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Document 52020DC0788

MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT, DEN RAT, DEN EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTS- UND SOZIALAUSSCHUSS UND DEN AUSSCHUSS DER REGIONEN Ein europäischer Klimapakt

COM/2020/788 final

Brüssel, den 9.12.2020

COM(2020) 788 final

MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT, DEN RAT, DEN EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTS- UND SOZIALAUSSCHUSS UND DEN AUSSCHUSS DER REGIONEN

Ein europäischer Klimapakt


1.Einführung

Die Europäische Union ist entschlossen, bei der Beschleunigung der Klima- und Umweltmaßnahmen in allen Bereichen eine Vorreiterrolle einzunehmen. Im Dezember 2019 stellte die Europäische Kommission den europäischen Grünen Deal 1 vor – unseren Plan für die Umwandlung der EU in eine faire, gesunde, nachhaltige und wohlhabende Gesellschaft. Eine widerstandsfähige Wirtschaft im Dienste der Menschen und der Natur. Treibhausgasneutralität. Von Ressourcennutzung und Umweltverschmutzung abgekoppeltes Wirtschaftswachstum.

In den fünf Jahren seit Annahme des Klimaschutzübereinkommens von Paris und der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung 2 haben wir nicht schnell genug gehandelt, um unumkehrbare und katastrophale Klimaänderungen zu verhindern. Aus wissenschaftlichen Erkenntnissen geht hervor, dass wir dringend handeln müssen, um die Klimaziele von Paris zu erreichen, insbesondere die Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C und die Bemühungen um eine Begrenzung dieser Erderwärmung auf 1,5 °C. Dazu müssen wir uns stärker bemühen, besser mit der Natur umzugehen, die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen vor Klima- und Umweltrisiken zu schützen, damit wir für uns selbst und die kommenden Generationen einen gesunden und lebendigen Planeten sichern. 

Mit dem europäischen Grünen Deal reagieren wir nicht nur auf die Erkenntnisse der Wissenschaft, sondern auch auf Forderungen der Bürgerinnen und Bürger nach verstärkten Maßnahmen. Meinungsumfragen zeigen, dass neun von zehn Europäern den Klimawandel als ernstes Problem betrachten 3 und dem Schutz der Umwelt persönlich große Bedeutung beimessen 4 . Die zahlreichen Lösungen, die im Grünen Deal skizziert werden, können nur dann erfolgreich sein, wenn sie sozial gerecht und fair gestaltet werden und wenn neben Politik und Gesetzgebung auch Bürgerinnen und Bürger, Gemeinschaften, Unternehmen und Organisationen ihren Beitrag leisten.

Deshalb ruft die Europäische Kommission nun einen europäischen Klimapakt ins Leben, damit jeder zum Aufbau eines grüneren Europas beitragen und die Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung unterstützen kann. Der in den politischen Leitlinien der Präsidentin der Europäischen Kommission vorgeschlagene Klimapakt wird „Regionen, lokale Gemeinschaften, die Zivilgesellschaft, Industrie und Schulen … (zusammenbringen). Gemeinsam werden sie eine Reihe von Zusagen ausarbeiten und sich zu ihrer Einhaltung verpflichten, um von der Einzelperson bis zum größten multinationalen Unternehmen eine Verhaltensänderung zu bewirken.“ 5  

Der Klimapakt wird der Zusammenarbeit einen Raum bieten, wenn es darum geht, den Klimawandel und die Umweltzerstörung zu bekämpfen und die Chancen zu nutzen, die entschiedenes Handeln und eine nachhaltige Lebensweise mit sich bringen. Der Pakt wird Menschen aus allen Lebensbereichen, miteinander vernetzen, um ihr Verständnis für die Herausforderungen verbessern; er wird alle Europäerinnen und Europäer dazu aufrufen, sich zu beteiligen und vom Pakt zu profitieren, große und kleine Lösungen zu entwickeln, positive Veränderungen anzustoßen und auszuweiten. Der europäische Klimapakt wird im Laufe der Zeit wachsen und sich weiterentwickeln, angetrieben durch das Engagement und die Kreativität der Bürger und Interessenträger, die Teil des Klimapakts werden. 

Der Pakt wird die vielen Menschen in Europa stärken, die diese Bestrebungen teilen und bereit sind, einen Beitrag zu leisten und und jenen die Hand zu reichen, die bisher weniger engagiert waren. Im Rahmen der öffentlichen Konsultation, die zur Gestaltung des Pakts durchgeführt wurde, gingen bei der Kommission mehr als 3500 Beiträge ein, darunter zahlreiche von Bürgerinnen und Bürgern aus allen 27 EU-Mitgliedstaaten und anderen Ländern. 6 Die Kommission wird auch weiterhin Bürgern, Gemeinschaften, der Zivilgesellschaft, Unternehmen und anderen Interessenträgern Gehör schenken.

1.1.Wozu einen europäischen Klimapakt?

Die Klimakrise ist kein Problem der Zukunft – wir Menschen haben das Klima der Erde bereits verändert und die meisten Ökosysteme geschädigt. Die vergangenen fünf Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind nunmehr unbestritten: Dürren, Waldbrände, Stürme, Überschwemmungen und andere Extremwetterereignisse werden auf der ganzen Welt häufiger. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die demografische Entwicklung gehabt. Der Wandel wird noch drastischer sein und unvorhersehbare Folgen haben, wenn wir unseren ökologischen Fußabdruck und unsere Emissionen nicht schnellstens reduzieren. Seine Auswirkungen werden unsere Welt grundlegend verändern und die schutzbedürftigsten Gruppen der Welt und unserer Gesellschaften als Erste treffen. 7  

Den EU-Organen und ‑Einrichtungen kommt bei der Gestaltung der Politik und der Rechtsvorschriften zur Umsetzung des europäischen Grünen Deals eine wichtige Rolle zu. Die Kommission hat kürzlich auch ein ehrgeizigeres Ziel für die Emissionsreduktion in den nächsten zehn Jahren vorgeschlagen 8 und ihr Konzept für Nachhaltigkeit und die Ziele für nachhaltige Entwicklung 9 vorgelegt. 

Wir fangen dabei nicht bei Null an. Der Klimapakt wird Hand in Hand mit zahlreichen bestehenden Initiativen, Netzen und Bewegungen arbeiten. Junge Klimaschutzaktivisten haben die Welt aufgerüttelt und die Debatte über den Klimawandel geprägt. Im Rahmen des EU-Konvents der Bürgermeister für Klima und Energie 10 sind die lokalen Behörden auf Vorreiter auf der kommunalen Ebene und zeigen häufig mehr Ehrgeiz und konkreteres Handeln als ihre nationalen Regierungen bei der Einbeziehung der Bürger und Interessenträger in ihren Gebieten. Die Europäische Plattform der Interessenträger für die Kreislaufwirtschaft 11 und die Multi-Stakeholder-Plattform zur Umsetzung der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung 12 haben Interessenträger zusammengebracht, um Veränderungen unserer Produktions- und Konsumgewohnheiten anzuregen. Industrieallianzen und andere unternehmensbezogene Initiativen haben ebenfalls dazu beigetragen, den Bedarf der Industrie und die für sie geeigneten Lösungen bei der Umstellung auf eine grüne Wirtschaft zu ermitteln.

Im Geiste des europäischen Grünen Deals hat sich die Kommission als EU-Organ verpflichtet, mit gutem Beispiel voranzugehen und bis 2030 klimaneutral zu werden. Für Anfang 2021 ist ein detaillierter Plan zur umweltgerechten Gestaltung der Europäischen Kommission, unsere Selbstverpflichtung als EU-Organ, geplant. 13  

Forschung und Innovation spielen eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung und Förderung der Nutzung der Lösungen, die erforderlich sind, um die Klimaziele der EU zu erreichen. 14 Unternehmen – ob klein oder groß – verfolgen neue Geschäftsmodelle und setzen innovative Technologien ein, um nachhaltiger zu arbeiten. Gemeinschaftsprojekte im Energiebereich tragen in der gesamten EU zum Einsatz erneuerbarer Energien bei und fördern die Beteiligung und die Einbeziehung der Bürger. 15  Die Sozialpartner entwickeln gemeinsame Lösungen, um für einen gerechten Übergang zur Klimaneutralität zu sorgen.

Zur Verringerung der Emissionen und Anpassung an das veränderte Klima werden wir alle unsere Gewohnheiten ändern müssen. Viele dieser Veränderungen werden die Art und Weise, wie wir leben, von A nach B kommen, unsere Häuser und Wohnungen kühlen oder heizen, wie wir produzieren und verbrauchen, verbessern. Ein Großteil des erforderlichen Wissens und viele bewährte Lösungen existieren bereits. Diese Lösungen können von Organisationen oder Einzelpersonen kommen und sowohl direkter (unser Verhalten und unsere Aktivitäten in unseren Gemeinschaften) als auch indirekter (Anregung der Mitmenschen, Unternehmen oder führender Politiker zum Klimaschutz) Natur sein. Der Klimapakt wird solchen Lösungen Bedeutung verleihen und sie sichtbar machen, um andere zu inspirieren.

Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, wie stark Systemschocks unsere Gesellschaft und Wirtschaft ins Wanken bringen können. Klimawandel und Umweltzerstörung sind weitere große Schocks, die sich weltweit auswirken, ebenso dringlich sind und unsere Gesundheit und unser Wohlergehen gefährden. In den nächsten zwei Jahren werden Regierungen weltweit voraussichtlich rund 10 Billion EUR 16 zulasten künftiger Generationen aufnehmen, um auf die COVID-19-Krise zu reagieren. Jetzt ist der Moment, unser Klima und unsere Natur zu schützen und diese Ausgaben in den Wiederaufbau einer Gesellschaft zu lenken, wie sie im europäischen Grünen Deal skizziert wird. Viele der Lösungen, die zur Erholung von COVID-19 und zur Bekämpfung des Klimawandels erforderlich sind, mögen scheinbar hauptsächlich von staatlichen Maßnahmen abhängen, doch bei Vielem kommt es auch auf unsere täglichen Entscheidungen an. Der Klimapakt wird diesen Moment nutzen und das Potenzial von Einzel- und Gemeinschaftsmaßnahmen nutzen, um Europa bei der Erholung zu unterstützen.

1.2.Was ist der Klimapakt?

Der europäische Klimapakt ist eine Initiative der Kommission zur Zusammenarbeit mit verschiedenen Interessenträgern und der Zivilgesellschaft mit dem Ziel, sie zu Klimaschutzmaßnahmen und nachhaltigerem Verhalten zu bewegen. Dank des Pakts werden sich Menschen und Organisationen über den Klimawandel informieren, Lösungen entwickeln und umsetzen und sich mit anderen vernetzen können, um die Wirkung dieser Lösungen um ein Vielfaches zu steigern. Der Pakt wird einen lebendigen Raum für den Austausch von Informationen, für Diskussionen und Maßnahmen zur Bewältigung der Klimakrise schaffen. Er wird eine europäische Klimaschutzbewegung dabei unterstützen, zu wachsen und sich zu konsolidieren.

Der europäische Klimapakt wird sich auf die Sensibilisierung für das Thema und die Unterstützung von Maßnahmen konzentrieren.

Bei seiner Gründung wird der Pakt Menschen und Organisationen einladen, sich als Botschafter des Klimapakts zu informieren und zu konkreten Maßnahmen zu verpflichten. Im ersten Jahr wird der Tätigkeitsbereich des Pakts ausgeweitet, um auch die Möglichkeit zu bieten, Klimaschutzzusagen auf den Weg zu bringen und sich daran zu beteiligen, Erfahrungen auszutauschen und die Auswirkungen gemeinsamer Maßnahmen in ihrer Gesamtheit zu untersuchen. Da es sich beim Klimapakt um eine offene Initiative handelt, wird er vielfältige Möglichkeiten für ein auf die Bedürfnisse seiner Unterstützer zugeschnittenes Engagement bieten.

Ein spezielles Sekretariat unter Leitung der Europäischen Kommission wird die Umsetzung des Pakts unterstützen. Den Grundsätzen der Mehrsprachigkeit, der Inklusion und der Teilhabe folgend wird das Sekretariat ab 2021 die Kommission bei Folgendem unterstützen.

·Information und Kommunikation mit denjenigen, die bereits im Klimaschutz tätig sind, sowie mit denjenigen, die „gleichgültig“ oder „schwer erreichbar“ sind, Ermittlung und Vorstellung bewährter Verfahren, die zur Beschleunigung der notwendigen Veränderungen beitragen können, sowie Verwaltung der Online-Plattform des Pakts, die mit der Weiterentwicklung des Pakts ebenfalls wachsen wird;

·Einbeziehung von Bürgern und Interessenträgern und Erleichterung einer sinnvollen Teilhabe, Vernetzung und gemeinsamen Gestaltung von Maßnahmen, indem z. B. lokale Klimastrategien, Erfolgsgeschichten und konstruktive Herangehensweisen berücksichtigt und verschiedene partizipative Veranstaltungen (mit-)organisiert werden. Ein Klimapakt-Wissenszentrum wird Klimaschutzinitiativen Zugang zu Fachwissen und gegenseitiger Unterstützung vermitteln;

·Unterstützung des Aufbaus der Governance und Umsetzung des Pakts, wobei eine Vernetzung mit einschlägigen Initiativen, Gruppen und Institutionen 17 sichergestellt wird, die den Pakt bewerten und beleben.

Der Erfolg des Pakts könnte an der Zahl der Selbstverpflichtungen oder der Botschafter gemessen werden. Wichtiger noch – sein Erfolg wird sich in der gesellschaftlichen Akzeptanz von Klima- und Umweltinitiativen bzw. entsprechender Forderungen niederschlagen.

2.Sensibilisierung

Der Klimawandel passiert hier und jetzt. Dürren, Waldbrände, Anstieg des Meeresspiegels, Bodenverschlechterung und massive Überschwemmungen erreichen uns bereits so oder so. Diese können sich direkt, z. B. durch gesundheitliche Belastungen, Schäden an Eigentum, Zerstörung des kulturellen Erbes oder Ernteausfälle, oder indirekt, z. B. durch klimabedingte Migration, Bedrohungen der Ernährungssicherheit oder gestörte Handels- und Investitionsströme, auswirken. Alle sind gefährdet, diese Auswirkungen treffen jedoch die Armen und Schutzbedürftigen härter. Dies wirft wichtige Fragen in Bezug auf Gerechtigkeit, Demokratie, Gerechtigkeit, Chancengleichheit und Solidarität auf.

Trotz des Ausmaßes und der Schwere des Klimawandels gibt es nach wie vor Leugner des Klimawandels, Zweifler und Maßnahmenverzögerer. Es ist wichtig, einen konstruktiven und offenen Dialog auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse zu führen. Die richtigen Fakten sind ein wichtiger erster Schritt, um Desinformation zu bekämpfen und mit Mythen aufzuräumen. Ein klarer Diskurs über Natur und Klimawandel zu Hause, in der Schule, in den Nachrichten und am Arbeitsplatz ist eine eindrucksvolle Aufforderung zum Handeln.

Der Pakt wird dazu beitragen, Wissen über Klimaschutzmaßnahmen zu verbreiten, das wissenschaftlich fundiert ist und eine praktische Grundlage für Entscheidungen im Alltag bildet. Gemeinsam mit den Organisationen, die sich anschließen möchten, wird die Kommission eine Vielzahl von Kommunikationsmaterialien, die allen zugänglich sind, und von Instrumenten entwickeln, um den Pakt zum Leben zu erwecken. Der Pakt wird auf der Fülle und der Vielfalt der in Europa bereits ergriffenen Initiativen aufbauen, bestehende Lösungen als Inspiration und Vorbild vorstellen und die Netze von Klimaschützern und Gemeinschaften dabei unterstützen, ihre eigenen Klimaschutzambitionen zu verwirklichen oder ihre Kräfte mit anderen zu bündeln.

Die Kommission wird die Sensibilisierung durch folgende Maßnahmen weiter erleichtern und fördern:

·Ernennung von Klimapaktbotschafterinnen und ‑botschaftern mit unterschiedlichem Hintergrund und unterschiedlichen Berufen. Diese Botschafterinnen und Botschafter werden sich zum Klimaschutz bekennen und sich an Debatten mit den Menschen in ihren Gemeinschaften und Netzen über die Handlungsoptionen beteiligen. Warum die Dringlichkeit? Warum sind alle wichtig? Die Kommission wird die Botschafterinnen und Botschafter offiziell anerkennen, ihnen Kommunikationsmaterialien an die Hand geben, Gelegenheit zum Networking bieten und ihnen dabei helfen, innerhalb und außerhalb Europas eine größere Reichweite zu erzielen.

·Umwandlung wissenschaftlich fundierter Informationen in Optionen für Maßnahmen, die den Menschen und Gemeinschaften unmittelbare und vielfältige Vorteile bringen, z. B. durch Erprobung einer Initiative, in deren Rahmen Klimawissenschaftlerinnen und ‑wissenschaftler eingeladen werden, ihre früheren Schulen oder Hochschulen zu besuchen. Die Kommission wird nach Wegen suchen, wie die Ergebnisse der Forschung für die breite Öffentlichkeit leichter zugänglich gemacht werden können, indem sie Leitlinien für EU-finanzierte Forschungsprojekte verabschiedet, die diese bei ihren Verbreitungs- und Kommunikationsmaßnahmen befolgen müssen.

·Förderung der Klimakompetenz und Integration von Klimawissenschaft und Klimaschutzlösungen in Bildungsprogramme in Schulen, in die berufliche Aus- und Weiterbildung, Hochschulbildung und in das lebenslange Lernen.

-Die neue Koalition der EU für Klimabildung 18 wird Fachwissen mobilisieren, Networking-Ressourcen bereitstellen und kreative Ansätze mit Lehrenden, Schülerinnen und Schülern und Studierenden unterstützen 19 .

-Die Kommission mobilisiert ihr eTwinning-Netz und ihre Gemeinschaft rund um das School Education Gateway (Online-Plattform für schulische Bildung), in denen mehrere Tausend Lehrkräfte und Schulen zusammenkommen, sowie das im Entstehen begriffene „Blue Schools“-Netz, um ökologische Bildung, Kompetenzen und Verhaltensänderungen zu fördern.

-Die Lernecke der Kommission 20 wird durch die Bereitstellung von Lernmaterialien für Kinder, Jugendliche und Lehrende, die von den EU-Organen und ‑Einrichtungen entwickelt werden, einen Beitrag leisten, und das Europäische Jugendportal 21 wird dazu beitragen, junge Menschen für den Klimapakt zu sensibilisieren und zum Handeln aufzurufen. 

-Die Kommission wird außerdem einen europäischen Kompetenzrahmen vorschlagen, der dazu beitragen soll, Kenntnisse, Fähigkeiten und Einstellungen in den Bereichen Klimawandel und nachhaltige Entwicklung zu entwickeln und zu bewerten.

·Aufräumen mit Klimamythen und Bekämpfung der Leugnung des Klimawandels und der Fehlinformation darüber nach dem Vorbild der Erfahrungen im Zusammenhang mit COVID-19. Hierzu wird die Kommission ihren Aktionsplan gegen Desinformation 22 und die relevanten Maßnahmen des Europäischen Aktionsplans für Demokratie einsetzen. 23

·Moderierung von Online- und Offline-Zusammenkünften und ‑Veranstaltungen in verschiedenen EU-Sprachen und für ein vielfältiges Publikum, um ein Gefühl von Gemeinschaft und von Zielgerichtetheit im Klimabereich zu erzeugen. Überall in Europa gibt es großartige Klimageschichten zu erzählen: Der Pakt wird den lokalen und regionalen Austausch und Dialog unterstützen und fördern, um zu Maßnahmen auf der Grundlage dieses reichen Erfahrungsschatzes zu inspirieren. Der Pakt wird auch auf der verstärkten Nutzung von Online-Veranstaltungen als kostengünstige, emissionsarme und inklusivere Alternativen aufbauen, um das Bewusstsein für die Klimakrise und die damit verbundenen Chancen zu schärfen. Die Kommission wird jährlich eine Veranstaltung abhalten, um Bilanz über die Fortschritte zu ziehen und Ideen, Maßnahmen und Lösungen zu fördern.

·Förderung von Maßnahmen, die soziale Nachhaltigkeit, soziales Wohlergehen, Inklusion, Chancengleichheit, Vielfalt, Zugänglichkeit und Erschwinglichkeit für alle berücksichtigen und darauf abzielen, auch die schutzbedürftigsten Personen und Gebiete zu erreichen.

Nutzung bestehender Multi-Stakeholder-Initiativen zur Sensibilisierung. Mehrere bereits bestehende Plattformen 24 können dazu beitragen, Informationen beispielsweise über die Auswirkungen von Energieverbrauch und ‑erzeugung, Gebäuden und Klimawandel zu verbreiten und den Austausch von Erfahrungen, Lösungen und bewährten Verfahren zu erleichtern.

Botschafterinnen und Botschafter des europäischen Klimapakts

Der Auftrag

Die Botschafterinnen und Botschafter des Pakts werden bei Klima- und Umweltschutzmaßnahmen mit gutem Beispiel vorangehen und proaktiv eine Brücke zwischen der Zivilgesellschaft, Interessenträgern und der Europäischen Kommission schlagen.

Wer kann Botschafterin/Botschafter werden?

Jede/jeder kann sich als Botschafterin/Botschafter bewerben. 25 Organisationen können auch einen Vertreter vorschlagen, der in ihrem Namen Botschafter wird. Das Streben nach einem ausgewogenen Verhältnis von Frauen und Männern unter den Botschaftern wird wichtig sein, um im Klimaschutz Vorbilder zu bieten.

Wie wird man Botschafterin/Botschafter?

Bewerbungen können über die Website des Pakts eingereicht werden. Die Bewerberinnen und Bewerber werden gebeten, den Umfang ihrer (geplanten) Aktivitäten und ihre Erfahrungen kurz zu beschreiben. Die Funktion des Botschafters eignet sich für Menschen, die sich für Klima- und Umweltschutzmaßnahmen einsetzen und die Werte des Pakts vertreten. Die Botschafterinnen und Botschafter werden im Rahmen eines objektiven, transparenten Verfahrens auf der Grundlage der Verdienste und der Motivation der Bewerberinnen und Bewerber für ein Jahr mit der Möglichkeit einer Verlängerung bestätigt.

Warum Botschafterin/Botschafter werden?

Die Botschafterinnen und Botschafter werden auf der Website des Pakts und in den sozialen Medien der Kommission vorgestellt und werden die Plattformen und Kommunikationsmaterialien des Pakts nutzen können. Sie werden Teil des Botschafternetzes sein, das Möglichkeiten für gegenseitigen Austausch, Diskussionen und Schulungen bietet.

3.Aktionen

Der Klimapakt wird demokratische, wissenschaftlich fundierte, praxisorientierte, transparente, lokal begründete, inklusive und langfristige Klimaschutzmaßnahmen von Einzelpersonen und Organisationen fördern.

3.1.Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen animieren

Viele Menschen haben das Gefühl, dass sie zu wenig Einfluss auf wichtige Entscheidungen z. B. darüber haben, wie der Klimawandel bekämpft wird. Veranstaltungen wie Bürgerdialoge und ‑versammlungen 26 zeigen, dass die direkte Beteiligung der Menschen an wichtigen komplexen Debatten Mitverantwortungsgefühl erzeugt, technologische und soziale Innovationen auslöst und die Entscheidungsfindung optimiert. Mit der Anhebung der Klimaziele der EU wird der Pakt direkt mit allen Regierungs- und Verwaltungsebenen sowie mit der Zivilgesellschaft und den Bürgerinnen und Bürgern Europas in Verbindung treten, indem demokratische Debatten angestoßen werden, die alle Perspektiven der Menschen in all ihrer Vielfalt einbeziehen.

Inspiriert von den gemeinsamen, von Bevölkerungsgruppen und Gemeinschaften vor Ort durchgeführten Klimaschutzmaßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit und der lokalen Umwelt wird die Beteiligung am Pakt zu einer Klimabewegung aller Gemeinschaften und Regionen Europas beitragen und den Schwerpunkt auf die sozialen Beziehungen legen.

Die Mitglieder des Pakts – Einzelpersonen oder Organisationen – werden auf unterschiedliche Weise einbezogen. So werden sie beispielsweise ihre Klimaschutzinitiativen und ‑zusagen auf der Online-Plattform des Klimapakts registrieren oder sich Initiativen anderer anschließen können. Die Beteiligten des Pakts werden ihr Interesse an der Arbeit anderer bekunden und mit ihnen in Kontakt treten können, um im Geiste der Gemeinschaft weitere Aktionen zu entwickeln und Impulse zu geben. Es besteht ein eindeutiges Interesse: Mehr als 80 % der Teilnehmer an der öffentlichen Konsultation zum Klimapakt bekundeten Interesse daran, sich für den Klimaschutz zu engagieren. 

Im Rahmen des Pakts wird geprüft, ob eine Zusammenarbeit mit der globalen Kampagne und Plattform „Count Us In“ 27 , die darauf abzielt, 1 Milliarde Menschen zum Handeln zu bewegen, möglich ist sowie mit ähnlichen oder ergänzenden Initiativen geprüft, mit denen die Menschen zu Klimaschutzmaßnahmen in ihrem Alltag animiert und die kollektive Wirkung von Einzelmaßnahmen demonstriert werden sollen. 

Insbesondere wird der Pakt junge Menschen ermuntern, Klima- und Umweltfragen weiterhin ganz oben auf die globale Agenda zu bringen. Sie haben sicherlich das größte Interesse an Klimaschutzmaßnahmen, denn die Entscheidungen, die wir heute treffen, werden die Welt formen, in der sie als Erwachsene leben und die sie ihren Kindern hinterlassen werden. Um die Beteiligung an der Klimapolitik noch stärker zu fördern und Klimamaßnahmen junger Menschen zu unterstützen, wird die Kommission regelmäßige Dialoge mit jungen Menschen führen und ihnen einen wichtigen Platz im Pakt einräumen. Zu diesem Zweck wird sie gemeinsam mit jungen Menschen ein strukturiertes Einbeziehungsprogramm ausarbeiten, das Teil des Pakts sein wird.

Damit der Pakt eine offene, inklusive und ambitionierte Initiative bleibt, müssen Menschen und Organisationen, die sich beteiligen und ihr Engagement zusagen möchten, die Werte des Pakts achten.

Die Werte des Pakts

1.Wissenschaft, Verantwortung und Engagement. Die Beteiligung am Pakt wird positive Klimaschutzmaßnahmen mit sich bringen, die andere inspirieren oder ermutigen, sich dem Pakt anzuschließen. Die Beteiligten werden zu konkreten, wissenschaftlich fundierten, vertrauenswürdigen Maßnahmen mit klaren und idealerweise messbaren Ergebnissen beitragen, die Wirkung zeigen.

2.Transparenz. Die Beteiligten des Pakts verpflichten sich, relevante Informationen über ihre Maßnahmen, Methoden und Ergebnisse mit anderen Beteiligten des Pakts und der Öffentlichkeit zu teilen. Dies wird es den Beteiligten und anderen ermöglichen, Fortschritte zu verfolgen, Verbesserungen vorzunehmen, von Initiativen anderer zu lernen oder sich ihnen anzuschließen und die Gesamtwirkung der ergriffenen Maßnahmen nachzuvollziehen.

3.Keine Grünfärberei. Zusagen werden so registriert, dass Beteiligte ihr Engagement konkret, öffentlich und transparent zeigen können. Die Kommission wird eine geeignete Methode zur Überwachung der Fortschritte entwickeln, wobei die Überwachung je nach Kapazität des Beteiligten unterschiedlich streng ist. 28  

4.Anspruch und Dringlichkeit. Um die Klima- und Umweltziele zu erreichen, müssen wir langjährige Verhaltensweisen und Annahmen schnell und entschlossen infrage stellen. Während jeder kleine Schritt zählt, werden sich die Beteiligten des Pakts darüber hinaus um transformative Lösungen bemühen, darunter visionäre Projekte, Experimente, innovative Formen der Zusammenarbeit und ein gesunder Wettbewerb um Ergebnisse.

5.Auf lokale Gegebenheiten zugeschnittene Aktionen. Diskussionen und Maßnahmen werden an lokale Gegebenheiten und Zielgruppen angepasst. Je mehr sie der Alltagsrealität der Menschen entsprechen, desto besser.

6.Vielfalt und Inklusion. Jeder und jede, unabhängig von Hintergrund oder Beruf, kann sich beteiligen. 29 Mit dem Pakt sollen Hindernisse für den Klimaschutz abgebaut werden. Dazu gehören auch die Hindernisse, die sich aus persönlichen Merkmalen wie Geschlecht, Alter und Behinderungen ergeben. Der Pakt wird dazu beitragen, dass seine Beteiligten über die Zukunft Europas mitdiskutieren. Bei der Ausarbeitung des Pakts wird sich die Kommission auf die Kreativität und die Vielfalt der Standpunkte aus demokratischen und partizipativen Mechanismen stützen.

3.2.Digitale Instrumente bestmöglich nutzen

Damit möglichst viele mitmachen, wird der Pakt Informationstechnologie nutzen und so innovative Möglichkeiten bieten, Menschen zu begeistern und Aktionen umzusetzen, wobei zu berücksichtigen ist, dass die universelle Zugänglichkeit für alle gewährleistet werden muss 30 . Beispiele:

·Der Pakt wird die Nutzung der neuesten verfügbaren digitalen Technologien und Dienste (wie Sensoren, künstliche Intelligenz, Daten) fördern, um die besten Ergebnisse zu erzielen und den grünen Wandel zu beschleunigen.

·Der Pakt wird seine Online-Plattform und andere digitale Instrumente nutzen, damit die Menschen sich neu orientieren und Lösungen für nachhaltige Verhaltensänderungen auf individueller und gemeinschaftlicher Ebene finden können. Im Rahmen des Pakts werden beispielsweise Initiativen wie die Nutzung integrierter IT-Systeme geprüft, die durch EU-finanzierte Forschung entwickelt wurden. Diese Systeme können es lokalen Gemeinschaften ermöglichen, Mobiltelefone zu nutzen, um Daten 31 über Luftqualität, Bodengesundheit, wildlebende Tiere oder das Klima zu erfassen und diese automatisch mit Beobachtungen der Copernicus-Satelliten 32 zu verknüpfen. So werden die Bürgerdaten mit umfassenderen europäischen Trends in Beziehung gesetzt und Entscheidungen in Bezug auf die Anpassung an den Klimawandel oder wirksame Maßnahmen zur Emissions- und Schadstoffreduzierung unterstützt. Copernicus zeigt, wie sich unser Planet und die lokale Umwelt aufgrund des Klimawandels verändern, und kann objektive und zuverlässige Daten liefern, die als Grundlage für Entscheidungen, Sensibilisierungskampagnen und direkte Maßnahmen dienen.

·Im Rahmen interaktiver Bürgerdialoge im Internet, die zeitgleich mit beispielsweise der Konferenz zur Zukunft Europas durchgeführt werden, können die Teilnehmer ihre Standpunkte, Ideen und Erwartungen dazu äußern, was ein emissions- und schadstoffreies 33 Europa für ihre Gemeinschaft und ihr tägliches Leben bedeutet.

·Die Kommission wird Räume fördern und unterstützen, die den Wettbewerb zwischen Einzelpersonen und Teams, die Festlegung von Zielen und die Veröffentlichung von Fortschritten ermöglichen, wie z. B. Anwendungen, die Einzelpersonen und Organisationen die Möglichkeit geben, Zusagen zu übermitteln. Die Kommission hat bereits ähnliche Mechanismen für die „Social Biking Challenge“ 34 und die „European Cycling Challenge“ an den Start gebracht. 35  

3.3.Auf bestehenden Initiativen aufbauen und diese unterstützen

Der europäische Klimapakt wird auf der Vielzahl neuer oder bereits bestehender Initiativen aufbauen und diese unterstützen. Zu diesem Zweck wird die Kommission ein Wissenszentrum einrichten, das relevante Informationen und Fachkenntnisse bündeln und sowohl über die Online-Plattform des Pakts als auch über spezifische Unterstützungsdienste bereitstellen wird. Das Wissenszentrum wird bestehende und neue Initiativen unterstützen, indem es ihnen durch Wissen und Know-how dabei hilft, das bereits Erreichte zu reproduzieren, Kapazitäten aufzubauen und das Gelernte in der Praxis umzusetzen.

Das Wissenszentrum des Pakts wird gemeinsam mit den „Kompetenzzentren für soziale Innovation 36 tätig werden, die die Ausweitung und Nachbildung innovativer, im Rahmen des EU-Programms für Beschäftigung und soziale Innovation finanzierter Projekte unterstützen. Ziel ist es, das Bewusstsein für das Potenzial der Sozialwirtschaft bei der Bewältigung ökologischer Herausforderungen durch Basisprojekte zu schärfen. Mit dem für Ende 2021 geplanten Aktionsplan für die Sozialwirtschaft soll auch die soziale Innovation gefördert werden.

Der Pakt wird einen Überblick über die für klimabezogene Initiativen einschließlich kleinerer Basisprojekteverfügbaren oder benötigten Finanzmittel 37 aus verschiedenen Quellen (z. B. EU, Mitgliedstaaten, gemeinnützige Stiftungen, Privatsektor) geben. So soll Unterstützung für Basisinitiativen im Klimabereich mobilisiert werden, die nur geringe Ressourcen benötigen, aber das Potenzial haben, sich über alle beteiligten Gemeinschaften auszubreiten und bedeutende positive Wirkungen zu erzielen.

Missionen, Partnerschaften und Projekte im Rahmen von Horizont Europa 38 , die gemeinsam mit Interessenträgern und Bürgern geschaffen werden, werden Foren für gemeinsame Beratungen und die Festlegung von Zielen sowie für klimabezogene Zusagen bieten. Die Missionen für die „Anpassung an den Klimawandel, einschließlich durch gesellschaftlichen Wandel“ 39 und „klimaneutrale, intelligente Städte“ 40 geben allen relevanten Akteuren, insbesondere den Bürgerinnen und Bürgern, Raum für die Mitwirkung an der gemeinsamen Konzipierung, Umsetzung und Bewertung der erforderlichen Lösungen auf der Grundlage der besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Zunächst wird der Pakt Maßnahmen im Rahmen bestehender einschlägiger Unterstützungsmechanismen der Kommission Vorrang einräumen, die auf Grünflächen, grüne Mobilität, energieeffiziente Gebäude und Ausbildung für grüne Arbeitsplätze ausgerichtet sind. Diese vier Bereiche bieten unmittelbare Vorteile nicht nur für das Klima, sondern auch für die Gesundheit und das Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger. Der Pakt wird sich im Laufe der Zeit auf andere Bereiche ausdehnen, darunter nachhaltiger Verbrauch und nachhaltige Produktion, die Qualität der Böden, gesunde Lebensmittel und nachhaltige Ernährung 41 , Ozeane, ländliche Gebiete, Küstengebiete usw. Die Website des Klimapakts 42 wird einen Überblick über EU-Initiativen, ‑Maßnahmen und ‑Auszeichnungen zur Unterstützung des Klimaschutzes bereitstellen, der immer auf dem neuesten Stand gehalten wird, sich aber zunächst auf vier vorrangige Bereiche konzentriert.

3.3.1.Grünflächen

Europa braucht mehr Grünflächen, um die Widerstandsfähigkeit gegen Bedrohungen von Klima und Gesundheit zu stärken. Die Kommission hat bereits in ihrer neuen Biodiversitätsstrategie ihre Unterstützung für die Anpflanzung von drei Milliarden zusätzlichen Bäumen in Europa bis 2030 angekündigt. 43 Wir brauchen Bäume und andere Grünflächen in Städten, weil städtische Grünflächen sowohl Emissionen aufnehmen als auch übermäßige Temperaturen senken. In ländlichen Gebieten haben sie vielfältige Vorteile für die Biodiversität, die Landwirtschaft und den Ökotourismus. Allerdings müssen die Bäume nach der Pflanzung langfristig gepflegt und bewirtschaftet werden. Der Pakt wird lokale Gemeinschaften, Organisationen und Einzelpersonen unterstützen, die sich für bei der Anpflanzung und Pflege neuer Bäume engagieren, indem sie beispielsweise für mehr Sichtbarkeit und Informationen sorgt. Er wird Verbindungen zu von der EU unterstützten Landwirtschaftsplänen in den Mitgliedstaaten sowie mit einer Reihe von EU-Fonds (Kohäsionsfonds, LIFE-Programm usw.) und Plattformen (neue Europäische Plattform für die Begrünung der Städte, die im Rahmen der Biodiversitätsstrategie angekündigt wurde) herstellen.

Insbesondere die lokalen Behörden können städtische Landschaften gestalten, die Raum für das Wachstum städtischer Wälder, Parks und Gärten schaffen. Aufgrund der im Rahmen von COVID-19 auferlegten Einschränkungen haben immer mehr Bürgermeisterinnen und Bürgermeister erkannt, wie wichtig der Ausbau lokaler städtischer Grünflächen für das Wohlergehen der Menschen ist – zusätzlich zu den wohlbekannten Vorteilen in Form von Emissionsreduktionen und Anpassung an den Klimawandel.

Im Rahmen des Pakts wird der besonderen Rolle der ländlichen Gebiete 44 bei der Gewährleistung einer ausgewogenen geografischen Verteilung der Bevölkerung und als Hüter widerstandfähiger Landschaften mit gesunden Ökosystemen sowie bei der Vermeidung einer Überbevölkerung der Städte Rechnung getragen.

Der Pakt wird

1.Informationen für Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, lokale und regionale Behörden bereitstellen, die sich auf vorhandene Ressourcen, Netze und Plattformen wie den EU-Konvent der Bürgermeister für Klima und Energie 45 , das Netz der Grünen Hauptstädte Europas 46 , das „European Green Leaf“-Netz, das „Green City Tool“ und die Vereinbarung für Grüne Städte stützen; 

2.den lokalen Behörden Lösungen für die Wiederherstellung, den Schutz und die Erweiterung städtischer Grünflächen anbieten. Die Lösungen werden auf bestehenden Strategien und Initiativen aufbauen und sich auf Erkenntnisse aus Forschungsprojekten im Rahmen von Horizont Europa stützen, z. B. naturbasierte Lösungen, die die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze und Geschäftsmöglichkeiten sowie die Klimaresilienz maximieren;

3.ein Forum für den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Gemeinschaften, Unternehmen, Landbesitzern und lokalen Behörden schaffen, um sicherzustellen, dass genügend Flächen wieder begrünt werden, damit alle die zahlreichen Vorteile in Bezug auf Klima, Gesundheit und Ökosysteme nutzen können.

3.3.2.Grüne Mobilität

Wir alle müssen uns effizient fortbewegen – und wir können dies tun und gleichzeitig unsere Gesundheit und unsere Umwelt verbessern. Ein erheblicher Teil der Emissionen, die mit unseren persönlichen Aktivitäten zusammenhängen, ergeben sich aus den von uns gewählten Verkehrsoptionen und Mobilitätsentscheidungen. Unterstützt durch digitale Lösungen und durch eine bessere Zugänglichkeit können öffentliche Verkehrsmittel, Radfahren, Zufußgehen und andere Formen grüner Mobilität unsere Städte und Gemeinden sauberer machen und neue Chancen für Beschäftigung und Innovation schaffen.

Diese massive Entwicklung hin zu grüner Mobilität ist bereits im Gange. Viele europäische Städte und ihre Bewohner suchen nach sichereren, gesünderen und kostengünstigeren Mobilitätsoptionen wie einer besseren Fahrradinfrastruktur, der Entwicklung von Systemen für die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen oder der Anschaffung umweltfreundlicher Busse, Schiffe und Züge. In ländlichen Gebieten sind Entfernungen im Allgemeinen größer als in der Stadt. Gleichzeitig fahren öffentliche Verkehrsmittel auf dem Land in der Regel weniger häufig und nur in dichter besiedelten Gebieten. Vor diesem Hintergrund wird der Pakt innovative Lösungen fördern, bei denen kein Ort auf der Strecke bleibt, wie z. B. Fahrgemeinschaften oder Car-Sharing mit Elektrofahrzeugen, städtische Fahrradinfrastruktur und Langstrecken-Fahrradwege und öffentliche Verkehrsmittel auf Abruf. Dies betrifft auch die besonderen Verkehrsbedürfnisse von Frauen 47 , die Barrierefreiheitsanforderungen von Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen, aber auch die Vermeidung der Isolierung von Wohngebieten, indem öffentliche Verkehrsdienste für alle zugänglich gemacht werden.

Der europäische Klimapakt wird die vielen Optionen aufzeigen und unterstützen, die wir haben, um uns effizient, gesünder und umweltfreundlicher fortzubewegen, und er wird lokale und regionale Behörden anregen, den Kohäsionsfonds zu nutzen, um zu einer umweltfreundlicheren Mobilität überzugehen. Er kann Verbindungen zu anderen Initiativen herstellen, wie der Plattform für saubere Busse 48 , die Städte beim gemeinsamen Erwerb sauberer Busse unterstützt, dem CIVITAS-Netz 49 von „Städten für Städte“, das sich eine sauberere städtische Mobilität zum Ziel gesetzt hat, und der Europäischen Plattform für Pläne für nachhaltige städtische Mobilität 50 , die Städten bei der Dekarbonisierung ihres Verkehrs hilft. Die Wirkung der Zusagen in Bezug auf umweltfreundlichen Verkehr im Rahmen des Pakts können durch die Europäische Mobilitätswoche 51 , die Preise für städtische Mobilität, die Aktionstage zur Mobilität in der Stadt und das Europäische Jahr der Schiene (2021) verstärkt werden.

Im Rahmen dieser Initiativen kann der Pakt als Sammelpunkt für Zusagen von Interessengruppen, Städten und Regionen in den folgenden Bereichen dienen:

1.gemeinsamer Erwerb emissionsfreier Verkehrsmittel wie Bussen mit Elektro- oder Wasserstoffantrieb;

2.gemeinsamer Ausbau der Strecken und Qualität einer sicheren Fahrradinfrastruktur und gleichzeitige Senkung der Zahl der Verkehrstoten in den Städten;

3.Übernahme innovativer Mobilitäts- und Logistiklösungen und Gestaltung partizipativer und nachhaltiger Pläne für städtische Mobilität mit maßgeschneiderten Kombinationen von Lösungen zur Verringerung von Emissionen und Luftverschmutzung;

4.Förderung von Kombinationen von Verkehrsmitteln, die Reisenden CO2-neutrale Wahlmöglichkeiten innerhalb der EU bieten, insbesondere auf kürzeren Strecken.

3.3.3.Grüne Gebäude 

Zu Hause, am Arbeitsplatz und während unserer Freizeit verbringen wir einen Großteil unserer Zeit in Gebäuden, die mit fossilen Brennstoffen beheizt und gekühlt werden oder die u. U. nicht gut isoliert und möglicherweise nicht geeignet sind, größeren Hitzewellen oder Kälteperioden standzuhalten. Betrachten wir den gesamten Lebenszyklus von Entwurf, Bau, Nutzung, Renovierung und Abriss, so ist der Gebäudesektor der größte Energieverbraucher in der EU (40 %), der größte Rohstoffverbraucher (50 % der geförderten Materialien) 52 und damit einer der größten Verursacher von Treibhausgasen (36 % der direkten und indirekten Emissionen im Energiebereich). Steigende Temperaturen, die häufigere Hitzewellen verursachen, dürften den Energiebedarf für die Kühlung unserer Gebäude in der warmen Jahreszeit erhöhen – und es ist dreimal mehr Energie nötig, um ein Bürogebäude zu kühlen, als es zu beheizen.

Um unsere Gebäude klimafreundlicher zu machen, müssen wir CO2-arme Materialien verwenden, neue Gebäude besser bauen und bestehende Gebäude renovieren, da die meisten davon noch Jahrzehnte genutzt werden.

Der Pakt wird die Renovierung von Gebäuden 53 im Einklang mit der von der Europäischen Kommission angestoßenen Renovierungswelle unterstützen, damit die Treibhausgasemissionen von Gebäuden gesenkt werden und Gebäude den Auswirkungen von klimabedingten Bedrohungen wie Hitzewellen oder Überschwemmungen besser standhalten. Einige Beispiele:

1.Der Pakt wird Informationen über die vielfältigen Vorteile bereitstellen, die sich aus der Verbesserung der Energie- und Werkstoffleistung von Wohnhäusern, Krankenhäusern, Schulen, Sozialwohnungen und kommunalen Dienstgebäuden ergeben.

2.Der Pakt wird zu Zusagen animieren, Fortschritte messen und Diskussionen zwischen den verschiedenen Akteuren der Lieferkette erleichtern, sodass Renovierungen vorankommen. 54  Er wird gemeinsam mit den Bürgern Lösungen im Rahmen von Horizont Europa entwickeln und Ideen für das Europäische Bauhaus herausarbeiten; dabei handelt es sich um einen neuen Raum für gemeinsame Gestaltung, in dem Architekten, Künstler, Studierende, Ingenieure und Designer zusammen daran arbeiten, Gebäude weniger ressourcenintensiv und nachhaltiger zu machen.

3.Im Zusammenhang mit der Renovierungswelle 55 der EU wird der Pakt Orientierung und technische Hilfe für Bürgermeister und die Bevölkerung bieten, die sich mit der Energieerzeugung und ‑nutzung in Gebäuden auseinandersetzen und deren Widerstandsfähigkeit verbessern wollen. Dabei wird insbesondere die Erschwinglichkeit und die Energiearmut berücksichtigt. 

4.Der Pakt wird auf im Rahmen des LIFE-Programms und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung verfügbare Mittel hinweisen, um Renovierungsanstrengungen zu fördern, die von Bürgerinnen und Bürgern, Gemeinschaften und Regionen vorangetrieben werden, wobei besonders schutzbedürftige Gemeinschaften unterstützt werden sollen.

3.3.4.Grüne Kompetenzen

Klimaschutzmaßnahmen schaffen bereits Arbeitsplätze und Chancen für die Zukunft. Die Branche der erneuerbaren Energien in der EU beschäftigt mittlerweile mehr als 1,5 Millionen Menschen. 56  In der Kreislaufwirtschaft arbeiten heute über 4 Millionen Menschen. 57 Schätzungen der Kommission zufolge sollen bis 2030 1,2 Millionen zusätzliche grüne Arbeitsplätze geschaffen werden, allein um den Verpflichtungen aus dem Übereinkommen von Paris nachzukommen. 58  

Der Klimapakt wird denjenigen helfen, die in der grünen Wirtschaft Arbeit suchen, indem er die Entwicklung grüner Kompetenzen 59 bei Menschen, Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen sowie Behörden fördert und die Unternehmen dazu anhält, den Übergang zur und die Chancen der grünen Wirtschaft zu nutzen. Programme und Initiativen zur Entwicklung grüner Kompetenzen sollten allen gleichermaßen offen stehen und Menschen mit Behinderungen zugänglich gemacht werden.

Der Pakt wird

1.die Einbeziehung von Organisationen und Sektoren, die für den Übergang zu einer klimafreundlichen Wirtschaft wichtig sind, in den „Kompetenzpakt“ 60 fördern, mit dem private und öffentliche Akteure mobilisiert werden sollen, konkrete Maßnahmen zur Weiterqualifizierung und Umschulung von Menschen im erwerbsfähigen Alter zu ergreifen, und Partnerschaften schaffen;

2.bewährte Verfahren und Erfolgsgeschichten, die in den zahlreichen europäischen Initiativen, insbesondere der Europäischen Woche der Berufsbildung 61 , „Skills for Life“, der Europäischen Ausbildungsallianz und den im Rahmen von Erasmus+ geförderten Projekten 62 , gesammelt wurden, verbreiten. Bewährte Verfahren aus den Mitgliedstaaten umfassen beispielsweise die Nutzung der Jugendgarantie, um arbeitslosen oder nicht erwerbstätigen jungen Menschen Chancen in den grünen Sektoren zu bieten;

3.bei der Nutzung des neuen Europäischen Sozialfonds Plus für den Zeitraum 2021–2027 und der Aufbau- und Resilienzfazilität unterstützen, die Millionen Menschen die Ausbildung für grüne Arbeitsplätze sowie den grünen Aufschwung ermöglichen und eine neue Plattform zur Innovationsförderung schaffen werden, die 2021 ins Leben gerufen werden soll. Das Programm Erasmus+ 2021–2027 wird Möglichkeiten zur Entwicklung zukunftsorientierter Kompetenzen sowie von Partnerschaftsprojekten für Organisationen in den Bereichen Bildung und Jugend bieten, in denen sie bei Fertigkeiten und Kompetenzen für Umwelt- und Klimaschutz zusammenzuarbeiten; 

4.Interessenträger, lokale Behörden und Gemeinschaften dazu anzuhalten, den Fonds für einen gerechten Übergang und den Mechanismus für einen gerechten Übergang 63 umfassend zu nutzen, um Umschulungen, die aktive Eingliederung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie Arbeitssuchenden und die Schaffung neuer Beschäftigungsmöglichkeiten vor Ort in den Zielregionen zu fördern;

5.für die verfügbare Unterstützung für Hochschuleinrichtungen zur Entwicklung und Vermittlung von Programmen über Umwelt- und Klimaauswirkungen und den ökologischen und klimatischen Fußabdruck während des Lebenszyklus sowie für flexible Bildungsformate, einschließlich Kurzlehrgängen zur ökologischen Nachhaltigkeit 64 , werben.

4.Machen Sie mit

Der europäische Klimapakt wird die Anstrengungen derjenigen anerkennen und verstärken, die bereits gegen die Klima- und Umweltkrise kämpfen, und andere ermutigen, sich zu beteiligen. Er wird Europa dabei helfen, seine Emissionen unter Kontrolle und seine Wirtschaft mit der Natur in Einklang zu bringen, und bei diesen Bemühungen müssen alle mitziehen.

Wir rufen die lokalen, regionalen und nationalen Behörden auf, regelmäßig Treffen nach dem Vorbild der Bürgerversammlungen zu den Themen Klima und Umwelt zu organisieren, Strategien für einen gerechten Übergang zu entwickeln, mehr in den Schutz ihrer Gemeinschaften vor Klimaauswirkungen zu investieren und die zahlreichen Vorteile zu erwägen, die eine Verringerung der Emissionen für ihre Bevölkerung in Bezug auf Luftqualität, saubere Mobilität und erschwingliche Energie bringt. 

Wir rufen den Privatsektor, Unternehmen und die Finanzwelt auf, Gutes zu tun, um gute Ergebnisse zu erzielen. Dies bedeutet, dass Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt ihrer Strategien und Tätigkeiten gestellt werden muss, wobei der Schwerpunkt auf langfristigen Vorteilen für alle und nicht auf kurzfristigen Dividenden für einige wenige liegt, und dass sie die Regierungen dabei unterstützen, auf den Märkten für wirtschaftliche Anreize zur Verringerung der Schädigung der Umwelt und des Klimas zu sorgen. Außerdem sollen sie ihre Innovationskraft zu nutzen, um Lösungen für globale Herausforderungen zu entwickeln.

Wir rufen die Zivilgesellschaft, einschließlich Basisorganisationen, auf, ihre Fähigkeit, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen, zu nutzen, um die Leugnung des Klimawandels und Verzögerungen durch tatkräftige, partizipative und positive Maßnahmen zu bekämpfen und soziale Innovationen zu fördern, um einen Wandel hin zu einem klimaneutralen, nachhaltigen Europa voranzutreiben.

Wir rufen die Sozialpartner auf, gemeinsame Strategien für einen gerechten Übergang zur Klimaneutralität zu entwickeln und Arbeitsplätze in Branchen und Regionen, die sich im Wandel befinden, zu erhalten und zu schaffen, insbesondere durch die Förderung von Umschulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für neue grüne, hochwertige und dauerhafte Arbeitsplätze der Zukunft.

Wir rufen Schulen, Hochschulen sowie Aus- und Weiterbildungseinrichtungen auf, die Klimakompetenz zu fördern und die Klimawissenschaft und die Dringlichkeit der Klimakrise in unseren Alltag, die Politikgestaltung und die Wirtschaft einzubringen.

Wir rufen junge Menschen auf, den Pakt zu nutzen, um den systemischen und generationenübergreifenden Wandel für die Gesellschaft als Ganzes voranzutreiben.

Wir rufen Bürgerinnen und Bürger auf, sich über die zahlreichen Verbesserungen, die klimafreundliche Entscheidungen und Gewohnheiten für ihr Leben, ihre Gemeinschaften und das Klima mit sich bringen können, zu informieren und sich darauf einzulassen.

Der Pakt steht nun offen für Ideen, Botschafterinnen und Botschafter und Interessenbekundungen für Zusagen. Wenn Sie mehr über den Klimapakt erfahren oder sich aktiv daran beteiligen möchten, besuchen Sie die Website des Klimapakts 65 , informieren Sie sich über die sozialen Medien und bei den Vertretungen der Kommission in den Mitgliedstaaten oder wenden Sie sich an die Botschafterinnen und Botschafter des Klimapakts.

Die Kommission lädt alle ein, sich mit auf den Weg zu einem besseren und umweltfreundlicheren Europa zu machen. Wir werden die Route zum gemeinsamen Ziel unterwegs festlegen. Jeder kann etwas tun. Jeder kann einen Beitrag leisten. Keine Aktion ist zu klein, um etwas zu bewirken.

(1)

  https://ec.europa.eu/info/strategy/priorities-2019-2024/european-green-deal_de

(2)

  https://sustainabledevelopment.un.org/post2015/transformingourworld

(3)

Spezial-Eurobarometer 490: Klimawandel (2019): https://ec.europa.eu/clima/citizens/support_de  

(4)

Spezial-Eurobarometer 501: Attitudes of European citizens towards the environment (Einstellungen der europäischen Bürgerinnen und Bürger gegenüber der Umwelt) (2020): https://data.europa.eu/euodp/en/data/dataset/S2257_92_4_501_ENG

(5)

  https://ec.europa.eu/commission/sites/beta-political/files/political-guidelines-next-commission_de.pdf

(6)

  https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/12219-European-Climate-Pact/public-consultation

(7)

„Overview of natural and man-made disaster risks the EU may face“ (Überblick über die Risiken, die für die EU von Naturkatastrophen und von vom Menschen verursachte Katastrophen ausgehen) darüber, wie die Mitgliedstaaten und die EU die Risiken, einschließlich des Klimawandels, bewerten und angehen. Das Katastrophenschutzverfahren der Union unterstützt die Mitgliedstaaten bei der Koordinierung der Hilfe in Notsituationen: https://ec.europa.eu/echo/what/civil-protection/european-disaster-risk-management_en  

(8)
(9)

Delivering on the UN’s Sustainable Development Goals – A comprehensive approach (Verwirklichung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen – ein umfassender Ansatz), 17. November 2020, SWD(2020) 400 final.

(10)

  https://www.covenantofmayors.eu .

(11)

  https://circulareconomy.europa.eu/platform .

(12)

  https://ec.europa.eu/info/strategy/international-strategies/sustainable-development-goals/multi-stakeholder-platform-sdgs_en .

(13)

Er wird sich auf die Arbeit der Kommission zur Umsetzung des Umweltmanagement- und Umweltbetriebsprüfungssystems (EMAS) seit 2005 stützen, https://ec.europa.eu/environment/emas/index_en.htm .

(14)

Horizont 2020: https://ec.europa.eu/programmes/horizon2020/en

(15)

“Energy communities: an overview of energy and social innovation” (Energiegemeinschaften: ein Überblick über energetische und gesellschaftliche Innovation) https://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/bitstream/JRC119433/energy_communities_report_final.pdf .

(16)

https://www.imf.org/en/Publications/FM/Issues/2020/09/30/october-2020-fiscal-monitor

(17)

Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss und Ausschuss der Regionen usw.

(18)

Mitteilung über die Vollendung des europäischen Bildungsraums bis 2025 https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:52020DC0625

(19)

  https://ec.europa.eu/education/sites/education/files/document-library-docs/eea-communication-sept2020_en.pdf

(20)

  https://europa.eu/learning-corner/home_de

(21)

  https://europa.eu/youth/EU_de

(22)

  https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/tackling-online-disinformation ;

(23)

  https://ec.europa.eu/info/sites/info/files/edap_communication.pdf

(24)

Z. B. die Plattform für Kohleregionen im Wandel, die Initiative „Saubere Energie für EU-Inseln“, der Konvent der Bürgermeister für Klima und Energie, die EU-Beobachtungsstelle für Energiearmut und die offene Plattform für die Renovierungswelle. Weitere Informationen zu diesen Plattformen finden Sie auf der Website des Pakts.

(25)

Der Aktionsbereich des Pakts wird sich zunächst auf das Gebiet der EU beschränken, aber es gibt bereits gute Initiativen für Outreach-Maßnahmen außerhalb der EU, die von der EU vorangetrieben werden, wie etwa die EU-Wochen der Klimadiplomatie, Strandsäuberungsaktionen und andere Aktivitäten, die von den EU-Delegationen in der ganzen Welt organisiert werden, z. B. https://ec.europa.eu/info/events/eu-beach-cleanup-2020_en .

(26)

  https://www.eesc.europa.eu/de/our-work/opinions-information-reports/opinions/european-climate-pact-exploratory-opinion .

(27)
(28)

Der Ansatz wird andere relevante Rahmen und Initiativen berücksichtigen, wie etwa die Lebenszyklusperspektive oder die Initiative zur Belegung von Umweltaussagen, die im Rahmen des europäischen Grünen Deals eingeleitet wurde: https://ec.europa.eu/environment/eussd/smgp/initiative_on_green_claims.htm

(29)

Die Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter 2020–2025 skizziert Maßnahmen, die auch für den Pakt relevant sind: https://ec.europa.eu/info/policies/justice-and-fundamental-rights/gender-equality/gender-equality-strategy_de

(30)

Mit der Europäischen Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderungen 2010–2020 soll der Zugang von Menschen mit Behinderungen zu Waren und Dienstleistungen verbessert werden. Eine neue Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen 2021–2030 ist in Vorbereitung, die sicherstellen soll, dass Menschen mit Behinderungen ihre Rechte wahrnehmen und uneingeschränkt an der Gesellschaft teilhaben können.

(31)

Das Europäische Datenportal sammelt die Metadaten von Informationen des öffentlichen Sektors in ganz Europa und wird auch für den Pakt von Bedeutung sein. https://data.europa.eu/europeandataportal/

(32)

  https://www.copernicus.eu/de

(33)

Der Null-Schadstoff-Aktionsplan für Luft, Wasser und Boden wird zu den Zielen des Pakts beitragen, z. B. durch spezielle Initiativen der Interessenträger, https://ec.europa.eu/environment/strategy/zero-pollution-action-plan_en .

(34)

 https://mobilityweek.eu/eu-initiatives/social-biking-challenge/

(35)

  https://civitas.eu/event/european-cycling-challenge  

(36)

  https://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=629&langId=en&callId=604&furtherCalls=yes  

(37)

Die neue Strategie für ein nachhaltiges Finanzwesen, die von der Kommission Anfang 2021 angenommen werden soll, wird den geeigneten Rahmen für die Unterstützung dieser Initiative bilden.

(38)

  https://ec.europa.eu/programmes/horizon2020/en

(39)

  https://ec.europa.eu/info/horizon-europe/missions-horizon-europe/adaptation-climate-change-including-societal-transformation_en

(40)

  https://ec.europa.eu/info/horizon-europe/missions-horizon-europe/climate-neutral-and-smart-cities_en

(41)

Die Kommission wird bis zum zweiten Quartal 2021 gemeinsam mit den Interessenträgern einen EU-Kodex und einen Monitoringrahmen für verantwortungsvolle Unternehmens- und Marketingpraktiken in der Lebensmittelversorgungskette ausarbeiten.

(42)

  https://europa.eu/climate-pact  

(43)

https://ec.europa.eu/environment/nature/biodiversity/strategy/index_en.htm

(44)

  https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/12525-Long-term-vision-for-rural-areas

(45)

Im weiteren Verlauf könnten Verbindungen zu internationalen Partnern im Rahmen des globalen Bürgermeisterkonvents gefördert werden.

(46)

  https://ec.europa.eu/environment/europeangreencapital/

(47)

  https://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/bitstream/JRC117687/kjna29833enn_1.pdf  

(48)

  https://cleanbusplatform.eu

(49)

  https://civitas.eu/ , ein Netz von „Städten für Städte“, das sich im Rahmen von über 800 Maßnahmen und Lösungen für innovativen städtischen Verkehr in mehr als 80 „Living-Lab-Städten“ in ganz Europa einsetzt.

(50)

  https://www.eltis.org/mobility-plans/european-platform  

(51)

  https://mobilityweek.eu  

(52)

Ein neuer Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft – Für ein saubereres und wettbewerbsfähigeres Europa, 11. März 2020, COM(2020) 98 final, https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A52020DC0098  

(53)

  https://ec.europa.eu/energy/topics/energy-efficiency/energy-efficient-buildings/renovation-wave_en  

(54)

Zusammen mit dem Portal „BUILD UP“ ( www.buildup.eu ). 

(55)

  https://ec.europa.eu/energy/topics/energy-efficiency/energy-efficient-buildings/renovation-wave_en

(56)

  https://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/bitstream/JRC120302/employment_energy_status_report_2020.pdf  

(57)

 COM(2020) 98 final  https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A52020DC0098 .

(58)

  https://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=738&langId=de&pubId=8219

(59)

 Entwicklung grundlegender grüner Kompetenzen für den Arbeitsmarkt als Orientierungshilfe für die Ausbildung in der gesamten Wirtschaft – ESCO-Klassifizierung, https://ec.europa.eu/esco/portal/home . Der ESF+ wird die Weiterbildung und Umschulung von 5 Millionen Menschen für grüne Arbeitsplätze und die grüne Wirtschaft unterstützen, https://ec.europa.eu/esf/main.jsp?catId=62&langId=en .

(60)

  https://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=1517&langId=de  

(61)

Europäische Woche der Berufsbildung,  https://ec.europa.eu/social/vocational-skills-week/european-vocational-skills-week-2017_en .

Europäische Ausbildungsallianz, https://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=1147 ; 

(62)

 Erasmus+-Projektplattform, https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/projects/ ; Initiative Netzwerke Europäischer Hochschulen https://ec.europa.eu/education/education-in-the-eu/european-education-area/european-universities-initiative_de . 

(63)

  https://ec.europa.eu/info/strategy/priorities-2019-2024/european-green-deal/actions-being-taken-eu/just-transition-mechanism_de  

(64)

Z. B. https://microcredentials.eu .

(65)

  https://europa.eu/climate-pact

 

 

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