Help Print this page 

Summaries of EU Legislation

Title and reference
Lebensbegleitendes Lernen – Schlüsselkompetenzen

Summaries of EU legislation: direct access to the main summaries page.
Multilingual display
Text

Lebensbegleitendes Lernen – Schlüsselkompetenzen

 

ZUSAMMENFASSUNG DES DOKUMENTS:

Empfehlung 2006/962/EG zu Schlüsselkompetenzen für lebensbegleitendes Lernen

WAS IST DER ZWECK DIESER EMPFEHLUNG?

Sie fordert die EU-Regierungen auf, die Lehre und das Lernen von Schlüsselkompetenzen in ihre lebensbegleitenden Lernstrategien einzubeziehen. Die Empfehlung führt acht Schlüsselkompetenzen auf, die in einer wissensbasierten Gesellschaft für jede Einzelperson wesentlich sind.

WICHTIGE ECKPUNKTE

  • Die acht Schlüsselkompetenzen sind folgende:
  • 1.

    Muttersprachliche Kompetenz: die Fähigkeit, Konzepte, Gedanken, Gefühle, Tatsachen und Meinungen sowohl mündlich als auch schriftlich ausdrücken und interpretieren zu können.

  • 2.

    Fremdsprachliche Kompetenz: wie oben, jedoch umfasst die Kompetenz zusätzlich Vermittlungsfähigkeit (d. h. Zusammenfassen, Paraphrasieren, Interpretieren oder Übersetzen) und interkulturelles Verständnis.

  • 3.

    Mathematische und naturwissenschaftlich-technische Kompetenz: gute Rechenkenntnisse, ein Verständnis der natürlichen Welt und die Fähigkeit, Wissen und Technologien auf festgestellte menschliche Bedürfnisse anzuwenden (zum Beispiel im Bereich Medizin, Verkehr oder Kommunikation).

  • 4.

    Computerkompetenz: sichere und kritische Anwendung der Informations- und Kommunikationstechnologien für Arbeit, Freizeit und Kommunikation.

  • 5.

    Lernkompetenz: die Fähigkeit, sein eigenes Lernen, sowohl allein als auch in der Gruppe, zu organisieren.

  • 6.

    Soziale Kompetenz und Bürgerkompetenz: die Fähigkeit, effizient und konstruktiv am gesellschaftlichen und beruflichen Leben teilzuhaben und sich aktiv und demokratisch zu beteiligen, insbesondere in zunehmend von Vielfalt geprägten Gesellschaften.

  • 7.

    Eigeninitiative und unternehmerische Kompetenz: die Fähigkeit, Ideen durch Kreativität, Innovation und Risikobereitschaft in die Tat umzusetzen, sowie die Fähigkeit, Projekte zu planen und durchzuführen.

  • 8.

    Kulturbewusstsein und kulturelle Ausdrucksfähigkeit: die Fähigkeit, die kreative Bedeutung von Ideen, Erfahrungen und Gefühlen durch verschiedene Medien wie Musik, Literatur und visuelle und darstellende Künste anzuerkennen.

  • Die Europäische Kommission
    • unterstützt die nationalen Bemühungen um die Entwicklung von Systemen der allgemeinen und beruflichen Bildung;
    • verwendet die acht Schlüsselkompetenzen, um das Peer-Lernen und den Austausch vorbildlicher Verfahren zu fördern;
    • fördert die breite Verwendung der acht Schlüsselkompetenzen in benachbarten EU-Politikbereichen;
    • berichtet alle zwei Jahre über die erzielten Fortschritte.
  • 2009 vereinbarte die EU ein neues strategisches Programm für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung (ET 2020). Dies ersetzte das vorangegangene Programm ET 2010. Darin wurde festgestellt, dass lebenslanges Lernen und Mobilität verwirklicht werden und die Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung besser auf Veränderungen reagieren und weltoffener sein müssen.
  • 2014 übernahm Erasmus+ das Programm für lebenslanges Lernen sowie sechs andere, zuvor getrennte Programme für allgemeine und berufliche Bildung und Jugendliche.

HINTERGRUND

In einer zunehmend globalisierten Welt benötigen die Menschen vielfältige Fähigkeiten, um sich in einem sich rasch verändernden Umfeld anzupassen und Erfolg zu haben. Das ursprüngliche Programm für lebenslanges Lernen sollte Menschen aller Altersstufen Möglichkeiten zum Lernen bieten.

Weiterführende Informationen:

HAUPTDOKUMENT

Empfehlung 2006/962/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Dezember 2006 zu Schlüsselkompetenzen für lebensbegleitendes Lernen (Amtsblatt L 394 vom 30.12.2006, S. 10-18).

Letzte Aktualisierung: 10.10.2016

Top