Glossare von Zusammenfassungen

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Heranführungshilfe

Durch die Heranführungshilfe werden EU-Beitrittskandidaten und potenzielle Beitrittskandidaten dabei unterstützt, die Beitrittsbedingungen (die Kopenhagener Kriterien) zu erfüllen. Damit es diesen Ländern möglich ist, ihre Institutionen und Standards in Einklang mit dem Besitzstand der Union zu bringen und ihren Verpflichtungen als EU-Land nachzukommen, sind erhebliche Investitionen vonnöten.

Die Heranführungshilfe ist ein wesentlicher Bestandteil der Heranführungsstrategie der EU und wird über das Instrument für Heranführungshilfe (IPA) bereitgestellt.

IPA I deckte den Zeitraum von 2007 bis 2013 ab und wurde von IPA II (Zeitraum 2014-2020) abgelöst. Die im Rahmen von IPA II zur Verfügung stehenden Mittel belaufen sich auf insgesamt 11,7 Mrd. EUR. Zu den Empfängerländern gehören: Albanien, Bosnien und Herzegowina, das Kosovo (*), die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Montenegro, Serbien und die Türkei.

Mit jedem Land werden Länderstrategien mit einer Laufzeit von sieben Jahren vereinbart, in denen wesentliche Aspekte dargelegt werden, die zu beachten sind, darunter Demokratie und Staatsführung, Rechtsstaatlichkeit sowie Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.

(*) Diese Bezeichnung berührt nicht die Standpunkte zum Status und steht im Einklang mit der Resolution 1244/99 des VN-Sicherheitsrates (UNSCR) und dem Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH) zur Unabhängigkeitserklärung des Kosovos.