Glossare von Zusammenfassungen

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Gemeinsame Fischereipolitik (GFP)

Die Gemeinsame Fischereipolitik (GFP) der EU hat seine rechtliche Grundlage in den Artikeln 38-44 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (genauso wie die Gemeinsame Agrarpolitik, GAP). Die Zielsetzungen der GFP (und GAP) lauten: Steigerung der Produktivität, Stabilisierung der Märkte sowie die Sicherstellung der Versorgung und Belieferung der Verbraucher zu angemessenen Preisen. Die GFP fällt in die ausschließliche Zuständigkeit der EU.

Im Jahr 2013 wurde die Gemeinsame Fischereipolitik reformiert. Zu den höchsten Prioritäten der EU zählt, dass die Sektoren Fischerei und Aquakultur ökologisch, wirtschaftlich und sozial nachhaltig sind. Um dies zu erreichen, werden biologische Meeresschätze geschützt und Rückwürfe beim Fischfang schrittweise bis 2019 vollständig verboten. EU-Staaten müssen zudem gewährleisten, dass ihre Fischereiflottenkapazität im Laufe der Zeit den Fangmöglichkeiten entspricht. Das Finanzierungsinstrument zur Unterstützung der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (der Europäische Meeres- und Fischereifonds 2014-2020) bietet Beihilfen für den Übergang zur Nachhaltigkeit und für die Verbesserung der gemeinsamen Marktorganisation für Erzeugnisse der Fischerei und der Aquakultur. Aufgrund ihrer Bedeutung für die Küstengemeinden wird nachhaltige Fischerei in geringem Umfang gefördert und unterstützt.