Glossare von Zusammenfassungen

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Wirtschafts- und Währungsunion (WWU)

Bei der WWU handelt es sich um einen Prozess der Harmonisierung der Wirtschafts- und Währungspolitik der EU-Staaten, die die Einführung des Euro als gemeinsame Währung ermöglichen soll. Die WWU entwickelte sich in drei Stufen:

  • 1990-1993: Liberalisierung des Kapitalverkehrs zwischen den EU-Staaten, engere wirtschaftspolitische Abstimmung der Regierungen und verstärkte Zusammenarbeit der Zentralbanken;
  • 1994-1998: Annäherung der Wirtschafts- und Währungspolitiken der Mitgliedstaaten (Ziele: Preisstabilität und gesunde öffentliche Finanzen) und Errichtung des Europäischen Währungsinstituts (EWI) und der Europäischen Zentralbank (EZB) im Jahr 1998;
  • seit 1999: unwiderrufliche Festlegung der Wechselkurse und Einführung der einheitlichen Währung an den Devisenmärkten und im elektronischen Zahlungsverkehr. Einführung der Euro-Banknoten und -Münzen.

Ab Januar 2015 verfügen 19 der 28 EU-Staaten über den Euro als Währung.

Seit der Krise 2008 hat die EU ihre wirtschaftspolitischen Steuerungssysteme erheblich gestärkt, um problematische wirtschaftliche Entwicklungen wie übermäßige öffentliche Defizite, Staatsverschuldung oder makroökonomische Ungleichgewichte besser zu erkennen, zu verhindern und zu korrigieren.