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Umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Geräte

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Umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Geräte

Die Schaffung einer EU-weiten rechtlichen Methode für die umweltgerechte Gestaltung (das Ökodesign*) energieverbrauchsrelevanter Produkte ist effizient und konsistent und verhindert einen doppelten Aufwand oder Differenzen mit freiwilligen Maßnahmen oder nationalen Regulierungsinitiativen.

RECHTSAKT

Richtlinie 2009/125/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Oktober 2009 zur Schaffung eines Rahmens für die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte.

ZUSAMMENFASSUNG

Die Schaffung einer EU-weiten rechtlichen Methode für die umweltgerechte Gestaltung (das Ökodesign*) energieverbrauchsrelevanter Produkte ist effizient und konsistent und verhindert einen doppelten Aufwand oder Differenzen mit freiwilligen Maßnahmen oder nationalen Regulierungsinitiativen.

WAS IST DER ZWECK DER RICHTLINIE?

Diese Richtlinie schafft einen Rahmen für die Festlegung von Mindestanforderungen, die energieverbrauchsrelevante Geräte im Hinblick auf ihre umweltgerechte Gestaltung erfüllen müssen, bevor sie in der EU in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen werden dürfen. Sie gilt nicht für Verkehrsmittel zur Personen- oder Güterbeförderung.

WICHTIGE ECKPUNKTE

Die Ökodesign-Anforderungen berücksichtigen alle Phasen des Lebenszyklus eines Produkts: von Rohmaterialien, Fertigung, Verpackung und Vertrieb bis hin zu Installierung, Wartung, Nutzung und Ende der Lebensdauer.

Für jede dieser Phasen sind durch die von den EU-Ländern benannten Stellen zahlreiche Umweltaspekte zu überprüfen. Sie überprüfen Aspekte wie den Verbrauch an Material und Energie, voraussichtliche Emissionen und Abfallstoffe sowie Möglichkeiten der Wiederverwendung, des Recyclings und der Verwertung.

Hersteller erstellen ein ökologisches Profil* ihrer Produkte und nutzen diese, um mögliche Entwurfsalternativen zu berücksichtigen.

Produkte, die diese Anforderungen erfüllen, werden mit der CE-Kennzeichnung versehen und dürfen überall in der EU verkauft werden.

Richtlinie 2012/27/EU änderte die Richtlinie von 2009, um die Energieeffizienz* weiter zu fördern. Die nationalen Behörden haben folgende Aufgaben:

Festlegung indikativer nationaler Energieeffizienzziele;

Genehmigung einer langfristigen Strategie zur Renovierung von Wohn- und Geschäftsgebäuden;

Renovierung von 3 % der Gesamtfläche von Gebäuden, die sich im Eigentum der Regierung befinden, ab dem 1. Januar 2014;

Einführung eines Energieeffizienzverpflichtungssystems zur Erzielung jährlicher Energieeinsparungen* der Endkunden in Höhe von 1,5 % zwischen dem 1. Januar 2014 und dem 31. Dezember 2020;

Durchführung eines unabhängigen Energieaudits bei großen Unternehmen ab 2016;

Gewährleistung, dass die Abrechnung für Kunden auf der Grundlage des tatsächlichen Verbrauchs mindestens einmal jährlich erfolgt;

bis zum 31. Dezember 2015 wird der Kommission eine umfassende Bewertung des Potenzials für den Einsatz der effizienten Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)* und Fernwärme- und Fernkälteversorgung mitgeteilt.

Siehe auch:

SCHLÜSSELBEGRIFFE

* Ökodesign: die Berücksichtigung von Umwelterfordernissen bei der Produktgestaltung mit dem Ziel, die Umweltverträglichkeit des Produkts während seines gesamten Lebenszyklus zu verbessern.

* Ökologisches Profil: die Beschreibung der einem Produkt während seines Lebenszyklus zurechenbaren, für seine Umweltauswirkung bedeutsamen Zufuhren und Abgaben (z. B. von Materialien, Emissionen und Abfällen). Diese Zufuhren und Abgaben werden in messbaren physikalischen Größen ausgedrückt.

* Energieeffizienz: geringerer Energieverbrauch, um dieselbe Leistung anzubieten. Beispiele für solche Produkte sind energieeffiziente Kühlschränke und Waschmaschinen.

* Energieeinsparung: Verringerung oder Entbehrung einer Leistung, um Energie einzusparen. Beispiel: das Licht ausschalten.

* Kraft-Wärme-Kopplung (KWK): die gleichzeitige Erzeugung von Elektrizität und Wärme, die beide genutzt werden.

* Fernwärme: ein Wärmenetz, mit dem Energie, die häufig in Kraftwerken und Industrieprozessen ungenutzt bleibt, an einen Verbrauchsort geliefert und dort genutzt wird.

* Fernkälte: die zentrale Erzeugung und Verteilung von Kälteenergie. Das kalte Wasser, das durch ein Fernkältenetz gepumpt wird, wird genutzt, um die zirkulierende Luft in Lüftungsanlagen zu kühlen. Das Wasser wird daraufhin zur Produktionsstätte zurückgeführt, um es erneut zu kühlen.

BEZUG

Rechtsakt

Datum des Inkrafttretens

Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten

Amtsblatt der Europäischen Union

Richtlinie 2009/125/EG

20.11.2009

20.11.2010

ABl. L 285 vom 31.10.2009, S. 10-35

Ändernde(r) Rechtsakt(e)

Datum des Inkrafttretens

Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten

Amtsblatt der Europäischen Union

Richtlinie 2012/27/EU

4.12.2012

5.6.2014

ABl. L 315 vom 14.11.2012, S. 1-56

Letzte Änderung: 25.08.2015

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