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Mitteilung der Kommission an den Rat und das Europäische Parlament - Der Anteil erneuerbarer Energien in der EU - Bericht der Kommission gemäß Artikel 3 der Richtlinie 2001/77/EG, Bewertung der Auswirkung von Rechtsinstrumenten und anderen Instrumenten der Gemeinschaftspolitik auf die Entwicklung des Beitrags erneuerbarer Energiequellen in der EU und Vorschläge für konkrete Maßnahmen {SEK(2004) 547}

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52004DC0366

Mitteilung der Kommission an den Rat und das Europäische Parlament - Der Anteil erneuerbarer Energien in der EU - Bericht der Kommission gemäß Artikel 3 der Richtlinie 2001/77/EG, Bewertung der Auswirkung von Rechtsinstrumenten und anderen Instrumenten der Gemeinschaftspolitik auf die Entwicklung des Beitrags erneuerbarer Energiequellen in der EU und Vorschläge für konkrete Maßnahmen {SEK(2004) 547} /* KOM/2004/0366 endg. */


MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DEN RAT UND DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT - Der Anteil erneuerbarer Energien in der EU - Bericht der Kommission gemäß Artikel 3 der Richtlinie 2001/77/EG, Bewertung der Auswirkung von Rechtsinstrumenten und anderen Instrumenten der Gemeinschaftspolitik auf die Entwicklung des Beitrags erneuerbarer Energiequellen in der EU und Vorschläge für konkrete Maßnahmen {SEK(2004) 547}

INHALTSVERZEICHNIS

Zusammenfassung

1. Einleitung

1.1. Die globalen Herausforderungen

1.2. Die Rolle Europas

1.3. Umfang dieser Mitteilung

1.4. Die neuen Mitgliedstaaten

2. Bericht der Kommission über die nationalen Fortschritte bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (RES-E)

2.1. Verwendete Informationsquellen

2.2. Das Gesamtbild

2.3. Bewertung des Fortschritts auf nationaler Ebene

2.4. Praktische Anforderungen der Richtlinie 2001/77/EG

2.5. Herkunftsnachweis

2.6. Klärung der Bedeutung des Herkunftsnachweises für die Ermittlung des Fortschritts im Hinblick auf die nationalen Ziele

2.7. Vertragsverletzungsverfahren

2.8. Ausbau der Stromerzeugung aus Wind-, Biomasse- und Solarenergie

2.8.1. Windenergie

2.8.2. Elektrizität aus Biomasse

2.8.3. Elektrizität aus photovoltaischer Energie

2.9. Schlussfolgerungen zur Entwicklung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

3. Anstrengungen und Ergebnisse bis 2010

3.1. Entwicklung des Rechtsrahmens seit dem Jahr 2000

3.2. Maßnahmen der Mitgliedstaaten

3.3. Förderinstrumente der Gemeinschaft

3.3.1. Förderprogramme der Gemeinschaft

3.3.2. Verbreitung - Kampagnen zur Bewusstseinsbildung

3.4. Erreichung des Ziels von 12 % - Auswirkungen der Rechtsvorschriften der Gemeinschaft

3.4.1. Rechtsvorschriften zur Energieeffizienz

3.4.2. Rechtsvorschriften zur Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen

3.4.3. Biokraftstoffe

3.5. Erneuerbare Energien für die Wärmeerzeugung

3.5.1. Trends bei der Erdwärmenutzung

3.5.2. Solarwärme

3.5.3. Biogas

3.5.4. Holzbiomasse

3.5.5. Zusammenfassung

3.6. Schlussfolgerung: Szenario für den Anteil erneuerbarer Energien 2010

4. Konkrete Massnahmen

4.1. Neue Initiativen zur Stärkung der Finanzierung erneuerbarer Energien - Maßnahmen der Mitgliedstaaten

4.2. Neue Initiativen zur Stärkung der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz - Maßnahmen auf europäischer Ebene

4.3. Sonstige Maßnahmen

4.3.1. Gemeinschaftsplan für Biomasse

4.3.2. Entwicklung erneuerbarer Energien für Heizzwecke

4.3.3. Windkraftanlagen vor der Küste

4.3.4. Solarstrom

4.3.5. Forschung und technologische Entwicklung

4.3.6. Nutzung wichtiger gemeinschaftlicher Finanzierungsinstrumente

4.3.7. Platzierung von Biokraftstoffen am Markt

4.3.8. Zeitnahe Daten

5. Internationales politisches Umfeld und EU-Perspektiven über 2010 hinaus

5.1. Der Lissabon-Prozess und die Umwelt

5.2. Die Konferenz von Johannesburg und Folgemaßnahmen

5.3. Stellenwert von Zielen auf EU-Ebene

6. Fazit

Zusammenfassung

1. Wie im Grünbuch zur Energieversorgungssicherheit (2000) aufgezeigt wurde, ist die Energiepolitik der Europäischen Union vor allem darauf ausgerichtet, Lösungen für die wachsende Abhängigkeit der Union von Energieimporten aus einigen wenigen Regionen der Welt und für das Problem der Klimaänderung zu finden. Mit Blick auf die nächsten zwanzig bis dreißig Jahre wurde im Grünbuch auf die strukturellen Schwächen und die geopolitischen, sozialen und ökologischen Mängel der Energieversorgung der EU hingewiesen, insbesondere hinsichtlich der Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll.

Die Förderung erneuerbarer Energiequellen spielt für diese beiden Probleme eine wichtige Rolle. Seit 1997 arbeitet die Union auf das ehrgeizige Ziel hin, bis zum Jahr 2010 bei den erneuerbaren Energien einen Anteil von 12 % am Bruttoinlands verbrauch zu erreichen. 1997 lag der Anteil der erneuerbaren Energien bei 5,4 %; bis 2001 hatte er 6 % erreicht.

2. In dieser Mitteilung wird der Stand der Entwicklung erneuerbarer Energien in der Europäischen Union untersucht. Die Mitteilung dient einem dreifachen Zweck:

- Sie ist der offizielle Bericht, den die Kommission gemäß Artikel 3 der Richtlinie 2001/77/EG, vorlegen muss, um den Fortschritt der EU-15 im Hinblick auf die nationalen Ziele für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen zu bewerten.

- Sie enthält eine Bewertung der Aussichten für die Erreichung des Ziels, den Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch der EU-15 bis zum Jahr 2010 auf 12 % zu steigern (einschl. Heizung, Elektrizität und Verkehr), unter Berücksichtigung des EU-Rechts seit 2000 sowie anderer Maßnahmen im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

- Sie enthält Vorschläge für konkrete Maßnahmen auf nationaler und gemeinschaftlicher Ebene, die dazu beitragen sollen, die Ziele der EU für die erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2010 zu erreichen, wobei der Kontext der Konferenz für erneuerbare Energien in Bonn (Juni 2004) zu berücksichtigen ist, sowie - darauf aufbauend - die Grundzüge des Szenarios für 2020.

3. Gemäß der Richtlinie 2001/77/EG haben alle Mitgliedstaaten nationale Ziele für den Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen festgelegt. Diese entsprechen im Wesentlichen den Referenzwerten aus Anhang I der Richtlinie.

Wenn die Mitgliedstaaten die zur Erreichung ihrer nationalen Ziele erforderlichen Maßnahmen verwirklichen, dürfte sich der Anteil der Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen an der Stromproduktion der EU-15 an die Richtlinienvorgabe von 22 % annähern.

Die Analyse der Fortschrittsberichte, die der Kommission von den Mitgliedstaaten vorgelegt wurden, zeigt jedoch, dass sich mit den derzeitigen Politiken und Maßnahmen bis 2010 nur ein Anteil von 18-19 % erreichen lassen dürfte (gegenüber 14 % im Jahr 2000).

Einer der Gründe für diese Diskrepanz könnte darin liegen, dass einige Mitgliedstaaten noch keine wirksamen Politikkonzepte zu den von ihnen beschlossenen Zielen eingeführt haben.

Die Kommission wird die Lage in diesen Mitgliedstaaten und die volle Umsetzung aller Auflagen der Richtlinie genau beobachten, um zu einem späteren Zeitpunkt Folgemaßnahmen ausarbeiten zu können.

4. Seit 2000 hat die Kommission eine ganze Reihe von neuen Rechtsinstrumenten zur Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz vorgeschlagen. Die meisten wurden vom Europäischen Parlament und vom Rat angenommen. Die übrigen sind im inter-institutionellen Verfahren bereits weit fortgeschritten.

Folgende Vorschläge wurden bereits angenommen:

- Richtlinie 2001/77/EG zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen (ABl. L283/33 vom 27.10.2001)

- Richtlinie 2003/30/EG zur Förderung der Verwendung von Biokraftstoffen (ABl. L123/42 vom 17.5.2003)

- Richtlinie 2002/91/EG über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (ABl. L1/65 vom 4.1.2003)

- Richtlinie 2004/8/EG über die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (ABl. L52/50 vom 21.2.2004)

- Richtlinie 2003/96/EG zur Besteuerung von Energieerzeugnissen und elektrischem Strom (ABl. L 283/51 vom 31.10.2003)

- Richtlinie 2000/55/EG über Energieeffizienzanforderungen an Vorschaltgeräte für Leuchtstofflampen (ABl. L279/33 vom 1.11.2000)

- Richtlinie 2002/40/EG der Kommission betreffend die Energieetikettierung für Elektrobacköfen (ABl. L128/45 vom 15.5.2002)

- Richtlinie 2002/31/EG der Kommission betreffend die Energieetikettierung für Raumklimageräte (ABl. L86/26 vom 3.4.2003)

- Richtlinie 2003/66/EG der Kommission betreffend die Energieetikettierung für Kühlschränke (ABl. L170/10 vom 09.07.2003)

- Verordnung Nr. 2422/2001/EG über ein gemeinschaftliches Kennzeichnungs programm für Strom sparende Bürogeräte (ABl. L332/1 vom 15.12.2001)

Folgende Vorschläge werden derzeit vom Europäischen Parlament und vom Rat erörtert:

- KOM(2003) 453 vom 1.8.2003 über Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte

- KOM(2003) 739 vom 10.12.2003 zur Endenergieeffizienz und zu Energie dienst leistungen

5. Die Kommission legte außerdem einen Vorschlag für das Mehrjahresprogramm Intelligente Energie - Europa (EIE) vor, das auf den Erfolgen früherer Förder programme der Gemeinschaft aufbaut (ALTENER, SAVE und RTD). Das Europäische Parlament und der Rat verabschiedeten den Vorschlag im Juni 2003 mit einem Haushalt von 250 Mio. EUR.

6. Die Kommission geht davon aus, dass es mit den bestehenden Maßnahmen gelingen wird, den Anteil erneuerbarer Energiequellen in der EU-15 bis zum Jahr 2010 auf 10 % zu steigern. Das Verfehlen des Ziels von 12 % ist auf das zögernde Wachstum des Marktes für erneuerbare Energien in den Bereichen Heizung und Kühlung zurückzuführen und legt den Schluss nahe, dass in diesem Bereich zusätzlich noch sehr viel getan werden muss, um das Ziel 12 % ganz zu erreichen.

Bei dieser Bewertung wird jedoch von einer vollen Umsetzung der Anforderungen des EU-Rechts durch nationale und lokale Behörden ausgegangen. Das Beispiel der Richtlinie 2001/77/EG belegt, dass davon nicht unbedingt ausgegangen werden kann. Wenn der Anteil erneuerbarer Energien am Elektrizitätsmarkt aufgrund dieser Richtlinie bis 2010 nur auf 18-19 % steigt, wird der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch nicht mehr als 9 % erreichen.

Auf der Grundlage des geltenden Gemeinschaftsrechts liegt es in der Verantwortung der Mitgliedstaaten, für die praktische Einhaltung der vereinbarten Ziele und Maßnahmen zu sorgen. In diesem Zusammenhang wird ein breites Spektrum nationaler Maßnahmen erforderlich sein, unter anderem Anstrengungen, um sicherzustellen, dass die etablierten Unternehmen der Energieversorgungswirtschaft einen Anteil der Kosten für die Förderung der erneuerbaren Energien übernehmen.

In der Mitteilung werden ferner eine Reihe konkreter Maßnahmen auf Gemeinschaftsebene angekündigt, um die Anstrengungen der Mitglieder zur Erreichung des Anteils von 12 % für die EU-15 zu unterstützen.

7. Auf der internationalen Konferenz für erneuerbare Energien in Bonn im Juni 2004 soll erörtert werden, welchen Beitrag die weltweite Förderung der erneuerbaren Energien zur Bekämpfung der Klimaänderung, zur Sicherheit der Energieversorgung und - vor allem in den Entwicklungsländern - zur Reduzierung der Armut beitragen kann.

Auf einer europäischen Vorbereitungskonferenz im Januar 2004 in Berlin wurde dafür plädiert, die allgemeinen Gesamtziele für die erneuerbaren Energien über 2010 hinaus fortzuschreiben. In diesem Zusammenhang wurden verschiedene technische Studien zur Kenntnis genommen, nach denen für die erneuerbaren Energien ein Anteil von mindestens 20 % am Gesamtenergieverbrauch der EU-25 bis zum Jahr 2020 mit Hilfe der Instrumente des bestehenden Gemeinschaftsrechts und zusätzlichen Maßnahmen erreichbar wäre.

Die Kommission ist entschlossen, zum erfolgreichen Gelingen dieser Konferenz beizutragen, und hat eine Reihe von Maßnahmen herausgestellt, die sie als Beitrag zum internationalen Aktionsprogramm leisten wird.

1. Einleitung

1.1. Die globalen Herausforderungen

Wie im Grünbuch zur Energieversorgungssicherheit (2000) aufgezeigt wurde, ist die Energiepolitik der Europäischen Union vor allem darauf ausgerichtet, Lösungen für die wachsende Abhängigkeit der Union von Energieimporten aus einigen wenigen Regionen der Welt und für das Problem der Klimaänderung zu finden. Mit Blick auf die nächsten zwanzig bis dreißig Jahre wurde im Grünbuch auf die strukturellen Schwächen und die geopolitischen, sozialen und ökologischen Mängel der Energieversorgung der EU hingewiesen, insbesondere hinsichtlich der Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll.

Die Förderung erneuerbarer Energiequellen spielt für die beiden genannten Probleme eine wichtige Rolle. Seit 1997 arbeitet die Union auf das ehrgeizige Ziel hin, bis zum Jahr 2010 bei den erneuerbaren Energien einen Anteil von 12 % am Bruttoinlandsverbrauch zu erreichen. 1997 lag der Anteil der erneuerbaren Energien in der EU-15 bei 5,4 %; bis 2001 hatte er 6 % erreicht (zum Vergleich: der Anteil von Öl beträgt 40 %, der von Erdgas 23 %, der von Kernkraft 16 % und der von festen Brennstoffen 15 %).

Im Kontext der drei Säulen der nachhaltigen Entwicklung leisten die erneuerbaren Energien darüber hinaus einen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität, zum Ausbau der Innovationskapazität, zur Schaffung von Unternehmen, zur Beschäftigung und zur ländlichen Entwicklung.

Auf globaler Ebene steigt der Energieverbrauch rasch: er nahm im Zeitraum 1990-2000 um 15 % zu. Zwischen 2000 und 2020 dürfte er noch stärker zunehmen.

Auf die fossilen Brennstoffe (Kohle, Gas und Öl) entfallen etwa 80 % des Weltenergieverbrauchs. Der globale Verbrauch fossiler Brennstoffe stieg in den neunziger Jahren entsprechend den Gesamtenergieverbrauch. Der Verbrauch an fossilen Brennstoffe dürfte im Zeitraum bis 2020 sogar noch stärker zunehmen als der Gesamtenergieverbrauch.

Fossile Brennstoffe bieten viele Vorteile. Sie sind relativ billig zu gewinnen, bequem zu verwenden und weithin verfügbar. Die Infrastruktur für ihre Bereitstellung ist etabliert. Die Industrie, die sie liefert, ist gut organisiert und bedient die meisten Teile der Welt.

Sie haben zwei große Nachteile. Erstens werden bei ihrer Verbrennung Schadstoffe und Klimaänderungen verursachende Treibhausgase freigesetzt. Zweitens nehmen für Länder ohne ausreichende Ressourcen an fossilen Brennstoffen - insbesondere Öl - die Risiken für die Sicherheit ihrer Energieversorgung zu. Die Einfuhrabhängigkeit und steigende Einfuhranteile können zu Sorgen über das Risiko von Lieferunterbrechungen oder Lieferschwierigkeiten Anlass geben. Die Versorgungssicherheit ist jedoch nicht nur eine Frage der Verringerung der Einfuhrabhängigkeit und der Steigerung der heimischen Erzeugung. Die Gewährleistung der Versorgungssicherheit erfordert vielmehr eine breite Palette politischer Initiativen, die unter anderem auf die Diversifizierung der Energiequellen und -technologien ausgerichtet sind, ohne den geopolitischen Kontext und dessen Folgerungen zu vernachlässigen.

Die Europäische Kommission hat an anderer Stelle ihre Vorstellungen zur Lösung dieser Probleme formuliert, insbesondere in ihrem Grünbuch zur Energieversorgungssicherheit (2000) [1] und in ihrer Mitteilung zur Energiezusammenarbeit mit den Entwicklungsländern (2002). [2]

[1] ,Hin zu einer europäischen Strategie für die Energieversorgungssicherheit", KOM(2000) 769.

[2] ,Die Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern im Energiebereich", KOM(2002) 408.

Als Substitut für fossile Brennstoffe können erneuerbare Energien zur Bekämpfung der Klimaänderung beitragen. Sie können die Versorgungssicherheit verbessern, indem sie zur Diversifizierung der heimischen Energieproduktion beitragen. Die Argumente für erneuerbare Energien werden noch verstärkt durch ihre positiven Auswirkungen hinsichtlich der Luftqualität und der Schaffung neuer Arbeitsplätze und Unternehmen - vielfach in ländlichen Gebieten.

Bisher sind Investitionen in erneuerbare Energien im allgemeinen nicht der kostengünstigste Weg zur Verringerung der Treibhausgasemissionen. Es ist billiger, Energie effizienter einzusetzen. Investitionen in erneuerbare Energien sind jedoch längerfristig von zentraler Bedeutung. Erfahrungen aus Sektoren wie der Windenergie haben gezeigt, dass stetige Investitionen zu Innovationen führen, die die Nutzung erneuerbarer Energien billiger machen. Im Gegensatz dazu steigen die Kosten zusätzlicher Energieeffizienzmaßnahmen, wenn die ,niedrig hängenden Früchte" erst einmal geerntet sind. In beiden Bereichen sind Investitionen erforderlich.

1.2. Die Rolle Europas

Auf die Europäische Union dürfte selbst nach der Erweiterung auf 25 Mitgliedstaaten nur ein Anteil von 7 % des Zuwachses am globalen Energieverbrauch zwischen 2000 und 2020 entfallen. Über ein Drittel dieses Zuwachses wird in China und Indien erwartet. Entscheidungen hier und in anderen Schwellenländern werden sich immer stärker auf Umfang und Muster des weltweiten Energieverbrauchs auswirken.

Die Europäische Union und andere OECD-Länder müssen moralische und praktische Verantwortung übernehmen, damit die Schwellenländer politische Strategien aufbauen können, die es ihnen ermöglichen, ihre Energieversorgung zu sichern und gleichzeitig der Klimaänderung entgegen zu wirken, ohne ihr Wirtschaftswachstum zu gefährden.

Der durchschnittliche Bürger in der EU-25 verbraucht etwa fünf Mal so viel fossile Energie wie der durchschnittliche Bürger in Asien, Afrika und im Mittleren Osten (das gilt auch für die Bürger der japanisch-pazifischen Region; Bürger der Vereinigten Staaten verbrauchen fast zwölf Mal so viel). Wenn die reichsten Länder ihren Verbrauch an fossilen Brennstoffen nicht mäßigen, werden sie die weniger reichen Länder wohl nur schwer überzeugen können, eben dies zu tu tun - vor allem, wenn so viele Menschen in den Entwicklungsländern keinen Zugang zu angemessenen Energiedienstleistungen haben.

Die Europäische Union hat einen spezifischen und praktischen Beitrag im Bereich der erneuerbaren Energien geleistet, insbesondere durch Entwicklung kostengünstiger technischer und institutioneller Lösungen. Europa ist der Wegbereiter bei der Entwicklung und Anwendung moderner Technologie im Bereich der Energietechnik. Auf Westeuropa mit seinem Anteil von 16 % am Weltenergieverbrauch entfallen 31 % der weltweiten Steigerung bei der Stromerzeugung aus Biomasse zwischen 1990 und 2000, 48 % der Steigerung bei der Stromerzeugung mit kleinen Wasserkraftwerken sowie 79 % der Steigerung des Anteils der Windenergie. Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten haben auch auf dem Gebiet der Politik und der Regulierung eine Vorreiterrolle übernommen, z.B. bei der Festlegung von Zielen und der Schaffung geeigneter finanzieller Rahmenbedingungen zur Förderung der erneuerbaren Energien. Europäische Unternehmen sind bei der Technologie für erneuerbare Energien weltweit führend.

Wenn Europa seine Rolle weiterhin spielen will, darf es sich nicht auf seinen Erfolgen ausruhen. Wie die nachstehende Grafik zeigt, liegt der Anteil der erneuerbaren Energien in Europa noch weit unter den Anteilen von festen Brennstoffen, Öl, Erdgas und Kernkraft.

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Die Europäische Union braucht erschwingliche erneuerbare Energien, um ihre eigenen Probleme bei der Versorgungssicherheit zu lösen und ihre Ziele bei der Minderung der Treibhausgasemissionen zu erreichen. In Anbetracht der unbestreitbaren Vorteile erneuerbarer Energien treibt Europa die Entwicklung technologischer und institutioneller Lösungen voran, die auch weltweit anwendbar wären.

Zwar kommt den erneuerbare Energien eine wesentliche Rolle zu, doch dürfen bestimmte Schwierigkeiten nicht außer Acht gelassen werden.

Erstens bestehen bei der kostenwirksamen Verfügbarkeit erneuerbarer Energien technische und praktische Grenzen. Es gibt erhebliche geographische Unterschiede bei Wind- und Sonnen energie.

Die Biomasseerzeugung steht in Konkurrenz zu anderen Arten der Flächen nutzung, besonders der Landwirtschaft. Die Zahl der Täler, in denen Wasserkraftwerke genutzt werden können, ist begrenzt. In dem begleitend zu dieser Mitteilung veröffentlichten Arbeitspapier der Kommissionsdienststellen wird das Potenzial der erneuerbaren Energien in jedem Mitgliedstaat sorgfältig analysiert. Wie in dieser Mitteilung angekündigt, wird eine weiter gehende Analyse noch folgen.

Zweitens sind beim Einsatz erneuerbarer Energiequellen konventionelle Energiequellen als Reserve nötig. Wind- und Sonnenenergie stehen nur mit Unterbrechungen und in unvorhersehbarem Umfang zur Verfügung. Klimatische Faktoren können zu großen Schwankungen bei der Verfügbarkeit von Biomasse und Wasserkraft von einem Jahr zum anderen führen. Aus diesen Gründen gibt es Grenzen für den Anteil erneuerbarer Energien, den unsere jetzigen Energieversorgungssysteme absorbieren können. Das kann zu einer brachliegenden Überkapazität traditioneller Quellen führen, was zusätzliche Kosten verursachen kann. Der Ausbau erneuerbarer Energien kann auch weitere Investitionen in bestehende Energiesysteme erforderlich machen, z. B. in Stromnetze. Energiepolitisch ist die Entwicklung einer Reihe unterschiedlicher Energiequellen nötig; die einmal gezogenen Lehren, dass eine Diversifizierung vonnöten ist, sollten nicht in Vergessenheit geraten.

Letztlich ist die Entwicklung eines stärker diversifizierten und sichereren Energiesystems einschließlich eines höheren Anteils erneuerbarer Energien auch heute noch im Allgemeinen eine Politik, die mit höheren Kosten verbunden ist. Es stimmt zwar, dass Wasserkraft und die traditionelle Holznutzung gegenüber konventionellen Energieformen wettbewerbsfähig sind und dass die Windkraft an einigen Küstenstandorten mit hohen Durchschnitts windgeschwin digkeiten sich der Wettbewerbsfähigkeit annähert. Dennoch kosten viele Formen erneuerbarer Energien, beispielsweise Elektrizität aus Biomasse und Biokraftstoffe, das Doppelte oder noch mehr als konventionelle Alternativen, wenn auf individueller Grundlage verglichen wird, ohne die Auswirkungen der Gesamtkosten des Energiesystems zu berücksichtigen. Andere Techniken, etwa die Photovoltaik, sind sogar noch teurer. [3]

[3] ,Wind energy - the facts" (European Wind Energy Association, 2004) führt Kosten für die Stromerzeugung aus Windkraft von mindestens 4 bis 5 Eurocent je kWh an. Laut ,Renewables for power generation" (Internationale Energieagentur, 2003) liegen die Kosten für die photovoltaische Stromerzeugung bei mindestens 17 Eurocent je kWh und die Kosten für Strom aus Biomasse bei 7 Eurocent je kWh oder darüber. Die Kosten lassen sich jedoch senken, wenn Biomasse in Kraft-Wärme-Kopplungskraftwerken eingesetzt werden (bis auf 5 bis 6 Eurocent je kWh) oder mit fossilen Kraftstoffen zusammen verbrannt werden, wobei Investitionskosten für die Kraftwerksanlagen vermieden werden (Kostensenkung bis auf 2 bis 4 Eurocent je kWh). Zum Vergleich: Die Großhandelskosten von Strom aus konventionellen Kraftwerken betragen derzeit rund 3 Eurocent je kWh. In der Mitteilung der Kommission über ,Alternative Kraftstoffe für den Straßenverkehr und ein Bündel von Maßnahmen zur Förderung der Verwendung von Biokraftstoffen" (KOM(2001) 547) werden Kosten in der Größenordnung von 500 EUR je 1000 Liter für Biokraftstoffe angeführt, gegenüber 200 bis 250 EUR je 1000 Liter für Kraftstoffe auf Erdölbasis bei 30 USD je Fass (159 Liter).

Dem Ausbau erneuerbarer Energien sind somit noch bestimmte Grenzen gesetzt. Wenn es bei dem jetzigen Stand der technischen Entwicklung daher nicht sinnvoll ist, einen vollständigen Ersatz konventioneller Energiequellen durch erneuerbare Energien ins Auge zu fassen, ist ein eher schrittweises Vorgehen durchaus denkbar.

Es gibt bereits verbesserte Analyse- und Managementwerkzeuge, mit denen eine angemessene Antwort auf diese Herausforderungen und Hindernisse gefunden werden kann. Dazu gehören ausgeklügeltere Kostenmodelle, bei denen den Auswirkungen steigender Anteile erneuerbarer Energien auf die Gesamtkosten des Energiesysteme Rechnung getragen wird, sowie fortschrittliche Wettervorhersagewerkzeuge, die in moderne Energiemanagementsysteme integriert werden können, um das Angebot besser an die Nachfrage anpassen zu können. Wie weiter unten in diesem Dokument angekündigt, wird daher zu gegebener Zeit eine noch weiter gehende Analyse stattfinden.

1.3. Umfang dieser Mitteilung

Seit 1997 arbeitet die Union auf das allgemeine Ziel hin, den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoinlandsverbrauch von Energie in der EU-15 gegenüber dem Wert von 5,2 % im Jahr 1995 bis 2010 auf 12 % zu steigern. Die größte Gefahr für ein Verfehlen dieses Ziels ist das unterschiedliche Engagement der einzelnen Länder bei der Entwicklung der erneuerbaren Energien.

Um gezieltere und raschere Fortschritte zu ermöglichen, hat die Europäische Union im Jahr 2000 auf dem Gesetzgebungsweg zwei als Leitwerte dienende Ziele für die erneuerbaren Energien festgelegt:

- Steigerung des Anteils der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auf 22 % bis zum Jahr 2010 in der EU-15 (gegenüber 14 % im Jahr 2000); [4]

[4] Richtlinie 2001/77/EG zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen im Elektrizitätsbinnenmarkt.

- Steigerung des Anteils der im Verkehr eingesetzten Biokraftstoffe bei Diesel und Benzin auf 5,75 % bis zum Jahr 2010 (gegenüber 0,6 % im Jahr 2002). [5]

[5] Richtlinie 2003/30/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Förderung der Verwendung von Biokraftstoffen oder anderen erneuerbaren Kraftstoffen im Verkehrssektor. Diese Zahlen schließen den Beitrag der 10 Beitrittsländer ein. Die Zahl für die EU-15 für das Jahr 2000 betrug 0,7 %.

Die Kommission hat ferner eine Reihe neuer Rechtsinstrumente zur Förderung der Energieeffizienz vorgelegt. Das Europäische Parlament und der Rat haben die meisten dieser Vorschläge angenommen, die übrigen sind im interinstitutionellen Verfahren bereits weit fortgeschritten.

Diese Mitteilung dient einem dreifachen Zweck:

- Sie ist der offizielle Bericht, den die Kommission gemäß Artikel 3 der Richtlinie 2001/77/EG vorlegen muss, um den Fortschritt der EU-15 im Hinblick auf die nationalen Ziele für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen bis zum Jahr zu bewerten.

- Sie enthält eine Bewertung der Aussichten für die Erreichung des Ziels, den Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch der EU-15 bis zum Jahr 2010 auf 12 % zu steigern (einschl. Heizung, Elektrizität und Verkehr), unter Berücksichtigung der EU-Gesetzgebung seit 2000 sowie anderer Maßnahmen im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

- Sie enthält Vorschläge für konkrete Maßnahmen auf nationaler und gemeinschaftlicher Ebene, die dazu beitragen sollen, die Ziele der EU für die erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2010 zu erreichen, wobei der Kontext der Konferenz für erneuerbare Energien in Bonn (Juni 2004) zu berücksichtigen ist, sowie - darauf aufbauend - die Grundzüge des Szenarios für 2020.

1.4. Die neuen Mitgliedstaaten

Die zehn neuen EU-Mitgliedstaaten unterliegen den Anforderungen der Richtlinie 2001/7/EG zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen. Einzelstaatliche Richtziele für den Anteil der Elektrizität aus erneuerbaren Energien in jedem neuen Mitgliedstaat sind im Beitrittsvertrag festgelegt. Zusammen genommen ergibt sich daraus als Gesamtziel für die EU-25, dass der Anteil der erneuerbaren Energien 2010 21 % erreichen soll.

Für die EU-15 schreibt die Richtlinie der Kommission vor, einen ersten Fortschrittsbericht im Jahr 2004 vorzulegen. Kapitel 2 dieser Mitteilung erfuellt diese Funktion. Aus diesem Grund konzentriert es sich auf die EU-15. Für die neuen Mitgliedstaaten ist der erste Fortschrittsbericht auf der Grundlage einzelstaatlicher Berichte der betreffenden Mitgliedstaaten erst 2006 fällig. Ihr Stand wird daher in Kapitel 2 nicht bewertet. In dem Kapitel werden jedoch zur Information einige Beispiele für positive Entwicklungen bei der Strom erzeugung aus ereneuerbaren Energiequellen in den neuen Mitgliedstaaten angeführt.

Die neuen Mitgliedstaaten unterliegen den Anforderungen der Biokraftstoff richtlinie (2003/30/EG). Die Kommission wird einen ersten Fortschrittsbericht dazu 2006 vorlegen, der alle 25 Mitgliedstaaten abdecken wird.

Das Ziel eines Anteils erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch von 12 % ist ein Ziel für die EU-15. Die Fortschritte auf dem Weg dahin werden in Kapitel 3 dieser Mitteilung bewertet. Wie auch Kapitel 2 konzentriert sich dieses Kapitel daher auf die Mitgliedstaaten, für die das Ziel gilt. Wiederum werden einzelne Beispiele aus den neuen Mitgliedstaaten zur Illustration angeführt.

Die Kapitel 4 und 5 befassen sich mit der künftigen Politik und künftigen Maßnahmen. Diese betreffen die gesamte EU.

Das Arbeitspapier der Kommissionsdienststellen, das neben dieser Mitteilung veröffentlicht wird, deckt alle Mitgliedstaaten ab.

2. Bericht der Kommission über die nationalen Fortschritte bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (RES-E)

2.1. Verwendete Informationsquellen

Nach Artikel 3 Absatz 4 der Richtlinie 2001/77/EG hat die Kommission zu bewerten, inwieweit

"- die Mitgliedstaaten bei der Erreichung ihrer nationalen Richtziele Fortschritte gemacht haben,

- die nationalen Richtziele mit dem globalen Richtziel von 12 % des Bruttoinlands energie verbrauchs bis zum Jahr 2010 und insbesondere mit dem Richtziel von 22,1 % für den Anteil von Strom aus erneuerbaren Energiequellen am gesamten Stromverbrauch der Gemeinschaft bis zum Jahr 2010 vereinbar sind."

Nach Artikel 3 Absätze 2 und 3 der Richtlinie müssen die Mitgliedstaaten nationale Berichte erstellen, in denen die nationalen Richtziele festgelegt werden, und in diesen Berichten analysieren, inwieweit diese Ziele erreicht wurden.

Die Berichte über die nationalen Richtziele mussten im Jahr 2002 vorliegen. Alle Mitgliedstaaten der EU-15 haben diese Berichte angenommen.

Die Berichte über die Fortschritte im Hinblick auf die nationalen Ziele mussten bis Oktober 2003 vorliegen. Alle Mitgliedstaaten außer Finnland, Luxemburg und Italien haben der Kommission diese Berichte zugeleitet (vgl. Arbeitspapier der Kommissionsdienststellen).

Die Kommission hat diese Berichte analysiert und mehrere Beratungsunternehmen damit beauftragt, die Wirkung der darin beschriebenen Maßnahmen zu bewerten (vgl. Arbeitspapier der Kommissionsdienststellen).

2.2. Das Gesamtbild

Die erste Schlussfolgerung lautet, dass die von den einzelnen Mitgliedstaaten festgelegten Ziele mit dem Referenzwerten aus Anhang I der Richtlinie 2001/77/EG übereinstimmen, wobei Schweden allerdings ein anderes Verfahren zur Festlegung eines anderen Wertes angewandt hat [6]. Bei Einhaltung dieser nationalen Ziele durch die Mitgliedstaaten wird der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in den EU-15 das Ziel von etwa 22 % im Jahr 2010 erreichen, wie in der Richtlinie verlangt.

[6] Schweden hat für 2010 gegenüber 2002 ein Ziel von zusätzlich 10 TWh Strom aus anderen erneuerbaren Energien als Wasserkraft festgelegt. Die schwedischen Zahlen für Wasserkraft basieren auf einem Durchschnittswert, der auf einer Basis von 50 Jahren berechnet wird. Dadurch lassen sich die Zahlen Schwedens nur schwer in einen Prozentwert umwandeln.

Leider stellt sich die Lage bei den von den Mitgliedstaaten mitgeteilten nationalen Politiken, Maßnahmen und Erfolgen weniger günstig dar.

Es ist zu betonen, dass sich nur schwer mit Genauigkeit vorhersagen lässt, wie die jetzt verabschiedeten Maßnahmen sich auf den Anteil der Elektrizität aus erneuerbaren Energien im Jahr 2010 auswirken werden. Die Extrapolationsszenarien im Arbeitspapier der Kommissionsdienststellen führen jedoch zu der zweiten Schlussfolgerung, dass auch bei beginnenden Fortschritten im Hinblick auf diese Ziele das Hauptziel für 2010 mit den derzeitigen Politiken und Maßnahmen nicht erreicht werden kann, selbst bei einem Szenario, das auf einem Rückgang des gesamten Strombedarfs infolge neuer Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz aufbaut. Vielmehr werden die derzeitigen Politiken bis zum Jahr 2010 nur einen Anteil zwischen 18 % und 19 % ermöglichen (siehe Grafiken).

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Die dritte Schlussfolgerung besteht in der Erkenntnis, dass der Hauptgrund für die Verfehlung des Ziels darin liegt, dass die Produktion von Elektrizität aus Biomasse nicht so hoch ausgefallen ist wie ursprünglich vorhergesagt. Der wichtigste Unterschied zwischen Grafik 2 (Wirkungen der derzeitigen oder neu geplanten nationalen Politiken und Maßnahmen) und Grafik 3 (praktikables Szenario für die Erreichung des in der Richtlinie festgelegten Ziels von 22,1 %) ist der Umfang des Beitrags der Biomasse (grüner Bereich).

2.3. Bewertung des Fortschritts auf nationaler Ebene

Die Länderberichte zeigen große Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten. Abb. 1 auf der Grundlage ausführlicher Informationen des Arbeitspapiers der Kommissions dienst stellen teilt die Mitglied staaten je nach Wahrscheinlichkeit, mit den derzeit verabschiedeten politischen Strategien die nationalen Ziele zu erreichen, in drei Gruppen ein. Die erste Gruppe (Deutschland, Dänemark, Spanien, Finnland) befindet sich auf dem richtigen Kurs. Die Länder der zweiten Gruppe (Österreich, Belgien, Irland, Niederlande, Schweden, Vereinigtes Königreich, Frankreich) haben mit der Umsetzung geeigneter politischer Strategien begonnen. Bei dieser Gruppe gibt es im Hinblick auf die Erreichung der Ziele für 2010 sowohl positive als auch negative Anzeichen. Die Länder der dritten Gruppe (Griechenland, Portugal) sind nicht auf dem richtigen Kurs für die Erreichung ihrer nationalen Ziele.

Italien und Luxemburg haben im März 2004 neue Gesetze verabschiedet. Es war noch nicht möglich, ihre voraussichtliche Wirkung einzuschätzen. Allerdings lassen sich diesen beiden Ländern in den letzten 3 Jahren nur begrenzte Fortschritte bescheinigen. Vgl. Arbeitspapier der Kommissionsdienststellen für weitere Einzelheiten.

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Abb. 1: Fortschritte der Mitgliedstaaten im Hinblick auf ihre nationalen Richtziele bis 2010

Auf dem richtigen Kurs. Wenn Dänemark seine aktive Strategie beibehält, könnte es das Ziel für 2010 (29 %) bereits 2005 erreichen. Dänemark hat den Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien von 8,9 % im Jahre 1997 auf 20 % im Jahre 2002 gesteigert. Deutschland hat diesen Anteil von 4,5 % im Jahre 1997 auf 8 % im Jahr 2002 ausgebaut (nationales Ziel: 12,5 %), dabei stieg der Beitrag der Windenergie von 3 TWh 1997 auf 17 TWh 2002 (das entspricht 3 % des gesamten Stromverbrauchs 2002). Spanien steht beim Einsatz von Windenergie in Europa an zweiter Stelle, muss aber seine Politik im Bereich Biomasse stärker ausbauen.

Laut dem Bericht Finnlands wurde der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in diesem Land von 7 TWh im Jahre 1997 auf 10 TWh im Jahre 2002 gesteigert (ohne Wasserkraft). Während 2002 in Finnland ein schlechtes Jahr für die Stromerzeugung aus Wasserkraft war, verzeichnete die Biomasse in den letzten Jahren beeindruckende Zuwächse.

Eine der Grundlagen für die Erfolge in allen vier Ländern war ein attraktives Fördersystem in einem stabilen und langfristig ausgelegten Rahmen.

Fast auf Kurs. Für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien haben das Vereinigte Königreich und die Niederlande aktiv eine neue Politik entwickelt, deren konkrete Ergebnisse sich allerdings erst noch zeigen müssen. Irland hat ein Fördersystem durch Ausschreibungs verfahren aufgebaut, allerdings bestehen große Schwierigkeiten bei der Einspeisung von Windstrom in das Netz. In Belgien besteht seit 2002 ein neues grünes Zertifizierungssystem. Bisher zeigt dieses aber noch keine sichtbaren Ergebnisse.

Frankreich hat kürzlich ein neues Tarifsystem eingeführt. Die Attraktivität der Preise wird jedoch durch die Obergrenze von 12 MW für jedes Projekt geschmälert. Das betrifft besonders die Windenergie. Ferner bleiben langwierige Genehmigungsverfahren und Netzanschlussprobleme größere Hindernisse.

Schweden hat im Mai 2003 ein grünes Zertifizierungssystem eingeführt. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien nahm in Schweden zwischen 1997 und 2002 kaum zu. Aber seit 2003 sind die Anzeichen wesentlich günstiger.

In Österreich sind die Aussichten für eine Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien gut. Diese Entwicklung wird durch die im Januar 2003 eingeführten Einspeisungstarife unterstützt, wobei jedoch eine Straffung der Förderregelung mit zusätzlichen Effizienz anforderungen nicht ausgeschlossen werden sollte.

Nicht auf Kurs. In Griechenland war der Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bisher begrenzt. Verwaltungshindernisse blockieren die Nutzung des vorhandenen großen Potenzials für Wind-, Biomasse- und Solarenergie. Portugal hat seit 1997 den Anteil seiner Stromerzeugung aus anderen erneuerbaren Energien als Wasserkraft nur um 1 TWh gesteigert. Weitere 14 TWh sind erforderlich, um das nationale Ziel zu erreichen.

2.4. Praktische Anforderungen der Richtlinie 2001/77/EG

Neben der Forderung nach Festlegung nationaler Richtziele enthält die Richtlinie praktische Anforderungen an die Mitgliedstaaten in vier Bereichen. Diese sollen einen stabilen Rahmen für Investitionen in die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien schaffen:

1) Einführung attraktiver Förderregelungen, die so effizient wie möglich sein sollten,

2) Abbau verwaltungstechnischer Hemmnisse,

3) Gewährleistung eines fairen Netzzugangs,

4) Ausstellung eines Herkunftsnachweises.

Die meisten Mitgliedstaaten haben Förderregelungen für erneuerbare Energien eingeführt. Diese betreffen Einspeisungstarife, verbindliche Quoten und/oder grüne Zertifizierungen.

Aus den nationalen Berichten geht hervor, dass geeignete Finanzmechanismen nicht ausreichen. In mehreren Fällen wird die Etablierung der erneuerbaren Energien durch komplexe Lizenzverfahren, eine schlechte Einbeziehung des Stroms aus erneuerbaren Energien in die regionale und lokale Planung und undurchschaubare Netzanschluss bedingungen blockiert. Die nachstehende Tabelle fasst die Situation in den Mitgliedstaaten zusammen.

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Tabelle 1: Überblick über die verwaltungstechnischen und netzspezifischen Hemmnisse in den Mitgliedstaaten

Gemäß der Richtlinie wird die Kommission im Jahre 2005 über die Förderregelungen (Artikel 4 Absatz 2) und die besten Beispiele von Verwaltungsverfahren (Artikel 6 Absatz 3) berichten.

2.5. Herkunftsnachweis

Nach Artikel 5 der Richtlinie müssen die Mitgliedstaaten bis zum 27. Oktober 2003 ein System für den Herkunftsnachweis einführen.

Dies erfolgt in mehreren Stufen. Die wichtigsten Stufen sind: Einführung der Rechtsvorschriften, Benennung der Stelle für die Ausstellung der Herkunftsnachweise und Aufbau eines genauen und zuverlässigen Systems einschließlich der Entwicklung von Dokumenten und Registern.

Nach den nationalen Berichten und zusätzlichen Informationen stellt sich die Situation im März 2004 wie folgt dar:

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Volle Einführung - 3 Felder "abgeschlossen" - bedeutet, dass tatsächlich ein Herkunfts nachweis ausgestellt werden kann. Obwohl die Tabelle mehr grüne als rote Felder aufweist, ist die Einführung noch nicht vollständig abgeschlossen.

Die Kommission wird die praktische Einführung von Herkunftsnachweisen in ihrem Bericht über die Förderregelungen 2005 untersuchen. Sie wird die Gültigkeit der Nachweise und die Notwendigkeit von Ausnahmen, die Zuverlässigkeit des Systems sowie ggf. die Einbindung des Herkunftsnachweises in die verschiedenen Förderregelungen untersuchen.

Gemäß Artikel 5 der Richtlinie wird die Kommission die Zweckmäßigkeit von Vorschlägen für gemeinsame Vorschriften für den Herkunftsnachweis prüfen.

2.6. Klärung der Bedeutung des Herkunftsnachweises für die Ermittlung des Fortschritts im Hinblick auf die nationalen Ziele

In der Richtlinie (Artikel 3) werden die nationalen Ziele im Hinblick auf den Verbrauch an Strom aus erneuerbaren Energien als Prozentsatz am nationalen Gesamtstromverbrauch definiert. Der Stromverbrauch ist definiert als inländische Stromerzeugung zuzüglich Einfuhren, abzüglich Ausfuhren. In Anhang I der Richtlinie werden Referenzwerte für die nationalen Ziele lediglich als Prozentsatz der inländischen Erzeugung festgelegt.

Es stellt sich die Frage, unter welchen Voraussetzungen ein Mitgliedstaat davon ausgehen kann, dass Importstrom aus erneuerbaren Energien zur Erreichung seines Ziels im Rahmen der Richtlinie beiträgt.

Ein Mitgliedstaat kann seine Ziele nicht durch Importe von außerhalb der EU erreichen. Dies geht eindeutig aus einer Fußnote zu der Tabelle in Anhang I hervor, wo es heißt"..... Im Fall des Binnenhandels mit EE-Strom (mit anerkanntem Nachweis oder registriertem Ursprung) hat die Berechnung dieser Prozentsätze Einfluss auf die für 2010 geltenden Zahlen der Mitgliedstaaten, nicht aber auf den Gesamtwert für die Gemeinschaft."

Bei Einfuhren aus anderen EU-Ländern ist die Situation hingegen nicht so eindeutig.

Die Kommission räumt ein, dass für die Berechnung des Fortschritts im Hinblick auf die nationalen Ziele Klarheit geschaffen werden muss. Insbesondere muss die Rolle des Herkunftsnachweises festgelegt werden.

Die Kommission hat beschlossen, bei der Beurteilung des Grades der Einhaltung der nationalen Ziele folgenden Grundsatz anzuwenden:

Ein Mitgliedstaat kann einen Beitrag von Einfuhren aus einem anderen Mitgliedstaat nur dann einbeziehen, wenn der ausführende Mitgliedstaat ausdrücklich akzeptiert und im Herkunftsnachweis festgehalten hat, dass er die betreffende Menge von Strom aus erneuerbaren Energien nicht verwenden wird, um seine eigenen Ziele zu erreichen und damit zugestimmt hat, dass die fragliche Strommenge auf die Ziele des einführenden Mitgliedstaates angerechnet wird.

An dieser Stelle sollte darauf hingewiesen werden, dass Handel mit Strom aus erneuerbaren Energien wünschenswert ist. Präferenzen der Verbraucher können ohnehin zu Handels tätigkeiten führen. Liegt jedoch keine Zustimmung des Ausfuhrlandes vor, wird die Produktion auf die Ziele des Ausfuhrlandes angerechnet.

Die ausführenden Mitgliedstaaten könnten diese Zustimmung direkt in die Herkunftsnachweise für in ihrem Hoheitsgebiet erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien aufnehmen. Ist das nicht der Fall, könnten die einführenden Mitgliedstaaten eine separate Genehmigung mit Bezugnahme auf den jeweiligen Herkunftsnachweis verlangen.

2.7. Vertragsverletzungsverfahren

Die Kommission wird die Umsetzung der verbindlichen Bestimmungen der Richtlinie 2001/77/EG prüfen, insbesondere im Hinblick auf die oben beschriebenen Anforderungen. Sie wird dabei den jeweiligen nationalen Bericht berücksichtigen und nötigenfalls Vertrags verletzungsverfahren einleiten.

2.8. Ausbau der Stromerzeugung aus Wind-, Biomasse- und Solarenergie

Insgesamt erreicht der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromerzeugung im Jahre 2002 etwa 15,2 %. Auf die Kernenergie entfallen 33 %. Der Rest entfällt auf fossile Brennstoffe.

In der EU-15 wird beinahe das gesamte Potenzial an großen Wasserkraftwerken ausgeschöpft. Der Beitrag dieses erneuerbaren Energieträgers ist hoch, aber die Gesamtkapazität wird stabil bleiben. Die beiden Energieträger, die den größten Teil der Steigerung bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in der EU-15 bis zum Jahre 2010 liefern dürften, sind Windkraft und Biomasse. In den neuen Mitgliedstaaten - vor allem Slowenien, Ungarn und Litauen - ist jedoch noch ein beträchtliches Potenzial für die Steigerung der Stromerzeugung aus Wasserkraft vorhanden.

Die Erwartungen an die Leistungspotenziale der verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten von Biomasse müssen unter Berücksichtigung ihrer Effizienz und Verfügbarkeit neu bewertet werden. In Abschnitt 2.2 wurden deutliche Unterschiede hinsichtlich der Zuwachsraten für beide Energieträger aufgezeigt. Ferner wird aus strategischen Gründen mittelfristig (bis etwa 2020 und darüber hinaus) auch die Sonnenenergie berücksichtigt.

2.8.1. Windenergie

Auf die europäische Windkraftindustrie entfallen 90 % des weltweiten Ausrüstungsmarktes. Weltweit befinden sich neun von zehn der größten Windkraftturbinenhersteller in Europa. Die Industrie hat 72.000 Arbeitsplätze (gegenüber 25.000 im Jahr 1998). Die Kosten je kWh sind in den letzten 15 Jahren um über 50 % gesunken.

Die installierte Kapazität in der EU-15 wuchs 2003 um 23 % auf einen Gesamtwert von über 28 GW (Abb. 2). In einem durchschnittlichen Windenergiejahr können mit dieser Kapazität 60 TWh Strom erzeugt werden, d.h. ca. 2,4 % des Stromverbrauchs der EU.

Dieser Erfolg beruht jedoch nicht auf einer gemeinsamen europäischen Anstrengung. Wie die nachstehende Grafik zeigt, entfallen auf Deutschland, Spanien und Dänemark 84 % der gesamten Windkraftkapazität der EU-15.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Abb. 2: Zunahme der Windenergiekapazität in der EU-15 1997-2003 - drei führende Märkte

1997 rechnete die Kommission bis 2010 bei der installierten Windkraftkapazität im Rahmen des Ziels von 12 % noch mit einem Volumen von 40 GW. Dieser Wert wird deutlich übertroffen werden. Nach Schätzungen der Industrie könnte die installierte Kapazität bis 2010 75 GW betragen [7] (mit einer Erzeugung von ca. 167 TWh pro Jahr).

[7] Quelle: Wind energy -The Facts - März 2003.

Das endgültige Ergebnis für 2010 hängt jedoch von den Anstrengungen in den Mitgliedstaaten ab, in denen sich die Windenergie bisher noch nicht durchsetzen konnte.

Dank eines verbesserten politischen Rahmen gibt es mittlerweile positive Signale aus dem Vereinigten Königreich, aus Österreich, den Niederlanden und Italien. In anderen Ländern nimmt der Anteil der Windenergie nur langsam zu. In Frankreich lag der Zuwachs im Jahre 2003 bei 91 MW (gegenüber 2.645 MW in Deutschland im gleichen Jahr), wodurch die Gesamtkapazität auf 239 MW anstieg. In Griechenland waren bis September 2003 für 3.715 MW die ersten Genehmigungen im Rahmen des nationalen Verwaltungsverfahrens erteilt - allerdings betrug die installierte Kapazität nur 375 MW.

Nach den Erfahrungen der drei führenden Länder sind für eine erfolgreiche Expansion der Windenergie von Nutzen:

- ein attraktiver langfristiger Finanzrahmen,

- der Abbau verwaltungstechnischer Hemmnisse durch die Einführung einheitlicher Planungsverfahren und Lizenzsysteme,

- die Gewährleistung eines fairen Netzzugangs und diskriminierungsfreie Tarife,

- kostenoptimale Netzplanung.

Die Schätzung von 75 GW installierter Windenergiekapazität bis 2010 schließt 10 GW Offshore ein. Offshore-Windenergieanlagen werden in dem Maße wichtiger werden, wie gute Standorte im Inland ,besetzt" sind. Offshore-Windkraftanlagen haben mehrere Vorteile. Der Wind auf See ist stärker und zuverlässiger (die meisten marinen Standorte in nordeuropäischen Gewässern dürften zwischen 20 % und 40 % mehr Windenergie liefern als gute Küstenstandorte). Die Gefahr einer Belästigung der Anwohner ist geringer. Die Kosten der Stromerzeugung in Windkraftwerken vor der Küste liegen derzeit jedoch noch über denen von Windkraftwerken an Land.

Dänemark hat den höchsten Anteil von Windenergie von allen Mitgliedstaaten und spielt bei der Offshore-Nutzung der Windkraft eine Vorreiterrolle. Das Vereinigte Königreich kündigte im Juli 2003 seine Absicht an, ebenfalls Offshore-Projekte finanziell zu unterstützen. Dies sind positive Entwicklungen, die auch in anderen Mitgliedstaaten angestrebt werden könnten.

2.8.2. Elektrizität aus Biomasse

Leider kann der Erfolg der Windenergie das langsame Wachstum des Biomassesektors nicht ausgleichen.

Zwischen 1997 und 2001 waren Finnland, Dänemark und das Vereinigte Königreich (dort vor allem Biogas) die einzigen Länder, in denen der Anteil von Biomasseelektrizität stetig zunahm. In einigen Ländern stieg der Beitrag der Biomasse vergleichsweise, aber unstetig, in anderen Ländern blieb er gering. Generell fehlen koordinierte politische Konzepte und die finanzielle Unterstützung ist gering.

1997 ging die Kommission davon aus, dass ein Anteil von 68 % beim Zuwachs der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auf die Biomasse entfallen würde. 24 % wurde bei der Windenergie und 8 % bei Wasserkraft, Geothermie und Photovoltaik erwartet.

Angesichts des starken Wachstums der Windenergie kann davon ausgegangen werden, dass dieser Energieträger 50 % des Zuwachses beisteuern kann, der für die Erreichung des laut der Richtlinie erforderlichen Wertes notwendig ist. Der Beitrag von Wasserkraft, Geothermie und Photovoltaik dürfte bei 10 % liegen. Folglich kann das Ziel nur erreicht werden, wenn der Anteil der Biomasse die verbleibenden 40 % erreicht. Dazu ist ein Wachstum von 43 TWh im Jahre 2002 [8] auf 162 TWh erforderlich. Die Stromerzeugung aus Biomasse muss also jährlich um 18 % gesteigert werden - im Vergleich dazu betrug die Steigerungsrate der letzten 7 Jahre lediglich 7 % (vgl. Grafik). [9]

[8] Quelle : Eurostat. nicht konsolidierte Zahlen.

[9] Das Ziel von 22 % enthält keine Einzelheiten zur Marktdurchdringung der verschiedenen erneuerbaren Energieträger bei der Stromerzeugung. Die Festlegung des Mix bei den erneuerbaren Energien ist Sache der Mitgliedstaaten. Die sektorale Verteilung des hier skizzierten Ziels ist daher nur als Schätzung zu betrachten.

In den meisten neuen Mitgliedstaaten bestehen erhebliche Potenziale für die Verwendung von Biomasse zur Stromerzeugung und zu Heizungszwecken. Das gilt besonders für das noch weitgehend ungenutzte Stromerzeugungspotenzial in Ungarn, der Tschechischen Republik, Slowakische Republik, Lettland, Litauen und Estland.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Diese Forderung sollte im Kontext der Notwendigkeit gesehen werden, größere Mengen Biomasse nicht nur zur Stromerzeugung, sondern auch für Heizung und Verkehr (vgl. Kapitel 3) einzusetzen, und vor dem Hintergrund des Potenzials der Biomasse bei der Kraft-Wärme-Kopplung.

2.8.3. Elektrizität aus photovoltaischer Energie

Im Jahre 2003 produzierte die Photovoltaik-Industrie weltweit Photovoltaik-Module mit einer Kapazität von etwa 740 MWp und erzielte einen Umsatz von 4 Mrd. EUR. In den letzten 5 Jahren betrug der jährliche Zuwachs im Durchschnitt über 30 %. Neben dem exponentiellen Wachstum des Weltmarktes ist vor allem der raschere Zuwachs der japanischen Produktionskapazitäten Grund zur Sorge für Europa.

Seit Einführung des deutschen Einspeisungsgesetzes 1999 stieg die europäische Photovoltaik-Produktion um durchschnittlich 50 % pro Jahr bis auf 190 MW im Jahre 2003. Der Anteil Europas am Weltmarkt stieg im gleichen Zeitraum von 20 % auf 26 %, während der Anteil der USA aufgrund eines schwachen heimischen Marktes sank, der Anteil Japans wuchs bis auf 49 %. Die europäische Photovoltaik-Industrie muss dieses Wachstum auch in den kommenden Jahren erreichen, um ihren Anteil zu halten. Dies wird jedoch nur möglich sein, wenn zuverlässige politische Rahmenbedingungen geschaffen werden, um der Photovoltaik-Industrie die Rentabilität ihrer Investitionen zu ermöglichen. Neben diesem politischen Aspekt sind auch gezielte Verbesserungen der Solarzellen- und der Systemtechnologien erforderlich.

Obwohl die Leistung des Photovoltaik-Sektors insgesamt noch gering ist, so entspricht doch ihre Entwicklung exakt der Entwicklung der Windenergie - zeitversetzt um etwa 12 Jahre. Die installierte Photovoltaik-Kapazität in Europa verdoppelte sich zwischen 2001 und 2003, wobei mehr als 70 % der Gesamtmenge auf Deutschland entfallen. Der Anteil Photovoltaik verdoppelte sich aber auch in Spanien und in Österreich, während Luxemburg den höchsten Anteil von Photovoltaik-Energie pro Einwohner erreichte: 8W pro Kopf. Wenn diese Entwicklung auf die ganze EU zuträfe, würde sie etwa 3,6 TWh jährlich bei 3,6 GWp installierter Photovoltaik-Kapazität produzieren.

2.9. Schlussfolgerungen zur Entwicklung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

Die Richtlinie 2001/77/EG war die erste vom Rat und vom Europäischen Parlament verabschiedete Rechtsvorschrift, die ausdrücklich auf den Ausbau der erneuerbaren Energien abzielte.

Im Oktober 2002 bestätigten die Mitgliedstaaten ihre nationalen Ziele. Europa bestätigte sein kollektives Ziel, bis zum Jahre 2010 den Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auf 22 % zu steigern.

Bis Oktober 2003 mussten die Mitgliedstaaten die Rechts- und Verwaltungsvorschriften zur Umsetzung der Richtlinie erlassen. Alle Mitgliedstaaten haben ihre Maßnahmen mitgeteilt.

Zwischen 2002 und 2003 führten neun Mitgliedstaaten eine neue Politik zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ein (vgl. Arbeitspapier der Kommissionsdienst stellen). Zwei Länder verfügten bereits über funktionierende Maßnahmen. Die ersten Fortschritte im Hinblick auf die Ziele der Richtlinie werden sichtbar.

Die Analyse der nationalen Berichte zeigt jedoch, dass sich mit den derzeitigen Politiken und Maßnahmen bei den erneuerbaren Energien bis 2010 nur ein Anteil von 18 %-19 % am Elektrizitätsmarkt erreichen lässt.

Nach wie vor bestehen in einigen Mitgliedstaaten aufgrund mangelnder Koordinierung zwischen verschiedenen Verwaltungseinheiten verwaltungstechnische Hemmnisse, z.B. lange und komplexe Genehmigungsverfahren (Artikel 6). Die derzeitigen Regelungen des Netzzugangs gewährleisten keinen Rechtsrahmen auf der Grundlage objektiver, transparenter und diskriminierungsfreier Kriterien (Artikel 7). Für ein stabiles Wachstum sind weitere Fortschritte bei der Verbesserung des Netzzugangs für Elektrizität aus erneuerbaren Energien unverzichtbar.

Das langsame Wachstum des Biomasse-Sektors ist auf unzureichende Fördersysteme und politische Koordinierungsmängel zurückzuführen. Fördersysteme und Politik sollten verbessert werden, um eine stärkere Nutzung der Biomasse zu erreichen, vor allem unter Berücksichtigung ihrer Potenziale auf regionaler und nationaler Ebene.

Die Windenergie hat in drei Mitgliedstaaten ein eindrucksvolles Wachstum erreicht - dieser Erfolg sollte auch in anderen Mitgliedstaaten angestrebt werden, in dem die ausschlaggebenden Voraussetzungen dafür (vgl. Abschnitt 2.8.1) geschaffen werden. Doch selbst der starke Aufschwung der Windenergie wird nicht ausreichen, um die langsamen Fortschritte bei der Biomasse auszugleichen.

Zusätzliche Anstrengungen sind erforderlich, vor allem bei den verschiedenen Verwendungs zwecken der Biomasse, bei Offshore-Windkraftanlagen sowie generell bei der finanziellen Unterstützung. Auch bei Geothermie, kleinen Wasserkraftwerken und Photovoltaik (Japan hat Europa auf diesem Gebiet bereits überholt) muss die Unterstützung fortgesetzt werden.

Die Kommission wird die Lage in allen Mitgliedstaaten und die volle Umsetzung aller Auflagen der Richtlinie genau beobachten, um Folgemaßnahmen ausarbeiten zu können.

3. Anstrengungen und Ergebnisse bis 2010

3.1. Entwicklung des Rechtsrahmens seit dem Jahr 2000

Seit 1997 arbeitet die EU-15 auf das allgemeine Ziel hin, den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoinlandsverbrauch von Energie gegenüber dem Wert von 5,2 % im Jahr 1995 bis 2010 auf 12 % zu steigern.

Zu diesem Zweck hat die Kommission seit dem Jahr 2000 eine ganze Reihe von neuen Rechtsinstrumenten zur Förderung erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz vorgeschlagen. Die meisten dieser Vorschläge wurden vom Europäischen Parlament und vom Rat angenommen. Die übrigen sind im inter-institutionellen Verfahren bereits weit fortgeschritten.

Die bisher umgesetzten Rechtsinstrumente sind vor allem:

- Richtlinie 2001/77/EG zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen (ABl. L283/33 vom 27.10.2001)

- Richtlinie 2003/30/EG zur Förderung der Verwendung von Biokraftstoffen (ABl. L123/42 vom 17.5.2003)

- Richtlinie 2002/91/EG über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (ABl. L1/65 vom 4.1.2003)

- Richtlinie 2004/8/EG über die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (ABl. L52/50 vom 21.2.2004)

- Richtlinie 2003/96/EG zur Besteuerung von Energieerzeugnissen und elektrischem Strom (ABl. L 283/51 vom 31.10.2003)

- Richtlinie 2000/55/EG über Energieeffizienzanforderungen an Vorschaltgeräte für Leuchtstofflampen (ABl. L279/33 vom 1.11.2000)

- Richtlinie 2002/40/EG der Kommission betreffend die Energieetikettierung für Elektrobacköfen (ABl. L128/45 vom 15.5.2002)

- Richtlinie 2002/31/EG der Kommission betreffend die Energieetikettierung für Raumklimageräte (ABl. L86/26 vom 3.4.2003)

- Richtlinie 2003/66/EG der Kommission betreffend die Energieetikettierung für Kühlschränke (ABl. L170/10 vom 09.07.2003)

- Verordnung Nr. 2422/2001/EG über ein gemeinschaftliches Kennzeichnungs programm für Strom sparende Bürogeräte (ABl. L332/1 vom 15.12.2001)

Zu nennen sind ferner die Vorschläge:

- KOM(2003) 453 vom 1.8.2003 über Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte

- KOM(2003) 739 vom 10.12.2003 zur Endenergieeffizienz und zu Energiedienstleistungen

Die Wirkung einer Maßnahme - der Richtlinie 2001/77/EG - wurde weiter oben analysiert. Die Wirkung anderer Maßnahmen wird in diesem Kapitel untersucht. Die Berechnung ihrer Wirkung ist möglich bei Annahme einer vollen Umsetzung und bei strenger Anwendung durch nationale, regionale und lokale Behörden. Das Beispiel der Richtlinie 2001/77/EG zeigt jedoch, dass davon nicht unbedingt ausgegangen werden kann.

Es besteht allgemeines Einvernehmen, dass das Emissionshandelsystem der EU (ETS) sich ab 2005 positiv auf die Durchsetzung der erneuerbaren Energien in der EU auswirken wird. Ferner wird die kürzlich angenommene Kopplungsrichtlinie eine ähnliche Wirkung für die Einführung dieser Technologien in den Entwicklungsländern und die Schwellenländer haben. Das Emissionshandelssystem der EU an sich garantiert nicht die Erreichung des Ziels für den Anteil der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2010, da dieses System nur die positive Wirkung der erneuerbaren Energien im Hinblick auf Treibhausgase betrifft. Der positive Effekt wird sich auf die Extrapolationen für 2010 auswirken, wobei diese These vor Abschluss der Zuteilung der Emissionszertifikate noch etwas verfrüht sein mag.

Auch sollte berücksichtigt werden, dass mehrere Maßnahmen, vor allem im Bereich der Energieeffizienz, ihre volle Wirkung noch nicht kurz- oder sogar mittelfristig entfalten werden (z.B. bauliche Verbesserungen). Daher kommt für diese Maßnahme eine Extrapolation der derzeitigen Trends nicht in Frage, und Prognosen für 2010 können die volle Wirkung dieser Maßnahmen noch nicht einbeziehen.

3.2. Maßnahmen der Mitgliedstaaten

In den letzten beiden Jahren haben die Mitgliedstaaten neue politische Strategien im Bereich der erneuerbaren Energien eingeführt. Der Rechtsrahmen ist strukturierter und die Finanzbedingungen sind klarer geworden.

Das Gesamtbild ist jedoch nicht so positiv. Es bestehen weiterhin Ungleichgewichte beim Engagement der einzelnen Länder für die Entwicklung der erneuerbaren Energien.

Die Situation wäre wesentlich anders, wenn in der gesamten Gemeinschaft die Windenergie so genutzt würde wie in Dänemark, Deutschland und Spanien, wenn Biomasse zum Heizen so intensiv eingesetzt würde wie in Finnland oder wenn geothermische Energie gemeinschafts weit den Entwicklungsstand hätte, der in Schweden und in Italien erreicht wird.

Auf Gemeinschaftsebene wurde der erforderliche rechtliche und politische Rahmen geschaffen, aber die Verantwortung für konkrete Fortschritte liegt bei den Mitgliedstaaten. Die Mitgliedstaaten müssen jetzt ihre eigenen Initiativen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene ausbauen.

Die Mitgliedstaaten sind aufgerufen, die durch die Strukturfonds verfügbar gemachten Mittel optimal einzusetzen, um Maßnahmen für die Entwicklung der erneuerbaren Energien zu fördern.

3.3. Förderinstrumente der Gemeinschaft

Der Gemeinschaft stehen nur begrenzte Mittel zur Finanzierung der erneuerbaren Energien zur Verfügung. Sie kann nur als Katalysator und unterstützend eingreifen. Folgende Maßnahmen wurden bisher entwickelt.

3.3.1. Förderprogramme der Gemeinschaft

Programm Intelligente Energie - Europa (2003-2006) [10]

[10] Entscheidung Nr. 1230/2003/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2003 zur Festlegung eines mehrjährigen Programms für Maßnahmen im Energiebereich, ABl. L 176 vom 15.7.2003, S 29.

Das im Juni 2003 verabschiedete mehrjährige Programm ,Intelligente Energie - Europa (IEE) soll aufbauen auf den Erfolgen der Programmen Save und Altener, durch die seit Anfang der neunziger Jahre Maßnahmen in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energie gefördert wurden. Dabei ist es von Bedeutung, dass der Gemeinschaftshaushalt für Maßnahmen in den Mitgliedstaaten aufgestockt wurde. Der Haushalt für beide Vorläuferprogramme im Zeitraum 1993-2002 betrug insgesamt 220 Mio. Euro, während der Haushalt für das neue Programm für den Zeitraum 2003-2006 ein Volumen von 250 Mio. Euro erreicht.

Das Programm IEE soll beitragen zur Verbesserung der Energieeffizienz (Save-Maßnahmen), zur Förderung neuer und erneuerbarer Energiequellen (Altener-Maßnahmen), zur Unterstützung von Initiativen im Bereich der energiespezifischen Aspekte des Verkehrs (Steer) sowie zur Förderung der erneuerbaren Energie und der Energieeffizienz in den Entwicklungsländern (Coopener).

Das IEE-Programm unterstützt auch die Umsetzung des Gemeinschaftsrechts durch Unterstützung nationaler, regionaler und lokaler Anstrengungen in der EU. Seine Schwerpunkte sind die Beseitigung nichttechnischer Hemmnisse, die Schaffung von Marktchancen, die Entwicklung von Normen sowie der Aufbau von Ausbildungsstrukturen und Instrumente für Planung und Überwachung. Es ergänzt die FTE-Programme, indem es zur Beseitigung von Markthindernissen beiträgt, die bei der Durchführung von Demonstrationsprojekten häufig auftreten. Das Programm unterstützt auch Initiativen von lokalen Akteuren sowie von kommunalen und regionalen Verwaltungen und Agenturen, die für die Schaffung nachhaltiger Märkte für erneuerbare Energien von zentraler Bedeutung sind.

In Anbetracht der steigenden Bedeutung und Höhe der Gemeinschaftsförderung wurde die Exekutivagentur für intelligente Energie eingerichtet, um die Kommission bei der Durchführung des IEE-Programms zu unterstützen.

Forschung, Technologische Entwicklung und Demonstration

Das Sechste FTE-Rahmenprogramm (2002-2006) [11] trägt zu den Bemühungen der Europäischen Union zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung und der wissensgestützten Wirtschaft bei. Die thematische Priorität Nr. 6 des laufenden Programms schließt nachhaltige Energiesysteme ein. Vom FTE-Haushalt von insgesamt 17,500 Mrd. EUR wurden 810 Mio. EUR für nachhaltige Energiesysteme zugewiesen: 405 Mio. EUR für mittel- und langfristige Forschung und 405 Mio. EUR für mittel- und kurzfristige Demonstration.

[11] Beschluss Nr. 1513/2002/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. Juni 2002 über das Sechste Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration als Beitrag zur Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums und zur Innovation (2002-2006), ABl. L 232 vom 29.8.2002.

Im kurz- und mittelfristigen Teil des Programms liegt der Schwerpunkt auf fünf Forschungs prioritäten:

- kostenwirksame Bereitstellung erneuerbarer Energien

- großmaßstäbliche Integration erneuerbarer Energien

- ökologische Gebäudetechnik

- gekoppelte Energieerzeugung

- alternative Fahrzeugkraftstoffe.

Innerhalb dieses Teils des Programms hat die Kommission eine größere Initiative - Concerto - gestartet, mit der Demonstrationsprojekte unterstützt werden, die auf die Optimierung der Energieströme in lokalen Gemeinschaften durch die innovative Integration von erneuerbaren Energien und Energieeffizienztechniken ausgerichtet sind. Diese Initiative verfolgt auch das wichtige Ziel, die lokalen Gemeinschaften in Aktivitäten zur nachhaltigen Entwicklung einzubeziehen. Eine ähnliche Initiative - Civitas - wird sowohl aus Mitteln des Verkehrs- als auch des Forschungshaushalts finanziert und dient der Förderung eines nachhaltigen städtischen Nahverkehrs, einschließlich alternativer Kraftstoffe. Die Kommission hat auch weitere umfangreichere Initiativen gestartet, einschließlich der Wasserstoff- und Photovoltaik-Technologieplattformen, die langfristigen Perspektiven und der strategischen Planung in diesen beiden Schlüsseltechnologiefeldern gewidmet sind.

Hinsichtlich der erneuerbaren Energien umfassen die mittel- bis längerfristigen Forschungs programme folgende Forschungsschwerpunkte:

- neue und fortgeschrittene Technologiekonzepte für erneuerbare Energien,

- neue Technologien für Energietransport und -speicherung, insbesondere für Wasserstoff,

- Kraftstoffzellen einschließlich deren Anwendungen,

- sozioökonomische, Energie- und Umweltmodellbildung.

Außerdem startet die Kommission zwei umfangreiche Initiativen im Bereich der Flächennutzung und Landwirtschaft, mit denen ein Beitrag zur Gestaltung der EU-Strategie für nachhaltige Entwicklung durch die Ausarbeitung von Werkzeugen und Methoden für die Folgenabschätzung alternativer Politikentscheidungen geleistet werden soll. Bei der in Betracht zu ziehenden land- und forstwirtschaftlichen Flächennutzung wird der Biomasseerzeugung für Energiezwecke besonderes Augenmerk gewidmet. Im Rahmen des von der Generaldirektion Forschung eingeleiteten Aktionsplan Umwelttechnologien werden Technologien für erneuerbare Energien analysiert und gefördert.

3.3.2. Verbreitung - Kampagnen zur Bewusstseinsbildung

Die Kampagne zur Etablierung erneuerbarer Energien (2000-2003)

Die Kommission hat die Kampagne zur Etablierung erneuerbarer Energien 1999 [12] gestartet. Zweck war es, quantitative Ziele für acht Sektoren erneuerbarer Energien vorzugeben, die als Leitwerte für Entscheidungsträger und Planer bei der Verbreitung erfolgreicher Initiativen dienen sollten, und vorbildliche Praktiken bekannt zu machen und Bewusstsein bei Entscheidungsträgern auf örtlicher, regionaler, nationaler und europäischer Ebene zu schaffen.

[12] Arbeitspapier der Kommissionsdienststellen - Energie für die Zukunft: Erneuerbare Energiequellen (Strategie der Gemeinschaft und Aktionsplan) - Kampagne zur Etablierung erneuerbarer Energien, SEC(1999) 504.

Über 125 Programme und Projekte für erneuerbare Energien, an denen mehr als 600 Partnerorganisationen in der Europäischen Union beteiligt waren - Gemeinden, Agenturen, Technologieinstitute, regionale Behörden, nationale Einrichtungen, Universitäten und Unternehmen -, haben sich der Kampagne als Partner für erneuerbare Energien 2002-2003 angeschlossen.

3.4. Erreichung des Ziels von 12 % - Auswirkungen der Rechtsvorschriften der Gemeinschaft

3.4.1. Rechtsvorschriften zur Energieeffizienz

Die Energieeffizienz ist so wichtig wie erneuerbare Energien, wenn es darum geht, die Sicherheit der Energieversorgung zu erhöhen und die Treibhausgasemissionen zu verringern.

Die EU-Politik für die Energieeffizienz hat sich anders entwickelt als die Politik für erneuerbare Energien.

Am Anfang der Politik für erneuerbare Energien stand ein allgemeines Ziel (das ,Ziel von 12 %"). Die EU-Rechtsvorschriften zur Energieeffizienz haben sich zuerst mit einzelnen Erzeugnissen befasst. Vor 2000 waren Gegenstand dieser Rechtsvorschriften die Mindestenergieeffizienz und Kennzeichnungsanforderungen für eine Vielzahl von Erzeugnissen sowie eine freiwillige Vereinbarung mit den Automobilherstellern (die ,ACEA-Vereinbarung") [13].

[13] Diese Vereinbarung bezieht sich zwar auf die Verringerung der CO2-Emissionen, wird aber im Wesentlichen durch die Erhöhung der Energieeffizienz von Kraftfahrzeugen umgesetzt.

Seit 2000 hat die Europäische Union weitere Rechtsvorschriften zur Energieeffizienz einzelner Erzeugnisse verabschiedet, Effizienzanforderungen an Vorschaltgeräte für Leuchtstofflampen [14] und neue Kennzeichnungsanforderungen für Kühl- und Gefriergeräte, Klimaanlagen und Elektroherde [15] erlassen.

[14] Richtlinie 2000/55/EG über Energieeffizienzanforderungen an Vorschaltgeräte für Leuchtstofflampen (ABl. L 279 vom 1.11.2000).

[15] Richtlinie 2003/66/EG vom 3.7.2003 zur Änderung der Richtlinie 94/2/EG zur Durchführung der Richtlinie 92/75/EWG des Rates betreffend die Energieetikettierung für elektrische Haushaltskühl- und -gefriergeräte sowie entsprechende Kombinationsgeräte, ABl. L 170 vom 9.7.2003.

Zur gleichen Zeit arbeitete die Europäische Union Rechtsvorschriften aus, die sich mit der Energieeffizienz ganzer Sektoren befassen, und erließ Richtlinien für die Energieeffizienz von Gebäuden sowie zur Kraft-Wärme-Kopplung [16].

[16] Richtlinie 2002/91/EG über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (ABl. L 1 vom 4.1.2003), Richtlinie 2004/8/EG über die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (ABl. L 52 vom 21.2.2004).

Mitte 2003 schlug die Kommission eine Rahmenrichtlinie zur ökologischen Gestaltung Energie verbrauchender Erzeugnisse vor, die es möglich machen sollte, Mindest effizienzanforderungen aktiv festzulegen oder freiwillige Vereinbarungen in diesem Bereich zu fördern.

Zuletzt hat die Kommission vor kurzem vorgeschlagen, ein allgemeines Energieeffizienzziel für die Europäische Union in einem Rechtsakt festzulegen. Die Energiediensterichtlinie würde den Mitgliedstaaten vorschreiben, die an Endverbraucher verteilte Energiemenge jährlich um 1 % zu senken.

Das Europäische Parlament und der Rat erörtern derzeit die Vorschläge der Kommission für Richtlinien zur ökologischen Produktgestaltung, zur Energieeffizienz und zu Energie dienstleistungen.

Energieeffizienzmaßnahmen können es einfacher machen, das Ziel eines Anteils erneuerbarer Energien von 12 % zu erreichen, indem das Gesamtvolumen des Energieverbrauchs verringert wird, von dem sich dieser Anteil errechnet.

In der Tabelle sind die geschätzten Auswirkungen der verabschiedeten Rechtsvorschriften zur Energieeffizienz auf den Gesamtenergieverbrauch der EU-15 bis 2010 angegeben.

// Einsparungen beim Primärenergieverbrauch (Mio. t RÖE)

Gebäuderichtlinie // 9

Kraft-Wärme-Kopplung-Richtlinie // 10

Vorschaltgeräte richtlinie // 1

Herd- und Klima anlagen kennzeichnung // <0.5

Kühlgerätekennzeichnung // 1

Energiestern-Richtlinie [17]

[17] Von der Kommission unterstützte freiwillige Programme, die weitere Einsparungen von mindestens 1 Mio. t RÖE bewirken werden: GreenLight, Motor Challenge, Standby-Stromsparvereinbarungen für Digitalfernsehen und Netzteile und die CEMEP-Vereinbarung.

// Schätzung: 1

GESAMT // 22

Nach Schätzungen der Kommission wird sich der Gesamtenergieverbrauch der EU-15 im Jahr 2010 aufgrund dieser neuen Rechtsvorschriften auf 1556 Mio. t RÖE statt 1578 Mio. t RÖE nach dem Basisszenario der Kommission belaufen.

Diese Schätzung spiegelt die Auswirkungen der EU-Rechtsvorschriften nicht vollständig wider, da mehrere Maßnahmen ihre volle Wirkung erst nach 2010 entfalten werden.

Die Richtlinie 2002/91/EG über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden betrifft Haushalte und den tertiären Sektor, auf die rund 40 % der Endenergienachfrage in der EU entfallen. Das langfristige Energieeinsparpotenzial wird auf rund 22 % geschätzt. Die Richtlinie führt eine einheitliche Methodik für integrierte Energiestandards für Gebäude ein, einschließlich der Einbeziehung erneuerbarer Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung. Die Standards gelten nicht nur für neue Gebäude, sondern auch im Fall einer umfangreicheren Renovierung großer Gebäude. Gebäude und Wohnungen müssen zertifiziert sein, wenn sie verkauft oder vermietet werden, und Energiesparmaßnahmen müssen angegeben werden. Boiler, Heizungs- und Kühlanlagen sind regelmäßig zu inspizieren und mögliche Energie einsparungen zu analysieren. Die Richtlinie soll bis spätestens 2006 in einzelstaatliches Recht umgesetzt werden.

Bis 2010 werden Auswirkungen in Form einer Primärenergieeinsparung von 9 Mio. t RÖE und eines um 20 Mio. Tonnen verringerten CO2-Ausstoßes erwartet. Diese Schätzung beruht auf einem Modell, in dem über einen Zeitraum von sechs Jahren jedes Jahr Verbesserungen um einen festen Betrag erfolgen.

Die Richtlinie 2004/8/EG zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung bezweckt eine Steigerung des Anteils der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung vom gegenwärtigen Stand (2000) von 10 % des gesamten Elektrizitätsverbrauchs in der EU. In der Richtlinie wird dargelegt, dass eine hochwertige Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mindestens 10 % weniger Primärenergie verbraucht als eine getrennte Erzeugung. Die durchschnittlichen Energieeinsparungen dürften sich auf rund 20 bis 25 % belaufen. Der potenzielle Anteil, der durch eine hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung abgedeckt werden kann, wurde zuvor auf 18 % für das Jahr 2010 berechnet, dies wird jedoch im Lichte der Berichte, die die Mitgliedstaaten 2006 über ihr nationales Potenzial für hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung vorzulegen haben, überprüft. Ein garantierter Netzzugang zu fairen Bedingungen, die Straffung von Verwaltungsverfahren und ein System, das eine Ursprungsgarantie bietet, um die Betreiber bei der Förderung einer hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung zu unterstützen, sind weitere Instrumente der Richtlinie. Die Richtlinie ist energieträgerneutral. Sie wird die Kraft-Wärme-Kopplung sowohl mit erneuerbaren Energien als auch unter Einsatz fossiler Brennstoffe fördern.

Falls der Anteil der durch Kraft-Wärme-Kopplung erzeugten Elektrizität im Jahr 2010 18 % erreicht, wird dies (bezogen auf die Ausgangslage mit einem Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung von 13 %) Primärenergieeinsparungen von 18 Mio. t RÖE und einen Rückgang der CO2-Emissionen um 42 Mio. Tonnen bewirken. Das in der obigen Tabelle wiedergegebene Szenario (mit einem KWK-Anteil von 15,5 %), das dem Stand auf halbem Weg entspricht, führt zu Primärenergieeinsparungen von 10 Mio. t RÖE und zu einem Rückgang der CO2-Emissionen um 24 Mio. Tonnen.

Die Energieeffizienz sollte umfassend verstanden werden als weit greifende Integration von Prozessen sowohl auf der Erzeugungs- als auch der Verbrauchsseite. Unter anderem ist den Stadtplanern der erhebliche Nutzen der Energieeffizienz nahe zu bringen.

3.4.2. Rechtsvorschriften zur Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen

Auf die Elektrizitätserzeugung entfallen rund 45 % der in der EU-25 verbrauchten Energie [18].

[18] Substitutionsmethode; dabei handelt es sich um den Anteil am Bruttoverbrauch, nicht am Endverbrauch; nichtenergetische Nutzung ausgenommen.

Aus erneuerbaren Energiequellen wurde 2001 in der EU-15 Elektrizität im Umfang von 384 TWh erzeugt. Dies entspricht einem Anteil von 15,2 % (zusammengefasste Daten für 2002 liegen noch nicht vor).

Eine ausführliche Analyse der Richtlinie zur Elektrizität aus erneuerbaren Energien wurde bereits in Kapitel 2 vorgenommen.

3.4.3. Biokraftstoffe

2002 war der Marktanteil der Biokraftstoffe in Frankreich am höchsten (1,3 %). In der gesamten EU-15 belief sich der Anteil der Biokraftstoffe am Benzin- und Dieselmarkt auf 0,6 %. In der Tschechischen Republik hatten Biokraftstoffe 2001 bereits einen Anteil von 1,3 % an allen Fahrzeugkraftstoffen. Polen hat ebenfalls ein neues Gesetz zur Förderung der Biokraftstoffe angenommen, das am 1. Januar 2004 in Kraft getreten ist.

Biodiesel aus Ölsaaten ist der am weitesten verbreitete Biokraftstoff. Er wird mit Diesel gemischt. Bioethanol aus Zuckerrüben oder Weizen steht an zweiter Stelle (und legt kräftig zu). Er wird mit Ottokraftstoff vermischt, zum Teil in Alkoholform, zum Teil nach Umwandlung in ETBE. Andere Biokraftstoffe aus Abfall- und Reststoffen kommen nur auf einen geringen Anteil.

Biokraftstoffe sind vergleichsweise teuer, wobei die zusätzlichen Kosten jedoch durch Nutzeffekte in verschiedenen Politikbereichen gerechtfertigt sind.

Insbesondere würden sie eine zusätzliche und alternative Kraftstoffversorgung für den Verkehrssektor darstellen, der fast vollständig von einem Energieträger - Öl - abhängt und auf den über 30 % des Endenergieverbrauchs in der Gemeinschaft entfallen. Biokraftstoffe stellen derzeit das einzige technisch nutzbare Mittel dar, mit dem sich Öl als Kraftstoff durch erneuerbare Energien ersetzen lässt. Biokraftstoffe bieten besonders deutliche Vorteile bei der Versorgungssicherheit. Einige dieser Vorteile ließen sich durch Biokraftstoffimporte erreichen, da Biokraftstoffe aus anderen Weltgegenden kommen als Öl.

Außerdem ist die Beschäftigungsbilanz bei Biokraftstoffen vorteilhaft: rund 16 Arbeitsplätze je 1000 t RÖE, fast alle auf dem Lande.

Unter Berücksichtigung der Vorteile von Biokraftstoffen hinsichtlich Klimawandel, Versorgungssicherheit und ländlicher Beschäftigung hat die Kommission 2001 Rechtsvorschriften zur Festlegung von Zielen für die Nutzung von Biokraftstoffen im Verkehr vorgeschlagen. Ein zweiter Vorschlag sollte es den Mitgliedstaaten ermöglichen, Biokraftstoffe von der Kraftstoffbesteuerung auszunehmen, ohne dass die Kommission dem zuvor zustimmen muss. Aufgrund dieser Vorschläge verabschiedeten der Rat und das Europäische Parlament 2003 die Biokraftstoffrichtlinie [19] und nahmen eine Bestimmung in die Energiesteuerrichtlinie [20] auf.

[19] Richtlinie 2003/30/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 8.5.2003 zur Förderung der Verwendung von Biokraftstoffen oder anderen erneuerbaren Kraftstoffen im Verkehrssektor, ABl. L 123 vom 17.5.2003.

[20] Richtlinie 2003/96/EG des Rates vom 27.10.2003 zur Restrukturierung der gemeinschaftlichen Rahmenvorschriften zur Besteuerung von Energieerzeugnissen und elektrischem Strom, ABl. L 283 vom 31.10.2003.

In der Biokraftstoffrichtlinie heißt es: ,Die Mitgliedstaaten sollten sicherstellen, dass ein Mindestanteil an Biokraftstoffen und anderen erneuerbaren Kraftstoffen auf ihren Märkten in Verkehr gebracht wird, und legen hierfür nationale Richtwerte fest." Die Richtlinie gibt Bezugswerte für diese Richtwerte vor: 2 % bis Ende 2005 und 5,75 % bis Ende 2010. Die Mitgliedstaaten haben der Kommission alljährlich über die Maßnahmen, die zur Förderung von Biokraftstoffen getroffen wurden, und über den Marktanteil der Biokraftstoffe im Vorjahr Bericht zu erstatten. Der erste Bericht, der bis Ende Juni 2004 vorzulegen ist, muss einen nationalen Richtwert für 2005 enthalten. Im 2007 fälligen Bericht ist ein solcher Richtwert für das Jahr 2010 anzugeben.

Die Kommission hat bis Ende 2006 und anschließend alle zwei Jahre einen Fortschrittsbericht vorzulegen. Kommt der Bericht zu dem Schluss, dass die als Richtwert festgelegten Ziele aus unberechtigten Gründen voraussichtlich nicht erreicht werden, dann soll die Kommission Vorschläge vorlegen, die ,in geeigneter Form auf einzelstaatliche Ziele, einschließlich möglicher verbindlicher Ziele" eingehen.

Die Energiesteuerrichtlinie besagt, dass - solange das Gemeinschaftsrecht keine verbindlichen Ziele vorgibt - die Mitgliedstaaten Biokraftstoffe von Kraftstoffsteuern ausnehmen oder auf sie einen niedrigeren Steuersatz anwenden können. Wenn durch das Gemeinschaftsrecht jedoch verbindliche Ziele festlegt werden, könnten die Mitgliedstaaten weiterhin Steuerermäßigungen oder -ausnahmen zugunsten von Biokraftstoffen im Verfahren des Artikel 19 der Energiesteuerrichtlinie (Vorschlag der Kommission, Genehmigungs entscheidung des Rates) praktizieren. Derzeit (März 2004) haben sieben Mitgliedstaaten Biokraftstoffe teilweise oder ganz steuerbefreit (Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Schweden, Spanien, Vereinigtes Königreich).

Werden die in der Biokraftstoffrichtlinie festgelegten Ziele erreicht, wird der Beitrag der Biokraftstoffe von 1,4 Mio. t RÖE 2001 auf 19 Mio. t RÖE 2010 ansteigen, mithin um 18 Mio. t RÖE.

Die Kommission wird den Biokraftstoffmarkt und die Umsetzung der Biokraftstoff richtlinie, die bis Dezember 2004 zu erfolgen hat, aufmerksam beobachten.

Der Fortschritt bei Biokraftstoffen bis 2010 und darüber hinaus wird von den Entwicklungen bei Kraftstoffqualitätsnormen, also der Wettbewerbsfähigkeit von Biokraftstoffen, von der Entwicklung neuer Biokraftstofftechnologien und der Bereitstellung von Biomasse für Biokraftstoffe stark beeinflusst werden und davon abhängen.

3.5. Erneuerbare Energien für die Wärmeerzeugung

Der Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärmeerzeugung ist in den letzten sieben Jahren langsam angestiegen. Die Richtlinie zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung und die Gebäuderichtlinie haben unmittelbare Auswirkungen auf die effiziente Nutzung von Heizenergie gehabt. Es existieren jedoch keine Rechtsvorschriften, die sich mit erneuerbaren Energien für die Wärmeerzeugung befassen. Dieser Sektor wird noch immer durch die traditionelle Nutzung von Biomasse bestimmt, und es ist eine neue Dynamik vonnöten, um den notwendigen Beitrag zu leisten, damit das Ziel eines Anteils von 12 % erneuerbarer Energien erreicht und das in den neuen Mitgliedstaaten vorhandene kräftige Potenzial entwickelt werden kann.

Wärme aus erneuerbaren Energiequellen wird auf vielerlei Weise genutzt. In der Industrie werden häufig hohe Temperaturen oder Dampf unter hohem Druck benötigt. In solchen Fällen wird Wärme aus erneuerbaren Energien typischerweise durch Verbrennung von Biomasse (Holz oder Industrieabfälle und -reststoffe), vorzugsweise durch Mitverbrennung fossiler Brennstoffe in Kesseln oder bei der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. Wird Wärme zur Heizung von Gebäuden und zur Warmwassererzeugung benötigt, kann der Bedarf von einer größeren Palette an Technologien und Energiequellen gedeckt werden. Hat die Nachfrage größeren Umfang, wie beispielsweise bei der Fernheizung und bei großen Gebäuden (gewerblich genutzte/öffentliche Gebäude, Wohnbauten), ist eine zentralisierte Versorgung möglich und bestehen Anreize für Investitionen in Technologie (Großkessel, Erdwärme, KWK) aufgrund von Größenvorteilen. Der Wärmebedarf von Haushalten und andere kleinvolumige Nachfragearten können durch andere Technologien wie Sonnenkollektoren, Holzöfen, Wärmepumpen usw. gedeckt werden.

3.5.1. Trends bei der Erdwärmenutzung

Die direkte Nutzung ist die älteste und am weitesten verbreitete Art der Erdwärmenutzung. Raum- und Fernheizung, Anwendungen in der Landwirtschaft und Fischzucht sowie die industrielle Nutzung sind bekannte Beispiele.

Nach Einführung erdgekoppelter Wärmepumpen hat der Einsatz für Raumheizung und -klimatisierung in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Schweden liegt mit einer Kapazität von schätzungsweise 1 GWth mit 176 000 Einheiten (Stand 2002) an der Spitze und verfügt über ein Drittel aller in Europa installierten Wärmepumpen. Deutschland und Frankreich besetzen die Folgeplätze. Italien ist in der Europäischen Union führend bei Niedrigenergieanwendungen der Erdwärme mit einer Kapazität von 0,44 GWth, gefolgt von Frankreich und Deutschland.

Bei einem jährlichen Wachstum bei Wärmepumpen von 10 % (die Wachstumsrate für 2002/2001 betrug 14 %) würde das 1997 berechnete bis 2010 zu erreichende Ziel von 5 GWth um 60 % überschritten.

Die Erdwärme ist in Ungarn eine gut entwickelte Energiequelle, wo die installierte Leistung ähnlich hoch ist wie in Frankreich. Die Tschechische Republik, die Slowakei, Slowenien und Polen setzen diese erneuerbare Energiequelle hauptsächlich in der direkten Nutzung ein.

3.5.2. Solarwärme

Die Nutzung der Solarwärme ist nur in Deutschland, Griechenland, Österreich und Zypern von Bedeutung. Ende 2002 belief sich die installierte Sonnenkollektorfläche in der EU-15 auf fast 12,8 Mio. m2 gegenüber 11,8 Mio. m2 Ende 2001. Bei dieser Steigerung war der deutsche Markt führend. 2002 waren 80 % der gesamten Solarwärmekapazität der EU-15 in den drei führenden Ländern installiert. Österreich verfügt beispielsweise über neunmal so viele Sonnenkollektoren wie Spanien. Unter den neuen Mitgliedstaaten ragt Zypern mit rund 600 000 m2 installierter Fläche heraus.

Sonnenkollektoren decken zwei Drittel des Warmwasserbedarfs griechischer Haushalte, in Zypern bis zu 90 % und fast 10 % in Österreich. In Spanien, Portugal und Italien wird nur ein unbedeutender Anteil von 0,5 % des Warmwasserbedarfs auf diese Weise abgedeckt.

Die Herstellung von Sonnenkollektoren ist in den vergangenen vier Jahren mit einer Wachstumsrate von rund 9 % angestiegen. Falls aber keine wesentlich bedeutenderen Schritte unternommen werden, wird das 1997 festgelegte Ziel der Installation von 100 Mio. m2 Sonnenkollektoren in der EU-15 bis 2010 nicht erreicht.

3.5.3. Biogas

Seit die ,Umwelt" zu einem vollgültigen Wirtschaftssektor geworden ist, hat sich der Biogas sektor in den meisten Ländern der Europäischen Union konstant entwickelt. Biogas weist den doppelten Vorteil einer Verringerung der Umweltverschmutzung bei gleichzeitiger Energiegewinnung auf. Vergärungsanlagen wurden überall in Europa installiert. Im Biogassektor werden unterschiedliche Abfälle verwertet. Das Gas kann zur Erzeugung von Elektrizität oder Wärme oder als Motorkraftstoff verwendet werden. 60 % des Biogases werden zur Elektrizitätserzeugung und 40 % zur Wärmeerzeugung eingesetzt.

2002 belief sich die Biogaserzeugung in der EU-15 auf 2,8 Mio. t RÖE, 10 % mehr als 2001. Diese Wachstumsrate ist zu gering, um das für 2010 vorgeschlagene Ziel von 15 Mio. t RÖE zu erreichen.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

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Zur Entwicklung der Biogasnutzung ist eine koordinierte Politik in den Bereichen Energie, Umwelt und Landwirtschaft (Viehdung ist eine Biogasquelle) erforderlich.

3.5.4. Holzbiomasse

Die zum Heizen vorwiegend verwendete Biomasse ist nach wie vor Holz, besonders in Haushalten. Der Biomassemarkt für die Raumheizung stagniert. Es sind erhebliche Anstrengungen erforderlich, um dieses Problem zu überwinden und die Nutzung effizienterer Herde und Kessel zur Holzverbrennung zu fördern. Die Kraft-Wärme-Kopplung ist eine gute Möglichkeit, Holz in industriellem Maßstab zu nutzen. Das mittelfristige Potenzial der EU-15 weist eine ausgeglichenere Aufteilung zwischen den drei in Betracht gezogenen Technologien auf: Wärme aus Biomasse, Erdwärme und Solarwärme (Erdwärme schließt Erdwärmepumpen ein).

Andere Arten von Biomasse, wie speziell angebaute Energiepflanzen, sind gut erprobt, und die Technologie und Logistik zu ihrer Nutzung wurden entwickelt. Sie sollten bestärkt werden, wofür anfangs bedeutende Initiativen erforderlich sind.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Beispiele vorbildlicher Praktiken sind das österreichische Programm zur Kommerzialisierung der Holznutzung und der französische ,Plan du Bois", bei dem die Installation effizienter Einzelöfen und Gemeinschaftsheizungen gefördert wird. Alle derartigen Mittel zur Verbreitung effizienter Praktiken der Nutzung von Holz als Brennstoff sind verstärkt einzusetzen.

3.5.5. Zusammenfassung

Es sind auf einzelstaatlicher Ebene einige Erfolge bei der Holzbiomasse und der Solarwärme zu verzeichnen. Die Erdwärmenutzung zu Heizzwecken wächst mit guter Geschwindigkeit. Insgesamt gibt die Entwicklung beim Einsatz erneuerbarer Energien für Heizzwecke jedoch keinen Anlass zu Optimismus. Nach den in der folgenden Tabelle aufgeführten Zahlen sind zur Erreichung des Ziels von 12 % bis 2010 fehlen weitere 29 Mio. t RÖE erneuerbarer Energien zur Wärmeerzeugung nötig, selbst wenn die Ziele für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und für Biokraftstoffe erreicht werden.

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

3.6. Schlussfolgerung: Szenario für den Anteil erneuerbarer Energien 2010

Die im Arbeitspapier der Kommissionsdienststellen dargelegten Trends geben zu der Schlussfolgerung Anlass, dass das Ziel für 2010 mit der derzeitigen Politik und den derzeitigen Maßnahmen nicht erreicht werden wird, auch wenn sich erste Fortschritte abzeichnen.

Es bedarf eines stärkeren politischen Willens, in erneuerbare Energien in der EU zu investieren.

- Der Anteil erneuerbarer Energien ist von 5,4 % 1997 auf 6 % 2001 gestiegen.

- Bei Fortsetzung des jetzigen Trends bei der Heizenergie und wenn die Mitgliedstaaten ihre nationalen Pläne im Bereich Elektrizität umsetzen und die Anforderungen der Biokraftstoff richtlinie im Bereich Verkehr erfuellen, wird sich der Anteil 2010 auf 9 % belaufen.

- Wenn die Mitgliedstaaten die Anforderungen der Richtlinie zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien vollständig erfuellen, wird der Anteil 10 % erreichen.

- Die Erfuellung des Ziels von 12 % bis 2010 erfordert einen Tempowechsel in der Politik der Mitgliedstaaten bei der Nutzung erneuerbarer Energien für Heizzwecke.

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

4. Konkrete Massnahmen

4.1. Neue Initiativen zur Stärkung der Finanzierung erneuerbarer Energien - Maßnahmen der Mitgliedstaaten

Der Einsatz erneuerbarer Energien steigt zu langsam, sodass nicht davon ausgegangen werden kann, dass die für 2010 von der Europäischen Union festgelegten Ziele erreicht werden.

Im Bereich der Elektrizität einigten sich der Europäische Rat und das Parlament 2001 darauf, einen Anteil erneuerbarer Energien in der EU-15 bis 2010 von 22,1 % anzustreben. Die 2002 festgelegten nationalen Ziele waren mit diesem Ziel vereinbar. Die von den Mitgliedstaaten bislang durchgeführten praktischen Maßnahmen werden jedoch nur zu einem Anteil von schätzungsweise 18 bis 19 % führen.

Im Bereich Heizenergie haben die meisten Mitgliedstaaten wenig getan, um neue Maßnahmen zu fördern.

Im Bereich Verkehr haben erst sechs Mitgliedstaaten mit der Erzeugung von Biokraftstoffen begonnen. Die Aussichten werden Anfang 2005 klarer sein, nachdem die Biokraftstoff richtlinie umgesetzt worden ist.

Bei erneuerbaren Energien insgesamt hat die Gemeinschaft seit 1997 auf einen Anteil von 12 % bis 2010 hingearbeitet. Bestenfalls wird mit den jetzigen Trends und Maßnahmen ein Anteil von 10 % erreicht werden. Schlimmstenfalls wird er 8 % nicht überschreiten.

Der Beitrag der erneuerbaren Energien bleibt in den meisten Mitgliedstaaten unbedeutend, wenn man von zwei seit langem eingeführten Arten der Nutzung absieht: Strom aus Wasserkraft und die traditionelle Verwendung von Holz zu Heizzwecken. Erneuerbare Energien führen jedoch kein Schattendasein mehr, sondern gewinnen an Bedeutung. Diese Entwicklung muss beschleunigt werden, wenn die Europäische Union ihre Ziele für die nachhaltige Entwicklung und die Sicherheit der Energieversorgung erreichen will. Auf Ebene der Gemeinschaft wurde der notwendige Rechts- und Politikrahmen geschaffen. Jetzt ist es an den Mitgliedstaaten, ihre eigenen Initiativen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene zu beschleunigen.

Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Finanzierung der erneuerbaren Energien. Nach einer Schätzung belaufen sich die Bruttoinvestitionskosten für die EU-15 zur Erreichung des Ziels von 12 % auf 10 bis 15 Mrd. EUR im Jahr [21]. Finanzmittel der Gemeinschaft spielen zwar eine wichtige Katalysatorrolle (siehe den folgenden Abschnitt), doch sind die Mittel der Gemeinschaft für die Unterstützung des tatsächlichen Ausbaus erneuerbarer Energien weiterhin beschränkt. Die Mitgliedstaaten und die Energiebranche selbst verfügen über die Ressourcen, die zur Realisierung eines solchen Investitionsvolumens erforderlich sind.

[21] A. Zervos, ,Updating the impact of the Community strategy and action plan for renewable energy sources", Entwurf des Abschlussberichts, 2003 (Preisstand 2001).

Im Laufe der Zeit sind jeder Energiequelle erhebliche öffentliche Mittel und die Risiko übernahme bei der Entwicklung zugute gekommen. Die etablierten Energieversorgungs branchen erzielen in der EU-15 einen Umsatz von über 200 Mrd. EUR im Jahr. Zur Unterstützung erneuerbarer Energiequellen stehen den Mitgliedstaaten verschiedene Mittel zur Verfügung, z. B. Einspeise tarife, Umweltzertifikate, marktbasierte Mechanismen, Steuerbefreiungen usw. Es ist an der Zeit, dass alle Mitgliedstaaten diese Ideen in die Praxis umsetzen. Die Mitgliedstaaten müssen gleiche Wettbewerbsbedingungen im Energiebereich schaffen, indem sie externe gesamtgesellschaftliche Nutzeffekte und Kosten in ihren energiepolitischen Rahmen einbeziehen.

4.2. Neue Initiativen zur Stärkung der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz - Maßnahmen auf europäischer Ebene

Die Politik zur umweltfreundlichen Energie hat viele Ziele mit einer breiten Palette von Gemeinschaftspolitiken gemein: Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Zusammenhalt für Wachstum und Beschäftigung, Sicherstellung des Zugangs zu grundlegenden Gütern und Dienstleistungen sowie die Partnerschaft der EU für nachhaltige Entwicklung [22]. Erneuerbare Energien und die Energieeffizienz können viel dazu beitragen, die Herausforderungen in anderen Politikfeldern zu bewältigen. Eine Reihe von Politikfeldern der Gemeinschaft, die Auswirkungen auf den Bereich Energie haben, sind mit einem koordinierten Ansatz anzugehen.

[22] Mitteilung der Kommission an den Rat und das Europäische Parlament ,Unsere gemeinsame Zukunft aufbauen - Politische Herausforderungen und Haushaltsmittel der erweiterten Union - 2007-2013", KOM(2004) 101 endg. vom 10.2.2004.

Der künftige Finanzrahmen der Europäischen Union für 2007-2013 sollte ausdrückliche Bestimmungen enthalten, damit umweltfreundliche und effiziente Energiekonzepte ein sichtbarer Bestandteil der Prioritäten, Strategien und Zusagen der Europäischen Union sind. Der erweiterten Europäischen Union bietet sich damit die Gelegenheit, ihre politische Entschlossenheit für einen Kurswechsel auszudrücken und ihre Anstrengungen auf nachhaltige Energien auszurichten, indem angemessene Mittel zur Förderung ihrer Ziele in diesem Bereich zugewiesen werden.

Die wesentlichen Finanzinstrumente der Gemeinschaft - insbesondere die künftigen Struktur- und Kohäsionsfonds, die im Rahmen internationaler Gemeinschaftsprogramme zur Zusammenarbeit gewährte Finanzunterstützung und die Gemeinsame Agrarpolitik - müssen allesamt mobilisiert werden.

Im Februar 2004 nahm die Kommission eine Mitteilung über die Reform der Strukturfonds für den Zeitraum 2007-2013 an. In diesem Bericht werden Entwicklung und Nutzung erneuerbarer Energien, Energieeffizienzmaßnahmen, die Entwicklung von Öko-Industrien, ein umwelt freundlicherer Verkehr und ein nachhaltiger öffentlicher Nahverkehr als vorrangige Themen für künftige Unterstützung hervorgehoben.

Zusätzliche Maßnahmen könnten in vier Bereichen untersucht werden:

Erstens muss die Kluft zwischen der erfolgreichen Demonstration innovativer Technologien und ihrem tatsächlichen Eintritt in den Massenmarkt überbrückt und müssen verstärkt Investitionen im großen Maßstab in der gesamten EU in neue und leistungsfähige Technologien vorgenommen werden.

Dazu bedarf es eines neuen Instruments, das auf EU-Ebene eingesetzt wird und auf die Anforderungen, die sich aus der Vielfalt und Besonderheit der Sektoren der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz ergeben, zugeschnitten werden könnte. Dieses Instrument sollte die ersten Markteinführungen neu erprobter Technologien von europäischer Relevanz unterstützen. Auf diese Weise wird die Europäische Union das Risiko mittragen, das mit der wirtschaftlichen Nutzung von FTE-Ergebnissen verbunden ist.

Dieses neue Instrument könnte die Hauptkomponente des Nachfolgeprogramms der derzeitigen Programms ,Intelligente Energie - Europa, 2003-2006" bilden. Es würde (durch eine großmaßstäbliche Anwendung in der gesamten Europäischen Union und auf Exportmärkten) eine bessere Nutzung von Projektergebnissen gewährleisten und die umfangreiche Palette nahezu wettbewerbsreifer Technologien fördern. Maßnahmen auf EU-Ebene in Abstimmung mit einzelstaatlichen Initiativen und mit Maßnahmen internationaler Finanzinstitutionen sind nötig, um diese Aufgabe wirksam anzugehen.

Zweitens sollte das künftige Gemeinschaftsprogramm ,Intelligente Energie - Europa" auch die Unterstützung von Maßnahmen auf lokaler und regionaler Ebene stärken. Hauptziel ist es, die Bürger in die Lage zu versetzen, fundierte Entscheidungen in Energie fragen zu treffen, und dazu beizutragen, dass nichttechnologische Barrieren für eine umweltfreundliche Energie beseitigt werden, beispielsweise durch Steigerung der institutionellen Kapazität, Bildung öffentlichen Bewusstseins, Verfügbarmachung von Technologie zu erschwinglichen Preisen, Bereitstellung von gut ausgebildeten Spezialisten und wirksamen Verfahren für den Austausch von Know-how und vorbildlichen Praktiken. Auch die Weitergabe europäischer Erfahrungen und Technologien an Drittländer muss mehr in den Mittelpunkt rücken. Dieses künftige Programm sollte auch die Weiterentwicklung und Umsetzung der EU-Politik im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz weiterhin unterstützen.

Drittens ist es erforderlich, die öffentliche Unterstützung für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energie effizienz in Europa auszuweiten und zu beschleunigen.

Viertens ist es notwendig, die wichtige Rolle, die der Energie bei der nachhaltigen Entwicklung zukommt, zu nutzen und die Verantwortung mit anderen gemeinschaftlichen Politikbereichen zu teilen.

Im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik wird eine neue Unterstützung von 45 EUR je Hektar für Flächen, auf denen Energiepflanzen angebaut werden, eingeführt. Außerdem wird die Erzeugung von anderen als Lebensmittelprodukten, z. B. von Energie pflanzen, auf stillgelegten Flächen weiterhin erlaubt sein.

Die Europäische Investitionsbank hat sich bereits selbst das Ziel gesetzt, den auf erneuerbare Energien entfallenden Anteil an allen Darlehen für den Energiebereich von 8 auf 16 % zu steigern. Sie könnte zur Finanzierung nationaler, regionaler oder privater Investitionsfonds für erneuerbare Energien beitragen und die Beiträge anderer öffentlicher Geber auf gemeinschaftlicher, nationaler oder regionaler Ebene ergänzen.

4.3. Sonstige Maßnahmen

4.3.1. Gemeinschaftsplan für Biomasse

2001 hat die EU-15 rund 56 Mio. t RÖE an Biomasse für Energiezwecke genutzt. Zur Erreichung des Ziels der Europäischen Union für erneuerbare Energien bis 2010 wären weitere 74 Mio. t RÖE nötig - 32 Mio. t RÖE für die Elektrizitätserzeugung, rund 18 Mio. t RÖE in Form von Biokraftstoffen und 24 Mio. t RÖE für Heizzwecke (insgesamt 130 Mio. t RÖE).

Ein Anhaltswert für die zu Energiezwecken verfügbare Biomasse auf Ebene der EU-15 sind 150 Mio. t RÖE (weitere 32 Mio. t RÖE für die neuen Mitgliedstaaten und Rumänien und Bulgarien) [23].

[23] Diesem Schätzwert liegt die Berücksichtigung von 10 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche (halb für Biokraftstoffe, halb für feste Biomasse), von Wäldern nach Erzeugnissen, Nassgülle und organischen Abfällen zugrunde. Quelle: BTG-Zwischenbericht.

Das Biomassepotenzial bedarf weiterer Analyse, besonders hinsichtlich der Verfügbarkeit von Land, der Flächennutzung für verschiedene Biomassenutzungen (Wärme, Strom, Biokraftstoffe und Forsterzeugnisse) und der unterschiedlichen Vorteile der verschiedenen Nutzungen, beispielsweise hinsichtlich der Treibhausgasemissionen bei Lebenszyklus betrachtung.

Eine wirksame Nutzung von Biomasse zu Energiezwecken hängt aber von den Marktentwicklungen sowie von Wechselwirkungen in den Politikbereichen Energie, Landwirtschaft, Abfall, Forstwirtschaft, Industrie, ländliche Entwicklung, Umwelt und Handel ab. Die Gemeinschaftsorgane spielen in allen diesen Politikbereichen eine Schlüsselrolle. Die Kommission wird bis Ende 2005 einen koordinierten Biomasseplan mit einem klaren Ansatz für die Sicherung ausreichender Biomasseverfügbarkeit durch europäische, nationale und regionale/lokale Maßnahmen auf allen Politikfeldern vorlegen. Darin sollte gewährleistet werden, dass die Biomassenutzung für Energiezwecke nicht zu übermäßigen Wettbewerbsverzerrungen führt. In dem Plan werden Orientierungen für gemeinschaftliche Finanzierungs verfahren und deren Optimierung vorgegeben, Schwerpunkte in den betreffenden Politikfeldern gesetzt und die Hindernisse für den Einsatz von Biomasse zu Energiezwecken angegangen. Besonderes Augenmerk wird den neuen Mitgliedstaaten gelten, wobei das große und ungenutzte Biomassepotenzial, über das viele von ihnen verfügen, berücksichtigt wird.

4.3.2. Entwicklung erneuerbarer Energien für Heizzwecke

Ziele für die Nutzung erneuerbarer Energien zu Heizzwecken sind schwer festzulegen, da es keine alleinige ,Wärmeversorgungsindustrie" gibt, an die sich diese Ziele richten könnten.

Stattdessen wird als erster Schritt eine besondere Initiative gestartet, die mit Heiz- und Kühlanwendungen in Verbindung steht.

Die Gemeinschaft hat bereits Richtlinien zur Energieeffizienz von Gebäuden [24] und zur Kraft-Wärme-Kopplung [25] erlassen. Diese Rechtsvorschriften bieten Anreize für eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien für Heizzwecke. Die Gebäuderichtlinie muss so umgesetzt werden, dass die Einbindung effizienter Biomasse systeme, Erdwärmepumpen und Solarheizungen in Wohngebäuden und für Dienstleistungen genutzten Gebäuden gefördert wird. Bei der zentralisierten Energieversorgung auf der Grundlage erneuerbarer Energien, die in der Gebäuderichtlinie vorgesehen ist, sollte das Potenzial des Einsatzes erneuerbarer Energien für Heizung und Kühlung, insbesondere durch Installation von Sonnenkollektoren in Gebäuden, in Betracht gezogen werden. Mit Biomasse befeuerte Mikroturbinen stellen eine weitere Möglichkeit zur Nutzung erneuerbarer Energien in Gebäuden dar. Es ist auch nötig, bei der Kraft-Wärme-Kopplung und bei Fernwärmesystemen zu einem größeren Biomasseanteil zu kommen, insbesondere wo bestehende Systeme auf wirtschaftliche Weise erneuert werden können (was in vielen neuen Mitgliedstaaten der Fall ist).

[24] Richtlinie 2002/91/EG über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (ABl. L 1 vom 4.1.2003).

[25] Richtlinie 2004/8/EG über die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (ABl. L 52 vom 21.2.2004).

Die Kommission wird weitere Initiativen, nötigenfalls auch Legislativvorschläge, voranbringen, um das Potenzial der drei Schlüsseltechnologien moderne Biomasseheizung, Solarheizung und Erdwärmeheizung beschleunigt auszunutzen. Im Rahmen dieser Initiativen könnten Ziele für bestimmte Technologien festgelegt oder es Lieferanten von Heizöl und Gas auferlegt werden, z. B. auch Holzpellets und Biogas zu liefern.

4.3.3. Windkraftanlagen vor der Küste

Um Rechtssicherheit für Windkraftanlagen vor der Küste zu garantieren, werden die Regierungen rechtliche Regelungen, die ihnen entsprechende Befugnisse für Gebiete außerhalb der Territorialgewässer (12-Seemeilen-Grenze) geben, sowie zügig durchzuführende Verfahren für die Genehmigung zur Errichtung solcher Anlagen schaffen müssen.

Eine EU-Politik für Windkraft vor der Küste muss die notwendige Netzinfrastruktur stärken. Im transeuropäischen Energienetzprogramm wurde mit der Förderung von Investitionen für die Netzanpassung und -optimierung zur Integration von Projekten vor der Küste begonnen.

Es ist wichtig sicherzustellen, dass die Entwicklung der Windkraft vor der Küste nicht behindert wird durch eine unzutreffende Einschätzung potenzieller Probleme bezüglich des Vogelschutzes und der Koexistenz mit Fischfang und Schifffahrt, der Ausarbeitung und Anwendung nationaler Planungsvorschriften, der Verfügbarkeit eines Versicherungsschutzes und des rechtlichen Schutzes vor Schäden von Strukturen außerhalb der Hoheitsgewässer von Staaten. Die Kommission wird die Hemmnisse und Einwände, die die Entwicklung der Windkraft vor der Küste blockieren könnten sowie die zu erfuellenden Umweltanforderungen systematisch prüfen und Leitlinien für die Mitgliedstaaten ausarbeiten, nötigenfalls auch Legislativ vorschläge vorlegen.

Die Kommission wird auch die Forschung und Entwicklung unterstützen, die sich auf die Verbesserung der Turbinen- und Installationstechnik zum Einsatz auf See sowie auf die Verbesserung der Netzstabilität bei einem Windenergieanteil über 20 % bezieht. Sie wird auch die Koordinierung der Forschung fördern, die von einzelstaatlichen Stellen zu den Auswirkungen von Windturbinen auf das Meeresleben und die Meeresumwelt durchgeführt wird.

4.3.4. Solarstrom

Anders als in Japan gibt es in Europa keine strategische Industriepolitik, die die systematische Entwicklung einer Branche auf dem Weg zu einem Umsatz im zweistelligen Milliarden-Euro-Bereich zum Ziel hat. Trotz der Wachstumsraten der europäischen Produktion in den letzten Jahren und der kräftigen FTE- und Innovationsbasis, über die Europa verfügt, ist Europa immer noch Nettoimporteur von Solarzellen.

Eine fortgesetzte, immer gezieltere FTE-Finanzierung führt zu neuen Entwicklungen bei der Rohmaterialnutzung, immer umweltfreundlicheren Produktionstechnologien, optimierter Anlagenkonstruktion (häufig in das Gebäude integriert) und höherer Zuverlässigkeit und Effizienz von Photovoltaiksystemen.

Eine weitere Option stellt die solarthermische Stromerzeugung dar, für die einige Erfolg versprechende Pilotprojekte derzeit in Südeuropa begonnen wurden. Diese Technologie hat den zusätzlichen Vorteil, dass sie kostengünstig mit modernen Gasturbinen kombiniert werden kann, was die mit der unregelmäßigen Sonneneinstrahlung zusammenhängenden Probleme löst und einen Basislastanteil der Solarenergie ohne Speichertechnik ermöglicht.

4.3.5. Forschung und technologische Entwicklung

Bei verschiedenen erneuerbaren Energietechnologien, die bis 2020 einen wesentlichen Beitrag leisten könnten, sind mehr Forschungs- und Entwicklungsarbeiten erforderlich. Die Europäische Union hat seit mehr als 20 Jahren eine führende Rolle bei der Forschung in erneuerbare Energien, bei Demonstrationsvorhaben und der Verbreitung der Ergebnisse und wird diese Funktion auch weiterhin ausüben.

Nach OECD-Daten beziehen sich nur 10 % der öffentlichen FuE-Haushalte im Energiebereich auf erneuerbare Energien gegenüber mehr als 50 % für konventionelle (fossile und nukleare) Energietechnologien. Wie in Abschnitt 4.2 ausgeführt, ist es daher auch im Hinblick auf die Unterstützung langfristiger Erwartungen zum Anteil erneuerbarer Energien erforderlich, die Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Bereich erneuerbarer Energien in Europa stärker und mit beschleunigtem Tempo durch öffentliche Mittel zu fördern.

Im 6. Rahmenprogramm konzentriert sich die Europäische Union darauf, erneuerbare Energien kostengünstiger zu machen und sie im großen Maßstab in das Energieversorgungs system einzubinden. Kurz- bis mittelfristig befasst sich das Programm mit der Elektrizitätserzeugung aus Biomasse, Windkraft, Photovoltaik, Gezeitenkraft, Wellenenergie und anderen erneuerbaren Energiequellen, Heiz- und Kühltechnologie und der Erzeugung und Verarbeitung fluessiger und gasförmiger Biokraftstoffe. Bei der langfristigen Forschung geht es darum, wie erhebliche Kostensenkungen bei der Bioenergie, Photovoltaik und anderen erneuerbaren Energien, einschließlich Windkraft, Meeres-, Solar- und geothermischer Energie, sowie eine Verbesserung der Zuverlässigkeit, Sicherheit, Verfügbarkeit und Lebensdauer von Anlagen für erneuerbare Energien erreicht werden können. Das Programm befasst sich auch mit Fragen der dezentralen Elektrizitätserzeugung und des Einsatzes von Wasserstoff und Brennstoffzellen, die Auswirkungen auf die künftige Entwicklung erneuerbarer Energiesysteme haben.

4.3.6. Nutzung wichtiger gemeinschaftlicher Finanzierungsinstrumente

Die Kommission beabsichtigt, ab 2004 den Schwerpunkt auf die Einführung erneuerbarer Energien und von Energieeffizienzmaßnahmen durch Nutzung der Struktur- und Kohäsionsfonds sowie der EU-Entwicklungsfonds zu legen. Erneuerbare Energien könnten auch künftig eine wichtige Rolle bei der Fortentwicklung der einschlägigen Maßnahmen zur ländlichen Entwicklung (zweite Säule der Gemeinsamen Agrar politik) spielen.

4.3.7. Platzierung von Biokraftstoffen am Markt

In der Richtlinie zur Kraftstoffqualität [26] sind Mindestanforderungen an Otto- und Diesel kraftstoffe festgelegt. Darin wird die Beimischung von Biokraftstoffen begrenzt. Höhere Beimischungsgrenzen würden es einfacher machen, einen Anteil von 5,75 % für Biokraftstoffe zu erreichen und zu übersteigen. Der Umfang einer Anhebung dieser Grenzen ist Gegenstand technischer Erörterungen. Die Kommission prüft die Argumente. Sie wird gegebenenfalls bis Ende 2005 neue Vorschläge vorlegen.

[26] Richtlinie 98/70 vom 13.10.1998 über die Qualität von Otto- und Dieselkraftstoffen (ABl. L 350 vom 28.12.1998, S. 58), geändert durch die Richtlinie 2003/17 vom 3.3.2003 (ABl. L 76 vom 22.3.2003, S. 10).

Die Mitgliedstaaten können vorschreiben, dass jedes Unternehmen auf dem Markt im Hoheitsgebiet des Mitgliedstaats eine bestimmte Menge Biokraftstoffe platzieren muss, jedoch nicht, dass allen verkauften Kraftstoffen Biokraftstoffe beizumischen sind. Neben der Prüfung der Spezifikationen für die Kraftstoffqualität wird die Kommission überlegen, ob dies geändert werden muss.

4.3.8. Zeitnahe Daten

Amtliche europäische Daten zum Beitrag erneuerbarer Energiequellen sind derzeit rund 18 Monate nach dem Ende des betreffenden Kalenderjahrs verfügbar. Die Kommission wird die Daten schneller verfügbar machen. Sie wird prüfen, wie eine Extrapolation von Stichproben frühzeitigeren Aufschluss über Fortschritte geben kann und wie die Datensammlung mit der Zertifizierung erneuerbarer Energien verknüpft werden könnte, sowie mit welchen technisch-wissenschaftlichen Mitteln Trends ermittelt und validiert werden können.

5. Internationales politisches Umfeld und EU-Perspektiven über 2010 hinaus

5.1. Der Lissabon-Prozess und die Umwelt

Der Europäische Rat von Lissabon vom März 2000 einigte sich in seinen Schlussfolgerungen (5) auf ein ,neues strategisches Ziel für das kommende Jahrzehnt [...]: das Ziel, die Union zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen - einem Wirtschaftsraum, der fähig ist, ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem größeren sozialen Zusammenhalt zu erzielen."

Die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energiequellen am Energiemix trägt zu den Zielen des Lissabon-Prozesses bei, zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum fähig zu werden.

Die Windkraftindustrie beschäftigt derzeit 75 000 Menschen in der EU-15. Die deutsche Regierung hat die Schaffung von netto 135 000 Arbeitsplätzen durch ihre nationale Politik zu erneuerbaren Energien bis 2003 bestätigt. Bei der Nutzung erneuerbarer Energien wird zu fast 100 % europäische Technologie eingesetzt. Eine Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energiequellen schafft neue Arbeitsplätze - in der Forschung, der Industrie und im Baugewerbe, in der land- und forstwirtschaftlichen Industrie, der Abwasserbehandlung und im Beratungsbereich - durch die Entwicklung neuer Technologien und die Schaffung von Anreizen für Forschung und technische Innovation. Schätzungen gehen davon aus, dass bei einem Anteil der erneuerbaren Energien von 12 % am Energieverbrauch der EU-15 im Jahr 2010 zwischen 500 000 und 650 000 Menschen auf diesem EU-Markt beschäftigt sein werden. Es ist an den Mitgliedstaaten, die Entscheidung für eine stark beschäftigungswirksame Energiepolitik zu treffen.

Die europäische Industrie ist bei der Windkrafttechnik weltweit führend und hat bei der Wasserkraft, Photovoltaik und Erdwärme eine gute Position inne. Exportmärkte stellen ein enormes Potenzial für die europäische Industrie im Bereich der erneuerbaren Energien dar, die von der im Inlandsmarkt gewonnenen Erfahrung profitieren wird. Der Export von Technologie für die erneuerbaren Energien wird eine große Zahl zusätzlicher Arbeitsplätze schaffen.

Der Europäische Rat von Göteborg vom Juni 2001 vereinbarte eine Strategie für die nachhaltige Entwicklung und ergänzte den Lissabon-Prozess um eine Umweltdimension. In seinen Schlussfolgerungen (21) fordert er ,die Industrie auf, sich an der Entwicklung neuer umweltfreundlicher Technologien in Bereichen wie Energie und Verkehr und ihrer verstärkten Nutzung zu beteiligen" und ,weist [...] nachdrücklich darauf hin, dass Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch voneinander abgekoppelt werden müssen."

5.2. Die Konferenz von Johannesburg und Folgemaßnahmen

Der Weltgipfel zur nachhaltigen Entwicklung, der im September 2002 in Johannesburg stattfand, befasste sich mit umfassenden Aspekten der nachhaltigen Entwicklung und schwerpunktmäßig mit der vordringlichen Bekämpfung der Armut. Eines der Hauptergebnisse des Weltgipfels war die allgemeine Übereinstimmung, dass der Energiebereich - und besonders die erneuerbaren Energien - eine der Schlüsselprioritäten bei der Bekämpfung der Armut und der Erreichung einer langfristig nachhaltigen Entwicklung ist.

In Johannesburg verpflichtete sich die EU, mit der EU-Energieinitiative zur Armutsbekämpfung und nachhaltigen Entwicklung (EUEI) und der Erneuerbare-Energien-Koalition von Johannesburg (JREC) in diesem Bereich voranzugehen. Eine der ersten konkreten Maßnahmen der Kommission zur Unterstützung der EUEI war der Start von COOPENER innerhalb des Programms ,Intelligente Energie - Europa", um die Bereitstellung von Dienstleistungen für eine nachhaltige Energiewirtschaft zur Armuts bekämpfung in Entwicklungsländern zu fördern.

Die europäische Entwicklungshilfe hat sich auf dem Weltgipfel zur nachhaltigen Entwicklung zur Förderung der Bereitstellung des Zugangs zu Wasser und modernen Energie dienstleistungen im Rahmen der Armutsbekämpfung verpflichtet. Die Einführung erneuerbarer Energien und der Technologietransfer in die Entwicklungs länder tragen zur Ausmerzung der Armut und zur Anhebung des Lebensstandards in den ärmsten Ländern bei.

Seit ihrem Start hat die JREC ihre Aktivitäten in enger Partnerschaft und mit Unterstützung eines breiten Kreises von Beteiligten, unter anderem Unternehmen, Nichtregierungs organisationen und Universitäten, ausgebaut. Die Mitgliedschaft in der JREC ist jedoch Regierungen vorbehalten. Bis März 2004 waren 87 Länder der Koalition beigetreten, weitere werden dies voraussichtlich noch tun.

Die JREC-Tagungen haben sich bereits als einzigartiges Forum für einen konstruktiven Dialog zwischen vielen Regierungen der nördlichen und südlichen Hemisphäre erwiesen. In diesem Zusammenhang und auf der Grundlage von Gesprächen zwischen JREC-Mitgliedern nach dem Weltgipfel wird beispielsweise eindeutig anerkannt, dass die jeweiligen Mitgliedsregierungen am besten in der Lage sind, ehrgeizige nationale und regionale fristgebundene Ziele auszuarbeiten und festzulegen.

Die JREC-Mitglieder haben sich gleichfalls verpflichtet, Finanzierungslücken und Hindernisse zu ermitteln und zu überwinden, auch Hindernisse für die wirksame Einbringung vorhandener, aber häufig nicht angezapfter privater Ressourcen, die zur Entwicklung und Stärkung von Märkten für erneuerbare Energien benötigt werden, wobei der Schwerpunkt auf den Bedürfnissen der JREC-Entwicklungsländer liegt.

Die Prioritäten und Maßnahmen der JREC wurden auf informellen hochrangigen Konferenzen und Tagungen ausgearbeitet, die auch als hochrangige Foren dienten, auf denen regional und international mehr Bewusstsein für die Maßnahmen vorausschauend handelnder Regierungen geschaffen wurde. Dies war auch ein Beitrag dazu, das Interesse der Finanz- und Geschäftswelt für diese Maßnahmen zu wecken.

Die Internationale Konferenz für erneuerbare Energien in Bonn im Juni 2004 wird die Arbeiten der Johannesburger Konferenz fortführen. Ihr Ziel ist eine kraftvolle politische Erklärung verbunden mit einem ehrgeizigen internationalen Aktionsplan und ergänzt durch verschiedene Selbstverpflichtungen und Leitlinien für gute Politik.

Als Führerin des JREC-Sekretariats hat die Kommission zwei Schlüsselinitiativen zur Unterstützung des JREC und besonders der Entwicklungsländer unter den Mitgliedern [27] gestartet, nämlich:

[27] Die Kommission hat diese Initiativen im Hinblick auf die Bedürfnisse der Entwicklungsländer sorgfältig ausgewählt und ausgearbeitet und dabei auch die Erfordernis der Ergänzung vorhandener und neuer Instrumente Rechnung getragen, die im Rahmen von COOPENER, EU EI und anderer damit zusammenhängender Programme entwickelt wurden.

- Eine globale Online-Datenbank zur Erneuerbare-Energien-Politik und entsprechenden Maßnahmen, um das erhebliche Informationsdefizit im Bereich der Politikgestaltung und -durchsetzung, besonder auf Ebene der Nicht-OECD-Länder, zu beheben;

- eine Durchführbarkeitsstudie zur Schaffung eines öffentlich-privat finanzierten Mechanismus zur Bildung und Bereitstellung ,geduldigen Risikokapitals" für Unternehmen und Projektentwickler im Bereich der erneuerbaren Energien - besonders in Entwicklungsländern und Volkswirtschaften im Übergang, einen verstärkten Zugang zu Risikokapital und die Förderung eines größeren Engagements internationaler und lokaler Finanzmittler und strategischer Investoren. [28]

[28] Diese Studie wird von einem Konsortium von Finanzfachleuten, Privatkapitalspezialisten und Technologie beratern vorgenommen. ,Geduldiges Risikokapital" wäre eine Art Eigen- oder Quasi-Eigenkapital, das aus der Kombination von öffentlichen und privaten Investitions mitteln mit entsprechenden Anforderungen hervorgeht. Es würde Eigenkapital in Erwartung einer Rendite bereitstellen, jedoch mit geringeren Ansprüchen als bei rein marktbestimmtem privaten Eigenkapital.

Die Kommission wird diese übergreifenden Maßnahmen mit interessierten JREC-Mitgliedern und anderen Beteiligten weiterentwickeln.

Im Januar 2004 kam eine europäische Vorbereitungskonferenz, die von der Europäischen Kommission in Berlin veranstaltet wurde, zu diesen Schlussfolgerungen:

- Die Umsetzung der Gemeinschaftsrichtlinien in den Mitgliedstaaten sollte langfristig eine Unterstützung auf einzelstaatlicher Ebene bieten, die stabile Investitions bedingungen garantiert. Verwaltungshemmnisse für die Verteilung umwelt freundlicher Elektrizität sollten überwunden werden, und Fortschritte im Bereich des intelligenten Netz managements sind erforderlich.

- Die in Europa erzielten Fortschritte beim Einsatz erneuerbarer Energien zeigen, dass zwar die Stromerzeugung, hauptsächlich aus Windkraft, rasant zunimmt, aber Strom aus Biomasse und Technologien für Heizung und Klimatisierung nicht genug vorankommen. Außerdem sind die Anstrengungen der Mitgliedstaaten sehr ungleich verteilt. Der Heiz- und Klimatechniksektor fordert die Kommission daher auf, Gemeinschafts initiativen vorzuschlagen.

- Verzerrungen auf dem Energiemarkt, hauptsächlich aufgrund der Tatsache, dass die Energiepreise nicht die vollen gesamtwirtschaftlichen Kosten widerspiegeln, wurden als Hemmnis für gleiche Wettbewerbsbedingungen herausgestellt. Das Verursacherprinzip sollte auch im Energiebereich angewendet werden.

Bezüglich der Ziele für erneuerbare Energien lautete die einhellige Auffassung, dass das allgemeine Ziel der EU für erneuerbare Energien für 2010 eine treibende Kraft im gesetzgeberischen und politischen Prozess auf einzelstaatlicher und europäischer Ebene gewesen ist. Dieser langfristige Ansatz muss fortgeführt werden. Die Konferenz nahm zur Kenntnis, dass in einer Reihe technischer Studien ein Ziel von mindestens 20 % des Bruttoinlandsverbrauchs 2020 für die erweiterte EU-25 vorgeschlagen wird [29].

[29] Dieses Ziel entspräche nach dem Substitutionsansatz rund 23 %. Die Anwendung des Substitutionsansatzes hätte mehrere Vorteile. Er würde ein ausgeglicheneres Bild des Beitrags der verschiedenen Formen erneuerbarer Energien wiedergeben, den Zielen der Politik bezüglich erneuerbarer Energien hinsichtlich der Substitution fossiler Brennstoffe und somit einer Verringerung der CO2-Emissionen und einer Erhöhung der Versorgungs sicherheit entsprechen und schließlich auch einen deutlicheren Vergleich zwischen den Auswirkungen der Nutzung erneuerbarer Energien und von Energieeffizienzmaßnahmen ermöglichen.

5.3. Stellenwert von Zielen auf EU-Ebene

Seit 1997 hat sich die EU-Politik am Ziel eines Anteils erneuerbarer Energien von 12 % orientiert. Eine Reihe von Mitgliedstaaten hat einzelstaatliche Ziele für den Anteil erneuerbarer Energien an ihrem nationalen Energiemix festgelegt; dies sollte gefördert werden. Die Kommission hat operationelle Ziele für 2010 für die Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energiequellen und Biokraftstoffen vorgeschlagen, und der Rat und das Europäische Parlament haben diese verabschiedet. Außerdem wurde eine breite Palette von Rechtsvorschriften zur Effizienz sowie unterstützende Maßnahmen auf EU-Ebene verabschiedet. Da die Entwicklung immer noch zu langsam voranschreitet, um das Ziel von 12 % zu erreichen, werden in der vorliegenden Mitteilung zusätzliche Maßnahmen angekündigt. Alle Mitgliedstaaten müssen jetzt die rechtlichen Instrumente, die auf Gemeinschafts ebene geschaffen wurden, anwenden, damit diese operationellen Ziele erreicht werden, und den Anteil erneuerbarer Energiequellen an ihrem nationalen Energiemix so erhöhen, dass das Ziel von 12 % für die EU erreichbar ist.

Im April 2004 beriet das Europäische Parlament über die Empfehlungen der Berliner Konferenz. Es rief die Kommission und den Rat auf, einen politischen Prozess zur Festlegung ehrgeiziger, mit Fristen versehener Ziele für die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch zu beginnen und dabei den mittel- und langfristigen Zeitrahmen vor der internationalen Konferenz in Bonn zu behandeln. Das Europäische Parlament rief die Kommission und den Rat auch auf, die notwendigen Anstrengungen zu unternehmen, um ein Ziel von 20 % für den Anteil der erneuerbaren Energien am heimischen Energieverbrauch in der EU bis 2020 zu erreichen. [30]

[30] P5_TA-PROV(2004)0276, Internationale Konferenz zu erneuerbaren Energien (Bonn, Juni 2004).

Die Kommission erkennt die Bedeutung einer längerfristigen Perspektive an, besonders angesichts der geringen Reife der Branche für erneuerbare Energien und der Notwendigkeit, eine ausreichende Investitionssicherheit zu gewährleisten. Die Kommission erkennt auch die Ergebnisse der derzeit verfügbaren Durchführbarkeitsstudien an, hält es jedoch für erforderlich, die Auswirkungen der erneuerbaren Energieressourcen, besonders hinsichtlich ihrer globalen wirtschaftlichen Auswirkungen, gründlicher zu analysieren, bevor über die Festlegung Zielen über 2010 hinaus entschieden wird und bevor Stellung zu dem oben genannten Ziel eines Anteils der erneuerbaren Energien von 20 % im Jahr 2020 genommen werden kann.

Die Kommission wird den Fortschritt bei der Entwicklung erneuerbarer Energiequellen regelmäßig überprüfen, auch mit dem Ziel, die Vereinbarkeit mit der Gesamtstrategie für die nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten. Dazu ist eine detaillierte Analyse der Auswirkungen der Politik erforderlich. Bezüglich der wirtschaftlichen Aspekte werden dabei die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Wirtschaft einerseits und die Versorgungssicherheit andererseits berücksicht, ebenso die technische Durchführbarkeit. Bezüglich der Umwelt aspekte werden der erforderliche Beitrag zu den EU-Zielen zum Klimawandel und andere Umweltprioritäten thematisiert. Dem Potenzial für die Entwicklung erneuerbarer Energiequellen sollte ebenfalls Rechnung getragen werden.

Diese Überprüfung wird zum ersten Mal spätestens Ende Oktober 2005 durchgeführt, damit die Debatte über die 2007 erfolgende Festlegung eines Ziels für den Zeitraum nach 2010 eröffnet werden kann.

Indem sie den Prozess zur Festlegung einer längerfristigen Perspektive für erneuerbare Energien einleitet, möchte die Europäische Kommission zu der Führungsrolle beitragen, die von einigen JREC-Mitgliedern, zu denen auch einige EU-Mitgliedstaaten gehören, bereits ausgeübt wird.

6. Fazit

Erneuerbare Energien verfügen über Potenzial. Dies ist in einer Situation wichtig, in der die EU-Energieversorgung durch strukturelle Schwächen und geopolitische, soziale und umweltrelevante Mängel gekennzeichnet ist. Der Ausbau des europäischen Potenzials zur Nutzung erneuerbarer Energien wird zur Versorgungssicherheit beitragen, Brennstoffimporte und die Abhängigkeit davon verringern, Treibhaus gasemissionen mindern, den Umweltschutz verbessern, das Wirtschaftswachstum von der Ressourcennutzung entkoppeln, Arbeitsplätze schaffen und Bemühungen um eine wissensbasierte Gesellschaft konsolidieren. Weltweit ist jetzt sicherzustellen, dass dieses Potenzial genutzt wird, um die Armut zu bekämpfen und den Zugang zu Energie für die ärmsten Menschen zu verbessern. Was die Europäische Union angeht, so sind in vielen Mitgliedstaaten weitere Schritte nötig, um die Nutzung erneuerbarer Energien schneller auszuweiten und dadurch die Erreichung der EU-Ziele zu gewährleisten.

Für die Europäische Union schafft diese Mitteilung die Grundlage für die Darlegung des bereits Erreichten und erlaubt diese Schlussfolgerungen:

i) In den letzten vier Jahren wurde ein umfassender EU-Rechtsrahmen geschaffen.

ii) Die EU-Ziele für 2010 können nur erreicht werden, wenn dieser Rechtsrahmen von den Mitgliedstaaten vollständig umgesetzt und angewandt wird, zusammen mit aktiven Maßnahmen, die auf die einzelstaatlichen Bedingungen abgestimmt sind.

iii) Zusätzliche Maßnahmen - insbesondere Finanzmaßnahmen wie in Kapitel 2.9 und 4 dargelegt - sind auf EU-Ebene ebenfalls nötig.

Als Beitrag zur Bonner Konferenz zu erneuerbaren Energien im Juni 2004 wird in der Mitteilung der Politikansatz der Kommission in Bezug auf erneuerbare Energien dargelegt.

COMMISSION STAFF WORKING DOCUMENT - The share of renewable energy in the EU - Country Profiles - Overview of Renewable Energy Sources in the Enlarged European Union {COM(2004)366 final}

TABLE OF CONTENTS

FOREWORD

AUSTRIA

BELGIUM

CYPRUS

CZECH REPUBLIC

DENMARK

ESTONIA

FINLAND

FRANCE

GERMANY

GREECE

HUNGARIA

IRELAND

ITALY

LATVIA

LITHUANIA

LUXEMBOURG

MALTA

NETHERLANDS

POLAND

PORTUGAL

SLOVAKIA

SLOVENIA

SPAIN

SWEDEN 101

UNITED KINGDOM 106

FOREWORD

The promotion of renewable energy has an important role to play in addressing the growing dependence on energy imports in Europe and in tackling climate change. Since 1997, the Union has been working towards the ambitious target of a 12% share of renewable energy in gross inland consumption by 2010. In 1997, the share of renewable energy was 5.4%; by 2001 it had reached 6%.

This Staff Working Document gives an overview of the different situations of renewable energy sources in the European Union. It includes part of the formal report that the Commission is required to make under Article 3 of Directive 2001/77/EC on electricity from renewable energy sources, and it completes the overall picture with information at a country level on the heat produced from renewable energies and biofuels in the transport sector. This Staff Working Document complements the Communication on "The share of Renewable Energy sources in the EU".

Data is based on different sources. Firstly, on the reports from Member States on national progress in achieving the targets on electricity from renewable energy sources (Article 3 of Directive 2001/77/EC). These reports can be found in the web site of Directorate General for Energy and Transport [31]. Secondly, on a study launched by the Commission on the evolution of renewable energy sources [32]. And thirdly, on a variety of sources like the European Barometer of renewable energies [33], data from the industry, etc.

[31] http://europa.eu.int/comm/energy/res/ legislation/index_en.htm

[32] FORRES 2020 : Analysis of the Renewable Energy Sources, evolution up to 2020. Contract N° 4.1030/T/02-008.

[33] EurObserv'ER, the European Barometer of renewable energy sources. Pdf documents can be found at http://europa.eu.int/comm/energy/res/ publications/barometers_en.htm

With the enlargement of the European Union, the new Member States are required to adopt the RES-E Directive by 1 May 2004. In the accession treaty, national indicative targets are set and the overall renewable electricity target for the enlarged Union will therefore be 21% of gross electricity consumption by 2010.

The Commission has the legal obligation to report on the degree of achievement of new Member States' targets by 2006. Although it is too early to assess RES-policy in the new Member States due to very recently adopted regulations, this document also includes national information on the States now joining the European Union [34]. This Staff Working Document aims to give an overall picture of the situation and the potentials of renewable energy sources in the enlarged European Union.

[34] In the case of the EU15, the Directive requires the Commssion to adopt a first progress report during 2004. In the case of the new Member States, the Commission report on the assessment in achieving the targets is not due until 2006.

National indicative RES-E targets 2010 for Member States [35]

[35] The percentage contributions of RES-E are based on the national production of RES-E divided by the gross national electricity consumption. For the EU15, the reference year is 1997. For the EU10 (Czech Republic, Estonia, Cyprus, Latvia, Lithuania, Hungary, Malta, Poland, Slovenia and Slovakia), the reference year is based on 1999-2000 data.

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

AUSTRIA

1. Summary of RES markets and policy

Background

The feed-in tariffs introduced in January 2003 represent the major modification of the Austrian RES policy. These tariffs included in the Renewable Energy Act are expected to stimulate significant growth especially for wind, biomass electricity and small hydro power. However, the instrument is so far only effective for new installations getting all permissions by December 2004 and finished before June 2006. In December 2003 the contracting of RES-E plants was stopped and the processing of the Ökostromverordnung was set out. This decision was only lifted in March 2004 and caused great insecurity among investors.

RES targets

The RES-E target to be achieved by Austria in 2010 is 78% of gross electricity consumption.

Status renewable energy market

The production of renewable energies in Austria is dominated by large hydropower and biomass for heat generation. The fastest-growing renewable energy source over the last decade was solar thermal energy. There is wide variety of policy measures for the support of renewable energies in Austria not only at the federal level but also at the provincial level. Stimulated by the new feed-in tariffs steady growth is also expected in the sectors of wind energy, biomass electricity as well as small hydro installations.

Main supporting policies

The main promotion schemes for RES in Austria are the following.

Feed-in tariffs

Small hydro:

3.15-6.25 EUR cents /kWh

PV systems:

60 EUR cents /kWh for plants < 20 kWpeak ,47 EUR cents /kWh for plants > 20 kWpeak

Wind systems:

7.8 EUR cents /kWh for new plants

Geothermal energy:

7.0 EUR cents /kWh for electricity fed into the grid

Solid biomass and waste with large biogenic fraction:

10.2-16.0 EUR cents /kWh (10-2 MW), 6.5 EUR cents /kWh (hybrid plants)

Fuels including biogenic wastes:

6.6-12.8 EUR cents /kWh (10-2 MW) 4.0-5.0 EUR cents /kWh (hybrid plants)

Liquid biomass

< 200 kW 13.0 EUR cents /kWh; > 200 kW 10.0 EUR cents /kWh

Biogas

10.3 - 16.5 EUR cents /kWh

Sewage and landfill gas

3.0 - 6.0 EURcents /kWh

Investment subsidy

Subsidy of about 30% of the investment costs for solar thermal, biomass, geothermal, wind, hydropower on project basis

Tax reduction of biodiesel: approximately 95% tax reduction on biodiesel

Key factors

The relatively high feed-in tariffs combined with reasonable investment subsidies has generated large growth rates over the recent past. Continuity could be a problem due to the short operational period (until end of 2004) of the present feed-in tariffs. The possible refusal of the provincial governors to raise the cap on the electricity price caused by RES can create great uncertainty as was seen in early 2004. For PV an upper limit of 15 MW has been set, which will jeopardise further growth.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

The production of electricity from RES showed moderate growth during the second half of the 1990s. The relatively limited growth has to be seen in correlation with the high overall production and share of RES-electricity dominated by large hydropower. The total RES electricity production (compare Fig. 1 and Fig. 2) grew from slightly below 35 TWh in 1990 to about 40 TWh in 2002 (only 30 TWh in 2003 due to an extremely bad hydraulic year!). The largest share of this growth is attributed to production from large hydro. The electricity produced from large hydropower grew from 29.0 TWh in 1990 to 35.3 TWh in 2002. The installed large hydro capacity grew by only 0.7 GW during this period, which corresponds to an additional power production of about 3TWh. A major part of the increase in RES-E generation is therefore due to the annual volatility of large hydropower. Especially when judging the figures for 2001 it has to be taken into account that the year 2001 was a very good hydraulic year allowing above-average hydroelectricity production. The growth of small hydro electricity generation (4.0 TWh in 1990 to 4.2 TWh in 2002) is more or less in line with the increase of capacity (816 MW in 1990 to 843 MW in 2002). In fact, the development of small hydro lagged far behind the potential that is seen for this source in Austria.

The installed capacity for electricity generation from solid biomass was almost doubled in the period from 1993 to 2002 (414 MW to 750 MW). The electricity generated grew approximately at the same rate (from 984 GWh to 1 750 GWh). A major share (1400 GWh) of the biomass electricity is attributed to industrial wastes, especially in the paper industry. The remaining 202 new biomass plants produce only a minor share of 350 GWh annually. The biomass plants based on industrial waste are not considered for the purposes of the quota in the Austrian Renewable Energy Act.

Only RES such as PV and wind energy where the use started basically from scratch could achieve significantly higher growth rates. In the case of wind energy a very strong growth occurred in 2003 as a result of the feed-in tariffs that were introduced. The installed capacity grew by almost 200% to about 415 MW in 2003 compared with a growth of only 40% in the year before. Even in absolute terms this growth is rather impressive. It is, however, highly questionable whether it will continue in 2004 owing to the decision by the Verbund APG AG to stop awarding feed-in contracts for new renewable plants, which was only revoked in March 2004 and caused great uncertainty. [36]

[36] The resulting additional costs due to the promotion of 'new' RES are partly paid by all consumers in form of an additional charge per kWh. Of importance in this context is the fact that the law explicitly contains a budget restriction - i.e. the charge is capped to initially 0.22 EURcent/kWh. Due to the prospering development of new RES-E in 2003 a need to increase the cap occurred. Hence, no approval to do so was given before March 2004. As a consequence high uncertaintyprevailed.

Table 1 shows the electricity generation from RES for the years 1997 and 2002 as well as the average annual growth during this period. It can be seen that very high growth rates are obtained only by the new RES-E biogas, wind and PV. However, since the Austrian RES-E sector is mainly dominated by large hydropower, which is hardly growing at all, the total growth of RES-E in Austria is also very limited. Based on total demand, the share of RES electricity in Austria amounted to 68% in 2002 compared with 70% in 1997.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure : RES electricity production in Austria up until 2002 [37]

[37] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure : RES electricity production in Austria up until 2002 excluding large hydro

Table : RES-electricity production in 1997 and 2002 in GWh

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

The RES heat sector shows a somewhat ambiguous picture. Whereas the penetration of biomass heat production was decreasing over recent years, heat production from solar thermal heat and from geothermal heat including heat pumps increased (compare ). But even though the use of biomass heat was falling slightly, it is still by far the most important source for RES-heat, making a contribution of 2.4 Mtoe in 2001. The strong position in absolute figures is due to the continued and widespread use of traditional biomass-based heating. The installed collector area for solar thermal heat generation in Austria grew from 433 thousand m2 in 1990 to 2.66 mill. m2 in 2002. Even higher growth was reached for geothermal energy.

Table : RES-heat production up until 2002

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

* Biomass heat only until 2001

The use of liquid biofuels increased by an average of 17 percent in the period from 1997 to 2002 (compare ), reaching a level of 26 ktoe. In the light of this very moderate absolute contribution to the fuel use, the growth rates could be judged as not very high. The biodiesel production capacities amount to 45 ktoe in 2003 and 90 ktoe in 2004.

Table : RES-biofuel production up until 2002

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

2.2. Mid-term Potentials

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure : Mid-term potentials of RES electricity, heat and transport in Austria

Table : Policy assessment for RES - Austria

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

// Sufficiency to promote RES

* // Hardly any or no support

** // Little support

*** // Moderate support

**** // High support

***** // Very high support

BELGIUM

1. Summary of RES markets and policy

Background

The three regions of Flanders, Brussels and the Walloon region implement the national energy policies. It is because of this distribution of implementation that the support differs per region. The Flanders market has been fully opened for competition. In the Walloon region households are only free to choose their supplier when they are supplied exclusively by green electricity suppliers (who have to sell a minimum of 50% of electricity from renewable sources).

RES targets

The RES-E target to be achieved by Belgium in 2010 is 6% of gross electricity consumption.

The target in the Walloon region equals 7% for 2007, for renewable electricity and CHP. In 2005, targets for the period Jan 2008 onwards will be decided. In Flanders the target is 6% for 2010. In Brussels proposed green electricity targets for electricity suppliers are 2% for 2004, 2.25% for 2005 and 2.5% for 2006.

Status renewable energy market

Three different green certificate markets have started, one in Flanders, the Walloon region and the Brussels region. Because of the possibility of banking of certificates and increasing penalty rates and a shortage on certificates not much of trading has taken place, it is more favourable of paying penalties the first year and use the certificates in later periods. The three regional different systems complicate the implementation of RES-E market.

Main supporting policies

The main promotion schemes for RES in Belgium are Green certificate system with mandatory demand or minimum feed-in tariff. Minimum prices are:

Wind offshore: 9 EUR ct/kWh

Wind onshore: 5 EUR ct/kWh

Solar: 15 EUR ct/kWh

Biomass and other RE: 2 EUR ct/kWh

Hydro: 5 EUR ct/kWh

A second main driver for RES investments is the set of investment support schemes available.

Major issues

Flanders and the Walloon Region introduced a green certificate system in 2002. The development of RES-E is up to now shy. The year 2004 is crucial for completing the analysis of this country.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

Development of the renewable electricity production in Belgium over the last decade is shown in Figure 1. Hydropower electricity accounts for the largest contribution to total renewable electricity production, with a stable annual production of around 330 GWh over the last decade, corresponding to a share of 31% of the total RES-E production in the year 2002. The share of electricity from biomass (biogas, biowaste, and solid biomass) shows an increasing trend in the last years. Wind energy had a low installed capacity of 34 MW in 2002 and 68 MW in 2003. For achieving the 6% target by 2010, the average annual growth has to increase (acceleration of current RES-E measures) and efficiency instruments are needed for controlling the electricity demand.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 1: RES-electricity production up until 2002 [38] in Belgium

[38] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

Table 1: RES-electricity production in 1997 and 2002 in GWh

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

2 shows that also the RES-heat production has grown, although to a lesser extent than the RES-electricity production. Biomass heat is by far the major source of RES-heat, but it can be seen that the increase of solar thermal heat and geothermal heat has been more pronounced over recent years.

Table 2: RES-heat production up until 2002

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

* Biomass heat only until 2001

The biofuel sector in Belgium is virtually non-existent, as can be seen from 3.

Table 3: RES-biofuel production up until 2002

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

2.2. Mid-term Potentials

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 2: Mid-term potentials of RES electricity heat and transport in Belgium

Table 4: Policy assessment for RES - Belgium

Belgium is divided in three regions Flanders (F), Wallonie (W) & Brussels (B). Federal supports can be recognized by Fed

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

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CYPRUS

1. Summary of RES markets and policy

Background

Cyprus is almost totally dependent on oil imports for its energy supply accounting for 91% of the primary energy supply. The burden of cost of energy imports on the economy of Cyprus is considerable.

RES targets

The RES-E target to be achieved in 2010 is 6% for Cyprus.

Status of the renewable energy market

Cyprus plans full liberalisation of the electricity market to achieve until 2005. There is no electricity import or export. Almost all energy is produced from imported oil and diesel. The Electricity Authority of Cyprus (EAC) plans to invest in a new fossil fuel power plant, which would lead to an excess capacity for the next few years, being a major barrier for renewable development. Solar thermal energy is the major available renewable energy in Cyprus, and it is traditionally used by hotels and households for thermal purposes. The Government has recently adopted the "New Grant Scheme For Energy Conservation and the Promotion of the Utilization of Renewable Energy Sources" effective from 2003 to 2007.

Main supporting policies

The "New Grant Scheme For Energy Conservation and the Promotion of the Utilization of Renewable Energy Sources" provides financial incentives in the form of governmental grants (30-40% of investments) for investments in wind energy systems, solar thermal, PV, biomass, landfill and sewage waste using RES. There is a fixed purchase price for RES by EAC which is 6,3 EUR cents/kWh (3,7 cyp. cent/kWh). In addition to that EAC pays a special premium depending on the technology used from a Special Fund, financed by a levy on electricity consumption. The feed-in tariffs are as follows:

Wind: first five years: 9,2 EUR cents/kWh (5,4 cyp. cent), for the next 10 years: 4,8 EUR cents/kWh to 9,2 EUR cents/kWh (2,8 to 5,4 cyp. cent/kWh) according to the mean annual wind speed.

Biomass, landfill and sewage: 6,3 EUR cents/kWh (3,7 cyp. cent/kWh)

PV up to 5 kW: 20,4 EUR cents/kWh (12 cyp. cent/kWh)

Key factors

Although the government intents to make Cyprus less dependent on imported energy, the energy infrastructure in Cyprus is set up for fossil fuel generation.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

Virtually all electricity in Cyprus (around 99%) is produced with oil and diesel. There is very small amount of electricity from renewable energy, either solar, small-hydro or biomass. Wind is not used up to now for electricity generation.

However, the total energy consumption is slightly different. 3.6% energy is provided by solar thermal. At the moment 92% of all houses and 50% of the hotels have installed solar water heaters. Cyprus has more solar collectors per capita installed than any other country in the world.

Table1: RES-electricity production in 1997 and 2002 in GWh

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

Table 2: RES-heat production up until 2001

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

There is no biofuel production in Cyprus.

2.2. Mid-term potentials

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 1: Mid-term potentials of RES electricity, heat and transport in Cyprus

CZECH REPUBLIC

1. Summary of RES markets and policy

Background

The Czech Republic as many other central European countries has a good supply of cheap coal and lignite based energy. However there have been serious efforts made to increase the share of renewable with own windmill design, numerous solar thermal installations, biomass and an extended system of small hydro.

RES targets

The RES-E target to be achieved in 2010 is 8% for the Czech Republic.

Status of the renewable energy market

The significant excess of generated electricity of around 27,000 GWh/year with the full commissioning of the Temelin Nuclear Power Plant is a major barrier for renewable electricity development for at least another decade. Poor reputation of wind energy caused by premature sales of prototypes to clients. Biomass and hydro are far the most utilised renewables. Geothermal is mainly utilised for balneological and swimming purposes.

Main supporting policies

The main supporting policies in the Czech Republic are:

Minimum feed-in-tariffs annually adjusted. Minimum prices for 2003:

Wind onshore: 9.6 EUR ct/kWh

Geothermal: 9.6 EUR ct/kWh

Biomass and biogas: 8 EUR ct/kWh

Small Hydro: 5 EUR ct/kWh

PV: 19.2 EUR ct/kWh

Tax incentives:

There is an exemption from property tax for five years for conversion of building heating systems from solid fuel to renewable energy. Also there is a tax relief up to five years (concerning income and property) for investment in renewable energy. The import duty on renewable-energy-equipment is reduced.

Low VAT rate (5% instead of 22%) for small facilities (hydropower: 0.1 MW, wind: 0.075 MW, all solar and biomass units).

Reduced VAT rate of 5% paid by final consumer of biomass fuel and heat. Exemption from excise duty for biodiesel fuel.

Key factors

Existing overcapacity on electricity production has historically hampered the development of renewables.

A new Renewable Energy Act is being prepared and should enter into force the first half of 2004.

The Energy Regulatory Office role for setting prices is unclear. This has resulted in large market uncertainty and investors and financiers have consequently held back on new RES-E investments.

Other issues

The present structure of the power production system is a result of the abundant and cheap supply of coal and especially of lignite.

Lack of capital

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

Hydropower and biomass are for the moment the only two renewables contributing to RES electricity. Wind energy potential is for the moment nearly unexploited (around 8 MW currently installed). The utilisation of photovoltaic systems is also very limited.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 1: RES electricity production up until 2002 [39] in the Czech Republic

[39] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

In 1999 about 1.6 million tons of dry biomass were used for energy purposes. Other renewable resources of thermal energy were much less significant. The total production of heat from biomass grew from 358 Mtoe in 1997 to 432 Mtoe in 2001. Energy recovery of biogas exploitations has started in the recent years. Even though this shows a great shift in a five-year period, it is only 10% of the real potential of biomass. Geothermal heat is utilised for domestic and swimming pool heating as well as for some small industries. Moreover about 380 geothermal heat pumps have been installed until 2002. In 2002 there were 100,000 m2 of solar collectors in operation.

Table 1: RES-electricity production in 1997 and 2002 in GWh

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

Table 2: RES-heat production up until 2001

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

In 2001, biofuels already amounted to 1.3% of all automotive fuels.

Table 3: RES-biofuel production up until 2001

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

2.2. Mid-term potentials

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 2: Mid-term potentials of RES electricity, heat and transport in the Czech Republic

DENMARK

1. Summary of RES markets and policy

Background

With the election of the new government at the end of 2001 fundamental changes were made to existing energy policies and targets. Most of the favourable promotion schemes for RES have been abolished. The introduction of a green certificate market has been announced but has not been implemented so far. Except for two offshore wind parks, which were already in an advanced planning phase, the strong RES development observed in the 90's has stopped.

RES targets

The RES-E target to be achieved by Denmark in 2010 is 29% of gross electricity consumption.

Status renewable energy market

The renewable energy market has dramatically declined over the last two years.

Main supporting policies

The main promotion schemes for RES in Denmark are the following.

Act on payment for green electricity - settlement price instead of formerly high feed-in tariff

Wind onshore:

New installations receive spot price plus (on a monthly basis) an environmental premium (maximum of 1.3 EUR cents/kWh) plus a compensation for offsetting costs (0,3 EUR cents/kWh), in total limited to 4.8 EUR cents/kWh. Turbine owners are responsible for selling and balancing the power. The tariff can be well below the 4.8 EUR cents/kWh in times of a low spot price. The tariff is insufficient to attract new investments.

Wind offshore:

New installations receive spot price plus (on a monthly basis) an environmental premium (maximum of 1.3 EUR cents/kWh) plus a compensation for offsetting costs (0,3 EUR cents/kWh), in total limited to 4.8 EUR cents/kWh. Turbine owners are responsible for selling and balancing the power. The tariff can be well below the 4.8 EUR cents/kWh in times of a low spot price.

Tendering procedure planed but conditions are currently under discussion.

Solid Biomass:

A settlement price of 4 EUR cents/kWh is guaranteed for a period of ten years. Additionally and as a guarantee these plants receive 1 EUR cent/kWh in compensation for an RE certificate.

Biogas:

A settlement price of 4 EUR cents/kWh is paid

Waste:

A settlement price of 1 EUR cent/kWh is paid

Key factors

Termination of the originally high feed-in tariffs. Delay of the implementation of a green certificate scheme. In the new Danish political climate change renewables are of less importance. The feed-in tariffs applied at present are insufficient to attract investments comparable to the development of the last decade.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

Due to a focus on environmental issues during the 1980s and 1990s by the Danish governments and the energy administrations renewable energy is already widely used. More than 20 % of the electricity supplied in Denmark is currently based on renewable energy and RES cover approximately 9% of the country's primary energy consumption.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 1: RES electricity production up until 2002 [40] in Denmark

[40] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

The current penetration in terms of the actual power generation is shown in Figure 1. The highest penetration rate as well as the highest growth during the last decade has been achieved by wind onshore. About 5000 GWh electricity was produced by wind onshore power plants in 2002. Up until 1999 economic conditions for wind energy were very stable. All wind generated power was delivered as prioritised dispatch and a feed-in system with a general tariff of approximately 8 EUR cents/kWh. However, over the last few years the situation has changed markedly due to a number of changes to the support schemes. In 2000 the annual installed wind power capacity peaked over 500 MW, but in 2001 only 115 MW was established. In 2002 the installed capacity increased again due to favourable re-powering conditions. Currently the figures for new wind on-shore capacities are very small (about 50 MW in 2003). There was major development with regard to off-shore wind energy in the years 2002 and 2003. In 2002 the off-shore wind park in Horns Rev (160 MW) was completed and in 2003 the large wind farm in Nysted (165.6 MW) as well as three smaller parks went on-line. Accordingly the total installed capacity of off-shore wind energy is about 425 MW. Biomass, especially biowaste, but also solid biomass and biogas, has the second largest RES-E share. The detailed figures can be seen in Table 1. Only very little growth occurred in the biomass sector during 2002 and 2003 because the earlier favourable promotion conditions for biomass were, like those for wind energy, no longer available.

Table 1: RES-electricity production in 1997 and 2002 in GWh and average annual growth since 1997

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

In the heat sector the dominant renewable energy carrier is biomass, but since 1997 the market has been declining (see 2). Geothermal heat, including heat pumps, has shown the highest growth rate over the last few years.

Table 2: RES-heat production in 1997 and 2002 in ktoe and average annual growth since 1997

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

*Biomass heat only up until 2001

Despite the rather low liquid biofuel production up until 2002 shown in 3, Denmark reached a biofuel production capacity of 36 ktoe in 2003. This figure is attributable to a number of experimental pilot plants currently being operated. It is not clear whether or not Denmark will launch commercial production of biofuels. If so, biodiesel seems to be the most likely option.

Table 3: RES-biofuel production up until 2002

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

2.2. Mid-term Potentials

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 2: Mid-term potentials (2020) of RES electricity heat and transport in Denmark

Table 4: Policy assessment for RES - Denmark

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

// Sufficiency to promote RES

* // Hardly any or no support

** // Little support

*** // Moderate support

**** // High support

***** // Very high support

ESTONIA

1. Summary of RES markets and policy

Background

Estonia has one of the lowest penetration of RES in the region with an extended oils-shale based energy production employing 10,000 people in this relatively small country.

RES targets

The RES-E target to be achieved in 2010 is 5.1% for Estonia.

Status of the renewable energy market

There are low opportunities for solar and geothermal. However there is considerable potential in wind and biomass as well as hydro power. The biomass installations need high investment and though there are several wind projects in the pipeline the feed in tariff is hardly more than half of the amount the developers would favour.

Main supporting policies

Electricity Market Act (EMA): electricity price for renewable energy 1.8 times the residential price, so the price for renewable energy is: 5,2 EUR cents /kWh. This price is paid for 7 years for biomass and hydro and for 12 years for wind. The EMA has come into force on July 2003.

Sales Tax Act: 0% VAT for renewable energies

Key factors

Extensive reserve of domestic fuel (10,000 people working in oil shale industry in the country with very high unemployment rate).

Changes in Energy Law open the possibilities for producing wind energy profitably and start manufacturing wind generators and their components in Estonia.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

The share of renewables is 0.2%, because of the huge and cheap supply of electricity from oil shale. This source dominates the Estonian electricity production. Currently there is one wind-farm operational with a total capacity of 1.8 MW. Several projects with a total of 76 MW installed capacity were identified. In Estonia, at present only one 1.2 MW hydro plant exists. The utilization of solar energy in Estonia has no noticeable spreading both for electricity production and heat supply.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 1: RES electricity production in Estonia up until 2001

The current penetration of biomass is not exactly known but very small. The area occupied by forests constitutes 22 thousand km2 that exceeds a half of the country territory, thus forest residue presents the highest biomass potential.

Table 1: RES-electricity production in 1997 and 2001 in GWh

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

Table 2: RES-heat production up until 2001

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

There is no liquid biofuel production in Estonia.

2.2. Mid-term potentials

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 2: Mid-term potentials of RES electricity, heat and transport in Estonia

FINLAND

1. Summary of RES markets and policy

Background

The main core of Finnish renewables policy is defined in the Action Plan for Renewable Energy. The most important objective is to increase the competitiveness of renewable sources for the future. The plan has a strong emphasis on R&D activities to achieve this result in the long term. Energy taxation of fossil fuels forms the main instrument for implementation of renewables in the short term.

RES targets

The RES-E target from the EU directive for Finland is 31.5% of gross electricity consumption in 2010. A national target for 2025 has been set which is aimed at increasing the use of renewable energy by 260 PJ.

Status renewable energy market

Renewables currently cover around 28% of the Finnish total electricity consumption supplied by two key sources: hydro power (70%) and biomass (30%). Over the past decade a significant increase has been achieved in the deployment of biomass, in particular in the form of CHP and district heating systems.

Main supporting policies

Exemption from energy tax for renewable electricity. Unlike electricity from fossil or nuclear sources renewable electricity is exempted from the Finnish energy tax paid by end-users. This brings the following benefits for renewables:

wind 69 EUR /MWh

biomass / mini-hydro 42 EUR /MWh

biomass heating fuels 1 EUR /GJ (compared to natural gas)

Investment subsidies are available for new investments which receive a subsidy of 30% (wind: 40%).

Key factors

Subsidies provide absolute certainty regarding lower investment costs. Tax exemptions help to bridge gap with fossil and nuclear competitors. Nevertheless in the case of wind energy, available support is not enough to plug the gap. The existing support systems have allowed a substantial increase to be achieved in the use of biomass for electricity production and district heating.

Political changes and some uncertainty about future energy support programmes have resulted in new renewable energy investments being withheld.

Other issues

The value of total available support does not completely plug the price gap with fossil or nuclear based competitors. This holds in particular for wind energy.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

The development of the renewable electricity production over the past decade has resulted in a 30% increase since 1990. In absolute figures bio-energy showed the strongest growth due to a strong expansion of biomass-fueled CHP and district heating. By its efforts Finland is now the largest generator of electricity from biomass within the EU. Nearly 10% of the domestic electricity demand is now met by biomass. Hydro power, however, still remains the largest source of renewable energy in Finland. The use of wind power and photovoltaics is still in its early stages in the Finnish electricity market. In 2002 a total of 51 MW was installed.

The current penetration in terms of the actual power generation is shown in Figure 1 up to 2002 from Eurostat data. The fluctuations reflect the volatility in the supply of hydro power due to variations in weather conditions from year to year. Recent figures for 2002 indicate that electricity from biomass reached a level of 10 TWh. A similar amount was produced by hydro power in 2002. According to the total demand the share of RES electricity in Finland amounted to 25% in 2002 compared with 25% in 1997.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 1: RES electricity production up until 2002 [41] in Finland

[41] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 2: RES electricity production in Finland up until 2002 without large hydro

Table 1: RES-electricity production in 1997 and 2002 in GWh

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

In the heat sector the use of biomass, in particular in new CHP and district heating installations, has grown substantially over the past decade (by nearly 50% compared with 1990). This substantial growth rate has fallen somewhat of late. With the use of biomass for heating purposes, Finland has become one of the leading Member States within the EU when it comes to the share of heat from biomass in the total energy demand for heating purposes. Solar thermal collectors and heat pumps have been introduced in Finland, but their contribution still remains small.

Table 2: RES-heat production up until 2002

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

* Biomass heat only until 2001

Biofuel for transport has not reached any significant level so far in Finland.

Table 3: RES-biofuel production up until 2002

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

2.2. Mid-term Potentials

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 3: Mid-term potentials of RES electricity heat and transport in Finland

Table 4: Policy assessment for RES - Finland

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

FRANCE

1. Summary of RES markets and policy

Background

France has introduced legislation which provides a strong financial support scheme for renewable energy based on feed-in tariffs. These measures took effect in 2001 and 2002. Before this change, implementation was dependent on modest subsidy programmes.

RES targets

The RES-E target from the EU directive for France is 21% of gross electricity consumption in 2010.

Status of the renewable energy market

Renewables cover currently around 16% of the French total electricity consumption. This supply is met mainly by hydro power. Despite significant resources wind, biomass and geothermal energy currently play an insignificant role in the electricity sector. The current use of heat from RES amounts to approximately 6,0 Mtoe which covers 7% of the domestic energy consumption for heating purposes. The use of biomass forms the main source for renewable heat and is relatively stable in size.

Main supporting policies

Feed-in tariffs:

For renewable energy installations up to 12 MW, guaranteed for 15 or 20 years. Tariffs depend on source type and may include a premium for some sources. Rates are adjusted for inflation.

PV-Systems: 15 EUR cents/kWh

Hydro: Standard rate of 6 EUR cents/kWh, premium up to 7,5 EUR cents/kWh

Biomass: Standard rate of 4,9 EUR cents/kWh, premium up to 6 EUR cents/kWh

Sewage and landfill gas: Standard rate of 5,5 EUR cents/kWh, premium up to 6 EUR cents/kWh

MSW: Standard rate of 3,5 EUR cents/kWh, premium up to 4 EUR cents /kWh

Wind:

8,5 EUR cents/kWh for the first 5 years after installation, then 6,5 EUR cents up to 10 years after installation and 3EUR cents/kWh for a further 5 years.

A tendering system is in place for renewable energy installations > 12 MW. Tenders follow an open bidding procedure, where the winner is awarded a guaranteed-price contract. The tariff contracted depends on the bid. Calls for projects have published for biogas, wind onshore and wind offshore with a total power capacity of 250 MW.

Key factors

The level of the tariff is clearly high enough to only attract small and medium wind-energy projects. Tariffs for other renewables seem relatively low or moderate. Guaranteed periods under the new scheme are sufficiently long to secure investments.

Administrative and grid barriers persist.

Uncertainty in winning a bid for projects larger than 12 MW due to the tendering procedure.

Other issues

The new feed-in tariffs may provide a strong incentive if major obstacles like administrative and grid barriers can be removed.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

The development of renewable electricity production over the past decade has resulted in a 14% increase since 1990. This increase is almost entirely due to more hydro power production. Existing installations in particular have increased their output as there was only a modest growth in new capacity. Biomass is the second-largest source of renewable electricity and its use has also risen over the past decade. However, its contribution to the total renewable electricity generation is small (5%). The use of wind power and photovoltaics is still in its early stages in France. France has a considerable geothermal potential.

Current penetration in terms of the power actually generated is shown in Figure 1 up to 2002 (Data from Eurostat). The fluctuations reflect the volatility in the supply of hydro power due to variations in weather conditions from year to year. In 2003 installed wind power increased by 91 MW to total 239 MW. Photovoltaic solar power rose by 3 MW to a total capacity of 17 MW.

On the basis of total demand the share of RES electricity in France amounted to 14.4% in 2002 compared with 15% in 1997.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 1: RES electricity production up until 2002 [42] in France

[42] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 2: RES electricity production in France up until 2002 without large hydro

Table 1: RES electricity production in 1997 and 2002 in GWh

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

Unlike renewable electricity, the heat sector has remained more or less stable over the past decade. The current use of heat from RES amounts to approximately 10 Mtoe, which covers 7% of the domestic energy consumption for heating purposes. The use of biomass forms the main source of renewable heat and is relatively stable in size. The largest contribution comes from wood-firing in households, which covers 90% of the heat production from RES. Geothermal heat is the second-largest form of heat in France. Like biomass, its contribution has remained stable over past years. The figures for recent years demonstrate that solar thermal collectors and heat pumps have attracted sizeable investments especially from private households. A total collector area of about 0,7 Mio. m2 was installed by the end of 2002.

Table 2: RES-heat production up until 2001

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

*Biomass heat only up until 2001

France is within Europe one of the leading Member States in the production and use of biofuels for transport. Production levels are similar to Germany's.

Table 3: RES-biofuel production up until 2002

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

2.2. Mid-term Potentials

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 3: Mid-term potentials of RES electricity heat and transport in France

Table 4: Policy assessment for RES - France

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

* Time implemented, duration of support and operational period are specified for the main instrument supporting the deployment of the selected renewable energy technology. The main instrument is indicated as the first instrument in the first and second row of the table.

Elaboration of support:

1) Degree and duration of support 2) Non-economic factors (e.g. grid constraints, social constraints and administrative barriers)

* // Insufficient support or very strong barriers

** // Little support or significant constraints

*** // Reasonably sufficient support or acceptable market conditions

**** // High support or good market conditions

***** // Very high support or very good conditions

GERMANY

1. Summary of RES markets and policy

Background

The stability of political support has stimulated continuous and high levels of growth especially in the case of wind energy, PV and solar thermal installations over the past decade. But the sectors of liquid biofuels, heat pumps and to a lesser extent biomass electricity, and biomass heat have also shown relevant growth rates. A new feed-in tariff system is proposed that will lower the tariffs for wind on-shore, increase tariffs for biomass electricity, geothermal electricity and introduce a feed-in tariff for the refurbishment of large hydro.

RES targets

The RES-E target to be achieved by Germany in 2010 is 12.5% of gross electricity consumption (in 2020 10% of total energy consumption and 20% of electricity consumption).

Status of the renewable energy market

The renewable energy market in Germany is mature and showing large growth rates even at high penetration rates. Biomass might be considered as the only source that is significantly lagging behind expectations.

Main supporting policies

The main promotion schemes for RES in Germany are the following.

Renewable Energy Act - feed-in tariff (present scheme) (proposed new law to be implemented in 2004)

Wind: 9 EUR cents/kWh for at least five years after installation. Reduction of tariff to 6 EUR cents/kWh depending on yield of system. Yearly reduction of tariff by 1.5%.

Biomass: up to 500 kW: 10 EUR cents/kWh, up to 5 MWp: 9 EUR cents/kWh, up to 20 MWp: 8,6 EUR cents/kWh,

Hydro, landfill gas, sewage gas: up to 500 kW: 7,7 EUR cents/kWh, form 501 kW to 5 MW: 6,6 EUR cents/kWh

PV: 48 EUR cents/kWh, yearly reduction of tariff by 5%. Starting in 01/2004 FIT of 59 EUR cents/kWh.

(Proposed new law to be implemented in 2004 will contain different tariffs)

Market Incentive Program: Investment subsidy for most sources except wind

Income tax regulations on wind energy investments

Environment and Energy Efficiency Programme: subsidised loans for major share of wind investments

Full exemption from mineral oil tax and environmental tax for all pure liquid and solid biofuels in heat and transport.

Key factors

Partially exploited potentials and limited grid capacity in the northern parts of Germany are currently hampering the growth of onshore wind energy for much of the market. Offshore wind energy is developing more slowly than expected due to high costs and unsolved technical problems (long distance from land and deep water). Biomass development is slower than expected due to fuel price uncertainty and high infrastructure costs. Most of the low-cost potentials (wood wastes) have already been exploited. The proposed new renewable energy act will have a major impact on wind, biomass and large hydropower. The current relatively high feed-in tariffs combined with reasonable investment subsidies and loans has generated a considerable RES market. The termination of the 100 000 roofs programme would have led to a significant slowdown of PV development, however this is now being compensated by higher feed-in tariffs as from in January 2004.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

The developments in renewable electricity production have been very dynamic in Germany over the recent years. In absolute figures wind energy showed the strongest growth reaching the combined generation potential of large and small hydropower at the end of 2003 of about 25 TWh. The actual generation of wind energy in 2003 was lower at about 18.5 TWh due to a wind year that was 16% below average as well as due to the fact that most wind turbines are installed at the end of the year. About 50% of the European wind energy capacity is installed in Germany. Hydropower has the second-largest RES-E share, but it has not been showing any significant development over the last five years. Biomass electricity, including the biodegradable fraction of municipal waste, is the third most important RES-E source with about 6.2 TWh of electricity production in 2002. Strong growth rates have also been achieved in the area of photovoltaics, reaching an installed capacity of 258 MW and a generation potential of about 190 GWh in 2002 and about 260 GWh in 2003.

Penetration in 2001 in terms of actual power generation is shown in Figure 1. For wind and hydropower in particular this graph does not truly reflect the development of the installed capacities because of the volatility of power output over the year. In Table 1 electricity generation from RES is shown for the years 1997 and 2002 as well as the average annual growth during this period.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 1: RES electricity production up until 2002 [43] in Germany

[43] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore, hydro power and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

Table 1: RES-electricity production in 1997 and 2002 in GWh

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

In the heat sector the growth was less rapid than in the electricity sector although solar thermal collectors and heat pumps have attracted sizeable investment especially from private households. A total collector area of about 5 million m2 was installed by the end of 2002. Biomass heating is largely dominated by wood and wood-waste applications in households and a growing share of biogas, accounting for about 13% of the biomass heat consumption by the end of 2001. The production of heat from wood in households remained quite constant over recent years.

Table 2: RES-heat production up until 2001

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

*Biomass heat only up until 2001

The biofuel sector bas been growing very rapidly over the last 10 years, showing a doubling of production every two years. The existing biofuel mix is based almost entirely on biodiesel produced from rapeseed.

Table 3: RES-biofuel production up until 2002

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

2.2. Mid-term Potentials

The mid-term potentials [44] of RES in the sectors of electricity, heat and transport are shown in Figure 2.

[44] The exact definition of the "mid-term potential" can be found in Annex I - Methodologies of the final report. Compared with the technical potential the mid-term potential represents the so-called realisable potential, taking into account socio-economic restrictions, maximum annual growth restrictions, capacity of RES production industry, etc.

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Figure 2: Mid-term potentials of RES electricity heat and transport in Germany

Table 4: Policy assessment for RES - Germany

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

* Environment and Energy Efficiency Programme of "Deutsche Ausgleichsbank"

// Elaboration of support

* // Insufficient support

** // Little support

*** // Reasonably sufficient support

**** // High support

***** // Very high support

GREECE

1. Summary of RES markets and policy

Background

The current development of RES in Greece showed the first significant growth in the field of active solar thermal systems stimulated by a deduction of the taxable income for final users. However, this measure is temporarily on hold for budgetary reasons. Law 2244/94 on Electricity from Renewables has played a decisive role in starting the large-scale development of RES through private investments The combination of feed-in tariffs (introduced by 2244/94) and subsidies in the order of 40% of the investment cost (provided either through the development law or the 3rd Community Support Framework-CSF) created a large measure of interest among investors. Most of the activity has been concentrated on wind energy and active solar thermal systems. Administrative barriers represent the major constraint to further growth.

RES targets

The RES-E target to be achieved by Greece in 2010 is 20% of gross electricity consumption.

Status of the renewable energy market

Greece has a mature RES market especially for active solar thermal systems, hydro and geothermal installations in the heat sector. The general promotion schemes have been in place for a considerable time already and have undergone only slight change (degree of support) of late. A recent inter-ministerial decision is aimed at reducing the administrative burden affecting RES installations, as well as some geothermal projects.

Main supporting policies

The main promotion schemes for RES in Greece are the following.

Law 2244/94 (feed-in tariff) and Law 2773/1999 (liberalisation) (Feed-in tariff of a bout 7,8 EUR cents/kWh on the islands and 7 EUR cents/kWh on the mainland)

Development Law 2601/98. The Law supports investment activities (including energy investments) of private companies (investment subsidy of about 30%).

The Operational Programme 'Competitiveness' of the Hellenic Ministry of Development is part of the 3rd Community Support Framework (State aid for RES investments, ranging from 30 to 50%).

Law 2364/95 introduces a reduction of the taxable income of final users installating renewable energy systems in private buildings (75% of costs for purchase and installation is tax-deductible).

Key factors

The big danger is that the construction and upgrading of the grid lines will be delayed, postponing as a consequence the development of RES. This fact, in combination with the administrative difficulties and grid connection obstacles causing problems with obtaining construction permits for wind and biomass power plants constitutes the biggest barrier. However, according to the latest inter-ministerial decisions, the licensing procedure for RES power plants will be streamlined and made more efficient. It remains to be seen over the next months how effective this decision proves to be. With regard to the upgrading and extension of power transmission lines, which also contribute to the further deployment of RES, expropriation procedures are being shortened and simplified to speed up implementation for the 2004 Olympics.

The Greek Government has also established a set of rules for the rational use of geothermal energy in line with the Community's view. Any geothermal field is considered to be a single-entity deposit, and a-source that cannot be split up. A specific bidding procedure has been established for the whole range of products, by products and process residues obtained from a geothermal source.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

The current status and development in the renewable electricity production in Greece is mostly dominated by traditional RES-E sources such as large-scale hydropower. A major part of the RES-E output is effected by annual fluctuations of precipitation. In 2002, the electricity generated by hydropower accounted for around 2.7 TWh (excluding pumped storage hydro energy). The utilisation of small-scale hydropower has increased moderately over the last 6 years.

Wind energy has been growing modestly since 1997, reaching about 375 MW or 0.5 TWh in 2002. As explained in the policy summary, particular non-technical barriers such as obtaining installation permits for electricity generated by wind turbines, have hindered its development to some extent. In accordance with approved Ministerial Decision 1726/2003. [45], the Greek Government decided to streamline and speed-up its licensing procedure for RES power plants. As a result of these actions, it can be expected that the wind sector will grow more dynamically over the coming years.

[45] 2nd National Report Regarding Penetration Level of Renewable Energy Sources in the Year 2010, Page 6, Athens, October 2003.

Table 1: RES-electricity production in 1997 and 2002 in GWh

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 1: RES electricity production up until 2002 [46] in Greece.

[46] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 2: RES electricity production in Greece up until 2002 without large hydro

With regard to the heat sector, Greece has increased considerably its national geothermal heat capacity (by about a factor of three) since 1997. This increase resulted from the installation of different projects accounting for approximately 80 MWth in 2002. The Greek Government has established a set of rules for the rational use of geothermal energy. A specific bidding procedure was established for the whole range of products, by-products and process residues obtained from geothermal sources.

With respect to other technologies, solar thermal panels show a moderate 7 percent growth rate from 1997. As a result of tax incentives in this sector, the total cumulative capacity for solar thermal systems increased up to 2.8 million m2 in 2002, with Greece now being the second country in Europe after Germany. However, these support mechanisms are temporarily on hold for budgetary reasons and a future prospects look gloomy.

Table 2: RES-heat production up until 2002

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

* Biomass heat only up until 2001

With regard to liquid biofuels production, Greece has been a dynamic country at the experimental stage with several pilot projects related to the different technologies for the production of biofuels. However, currently there is no commercial-scale production. The pilot projects tested so far, looked at the production both of biodiesel and bioethanol fuels for transportation purposes derived from various traditional crops such as wheat, corn, fried and waste oil, sunflower and rape seed. If these attempts prove to be cost-effective in the long run, major support mechanisms for the industry are expected to be implemented in the coming years.

Table 3: RES-biofuel production up until 2001

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

2.2. Mid-term Potentials

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 3: Mid-term potentials of RES electricity, heat and transport in Greece

Table 4: Policy assessment for RES - Greece

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

Sufficiency to promote RES

* // Hardly any or no support

** // Little support

*** // Moderate support

**** // High support

***** // Very high support

HUNGARIA

1. Summary of RES markets and policy

Background

Hungary is net importer of energy. 70% of the total energy demand of Hungary is covered by import. The energy policy does not include significant actions towards renewable energy sources.

RES targets

The RES-E target to be achieved in 2010 is 3.6% for Hungary.

Status of the renewable energy market

There would be good opportunities for biomass, solar, geothermal and some wind energy development, although the investment climate was not favourable until now and only very few investment has taken place with different multilateral funding.

Main supporting policies

Ministerial Decree 56/2002: Guaranteed feed in tariff (on indefinite term), beginning in January 2003, all energy generated from renewable energy resources must be purchased between 6 and 6,8 EUR cents/kWh, not technology specific.

Key factors

No coordinated national action for RES penetration. Insufficient investment climate, although various funds available.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

The penetration of the renewable energy sources in the Hungarian primary energy production is relatively small, 3.6 per cent. The share of RES in electricity production is even lower, 0.6 per cent. However due to the building of large hydropower plants in the 1970s on the Tisza river and several small hydro power plants (built in 1930-60) the hydropower has a notable share among the renewable sources. The capacity of the three largest hydropower plants is 43.8 MWe. They provide about 200 GWh of electricity annually. The installed hydro power capacity has been not increased in the last 30 years and further penetration of the hydropower - excluding the refurbishment of the old plants - is unlikely as it faces opposition. Photovoltaic applications have been implemented on an experimental basis in the telecommunications and other sectors, but this technology has not yet reached wide scale of commercialization in Hungary. Wind energy has for the moment a symbolic representatition (2 MW).

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 1: RES electricity production up until 2002 [47] in Hungary

[47] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore, hydro power and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

Biomass accounts for the largest share of Hungary's renewable energy consumption. Currently fuel wood combustion is the primary use of biomass. Forestry wastes and sawmill by-products are currently burnt in furnaces to provide heat for the forestry industry or briquetted for retail sale. Nearly 40 percent of the round wood production is used for energy purposes. Consumption of biomass heat in 2001 amounted to 302 Mtoe mainly based in solid biomass uses. One of the largest exploited renewable energy resources in Hungary is geothermal energy with approximately 350 MW of installed capacity for heat generation. The geothermal energy and thermal water is used mainly for balneological purposes and for heating of the bath facilities. In the last 10 years there were several projects completed in the south-eastern part of Hungary for district heating and greenhouse heating. The penetration of heat pumps is proceeding only slowly - however there are several residential and office buildings heated with this technology - because of the high investment costs and that it is relatively unknown. Limited use of solar energy for water and space heating has been observed, based on flat plat collectors.

Table 1: RES-electricity production in 1997 and 2002 in GWh

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

Table 2: RES-heat production up until 2001

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

A National Biodiesel Programme has been launched some years ago with some pilot factories started but due to discontinuous support, the programme has not given any important results.

Table 3: RES-biofuel production up until 2001

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

2.2. Mid-term potentials

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 2: Mid-term potentials of RES electricity heat and transport in Hungary

IRELAND

1. Summary of RES markets and policy

Background

Ireland is the last EU country that uses a tendering scheme as the main instrument in supporting renewable energy. The Alternative Energy Requirement (AER) is a competition for investors in which the lowest bidders are offered a Power Purchase Agreement of up to 15 years. The first four competitions were held between 1995 and 1998. Rounds 5 and 6 were held in 2003. The market for household and small industrial consumers is open only for 100% green consumers, resulting in new market entrants that offer competitive green power contracts and investments in commercial wind parks (i.e. not funded through AER).

RES targets

The RES-E target to be achieved by Ireland in 2010 is 13.2% of gross electricity consumption.

Status of the renewable energy market

AER round 6 closed in April 2003. In Ireland there is no real voluntary market for renewable electricity.

Main supporting policies

The Alternative Energy Requirement (tendering scheme) is the main support instrument. Targets and purchase prices specified for the technologies are shown below. No support is provided for renewable heat and biofuels except promotional projects for biofuels that may receive tax exemption.

Technology Support level (EURct/kWh) Specifics

Large-scale wind 5.216 up to 400 MW

Small-scale wind 5.742 up to 85 MW

Offshore Wind 8.4 up to 50 MW; indicative price cap only

Biomass 6.412 up to 8 MW

Biomass-CHP 7.0 up to 28 MW

Biomass-anaerobic digestion 7.0 up to 2 MW

Hydro 7.018 up to 5 MW

Key factors

- The tender is a stop-start programme where the future of target-setting is unknown (both levels and technology preferences).

- The AER tends to lead to relatively poor quality of equipment as the lower-price bids win the competition.

- No stimulation is provided above the targets set.

- Projects eligible may not exceed certain capacity levels which may lead to a certain inefficiency of the project design.

- A lack of co-operation exists in the Irish RE industry as a direct result of the tendering scheme.

- Long-term certainty of supply contract (up to 15 years, for biomass-CHP only 10). A market-based instrument that includes element of competition.

Other issues

An official consultation document on future renewable energy policies is currently being prepared.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

Traditionally, hydropower is by far the most important renewable electricity source in Ireland, though in recent years production from other RES-E such as wind and biogas has been increasing. In 2002 the combined production of small-scale and large-scale hydropower stations was 912 GWh, which corresponds to 73% of the total RES-E production for that year.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 1: RES-electricity production up until 2002 [48]

[48] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

Figure 1 shows that electricity generation from wind has increased from 0.2 GWh in 1990 to 330 GWh in 2002. The contribution of wind power to overall electricity generation from RES in 2002 was 27%. Installed wind power capacity at the end of 2002 was 137 MW. In 2003 installed wind power capacity increased by 49 MW up to 186 MW at the end of 2003. Electricity production from biogas in the year 2002 was 81 GWh, accounting for a contribution of about 7% to the overall electricity generation from RES. Finally, it can be noted that in Ireland there is virtually no RES-E production from solid biomass. The share of RES electricity in overall electricity consumption in Ireland increased from 3.6% in 1997 up to 5.1% in 2002, as shown in Table 1.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 2: RES-electricity production in Ireland up until 2002 without large hydro

Table 1: RES-electricity production in 1997 and 2002 in GWh

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

Table 2 shows data regarding the penetration of RES-heat in Ireland. Biomass heat production over the last few years has been increasing at an average rate of 8% per year. Total biomass heat production in 2001 was 145 ktoe. It can be seen that solar thermal heat and geothermal heat production is still relatively small-scale compared with biomass heat.

As can be seen in Table 3, the biofuel market is virtually non-existent in Ireland.

Table 2: RES-heat production up until 2002

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

*Biomass heat only up until 2001

Table 3: RES-biofuel production up until 2002

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

2.2. Mid-term Potentials

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 3: Mid-term potentials 2020 of RES electricity, heat and transport in Ireland.

Table 4: Policy assessment for RES - Ireland

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

Sufficiency to promote RES

* // Hardly any or no support

** // Little support

*** // Moderate support

**** // High support

***** // Very high support

ITALY

1. Summary of RES markets and policy

Background

The Italian RES policy is an integral part of CO2 reduction policies. In 2001 the main support program CIP6 was replaced by a green certificate system with binding targets. Certificates are issued for plants commissioned after April 1 1999 and only for the first 8 years of operation. The certificate system's overall target of 2% was not reached in the first full year of operation. Decree 387 of December 2003 that implements the EU Renewable Electricity Directive increased the target set for 2004-2006 by 0.35% per year.

RES targets

The RES-E target to be achieved by Italy in 2010 is 25% (76 TWh) of gross electricity consumption.

Status of the renewable energy market

Obligatory demand for producers and importers. The GRTN, Italy's Independent System Operator, may sell certificates produced at eligible RES-E plants under the former CIP6 support scheme at a fixed price and only if the market is short to prevent excessively high prices on the market. Voluntary demand for green electricity may be included in the certificate system. The implementation of the Guarantee of Origin will make the voluntary market more transparent and open.

Main supporting policies

- Certificate system with mandatory demand

- Carbon dioxide tax with exemption for RES (biofuels)

- Funds for specific technologies and/or municipalities

Key factors

- Relatively favourable certificate prices up to 8.4 EURct/kWh.

- Certificates are issued only for plants producing more than 50 MWh per year.

- The major problem with developing new production capacity seems to be problems in obtaining authorisation at local level and the high cost of grid connection.

- The carbon tax is relatively high, which offers competition benefits for renewables.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

Development of the renewable electricity production in Italy is shown in Figure 1. Hydropower represents around 85 - 90% of Italy's RES-E production, with a total production of 41 TWh of both small-scale and large-scale hydropower stations in 2001. Electricity production from renewable energy sources other than large hydro is detailed in Figure 1. Geothermal electricity is the second most important RES-E source, representing 8% of the RES-E production. Worth mentioning is also the strong growth of the installed wind power capacity, with a factor of 270 in the period from 1990-2002, up to 785 MWe in 2002. In absolute terms the Italian wind market is however still small in size. Installed PV capacity grew by 600% in the same period, up to an installed capacity of 23 MWp in 2002. According to the total electricity demand the share of RES electricity in Italy increased slightly from 16% in 1997 to 16.8% in 2002.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 1: RES-electricity production in Italy up until 2002 [49] in Italy

[49] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 2: RES electricity production in Italy up until 2002 without large hydro

Table 1: RES electricity production in 1997 and 2002 in GWh

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

Data showing the RES-heat production in Italy can be found in Table 2. Biomass heat and solar thermal heat show strong growth rates of 9% and 21%, respectively. As with RES-E, the contribution of geothermal to RES-heat is substantial, with 213 ktoe produced in 2002.

The production of biofuels in Italy also shows an upward trend, as shown in Table 3. Average growth rate for the production of liquid biofuels since 1997 is 32% per year.

Table 2: RES-heat production up until 2002

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

*Biomass heat only up until 2001

Table 3: RES-biofuel production up until 2001

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

2.2. Mid-term Potentials

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 3: Mid-term potentials of RES electricity heat and transport in Italy

Table 4: Policy assessment for RES - Italy

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

LATVIA

1. Summary of RES markets and policy

Background

Imported energy resources account for 65-70 % of the total energy consumption in the primary energy resource balance of Latvia. Therefore the primary reason for supporting renewable resources in energy generation is security of supply and creation of new jobs. Wood and wind are the most prioritized from renewable energy resources for use in electricity generation.

RES targets

The RES-E target to be achieved in 2010 is 49.3% for Latvia.

Status of the renewable energy market

From 1996 to 2002, Latvia experienced significant growth in renewable energy projects as developers took advantage of the so-called double tariff, phased out the 1st January 2003. Latvia had a unique feed-in tariff, which was double the average electricity price for a period of eight years after grid connection for wind and small hydro power plants (less than 2 MW). Annual production at small hydropower plants increased from 2.5 to 30 GWh, while output from windpower plants built during the last three years increased to about 50 GWh.

The plan to build an undersea cable from Finland to import cheap energy may jeopardize RES development. The political support of RES has decreased in Latvia since January 2003. The cheap production of electricity from large-hydro and the low regional import electricity prices are obstacles for further RES development.

Main supporting policies

Law on Energy: With the amendment adopted in 2001 that phased out the so-called double tariff by 1st January 2003, regulations fixing the total capacity for installation and specific volumes for next year are annually published. The annual purchase tariff for small hydro power as well as for power plants using waste or biogas is set at the average electricity sales tariff, while tariffs for wind power plants are approved on a case-by-case basis by the regulator.

Other issues

Long-term loans on favourable conditions for projects in private and public sectors

Owners of buildings and other facilities have the right to choose the most cost-efficient type of energy supply.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

The hydroelectric facilities provide about 75% of electric generation in Latvia, however, the supply reliability is complicated due to frozen rivers during very low winter temperatures. Total installed wind energy capacity in Latvia is currently very small (about 22.8 MW).

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Figure 1: RES electricity production up until 2001 [50] in the Latvia

[50] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

The biomass energy is mainly used as firewood in small and, as a rule, low-efficient boilers in the private household utilities. Solar energy is practically not used for heat production.

Table 1: RES-electricity production in 1997 and 2001 in GWh

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Table 2: RES-heat production up until 2001

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Table 3: RES-biofuel production up until 2001

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2.2. Mid-term potentials

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Figure 2: Mid-term potentials of RES electricity, heat and transport in the Latvia

LITHUANIA

1. Summary of RES markets and policy

Background

Lithuania has the highest dependence on nuclear power in its electricity supply of any country in the world, supplied by a single nuclear plant, Ignalina. However, the first of two reactors should be decommissioned in 2005 and the second in 2009. The decommissioning of the nuclear power plant Lithuania should prevent turning back towards fossil fuels as the main source for the electricity production. One of the strategic objectives in the Energy Strategy, 2002 is to strive for a share of renewable energy resources of up to 12% in the total primary energy balance by 2010.

RES targets

The RES-E target to be achieved in 2010 is 7% for Lithuania.

Status of the renewable energy market

Especially biomass supply is growing (wood and straw-firing boilers). There is still an important hydro potential. A big investment has been made in 2002 in geothermal energy. Although Lithuania has very good wind potential, there is no development of this energy up to now.

Main supporting policies

Resolution No. 1474 of 5 December 2001: Procedure for promotion of purchasing of electricity generated from renewable and waste energy sources. Average energy prices since February 2002: Hydro: 6.9 EURc/kWh, Wind: 7.5 EURc/kWh, Biomass 6.9 EURc/kWh

Key factors

There are feed in tariffs since February 2002 with no guaranteed time.

There exist delays in supporting secondary legislation (biofuel).

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

Large hydro installed capacity was to 112 MW; small hydro to 15 MW. Recently the pump-storage plant Kruonis with 800 MW has been put into service. No wind turbines operate in Lithuania, only a 4 MW demonstration wind project is on the drawing board for a site at Butinge on the Baltic Sea coast.

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Figure 1: RES electricity production up until 2001 [51] in Lithuania

[51] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

Recently solar energy has been utilized for hot water supply, space heating of premises and drying of agricultural production. Among the biomass energy sources wood was used in Lithuania for space heating of individual houses by burning in stoves with small efficiency. In 1994 waste wood and specially prepared wood chips were started to be used burning them in district heating boilers with higher capacity (> 1 MW). Now the totally installed capacity of such combustion wood boilers achieves around 120 MW. In accordance with the statistic data of 1998 the consumption of wood fuel was equivalent to 571 ktoe. The using of straw fuel in Lithuania was started since 1996. The total installed capacity of straw-fired boilers makes up about 5 MW. Approximately 7500 t of straw is burned annually in these boilers. This amount is equivalent to 2.5 ktoe of primary energy. There are 6 individual geothermal plants with the total capacity of 114 kW. The construction of Vydmantai geothermal plant in Kretinga region has recently started. 41 MW geothermal plant is build in Klaipeda. In the year 2002 this power plant was not yet working in its full capacity, however produced 180 000 kWh thermal energy.

Table 1: RES-electricity production in 1997 and 2001 in GWh

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Table 2: RES-heat production up until 2001

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There is no biofuel production in Lithuania.

2.2. Mid-term potentials

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Figure 2: Mid-term potentials of RES electricity, heat and transport in Lithuania

LUXEMBOURG

1. Summary of RES markets and policy

Background

The 1993 Framework Law is the basis of two main regulations. The ongoing nature of the framework law creates a stable environment and investor confidence. Subsidies are granted to enterprises and companies for investments in eligible technologies, which include solar, wind, biomass, geothermal. Preferential tariffs are given for electricity produced from RES.

RES targets

The RES-E target to be achieved by Luxembourg in 2010 is 5.7 % of gross electricity consumption.

Status of the renewable energy market

The national energy supply company Cegedel just started this year with selling green electricity. The latest support program is limited to 5 years, and there is a limit on RES resources for creating new capacity. Development therefore seems to be restricted.

Main supporting policies

Feed-in tariff: tariff in EUR ct/kWh conditions

Wind, hydro, biomass, biogas: 2.5 up to 3 MW, 10 years

PV for municipalities 25 up to 50 kW, 20 years

PV for non-municipalities 45 - 55 up to 50 kW, 20 years

In addition investors can receive investment subsidies totalling up to 40% of investments.

Key factors

- RES has to compete with combined-cycle technology, a technology enabling the achievement of similar environmental objectives as RES, but more economically.

- Limitations on eligibility and budgets.

- Guaranteed market for electricity from RES provides certainty for investors.

- Broad range of support measures which may be used cumulatively.

Other issues

Some of the support measures seem to have had no or only limited effect. Support measures in general aimed at municipality-level or specific technologies have not resulted in the promotion of RES-E.

In February 2004, the national Parliament approved a modification to the Framework Law for transposing Directive 2001/77.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

Development of the renewable electricity production in Luxembourg over the last decade is shown in Figure 1. Hydropower accounts for the largest contribution to the overall renewable electricity production, with a share of around 65-70% over the last few years. Wind makes a small contribution of 27 GWh in 2002. Production of electricity from biowaste shows more stability over time. In the period 1990-2002 electricity production from biowaste was around 23 GWh per year. In Table 2 the electricity generation from RES is given for the years 1997 and 2002, as well as the average annual growth during this period. It can be seen that the contribution of renewable energy sources to the overall electricity generation in Luxembourg was 2.1% in 1997 and 2.2% in 2002.

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Figure 1: RES-electricity production in Luxembourg upuntil 2002 [52]

[52] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

Data covering RES-heat production in Luxembourg are shown in Table 2. Only biomass heat contributes to RES-heat production in Luxembourg with 25 ktoe in 2001. Production from solar thermal and geothermal sources in 2001 and the years before has been virtually zero. In Table 3 it can be seen that the same is true for the production of liquid biofuels.

Table 1: RES-electricity production in 1997 and 2002 in GWh

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Table 2: RES-heat production up until 2001

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* Biomass heat only until 2001

The biofuel sector in Luxembourg is virtually non-existent. No production data are available.

Table 3: RES-biofuel production up until 2001

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2.2. Mid-term Potentials

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Figure 2: Mid-term potentials of RES electricity, heat and transport in Luxembourg

Table 4: Policy assessment for RES - Luxembourg

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MALTA

1. Summary of RES markets and policy

Background

Energy utilisation in Malta is characterised by a total dependence on imported petroleum products and fossil fuels, low efficiency utilisation and no penetration of alternative sources.

Efforts are being directed towards the identification and utilisation of appropriate alternative sources of energy, including solar energy.

RES targets

The RES-E target to be achieved in 2010 is 5% for Malta.

Status of the renewable energy market

No commercial utilisation of renewable energy. The Institute of Energy Technology and others have undertaken pilot projects and studies to assess the potential and applicability of renewable sources, mainly wind and solar power.

Main supporting policies

5% VAT (instead of 15%) on solar applications.

At present Malta is formulating a strategy for renewable energy for the Maltese Islands.

Key factors

Energy infrastructure up to now has been oriented to subsidised oil products although the existing potential for renewable energy sources.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

The penetration of the renewable energies in Malta is practically zero. Photovoltaic applications in Malta that were so far restricted to research and demonstration systems will soon be available for everyone to install, according to the regulations to be set by the Malta Resources Authority.

Table 1: RES-energy production in 1997 and 2002

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2.2. Mid-term potentials

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Figure 1: Mid-term potentials of RES electricity, heat and transport in Malta

NETHERLANDS

1. Summary of RES markets and policy

Background

Major support measures and market openness resulted in much higher green power consumption, a large surplus of certificates. However, there were no new RES installations. The policy support scheme was criticised and accordingly revised. The new support scheme has been in operation since July 2003 (see below).

RES targets

The RES-E target to be achieved by the Netherlands in 2010 is 9% of gross electricity consumption. A target of 10% total renewable energy by 2020 has been set with an interim indicative total RES target of 5% by 2010.

Status of the renewable energy market

Early in 2004 the total amount of green power supplied to consumers reached 2.4 million. Competition in green pricing and green power supplies has been fierce in the wake of the opening-up of the green power market in July 2001. Investments in renewable energy have been slowing down over the past few years because of political uncertainty about renewable energy support.

Main supporting policies

The new policy programme MEP to support renewable energy investments has been in operation since 1 July 2003. See underneath the subsidy in EURct/kWh. The 2005 subsidies are higher because of the phasing out of the ecotax).

Technology source Tariff 2004(*) Tariff 2005

Mixed biomass and waste: 2.9 2.9

Wind on-shore 6.3 7.7

Wind off-shore 8.2 9.7

Pure biomass large scale: 5.5

Small-scale biomass < 50 MWe 8.2 9.7

PV, tidal, wave and hydro 8.2. 9.7

(*) from 1 July 2004 onwards

Key factors

Budget constraints caused uncertainty about future energy support programmes with a consequent withholding of new renewable energy investment. A new system, the MEP scheme, has improved investment conditions, although the short duration of the tariffs scheme provided has been criticised.

The opening-up of the green power market for small consumers has resulted in strong competition among utilities for green power products. Combined with a relatively high degree of support for energy-tax exemptions and feed-in tariffs for green power, this has led to large increase in the amount of green power consumed.

Other issues

The system for Guarantee of Origin has been launched by renaming the former certificate system a GoO system. Imports are still allowed (foreign GoO), but are not eligible for the MEP subsidy.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

Renewable electricity production in the period 1990-2002 in the Netherlands is shown in Figure 1. It can be seen that in this period annual RES-E production increased from 0.7 TWh in 1990 to around 3.6 TWh in 2002. Solid biomass is the most important RES-E source and accounted for around 35% of the annual RES-E production in the Netherlands in 2002. The second most important RES-E source is generation by on-shore wind. In 2002 installed wind capacity was increased by 40% to 677 MW, corresponding to a production level of 0.9 TWh in the same year.

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Figure 1: RES-electricity production up until 2002 [53]

[53] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

1 shows the data for electricity generation from RES in the Netherlands for the years 1997 and 2002, as well as the average annual growth during the intervening period. Figures for RES-E penetration in 1997 have been adjusted from 3.5% (including non-biodegradable waste) to 1.8% (excluding biodegradable waste). The overall amount of renewable electricity production is clearly increasing, but faster development is still needed for achieving the 9% target.

Table 1: RES-electricity production in 1997 and 2002 in GWh

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2 and 3 show data indicating the penetration of RES-heat and RES-biofuel, respectively. Biomass heat production in 2001 was 324 ktoe. Solar thermal heat production is still relatively small compared with biomass heat, but an average annual growth rate of 17% since 1997 has been reported for this technology. Production of geothermal heat and biofuels is still a very small market in the Netherlands, with production figures of virtually zero.

Table 2: RES-heat production up until 2001

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Table 3: RES-biofuel production up until 2002

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2.1. Mid-term Potentials

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Figure 2: Mid-term potentials of RES electricity heat and transport in the Netherlands

Table 4: Policy assessment for RES - Netherlands

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The Netherlands

(a) Largest current incentive from MAP funds (Environmental Action Plan).

(b) Biofuels have been stimulated so far only by R&D funds. At the end 2003 policies are expected to be formulated for biofuel support in the Netherlands.

(c) Geothermal energy is not used in the Netherlands (note that this definition excludes heat pumps).

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POLAND

1. Summary of RES markets and policy

Background

Coal-fired power and cogeneration plants dominate electricity generation in Poland. However, more than half of the capacity was built in the 1970's and significant investment in new generation and modernization of existing generation is required.

Poland requires that electric utilities maintain a renewable energy portfolio of at least 2.4 percent in 2001 (2.5% in 2002; 2.65% in 2003, etc., 7.5% in 2010 and in the following years) and has established a target of 7.5% of primary energy production from renewable sources by 2010 and 14% by 2020. However, these targets have not yet been enforced, discouraging large scale renewable development. The key resource for achieving the target is likely to be biomass, mainly forestry and agricultural residues and energy crops.

RES targets

The RES-E and primary energy target to be achieved in 2010 is 7.5% for Poland.

Status of the renewable energy market

Biomass covers more than 98% of renewable energy production. Biomass is considered to be the most promising renewable energy in Poland, for both electricity and thermal energy production. This is because of the abundant potential of straw and wood resources in Poland and maturity of this technology. At present there are 200 ha energy crops grown and estimations indicate that 1,5 million ha of arable land is available for energy crops. Polish hydro power has chances for development as neither the big hydro power plants are fully used (due to antiquated equipment) nor the small plants. There is also a considerable wind energy potential with developments in recent years.

Main supporting policies

Green Power Purchase Obligation.

Law on biofuels

Key factors

No clear enforcement mechanism.

Other issues

There are environmental funds on all levels of administration supporting development of RES with grants or soft loans as well as an organisation called ECOFUND that support environmental protection projects, including RES. In addition, low interest credits are available from banks when the money is used for environmental projects.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

The total installed capacity of large hydro-electric power stations is around 630 MW, and of the small ones 160 MW. In 2000 33 MW of wind capacity were installed with another 40 MW project under construction (at the beginning of 2003, 57 MW wind capacity were installed). In Poland 30% of the land surface is economically suitable for wind turbine applications, 5% very favourable. Poland has a good technical potential for wind energy development and local manufacturing. Photovoltaic cells are virtually not used in Poland.

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Figure 1: RES electricity production up until 2002 [54] in Poland

[54] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

In solar thermal applications, both liquid and air solar collectors are used in a few areas in Poland. The total number of air collectors is estimated at 50-60 units, and their surface area at 6,000 m2. Around 1,000 solar installations for the heating of usable water have been installed in Poland with the total surface area of the collectors exceeding 10,000 m2. Biomass covers over 98% of renewable energy production. Biomass is considered to be the most promising of renewable energy in Poland. Current installed capacity using geothermal energy is approximately 68.5 MWt, of which 26.2 MWt is from heat pumps, which collectively generate 0,02 Mtoe of energy on an annual basis.

Table 1: RES-electricity production in 1997 and 2002 in GWh

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

Table 2: RES-heat production up until 2001

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

Table 3: RES-biofuel production up until 2001

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2.2. Mid-term potentials

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Figure 2: Mid-term potentials of RES electricity, heat and transport in Poland

PORTUGAL

1. Summary of RES markets and policy

Background

Extreme dependence on external energy sources has pushed the Portuguese Government to launch several energy plans and financing measures in order to promote RES-E development. Incentives for renewable electricity mainly comprise investment subsidies and RES-E production incentives (through the establishment of a feed-in tariff scheme consisting of a fixed tariff per kWh for each RES technology).

RES targets

The RES-E target to be achieved by Portugal in 2010 is 39.0% of gross electricity consumption.

Status of the renewable energy market

In the recently approved energy policy, the Portuguese Government has set goals for the development of RES-E, giving special attention to wind power (with an expected capacity of 3.750 MW by 2010) and small hydro (400 MW). For the implementation of the guarantee of origin the grid operator REN is designated as the issuing body.

Main supporting policies

Feed-in Tariffs for 2003 in EUR cents /kWh

Photovoltaics < 5kW 41.0

> 5kW 22.4

Wave 22.5

Small hydro 7.2

Wind Beyond 2600 hours 4.3

From 2400 to 2600 hours 5.1

From 2200 to 2400 hours 6.0

From 2000 to 2200 hours 7.0

First 2000 hours 8.3

In addition, investment subsidies and tax deductions are used to support renewable energies.

Key factors

Feed-in structure delivers investment certainty. The tariffs differ for different technologies. The various support measures are all part of one national strategy and work well together. A monitoring system will guard the process of RES development

The tax measures may change with government structure or budget.

Other issues

The analysis of the Portuguese target must take into account the important variability of large hydro. Grid capacity problems hamper a larger uptake of renewable electricity in some Portuguese regions. Complex and slow licensing procedures have resulted in long lead times for new renewable installations.

2. Current status and potentials of RES

2.1 Current penetration

The production of renewable electricity in Portugal is dominated by hydro large-scale projects, as can be seen in Figure 1. In 2001 85% of Portugal's RES-E production was from this RES-E source, while in 2002 the share of large hydro of the overall Portuguese RES-E production decreased to 72%. In the period from 1990 to 2002 large-scale hydro power production varied between 4.9 TWh (1992) and 14.2 TWh (1996), with a production of 7.5 TWh in 2002. These variations complicate the monitoring of Portugal's efforts in meeting its renewable electricity target for 2010 (see further sections). Other important RES-E sources are small-scale hydro and solid biomass, with a production of 706 GWh and 1.2 TWh in 2002 respectively. Electricity production from biowaste and wind has started to grow over the last few years. In 2002 Portugal's installed wind power was increased by 43% up to 179 MW, accounting for 362 GWh generated electricity. Since 1997, the non-large-hydro RES-E passed from 1.76 TWh in 1997 to 2.9 TWh by 2002.

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Figure 1: RES-electricity production up until 2002 [55] in Portugal

[55] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 2: RES electricity production in Portugal up until 2002 without large hydro

Table 1 shows the electricity generation from renewable energy sources in 1997 and 2002, as well as the average annual growth during the intervening period. Due to the wide fluctuations in electricity generated from hydro, the share of RES electricity in 2002 was only around 22% compared with 39% in 1997.

Table 1: RES electricity production in 1997 and 2002 in GWh

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Table 2 and Table 3 show data indicating the penetration of RES-heat and RES-biofuel respectively. Biomass heat production over the past few years has been stable at around 1900 ktoe per year. Solar thermal heat and geothermal heat production is still relatively small compared with biomass heat, showing a contribution of 19 ktoe and 90 ktoe respectively. Geothermal heat production showed a very strong increase in 2001, due to a new large demo plant on the Azores. As shown in Table 3, production of biofuels is still a very small market in Portugal, with production figures of virtually zero.

Table 2: RES-heat production up until 2001

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

*Biomass heat only up until 2001

Table 3: RES-biofuel production up until 2002

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2.1. Mid-term Potentials

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Figure 3: Mid-term potentials of RES electricity heat and transport in Portugal

Table 4: Policy assessment for RES - Portugal

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

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SLOVAKIA

1. Summary of RES markets and policy

Background

The Slovak Republic is a net importer of relatively cheap energy from the Czech Republic and Poland. In 1999, energy imports provided approximately 85% of Slovakia's energy supply. An extensive development of small-hydro energy is going on.

RES targets

The RES-E target to be achieved in 2010 is 31% for Slovakia.

Status of the renewable energy market

There is no specific support for wind and solar energy. A very small portion of the biomass potential is used and the government's priority is to use this source only in remote, mountainous, rural areas, where natural gas is not available. For small hydro there is an extended development programme with 250 selected sites for building small-hydro. Geothermal is extendedly used for bathing purposes.

Main supporting policies

Energy Strategy and Policy of the Slovak Republic up to the year 2005 (1993)

Energy Act No.70/1998 (2001)

Key factors

Current low energy prices.

An extended development of the hydro potential is going on.

The government does not recognise opportunity in wind and solar.

The government support only biomass investments in remote, mountainous, rural areas.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

With the exception of the hydro power the share of the renewable energy sources did not grow significantly in the last decade in Slovakia. Only the hydroelectric capacity has grown significantly in the first half of the 1990s, due to the building of the Gabcikovo hydro power plant with a capacity of 720 MWe on the Danube. As of 1999, Slovakia had approximately 2,500 MWe of installed hydroelectric capacity. It is expected that 300 MWe of small hydro capacity may be needed from a large number of smaller facilities. There are currently approx. 180 small hydropower plants with the total installed capacity of more than 60 MW in operation in Slovakia. There are no large scale wind turbines up to now. There are installed 40 pairs of photovoltaic panels to 400 kV transmission line poles between Slovakia and Poland since 1998.

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Figure 1: RES electricity production up until 2002 [56] in Slovakia

[56] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

Geothermal waters in the Slovak Republic are being utilised on 35 locations offering an aggregate heating capacity of 75 MW and generation of 0,05 Mtoe to heat structures, swimming pools, greenhouses (at the town of Galanta it heats 1,240 flats and a hospital). In present, biomass provides only 0.2 % (0,1 Mtoe) of energy, although biomass represents the largest potential of renewable energy of Slovakia.

Table 1: RES-electricity production in 1997 and 2002 in GWh

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

Table 2: RES-heat production up until 2001

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

Table 3: RES-biofuel production up until 2001

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

2.2. Mid-term potentials

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 2: Mid-term potentials of RES electricity, heat and transport in Slovakia

SLOVENIA

Summary of RES markets and policy

Background

The new Energy Act substituting the Act on Energy Economy from 1986 was promulgated in September 1999. It gives priority to efficient use of energy and renewable energy sources over supplying from non-renewable sources. According to the law, a national energy programme shall be drawn up every five years. The programme shall promote investing into renewable energy sources and efficient use of energy. Hydropower supplies about one-third of Slovenia's electricity generating capacity. However, many of the smaller hydro plants are very old (pre-World War II) and will need to be refurbished to remain operational.

RES targets

The RES-E target to be achieved in 2010 is 33,6% for Slovenia.

Status of the renewable energy market

Renovation of hydropower plants will increase the efficiency of these units, and could add as much as 150 MWe in generating capacity. Refurbishment of existing small scale hydropower as well as increasing the capacity of the large-scale units is part of the Government's renewable energy strategy.

Main supporting policies

Feed-in tariff:

Hydro up to 1 MW: 6.11 EURc/kWh; Hydro 1 to 10 MW: 5.89 EURc/kWh

Biomass up to 1 MW: 6.98 EURc/kWh; Biomass above 1MW: 6.76 EURc/kWh

Wind up to 1 MW: 6.33 EURc/kWh; Wind above 1 MW: 6.11 EURc/kWh

Geothermal: 6.11 EURc/kWh

Solar up to 36 kW: 27.85 EURc/kWh; Solar above 36 kW: 6.11 EURc/kWh

CO2 tax introduced in 1996 amounts to 15 EUR/t CO2.

Key factors

The Regulation provides the framework for contractual relations between the network manager and the qualified energy producer including a contract for a period of 10 years.

Complicated procedures for acquiring the administrative permissions.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

The share of renewable energies in Slovenia's energy sector is constant since the beginning of the '90ies. The mostly utilised renewable energy source in Slovenia is hydro-power. It supplies about one-third of Slovenia's electricity generation (3300 GWh/year). Besides the larger hydroelectric generating units, there are approximately 40 very small hydro units with less than 500 GWh/year electricity generated. There are no wind power plants installed in Slovenia. The photovoltaic peak power installed is very low - about 100 kWp. Photovoltaic applications have been implemented on an experimental basis in the telecommunications and other sectors. Biomass has a minimal penetration in electricity production.

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Figure 1: RES electricity production up until 2001 [57] in Slovenia

[57] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

Table 1: RES-electricity production in 1997 and 2001 in GWh

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

Biomass, solar and geothermal installations have just a minimal share in the heat production. Wood is an important fuel for space heating, particularly in the residential sector. Forest residues supply about 359 MWth. The existing capacity of geothermal resources in Slovenia amount to about 103 MW of heat plant providing heat to health spas, agriculture and institutions.

Table 2: RES-heat production up until 2001

>PLATZ FÜR EINE TABELLE>

There is no biofuel production is Slovenia.

2.2. Mid-term potentials

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 2: Mid-term potentials of RES electricity, heat and transport in Slovenia

SPAIN

1. Summary of RES markets and policy

Background

In 1997 Spain introduced a substantial programme to support RES, which has resulted in an enormous growth in new capacity, mainly wind power. Feed-in tariffs and premiums provided high transparency and certainty in the market and are therefore the main driver for this growth. After Germany Spain is the most favourable country for wind investments.

RES targets

The RES-E target to be achieved by Spain in 2010 is 29.4% of gross electricity consumption.

Status of the renewable energy market

Wind power has developed impressively. The biomass sector still needs an integrated policy which recognises the added value of environmental and rural development . Small hydro needs to overcome the administrative barriers.

Main supporting policies

RES producers may choose between a fixed preferential tariff or a (variable) premium price on top of the market price. Investment support is also provided. Tariffs are specified for plants <= 50MW.

Tariffs specified for 2003: premium (EURct/kWh) feed-in (EURct/kWh)

Solar PV (< 5kW): 36.0 39.6

Solar (other installations): 18.0 21.6

Solar thermal-electric: 12.0

Wind: 2.66 6.21

Small Hydro (? 10MW): 2.94 6.49

Primary Biomass: 3.32 6.85

Secondary Biomass: 2.51 6.05

Geothermal, wave and tidal: 2.94 6.49

Key factors

* Transparent support schemes and the high feed-in tariffs deliver high investment certainty.

* Feed-in tariffs are decreased and might become too low to induce new investments.

* Changes due to liberalisation of the sector cause uncertainty.

* Biomass feed-in tariffs were up-to-now too low to develop new capacity.

Other issues

The system for Guarantee of Origin has not been implemented yet. A draft has been formulated within the Ministry of Economy. Some electricity companies have started to sell green power.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

The production of renewable electricity in Spain is shown in Figure 1. It can be seen that hydro generated electricity is by far the most important RES-E source, with a contribution of around 16 TWh in 2002, which corresponds to 41% of the total RES-E production for that year. Strong growth in the electricity production by on-shore wind parks can be observed. Spain achieved 4.100 MW at the end of 2002 (more than 6.000 MW at the end of 2003, similar to the total wind capacity installed in USA) producing 9.6 TWh in 2002. On the other hand it should be noted that the production of RES-E from solid biomass was 2.9 TWh in 2002. This accounted for 8% of the total RES-E production in that year.

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Figure 1: RES-electricity production up until 2002 [58]

[58] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

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Figure 2: RES electricity production in Spain up until 2002 without large hydro

1 shows an overview of the electricity generation from renewable energy sources in Spain in 1997 and 2002, as well as the average annual growth during the intervening period. The electricity generation from RES expressed as share of the overall electricity consumption was 20% in 1997, while it was only 16.2% in 2002.

Table 1: RES electricity production in 1997 and 2002 in GWh

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* Spain uses a definition for small and large-scale hydro power capacity that is different from the commonly adopted EU definition. In Spain all production capacity lower than 50 MW is considered to be small-scale production capacity.

2 shows data indicating the penetration of RES-heat in Spain. Biomass heat production over the past few years has been stable at around 3300 ktoe per year. Solar thermal heat production is still relatively small compared with biomass heat, but an average annual growth rate of about 10% since 1997 has been reported for this technology.

As can be seen in Table 3, the biofuel market has grown strongly over the past few years. In 1997 virtually no biofuels were produced, while for the year 2002 a production of 119 ktoe was reported.

Table 2: RES-heat production up until 2002

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Table 3: RES-biofuel production up until 2001

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2.1. Mid-term Potentials

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Figure 3: Mid-term potentials of RES electricity heat and transport in Spain

Table 4: RES-Policy assessment Spain

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SWEDEN

1. Summary of RES markets and policy

Background

Sweden has followed the route of promoting new renewable sources by a combination of energy taxation and environmental bonus schemes up to early 2003. Since May 2003, however, a major policy change has been implemented by introducing a tradable certificate scheme in order to achieve the cost-effective and market-oriented promotion of renewables.

RES targets

The RES-E target from the EU directive for Sweden is 60% of gross electricity consumption in 2010. Sweden has set up the national target in absolute values (10 TWh additional RES by 2010) together with a 17% obligation of non large-hydro RES-E for end users by 2010.

Status of the renewable energy market

Renewables currently cover approximately 50% of Sweden's total electricity consumption. This supply is covered mainly by hydro power. The use of biomass has increased substantially over the past decade, but its share is still relatively small. Wind capacity installed in Sweden is relatively low although the wind resource in the south of the country is comparable to Denmark's. When the new certificate scheme was drawn up by the Government, market parties expressed fear and reluctance to invest.

Main supporting policies

Electricity certificates for wind, solar, biomass, geothermal and small hydro were introduced in May 2003. The system has created an obligation for end-users to buy a certain amount of renewable certificates as part of their total electricity consumption (increasing to 17% in 2010). Non-compliance leads to a penalty which is fixed at 150% of a year's average price. To secure a smooth transition, price guarantees are available for producers up to 2007. Within the system prices will be settled by supply and demand. Forecasts show expected prices in the range of 1,3 - 1,6 EUR cents/kWh for certificates traded.

For wind energy investment grants which offer 15% reduction of costs will remain available. As a transition measure, an environmental bonus for wind will also be available. This bonus has a value of 1,9 EUR cents/kWh this year and will gradually decline to 0 in 2007

Furthermore exemptions for renewables on environmental taxes are applicable, which provide a benefit of around 1,79 EUR /toe for renewables used for transport or heat supply.

Key factors

The certificate system will form an incentive to invest in the most cost-effective options. Guarantees have been built into the system to secure a smoother transition from the previous system into the new situation. The environmental tax benefits can make some biomass CHP systems competitive.

Under the certificate system, prices may fluctuate from year to year depending on production and new investments. This holds for certificates as well as the commodity price of electricity. Both elements form a source of uncertainty for investment decisions.

Other issues

Since the certificate system is in its start-up phase, the effects are as yet difficult to assess. It may result in a cost-effective development of renewables (thereby excluding some sources from the market). The Government has declared that in the (near) future the certificate system may be opened up for imports. This market opening may pose a threat to investments in new renewables in Sweden.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

The development of the renewable electricity production over the past decade has resulted in a modest increase of 7% since 1990. The most important growth has occurred in the application of bio-energy which grew by a factor of 2.5 in volume from 1990. The current level is now around 4 TWh. Hydro power still remains the largest source of renewable energy in Sweden, but only a very limited growth in capacity occurred. In 2002 hydro generated 66 TWh. 2003 was a very bad hydraulic year with a total production of 53 TWh. Wind power started recently in Sweden (both on-shore and off-shore) and has a reached level of around 0,6 TWh in 2002. By the end of 2003 the installed wind power capacity was 399 MW.

The current RES-E penetration is shown in 1. The fluctuations reflect the volatility in the supply of hydro power due to variations in weather conditions from year to year. According to the total demand the share of RES electricity in Sweden amounted to 46% in 2002 compared to 49% in 1997.

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Figure 1: RES electricity production up until 2002 [59] in Sweden

[59] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

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Figure 2: RES electricity production in Sweden up until 2002 [60] without large hydro

[60] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

Table 1: RES-electricity production in 1997 and 2002 in GWh

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In the heat sector the use of biomass, in particular in new CHP and district heating installations, has grown substantially over the past decade (by nearly 40% compared with 1990). The current use has reached a level of about 5 Mtoe. Solar thermal collectors have been introduced in Sweden, but their contribution still remains small. The market for solar thermal applications grew by 7% in 2002 to nearly 0,2 million m2 installed capacity. For geothermal heat pumps very strong growth has been observed over recent years.

Table 2: RES-heat production up until 2002

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*Biomass heat only up until 2001

The biofuel sector has started to develop recently, but the absolute level still remains very small.

Table 3: RES-biofuel production up until 2002

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2.1. Mid-term Potentials

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Figure 3: Mid-term potentials of RES electricity heat and transport in Sweden

Table 4: Policy assessment for RES - Sweden

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UNITED KINGDOM

1. Summary of RES markets and policy

Background

In the United Kingdom renewable energy is strongly supported by a system with mandatory demand and several grants programs. Renewables are an important part of the climate change strategy. Renewable energy is therefore exempted from the Climate Change Levy (CCL). After one year of the new established certificate market, the CCL and the grants programs in full operation, the development of RES seems to be increasing apace.

RES targets

The RES-E target to be achieved by the UK in 2010 is 10 % of gross electricity consumption. An indicative target for RES-E of 20% for 2020 has been set. No formal targets exist for RES-H and biofuels.

Status of the renewable energy market

The buy-out revenues for non-compliances are recycled to the suppliers in proportion to the certificates they have used for complying with the obligation. This mechanism increased the certificate price above the buy-out price because the market is short. High prices in the first year gave the ROC (Renewable Obligation scheme) market a kick-start. Targets specified for 2010 and scheme duration specified until 2027 provide long-term security for renewable energy investors.

Main supporting policies

* Obligatory targets with tradable green certificate system. The non-compliance 'buy-out' price for 2003-2004 is set at £30.51/MWh (approx4.5 EURct/kWh). This buy-out price will be annually adjusted in line with the retail price index.

* Climate Change Levy: renewable electricity is exempted from the climate change levy on electricity of 0.43 p/kWh (approx. 0.63 EUR ct/kWh)

* Grants schemes: funds are reserved from the New Opportunities Fund for new capital grants for investments in energy crops/biomass power generation (at least £33m (EUR53m) over three years), for small scale biomass/CHP heating (£3m or EUR5m), and. planting grants for energy crops (£29m or EUR46m for a period of seven years).

Major issues

- The targets for the obligatory demand are set up to 2027, ensuring long-term demand.

- High targets and the redistribution of buy-out revenues make RES-E investments economically viable.

- A great differentiation of grant programmes with large budgets aimed at technologies and/or municipalities give a wide range of support to initiatives.

- Grid connection issues and severe competition on the electricity market could disadvantage RES in of the support programs.

Other issues

Government has announced new plans on off-shore wind in 2003 and around 1.400 MW installed capacity has already been approved.

2. Current status and potentials of RES

2.1. Current penetration

The renewable electricity production in the period 1990-2002 in the UK is shown in Figure 1. It can be seen that in this period annual RES-E production increased from 5.8 TWh in 1990 to around 11 TWh in 2002. Hydro generated electricity is the most important RES-E source, although its relative share in the RES-E production is decreasing. In 1990 hydro power was responsible for more than 90% of the annual RES-E production, whereas in 2002 its contribution was 42%. At present the second most important RES-E source is generation with biogas. Over the last decade the contribution of biogas to the RES-E production has increased from 8% in 1990 to 28% in 2002. Responsible for this increase is the production of landfill gas, which accounted for 90% of total biogas electricity production in 2002. Other technologies with an increasing contribution to the overall RES-E production in the UK are on-shore wind (11% in 2002), solid biomass (8% in 2002) and biowaste (8% in 2002). Installed wind power in the UK increased by 19% in 2002 to a total installed capacity of 534 MW.

>VERWEIS AUF EIN SCHAUBILD>

Figure 1: RES-electricity production up until 2002 [61]

[61] Based on EUROSTAT data, which are up-to-date only until 2001. For many RES, e.g. wind-onshore and PV more recent data from sector organisations and national statistics have been used.

Table 1: RES electricity production in 1997 and 2002 in GWh

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2 shows data indicating the penetration of RES-heat in the UK. Biomass heat production in 2002 reached 700 ktoe, which is significantly lower than the 917 ktoe reached in 1997. Solar thermal heat and geothermal heat production is still relatively small compared with biomass heat, but solar thermal heat has increased by average annual growth rates of 13% in the period 1997-2002.

As can be seen in 3, the production of biofuel corresponded to 3 ktoe in the year 2002, while in 1997 still virtually no biofuels were being produced.

Table 2: RES-heat production in 1997 and 2002 in ktoe

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*Biomass heat only up until 2001

Table 3: RES-biofuel production up until 2002

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2.1. Mid-term Potentials

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Figure 2: Mid-term potentials of RES electricity heat and transport in the UK

Table 4: Policy assessment for RES - United Kingdom

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