachs kann auf dem Inlandsmarkt in Verkehr gebracht werden (Ausnahmeregelung);

Ausfuhr in andere EU-Mitgliedstaaten: nur möglich, wenn aus der Untersuchung der Einzelpartie hervorgeht, dass diese konform mit den EU-Vorschriften ist.

Deutschland, Dänemark, Estland, Litauen und Polen:

Lachs mit einem Gewicht von mehr als 2 kg kann nur dann für den menschlichen Verzehr in Verkehr gebracht werden, wenn aus der Untersuchung der Einzelpartie hervorgeht, dass diese konform mit den EU-Vorschriften ist;

Lachs mit einem Gewicht von weniger als 5,5 kg ist nach dem Zuschnitt konform (gilt in Dänemark und Polen nur für die ICES-Gebiete 24, 25 und 26) und Lachs mit einem Gewicht von über 5,5 kg und bis zu 7,9 kg ist nach dem Zuschnitt und ohne ventralen Teil konform (gilt in Polen für die ICES-Gebiete 24, 25 und 26);

zugeschnittener Lachs > 5,5 kg und zugeschnittener Lachs ohne ventralen Teil > 7,9 kg kann nur dann für den menschlichen Verzehr in Verkehr gebracht werden, wenn aus der Untersuchung der Einzelpartie hervorgeht, dass diese konform mit den EU-Vorschriften ist.

Lachs aus den ICES-Gebieten 27, 28, 29, 30, 31 und 32:

Schweden, Finnland und Lettland:

Lachs kann auf dem Inlandsmarkt in Verkehr gebracht werden (Ausnahmeregelung);

Ausfuhr in andere EU-Mitgliedstaaten: nur möglich, wenn aus der Untersuchung der Einzelpartie hervorgeht, dass diese konform mit den EU-Vorschriften ist.

Deutschland, Dänemark, Estland, Litauen und Polen:

Lachs kann nur dann für den menschlichen Verzehr in Verkehr gebracht werden, wenn aus der Untersuchung der Einzelpartie hervorgeht, dass diese konform mit den EU-Vorschriften ist.

2.3.   (Meer-)Forelle

(Meer-)Forelle aus den ICES-Gebieten 22, 23, 24, 25 und 26:

Schweden und Finnland:

(Meer-)Forelle kann auf dem Inlandsmarkt in Verkehr gebracht werden (Ausnahmeregelung);

Ausfuhr in andere EU-Mitgliedstaaten: nur möglich, wenn aus der Untersuchung der Einzelpartie hervorgeht, dass diese konform mit den EU-Vorschriften ist.

Deutschland, Dänemark, Estland, Lettland, Litauen und Polen:

(Meer-)Forelle mit einem Gewicht von mehr als 2 kg: Forelle kann nur dann für den menschlichen Verzehr in Verkehr gebracht werden, wenn aus der Untersuchung der Einzelpartie hervorgeht, dass diese konform mit den EU-Vorschriften ist.

zugeschnittene (Meer-)Forelle ohne ventralen Teil < 4,5 kg: konform (Verfahren in Polen für die ICES-Gebiete 22, 23, 24, 25 und 26);

zugeschnittene (Meer-)Forelle ohne ventralen Teil > 4,5 kg kann für den menschlichen Verzehr in Verkehr gebracht werden, wenn aus der Untersuchung der Einzelpartie hervorgeht, dass diese konform mit den EU-Vorschriften ist.

(Meer-)Forelle aus den ICES-Gebieten 27, 28, 29, 30, 31 und 32:

Schweden und Finnland:

(Meer-)Forelle kann auf dem Inlandsmarkt in Verkehr gebracht werden (Ausnahmeregelung);

Ausfuhr in andere EU-Mitgliedstaaten: nur möglich, wenn aus der Untersuchung der Einzelpartie hervorgeht, dass diese konform mit den EU-Vorschriften ist.

Deutschland, Dänemark, Estland, Lettland, Litauen und Polen:

(Meer-)Forelle kann nur dann für den menschlichen Verzehr in Verkehr gebracht werden, wenn aus der Untersuchung der Einzelpartie hervorgeht, dass diese konform mit den EU-Vorschriften ist.

2.4.   Sprotte

Sprotte aus den ICES-Gebieten 22, 23, 24, 25, 26, 27 und 28 kann für den menschlichen Verzehr in Verkehr gebracht werden;

Sprotte aus den ICES-Gebieten 29, 30, 31 und 32:

obligatorisches Sortieren in Sprotten ≤ 12,5 cm und Sprotten > 12,5 cm;

Sprotten ≤ 12,5 cm können für den menschlichen Verzehr in Verkehr gebracht werden;

Sprotten > 12,5 cm können nicht für den menschlichen Verzehr in Verkehr gebracht oder verarbeitet werden, es sei denn, aus der Untersuchung der Einzelpartie geht hervor, dass diese konform ist;

2.5.   Dorschleber

Dorschleber von im Ostseeraum gefangenem Dorsch ist vermutlich nicht konform, so dass jede Partie analysiert werden sollte, um nachzuweisen, dass sie konform ist, bevor sie in der EU in Verkehr gebracht wird.


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