Glossare von Zusammenfassungen

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Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste

2010 kodifizierte die EU die Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste von 2007. Das Ziel dieser Richtlinie ist die Bereitstellung der Rahmenbedingungen für grenzüberschreitende audiovisuelle Mediendienste zur Stärkung eines gemeinsamen Marktes für die Herstellung und Verbreitung von Programmen sowie die Gewährleistung fairer Wettbewerbsbedingungen.

Sie berücksichtigt technologische Entwicklungen im Sektor der audiovisuellen Medien wie z. B. die Konvergenz zwischen Diensten und Technologien sowie die zunehmende Bedeutung nichtlinearer Dienste (zum Beispiel Video auf Abruf). Sie ersetzt die Richtlinie „Fernsehen ohne Grenzen“ aus dem Jahr 1989.

Die Richtlinie regelt die EU-weite Koordinierung der einzelstaatlichen Rechtsvorschriften über alle audiovisuellen Mediendienste (seien es Fernsehen oder Abrufdienste). Dazu zählen Aspekte wie der Schutz von Minderjährigen, das Verbot der Aufstachelung zum Hass, Zugangserfordernisse für Hörgeschädigte und Sehbehinderte sowie Regeln für Werbung und Produktplatzierung.

Der Kontaktausschuss umfasst Vertreter der EU-Länder, die die Umsetzung der Richtlinie und die Entwicklungen in diesem Sektor zu beobachten.

2014 setzte die Europäische Kommission eine Gruppe europäischer Regulierungsstellen für audiovisuelle Mediendienste ein, die mit der Umsetzung der Richtlinie betraut wurde.