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Bewertung der Qualität der schulischen Ausbildung

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Bewertung der Qualität der schulischen Ausbildung

Hauptziel ist die Intensivierung der Zusammenarbeit auf europäischer Ebene bei der Bewertung der Qualität der Schulbildung unter Wahrung der Vielfalt der Bildung.

RECHTSAKT

Empfehlung 2001/166/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Februar 2001 zur europäischen Zusammenarbeit bei der Bewertung der Qualität der Schulbildung [Amtsblatt L 60 vom 1.3.2001].

ZUSAMMENFASSUNG

In der vorliegenden Empfehlung wird vorgeschlagen, die bisherigen Maßnahmen im Bereich der Schulbildung durch eine enge Zusammenarbeit mit den für die Qualität der Schulbildung zuständigen Stellen und durch die Förderung der Vernetzung auf europäischer Ebene fortführen.

Auch wenn die Qualität eines Systems nicht in absoluten Werten festgestellt werden kann, ist es doch möglich, Ziele festzulegen und die Mittel zur Verwirklichung dieser Ziele zu analysieren.

Die Ziele sind weiterhin die Bekämpfung des Schulabbruchs zahlreicher Jugendlicher und der sozialen Ausgrenzung im Allgemeinen, und in der Empfehlung werden zwei Formen der Qualitätsbewertung genannt: die Selbstbewertung und die externe Bewertung. Ferner wird die Einbeziehung aller Beteiligten (Lehrende, Lernende, Eltern und Wissenschaftler) in den Prozess der Selbstbewertung und der externen Bewertung der Schulen angeregt und als Ziel der externen Bewertung die methodologische Unterstützung der schulischen Selbstbewertung und die Beurteilung der Schulen aus der Sicht Außenstehender genannt.

Zu den wichtigsten Merkmalen des europäischen Bildungssystems gehört seine Vielfalt, weshalb es unmöglich ist, Bewertungsmodelle zu konzipieren, die einheitlich angewandt werden könnten. Jede Qualitätsbewertung auf europäischer Ebene muss soziokulturelle, historische und politische Faktoren berücksichtigen, die für die einzelnen Mitgliedstaaten charakteristisch sind.

Die Empfehlung unterstreicht, dass ein zusätzlicher Nutzen auf Gemeinschaftsebene vor allem durch den Informationsaustausch entsteht. Dieser sollte sich insbesondere auf die methodologischen Entwicklungen und auf Beispiele vorbildlicher Lösungen konzentrieren, vor allem durch den Einsatz der neuen Technologien, die Veranstaltung von Konferenzen und Seminaren, die Erhebung von Daten und die Entwicklung von Instrumenten sowie die Veröffentlichung der Ergebnisse.

Das Europäische Parlament und der Rat ersuchen die Kommission:

  • eine über das Internet abrufbare Datenbank für die Verbreitung von wirksamen Verfahren und Instrumenten sowie vorbildlichen Lösungen zur Qualitätsbewertung von Schulen einzurichten;
  • ein Verzeichnis der in den Mitgliedstaaten bereits verwendeten Instrumente und Strategien für die Qualitätsbewertung der Grund- und Sekundarschulbildung aufzustellen;
  • die erzielten Ergebnisse in die vorhandenen Programme einzubeziehen und die bestehenden Netze auszubauen;
  • alle drei Jahre einen Bericht für das Europäische Parlament, den Rat, den Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen auszuarbeiten;
  • auf der Grundlage dieses Berichts Vorschläge zu unterbreiten.

Kontext

Es wurden mehrere Maßnahmen durchgeführt, um die europäische Zusammenarbeit bei der Bewertung der Qualität der Schulbildung zu stärken. Der Rat „Bildung" vom 6. Mai 1996 hat ausdrücklich betont, dass ein Pilotprojekt zur Bewertung der Qualität der Schulbildung durchgeführt werden sollte.

In den beschäftigungspolitischen Leitlinien für die Jahre 1999, 2000, 2003-2005 und 2005-2008 sowie in der Empfehlung des Rates vom 14. Oktober 2004 wurden die Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, die Qualität ihrer Bildungssysteme zu verbessern, die Zahl der frühzeitigen Schulabgänger zu verringern und die von den neuen Technologien gebotenen Möglichkeiten optimal zu nutzen.

VERWANDTE RECHTSAKTE

Europäischer Bericht über die Qualität der Schulbildung : Sechzehn Qualitätsindikatoren. Bericht vom Mai 2000 auf der Grundlage der Ergebnisse der Arbeitsausschusses „Qualitätsindikatoren" [nicht im Amtsblatt veröffentlicht].

Empfehlung 98/561/EG des Rates vom 24. September 1998 betreffend die europäische Zusammenarbeit zur Qualitätssicherung in der Hochschulbildung [Amtsblatt L 270 vom 7.10.1998]

Empfehlung 2004/741/EG des Rates vom 14. Oktober 2004 zur Durchführung der Beschäftigungspolitik der Mitgliedstaaten [Amtsblatt Nr. L 326 vom 29.10.2004]

Letzte Änderung: 02.11.2005

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