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EU-Format für Aufenthaltstitel

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EU-Format für Aufenthaltstitel

ZUSAMMENFASSUNG VON DOKUMENT:

Verordnung (EG) Nr. 1030/2002 – einheitliche Gestaltung des Aufenthaltstitels für Drittstaatenangehörige

ZUSAMMENFASSUNG

WAS IST DER ZWECK DIESER VERORDNUNG?

Die Verordnung legt die einheitliche Gestaltung des Aufenthaltstitels und der darin enthaltenen Informationen für Angehörige von Drittländern fest, die sich rechtmäßig in der EU aufhalten.

WICHTIGE ECKPUNKTE

Der Aufenthaltstitel ist als eigenständiges Dokument im Karten-Format auszustellen (ursprünglich war auch eine Ausstellung als Aufkleber auf einem anderen offiziellen Dokument möglich).

Die Verordnung legt das Format und den Inhalt aller sichtbaren Angaben fest, die im Aufenthaltstitel enthalten sein müssen, beispielsweise Name und Vorname (in dieser Reihenfolge) sowie das entsprechende Gültigkeitsdatum und die auf dem kontaktlosen Chip gespeicherten Daten.

Technische Spezifikationen beziehen sich auf Farbe, Druck, Drucktechnik sowie das für den Aufenthaltstitel zu verwendende Material.

Diese Spezifikationen schließen Sicherheitsmerkmale zur Verhinderung von Fälschungen und Nachahmung ein. Diese werden geheim gehalten und ausschließlich den für das Drucken der einheitlichen Aufenthaltstitel zuständigen nationalen Stellen mitgeteilt.

Die EU-Länder können bei Bedarf weitere Sicherheitsmerkmale in Übereinstimmung mit der im Anhang der Verordnung enthaltenen Liste hinzufügen, solange das einheitliche Aussehen der Karte nicht verändert wird.

Diese Verordnung gilt nicht für Familien von EU-Bürgern, die ihr Recht auf Freizügigkeit ausüben, Visuminhaber und Angehörige von Drittländern, die sich maximal drei Monate ohne Visum in einem EU-Land aufhalten dürfen.

Verordnung (EG) Nr. 380/2008 ändert Verordnung (EG) Nr. 1030/2002 im Hinblick auf die Integration biometrischer Merkmale* in die einheitliche Gestaltung des Aufenthaltstitels.

Biometrische Merkmale werden verwendet, um die Echtheit des Dokuments sowie die Identität des Inhabers zu überprüfen. Die Merkmale bestehen aus einem aktuellen Lichtbild und zwei Fingerabdrücken des Antragstellers.

Die Erfassung dieser Merkmale erfolgt im Einklang mit nationalen Rechtsvorschriften und unter Berücksichtigung der Konvention zum Schutz der Menschenrechte und des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes.

Die Daten aus den biometrischen Merkmalen müssen gespeichert und gesichert werden, sodass ihre Integrität, Authentizität und Vertraulichkeit sichergestellt wird.

SCHLÜSSELBEGRIFFE

* Biometrische Merkmale: eines oder mehrere physikalische Merkmale einer Einzelperson (Fingerabdrücke, Gesichtsform, Iris), gespeichert auf einem Medium, beispielsweise einer Chipkarte, einem Barcode oder Dokument, anhand dessen/derer die Identität der Person überprüft wird, die ein Dokument vorlegt.

RECHTSAKT

Verordnung (EG) Nr. 1030/2002 des Rates vom 13. Juni 2002 zur einheitlichen Gestaltung des Aufenthaltstitels für Drittstaatenangehörige (ABl. L 157 vom 15.6.2002, S. 1-7)

Letzte Aktualisierung: 29.10.2015

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