Glossare von Zusammenfassungen

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Ländliche Entwicklung

Die Politik zur Entwicklung des ländlichen Raumes bildet die zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU. Ländliche Gebiete sollen dabei unterstützt werden, sich den gegebenen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Herausforderungen zu stellen. Zu den drei langfristigen Zielen gehören:

  • die Förderung einer wettbewerbsfähigen Landwirtschaft;
  • die nachhaltige Verwaltung der natürlichen Ressourcen und die Umsetzung von Maßnahmen im Bereich Klimaschutz und
  • die Erzielung einer territorial ausgewogenen Entwicklung von ländlichen Gebieten, einschließlich der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen.

Der Großteil der für die Entwicklung des ländlichen Raums aufgewendeten Mittel wird über den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zur Verfügung gestellt. Dieser gilt für den Zeitraum von 2014 bis 2020 und verfügt über ein Budget in Höhe von insgesamt 95 Mrd. EUR.

Die Umsetzung der Politik erfolgt über siebenjährige Programme zur Entwicklung des ländlichen Raums, die in Partnerschaft mit der EU aufgestellt werden. Dabei werden die folgenden sechs Bereiche mit Priorität behandelt:

  1. Wissenstransfer und Innovation;
  2. Wettbewerbsfähigkeit aller Arten von Landwirtschaft und nachhaltige Forstwirtschaft;
  3. Förderung einer Organisation der Nahrungsmittelkette;
  4. Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der Ökosysteme;
  5. Förderung der Ressourceneffizienz und Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft und
  6. Förderung der sozialen Eingliederung, der Bekämpfung der Armut und der wirtschaftlichen Entwicklung in den ländlichen Gebieten.

Die Grundsätze, Regeln und Standards für die Durchführung des ELER (sowie der weiteren europäischen Struktur- und Investmentfonds) sind in Verordnung (EU) Nr. 1303/2013 festgelegt.