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Arbeitsplan 2011-2014 für den Sport

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Arbeitsplan 2011-2014 für den Sport

Zur Stärkung der europäischen Zusammenarbeit im Bereich Sport verabschiedet der Rat eine Reihe konkreter Maßnahmen, die von der Kommission und den Ländern der Europäischen Union (EU) im Zeitraum 2011-2014 umgesetzt werden müssen.

RECHTSAKT

Entschließung des Rates und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten zu einem Arbeitsplan der Europäischen Union für den Sport (2011-2014) [ABl. C 162 vom 1.6.2011].

ZUSAMMENFASSUNG

Gemäß dem Vertrag von Lissabon ist Sport ein Zuständigkeitsbereich der Europäischen Union (EU), in dem sie die Maßnahmen der Mitgliedstaaten unterstützen, koordinieren und ergänzen kann. Der Sport fördert ein nachhaltiges, intelligentes und integratives Wachstum sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen und trägt auf diese Weise auch zur Erreichung der Ziele der Strategie Europa 2020 bei. Zudem wirkt er sich positiv auf die soziale Eingliederung, die allgemeine und berufliche Bildung, die Gesundheit und aktives Altern aus.

Zur Entwicklung einer europäischen Dimension des Sports billigt der Rat einen dreijährigen Arbeitsplan, der die Maßnahmen beschreibt, die die Mitgliedstaaten und die Kommission ergreifen müssen.

Drei prioritäre Themen und begleitende Maßnahmen werden für den Zeitraum 2011-2014 festgelegt:

  • 1Die Integrität des Sports, insbesondere die Bekämpfung von Doping und Spielabsprachen. In diesem Bereich werden folgende Maßnahmen festgelegt:
  • Ausarbeitung eines Entwurfs von Bemerkungen der EU zur Überarbeitung des Antidoping-Codes der Welt-Anti-Doping-Agentur (EN);
  • Entwicklung einer europäischen Dimension im Bereich der Integrität des Sports unter besonderer Berücksichtigung der Bekämpfung von Spielabsprachen;
  • Entwicklung von Grundsätzen der Transparenz im Sinne von Good Governance im Sportbereich;
  • Behandlung der Fragen im Zusammenhang mit dem Zugang zum Beruf des Sportagenten und dessen Kontrolle sowie Transfers in Mannschaftssportarten (vor allem die Frage der Transferbestimmungen für junge Spieler).
  • 1Gesellschaftlicher Wert des Sports, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, soziale Eingliederung, Bildung und Ehrenamt. Folgende Maßnahmen müssen durchgeführt werden:
  • Ausarbeitung eines Vorschlags für europäische Leitlinien für doppelte Laufbahnen, damit junge Athleten parallel zu ihrem Training eine gute Ausbildung erhalten;
  • Follow-up zur Einbeziehung sportbezogener Qualifikationen in die nationalen Qualifikationsrahmen mit Bezugnahme auf den Europäischen Qualifikationsrahmen;
  • Auslotung von Möglichkeiten zur Förderung der Gesundheit dienender physischer Aktivitäten und der Beteiligung am Breitensport.
  • 1Wirtschaftliche Aspekte des Sports, insbesondere nachhaltige Finanzierung des Breitensports und faktengestützte Politikgestaltung. In diesem Bereich werden zwei Maßnahmen festgelegt:
  • Förderung der Datenerfassung, die dazu dienen soll, die wirtschaftliche Bedeutung des Sportsektors in der EU zu messen;
  • Stärkung der finanziellen Solidaritätsmechanismen zwischen Berufssport und Breitensport.

Durchführung

Um die Durchführung des Arbeitsplans zu unterstützen, wurden im Sportbereich bisher nicht verwendete Arbeitsmethoden wie Expertengruppen unterstützt, die von der Kommission und den EU-Mitgliedstaaten in folgenden Bereichen eingerichtet werden: Kampf gegen Doping, Good Governance im Sport, allgemeine und berufliche Bildung im Sport, Gesundheit und Beteiligung, Sportstatistik, nachhaltige Finanzierung des Sports. Außerdem wurden verbesserte Dialogstrukturen geschaffen und die Kommission wurde gebeten, einen Bericht über die Durchführung des im Januar 2014 veröffentlichten Arbeitsplans anzufertigen, der als Grundlage für einen neuen Arbeitsplan ab Mitte 2014 dienen soll.

VERBUNDENE RECHTSAKTE

Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen vom 18. Januar 2011 - Entwicklung der europäischen Dimension des Sports [KOM(2011) 12 endg. Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].

Weißbuch Sport vom 11. Juli 2007 (Vorlage der Europäischen Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Ausschuss der Regionen und den Wirtschafts- und Sozialausschuss) [KOM(2007) 391 endg. - Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].

Schlussfolgerungen des Rates und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten zu dualen Karrieren von Sportlern [Amtsblatt C 168 vom 14.6.2013].

Diese Schlussfolgerungen folgen den EU-Leitlinien für duale Karrieren von Sportlern, die von den Mitgliedstaaten und der Expertengruppe der Kommission für Bildung und Ausbildung im Sport ausgearbeitet wurden. Sie fordern die Mitgliedstaaten, Sportorganisationen und andere betroffene Parteien auf, eine Reihe von Maßnahmen zu erlassen, die Sportlern ermöglichen, in flexibler Weise eine sportliche Karriere mit einem Studium und/oder Arbeit zu verbinden. Diese Maßnahmen führen zu einem Aktionsrahmen und/oder nationalen Leitlinien für duale Karrieren, zu konkreten Maßnahmen für Bildung, Arbeit, Gesundheit und Finanzmittel von Sportlern. Die Kommission selbst wird ersucht, die Durchführung dieser Politik zu unterstützen und zu bewerten.

Empfehlung des Rates zur sektorübergreifenden Unterstützung gesundheitsfördernder körperlicher Aktivität [Amtsblatt C 354 vom 04.12.2013].

Diese Empfehlung soll eine wirksame Politik zur Unterstützung gesundheitsfördernder körperlicher Aktivität fördern, indem ein sektorübergreifender Ansatz entwickelt werden soll, der Politikbereiche wie Sport, Gesundheit, Bildung, Umwelt und Verkehr einbezieht. Außerdem sollen der Grad an körperlicher Aktivität und die nationalen Politiken in diesem Bereich fortgeführt sowie ein regelmäßiger Austausch von Informationen und bewährten Verfahren zur Unterstützung gesundheitsfördernder körperlicher Aktivität gefördert werden. Die Umsetzung wird in enger Synergie und Abstimmung mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erfolgen, wodurch eine doppelte Datenerfassung vermieden wird.

Bericht der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen über die Durchführung des Arbeitsplans der Europäischen Union für den Sport 2011-2014 [ COM(2014) 022 final - Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].

Bei den im Rahmen des Arbeitsplans durchgeführten Maßnahmen wurden in den definierten Prioritätsbereichen insgesamt sehr gute Ergebnisse erzielt. Der Arbeitsplan hatte in der überwiegenden Zahl der Mitgliedstaaten eine positive Wirkung auf den Sportsektor, erwies sich als relevant für die Entwicklung und Umsetzung der Sportpolitik auf nationaler Ebene und führte zu nützlichen Ergebnissen mit Blick auf die politischen Prozesse. Der Einfluss des Arbeitsplans auf die sportpolitischen Prozesse außerhalb der EU scheint jedoch weniger positiv gewesen zu sein.

Letzte Änderung: 28.02.2014

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