Help Print this page 
Title and reference
Strategie für den Ostseeraum

Summaries of EU legislation: direct access to the main summaries page.
Languages and formats available
BG ES CS DA DE ET EL EN FR GA HR IT LV LT HU MT NL PL PT RO SK SL FI SV
HTML html ES html DE html EN html FR html IT html HU html PL html RO
Multilingual display
Text

Strategie für den Ostseeraum

Die Kommission hat eine europäische Strategie entwickelt, um zu verhindern, dass sich der Zustand der Ostsee verschlechtert, und um die Qualität der Verkehrsnetze zu verbessern sowie die Attraktivität und den Wohlstand der Region zu steigern.

RECHTSAKT

Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen zur Strategie der Europäischen Union für den Ostseeraum (KOM(2009) 248 - nicht im Amtsblatt veröffentlicht).

ZUSAMMENFASSUNG

2009 nahm die Kommission eine globale Strategie an, um die Vorteile des Wirtschafts- und Umweltpotenzials der Ostseeregion zu nutzen und den allgemeinen Herausforderungen, denen diese Region gegenübersteht, zu begegnen. Die Strategie konzentriert sich auf die acht Mitgliedstaaten rund um die Ostsee (Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen und Schweden) sowie auf andere Anrainerstaaten, die nicht zur Europäischen Union gehören (Belarus, Island, Norwegen, Russland).

Diese Maßnahmen konnten ursprünglich den vier folgenden Pfeilern zugeordnet werden: i) Schaffung einer nachhaltigen Umwelt, ii) Steigerung des Wohlstands der Region, iii) Verbesserung der Zugänglichkeit und Attraktivität der Region und iv) Gewährleistung der Sicherheit in der Region.

Seit 2012 konzentriert sich die Strategie auf die folgenden drei Hauptziele:

  • Schutz des Ostseeraums;
  • Zugänglichkeit der Region;
  • Steigerung des Wohlstands.

Für jedes dieser drei Prioritäten wurden bestimmte Ziele und Richtlinien festgelegt, um die Umsetzung konkreter Maßnahmen zu ermöglichen.

SCHUTZ DER OSTSEE

Die wichtigsten Umweltmaßnahmen beziehen sich auf die Bekämpfung des Algenwachstums, das Problem der Überfischung und auf das Auftreten gefährlicher Stoffe im Meer. Ziel ist es, bis 2020 einen guten ökologischen Zustand zu erreichen und die Artenvielfalt sowie das marine Ökosystem der Ostsee zu erhalten.

Es sind zudem Maßnahmen geplant, um rechtswidrige Entsorgungen ins Meer zu bekämpfen und bis zum Jahr 2020 Unfälle auf See um 20 % zu reduzieren.

VERBESSERUNG DER MAKROREGIONALEN INFRASTRUKTUR

Die Strategie umfasst die Öffnung einiger der entlegensten Regionen des Ostseeraums (insbesondere hin zum Norden Finnlands und Schwedens). Im Rahmen der FazilitätConnecting Europe ist weiterhin die Förderung der Verkehrsinfrastruktur geplant sowie die Verbesserung des Zugangs zum Energiemarkt für die Länder im Ostseeraum bis zum Jahr 2015.

Seit 2013 ist die Strategie Teil eines Rahmens makroregionaler Entwicklung, der auf strategischer Regionalplanung und der Zusammenlegung von Ressourcen basiert.

STEIGERUNG DES WOHLSTANDS DER REGION

Die Strategie zielt außerdem darauf ab, den Wohlstand und die Attraktivität der Region zu erhöhen. Die getroffenen Maßnahmen sollen unter anderem dazu beitragen, die Hindernisse für den Binnenmarkt in der Ostseeregion abzubauen und nachhaltige Haltungs- und Fischereimethoden zu fördern.

Im Rahmen des gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprogramms für die Ostsee (BONUS) wurden Maßnahmen im Hinblick auf Innovation festgelegt. Das Ziel dieses Programms ist die Mobilitätssteigerung für Wissenschaftler sowie die Verbreitung von Innovation.

SICHERSTELLUNG DER KOORDINIERUNG VON POLITIK UND FÖRDERAKTIVITÄTEN BIS 2020

Die Ostsee-Strategie fördert die Nutzung von verfügbaren europäischen und nationalen Ressourcen. Grundlage ist eine bessere Koordinierung von Politik und Förderung, wobei die Verantwortlichkeiten der betreffenden Akteure genau definiert sind.

Die an dieser Strategie beteiligten Länder können durch Strategieinstrumente für die marine Umwelt oder durch die gemeinsame Fischereipolitik sowie durch Strukturen der EU-Politik der Nördlichen Dimension unterstützt werden.

Weiterhin ist eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den Nachbarländern vorgesehen, insbesondere mit Russland.

Im Hinblick auf die Förderung ist eine Koordinierung zwischen lokalen, regionalen, nationalen und europäischen Aktivitäten geplant, insbesondere im Rahmen des neuen Programmplanungszeitraums 2014-2020.

VERBUNDENE RECHTSAKTE

Beschluss Nr. 862/2010/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. September 2010 über die Beteiligung der Union an einem von mehreren Mitgliedstaaten durchgeführten gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprogramm für die Ostsee (BONUS) (ABl.L 256 vom 30.9.2010).

Bericht der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen über die Umsetzung der EU-Strategie für den Ostseeraum ( KOM(2011)0381endgültig ).

Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen zur Strategie der Europäischen Union für den Ostseeraum ( COM(2012)0128 final).

Bericht der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen zum Mehrwert makroregionaler Strategien ( COM(2013)0468final ).

Letzte Änderung: 21.05.2014

Top