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Document 52014DC0440
COMMUNICATION FROM THE COMMISSION TO THE EUROPEAN PARLIAMENT, THE COUNCIL, THE EUROPEAN ECONOMIC AND SOCIAL COMMITTEE AND THE COMMITTEE OF THE REGIONS GREEN ACTION PLAN FOR SMEs Enabling SMEs to turn environmental challenges into business opportunities
MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT, DEN RAT, DEN EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTS- UND SOZIALAUSSCHUSS UND DEN AUSSCHUSS DER REGIONEN GRÜNER AKTIONSPLAN FÜR KMU KMU in die Lage versetzen, Umweltprobleme in Geschäftschancen umzuwandeln
MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT, DEN RAT, DEN EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTS- UND SOZIALAUSSCHUSS UND DEN AUSSCHUSS DER REGIONEN GRÜNER AKTIONSPLAN FÜR KMU KMU in die Lage versetzen, Umweltprobleme in Geschäftschancen umzuwandeln
/* COM/2014/0440 final */
MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT, DEN RAT, DEN EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTS- UND SOZIALAUSSCHUSS UND DEN AUSSCHUSS DER REGIONEN GRÜNER AKTIONSPLAN FÜR KMU KMU in die Lage versetzen, Umweltprobleme in Geschäftschancen umzuwandeln /* COM/2014/0440 final */
Einführung
und Kontext Der Europäische Rat
hob auf seiner Tagung im März 2014 hervor, dass Europa eine sowohl in
Bezug auf die Produktion als auch auf Investitionen starke und
wettbewerbsfähige industrielle Basis als Haupttriebfeder für Wirtschaftswachstum
und Beschäftigung braucht. Die Ressourceneffizienz[1] gehört zu
den für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen ausschlaggebenden
Faktoren: Nach aktuellen Daten entfallen im verarbeitenden Gewerbe in Europa
auf Rohstoffe durchschnittlich 40 % der Produktionskosten – rechnet man
Energie und Wasser ein, steigt dieser Anteil gar auf 50 %, während die
Arbeitskosten nur 20 % ausmachen.[2] Ferner forderte
der Europäische Rat weitere Anstrengungen zur Senkung der Energiekosten, die
von den Energie-Endverbrauchern getragen werden, und zwar insbesondere durch
anhaltende Investitionen in Energieeffizienz und in die Nachfragesteuerung
entlang der Wertschöpfungskette und in der FuE-Phase. Tatsächlich muss man
für mehr Ressourceneffizienz ausgehend von den Wertschöpfungsketten komplexe
technische Lösungen auf Unternehmensebene umsetzen. Schätzungen zufolge könnte
der Materialeinsatz durch Verbesserungen der Ressourceneffizienz entlang der
Wertschöpfungsketten bis 2030 um 17 % bis 24 % gesenkt werden.[3] Darüber hinaus
werden in der EU derzeit 60 % des Abfallaufkommens weder recycelt noch
kompostiert oder wiederverwendet,[4] was eine
enorme Vergeudung wertvoller Ressourcen und beträchtlicher
Geschäftsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)[5] bedeutet, die umweltfreundliche
Produkte, Dienstleistungen und Lösungen nutzen und verkaufen können. Es können
sich auch neue Geschäftsmöglichkeiten auftun, wenn in bestehenden und künftigen
KMU in allen Branchen und auch im Dienstleistungssektor vermehrt auf Kreislaufwirtschaftsmodelle
und grüne Technologien zurückgegriffen wird. Gemäß der Strategie
„Europa 2020“ hat es für die EU Priorität, sich zu einem nachhaltigen
Wirtschaftsraum zu entwickeln und ehrgeizige Klimaschutz- und
Energieeffizienzziele festzulegen. Im Small Business Act (SBA)[6] wird
hervorgehoben, dass die EU und die Mitgliedstaaten KMU in die Lage versetzen
sollten, Umweltprobleme in Geschäftschancen umzuwandeln. Im grünen Aktionsplan
für KMU (Aktionsplan) ist klar vorgegeben, in welche Richtung und in welchem
Rahmen die EU als Partnerin der Mitgliedstaaten und Regionen die KMU dabei
unterstützen möchte, die mit einer künftig umweltschonenderen Wirtschaft[7] verbundenen
Geschäftschancen zu nutzen. Konkret wird mit dieser Initiative eine Reihe neuer
oder überarbeiteter, auf KMU ausgerichteter Maßnahmen auf europäischer Ebene
vorgestellt. Der Aktionsplan zielt darauf ab, 1) die Ressourceneffizienz der
europäischen KMU zu steigern, 2) grünes, also umweltfreundliches Unternehmertum
zu fördern, 3) die durch umweltschonende Wertschöpfungsketten eröffneten
Möglichkeiten zu nutzen und 4) grünen KMU den Zugang zu den Märkten zu
erleichtern.[8] Er ist als
Ergänzung gedacht zur Mitteilung Initiative für grüne Beschäftigung – Nutzung des Potenzials
der grünen Wirtschaft zur Schaffung von Arbeitsplätzen mit ihrem
Fahrplan zur Schaffung neuer grüner Arbeitsplätze in der gesamten EU, zu ihrer Mitteilung zum
effizienten Ressourceneinsatz im Gebäudesektor, ferner zum Maßnahmenpaket zur Kreislaufwirtschaft und zur
Überprüfung der Abfallziele.. Der grüne
Aktionsplan für KMU versteht sich als Beitrag zur Reindustrialisierung Europas,
so wie sie in der Mitteilung „Für ein Wiedererstarken der europäischen
Industrie“ (COM(2014) 14) vertreten und vom Europäischen Rat unterstützt
wird: Dafür soll die Wettbewerbsfähigkeit der KMU gesteigert und die
Entwicklung umweltfreundlicher Unternehmen in allen europäischen Regionen
gefördert werden, wobei insbesondere berücksichtigt wird, dass gegenwärtig bei
der Ressourceneffizienz zwischen den Branchen und den Mitgliedstaaten
beträchtliche Unterschiede bestehen. Der Aktionsplan baut
auf dem Aktionsplan für Öko-Innovationen (Öko-Innovationsplan)[9] auf, der
den Kurs für die Öko-Innovationspolitik und deren Finanzierung im Rahmen der
Strategie „Europa 2020“ vorgibt. Zahlreiche im Öko-Innovationsplan
vorgesehene Maßnahmen und Instrumente sind für KMU äußerst relevant. Beispiele
dafür sind der Europäische Innovationsanzeiger, die
Öko-Innovationsbeobachtungsstelle, das Europäische Forum für Öko-Innovation sowie
die Europäischen Innovationspartnerschaften und Finanzierungsinstrumente für
Öko-Innovationen im Rahmen von Horizont 2020. Daher ergänzen die im grünen
Aktionsplan für KMU und im Öko-Innovationsplan vorgesehenen Maßnahmen einander
und erzeugen beträchtliche Synergien. Während der gesamten Umsetzungsphase wird
für eine entsprechende Koordinierung zwischen dem Öko-Innovationsplan und dem
grünen Aktionsplan für KMU gesorgt. Im Mittelpunkt des
grünen Aktionsplans für KMU stehen Maßnahmen auf europäischer Ebene, die so
gestaltet sind, dass sie mit bestehenden „grünen“ Initiativen zugunsten von KMU
auf nationaler und regionaler Ebene vereinbar sind und diese verstärken.[10] Bei der Erstellung des
Aktionsplans wurden die in den Mitgliedstaaten einschlägig tätigen Akteure
konsultiert, die auch an der Umsetzung mitwirken werden. In den meisten
Mitgliedstaaten und Regionen gibt es eigene Organisationen und Instrumente –
nicht zuletzt im Rahmen der Finanzierung regionalpolitischer Vorhaben – zur
Unterstützung von KMU in den unter diesen Aktionsplan fallenden Bereichen. Zu
nennen wären in diesem Kontext etwa die Bereitstellung von Informationen, der
Aufbau von Kapazitäten, die Förderung von Zusammenarbeit und Vernetzung,
Direktfinanzierungen und Finanzierungserleichterungen. Im grünen
Aktionsplan für KMU werden einige Ziele festgelegt und Maßnahmen aufgelistet,
die auf europäischer Ebene im Rahmen des Mehrjährigen
Finanzrahmens 2014-2020 umgesetzt werden.[11] Bei allen
Maßnahmen handelt es sich entweder um neue oder neugestaltete Maßnahmen, mit
denen nunmehr dem Potenzial für die Unternehmen Rechnung getragen wird, das
sich durch Ressourceneffizienz und den Zugang zu „grünen“ Märkten erschließen
lässt.[12] In diese Maßnahmen sind
auch die Ergebnisse der öffentlichen Konsultation zum grünen
Aktionsplan für KMU im vierten Quartal 2013 eingeflossen.[13] Konkrete
Informationen über die in dieser Mitteilung beschriebenen Maßnahmen mit
Verweisen auf die damit unterstützten Programme (u. a. europäische
Struktur- und Investitionsfonds, COSME, Horizont 2020, Erasmus+, LIFE oder
Partnerschaftsinstrument) werden rechtzeitig auf der Website der
Generaldirektion Unternehmen und Industrie der Europäischen Kommission
veröffentlicht:[14] http://wcmcom-ec-europa-eu-wip.wcm3vue.cec.eu.int:8080/enterprise/policies/sme/public-
consultation-green-action-plan/index en.htm I. KMU
umweltgerechter und damit wettbewerbsfähiger und nachhaltiger machen Mit Verbesserungen
der Ressourceneffizienz von KMU ist ein enormes Potenzial für
Produktionskostensenkungen und Produktivitätszuwächse verbunden. Berechnungen
zufolge könnte die europäische Wirtschaft damit insgesamt Einsparungen von
630 Mrd. EUR pro Jahr[15] erzielen, was zu
wenigen KMU bewusst ist. Außerdem werden KMU, die durch mehr
Ressourceneffizienz Kosten vermeiden wollen, nicht ausreichend unterstützt.
Dies kann nicht nur dazu führen, dass in Europa die Produktivität immer weiter
zwischen den Unternehmen, die mehr Ressourceneffizienz erzielen, und solchen,
die dies nicht tun, auseinanderklafft, sondern auch zur Folge haben, dass die
europäischen Firmen insgesamt weniger wettbewerbsfähig sind und viele KMU
geringere Chancen haben, sich in globalen Wertschöpfungsketten zu
positionieren. Warum ist dies für
KMU wichtig? Den europäischen KMU
ist Allgemeinen bewusst, welche Bedeutung der Ressourceneffizienz zukommt, da
75 % von ihnen in den vergangenen fünf Jahren mit steigenden
Materialkosten konfrontiert waren. Mindestens 93 % der KMU in der EU
führen wenigstens eine, meist nur mit geringen Kosten verbundene Maßnahme zur
Steigerung der Ressourceneffizienz durch. Allerdings kommt es lediglich bei
42 % der KMU, die derartige Maßnahmen umsetzen, zu einem Rückgang der
Produktionskosten.[16] Demnach benötigen
die KMU Hilfestellung bei Fragen, die die Kostenwirksamkeit von Investitionen
in die Ressourceneffizienz betreffen. Außerdem ist es im
verarbeitenden Gewerbe um die Ressourceneffizienz in den einzelnen
Mitgliedstaaten ganz unterschiedlich bestellt. Energieeinsatz und
Abfallaufkommen fallen bei bestimmten Produktionsformen je nach
Herstellerunternehmen in den einzelnen europäischen Ländern ganz anders aus.[17] Die
Ressourceneffizienz lässt sich nur mit besonderen Kenntnissen verbessern, über
die KMU üblicherweise nicht verfügen. Sie benötigen daher entsprechende
Beratung, um die positiven langfristigen Auswirkungen zu erkennen, die
innovative Betriebsabläufe und Organisationsformen für die Ressourceneffizienz
haben können. Überdies haben KMU, die sich um Finanzierungen für umfangreiche
Anfangsinvestitionen zur Steigerung der Ressourceneffizienz bemühen, zuweilen
den Eindruck, dass diese Vorhaben von Finanzintermediären als hochriskant eingestuft
werden. Daher gilt es, erstens die KMU zu ermutigen, sich bei auf ihre
Bedürfnisse ausgerichteten Kampagnen entsprechend beraten zu lassen, und
zweitens ihnen diese Beratung in ihrer jeweiligen Region anzubieten. Die Kommission hat
mehrere Zielvorgaben festgelegt, die durch folgende Maßnahmen erreicht werden
sollen: 1.
Praktische Informationen, Beratung und Unterstützung für europäische KMU im
Hinblick auf eine kostenwirksame Verbesserung der Ressourceneffizienz: § Das Europäische
Exzellenzzentrum für Ressourceneffizienz, das 2015 eingerichtet werden soll,
baut auf bewährten Erfahrungen bei der Ressourceneffizienz-Förderung in den
Mitgliedstaaten auf, wird KMU, die eine Steigerung ihrer Ressourceneffizienz
anstreben, mit Rat und Tat zur Seite stehen, und sich unmittelbar und über ein
Netz von Partnern in allen europäischen Regionen als erste Anlaufstelle für
Fragen der Wirksamkeit und Kosteneffizienz der einzelnen einschlägigen
Maßnahmen in der EU etablieren. Das Zentrum wird auch über nationale Strategien,
Programme und Maßnahmen auf dem Gebiet der Ressourceneffizienz und
KMU-Förderung informieren und gegebenenfalls KMU gezielt darauf aufmerksam
machen. § Im Rahmen
des Eurobarometers „SMEs, resource efficiency and green
markets“ werden Trends bewertet, die sich bei der Ressourceneffizienz von KMU
in Europa und den USA abzeichnen, so dass sie zur Gestaltung einschlägiger
Maßnahmen herangezogen werden können. § Das
Enterprise Europe Network (EEN)[18] wird
aufgefordert werden, 1) KMU mit einer europäischen Ressourceneffizienz-Kampagne
(über Websites, soziale Medien, Präsentationen (im Rahmen bestehender
Netzwerke) oder B2B-Veranstaltungen) über die mit der Ressourceneffizienz
einhergehenden Vorteile und Chancen zu informieren und 2) den KMU
diesbezügliche Beratungsleistungen anzubieten. § Die Kommission wird
die mit der Verwaltung der europäischen Struktur- und Investitionsfonds
betrauten Behörden dabei unterstützen, für Ressourceneffizienz-Projekte und die
mit grünen Märkten verbundenen Geschäftschancen zu werben und dafür besonders
auf Erfolgsbeispiele und bewährte Instrumente aus der gesamten EU aufmerksam zu
machen. 2. Unterstützung
effizienter Technologietransfermechanismen für grüne Technologien: § Die Vermarktung
grüner Technologien ist für das Wachstum von KMU in der grünen Wirtschaft von
vorrangiger Bedeutung. Daher wird in der über 23 000 Profile umfassenden
Technologietransferdatenbank des Enterprise Europe Network (EEN) die
Klassifizierung der Schlüsselwörter zur Beschreibung von Ressourceneffizienz-
und Klimaschutztechnologien weiterhin aktualisiert, um Angebot und Nachfrage
unter den KMU-Abnehmern besser aufeinander abstimmen zu können. § Außerdem werden die
EEN-Partner aufgefordert, für eine enge Zusammenarbeit zwischen den in den
jeweiligen Branchen für die Ressourceneffizienz zuständigen Gruppen zu sorgen
und dadurch den Austausch von Informationen und bewährten Verfahren zu
erleichtern. 3. Finanzierungen
für KMU im Ressourcen- und Energieeffizienzbereich – Erleichterung des Zugangs
zu Kapital: § Durch die Aktualisierung
mehrerer für KMU konzipierter Websites der Europäischen Kommission werden die
verfügbaren Umweltinformationen und EU-Mittel zur Steigerung der
Ressourceneffizienz sowie die für KMU vorgesehenen Förderungen nicht
finanzieller Natur stärker in den Blickpunkt gerückt. § Die Europäische
Investitionsbank (EIB) wird über Finanzintermediäre Mittel zur Verbesserung der
Ressourceneffizienz auf den Gebieten Ökosystemdienstleistungen und Anpassung an
den Klimawandel mithilfe der Finanzierungsfazilität für Naturkapital (NCFF)
bereitstellen. § Durch das Instrument
für private Finanzierungen im Bereich Energieeffizienz (PF4EE) können unter
anderem KMU und größere Unternehmen mit mittlerer Kapitalisierung unterstützt
werden, die Energieeffizienz-Investitionen in geringer Höhe tätigen und die
erzielten Einsparungen zur Rückzahlung des anfänglich aufgenommenen Kapitals
nutzen können. § Ein Netzwerk
und eine Gemeinschaft öffentlicher und privater Geldgeber und Investoren, die
Öko-Innovationen fördern, werden eingerichtet. § Mit Mitteln des
Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Europäischen
Meeres- und Fischereifonds (EMFF) für den Zeitraum 2014-2020 werden KMU
dabei unterstützt, ihre Wettbewerbsfähigkeit und gleichzeitig auch ihre
Energieeffizienz, die Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen und die
Ressourceneffizienz – in diesen Bereichen gilt es vorrangig zu investieren – zu
verbessern. Daher können derartige Investitionen von Mitgliedstaaten und
Regionen für eine Finanzierung aus EFRE- und EMFF-Mitteln ausgewählt werden. II. Grünes
Unternehmertum für die Unternehmen der Zukunft Die
Verhinderung und Beseitigung von Umweltschäden und die angestrebte Verringerung
des CO2-Ausstoßes in der Wirtschaft stellen eine
gesellschaftspolitische Herausforderung dar, die auch neue Geschäftschancen für
die Unternehmen eröffnet. Allerdings können sich Öko-Innovationen wie jede
andere Art von Innovation nur in einem günstigen Umfeld entfalten, und ihre
Initiatoren sind auf Unterstützung bei der Entwicklung ihrer Ideen und auf
Finanzierungen für deren Umsetzung angewiesen. Die Entwicklung von grünem
Unternehmertum wird durch Bildungs- und Forschungseinrichtungen in
unmittelbarer Nähe, ein Angebot an qualifizierten Arbeitskräften und
branchenübergreifende Zusammenarbeit fördernde Geschäftsbeziehungen – allesamt
Voraussetzungen für das Entstehen von Öko-Innovationsclustern – begünstigt. Warum ist dies für KMU wichtig? KMU brauchen ein
günstiges Umfeld, in dem umweltfreundliche Ideen einfach entwickelt, finanziert
und vermarktet werden können. Grünes Unternehmertum sollte bereits an den
(höheren) Schulen ein Thema sein, um interessierten jungen Menschen eine
entsprechende Grundeinstellung zu vermitteln. Im Zuge der Förderung des grünen
Unternehmertums sollten potenzielle Unternehmer auch dabei unterstützt werden,
unter anderem durch neue kreative Formen der Zusammenarbeit zwischen
Unternehmen sowie Lehre und Forschung neue Geschäftschancen zu erschließen, die
sich mit Trend hin zu einer ressourceneffizienten Wirtschaft mit geringerem CO2-Ausstoß
auftun. Alle grünes Unternehmertum begünstigenden Formen der Innovation sollten
unterstützt werden. Grünes Unternehmertum profitiert nämlich auch von neuen
Geschäftsideen, bei denen Ressourceneffizienz mit Kreativität Hand in Hand geht,
wie etwa bei dem noch jungen Phänomen des „Upcycling“, einer Kombination von
Recycling und Design. Darüber hinaus muss mehr dafür getan werden, grüne
Technologien zu verwerten, die von der Forschung entwickelt wurden und sich als
praxistauglich erwiesen haben. In diesem Kontext gilt es insbesondere KMU zu
unterstützen, die die wissenschaftliche oder technische Realisierbarkeit und
das kommerzielle Potenzial öko-innovativer Geschäftsideen untersuchen, da viele
von ihnen dafür nicht über die nötigen Ressourcen verfügen. Die Kommission hat mehrere Zielvorgaben
festgelegt, die durch folgende Maßnahmen erreicht werden sollen: 1. Förderung aller
Formen von Öko-Innovation einschließlich nicht technologischer Öko-Innovation: § Durch das
KMU-Instrument im Rahmen von Horizont 2020 werden KMU unterstützt, die
Untersuchungen zur wissenschaftlichen oder technischen Realisierbarkeit und zum
kommerziellen Potenzial hochgradig öko-innovativer Ideen anstellen, um daraus
konkrete neue Geschäftsfelder zu entwickeln. Wird eine Idee für
kommerzialisierbar erachtet, ermöglicht dies die Finanzierung von
Demonstrationsaktivitäten. KMU können sich für derartige Förderungen bereits im
Rahmen spezifischer Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen zu den
Schwerpunktthemen Öko-Innovation und Rohstoffversorgung, öko-innovative
Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung sowie Innovation in einem effizienten
Energiesystem mit geringem CO2-Ausstoß bewerben. § Im Rahmen
von Horizont 2020 wird mit Maßnahmen der sogenannten
gesellschaftspolitischen Herausforderung „Klimaschutz, Umwelt,
Ressourceneffizienz und Rohstoffe“ auf die im grünen Aktionsplan für KMU
angestrebten Ziele hingearbeitet, nämlich auf eine Steigerung der
Ressourceneffizienz durch ein systemisches Öko-Innovationskonzept und den Aufbau
einer Kreislaufwirtschaft. Alle Formen von Innovation werden berücksichtigt.
Gefördert werden verschiedenste Aktivitäten in den Bereichen Forschung,
Demonstration, Marktakzeptanz, Koordination und Kontaktpflege. § Die im
Zeitraum 2014-2020 zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit von KMU
bereitgestellten Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung
(EFRE), des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des
ländlichen Raums (ELER) und des Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF)
zielen insbesondere auf die Energieeffizienz und die Nutzung von Energie aus
erneuerbaren Quellen ab. Dabei handelt es sich um vorrangige Investitionen, die
von den Mitgliedstaaten und Regionen im Wege ihrer operativen Programme
durchzuführen sind. 2. Förderung von
Unternehmenspartnerschaften, Kompetenzen und Kenntnissen im Dienst des grünen
Unternehmertums: § In der Mitteilung Initiative
für grüne Beschäftigung – Nutzung des Potenzials der grünen Wirtschaft zur
Schaffung von Arbeitsplätzen ist ein umfassender Fahrplan für den Aufbau
von Kompetenzen zur umweltfreundlicheren Gestaltung der Wirtschaft vorgesehen. § Initiativen wie die
derzeit als EU-Pilotprogramm durchgeführte Umwelttechnologie-Überprüfung (ETV)
tragen dazu bei, das Angebot an nützlichen Informationen über Öko-Innovation
und öko-innovative KMU zu erweitern, dadurch Vertrauen zu schaffen und
Investitionsrisiken einzudämmen. § Mit dem
LIFE-Programm werden neue Geschäftsmodelle für ressourcen- und
energieeffiziente KMU gefördert. § Mit den Europäischen
Unternehmensförderpreisen wird das Engagement für grünes Unternehmertum
gewürdigt: Diese Auszeichnungen gehen an öffentliche Stellen und
öffentlich-private Partnerschaften, die sich für die Entwicklung grüner Märkte
und für Ressourceneffizienz einsetzen. 3. Stärkere
Nutzung der Rolle der Cluster für öko-innovative KMU: § Der
Ressourceneffizienz wird im Fortbildungsangebot im Rahmen des
Cluster-Exzellenzprogramms (COSME 2014-2020) ein eigener Themenbereich gewidmet
sein, damit die Clustermanager für die ganze Bandbreite an Maßnahmen
sensibilisiert werden, mit denen Öko-Innovation und Ressourceneffizienz
innerhalb und zwischen den beteiligten KMU in ihren Clustern gefördert werden
können. III. Chancen
für KMU durch umweltschonendere Wertschöpfungsketten Wiederaufarbeitung,
Reparaturen, Instandhaltung, Recycling und umweltgerechte Gestaltung leisten
nicht nur einen bedeutenden Beitrag zur Bewältigung von Umweltproblemen, sie
bergen auch großes Potenzial für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung. Durch
Innovation und die Neugestaltung von Produkten sowie von Produktions- und
Geschäftsmodellen können Unternehmen die Nutzung teurer Primärrohstoffe
reduzieren und die Entstehung von Abfall vermeiden. In der EU werden 60 %
aller Abfälle nicht recycelt, kompostiert oder wiederverwendet.[19] Hier liegen
Chancen für KMU, branchenübergreifende Wertschöpfungsketten zu nutzen, mit
deren Hilfe Ressourcen effizienter eingesetzt werden. Bei der
„Kreislaufwirtschaft“[20] oder
„symbiotischen Wirtschaft“[21] werden
Ressourcen und Kosten eingespart, indem Ressourcen, Produkte und Komponenten so
lange wie möglich verwendet werden. Wenn Ressourcen besser und effizienter
eingesetzt werden sollen, indem Abfall vermieden oder für neue Waren und
Dienstleistungen genutzt wird, erfordert dies Öko-Innovationen und neue
Intermediär- und Vermittlertätigkeiten. KMU und Einzelunternehmer benötigen ein
günstiges Umfeld, um neue Geschäftsbeziehungen eingehen zu können, die sie der
Kreislaufwirtschaft ein gutes Stück näherbringen. Warum ist
dies für KMU wichtig? Obwohl der Nutzen
von abfallvermeidenden Innovationen und der Zusammenarbeit in
branchenübergreifenden Wertschöpfungsketten belegt ist, gibt es nach wie vor
ordnungspolitisch, institutionell, technisch und kulturell bedingte
systemimmanente Hemmnisse, die einem wirkungsvolleren Handeln und einer
effektiveren Netzwerkbildung zwischen Unternehmen und somit einer besseren
Ressourceneffizienz entgegenstehen. Beispielsweise verkaufen derzeit 44 %
der Großunternehmen in der EU ihre Altstoffe an ein anderes Unternehmen, aber
nur 24 % der KMU.[22] Da dies oft
Fachwissen und Netzwerke erfordert, fällt es KMU häufig schwer, Wissen zur
Abfallreduzierung und -bewirtschaftung zu entwickeln und mit anderen zu teilen
und die Möglichkeiten der Abfallvermeidung und der Wiederverwendung von
Produkten, Werkstoffen und Abfall über verschiedene Wertschöpfungsketten hinweg
zu nutzen. Auch hohe Transaktionskosten und hohe anfängliche Investitionen
können KMU von Transaktionen im Zusammenhang mit der Wiederverwendung und dem
Recycling von Ressourcen abhalten – insbesondere weil der mögliche Nutzen
schwierig im Voraus zu bestimmen ist, da Erfahrungswerte fehlen und
Schwankungen in der Qualität, den Spezifikationen oder in den Lieferzeiten die
Planungssicherheit beeinträchtigen. Außerdem kann eine Weitergabe innerhalb der
Wertschöpfungskette technische Schwierigkeiten mit sich bringen, da
möglicherweise Umwandlungen und Anpassungen des „Abfalls als Nebenerzeugnis“
erforderlich sind, bevor er wieder der Wertschöpfungskette zugeführt werden kann. Die Kommission hat mehrere Zielvorgaben
festgelegt, die durch folgende Maßnahmen erreicht werden sollen: 1. Bekämpfung
systemimmanenter Hemmnisse für die Zusammenarbeit in branchenübergreifenden und
internationalen Wertschöpfungsketten sowie für die Gründung und Zusammenarbeit
von Unternehmen, indem die Entstehung von Geschäftsmodellen im
Dienstleistungssektor und die Wiederverwendung von Werkstoffen, Produkten und
Abfall erleichtert wird: § Die systemimmanenten
Hemmnisse, die der Umsetzung von Kreislaufwirtschaftsmodellen durch KMU, der
effizienten Nutzung von Werkstoffen aus dem Abfallaufkommen und Verfahren der
Industriesymbiose im Wege stehen, sind zu analysieren. Dies ist entscheidend,
damit auf EU-Ebene die bestmöglichen Maßnahmen zur Behebung dieser Defizite
entwickelt werden können und die Rolle von KMU in der Kreislaufwirtschaft
gefördert werden kann. 2. Vereinfachung
der branchenübergreifenden Zusammenarbeit zur Förderung der
Kreislaufwirtschaft: § Bei der Maßnahme
über Cluster-Projekte für neue industrielle Wertschöpfungsketten, die im Rahmen
des Programms Horizont 2020 geplant ist, sind mindestens 75 % der
gesamten Mittel für die Unterstützung der Innovationen von KMU vorgesehen.
Hiermit sollen unter der Federführung von KMU betriebene Projekte der branchen-
und regionenübergreifenden Zusammenarbeit und Innovation gefördert werden,
indem sie besser in Cluster und verschiedene Wertschöpfungsketten eingebunden
werden. § Die Europäische
Beobachtungsstelle für Cluster wird den Regionen geografische Konzentrationen
von Kompetenzen in den Öko-Industrien deutlicher aufzeigen und Trends zu
branchenübergreifenden Clustern erkennen und analysieren; dies schließt die
Internationalisierung von Clustern und Entwicklungen des industriellen Wandels
im Zusammenhang mit Öko-Industrien ein. § Es werden
Modellregionen bestimmt, in denen systemische ökoinnovative Lösungen
demonstriert werden. § Mit dem
LIFE-Programm wird die Akzeptanz von Kreislaufwirtschaftsmodellen gefördert und
deren Nutzen für KMU aufgezeigt. § Es wird eine
Sachverständigengruppe eingerichtet, die sich im Rahmen von Horizont 2020
einem systemischen Ansatz bei Öko-Innovationen widmen soll. IV.
Marktzugang für grüne KMU Es liegt im
strategischen Interesse der EU, die größten globalen ökologischen
Herausforderungen wie den Klimawandel in angemessener Weise anzugehen. In
vielen Ländern der Welt, die ein starkes Wirtschaftswachstum aufweisen und von
denen sich einige noch in der Anfangsphase der Industrialisierung befinden,
nehmen Umweltschäden und Emissionen rapide zu. Es wird entscheidend darauf
ankommen, diese Länder auf dem Weg zur grünen Wirtschaft zu unterstützen.
Zugleich nimmt die EU eine Führungsrolle im Bereich der grünen und
kohlenstoffarmen Technologien ein. Hierin liegt ein großes Potenzial dafür, die
Bekämpfung des Klimawandels und andere Umweltschutzziele mit der Entwicklung
von Handel, Investitionen und Geschäftsfeldern für europäische Unternehmen, vor
allem für KMU, zu verbinden. Warum ist
dies für KMU wichtig? Die internationalen
Verpflichtungen der EU – beispielsweise bei der Zusammenarbeit im Klimaschutz
oder in der Nachbarschaftspolitik – bieten europäischen KMU, die über die
entsprechende Kompetenz verfügen, konkrete Betätigungsfelder, auf denen sie
neue Märkte für ihre Technologien, Produkte und Dienstleistungen, die auf eine
effiziente Reduzierung von CO2-Emissionen abzielen, erschließen
können. Auf die EU entfällt etwa ein Drittel des weltweiten Marktes für
Umweltindustrien, und sie ist Nettoexporteurin. Dieser globale Markt wächst
jährlich um 5 % und dürfte 2030 dreimal so groß sein wie heute[23], was Unternehmen
aus der EU bedeutsame Chancen bietet. Jedoch bieten nur wenige KMU aus der EU
ihre grünen Technologien, Produkte oder Dienstleistungen außerhalb der EU an.
87 % der KMU in der EU verkaufen nur auf ihrem jeweiligen nationalen
Markt.[24] Diese fehlende
Internationalisierung der KMU wird üblicherweise damit erklärt, dass der Rahmen
für die Unterstützung beim Zugang zu fremden Märkten fehlt. Es ist leichter für
KMU, an globalen Wertschöpfungsketten teilzuhaben, wenn sie mit anderen
Unternehmen zusammenarbeiten, anstatt alleine vorzugehen. Die
Ressourceneffizienz in Europa zu erhöhen und den KMU dabei zu helfen, sich
erfolgreich in globale Wertschöpfungsketten zu integrieren, erfordert mehr
Zusammenarbeit auf internationaler Ebene. Um international konkurrieren zu
können, brauchen KMU im Bereich der Ressourceneffizienz internationale Partner,
nicht nur als Abnehmer, sondern auch um Rohstoffe zu beziehen und um Zugang zu
Forschung, Fachwissen oder bestimmten Fertigkeiten entlang der
Wertschöpfungskette zu erhalten. Eine solche Zusammenarbeit wird häufig durch
Cluster erleichtert, die als wahre „Sprungbretter“ für KMU dienen – zum einen,
um internationale Märkte zu erschließen, und zum anderen, um entlang der Wertschöpfungskette
sowie über Wertschöpfungsketten hinweg Kooperationen mit anderen Unternehmen
einzugehen und langfristige strategische Partnerschaften aufzubauen. Außerdem
können KMU die internationalen Kontakte und Netzwerke, die multinationale Unternehmen,
Universitäten und andere Einrichtungen in ihren Clustern bereits geknüpft
haben, ebenfalls nutzen. Die Kommission hat mehrere Zielvorgaben
festgelegt, die durch folgende Maßnahmen erreicht werden sollen: 1. Förderung eines
grüneren europäischen Binnenmarkts: § Die europäischen
Normungsgremien werden aufgefordert, bei der Ausarbeitung von Normen Ziele der
Kreislaufwirtschaft zu beachten; dies setzt die bisherigen Bemühungen der
Kommission fort, bei der Normung in Europa Umweltaspekte zu berücksichtigen.[25] 2. Erleichterung
des Zugangs „grüner Unternehmer“ zu internationalen Märkten: § Es werden
europäische strategische Cluster-Partnerschaften eingerichtet, die
Zusammenschlüsse zwischen Clustern verschiedener Branchen fördern, so dass eine
gemeinsame Internationalisierungsstrategie entwickelt werden kann.
Zusammenschlüsse im Bereich der grünen Technologien und der Öko-Innovationen
werden angeregt. § Treffen zur
Anbahnung internationaler Kooperation werden die Zusammenarbeit in den
Bereichen Ressourceneffizienz und Öko-Innovation fördern, wobei abhängig vom
Einzelfall und unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Ziellandes und des
Handelspotenzials Prioritäten gesetzt werden. § Mit den
COSME-Finanzierungsinstrumenten wird besonders die Internationalisierung der
KMU unterstützt, indem ihre Entwicklung über die Landesgrenzen hinweg gefördert
wird. 3. Erleichterung
der Übernahme von Ressourceneffizienz-Technologie in Partnerländern durch
Zusammenarbeit mit europäischen KMU: § Eine
Maßnahme für eine kohlenstoffarme Wirtschaft bietet technische Unterstützung
für die Einrichtung von Kooperationspartnerschaften zwischen Unternehmen und
Clustern aus der EU auf der einen Seite sowie deren Pendants aus Ländern mit
mittlerem Einkommen auf der anderen Seite und für die Ausarbeitung gemeinsamer
bankfähiger Vorschläge[26], die die Interessen
beider Seiten widerspiegeln und zugleich Politikkohärenz im Interesse der
Entwicklung sicherstellen. § In Ländern
des südlichen Mittelmeerraums sind durch Zusammenarbeit mit europäischen KMU
neue unternehmerische Tätigkeiten auf der Grundlage grüner Technologien
aufzubauen. V. Verwaltung Das Konzept und die
Darstellung des grünen Aktionsplans für KMU in öffentlichen Konsultationen zur
künftigen KMU-Politik, vor allem in der öffentlichen Konsultation zum grünen
Aktionsplan im vierten Quartal 2013, erfuhren breite Unterstützung von den
Verwaltungen in den Mitgliedstaaten und KMU-Interessenträgern, die geantwortet
haben.[27]
Auch das Netz der KMU-Beauftragten[28] hat den
Plan positiv aufgenommen und die klare Schwerpunktsetzung auf die
Geschäftschancen, die sich aus Umweltproblemen ergeben, gewürdigt. Es ist daher
wichtig, ihn vollständig umzusetzen. Dazu bedarf es des politischen Willens und
vollen Einsatzes sowohl der Kommission als auch der Mitgliedstaaten. Warum ist dies für KMU wichtig? Nur durch eine
effiziente und wirkungsvolle Umsetzung der Ziele und sich daraus ergebenden
Maßnahmen dieses Aktionsplans ist sichergestellt, dass der Plan in ganz Europa
Erfolg hat und den KMU zugutekommt. Die Kommission hat mehrere Zielvorgaben
festgelegt, die durch folgende Maßnahmen erreicht werden sollen: 1.
Die Kontrolle und Aktualisierung der Maßnahmen der Kommission
zur Unterstützung der KMU in diesem Bereich sicherstellen: § Die Umsetzung der
Maßnahmen im Zusammenhang mit diesem grünen Aktionsplan für KMU sowie der Verwendung der in
diesem Rahmen vorgesehenen Finanzmittel wird im Dialog mit
KMU-Interessenträgern regelmäßig kontrolliert, und die Wirksamkeit der
Programme wird ebenfalls evaluiert. Aktuelle Informationen über die Maßnahmen
sind auf der Website der Kommission verfügbar. § Mit der
KMU-Leistungsüberprüfung[29] werden
jährlich die Fortschritte der einzelnen Länder bei der Umsetzung des Small
Business Act kontrolliert und bewertet, was auch dessen Grundsatz 9 („Die
KMU sollen in die Lage versetzt werden, Umweltprobleme in Geschäftschancen
umzuwandeln.“) einschließt und eine Ergänzung zur Kontrolle des grünen
Aktionsplans darstellt. 2. Unterstützung von
Koordination, Zusammenarbeit und dem Austausch bewährter Verfahren auf europäischer,
nationaler und regionaler Ebene: § Der
Verwaltungsmechanismus für den Small Business Act, der auch die KMU‑Leistungsüberprüfung und das Netz der
KMU-Beauftragten umfasst, dient den Mitgliedstaaten als Plattform für den
Austausch bewährter Verfahren der Unterstützung für KMU, damit diese
Umweltprobleme in Geschäftschancen umwandeln können. Insbesondere über das Netz
der KMU-Beauftragten werden die Anwendung solcher Verfahren, die Ergebnisse und
die Hindernisse diskutiert. §
Es wird eine
Abstimmung mit der hochrangigen Arbeitsgruppe für den Öko-Innovationsplan
hergestellt, so dass ein ständiger Informationsfluss, Einheitlichkeit und eine
bessere Nutzung von Synergien zwischen den verschiedenen Initiativen
gewährleistet ist. Wann immer es angebracht ist, wird auch eine Abstimmung mit
auf europäischer Ebene bestehenden Gruppen aus anderen Politikbereichen
angestrebt, z. B. Umwelt, Beschäftigung, Bildung oder
Entwicklungszusammenarbeit. [1] Unter Ressourceneffizienz versteht man den nachhaltigen Einsatz der beschränkten
Ressourcen der Erde, wobei die Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering
gehalten werden und zugleich Wirtschaftswachstum (durch eine relative
Entkopplung vom Materialeinsatz) ermöglicht wird. [2] „Guide to resource efficiency in manufacturing: Experiences
from improving resource efficiency in manufacturing companies“, Europe INNOVA
(2012). [3] Meyer, B. et al. (2011), „Macroeconomic modelling of
sustainable development and the links between the economy and the environment“.
Im Auftrag der Europäischen Kommission
(GD Umwelt) erstellte Studie, abrufbar unter
http://ec.europa.eu/environment/enveco/studies_modelling/pdf/report_macroeconomic.pdf. [4] Eurostat-Abfallstatistik 2011. [5] Siehe KMU-Definition, abrufbar unter: http://ec.europa.eu/enterprise/policies/sme/facts-figures-analysis/sme- definition/index_de.htm. [6] Näheres dazu unter: http://ec.europa.eu/enterprise/policies/sme/small-business-act/index_de.htm. [7] Bei der „umweltschonenden Wirtschaft“ handelt es sich um ein Modell,
dass „Wachstum und Entwicklung, Gesundheitsschutz und Wohlergehen
gewährleistet, menschenwürdige Arbeitsbedingungen sichert, Disparitäten
verringert sowie die Biodiversität einschließlich der durch sie erbrachten
Ökosystemleistungen – das Naturkapital – aufgrund ihres innewohnenden Werts und
ihres wesentlichen Beitrags zum Wohlergehen der Menschen und zu
wirtschaftlicher Prosperität schützt und in diese investiert“. (Definition aus
dem Beschluss Nr. 1386/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom
20. November 2013 über ein allgemeines Umweltaktionsprogramm der Union für
die Zeit bis 2020 „Gut leben innerhalb der Belastbarkeitsgrenzen unseres
Planeten“). [8] Den Schwerpunkt des grünen Aktionsplans für KMU bildet die
Ressourceneffizienz im Allgemeinen; auf die Themen Energieeffizienz oder
Erzeugung von erneuerbarer Energie, die bereits in eigenen Mitteilungen der
Kommission oder Vorschlägen für Rechtsakte behandelt wurden, wird nicht mehr
besonders eingegangen. [9] http://ec.europa.eu/environment/ecoap/index_de.htm [10] Die EU wird beispielsweise die für den Aktionsplan relevanten
Maßnahmen im Rahmen der Kohäsionspolitik finanzieren. Die Mitgliedstaaten haben
ihre Zustimmung dazu gegeben, mehr als 100 Mrd. EUR aus dem Europäischen
Fonds für regionale Entwicklung in die KMU-Förderung, in eine Wirtschaft
mit geringerem CO2‑Ausstoß sowie in Forschung und Innovation
zu investieren. [11] Die in dieser Mitteilung vorgesehenen Maßnahmen haben keine Auswirkungen
auf den EU-Haushaltsplan, die über die in der offiziellen Finanzplanung der
Kommission bereits vorgesehenen Mittel hinausgehen würden. [12] In der beigefügten Arbeitsunterlage der Kommissionsdienststellen sind
die Maßnahmen – gegebenenfalls mit einem Zeitplan für deren Durchführung im
Zeitraum 2014-2020 – aufgelistet. [13] Die Ergebnisse des Berichts über die öffentliche Konsultation sind
abrufbar unter:
http://ec.europa.eu/enterprise/policies/sme/public-consultation-green-action-plan/index_en.htm. [14] Hier erhält man auch Aufschluss über die Finanzmittel, die für die
Maßnahmen und zur Gewährleistung von deren Wirksamkeit vorgesehen sind, so wie
dies im Rahmen der Verwaltung des Aktionsplans festgelegt ist. [15] „Guide
to resource efficiency in manufacturing: Experiences from improving resource
efficiency in manufacturing companies“, Europe INNOVA (2012). [16] Alle Zahlen in diesem Absatz stammen aus dem Flash
Eurobarometer 2013 „SMEs, resource efficiency and green markets“: ec.europa.eu/public_opinion/flash/fl_381_eapdf. [17] Calogirou C., S. Y. Sørensen, P. B. Larsen, S. Alexopoulou
et al. (2010), „SMEs and the environment in the European Union“, PLANET SA und
Danish Technological Institute, veröffentlicht von der Europäischen Kommission,
GD Unternehmen und Industrie; http://ec.europa.eu/enterprise/newsroom/cf/itemdetail.cfm?item_id=4711. [18] Näheres
dazu unter: http://een.ec.europa.eu/. [19] Eurostat-Abfallstatistik 2011. [20] In einer Kreislaufwirtschaft bleibt der geschaffene Mehrwert der
Produkte so lange wie möglich erhalten, und Abfall wird so weit wie möglich
vermieden. In Produkten verwendete Ressourcen werden nach dem Ende des
Lebenszyklus des Produktes weiter produktiv und wertschöpfend genutzt. [21] Die symbiotische Wirtschaft beruht darauf, dass die Nebenerzeugnisse
eines Unternehmens oder einer Branche (einschließlich Energie, Wasser, Logistik
und Werkstoffen) von anderen Unternehmen bzw. Branchen genutzt werden. [22] Flash-Eurobarometer 2013 „KMU, Ressourceneffizienz und grüne Märkte“:
ec.europa.eu/public_opinion/flash/fl_381_eapdf. [23] IDEA Consult, ECORYS, 2009. Studie zur Wettbewerbsfähigkeit
der Öko-Industrie der EU; Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit, 2009, „GreenTech made in Germany 2.0“. [24] Flash-Eurobarometer 2013 „KMU, Ressourceneffizienz und grüne Märkte“:
ec.europa.eu/public_opinion/flash/fl_381_eapdf. [25] Zu diesen bisherigen Bemühungen der Kommission gehören die
Mitteilungen „Berücksichtigung von Umweltaspekten bei der europäischen Normung“
(KOM(2004) 130 endg.) und „Eine strategische Vision der europäischen
Normung: Weitere Schritte zur Stärkung und Beschleunigung des nachhaltigen
Wachstums der europäischen Wirtschaft bis zum Jahr 2020“ (KOM(2011)
311 endg.). [26] Ein
bankfähiger Vorschlag ist ein Projekt oder Vorschlag, das bzw. der finanziell
und vom Konzept her so solide ist, dass an institutionelle Kreditgeber
gerichtete Finanzierungsanträge durchaus Erfolgschancen haben. [27] Bericht über die Ergebnisse der öffentlichen Konsultation:
http://ec.europa.eu/enterprise/policies/sme/public-consultation-green-action-plan/index_en.htm. [28]
Näheres dazu unter: http://ec.europa.eu/enterprise/policies/sme/small-business-act/sme-envoy/index_en.htm. [29] Näheres dazu unter:
http://ec.europa.eu/enterprise/policies/sme/facts-figures-analysis/performance-review/index_en.htm.