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Summaries of EU Legislation

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Wohlergehen der Tiere beim Transport – EU-Vorschriften

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Wohlergehen der Tiere beim Transport – EU-Vorschriften

ZUSAMMENFASSUNG DES DOKUMENTS:

Verordnung (EG) Nr. 1/2005 des Rates über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen

ZUSAMMENFASSUNG

WAS IST DER ZWECK DIESER VERORDNUNG?

  • Diese Verordnung regelt den Transport lebender Tiere zwischen EU-Ländern und sieht Kontrollen der Tiere bei der Ankunft oder beim Verlassen der EU vor. Das Ziel der Durchführungsvorschriften ist, den Tieren unnötige Verletzungen und Leiden zu ersparen.

WICHTIGE ECKPUNKTE

Die Verordnung legt folgende Anforderungen fest:

  • Vor der Beförderung werden alle Transportvorkehrungen getroffen, um die Beförderungsdauer so kurz wie möglich zu halten und den Bedürfnissen der Tiere Rechnung zu tragen.
  • Die Tiere müssen transportfähig sein.
  • Die Transportmittel und Ver- und Entladevorrichtungen sind so konstruiert, gebaut und instand gehalten und werden so verwendet, dass den Tieren Verletzungen und Leiden erspart werden und ihre Sicherheit gewährleistet ist.
  • Die mit den Tieren umgehenden Personen sind in angemessener Weise geschult und wenden bei der Ausübung ihrer Tätigkeit keine Gewalt an.
  • Der Transport zum Bestimmungsort erfolgt ohne Verzögerungen, und das Wohlbefinden der Tiere wird regelmäßig kontrolliert.
  • Die Tiere verfügen über ausreichend Bodenfläche und Standhöhe:
  • Die Tiere werden mit Wasser und Futter versorgt und können ruhen.
  • Die Transportunternehmer müssen
    • für alle Strecken von mehr als 65 km eine Zulassung von der zuständigen nationalen Behörde besitzen;
    • Transportpapiere mitführen, die Informationen wie die Herkunft und Eigentümer der Tiere, ihren Bestimmungsort und die voraussichtliche Dauer der geplanten Beförderung enthalten;
    • gewährleisten, dass ein Betreuer die Tiere begleitet, ausgenommen in Fällen, in denen sie in Transportbehältern mit genügend Futter und Wasser befördert werden.
  • Fahrzeuge und Schiffe, die bei langen Beförderungen von Tieren auf dem Straßen- und Wasserweg eingesetzt werden, sind von den nationalen Behörden vorab zu kontrollieren und werden von ihnen zugelassen.
  • Tierhalter und Betreiber von Sammelstellen (Haltungsbetriebe, Sammelstellen und Märkte) tragen dafür Sorge, dass die Vorschriften und Tierschutznormen an den unterschiedlichen Versand-, Umlade- und Bestimmungsorten eingehalten werden.
  • Die nationalen Behörden lassen Transportunternehmer zu, wenn sie
    • in einem EU-Land ansässig sind;
    • nachweisen, dass sie über ausreichend und geeignetes Personal sowie über ausreichende und angemessene Ausrüstungen und Verfahren verfügen;
    • während der vergangenen drei Jahre keine ernsten Verstöße gegen das europäische oder einzelstaatliche Tierschutzrecht begangen haben.
  • Für lange Beförderungen zwischen EU-Ländern und an Bestimmungsorte außerhalb der EU
    • müssen Transportunternehmer über die erforderliche Zulassung, Transportpapiere, Satellitennavigationssysteme und Notfallpläne verfügen, die in dringenden Fällen zum Tragen kommen;
    • sind von den nationalen Behörden Kontrollen am Versandort und in frei gewählten Abständen durchzuführen.
  • In einem Notfall oder bei einem Verstoß gegen die Tierschutzvorschriften können die nationalen Behörden darauf bestehen, dass der Transportunternehmer
    • den Fahrer oder Betreuer wechselt;
    • eine vorläufige Reparatur des Transportmittels vornimmt;
    • die Sendung auf ein anderes Fahrzeug umlädt;
    • die Tiere an ihren Versandort zurücksendet;
    • die Tiere entlädt und an einem geeigneten Ort unterbringt.

WANN TRITT DIE VERORDNUNG IN KRAFT?

Die Verordnung ist am 25. Januar 2005 in Kraft getreten.

HINTERGRUND

Weiterführende Informationen sind unter Tierschutz – Zentrale Errungenschaften auf der Website der Europäischen Kommission erhältlich.

RECHTSAKT

Verordnung (EG) Nr. 1/2005 des Rates vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen sowie zur Änderung der Richtlinien 64/432/EWG und 93/119/EG und der Verordnung (EG) Nr. 1255/97 (ABl. L 3 vom 5.1.2005, S. 1-44)

VERBUNDENE RECHTSAKTE

Beschluss 2004/544/EG des Rates vom 21. Juni 2004 über die Unterzeichnung des Europäischen Übereinkommens über den Schutz von Tieren beim internationalen Transport (ABl. L 241 vom 13.7.2004, S. 21)

Verordnung (EG) Nr. 1255/97 des Rates vom 25. Juni 1997 zur Festlegung gemeinschaftlicher Kriterien für Aufenthaltsorte und zur Anpassung des im Anhang der Richtlinie 91/628/EWG vorgesehenen Transportplans (ABl. L 174 vom 2.7.1997, S. 1-6).

Die im Nachhinein vorgenommenen Änderungen der Verordnung (EG) Nr. 1255/97 des Rates wurden in den Originaltext eingefügt. Diese konsolidierte Version hat ausschließlich dokumentarischen Charakter.

Durchführungsbeschluss 2013/188/EU der Kommission vom 18. April 2013 betreffend die Jahresberichte über nichtdiskriminierende Kontrollen gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen sowie zur Änderung der Richtlinien 64/432/EWG und 93/119/EG und der Verordnung (EG) Nr. 1255/97 (Bekanntgegeben unter Aktenzeichen C(2013) 2098) (ABl. L 111 vom 23.4.2013, S. 107-114)

Letzte Aktualisierung: 18.04.2016

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