Help Print this page 
Title and reference
Arbeitskräfteerhebung

Summaries of EU legislation: direct access to the main summaries page.
Multilingual display
Text

Arbeitskräfteerhebung

Die Politikgestaltung der Europäischen Union (EU) im Bereich Beschäftigung hängt stark von der Verfügbarkeit vergleichbarer, zuverlässiger und aktueller Statistiken ab. Die Arbeitskräfteerhebung der EU (EU AKE) liefert Informationen über die Lage und Entwicklungen am Arbeitsmarkt der EU.

RECHTSAKT

Verordnung (EG) Nr. 577/98 vom 9. März 1998 zur Durchführung einer Stichprobenerhebung über Arbeitskräfte in der Gemeinschaft.

ZUSAMMENFASSUNG

Die Politikgestaltung der Europäischen Union (EU) im Bereich Beschäftigung hängt stark von der Verfügbarkeit vergleichbarer, zuverlässiger und aktueller Statistiken ab. Die Arbeitskräfteerhebung der EU (EU AKE) liefert Informationen über die Lage und Entwicklungen am Arbeitsmarkt der EU.

WAS IST DER ZWECK DIESER VERORDNUNG?

Sie legt eine harmonisierte Methode zur Erfassung nationaler Statistiken zur Beteiligung von Personen ab 15 Jahren am Arbeitsmarkt sowie zu Personen, die nicht zu den Arbeitskräften zählen, fest. Sie definiert Vorschriften und Richtlinien zu diversen Aspekten wie z. B. Gestaltung, Merkmalen und Entscheidungsfindung für die Erhebung, um vergleichbare Ergebnisse zu gewährleisten.

SCHWERPUNKTE

Anwendungsbereich

Die EU AKE deckt 33 Länder ab: 28 EU-Länder, Island, Norwegen und die Schweiz sowie 2 Beitrittskandidaten (die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien und die Türkei). Sie ist die umfassendste europäische Haushaltsstichprobenerhebung (d. h. eine Stichprobenerhebung, bei der Haushalte zu einer Reihe von Themen befragt werden, wie z. B. Arbeitsleben, Wohnsituation, Einkommensverhältnisse, Gesundheit usw.).

Sie erstreckt sich auf alle Bürger, die in privaten Haushalten leben, (d. h. ausgenommen Krankenhäuser, Wohnheime usw.).

Durchführung der EU AKE

Die nationalen statistischen Ämter der EU-Länder sind zuständig für:

die Ausarbeitung der nationalen Fragebögen,

die Auswahl der Stichproben,

die Durchführung der Befragungen sowie

die Übermittlung der Ergebnisse an das statistische Amt der Europäischen Kommission, Eurostat, zur zentralen Verarbeitung.

Dies erfolgt nach einem gemeinsamen Kodierungsschema, das in der Verordnung (EG) Nr. 377/2008der Kommission festgelegt ist.

Eurostat bietet Unterstützung für die statistischen Ämter durch Förderung harmonisierter Konzepte und Methoden und die Verbreitung vergleichbarer nationaler und europäischer Arbeitsmarktstatistiken.

Datenerfassung

Die Datenerhebung im Rahmen der EU AKE umfasst diverse Aspekte wie z. B.:

demografischer Hintergrund (Geschlecht, Alter usw.),

Erwerbsstatus,

Merkmale der ersten Erwerbstätigkeit,

geleistete Arbeitsstunden,

Merkmale der zweiten Erwerbstätigkeit,

zeitbezogene Unterbeschäftigung (d. h. die Arbeitszeit eines Arbeitnehmers steht in unzureichendem Verhältnis zu einer alternativen Beschäftigungsmöglichkeit, die diese Person annehmen möchte und kann),

Arbeitssuche,

allgemeine und berufliche Bildung,

bisherige Berufserfahrung der beschäftigungslosen Personen,

Situation ein Jahr vor der Erhebung,

Haupterwerbsstatus und

Einkommen.

Je nach Erwerbsstatus der befragten Personen (angestellt, beschäftigungslos oder nicht zu den Arbeitskräften zählend, z. B. junge Menschen in der Ausbildung oder Frauen mit familiären Verpflichtungen) werden unterschiedliche Arten von Informationen erhoben.

Die Daten werden vierteljährlich in rund 1,8 Millionen Befragungen in ganz Europa erfasst. Die Auswahlsätze in den Teilnehmerländern liegen bei 0,2 % bis 3,3 %.

AB WANN TRITT DIESE VERORDNUNG IN KRAFT?

Diese Verordnung ist am 15. März 1998 in Kraft getreten.

Weitere Informationen sind auf der Website von Eurostat erhältlich.

BEZUG

Rechtsakt

Datum des Inkrafttretens

Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten

Amtsblatt der Europäischen Union

Verordnung (EG) Nr. 577/98

15.3.1998

15.3.1998

ABl. L 77 vom 14.3.1998, S. 3-7

Ändernde(r) Rechtsakt(e)

Datum des Inkrafttretens

Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten

Amtsblatt der Europäischen Union

Verordnung (EG) Nr. 1991/2002

10.11.2002

-

ABl. L 308 vom 9.11.2002, S. 1-2

Verordnung (EG) Nr. 2104/2002

19.12.2002

-

ABl. L 324 vom 29.11.2002, S. 14-19

Verordnung (EG) Nr. 2257/2003

12.1.2004

-

ABl. L 336 vom 23.12.2003, S. 6-7

Verordnung (EG) Nr. 1372/2007

23.12.2007

-

ABl. L 315 vom 3.12.2007, S. 42-43

Verordnung (EG) Nr. 596/2009

7.8.2009

-

ABl. L 188 vom 18.7.2009, S. 14-92

Verordnung (EU) Nr. 545/2014

18.6.2014

-

ABl. L 163 vom 29.5.2014, S. 10-14

Die im Nachhinein vorgenommenen Änderungen und Berichtigungen der Verordnung (EG) Nr. 577/98 des Rates wurden in den Originaltext eingefügt. Diese konsolidierte Fassung hat ausschließlich dokumentarischen Charakter.

VERBUNDENE RECHTSAKTE

Verordnung (EG) Nr. 377/2008 der Kommission vom 25. April 2008 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 577/98 des Rates zur Durchführung einer Stichprobenerhebung über Arbeitskräfte in der Gemeinschaft im Hinblick auf die ab 2009 für die Datenübermittlung zu verwendende Kodierung, die Verwendung einer Teilstichprobe für die Datenerhebung zu Strukturvariablen und die Definition der Referenzquartale (ABl. L 114 vom 26.4.2008, S. 57-84).

Verordnung (EU) Nr. 318/2013 der Kommission vom 8. April 2013 zur Annahme des Programms von Ad-hoc-Modulen für die Jahre 2016 bis 2018 für die Stichprobenerhebung über Arbeitskräfte gemäß der Verordnung (EG) Nr. 577/98 des Rates (ABl. L 99 vom 9.4.2013, S. 11-12).

Letzte Änderung: 03.04.2015

Top