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IKT-bezogene Empfehlungen zur Unterstützung der EU beim Übergang zu einer energieeffizienteren, kohlenstoffarmen Wirtschaft

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IKT-bezogene Empfehlungen zur Unterstützung der EU beim Übergang zu einer energieeffizienteren, kohlenstoffarmen Wirtschaft

Die Europäische Kommission hat eine Reihe von Empfehlungen für die Branche der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und die Mitgliedstaaten der EU vorgelegt, die die EU beim Übergang zu einer energieeffizienteren, kohlenstoffarmen Wirtschaft unterstützen sollen.

RECHTSAKT

Empfehlung 2013/105/EG der Kommission vom 9. Oktober 2009 über die Mobilisierung der Informations- und Kommunikationstechnologien für die Erleichterung des Übergangs zu einer energieeffizienten, kohlenstoffarmen Wirtschaft.

ZUSAMMENFASSUNG

Die Europäische Kommission hat zwei Gruppen von Empfehlungen ausgearbeitet - eine für die IKT-Branche und eine für die EU-Mitgliedstaaten, die den Übergang der EU zu einer energieeffizienteren, kohlenstoffarmen Wirtschaft unterstützen sollen.

Empfehlungen an den IKT-Sektor

Ein grundsätzliches Ziel der IKT-Branche ist die messbare und nachprüfbare Verringerung der Energieintensität und der Kohlenstoffemissionen aller Prozesse, die bei der Herstellung, dem Transport und dem Vertrieb von IKT-Geräten und -Bauteilen eine Rolle spielen.

Ein Beispiel für eine Empfehlung an die IKT-Branche ist die Ermittlung von IKT-Lösungen zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit von neuen und bestehenden Gebäuden sowie von Bau- und Sanierungsverfahren.

Ein weiteres Beispiel ist die Ermittlung von IKT-Lösungen in Zusammenarbeit mit dem Verkehrs- und Logistiksektor zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit und Energieeffizienz ihrer Dienstleistungen.

Außerdem forderte die Kommission den IKT-Sektor auf, sich bis 2020 auf einheitliche Methoden zur Messung der Energieeffizienz und der Kohlendioxidemissionen zu einigen.

Empfehlungen an die Mitgliedstaaten

Unter anderem hat die Kommission die EU-Mitgliedstaaten dazu angeregt, IKT-gestützte Lösungen zur Verbesserung der Energieeffizienz einzusetzen.

Intelligente Verbrauchsmessung

Intelligente Stromnetze und Systeme zur intelligenten Verbrauchsmessung können zu Verbesserungen bei der Effizienz und Steuerung der Energieerzeugung sowie bei Energieverteilung und -verbrauch führen. Die EU-Mitgliedstaaten waren aufgefordert, bis spätestens Ende 2010 eine gemeinsame Mindestspezifikation für intelligente Messeinrichtungen zu vereinbaren, damit die Verbraucher besser informiert und bei der wirksamen Steuerung ihres Energiebedarfs unterstützt werden. So könnte mithilfe intelligenter Messeinrichtungen in Privathaushalten deren Energieverbrauch beispielsweise um 10 % gesenkt werden. Im Jahr 2012 unternahm die Kommission eine Bestandsaufnahme der Projekte für intelligente Stromnetze und intelligente Verbrauchsmessung in Europa (inventory of smart grid and smart metering projects in Europe). Darin werden 281 Projekte für intelligente Stromnetze und etwa 90 Pilotprojekte und Einführungsvorhaben für die intelligente Verbrauchsmessung in 30 europäischen Ländern aufgeführt.

Einsatz von IKT für Energiesimulationen und -modelle

Die öffentlichen Verwaltungen in den EU-Mitgliedstaaten auf nationaler, regionaler und kommunaler Ebene werden nachdrücklich aufgefordert, den Einsatz von IKT-Werkzeugen für Energiesimulationen und -modelle zu verstärken, etwa bei der Ausbildung von Fachkräften in den Bereichen Gebäude, Transport und Logistik.

Den EU-Mitgliedstaaten wird weiterhin empfohlen, die Einführung von Technologien mit größerer Energieeffizienz zu fördern, indem dieser Aspekt in öffentliche Beschaffungsprogramme einbezogen wird.

Hintergrund

Im Dezember 2008 bestätigte die Union ihre Zusage, bis 2020 eine Senkung ihrer Kohlenstoffemissionen um 20 % zu erreichen. Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat sie in ihrem Willen bestärkt, diese Ziele weiterzuverfolgen und auf lange Sicht eine nachhaltigere Wirtschaft aufzubauen.

Den Informations- und Kommunikationstechnologien kommt bei der Erreichung dieser Ziele eine wesentliche Rolle zu, da sie in praktisch jedem Bereich der Wirtschaft vorkommen und zu einer Steigerung der Produktivität von über 40 % beitragen könnten.

BEZUG

Rechtsakt

Datum des Inkrafttretens

Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten

Amtsblatt

Empfehlung 2013/105/EG der Kommission

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ABl. L 51 vom 23.2.2013

VERBUNDENE DOKUMENTE

Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen vom 12. März 2009 über die Mobilisierung der Informations- und Kommunikationstechnologien für die Erleichterung des Übergangs zu einer energieeffizienten, kohlenstoffarmen Wirtschaft [COM(2009) 111 final - nicht im Amtsblatt veröffentlicht].

Letzte Änderung: 05.02.2014

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