Glossare von Zusammenfassungen

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OLAF (Europäisches Amt für Betrugsbekämpfung)

Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) wurde 1999 eingerichtet, um Fälle von Betrug zum Nachteil des EU-Haushalts, von Korruption sowie von schwerwiegendem Fehlverhalten innerhalb der EU-Institutionen zu untersuchen.

Das OLAF führt Untersuchungen innerhalb der EU-Organe durch, um Betrug, Korruption und weitere illegale Aktivitäten zum Nachteil der finanziellen Interessen der EU aufzudecken. Zudem beschäftigt sich das Amt mit Vorkommnissen im Zusammenhang mit der Ausübung beruflicher Tätigkeiten, die keine negativen Auswirkungen auf die finanziellen Interessen der EU haben.

Zudem werden zur Aufdeckung von Betrugsfällen oder anderen regelwidrigen Verhaltensweisen (beispielsweise bei der Umsetzung von Finanzierungsprogrammen der EU oder Zollvergehen) externe Einzelpersonen bzw. Organisationen untersucht, oftmals in Zusammenarbeit mit den Behörden der EU-Länder und bisweilen auch mit Behörden von Drittländern.

Infolge der Verabschiedung neuer Gesetze im Jahr 2013 gelangte das OLAF zu einem höheren Maß an Unabhängigkeit. Zudem konnten Arbeitsabläufe effizienter gestaltet werden.

Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung sprach erstmalig im Jahr 2012 die Empfehlung aus, dass eine Gesamtsumme von 686,8 Mio. EUR von den zuständigen Behörden zurückgefordert werden sollte.