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Ein stärkeres und sichereres Europa schaffen

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Ein stärkeres und sichereres Europa schaffen

Die Cybersicherheitsstrategie der EU soll eine Perspektive zur Bewältigung von Herausforderungen im Online-Bereich bieten. Sie betont die europäischen Grundwerte und will sicheres Wachstum für die digitale Wirtschaft - unterstützt durch die vorgeschlagene NIS-Richtlinie.

RECHTSAKT

Gemeinsame Mitteilung an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen: Cybersicherheitsstrategie der Europäischen Union - ein offener, sicherer und geschützter Cyberraum (JOIN(2013)1 final vom 7.2.2013)

ZUSAMMENFASSUNG

Mit der Cybersicherheitsstrategie der Europäischen Union - ein offener, sicherer und geschützter Cyberraum - werden die zahlreichen Vorteile des Cyberraums für den Alltag von Bürgern, Unternehmen und Regierungen anerkannt. Zudem wird betont, wie wichtig es ist, dass der Cyberraum offen und frei bleibt und die wertvollen Werte der EU wie die Grundrechte, Demokratie und Menschenrechte auch online geachtet werden.

Die Strategie verkörpert die globale Vision der EU für die optimale Abwehr von Cyberangriffen und Störungen, die in den letzten Jahren an Häufigkeit und Schwere zugenommen und das Vertrauen der Menschen in die Online-Welt erschüttert haben. Laut der 2012 durchgeführten Eurobarometer-Erhebung zur Cybersicherheit wurden 12 % aller Europäerinnen und Europäer bereits Opfer von Online-Betrug, derweil 90 % vermeiden, persönliche Daten online offenzulegen.

Die fünf wichtigsten Prioritäten der Strategie für Cybersicherheit:

  • Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberangriffen;
  • drastische Eindämmung der Cyberkriminalität;
  • Entwicklung einer Cyberverteidigungspolitik und von Cyberverteidigungskapazitäten im Zusammenhang mit der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (CSDP);
  • Entwicklung der industriellen und technischen Ressourcen für die Cybersicherheit;
  • Entwicklung einer einheitlichen Cyberraumstrategie der EU auf internationaler Ebene und Förderung der Grundwerte der EU.

Diese Prioritäten bedürfen einer engen Zusammenarbeit zwischen allen Partnern im öffentlichen und privaten Sektor, um Know-how und robuste und sichere Netzwerke und Systeme aufzubauen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Sensibilisierung für das Thema Cybersicherheit unter Nutzung der besten Technologie zur Bekämpfung von Cyberkriminalität. Ebenso gilt es, in diesem Bereich auf bewährtes europäisches Know-how zurückzugreifen.

Die Strategie empfiehlt, im Cyberraum das bestehende internationale Recht anzuwenden. Ebenso betont sie die Wichtigkeit, Nicht-EU-Ländern beim Aufbau von Cybersicherheitskapazitäten zu helfen und die internationale Zusammenarbeit im Cyberbereich zu fördern.

Im Übrigen werden derzeit gute Fortschritte dabei erzielt, die Bürgerinnen und Bürger der EU besser vor Online-Kriminalität zu schützen. Beispiele sind die Einrichtung eines Europäischen Zentrums zur Bekämpfung der Cyberkriminalität, die Vorlage von Rechtsetzungsvorschlägen für Angriffe gegen Informationssysteme sowie die Lancierung eines Globalen Bündnisses gegen sexuellen Missbrauch von Kindern im Internet. Schließlich zielt die Strategie darauf ab, ein Netz nationaler Exzellenzzentren für die Bekämpfung der Cyberkriminalität zu entwickeln und zu fördern.

Wesentlicher Bestandteil der Strategie ist die vorgeschlagene Richtlinie zur Netz- und Informationssicherheit (NIS). Diese Richtlinie würde den Mitgliedstaaten durch den Zusammenschluss aller wichtigen Internet-Akteure und Betreiber kritischer Infrastrukturen helfen, eine NIS-Strategie zu verabschieden und eine nationale NIS-Behörde einzurichten. Zudem würde hierdurch ein Kooperationsmechanismus zwischen Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission geschaffen, während die Betreiber kritischer Infrastrukturen dazu ermutigt würden, eine Risikomanagementkultur zu schaffen und größere Sicherheitsvorfälle zu melden.

Letzte Änderung: 14.02.2014

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