Gemeinsamer Vorschlag für einen BESCHLUSS DES RATES über den Standpunkt der Union in dem durch das Europa-Mittelmeer-Abkommen zur Gründung einer Assoziation zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Republik Libanon andererseits eingesetzten Assoziationsrat im Hinblick auf die Annahme einer Empfehlung zur Umsetzung des zweiten ENP-Aktionsplans EU-Libanon /* JOIN/2013/014 final - 2013/0149 (NLE) */
BEGRÜNDUNG Libanon und die Europäische Gemeinschaft haben
1965 mit der Unterzeichnung eines Abkommens über Handel und technische
Zusammenarbeit erste vertragliche Beziehungen aufgenommen. Sowohl das
Assoziierungsabkommen von 2002, das am 1. April 2006 in Kraft trat, als
auch der 2007 im Rahmen der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP)
angenommene fünfjährige Aktionsplan trugen wesentlich zum Ausbau der
bilateralen Beziehungen bei. Libanon und die Europäische Union haben im Laufe
der Jahre gut und immer intensiver zusammengearbeitet, was zu einer engen und
konstruktiven Partnerschaft geführt hat. In diesem Rahmen wurden die Beziehungen
zwischen der EU und Libanon in jüngster Zeit durch eine Reihe von
Arbeitssitzungen von Unterausschüssen, die Wiederaufnahme der Tätigkeiten des
Assoziationsrates und vor kurzem die Tagung des Assoziationsrates vom Oktober
2012 intensiviert. Durch die aktive Teilnahme und den fruchtbaren Austausch hat
Libanon seine Entschlossenheit bekräftigt, im Rahmen der Europäischen Nachbarschaftspolitik
(ENP) ein starker Partner zu sein. Auf Seiten der EU hat der Rat Auswärtige
Angelegenheiten in seinen Schlussfolgerungen vom Juli 2012 bekräftigt, dass die
EU „der Stärkung ihrer Partnerschaft mit Libanon im Rahmen der Europäischen Nachbarschaftspolitik
große Bedeutung beimisst“. In den Schlussfolgerungen des Rates Auswärtige
Angelegenheiten vom November 2012 ermutigte die EU Libanon dazu, seinen
Reformprozess fortzusetzen, und bestätigte, dass sie „einer verstärkten
Zusammenarbeit mit Libanon gemäß dem neuen ENP-Aktionsplan, der derzeit zur
Annahme vorliegt, erwartungsvoll entgegen[sieht].“ Die Geltungsdauer des ersten ENP-Aktionsplans
EU-Libanon endete im Januar 2012 und wurde durch einen Schriftwechsel zwischen
Kommissar Štefan Füle, zuständig für Erweiterung und die ENP, und Nicolas
Nahhas, dem libanesischen Minister für Wirtschaft und Handel, um ein Jahr bzw.
bis zur Annahme eines neuen Aktionsplans verlängert. In der Gemeinsamen Mitteilung der Hohen
Vertreterin und der Kommission an das Parlament und den Rat vom Mai 2011 mit
dem Titel Eine neue Antwort auf eine Nachbarschaft im Wandel – Eine
Überprüfung der europäischen Nachbarschaftspolitik wurde ein neues Konzept
beschrieben, mit dem eine verstärkte Differenzierung angestrebt wird. Danach
kann jeder Partner seine Verbindungen mit der EU auf der Grundlage seiner
eigenen Bestrebungen, Bedürfnisse und Fähigkeiten, aber auch auf der Grundlage
gegenseitiger Rechenschaftspflicht, der Verpflichtung zu den universellen
Werten Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie der Fähigkeit
zur Umsetzung gemeinsam vereinbarter Prioritäten entwickeln. Wie in dieser
Mitteilung dargelegt, möchte die EU eine einfachere und kohärentere Politik-
und Programmstruktur schaffen, indem die Zahl der Schwerpunktbereiche der
ENP-Aktionspläne und der EU-Unterstützung verringert und präzisere Benchmarks
vorgeben werden. In diesem zweiten Aktionsplan sind die
vorrangigen Ziele der Partnerschaft EU-Libanon klar dargelegt und es werden für
jedes Ziel spezifische Benchmarks, Indikatoren, Zeitpläne und mögliche
EU-Maßnahmen aufgeführt. Der Europäische
Auswärtige Dienst hat im Frühjahr 2012 Sondierungsgespräche mit Libanon
geführt. Im Anschluss an diese Gespräche wurde der neue Aktionsplan in enger
Zusammenarbeit mit den Kommissionsdienststellen und den Mitgliedstaaten in
mehreren Konsultationsrunden erörtert und schließlich ein Entwurf erstellt, der
als Verhandlungsgrundlage diente. Nach einer Verhandlungsrunde in Beirut im
August 2012 wurde dieser Entwurf in Zusammenarbeit mit der Kommission und den
Mitgliedstaaten weiter abgeändert. Nach der Tagung des Assoziationsrates im
Oktober 2012 erzielten die EU und Libanon eine politische Einigung über den
Entwurf, vorbehaltlich noch abzuschließender Verfahren. Der zweite ENP-Aktionsplan EU-Libanon wird das
wesentliche Referenzdokument sein, an dem sich die bilateralen Beziehungen der
EU mit Libanon in den kommenden Jahren ausrichten. Die ENP spielt weiterhin
eine Katalysatorrolle und gibt einen einheitlichen politischen Rahmen vor, der
sich u. a. auf Partnerschaftlichkeit, gemeinsame Verantwortung,
leistungsbezogene Differenzierung und maßgeschneiderte Hilfe stützt. Die Kommission und die Hohe Vertreterin für
Außen- und Sicherheitspolitik fügen den Wortlaut eines gemeinsamen Vorschlags
für einen Beschluss des Rates über den Standpunkt der Union im Gemischten
Ausschuss EU-Libanon im Hinblick auf die Annahme einer Empfehlung zur Umsetzung
des im Anhang beigefügten zweiten Aktionsplans bei. Die Kommission und die Hohe Vertreterin
ersuchen den Rat, den beigefügten gemeinsamen Vorschlag für einen Beschluss des
Rates anzunehmen. 2013/0149 (NLE) Gemeinsamer Vorschlag für einen BESCHLUSS DES RATES über den Standpunkt
der Union in dem durch das Europa-Mittelmeer-Abkommen zur Gründung einer
Assoziation zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten
einerseits und der Republik Libanon andererseits eingesetzten Assoziationsrat
im Hinblick auf die Annahme einer Empfehlung zur Umsetzung des zweiten
ENP-Aktionsplans EU-Libanon DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION - gestützt auf den Beschluss 2006/356/EG des
Rates vom 14. Februar 2006 über den Abschluss des Europa-Mittelmeer-Abkommens
zur Gründung einer Assoziation zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren
Mitgliedstaaten einerseits und der Republik Libanon andererseits, insbesondere
auf Artikel 2 Absatz 1, auf gemeinsamen Vorschlag der Kommission und
der Hohen Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik, in Erwägung nachstehender Gründe: (1) Das Europa-Mittelmeer-Abkommen
zur Gründung einer Assoziation zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren
Mitgliedstaaten einerseits und der Republik Libanon andererseits (im Folgenden
„Abkommen“) wurde am 17. Juni 2002 unterzeichnet und trat am 1. April 2006 in
Kraft. (2) Die Vertragsparteien haben
sich auf den zweiten Aktionsplan EU-Libanon im Rahmen der Europäischen
Nachbarschaftspolitik (ENP) geeinigt, mit dem die Umsetzung des
Assoziationsabkommens durch konkrete Maßnahmen, die mit Blick auf die
Verwirklichung der Ziele des Abkommens ausgearbeitet und vereinbart wurden,
unterstützt wird – HAT FOLGENDEN BESCHLUSS ERLASSEN: Artikel 1 Der Standpunkt, den die Union in dem durch das
Europa-Mittelmeer-Abkommen zur Gründung einer Assoziation zwischen der
Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Republik
Libanon andererseits eingesetzten Assoziationsrat im Hinblick auf die Umsetzung
des ENP-Aktionsplans EU-Libanon vertritt, stützt sich auf den diesem Beschluss
beigefügten Entwurf der Empfehlung des Assoziationsrats. Artikel 2 Dieser
Beschluss tritt am Tag seiner Annahme in Kraft. Geschehen zu Brüssel am […] Im
Namen des Rates Der
Präsident/Die Präsidentin Entwurf EMPFEHLUNG zur
Umsetzung des ENP-Aktionsplans EU-Libanon DER ASSOZIATIONSRAT EU-LIBANON — gestützt auf das
Europa-Mittelmeer-Assoziationsabkommen zwischen den Europäischen Gemeinschaften
und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Libanesischen Republik
andererseits (im Folgenden „Abkommen“), insbesondere auf Artikel 76 Absatz 2, in Erwägung nachstehender Gründe: ·
Gemäß Artikel 86 des Abkommens treffen die
Vertragsparteien alle allgemeinen oder besonderen Maßnahmen, die zur Erfüllung
ihrer Verpflichtungen aus diesem Abkommen erforderlich sind, und sorgen dafür,
dass die Ziele dieses Abkommens erreicht werden. ·
Die Vertragsparteien des Abkommens haben sich auf
den Wortlaut des zweiten Aktionsplans EU-Libanon im Rahmen der Europäischen
Nachbarschaftspolitik („Aktionsplan EU-Libanon“) geeinigt. ·
Mit dem Aktionsplan EU-Libanon wird die Umsetzung
des Abkommens unterstützt, indem von den Vertragsparteien konkrete Maßnahmen,
die eine praktische Anleitung für eine solche Umsetzung vorgeben, ausgearbeitet
und vereinbart werden. ·
Der Aktionsplan erfüllt einen doppelten Zweck, da
darin sowohl konkrete Schritte für die Erfüllung der in dem Abkommen genannten
Verpflichtungen der Vertragsparteien festgelegt werden, als auch eine breitere
Grundlage für den weiteren Ausbau der Beziehungen zwischen der EU und Libanon
geschaffen wird, die entsprechend den allgemeinen Zielsetzungen des Abkommens
zu einem erheblichen Maß an wirtschaftlicher Integration und zur Vertiefung der
politischen Zusammenarbeit führen soll – HAT FOLGENDE EMPFEHLUNG ERLASSEN: Einziger Artikel Der Assoziationsrat empfiehlt, dass die
Vertragsparteien den im Anhang beigefügten Aktionsplan EU-Libanon durchführen,
insofern als diese Durchführung auf die Verwirklichung der Ziele des
Europa-Mittelmeer-Abkommens zur Gründung einer Assoziation zwischen der
Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Republik
Libanon andererseits ausgerichtet ist. Geschehen zu Brüssel am [...] Im Namen des
Assoziationsrats Der Präsident/Die Präsidentin ANHANG Aktionsplan 2013-2015 für die Partnerschaft und
die Zusammenarbeit zwischen der EU und Libanon I. Einleitung Libanon und die Europäische Union sind durch
das Europa-Mittelmeer-Abkommen gebunden, das seit 2006 in Kraft ist. Ihre
vertraglichen Beziehungen reichen jedoch weit länger zurück und bestehen
bereits seit dem Abschluss des Abkommens über Handel und technische
Zusammenarbeit im Jahr 1965. Die Zusammenarbeit zwischen Libanon und der
Europäischen Union ist seitdem erfolgreich gewesen und wurde schrittweise
intensiviert. Wie im Assoziationsabkommen niedergelegt, sind beide Vertragsparteien
der Demokratie und den Menschenrechten verpflichtet und teilen zahlreiche
politische und wirtschaftliche Interessen. Auf dieser Grundlage möchten sie
ihre Partnerschaft weiterentwickeln und stärken. Die jüngsten Regierungen von Libanon haben
alle ihr Engagement für politische und wirtschaftliche Reformen durch
gesetzgeberische Verfahren, Anpassung der politischen Strategien und
Verbesserungen der öffentlichen Verwaltung bekräftigt. Sie haben betont, dass
sie den in der libanesischen Verfassung und späteren Vereinbarungen verankerten
Grundsätzen verpflichtet sind, unter anderem der Souveränität des Landes, der
Unabhängigkeit, dem demokratischen Staatsaufbau, den Grundfreiheiten, der
Gleichheit aller Bürger sowie der Einheit des Hoheitsgebietes, der Bevölkerung
und der Institutionen des Landes. Sie haben auch ihre Achtung internationaler
Resolutionen bekräftigt. Die Achtung dieser Grundsätze und die darauf
beruhenden Reformbemühungen werden von der Europäischen Union vollauf
unterstützt und befürwortet. Eine neue Nachbarschaftspolitik Angesichts der historischen Veränderungen in
der südlichen Nachbarschaft hat die Europäische Union ein neues Konzept
entwickelt. Dieses soll die am besten geeigneten Antworten auf die raschen
Veränderungen in den Nachbarländern liefern, einschließlich der Notwendigkeit,
tiefgreifende und umfassende Reformen einzuleiten bzw. fortzusetzen, tragfähige
Demokratien aufzubauen und zu festigen, ein nachhaltiges und breitenwirksames
Wirtschaftswachstum zu unterstützen und auch grenzübergreifende Auswirkungen zu
berücksichtigen. Libanon hat zu der Analyse, auf deren Grundlage die EU dieses
Konzept entwickelt hat, beigetragen. Diese überarbeitete Europäische
Nachbarschaftspolitik (ENP) stützt sich auf gegenseitige Rechenschaftspflicht
und ein gemeinsames Engagement für die universellen Werte Menschenrechte,
Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Sie schafft eine größere Differenzierung,
da der Umfang der von der EU geleisteten Unterstützung in Abhängigkeit vom
Engagement der Partnerländer im Hinblick auf die Annäherung an die EU, von
ihren spezifischen Bedürfnissen und verfügbaren Kapazitäten, von ihren
Fortschritten bei der Umsetzung von Reformen und bei der Stärkung der
Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit sowie von ihrer Achtung der Menschenrechte
und Grundfreiheiten festgelegt wird. Ferner bietet sie die Möglichkeit, der
Stärkung der Beziehungen konkrete Gestalt zu verleihen: größere wirtschaftliche
Integration, gesteigerte Mobilität und engere politische Zusammenarbeit in den
Bereichen Staatsführung, Sicherheit, Konfliktlösung und Koordinierung der
Standpunkte in internationalen Foren in Fragen von gemeinsamem Interesse. Mit dem neuen Konzept für die
Nachbarschaftspolitik wird Folgendes angestrebt: a) verstärkte
Unterstützung für Partner, die sich für die Stärkung der Demokratie und die
Achtung der Rechtsstaatlichkeit, der Menschenrechte und der Grundfreiheiten
einsetzen; b) Unterstützung der Entwicklung einer nachhaltigen und inklusiven
Wirtschaft, in der soziale und regionale Ungleichheiten verringert,
Arbeitsplätze geschaffen und der Lebensstandard der Bevölkerung verbessert
wird, und c) Aufbau einer engeren Partnerschaft mit der Bevölkerung und der
Zivilgesellschaft der Partnerländer. Der neue Aktionsplan Mit den gestiegenen Ambitionen beider
Vertragsparteien im aktuellen Kontext sind die Voraussetzungen dafür gegeben,
dass Libanon und die EU in ihren Beziehungen in die nächste Phase eintreten.
Dieser zweite ENP-Aktionsplan EU-Libanon ist ein politisches Dokument, das auf
den Bestimmungen des Assoziationsabkommens aufbaut, in denen die Bereiche der
Zusammenarbeit aufgeführt werden. Um diesem Aktionsplan eine stärker
umsetzungsbezogene Prägung zu geben, kommen die Vertragsparteien überein, sich
auf eine begrenzte Zahl gemeinsam festgelegter vorrangiger Ziele zu
konzentrieren. Diese werden nachstehend mit Hilfe von Benchmarks und
Indikatoren festgelegt, wobei jeweils spezifische Etappen auf dem Weg zur
Verwirklichung der einzelnen vorrangigen Ziele und die Daten bzw. konkrete
Schritte, anhand derer die Fortschritte gemessen werden können, aufgeführt
werden. Es wird jeweils ein Zeitrahmen für die Durchführung angegeben. Zu den
einzelnen vorrangigen Zielen werden zudem Angaben zu den möglichen EU-Maßnahmen
aufgeführt, unter Nennung der Bereiche der Zusammenarbeit, der vorgeschlagenen
Hilfe bzw. der mobilisierten Ressourcen (wenn hier auf bestehende Instrumente
Bezug genommen wird, ist dies als auch als Bezugnahme auf die nächste
Generation der Instrumente, d. h. nach 2013, zu verstehen). Die künftige
finanzielle Zusammenarbeit der EU mit Libanon und die bereitzustellende Hilfe
werden im Einklang mit diesem Aktionsplan programmiert. Weitere Ziele sind im
Anhang festgelegt, der die im Assoziationsabkommen vorgesehenen Bereiche der
Zusammenarbeit abdeckt und als Referenzdokument für dessen Umsetzung dient. Die Laufzeit des Aktionsplans beträgt zunächst
drei Jahre. Um eine bestmögliche Umsetzung zu
gewährleisten und eine Verbindung zwischen den Fortschritten bei der Erreichung
der oben genannten vorrangigen Ziele und der bereitgestellten Hilfe
herzustellen, werden regelmäßige Monitoring- und Bewertungsmaßnahmen durch den
Assoziationsausschuss und die im Rahmen des Assoziationsabkommens
eingerichteten Unterausschüsse sowie anhand von Fortschrittsberichten jeder der
Vertragsparteien durchgeführt. Wird von ihnen entsprechender Bedarf
festgestellt, können beide Vertragsparteien im Einvernehmen beschließen, den
Aktionsplan für das kommende Jahr/die kommenden Jahre entsprechend zu ändern.
Rechtzeitig vor Ende der Laufzeit überprüfen die Vertragsparteien den
Gesamtstand der Umsetzung dieses Aktionsplans. Auf der Grundlage dieser
Bewertung können sie beschließen, die Laufzeit um ein Jahr zu verlängern, wobei
anschließend weitere Verlängerungen um jeweils ein weiteres Jahr möglich sind.
Die Verantwortung für die genannten Entscheidungen liegt beim Assoziationsrat. Der Entwurf des Aktionsplans wird dem
Assoziationsrat EU-Libanon zur Genehmigung vorgelegt. II. Prioritäten Prioritätenliste A........... Reform des Justizwesens
(einschließlich der Vollzugsanstalten) im Hinblick auf mehr Effizienz,
Wirksamkeit und eine größere Unabhängigkeit der Justiz............................................................................ 8 B........... Wahlreform zwecks Durchsetzung
internationaler Standards und Erhöhung der Leistungsfähigkeit des libanesischen
Parlaments.................................................................................................................... 10 C........... Menschenrechte und Schutz
vulnerabler Bevölkerungsgruppen, einschließlich der palästinensischen
Flüchtlinge, durch Rechtsvorschriften oder andere angemessene Maßnahmen und
gezielte Aktionen.. 11 D........... Verbesserung der öffentlichen
Finanzverwaltung und wirksame Zuweisung der öffentlichen Mittel 13 E........... Verbesserung der Effizienz, der
guten Regierungsführung und der Transparenz der öffentlichen Verwaltung 15 F........... Verbesserte Verwaltung des
Sicherheitssektors und bessere Rechtsdurchsetzung, einschließlich Kooperation,
Rechenschaftspflicht und Überwachungsverfahren, sowie Förderung des
integrierten Grenzmanagements 16 G........... Verbesserung der
Wettbewerbsfähigkeit im Handel und weitere handelspolitische Integration in den
EU-Markt und internationale Märkte, WTO-Beitritt.............................................................................. 18 H........... Verbesserung der Rahmenbedingungen
für Unternehmen, insbesondere für Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen
sowie Entwicklung der Bedingungen in Schlüsselsektoren des inländischen Markts 19 I............ Förderung der Erzeugung und
Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Einklang mit internationalen
Normen, Förderung der Liberalisierung, Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und
Entwicklung der Wirtschaft im ländlichen Raum............................................................................................................ 21 J............ Verbesserung des Umweltschutzes
und Förderung einer nachhaltigen regionalen Entwicklung durch verstärkte
Dezentralisierung sowie Stärkung der Kommunen und lokalen Behörden........................ 23 K.......... Umsetzung der nationalen
Bildungsstrategie, Verbesserung der technischen und beruflichen Bildung 24 L........... Ausbau der Sozial- und
Gesundheitsfürsorge................................................................. 26 M.......... Umsetzung einer energiepolitischen
Strategie zum Ausbau der Stromversorgung, Einleitung einer strukturellen Reform
und Förderung der Nutzung erneuerbarer und CO2-armer Energiequellen
sowie der Energieeffizienz 27
Definition
der Prioritäten A. Reform
des Justizwesens (einschließlich der Vollzugsanstalten) im Hinblick auf mehr
Effizienz, Wirksamkeit und eine größere Unabhängigkeit der Justiz Benchmarks || Indikatoren - Kapazitätsausbau im Justizministerium und bei den zugehörigen Behörden; Abschluss der Automatisierungsprozesses im Justizwesen - Greifbare Fortschritte bei der Unabhängigkeit der Justiz - Verbesserung des Zugangs zur Justiz für Einwohner Libanons, einschl. vulnerabler Bevölkerungsgruppen - Einschränkung der Zuständigkeit der Militärgerichte auf militärrechtliche Fälle; öffentlicher Reflexionsprozess über die Reform der Religionsgerichte; Einführung von Streitbeilegungsverfahren - Verwaltung der Beweismittel im Rahmen strafrechtlicher Ermittlungen; Erhöhung des Anteils der auf Sachbeweisen basierenden Urteile im Ggs. zu geständnisbasierten Urteilen - Übertragung der Zuständigkeit für Vollzugsanstalten vom Innenministerium auf das Justizministerium; Angleichung der Vorschriften und der materiellen Bedingungen der Vollzugsanstalten an internationale Standards; Verhalten des Anstaltspersonals im Einklang mit internationalen Standards und der Menschenrechtscharta; Verringerung der Überbelegung der Vollzugsanstalten unter Berücksichtigung der spezifischen Bedürfnisse von Frauen; Gewährleistung der Achtung der Rechtsvorschriften, gesetzlichen Fristen und der gerichtlichen Zuständigkeit bei Verfahren im Zusammenhang mit Untersuchungshaft - Vollständige Rechtsangleichung an das Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (UNCAT); Einführung der strafrechtlichen Verfolgbarkeit von Folter sowie strafrechtliche Verfolgung der Täter; wirksame Prävention || - Administrative Umstrukturierung des Justizministeriums wurde fortgesetzt, einschl. Stärkung der IT-Abteilung; Mitarbeiter wurden geschult, die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Mitarbeiter wurden erweitert; Automatisierungsverfahren und IT wurden eingeführt, insbesondere in den Gerichten; Veränderung der durchschnittlichen Zahl der jährlich von den Gerichten bearbeiteten Fälle; Veränderung der durchschnittlichen Dauer der Gerichtsverfahren - Administrative Abhängigkeit des Hohen Richterrats und der Justizinspektion vom Justizministerium wurde beseitigt; transparente Mechanismen für die Dienstzeit, Ernennung und Entlassung von Richtern und Staatsanwälten wurden eingeführt - Aggregierte Daten zur Zuständigkeit / Zugänglichkeit der Gerichte, aggregierte Daten zu den Beteiligten an Gerichtsverfahren - Gesetz über die Schiedsgerichtsbarkeit wurde angenommen und die darin vorgesehenen Verfahren werden angewendet; Rückgang der Zahl der von Militärgerichten bearbeiteten nicht-militärrechtlichen Fälle; Studie zu den Religionsgerichten (vom Justizministerium) wurde fertig gestellt und veröffentlicht, anschließend öffentliche Diskussion - Im Zuge strafrechtlicher Ermittlungen gesammelte Beweismittel werden angemessen organisiert und in Gerichten aufbewahrt; Statistiken über Verurteilungen - Administrative Schritte zur Übertragung der Zuständigkeit für Vollzugsanstalten wurden unternommen; nachweisliche Verbesserungen der materiellen Infrastruktur der Anstalten Vollzugs- und Untersuchungshaftanstalten; Personal wird angemessen ausgebildet und beaufsichtigt; Verringerung der Zahl der ohne ordnungsgemäße Anklageerhebung inhaftierten Personen und der Anzahl der Insassen, die über die Dauer ihrer Strafe hinaus inhaftiert sind; Baumaßnahmen zur Erweiterung der Kapazitäten der Vollzugsanstalten wurden aufgenommen; Entwicklung spezieller Programme zur Förderung des wirtschaftlichen und sozialen Empowerment weiblicher und männlicher Inhaftierter in libanesischen Vollzugsanstalten; Verwaltung der Vollzugsanstalten wurde förmlich einer gerichtlichen Aufsicht unterstellt; Berichte über Besuche in den Vollzugsanstalten - Rechtsvorschriften sowie Anstaltsordnungen wurden im Hinblick auf völlige Übereinstimmung mit dem UNCAT geändert; Folter wurde als strafbare Handlung festgelegt; Rechtsvorschriften und Durchführungsverordnungen zur Schaffung eines nationalen Verfahrens zur Prävention von Folter wurden angenommen (im Einklang mit dem OPCAT, ratifiziert durch Libanon) Zeitrahmen Kurz- bis mittelfristig, während der gesamten Laufzeit des Aktionsplans Kurzfristig: Automatisierung von Prozessen, Neuordnung der Zuständigkeit für Vollzugsanstalten, Unabhängigkeit des Hohen Justizrats EU-Maßnahme(n) Fortsetzung der EU-Unterstützung für die Justizreform im Hinblick auf eine größere Unabhängigkeit der Justiz und die Anpassung an internationale Standards (einschl. Vollzugsanstalten); Fortsetzung der Unterstützung für den Automatisierungsprozess im Gerichtswesen; Fortsetzung des Kapazitätsaufbaus und der Ausbildungsmaßnahmen am Institut für Rechtswissenschaften und nach Möglichkeit bei anderen einschlägigen Institutionen B. Wahlreform
zwecks Durchsetzung internationaler Standards und Steigerung der
Leistungsfähigkeit des libanesischen Parlaments Benchmarks || Indikatoren - Änderung des Wahlrechts zur Anpassung an internationale Standards und zur Berücksichtigung der Empfehlungen früherer Wahlbeobachtungsmissionen - Durchführung der bevorstehenden Wahlen im Einklang mit internationalen Standards und den Empfehlungen der vorhergehenden EU-Wahlbeobachtungsmission; Präsenz unabhängiger internationaler und einheimischer Beobachter - Intensivierung der Tätigkeit des Parlaments, Effizienzsteigerung bei der Gesetzgebung (einschl. bei Rechtsvorschriften mit hoher Priorität), Verbesserung der internen Verfahren des Parlaments || - Rechtsvorschriften über die Änderung des Wahlrechts wurden angenommen; Gegenstand der geänderten Rechtsvorschriften: Schaffung einer vollständig unabhängigen Wahlkommission, vorgedruckte Stimmzettel, Herabsetzung des Wahlalters, Regelungen für die transparente Beteiligung von Auslandslibanesen an den Wahlen; Gesetzesänderungen wurden rechtzeitig angenommen (so dass die Umsetzung noch vor Wahlen möglich ist) - Bewertung der Wahlen durch unabhängige inländische oder internationale Beobachter; aggregierte Daten zur Wahlbeteiligung (Gesamtwahlbeteiligung, Teilnahme von Frauen (einschl. als Kandidatinnen), Wahlbeteiligung von Glaubensgemeinschaften und anderen Bevölkerungsgruppen sowie von Auslandslibanesen); aggregierte Daten zu etwaigen Beschwerden betreffend die Durchführung der Wahlen - Häufigkeit der Parlamentssitzungen (Anzahl der Sitzungen); aggregierte Daten zur Präsenz/Abwesenheit der Abgeordneten sowie Veröffentlichung dieser Daten; Zahl der erörterten/angenommenen/abgelehnten Legislativvorschläge; durchschnittliche Dauer des parlamentarischen Prozesses und „Durchsatz“ von Gesetzen im Parlament; wirksame Nutzung der parlamentarischen Verfahren für die Annahme von Rechtsvorschriften mit hoher Priorität; aggregierte Daten zur Nutzung des neuen Tracking-Systems für das Legislativverfahren; konkrete Verbesserungen der Geschäftsordnung des Parlaments (z. B. Einführung von Anwesenheits- und/oder Abwesenheitslisten); Verfügbarkeit professionellen Personals zur Unterstützung der Gesetzgeber Zeitrahmen Kurzfristig: Reform des Wahlsystems bis zu den Parlamentswahlen 2013 und den später stattfindenden Kommunalwahlen Mittelfristig: Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Parlaments während der gesamten Dauer des Aktionsplans, kontinuierliche Verbesserungen der Rahmenbedingungen für die Wahlen EU-Maßnahme(n) Unterstützung für die Umsetzung der Wahlreform (einschl. Logistik und Automatisierung) im Einklang mit internationalen Wahlstandards, Empfehlungen der EU-Wahlbeobachtungsmissionen und bewährte Praktiken. Unterstützung des Parlaments, einschl. durch Schulungsmaßnahmen für Parlamentsmitarbeiter, um die Qualität der Gesetzgebung und des Gesetzgebungsprozesses sowie die Aufsichtsfunktion des Parlaments zu verbessern, Stärkung der Kapazitäten des Parlaments zur Durchführung wissenschaftlicher und politischer Analysen, Stärkung der institutionellen Rolle des Parlaments C. Menschenrechte
und Schutz vulnerabler Bevölkerungsgruppen, einschließlich der
palästinensischen Flüchtlinge, durch Rechtsvorschriften oder andere angemessene
Maßnahmen und gezielte Aktionen Benchmarks || Indikatoren - Folgemaßnahmen zu den akzeptierten UPR-Empfehlungen und Umsetzung dieser Empfehlungen - Fertigstellung der nationalen Menschenrechtsstrategie und Einrichtung einer nationalen Menschenrechtsorganisation - Verbesserung der Stellung und der Lebensbedingungen vulnerabler Bevölkerungsgruppen, einschl. Flüchtlingen, Vertriebenen, Asylbewerbern, Staatenlosen, Hausangestellten, Wanderarbeitnehmern, Behinderten, jeweils entsprechend ihrem spezifischen Status; Verpflichtung zur Einhaltung des Grundsatzes der Nichtzurückweisung von Flüchtlingen und Asylsuchenden nach dem UN-Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche und erniedrigende Behandlung und nach internationalem Brauch; Einhaltung des Grundsatzes der Nichtzurückweisung wird überwacht - Fortschritte beim Schutz der Rechte der Frauen und Kinder und verstärkte Teilhabe von Frauen und jungen Menschen am öffentlichen Leben sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht, einschl. Mitwirkung an der Beschlussfassung und an der Formulierung politischer Standpunkte - Stärkung der Menschenrechte bei der Rechtsdurchsetzung, insbesondere innerhalb der internen Sicherheitskräfte - Verbesserung des Status, der humanitären und sozialen Rechte und der Lebensbedingungen der palästinensischen Flüchtlinge in Libanon, u. a. durch staatlich unterstützte Projekte; institutioneller Rahmen für die Leitung der palästinensischen Flüchtlingslager und Rahmen für Gespräche mit dem UNRWA und den libanesischen Behörden - Erweiterung der Beschäftigungsmöglichkeiten für palästinensische Flüchtlinge, Standards im Gesundheits- und Bildungswesen || - Anzahl der einschlägigen UPR-Empfehlungen, die umgesetzt wurden, und Bewertung der Folgemaßnahmen - Nationale Menschenrechtsstrategie wurde angenommen und die Schaffung einer entsprechenden nationalen Einrichtung wurde abgeschlossen; die Einrichtung hat ihre Tätigkeit aufgenommen, einschl. des Dialogs mit der Zivilgesellschaft - Legislativ-, Regulierungs- und sonstige gezielte Maßnahmen: die Asylbedingungen und der Schutz von Flüchtlingen/Vertriebenen wurden im Einklang mit den internationalen Standards verbessert, u. a. durch die Vereinbarung, die derzeit mit dem UNHCR ausgehandelt wird; aggregierte Daten über die Bearbeitung und Weiterverfolgung von Asylanträgen; Situation der Staatenlosen wurde überprüft - IAO-Übereinkommen Nr. 189 über menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte wurde ratifiziert und in libanesisches Recht umgesetzt; Wanderarbeitnehmer werden durch nationale Rechtsvorschriften geschützt und politische Strategien zur Sicherung ihrer Rechte wurden entwickelt und umgesetzt; das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen wurde ratifiziert - Aggregierte Daten zur Durchführung des Übereinkommens über die Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW); Fortschritte bei der Umsetzung des CEDAW; Rechtsvorschriften über den Schutz von Frauen und Kindern vor häuslicher Gewalt wurden angenommen und werden durchgesetzt; Anzahl und Umfang sonstiger gesetzgeberischer Maßnahmen zum Schutz von Frauen und Kindern; internationale Übereinkommen über den Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten werden angewandt; Anzahl der Frauen in Schlüsselpositionen auf nationaler und lokaler Ebene, einschl. in der Politik; staatliche Maßnahmen zugunsten obdachloser Kinder - Aggregierte Daten zur Menschenrechtsabteilung der internen Sicherheitskräfte (zusätzliches Personal, Leistungen, Tätigkeitsspektrum); Angaben zum Umgang mit den Bürgern, insb. mit vulnerablen Bevölkerungsgruppen, im Justizwesen (Zahl der Gerichtsverfahren; Muster der Urteilsfindung); aggregierte Daten über den Umgang mit/die Lebensbedingungen von Asylsuchenden, Flüchtlingen und Wanderarbeitnehmern (einschl. Besuche bei den jeweiligen Einrichtungen) - Verbesserung der Lebensbedingungen, der humanitären und sozialen Rechte und der Gesamtsituation; Ergebnisse laufender Projekte; Zahl und Art der neuen Projekte; Umfang der instandgesetzten Lagerinfrastruktur; Initiativen und Strategien, die zur Verbesserung der Interaktion und der Zusammenarbeit der Lager mit dem UNRWA und den libanesischen Behörden sowie mit dem Ausschuss für den libanesisch-palästinensischen Dialog (LPDC) entwickelt wurden - Anwendung des Arbeitsrechts (geänderte Bestimmungen, nach denen Palästinensern der Zugang zu bestimmten Berufen gewährt wird); Statistiken und Berichte des UNRWA und anderer zuverlässiger Quellen für Angaben zur Beschäftigungssituation von Palästinensern; Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheits- und Bildungsstandards der palästinensischen Flüchtlinge Zeitrahmen Kurz- bis langfristig, während der gesamten Laufzeit des Aktionsplans Kurzfristig: Maßnahmen zur Umsetzung der UPR-Empfehlungen vor der nächsten Überprüfung (2014); Annahme von Dekreten zur Umsetzung der Arbeitsrechtsänderungen, nach denen palästinensischen Flüchtlingen die Aufnahme einer Beschäftigung gestattet wird; Verabschiedung und Umsetzung von Rechtsvorschriften über häusliche Gewalt und über Wanderarbeitnehmer EU-Maßnahme(n) Unterstützung für den Kapazitätsausbau im Bereich der Menschenrechte und für die Umsetzung der UPR-Empfehlungen (akzeptierte Empfehlungen, Vorbereitungen für den nächsten Zyklus); Unterstützung für den Ausbau der Kapazitäten von Regierungsbeamten in den Bereichen institutioneller Schutz der Menschenrechte und Rechenschaftsmechanismen; Fortsetzung der Unterstützung des UNHCR und der finanziellen Zusammenarbeit mit diesem, im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten; Unterstützung für die Bedürfnisse benachteiligter Gruppen, einschl. der Entwicklung eines soliden Rechtshilfesystems; Fortsetzung der finanziellen Zusammenarbeit mit dem UNRWA und anderen Akteuren im Hinblick auf die Verbesserung der Rechte und der wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen der Palästinenser D. Verbesserung
der öffentlichen Finanzverwaltung und wirksame Zuweisung der öffentlichen
Mittel Benchmarks || Indikatoren - Straffung der öffentlichen Finanzverwaltung; Verbesserung des Haushaltsverfahrens (Verabschiedung des Haushalts durch das Parlament, Rechnungsabschluss früherer Haushaltszeiträume, Koordinierung des Finanzministeriums mit den Fachministerien und anderen Einrichtungen) - Führung des Rechnungswesens im öffentlichen Sektor nach internationalen Standards (Effizienz, Rechenschaftspflicht, Transparenz und Vorhersehbarkeit); Anpassung an die IWF-Empfehlungen und die PEFA-Empfehlungen; solide Verwaltung der öffentlichen Mittel und der Gebermittel (einschl. der EU-Mittel) - Verbesserungen bei Zweckbindung und Kontrolle der Ausgaben und Einnahmen - Überarbeitung des Steuersystems, einschl. Verringerung der bestehenden Steuerlücke und Verbesserung der Effizienz - Rechtsvorschriften über ein offenes und transparentes öffentliches Auftragswesen; Einbindung der Korruptionsbekämpfungsmaßnahmen in die Verwaltung der öffentlichen Finanzen und das öffentliche Auftragswesen; Verbesserung der Statistiken und Stärkung der externen Rechnungsprüfung || - Staatshaushalt wurde angenommen; Rechnungsabschlüsse der Vorjahre wurden angenommen; Vorbereitungen für den Haushaltsplan des kommenden Jahrs wurden rechtzeitig aufgenommen; verstärkte interministerielle Koordinierung - Umsetzung des IWF-Programms zur Bewertung des Finanzsektors (Financial Sector Assessment Programme, FSAP) und der PEFA-Empfehlungen; Anwendung hoher Standards für Effizienz und Transparenz; Überwachungsmechanismen für die Verwendung von Gebermitteln werden eingehalten (einschl. Zusammenarbeit mit einschlägigen EU-Stellen betr. die EU-Mittel) - Daten zu den öffentlichen Ausgaben; die Kriterien für die Gewährung von Budgethilfe werden erfüllt: klar definierte nationale oder sektorbezogene Reformpolitik und ‑strategien, stabilitätsorientierter makroökonomischer Rahmen, glaubwürdiges und geeignetes Programm zur fortlaufenden Verbesserung der Verwaltung der öffentlichen Finanzen, Haushaltstransparenz und -kontrolle - Geänderte Steuerpolitik zwecks Einführung eines allgemeinen und gerechten Steuersystems; ordnungsgemäße Einziehung von Staatseinnahmen und Geldbußen (einschl. Geldbußen für die illegale Besetzung öffentlichen Raums, Rechnungen der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft Electricité du Liban, Bußgelder für Verkehrsstrafen); zeitnahe und detaillierte Veröffentlichung von Statistiken zu den staatlichen Einnahmen und Ausgaben - Gesetz über das öffentliche Auftragswesen wurde angenommen; Maßnahmen zur Umsetzung von Rechtsvorschriften zur Korruptionsbekämpfung wurden ergriffen; wirksame Überwachungsmechanismen wurden eingerichtet; Unabhängigkeit des Rechnungshofs wurde verstärkt (Berichtspflicht gegenüber dem Parlament, Haushalt wird vom Parlament verabschiedet) und seine Arbeit konzentriert sich ausschließlich auf externe Prüfungen; korrupte Praktiken im öffentlichen Auftragswesen werden untersucht und strafrechtlich verfolgt; die Ergebnisse Libanons bei der UNCAC-Überprüfung 2014; für Audits und Statistiken wurden strenge Methoden eingeführt Zeitrahmen Kurzfristig: Annahme des Haushalts, Gesetz über das öffentliche Auftragswesen Kurz- bis mittelfristig EU-Maßnahme(n) Unterstützung bei der Festlegung einer Reformstrategie für die öffentliche Finanzverwaltung sowie beim Kapazitätenausbau des Finanzministeriums. Unterstützung bei der Verbesserung der Haushaltsaufstellung und der Einnahmenvorausschätzung. Unterstützung zur Verbesserung der institutionellen Rahmenbedingungen, der Struktur und der Leistungsfähigkeit des Rechnungshofes; Unterstützung betr. ein Vermögensverwaltungssystem für öffentliches Eigentum; Austausch von Informationen über Finanzvorschriften und –praxis E. Verbesserung
der Effizienz, der verantwortungsvollen Staatsführung und der Transparenz der
öffentlichen Verwaltung Benchmarks || Indikatoren - Fortschritte bei der Verbesserung der Staatsführung, insbesondere durch Korruptionsbekämpfung - Größere Transparenz der öffentlichen Verwaltung, u. a. Schaffung eines offenen Konsultationsprozesses vor der Verabschiedung von Rechtsvorschriften, und durch Veröffentlichung von Beschlüssen und Berichten - Arbeitsweise des Amts des Ombudsmanns - Personalreform mit dem Ziel, die öffentlichen Bediensteten innerhalb einer einzigen Personalstruktur für den gesamten öffentlichen Dienst zusammenzuführen; Projekte zur Verbesserung der Effizienz und Produktivität der Beamten; Chancengleichheit für Frauen und Männer; Besetzung der freien Stellen - Einführung von Modellen für die Messung und Einstufung der Leistungen der staatlichen Verwaltung - Vereinfachung der Verfahren und Schaffung einheitlicher Anlaufstellen (One-Stop-Shops) - Verbesserung der IT-Infrastruktur der staatlichen Verwaltung im Hinblick auf den Datenschutz und zur Steigerung von Effizienz und Produktivität - Einführung von elektronischen Behördendiensten und elektronischen Diensten - Erstellung und Veröffentlichung verlässlicher, aktueller und regelmäßiger mit EU- und internationalen Standards kompatibler Statistiken in allen relevanten Bereichen wie Wirtschaft (Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Zahlungsbilanz, Außenhandel, Preise, Wirtschaftszweige, Industrie, Dienstleistungen und Landwirtschaft), Gesellschaft (Demografie, Migration, Lebensbedingungen, Beschäftigung/Arbeitslosigkeit, Bildung), Infrastruktur (Energie, Verkehr) und Verwaltung (lokale und regionale Ebene; Justiz und Gesundheitssysteme, soweit machbar) || - Entwurf für das Legislativpaket zur Korruptionsbekämpfung wurde angenommen, in Übereinstimmung mit dem ratifizierten UN-Übereinkommen gegen Korruption (einschl. Zugang zu Informationen, illegale Bereicherung, Interessenkonflikte und Schutz von Hinweisgebern); Rückgang der Zahl der Beschwerden von Bürgern über administrative Unregelmäßigkeiten; Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perception Index, CPI) von Transparency International; von der Zivilgesellschaft ausgeübte Kontrollfunktion - Offenes Konsultationsverfahren wurde eingeführt; Anzahl der durchgeführten Konsultationen; Anzahl der veröffentlichten Berichte/Beschlüsse - Bürgerbeauftragter wurde ernannt und damit verbundene Vorschriften wurden erlassen - Struktur des öffentlichen Diensts wurde überprüft; Arbeitsbedingungen der Bediensteten im öffentlichen Dienst wurden im Hinblick auf die Schaffung einer gemeinsamen Personalstruktur angepasst; Anzahl der öffentlichen Bediensteten, die an Schulungen teilgenommen haben; gleichberechtigte Beteiligung von Frauen auf allen Ebenen der Verwaltung wurde als Ziel festgelegt; Quote der unbesetzten Stellen in Ministerien; Rahmen für die Entwicklung und Verwaltung der Humanressourcen wurde entwickelt - Ein System zur Überwachung und Leistungsbewertung der staatlichen Verwaltung wurde eingeführt, die staatlichen Stellen sind verpflichtet, Bericht zu erstatten; Kanäle für Bürgerfeedback wurden geschaffen - Bestehende Verfahren wurden überprüft; Möglichkeiten für eine Vereinfachung und die Schaffung einheitlicher Anlaufstellen (One-Stop-Shops) wurden ermittelt; Pilotprogramm für einheitliche Anlaufstellen genehmigt und eingeleitet - Ein modernes Informations- und Kommunikationssystem wurde aufgebaut, einschl. Datensicherungszentren; Systeme zur Unterstützung der Entscheidungsfindung sowie Systeme zur Unternehmensressourcenplanung (Enterprise Resource Planning, ERP) wurden eingeführt - Portale für elektronische Behördendienste wurden eingerichtet, elektronische Dienste wurden entworfen und eingeführt - Nationaler Rahmenplan für das Statistikwesen wurde angenommen (aktuelle statistische Methoden wurden eingeführt, Übereinstimmung mit den Normen gewährleistet, u. a. mit den UN-Grundprinzipien der amtlichen Statistik); der institutionelle Rahmen des Landes wurde angepasst, um die Erstellung von Statistiken zu erleichtern; grundlegende Datenbanken wurden eingerichtet (z. B. Unternehmensregister und Dienstleistungsdatenbank); Statistiken auf allen Websites der Regierung verfügbar Zeitrahmen Mittelfristig, während der gesamten Laufzeit des Aktionsplans Kurzfristig: Verabschiedung des Nationalen Rahmenplans für das Statistikwesen; Annahme der Antikorruptionsvorschriften; Einführung der IT-Infrastruktur und elektronischer Behördendienste abgeschlossen EU-Maßnahme(n) Technische Hilfe, einschl. Partnerschaftsprogramme als Hilfestellung für die Erreichung der Benchmarks F. Verbesserte
Verwaltung des Sicherheitssektors und bessere Rechtsdurchsetzung,
einschließlich Kooperation, Rechenschaftspflicht und Überwachungsverfahren,
sowie Förderung des integrierten Grenzmanagements Benchmarks || Indikatoren - Annahme eines Konzepts, das in Bezug auf Professionalität, Rechenschaftspflicht, Unparteilichkeit und Transparenz der Sicherheitskräfte an den Bedürfnissen und Erwartungen der Bürger ausgerichtet ist - Annahme und Umsetzung einer nationalen Politik für Krisen- und Katastrophenrisikomanagement zwecks Verbesserung der Katastrophenvorsorge und –abwehr bei Naturkatastrophen und von Menschen verursachten Katastrophen - Verbesserung der Organisationskompetenz von Sicherheitsbehörden - Intensivierung der systematischen Zusammenarbeit und des Informationsaustauschs unter den Sicherheitsbehörden sowie zwischen ihnen und der Justiz; Gewährleistung einer effektiven Kontrolle der Sicherheitsbehörden - Formulierung und Umsetzung einer nationalen Strategie für integriertes Grenzmanagement - Modernisierung und Stärkung der legalen Grenzübergänge und der allgemeinen Grenzmanagementverfahren; wirksame Überwachung aller Grenzen und Waffenstillstands- und Demarkationslinien; Intensivierung der nationalen und regionalen Zusammenarbeit beim Kampf gegen illegalen Handel (u. a. mit Geld, Drogen und Waffen und Menschen) - Fortsetzung der Bemühungen in Fragen der Grenzziehung im Hinblick auf die Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrats und die Seegrenzen Libanons || - Institutionelle Entwicklung auf der Grundlage einer soliden internen Strategieplanung innerhalb der Behörden; Meinungsumfragen zur Zufriedenheit der Bürger mit den Dienstleistungen in den Bereichen Sicherheit und Rechtdurchsetzung; die internen Sicherheitskräfte wenden das Verhaltenskodex-Konzept an, das ebenfalls von anderen Stellen des Sicherheitssektors übernommen wird; Achtung der Menschenrechte wird durchgängig in die Praxis der Strafverfolgung eingebunden; Berichte über die Praxis der Sicherheitsbehörden bei Verhaftungen und Verhören; Verringerung der Zahl der Fälle, die straffrei bleiben - Fragen des Katastrophenschutzes werden in die Regelarbeit des Sicherheitssektors einbezogen; Mechanismen und Organisationsstrukturen für eine wirksame Bewältigung ziviler Krisen und natürlicher/vom Menschen verursachter Katastrophen wurden entwickelt - Bewertung des Funktionierens der Strafverfolgungsbehörden; interne Schulungsverfahren wurden entwickelt; interne Selbstbewertung auf der Grundlage von Zielen der Strategieplanung; Automatisierung der Verfahren; aggregierte Daten zu den durchgeführten Maßnahmen; statistische Daten - Vorhandensein und Durchführung von Verfahren für die Zusammenarbeit zwischen den Behörden; Statistiken zu den Kontakten zwischen Sicherheits- und Justizbehörden bei strafrechtlichen Ermittlungen; Analyse der institutionellen Mechanismen für die Kontrolle der Sicherheitsbehörden; Zivilgesellschaft übernimmt Kontrollfunktion - Strategie zum integrierten Grenzmanagement fertig gestellt und angenommen; nationaler Koordinator für Grenzfragen wurde ernannt und entsprechende administrative Maßnahmen zur Umsetzung der Strategie wurden ergriffen - Materielle und informationstechnische Verbesserungen der Grenzinfrastruktur - sowohl an den Übergängen als auch in der zentralen Verwaltung; es wurden Schritte zur Einführung von Biometrie-Technologien für Pässe und Visa unternommen; wirksame Kontrollen an allen Grenzen des Landes wurden konzipiert und umgesetzt; Personal ist nach internationalen Standards angemessen ausgerüstet und ausgebildet; Berichte über Fälle von Schleuserkriminalität oder illegalem Handel und über die Reaktion der libanesischen Behörden, Gerichtsverhandlungen, unabhängige Daten (z. B. Frontex) - Fortschritte bei der Festlegung des Grenzverlaufs; anhaltendes Engagement für die Zusammenarbeit mit der UNIFIL bei der Umsetzung der Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrats und hinsichtlich der Seegrenzen Zeitrahmen Kurz- bis mittelfristig, während der gesamten Laufzeit des Aktionsplans Kurzfristig: Strategieplanung der internen Sicherheitskräfte; uneingeschränkte Anwendung des Verhaltenskodex der internen Sicherheitskräfte; nationale Katastrophenschutzpolitik; Formulierung einer Strategie für integriertes Grenzmanagement, unverzüglich gefolgt von Durchführungsmaßnahmen/-plänen EU-Maßnahme(n) Fortsetzung der Unterstützung für die Verbesserung der Professionalität der Sicherheitsbehörden; Unterstützung für das reibungslose Funktionieren von Notfalldiensten, Dialog mit der Zivilgesellschaft über die Reform des Systems Unterstützung für Strategieentwicklung und für den Betrieb der offiziellen Grenzübergangsstellen zwecks Verbesserung der behördeninternen und behördenübergreifenden Koordinierung (Verfahren und Praxis); Kapazitätenaufbau und Unterstützung für die Schaffung einer institutionellen Struktur für integriertes Grenzmanagement sowie für die Anpassung dieser Struktur an internationale Normen (einschl. ggf. im Bereich der Biometrie-Technologien); Übergang zur Aufnahme einer konkreten fachlichen Zusammenarbeit zwischen den libanesischen Behörden und Frontex G. Verbesserung
der Wettbewerbsfähigkeit im Handel und weitere handelspolitische Integration in
den EU-Markt und internationale Märkte, WTO-Beitritt Benchmarks || Indikatoren - WTO-Beitritt, Umsetzung der WTO-Regeln und -Verpflichtungen, einschl. Annahme und Umsetzung WTO-relevanter Rechtsvorschriften - Verabschiedung des neuen Rechtsrahmens zu den Ursprungsregeln (neues Protokoll über die Paneuropa-Mittelmeer-Ursprungsregeln, regionales Übereinkommen) sowie aktive Beteiligung an der Überarbeitung der Paneuropa-Mittelmeer-Ursprungsregeln - Exportförderungsstrategie - Fortschritte bei den Vorbereitungen für ein Abkommen über die Konformitätsbewertung und die Anerkennung gewerblicher Produkte (ACAA) in den drei prioritären Sektoren (elektrische Erzeugnisse, Druckgeräte, Baustoffe); Aufnahme der Verhandlungen in den Bereichen, in denen die Vorbereitungen abgeschlossen wurden - Nationales Rückverfolgbarkeitssystem für Nahrungsmittel und verbesserte Verwaltung der Vertriebswege (insb. Großhandelsmärkte); Qualitätszonen für die Lebensmittelverarbeitung || - WTO-bezogene Rechtsvorschriften wurden angenommen und werden umgesetzt, einschl. Rechtsvorschriften in den Bereichen internationaler Handel und Lizenzrecht, Normenrecht, technische Vorschriften und Konformitätsbewertungsverfahren, Lebensmittelsicherheit, Quarantänemaßnahmen, Handelsmarken, unlauterer Wettbewerb, gewerbliche Muster, Änderungen des Urheberrechts Umsetzung des Gesetzes über Pflanzenquarantäne - Die für den WTO-Beitritt vereinbarten Verpflichtungen wurden erfüllt. - Das neue Paneuropa-Mittelmeer-Ursprungsprotokoll wurde angenommen; das regionale Übereinkommen wurde unterzeichnet und ratifiziert und wird umgesetzt; Präsenz und Tätigkeiten Libanons bei der Überarbeitung - Exportförderungsstrategie wurde fertig gestellt und wird umgesetzt; Annahme des Gesetzesentwurfs zur Exportförderung - Die einschlägigen horizontalen und sektorbezogenen Rechtsvorschriften wurden angeglichen, die für Normung, Akkreditierung, technische Vorschriften, Konformitätsbewertung, Messwesen und Marktaufsicht zuständigen Einrichtungen wurden zwecks Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit überarbeitet (z. B. libanesisches Normungsinstitut LIBNOR Akkreditierungsstelle COLIBAC, Konformitätsbewertungsstellen einschl. des Instituts für Industrieforschung); in den Sektoren, in denen die Vorbereitungen abgeschlossen wurden, wurden Verhandlungen aufgenommen - Rückverfolgbarkeitssystem für Nahrungsmittel wurde entworfen und wird umgesetzt; Überwachung und Verbesserung der Vertriebswege (Großhandelsmärkte werden wirksam reguliert, Produzenten haben Zugang zu Marktdaten); Festlegung von Qualitätszonen Zeitrahmen Kurzfristig: Fortschritte beim WTO-Beitritt und bei den Ursprungsregeln Mittelfristig: Weitere Benchmarks, allgemeine Wettbewerbsfähigkeit EU-Maßnahme(n) Geeignete technische Hilfe und Unterstützung zur Erreichung der o. g. Benchmarks, einschl. Vorbereitungen für die Verhandlungen in den drei prioritären Sektoren im Rahmen des ACAA (elektrische Erzeugnisse, Druckgeräte und Baustoffe), Handels- und Exportförderung, Ausbau der Kapazitäten des Wirtschafts- und Handelsministeriums (Abteilung Qualitätssicherung) und nationaler Rat für Messwesen, sowie für das Rückverfolgbarkeitssystem H. Verbesserung
der Rahmenbedingungen für Unternehmen, insbesondere für Kleinst-, kleine und
mittlere Unternehmen sowie Entwicklung der Bedingungen in Schlüsselsektoren des
inländischen Markts Benchmarks || Indikatoren - Teilnahme an der industriellen Zusammenarbeit Europa-Mittelmeer (sektorübergreifende und sektorspezifische Maßnahmen), Umsetzung der Unternehmenscharta Europa-Mittelmeer und des Europa-Mittelmeer-Arbeitsprogramms für industrielle Zusammenarbeit - Verbesserung der Rahmenbedingungen: förderliche Bedingungen für unternehmerische Initiativen und für Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU), die entsprechenden Schlüsselfaktoren sowie Verbindungen zwischen KKMU und regionalen/EU-Unternehmensplattformen, -netzwerken und -programmen sind vorhanden - Schwerpunkt liegt auf der Innovation - Verbesserung der Rechtsvorschriften zwecks Schaffung eines förderlichen Unternehmensumfelds: neues Gesetz zum Gesellschaftsrecht (Code de Commerce) und Wettbewerbsrecht im Einklang mit EU- und internationalen Normen, Vorschriften über Kreditvergabe und Insolvenz - Vereinfachung der Verwaltungsverfahren für Unternehmensneugründungen, einschl. transparenter und objektiver Kriterien, einzige Anlaufstelle, elektronische Verfahren - Überprüfung der Investitionspolitik und Anreize zur Steigerung der Attraktivität für ausländische Direktinvestitionen || - Sektorübergreifende und sektorspezifische Maßnahmen wurden mit der aktiven Beteiligung Libanons durchgeführt, u. a. im Zusammenhang mit der allmählichen Umstellung der Charta; Indikatoren, die 2008 bei der Evaluierung der Umsetzung der Europa-Mittelmeer-Charta für Unternehmen herangezogen wurden - Rahmenbedingungen wurden angepasst, um das „Ökosystem Unternehmertum“ auszuweiten; aktive Förderung der Schlüsselfaktoren: Zugang zu Know-how und Finanzierung, Kapazitätsausbau, Medien, Kultur, Beratung und Unterstützung; Daten zur Beteiligung libanesischer KKMU an supranationalen Unternehmensplattformen; Ergebnisse dieser Beteiligung - Zunahme der Anzahl der KKMU: Unternehmensregistrierungen, Statistiken über die Niederlassung von Unternehmen, Zahl der Neugründungen, Anstieg der in- und ausländischen Investitionen; Erfolgsgeschichten bei Unternehmensgründungen und/oder ‑schließungen - Engere Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft wird gefördert; staatliche Innovationsförderung - Rechtsvorschriften wurden erlassen und werden wirksam durchgesetzt; die sich daraus ergebenden administrativen und organisatorischen Änderungen wurden durchgeführt: Wettbewerbsbehörde wurde eingerichtet, ein Online-Unternehmensregister, das in Echtzeit informiert, wurde geschaffen; Insolvenzbestimmungen wurden neu strukturiert und verstärkt - Zeit- und Kostenaufwand für Unternehmensregistrierungen deutlich reduziert; Anzahl und Vielfalt der Unterstützungsdienste für Unternehmen - Rechtliche, politische und Verwaltungsvorschriften wurden überprüft, die Rechtssicherheit und der Schutz von Investitionen wurde verbessert; Maßnahmen zur Förderung der finanziellen Integration (Beteiligungskapital, Risikokapital, „Business Angels“) Zeitrahmen Mittel- bis langfristig, während der gesamten Laufzeit des Aktionsplans Kurzfristig: (mit Libanon zu erörtern) Innovation, Unternehmergeist und Durchführung der industriellen Zusammenarbeit Europa-Mittelmeerraum EU-Maßnahme(n) Geeignete technische Unterstützung für das Erreichen der o. g. Benchmarks, u. a. bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmen und der Modernisierung der Qualitätsinfrastruktur sowie Innovations- und KMU-Förderung I. Förderung
der Erzeugung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Einklang mit
internationalen Normen, Förderung der Liberalisierung, Steigerung der
Wettbewerbsfähigkeit und Entwicklung der Wirtschaft im ländlichen Raum Benchmarks || Indikatoren - Formulierung eines langfristigen nationalen Strategierahmens für Landwirtschaft, Fischerei und ländliche Gebiete, der auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und Breitenwirksamkeit ausgerichtet ist und auf die Diversifizierung der Tätigkeiten und Beschäftigungsmöglichkeiten im ländlichen Raum abzielt; Umsetzung und Einhaltung der bestehenden Rechtsvorschriften; wirksame nationale und lokale Verwaltung und Stärkung der Rolle der privaten Akteure; verbesserter Überblick über den Agrarsektor - Stärkung von Waldschutz und Wiederaufforstung - Entwicklung eines politischen Rahmens für eine Qualitätsproduktion, insbesondere Schutz geografischer Angaben und Unterstützung für den ökologischen/biologischen Landbau - Investitionen, um die Lebensmittelsicherheit und -qualität auf internationales Niveau zu bringen; Durchsetzung der Gesundheits- und Pflanzenschutznormen nach dem Prinzip „vom Erzeuger zum Verbraucher“ und Angleichung dieser Normen an die internationalen und EU-Normen - Unterstützung für die Stärkung der Produktionsinfrastruktur; Diversifizierung der Produktion und der ländlichen Wirtschaft; Ausbau der lokalen Kapazitäten (Erzeugergruppen, Gemeinschaften) zwecks Schaffung von Arbeitsplätzen - Schaffung einer Kreditfazilität für Landwirte und von Initiativen zur Entwicklung des ländlichen Raums - Verbesserung der Vermarktung, einschl. auf ausländischen Märkten, u. a. durch Verbesserung der Zertifizierungsverfahren für Erzeugnisse des ökologischen Landbaus, einschl. Äquivalenzsysteme - Fortschritte bei der Liberalisierung des Handels mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen, landwirtschaftlichen Verarbeitungserzeugnissen und Fischereierzeugnissen im Einklang mit den Vorgaben des Fahrplans von Rabat, um die Exportchancen zu verbessern; Fortschritte auf dem Weg zu einem Abkommen zum Schutz geografischer Angaben || - Strategischer Rahmen wurde mit Blick auf die Entwicklung des ländlichen Raums formuliert und von der Regierung angenommen; landwirtschaftliche Betriebe wurden an die Rechtsvorschriften angepasst; Art und den Umfang der regulatorischen Verbesserungen; die Verwaltungskapazitäten der öffentlichen Verwaltung wurden ausgebaut; private Interessenträger (Erzeugerverbände, Beratungsdienste usw.) werden gefördert und werden eigenständige Akteure; Flächenklassifikation im Einklang mit dem Gesamtplan für die Flächennutzung; Landwirtschaftsregister für Erzeuger, Agrarflächen und Kulturen; Stärkung der Rolle der Landwirte im Rahmen der bestehenden Struktur der Handelskammern - Nationaler Wiederaufforstungsplan wurde umgesetzt; Schutz von Waldflächen auf allen (öffentlichen und privaten) Flächen gesetzlich verankert, im Einklang mit dem nationalen Flächennutzungsplan; Wiederaufforstungsmaßnahmen wurden durchgeführt; Pläne für die Schaffung von Nationalparks und regionalen Naturparks wurden umgesetzt - Unter Berücksichtigung der Lage in Libanon wurden Strategien ausgearbeitet - Lebensmittelsicherheitsbehörde wurde eingerichtet; für die Verwaltung und die Verfahren zur Gewährleistung der Sicherheit und der Qualitätsstandards werden mehr Mittel zur Verfügung gestellt; Gesundheits- und Pflanzenschutznormen wurden an die Normen der Weltorganisation für Tiergesundheit, an den Codex Alimentarius, das Internationale Pflanzenschutzübereinkommen und den EU-Besitzstand angepasst; Standards wurden angehoben und Überprüfungen, die Daten zur (Nicht-)Einhaltung von Normen liefern, wurden durchgeführt - Statistische Daten zu Infrastrukturverbesserungen; Produktionsdaten; Daten zur Beschäftigung in diesem Wirtschaftszweig - Kreditfazilität wurde geschaffen, Daten zur Tätigkeit der Fazilität - Verbesserte Vermarktungspraxis (Verpackungs- und Kennzeichnungsbestimmungen, Ausfuhrverfahren); Zertifizierungsverfahren wurden überprüft und je nach Bedarf eingerichtet/verbessert - Verhandlungen über eine weitergehende Liberalisierung des Handels wurden aufgenommen; Aufnahme von Gesprächen über ein Abkommen zum Schutz geografischer Angaben für landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel Zeitrahmen Kurz- bis langfristig Kurzfristig: Rückverfolgungssystem für Lebensmittel, Management der Vertriebskanäle EU-Maßnahme(n) Auf der Grundlage bewährter Praktiken und von Unterstützung im Rahmen des ENP-Programms für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (ENPARD); technische Hilfe, Partnerschaften zwischen Institutionen und Kapazitätsausbau im Landwirtschaftsministerium und in den zuständigen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsbehörden im Bereich Tier- und Pflanzengesundheit (Überarbeitung der rechtlichen Aspekte, verwaltungstechnische Umstrukturierung, Schulung des Personals); Unterstützung für die Wiederaufforstungsstrategie; Unterstützung für die Diversifizierung im Hinblick auf die Erzeugung von Produkten mit höherem Mehrwert und für die Modernisierung der landwirtschaftlichen Anlagen/Infrastruktur, u. a. zur Qualitätssicherung; Vermarktung von Know-how; Unterstützung bei der Umsetzung der EU-Regeln im Bereich Gesundheits- und Pflanzenschutznormen J. Verbesserung
des Umweltschutzes und Förderung einer nachhaltigen regionalen Entwicklung
durch stärkere Dezentralisierung sowie Stärkung der Kommunen und lokalen
Behörden Benchmarks || Indikatoren - Staatliche Unterstützung zugunsten von Kommunen und lokalen Behörden in Bezug auf Betrieb, Verwaltung und Instandhaltung der Infrastruktur und die Bereitstellung grundlegender kommunaler Dienstleistungen zur Wachstumsförderung - Stärkung der institutionellen, finanziellen und administrativen Autonomie der Kommunen; Übertragung von Entscheidungsbefugnissen auf lokale Behörden - Steigerung des Nutzens der Kommunen für Bürgerinnen und Bürger und Stärkung ihres Engagements in den Gemeinschaften durch Partnerschaften mit lokalen Organisationen der Zivilgesellschaft, unter Berücksichtigung der Chancengleichheit von Frau und Mann und der Effizienz - Anerkennung der Notwendigkeit einer langfristig nachhaltigen Entwicklung, des Umweltschutzes und der Bekämpfung des Klimawandels, u. a. durch die Ratifizierung grundlegender internationaler Rechtsinstrumente; Verbesserung der ökologischen und klimapolitischen Planung und Politikgestaltung auf nationaler Ebene; Einführung eines systematischen Umweltmonitoring und Veröffentlichung entsprechender Daten - Aktive Bemühungen in den Bereichen Umweltsanierung und Schutz der biologischen Vielfalt im Einklang mit den nationalen Plänen und durch die Beteiligung an regionalen Plänen und EU-Initiativen || - Umfang und Form der staatlichen Unterstützung; Straffung der Finanzströme von/zu den lokalen Behörden (einschl. Einkünfte im Bereich Telekommunikation sowie Erneuerung des unabhängigen Kommunalfonds); das Verfahren wurde aktiviert, so dass die lokalen Behörden einen effektiven und transparenten Zugang zu Mitteln der Entwicklungsförderung erhalten; die entsprechende Verwaltungskapazität innerhalb des Innenministeriums und der Kommunalverwaltung wurde gestärkt - Rahmenplan für die Stärkung der lokalen Behörden wurde angenommen; entsprechende gesetzliche Maßnahmen zur Stärkung der lokalen Behörden wurden ergriffen; Anzahl der verabschiedeten örtlichen Flächennutzungspläne; Gesetze über örtliche Einnahmen und Steuern wurden auf den neuesten Stand gebracht - Daten über Qualität/Umfang und Wirksamkeit der erbrachten Dienstleistungen; Partnerschaften mit lokalen zivilgesellschaftlichen Organisationen wurden aufgebaut, die Ergebnisse wurden einer Bewertung zur Ermittlung bewährter Verfahren unterzogen - Nachhaltige Entwicklung wird als Querschnittsaufgabe in die Politik und die Maßnahmen der Regierung und der lokalen Behörden einbezogen; Übereinkommen wurden ratifiziert (CITES, Anlage VI zum MARPOL-Übereinkommen, Protokolle zum Übereinkommen von Barcelona, insbesondere Protokoll über integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM) und Offshore-Protokoll); administrative Umstrukturierung, um eine nationale Koordinierung und Planung im Umweltbereich zu ermöglichen; nationale Umweltindikatoren wurden festgelegt; Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels wurden ergriffen und nationales Netzwerk für Umweltüberwachung wurde eingerichtet; Luftqualität in Großstädten wird weiter überwacht - Beteiligung an der Horizont 2020-Initiative zur Umweltsanierung des Mittelmeerraums und am strategischen Aktionsprogramm zur Verringerung der Verschmutzung durch landseitige Tätigkeiten wurde im Einklang mit dem nationalen Aktionsplan in die Wege geleitet; spezifische Maßnahmen zur Umweltsanierung des Mittelmeers wurden durchgeführt (u. a. innerhalb der Regionalpläne); die nationale Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt wurde durchgeführt und die Beteiligung am strategischen Aktionsprogramms zur Erhaltung der biologischen Vielfalt (SAP BIO) des Übereinkommens von Barcelona wurde eingeleitet Zeitrahmen Kurz- bis mittelfristig, während der gesamten Laufzeit des Aktionsplans Kurzfristig: Fortschritte auf dem Weg zur Entwicklung eines einheitlichen Konzepts für die Stärkung der Rolle der Gemeinden; Umweltplanung und nationale Koordinierung; Ratifizierung des CITES-Übereinkommens EU-Maßnahme(n) Aufbau von Verwaltungskapazitäten auf nationaler Ebene, um die Durchführung der Reformen im Hinblick auf eine wirksame Dezentralisierungspolitik und die Verbesserung der Beziehungen zu den lokalen Behörden zu ermöglichen; Kapazitätenaufbau auf lokaler Ebene zur Stärkung der technischen, administrativen und finanziellen Kapazitäten der lokalen Behörden, insbesondere im Hinblick auf die Ausarbeitung und Umsetzung kommunaler Entwicklungspläne und -projekte; finanzielle Unterstützung für lokale Initiativen und Projekte, die auf die Verbesserung der Dienstleistungserbringung, Einnahmenerzielung und der Managementkapazitäten auf lokaler Ebene abzielen; Finanzierung von Studien zur Gestaltung eines stabilen und bedarfsgerechten Instruments zur Finanzierung der kommunalen Infrastruktur; Förderung von Partnerschaften zwischen staatlicher Verwaltung und Zivilgesellschaft, Privatsektor, Hochschulen und Medien zur Umsetzung von Pilotprojekten u. a. zum Thema Umweltverschmutzung; Unterstützung für Entwurf und Umsetzung einer nationalen Strategie für nachhaltige Entwicklung; Ausbau der Kapazitäten in den Bereichen Klimaschutz und Umweltmanagement K. Umsetzung
der nationalen Bildungsstrategie, Verbesserung der technischen und beruflichen
Bildung Benchmarks || Indikatoren - Verbesserung der vorschulischen und Primarschulbildung; Senkung der Wiederholquoten und Verbesserung der Schülerleistungen; Stärkung der Lerninhalte staatsbürgerliche Erziehung und sozialer Zusammenhalt in den Lehrplänen; Steigerung der Unabhängigkeit der Schulen in den Bereichen Haushalt und Organisation - Unterstützung der freiwilligen Angleichung des libanesischen Hochschulsystems an die Grundsätze des Bologna-Prozesses - Ausarbeitung und Annahme einer neuen Strategie für die technische und berufliche Bildung im Einklang mit den Grundsätzen des Turin-Prozesses; Stärkung der Verbindung zwischen Qualifikationsentwicklung und Arbeitsmarkterfordernissen durch Entwicklung von integrierten und partizipativen Programmen unter Teilnahme des öffentlichen und privaten Sektors und der Zivilgesellschaft - Stärkung der institutionellen Kapazitäten und Entwicklung der entsprechenden Verfahren und Instrumente - Steigerung der Qualität der Bildung auf allen Ebenen im Hinblick auf die Anforderungen der wissensbasierten Wirtschaft; Einführung von Qualitätssicherungsmaßnahmen im Einklang mit den Grundsätzen des Bologna-Prozesses - Entwicklung eines Nationalen Qualifikationsrahmens (NQR) für die Zertifizierung beruflicher Kompetenzen und eines Systems zur Anerkennung früherer Lernergebnisse und Erfahrungen; Lehrplanreform || - Wiederhol- und Erfolgsquoten der Schüler; Neugestaltung der Lehrerausbildung; Methoden für aktives Lernen sowie Förderunterricht wurden eingeführt; System zur Messung der Effizienz der Primarschulbildung wurde eingeführt; Schulausschüsse und Elternräte wurden eingerichtet; Lehrpläne wurden angepasst; Autonomie der Schulen wurde verstärkt - 3-Zyklen-System wurde angenommen, Leistungspunktesystem wird angewandt, Qualitätssicherung wurde verstärkt, soziale Dimension und studentische Mitwirkung wurden gestärkt, Qualifikationsrahmen wurde festgelegt, die Mobilität wurde gesteigert, Instrumente für Anerkennung und Äquivalenzen wurden entwickelt - Überarbeitetes Programm für die technische und berufliche Bildung wurde aufgestellt und verabschiedet; Qualifikationsraster wurden entwickelt; Arbeitsmarkterfordernisse werden regelmäßig analysiert, ein Informationssystem wurde eingerichtet; Berufsübersicht wurde fertig gestellt; Kooperation zwischen Bildung und Wirtschaft wurde gestärkt; Zivilgesellschaft und Sozialpartner werden einbezogen; Zusammenarbeit mit anderen Ministerien an einem nationalen Rahmen für berufliche Befähigungsnachweise - Arbeitsplatzbeschreibungen des Ministeriums wurden überarbeitet und ergänzt; bestehende Stellen wurden modernisiert und neue wurden eingerichtet, das Ministerium wurde umstrukturiert; Abteilungen und Instrumente für die Bereiche Überwachung und Planung wurden entwickelt; verstärkte IT-Nutzung; Studenteninformationssystem wurde eingeführt - System für die Evaluierung im Bildungswesen wurde geschaffen und auf allen Ebenen offiziell eingeführt; Indikatoren für die Qualität der Bildung wurden angenommen und eine nationale Behörde für Qualitätssicherung in der Hochschulbildung wurde eingerichtet (die erforderlichen Rechtsvorschriften wurden angenommen und werden umgesetzt); ein System für die Kontrolle der Bildungsqualität auf den niedrigeren Stufen wurde entwickelt - Qualifikationen für Berufe wurden auf Basis von Lernergebnissen definiert, und werden von der nationalen Regulierungsstelle anerkannt; NQR wurde eingeführt und durch Bezugnahmen auf diese Definitionen ergänzt; nationales Verzeichnis der Berufsabschlüsse wurde in Bezug auf den NQR überarbeitet, System zur Überprüfung der Qualifikationen anhand der relevanten Unterlagen wurde eingeführt; ein adäquates IT-System wurde entwickelt; veraltete Curricula wurden überarbeitet und sind nun kompetenzbasiert, die Rolle der Institutionen wurde genauer festgelegt; Berücksichtigung der Arbeitsmarkterfordernisse wird unterstützt Zeitrahmen Mittel- bis langfristig, während der gesamten Laufzeit des Aktionsplans Kurzfristig: Annahme der Strategie für technische und berufliche Bildung; Beginn der Ermittlung von Indikatoren für die Qualität der Bildung und Einrichtung einer nationalen Behörde für Qualitätssicherung in der Hochschulbildung EU-Maßnahme(n) Aufbau von Kapazitäten zur Einrichtung eines Amts für Qualitätssicherung in der Hochschulbildung; Nutzung des Programms Tempus zur Unterstützung der Umstrukturierung des Hochschulwesens; Unterstützung der Strategie für technische und beruflichen Bildung; Steigerung der Mobilität im Rahmen von Erasmus Mundus und Marie-Curie-Maßnahmen; Unterstützung der Teilnahme libanesischer Hochschulen am Programm Jean Monnet; Unterstützung von Partnerschaften mit der Zivilgesellschaft und dem privaten Sektor im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung; Unterstützung bei technischen und berufsbildenden Programmen; Unterstützung einer empirischen Politikgestaltung; Follow-up zur Umsetzung des Programms zur Senkung der Wiederholquoten und zur Verbesserung der Schülerleistungen sowie des Programms zur staatsbürgerlichen Erziehung, Verbesserung der Anpassungsfähigkeit der Berufsbildung an die Arbeitsmarkterfordernisse L. Verbesserung
des Sozialschutzes und der Gesundheitsfürsorge Benchmarks || Indikatoren - Zugang aller Schichten der Bevölkerung zu einer erschwinglichen und qualitativ hochstehenden Gesundheitsversorgung - Gesundheitsreform auf der Grundlage der Untersuchung verschiedener Modelle der Gesundheitsfürsorge - Sozialschutz inklusive Gesundheits- und Altersversorgung auch für die Beschäftigten im Privatsektor - Teilnahme an einschlägigen EU-/ internationalen Programmen || - Vertragliche Vereinbarungen der Krankenhäuser wurden zwecks Verbesserung der von den öffentlichen Krankenhäuser erbrachten Dienstleistungen überprüft - Paket „primäre Gesundheitsversorgung“ wurde definiert und wird umgesetzt - Neue Verordnungen zur Einrichtung eines auf größere Inklusivität ausgerichteten Gesundheitsfürsorge- und Rentensystems wurden angenommen - Fortgesetzte Teilnahme am „Episouth“-Netz zur Kontrolle übertragbarer Krankheiten (bis 2013) Zeitrahmen Mittel- bis langfristig, während der gesamten Laufzeit des Aktionsplans EU-Maßnahme(n) Technische Hilfe für die Überarbeitung der gesamten beschäftigungs- und sozialpolitischen Strategien des Libanon im Einklang mit den bewährten Methoden der Europäischen Union. Unterstützung der Reform der nationalen Sozialversicherung und des nationalen Arbeitsamts sowie Kapazitätenausbau im Ministerium für Arbeit. M. Umsetzung
einer energiepolitischen Strategie zum Ausbau der Stromversorgung, Einleitung
einer strukturellen Reform und Förderung der Nutzung erneuerbarer und CO2-armer
Energiequellen sowie der Energieeffizienz Benchmarks || Indikatoren - Beginn der Durchführung der bestehenden Energie- und Notfallpläne unter Gewährleistung einer angemessenen Finanzierung; Verbesserung des Rechts- und Regulierungsrahmens; Einrichtung einer Regulierungsbehörde für den Energiesektor - Analyse der Auswirkungen auf den Haushalt und Planung für die Zukunft der Strombranche; Umstrukturierung des Sektors zwecks Effizienzsteigerung und Verbesserung der Stromversorgung (Verringerung der Stromausfälle) und der allgemeinen Zugänglichkeit - Bau, ordnungsgemäße Wartung und Modernisierung der materiellen Infrastruktur - Beginn der Durchführung der Pläne für Energieeffizienz und zur Förderung erneuerbarer Energieträger in allen Wirtschaftszweigen, u. a. durch Projekte zugunsten der Nutzung erneuerbarer und CO2-armer Energiequellen, mit dem Ziel, 12 % des gesamten Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen zu decken (wie im Plan von 2010 zur Stromversorgung vorgesehen) || - Die bestehenden Pläne werden konkret umgesetzt; fehlende Rechtsvorschriften wurden erlassen; eine spezialisierte Regulierungsstelle wurde vorgeschlagen und aufgebaut - Änderungen bei der Finanzierung des Sektors zur Verringerung der Belastung des Staatshaushalts; Finanzverfahren wurden verbessert (Gebühreneinzug, Verzugsstrafen, Berechnungen von Nachfrage/Angebot); illegaler Stromverbrauch wurde eingedämmt; „Électricité du Liban“ (EDL) wurde umstrukturiert; Umwandlung von EDL in ein privatwirtschaftlich geführtes öffentliches Unternehmen wurde vorangebracht - Anstieg der Energieerzeugung; Daten zur Stromversorgung, einschl. zur Häufigkeit von Stromausfällen, sowie landesweite Zugänglichkeit - Materielle Infrastruktur wurde instandgesetzt bzw. oder modernisiert; Anzahl der Gebiete mit verbesserter Infrastruktur - Alle Sektoren wurden über die Ziele im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz informiert; Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Ausbau erneuerbarer und CO2-armer Energiequellen wurden ergriffen, insbesondere zur Förderung der Resilienz gegen den Klimawandel bei gleichzeitiger Verringerung der Emissionen, Entwicklungsprojekte wurden eingeleitet und machen Fortschritte - Mobilisierung erheblicher Investitionen durch die nationale Aktion Energieeffizienz und erneuerbare Energieträger (NEEREA); Umfang dieser Investitionen; NEEREA wurde als dauerhafte Regelung etabliert Zeitrahmen Mittelfristig, während der gesamten Laufzeit des Aktionsplans Kurzfristig: (mit Libanon zu erörtern) EU-Maßnahme(n) Unterstützung bei der Verbesserung des Regulierungsrahmens, potenziell Kapazitätsaufbau der künftigen Regulierungsbehörde; technische Hilfe und Investitionsförderung für Projekte im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien; Hilfe zur Stärkung der regionalen Zusammenarbeit in den Bereichen Erdgas, Elektrizität, Energiemarkt, Energieeffizienz usw. Anhang Aktionsplan EU-Libanon: Weitere Ziele Überblick 1. Politische Reform und politischer Dialog.................................................................................. 31 2. Reformen und Zusammenarbeit im Bereich Recht,
Freiheit und Sicherheit................................. 33 3. Wirtschaftliche und soziale Reform,
nachhaltige Entwicklung..................................................... 35 3.1. Wirtschafts- und Finanzreform.............................................................................................. 35 3.2........ Soziale und migrationsbezogene Fragen, nachhaltige sozioökonomische
Entwicklung auf nationaler und regionaler Ebene........................................................................................................................... 36 4. Handelsbezogene Fragen, Markt- und
Regulierungsreformen................................................... 38 4.1. Industrie, Handel und Dienstleistungen.................................................................................. 38 4.2. Markt, Wettbewerb und Unternehmensumfeld...................................................................... 39 4.3. Zoll und Steuern................................................................................................................... 40 5. Bildung und Forschung,
Informationsgesellschaft, Zivilgesellschaft und Kultur............................ 41 5.1. Bildung, Wissenschaft und Technologie,
Forschung und Entwicklung, Innovation und Informationsgesellschaft 41 5.2. Jugend und Sport, Zivilgesellschaft, Kultur
und direkte persönliche Kontakte......................... 43 6. Landwirtschaft und Fischerei................................................................................................... 45 7. Verkehr, Energie und Umwelt................................................................................................. 45 7.1. Verkehr............................................................................................................................... 45 7.2. Energie................................................................................................................................ 47 7.3. Umwelt, einschließlich Klimawandel..................................................................................... 48 Sektoren 1. Politische
Reform und politischer Dialog Gemeinsames Gremium EU-Libanon mit
Zuständigkeit für Fragen in diesem Sektor: ·
Unterausschuss für Menschenrechte, Demokratie
und Regierungsführung Im Hauptteil des Aktionsplans festgelegte
Prioritäten in diesem Sektor: ·
Wahlreform zwecks Durchsetzung internationaler
Standards und Steigerung der Leistungsfähigkeit des libanesischen Parlaments ·
Menschenrechte und Schutz vulnerabler
Bevölkerungsgruppen, einschließlich der palästinensischen Flüchtlinge, durch Rechtsvorschriften
oder andere angemessene Maßnahmen und gezielte Aktionen ·
Verbesserung der Effizienz, der
verantwortungsvollen Staatsführung und der Transparenz der öffentlichen
Verwaltung Weitere Ziele (a) Vertiefung der
Partnerschaft EU-Libanon durch einen regelmäßigen politischen Dialog,
den Austausch in verschiedenen Formen und Foren sowie gemeinsames Handeln im
Sinne gemeinsamer politischer Ziele. Dies umfasst insbesondere: –
regelmäßige bilaterale Gespräche auf
verschiedenen Ebenen zur Gewährleistung einer effizienten Umsetzung des
Assoziationsabkommens EU-Libanon und der Europäischen Nachbarschaftspolitik in
Libanon; –
verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Außen- und
Sicherheitspolitik; –
Dialog und Zusammenarbeit zu regionalen Fragen
mit den Zielen Konfliktprävention, Krisenbewältigung und Beseitigung
gemeinsamer Sicherheitsrisiken, gemeinsames Engagement für den Friedensprozess
im Nahen Osten mit dem Ziel der Erreichung eines gerechten und dauerhaften
Friedens im Nahen Osten im Einklang mit dem Völkerrecht, den einschlägigen
Resolutionen der Vereinten Nationen und den Madrider Grundsätzen sowie unter
Berücksichtigung des Konzepts „Land für Frieden“, des Fahrplans, der bereits
von den Beteiligten getroffenen Vereinbarungen und der 2002 in Beirut verabschiedeten
arabischen Friedensinitiative; –
Zusammenarbeit in multilateralen Institutionen,
u. a. mit dem Ziel eines Beitrags zu den Bemühungen der Vereinten Nationen
um friedliche Beilegung regionaler Konflikte. Insbesondere fortgesetztes
Engagement für die und weitere Zusammenarbeit mit der UNIFIL im Hinblick
auf die Aufrechterhaltung des Friedens in Südlibanon; –
Zusammenarbeit bei der wirksamen Umsetzung der
einschlägigen Resolutionen der Vereinten Nationen und anderer internationaler
Verpflichtungen, u. a. im Zusammenhang mit dem Sondergerichtshof
für Libanon; –
Beitritt zum Römischen Statut des Internationalen
Strafgerichtshofs und Annahme der zu seiner Umsetzung erforderlichen
Rechtsänderungen; –
Fortsetzung des bestehenden Dialogs zwischen dem
Europäischen Parlament und dem libanesischen Parlament. (b) Stärkung der Demokratie
und der Rechtsstaatlichkeit durch strukturelle Reformen, Stärkung der
öffentlichen Institutionen und Verbesserung der Regierungsführung im Einklang
mit den im Aktionsplan festgelegten Prioritäten. (c) Weitere
Stärkung des Rahmens für den Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten
über die prioritären Ziele hinaus, insbesondere durch: –
wirksame Umsetzung internationaler
Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechte und Grundfreiheiten; –
Aufrechterhaltung des de facto bestehenden
Moratoriums für Hinrichtungen. Aufnahme eines Dialogs über die Abschaffung der
Todesstrafe sowie über den Beitritt zum Zweiten Fakultativprotokoll zum
Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte; –
Maßnahmen zur Gewährleistung des Rechts auf
freie Meinungsäußerung und der Unabhängigkeit der Medien; –
Wahrung der Vereinigungs- und
Versammlungsfreiheit und Konsolidierung des entsprechenden Rechtsrahmens
und der damit verbundenen Verfahren, insbesondere durch Ratifizierung und
Umsetzung des IAO-Übereinkommens Nr. 87 über die Vereinigungsfreiheit und den
Schutz des Vereinigungsrechtes; –
Fortsetzung der Überlegungen in Bezug auf die
Verabschiedung eines säkularen Personenstandsgesetzes, das den Bürgern Libanons
unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit bürgerliche Rechte und Pflichten
einräumt bzw. auferlegt; –
Gewährleistung eines umfassenden Diskriminierungsverbots
in Recht und Praxis, einschließlich der Prävention von Diskriminierung aufgrund
der sexuellen Ausrichtung; –
Ausbau der Menschenrechtserziehung auf allen
Ebenen des Bildungswesens und im Rahmen der Schullehrpläne; –
Regelmäßige Konsultationen zu politischen Fragen
mit den einschlägigen Akteuren der Zivilgesellschaft. (d) Frieden und
Aussöhnung als Beitrag zur Bekämpfung der Grundursachen potentieller
Instabilität, durch Unterstützung –
eines inklusiven ständigen Dialogs zwischen
den verschiedenen libanesischen Gemeinschaften und ihren Vertretern, unter
anderem durch die Wiederbelebung des nationalen Dialogs, durch einen Dialog der
Religionsführer und im Rahmen anderer möglicher Kontakte; –
zivilgesellschaftlicher Initiativen zur Förderung des Dialogs über grundsätzliche Themen wie z. B.
das jüngste historische Erbe des Landes, den sozialen Zusammenhalt und gemeinsame
Werte; –
bei der Entwicklung und Umsetzung von Reformen in
verschiedenen Bereichen als Beitrag zur Überwindung der Spaltungen in
der Gesellschaft durch die Verfolgung von Zielen von gemeinsamem Interesse; –
Inangriffnahme des Problems des Verschwindenlassens
durch Ratifizierung und Umsetzung des Internationalen Übereinkommens zum Schutz
aller Personen vor dem Verschwindenlassen und durch die Einrichtung einer
unabhängigen nationalen Kommission zur Ausarbeitung von Rechtstexten in Bezug
auf vermisste Personen und das Verschwindenlassen. (e) Verhütung der
Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und ihren Trägermitteln und
Bekämpfung der illegalen Anhäufung und Verbreitung von konventionellen
Waffen und Munition bei gleichzeitiger Verbesserung der Gesamtkoordination
und Ausweitung der Zusammenarbeit in diesem Bereich mit Schwerpunkt auf
folgenden Aspekten: –
Umsetzung der Resolution 1540/04 des
UN-Sicherheitsrats und weiterer internationaler Verpflichtungen;
Fortschritte auf dem Weg zum Beitritt zu weiteren internationalen
Übereinkommen, insbesondere dem Übereinkommen von Ottowa von 1997 über das
Verbot des Einsatzes, der Lagerung, der Herstellung und der Weitergabe von
Antipersonenminen und über deren Vernichtung; Beitrag zur Ausarbeitung und
Umsetzung eines Vertrags über den Waffenhandel, der strenge Regelungen für den
legalen Handel mit konventionellen Waffen enthält; –
Aufbau wirksamer nationaler Kontrollsysteme
für die Ausfuhr und Durchfuhr von für Massenvernichtungswaffen (MVW) und ihre
Trägermittel (einschließlich ballistischer Raketen) relevantem Material,
einschließlich Güter und Technologien mit doppeltem Verwendungszweck;
Gewährleistung wirksamer Sanktionen bei Verstößen gegen diese Bestimmungen; –
Verhütung und Bekämpfung des illegalen Handels
mit Massenvernichtungswaffen, ihren Trägermitteln und relevantem Material sowie
mit Kleinwaffen, insbesondere im Rahmen des Aktionsprogramms der
Vereinten Nationen zur Verhütung, Bekämpfung und Beseitigung des unerlaubten
Handels mit Kleinwaffen und leichten Waffen unter allen Aspekten; –
Förderung der Einrichtung einer von beiden Seiten
wirksam überprüfbaren von Massenvernichtungswaffen und ihren Trägermitteln
freien Zone im Nahen Osten; Unterstützung von und Teilnahme an künftigen
Initiativen der EU in diesem Zusammenhang; –
Änderung der libanesischen Rechtsvorschriften im
Einklang mit dem Gemeinsamen Standpunkt der EU zur Ausfuhr konventioneller
Waffen. 2. Reformen und
Zusammenarbeit im Bereich Recht, Freiheit und Sicherheit Gemeinsames Gremium EU-Libanon mit Zuständigkeit
für Fragen in diesem Sektor: ·
Unterausschuss für Recht, Freiheit und
Sicherheit Im Hauptteil des Aktionsplans festgelegte
Prioritäten in diesem Sektor: ·
Reform des Justizwesens (einschließlich der
Vollzugsanstalten) im Hinblick auf mehr Effizienz, Wirksamkeit und eine größere
Unabhängigkeit der Justiz ·
verbessertes Management des Sicherheitssektors und
verbesserte Rechtsdurchsetzung, einschließlich Zusammenarbeit,
Rechenschaftspflicht und Aufsichtsmechanismen ·
Förderung des integrierten Grenzmanagements Weitere Ziele (a) Bekämpfung
von Drogen und Drogenmissbrauch im Rahmen einer breit angelegten nationalen
Politik, die neben der Kriminalisierung und Prävention des Drogenanbaus
(einschließlich in Bezug auf die Abzweigung von Drogenausgangsstoffen) und der
Zerstörung von Drogenanbauflächen auch die Prävention des Drogenmissbrauchs und
der Drogenabhängigkeit sowie die Aspekte Sensibilisierung, Behandlung und
Rehabilitation umfasst. Dies setzt Folgendes voraus: –
nationale Koordinierung,
d. h. Einsetzung eines interinstitutionellen Ausschusses, der die Politik
gestaltet und ihre Umsetzung überwacht; –
Ausbau der Kapazitäten für die Prävention und
Behandlung von Drogenmissbrauch auf sozialer Ebene und mit Mitteln der Medizin; –
internationale Zusammenarbeit und Informationsaustausch
über alle Aspekte der umfassenden Drogenbekämpfungspolitik sowie über die
Umsetzung der einschlägigen UN-Übereinkommen (insbesondere des Übereinkommens
der Vereinten Nationen von 1988 gegen den unerlaubten Verkehr mit Suchtstoffen
und psychotropen Stoffen). (b) Bekämpfung
der organisierten Kriminalität, insbesondere des Menschenhandels, der illegalen
Herstellung und des Schmuggels von Feuerwaffen sowie der Cyberkriminalität
(einschließlich Kinderpornografie). Dies setzt Folgendes voraus: –
Umsetzung des Völkerrechts (insbesondere des
UN-Übereinkommens von 2000 gegen die grenzüberschreitende organisierte
Kriminalität und der dazugehörigen Protokolle); –
Ausbau der nationalen Kapazitäten im
Einklang mit internationalen Standards und Regelungen, einschließlich im
Bereich Schutz und Unterstützung von Opfern des Menschenhandels (rechtliche und
soziale Unterstützung sowie psychologische Betreuung mit Blick auf
Wiedereingliederung), vor allem von Frauen und Kindern; –
regionale und internationale Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden (Polizei, Grenzschutz, Zoll und
Justizbehörden) Libanons u. a. mit denen der EU-Mitgliedstaaten mit folgenden
Zielen: Austausch von Fachwissen über praxisbewährte Methoden, Ausbildung,
spezifische Merkmale und Arbeitsweisen sowie Förderung der gezielten
Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitländern zur Bekämpfung des
Menschenhandels und der justiziellen Zusammenarbeit im Rahmen von Zeugenschutz-
und Zeugenunterstützungsprogrammen. (c) Fortsetzung der Bekämpfung der Geldwäsche im Einklang mit den von der Financial Action Task Force festgelegten
Normen durch Informationsaustausch, verstärkte Zusammenarbeit und Unterstützung
insbesondere für –
den Austausch aktueller Informationen über Systeme
zur Bekämpfung der Geldwäsche; –
Ausbau der Finanzinformationssysteme,
insbesondere zur Kontrolle des Bargeldverkehrs und telegrafischer
Auslandsüberweisungen; –
die weitere intensive Zusammenarbeit der
Strafverfolgungsbehörden im Libanon sowie zwischen ihnen und entsprechenden
internationalen Organisationen (MENAFATF) und Behörden der EU-Mitgliedstaaten. (d) Bekämpfung
des Terrorismus im Rahmen der einschlägigen Resolutionen und Übereinkommen
der Vereinten Nationen - unter uneingeschränkter Achtung der Menschenrechte im
Einklang mit der Empfehlungen der Vereinten Nationen - durch Umsetzung der
Bestimmungen des Europa-Mittelmeer-Verhaltenskodex für die
Terrorismusbekämpfung und durch Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen
Libanon und der EU in folgenden Bereichen: –
Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung durch
Umsetzung der in den Empfehlungen der Financial Action Task Force (FATF)
festgelegten Normen; –
Zusammenarbeit zwischen den für
Terrorismusbekämpfung und Strafverfolgung zuständigen Behörden Libanons
und der EU-Mitgliedstaaten, vor allem durch Austausch von Informationen über
terroristische Gruppen und die sie unterstützenden Netzwerke; –
Meinungsaustausch über Mittel und Methoden
zur Bekämpfung des Terrorismus, u. a. im technischen Bereich und im
Bereich Ausbildung, sowie Erfahrungsaustausch über Terrorismusprävention mit
dem Ziel des Aufbaus von Kapazitäten auf nationaler Ebene; –
Bekämpfung des Missbrauchs des Internets für
terroristische Zwecke; –
justizielle Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung; –
Umsetzung aller einschlägigen Resolutionen des
UN-Sicherheitsrates (wo nicht bereits geschehen) und Unterzeichnung,
Ratifizierung und vollständige Umsetzung aller einschlägigen Übereinkommen der
Vereinten Nationen; –
Fortsetzung der Bemühungen um ein umfassendes
UN-Übereinkommen über die Terrorismusbekämpfung. (e) Justizielle Zusammenarbeit in Zivil- und Strafsachen durch –
Austausch von Informationen über die Ratifizierung
und Umsetzung einschlägiger internationaler Übereinkommen; –
Ausbau der Zusammenarbeit der Gerichte Libanons und
der EU-Mitgliedstaaten, insbesondere im Bereich des Familienrechts; –
Förderung konkreter Lösungen für die Beilegung von Familienstreitigkeiten
als Beitrag zur Verhütung und Beilegung von Konflikten im Zusammenhang mit dem
Sorge- und Umgangsrecht sowie der Entführung von Kindern aus Mischehen
(u. a. Mediation, praktische Zusammenarbeit der Justizbehörden und
Schulung der Richter). 3.
Wirtschaftliche und soziale Reform, nachhaltige Entwicklung 3.1.
Wirtschafts- und Finanzreform Gemeinsames Gremium EU-Libanon mit
Zuständigkeit für Fragen in diesem Teilsektor: ·
Unterausschuss für Wirtschafts- und Finanzfragen Im Hauptteil des Aktionsplans festgelegte
Prioritäten in diesem Teilsektor: ·
Verbesserung der öffentlichen Finanzverwaltung und
wirksame Zuweisung der öffentlichen Mittel Weitere Ziele (a) Förderung makroökonomischer und
finanzieller Stabilität durch Umsetzung einer auf Konsolidierung, Defizitabbau
und Schuldentragfähigkeit gerichteten Haushaltspolitik bei gleichzeitiger
Wahrung der Haushaltsdisziplin. Dies setzt Folgendes
voraus: –
Formulierung einer langfristig angelegten
Strategie für den Schuldenabbau; –
Stärkung der für die Schuldenverwaltung
zuständigen Behörden, insbesondere der zuständigen Stelle im Finanzministerium,
durch Bereitstellung angemessener Ressourcen und Verbesserung der
Voraussetzungen für ein wirksames Funktionieren; –
Inangriffnahme spezifischer Probleme (z. B.
quasi-fiskalisches Defizit und Eventualverbindlichkeiten) als Beitrag zur
Förderung nachhaltiger öffentlicher Finanzen; –
Wahrung der vollständigen gesetzlichen und
faktischen Unabhängigkeit der Zentralbank; –
mögliche Übertragung nicht zum Kerngeschäft
gehörender Vermögen der Zentralbank zu gegebener Zeit. (b) Interne
Kontrolle der öffentlichen Finanzen (als Ergänzung zum prioritären Ziel der
Verbesserung der Verwaltung der öffentlichen Finanzen) mit Schwerpunkt auf –
Erstellung eines Plans für ein System der internen
Kontrolle der öffentlichen Finanzen (Rechenschaftspflicht der
mittelbewirtschaftenden Stellen, dezentrale Innenrevision), unter anderem durch
Verbesserung des Rechtsrahmens; –
einer schrittweisen Angleichung an die einschlägigen
internationalen Standards (IFAC, IIA, INTOSAI) sowie an bewährte
EU-Verfahren für die Kontrolle und Rechnungsprüfung öffentlicher Einnahmen,
Ausgaben, Aktiva und Passiva; –
Einrichtung einer Innenrevision in allen
mittelbewirtschaftenden Stellen, einschließlich einer zentralen
Koordinierungsstelle für Rechnungsprüfungen innerhalb des Finanzministeriums; –
Durchführung regelmäßiger Prüfungen, vor
allem des Rates für Entwicklung und Wiederaufbau, des nationalen Fonds für
soziale Sicherheit und des Fonds für Kommunalentwicklung, und Veröffentlichung
der Ergebnisse. (c) Fortschritte
in Richtung einer voll funktionsfähigen Marktwirtschaft mit Schwerpunkt
auf –
Privatisierung von
Staatsunternehmen oder Umwandlung von Staatsunternehmen in
privatwirtschaftlich geführte öffentliche Unternehmen, insbesondere der
öffentlichen Versorgungseinrichtungen, unter Sicherstellung hoher Transparenz; –
Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für
Investitionen, einschließlich eines angemessenen Schutzes ausländischer
Investitionen; –
Umsetzung des Finanzmarkt-Gesetzes (Nr.
161/2011), einschließlich der Ermittlung des Bedarfs an technischer
Unterstützung auf libanesischer Seite mit dem Ziel, die Finanzmarktaufsicht einzurichten
und auf die uneingeschränkte Wahrnehmung ihrer Aufgaben vorzubereiten. 3.2. Soziale
und migrationsbezogene Fragen, nachhaltige sozioökonomische Entwicklung auf
nationaler und regionaler Ebene Gemeinsames Gremium EU-Libanon mit
Zuständigkeit für Fragen in diesem Teilsektor: ·
Unterausschuss für Soziales und Migration Im Hauptteil des Aktionsplans festgelegte
Prioritäten in diesem Teilsektor: ·
Unterstützung für die wirksame Stärkung der Rolle
der Gemeinden und Gebietskörperschaften mit dem Ziel einer stärkeren
Dezentralisierung und einer nachhaltigen regionalen sozioökonomischen
Entwicklung ·
Verbesserung des Sozialschutzes und der
Gesundheitsfürsorge Weitere Ziele (a) Zusammenarbeit im Bereich Migration und
in damit zusammenhängenden Fragen durch verstärkten
Dialog, Informationsaustausch und/oder Einführung spezifischer Maßnahmen: –
Steuerung der legalen Migration, einschließlich Fragen wie Zulassungspolitik und Aufenthaltsrechte,
aggregierte Daten über verfügbare Kompetenzen und Beschäftigungsmöglichkeiten
und damit verbundene Verfahren auf beiden Seiten, Integration von Migranten
(einschließlich Schutz vor Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit),
Zusammenhänge zwischen Migration und Entwicklung (produktive Rolle der
Diaspora); –
Verhinderung und Kontrolle der illegalen
Migration, u. a. durch Erfassung und Austausch
genauer Daten über ihren Umfang, Überwachung von Migrationsbewegungen (nach
Libanon und in die EU sowie Transitmigration), Zusammenarbeit mit Ländern der
Region und den Herkunftsländern, Anwendung geeigneter Strategien für die
Rückführung illegaler Migranten, flankierende Maßnahmen zur Verhinderung und
Bekämpfung der illegalen Einwanderung (auch auf dem Seeweg) sowie
Sensibilisierung für die Risiken des Menschenhandels; –
Rückübernahme eigener
Staatsangehöriger, mit der Möglichkeit der Aushandlung eines
Rückübernahmeabkommens zwischen Libanon einerseits und der EU und ihren
Mitgliedstaaten andererseits, das auch für Staatenlose und
Drittstaatsangehörige gilt; –
Gewährleistung der Sicherheit von Reisedokumenten
und Visen im Einklang mit internationalen Standards, einschließlich
biometrischer Technologien; –
Förderung von Synergien mit der Initiative
„Euro-Med“ und anderen internationalen Initiativen zur Migrationsforschung und
mögliche Beteiligung des Libanons an einschlägigen Gemeinschaftsprogrammen; –
Dialog über die bestehenden Visaregelungen und
–verfahren Libanons und der EU, sofern beide Seiten dies für erforderlich
und möglich halten. (b) Öffentliche
Gesundheit mit dem Ziel der Prävention und Kontrolle von Krankheiten und
der Steigerung der Gesundheitssicherheit - über das im Hauptteil des
Aktionsplans festgelegte prioritäre Ziel hinaus -, vor allem durch –
Förderung der Prävention und der Bekämpfung
übertragbarer und nichtübertragbarer Krankheiten, u. a. durch den
Austausch gesundheitsbezogener Informationen und die vollständige und
rechtzeitige Umsetzung internationaler Gesundheitsübereinkommen wie der
Internationalen Gesundheitsvorschriften und des Rahmenübereinkommens zur
Eindämmung des Tabakkonsums; –
Verbesserung der Kapazitäten zur Aufdeckung von
Bedrohungen der öffentlichen Gesundheit und zur Reaktion auf sie durch
Schulungen und Stärkung der Vorsorge- und Überwachungssysteme. (c) Förderung der Beschäftigung durch Schaffung günstiger Rahmenbedingungen im Hinblick auf
Qualifizierung, Chancengleichheit für alle und eine motivationsfördernde
Sozialpolitik mit Schwerpunkt auf folgenden Aspekten: –
Formulierung einer umfassenden Strategie für
soziale Entwicklung und Beschäftigung als Grundsatzdokument; –
Führung eines ständigen sozialen Dialogs, auch
innerhalb des Wirtschafts- und Sozialrats und im Rahmen eines dreiseitigen
Dialogs, mit dem Ziel der Entwicklung von Möglichkeiten für Partnerschaften
zwischen dem Privatsektor und der Zivilgesellschaft mit besonderem Schwerpunkt
auf der beruflichen Bildung; –
Förderung der Beteiligung von Frauen und jungen
Menschen am Arbeitsmarkt durch Abbau der Hindernisse für den Einstieg in
den Arbeitsmarkt, Durchführung spezieller Programme der technischen und
beruflichen Bildung sowie durch Einführung eines marktgesteuerten Konzepts zur
Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit dieser Gruppen; –
Modernisierung der
nationalen Arbeitsverwaltung; –
Verfolgung einer auf Anreize gestützten Politik
im Bereich der Sozialleistungen, um die aktive Arbeitsuche und Umschulungen
im Einklang mit den Erfordernissen des Arbeitsmarkts zu fördern. (d) Stärkung sozialer
Sicherheitsnetze mit dem Ziel der Armutsminderung bei gleichzeitiger
Erhöhung der Effizienz und Wirksamkeit des staatlichen Sozialversicherungssystems,
u. a. durch folgende Maßnahmen: –
Formulierung einer umfassenden Strategie für
soziale Entwicklung und Beschäftigung als Grundsatzdokument; –
Bewertung und Verbesserung der Effizienz und
Zielgerichtetheit sowie des Abdeckungsgrads der bestehenden Systeme,
z. B. durch die Vermeidung von Überschneidungen bei den staatlichen
Leistungen; –
Reform des Sozialversicherungssystems und allmählicher Übergang von Steuerbefreiungen und direkten
Subventionen aus dem Staatshaushalt zu bedarfsabhängigen Transferzahlungen an
die bedürftigsten Privathaushalte; –
Wiederbelebung eines konstruktiven sozialen
Dialogs (zwei- und dreiseitig); –
Programme und Initiativen zur Förderung der sozialen
Inklusion und zur Bekämpfung der Diskriminierung mit Schwerpunkt auf Frauen
und Randgruppen. (e) Nachhaltige
regionale Entwicklung - zusätzlich zu dem im Hauptteil des Aktionsplans
festgelegten Ziel - mit besonderem Augenmerk auf Stärkung des sozioökonomischen
Zusammenhalts der einzelnen Regionen Libanons, die Schaffung von Arbeitsplätzen
und die Förderung der Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung durch folgende
Maßnahmen: –
Ausarbeitung eines umfassenden langfristigen
Programms für die nachhaltige Entwicklung der Regionen des Landes; –
Schaffung von Anreizen für den Ausbau der Wirtschaftstätigkeit
außerhalb des Großraums Beirut; –
Einbeziehung der
nachhaltigen Entwicklung als Querschnittsthema in die sektorbezogene Politik
und Einrichtung einfacher Verfahren zur Koordinierung der betreffenden Sektoren
in Fragen der nachhaltigen Entwicklung. 4.
Handelsbezogene Fragen, Markt- und Regulierungsreformen 4.1.
Industrie, Handel und Dienstleistungen Gemeinsames Gremium EU-Libanon mit
Zuständigkeit für Fragen in diesem Sektor: ·
Unterausschuss für Industrie, Handel und
Dienstleistungen Im Hauptteil des Aktionsplans festgelegte
Prioritäten in diesem Sektor: ·
Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im Handel und
weitere handelspolitische Integration in den EU-Markt und internationale
Märkte, WTO-Beitritt (gilt auch für Teilsektor 4.2) ·
Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmen,
insbesondere für Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen sowie Entwicklung
der Bedingungen in Schlüsselsektoren des inländischen Markts (gilt auch für die Teilsektoren 4.2 und Artikel
5.1) Weiteres Ziel (a) Weitere Vertiefung
der bilateralen und regionalen Handelsbeziehungen und Annahme von Maßnahmen
zur Erreichung dieses Ziels, insbesondere –
nach dem WTO-Beitritt Libanons - gemeinsame Prüfung
der Möglichkeiten zur weiteren Vereinfachung der bilateralen
Handelsbeziehungen zwischen der EU und Libanon, u. a. im Bereich des
Handels mit Dienstleistungen und in handelsbezogenen Regulierungsbereichen; –
Beitritt zum und Umsetzung des Agadir-Abkommens; –
Teilnahme an weiteren regionalen und subregionalen
Handelsinitiativen wie dem Mechanismus zur Förderung von Handel und
Investitionen sowie an einer engeren sektorbezogenen Zusammenarbeit; –
Vertiefung der Handelsbeziehungen mit den
Nachbarländern durch die Umsetzung von Freihandelsabkommen; –
Abschluss der internen Verfahren für die Annahme
des Protokolls zur Einrichtung eines Mechanismus für die Beilegung von
Handelsstreitigkeiten im Rahmen des Assoziationsabkommens; –
Stärkung der Kapazitäten der libanesischen
Verwaltung im Hinblick auf die Teilnahme an Systemen für die Bereitstellung und
den Austausch von Daten über den internationalen Handel. 4.2. Markt,
Wettbewerb und Unternehmensumfeld Gemeinsames Gremium EU-Libanon mit
Zuständigkeit für Fragen in diesem Sektor: ·
Unterausschuss für den Binnenmarkt Im Hauptteil des Aktionsplans festgelegte
Prioritäten in diesem Sektor: ·
Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmen,
insbesondere für Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen sowie Entwicklung
der Bedingungen in Schlüsselsektoren des inländischen Markts ·
Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im Handel und
weitere handelspolitische Integration in den EU-Markt und internationale
Märkte, WTO-Beitritt Weitere Ziele (a) Zusätzliche
gesetzliche und regulatorische Maßnahmen zur Verbesserung des
Unternehmensumfelds in Libanon über das prioritäre Ziel hinaus,
insbesondere durch –
Verabschiedung von Gesetzen und Gewährleistung der
Rechtsdurchsetzung in den Bereichen Wettbewerb, technische Vorschriften und
Konformitätsbewertungsverfahren, Messwesen, Exportförderung, Rechte des
gewerblichen Eigentums, Urheberrecht und verwandte Rechte des geistigen
Eigentums im Einklang mit EU- und internationalen Standards; –
Umsetzung des Gesetzes über Verbraucherschutz
von 2005 und Aktivierung des nationalen Rates für Verbraucherschutz; –
Verabschiedung von Gesetzen zur Schaffung eines
offenen und transparenten öffentlichen Auftragswesens; –
Verabschiedung von Gesetzen über öffentlich-private
Partnerschaften; –
Verbesserung der Handelsgerichtsbarkeit; –
Entwicklung von Leitlinien über Corporate
Governance für öffentliche und private Unternehmen; –
Annahme von Rechnungslegungsvorschriften im
Einklang mit internationalen und europäischen Standards und Förderung eines
Berufsstands qualifizierter Rechnungsprüfer. (b) Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
des Dienstleistungssektors, insbesondere durch –
Vereinfachung der Rechts- und
Verwaltungsvorschriften; –
Reform der Regulierung des Finanzsektors (Banken, Versicherungen und Wertpapiere), einschließlich einer
effizienten und unabhängigen Aufsicht, im Einklang mit EU- und internationalen Standards; –
Einrichtung einer Beobachtungsstelle für
Wettbewerbsfähigkeit; –
Unterstützung beim Aufbau einer einheitlichen
datenbankgestützten Statistik für den Dienstleistungssektor; –
Unterstützung bei der Ausarbeitung und Umsetzung
eines Programms zur Modernisierung des Dienstleistungssektors. 4.3. Zoll und
Steuern Gemeinsames Gremium EU-Libanon mit
Zuständigkeit für Fragen in diesem Sektor: ·
Unterausschuss für Zoll und Steuern Ziele a) Verbessertes
Funktionieren der Zolldienste, Vereinfachung und Modernisierung der
Zollverfahren: –
weitere Harmonisierung und Vereinfachung der
zollrechtlichen Vorschriften, des Zollkodex und der Zollverfahren im Einklang
mit den Empfehlungen von Palermo, einschließlich weiterer Informatisierung und
Automatisierung der Zollverfahren; –
Verbesserung des Dialogs und der Zusammenarbeit
im Hinblick auf die Umsetzung der bestehenden Rechtsvorschriften über
Zollkontrollen zur Aufdeckung von Raubkopien und nachgeahmten Waren sowie
Austausch relevanter Statistiken; –
Stärkung der Zusammenarbeit zwischen der EU und
Libanon bei der Bekämpfung von Unregelmäßigkeiten und Betrug im Zusammenhang
mit Zoll und Zollfragen sowie Annahme und Umsetzung eines Ethikkodex für den
Zoll (im Einklang mit der Erklärung von Arusha des Rates für die
Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Zollwesens); –
weitere Stärkung der Zusammenarbeit der
libanesischen Zollverwaltung mit anderen an den Grenzen tätigen Stellen im
Rahmen des integrierten Grenzmanagements; –
Unterstützung der Entwicklung von Maßnahmen im
Bereich risikoabhängiger Zollkontrollen zur Gewährleistung der
Unbedenklichkeit und Sicherheit der Einfuhr-, Ausfuhr- und Durchfuhrwaren; –
Ausstattung der Zollverwaltung mit ausreichendem
internen oder externen Fachwissen und insbesondere mit angemessenen
Laborkapazitäten. b) Verbesserungen
im Bereich Steuern: –
weitere Modernisierung und Vereinfachung der
Strukturen und Verfahren der Steuerverwaltung; –
Fortführung des Dialogs zur Förderung der Umsetzung
der im Verhaltenskodex für die Unternehmensbesteuerung enthaltenen
Grundsätze; –
weitere Bemühungen zum Ausbau des Netzes
bilateraler Abkommen zwischen Libanon und den EU-Mitgliedstaaten über die Vermeidung
der Doppelbesteuerung, einschließlich Verbesserung der Transparenz und des
Informationsaustausches im Einklang mit internationalen Standards. 5. Bildung und
Forschung, Informationsgesellschaft, Zivilgesellschaft und Kultur Gemeinsames Gremium EU-Libanon mit
Zuständigkeit für Fragen in diesem Sektor: ·
Unterausschuss für Forschung, Innovation,
Informationsgesellschaft, Bildung und Kultur 5.1. Bildung,
Wissenschaft und Technologie, Forschung und Entwicklung, Innovation und
Informationsgesellschaft Im Hauptteil des Aktionsplans festgelegte
Prioritäten in diesem Teilsektor: ·
Umsetzung der nationalen Bildungsstrategie,
Verbesserung der technischen und beruflichen Bildung ·
Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmen,
insbesondere für Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen sowie Entwicklung
der Bedingungen in Schlüsselsektoren des inländischen Markts Weitere Ziele (a) Über das prioritäre Ziel hinaus:
Förderung der Primar- und Sekundarbildung mit dem Ziel der Anhebung des
Unterrichtsniveaus, der Verbesserung der Bildungsqualität und der
Gewährleistung des freien Bildungszugangs für alle mit Schwerpunkt auf
folgenden Aspekten: –
Verbesserung der Bildungsqualität durch
Sicherstellung der Verfügbarkeit ausreichender personeller Ressourcen
(Lehr- und Verwaltungspersonal) und ihrer beruflichen Weiterentwicklung; –
Sicherstellung des Zugangs zu einer qualitativ
hochstehenden Bildung für alle Libanesen, einschließlich der armen,
benachteiligten und marginalisierten Bevölkerungsschichten. (b) Über das
prioritäre Ziel hinaus: Entwicklung der beruflichen und technischen Bildung
mit dem Ziel der Verbesserung der Ausbildungsqualität, der Sicherstellung des
Zugangs für alle und der Verbesserung der Wettbewerbs- und
Beschäftigungsfähigkeit mit Schwerpunkt auf folgenden Aspekten: –
Verbesserung der Bildungsqualität durch
Sicherstellung der Verfügbarkeit ausreichender personeller Ressourcen
(Lehr- und Verwaltungspersonal) und ihrer beruflichen Weiterentwicklung; –
Überprüfung und
Aktualisierung der vorhandenen Programme und Fachrichtungen in der beruflichen
und technischen Bildung; –
Ausbau der institutionellen Kapazitäten für
die Formulierung und Umsetzung der Bildungspolitik sowie für die Aktualisierung
der bestehenden Lehrpläne bzw. die Entwicklung neuer Lehrpläne; –
wirksame Nutzung der Unterstützung der EU für die Modernisierung der beruflichen Bildung; –
Stärkung von Partnerschaften und Zusammenarbeit
im Bereich der beruflichen und technischen Bildung. (c) Über das prioritäre Ziel hinaus:
weitere Reform und Modernisierung der Hochschulbildung mit dem Ziel der
Förderung der Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigungsfähigkeit und Mobilität und
der verstärkten Annäherung an die Standards der EU, insbesondere durch: –
Ausbau der institutionellen Kapazitäten für
die Formulierung und Umsetzung der Bildungspolitik sowie für die Entwicklung neuer
Curricula insbesondere in den Bereichen Wissenschaft und
Informationstechnologie; –
vollständige Inanspruchnahme des Programms Tempus
und seines Nachfolgeprogramms (insbesondere der Komponenten Kooperation und
Reform); –
Förderung der Mobilität von Studenten durch die
aktive Teilnahme an den verfügbaren Programmen, einschließlich Erasmus Mundus
und seines Nachfolgeprogramms. (d) Ausbau der Kapazitäten des Landes
im Bereich der wissenschaftlichen und technologischen Forschung und
Innovation mit dem Ziel der Förderung der wirtschaftlichen und sozialen
Entwicklung, insbesondere durch folgende Maßnahmen: –
Unterstützung für die Teilnahme libanesischer
Einrichtungen an dem bevorstehenden Programm „Horizont 2020“, u. a.
mit Hilfe einer öffentlichen Informationsstrategie, mit der libanesische
Einrichtungen zur Teilnahme ermutigt werden sollen; –
Beteiligung Libanons an der internationalen
Dimension des Europäischen Forschungsraums; –
Formulierung und verstärkte Finanzierung einer an
den Zielen der nachhaltigen und gerechten Entwicklung Libanons ausgerichteten Forschungs-
und Innovationspolitik, einschließlich Reformen des FuE-Systems und des
entsprechenden Regulierungsrahmens; –
erhöhte Investitionen in Forschung und
Innovation sowohl aus dem öffentlichen als auch aus dem privaten Sektor,
u. a. durch verstärkte Bereitstellung personeller, materieller und institutioneller
Ressourcen; –
Annahme des Forscherstatus im öffentlichen Sektor; –
Zusammenarbeit am Austausch hochrangiger
Wissenschaftler einschließlich der verstärkten Teilnahme an den
Marie-Sklodowska-Curie-Maßnahmen; –
gesichertes Engagement für die Umsetzung von
Prioritäten im Bereich der Wissenschafts-, Technologie- und Innovationspolitik. (e) Zusammenarbeit bei der Entwicklung
der Politik im Bereich Informationsgesellschaft und Medien im Libanon, u.
a. durch folgende Maßnahmen: –
Austausch praxisbewährter Methoden in Bezug auf das strategische Management elektronischer
Kommunikationsnetze, Lizenzierung, Rechte geistigen Eigentums, Entwicklung
elektronischer Transaktionen als Mittel zur Förderung des Austausches zwischen
Unternehmen und von elektronischen Bürgerdiensten sowie Weiterentwicklung der
Informationsgesellschaft auf nationaler, regionaler und globaler Ebene; –
Förderung des zuverlässigen und stabilen Funktionierens
von Netzen und Diensten im Geiste der Offenheit und Interoperabilität,
u. a. durch die aktive Teilnahme Libanons am Netz der Regulierungsstellen
für elektronische Kommunikation im südlichen Mittelmeerraum (EMERG); –
Förderung des freien und offenen Zugangs zum
Internet, u. a. durch Zusammenarbeit mit den Regulierungsstellen für
elektronische Kommunikation im südlichen Mittelmeerraum; –
wissenschaftliche und technologische
Zusammenarbeit im Bereich IKT, u. a. im
Zusammenhang mit den EU-Rahmenprogrammen für Forschung und technologische
Entwicklung und den Netzen in den Bereichen Forschung und Bildung sowie
innerhalb des Netzes EUMEDCONNECT; –
Maßnahmen im Bereich der audiovisuellen und
Printmedien mit Schwerpunkt auf der Entwicklung eines transparenten,
effizienten und verlässlichen Rechtsrahmens und der Einrichtung einer
unabhängigen Regulierungsbehörde; –
Dialog über Inhalte in den audiovisuellen und
Printmedien, einschließlich Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von
Rassismus, religiöser Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit. (f) Umstrukturierung des Sektors
Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zur
Verbesserung von Effizienz und Management mit Blick auf eine weitere
Liberalisierung, insbesondere durch folgende Maßnahmen: –
Abschluss der Umwandlung von Staatsunternehmen
des Sektors in privatwirtschaftlich geführte öffentliche Unternehmen, um
die Beteiligung privater Unternehmen und ausländische Investitionen als Beitrag
zu einem funktionierenden, dem Wirtschaftswachstum förderlichen Markt zu
unterstützen; –
Weiterentwicklung des libanesischen Rechts- und
Regulierungsrahmens für elektronische Kommunikation in Anlehnung an den
einschlägigen EU-Rahmen unter Berücksichtigung folgender Aspekte:
Genehmigungen, Zugang zu und Zusammenschaltung von Netzen und Diensten,
Universaldienst, Nutzerrechte, Verbraucherschutz, Datenschutz in der
elektronischen Kommunikation sowie effiziente Nutzung des Frequenzspektrums; –
Förderung von Wechselwirkungen mit anderen
Sektoren, die von den IKT profitieren können. 5.2. Jugend
und Sport, Zivilgesellschaft, Kultur und direkte persönliche Kontakte Weitere Ziele (a) Dialog und
Zusammenarbeit im Bereich Jugend und Sport mit Schwerpunkt auf Fragen
der Mobilität und - auf nationaler Ebene – der Überwindung von Spaltungen in
der Gesellschaft. Die Maßnahmen umfassen insbesondere: –
Förderung der Mobilität von Jugendlichen
durch Unterstützung von Jugendaustauschprogrammen mit dem Ziel einer größeren
Inanspruchnahme der von der EU geförderten Programme und einer erhöhten Zahl
von Mobilitätsaufenthalten; –
Förderung des Austauschs junger Fachkräfte
zwischen libanesischen und europäischen Institutionen und Organisationen; –
Zusammenarbeit mit jungen Menschen bei der
Behandlung komplexer Fragen im Zusammenhang mit glaubensbedingten und sonstigen
Spaltungen in der Gesellschaft durch praxisbezogene und konstruktive
Initiativen zur Förderung von Einheit, Bürgersinn und friedlicher
Entwicklung; –
Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen der EU und
Libanon im Bereich der nichtformalen Bildung für junge Menschen,
u. a. durch den interkulturellen Dialog; –
Gewährleistung der erfolgreichen Durchführung des
Programms Euro-Med-Jugend durch Steigerung der Leistungsfähigkeit der
entsprechenden Strukturen auf libanesischer Seite. (b) Unterstützung
der Weiterentwicklung der Zivilgesellschaft durch Förderung günstiger
Rahmenbedingungen und Ausbau der bestehenden zivilgesellschaftlichen Netzwerke
in Libanon, insbesondere durch folgende Maßnahmen: –
weitere Anpassung des rechtlichen und
administrativen Rahmens für die uneingeschränkte Tätigkeit und weitere
Entwicklung der Zivilgesellschaft; –
Förderung von Kontakten zwischen zivilgesellschaftlichen
Organisationen in Libanon und der EU durch Bekanntmachung der zu diesem Zweck
verfügbaren Programme und Instrumente; –
Unterstützung zivilgesellschaftlicher
Organisationen in Libanon bei der uneingeschränkten und wirksamen Mitwirkung
als Partner der libanesischen Regierung an der Förderung der wirtschaftlichen,
politischen und sozialen Entwicklung des Landes im Einklang mit der nationalen
Gesetzgebung; –
Stärkung der Fähigkeit der Verbraucher zum
Schutz ihrer legitimen Interessen durch zivilgesellschaftliche Strukturen. (c) Förderung der kulturellen
Zusammenarbeit zwischen der EU und Libanon sowie den Dialog der Kulturen
auf internationaler, regionaler, bilaterale und lokaler Ebene, einschließlich: –
Zusammenarbeit in internationalen Foren, insbesondere
der UNESCO, zur Förderung der kulturellen Vielfalt sowie zur Erhaltung
und zum Schutz des kulturellen und historischen Erbes. Dies setzt die
Unterzeichnung, Ratifizierung und Umsetzung des UNESCO-Übereinkommens zum
Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen durch Libanon
voraus; –
aktivere Beteiligung Libanons an EU-geförderten
Programmen im Kulturbereich; –
Beteiligung an den Aktivitäten der Anna-Lindh-Stiftung
(Europa-Mittelmeer-Stiftung für den Dialog zwischen den Kulturen); –
Förderung der direkten Zusammenarbeit im
Kulturbereich auf subnationaler Ebene, d. h. auf der Ebene der Provinzen und
Kommunen Libanons; –
Schutz des architektonischen Erbes in
Libanon, einschließlich der auf der UNESCO-Liste stehenden Städte; –
Förderung der lebenden Kultur Libanons und
der EU durch Unterstützung eines breiten Spektrums kultureller Aktivitäten
libanesischer und europäischer Einrichtungen sowie direkter Kontakte zwischen
den Bürgern; –
Unterstützung von Kulturzentren, die die kulturelle
Vielfalt fördern. 6. Landwirtschaft
und Fischerei Gemeinsames Gremium EU-Libanon mit
Zuständigkeit für Fragen in diesem Sektor: ·
Unterausschuss für Landwirtschaft und Fischerei Im Hauptteil des Aktionsplans festgelegte
Prioritäten in diesem Sektor: ·
Förderung der Erzeugung und Vermarktung
landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Einklang mit internationalen Normen,
Förderung der Liberalisierung, Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und
Entwicklung der Wirtschaft im ländlichen Raum Weitere Ziele (a)
Qualitätssteigerung und Kapazitätenausbau in der landwirtschaftlichen
Erzeugung, insbesondere durch –
Stärkung der Rolle von Agrarforschungszentren
bei der Verbesserung der Produktivität, der Lebensmittelsicherheit und der
Qualität der Agrarerzeugnisse und der landwirtschaftlichen
Verarbeitungserzeugnisse, Intensivierung der Zusammenarbeit mit europäischen
Forschungszentren, insbesondere in den Bereichen Gentechnik und Biotechnologie; –
stärkere Nutzung moderner Technologien im
Agrarsektor und in verschiedenen Produktionsphasen; –
Förderung von Privatinvestitionen; –
Ausbau der Verwaltungskapazitäten des Katasteramts. (b) Intensivierung
der Maßnahmen und der Zusammenarbeit im Hinblick auf die Erhaltung und
nachhaltige Nutzung der Fischereiressourcen im Mittelmeerraum,
insbesondere durch: –
Ausbau der wissenschaftlichen, technischen und
administrativen Kapazitäten zur Überwachung, Evaluierung und Bewirtschaftung
der genutzten Fischereiressourcen und der Meeresumwelt mit besonderem Augenmerk
auf Aspekte der langfristigen Nachhaltigkeit; –
Intensivierung der Zusammenarbeit im Rahmen der regionalen
Fischereiorganisationen, insbesondere der Allgemeinen Kommission für die
Fischerei im Mittelmeer (GFCM); –
Sensibilisierung für die Bedeutung von Fischereiverbänden
mit dem Ziel der Verwirklichung einer verantwortungsvollen Fischerei und der
verbesserten Vertretung von Fischereiverbänden in internationalen und
multilateralen Organisationen. 7. Verkehr,
Energie und Umwelt Gemeinsames Gremium EU-Libanon mit
Zuständigkeit für Fragen in diesem Sektor: ·
Unterausschuss für Verkehr, Energie und Umwelt 7.1. Verkehr Ziele (a) Weitere Zusammenarbeit
und Integration mit der EU im Bereich Verkehr und aktive Teilnahme an
regionalen Bemühungen um Verwirklichung dieses Ziels mit Schwerpunkt auf
folgenden Aspekten: –
Aushandlung eines Luftverkehrsabkommens
Europa-Mittelmeer mit Libanon im Einklang mit dem Ziel der Schaffung eines
gemeinsamen Luftverkehrsraums Europa-Mittelmeer unter gebührender
Berücksichtigung der Sicherheit und Gefahrenabwehr im Luftverkehr; –
Ausarbeitung und Beginn der Umsetzung prioritärer regionaler
Infrastrukturprojekte im Rahmen des Verkehrsnetzes im Mittelmeerraum; –
Maßnahmen zur Verwirklichung eines Verbunds
der transmediterranen und der transeuropäischen Verkehrsnetze im Einklang mit
der Mitteilung der Kommission „Die EU und ihre Nachbarregionen: Ein neues
Konzept für die Zusammenarbeit im Verkehrsbereich“ vom Juli 2011; –
Fortsetzung der Teilnahme an der Entwicklung des globalen
Satellitennavigationssystems (Galileo) im Mittelmeerraum und an der
regionalen Zusammenarbeit im Bereich der Satellitennavigation; –
Zusammenarbeit mit der EU und den
Mittelmeerpartnern im Rahmen der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation. (b) Entwicklung
einer integrierten Meerespolitik unter Berücksichtigung der ganzen
Bandbreite unterschiedlicher maritimer Interessen, internationaler
Übereinkommen und der Frage der langfristigen Nachhaltigkeit mit Schwerpunkt
auf folgenden Aspekten: –
verbesserter Regelung maritimer Tätigkeiten auf
nationaler Ebene und den darunter liegenden Ebenen, u. a. durch Ausbau der
administrativen Kapazitäten zur Koordinierung der Auswirkungen verschiedener
Wirtschaftssektoren auf das Meer (einschließlich der Küstengebiete); –
Einhaltung der einschlägigen internationalen und
regionalen Übereinkommen, ggf. einschließlich der Angleichung an das
EU-Recht, und Teilnahme an der regionalen Zusammenarbeit; –
Gewährleistung der Sicherheit und der
Gefahrenabwehr im Seeverkehr durch vollständige Umsetzung der Anforderungen
der SOLAS/ISPS-Codes sowie der Systeme der Flaggenstaat- und
Hafenstaatkontrolle; –
Entwicklung und Umstrukturierung des Hafensektors
zur Verbesserung der Effizienz und Einrichtung einer unabhängigen Hafenbehörde
mit Zuständigkeit für Regulierung und Kontrolle; –
Einbeziehung von Fragen der Meerespolitik in die
sektorbezogene Politik einschließlich der nationalen Fischereipolitik; –
Förderung der Aussicht auf nachhaltiges Wachstum
bei gleichzeitiger Entwicklung des Seeverkehrssektors, Verbesserung der
Wettbewerbsfähigkeit des Sektors und verstärkter Beteiligung der
Privatwirtschaft an allen seinen Aspekten, einschließlich Häfen und
Hafenaktivitäten; –
Übergang zur Einrichtung biologischer Schutzgebiete
im Einklang mit den einschlägigen Empfehlungen und laufenden Aktivitäten im
Rahmen der internationalen und regionalen Zusammenarbeit (Übereinkommen von
Barcelona, Allgemeine Kommission für die Fischerei im Mittelmeer). (c) Weitere
Umsetzung der nationalen Luftverkehrspolitik durch administrative
Umstrukturierung und Fortsetzung der Liberalisierung, einschließlich der
Flughäfen. Dies setzt Folgendes voraus: –
Stärkung der Verwaltungskapazitäten u. a.
durch Einrichtung einer autonomen Zivilluftfahrtbehörde mit Schwerpunkt
auf Regelungsaufgaben; –
Schrittweise Liberalisierung der Charter-
und Linienflüge und Bewertung der Liberalisierungsmöglichkeiten bei der
Bodenabfertigung auf Flughäfen; –
Umsetzung europäischer und internationaler Luftverkehrsnormen
(JAA, EASA), auch im Hinblick auf Sicherheit und Gefahrenabwehr im Luftverkehr. (d) Entwicklung und Umsetzung der
nationalen Landverkehrspolitik mit besonderem Schwerpunkt auf nachhaltigen
Verkehrsmitteln sowie insbesondere –
einem regulierten und leistungsstarken öffentlichen
Nahverkehr in und zwischen den großen Städten; –
der Wiederbelebung des Eisenbahnnetzes; –
der Erhöhung des Anteils des öffentlichen Verkehrs
am Mix der Verkehrsträger. (e) Annahme einer nationalen
Politik zur Förderung der Straßenverkehrssicherheit, einschließlich der
Bekämpfung von Gewalt im Straßenverkehr, wie z. B. rücksichtslosem und
sonstigem gefährlichen Fahrverhalten, und der Einbeziehung aller in den
Bereichen Verkehrsmanagement und Straßenverkehrssicherheit tätigen
institutionellen Partner, mit folgenden Zielen: –
Verbesserung der Straßeninfrastruktur, wobei die
EU-Richtlinie über ein Sicherheitsmanagement für die
Straßenverkehrsinfrastruktur als Anleitung dienen könnte; –
Entwicklung technischer Kontrollmechanismen
und von Verfahren zur Prüfung der Verkehrstauglichkeit von Fahrzeugen; –
Umsetzung der einschlägigen internationalen
Übereinkommen, insbesondere zur Gefahrgutbeförderung; –
Annäherung an EU- und internationale Standards. 7.2. Energie Im Hauptteil des Aktionsplans festgelegte
Priorität in diesem Teilsektor: ·
Umsetzung einer energiepolitischen Strategie zum
Ausbau der Stromversorgung, Einleitung einer strukturellen Reform und Förderung
der Nutzung erneuerbarer und CO2-armer Energiequellen sowie der
Energieeffizienz Weitere Ziele (a) Annäherung
Libanons an die EU im Hinblick auf energiepolitische Ziele und
marktwirtschaftliche Grundsätze - u. a. im Rahmen der regionalen
Zusammenarbeit mit der EU - insbesondere durch folgende Maßnahmen: –
Annahme einer langfristigen energiepolitischen
Strategie, die die Angleichung an die Ziele der EU vorsieht und alle
Teilsektoren, einschließlich Stärkung der Institutionen und Finanzierung,
abdeckt; –
schrittweise Angleichung an die Grundsätze der EU-Binnenmärkte
für Strom und Gas; –
Prüfung der möglichen Teilnahme Libanons am
Programm „Intelligente Energie – Europa“; –
Förderung der regionalen Zusammenarbeit mit anderen Ländern im Maschrek und darüber hinaus mit dem Ziel einer
umfassenderen Zusammenarbeit zwischen der Region und der EU. 7.3. Umwelt,
einschließlich Klimawandel Im Hauptteil des Aktionsplans festgelegte
Priorität in diesem Teilsektor: ·
Administrative/legislative Maßnahmen zur
Verbesserung des Umweltmanagements zur Erzielung von Fortschritten bei der
Umsetzung der Klimaschutzagenda Weitere Ziele (a) Maßnahmen zur Bekämpfung
des Klimawandels und zur Förderung einer emissionsarmen klimaschonenden
Entwicklung durch angemessene Politikgestaltung, Informationsaustausch,
technologische Modernisierung und Kapazitätsaufbau, insbesondere durch –
Einführung einer klimawandelbezogenen Entscheidungsfindung
aufbauend auf der Unterstützung der EU bei der Politikformulierung im Hinblick
auf die Anpassung an den Klimawandel und die Minderung seiner Folgen; –
Ausbau der Kapazitäten des öffentlichen und des
privaten Sektors in Bezug auf die Aspekte Messung, Meldung und Kontrolle
im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen mit
Schwerpunkt auf den Anforderungen, Anwendungsprotokollen und
Umsetzungsinstrumenten, insbesondere im Energiesektor; –
Nutzung von Klimabeobachtungsinstrumenten
und Austausch von Informationen und praxisbewährten Methoden hinsichtlich der
Anpassung an den Klimawandel und der Minderung seiner Folgen; –
Integration von Fragen der emissionsarmen und
klimaschonenden Entwicklung in die Entwicklungsstrategie Libanons, Aufbau
entsprechender Kapazitäten, Unterstützung des regionalen Austauschs und der
regionalen Zusammenarbeit in diesem Bereich sowie strategische Förderung
CO2-armer Energiequellen; –
aktive Teilnahme an der Durban-Plattform und
Umsetzung des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über
Klimaänderungen und des Kyoto-Protokolls; –
Vorbereitung der beteiligten Akteure auf die
Anwendung der neuen, derzeit auf internationaler Ebene diskutierten
Mechanismen, vor allem länderspezifischer Klimaschutzmaßnahmen (Nationally
Appropriate Mitigation Actions – NAMAs) und Mechanismen für den sektorbezogenen
Gutschriftenhandel. (b) Spezifische Zusammenarbeit zwischen
Libanon und der EU im Hinblick auf einen verstärkten
Umweltschutz und ein verbessertes Umweltmanagement im Rahmen der bereits
bestehenden und der geplanten Umweltprogramme, vor allem des Programms „Horizont
2020“, einschließlich in den Bereichen –
systematische Weitergabe von Umweltinformationen; –
Unterstützung bei der Vorbereitung von Infrastrukturprojekten
auf externe Finanzierung, insbesondere durch Förderung im Hinblick auf die
Erfüllung der Verpflichtungen im Rahmen des Übereinkommens von Barcelona wie
z. B. Prävention von Meeresverschmutzung durch Abfälle und Verringerung
der organischen Schmutzfracht im Abwasser; –
Identifizierung und Beseitigung von Engpässen bei
den Verwaltungskapazitäten im Umweltbereich; –
Integration der regionalen Verpflichtungen im
Rahmen des Übereinkommens von Barcelona, insbesondere im Hinblick auf
die Verringerung der Umweltverschmutzung und den Schutz der biologischen
Vielfalt durch Einrichtung biologischer Schutzgebiete, in Umweltprojekte und in
das Umweltmanagement. (c) Förderung der integrierten
Wasserwirtschaft sowohl auf der Angebots- als auch der Nachfrageseite bei
gleichzeitiger Gewährleistung des Schutzes und der Überwachung der
Wasserquellen und Teilnahme an der internationalen Zusammenarbeit, insbesondere
durch folgende Maßnahmen: –
konsequente Anwendung von Methoden und Verfahren
der integrierten Wasserwirtschaft; –
Verbesserung der Quantität und Qualität der
Wasserversorgung aus Oberflächengewässern und Grundwasser, Nutzung von
integrierten Plänen und Projekten zur Gewährleistung eines ausreichenden
Umweltschutzes; –
verbesserte Steuerung der Wassernachfrage
aller Sektoren (Kommunalverwaltung, Tourismus, Unternehmen, Landwirtschaft und
Umwelt); –
Schutz des Oberflächen- und Grundwassers vor
jeglicher Form der Verschmutzung; –
Aufbau eines landesweiten Netzes zur Überwachung
der Oberflächengewässer und des Grundwassers im Hinblick auf Pegel/Spiegel und
Qualität; –
Bemühungen auf nationaler Ebene und im
internationalen Rahmen um die Lösung von Problemen bei der Bewirtschaftung
grenzübergreifender Wasserressourcen und um die Ermittlung von
Möglichkeiten für eine produktive regionale Zusammenarbeit, auch zu Fragen der
Desertifikation. (d) Sensibilisierung
für den Umweltschutz und Unterstützung von Maßnahmen der Kommunen, der
Zivilgesellschaft und des Privatsektors sowie Zusammenarbeit mit diesen
Akteuren, insbesondere durch folgende Maßnahmen: –
Umsetzung des Plans für Umwelterziehung- und
–sensibilisierung; –
Festlegung von Verfahren für die Beteiligung der
Öffentlichkeit und für den Zugang der Öffentlichkeit zu
Umweltinformationen; –
regelmäßige Veröffentlichung von Berichten
über den Zustand der Umwelt; –
Stärkung der für Umweltverträglichkeitsprüfungen
erforderlichen Kapazitäten und Verfahren; Entwicklung von Pilotprojekten
in vorrangigen Bereichen und umfassende Information über die Ergebnisse; –
Förderung von Maßnahmen des Privatsektors, der
Zivilgesellschaft und der Kommunalverwaltung im Umweltbereich.