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Europäisches Institut für Gleichstellungsfragen

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Europäisches Institut für Gleichstellungsfragen

Das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen hat die Aufgabe, die europäischen Institutionen und die Mitgliedstaaten bei der Berücksichtigung des Gleichstellungsgrundsatzes in alle Politikbereiche der Union sowie bei der Bekämpfung von Diskriminierungen aus Gründen des Geschlechts zu unterstützen. Das Institut informiert zudem die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union (EU) über dieses Thema.

RECHTSAKT

Verordnung (EG) Nr. 1922/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006 zur Errichtung eines Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen [Amtsblatt L 403 vom 30.12.2006].

ZUSAMMENFASSUNG

Die Gleichstellung der Geschlechter ist ein im Lissabon-Vertrag verankertes Grundrecht und ein prioritärer Politikbereich der Europäischen Union (EU). Weitere Fortschritte sind jedoch erforderlich, um eine tatsächliche Gleichstellung zwischen Frauen und Männern im Berufs- wie im Privatleben zu erreichen.

Deshalb spielt das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen eine bedeutende Rolle, indem es das zur Entwicklung der Gleichstellungspolitik in der Europäischen Union benötigte Fachwissen bereitstellt.

Aufgaben des Instituts

Das Institut stellt den EU-Institutionen und den Mitgliedstaaten sein Fachwissen zur Verfügung, um folgende Ziele zu erreichen:

  • Förderung und Stärkung der Gleichstellung von Frauen und Männern;
  • durchgehende Berücksichtigung des Gleichstellungsaspekts in allen Politikbereichen der Union und den entsprechenden nationalen Politikbereichen;
  • Bekämpfung der Diskriminierung aus Gründen des Geschlechts;
  • Sensibilisierung der Unionsbürger, insbesondere durch Konferenzen und Informationskampagnen.

Die Arbeit des Instituts basiert auf objektiven, zuverlässigen und vergleichbaren Daten, die auf europäischer Ebene erhoben werden. Das Institut ist für die Erhebung, Analyse und Verbreitung dieser Daten zuständig.

In die Erhebung und Analyse von Informationen bezieht das Institut auch internationale Organisationen und Drittländer ein. Schließlich trägt es dazu bei, den Gleichstellungsgrundsatz in die europäische Außenpolitik zu integrieren.

Das Institut fördert den Erfahrungsaustausch und den Dialog mit allen betroffenen Akteuren, insbesondere mit den Sozialpartnern, Nichtregierungsorganisationen und Forschungszentren.

Arbeitsweise

Das Institut übt seine Tätigkeiten unabhängig und auf transparente Weise aus. Es wird von einem Verwaltungsrat geleitet, der von einer Direktorin und einem Sachverständigenbeirat unterstützt wird. Das Institut hat seinen Sitz in Vilnius (Litauen).

Das Institut arbeitet insbesondere mit der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen, der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und dem Europäischen Zentrum für die Förderung der Berufsbildung zusammen.

Bezug

Rechtsakt

Datum des Inkrafttretens

Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten

Amtsblatt

Verordnung (EG) Nr. 1922/2006

19.1.2007

-

ABl. L 403, 30.12.2006

Letzte Änderung: 23.05.2011

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