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Strategie für die Meeresumwelt

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Strategie für die Meeresumwelt

Europas Meeresumwelt ist verschiedensten Belastungen ausgesetzt, die die Gesundheit des Meeresökosystems schädigen. Diese Richtlinie definiert einen gemeinsamen Rahmen sowie Ziele, um die Meeresumwelt vor schädlichem menschlichem Handeln zu schützen und zu erhalten.

RECHTSAKT

Richtlinie 2008/56/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Juni 2008 zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Meeresumwelt (Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie).

ZUSAMMENFASSUNG

Europas Meeresumwelt ist verschiedensten Belastungen ausgesetzt, die die Gesundheit des Meeresökosystems schädigen. Diese Richtlinie definiert einen gemeinsamen Rahmen sowie Ziele, um die Meeresumwelt vor schädlichem menschlichem Handeln zu schützen und zu erhalten.

WAS IST DER ZWECK DIESER RICHTLINIE?

Sie legt Mindestanforderungen für EU-Länder fest, um Strategien zu erarbeiten, die auf den Schutz der Meeresökosysteme ausgelegt sind, sowie um sicherzustellen, dass Wirtschaftstätigkeiten in Verbindung mit der Meeresumwelt nachhaltig sind.

Sie sorgt für eine Zusammenarbeit innerhalb der Meeresregionen (Nordostatlantik, Ostseeraum, Mittelmeer und Schwarzes Meer) durch die Errichtung von grenzübergreifenden Programmen. Diese Programme umfassen Maßnahmen zur Erfüllung vereinbarter Ziele und dem Erreichen eines „guten Umweltzustands“* bis 2020.

Die Richtlinie trägt zur Schaffung eines weltweiten Netzes geschützter Meeresgebiete bei und eröffnet einen Dialog mit Ländern außerhalb der EU.

JÜNGSTE ENTWICKLUNGEN

2014 prüfte die Kommission die ersten Schritte zur Umsetzung dieser Richtlinie. In der Zwischenzeit haben die EU-Länder ihre Überwachungsprogramme festgelegt.

Die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie dient als Umweltrichtlinie für die Richtlinie zur maritimen Raumplanung, die 2014 veröffentlicht wurde.

Letztere ist Teil der integrierten Meerespolitik, die auf die Umsetzung einer optimalen Meeresbewirtschaftung und meerespolitischen Entscheidungsfindung abzielt. Anhand der integrierten Meerespolitik soll die Verwirklichung von Europa 2020, der europäischen Strategie für ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum, gefördert und erleichtert werden.

Behörden in den EU-Ländern sollen Aktivitäten in den Meeresgebieten organisieren, um ökologische, wirtschaftliche und soziale Ziele zu erreichen.

Die EU-Länder müssen Maßnahmenprogramme erarbeiten. Diese müssen den Umfang des betroffenen Gebietes darstellen und Zeitspannen für vorhandene und zukünftige Maßnahmen definieren, um die maritimen Tätigkeiten nachhaltig verwalten zu können.

WICHTIGE ECKPUNKTE

Die EU-Länder müssen den Umweltzustand ihrer Meeresgewässer sowie die Auswirkungen menschlichen Handelns beurteilen (einschließlich einer sozioökonomischen Analyse). Anschließend müssen Ziele zum Erreichen eines guten Umweltzustands bis 2020 erarbeitet, Umweltziele gesetzt, Kontrollnetze entwickelt und Maßnahmenprogramme vorbereitet werden.

Erstbeurteilungen können dabei helfen, das Wissen über Europas Meeresgewässer durch Programme wie Meereserkenntnisse, INSPIRE oder Copernicus zu erweitern.

Europas Gewässer sind in vier Meeresgebieten unterteilt: Ostsee, Nordostatlantik, Mittelmeer und Schwarzes Meer. Länder, die in den gleichen Meeresgebieten operieren, müssen ihre Maßnahmen koordinieren.

Überwachungsprogramme werden erarbeitet, um den Fortschritt gegenüber diesen Zielen messen und beurteilen zu können. Werden bestimmte Ziele nicht erfüllt, müssen die EU-Länder den Grund dafür angeben und können bei Bedarf bestimmte Ausnahmeregelungen anwenden.

SCHLÜSSELBEGRIFFE

Ein „guter Umweltzustand“ bezieht sich auf ökologisch vielfältige und dynamische Meere und Ozeane, die sauber, gesund und produktiv sind. Ziel dabei ist es, sicherzustellen, dass die Meeresumwelt für gegenwärtige und zukünftige Generationen erhalten bleibt.

Weitere Informationen sind auf der Website der Europäischen Kommission„Unsere Ozeane, Meere und Küsten“ erhältlich.

BEZUG

Rechtsakt

Datum des Inkrafttretens

Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten

Amtsblatt der Europäischen Union

Richtlinie 2008/56/EG

15.7.2008

15.7.2010

ABl. L 164 vom 25.6.2008, S. 19-40

VERBUNDENE RECHTSAKTE

Richtlinie 2014/89/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Juli 2014 zur Schaffung eines Rahmens für die maritime Raumplanung (ABl. L 257 vom 28.8.2014, S. 135-145).

Bericht der Kommission an den Rat und das Europäische Parlament: Erste Phase der Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (2008/56/EG) - Bewertung und Hinweise der Europäischen Kommission (COM(2014) 97 final vom 20.2.2014).

Letzte Änderung: 19.12.2014

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