Glossare von Zusammenfassungen

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Konvergenzkriterien

Alle EU-Staaten sind Teil der Wirtschafts- und Währungsunion der EU (WWU), einem dreistufigen Verfahren.

Der Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (Artikel 140 und ein beigefügtes Protokoll) enthält Regeln für den Übergang zur dritten Stufe der WWU, die erreicht wird, wenn ein EU-Staat den Euro als eigene Währung übernimmt. Um den Euro einzuführen, muss ein Staat vier Hauptkriterien (Konvergenzkriterien) erfüllen:

  1. Der Staat darf nicht Gegenstand einer Entscheidung des Rates sein, dass ein übermäßiges Defizit besteht.
  2. Der Grad an Preisstabilität muss anhaltend hoch sein, und die während des letzten Jahres vor der Prüfung gemessene durchschnittliche Inflationsrate darf nicht um mehr als 1,5 Prozentpunkte über der Inflationsrate der drei Mitgliedstaaten liegen, die auf dem Gebiet der Preisstabilität das beste Ergebnis erzielt haben.
  3. Der langfristige Nominalzins darf um nicht mehr als 2 Prozentpunkte über dem entsprechenden Satz in den drei Mitgliedstaaten liegen, die auf dem Gebiet der Preisstabilität das beste Ergebnis erzielt haben.
  4. Die im Rahmen des Wechselkursmechanismus vorgesehenen normalen Bandbreiten müssen mindestens in den letzten zwei Jahren vor der Prüfung ohne starke Spannungen eingehalten worden sein.

Die Erfüllung der Konvergenzkriterien wird anhand von Berichten der Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB) überprüft.