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Summaries of EU Legislation

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Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln

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Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln

Um ein hohes Maß an öffentlichem Gesundheitsschutz sicherzustellen, setzt die Europäische Union mit dieser Verordnung Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln fest. Als Kontaminant gilt jeder Stoff, der dem Lebensmittel nicht absichtlich hinzugefügt wird, jedoch als Rückstand der Gewinnung, Verpackung, Beförderung usw. vorhanden ist.

RECHTSAKT

Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 der Kommission vom 19. Dezember 2006 zur Festsetzung der Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln.

ZUSAMMENFASSUNG

Um ein hohes Maß an öffentlichem Gesundheitsschutz sicherzustellen, setzt die Europäische Union mit dieser Verordnung Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln fest. Als Kontaminant gilt jeder Stoff, der dem Lebensmittel nicht absichtlich hinzugefügt wird, jedoch als Rückstand der Gewinnung, Verpackung, Beförderung usw. vorhanden ist.

WAS IST DER ZWECK DIESER VERORDNUNG?

Die Verordnung setzt Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln fest. Das Ziel ist insbesondere der Schutz der Gesundheit der empfindlichsten Bevölkerungsgruppen, d. h. von Kindern, Älteren und Schwangeren.

WICHTIGE ECKPUNKTE

Geltungsbereich

Die Kontaminanten im Sinne dieser Verordnung sind:

  • Mycotoxine (Aflatoxine, Ochratoxin A, Fusarientoxine, Patulin und Citrin);
  • Metalle (Blei, Cadmium, Quecksilber und anorganisches Zinn);
  • 3-Monochlorpropan-1,2-diol (3-MCPD);
  • Dioxine und dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle (PCB);
  • polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAH);
  • Melamin;
  • Erucasäure;
  • Nitrate.

Höchstgehalte

Lebensmittel dürfen nicht in den Verkehr gebracht werden, wenn sie einen der im Anhang der Verordnung aufgeführten Kontaminanten in einer Menge enthalten, die den im Anhang festgelegten Höchstgehalt überschreitet. Die im Anhang angegebenen Höchstgehalte gelten für den essbaren Teil der Lebensmittel sowie für zusammengesetzte, verarbeitete, getrocknete und verdünnte Lebensmittel.

Die Verordnung legt ferner die Höchstgehalte an Kontaminanten auf den niedrigsten vertretbaren Gehalt fest, der durch eine gute Herstellungs- oder landwirtschaftliche Praxis erreichbar ist (so niedrig wie vernünftigerweise erreichbar - „as low as reasonably achievable“, ALARA).

Verbot der Vermischung

  • Lebensmittel, bei denen die festgelegten Höchstgehalte eingehalten werden, dürfen nicht mit Lebensmitteln vermischt werden, die diese Höchstgehalte überschreiten.
  • Lebensmittel, die einer Sortierung oder einer anderen physikalischen Behandlung zur Reduzierung der Kontamination unterzogen werden sollen, dürfen nicht mit Lebensmitteln vermischt werden, bei denen die festgelegten Höchstgehalte eingehalten werden.

Kennzeichnung

Die Kennzeichnung von Erdnüssen, anderen Ölsaaten, Schalenfrüchten, Trockenfrüchten, Reis und Mais, die in den Handel gelangen und vor dem Verzehr sortiert oder nach einem anderen physikalischen Verfahren behandelt werden müssen, muss den Hinweis enthalten: „Das Erzeugnis muss vor seinem Verzehr oder vor seiner Verwendung als Lebensmittelzutat einer Sortierung oder einer anderen physikalischen Behandlung zur Reduzierung der Aflatoxinkontamination unterzogen werden. “

Die Kennzeichnung von Erdnüssen, anderen Ölsaaten, aus Ölsaaten gewonnenen Erzeugnissen und Getreide muss den Verwendungszweck und den Code der Herstellungscharge angeben.

Ausnahmen

Die vorliegende Verordnung ermöglicht bestimmten EU-Ländern eine Ausnahmeregelung zur Überschreitung der Werte für Dioxine und PCB für bestimmte Fischarten und Fischereierzeugnisse aus dem Ostseegebiet, die in ihrem Hoheitsgebiet zum Verzehr bestimmt sind. Die Kennzeichnung dieser Erzeugnisse muss die Konsumenten über ihre potenziellen Gesundheitsrisiken informieren.

Überwachung

Die EU-Länder müssen den Nitratgehalt von Gemüse (insbesondere grünem Blattgemüse), das in erheblichem Maße nitrathaltig sein kann, überwachen. Die Ergebnisse sind der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) mitzuteilen.

WANN TRITT DIESE VERORDNUNG IN KRAFT?

Diese Verordnung ist am 9. Januar 2007 in Kraft getreten.

HINTERGRUND

Weitere Informationen sind auf der Website zu Lebensmittelkontaminanten der Europäischen Kommission erhältlich.

BEZUG

Rechtsakt

Datum des Inkrafttretens

Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten

Amtsblatt der Europäischen Union

Verordnung (EG) Nr. 1881/2006

9.1.2007

Anwendbar ab 1.3.2007

ABl. L 364 vom 20.12. 2006, S. 5-24

Ändernde(r) Rechtsakt(e)

Datum des Inkrafttretens

Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten

Amtsblatt der Europäischen Union

Verordnung (EG) Nr. 1126/2007

30.9.2007

-

ABl. L 255 vom 29.9.2007, S. 14-17

Verordnung (EG) Nr. 629/2008

23.7.2008

-

ABl. L 173 vom 3.7.2008, S. 6-9

Verordnung (EG) Nr. 165/2010

9.3.2010

-

ABl. L 50 vom 27.2.2010, S. 8-12

Verordnung (EU) Nr. 420/2011

20.5.2011

-

ABl. L 111 vom 30.4.2011, S. 3-6

Verordnung (EU) Nr. 1258/2011

23.12.2011

-

ABl. L 320 vom 3.12.2011, S. 15-17

Verordnung (EU) Nr. 1259/2011

23.12.2011

-

ABl. L 320 vom 3.12.2011, S. 18-23

Verordnung (EU) Nr. 594/2012

26.7.2012

-

ABl. L 176 vom 6.7.2011, S. 43-45

Verordnung (EU) Nr. 1058/2012

3.12.2012

-

ABl. L 313 vom 13.11.2012, S. 14-15

Verordnung (EU) Nr. 1067/2013

20.11.2013

-

ABl. L 289 vom 31.10.2013, S. 56-57

Verordnung (EU) Nr. 212/2014

27.3.2014

-

ABl. L 67 vom 7.3.2014, S. 3-4

Verordnung (EU) Nr. 362/2014

30.4.2014

-

ABl. L 107 vom 10.4.2014, S. 56

Verordnung (EU) Nr. 488/2014

2.6.2014

-

ABl. L 138 vom 13.5.2014, S. 75-79

Die im Nachhinein vorgenommenen Änderungen und Berichtigungen der Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 wurden in den Originaltext eingefügt. Diese konsolidierte Fassung hat ausschließlich dokumentarischen Charakter.

VERBUNDENE RECHTSAKTE

Verordnung (EG) Nr. 315/93 des Rates 8. Februar 1993 zur Festlegung von gemeinschaftlichen Verfahren zur Kontrolle von Kontaminanten in Lebensmitteln (ABl. L 37, 13.2.1993, S. 1-3).

Letzte Aktualisierung: 20.04.2015

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