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Verringerung der Treibhausgasemissionen um mindestens 20 % bis 2020

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Verringerung der Treibhausgasemissionen um mindestens 20 % bis 2020

Die weitreichende Wirtschaftskrise hat Auswirkungen auf das von der EU im Jahr 2008 gesteckte Ziel gehabt, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 20 % zu senken. Dies verringert das Ziel als treibendes Element für die Modernisierung der europäischen Wirtschaft und macht diese wettbewerbsfähiger. Es hat zudem Folgen für einen potenziellen Schritt der EU in Richtung eines 30 %-Zieles als Teil der weltweiten Bemühungen.

RECHTSAKT

Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen - Analyse der Optionen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen um mehr als 20 % und Bewertung des Risikos der Verlagerung von CO2-Emissionen (KOM(2010) 265 endgültigvom 26. Mai 2010).

ZUSAMMENFASSUNG

Die weitreichende Wirtschaftskrise hat Auswirkungen auf das von der EU im Jahr 2008 gesteckte Ziel gehabt, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 20 % zu senken. Dies verringert das Ziel als treibendes Element für die Modernisierung der europäischen Wirtschaft und macht diese wettbewerbsfähiger. Es hat zudem Folgen für einen potenziellen Schritt der EU in Richtung eines 30 %-Zieles als Teil der weltweiten Bemühungen.

WAS IST DER ZWECK DIESER MITTEILUNG?

In dieser Mitteilung werden die Möglichkeiten der EU für einen Übergang vom bestehenden 20 %-Ziel zu einem ehrgeizigen 30 %-Ziel analysiert.

WICHTIGE ECKPUNKTE

Die absoluten Kosten der Verwirklichung des 20 %-Ziels sind zurückgegangen. Im Jahr 2008 wurden diese auf 70 Mrd. EUR jährlich geschätzt. Bis zum Jahr 2010 sind die Kosten auf 48 Mrd. EUR gesunken.

Die Fortschritte, die im Hinblick auf das im Jahr 2008 vereinbarte 20 %-Ziel für 2020 erzielt wurden, sind nicht ausreichend, um das längerfristige Ziel, die Emissionen bis 2050 um 80-95 % zu senken, wirksam umzusetzen. Es besteht somit die Gefahr, dass die Aufgabe für die EU nach 2020 schwieriger und kostspieliger wird.

Es bestehen verschiedene Optionen zur Erreichung des 30 %-Ziels, darunter unter anderem:

die Neuausrichtung des Emissionshandelssystems (ETS) durch „Stilllegung“ eines Teils der für die Versteigerung vorgesehenen Zertifikate;

die Förderung der Ressourceneffizienz und erneuerbarer Energien;

die Einführung von CO2-Abgaben;

die Einbeziehung von Tätigkeiten im Rahmen der Landnutzung und Forstwirtschaft zur zusätzlichen Emissionsreduktion.

Die Gesamtkosten einer Emissionsreduktion um 30 %, einschließlich der Kosten der Verwirklichung des 20 %-Ziels, werden mittlerweile auf 81 Mrd. EUR bzw. 0,54 % des Bruttoinlandsprodukts der EU geschätzt.

Das 30 %-Ziel würde technologische Innovationen vorantreiben. Dies wiederum könnte die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie verbessern und gesundheitliche Vorteile durch bessere Luft bedeuten.

Es gibt verschiedene Wege, zu verhindern, dass die treibhausgaserzeugenden EU-Länder ihre Aktivitäten in Gebiete außerhalb der Union verlagern (carbon leakage), in denen sie weniger strikten Standards unterliegen. Dazu zählen die Freistellung energieintensiver Industrien vom Kauf von EHS-Zertifikaten und die Bekräftigung der übrigen Länder, Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen zu ergreifen.

Weitere Informationen sind auf der Website der Europäischen Kommission zum Thema Treibhausgasemissionen erhältlich.

Letzte Änderung: 26.03.2015

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