Glossare von Zusammenfassungen

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Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess

Der Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess (SAP) aus dem Jahr 2000 bildet die Politik der Europäischen Union gegenüber den westlichen Balkanstaaten. Der SAP soll für eine Stabilisierung der Region sorgen und eine Freihandelszone mit Blick auf die Länder schaffen, die bald zu EU-Mitgliedern werden.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf der regionalen Zusammenarbeit, beispielsweise im Hinblick auf den Ausbau von Infrastrukturen und die Errichtung von Netzwerken sowie die Schaffung einer Freihandelszone. Der SAP definiert zwar gemeinsame politische und wirtschaftliche Ziele, jedes Land wird jedoch nach seinen eigenen Leistungen beurteilt.

Über das Instrument für Heranführungshilfe für den Zeitraum von 2014 bis 2020 werden Mittel zur Stärkung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, zum Aufbau von Marktwirtschaften sowie zur Angleichung der Rechtsvorschriften der SAP-Länder an die der EU bereitgestellt.

Die Länder des westlichen Balkans, denen der Status eines Beitrittskandidaten zuerkannt wird, können auch während des Beitrittsprozesses von bestimmten Aspekten des Stabilisierungs- und Assoziierungsprozesses profitieren.

Zu den SAP-Ländern gehören: Albanien, Bosnien-Herzegowina, das Kosovo (*), die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Montenegro und Serbien.

(*) Diese Bezeichnung berührt nicht die Standpunkte zum Status und steht im Einklang mit der Resolution 1244/99 des VN-Sicherheitsrates und dem Gutachten des Internationalen Gerichtshofs zur Unabhängigkeitserklärung des Kosovos.