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Fruchtsäfte und gleichartige Erzeugnisse - EUR-Lex

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Fruchtsäfte und gleichartige Erzeugnisse

Die Zusammensetzung der Fruchtsäfte, die ihnen vorbehaltenen Bezeichnungen sowie die Herstellungsmerkmale und die Etikettierung dieser Erzeugnisse unterliegen besonderen Vorschriften.

RECHTSAKT

Richtlinie 2001/112/EG des Rates vom 20. Dezember 2001 über Fruchtsäfte und bestimmte gleichartige Erzeugnisse für die menschliche Ernährung [Vgl. ändernde Rechtsakte].

ZUSAMMENFASSUNG

Fruchtsäfte

Diese Richtlinie gilt für folgende Erzeugnisse:

  • Fruchtsäfte,
  • Fruchtsäfte aus Konzentrat,
  • Getrockneter Fruchtsaft/Fruchtsaftpulver,
  • entwässerter Fruchtsaft und
  • Fruchtnektare.

Mit der Definition dieser Produkte auf der Grundlage ihrer Zusammensetzung und des Zubereitungsverfahrens soll dafür gesorgt werden, dass der Verkauf vorschriftsmäßig erfolgt und die Bezeichnungen für den Verbraucher nicht irreführend sind. In der Richtlinie werden zudem einige besondere (traditionelle) Bezeichnungen definiert, die in bestimmten Ländern und bestimmten Sprachen üblich sind.

Etikettierung

Fruchtsäfte werden gemäß den allgemeinen Vorschriften, die in der Richtlinie 2000/13/EG über die Etikettierung von Lebensmitteln definiert werden, gekennzeichnet. In dieser Richtlinie werden jedoch besondere Vorschriften für eine bessere Information der Verbraucher festgelegt. Aufgrund dieser Vorschriften muss die Verkehrsbezeichnung eindeutig darlegen:

  • wenn ein Produkt eine Mischung aus mehreren Früchten ist,
  • wenn ein Produkt ganz oder teilweise aus einem Konzentrat hergestellt worden ist.

Der Zusatz von Zuckerarten zu Fruchtsäften ist nicht mehr erlaubt. Bei anderen Produkten ist der Zusatz von Zuckerarten weiterhin gemäß Richtlinie 2000/13/EG zu kennzeichnen. Da der Zusatz von Zuckerarten früher erlaubt war, war es üblich, dass bestimmte Lebensmittelunternehmen aus kommerziellen Gründen auf das Fehlen von Zuckerzusätzen in Fruchtsäften mit der nährwertbezogenen Angabe ohne Zuckerzusatz hinwiesen. Diese Angabe ist nach Ende der Übergangsphase (18 Monate nach dem Zeitpunkt der Anwendung neuer Vorschriften) verboten.

Um der Branche zu ermöglichen, die Verbraucher sowohl während der Übergangsphase als auch 18 Monate nach deren Ablauf ordnungsgemäß zu informieren, dürfen Lebensmittelunternehmen einen Hinweis auf den Etiketten verwenden, wonach - ab einem bestimmten Datum - kein Fruchtsaft mehr Zuckerzusatz enthält.

Bei Erzeugnissen aus zwei oder mehr Fruchtarten, außer bei der Verwendung von Zitronen- und Limettensaft, ist die Verkehrsbezeichnung durch die Angabe der verwendeten Fruchtarten in absteigender Reihenfolge des Volumens der Fruchtsäfte bzw. des Fruchtmarks zu ergänzen - gemäß der Liste der Zutaten.

Bei Erzeugnissen, die aus drei oder mehr Fruchtarten hergestellt werden, kann jedoch die Angabe der verwendeten Fruchtarten durch die Bezeichnung Mehrfrucht bzw. eine ähnliche Bezeichnung oder durch die Angabe der Anzahl der verwendeten Fruchtarten ersetzt werden.

Bei konzentrierten Fruchtsäften, die nicht an den Endverbraucher abgegeben werden, ist auf das Vorhandensein und die Menge des hinzugefügten Zitronen-/Limettensafts bzw. der Säuerungsmittel hinzuweisen. Diese Angabe ist auf der Verpackung, einem an der Verpackung angebrachten Etikett oder einem Begleitdokument anzubringen.

Die Richtlinie nennt die Rohstoffe, die für die Herstellung von Säften und Nektaren zulässig sind, und die Zusatzstoffe, die vorbehaltlich der Richtlinie über die Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln zugelassen werden können.

Die Mindestgehalte an Saft und/oder an Fruchtmark in Fruchtnektaren entsprechen den in dieser Richtlinie festgelegten Mindestgehalten und erscheinen auf der Verpackung des Produkts.

Kontext

Diese Richtlinie wurde im Rahmen der Vereinfachung bestimmter vertikaler Richtlinien im Lebensmittelbereich erlassen und soll diese an den Vertrag von Lissabon angleichen. Sie gilt unbeschadet der allgemeinen Etikettierungsbestimmungen für Lebensmittel.

Bezug

Rechtsakt

Datum des Inkrafttretens

Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten

Amtsblatt

Richtlinie 2001/112/EG

12.1.2002

11.7.2003

ABl. L 10 vom 12.1.2002

Ändernde(r) Rechtsakt(e)

Datum des Inkrafttretens

Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten

Amtsblatt

Verordnung (EG) Nr. 1182/2007

6.11.2007

-

ABl. L 273 vom 17.10.2007

Richtlinie 2009/106/EG

22.8.2009

1.1.2011

ABl. L 212 vom 15.8.2009

Richtlinie 2012/112/EG

27.4.2012

28.10.2013

ABl. L 115 vom 27.4.2012

Die Änderungen und Berichtigungen der Richtlinie 2001/112/EG wurden in den Ursprungstext eingearbeitet. Diese konsolidierte Fassung hat lediglich Dokumentationswert.

Letzte Änderung: 12.11.2013

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