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Statistik des Handels zwischen EU-Ländern - Intrastat

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Statistik des Handels zwischen EU-Ländern - Intrastat

Eurostat, das Statistikamt der Europäischen Union, ist mit der Erhebung diverser Daten betraut, darunter auch Informationen zum innergemeinschaftlichen Warenverkehr in der EU (Intrastat). Dieses Gesetz richtet die nötigen Systeme und Verfahren ein, um zu gewährleisten, dass EU-Länder vergleichbare, zuverlässige Daten zur Übermittlung an Eurostat erfassen.

RECHTSAKT

Verordnung (EG) Nr. 638/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 31. März 2004 über die Gemeinschaftsstatistiken des Warenverkehrs zwischen Mitgliedstaaten und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 3330/91 des Rates.

ZUSAMMENFASSUNG

Eurostat, das Statistikamt der Europäischen Union, ist mit der Erhebung diverser Daten betraut, darunter auch Informationen zum innergemeinschaftlichen Warenverkehr in der EU (Intrastat). Dieses Gesetz richtet die nötigen Systeme und Verfahren ein, um zu gewährleisten, dass EU-Länder vergleichbare, zuverlässige Daten zur Übermittlung an Eurostat erfassen.

WAS IST DER ZWECK DIESER VERORDNUNG?

Sie soll das Intrastat-System vereinfachen, das ursprünglich 1993 eingerichtet wurde, und die Vergleichbarkeit der Statistiken der EU-Länder verbessern. Die Bereitstellung solcher Handelsstatistiken ist entscheidend für die Ausarbeitung politischer Maßnahmen für den europäischen Binnenmarkt und für Marktanalysen.

WICHTIGE ECKPUNKTE

Geltungsbereich

Die Verordnung betrifft den Handelsverkehr mit Waren. Der Begriff „Warenverkehr“ bezeichnet jede Bewegung von Ware zwischen zwei EU-Ländern. „Ware“ sind alle beweglichen Güter, einschließlich elektrischen Stroms.

EU-Unternehmen, die für Umsatzsteuerzwecke erfasst sind und deren jährlicher Handelsumsatz einen bestimmten Schwellenwert überschreitet, müssen Angaben zu ihren Transaktionen mit anderen EU-Ländern machen. Diese Daten beziehen sich sowohl auf Eingänge (Erwerbe, Käufe oder Importe) als auch auf Versendungen (Ausfuhren, Veräußerungen oder Exporte). Andere Unternehmen sind von dieser Meldepflicht befreit.

Die EU-Länder legen jährlich einen neuen Schwellenwert fest und ermitteln einen separaten Betrag für Eingänge und Versendungen. (Dies soll gewährleisten, dass für jeden Handelsstrom Mindestangaben erhoben werden.)

Eintragung

Die nationalen Statistikbehörden der EU-Länder verwalten jeweils ein Verzeichnis der Marktteilnehmer innerhalb der EU (d. h. Unternehmen), in dem Warenversender und Warenempfänger geführt werden.

Zu erhebende Intrastat-Daten

Unternehmen, die zur Abgabe von Intrastat-Meldungen verpflichtet sind, müssen folgende Informationen angeben:

ihre Identifikationsnummer;

den Bezugszeitraum;

den Warenstrom (Eingang/Versendung);

die betreffende Ware (unter Angabe der achtstelligen Code-Bezeichnung der Kombinierten Nomenklatur der EU);

das EU-Land des Handelspartners;

den Warenwert in der Landeswährung;

ggf. die Warenmenge in Eigenmasse (Gewicht ohne Verpackung) und die Maßeinheit (Liter, m2, Stückzahl usw.);

die Art des Geschäfts.

Geheimhaltung

Datenbereitsteller können verlangen, dass ihre statistischen Daten vertraulich behandelt werden. In einem solchen Fall müssen die nationalen Behörden entscheiden, ob die statistischen Ergebnisse, die zur Identifizierung des jeweiligen Datenübermittlers dienen, verbreitet werden können oder so geändert werden müssen, dass ihre Verbreitung die statistische Geheimhaltung nicht gefährdet.

Übermittlung von Daten an Eurostat

Die EU-Länder übermitteln ihre monatlichen statistischen Ergebnisse zum Warenverkehr zwischen den EU-Ländern an Eurostat.

Sie sind dafür verantwortlich, die Qualität der übermittelten Daten gemäß den geltenden Normen zu gewährleisten. Die Statistiken müssen folgende Kriterien erfüllen:

Relevanz;

Genauigkeit;

Aktualität;

Pünktlichkeit;

Zugänglichkeit und Klarheit;

Vergleichbarkeit;

Kohärenz.

Die Europäische Kommission kann, mit der Unterstützung eines Ausschusses aus Vertretern der EU-Länder, bestimmte technische Änderungen hinsichtlich dieser Verordnung erlassen.

AB WANN GILT DIE VERORDNUNG?

Diese Verordnung ist am 1. Januar 2005 in Kraft getreten.

HINTERGRUND

Intrastat wurde am 1. Januar 1993, dem offiziellen Inkrafttretungsdatum des europäischen Binnenmarkts, eingerichtet. Die Intrastat-Meldungen ersetzten Zollanmeldungen als Datenquelle über den Handelsverkehr.

Weitere Informationen sind auf der Website von Eurostat erhältlich.

BEZUG

Rechtsakt

Datum des Inkrafttretens

Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten

Amtsblatt der Europäischen Union

Verordnung (EG) Nr. 638/2004

27.4.2004

-

ABl. 102 vom 7.4.2004, S. 1-8

Ändernde(r) Rechtsakt(e)

Datum des Inkrafttretens

Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten

Amtsblatt der Europäischen Union

Verordnung (EG) Nr. 222/2009

20.4.2009

-

ABl. L 87 vom 31.3.2009, S. 160-163

Verordnung (EU) Nr. 659/2014

17.7.2014

-

ABl. L 189 vom 27.6.2014, S. 128-134

Die im Nachhinein vorgenommenen Änderungen und Berichtigungen der Verordnung (EG) Nr. 638/2004 wurden in den Originaltext eingefügt. Diese konsolidierte Fassung hat ausschließlich dokumentarischen Charakter.

Letzte Änderung: 03.04.2015

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