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Summaries of EU Legislation

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Leerverkäufe von Wertpapieren

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Leerverkäufe von Wertpapieren

 

ZUSAMMENFASSUNG DES DOKUMENTS:

Verordnung (EU) Nr. 236/2012 über Leerverkäufe und bestimmte Aspekte von Credit Default Swaps

WAS IST DER ZWECK DIESER VERORDNUNG?

Mit dieser Verordnung sollen bestimmte Aspekte von Leerverkäufen* und Credit Default Swaps (CDS)* in der Europäischen Union (EU) geregelt werden.

WICHTIGE ECKPUNKTE

In Zeiten finanzieller Instabilität bergen bestimmte Finanztransaktionen wie etwa Leerverkäufe, „ungedeckte Leerverkäufe“* und Credit Default Swaps das Risiko, die Abwärtsspirale von Aktienkursen zu verstärken, insbesondere bei Finanztiteln, wodurch schließlich die Lebensfähigkeit der Finanzinstitute bedroht würde und das gesamte Bankensystem ins Wanken geraten könnte.

Eine derartige Instabilität an den Finanzmärkten kann sich auf die Realwirtschaft übertragen.

In der Verordnung sind strenge Regeln zu Leerverkäufen und bestimmten Aspekten von Credit Default Swaps festgeschrieben, und zwar nach Maßgabe der mit ihnen verbundenen Risiken, darunter:

  • Maßnahmen zur Verhinderung „ungedeckter“ Leerverkäufe von Aktien und Anleihen von Regierungen (sogenannte „Staatsanleihen“),
  • das Verbot „ungedeckter“ CDS-Transaktionen (auch mit Staatsanleihen),

Offenlegungspflichten: Finanzinstitute müssen bestimmte Leerverkäufe den Bankaufsichtsbehörden melden. Größere Transaktionen über einer bestimmten Schwelle müssen den Märkten gegenüber offengelegt werden.

In Zeiten beträchtlicher finanzieller Instabilität können die zuständigen Behörden in allen EU-Ländern Leerverkäufe vorübergehend einschränken, sofern der Kurs der jeweiligen Wertpapiere drastisch sinkt.

Der Vorschlag für eine Aufhebung ist anderen nationalen Behörden und der Europäischen Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde vorzulegen, die daraufhin eine entsprechende Stellungnahme abgibt.

WANN TRITT DIE VERORDNUNG IN KRAFT?

Sie ist am 1. November 2012 in Kraft getreten.

* SCHLÜSSELBEGRIFFE

Leerverkäufe: Transaktion, bei der ein Finanzinstitut ein geliehenes Finanzprodukt verkauft, um es später wieder zurückzukaufen. Dabei spekuliert das Institut darauf, dass der Kurs des Produkts in der Zwischenzeit sinkt, damit es beim Rückkauf weniger bezahlt, als es durch den ursprünglichen Verkauf eingenommen hat.

Credit Default Swaps (CDS): äußerst riskante, nicht regulierte Derivate.

„Ungedeckte“ Leerverkäufe: Bei dieser Transaktion, die riskanter als normale Leerverkäufe ist, hat sich der Verkäufer zum Verkaufszeitpunkt noch kein Eigentum am leerverkauften Wertpapier verschafft.

HAUPTDOKUMENT

Verordnung (EU) Nr. 236/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. März 2012 über Leerverkäufe und bestimmte Aspekte von Credit Default Swaps Swaps (ABl. L 86 vom 24.3.2012, S. 1-24)

Die im Nachhinein vorgenommenen Änderungen der Verordnung (EU) Nr. 236/2012 wurden in den Originaltext eingefügt. Diese konsolidierte Fassung hat ausschließlich dokumentarischen Charakter.

VERBUNDENE DOKUMENTE

Verordnung (EU) 2016/1033 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Juni 2016 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 über Märkte für Finanzinstrumente, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 über Marktmissbrauch und der Verordnung (EU) Nr. 909/2014 zur Verbesserung der Wertpapierlieferungen und -abrechnungen in der Europäischen Union und über Zentralverwahrer (ABl. L 175 vom 30.6.2016, S. 1-7)

Letzte Aktualisierung: 04.11.2016

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