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Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags

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Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags

Illegaler Holzeinschlag und Entwaldung tragen zur Klimaveränderung und zum Verlust an Biodiversität bei. Diese Verordnung untersagt das Inverkehrbringen von Holz und Holzerzeugnissen aus illegalem Einschlag auf dem Binnenmarkt, legt die Voraussetzungen für den Handel mit Holz und Holzerzeugnissen fest und definiert die Anforderungen an Überwachungsorganisationen.

RECHTSAKT

Verordnung (EU) Nr. 995/2010 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Oktober 2010 über die Verpflichtungen von Marktteilnehmern, die Holz und Holzerzeugnisse in Verkehr bringen.

ZUSAMMENFASSUNG

Illegaler Holzeinschlag liegt vor, wenn Holz unter Verstoß gegen die geltenden Vorschriften des Landes, in dem der Holzeinschlag erfolgt, geschlagen, verarbeitet oder gehandelt wird. Die Entwaldung und Zerstörungen, die durch den illegalen Holzeinschlag verursacht werden, haben schwere Folgen für die Umwelt wie den Verlust an Biodiversität und den Anstieg der Treibhausgasemissionen. Der mit dem illegalen Holzeinschlag verbundene Handel hat auch wirtschaftliche und soziale Folgen.

Von der Verordnung betroffene Produkte: Holz und Holzerzeugnisse

Die Verordnung gilt nicht nur für Holz, das in die Union eingeführt wird, sondern auch für Holz, das innerhalb der Europäischen Union geschlagen wurde. Unter die Verordnung fällt eine Reihe von Holzerzeugnissen, die im Anhang nach der Einreihung in die Kombinierte Nomenklatur aufgeführt sind.

Holz und Holzerzeugnisse mit einer FLEGT-Lizenz (Genehmigung gemäß der Verordnung (EG) Nr. 2173/2005) oder einer CITES-Genehmigung (Genehmigung gemäß der Verordnung (EG) Nr. 338/97) entsprechen jedoch bereits der Verordnung.

Verpflichtungen der Marktteilnehmer

Die Verordnung legt drei Hauptverpflichtungen fest:

  • Das Verbot des Inverkehrbringens von illegal geschlagenem Holz und Holzprodukten auf dem EU-Markt;
  • Die Verpflichtung der Marktteilnehmer, die Holz oder Holzerzeugnisse in Verkehr bringen, eine Sorgfaltspflichtregelung anzuwenden. Bei der Sorgfaltspflichtregelung handelt es sich um ein Risikomanagementsystem, mit dem das Risiko begrenzt werden soll, dass illegal geschlagenes Holz in die Lieferkette gelangt. Die Marktteilnehmer müssen in der Lage sein, bestimmte Informationen über das Holz und die Holzerzeugnisse, die in Verkehr gebracht wurden, zu liefern und eine Risikobewertung durchzuführen;
  • Die Verpflichtung der Händler, die bereits auf dem Markt erhältliches Holz oder Holzprodukte kaufen bzw. verkaufen, ihre Lieferanten und Kunden zu identifizieren, um die minimale Rückverfolgbarkeit des Holz sicherzustellen.

Sorgfaltspflichtregelung und Überwachungsorganisation

Gemäß dieser Verordnung können die Marktteilnehmer die von Überwachungsorganisationen entwickelten Sorgfaltspflichtregelungen verwenden. Dabei handelt es sich um Organisationen, die ihre Mitglieder mit Fachwissen und Analysekapazitäten bei der Einhaltung der Vorschriften unterstützen können. Um von der Europäischen Union anerkannt zu werden, müssen diese Organisationen den rechtlichen und technischen Anforderungen genügen.

Um von der Kommission als Überwachungsorganisation anerkannt zu werden, muss die sich bewerbende Organisation darlegen, dass sie nicht nur über die erforderliche Kompetenz und eine Sorgfaltspflichtregelung mit den für ihre eigene Bewerbung erforderlichen Verfahren verfügt, sondern darüber hinaus auch eine Strategie zur Vermeidung von Interessenkonflikten praktiziert.

Anwendung

Diese Verordnung gilt ab 3. März 2013 und ist in allen EU-Mitgliedstaaten verbindlich.

BEZUG

Rechtsakt

Datum des Inkrafttretens

Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten

Amtsblatt

Verordnung (EU) Nr. 995/2010

2.12.2010

-

ABl. L 295, 12.11.2010

THEMENVERWANDTE RECHTSAKTE

Verordnung (EG) Nr. 2173/2005 des Rates vom 20. Dezember 2005 zur Errichtung eines FLEGT-Genehmigungssystems für Holzeinfuhren in die Europäische Gemeinschaft

Delegierte Verordnung (EG) Nr. 363/2012 der Kommission vom 23. Februar 2012 zu den Verfahrensvorschriften für die Anerkennung und den Entzug der Anerkennung von Überwachungsorganisationen gemäß der Verordnung (EU) Nr. 995/2010 des Europäischen Parlaments von Marktteilnehmern, die Holz und Holzerzeugnisse in Verkehr bringen.

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 607/2012 der Kommission vom 6. Juli 2012 über die detaillierten Bestimmungen für die Sorgfaltspflichtregelung und die Häufigkeit und Art der Kontrollen der Überwachungsorganisationen gemäß der Verordnung (EU) Nr. 995/2010 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Verpflichtungen von Marktteilnehmern, die Holz und Holzerzeugnisse in Verkehr bringen

Letzte Änderung: 17.01.2014

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