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Document 62009CJ0063

Leitsätze des Urteils

Urteil des Gerichtshofes (Dritte Kammer) vom 6. Mai 2010.
Axel Walz gegen Clickair SA.
Ersuchen um Vorabentscheidung: Juzgado de lo Mercantil nº 4 de Barcelona - Spanien.
Luftverkehr - Übereinkommen von Montreal - Haftung der Luftfahrtunternehmen für aufgegebenes Reisegepäck - Art. 22 Abs. 2 - Haftungshöchstbeträge bei Zerstörung, Verlust, Beschädigung oder Verspätung des Reisegepäcks - Begriff ‚Schaden‘ - Materielle und immaterielle Schäden.
Rechtssache C-63/09.

Schlüsselwörter
Leitsätze

Schlüsselwörter

Verkehr – Luftverkehr – Verordnung Nr. 2027/97 – Übereinkommen zur Vereinheitlichung bestimmter Vorschriften über die Beförderung im internationalen Luftverkehr (Übereinkommen von Montreal) – Haftung der Luftfahrtunternehmen für aufgegebenes Reisegepäck – Höchstbetrag bei Zerstörung, Verlust, Beschädigung oder Verspätung des Reisegepäcks

(Verordnung Nr. 2027/97 des Rates in der durch die Verordnung Nr. 889/2002 geänderten Fassung, Art. 3, Abs. 1; Übereinkommen von Montreal von 1999, Art. 22, Abs. 2)

Leitsätze

Der Begriff „Schaden“, der Art. 22 Abs. 2 des am 28. Mai 1999 in Montreal geschlossenen Übereinkommens zur Vereinheitlichung bestimmter Vorschriften über die Beförderung im internationalen Luftverkehr zugrunde liegt, mit dem der von Luftfahrtunternehmen für Schäden, die insbesondere durch den Verlust von Reisegepäck eintreten, zu zahlende Haftungshöchstbetrag festgelegt wird, ist dahin auszulegen, dass er sowohl materielle als auch immaterielle Schäden umfasst.

Die verschiedenen in Kapitel III dieses Übereinkommens genannten Höchstbeträge des Schadensersatzes, einschließlich der in Art. 22 Abs. 2 dieses Übereinkommens vorgesehenen, müssen nämlich für den gesamten entstandenen Schaden gelten, unabhängig davon, ob es sich um einen materiellen oder einen immateriellen Schaden handelt.

(vgl. Randnrn. 37, 39 und Tenor)

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