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Programme zur Förderung der Entwicklung von Mikrofinanzierung in der Europäischen Union

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Programme zur Förderung der Entwicklung von Mikrofinanzierung in der Europäischen Union

Seit 2010 schafft die Europäische Union Programme zur Entwicklung der Mikrofinanzierung in Europa, die Personen und Unternehmen, denen herkömmliche Kredite nur schwer zugänglich sind, Kredite zur Verfügung stellen.

RECHTSAKTE

Beschluss Nr. 283/2010/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. März 2010 über die Einrichtung eines europäischen Progress-Mikrofinanzierungsinstruments für Beschäftigung und soziale Eingliederung.

Verordnung (EU) Nr. 1296/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Dezember 2013 über ein Programm der Europäischen Union für Beschäftigung und soziale Innovation (EaSI) und zur Änderung des Beschlusses Nr. 283/2010/EU über die Einrichtung eines europäischen Progress-Mikrofinanzierungsinstruments für Beschäftigung und soziale Eingliederung.

ZUSAMMENFASSUNG

Mikrofinanzierung bezeichnet Bürgschaften, Mikrokredite (bis zu 25 000 EUR) sowie Eigen- und Quasi-Eigenkapital für Personen und Kleinstunternehmen, die bezüglich des Zugangs zu Krediten benachteiligt sind. Das erste europäische Instrument zum Zwecke dieser Art der Finanzierung in der EU wurde 2001 geschaffen (Beschluss Nr. 283/2010/EU des Europäischen Parlaments und des Rates über die Einrichtung eines europäischen Progress-Mikrofinanzierungsinstruments für Beschäftigung und soziale Eingliederung).

Das Instrument mit Mitteln in Höhe von 100 Mio. EUR über einen Zeitraum von vier Jahren (2010-2013) sollte für einen einfacheren Zugang zu Mikrofinanzierung sorgen. Es richtete sich an:

  • Arbeitslose, Personen, deren Arbeitsplatz gefährdet ist, Nichterwerbstätige, Personen, die der Gefahr der sozialen Ausgrenzung ausgesetzt sind, oder schutzbedürftige Personen, die ein eigenes Kleinstunternehmen gründen oder ausbauen möchten;
  • Kleinstunternehmen, insbesondere solche, die im vorigen Punkt genannte Personen beschäftigen.

Im Zeitraum 2014-2020 wurde diese Initiative in das Unterprogramm Mikrofinanzierung und soziales Unternehmertum im Rahmen des Programms der Europäischen Union für Beschäftigung und soziale Innovation (EaSI - Verordnung (EU) Nr. 1296/2013) aufgenommen, das die Aufgaben des Progress-Mikrofinanzierungsinstruments übernommen hat. Diesem Unterprogramm stehen 21 % des EaSI-Gesamtbudgets zur Verfügung, d. h. 193 Millionen EUR über sieben Jahre.

Zusätzlich zur Erleichterung des Zugangs zu Mikrofinanzierung für bestimmte Bevölkerungsgruppen und Unternehmen verfolgt dieses neue Instrument die folgenden Ziele:

  • Aufbau der institutionellen Kapazitäten von Anbietern von Mikrofinanzierung;
  • erleichterter Zugang zu Finanzierung für soziale Unternehmen mit einem Umsatz oder einer Jahresbilanz von höchstens 30 Mio. EUR, indem ihnen Eigenkapital, Quasi-Eigenkapital, Darlehensinstrumente und Zuschüsse bis zu einer Obergrenze von 500 000 EUR zur Verfügung gestellt werden.

Das Unterprogramm Mikrofinanzierung und soziales Unternehmertum steht öffentlichen und privaten Einrichtungen offen, die in den EU-Ländern, EFTA-Ländern und Kandidatenländern (bzw. potenziellen Kandidatenländern) gegründet wurden, unter der Voraussetzung, dass diese Mikrofinanzierung an Personen und Kleinstunternehmen vergeben wird oder sozialen Unternehmen eine Finanzierung ermöglicht. Die Unterstützung der EU besteht in erster Linie aus den in der Haushaltsordnung der Union vorgesehenen Finanzinstrumenten.

BEZUG

Rechtsakt

Datum des Inkrafttretens

Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten

Amtsblatt der Europäischen Union

Beschluss Nr. 283/2010/EU

8.4.2010

-

ABl. L 87 vom 7.4.2010

Verordnung (EU) Nr. 1296/2013

21.12.2013

-

ABl. L 347 vom 20.12.2013

Letzte Änderung: 09.06.2014

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