31987R1591

Verordnung (EWG) Nr. 1591/87 der Kommission vom 5. Juni 1987 zur Festsetzung von Qualitätsnormen für Kopfkohl, Rosenkohl, Bleichsellerie, Spinat und Pflaumen

Amtsblatt Nr. L 146 vom 06/06/1987 S. 0036 - 0052
Finnische Sonderausgabe: Kapitel 3 Band 23 S. 0161
Schwedische Sonderausgabe: Kapitel 3 Band 23 S. 0161
Sonderausgabe in tschechischer Sprache Kapitel 3 Band 07 S. 221 - 237
Sonderausgabe in estnischer Sprache Kapitel 3 Band 07 S. 221 - 237
Sonderausgabe in ungarischer Sprache Kapitel 3 Band 07 S. 221 - 237
Sonderausgabe in litauischer Sprache Kapitel 3 Band 07 S. 221 - 237
Sonderausgabe in lettischer Sprache Kapitel 3 Band 07 S. 221 - 237
Sonderausgabe in maltesischer Sprache Kapitel 3 Band 07 S. 221 - 237
Sonderausgabe in polnischer Sprache Kapitel 3 Band 07 S. 221 - 237
Sonderausgabe in slowakischer Sprache Kapitel 3 Band 07 S. 221 - 237
Sonderausgabe in slowenischer Sprache Kapitel 3 Band 07 S. 221 - 237


Verordnung (EWG) Nr. 1591/87 der Kommission

vom 5. Juni 1987

zur Festsetzung von Qualitätsnormen für Kopfkohl, Rosenkohl, Bleichsellerie, Spinat und Pflaumen

DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,

gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates vom 18. Mai 1972 über eine gemeinsame Martkorganisation für Obst und Gemüse [1], zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1351/86 [2], insbesondere auf Artikel 2 Absatz 3,

in Erwägung nachstehender Gründe:

Durch die Verordnung Nr. 41/66/EWG des Rates [3] wurden Qualitätsnormen für Kopfkohl, Rosenkohl und Bleichsellerie festgelegt; durch die Verordnung (EWG) Nr. 75/74 der Kommission [4] wurde diese Verordnung durch die Festlegung einer Güteklasse III für Rosenkohl ergänzt.

In Anhang I/1 zu der Verordnung Nr. 58 der Kommission [5], zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 899/87 [6], wurden Qualitätsnormen für Spinat festgelegt.

In Anhang II/8 zu der Verordnung Nr. 23 des Rates [7], zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1129/86 [8], wurden Qualitätsnormen für Pflaumen festgelegt.

Bei der Erzeugung und dem Handel mit diesen Erzeugnissen hat sich eine gewisse Entwicklung ergeben, insbesondere hinsichtlich der Anforderungen der Einzelhandels- und der Großmärkte. Infolgedessen müssen die gemeinsamen Qualitätsnormen geändert werden, um diesen neuen Anforderungen Rechnung zu tragen.

Die Qualitätsnormen gelten für alle Stufen der Vermarktung. Beim Transport über große Entfernungen, bei der Lagerung über einen bestimmten Zeitraum und bei den verschiedenen Behandlungen, denen die Erzeugnisse unterworfen werden, kann es aufgrund der biologischen Entwicklung oder der mehr oder weniger großen Verderblichkeit zu bestimmten Veränderungen der Erzeugnisse kommen. Diese Veränderungen müssen bei der Anwendung der Normen auf den Vermarktungsstufen berücksichtigt werden, die auf den Versand folgen. Da Erzeugnisse der Handelsklasse "Extra" besonders sorgfältig sortiert und verpackt werden müssen, ist für sie nur die Verringerung der Frische und der Turgeszenz zu berücksichtigen.

Aus Gründen der Klarheit und der Rechtssicherheit und zur einfacheren Benutzung empfiehlt es sich, bei einer erneuten Änderung der betreffenden Regelung eine Neufassung vorzunehmen.

Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Obst und Gemüse —

HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:

Artikel 1

Die Qualitätsnormen für:

- Kopfkohl, Tarifstellen 07.01 B II und ex 07.01 B III,

- Rosenkohl, Tarifstelle ex 07.01 B III,

- Bleichsellerie, Tarifstelle ex 07.01 T,

- Spinat, Tarifstelle 07.01 C,

- Pflaumen, Tarifstelle 08.07 D

des Gemeinsamen Zolltarifs sind in den Anhängen I, II, III, IV und V dieser Verordnung aufgeführt.

Diese Normen gelten auf allen Vermarktungsstufen unter den in der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 vorgesehenen Bedingungen.

Auf den Stufen nach dem Versand können jedoch gegenüber den vorgeschriebenen Normen:

- alle Erzeugnisse eine geringfügige Verringerung der Frische und der Turgeszenz sowie

- Erzeugnisse aller Güteklassen, außer der Güteklasse "Extra", geringfügige Veränderungen aufgrund der biologischen Entwicklung und der Verderblichkeit

aufweisen.

Artikel 2

Die Verordnung Nr. 41/66/EWG und die Verordnung (EWG) Nr. 75/74 werden aufgehoben.

Artikel 3

Die Verordnung Nr. 58 wird wie folgt geändert:

- in Artikel 1 werden die Angaben "07.01 C" und "Spinat" gestrichen;

- Anhang I/1 wird gestrichen.

Artikel 4

Die Verordnung Nr. 23 wird wie folgt geändert:

- In Artikel 2 Absatz 3 wird die Angabe "und Pflaumen" gestrichen;

- Anhang II/8 wird gestrichen.

Artikel 5

Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Brüssel, den 5. Juni 1987

Für die Kommission

Frans Andriessen

Vizepräsident

[1] ABl. Nr. L 118 vom 20. 5. 1972, S. 1.

[2] ABl. Nr. L 119 vom 8. 5. 1986, S. 46.

[3] ABl. Nr. 69 vom 19. 4. 1966, S. 1013/66.

[4] ABl. Nr. L 9 vom 11. 1. 1974, S. 35.

[5] ABl. Nr. 56 vom 7. 7. 1962, S. 1607/62.

[6] ABl. Nr. L 88 vom 31. 3. 1987, S. 17.

[7] ABl. Nr. 30 vom 20. 4. 1962, S. 965/62.

[8] ABl. Nr. L 103 vom 29. 4. 1986, S. 22.

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ANHANG I

QUALITÄTSNORM FÜR KOPFKOHL

1. BEGRIFFSBESTIMMUNG

Diese Norm gilt für Kopfkohl der aus "Brassica oleracea L. var. capitata L." (Weißkohl, Rotkohl und Spitzkohl) und "Brassica oleracea L. var. bullata DC." und "var. sabauda L." (Wirsing) hervorgegangenen Anbausorten zur Lieferung in frischem Zustand an den Verbraucher. Kopfkohl für die industrielle Verarbeitung fällt nicht darunter.

II. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE GÜTEEIGENSCHAFTEN

Die Norm bestimmt die Güteeigenschaften, die der Kopfkohl nach Aufbereitung und Verpackung aufweisen muß.

A. Mindesteigenschaften

In allen Klassen muß Kopfkohl, vorbehaltlich besonderer Bestimmungen für jede Klasse und der zulässigen Toleranzen, wie folgt beschaffen sein:

- ganz,

- von frischem Aussehen,

- nicht geplatzt, nicht geschossen,

- gesund; ausgeschlossen sind Erzeugnisse mit Fäulnisbefall oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen,

- frei von Quetschungen und Beschädigungen,

- frei von Insekten und/oder anderen Schädlingen,

- frei von Frostschäden,

- sauber, praktisch frei von sichtbaren Fremdstoffen,

- frei von anomaler äußerer Feuchtigkeit,

- frei von fremdem Geruch und/oder Geschmack.

Der Strunk muß kurz unter dem Blattansatz abgeschnitten sein; die Deckblätter müssen jedoch noch festen Halt haben. Der Schnitt muß glatt sein.

Der Kopfkohl muß in einem solchen Zustand sein, daß er:

- Transport und Hantierung aushält und

- in zufriedenstellendem Zustand am Bestimmungsort ankommt.

B. Klasseneinteilung

Kopfkohl wird in zwei nachstehend definierte Klassen eingeteilt:

i) Klasse I:

Kopfkohl dieser Klasse muß von guter Qualität sein und muß alle sortentypischen Merkmale, insbesondere die sortentypische Festigkeit aufweisen.

Die Blätter müssen entsprechend der Sorte fest anliegen. Bei Lagerkohl können einige Deckblätter fehlen. Wirsing und Frühkohl müssen entsprechend der Sorte sauber geputzt sein, jedoch ist eine bestimmte Anzahl von Umblättern zulässig.

Wirsing darf eine oberflächliche Frosteinwirkung aufweisen.

Zulässig sind:

- kleine Risse in den Außenblättern,

- kleine Quetschungen und geringfügige Putzstellen, sofern sie keinen Einfluß auf den guten Zustand des Erzeugnisses haben.

ii) Klasse II:

Zu dieser Klasse gehört Kopfkohl, der nicht in die Klasse I eingestuft werden kann, der aber den vorstehend definierten Mindesteigenschaften entspricht.

Im Vergleich zur Klasse I darf er folgendes aufweisen:

- Risse in den Außenblättern,

- eine größere Zahl fehlender Blätter,

- größere Quetschungen und Putzstellen,

- geringere Festigkeit.

III. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE GRÖSSENSORTIERUNG

Die Größensortierung erfolgt nach dem Nettogewicht. Dieses darf bei Kopfkohl nicht weniger als 350 g betragen.

Bei verpacktem Kopfkohl ist die Größensortierung zwingend vorgeschrieben. In diesem Fall darf das Gewicht des schwersten Kopfes das doppelte Gewicht des leichtesten Kopfes in ein und demselben Packstück nicht überschreiten. Wiegt der schwerste Kopf 2 kg oder weniger, so darf der Gewichtsunterschied zwischen dem schwersten und dem leichtesten Kopf 1 kg betragen.

IV. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE TOLERANZEN

Güte- und Größentoleranzen sind in jedem Packstück oder — bei Versand in loser Schüttung — in jeder Partie für Erzeugnisse zulässig, die nicht den Anforderungen der angegebenen Klasse genügen:

A. Gütetoleranzen

i) Klasse I:

10 % nach Anzahl oder Gewicht Kopfkohl, der nicht den Eigenschaften der Klasse entspricht, der aber denen der Klasse II — in Ausnahmefällen einschließlich der Toleranzen der Klasse II — genügt.

ii) Klasse II:

10 % nach Anzahl oder Gewicht Kopfkohl, der weder den Eigenschaften der Klasse noch den Mindesteigenschaften entspricht; ausgenommen sind jedoch Erzeugnisse mit Fäulnisbefall oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen.

B. Größentoleranzen

Für alle Klassen: 10 % nach Anzahl oder Gewicht Kopfkohl, der den Anforderungen hinsichtlich

- der vorgesehenen Mindestgröße,

- der vorgesehenen Gleichmäßigkeit,

nicht entspricht.

Jedoch muß jeder Kopf mindestens 300 g wiegen.

V. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE AUFMACHUNG

A. Gleichmäßigkeit

Der Inhalt jedes Packstücks oder — bei Versand in loser Schüttung — jeder Partie muß gleichmäßig sein und darf nur Kopfkohl gleichen Ursprungs, gleicher Sorte und gleicher Güte enthalten.

Kopfkohl der Klasse I muß einheitlich in Form und Färbung sein.

Der sichtbare Teil des Inhalts des Packstücks oder der Partie muß für den Gesamtinhalt repräsentativ sein.

B. Verpackung

Der Kopfkohl muß so verpackt sein, daß er angemessen geschützt ist. Er kann verpackt oder in loser Schüttung geliefert werden.

Im Inneren des Packstücks verwendetes Material muß neu, sauber und so beschaffen sein, daß es bei den Erzeugnissen keine äußeren oder inneren Veränderungen hervorrufen kann. Die Verwendung von Material, insbesondere von Papier oder Aufklebern mit Geschäftsangaben ist zulässig, sofern zur Beschriftung oder Etikettierung ungiftige Farbe bzw. ungiftger Klebstoff verwendet werden.

Die Packstücke oder — bei Versand in loser Schüttung — die Partien müssen frei von jeglichen Fremdstoffen sein.

VI. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE KENNZEICHNUNG

1. Bei verpacktem Kopfkohl muß jedes Packstück zusammenhängend auf einer Seite folgende Angaben in lesbaren, unverwischbaren und von außen sichtbaren Buchstaben tragen:

A. Identifizierung

Packer | Name und Anschrift oder von einer amtlichen Stelle erteiltes oder anerkanntes Geschäftssymbol. |

und/oder |

Absender |

B. Art des Erzeugnisses

"Weißkohl" usw., wenn der Inhalt von außen nicht sichtbar ist.

C. Ursprung des Erzeugnisses

- Ursprungsland,

- Anbaugebiet oder nationale, regionale oder örtliche Bezeichnung (wahlfrei).

D. Handelsmerkmale

- Klasse

- Gewicht oder Stückzahl.

E. Amtlicher Kontrollstempel (wahlfrei)

2. Bei Kopfkohl in loser Schüttung (direkte Verladung in ein Transportmittel oder in einen abgesonderten Teil eines Transportmittels) müssen die obigen Angaben auf einem Warenbegleitpapier vermerkt sein, das sichtbar im Inneren des Transportmittels angebracht ist.

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ANHANG II

QUALITÄTSNORM FÜR ROSENKOHL

I. BEGRIFFSBESTIMMUNG

Diese Norm gilt für Rosenkohl — die achselständigen Blattröschen, die aus den senkrechten Stengeln der aus "Brassica oleracea L. var. bullata subvar. gemmifera DC" hervorgegangenen Anbausorten wachsen — zur Lieferung in frischem Zustand an den Verbraucher. Rosenkohl für die industrielle Verarbeitung fällt nicht darunter.

II. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE GÜTEEIGENSCHAFTEN

Die Norm bestimmt die Güteeigenschaften, die der Rosenkohl nach Aufbereitung und Verpackung aufweisen muß.

A. Mindesteigenschaften

In allen Klassen muß der Rosenkohl, vorbehaltlich besonderer Bestimmungen für jede Klasse und der zulässigen Toleranzen, wie folgt beschaffen sein:

- ganz,

- gesund; ausgeschlossen sind Erzeugnisse mit Fäulnisbefall oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen,

- von frischem Aussehen,

- sauber, praktisch frei von sichtbaren Fremdstoffen,

- nicht gefroren,

- frei von Insekten und/oder anderen Schädlingen,

- frei von anomaler äußerer Feuchtigkeit,

- frei von fremdem Geruch und/oder Geschmack.

Der Strunk des geputzten Rosenkohls muß mittelbar unterhalb des Blattansatzes abgeschnitten sein. Der Strunk des ungeputzten Rosenkohls muß an der Basis abgetrennt sein; der Schnitt oder der Bruch muß glatt sein und es darf dabei kein Teil der Pflanze selbst mit abgelöst worden sein.

Der Rosenkohl muß in einem solchen Zustand sein, daß er:

- Transport und Hantierung aushält, und

- in zufriedenstellendem Zustand am Bestimmungsort ankommt.

B. Klasseneinteilung

Rosenkohl wird in drei nachstehend definierte Klassen eingeteilt:

i) Klasse I

Rosenkohl dieser Klasse muß von guter Qualität sein. Er muß sein:

- fest,

- fest geschlossen,

- frei von Frosteinwirkungen.

Geputzter Rosenkohl muß eine gute Färbung aufweisen. Bei ungeputztem Rosenkohl ist eine leichte Verfärbung der Außenblätter zulässig. Leichte, durch das Ernten, die Größensortierung oder die Verpackung verursachte oberflächliche Quetschungen sind zulässig, sofern sie den guten Zustand des Erzeugnisses nicht beeinträchtigen.

ii) Klasse II

Zu dieser Klasse gehört Rosenkohl, der nicht in die Klasse I eingestuft werden kann, der aber den vorstehend definierten Mindesteigenschaften entspricht.

Im Vergleich zur Klasse I kann er:

- etwas weniger fest sein,

- weniger fest geschlossen sein, ohne offen zu sein.

Darüber hinaus kann er leichte Spuren von Frosteinwirkung aufweisen.

iii) Klasse III [1]

Zu dieser Klasse gehört Rosenkohl, der den Eigenschaften der Klasse II entspricht.

Er darf jedoch aufweisen:

- Fehler in der Färbung, leichte Quetschungen und leichte Spuren von Schädlingsfraß und von Krankheiten,

- Spuren von Erde,

- Spuren von Frosteinwirkung.

III. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE GRÖSSENSORTIERUNG

Die Größensortierung erfolgt nach dem größten Querdurchmesser des Rosenkohls. Sie ist für die Klasse I zwingend vorgeschrieben. In den Klassen II und III ist lediglich die Einhaltung der Mindestgröße verbindlich, während die Größensortierung wahlfrei ist.

Der Rosenkohl muß folgende Mindestgröße aufweisen:

i) ungeputzter Rosenkohl:

- Klassen I und II: 15 mm,

- Klasse III: 10 mm;

ii) geputzter Rosenkohl:

Klassen I, II und III: 10 mm.

Der Unterschied im Durchmesser zwischen dem größten und dem kleinsten Kohlröschen in ein und demselben Packstück darf in der Klasse I bzw. in den Klassen II und III, falls nach Größen sortiert ist, nicht größer sein als 20 mm.

IV. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE TOLERANZEN

Güte- und Größentoleranzen sind in jedem Packstück für Erzeugnisse zulässig, die nicht den Anforderungen der angegebenen Klasse genügen.

A. Gütetoleranzen

i) Klasse I

10 % nach Gewicht Rosenkohl, der nicht den Eigenschaften der Klasse entspricht, der aber denen der Klasse II — in Ausnahmefällen einschließlich der Toleranzen der Klasse II — genügt.

ii) Klasse II

10 % nach Gewicht Rosenkohl, der weder den Eigenschaften der Klasse noch den Mindesteigenschaften entspricht; ausgenommen sind jedoch Erzeugnisse mit Fäulnisbefall oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen.

iii) Klasse III

15 % nach Gewicht Rosenkohl, der weder den Eigenschaften der Klasse noch den Mindesteigenschaften entspricht; ausgenommen sind jedoch Erzeugnisse mit Fäulnisbefall oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen.

B. Größentoleranzen

Für alle Klassen: 10 % nach Gewicht Rosenkohl, der den Anforderungen der Größensortierung nicht entspricht.

V. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE AUFMACHUNG

A. Gleichmäßigkeit

Der Inhalt jedes Packstücks muß gleichmäßig sein und darf nur Rosenkohl gleichen Ursprungs, gleicher Sorte, gleicher Güte und — falls nach Größen sortiert ist — gleicher Größe enthalten.

Der sichtbare Teil des Inhalts des Packstücks muß für den Gesamtinhalt repräsentativ sein.

B. Verpackung

Der Rosenkohl muß so verpackt sein, daß er angemessen geschützt ist.

Im Inneren des Packstücks verwendetes Matrial muß neu, sauber und so beschaffen sein, daß es bei den Erzeugnissen keine äußeren oder inneren Veränderungen hervorrufen kann. Die Verwendung von Material, insbesondere von Papier oder Aufkleben mit Geschäftsangaben ist zulässig, sofern zur Beschriftung oder Etikettierung ungiftige Farbe bzw. ungiftiger Klebstoff verwendet werden.

Die Packstücke müssen frei von jeglichen Fremdstoffen sein.

VI. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE KENNZEICHNUNG

Jedes Packstück muß zusammenhängend auf einer Seite folgende Angaben in lesbaren, unverwischbaren und von außen sichtbaren Buchstaben aufweisen:

A. Identifizierung

Packer | Name und Anschrift oder von einer amtlichen Stelle erteiltes oder anerkanntes Geschäftssymbol. |

und/oder |

Absender |

B. Art des Erzeugnisses

"Rosenkohl", mit dem Zusatz "geputzt" oder "ungeputzt" (wenn der Inhalt des Packstücks von außen nicht sichtbar ist).

C. Ursprung des Erzeugnisses

- Ursprungsland,

- Anbaugebiet oder nationale, regionale oder örtliche Bezeichnung (wahlfrei).

D. Handelsmerkmale

- Klasse,

- Größe (falls nach Größen sortiert ist), ausgedrückt durch den Mindest- und den Höchstdurchmesser.

E. Amtlicher Kontrollstempel (wahlfrei)

[1] Zusätzliche Klasse im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72. Die Anwendung dieser Güteklasse oder einiger ihrer Kriterien unterliegt einem Beschluß nach Artikel 4 Absatz 1 der genannten Verordnung.

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ANHANG III

QUALITÄTSNORM FÜR BLEICHSELLERIE

I. BEGRIFFSBESTIMMUNG

Diese Norm gilt für Bleichsellerie der aus "Apium graveolens L. var. dulce Mill." hervorgegangenen Anbausorten zur Lieferung in frischem Zustand an den Verbraucher. Bleichsellerie für die industrielle Verarbeitung fällt nicht darunter.

II. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE GÜTEEIGENSCHAFTEN

Die Norm bestimmt die Güteeigenschaften, die der Bleichsellerie nach Aufbereitung und Verpackung aufweisen muß.

A. Mindesteigenschaften

In allen Klassen muß der Bleichsellerie, vorbehaltlich besonderer Bestimmungen für jede Klasse und der zulässigen Toleranzen, wie folgt beschaffen sein:

- ganz, wobei der obere Teil jedoch abgeschnitten sein kann,

- von frischem Aussehen,

- gesund; ausgeschlossen sind Erzeugnisse mit Fäulnisbefall oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen,

- frei von Frostschäden,

- frei von Hohlstellen und Wurzeltrieben; nicht geschossen,

- sauber, praktisch frei von sichtbaren Fremdstoffen,

- praktisch frei von Schäden durch Schädlinge,

- praktisch frei von Schädlingen,

- frei von anomaler äußerer Feuchtigkeit, d. h. nach etwaigem Waschen wieder ausreichend abgetrocknet,

- frei von fremdem Geruch und/oder Geschmack.

Die Hauptwurzel muß gut gereinigt sein. Sie darf nicht länger als 5 cm sein.

Entwicklung und Zustand des Bleichselleries müssen so sein, daß er:

- Transport und Hantierung aushält, und

- in zufriedenstellendem Zustand am Bestimmungsort ankommt.

B. Klasseneinteilung

Der Bleichsellerie wird in zwei nachstehend definierte Klassen eingeteilt:

i) Klasse I:

Bleichsellerie dieser Klasse muß von guter Qualität, regelmäßiger Form und frei von Krankheitsspuren sowohl auf den Blättern als auch auf den Hauptblattrippen sein.

Die Hauptblattrippen dürfen weder gebrochen noch faserig, gequetscht oder gespalten sein.

Bei gebleichtem Sellerie müssen die Blätter mindestens zur Hälfte ihrer Länge eine weiße bis gelblichweiße oder grünlichweiße Färbung aufweisen.

ii) Klasse II:

Zu dieser Klasse gehört Bleichsellerie, der nicht in die Klasse I eingestuft werden kann, der aber den vorstehend definierten Mindesteigenschaften entspricht.

Bleichsellerie dieser Klasse darf leichte Spuren von Blattfleckenkrankheit aufweisen. Ferner sind eine leichte Verformung, leichte Quetschungen und im Höchstfall zwei gebrochene, gequetschte oder gespaltene Hauptblattrippen zulässig.

Bei gebleichtem Sellerie müssen die Blätter auf mindestens einem Drittel ihrer Länge eine weiße bis gelblichweiße oder grünlichweiße Färbung aufweisen.

III. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE GRÖSSENSORTIERUNG

Die Größensortierung erfolgt nach dem Nettogewicht je Stück. Das Mindestgewicht des Bleichselleries beträgt 150 g.

Bleichsellerie wird in drei Gruppen eingeteilt:

—"Groß": | über 800 g; |

—"Mittel": | 500 bis 800 g; |

—"Klein": | 150 bis 500 g. |

Der Gewichtsunterschied zwischen dem größten und dem kleinsten Stück in ein und demselben Pack-Stück darf nicht größer sein als:

—"Groß": | 200 g; |

—"Mittel": | 150 g; |

—"Klein": | 100 g. |

Die Einhaltung dieser Einteilung und Gleichmäßigkeit ist nur für die Klasse I zwingend vorgeschrieben.

IV. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE TOLERANZEN

Güte- und Größentoleranzen sind in jedem Packstück für Erzeugnisse zulässig, die nicht den Anforderungen der angegebenen Klasse genügen.

A. Gütetoleranzen

i) Klasse I

10 % nach Anzahl Bleichsellerie, der nicht den Eigenschaften der Klasse entspricht, der aber denen der Klasse II — in Ausnahmefällen einschließlich der Toleranzen der Klasse II — genügt.

ii) Klasse II

10 % nach Anzahl Bleichsellerie, der weder den Eigenschaften der Klasse noch den Mindesteigenschaften entspricht; ausgenommen sind jedoch Erzeugnisse mit Fäulnisbefall oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen.

B. Größentoleranzen

Für alle Klassen: 10 % nach Anzahl Bleichsellerie, der nicht den Anforderungen der Größensortierung entspricht.

V. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE AUFMACHUNG

A. Gleichmäßigkeit

Der Inhalt jedes Packstücks muß gleichmäßig sein und darf nur Bleichsellerie gleichen Ursprungs, gleicher Güte, gleicher Färbung und gleicher Größe (falls nach Größen sortiert ist) umfassen.

Der sichtbare Teil des Inhalts des Packstücks muß für den Gesamtinhalt repräsentativ sein.

B. Aufmachung

Bleichsellerie kann wie folgt aufgemacht sein:

- gebündelt im Packstück;

- in Schichten geordnet im Packstück.

Wird er in Bündeln aufgemacht, so müssen alle Bündel in einem Packstück die gleiche Stückzahl enthalten.

C. Verpackung

Bleichsellerie muß so verpackt sein, daß er angemessen geschützt ist.

Im Inneren des Packstücks verwendetes Material muß neu, sauber und so beschaffen sein, daß es bei den Erueignissen keine äußeren oder inneren Veränderungen hervorrufen kann. Die Verwendung von Material, insbesondere von Papier oder Aufklebern mit Geschäftsangaben ist zulässig, sofern zur Beschriftung oder Etikettierung unfigtige Farbe bzw. Ungiftiger Klebstoff verwendet werden. Die Packstücke müssen frei von jeglichen Fremdstoffen sein.

VI. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE KENNZEICHNUNG

Jedes Packstück muß zusammenhängend auf einer Seite folgende Angaben in lesbaren, unverwischbaren und von außen sichtbaren Buchstaben aufweisen:

A. Identifizierung

Packer | Name und Anschrift oder von einer amtlichen Stelle erteiltes oder anerkanntes Geschäftssymbol. |

und/oder |

Absender |

B. Art des Erzeugnisses

"Bleichsellerie", gegebenenfalls gefolgt von einem Zusatz bezüglich der Färbung, wenn der Inhalt von außen nicht sichtbar ist.

C. Ursprung des Erzeugnisses

- Ursprungsland,

- Anbaugebiet oder nationale, regionale oder örtliche Bezeichnung (wahlfrei).

D. Handelsmerkmale

- Klasse;

- Größe (falls nach Größen sortiert ist), ausgedrückt durch die Angabe "groß", "mittel" oder "klein";

- Stückzahl oder gegebenenfalls Anzahl der Bündel.

E. Amtlicher Kontrollstempel (wahlfrei)

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ANHANG IV

QUALITÄTSNORM FÜR SPINAT

I. BEGRIFFSBESTIMMUNG

Diese Norm gilt für Spinat der aus "Spinacia oleracea L." hervorgegangenen Anbausorten zur Lieferung in frischem Zustand an den Verbraucher. Spinat für die industrielle Verarbeitung fällt nicht darunter.

II. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE GÜTEEIGENSCHAFTEN

Die Norm bestimmt die Güteeigenschaften, die der Spinat (Blatt- oder Wurzelspinat) nach Aufbereitung und Verpackung aufweisen muß.

A. Mindesteigenschaften

In allen Klassen muß der Spinat, vorbehaltlich besonderer Bestimmungen für jede Klasse und der zulässigen Toleranzen, wie folgt beschaffen sein:

- gesund; ausgeschlossen sind Erzeugnisse mit Fäulnisbefall oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen,

- von frischem Aussehen,

- sauber, praktisch frei von sichtbaren Fremdstoffen,

- praktisch frei von Schädlingen,

- nicht geschossen,

- frei von fremdem Geruch und/oder Geschmack.

Gewaschener Spinat muß genügend abgetropft sein.

Bei Wurzelspinat muß die Wurzel direkt unter dem Ansatz der Außenblätter abgeschnitten sein.

Entwicklung und Zustand des Spinats müssen so sein, daß er:

- Transport und Hantierung aushält, und

- in zufriedenstellendem Zustand am Bestimmungsort ankommt.

B. Klasseneinteilung

Spinat wird in zwei nachstehend definierte Klassen eingeteilt:

i) Klasse I

Spinat dieser Klasse muß von guter Qualität sein.

Die Blätter müssen sein:

- von normaler Farbe und normalem Aussehen entsprechend der jeweiligen Sorte und der Erntezeit;

- frei von Frostspuren, Schädlingsfraß und Krankheiten, die das Aussehen oder die Verzehrbarkeit beeinträchtigen.

Bei Blattspinat dürfen die Blattstiele nicht länger als 10 cm sein.

ii) Klasse II

Zu dieser Klasse gehört Spinat, der nicht in die Klasse I eingestuft werden kann, der aber den vorstehend definierten Mindesteigenschaften entspricht.

III. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE GRÖSSENSORTIERUNG

Eine Größensortierung ist für Spinat nicht vorgeschrieben.

IV. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE TOLERANZEN

Gütetoleranzen sind in jedem Packstück für Erzeugnisse zulässig, die nicht den Anforderungen der angegebenen Klasse genügen.

i) Klasse I

10 % nach Gewicht Spinat, der nicht den Eigenschaften der Klasse entspricht, der aber denen der Klasse II — in Ausnahmefällen einschließlich der Toleranzen der Klasse II — genügt.

ii) Klasse II

10 % nach Gewicht Spinat, der weder den Eigenschaften der Klasse noch den Mindesteigenschaften entspricht; ausgenommen sind jedoch Erzeugnisse mit Fäulnisbefall oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen.

Bei Wurzelspinat ist außerdem 10 % nach Gewicht Spinat zulässig, dessen Wurzeln bis zu 1 cm unterhalb des Ansatzes der Außenblätter abgeschnitten sind.

V. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE AUFMACHUNG

A. Gleichmäßigkeit

Der Inhalt jedes Packstücks muß gleichmäßig sein und darf nur Spinat gleichen Ursprungs, gleicher Sorte und gleicher Güte umfassen.

Blattspinat und Wurzelspinat dürfen nicht im gleichen Packstück enthalten sein.

Der sichtbare Teil des Inhalts des Packstücks muß für den Gesamtinhalt repräsentativ sein.

B. Verpackung

Der Spinat muß so verpackt sein, daß er angemessen geschützt ist.

Im Inneren des Packstücks verwendetes Material muß neu, sauber und so beschaffen sein, daß es bei den Erzeugnissen keine äußeren oder inneren Veränderungen hervorrufen kann. Die Verwendung von Material, insbesondere von Papier oder Aufklebern mit Geschäftsangaben ist zulässig, sofern zur Beschriftung oder Etikettierung ungiftige Farbe bzw. ungiftiger Klebstoff verwendet werden.

Die Packstücke müssen frei von jeglichen Fremdstoffen sein.

VI. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE KENNZEICHNUNG

Jedes Packstück muß zusammenhängend auf einer Seite folgende Angaben in lesbaren, unverwischbaren und von außen sichtbaren Buchstaben aufweisen:

A. Identifizierung

Packer | Name und Anschrift oder von einer amtlichen Stelle erteiltes oder anerkanntes Geschäftssymbol. |

und/oder |

Absender |

B. Art der Erzeugnisses

"Blattspinat" oder "Wurzelspinat", wenn der Inhalt von außen nicht sichtbar ist.

C. Ursprung des Erzeugnisses

- Ursprungsland,

- Anbaugebiet oder nationale, regionale oder örtliche Bezeichnung (wahlfrei).

D. Handelsmerkmale

Klasse.

E. Amtlicher Kontrollstempel (wahlfrei)

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ANHANG V

QUALITÄTSNORM FÜR PFLAUMEN

I. BEGRIFFSBESTIMMUNG

Diese Norm gilt für Pflaumen der aus "Prunus domestica L.", "Prunus insititia L." und "Prunus salicina Lindley (Prunus triflora Roxburgh)" hervorgegangenen Anbausorten zur Lieferung in frischem Zustand an den Verbraucher. Pflaumen für die industrielle Verarbeitung fallen nicht darunter.

II. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE GÜTEEIGENSCHAFTEN

Die Norm bestimmt die Güteeigenschaften, die die Pflaumen nach Aufbereitung und Verpackung aufweisen müssen.

A. Mindesteigenschaften

In allen Klassen müssen die Pflaumen, vorbehaltlich besonderer Bestimmungen für jede Klasse und der zulässigen Toleranzen wie folgt beschaffen sein:

- ganz,

- gesund; ausgeschlossen sind Erzeugnisse mit Fäulnisbefall oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen,

- praktisch frei von Schädlingen,

- sauber, praktisch frei von sichtbaren Fremdstoffen,

- frei von anomaler äußerer Feuchtigkeit,

- frei von fremdem Geruch und/oder Geschmack.

Die Pflaumen müssen sorgfältig gepflückt worden sein.

Die Pflaumen müssen genügend entwickelt sein und müssen einen ausreichenden Reifegrad aufweisen.

Entwicklung und Zustand der Pflaumen müssen so sein, daß sie:

- Transport und Hantierung aushalten und

- in zufriedenstellendem Zustand am Bestimmungsort ankommen.

B. Klasseneinteilung

Die Pflaumen werden in drei nachstehend definierte Klassen eingeteilt:

i) Klasse Extra

Pflaumen dieser Klasse müssen von höchster Qualität sein. Sie müssen die sortentypische Form, Entwicklung und Färbung aufweisen.

Sie müssen sein:

- frei von jeglichen Fehlern,

- je nach Sorte praktisch bedeckt mit ihrem Duftfilm,

- von festem Fruchtfleisch.

ii) Klasse I

Pflaumen dieser Klasse müssen von guter Qualität sein. Sie müssen alle sortentypischen Merkmale aufweisen. Sie dürfen nachstehende Mängel aufweisen, sofern diese das allgemeine Aussehen der Erzeugnisse und ihre Haltbarkeit nicht beeinträchtigen:

- einen leichten Formfehler,

- einen leichten Entwicklungsfehler,

- einen leichten Farbfehler,

- längliche Hautfehler, die jedoch nicht länger als ein Drittel des Höchstdurchmessers der Frucht sein dürfen; insbesondere bei den Sorten der Goldenen Reineclaude [1] sind vernarbte Risse zulässig;

- andere Hautfehler, deren Gesamtfläche aber nicht mehr als 1/16 der Fruchtoberfläche ausmachen darf.

Der Stiel darf beschädigt sein oder fehlen, sofern dadurch die Frucht nicht der Gefahr des Verderbs ausgesetzt ist.

iii) Klasse II

Zu dieser Klasse gehören Pflaumen, die nicht in die höheren Klassen eingestuft werden können, die aber den vorstehend definierten Mindesteigenschaften entsprechen.

Form-, Entwicklungs- und Farbfehler sind zulässig, sofern die Pflaumen ihre wesentlichen Eigenschaften behalten.

Hautfehler, die das allgemeine Aussehen und die Haltbarkeit der Früchte nicht beeinträchtigen, sind zulässig, sofern sie ein Viertel der Gesamtfläche nicht überschreiten.

III. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE GRÖSSENSORTIERUNG

Die Größensortierung erfolgt nach dem größten Querdurchmesser:

Die Mindestgröße wird folgendermaßen festgesetzt:

| "Extra" und Klasse I | Klasse II |

Großfrüchtige Sorten [2]: | 35 mm | 30 mm |

Andere Sorten: | 28 mm | 25 mm |

Mirabellen, Damaszener- und Dro-Pflaumen: | 20 mm | 17 mm |

Der Unterschied im Durchmesser zwischen Früchten in ein und demselben Packstück ist für die Klasse Extra auf 10 mm begrenzt.

IV. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE TOLERANZEN

Güte- und Größentoleranzen sind in jedem Packstück für Erzeugnisse zulässig, die nicht den Anforderungen der angegebenen Klasse genügen.

A. Gütetoleranzen

i) Klasse Extra

5 % nach Anzahl oder Gewicht Pflaumen, die nicht den Eigenschaften der Klasse entsprechen, die aber denen der Klasse I — in Ausnahmefällen einschließlich der Toleranzen der Klasse I — genügen.

ii) Klasse I

10 % nach Anzahl oder Gewicht Pflaumen, die nicht den Eigenschaften der Klasse entsprechen, die aber denen der Klasse II — in Ausnahmefällen einschließlich der Toleranzen der Klasse II — genügen. Im Rahmen dieser Toleranz sind insgesamt höchstens 2 % geplatzte und/oder madige Früchte zulässig.

iii) Klasse II

10 % nach Anzahl oder Gewicht Pflaumen, die weder den Eigenschaften der Klasse noch den Mindesteigenschaften entsprechen; ausgenommen sind jedoch Erzeugnisse mit Fäulnisbefall, ausgeprägten Druckstellen oder anderen Mängeln, die sie zum Verzehr ungeeignet machen. Im Rahmen dieser Toleranz sind insgesamt höchstens 4 % geplatzte und/oder madige Früchte zulässig.

B. Größentoleranzen

Für alle Klassen: 10 % nach Anzahl oder Gewicht Pflaumen, die die Mindestgröße um höchstens 3 mm unterschreiten oder die von der auf dem Packstück angegebenen Größensortierung um höchstens 3 mm abweichen.

V. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE AUFMACHUNG

A. Gleichmäßigkeit

Der Inhalt jedes Packstücks muß gleichmäßig sein und darf nur Pflaumen gleichen Ursprungs, gleicher Sorte, gleicher Güte, gleicher Größe (falls nach Größen sortiert ist) und bei der Klasse Extra einheitlicher Färbung umfassen.

Der sichtbare Teil des Inhalts des Packstücks muß für den Gesamtinhalt repräsentativ sein.

B. Aufmachung

Die Pflaumen können folgendermaßen aufgemacht sein:

1. in Kleinpackungen,

2. in einer oder mehreren voneinander getrennten Lagen,

3. lose im Gebinde, ausgenommen Klasse Extra.

C. Verpackung

Die Pflaumen müssen so verpackt sein, daß sie angemessen geschützt sind.

Im Inneren des Packstücks verwendetes Material muß neu, sauber und so beschaffen sein, daß es bei den Erzeugnissen keine äußeren oder inneren Veränderungen hervorrufen kann. Die Verwendung von Material, insbesondere von Papier oder Aufklebern mit Geschäftsangaben ist zulässig, sofern zur Beschriftung oder Etikettierung ungiftige Farbe bzw. ungiftiger Klebstoff verwendet werden.

Die Packstücke müssen frei von jeglichen Fremdstoffen sein.

VI. BESTIMMUNGEN BETREFFEND DIE KENNZEICHNUNG

Jedes Packstück muß zusammenhängend auf einer Seite folgende Angaben in lesbaren, unverwischbaren und von außen sichtbaren Buchstaben aufweisen:

A. Identifizierung

Packer | Name und Anschrift oder von einer amtlichen Stelle erteiltes oder anerkanntes Geschäftssymbol. |

und/oder |

Absender |

B. Art des Erzeugnisses

- "Pflaumen", wenn der Inhalt von außen nicht sichtbar ist,

- Sortenname bei den Klassen Extra und I.

C. Ursprung des Erzeugnisses

- Ursprungsland,

- Anbaugebiet oder nationale, regionale oder örtliche Bezeichnung (wahlfrei).

D. Handelsmerkmale

- Klasse,

- Größe (falls nach Größen sortiert ist) ausgedrückt durch den Mindest- und Höchstdurchmesser.

E. Amtlicher Kontrollstempel (wahlfrei)

LISTE DER PFLAUMEN GROSSFRÜCHTIGER SORTEN

Andys Pride

Ariel

Aple

Beauty

Belle de Louvain (Bella di Lovanio)

Bernardina

Bleu de Belgique

Blue Free

Burmosa

California Blue (Blu)

Calita

Coe's Golden Drop

De Fraile (Fraila)

Denniston Superb

Early Orléans (Monsieur Hâtif)

Edwards (Colbus)

Eldorado

Emma Leppermann

Empress

Ersinger Frühzwetsche

Formosa

Friar

Frontier

Gaviota

Giant (Burbank giant prune)

Goccia d'Oro

Golden Japan

Grand Prix (Grand Prize)

Grand Rosa

Hackman

Hall

Harris Monarch

Harry Pickstone

Heron

Imperial Epineuse

Jefferson (Jefferson's Gage)

Jori's Plum

June Blood

Kelsey

Kirke's Plum (Kirke)

Laroda

Late Santa Rosa

Magna Glauca

Manns Number One

Marjorie's Seedling

Mariposa

Merton Gage (Merton)

Merton Gem

Monarch

Morettini 355 (Cœur de Lion)

Nubiana

Nueva Extremadura

Oneida

Ontario

Ozark Premier

Pond's Seedling

President

Prince Engelbert

Prince of Wales (Prince de Galles)

Prof. Collumbien

Prune Martin

Queen Rosa

Quenn's Crown (Cox's Emperor)

Quetsche blanche de Létricourt

Red Beaut

Redgold

Redroy

Regina Claudia Mostruosa

Regina d'Italia

Reine Claude d'Althan (Falso)

Reine Claude d'Oullins (Oullin's Gage)

Rosar Premier

Royale de Montauban

Royale de Tours

Ruth Gerstetter

Sangue di Drago

Santa Rosa

Satsuma improved

Seneca

Simka

Songold

Starking Delicious

Sultan

Swan Gage

Tragedy

Utility (Laxton's utility)

Valor

Victoria

Vision

Washington

Wickson

Yakima

Zimmers Frühzwetsche

[1] Begriffsbestimmung:Reineclauden (grüne Aprikosen, Dauphines, Greengages), die eine grüne Schale mit leicht gelblichem Schein haben.

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