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Summaries of EU Legislation

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Sicherheit bei Fußballspielen von internationaler Bedeutung

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Sicherheit bei Fußballspielen von internationaler Bedeutung

ZUSAMMENFASSUNG DES DOKUMENTS:

Beschluss 2002/348/JI – Sicherheit bei internationalen Fußballspielen

ZUSAMMENFASSUNG

WAS IST DER ZWECK DIESES BESCHLUSSES?

  • Das Ziel ist die Verhinderung und Bekämpfung von Fußballrowdytum, indem Methoden zur international koordinierten Überwachung von Fußballspielen dargelegt werden, um die Sicherheit der EU-Bürger zu gewährleisten.
  • Mit diesem Beschluss werden nationale Fußballinformationsstellen zur Erleichterung des Informationsaustauschs, der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und der Überwachung internationaler Fußballspiele eingerichtet.

WICHTIGE ECKPUNKTE

Jedes EU-Land muss eine nationale Fußballinformationsstelle zur Überwachung von Fußballspielen von internationaler Bedeutung einrichten. Diese übernehmen folgende Aufgaben:

  • Koordinierung und Erleichterung der grenzüberschreitenden polizeilichen Zusammenarbeit und des Austauschs von Polizeiinformationen;
  • Austausch von Informationen über Risikofans;
  • Bereitstellung möglicher Unterstützung für die zuständigen nationalen Behörden;
  • Durchführung einer Risikoanalyse betreffend die eigenen Vereine und die eigene Nationalmannschaft, die anderen EU-Ländern zugänglich gemacht wird.

Vor, während und nach einer Fußballveranstaltung werden die folgenden Informationen ausgetauscht:

  • strategische Informationen, mit denen die Veranstaltung in ihrer ganzen Tragweite unter besonderer Berücksichtigung der damit verbundenen Sicherheitsrisiken beschrieben wird;
  • operative Informationen, mit denen sich ein Bild von den Ereignissen im Rahmen der Veranstaltung gewinnen lässt;
  • taktische Informationen, die es ermöglichen, bei der Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit angemessen vorzugehen, sowie Feedback nach der Veranstaltung.

Die Informationen sind vertraulich und sollten zeitnah bereitgestellt werden. Der Austausch personenbezogener Daten erfolgt unter Einhaltung der geltenden nationalen und internationalen Rechtsvorschriften.

In einer Entschließung des Rates aus dem Jahr 2003 werden die EU-Länder aufgefordert zu erwägen, Personen, die bereits für Gewalttätigkeiten bei Fußballspielen verantwortlich waren, den Zugang zu Fußballstadien zu untersagen. Dabei besteht die Möglichkeit, dieses Stadionverbot auch auf andere EU-Länder auszuweiten und die Einhaltung mit Sanktionen bei Verstößen gegen das Verbot zu gewährleisten.

Das Handbuch für die internationale polizeiliche Zusammenarbeit, ursprünglich eingeführt im Jahr 1999 und durch eine Entschließung des Rates aus dem Jahr 2006 aktualisiert, enthält eine Vorlage für diesen Informationsaustausch. Das Handbuch enthält Einzelheiten zu folgenden Punkten:

  • Informationsaustausch,
  • Aufklärung,
  • Tätigkeit der szenekundigen Beamten,
  • Polizeibegleitung und
  • Kommunikation mit den Fußballfans und den Medien.

Zudem werden die Bedingungen aufgeführt, unter denen Polizeibeamte unmittelbare Unterstützung in anderen Ländern leisten können.

In einem Beschluss aus dem Jahr 2014 einigten sich die Europäische Kommission und die Union des Associations Européennes de Football darüber, die Zusammenarbeit und den Dialog, einschließlich der Maßnahmen zur Verstärkung der Bemühungen zur Bekämpfung von Gewalt in Fußballstadien, zu kräftigen. Mindestens einmal jährlich halten die beiden Parteien hochrangige bilaterale Sitzungen ab, in deren Rahmen die Fortschritte überprüft werden.

WANN TRITT DER BESCHLUSS IN KRAFT?

Der Beschluss findet seit 9. Mai 2002 Anwendung.

HINTERGRUND

Weitere Informationen sind unter Unterstützung von Fairness und Zusammenarbeit im Sport auf der Website der Europäischen Kommission erhältlich.

RECHTSAKT

Beschluss 2002/348/JII des Rates vom 25. April 2002 über die Sicherheit bei Fußballspielen von internationaler Bedeutung (ABl. L 121 vom 8.5.2002, S. 1-3)

Die im Nachhinein vorgenommenen Änderungen des Beschlusses 2002/348/JI wurden in den Grundlagentext eingefügt. Diese konsolidierte Version hat ausschließlich dokumentarischen Charakter.

VERBUNDENE RECHTSAKTE

Entschließung des Rates vom 17. November 2003 über den Erlass von Zugangsverboten zum Austragungsort von Fußballspielen von internationaler Bedeutung durch die Mitgliedstaaten (ABl. C 281 vom 22.11.2003, S. 1-2)

Entschließung des Rates vom 4. Dezember 2006 betreffend ein aktualisiertes Handbuch mit Empfehlungen für die internationale polizeiliche Zusammenarbeit und Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung von Gewalttätigkeiten und Störungen im Zusammenhang mit Fußballspielen von internationaler Dimension, die zumindest einen Mitgliedstaat betreffen (ABl. C 322 vom 29.12.2006, S. 1-39)

Beschluss der Kommission vom 14.10.2014 zur Annahme der Vereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Kommission und der Union des Associations Européennes de Football (UEFA) (C(2014) 7378 final vom 14.10.2014)

Letzte Aktualisierung: 25.05.2016

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